szmtag Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Auf der Suche - Seite 5
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  1. #101
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Telemachos ließ seinen Blick weiter auf dem Alten ruhen und nahm weiterhin eine unbedrohliche Haltung ein. Er blieb weiterhin auf der Stelle stehen um deutlich zu machen dass er das Dorf nicht ohne Erlaubnis betreten würde.
    „Die Namen unserer Freunde sind Eutychia und Mykos und ich traf Sie auf einer Reise. Ebenso wie meine momentanen Gefährten. Und es währe Gütig von Euch wenn Ihr uns zu Ihrer Hütte führen könntet. Wir währen Euch zu Dank verpflichtet.“

  2. #102
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek wusste nicht so recht, was er antworten sollte, weder auf Mykos unbekümmerte Lebensfröhlichkeit, die ihm in diesem Moment geradezu bizarr erschien, noch auf Eutychias hintergründige Bemerkung. Er war schon drauf und dran so etwas wie "dies ist kein guter Zeitpunkt" zu stammeln und einen Versuch zu unternehmen, die beiden hinfort zu komplimentieren - doch genaugenommen hätte es keinen besseren Zeitpunkt geben können. Der Rat der Seherin und auch der des Arztes waren ihm mehr als willkommen in dieser Situation, in der er selbst nicht die geringste Ahnung hatte, was zu tun war oder was überhaupt vor sich ging.

    "Chrys ... ich ... wir haben schlecht geschlafen", hob er an und fragte sich, wie er überhaupt in Worte fassen sollte, was er irgendwie erklären musste. "Wir träumten beide wirr. Von ihr." Die Betonung ließ keinen Zweifel daran, wen er meinte. "Zuerst dachte ich, es sei wegen eines dummen Zufalls ... wir fanden das Medaillon, welches wir von der Insel bargen, bevor ... nunja, bevor alles anders kam und wir die Margareta verlassen mussten. Wir warfen es zurück ins Meer, doch dann kamen die Träume und nun ist es wieder da und Chrys, sie ... etwas stimmt nicht." Die noch immer heisere Stimme versagte ihm und er schluckte gegen einen schweren Kloß, der in seinem Hals saß.

  3. #103
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    Langsam löste sich Maristos von der restlichen Gruppe und schlich nach vorn zu Telemanos und wartete, bis dieser fertig gesprochen hatte. Dann wandte sich Maristos selbst an den Dorfältesten, oder was auch immer das für ein Vorsteher war: "Ebenso wären wir euch zu Dank verpflichtet - aber nehmt das nicht zwangsläufig wörtlich - wenn ihr uns ein wenig Wein und Wasser darbieten könntet. Der Dicke kippt fast aus den Sandalen", mit einer zackigen Kopfbewegung deutete Maristos auf Erasmos, "und auch mir klebt schon die Zunge am Gaumen. Der Staub der Straße vermag es, einem die Kehle zu verätzen."

    Er hielt einen Augenblick inne. "Ach, und jetzt, wo ich so darüber nachdenke, verlangt auch langsam mein Magen nach etwas Füllung, villeicht habt ihr noch etwas Brot für ein paar müde Wanderer, dass ihnen der Wein nicht so allein die Kehle hinunterfließen möge." Maristos lachte schallend und schlug Telemanos wuchtig auf die Schulter, dass es klatschte. Tatsächlich war zu vermuten, dass Maristos das Brot weniger für den Magen als für seinen Kater benötigte.
    Das Neue dringt herein mit Macht, das Alte,
    Das Würdge scheidet, andre Zeiten kommen,
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  4. #104
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Chrys war nur zu froh, in die Sicherheit ihrer kleinen Hütte zu kommen, wo niemand ihn sehen konnte. Er hörte Stimmen draußen, aber er wollte gar nicht wissen, worüber sie sprachen. Schnell richtete er sein Gewand, bevor er sich auf einen Schemel setzte und darüber nachdachte, wie er die Dinge wieder ins Lot rücken konnte. Denn wenn er an Chereks entsetzten Blick, dessen Zurückprallen dachte, wurde ihm ganz elend zumute. Er mochte Cherek sehr gern und er wollte diesem... gefallen. auf alle Fälle wollte er Cherek nicht abstoßen. Aber offenbar tat er das nur. Er war abstoßend. Stöhnend rieb er sich über die Augen. Und das war alles nur die Schuld dieser Furie aus dem Tartaros. Oder? Sicher sein konnte er sich wohl dabei nicht, schließlich gab es keinen Gegenbeweis, daß nicht jemand anderes auch die Finger im Spiel hatte.

  5. #105
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    Talking Erasmos

    Maristos Worte wurden nicht überhört, zumindest nicht von Erasmos, der sich sogleich entrüstet aufbaute. "Wer ist hier Dick?!" Brummte er unüberhörbar. Dabei schob er die Brust raus, verzog das Gesicht und hob mit beiden Händen den Bauch an. "Ich bin nicht dick!" ein verächtliches Schnauben folgte dem zweiten Satz.



    [ooc: sorry den "Obelix kommentar" konnte ich mir einfach nicht verkneifen LOL ]
    Geändert von Aeonra (08.03.2012 um 11:19 Uhr)

  6. #106
    Mitglied Avatar von Schiller
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    Maristos grinste frech zu dem Schiffsbauer hinüber. "Aber durstig, oder?!"
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  7. #107
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    Erasmos liess seinen Bauch los, worauf dieser zurück in seine Ursprüngliche Form wabbelte. Danach hob er den Schlauch, den er bei sich trug an und schüttelte ihn leicht, ganz so als wolle er prüfen wieviel von dem feuchten Nass noch vorhanden war. "Nunja, gegen etwas Wei... Wasser ist nichts einzuwenden." Erasmos korrigierte sich schnell und prüfte mit einigen verschmitzten Seitenblicken ob jemandem der Versprecher aufgefallen war.

  8. #108
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    Maristos fixierte verschmitzt den Alten. "Seht ihr, unser wohlbeleibter Kamerad hat schon Schwierigkeiten die richtigen Worte zu finden. Hah. ... Nun kommt schon, ihr werdet ihn (und uns) doch nicht verdursten lassen!?!"

  9. #109
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    Erasmos überhörte Maristos letzte Bemerkung und war noch immer mit dem Lederschlauch beschäftigt. Inzwischen hatte er den Stöpsel entfernt und versuchte die letzten Tropfen Flüssigkeit aus dem Schlauch zu pressen. Dabei stellte er sich etwas ungeschickt an, so dass ein Teil ihm direkt ins Gesicht spritzte. Das Wein-Wasser-Gemisch brannte in den Augen und Erasmus fluchte wüst vor sich her, währenddem er sich mit der Tunika die Augen rieb.

  10. #110
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    In den Bergen

    „Du meinst Mykos den Heiler und seine Frau Tychia? Die beiden leben in einer kleinen Hütte auf dem Gipfel des Hügels.“ Er deutete mit ausgestrecktem Arm an Telemachos vorbei auf einen der Hügel, auf dem tatsächlich eine kleine Hütte zu sehen war. „Doch ich fürchte ihr werdet sie dort nicht antreffen. Sie sind in das Fischerdorf jenseits dieser Hügel gezogen und werden wohl erst morgen zurückkehren. Es liegt einen halben Tagesmarsch in diese Richtung, von der Hütte aus könntet ihr einem Trampelpfad folgen, zur Handelsstraße. Oder ihr geht auf der Straße die ihr gekommen seid zurück und wendet euch dann nach rechts, gen Ozean.“ Er musterte nun Maristos und dann Erasmos „Das wird zwar der längere, doch auch der leichtere Weg sein.“

    Dann trat er einen Schritt zur Seite und deutete auf den Brunnen in der Mitte des Dorfes. „Natürlich könnt ihr euch gern zuvor an unserem Brunnen stärken, das Wasser steht jedem Reisenden zur Verfügung. In dem Fischerdorf könnt ihr außerdem Räucherfisch und Trockenfisch und natürlich frischen Fisch bekommen. Unsere Vorräte sind leider nach dem Winter aufgebraucht und die Händler sind noch nicht hier durchgekommen.“


    Bei der Hütte

    „Du hörst dich ja schauderhaft an, mein Freund.“ Der ehemalige Schiffarzt gesellte sich nun ebenfalls zu Cherek und klopfte ihm auf die Schulter. „Gott sei Dank hab ich meinen berühmten Honigtrank dabei, den Megaira stets für ihre Stimme nutzte.“ Er grinste breit, während er den Namen offensichtlich bewusst deutlich aussprach blitzten die Augen immer noch fröhlich, bevor er sich daran machte in seinem Gürtel nach dem Fläschchen zu suchen. Schnell wurde Mykos fündig, hielt die golden schimmernde Flüssigkeit empor. „Was die Alpträume angeht, kann ich dir zwar Baldrian bieten… aber ich glaube dein Unterbewusstsein hat dir etwas zu sagen. Uff…“

    Eutychia hatte nachdenklich geschwiegen, auch wenn ein Schatten über ihr Gesicht huschte, als Cherek ihren ehemaligen Kapitän erwähnte, oder vielmehr nicht erwähnte doch nun stieß sie ihrem Gatten den Ellbogen fest in die Rippen. Dann legte sie ihre Hand sanft an Chereks Wange und sah ihm tief in die Augen. Ihr Blick wurde starr, als sähe sie in weite Ferne und dann sah sie wieder ihn. Sie lächelte aufmunternd „Willst du uns nicht erst einmal etwas anbieten, bevor du uns mit Visionen plagst? Auf vollen Magen ist das Übel halb so schlimm. Mir wäre es ja gleich, aber da gibt es jemanden, der sich beschwert.“ Bei diesem letzten Satz strich sie über den leicht gewölbten Bauch. Mykos war nun ebenfalls wieder zu Luft gekommen und fügte mit gewohnt scherzendem Tonfall hinzu „Wenn wir Chrys helfen sollen, muss sie erst einmal herauskommen. So schlimm wird es schon nicht sein, man kann vieles heilen, selbst Furunkel oder Wucherungen.“
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  11. #111
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    Erasmos, dessen Schlauch nun endgültig leer war, schlurfte missmutig zum Brunnen. Davor angekommen blickte er einen Moment in das kühle Nass des Beckens. Für Aussenstehende musste es wirken als würde er ernsthaft darüber sinnieren ob er nun Wasser nachfüllen sollte oder nicht. Dann plötzlich, mit einer ausholenden Geste, versenkte er gleich sein ganzes Gesicht im Wasser und prustete die Luft blubbernd in das kühle Nass. Schliesslich vollführte er eine weitere ausladende Bewegung mit der er den Kopf wieder nach hinten Riss und mit ihm eine Wasserfontäne nach sich ziehend sich förmlich eine Wasserdusche verpasste. Schliesslich schüttelte er sich wie ein nassgewordener Dackel, streifte sich über das Gesicht und trottete zum plätschernden Brunneneinlass, wo er den Schlauch mit Frischwasser füllte.

  12. #112
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Als Maristos sich in sein Gespräch einmischte musste Telemachos kurz mit sich ringen um dem Vorlauten Kerl nicht zu Recht zuweisen. Allerdings reagierte der Dorfälteste relativ gelassen und antwortete zuerst dem Hünen. Als der Alte bestätigte das Mykos und seine Frau Tychia. Offensichtlich hatte sie die Priesterin umbenannt. Oder aber es handelte sich um eine andere Frau.
    „Ja Mykos ist Heiler, das sind unsere Freunde. Ich danke Euch Wir werden uns sofort auf den Weg machen.“
    Allerdings erlaubte der Alte noch dass die Gruppe ihre Wasservorräte am Dorfbrunnen auffrischte. Als Telemachos sah wie Erasmos seinen Schädel in den Brunnen tauchte schlug sich der große Mann die Hand vor die Augen. Dieser Kerl war anscheinend mit dem Esel durch die Kinderstube geritten. Nach dem sich auch der Letzte seinen Wasserschlauch wieder gefüllt hatte bedanke er sich noch einmal bei dem Dorfältesten.
    „Ich werde Euch in meine Gebete mit einbeziehen, habt Dank.“ Er deutete auf die Hüte von Mykos und Eutychia. „Wir werden den direkten Weg nehmen so können wir Zeitsparen. Außerdem können wir dann auch eher unsere Vorräte auffüllen.“

  13. #113
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Dankbar nahm Cherek das ihm dargebotene Fläschchen von Mykos entgegen - sein Hals schmerzte in der Tat noch stark und er wusste, dass dieser Trank aus Honig, Anis und ein paar anderen Dingen bei Meg früher wahre Wunder bewirkt hatte. Die Crew hatte oft gescherzt, dass Mykos mehr als Megaira selbst daran Schuld habe, wenn die Kapitänin in ihrer gewohnt barschen und schroffen Art über das ganze Deck hinweg Anweisungen, Kommandos sowie Rüffel und Borstigkeiten verteilte, hätte sie doch ohne das Mittel des Schiffsarzt sicher schon längst ihre Stimme verloren.

    Und während die Medizin seinen Rachen balsamierte, taten es Eutychias aufmunternde, beruhigende Worte mit seinen Sinnen. Er tat einen tiefen Atemzug und spürte, wie er ruhiger wurde. Dann nickte er und wies auf den Holztisch und die kleine Bank, die sie vor der Hütte platziert hatten. "Ich kann euch etwas Räucherfisch anbieten, gerade vom gestrigen Fang", antwortete er und war dankbar, dass sein Hals sich beim Sprechen nun wesentlich geschmeidiger anfühlte. "Ich binde immer etwas Rosmarin daran, wenn ich sie räuchere, es verleiht eine würzige Note. Dazu hätten wir etwas Wein da, wenn ihr möchtet", bot er an und mit Blick auf den runden Bauch der Seherin setzte er hinzu: "Oder einfach ein wenig Wasser. Setzt euch schon, ich hole alles heran."

    Er wartete die Antwort nicht ab, sondern verschwand ins Innere der Hütte, während die beiden Platz nahmen. Drinnen strich sein Blick durch den Raum und suchte nach der Freundin. "Chrys?" fragte er leise.
    Geändert von Foxx (28.03.2012 um 16:54 Uhr)

  14. #114
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    Bei der Hütte

    „Verrat nur nicht jedem dein Geheimnis. Eure Räucherfische sind die besten weit und breit, ein guter Grund den langen Weg zu wagen.“ Lächelte Eutychia, während sie den Platz einnahm, welchen Cherek ihnen gewiesen hatte. Auch Mykos nickte, bedrängte den jungen Ägypter nicht weiter mit Fragen nach Chrys Zustand sondern gesellte sich zu seiner Gemahlin. Doch trotzdem sie nicht weiter auf das Thema eingingen, wusste Cherek aus Erfahrung, dass sie für ihn da sein würden, sollte er ihre Hilfe suchen.


    In den Bergen

    „Bist du von den Göttern mit Dummheit gestraft?“ Entsetzt hatte der Dorfälteste mit angesehen, wie Erasmos seinen verschwitzten Kopf in die Wasserquelle des Dorfes tauchte. Anklagend wandte er sich zu Telemachos „Werter Herr, gern könnt Ihr Euch mit Euren Männern hier erfrischen. Doch lasst nicht zu, dass sie unser Trinkwasser auf diese Art verunreinigen. Ich bitte Euch, für Anstand unter den Euren zu sorgen.“ Obwohl Raidos diese Worte mit einer Grimasse quittierte, waren doch alle Männer der Margaretha Negra vorbildlich, füllten das Wasser in ihre Schläuche und ließen es sich über den Kopf rinnen, bevor sie die Schläuche erneut füllten und verschlossen. Dabei grinsten sie den Schiffsbauer an, so als wollten sie sagen „Sie du Tölpel, so geht das richtig.“
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  15. #115
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    Chrys zuckte zusammen, als er angesprochen wurde. Er hatte Chereks Eintreten überhaupt nicht bemerkt, so sehr war er in seinen Gedanken versunken gewesen. Schuldbewußt duckte er sich. "Ich bin hier", meinte er leise.
    Danach straffte er sich und stand auf, um sein Hemd zu ordnen.
    "Sie bleiben wohl noch, was? Dann werde ich solange hier drinnen warten", erklärte er und mochte seine eigene Stimme dabei nicht anhören. Oder Cherek auch nur ansehen.

  16. #116
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Chereks Augen benötigten einen Moment, um sich an die Dunkelheit der Hütte zu gewöhnen. Auch wenn sie kleine Fenster hatten, so erforderte der Wechsel von draußen ins Innere doch immer einige Augenblicke, vor allem an hellen, sonnigen Tagen. Schließlich aber hatten seine Pupillen sich ausreichend angepasst und er erspähte Chrys. Er sah, dass deren Blick dem seinen auswich und auch wenn der Ägypter selbst am liebsten jede Auseinandersetzung mit der Situation vermieden hätte, so wusste er doch, dass es sinnlos war und zwang sich, den Blick auf die Freundin zu richten, so dass der ihre, sollte sie zu ihm sehen, seinen treffen würde.

    "Sicher, dass du nicht mit hinaus kommen willst? Ich glaube, sie würden sich freuen ... und es wäre vielleicht auch nicht das Falsche", meinte er mit einem verlegen unbekümmerten Tonfall, der aber kaum verschleiern konnte, dass es hier nicht um ein gemütliches Beisammensein bei Fisch und Wein ging.
    Geändert von Foxx (05.04.2012 um 23:33 Uhr)

  17. #117
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    "Ich glaube nicht, daß das was bringt", erwiderte Chrys steif. "Oder glaubst du, dieser... Fluch oder was auch immer es ist, verschwindet einfach bei Wein und Fisch?" Er verschränkte die Arme vor der viel zu harten Brust, sah an sich herunter und ließ dann die Arme wieder sinken. Er vermied es sorgfältig, Cherek anzusehen. "Und jetzt laß mich... Ich wurde heute bereits genug angestarrt, als hätte ich Schlangen als Haare."
    ER drehte Cherek den Rücken zu und setzte sich hin. Nein, das war eine Sache, deren Lösung er alleine herausfinden mußte. Ohne Cherek... Chrys schob verbittert das Kinn vor. Er hatte gedacht, er würde Cherek mehr bedeuten, als daß dieser sich so benahm.

  18. #118
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    "Chrys ...", setzte Cherek schuldbewusst an, doch dann hielt er inne. In ihm rangen ein schlechtes Gewissen und das Gefühl, ungerecht behandelt zu werden. Ja, er war entsetzt, geradezu schockiert gewesen und er war sich auch jetzt noch nicht sicher, ob und wie er mit der Situation umgehen konnte. Doch Chrys konnte kaum von ihm erwarten, dass er besonnen und mit weiser Gelassenheit auf die ... Veränderung reagierte.

    "Nein, ich glaube nicht, dass dieser böse Zauber bei Wein und Fisch vergeht", fuhr Cherek schließlich fort und sein Ton klang nun gefestigt und entschlossen. "Ebensowenig wie er sich davon brechen lassen wird, dass du dich hier ins Dunkle zurückziehst und haderst. Diese Dinge haben die tückische Weise, über einen hereinzubrechen, doch nicht ebenso urplötzlich wieder zu verschwinden. Doch da draußen sitzen eine Seherin, welche die Geheimnisse und Mysterien der alten Götter kennt, seien es die deinen oder die meinen, und ein ebenso fähiger wie erfahrener Medicus. Ich wüsste wenig Gesellschaft, die uns eher weiterhelfen könnte als diese beiden. Also?"
    Geändert von Foxx (04.06.2012 um 21:02 Uhr)

  19. #119
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    "D-du verstehst nicht!" rief Chrys und fuhr sich durch die Haare. "Cherek, genau das ist es doch. Sie werden Fragen haben und..." Er schüttelte den Kopf. "Ich habe einen... einen... Na, du weißt schon!" Er deutete auf seinen Schritt und schüttelte wieder den Kopf.
    "Was, wenn ich mich ausziehen soll? Das kann ich nicht... Ich würde vor Scham sterben." Er barg das Gesicht in den Händen und stöhnte.
    Für Cherek mochte das ja alles normal sein, aber er war mit dieser "Ausstattung" geboren worden, während Chrys sie nur angehext worden war. Oh, Meg sollte doch im Tartaros verrotten! Da fiel ihr allerdings die Kette ein, die sie trug und damit die Vision von gestern abend. Eutychia könnte vielleicht wissen, was es damit auf sich hatte.
    Chrys wollte sich nun wirklich nicht so zeigen, aber bevor Cherek wieder eingesperrt wurde... "Na schön... Aber wenn ich mich ausziehen soll, gehe ich wieder rein und komme erst wieder raus, wenn sie weg sind."
    Er stand auf und ging an Cherek vorbei zur Tür.

  20. #120
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Nach den letzten Worten des Dorfältesten wurde der Schiffbauer von einem kräftigen Schlag in den Nacken getroffen.
    „Sieh zu das du von dem Wasser weg kommst. Da du anscheinend keinen Anstand besitzt und nicht weist wie man seinen Trinkschlauch nachfüllt kannst du auch mit dem auskommen was du noch in deinem hast. Beim nächsten Brunnen schauen wir dann ob du etwas gelernt hast.“
    Erasmos musste den Spott der anderen Männer über sich ergehen lassen und Telemachos versuchte die Wogen wieder soweit zu glätten das die Dorfbewohner nicht allzu sauer auf die Reisegemeinschafft blieb.
    „Entschuldigt bitte das Verhalten dieser Wildsau. Er ist ein Trunkenbold und muss von den Göttern gestraft worden sein. Wir werden Euch nicht weiter behelligen und unseren Weg sofort fortsetzen. Bitte entschuldigt das Verhalten dieses Schafskopfes und seit bedankt für das Wasser und die Wegbeschreibung. Mögen die Götter alle Zeit auf Euch herab lächeln und ihre schützenden Hände über Euch und die Euren legen.“
    Mit diesen Worten verabschiedete sich der hünenhafte Krieger und deutete den anderen an das Sie nun das Dorf verlassen würden um ihre Reise fortzusetzen.

  21. #121
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    Masterpost

    Bei der Hütte

    Als Chrys in den Türrahmen trat, pfiff Mykos anerkennend durch die Zähne. Auch Eutychia lächelte den jungen Mann wohlwollend an. Natürlich hatten beide den Aufruhr um die wahre Natur des Schiffsjungen mitbekommen, doch zumindest die Seherin hatte stets den Wunsch des Mädchens respektiert und ihn als Jungen adressiert und auch der Schiffarzt hatte sich in ihrer Gegenwart nur selten anmerken lassen, dass er wusste mit wem er es zu tun hatte. Doch nun, da sie tatsächlich einen jungen Mann vor sich hatten, wirkte keiner der beiden überrascht.

    Mykos erhob sich, trat auf Chrys zu und klopfte ihm lachend auf die Schultern. „Seit wir dich das letzte Mal sahen, bist du zu einem echten Mann herangewachsen.“ Meinte er fröhlich, und in fast schon bewunderndem Ton. „Du bist ja fast größer als Cherek. Mach dir keine Sorgen, irgendwann erreicht jeder Knabe dieses Alter und du wirst dich daran gewöhnen. Ging mir damals ähnlich, und Cherek dürfte das auch noch in Erinnerung haben. So ist das mit Mutter Natur. Schade, dass Meg dich verkannt hat, einen Mann wie dich hätte sie sicherlich…“ in diesem Moment huschte ein Schatten über das Gesicht des Schiffarztes und er wirkte einen Augenblick verwirrt.

    Auch in die Augen seiner Gattin war bei der Erwähnung Megairas Zweifel getreten. Sie winkte den beiden zu, näher zu kommen und sah dabei Chrys forschend an. Es war deutlich, dass beiden gleichzeitig bewusst geworden war, dass irgendetwas nicht stimmte. Es war deutlich, dass sie beide nicht erkennen konnten, was dieses Gefühl auslöste.


    In den Bergen

    Es war kein guter Tag für Eysa. Das war eine Untertreibung, es war keine gute Woche gewesen. Dabei war eigentlich alles wie am Schnürchen gelaufen, bis auf einmal dieser Neuzugang von irgendeiner Insel dem Wirt schöne Augen gemacht und ihr die Kunden abgeworben hatte. Als sie dieses Weib zur Rede stellen wollte, hatte es zu Streit geführt, den sie bei einem Krug Wein beigelegt hatten, doch das war das letzte woran sie sich erinnerte und bevor sie es sich versah stand sie auf der Straße. Um genau zu sein auf irgendeiner Landstraße, mitten in den Bergen, auf der der Händler, in dessen Wagen sie vor wenigen Stunden wie benebelt aufgewacht war, sie abgesetzt hatte – nicht ohne ihr vorher noch ein Fahrgeld für die von ihr unbeabsichtigte Reise abzuknöpfen.

    Zu ihrer Linken führte ein Trampelpfad in die Berge. Vor und hinter ihr lag der etwas breitere Handelsweg, zumindest ließ die Breite des Weges vermuten, dass es sich um eine häufig genutzte Route handelte. Im Moment war weit und breit keine Menschenseele zu sehen.

    Auf dem Trampelpfad konnte man nun aber in der Ferne Silhouetten erkennen, eine riesenhafte Gestalt und danach noch einige andere schienen sich auf dem Weg zur der Kreuzung zu befinden, auf der sie stand. Vielleicht konnte eine dieser Gestalten ihr die richtige Richtung weisen.

    Der Dorfälteste war nicht nachtragend und hatte ihnen eine gute Reise gewünscht und bald hatten Telemachos, Aegis, Maristos und die übrigen Männer (Raidos, Darion, Trakis und Tatenos) den steilen Aufstieg zu der Hütte ihrer ehemaligen Gefährten problemlos hinter sich gebracht. Nur Erasmos hatte Schwierigkeiten zu folgen. Schließlich aber hatten sie den Trampelpfad eingeschlagen und sahen nun endlich die Handelsroute vor sich. Die Männer waren guter Dinge, und unterhielten sich lautstark, aber plötzlich unterbrachen sie sich und Raidos deutete nach vorn. An der Kreuzung war eine einzelne Person zu sehen, doch es war nicht ersichtlich was diese dort trieb.

    Zu allem Überfluss hatte Aiolos nun auch noch das Jagdglück verlassen. Um die frühe Jahreszeit waren auch kaum genug Früchte zu finden, von denen er sich ernähren konnte und er war sich sicher wenn noch eine weitere Wurzel sah, würde er durchdrehen. Er hatte den Wald verlassen um in den kahlen Bergen nach Hasen zu suchen, ebenfalls ohne Erfolg. Doch er entsann sich des jungen Ägypters, mit dem er in den vergangenen Monaten ab und an Fisch gegen Fleisch getauscht hatte. Seine ziellose Reise hatte ihn ohnehin in die Nähe der Handelsroute geführt und er zog gerade in Erwägung, dorthin abzubiegen, als er laute Stimmen vernahm, die vom Trampelpfad jenseits des Hügels zu ihm herüberschallten. Sollte er nachschauen, würde er die Männer der Margaretha Negra auf ihrem Weg zur Handelsstraße sehen.
    Geändert von Felina Noctis (07.10.2012 um 13:50 Uhr)
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  22. #122
    Mitglied Avatar von Attam Fadrûr
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    Eysa war nicht begeistert davon, hier, mitten im nirgendwo, auf einer augenscheinlich unbelebten, Straße zu stehen. Es war nur ein weiterer Stein in dem Mosaik, das sie gemeinhin als schlechte Woche betiteln hätte können.
    Die Woche hatte gut angefangen, wenn man mal von dem kleinen Riss in einem der Kleider absah, den sie sich in der vorigen Woche hatte unfreiwillig machen lassen. Männer waren nun mal rauer, als es ihr manchmal lieb war. Wenigstens hatte er ein paar extra Kupferstücke deswegen gelassen, aber auch nur, weil sie sie ihn entwendet hatte. Was bei dem trunkenen eine leichtigkeit gewesen war.

    Tagsdrauf hatte sie ihr Zimmer bezahlt und war zum Hafen gegangen, den dort fand man eigentlich immer Kundshaft. Meist sogar eine gut zahlende. Doch es hatte nicht sein sollen. Mehr oder weniger unbeachtet sah sie dem Treiben der Schiffsleute und anderen Arbeiter zu. Es ging Hand in Hand. Was sie immer weider verblüffte. Aber es war wohl die falsche tageszeit, oder auch der falsche Zeitpunkt, den es schien sich keiner für ihre Dienste zu interessieren. Was sie natürlich missbilligend hinnehmen musste. Ein Tag ohne Kundschaft war immer ein Schritt zum Rausschmiss aus ihren vier Wänden. Dementsprechend war sie über die Neue schon gar nicht erfreut gewesen. Nicht nur die dunklere Hautfarbe und die schwarzen Haare machten sie exotisch, sie sprach mit einem Akzent, den Eysa nicht einordnen konnte. Sie kam jedenfalls weder aus Sparta, noch aus Athen.

    Die andere Frau schien nicht nur ihr ihre Kundschaft zu klauen, nein, sie schien sogar dem Wirt, ein verheirateter Mann, dazu zu verleiten ihr Kunde zu werden. So ging ein weiterer Tag mit minimaler Kundschaft, die zwei Üblichen kamen ohne hin, zu ende. Der nächste Tag war, um es mit einem Wortzu beschreiben: Verflucht. Nichts schien mehr zu laufen, jeder hatte nur noch Augen für diese.. diese Sch... andere. Völlig außer sich hatte sie die andere zur Rede gesetllt, und ab da waren ihre Erinnerungen nur noch wage.
    Sie hatten ihren Streit beigelegt. Oder war das nur die Wirkung des Weins gewesen? Sie wusste es nicht. Jedenfalls war sie auf der Wagenfläche von einem fahrendem Händler aufgewacht, der ihr ihr einziges Silberstück abknüpfte und sie dann mitten im NIRGENDWO! aussetzte. So hatte sie grade mal ein paar Kupfermünzen übrig, etwas mehr wie ein Dutzend. Leise vor sich hin fluchend ging sie auf der Kreuzung auf und ab, darauf wartend das ein weiterer Wagen, zurück in Richtung Athen, vorbei kam. Und wenn sie den Händler in naturalien bezahlen musste.

    So bemerkte sie weder den Jäger, noch die Crew der Negra, die den Trampelpfad entlang auf sie zu kam, da ihre Aufmerksamkeit der leeren Straße galt.
    Meinen Nick spicht man übrigens
    Az - am Fa - dru - ur aus

  23. #123
    Mitglied Avatar von Ironhide
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    Wieder ein trostloser Tag ohne einen Lichtblick. Selbst die sonst so zahlreichen Hasen schienen Aiolos schon aus weiter Entfernung zu wittern, nicht einen konnte er in den Bergen erblicken, größeres Wild war ihm schon länger nicht mehr vor den Bogen gekommen. Auch seinem Magen gefiel die lange fleischlose Zeit nicht sonderlich, was dies anging, war dieser doch sehr verwöhnt. Es war nicht sehr leicht, Geld zu verdienen wenn man nichts auf den Markt verkaufte.

    So ganz war ihm aber eh nicht danach. Geld interessierte Aiolos nun nicht so sehr, sein Hunger dafür umso mehr. Das war sein Antrieb in den letzten Wochen gewesen und wird es wohl auch noch eine Weile sein. Ein paar Kupferstücke hatte er noch, sogar ein Silberstück, aber im Wald oder in den Bergen benötigte er es auch nicht. Er fand immer ein Plätzchen zum nächtigen, Feuer machen war auch kein Problem, er brauchte also nicht unbedingt ein festes Dach über dem Kopf. Nur der Regen war mitunter nervig. Ihm kam bei dem Gedanke der junge Ägypter auch wieder in den Sinn, der für ein Tauschgeschafft immer zu haben war. Aber ohne Beute würde er dort wohl kaum auftauchen können, zu verschenken hatte auch der Mann nichts, das hatte keiner.

    Für heute hat Aiolos aber genug vom jagen, es brachte wohl eh nichts mehr, war er bisher auch ziellos durch die Gegend geirrt. Sein Magen trieb ihn zur Handelsroute, die hier ganz in der Nähe war und er hoffte dort jemanden zu finden dem er etwas Ordentliches zu Essen hatte. Aber noch bevor er dort ankam hörte er etwas, was er nicht wirklich einordnen konnte im ersten Moment. Seine Instinkte meldeten sich sofort und Aiolos blieb regungslos stehen, lauschte weiter um zu hören woher die Geräusche kamen und wer oder was sie verursachte. Schnell konnte er Stimmen vernehmen, mindestens drei verschiedenen zählte er. Vielleicht Händler? Aiolos beschloss der Sache auf den Grund zu gehen, aber sich selbst erst mal bedeckt zu halten. So laut wie die Männer waren, schienen sie sich sicher zu fühlen und wohl kaum auf jemanden zu achten, sofern er ihnen nicht vor die Füße springen würde.


    Schnell hatte er eine Position auf dem Hügel gefunden, von der aus er den Handelsweg und auch den kleinen Trampelpfad gut einsehen konnte Der Handelsweg konnte er dabei aus einer größeren Entfernung sehen. Es waren nicht drei, sondern acht Männer, die Aiolos erblicken konnte und die die Handelsroute bald erreichten. Sie redeten, witzelten ein wenige darüber das einer ihrer Weggefährten nicht so schnell hinterherkam. Doch bevor sie die Kreuzung erreichten, blieben sie stehen und hielten bei ihrer angeregten Unterhaltung inne. Der Grund dafür war schnell gefunden. In einiger Entfernung sah jemanden auf der Kreuzung stehen. Aiolos sah sich aber erst mal noch die Männer an, Händler waren das nicht, das erkannte er schnell. Aber was waren sie dann? Er vermochte sie nicht sofort einzuordnen. Es gab kein Grund für ihn, sich den Leuten zu zeigen, noch nicht. Sie würde eh nichts für ihn haben. Aber wer war das da am anderen Ende des Weges, auf der Kreuzung?

    Aiolos beschloss, auch der Sache auf den Grund zu gehen, es war außerdem eine Abwechslung zu der sonst so Einsamen Zeit in den Bergen. Er zog sich wieder zurück, so dass die Männer ihn nicht sehen konnten und huschte schnell und leise zu der anderen Person, um die zu beobachten und vielleicht hatte er Glück und konnte da was ergattern. Der Hügel bot ihm genug Deckung dabei, so das er schnell und unentdeck voran kam.

    Schnell war auf der Höhe der anderen Person. Kein Mann, eine Frau. Er überlegte kurz, eine einzelne Frau hier mitten auf der Handelsroute war ungewöhnlich und kurz grübelte er nach, was die hier machte. Ihm fielen wieder die Männer auf, den von der jetzigen Position konnte er den Trampelfad einigermaßen einsehen. Was die wohl von ihr halten würden? Vorerst blieb er in Deckung. Aber er war etwas zu unachtsam, zerbrach einen Ast unter seinen Füssen. Das knacken war auf dem Handelsweg mindestens für die Frau zu hören, die Männer waren noch zu weit weg. Er hatte sich fast Lautlos und schnell bewegt, ohne entdeckt zu werden, so hoffte er, aber nun dieser Fehler, nein das war nicht seine Art. Sollte er sich nun verstecken oder nicht? Eine Entscheidung müsste schnell her, oder aber sie würde ihn Problemlos entdecken. Die Götter waren heute nicht auf seiner Seite, wie Aiolos fand
    Geändert von Ironhide (07.10.2012 um 13:01 Uhr)

  24. #124
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    Während er den Kameraden im Verlaufe dieses Vormittags/Mittags bisher schweigend gefolgt war, stützte Aegis sich nun auf seinem Stab ab und begutachtete die vor ihnen liegenden Wege aufmerksam. "Kein Wagen, kein Pferd. Wenn die Händler nicht neuerdings einen Weg gefunden habe, auf leichtes Gepäck umzusteigen, ist dies keiner." Es wäre wohl auch zu viel des göttlichen Zufalls gewesen, wenn sie sogleich jemanden für ihre Vorratsbeutel gefunden hätten.

    Eine Spur von Besorgnis schien seine Stirn zu umwölben und die Augen zu beschatten. Doch sie galt nicht der fremden Person auf dem Pfad, sondern dem Grund, aus dem er bisher geschwiegen hatte. Das Ziel der Expedition schien ihm seit heute morgen fragwürdig. Nicht, das fragwürdige Expeditionen nicht ihren Charme versprühten und nichts gegen ein bisschen Wagnis hier und Todesgefahr dort ... Doch diese Männer hatten es auf den Kapitain abgesehen. Etwas, dem er sie nie anschließen könnte. Dem er sich nicht anschließen würde, wenn es dazu käme. Er fragte sich, wie wohl die anderen Mitglieder der Reise dazu standen. Diejenigen, die dem Kapitain näher gestanden hatten, als ein einfacher Schiffsschrubber. Wie viel hier wohl irgendwer wusste?
    Totgesagte leben länger.

  25. #125
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    Chrys trat also hinaus, auch wenn sich ihm der Magen umdrehte, als Mykos lächelnd und gut gelaunt zu ihm trat. Und als ob das nicht schon genug war, schien Chrys jedes Wort der blanke Hohn zu sein.
    Ein richtiger Mann... Es schmeckte plötzlich bitter auf seiner Zunge und er wünschte, er könnte einfach wegrennen und sich verstecken. Als der Namen des ihm verhaßten Kapitäns fiel, wich er vor Mykos zurück.
    "Sag diesen Namen nicht. Er bringt nur Unheil und Verderben, genauso wie seine Trägerin", stieß Chrys wütend hervor. "Dieses grausame Weib... sie... sie wollte mich als Lustsklavin verkaufen! Sie hat mich nächtelang glauben lassen... Was auch immer für Kreaturen im Tartaros lauern, sie sollen auch jeden Tag an ihrem wieder nachwachsenden Fleisch fressen!"
    Er keuchte vor Anstrengung, Wut und Angst und seine Stimme war erstaunlich hoch geklettert dafür, daß sie auf einmal so tief geworden war.
    Ja, alles war ganz allein die Schuld des verfluchten Kapitäns der Margaretha Negra!
    "Und jetzt? Jetzt hat sie meinen Körper verhext. Warum verschwindet sie nicht und läßt uns in Ruhe?"

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