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Thema: Wie gehen Comicverleger und -leser mit Wokeness-Themen um?

  1. #151
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    Oh, okay. Dann war das also nicht Missverstehen, sondern das Leugnen von Offensichtlichkeiten.
    Dann gibt es keine Gesprächsgrundlage, schade.
    Und zum Jungen, der mal weinen möchte, werden sich vielleicht andere äußern.

  2. #152
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    Zitat Zitat von ZAQ Beitrag anzeigen
    Stichwort "Zeitgeist":

    Vielleicht bin ich ja tatsächlich blöd, begriffsstutzig, ignorant... - aber ich frage mich grade: Kann es sein, dass der 'Zeitgeist' heute so ist, dass das Problem darin besteht, dass heutzutage die Begriffe bedeutungsmässig überladen werden?

    Beispiel: Wie oben erwähnt erschliesst sich mir das Konzept Geschlecht in der Differenzierung Sex/Gender nicht. Früher war Geschlecht schlicht biologisch definiert. Und es gab gewisse Eigenschaften, die man dem jeweiligen Geschlecht zugewiesen hat. ZB "ein echter Junge weint nicht" (ich simplifiziere, um zu verdeutlichen). Dann gab es Jungen, die weinen wollten und gemäß der 'männlichen Zuweisung', dass das nicht sein soll, den Schluß gezogen haben, nicht männlich zu sein, was in der Konsequenz dazu geführt hat, dass sie sich nicht mehr als Mann identifizeren. - Das ist, simplifiziert, das Konzept von 'Gender', sowei ich es verstehe. - Ich frag mich nun, ob das der richtige Weg ist oder ob es nicht der zielführendere Weg wäre, stattdessen die Zuweisung, dass aus dem Geschlecht eine bestimmte Eigenschaft (gesellschaftliche Erwartung o.ä.) folgt, zu hinterfragen? Also nicht: Ich bin zwar biologisch männlich, entspreche aber nicht der männlichen Zuweisung, nicht zu weinen, deshalb änder ich meine Geschlechtsidentität - sondern: Ich bin biologisch männlich, weine aber trotzdem, habe aber weiterhin eine männliche Geschlechtsidentität, weil die Zuweisung "Männer weinen nicht" schlicht Quatsch ist.

    Also abstahiert: Der Begriff 'Geschlecht' wird nicht mehr nur in seiner biologischen Bedeutung gesehen, sondern mit darüber hinaus gehenden Bedeutungen so weit überladen, dass Menschen, die zwar der 'eingeschränkten' Bedeutung entsprechen, der 'Bedeutungsüberladung' aber nicht entsprechen (wollen), ein Problem haben. Statt sich gegen die 'Bedeutungsüberladung' zu 'wehren', , was mMn die richtige Konsequenz wäre, 'akzeptieren' sie diese und ziehen die Konsequenz, sich mit dem Begriff nicht mehr zu identifizieren.

    Und adäquat dazu auch bzgl. Rassismus, Sexismus u.ä.m.: An sich 'harmlose' Begriffe oder Darstellungen werden derart mit 'Bedeutungen' überladen, dass sie ihren eigentlich unproblematischen Charakter verlieren und als rassistisch, sexistisch o.ä. gelesen und identifiziert werden.

    Wie gesagt: Ich sag nicht, dass es so ist, vielleicht seh ich das alles komplett falsch, bin blöd, begriffsstutzig oder sonstwas. Ist halt 'nur so'n Gedanke', der mir grade gekommen ist und den ich als solches hier -auch für mich ergebnisoffen- zur Diskussion stelle (wobei ich nichtmal sicher bin, ob es mir gelungen ist, den Gedanken verständlich in Worte gefasst zu haben...)
    Ähnliches beobachte ich auch in meiner Umgebung. Ich tue mich wahnsinng schwer damit, allgemein gebräuchliche Begriffe anders zu verstehen als gelernt und bisher üblich, stoße aber immer häufiger auf Ablehnung, weil irgendwer heute die Dinge anders verstehen will. Und statt das zu erklären wird man mit Empörung überzogen. Aber woher soll ich's wissen?

  3. #153
    Mitglied Avatar von albert-enzian
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    Zitat Zitat von ZAQ Beitrag anzeigen
    Stichwort "Zeitgeist":

    Wie gesagt: Ich sag nicht, dass es so ist, vielleicht seh ich das alles komplett falsch, bin blöd, begriffsstutzig oder sonstwas. Ist halt 'nur so'n Gedanke', der mir grade gekommen ist und den ich als solches hier -auch für mich ergebnisoffen- zur Diskussion stelle (wobei ich nichtmal sicher bin, ob es mir gelungen ist, den Gedanken verständlich in Worte gefasst zu haben...)
    Irgendwie habe ich da das Gefühl, dass es mir sehr ähnlich geht. Vielleicht sehe ich manches auch zu sehr durch eine rosarote Brille, weil ich nicht immer gleich schlechte Intentionen hinter jedwedem Tun vermuten möchte.
    In diesem Zusammenhang habe ich mir mal wieder den Struwelpeter und "Die Geschichte von den schwarzen Buben" durchgelesen. In meiner Naivität sehe ich darin (und sah sie schon damals als Kind) eigentlich die Botschaft: "Man veräppelt (diskriminiert) keine Menschen, nur weil sie ein anderes Aussehen haben!". Wenn man bedenkt, dass dieses Werk 1844 geschaffen wurde, halte ich diese Botschaft für sehr progressiv.
    Andere wieder, wenn man Google trauen kann, sehen hier wieder eine zusätzliche Steigerung des Rassismus, weil die Farbe Schwarz als Strafe verwendet wird und somit etwas Schlechtes darstellt.
    Das meine ich halt mit unterschiedlicher Wahrnehmung und frage mich, warum ich nun als alter, weißer Mann zwangsläufig rassistisch geprägt sein soll. Noch dazu, da ich als Kind mit einer Farbigen in der Familie aufgewachsen bin.
    Für mich ist es halt klarer Rassismus, wenn jemand in seinen Werken die absurdesten Rassentheorien (und da soll es ja auch gewichtige "Studien" geben) mit Wort, Bild und sonstwie unterstützt oder verbreiten will.

  4. #154
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Zitat Zitat von ZAQ Beitrag anzeigen
    Kann es sein, dass der 'Zeitgeist' heute so ist, dass das Problem darin besteht, dass heutzutage die Begriffe bedeutungsmässig überladen werden?
    Ich weiß nicht, wie das bei dir war, aber bei mir wurden 'cool' und noch mehr 'geil' ganz schön doll bedeutungsmäßig überladen. Vor allem von meinen Eltern. Über eine gefühlt sehr lange Zeit. Ich war aber da auch noch in einem Alter, wo Eltern noch mehr Einfluss auf die Sprachgebräuche ihrer Kinder nehmen wollen. Aber das war für mich ein lang andauerndes Politikum, über welches ich meine endgültige Abnabelung vom Elternhaus betrieben habe. Woke ist allerdings etwas monumentaler deshalb, weil unsere Generation ab der ersten Klasse Unterricht im Retten der Welt und wokem Benehmen bekommen haben (alle Menschen sind gleich und in 50 Jahren geht uns das Licht aus), und wir haben nicht die Welt gerettet, sondern die Playstation und die DVD erfunden. Dass wir uns da von der 'letzten Generation' was anhören müssen, finde ich jetzt nicht unbedingt 'bedeutungsmäig überladen', jedenfalls nicht in einer unangemessenen Weise. Ob die Demagogen im Internet das immer so aufrichtig empört betreiben, ist allerdings eine andere Frage.

    Aber nochmal: mir war das schon superwichtig, cool und geil sagen zu dürfen. Und ich erinnere an die Selbsthilfegruppe im "Bewegten Mann" von Ralf König, der die Gruppe verlässt und deren Held wird, weil er beim Abschied 3x T****n, T****n, T****n sagt. Schon da in den 90ern gab es eine woke Vorstellung und Leute, die in deren Ablehnung Heldenstatus beanspruchten.
    Geändert von Exphilosoph (13.11.2024 um 18:04 Uhr)
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  5. #155
    Mitglied Avatar von albert-enzian
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    Zitat Zitat von monsieur-jean Beitrag anzeigen
    ..., sondern das Leugnen von Offensichtlichkeiten.
    Dann gibt es keine Gesprächsgrundlage, schade.
    Nein, dann wohl wirklich nicht. Denn das ist wieder so ein Totschlagargument und eigentlich eine Unterstellung.
    "Wenn Du das "Offentsichtliche" nicht so siehst, dann bist Du begriffsstutzig oder verleugnest die Wahrheit.".

    Wessen Wahrheit? Deine, Meine, Unsere?

  6. #156
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    Sorry, so war das nicht gemeint. Ich würde nie davon ausgehen, dass ich mit irgendetwas recht habe.
    In diesem Punkt ist das natürlich meine Wahrheit, eine mit der ich jeden Tag kämpfe, und wenn jemand dies so komplett anders sieht, so wie ZAQ, dann macht es meiner Meinung
    keinen Sinn, darüber weiter zu reden.
    Ohne das zu denken, was du geschrieben hast.

  7. #157
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    Reden macht immer Sinn, z.B. frage ich mich bei jedem neuen Post ob ich nicht doch falsch liege. Den Luxus meine Meinung zu ändern gönne ich mir. Wer meine Rezension liest wird es sicher feststellen.
    Von daher, immer her damit.

  8. #158
    Mitglied Avatar von albert-enzian
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    Zitat Zitat von monsieur-jean Beitrag anzeigen
    Ohne das zu denken, was du geschrieben hast.
    Okay. Dann passt das wieder. Aber reden macht m.M. nach immer Sinn (auch mit einem Beutebayern ).

  9. #159
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    Zitat Zitat von monsieur-jean Beitrag anzeigen
    In diesem Punkt ist das natürlich meine Wahrheit, eine mit der ich jeden Tag kämpfe, und wenn jemand dies so komplett anders sieht, so wie ZAQ, dann macht es meiner Meinung keinen Sinn, darüber weiter zu reden.
    Was ist denn das für eine Wahrheit, die ZAQ so anders sieht?
    Er schreibt sinngemäß: Früher wurde Geschlecht ausschließlich biologisch definiert. - Gibt es da eine andere Wahrheit?
    Er schreibt weiter: Heutzutage wird Geschlecht als Identität definiert, nicht mehr biologisch. - Siehst du das anders?

    Er schreibt zu guter Letzt: Ich komme mit dieser Neudefinition nicht mehr mit, weil ich das Konzept der Geschlechtsidentität nicht verstehe.
    Da das hier um ZAQs Wahrnehmung von "Gender" geht, kannst du hier ja gar keine andere Wahrheit sehen, sondern nur eine abweichende Wahrnehmung haben.

    Also wo sieht ZAQ die Wahrheit komplett anders als du: Dass Geschlecht früher biologisch definiert wurde oder dass das heute anders ist?

  10. #160
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    Zitat Zitat von Exphilosoph Beitrag anzeigen
    Es war ja ursprünglich das Thema im Carlsen-Thread wegen besagtem Spirou Spezial 42. Und weil das Thema sich vom Album zu wokem Umgang mit Comics erweiterte, wurde dann vorgeschlagen, das Thema hierhin auszulagern und ich habe das ja ausdrücklich im Titel auch an Comic-Gewerbetreibende gerichtet. Das Thema selbst ist ganz und gar nicht meins. Ich weiß, dass ich Sexist bin, aber einige meiner besten Freunde sind Frauen. (qed) Fast alle eigentlich. Aber ich bin das Gegenteil eines Rassisten. Darüber muss ich keine Bücher schreiben, Threads eröffnen oder einen Anwalt konsultieren. Stößt man also beruflich auf "gefährliche" Inhalte in Sachen Neue Deutsche (und globale) Empfindsamkeit und hat man da bei der Arbeit einen Codex für sich entwickelt, wie man mit empfindlichen Bildern, Texten und Sequenzen umgeht? Efwe hatte da ja bereits ein Beispiel genannt, aber es sind ja auch nicht mehr SO viele Comic-bewegte Offizielle hier.
    Frag mal @andrax, der ist hier auch im Forum unterwegs und bringt potenziell anstößige Comics wie Torpedo oder Jack the Ripper raus. Und Klassiker wie Don Lawrence mit veraltetem Sprachgebrauch.

  11. #161
    Friend of Jodie Avatar von ZAQ
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    Zitat Zitat von monsieur-jean Beitrag anzeigen
    Oh, okay. Dann war das also nicht Missverstehen, sondern das Leugnen von Offensichtlichkeiten.
    Dann gibt es keine Gesprächsgrundlage, schade. (...)
    Dass Du das als 'offensichtlich' wahrheitsmässig absolutierst, was für mich offensichtlich nicht offensichtlich ist, sei Dir unbenommen. Aber wenn und weil Du das so siehst, bin ich insofern bei Dir, dass es dann tatsächlich keine Gesprächsgrundlage gibt. Muss aber ja auch nicht.

    Ich halte alle Menschen für gleichberechtigt. Ich glaube nicht an die Existenz eines wie auch immer gearteten Gottes. Und ich habe sicherlich jede Menge weitere 'Grundüberzeugungen'.

    Ich nehme zur Kenntnis, dass es Leute gibt, die das jeweils anders sehen und kann das meistens akzeptieren. Aber mit denen habe ich dann diesbezüglich eben auch keine Gesprächsgrundlage. Spricht man eben über was anderes oder gar nicht. Auch nicht schlimm.
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  12. #162
    Friend of Jodie Avatar von ZAQ
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    Zitat Zitat von FilthyAssistant Beitrag anzeigen
    Was ist denn das für eine Wahrheit, die ZAQ so anders sieht?
    Er schreibt sinngemäß: Früher wurde Geschlecht ausschließlich biologisch definiert. (...)
    Ich denke, es bezog sich nicht auf mein Begriffs/Bedeutungs-Posting, sondern auf die Aussage, dass "wir alle zwangsläufig rassistisch geprägt" seien. Ich bestreite das, er findet es 'offensichtlich', dass es so wäre.
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  13. #163
    Friend of Jodie Avatar von ZAQ
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    PS: Wer sich als 'wir' da mit einschließt und es 'offensichtlich' findet, bestätigt -für sich- dass er rassistisch (geprägt) ist. Stellt sich die Frage, wie er mit dieser Prägung umgeht: Nimmt er sie als 'gottgegeben' hin oder versucht er, die Prägung zu 'überwinden'. Und: Wer das so sieht, unterstellt allen anderen dann eben auch, dass sie 'rassistisch (geprägt)' sind und wer das für sich anders sieht, ist dann aus deren Perspektive jemand, der die Wahrheit leugnet.

    Wobei es natürlich sein kann, dass, wer wie ich, das anders sieht, vielleicht einfach zu stumpf ist, diese Prägung zu sehen, sie aber gleichwohl hat. Im Ggs. zur Gegenposition, unterstelle ich aber anderen nicht, dass ihre Wahrnehmung der eigenen rassistischen Prägung unzutrefend wäre. Ich sehe durchaus, dass es sein kann. Aber ich 'leugne' den Automatismus, dass es so sein muss. Das ist mir auch schlicht zu 'platt': Aus x folgt automatisch y und wer nicht a ist, kann auch beim Thema b nicht mitreden/-fühlen. Derartige Argumentationen halte ich für Unsinn. Wir Menschen haben mMn sehr außergewöhnliche Fähigkeiten: Einfühlungsvermögen, Fantasie, Abstraktionsfähigkeit... - Diese Fähigkeiten befähigen uns in Kombination mit (Lebens-)Erfahrung durchaus, uns bis zu einem gewissen Punkt in andere Menschen und deren Situationen hineinzuversetzten. - Gleichwohl gilt aber trotzdem natürlich: "Urteile nie über jemanden, in dessen Mokkassins Du nicht gelaufen bist." - Weil erstens: ich oben eingeschränkt habe 'bis zu einem gewissen Punkt' und weil zweitens der Leitsatz mit 'urteile' beginnt, und bei Urteilen und Bewertungen soll man halt immer vorsichtig sein, und im Zweifel sicher stellen, dass man weiß, wovon man spricht, wenn man jemanden verurteilt.
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  14. #164
    Mitglied Avatar von frank1960
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    Was mich an diesem Thread fasziniert, ist, wie er der Eloquenz von vielen Usern, die sonst eher bedeckt agieren, Flügel verleiht. Das zeugt von viel Verve für dieses Thema. Bin Ich doch schon froh, wenigstens drei halbwegs Sinn machende Sätze am Stück zu produzieren.
    The Importance of Being Earnest

  15. #165
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    Zitat Zitat von ZAQ Beitrag anzeigen
    Ich denke, es bezog sich nicht auf mein Begriffs/Bedeutungs-Posting, sondern auf die Aussage, dass "wir alle zwangsläufig rassistisch geprägt" seien. Ich bestreite das, er findet es 'offensichtlich', dass es so wäre.
    Zitat Zitat von ZAQ Beitrag anzeigen
    PS: Wer sich als 'wir' da mit einschließt und es 'offensichtlich' findet, bestätigt -für sich- dass er rassistisch (geprägt) ist........'..
    Ja, du hast Recht, ich bezog mich nicht auf den Gender-Teil deines Postings, hab ich ja sogar geschrieben, FilthyAssistant hat den Kontext falsch gesehen. Danke fürs Klarstellen.

    Und ein letztes Mal zur Prägung:
    Vielleicht ist es bei Leuten, die viel später als ich geboren sind, anders, ich habe das zugegebenermaßen nicht berücksichtigt.
    Ich bin in den 60ern in der BRD aufgewachsen, da wurden wir gefragt, wer Angst vorm schwarzen Mann hat, da wurde zur Vorsicht aufgerufen, wenn schwarze Menschen in der Nähe waren (und auch bei Juden by the way), da kriegt man die Geschichten um Erwin Kostedde und andere mit. In der frühesten Jugend, was ich mit prägender Zeit meine.
    Und „wir alle“ impliziert natürlich immer, dass es Ausnahmen gibt, die anderes erlebt haben, aber „alle“ meines Alters, die ich kenne, haben ähnliche Erfahrungen gemacht. Wie ich damit umgehe, habe ich auch schon in meinem vorherigen Posting geschrieben.

    Hoffe, dass es klarer ist, bei einem Bierchen rede ich gerne darüber weiter, aber hier ist mir die Gefahr des Aneinandervorbeiredens und sich Missverstehens zu hoch.
    Geändert von monsieur-jean (13.11.2024 um 23:03 Uhr)

  16. #166
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    Zitat Zitat von monsieur-jean Beitrag anzeigen
    Ja, du hast Recht, ich bezog mich nicht auf den Gender-Teil deines Postings, hab ich ja sogar geschrieben, FilthyAssistant hat den Kontext falsch gesehen. Danke fürs Klarstellen.
    Oh, sorry - das habe ich dann wohl wirklich missverstanden. Dachte, ihr seid schon weiter ;-)

    Ich bin in den 60ern in der BRD aufgewachsen, da wurden wir gefragt, wer Angst vorm schwarzen Mann hat
    Aber der schwarze Mann ist doch gerade ein gutes Beispiel für missverstandenden Rassismus - denn soweit mir bekannt ist, ist die Wurzel eine ganz andere:
    Der schwarze Mann ist an die mythische Figur gleichen Namens angelehnt, die im europäischen Volksglauben als unheilvolle Schreckgestalt, aber auch als Personifizierung des Todes, z. B. in der Verkörperung als Schwarzer Tod, in Erscheinung tritt.
    Mediävisten und Kulturhistoriker führen das Spielprinzip und die jahrhundertealte Spieltradition auf die Pest und die mit ihr in Zusammenhang stehenden Totentänze des Mittelalters zurück.
    Da geht's also nicht um reale Schwarze Menschen und deren Hautfarbe, sondern darum, dass in Europa der Tod mit der Farbe Schwarz verknüpft ist.

    Ähnlich ist es auch mit Begriffen wie schwarzfahren, schwarz arbeiten oder Schwarzgeld - nichts davon ist rassistisch konnotiert, dennoch können sich Schwarze Menschen davon rassisitisch getriggert fühlen.
    Man kann natürlich so sensibel sein, den Begriff in Gegenwart poteziell Betroffener nicht zu verwenden; einfordern kann so eine Sensibilität aber niemand.
    Und wenn ich den Begriff benutze, kann man mir mangelnde Sensibilität vorwerfen - aber Rassismus nicht.

  17. #167
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    Das mag ja alles sein.
    Das kannst du jetzt meinem 6-jährigen Ich erzählen.
    Die Umgebung war damals so, dass wir es verstanden haben, wie ich es geschildert habe.

  18. #168
    Friend of Jodie Avatar von ZAQ
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    Ja, sorry, "Wer hat Angst vor'm schwarzen Mann?" kenn ich auch noch als Fang-Spiel (70er Jahre, Grundschulhof). Das rief der Fänger, der auf der einen Seite stand, alle anderen Mitspieler standen ihm auf der anderen Seite gegenüber und antworteten: "Niemand!" - "Und wenn er kommt?" - "Dann laufen wir!" - Und dann gings los, aufeinander zurennen, wer gefangen wurde, war selbst 'Helfer' des 'schwarzen Mannes', wer's übers komplette Feld geschafft hatte, hatte sich in die nächste Runde gerettet, in der sich nun 'Gefangene' als 'erweiterter Fängerkreis' und Gerette gegenüberstanden. Und so ging das bis alle gefangen waren. Und der, der als letzter gefangen wurde, war beim Reset der neue 'schwarze Mann'.

    Und ganz ehrlich: Ich weiß nicht, was die anderen Kinder dabei im Kopf hatten. Ich für meinen Teil hab das nie groß hinterfragt. Wenn ich da überhaupt n Gedanken dran verschwendet hab, wer oder was 'der schwarze Mann' war, dann hab ich das tendenziell eher mit nem schwarz gekleideten statt schwarzhäutigen Mann verbunden, also eher mir nem Schornsteinfeger, denn "Schwarz, schwarz, schwarz, sind alle meine Farben, Schwarz, schwarz, schwarz, ist alles, was ich mag. Darum lieb ich alles, was so schwarz ist, weil mein Schatz ein Schornsteinfeger ist." Daher: Schwarzer Mann noch am ehesten ein Schornsteinfeger. - Wobei ich mich vielleicht noch gefragt hab, warum man vor nem Schornsteinfeger Angst haben sollte. Von Glücksbringer wusste ich noch nichts, und n bissl unheimlich war er mir schon, wenn er kam, aber nicht wirklich angsteinflössend...

    Uns hat abseits von dem Fangspiel niemand vor nem 'schwarzen Mann' gewarnt - und auch nicht vor Juden. Bei letzteren hätt ich gar nicht gewusst, was das überhaupt ist und erstere fanden in unserer Wirklichkeit so gut wie nicht statt: Erwin Kostedde kannte ich bis eben gar nicht. Die einzigen Schwarzen, die ich aus meiner frühen Jugend ('prägende Zeit') erinnere, waren Roberto Blanco, Mike aus Daktari, der eine aus "Kobra, übernehmen sie" und der aus "Tennisschläger und Kanonen". - Also erstens alles keine, vor denen man Angst haben musste und zweitens waren die auch alle weit weg: Das waren ja nur 'Fernsehhelden', und das war ne unwirkliche Fantasie-Welt, die mit unserer realen Wirklichkeit nur insofern zu tun hatte, als wir das im Fernsehen gesehene in unsere Spiele übertrugen - so war "Big Jack", der Schwarze aus dem 'Big Jim'-Action-Figuren-Ensemble, denn auch eine meiner Puppen - wobei meine 'Agentencrew' eher von Bruno Brazil und seinem Kommando Kaiman inspiriert war, und da hatte ich - als Whip Refale-Pendant eine Art Barbie-Puppe, die allerdings im Unterschied zur richtigen Barbie, eine Schwarze mit Kurzhaarfrisur war. Fand ich von allen verfügbaren Frauenpuppen am schönsten...

    Ach so, doch, da war noch einer: Der 'Nigger Jim' aus Huckleberry Finn. Und ja, der hieß tatsächlich damals so und auch Huck hat ihn 'Nigger' genannt. Mir war aber irgendwie damals schon klar, dass Huck und Jim ne Art Freundschaft verband, Huck deshalb 'Nigger' nicht böse meinte, sondern es für ihn eben damals einfach nur der 'normale' Sprachgebrauch war. Und unser, damaliger Sprachgebrauch war eben, dass 'Neger' die normale, wertfreie Bezeichnung für Schwarze war und 'Nigger' das Schimpfwort. Und zu Hucks Zeiten war zwar 'Nigger' auch schon ein Schimpfwort aber eben nicht von Huck, der das nur deshalb benutzte, weil er kein anderes Alternativ-Wort kannte. - Und Huck fanden wir damals immer schon cooler als Tom Sawyer und da Huck mit Jim befreundet war, wären wir nie auf die Idee gekommen, einen Schwarzen, egal mit welcher Bezeichnung, negativ zu konotieren. Kurz und gut: In meiner 'prägenden Zeit' (späte 60er, frühe 70er), wurde 'Zehn kleine Negerlein' gesungen (aber ebensowenig kritisch hinterfragt wie die drei Chinesen mit dem Kontrabass oder Die Vogelhochzeit oder sonst ein Kinderlied...), es gab den 'kohlpechrabenschwarzen Mohr' im Struwwelpeter, den zu verspotten, wir nicht in Ordnung fanden und deshalb die Niklas'sche Strafe für die Spötter uns nur gerecht erschien. Und ansonsten fanden Schwarze im Fernsehn statt und waren eher Freunde, good Guys, Helden, als Menschen, vor denen man Angst hätte haben müssen.
    Geändert von ZAQ (14.11.2024 um 04:39 Uhr)
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  19. #169
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    Dieses retrospektive anschwärzen einer Umgebung schiebt Leut den schwarzen Peter zu, die sich heut sicher schwarz ärgern würden für diese Schwarzmalerei. Okay, Schwarz beiseite. Ich könnt auch über Dinge berichten, Dinge, wie sie Herr Hans berichtet, authentischer als das nicht vorhandene Schwarz unter meinen Fingernägeln. War ne eigentümliche Zeit, die gute alte Zeit. Irgendwie waren wir Geschöpfe einer schwarzen Lagune.
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  20. #170
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    PS zu #168 :
    Wenn ich so weiter drüber nachdenke: Vermutlich gab es abseits der 'Helden' auch 'böse' Schwarze - bei Daktari oder Tarzan. Die haben, wenn, aber bei mir keinen bleibenden ('prägenden') Eindruck hinterlassen. Das war dann eher so wie, dass es auch bei den Indianern 'so'ne und solche' gab (Lederstrumpf: Die Mohikaner waren 'die Guten', die Irokesen 'die Bösen') und auch bei den 'Weißen' in Krimis und Western: 'Gute' und 'Böse'. Da machte die Ethnie keinen 'signifikanten Unterschied'. Insofern hab ich 'prägend' schon früh 'gelernt', dass es in allen Gruppen 'Verbrecher' und 'Verbrechensbekämpfer' gab und dass 'das Gute am Ende immer gewinnt'. - Dass letzteres in der Realität leider nicht immer so ist, hab ich dann -entgegen der frühen Prägung- erst deutlich später 'gelernt'. - Obwohl ich mich bis heute zuweilen mit der Hoffnung tröste: "Am Ende wird alles gut, und wenn's noch nicht gut ist, dann ist es auch noch nicht das Ende."
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  21. #171
    Mitglied Avatar von frank1960
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  22. #172
    Mitglied Avatar von albert-enzian
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    Klugscheißermodus an: Hier muss ich ZAQ kurz berichtigen. Bei Lederstrumpf sind die Huronen die "Bösen". Die Irokesen waren auf Seiten der Engländer. Die Huronen waren die französischen Verbündeten. Aber sie waren gegenüber den Irokesen die wesentlich kleinere Volksgruppe, was letztendlich auch dazu führte, das die Franzosen dann Kanada an die Engländer verloren haben. Klugscheißermodus aus.
    Zurück zum Thema.
    Geändert von albert-enzian (14.11.2024 um 09:49 Uhr) Grund: Stamm durch Volksgruppe ersetzt

  23. #173
    Mitglied Avatar von Junior Woodchuck
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    Zitat Zitat von Tsungam Beitrag anzeigen

    Zitat Zitat von BobCramer Beitrag anzeigen
    Sieht für mich so aus, als wären Klischees von vorgestern unreflektiert für eine aktuelle Geschichte übernommen worden.

    Ich lese gern frankobelgische Klassiker. Da ist die Weltanschauung oft hanebüchen, aber ich bin erwachsen genug, um solche Darstellungen in den zeithistorischen Kontext einzuordnen, und komme gut damit klar. Da muss nix umgedichtet oder verboten werden. Aber es ist klar, dass bei den aktuellen Geschichten dieser Serien eine andere Herangehensweise gewählt werden muss.
    Exakt.

    Ich hab mir den Spezial-Band tatsächlich jetzt auch bestellt, wegen des Verkaufsstopps und aus Neugier, evtl. Profit.
    , ob die Lieferung jedoch ankommt ist fraglich. Daher bisher nur bezogen auf die online gesehenen Bilder Q&A:

    Würde ich so Schwarze Menschen zeichnen? - Nein.


    Gefällt es mir wie sie von Dany gezeichnet wurden? - Nein.


    Ist Dany deshalb Rassist? - Kann ich nicht beurteilen, ich kenne ihn nicht.


    Kann man ihm Unreflektiertheit in Bezug auf das Spezial 42 vorwerfen? - Ja.


    Sollte Dany sich für den Comic entschuldigen? - Nein, nur wenn ihm jemand anderes gesagt hat, er solle die Menschen so zeichnen und er es gegen seinen Willen getan hat.


    Hätte Dany sich näher mit Schwarzen und deren Aussehen befassen sollen, bevor er den Comic erschaffen hatte? - Ja.


    Gibt es einen Hinweis im Heft, dass bewusst veraltete Darstellungsmerkmale, im Konkreten, rote Münder ohne ersichtliche Lippenform, verwendet wurden, um damit die Darstellung und den Stil alter Werke wie z.B. von Franquin zu imitieren? - Anscheinend nicht. Wäre sinnvoll gewesen, wenn das der Gedanke dahinter war. Ein Dorf sieht schwarz von Tome & Janry, entstanden 1993, hat fast durchweg ebenfalls denselben Stil. Warum wird die Lippenfarbe nicht an die Hautfarbe der Person angepasst, wie es im realen Leben der Fall ist, sondern so extrem hell/rot/rosa übersteigert? Wegen Vorurteilen und Erinnerung an veraltete Darstellungen.


    Hätte jemand vom Verlag oder irgendjemand mit Mitspracherecht, vor der Herausgabe an einen Hinweis denken oder bei Dany nachhaken sollen? - Ja, wäre sinnvoll gewesen.


    Sind die bisher gesehen Bilder mMn sexistisch? - Nein, es gibt wohl zudem auf der Rückseite einen Hinweis, dass der Band erst ab 14 Jahren geeignet sei.


    Lese ich gerne Comics, in denen es offensichtlich um Sex geht? - Nein. Z.B. Das große Abenteuer von Manara hat mir nicht gefallen. Gute Idee der Grundstory, wahrer zeichnerischer Künstler, Thema gegen die Wand gefahren, da er vermutlich nur nackte Frauen zeichnen wollte und Story eher zweitrangig wurde.


    Bezeichne ich Comics als Kunst? - Ja.


    Kann Kunst entgegen meinem Geschmack sein? - Ja.


    Sollte man Kunst zensieren? - Nein, never. Von Kunst kann man lernen und neue Denkweisen entdecken, auch wenn man sie miserabel findet oder sie einen beleidigt. Warum manche Künstler die Dinge so darstellen, wie sie sie darstellen, ist in erster Linie deren Sache.

    Muss ich die Künstler mögen? - Nein.

    Darf ich eine Tomate auf den Comic werfen? - Ja.
    Geändert von Junior Woodchuck (14.11.2024 um 10:03 Uhr) Grund: kein Grund
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  24. #174
    Geschwätz-Provider Avatar von Exphilosoph
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    Bin gerade auf das Cover des neu angekündigten Bandes von Chris Noeth gestoßen. Wenn wir Dany als sexistisch ablehnen, ergäbe sich daraus eine Kettenreaktion die uns geradewegs zu den dort gezeigten Underboobs und Upskirts führen würde und wir wären alle päpstlicher als der Papst. Ich würde fast sagen, den Dany-Band sexistisch zu nennen, halte ich für obszön. Und eine Lachnummer. Dann lasst uns lieber überlegen, ob alle Mangas... ach ne. Ich kann's nicht sagen. (Aber ich kenne Leute, die's tun.)
    Geändert von Exphilosoph (14.11.2024 um 11:53 Uhr)
    Es ist eben NICHT alles relativ!

  25. #175
    Mitglied Avatar von albert-enzian
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    Zitat Zitat von Junior Woodchuck Beitrag anzeigen
    Hätte jemand vom Verlag oder irgendjemand mit Mitspracherecht, vor der Herausgabe an einen Hinweis denken oder bei Dany nachhaken sollen? - Ja, wäre sinnvoll gewesen.
    Wenn ich den Artikel von Platthaus richtig verstanden habe, wurde Dany angewiesen bestimmte Panels bzw. Sequenzen neu zu zeichnen.

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