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Die Ausnahme bestätigt die Regel, weil die Bezeichnung von etwas als "Ausnahme" zwangsläufig bedeutet, dass das Gegenteil die Regel ist. Es ist praktisch das sinnvollste Sprichwort überhaupt, außer im Hause zaktuell.![]()
Es geht hier wohl eher um akademische Verachtung.
Niemand käme auf die Idee, dem Klempner seine handwerkliche Ausbildung kleinzureden.
Aber beim Literaturwissenschaftler heisst es dann "Dit kann ick och. Und besser wie du!"
Letztlich sind deine Ansichten zur (Zahlungs-)Moral durch eine relativ enge Brille gesehen, und du bist sicher ein Experte auf manchen Gebieten und auf manchen nicht. Ginge es hier um Klempnerei, würdest du das (vermutlich) so hinnehmen, weil daran keine Schande ist - keiner kann alles.
Aber weil es um Literaturwissenschaft geht, und das eben was Akademisches ist, denkst du dir: Dit kann ick och.
Insofern funktioniert deine Festellung in beide Richtungen. Im grunde sitzt der Klempner, der manches wirklich besser weiss als du oder ich, auch in einem Elfenbeinturm.
Ich war Klempner von Beruf. Nix mit Elfenbeinturm. Ich ging ein und aus. Bei arm und reich. Dick und doof. Dumm und dümmer. Standesdünkel war mir fremd. Ich hab jedem Trottel die Leitung durchgespült.
The Importance of Being Earnest
Vor allem ist der Dreigroschenroman ein einziger Beschiss.
Steht Dreigroschenroman groß auf dem Cover und kostet viel mehr.
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Wirklich starker Tobak, den Du hier ablässt. Wann und wo habe ich geschrieben, das ich "Dit och kann und sogar besser" ? Habe nur meine persönliche Meinung zu Brechts (vielleicht möglicher) Intention kund getan. Und nicht, dass es so ist.
Und bei der Beurteilung meiner "zu engen Brille" in Bezug auf die herrschende Zahlungsmoral gegenüber dem Staat hierzulande muss ich Dir dann doch jegliche Kompetenz absprechen. Woher solltest Du das auch wissen.
Oder bist Du wirklich so naiv und glaubst, dass es darüber je eine wissenschaftlich fundierte Erhebung geben könnte?
Wenn es um akademische Verachtung von meiner Seite aus ginge, müsste ich aber etliche Menschen, die ich sehr schätze (meine Frau eingeschlossen), verachten.
Wäre schon komisch, meinste nicht?
Ich bin ja froh das hier wenigstens einige ebenfalls das affige in den Zeichnungen sehen, ich habe schon an mir gezweifelt, denn für mich ist es absolut eindeutig. Und verbunden mit Danys Darstellung von Frauen finde ich auch interessant das die schwarzen Frauen in der Gorgone ganz anders dargestellt werden als nicht-schwarze. Selbst wenn man keine Affen sieht, sollte man sehen das die schwarzen Frauen eben nicht Danytypisch großbrüstige Lustobjekte sind.
Wenn du relativ weit ausholen muss um zu erklären warum eine Darstellung nicht rassistisch ist, dann ist sie vielleicht doch rassistisch?
Natürlich kann man rassistische Darstellungen nutzen um zu kritisieren, zu kommentieren und sie ad absurdum zu führen, die Darstellung bleibt aber trotzdem rassistisch. Ich kann auch verfassungswidrige Nazisymbole straffrei nutzen, z.B. in Dokumentationen, Filmen etc., das macht die Symbole nicht weniger verfassungswidrig, es ist meine Aufgabe den Symbolen den Kontext zu geben, der notwendig ist um sie akzeptabel zu machen.
Dasselbe mit der Darstellung von Schwarzen, Baba in Asterix als schwarzer Mann mit knallroten Schlauchbootlippen ist eine rassistische Darstellung egal in welchem Kontext, der Kontext entscheidet nur ob die Verwendung dieser Darstellung problematisch ist oder nicht und es ist die Aufgabe des neuen Werks diesen Kontext zu geben.
Vorstehender Oberkiefer und fliehendes Kinn (Unterkiefer), das ist kein Widerspruch.
Ah, dann muss ich mich doch mal einschalten. Ist das in den neueren Asterixen auch noch so? Wenn ja, warum implodiert die Serie dann nicht im öffentlichen Diskurs, so wie es mit Dany's Gorgonenband zusammen Dany gleich mit tut? Es würde mich ja nicht unbedingt wundern, wenn bei so unscharf gezeichneten Vorwürfen wie Rassismus und Sexismus genügend Spielraum der Einschätzung bleibt, damit mit zweierlei Maß gemessen werden kann.
Geändert von Exphilosoph (16.07.2025 um 10:23 Uhr)
Es ist eben NICHT alles relativ!
Tja, um die Diskussion mal etwas weiter auszubreiten, hier mal ein paar Panels aus der Leseprobe von "Spoon & White" von Léturgie (Band 9, 2021 Finix).
Welche Gedanken kommen denn da auf? Insb. die Frage an @Pip und @Anthracite
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Glaube mir, das geht mir angesichts deiner doch sehr persönlich werdenden Diskussionsweise, die auf anekdotischer Evidenz basiert, ganz genauso. Ich versuche immerhin nicht, der schallende Wald zu sein, während du dich zunehmend empörst - warum eigentlich? Etwas nicht zu wissen, ist keine Schande, und darauf hingewiesen zu werden, ebenfalls nicht. Ich verstehe an dieser Stelle von Beginn an dein Diskussionsverhalten nicht, das auf eher bizarren Annahmen basiert wie "wenn ein Autor das schreibt, wird er es wohl auch so meinen", von dem du selbst durch deine umfangreiche Lektüre weisst, das dem nicht so ist - gerade im Kontext des Comics, von dem wir hier reden, und der sicher als Satire angelegt ist. (Ob die Satire geglückt ist, steht auf einem anderen Blatt. Ich kann dazu noch nichts sagen, mein Exemplar der Gorgone ist noch auf dem Weg zu mir.) Wenig ist in der Literatur so gemeint, wie es gesagt wird, das wissen wir doch alle.
Ja, da gibt es Spielraum, ich finde Baba z.B. zweifelsfrei rassistisch dargestellt, aber er als Figur ist mittlerweile auch so alt, das er einfach akzeptiert ist. Man sollte sich meine Meinung nach fragen ob man ihn noch so darstellen muss, aber es ist eben doch ein Unterschied zu neuen Charakteren, bei denen man als Zeichner alle Freiheiten hat und sich nicht am Original orientiert.
Ich möchte aber auch nochmal Tim im Kongo erwähnen, der Band wurde bereits in den 60ern wegen Kolonualismus- und Rassismuskritik aus dem Programm genommen und über Jahre nicht nachgedruckt, diese ganze Debatte ist also nicht neu. Hergé konnte im Gegensatz zu Dany zugeben das er Vorurteile hatte und davon beeinflusst war und genau das ist für mich ein extremer Unterschied. Ich habe weiter vorn im Thema schon mal gesagt das ich mich in erster Linie nichtmal so sehr über die Darstellung in Danys Gorgone aufrege, sondern mehr über Danys Reaktion. Niemand von uns ist perfekt, wie treten alle mal in Fettnäpfchen, das wichtige ist aber wie man damit umgeht, Dany erkennt keinen Fehler an, zieht nichtmal in Erwägung das er einen Fehler gemacht hat, die anderen sind das Problem, er ist das wahre Opfer usw., das ist lächerlich und ob er sich irgendwann vorher mal entschudigt hat spielt keine Rolle, denn das aktuelle Interview zeigt wieviel diese Entschuldigungen wert waren, nämlich nichts.
Da sehe ich einfach nur einen dicken, schwarzen Mann. Wulstige Lippen an sich sind ja nicht automatisch ein Problem, die haben einige schwarze Menschen einfach. Um z.B. nochmal mit Baba zu vergleichen, bei ihm sind die Lippen knallrot und dadurch erinnert er eher an Minstrel shows und Blackface:
Das ist es warum rote, dicke Lippen direkt als rassistisch abgestempelt werden, denn solche Lippen hat kein schwarzer Mensch.
Die Darstellung in Spoon & White ist nicht so, das ist einfach nur wulstige Lippen, die zum Charakter passen.
Danke. Du hast aber meine Frage eigentlich nicht beantwortet. Kommt Baba in den Asterixen seit den Pikten noch vor und ist er da genauso dargestellt wie immer?
Es ist eben NICHT alles relativ!
Das ist aber interessant. Also fand beim Asterix doch eine Entwicklung statt. Das schmälert den Steg, auf dem man wandeln kann, wenn man Dany verteidigen will.![]()
Es ist eben NICHT alles relativ!
Natürlich ist die Geschichte Fiktion, und dies ist auch leicht erkennbar, aber innerhalb der fiktiven Realität der Geschichte ist das Aussehen Wirklichkeit. So war das von mir gemeint. Wenn jetzt, um ein Beispiel zu geben, die schwarze Frau ohne die kritisierten Attribute gezeichnet worden wäre, aber ein Kommissar ein Phantombild von ihr gezeichnet hätte, dass diese Attribute überdeutlich enthielte, dann wäre auch in der fiktiven Realität der Geschichte das Aussehen nicht die Wahrheit, und es wäre klar, dass nicht das Aussehen der Schwarzen sondern die Darstellung dieses Aussehens kritisiert worden wäre.
Um mal ein Beispiel zu geben, warum die negative Darstellung mit Stereotypen so kritisch zu sehen ist, in den 1934 gezeichneten Karikaturen auf der rechten Seite in diesem Link, bei denen Juden mit überzeichneten körperlichen Attributen, die ihnen damals angedichtet wurden, dargestellt wurden, geht es klar im die Herabwürdigung der Juden. Wo ist der Unterschied zu den Zeichnungen in der blauen Gorgone, wenn der Bezug nicht erklärt wird? Bei der Darstellung von Menschen, die potentiell unter Rassismus zu leiden haben, muss man aufpassen, diesem Rassismus nicht unbewusst Vorschub zu leisten. (Absichtlichen Rassismus unterstelle ich Dany nicht.)
Hier übrigens mal eine irgendwie unnötige Darstellung aus einem aktuellen Comicalbum:
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