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Thema: Doom Patrol von Grant Morrison - Deluxe Edition (Paninis Schwergewicht)

  1. #1
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    Doom Patrol von Grant Morrison - Deluxe Edition (Paninis Schwergewicht)

    Wer hätte vor einigen Jahren noch daran geglaubt, dass ein Band wie dieser nach Deutschland kommt? Abgedrehte Stories, abseits vom Mainstream, von einem Ausnahmeautoren geschrieben und optisch mutig in Szene gesetzt. Dazu noch in diesem brachialen Format. Aber hey, ich will mich nicht beschweren, feiere die Veröffentlichung und hoffe, dass das Schmuckstück möglichst viele Käufer findet, und uns dadurch im kommenden Jahr auch noch Mister Morrisons kompletter Run am Animal Man beschert wird! Seit Panini bei solchen Projekten in Partnerschaft mit anderen Ländern drucken lässt werden ungeahnte Möglichkeiten erschlossen, ganz großes Lob von meiner Seite.
    Über Besuch, Meinungen, Diskussionen etc... freue ich mich immer sehr!

  2. #2
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    Invasion! (DC Comics Graphic Novel Collection Special 10)



    Im Grunde bin ich ja nicht so der Liebhaber von Superheldencomics, zumindest nicht, wenn sie von den beiden großen Playern kommen. Also abseits von Bats und allgemein der dunklen Seite von DC halte ich mich von diesen Gefilden in der Regel fern. Jetzt hat Panini kürzlich mit dem Grant Morrison Run zur Doom Patrol einen fetten Omnibus rausgehauen, der selbstredend mein Interesse geweckt hat. Durch ein paar Infos im Forum wurde ich schließlich mal wieder verleitet etwas mehr Geld auszugeben und mir diesen Sonderband der DC Graphic Novel Collection zuzulegen, da hier ganz am Rande ein paar Ereignisse abgehandelt werden, die zur Teamzusammensetzung führen, wie die Doom Patrol dann in den Morrison-Run startet. Ja, das muss man nicht unbedingt lesen und ja, solche großen „Krisen-Events“ kann ich im Grunde gar nicht leiden. Aber hey, wenn der innere Monk sagt: „Jetzt weißt Du schon, dass das dazugehört, also lies es auch!“ Dann höre ich natürlich brav auf den. So lasset die Invasion beginnen!


    Das Dominion mit seinen Dominators ist eine äußerst planerische, und in der Eigenwahrnehmung kluge Rasse. Sie haben festgestellt, dass die Erde eine Anomalie in ihrem bekannten Universum darstellt, denn die unglaubliche Menge an Superhelden, die unsere Welt hervorbringt, ist einfach nicht normal. Schuld sind hauptsächlich Marvel und DC. Nein, quatsch, natürlich geht es hier nur um DC, aber da in Invasion! keine Metaebenen eingeflochten wurden (obwohl sich das angeboten hätte), wird ein anderer Grund gefunden. Ein ganz spezieller Bestandteil unseres Genoms, der in vergleichsweise vielen Menschen verankert ist, sorgt im Falle von außergewöhnlichen Gefahr- oder Stresssituationen für eine sprunghafte Mutation, die oftmals gerade den negativen Einfluss umkehrt, der den Stress bzw. die Gefahr verursacht hat, und in eine Superkraft verwandelt.

    Die somit entstandene Überpopulation von Superhelden macht uns in den Augen des Dominion zum gefährlichsten Planeten der Galaxis und darüber hinaus. Wir müssen also gestoppt werden, wozu sich die Dominatoren gleich mit einem ganzen Schwung weiterer Rassen zusammengetan haben, die sie von der Gefahr, die von uns ausgeht, überzeugen konnten. Schwupps, sind wir mitten drin in der Invasion.


    Das klingt alles ein wenig trashig, und mit den Anleihen an alte und neue Filme, wie Alien-Entführungen, Experimenten an Menschen usw. ist es das auch. Zum Glück nimmt sich die Story wirklich nicht allzu ernst, also zumindest hoffe ich das, denn die Dialoge, sowohl auf Invasorenseite, als auch zwischen unseren Helden erinnern zuweilen eher an eine Parodie, als an einen Kampf um das Überleben der Menschheit. So macht es echt Laune, wenn sich die Angreifer untereinander dissen und kabbeln, der Blue Beetle ständig Wonder Woman anbaggert und Green Lantern den rassistischen Großkotz raushängen lässt.

    Der Einstieg in die Story ist in Invasion! 1 sehr stimmig aufgebaut, bringt die Fraktionen zusammen und erläutert deren Motivation. Sehr cool, dass die Helden der Erde dabei erstmal komplett außen vor gelassen werden. Anschließend geht es in die Einzelhefte der am stärksten eingebundenen Helden, teilweise mit parallelen Ereignissen. Da kann ich Justice League International #22 und Wonder Woman Vol.2 #25 positiv hervorheben, macht richtig Laune und behält den Trashfaktor bei. Sups Vol.2 #26 glänzt mit Voodoo-Puppen und die Doom Patrol harmoniert in Doom Patrol Vol. 2 #17 einwandfrei mit Aquaman, äußerst kurzweilig! Power of the Atom #7 konnte mich nicht so wirklich mitreißen und ausgerechnet Bats macht in Detective Comics #595 die mieseste Figur. Langweilige Story, in der auch noch Ami-Typisch Kuba ganz schön runtergemacht wird.


    Darauf folgt dann in Invasion! 2 das vermeintliche Finale, die große, actionlastige Schlacht um den blauen Planeten. Da kracht und knallt es an allen Fronten, storymäßig wird nicht mehr viel geboten, dafür geht es mächtig vorwärts und die Seiten fliegen nur so dahin. Doch Überraschung, in Invasion! 3 nimmt das Ganze dann doch noch mal eine schöne Wendung. Allerdings wird aus dem Twist meines Erachtens nicht genug gemacht, die interessanteste Dominion-Figur wird nicht wirklich in den Fokus gerückt und das Finale zu schnell abgehandelt.

    Insgesamt ein ganz spaßiges Event, wenn man es nicht allzu ernst nimmt. Ich hoffe das war damals auch schon so gedacht, kann mir nicht vorstellen, dass 1989 noch so naiv geschrieben wurde, ohne dass dahinter ein dickes Augenzwinkern steckte, und als kleine Hinführung zur Doom Patrol von Morrison würde das ja ebenfalls ganz gut passen, denn da erwartet mich sicher noch deutlich abgefahrenerer Stoff. Das Artwork ist zumeist brauchbar, streckenweise sogar überraschend detailliert, hat aber auch Ausreißer nach unten und vor allem die Kolorierung wurde häufig in den Sand gesetzt mit deutlich übermalten Linien und übergroßen Klecksen, wo eigentlich Feinheiten sein sollten.

    6,5-7/10

    Abgesehen von Invasion! 1-3 hier noch der restliche Inhalt des Bandes:


    VG, God_W.
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  3. #3
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    Doom Patrol von Grant Morrison – Deluxe Edition



    Da liegt er also, der massivste Brocken, den Panini Deutschland bislang rausgehauen hat. Mit annähernd 1.300 Seiten und über fünf Kilo Gewicht sicher nicht ganz easy im Handling, aber mit einem Leseknochen (siehe meine Rezi zum Wewolf by Night) kann man es sich beim Lesen doch ganz gut gemütlich machen und die abgefahrene Freakshow auf sich wirken lassen.

    Schon während des Vorwortes merkt man, der Mann (Morrison) ist etwas, äh, ich sag mal „speziell“. Allerlei abstruser Lektüre, seltsamer Weltbilder und bewusstseinserweiterten Mitteln scheint er recht aufgeschlossen gegenüberzustehen, das Versinken in psychedelische Gedankenwelten scheint zu seinem Alltag zu gehören und er lässt keinen Zweifel daran: Die Doom Patrol ist das Werk, in welches er diese besondere Art von Energie und Kreativität einfließen lassen wird (bzw. jetzt ja schon hat). Also, bereit für einen wilden Ritt? Auf geht’s…


    Zum Glück wurde während des, die gesamte DC-Welt überspannenden Events Invasion! bereits der Grundstein für Grant Morrisons Doom Patrol gelegt. Der Großteil der Teammitglieder ist also entweder tot, verletzt, in der Klapse oder hat keinen Bock mehr mitzumachen. Ideale Voraussetzungen also. So starten wir in den ersten Vierteiler, in welchem ein Roboter-Mann mit seiner Psyche zu kämpfen hat, aber wieder Stabilität in sein gestraucheltes Leben bekommt, als er einer Lady mit mannigfaltigen gespaltenen Persönlichkeiten hilft diese zu katalogisieren und kennenzulernen. Wo drei Entitäten zu einer verschmelzen, ein ehrgeiziger Rollifahrer niemals aufgibt bei seinem Vorhaben, eine schlagkräftige Heldentruppe gegen die ganz besonders speziellen Bedrohungen unserer Welt zusammenzustellen, und wo es schließlich tatsächlich gelingt einen(!) Typen mit wirklichen echten Superkräften für die Patrouille zu gewinnen.

    Zum Glück kam die Truppe gerade noch rechtzeitig zusammen, denn als eine in sich selbst als Paradoxon geschaffene Welt droht sich in der unsrigen zu manifestieren, mit dieser zu verschmelzen und unsere dabei scherenschnittmäßig aus ihrem Dasein zu tilgen, gibt es nur eine abgefahrene Heldeneinheit, die vielleicht in der Lage wäre uns alle zu retten…

    Auch ohne Schutzumschlag ein schickes Büchlein:


    Das war doch exakt so ein Einstieg, wie ich ihn mir erwartet und erhofft hatte. So haben sich die Dinge während der ersten vier Hefte (#1 9-22) also weitgehend zusammengefunden und es wird Zeit, dass wir endlich ein paar Schmetterlinge fangen gehen. Bzw. gehen wir den Schmetterlingssammler besuchen, der hat nämlich Hochzeitstag und sich ausgerechnet das komatöse unter den Doom Patrol-Mitgliedern zur Gattin erwählt. Das findet der Rest der Truppe natürlich gar nicht gut und versucht die Schließung dieses Bundes zu unterbinden. Das ist gar nicht so einfach, haben sie es mit Jack doch in dem von ihm gebauten Haus zu tun, oder auch mit Jack the Ripper, oder auch mit Gott höchstselbst – wer weiß das schon so genau? Währenddessen zieht ein kleines Mädchen ins Hauptquartier der Doom Patrol ein. Dorothy ist eine Mischung aus der gleichnamigen jungen Lady aus dem Zauberer von Oz und Frankenstein, dem Schrecken mit dem Affengesicht (falls hier jemand diesen grandiosen Kaiju-Klassiker kennt). Klar hat sie auch ein paar ganz besondere geistige Fähigkeiten, die sind vorerst aber eher gefährlich statt nützlich.

    Nachdem Rhea wieder zurückgeholt wurde, noch immer im Koma liegend (oder ist das ein Verpuppungszustand?), und die Party mit Dorothys imaginären Freunden so langsam ausklingt wird es Zeit, dass wir endlich etwas mehr über Mister Nobody erfahren, denn der trat in den vorangegangenen Heften schon öfter mal am Rande in Erscheinung, und scheint alles andere als ungefährlich zu sein! Schließlich bekommt es unsere illustre Heldentruppe nicht nur mit ihm alleine zu tun, nein, der… äh, … was ist der eigentlich? Egal, auf jeden Fall hat er eine ganze Organisation aus seltsam anmutenden Individuen zusammengeklaubt, die auf den furchterregenden Namen „Bruderschaft des Dada“ getauft wird und für unsere Welt eine maximale Nonsens-Gefahr darzustellen scheint.

    Hier nochmal im Detail der Inhalt des Bandes:



    Als es dieser gefährlichen Bruderschaft schließlich gelingt „Das Gemälde das Menschen Frisst“ in ihren Besitz zu bringen, aus diesem Kunstwerk „Das Gemälde das Paris verschlingt“ macht und scharf drauf zusteuert „Das Gemälde das die Welt verschluckt“ zu etablieren, bleibt der Doom Patrol nichts anderes übrig als in die, aus unendlich vielen Ebenen bestehende, Bilderwelt hineinzuspringen, um die Vernichtung der Welt aufzuhalten. Klingt Gaga? Ist aber „Dada“ Und trotz all des Nonsens richtig unterhaltsam, spannend und vor allem ausgeklügelt zu lesen. Da werden verschiedene Kunststile interpretiert und überraschend sinnvoll in die Geschichte eingeflochten. Das Abgedrehte Universum folgt sichtlich ganz eigenen, aber in sich schlüssigen Regeln, was gerade in so einem Fall für die Glaubwürdigkeit enorm wichtig ist. Der finale Fight gegen einen Reiter der Apokalypse ist fulminant, die Gastauftritte von Sups, Animal Man, Blue Beetle und co. sind spaßig und die herausragenden Cover von Großmeister Simon Beasley, mit denen die Doom Patrol ab diesem Story-Arc erstmal aufwarten kann sind eine wahre Augenweide.

    Der harte Finalkampf zur Abwendung der letzten Bedrohung hat auch Opfer gefordert, was uns im Folgeheft (#33) den idealen Vorwand bietet zusammen mit Cliff in die wundersame Welt von Janes innerer U-Bahn vorzudringen und einige ihrer Persönlichkeiten näher kennenzulernen. Anschließend erstrahlt Cliff in völlig neuem Glanz und ein neuer – wer hätte es gedacht - sehr abgefahrener Gegner, scheint sich gegen die Doom Patrol zu stellen. Wo Licht ist, da ist auch Schatten und black ist bekanntermaßen beautiful, so ist Cliff über seine neue Rüstung ziemlich happy, bis uns Morrison im Schnelldurchgang eine abgefahrene Variante der „Maschine entwickelt Bewusstsein“-Geschichte präsentiert. Wenn der eigene Körper plötzlich einen eigenen Willen entwickelt, kann das schon nervig sein. Vor allem, wenn man sich gerade gar nicht darin befindet, sondern in einem mit Nährflüssigkeit gefüllten Reagenzglas, und jetzt um seine Existenz diskutieren muss. Ganz nebenbei kommen noch zwei Widersacher, vermutlich bereits aus der alten Doom Patrol bekannt (?) hereingeschneit, was die Trash-Granate perfekt macht, denn sprechende, schwer bewaffnete Gorillas sind einfach immer ein Joker im Kartendeck.


    In den Heften #35 und #36 wird es dann richtig weird! (Nein, hatten wir ja bislang noch gar nicht) Während Teile der Doom Patrol noch dabei sind ihre Fähigkeiten zu erforschen und andere Crewmitglieder mit ihrer Psyche und ihrem Selbstwertgefühl hadern, schart ein ultranormaler Normalmensch die „Männer von N.I.R.G.E.N.D.W.O.“ um sich um alles Merkwürdige, Anormale, Exzentrische und Seltsame auf der Welt zu eliminieren. Erstes Ziel ist die lebendige (also tatsächlich mit Eigenleben ausgestattete) Straße Danny. Deren Eliminierung kann die Doom Patrol natürlich nicht zulassen. – Aber Moment – ist die Patrol selbst nicht auch ein „klein wenig“ merkwürdig und exzentrisch?

    Was hab ich gelacht bei den beiden Heften. Teilweise war es sogar recht traurig und man konnte richtiggehend Mitgefühl mit den Patrol-Mitgliedern entwickeln, wenn es halt nur nicht so verdammt witzig wäre und ich nicht einen „dezent“ schwarzen Humor hätte. Einige Passagen mit den „Normalo-Heile-Welt-Typen“ haben mich dann auch noch an die ersten Folgen von Marvels WandaVision erinnert, die fand ich ja auch absolut großartig.


    Der Schläfer ist erwacht! Nein, wir sind nicht bei der neusten Verfilmung von Frank Herberts Sci-Fi Klassiker Dune angelangt (die übrigens ganz hervorragend geworden ist), nein, es ist ein Mitglied der Doom Patrol, welches nach langem Koma/Schlaf/Verpuppung/Wasauchimmer wieder im Wachzustand durch die Gänge des Hauptquartiers der Truppe wandelt. Spärlich bekleidet und mit feuerroter Mähne wäre Rhea auch so schon ein faszinierender Anblick, doch ihr durchaus als stoisch zu bezeichnender Gesichtsausdruck, sowie ihre beiden übergroßen Augen, eines auf der Brust über dem Busen und eines als Arschgeweihersatz, sorgen für eine ganz besondere Ausstrahlung.

    Um dem frisch entpuppten Schmetterling bei der Selbstfindung zu helfen besucht die Doom Patrol Rheas ehemaliges zu Hause, einen etwas absonderlichen Zirkus mit Freakshow. Doch ihr Erwachen hat ebenso die Aufmerksamkeit anderer Parteien erregt. Die Geomanten und die Anathematiker befinden sich seit ewigen Zeiten in einem absolut sinnbefreiten Krieg (als wäre das nicht bei allen Kriegen so, aber hier wird es nochmal ganz enorm verdeutlicht), auf der Erde befindet sich die wichtigste Pilgerstätte beider Parteien (kommt das noch jemandem bekannt vor?) und Rhea ist irgendetwas zwischen Messias, allmächtiger Waffe und Schlüssel zum Sieg, so zumindest der Glaube.


    Wem das noch nicht abgedreht genug ist, der darf in einer ganzen Reihe kurzer Prologe mysteriösen, Puzzleteilartigen Ereignissen beiwohnen, die Straße Danny, seines Zeichens Transvestit mit Teleportationsfähigkeiten, wird diesmal von den RICHTIGEN Männern von N.I.R.G.E.N.D.W.O. gejagt (ja die vorherigen waren wohl nur Fake) und ein Typ namens Flex Mentallo, der in Danny der Straße wohnt, gewinnt mehr und mehr an Bedeutung, da scheinen noch so einige Geheimnisse versteckt zu liegen. Den Typ hatte ich eigentlich als unwichtigen Nebencharakter abgetan, aber da hat mich Grant Morrison mal wieder eines Besseren belehrt, denn nichts passiert in seinen Geschichten ohne Grund. Das große Finale ist dann ein Morrisonsches Gehirnverwindungsgeschwurbel allererster Güte. Am Faszinierendsten ist, dass es dem Mann gelingt, dass ich beim Lesen tatsächlich glaube den Sinn dahinter zu verstehen, Wahnsinn! Davon abgesehen ist „Dunstköter“ aber auch einfach eine geile Wortschöpfung und der brachiale Fight gegen diese Biester führt immerhin zu einer maximal coolen Metamorphose eines Mitgliedes der Patrol.

    Damit ist zwar eine Krise abgewendet, aber das nächste Weltuntergangsszenario wurde mit den Prologen ja bereits angetriggert, und wird auch weitergesponnen. Derweil bezieht die Doom Patrol ihr neues Hauptquartier in einer lebendigen Straße, die sich *schwupps* an jeden Ort der Welt beamen kann. Geiler geht ja wohl nicht! Die Origin von Flex Mentallo, der sich als abgehalfterter Superheld herausstellt, ist dermaßen freaky, ich hab mich ja bald weggeschmissen, ganz zu schweigen von seiner enormen Superkraft! Auf jeden Fall lernen wir, dass es nicht möglich ist das Pentagon einfach durch Anspannen seiner Muskeln in ein rundes Gebäude zu verwandeln. Apropos Pentagon, dass sich darunter etwas ultrageheimnisvolles und mindestens ebenso Gefährliches verbirgt wurde in den vergangenen Heften schon mehrfach anklingen lassen, jetzt begeben wir uns in die Eingeweide dieser Geheimbasis. Mein Lieblingszitat aus Heft #43 :

    „Das ist unser sogenannter Déjà Vu-Raum“
    „Ich glaub ich war hier schonmal“




    Weshalb das Pentagon fünfeckig ist bleibt vorerst ungeklärt, doch das Geheimnis um die Herkunft von Flex Mentallo wird schließlich endgültig aufgeklärt. Das hat mich dann sogar etwas an The Unwritten erinnert, die für mich beste Vertigo-Serie, die ich bislang lesen durfte. Umso wichtiger auf jeden Fall, dass es der Doom Patrol gelingt die Auslöschung aller Exzentrizität und Irrationalität auf unserer Welt zu verhindern, denn das ist die Bedrohung, die aktuell ins Haus steht und Alexander Graham Bell ist daran nicht ganz unschuldig! (Der hat das erste Telefon zum Patent angemeldet, ob er auch der Erfinder war, darüber darf gerne diskutiert werden).

    Heft #45 ist dann ein waschechter Horror-Schocker – zumindest für Vollbartträger wie mich, denn der „Beard Hunter“ macht gnadenlose Jagd auf Bärte, wie sein Gürtel voller Trophäen eindrucksvoll beweist. Die Träger selbiger werden vor der Extraktion der Beute nicht selten endgültig ausgeschaltet. Kann man ja schon beinahe als Slasher bezeichnen das Heft! Dennoch kann ich dem Autor zu der intelligenten Einbindung dieser vollkommen abstrusen Idee nur gratulieren, denn sowohl die psychologische Seite des Ganzen wird fein herausgearbeitet, und der Kniff den Bartjäger als bezahlten Attentäter zu verdingen schlägt eine Astreine Brücke zu unsrer Heldentruppe.


    Puuuh, von dem Schrecken erstmal erholt, nochmal mit vollem Bart davongekommen, ist die folgende Runde Happy Ends geradezu Balsam für meine Seele. Aber natürlich wären wir nicht bei der Doom Patrol, wenn das nächste Desaster nicht schon vor der Tür stehen würde. Tatsächlich hat sich das durch einen Move von Dorothy schon unter dem Pentagon bei den Telefon-Jungs im Ameisenbau angekündigt. Währenddessen kapiert Cliff in Sachen romantischer Avancen mal wieder gar nix und ein gänzlich neuer, rätselhafter Charakter namens Dr. Silence tritt auf den Plan. Keine Ahnung wer oder was das ist und welche Absichten er hegt, aber während alldem kommt Professor Caulder mit der Inbetriebnahme seines „Think Tanks“ (was für ein geiles Wortspiel bei der Schwimmbad-Optik!) zügig voran. Ich werde das Gefühl nicht los, dass hier gerade Grundsteine für massenweise Storystränge gelegt wurden und ich habe keine Ahnung wo die hinführen sollen. Ja, vermutlich hat das der Autor genau so beabsichtigt.

    Um das jetzt nicht allzu sehr zu spoilern sei nur gesagt, dass Dr. Silence offensichtlich ein ausgesprochener Kunstliebhaber ist, was im Verlauf von einigen Heften zum Widersehen mit alten Bekannten führt. Bei Rebis gibt es Schicksalsschläge zu verdauen, die seinen Freunden offensichtlich mehr Kummer bereiten als ihm selbst, Jane lässt mal wieder ein paar neue Persönlichkeiten an die Luft und auch der Tod persönlich schlendert mal vorbei.


    Die Sex-Men mit den blauen Brustwarzen sind auf Janes neue Charaktereigenschaften nicht allzu gut zu sprechen, ein Mister Evans mit Hirn-Periskop wollte jedoch exakt diesen Zustand erreichen, was selbstredend zu Meinungsverschiedenheiten führt. Da wird neben abgedrehten Ideen auch mal wieder fetzige Action mit reichlich Blut und nebenher sogar ein Ausflug in die schwimmende Stadt geboten. Ich will auch mal nach Venedig! Davon abgesehen ist Heft #48 mit reichlich Anspielungen an Filmszenen und Popkultur allgemein gespickt, davon hat mir die Reminiszenz an Der blaue Engel am besten gefallen, was könnte bei dem aufreizend-erotischen Grundthema denn besser passen?

    In Venedig bleiben wir noch eine Weile und dort verschmelzen Kunst, Mode, Handschuhe und das Fahrrad des LSD-Erfinders, welches exakt wie diese Substanz wirkt, zusammen mit einer illustren Gemeinschaft aus neuen und alten Antagonisten, von denen einer bald Präsident der US of A werden möchte, zu einem wunderbaren Trip, wie man ihn ohne Pillen sonst wohl kaum irgendwo geboten bekommt. Bunt, laut, freaky und zum Feiern lustig, gespickt mit abwechslungsreichem Artwork von vielen Gastzeichnern und kleinen Goodies wie der Venus von Milo führt uns die Jubelnummer #50 über in einen grellbunten Gaga, äh… Dada-Wahlkampf-Roadtrip voller psychedelischer Momente und freigeistiger Ideen. Da sind sich die Mitglieder der Doom Patrol sogar mal uneins, wie sie mit der Sache denn am besten umgehen sollten und ich bin total überrascht, dass mich das gar nicht überrascht hat (kleiner Insider, den Ihr nach dem Lesen versteht ).

    „Jeder kann malen, man muss nur die Kritiker ignorieren. Oder in Brand stecken.“




    Dann wird es deftig brutal und die Pentagon-Misere meldet sich nochmal zu Wort, bevor wir Zeuge des übelsten John Constantine-Auftrittes alles Zeiten werden! Oder durften wir doch nur miterleben wie es ist, wenn transvestite Straßen träumen? Wie auch immer, Heft #54 ist dann wieder ein hammerharter Selbstfindungstrip in Morrison-Reinkultur, also wenn er von der Leine gelassen wird. – I love it!

    Dass sich die Pentagon-Geschichte, bzw. die Art, wie die Situation damals gerettet wurde, noch rächen wird war ja abzusehen, und jetzt ist es langsam aber sicher so weit, dass die Doom Patrol die Rechnung präsentiert bekommt. Im Grunde steht hierbei Dorothy im Kern der Erzählung, aber die Reise in die Vergangenheit, die Jane vollzieht ist ganz harter Tobak mit noch heute hochaktuellem, todernstem sowie Wut und Trauer auslösendem Thema. Umso krasser spitz sich die Lage zu, als sich auch innerhalb der Doom Patrol ein ganz langsam gewachsenes Krebsgeschwür des Verrats urplötzlich Bahn bricht, und eine meiner früheren Vermutungen schreckliche Realität werden lässt.


    Mehr kann ich jetzt bis zum Ende von Morrisons Doom Patrol gar nicht schreiben, ohne massiv zu spoilern und den Spaß zu verderben, denn die jetzt folgenden Hefte #54 bis #63 sind dermaßen eng verzahnt, dass ich da mit jedem Satz nur eine wahnsinnige (im Wahrsten Sinne des Wortes) Erfahrung schmälern würde, die jeder selbst machen sollte. Es ist kaum zusammenzufassen, was da sowohl an weltlichen, als auch „abseits“ gelegenen Themen eingearbeitet wird, wie jeder Charakter nochmal sein eigenes, ganz persönliches Trauma zu durchleben hat - und wir mit ihm -, wie grundlegende Fragen über die Menschheit und unsere Gesellschaft angeschnitten werden.

    Als Nachklapp steht dann noch der „Der Tag des Gerichts“ (Judgement Day), das Doom Force Special #1 vom Juli 1992 auf der Speisekarte. Das wirkt wie ein spätes, absolut auf die Spitze getriebenes Over-the-Top-Revival einer gealterten bzw. neu erfundenen Doom Patrol. In der Darstellung von Sexismus absolut schon im Karikatur-Bereich. Ich fand das wahnsinnig witzig, aber kann mich bitte einer aufklären, war das WIRKLICH der Start zu einer neuen Reihe? Kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.


    Was lässt sich jetzt abschließend über die nahezu 1.300 Seiten Doom Patrol sagen? Ganz einfach: Vorzügliches, herrlich weird und unangepasst erzähltes Comic-Kino für Erwachsene oder sehr reife Jugendliche. Von Morrisons „Standard“-Superheldenkost (oder besser „Mainstreamarbeiten“?) Kenne ich bislang nur ganz wenig Batman (da soll ein großer Lese-Run 2022 folgen), den Start seines Animal Man, und One-Shots wie Klaus oder WE3. Richtig abgedrehtes Mindfuck-Geschwurbel durfte ich bislang erst einmal bei Nameless erleben, das hat mich wahnsinnig geflasht und zum Grübeln gebracht, habe über kein einen Comic so viel mit Freunden diskutiert wie über diesen. Die Doom Patrol vereint diese beiden Welten meines Erachtens perfekt, ist manchmal dichter am Mainstream, wenn auch niemals wirklich, zu ihren besten Momenten aber auch ganz tief irgendwo zwischen Kleinhirnrinde, Zirbeldrüse und unendlich weitem Äther angesiedelt, ohne jemals ganz so kryptisch und Fragezeichen generierend wie Nameless zu werden. Dabei vor allem immer eins: Großartig unterhaltend!

    Großen Respekt auch, wie „normal“ und unaufgeregt Meister Morrison schon damals mit homo- oder transsexuellen Charakteren umgegangen ist. Wenn das wirklich mal thematisiert wird, steht dann der Kollege, der sich daran stört als Sonderling und Vollarsch da. Das war Ende der 80er und Anfang der 90er sicher noch nicht Gang und Gäbe.

    Bleiben also nur noch zwei Fragen zu klären:

    1. Hat tatsächlich jemals dieses geheime Projekt über einen Gorilla von goldener Farbe das Licht der Comicwelt erblickt?

    2. Sollten wir wirklich alle die Doom Patrol lesen?

    Mit Frage Nummer eins könnt Ihr mir hoffentlich weiterhelfen, Frage Nummer 2 lasse ich ein Zitat aus Heft #63 beantworten:

    „Das ist blöd“
    „So was hat uns bisher noch nie zurückgehalten.“

    In diesem Sinne, macht Euch auf in eine Welt, wo man Gegner nur aus dem Augenwinkel sehen kann, wo aus Straßen ganze Welten erwachsen und wo man – wenn alles Andere keinen Sinn mehr ergibt – zumindest die grandiosen Cover von Meister Simon Bisley (Sláine – Der gehörnte Gott [Dantes Verlag]) bestaunen kann, also wenigstens von Heft #26 bis #48 , danach leider nur noch vereinzelt.

    9/10

    Ich werde mich jetzt mal dran machen und der Doom Patrol-Serie auf Prime Video noch eine zweite Chance geben, die hatte ich beim ersten Versuch nämlich nach der Hälfte der ersten Staffel abgebrochen. Der Start war da also nicht direkt so famos wie bei diesem Band hier, aber wenn die später raus auch nur halb so originell weitergeht wie das hier Gebotene, und wenigstens ein paar wenige Ideen aus dem Morrison-Run aufgegriffen werden, kann sie eigentlich nicht wirklich schlecht sein. Wenn ich mir die Titel der Folgen so anschaue, die da noch kommen, wurde da ganz viel aus diesem Wälzer mit reingepackt und da die Show gerade um eine vierte Staffel verlängert wurde, scheint die Fanbase ja nicht allzu klein zu sein. Ich freu mich jetzt richtig drauf!

    VG, God_W.
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  4. #4
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    @God_W:

    Vielen Dank für deine tolle Rezi! Super!

    Ist trotzdem nichts für mich. Das Artwork ist nicht meins, und ich bin froh das es dich gibt, der mir endlich einmal einen Einblick in das Artwork dieser Serie gegeben hat.
    Ich würde wahrscheinlich viel mehr von Panini kaufen, wenn ich die Gelegenheit hätte mal, wie es bei Splitter üblich ist, einen anständigen Blick ins Buch werfen zu können. So bleibt das meiste von Panini auch weiterhin ein schwarzes Loch für mich.
    Die erste Staffel im TV fand ich klasse. Ich sage nur Danny the Street! Da gab es Szenen, die mir ewig im Gedächtnis bleiben werden. Und der Song (einfach nur als Song, oder als Video), der ist ganz ganz große Klasse! Die 2. Staffel war in meinen Augen nur so lala. Die Tochter, bzw. der Vater nervte die ganze Staffel! Mehr will ich jetzt auch nicht verraten.

    LG
    Mollari
    Geändert von Mollari (24.10.2021 um 11:14 Uhr)

  5. #5
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    für das Lob!

    Schade, ich habe ungefähr anderthalb Hefte gebraucht um in das erstmal etwas kantig wirkende Artwork reinzukommen, dann war ich voll im Flow und finde es passt hervorragend zum abgedrehten Erzählstil, da verpasst Du echt was.

    Ja, das ist schade bei Panini, ich schätze mal bei dem Content, den die pro Monat rausblasen wäre das denen zu viel Arbeit mit den ganzen Vorschauseiten. Aber ja, gerade bei den Deluxe Editionen oder Sonderausgaben könnte man sich die Mühe schon machen, da bin ich bei Dir.
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  6. #6
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Zitat Zitat von Mollari Beitrag anzeigen
    @God_W:

    Vielen Dank für deine tolle Rezi! Super!

    Ist trotzdem nichts für mich. Das Artwork ist nicht meins, und ich bin froh das es dich gibt, der mir endlich einmal einen Einblick in das Artwork dieser Serie gegeben hat.
    Ich würde wahrscheinlich viel mehr von Panini kaufen, wenn ich die Gelegenheit hätte mal, wie es bei Splitter üblich ist, einen anständigen Blick ins Buch werfen zu können. So bleibt das meiste von Panini auch weiterhin ein schwarzes Loch für mich.
    Die erste Staffel im TV fand ich klasse. Ich sage nur Danny the Street! Da gab es Szenen, die mir ewig im Gedächtnis bleiben werden. Und der Song (einfach nur als Song, oder als Video), der ist ganz ganz große Klasse! Die 2. Staffel war in meinen Augen nur so lala. Die Tochter, bzw. der Vater nervte die ganze Staffel! Mehr will ich jetzt auch nicht verraten.

    LG
    Mollari
    Ja fand die zweite auch etwas schwächer, aus den genannten Gründen. Hat sich schon gezogen bis der Candlemaker endlich auftrat. Hoffe das die dritte wieder zulegt. Und die Theme von DP ist großartig, Intro wie Outro
    Geändert von joe ker (24.10.2021 um 12:41 Uhr)
    "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

  7. #7
    Mitglied Avatar von God_W.
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    In der zweiten ist der Kerzenmacher schon dabei?!? Cool, da freue ich mich gleich noch mehr drauf!

    Finde es ja extrem cool, habe mir ein paar Folgentitel angeschaut, dass Flex Mentallo und der Bartjäger ebenfalls mit an Bord sind! Und natürlich Danny die Straße, ich hätte gar nicht erwartet, dass die das alles in der Show umsetzen, bin total gespannt, wie das so klappt. Hab jetzt echt wieder voll Bock auf die Show, werde aber wieder bei Folge eins starten, irgendwann kommende Woche.
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  8. #8
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    Ich dachte da eher an diesen Song - ist zwar von Kelly Clarkson - aber diese Version ist Genial. Zusdem ich diesen Song voeher auch nicht kannte.

    https://www.youtube.com/watch?v=1vojrVQeOYI

    LG
    Mollari

  9. #9
    Mitglied Avatar von joe ker
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    Die Serie basiert ja auch fast ausschließlich auf dem Morrison Run, dezent abgeändert, aber bleibt seinem Run treu. Season 3 wurde ja schon angeteasert mit der Brotherhood of Dada bzw. Sisterhood
    "If you can't dazzle them with brilliance, baffle them with bullshit." W.C.Fields

  10. #10
    Mitglied Avatar von God_W.
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  11. #11
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Damit der Brocken nicht auf ewig ungelesen bleibt, habe ich Anfang Oktober mal angefangen mit Morrisons Doom Patrol loszulegen. Anders als bei den US-Compendien werde ich diesen Brocken allerdings nicht mehr unterwegs lesen (ich brauche einen neuen Rucksack...).

    Nach zwei durchaus lesbaren Vorworten, das des Meisters himself ist allerdings nichts wirklich Besonderes, geht es gleich in die Vollen.

    Und aus den Trümmern kriechend... (US-Doom Patrol 19-22)

    Die fiktive Welt Orqwith, Resultat eines Logikexperimentes, breitet sich aus und versucht Besitz von unserer Realität zu ergreifen. Und obwohl sie nach den letzten Ereignissen mehr als nur leicht angeschlagen ist, ist es die Doom Patrol, die in die Irrealität vordringt um unsere Welt zu retten und vor den Schneidern zu bewahren.

    Der Schmetterlingssammler (US-Doom Patrol 23-24)

    Rhea Jones, Mitglied der Doom Patrol, wird aus dem Krankenhaus entführt. Crazy Jane, neues Mitglied der Truppe findet eine Spur ins "Haus, das Jack baute", einer Art Pararealität. Deren Errichter Red Jack hält sich für Gott und weilte zuletzt vor 100 Jahren in dem Abschnitt seiner Schöpfung, der an unsere Realität grenzt. Wütete er einst als Jack the Ripper in Londons Straßen will er sich nunmehr mit Rhea vermählen und vermehren. Das kann die Doom Patrol nicht zulassen.

    Fantasiefreunde (US-Doom Patrol 25)

    Dorothy Spinner, das Mädchen mit dem Affengesicht will nicht erwachsen werden. Als ihre kindlichen Fantasiefreunde physische Gestalt annehmen wird es gefährlich. Als der Arzt Joshua Clay, der im ehemaligen Hauptquartier der Justice League nach einer Gerätschaft Dr. Destinys sucht, einen Geistesblitz hat, kann er dem Spuk ein Ende bereiten.

    So weit die ersten drei Storys, die ich gelesen habe. Ich muss sagen, das ist etwas völlig anderes als der "normale" Superheldenstoff. Ein missglücktes Logikexperiment, eine Wesenheit, die sich für Gott hält und Fantasiefreunde als Gegner sind mal eine spannende Sache. Konventionell geht jedenfalls anders.

    Das Team wird mit neuen Figuren belebt und insbesondere Crazy Jane finde ich spannend. Stand jetzt hat sie 64 verschiedene Persönlichkeiten, die alle verschiedene Superkräfte haben. Der Negative Man wird zu einer Drei-in-Einem und kommt ziemlich seltsam rüber, Dorothy Spinner kann kraft ihrer Gedanken Gebilde erschaffen, scheint ihre Kräfte aber noch nicht wirklich zu kontrollieren.

    Im Hintergrund stellt Mr. Nowhere, ehemaliges Mitglied der Bruderschaft des Bösen, eine neue Bruderschaft zusammen. Mit Menschen, die von der Genbombe der Invasoren (siehe INVASION) getroffen wurden stellt er seine Bruderschaft des Dada zusammen. Klingt völlig bescheuert, lässt aber ziemlich weirde Abenteuer erwarten. Dazu demnächst schon mehr.

    Interessant ist wie Morrison hier verschiedene Dinge verarbeitet. Angefangen beim Struwwelpeter, der Frage an den Lügner und den, der die Wahrheit sagt, Jack the Ripper oder halt die kindlichen Fantasyfreunde und die Andeutungen mit den roten Schuhen (hatte für mich ein bisschen was von Kings Carrie).

    Schade, dass wir das auf deutsch erst jetzt zu lesen bekommen, schön aber, dass es nun endlich so weit ist. Ich freue mich schon auf die weiteren 39 Ausgaben.

  12. #12
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Und weiter geht es...

    Das Bild, das Paris frass... (US-Doom Patrol 26-29)

    Während die Doom Patrol weiter mit den Folgen ihrer Auseinandersetzung mit dem Schmetterlingssammler und Dorothy Spinners Fantasiefreunden zu tun hat, rekrutiert Mister Nobody weiter Mitstreiter für seine Bruderschaft des Dada. Bei ihm handelt es sich um ein ehemaliges Mitglied der Bruderschaft des Bösen, das in seinem Exil in Paraguay von einem ebenfalls exilierten Naziwissenschaftler einem grausamen Experiment unterzogen wurde, das ihn in seine jetzige Existenzform transformierte.

    Als er von einem Bild hört, das Menschen frisst, setzt er mit seiner Bruderschaft einen Plan um. der ihn in den Besitz des Bildes bringt. Mit dem ersten Einsatz dieses Gegenstandes wird neben der Bruderschaft des Dada auch Paris verschlungen.

    Die Justice League ist angesichts des Geschehens ziemlich ratlos, die Doom Patrol wird bei ihrem Erscheinen jedoch auch in das Bild gezogen. Dort kommt es zur Konfrontation mit der Bruderschaft, die die Doom Patrol besiegen kann.

    Als mit dem Fünften Reiter allerdings eine Entität erwacht, die in den verschiedenen Bilderwelten Kräfte aus den dort herrschenden Regeln zieht und so mächtig zu werden droht, dass sie den Übergang in die reale Welt schaffen und diese verheeren kann, reaktiviert die Bruderschaft die Doom Patrol um gemeinsam den neuen Gegner anzugehen. Als sie dessen Natur erkennen, hat Mr. Nobody einen Geistesblitz und weiß wie der Gegner besiegt werden kann. Der Plan geht auf und die Bilderwelten vergehen. Während die Doom Patrol und Paris wieder freigesetzt werden, verbleibt die Bruderschaft im Bild.

    Der Preis für den Sieg ist allerdings eine tot wirkende Crazy Jane.


    Das war die nächste ziemlich verrückte Story, die neben der eigentlichen Handlung auch wieder die ein oder andere Introspektive zum Team bot. Neben Robotman wird hier insbesondere die Veränderung von Negative Man angerissen, der nicht mehr der Larry ist, der einst Cliffs bester Freund war. In seiner jetzigen Identität als Rebis, einer zusammengesetzten Identität aus Larry Trainor und der Ärztin Eleanor Poole ist Negative Man häufiger in Gesprächen mit sich selbst versunken.

    Die Bruderschaft des Dada, die über den Konzepten von Gut und Böse steht, ist natürlich völlig gaga. Irgendwie hat Morrison es aber hinbekommen daraus eine gut lesbare Story zu stricken. Und Aussagen wie die, dass in El Salvador täglich Schlimmeres passiert als dass man aus einem Polizisten eine Toilette macht, deutet vielleicht an, was hier so abgeht.

    Stutzig wurde ich beim Sammler von Merkwürdigkeiten, Horst Eismann und seinem Domizil in den Alpen. Der erinnerte mich sofort an US-Starman 4 mit der Story um das besondere Hawaii-Shirt, das ein Tor zum Himmel sein sollte. Ich habe aber mal nachgeschaut, dort hieß der schweizer Sammler Albert Bekker. Witzig fand ich auch die Erwähnung von Oscar Wilde, der ein paar Seiten spendiert bekam. James Robinson hat ihm in seinem Starman-Run ja häufiger mal als Bekannten von The Shade am Start. Ob da der Morrison-Fanboy in James Robinson durchkam?

  13. #13
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Einen habe ich noch ...

    Decreator (US-Doom Patrol 30-33)

    Eine Woche nach der Auseinandersetzung mit dem Fünften Reiter ist Crazy Jane noch immer katatonisch. Rebis sieht nur einen Weg, sie aus ihrer psychischen Isolation zu holen. Dazu muss Cliff, dem sie vertraut, in ihren Geist eindringen. Die Negative Man innewohnende Präsenz kann dies allerdings nur begleiten wenn dazu Cliffs Gehirn aus seinem Robotkörper entnommen wird.

    Nicht weniger gefährlich geht es in Janes Geist zu, der einem U-Bahnnetz gleicht. Cliff kann bis in Janes Innerstes vordringen und ihre Schockstarre lösen.

    Danach muss sich die Doom Patrol mit dem Kult des Ungeschriebenen Buches auseinandersetzen. Der Gegenstand der Verehrung ist nicht ungeschrieben geblieben und mit ihren obskuren wie gefährlichen Schergen versucht die Organisation in dessen Besitz zu kommen. Ihr Ziel ist mittels der dort niedergeschriebenen Texte den Decreator, die dunkle Seite des Schöpfers, heraufzubeschwören um die Schöpfung ungeschehen zu machen.

    Unterstützung, wenn man so will, kommt von Willoughby Kipling, einem Magier, der mehr über den Kult weiß. Die Doom Patrol findet das Buch verliert es aber an den Kult. Und dann erscheint der Decreator und beginnt sein Werk...


    Völlig verrückt - und das in jeder Weise - geht es weiter. In dem Dreiteiler um den Decreator bringt Morrison völlig abstruse Gegner im Dutzend an den Start. Die Schneider aus der Auftaktstory waren insofern bestenfalls ein Vorgeschmack. Da bin ich mal gespannt was im weiteren Verlauf noch auf uns zukommt.

    Und mal wieder ging es um nicht weniger als die Weltrettung. Diesmal war gleich die ganze Schöpfung in Gefahr. Und das die nicht wirklich beseitigt wurde, gefiel mir.

    Und ja, Kipling erinnerte nicht nur an Constantine. Den schuf Morrison wohl weil er Constantine nicht nutzen durfte.

    Verrückt war auch die Tour de Force durch Janes Inneres. Manchen Menschen möchte man echt nicht hinter die Stirn schauen. Um so gelungener fand ich die Auflösung.

  14. #14
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    Freut mich, dass Du den Band bislang auch als so positiv erachtest!
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  15. #15
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Womit er durchaus meiner Erwartungshaltung entspricht...

  16. #16
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    Der gute God_W hat mich auf diesen Thread aufmerksam gemacht und so übertrage ich meine Beiträge zu den bisher gelesen Ausgaben...

    Also meiner riecht auch nicht besonders.

    Angeregt von euren Besprechungen habe ich jetzt Mal den ersten Mehrteiler gelesen...

    Doom Patrol von Grant Morrison (Deluxe Edition) - Teil 1

    [Und an die Kollegen vom Comicguide sei gesagt das dies der korrekte Titel ist kein alternativer!]



    Eine Rezi in mehreren Teilen, denn alles auf einmal kann ich nicht lesen und zum mitschleppen ist er zu schwer.

    Und aus den Trümmern kriechend, Teil 1-4

    Nach dem Event Invasion (welches zum Glück hier keine Rolle spielt) ist die Doom Patrol tot, mehrere Mitglieder verstorben, Robot Man hat sich selbst in eine Nervenheil Anstalt eingewiesen und Larry (Negative Man) hat keine Kräfte mehr. Niles Coulder hingegen gibt nicht auf und will sie wieder zusammen bringen, woran Cliff Steel kein Interesse hat, der sich in dem Metallkörper gefangen fühlt, doch als Niles ihn mit Frage Jane zusammen bringt einer jungen Frau die mehr als 64 unterschiedliche Persönlichkeiten hat, welche wohl noch jede andere Kräfte haben, hilft er ihr und sie Freunden sich an.

    Doch das es eine Doom Patrol braucht erkennt man durch die skurrile Gefahr der "Schneider" die einer imaginären Welt entspringen welche von Autoren erdacht würden und sich in der Realität ausbreiten, sie schneiden sozusagen die Menschen aus der Wirklichkeit und zurück bleibt nur ein weißer Schatten.

    Eine Geschichte die nur so vor unglaublich verrückten Ideen sprüht, wie der Pfarrer der jeden Samstag Gott auf der Mülldeponie sucht, und dann regnet es Fische und er wird von einem gigantischen Kühlschrank erschlagen. Die Charakterisierung der Figuren, welche sie förmlich zum Leben erweckt und wunderbare Dialoge. Und Crazy Janes Fähigkeiten sind auch so eine Sache die man in kommenden Heften noch mehr ausbauen wird wie ich hoffe.

    Und soviel kann ich sagen schon nach dem ersten Heft bin ich süchtig nach mehr von Morrisons Doom Patrol zum Glück hat Panini alles in einen Pracht Band gepackt.

    Fangen wir an mit The Butterfly Collector & The House that Jack Build (Doom Patrol (1987) #23-24)

    Die Doom Patrol ist quasi zurück, doch bisher besteht sie nur aus Robot Man, Crazy Jane und Rebris (Negative Man), Niles Caulder holt neue Mitglieder was aber in den Hintergrund tritt als ein Wesen was wohl in einer anderen Dimension lebt und es liebt Schmetterlinge aufzuspießen um sich von deren Schmerz zu nähren, kommt um Rhea zu entführen das komatöse Mitglied der alten Doom Patrol. Nur um sie zu heiraten, nur dank Crazy Jane können sie ihn verfolgen.

    Er selbst nennt sich Jack und er kann wohl nur alle 100 Jahre in die reale Welt kommen, zuletzt als er dies tat nannte er sich noch Jack the Ripper... Ob sie das in einem Stück überleben?

    Jack mal ganz anders, aber immer noch ein großartiges Stück Literatur und abgedrehtes Kino, besonders im Gedächtnis bleibt die Szene als Crazy Jane in diesen Projektor blickt um zu sehen was der Butler sah :nonono:

    Fantasiefreunde (Imaginary Friends) (Doom Patrol (1987) #25 )

    Mit Zeichnungen von Doug Braithwaite

    Im Trophäen Raum ihres neuen Hauptquartiers das vorher der JLA gehörte, befindet sich eine Maschine von Dr. Destiny die Träume Realität werden lässt. Nun will Max Lord sie zurück, doch unbeabsichtigt aktiviert sie sich und Dorotys Ängste und ehemalige Fantasiefreunde werden Wirklichkeit...

    Schuh-hu Blut ist im Schuh. Großartige Geschichte über die wunderbare Kraft der Fantasie, die Zeichnungen waren aber nicht so meins



    Die Bruderschaft von Dada (im Bild zu sehen) man könnte auch Gaga sagen (Doom Patrol (1987) #26-29)

    "Folgen sie uns ins goldene Land, das Reich des Sinnlosen"

    In den vergangenen Storys war immer am Ende von einem Mr. Nobody die Rede, nun erfahren wir mehr über seine verstörende Entstehung (und warum er wie ein Satzeichen aussieht) der Zusammenführung seines Teams aus ebenso verrückten wie Faszinierenden Superwesen (man nehme nur Das Quiz eine Frau mit der Kraft alle Superkräfte zu haben an der gegenüber nicht gedacht hat und das können die abstrusesten sein.) und seinem Plan ein Gemälde zu stehlen was eine unglaubliche Macht hat eine ganze Stadt, in diesem Fall Paris, und gar die ganze Welt zu fressen!

    Eine fesselnde wie gleichzeitig verstörende Geschichte die einfach nur großartig ist, doch nach diesem Mindfuck wie das God_W nennen würde brauche ich erstmal etwas einfache Unterhaltung.

    Tja zwar wollte ich einfache Unterhaltung nur fürchte ich kann ich nicht mehr von lassen...

    U-Bahn-Reisende (Going Underground) (Doom Patrol (1987) #30 )

    Quasi der Epilog zur letzten Geschichte, denn Crazy Jane hat sich in ihren Geist zurück gezogen, und Cliff Steel erkundet mit Hilfe von Rebris ihr Bewusstsein um sie zurückzubringen. Dabei lernt er so einige neue Persönlichkeiten kennen und auch den der alles ausgelöst hat.

    Ziemlich verstörend muss ich sagen, aber immer noch klasse.

    Der Kult des umgeschriebenen Buches (Doom Patrol (1987) #31-33)

    Die Zutaten für dieses Geschichte bilden ein Mann, der schon sein Leben lang einem Kult hinterherjagd die das Universum vernichten wollen indem sie den Anti Gott beschwören den Deconstictor. Doch vorher brauchen sie dafür einen jungen Mann der schon bei seiner Geburt mit einer Tätowierung auf die Welt kam, einer unverständlichen Schrift die den Vernichten herbeiruft. Und dafür kontaktiert Mr. Kipling die Doom Patrol doch ob die ihm eine Hilfe sein können.

    Wo Robot Man gerade von Will Magnus einen neuen Körper bekommen hat, wodurch er besser Sinneswahrnehmungen spüren und sogar schmecken kann. Da hilft nur eins ordentlich Alkohol ansonsten kann Kipling das nicht ertragen...

    Die Story erinnert sehr an den ersten Mehr teiler, und ist auch genauso abgedreht und dazu erinnert Kipling sehr John Constantine.

    So kann man das sagen, bevor es auf Arbeit geht noch etwas gehaltsvolles zum Frühstück...

    Nicht das ich jetzt Hirn essen will, aber hier geht es darum in der Story mit dem Titel:

    Die Seele einer neuen Maschine (The Soul of a New Machine)(Doom Patrol (1987) #34 )

    Niles Caulder hat das Hirn von Robot Man, Cliff Steel in einen Nährstoff Tank gepackt um an dessen neuen Körper herumzubasteln, denn er hält die Arbeit von Dr. Magnus für die eines Stümpers. Doch als Caulder das Hauptquartier verlässt ohne Cliff vorher zurück in den Körper zu setzen, entwickelt der Körper ein Bewusstsein und will sich erstmal mit seinem Hirn reden.

    Schon allein die Idee ist genial als dann aber Mallah und Brain (von der Bruderschaft des Bösen ) hinzukommen ergibt das eine abstruse Mischung, denn auch Brain will endlich einen Körper. Doch die Pointe dieser Geschichte ist pures Gold. Das hätte ich nicht erwartet.

    Ein Meisterwerk!

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