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Ergebnis 1 bis 20 von 20
  1. #1
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    Back to the Roots...

    Da ja meine Wunschvorstellung für ein Abenteuer der Faxe - Jules Verne/Steampunk- Background trotz einigermaßen lebhafter Diskussion in diesem Forum von der Redaktion noch nicht umgesetzt wurde.... versuche ich mal eine andere Idee ins Spiel zu bringen: Nach mittlerweile 40jähriger treuer Leserschaft hat man natürlich ein paar Lieblingsepisoden - persönlich würde ich mich deshalb freuen, wenn die Abrafaxe gemäß des Thementitels vielleicht mal wieder auf "alten" Pfaden wandeln würden, d.h. als Begleiter eines Spaßmachers! Die Faxe begleitenden u.a. schon Harlekin und Pierrot. Zu meinen persönlichen Favoriten zählen auch v.a. die Episoden mit Ludas Matyi und Hans Wurst sowie Hodscha Nasreddin! Wie sehen das andere Alt- und Neuleser? Gibt es Potential für z.B. Eulenspiegelepisoden oder ähnliches?!

  2. #2
    Mitglied Avatar von Nante
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    Da es ja wohl sowieso folgenlos bleiben wird, warum nicht ein wenig herum spinnen?

    Bei Eulenspiegel (Bei dem die Mosapedia-Ausgabe ja eigentlich eine tolle Vorlage liefern könnte.) sehe ich die Gefahr, daß er als Figur einfach "zu stark" ist. Er kann die ganze Handlung problemlos allein tragen und die Abrafaxe wären eigentlich unnötig.
    Eine Krise kann jeder Idiot meistern. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag.
    (angeblich) Anton Tschechow

  3. #3
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    Abrax kennt ihn.
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    Gegen Eulenspiegel spricht eigentlich nur, dass es die nächste Mittelalter-Serie wäre. Innerhalb der nächsten fünf Jahre also hoffentlich eher unwahrscheinlich.

    Wenn sie später mal umgesetzt werden würde, dann hätte eine Eulenspiegel-Serie sicher viel Potential, wenn man den Eulenspiegel tatsächlich auch anarchistisch, negativ und ein wenig hinterhältig aufbaut - also das sich die Abrafaxe nie sicher sind, ist es jetzt mehr Begleiter oder mehr Gegenspieler. Damit hätte man vieles an eingefahrenen Schienen durchbrochen und eine neue Dimension hineingebracht. Vielleicht noch mit dem Narrenschiff von Hieronymus Bosch verknüpft - könnte eine feine Geschichte sein. Weil dadurch die Abrafaxe agieren müssten und nicht einfach nur mit einer überwältigend starken Figur mitlaufen. Das würde vermutlich nicht gut funktionieren. Aber wenn sie Zweifel am Eulenspiegel haben und manche Streiche verhindern müssen oder selbst reingelegt werden, daraus kann man sehr viel bessere Handlungen stricken, die dann auch spannend und überraschend sind.

    Kunz von Rosen am Hofe Maximilians I. wäre da ebenfalls eine stimmige Figur und würde aufgrund seiner Weisheit eine tolle Möglichkeit bieten wirklich Geschichte zu erzählen und zu vermitteln.

    Noch spannender wäre allerdings Joseph Fröhlich, der Hofnarr von August dem Starken. Sachsens Glanz und Preußens Gloria könnte da aufblühen, Friedrich II. der Große wäre mit dabei und natürlich auch Maria Theresia. Da kann man hinter feindlichen Linien Geschichten erzählen und sogar die eine oder andere Erinnerung an frühere Serien wachrufen. Das wäre tatsächlich ein richtig toller Spaßmacher und fernab des Mittelalters angesiedelt. Und irgendwie einfach großartig, wenn man sowas aufgreifen und umsetzen würde.
    Geändert von SilverBlade (11.08.2020 um 15:07 Uhr)

  4. #4
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    Der Eulenspiegel als waschechter Schurke, das hätte auch was. Ein Zyniker mit richtig bösen Scherzen. So einen Widersacher hatten die Faxe noch nie. Ein Joker, quasi.

  5. #5
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    Steampunk/ Jules Verne passt nicht zum Mosaik, nach Deutschland sollen die Abrafaxe so schnell nicht mehr, meinetwegen kann man die Spaßmacher wieder aufgreifen, am liebsten wieder mit Erzähler, nicht nur in der Einleitung, sondern im ganzen Heft.
    PR empfiehlt: Rückkehr von "der drei" auf www.comicwerk.de. Außerdem unterstützt "der drei" im Wettbewerb bei www.mycomics.de.

  6. #6
    Mitglied Avatar von gbg
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    Lt Lothar Dräger war der geplant? Warum daraus nichts wurde?
    Ich versuche mal die Archivstelle zu finden.

  7. #7
    Mitglied Avatar von Diplomat
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    Eulenspiegel könnte gut Funktionieren -könnte! Nur was sollte man darstellen, das was man kennt wäre lau. Eine Geschichte drumherum wäre wieder Mittelalter und das wollen viele nicht. Also es ist eine Gradwanderung, schlimm wäre ein junger Eulenspiegel, ähnlich Pitipak und das ist dann zum Haare ausraufen. Vielleicht gibt es ja ein Dossier in Drägers Nachlass zu diesem Thema ,mal sehen ob gbg etwas im Archiv findet.

  8. #8
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    Abrax kennt ihn.
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    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Der Eulenspiegel als waschechter Schurke, das hätte auch was. Ein Zyniker mit richtig bösen Scherzen. So einen Widersacher hatten die Faxe noch nie. Ein Joker, quasi.
    Genau das wäre ein Ansatz, der das Mittelalter mal nicht als Wirtschaftssimulation darstellt, sondern Düsternis und Spannung hinein bringt. Und selbst die junge Zielgruppe ist mit Batman und dem Joker bestens vertraut - verträgt also auch, ganz entgegen dem Bummi-Traumschiff-Pitipak-Flauten-Thema der aktuellen Serie, sehr viel mehr an Spannung und auch mal bösen Figuren.

    Genau da läge der Reiz dieser Idee, einen Begleiter, der mal nicht entweder total blass oder völlig unwichtig für die Handlung ist, sondern sich als Gegenspieler entpuppt und es immer wieder wechselnde Allianzen gibt und die Abrafaxe oftmals auch hereingelegt werden und sich wirklich mal anstrengen müssen, damit die Ziele, welche sie haben, auch erreicht werden können.

    Ein zynischer, böser Eulenspiegel könnte ganz vielen Dingen einen Spiegel vorhalten und damit eine faszinierende Erzählweise erschaffen. Wäre ganz sicher toll - nur braucht es dafür Mut und ein Anheben der Spannung und des Zielgruppen-Alters. Weg von der Krabbelgruppe hin zu jungen Lesern, die fasziniert sind von solchen Figuren und spannenden Geschichten.

  9. #9
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    Eulenspiegel finde ich auch schwierig, da man dann halt einfach die Standardzoten erwartet. Hans Wurst war ja auch schon - man denke an den Prater mit den Gendarmen - mal rüpelhaft "witzig". Ich denke daran ist ja damals auch das Spaßmacherkonzept gescheitert.

    Hofnarren gab's ja schonmal bei dem Blechreder. Immerhin waren die nicht unbedingt wirklich witzig und würde ein spannendes Potenzial haben, da sie lustig sein müssen - es aber nicht unbedingt können.

    Toll sind immer wieder gewitzte Räuber. Cartouche z.B.. Man könnte sich an der französischen Nicolas Le Floch Serie orientieren und damit Spannung einbauen. Vielleicht mal ein positiv besetzter Ermittler und Abrax lebt bei Cartouche und die beiden anderen in der Haute volée und müssen sich ein bisschen zwischen Freundschaft und Sympathien für ihre Rolle entscheiden. Ich bin ja ein Fan der Régence. Man kann sich eine zusätzliche Ebene mit zahlreichen Intrigen z.B. des Prince de Condé vorstellen, der ja den Regenten ersetzen wollte oder die Aufstände in Westfrankreich mit der Conspiration de Cellamar. Die schließliche Vermählung des jugendlichen Königs wäre auch noch spannend. Vielleicht kann Brabax ja irgendwie als Berater fungieren wie bei der Luther-Serie.
    Wenn die Abrafaxe getrennt sind, sollte das auch dramatisch ne Funktion haben wie damals in Ungarn in den 70ern.

    Ich habe nix prinzipiell gegen das Mittelalter. Dass es oft vorkommt liegt einfach daran, dass es eine laaange Epoche ist - viele hundert Jahre mit im Grunde vielen Unterschieden. Der Hof von Maximilian würde die Abrafaxe wieder in die Luther-Zeit bringen. Das ist natürlich auch die Renaissance. Kommt halt drauf an, wo man das dann konkret spielen lässt. Bei Maximilian würden mir Innsbruck, Freiburg und dann auch Italien einfallen und Burgund.
    Was mir in letzter Zeit weniger gefallen hat, waren die Sprünge in der Handlung, wenn mal einige Wochen ausgelassen worden waren und dann wieder an anderer Stelle sich manches über mehrere Hefte an nur 1-2 Tagen abzuspielen scheint. Die Brüche bei der Luther-Serie fand ich besonders störend, während ich sie ansonsten toll fand (z.B. wenn Michael einen irgendwie wichtigen Brief bekam, aber der dann im nächsten Heft vergessen wurde, weil man wieder Monate weiter war).

  10. #10
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    Interessant ist, dass die Abrafaxe mittlerweile so festgelegt sind auf ihre Rollen und man schon automatisch davon ausgeht, dass sie so oder so in den einzelnen Geschichten handeln werden - Brabax halt als Berater, Califax halt als Koch und Abrax halt als Draufgänger und irgendwie im militärischen Umfeld angesiedelt. Begonnen hat das schon bei der ersten Mittelalter-Serie und sich dann wie ein roter Faden durchgezogen. Momentan ist es so fest zementiert, dass es absolut vorhersagbar ist und gleichzeitig dadurch auch recht stereotyp und langweilig.

    Das aufzubrechen wäre tatsächlich vielleicht ein Ansatz um die Handlung zu verändern, mehr Dynamik und Spannung in die Geschichten zu bekommen.

    Wenn es schon zurück zu den Wurzeln gehen sollte, dann wäre so ein Aufbrechen dieser fast schon klischeeartigen Handlungsweisen der Abrafaxe sicher ein interessanter Weg.

    Und die nächste Serie dann im Umfeld von Friedrich II. von Preußen, Maria Theresia und Katharina der Großen spielen zu lassen, würde die Abrafaxe eventuell an drei hochinteressante Höfe der damaligen Zeit bringen, auf diplomatischer Mission, miteinander, gegeneinander, füreinander. Da könnten sich tolle Verwicklungen und Abenteuer ergeben.

    Cartouche ist zwar durch den Film mit Jean-Paul Belmondo äußerst bekannt und populär geworden, war aber als reale Figur nicht wirklich tauglich für das Mosaik. Er hat sich über seine Opfer gerne lustig gemacht, weil er meinte, dass er, wenn er seine Opfer unterhielt, weniger verfolgt werden würde, aber gleichzeitig war er auch ein Mörder und hat noch kurz vorm Schafott seine Gefährten ans Messer geliefert, weil er glaubte, sie hätten ihn verraten. So wurden auch noch Andere aufs Rad geflochten, wie das damals üblich war.

    Also sehr schwierig die Abrafaxe in solch ein Umfeld zu positionieren. Das Bild, welches im Film dargestellt wurde, könnte zwar passen, aber das ist bewusst auf Slapstick und Humor ausgelegt worden. Mit den Taten des eigentlichen Cartouche hingegen, hat der Film wenig zu tun. Die historischen Quellen zeichnen ein ganz anderes Bild. Unter anderem auch in den berühmten Erinnerungen des Henkers. "Tagebücher der Henker von Paris." Und dieses Bild ist eben nicht kompatibel mit dem Mosaik. Dann müsste man schon eine eigenständige Figur erfinden, damit man da nicht in historische Fallen tappt und den Abrafaxen einen Mörder als Begleiter an die Seite stellt.

    Und so interessant die Régence in Frankreich im Detail auch ist - von der die Zeit des Siebenjährigen Krieges wird sie um Längen übertrumpft!

  11. #11
    Mitglied Avatar von Nante
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    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Interessant ist, dass die Abrafaxe mittlerweile so festgelegt sind auf ihre Rollen und man schon automatisch davon ausgeht, dass sie so oder so in den einzelnen Geschichten handeln werden - Brabax halt als Berater, Califax halt als Koch und Abrax halt als Draufgänger und irgendwie im militärischen Umfeld angesiedelt....

    Wenn es schon zurück zu den Wurzeln gehen sollte..."
    Schon mal die Nummer 1/76 gelesen?
    Eine Krise kann jeder Idiot meistern. Was uns zu schaffen macht, ist der Alltag.
    (angeblich) Anton Tschechow

  12. #12
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    Natürlich habe ich die gelesen. Aber sicher hast du auch die Amerika-Serie gelesen, wo Brabax eben mal nicht beratend tätig war, sondern als Agent im Außeneinsatz sich recht wacker geschlagen hat. Die Grundtypen sind natürlich seit Heft 1 festgelegt, aber man hat innerhalb der nachfolgenden Serien immer wieder damit gespielt, ausprobiert und neue Horizonte erschlossen. Seit den letzten Serien aber ist alles komplett in Stein gemeißelt und nichts bewegt sich da mehr.

    Um es mal mit einem Augenzwinkern zu sagen - haben die Abrafaxe denn gar keine Träume mehr? Wollen sie nichts erleben und ausprobieren?

    Und wenn man den Ausblick aufs nächste Heft (mit der Nummer 537) wagt - als was heuert Califax da an? Genau als Smutje. Er war aber auch schon mal Kommandant des Regiments Kraxelberg - Jodelfingen. Diese Hefte haben sicher auch alle gelesen. Da steckte Abenteuer drin. Irgendwie steckt also vermutlich auch sehr viel mehr in Califax und es ist schade, dass dieses Potential überhaupt nicht mehr zum Tragen kommt.

  13. #13
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    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Also sehr schwierig die Abrafaxe in solch ein Umfeld zu positionieren. Das Bild, welches im Film dargestellt wurde, könnte zwar passen, aber das ist bewusst auf Slapstick und Humor ausgelegt worden. Mit den Taten des eigentlichen Cartouche hingegen, hat der Film wenig zu tun. Die historischen Quellen zeichnen ein ganz anderes Bild. Unter anderem auch in den berühmten Erinnerungen des Henkers. "Tagebücher der Henker von Paris." Und dieses Bild ist eben nicht kompatibel mit dem Mosaik. Dann müsste man schon eine eigenständige Figur erfinden, damit man da nicht in historische Fallen tappt und den Abrafaxen einen Mörder als Begleiter an die Seite stellt.
    Im Mosaik wird aber doch eh alles ziemlich verharmlost. Die Seeräuber in der Hanseserie sind auch keine gewissenlosen Verbrecher sondern entsprechen eher dem Bild aus den Störtebeker-Festspielen auf Rügen - nur halt ohne Kämpfe und viel Action. Als Finale gründen sie vor der Küste Schottlands ne Hippiekommune.
    Die Straßenräuber sind meistens trottelige Vertreter ihrer Zunft, egal ob damals in Deutschland 1980 oder die Hieroymus-Bande 2016 bei den Mädels und Abrafaxen gleichermaßen. Warum sollte es jetzt anders sein?

    Wenn gekrönte Häupter Portagonisten sind, kann das ja durchaus witzig sein - z.B. bei Barbarossa in der Mittelalterserie, auch wenn da vom echten Kaiser Friedrich nicht viel übrig blieb. Fragt sich eben wie sklavisch man sich dran halten will.

    Wenn es bei Dir zur Zeit von Katharina der Großen als Zarin spielen soll, wäre aber auch August der Starke schon drei Jahrzehnte unter der Erde. Der passt doch eher in die Jugend von Louis XV. August der Starke hat einiges für sich. Es muss ja nicht komplett in Dresden spielen bzw. so stark darauf fixiert sein wie damals die Luther-Serie auf Wittenberg. Warschau und Berlin wären ja auch denkbar. Toll z.B. dieser riesige Stollen. Daran mitzubacken wäre doch was für Califax (jaja - die Klischees ). Wenn schon "back to the roots" könnte Brabax dieses sächsische Geschwindgeschütz mitentwickeln - wenn das nicht für heutige Autoren zu militaristisch wäre. 76 stand ja auch noch die Muskete und Abrax Treffsicherheit im Mittelpunkt.
    Turbulent könnte es werden, falls die Abrafaxe z.B. die junge Katharina im Winter 1744 nach St. Petersburg begleiten würden, um Gefahren abzuwehren.
    Wenn man den sächsischen Hof behandelt, dürfte Graf Brühl als eine Art Mastermind nicht fehlen. Vielleicht auch als Gegenspieler. Vielleicht möchte der ja die Reise verhindern (warum auch immer) und eine Sachsen-Polen genehmere Dame neben den Zarewitsch sehen...

  14. #14
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    Hallo Dragonerhauptmann - du kannst mir schon zutrauen, dass ich die Jahreszahlen im Blick und auch im Griff habe. Du antwortest aber auf zwei unterschiedliche Beiträge von mir.

    Als ich über Preußen und Sachsen schrieb erwähnte ich bewusst Katharina die Große nicht, weil wie du richtig erkannt hast, die gute Katharina noch nicht mal Quark im Zerbster Schaufenster, obwohl sie natürlich in Stettin geboren wurde, aber halt Prinzessin von Anhalt-Zerbst dabei war - während ich im anderen Artikel als ich Katharina die Große erwähnte, bewusst August den Starken nicht erwähnt habe, weil der da schon stark in der Gruft moderte.

    Ich gebe dir recht, Brühl würde sich hervorragend am sächsischen Hof machen, dann schon unter Friedrich August II. der Sachsen in den verheerenden Siebenjährigen Krieg führte. Dazu eben noch Friedrich II. von Preußen, Maria Theresia und Katharina die Große.

    Was für ein großartiges Tableau und mitten drin die Abrafaxe. Genau das wäre eine perfekte Serie, wenn man sich Spannung, Intrigen und Abenteuer traut.

  15. #15
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    Zitat Zitat von SilverBlade Beitrag anzeigen
    Hallo Dragonerhauptmann - du kannst mir schon zutrauen, dass ich die Jahreszahlen im Blick und auch im Griff habe. Du antwortest aber auf zwei unterschiedliche Beiträge von mir.
    Jepp, danke für den Hinweis, SilverBlade.

    Man könnte sich ja auch mal wieder 36 Hefte vorstellen wie 78-80 mit einer angeschlossenen Handlung in einer anderen Region in der gleichen Zeit (z.B. Sachsen-Kapitel/Russland-Kapitel) oder nur leicht versetzt (1730/44). Das gab's bei den Mädels mit 1517/18 und dann 1525 ja auch oder bei den Jungs in Australien. Wenn der Zeitunterschied nicht so groß wäre, könnte man da sogar was rausholen wie wenn unterdessen die Wegbegleiter erwachsener würden. Das gab's ja auch mal 92-94 mit Floribert von Wackerstein, der in der Handlung deutlich alterte, was seinen Reiz hatte und im letzten der Hefte vor dem Zeitsprung zu den Dinos ein desillusionierter Höfling war. Ein Running-Gag wäre, wenn Brühl sie gelegentlich fragen würde, ob sie nicht gewachsen wäre seit Anno 1730?
    Die Rivalität von Sulkowski und Brühl wäre auch ganz gewiss was. Die Maskenbälle der Epochen oder auch Cross Dressing würden super zu dem Wandlungsvermögen der Abrafaxe passen.

  16. #16
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    Also ich stimme dir zu Dragonerhauptmann, dass der Siebenjährige Krieg und die Zeit davor mit dem Aufstieg Katharinas der Großen und den Schlesischen Kriegen (also die Zeitspanne von 1740 bis 1763) sicher Potential für mehr sieben Jahre Mosaik bieten würde. Man könnte sogar noch etwas eher starten, damit man auch den starken August mit rein bekommt. Aber schon 24 Hefte in dieser Zeit mit Intrigen, Verwicklungen und höfischen Ränken und einigen angedeuteten Schlachten, wären geniales Material mit sicher sehr spannender Handlung. Damit würde man sich tatsächlich wieder zurück zu den Wurzeln begeben.

  17. #17
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    Was mir zum Thema „Back to the roots“ einfällt, ist in erster Linie das straffere Erzähltempo. Man erzählte früher ein Kapitel pro Jahr, das waren ohne Cover 228 Comicseiten. Ausnahme: Die ersten zwei Serien, das waren 456.
    Heute hat jedes(!) Abenteuer 840 Seiten. Die Hanseserie gar 875. Das ist echt ein Hammer, wo man langweilige Stellen schlichtweg nicht umgehen kann.
    Mir ist schon klar, dass kürzere Abenteuer mehr Recherche-Arbeit übers Jahr gesehen machen. Man muss sich neu einlesen, muss Kleidungen, Gebäude etc. recherchieren, neue Figurinen braucht man ... Das macht schon Mühe. Aber als Belohnung gibt’s knackige Geschichten. Und dank Internet ist die Recherche im Vergleich zu früher doch auch wesentlich schneller erledigt.
    Selbst wenn historische Ungenauigkeiten auftreten, ist das doch wurscht. Die gab’s früher auch. Und wenn der Leser am Ende einer Serie nicht über alle Fischfallen, Früchte und Ameisen des jeweiligen Handlungsortes informiert wurde, wird er das verschmerzen.
    Also mein Wunsch: Kürzere Serien. Gerne auch mal nur ein paar Monate, warum nicht? Und wenn man doch viel zu erzählen hat und einen großen Handlungsbogen konstruieren möchte, na dann los! Aber nur bei einer entsprechenden Idee, und nicht weil aller zwei Jahre was Neues dran sein muss.
    Geändert von CHOUETTE (20.08.2020 um 06:40 Uhr)

  18. #18
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    Die Australienserie ist ein gutes Beispiel dafür. Serie dauerte 1 Jahr, die zweite 1,5 Jahre. Australien selbst blieb als "Themenblock" 2,5 Jahre. So kann ich es mir auch sehr gut vorstellen. Macht auch das Nachlesen älterer Heftserien zusammenhängend einfacher bzw. erst angenehm möglich.

  19. #19
    Moderator Comicwerk Forum
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    Zitat Zitat von CHOUETTE Beitrag anzeigen
    Was mir zum Thema „Back to the roots“ einfällt, ist in erster Linie das straffere Erzähltempo. Man erzählte früher ein Kapitel pro Jahr, das waren ohne Cover 228 Comicseiten. Ausnahme: Die ersten zwei Serien, das waren 456.
    Heute hat jedes(!) Abenteuer 840 Seiten. Die Hanseserie gar 875. Das ist echt ein Hammer, wo man langweilige Stellen schlichtweg nicht umgehen kann.
    Mir ist schon klar, dass kürzere Abenteuer mehr Recherche-Arbeit übers Jahr gesehen machen. Man muss sich neu einlesen, muss Kleidungen, Gebäude etc. recherchieren, neue Figurinen braucht man ... Das macht schon Mühe. Aber als Belohnung gibt’s knackige Geschichten. Und dank Internet ist die Recherche im Vergleich zu früher doch auch wesentlich schneller erledigt.
    Selbst wenn historische Ungenauigkeiten auftreten, ist das doch wurscht. Die gab’s früher auch. Und wenn der Leser am Ende einer Serie nicht über alle Fischfallen, Früchte und Ameisen des jeweiligen Handlungsortes informiert wurde, wird er das verschmerzen.
    Also mein Wunsch: Kürzere Serien. Gerne auch mal nur ein paar Monate, warum nicht? Und wenn man doch viel zu erzählen hat und einen großen Handlungsbogen konstruieren möchte, na dann los! Aber nur bei einer entsprechenden Idee, und nicht weil aller zwei Jahre was Neues dran sein muss.
    Die erste Alexserie dauerte auch 2 Jahre.
    Wahrscheinlich reicht es schon, wenn in einer Zeit mehrere Abenteuer von kürzere Laufdauer passieren würden.
    Die großen Digedagsserien liefen ja auch fast 5 Jahre, aber diese waren stärker unterteilt.
    Internet erleichtert die Recherche nicht so stark, weil man immer noch sich einlesen muss.
    PR empfiehlt: Rückkehr von "der drei" auf www.comicwerk.de. Außerdem unterstützt "der drei" im Wettbewerb bei www.mycomics.de.

  20. #20
    Mitglied Avatar von CHOUETTE
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    2 Jahre damals hatten aber eben von der Seitenzahl her etwa nur die Hälfte der heutigen Zweijahresserien.
    Die beiden großen Digedags-Serien kamen da ran, bzw. sogar drüber. Aber erstens hätte zumindest der Amerikaserie ein Abschluss nach etwa 2/3 gut getan und zweitens hat selbst ein wirklich begnadeter Erzähler wie Dräger daraus gelernt und ab da nur noch deutlich kürzere Serien geschrieben. Ich gehe davon aus, dass er um die Schwierigkeiten wusste, die so ein langer Erzählbogen mit sich bringt.

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