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Thema: Tim und Struppi

  1. #251
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    Hm. Wenn wir Menschen in 30 Jahren nicht ganz, ganz andere Probleme haben werden als die Wahl des richtigen Comics, dann denke ich, dass die Anhänger frankobelgischer Comics zu einem großen, sehr großen Teil in Heimen versorgt werden oder gar nicht mehr da sind. Die jüngeren Semester werden wohl noch mit Asterix etwas anfangen können, weil diese Serie Menschliches und Allzumenschliches, eben Zeitloses aufs Korn nimmt - und sanft weiter entwickelt wird und werden wird, weil Cashcow ... Lucky Luke vielleicht auch, dank Weiterentwicklung, aber das Spezielle, was ihn unter Morris ausgezeichnet hat, die Westernsatire, wird kein großer Plusppunkt mehr sein, weil die Westernbegeisterung mit unserer Generation, mit unseren Generationen, offenbar flöten geht. Dennoch hat auch der edle Cowboy über die bloße Westernsatire hinaus soviel Potential, dass er "überleben" könnte. ... Tim und Struppi? Schwerlich. Keine Weiterentwicklung, nur Nostalgie. Für uns. Das wird museal werden. Dort aber mit Ehrenplatz.

    Von besonderer Bedeutung ist mittlerweile, ob Comicserien nur als Comic daherkommen oder massiv multimedial vertreten sind. Bei Tim und Struppi konnte selbst Steven Spielberg keinen Begeisterungstsunami lostreten.

  2. #252
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von MrBlonde Beitrag anzeigen
    Außerdem wird ja zum Vorbeugen der Lizenzverluste in ca 30 (?) Jahren ein "Band 25" erscheinen der Unveröffentlichte Seiten von Herge beinhaltet.
    2053 wird das Werk von Hergé gemeinfrei. Das ist auch kein Verlust von Lizenzen (die hält derzeit ja Casterman, nicht Moulinsart), sondern es geht um das Urheberrecht. Was da die Veröffentlichung eines neues Bandes ändern soll, erschließt sich mir nicht, das hat schließlich nichts miteinander zu tun.
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  3. #253
    Mitglied Avatar von Molay56
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    Zitat Zitat von MrBlonde Beitrag anzeigen
    Hm, okay...
    Ich bin der Meinung Tim und Struppi ist und bleibt ein Klassiker.
    In 30 Jahren wird sich der immer noch gut verkaufen und jeder wird die Serie kennen.
    Asterix & Lucky Luke würden auch nicht in der Versenkung verschwinden nur weil nichts mehr erscheinen würde.
    Gehört zu den muss man mal gelesen haben in der (mindestens) Frankobelgischen Comic Szene ganz oben mit dazu.
    Wäre wie wenn man sagen würde in 30 Jahren kräht kein Hahn mehr nach Star Wars...
    Sicher ist Tim und Struppi ein Klassiker, da es nicht nur ein sehr guter sondern auch der erste große Frankobelgische Comic war. Allerdings nimmt das Interesse an Frankobelgischen Comics generell immer weiter ab und die Zielgruppe wird älter. Das hat sicher viele Gründe, allein der Domino-Effekt, dass es für einen unbekannten Künstler heute extrem schwer ist erfolgreich zu werden, ist nicht zu unterschätzen.Dazu kommt, dass es schwer ist, über andere Medien neue Leser zu gewinnen. US-Superheldencomics und Manga bekommen sicher extrem viele neue Leser durch die jeweiligen Filme und bei Frankobelgischen Comics sind halt fast alle Verfilmungen m.M.n. schlecht, da weder Zeichentrick- noch Realfilme das Feeling der Comics vermitteln können.

    Asterix ist da, zumindest nach meiner Wahrnehmung und zumindest im deutschsprachigen Raum eine krasse Ausnahme, weil die Geschichten gut und zeitlos sind und das Marketing extrem gut ist (anders als bei Allem von Carlsen bekommt man die Alben in jedem Rewe). Die Klischees in "Asterix bei den Briten" versteht man auch heute noch, bei Tim und Struppi ist das ganze weniger zeitlos und die Genialität von "König Ottokars Kepter" versteht man halt nur mit Vorwissen um die Appeasement-Politik (Sicher gibt es auch auf beiden Seiten Gegenbeispiele, aber das ist mein genereller Eindruck). Daher altert Tintin natürlich schneller; wenn bald regelmäßige Mondfahrten mit 4K Videobegleitung möglich sind, dann wird die allgemeine Fazination für einen Künstler, der sich in den frühen 1950ern vorgestellt hat, wie so etwas aussehen könnte, sicherlich noch weiter zurückgehen.

    Zitat Zitat von MrBlonde Beitrag anzeigen
    Dieser Ewige Cliffhanger in "Tim und die Alpha-Kunst" ist ja fast schon Legendär.
    Da es keine Lösung von Herge gibt, will ich da kein Fan-Ende.
    Gerade bei diesem Thema würde ich behaupten, dass die Sachlage ganz anders ist/sein könnte als bei potentiellen neuen Bänden. Denn das Spannende ist ja gerade, dass man nicht weiß, was diesbezüglich noch alles bei Moulinsart rumliegt. Hergé sagte zwar in einem Interview wenige Monate vor seinem Tod, dass er nicht recht wisse, wo ihn die Geschichte hinführen würde, auf der anderen Seite betonte er mehrfach, dass er vor dem Schreiben jedes Albums eine grobe Idee habe, wie die Geschichte enden solle. Und Bob de Moor, sein engster Mitarbeiter begann nach Hergés Tod zunächst damit den Band fertig zu stellen. Auch wenn ihm diese Erlaubnis entzogen wurde, so wird er in der Zwischenzeit irgendetwas gemacht haben. Als engster Mitarbeiter war er vielleicht auch vertraut mit allen Gedanken von den guten Herrn Remi bezüglich der Geschichte, wusste was Hergé als Ende sehen wollte und kannte verschiedene Szenarien zwischen denen er schwanke um dort hin zu kommen, die schriftlich nie festgehalten wurden. Man darf nicht vergessen, dass diese Geschichte über mehrere Jahre entstand, da plaudert man doch schon mal ein wenig. Wer weiß, vielleicht liegt bei Moulinsart ein komplettes Skript von De Moor rum, welches er auf Grundlage von Hergés Gedanken und Überlegungen schrieb, vielleicht ist das auch alles kompletter Quatsch und der Komtrollfreak Hergé ließ niemanden an seinen Gedaken teilhaben und Bob de Moor kam nur zu einer Überarbeitung der bisher vorhandenen Seiten ehe Fanny Remi seine Arbeit auch schon wieder stoppte. Die Wahrheit wird wahrscheinlich irgendwo dazwischen liegen, doch die Entscheidung den Band damals nicht fertig zu stellen ist halt recht unbefriedigend, daher ist diese Frage durchaus spannend.

    Zitat Zitat von M.Hulot Beitrag anzeigen
    Irgendwo schrieb mal jemand, sie sollten sich lieber offiziell Autor und Zeichner suchen, der Hergés Erbe in ihrem/seinem Sinne fortführt, anstatt dies zu verhindern und wenn die Rechte dann frei werden wohlmöglich viel schlechtere Fortsetzung zu bekommen...
    Aber es ist ja noch ein bisschen Zeit
    Potentielle Fortsetzungen sind natürlich ein interessantes Thema. Da muss man denke ich zwischen zwei Dingen unterscheiden:
    1. Die Studios Hergé machen eigenständig Alben
    Im Gegensatz zu ungefähr allen anderen bekannten Autoren und Künstlern hätte Hergé nicht nach Nachfolgern suchen müssen, denn einige der besten europäischen Comiczeichnern arbeiteten bereits für ihn. Als seine Lust an neuen Alben abnahm (Nach der Albumerscheinung von "Die Juwelen der Sängerin" 1963 erschienen nur noch zwei neue Alben bis zu seinem Tod 1983!) hätte er ohne Weiteres einfach seinem Team die Arbeit überlassen können. Wenn die besten Leute für einen arbeiten, muss man sich sicher keine Gedanken über die Qualität machen, zudem hätte er neue Comics ja immer noch kreaktiv überwachen können. Trotz der finanziellen Aussichten entschied er sich bewusst dagegen, die Erklärung in seinem Testament (wenn es die in der Form tatsächlich gibt) ist also nur eine konsequente Weiterführung von dem, was er bereits die 20 Jahre davor gemacht hatte.
    2. Irgendwelche Künstler führen die Reihe weiter
    Das ist ein Szenario, über das sich Hergé vermutlich überhaupt keine Gedanken gemacht hat. Warum hätte er denn auch billigen sollen, dass jemand ohne jahrelange Arbeit an der Reihe, sie fortführen sollte? Er kannte die "Tim und Struppi"-Realfilme und hatte vermutlich von den Comicreihen "Luc Junior" und "Jeff Jordan", deren Hauptcharaktere ja durchaus von Tintin inspiriert zu sein scheinen, mindestens gehört. Nichts davon war auf dem Niveau seiner Storys, das Risiko, dass ein fremder Autor eine schlechte Arbeit abgegeben hätte wäre ihm vermutlich viel zu groß gewesen. Das ist allerdings eine Spekulation meinerseits, wie gesagt ich glaube nicht, dass er sich mit diesem Szenario jemals ernsthaft beschäftigt hat.

    Wie stehe ich zu diesem Thema? Nun, es gäbe ja zwei Möglichkeiten einer Fortsetzung: einerseits neue Abenteuer auch in den 1930er/40er/50er Jahren anzusiedeln und andererseits Abenteuer zu schreiben, die dann auch im Jahre 2021 spielen. Ersteres fände ich ziemlich schwierig, denn über die Jahre entwickelt sich Tintin zusammen mit seinem Autor. Da neue Alben zwischen zu streuen würde das Ganze doch etwas kaputt machen. Interessanter wäre da ein Remake, vielleicht sogar mit neuen Nebenfiguren. Da stellt sich natürlich die Frage: wenn die Führung von Moulinsart mal etwas weniger bekloppt besetzt wird eines Tages, könnte so etwas dann unabhängig von den bisherigen Rechteinhabern erstellt werden ohne direkt weggeklagt zu werden? Ein öhm schwarzhaariger junger Journalist, der mit seinem Hund und seinem besten Freund einem jähzornigen öhm Lokführer zusammen Abenteuer erlebt, das ganze in der Linie Claire gehalten, das könnte mit einer guten Story verbunden sehr viel interessanter sein, als der Versuch "Der Fall Bienlein 2" auszubringen, also ein erneutes Kalter-Kriegs-Drama mit Tintin. Sowas müsste aber in Eigenregie von guten Künstlern ausgehen und bräuchte vermutlich mehrere gute Bände, bis es akzeptiert werden würde.
    Geändert von Molay56 (12.05.2021 um 20:33 Uhr)

  4. #254
    Mitglied Avatar von Markus_1969
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    Ich denke Klassiker, ob nun von Hermann Hesse, Jules Verne, Astrid Lindgren, Wilhelm Busch oder Hergé, werden immer von der breiten Masse gelesen werden, auch wenn das Werk dieser Autoren schon abgeschlossen ist.
    Bei eher mittelmäßigen Werken/Serien (egal ob Roman, Film oder Comic) kann es schon eher passieren, dass diese in der Versenkung verschwinden, wenn kein neues Material nachgeschoben wird – aber bei Tim und Struppi ist diese Sorge wohl unbegründet.

  5. #255
    Mitglied Avatar von MrBlonde
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    Zitat Zitat von Markus_1969 Beitrag anzeigen
    Ich denke Klassiker, ob nun von Hermann Hesse, Jules Verne, Astrid Lindgren, Wilhelm Busch oder Hergé, werden immer von der breiten Masse gelesen werden, auch wenn das Werk dieser Autoren schon abgeschlossen ist.
    Bei eher mittelmäßigen Werken/Serien (egal ob Roman, Film oder Comic) kann es schon eher passieren, dass diese in der Versenkung verschwinden, wenn kein neues Material nachgeschoben wird – aber bei Tim und Struppi ist diese Sorge wohl unbegründet.
    Perfekt gesagt!
    So meinte ich das auch, da ich mir nicht vorstellen kann, dass in 30 Jahren mal jemand sagen würde: "Was ist Tim und Struppi?"
    Geschweige denn nicht mehr gelesen wird.
    Konnte es nur nicht so gut ausdrücken wie du.
    Danke!

  6. #256
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Jetzt auch auf deutsch :
    https://www.nzz.ch/amp/feuilleton/ti...ien-ld.1626091


    Tim und Struppi erkunden die Liebe und lernen Absurdistan kennen

    Romantische Abenteuer sind dem Comichelden zeitlebens verwehrt geblieben.
    Mit ein paar Bildern hat ein Künstler Abhilfe geschaffen – und ist vor Gericht gelandet.
    Was eine Parodie ist, ist in unseren Tagen eine ernste Frage...
    Ein
    Herz
    für Hardcover

  7. #257
    Mitglied Avatar von M.Hulot
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    Was meinst du mit «auf deutsch»? Den Artikel oder eine deutsche Veröffentlichung der Bilder?

  8. #258
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Zitat Zitat von M.Hulot Beitrag anzeigen
    Was meinst du mit «auf deutsch»? Den Artikel oder eine deutsche Veröffentlichung der Bilder?
    Inhalt des Artikel
    Ein
    Herz
    für Hardcover

  9. #259
    Mitglied Avatar von M.Hulot
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    Ach so
    Schade
    http://www.art-marabout.com/herge-hopper/
    Hier zähle ich allerdings nur 22, nicht 24.
    Auf Pinterest gibt's noch ein paar mehr. Aber das tolle aus dem Beitrag nicht.
    Geändert von M.Hulot (22.05.2021 um 12:08 Uhr)

  10. #260
    Mitglied Avatar von Simulacrum
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    die Bilder sind in #233 verlinkt

    PS: Das ist derselbe Link, den M.Hulot dann nach meinem Posting in seinem editierten Posting hinzugefügt hat
    Geändert von Simulacrum (22.05.2021 um 18:30 Uhr)

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