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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wie schreibe ich ein Drehbuch ? etc



luak
09.05.2004, 18:29
Hallo,
ich habe eigentlich schon seit Jahren das Verlangen und die nötigen Ideen ein Drehbuch zu schreiben, eher für eine Serie (Sitcom/Teenie-mäßig a la Dawsons Creek hehe) als für einen Film, für den ich sogar schonmal ein (zugegeben schlechtes hinter einer IMHO guten Idee) Drehbuch fertig hatte.
Ich habe halt schon öfters Sachen geschrieben und damit mir auch fast ohne Ausnahme (einziger Mangel: zu aggressiv/gewagt, oft...mir doch egal lol) durchgehend Lob, gute Noten und Aufforderung bekommen, doch einmal etwas größeres zu versuchen, oder auf das Ziel Journalist oder als Nebenberuf Schriftsteller hinzuzusteuern.
Dann wohl eher Sport-Journalist :D .

Na ja, ich wollte mich einfach mal umhören wie so etwas überhaupt von dannen geht. Wie sieht ein richtiges Drehbuch eigentlich aus, wie kann man einplanen, dass man mit einem Drehbuch genau in die vorgeschriebenen 25 Minuten passt und sind die Chancen, dass es wirklich mal rausgebracht wird wirklich niedriger als dass Alex Voigt das entscheidende Golden Goal bei der WM2006 für Uruguay macht ? ;)
Ach ja, und sollte man es nicht am Besten direkt auf englisch schreiben ?

Wie sehen eigentlich die Berufsaussichten für Journalisten aus.

Danke

happyunau
09.05.2004, 18:33
also, wie drehbücher etwa ausschauen, kannste hier sehen, über den rest kann ich dir leider nichts sagen: http://www.script-o-rama.com/table.shtml

Clint Barton
09.05.2004, 19:05
das Ziel Journalist

:lol2:


Wie sehen eigentlich die Berufsaussichten für Journalisten aus.

Scheisse. Das ist quasi mit das erste, das man im Studium gesagt bekommt.

Ansonsten ist das Thema bestimmt bei Splashbooks bestimmt besser aufgehoben... und ab dafür. :)

luak
09.05.2004, 20:03
Hmm....okay....aber ich verstehe das Gelächter nicht ganz.

@happyuna
Ah ha, danke

Blue Lion
09.05.2004, 20:35
Vielleicht weil das Deutsch in deinem Beitrag schlimmer war als meins wenn ich 3 Wodka und 2 Korn intus habe?!

MST
09.05.2004, 20:37
Wenn Du ernsthaft vor hast ein Drehbuch zu verfassen, kann ich Dir nur das Buch Die Technik des Drehbuchschreibens für Film und Fernsehen von Eugene Vale empfehlen.
Es ist verständlich geschrieben und beinhaltet alle Aspekte des Drehbuchschreibens.

:nuke:Michael:transmet:

L.N. Muhr
09.05.2004, 20:38
@blue: ...dem ist aber nicht so.

luaks deutsch in deisem thread ist so erstmal absolut in ordnung, von ein paar flüchtigkeits- bzw. tippfehlern mal abgesehn.

was man von dir, lion, selbst im nüchternen zustand nicht wirklich behaupten kann. ;)

Clint Barton
09.05.2004, 20:46
aber ich verstehe das Gelächter nicht ganz.

Aufgrund sinkender Werbeschaltungen werden Zeitungen aufgekauft, eingestellt etc. Der Printindustrie geht es so schlecht wie schon lang' nicht mehr - und du willst Journalist (offenbar im Printsektor?) werden? Okeeee...

Ich mit meinem Technikjournalist-Studium hab' wenigstens noch einen Bereich mit Nachfrage gefunden (ist ja auch der einzige Studiengang Deutschlands :engel: ).
Wenn dich der Journalismus wirklich interessiert, solltest du dich mal bei uns an der FH informieren, zumal auch bald wieder der Eignungstest ist.

MST
09.05.2004, 20:56
Ach ja, und sollte man es nicht am Besten direkt auf englisch schreiben ?Naja, IMO kann man in der eigenen Muttersprache am kreativsten sein. Gerade wenn es um Humor geht, der mit Dialogen an das Publikum weitergegeben werden soll, wie es ja in einer Sitcom meistens der Fall ist.

Versuch's erst mal in "good old Germany" bevor Du die USA erobern willst. ;)

:nuke:Michael:transmet:

L.N. Muhr
09.05.2004, 21:04
Aufgrund sinkender Werbeschaltungen werden Zeitungen aufgekauft, eingestellt etc. Der Printindustrie geht es so schlecht wie schon lang' nicht mehr - und du willst Journalist (offenbar im Printsektor?) werden? Okeeee...

da ich journalist bin, kann ich deinen pessimismus so nicht teilen. es ist ja weiss gott nicht so, dass alle in dem sektor auf der strasse hocken.

Koolman
09.05.2004, 21:57
Hm was ich ganz nett fand zum Thema Drehbuch:


Syd Field (und andere Autoren): Drehbuchschreiben für Fernsehen und Film
Erschienen im Econ Verlag
ISBN: 3-548-70085-3

Zum Thema Journalismus: Ich will ja auch eventuell in die Richtung gehen. Im Sommer werd ich jetzt erst einmal eine Woche (eventuell auch länger, mal sehen) Schnupperpraktikum vom Wirtschafts LK bei der größten Salzburger Zeitung machen und dann hoffentlich dabei zumindest mal eine Grundahnung bekommen, ob das wirklich das Richtige für mich ist. Nun ja, mal abwarten, wie es weitergeht.

Clint Barton
09.05.2004, 23:23
da ich journalist bin, kann ich deinen pessimismus so nicht teilen. es ist ja weiss gott nicht so, dass alle in dem sektor auf der strasse hocken.

Du bist aber alteingessessen und bekannt. Denke nicht, daß man den Einstieg heute so einfach schafft wie früher.

L.N. Muhr
10.05.2004, 01:07
junge, was denkst du, wie alt ich bin? :D

ich bin weder alteingesessen noch grossartig bekannt. jedenfalls nicht ausserhalb der comicszene. und die ist so klein, dass bekanntheit keine kunst ist.

ausserdem zählt mein lebenslauf sicher zu den eher ungewöhnlicheren im journalistenmetier... weshalb ich mich als beispiel nicht empfehlen würde. :D aber den einstieg schafft man auch heute noch, wenn man will. es ist nur eben kein typischer nine-to-five-job, den man runterreisst, sondern es ist ein sehr fordernder beruf.

naja, wenigstens am anfang. später kannste dich dann bequem zu einem sesselfurzer entwickeln, der nur noch unbrauchbares material liefert.

Clint Barton
10.05.2004, 01:22
junge, was denkst du, wie alt ich bin?

Warst du das nicht damals, der Wassertor mit aufgedeckt hat? :confused:

Wie gesagt, das war halt das, was uns knallhart gesagt wurde und nicht nur von einem Dozenten, sondern von mheren, u.a. auch Hanni Chill - wobei ich mal davon ausgehen, daß die mehr berüchtigt, denn berühmt ist - was nix daran ändert, daß sie ordentlich Praxiserfahrung hat. :D ).

Es geht einfach darum, daß man sicherlich nicht sonderlich schnell eine Arbeitsstelle findet, eben weil es den Zeitungen (und auch den Zeitschriften) übel geht.

luak
10.05.2004, 13:57
@Blue
Ich war in Zeitnot, konnte mich deswegen nicht immer an die Tastatur halten ;) .

@Clint
Ahhhh ja. Okay, in Marktwirtschaft kenne ich mich zugegebenermaßen nicht wirklich gut aus.

@LNM
Danke schonmal...ich denke ich werde mich trotzdem mal weiterinformieren.

@MST
:D:D:D
DER Durchbruch ist mir doch schon so gut wie sicher :D ; was das Englische angeht..bis auf sehr, sehr wenige Ausnahmen habe ich wirklich absolut gar kein Problem mit der Sprache, bin in ein paar Monaten auch wieder für ein paar Monate drüben in England (Guildford High School; nicht zum ersten Mal).
Aber auf deutsch dürfte es wohl doch besser sein, da es ja im Enddefekt nur Jux ist und maximal in einer Schulaufführung endet (wofür das Englische dann doch besser...mal schauen.).

Kenwilliams
10.05.2004, 14:40
Warst du das nicht damals, der Wassertor mit aufgedeckt hat? :confused:

Aufgedeckt? Unser Ellen? Verursacht meinst du, oder? :D

Clint Barton
10.05.2004, 18:45
Du meinst also, er ist ein Chitauri? :D
Denn sonst jagt er ja nur irgendwelchen Nixen hinterher, als sich mit Politikern abzugeben. ;)

Mick Baxter
10.05.2004, 20:15
Wenn Du ernsthaft vor hast ein Drehbuch zu verfassen, kann ich Dir nur das Buch Die Technik des Drehbuchschreibens für Film und Fernsehen von Eugene Vale empfehlen.
Es ist verständlich geschrieben und beinhaltet alle Aspekte des Drehbuchschreibens.
Für Sitcoms? Hat sich mir so nicht eingeprägt (aber ich hab eh alles sofort wieder vergessen).

MST
11.05.2004, 00:15
Für Sitcoms? Hat sich mir so nicht eingeprägt (aber ich hab eh alles sofort wieder vergessen).Ich habe auch nicht behauptet, dass es für Sitcom speziell geeignet sei. IMO ist es allgemein zum Thema Drehbuch schreiben gut geeignet.

:nuke:Michael:transmet:

Der liebe Mensch
11.05.2004, 17:45
Sitcomfolgen werden angeblich meist mit einer sieben-Akte-Stuktur geschrieben, was das genau heisst wüsste ich aber auch noch gern :)
Dass man aber sowas ohne vernünftige Kontakte an den Mann bringen kann halte ich für mehr als unwahrscheinlich.

Mick Baxter
12.05.2004, 01:51
Wahrscheinlich gibt es sieben Werbeunterbrechungen. ;)

Hannelore Schöbel
15.05.2004, 18:56
Handbcher übers Bücher -oder Drebücherschreiben finde ich doof. Andererseits gibt es wohl einige Werke, da sind so die wichtigsten Erkenntnisse übr Aufbau von Spannungsbögen und Kleinigkeiten, auf die man achten "sollte" drinne beschrieben, aber ein Erfolgsgarant für einen Film ist das wohl nicht, vor allem, weil viele aktuelle Filmemacher ja auch "bewusst" mit solchen Richtlinien brechen und zack, der Film "funktioniert" trotzdem. So sollten, heisst es an einigen Stellen, in den etwa ersten 15 Minuten alle wichtigen Figuren einmal kurz aufgetretn oder erwähnt worden sein, das würde angeblich beim Zuseher sowas wie ein Wiedererkennungsgefühl erzeugen und dann fühlt er sich in dem Film heimeliger. Mag sein, dass das bei solchen Schrottflimen wie Titanic eine Rolle spielt, ansonten halte ich das für überflüssig. Ich achte seither streng darauf und mir ist aufgefallen, dass wohl viele Filmemacher diese Regel beachten, aber manche eben auch nicht. Außerdem ist eine "gute Story" doch oft aus dem Bauch herausgeschrieben und nach solchen Vorgaben konstruiert, sprich nicht-vorhandenes Talent lässt sich auch nicht mit Hinweisen aus Handbüchern wettmachen! Manchmal arbeiten Leute mit Dramaturgen zusammen, wenn sie aus einem Roman einen Film machen wollen. Das ist vielleicht schon eher sinnvoll.

Der liebe Mensch
18.05.2004, 20:18
Handbcher übers Bücher -oder Drebücherschreiben finde ich doof. Andererseits gibt es wohl einige Werke, da sind so die wichtigsten Erkenntnisse übr Aufbau von Spannungsbögen und Kleinigkeiten, auf die man achten "sollte" drinne beschrieben, aber ein Erfolgsgarant für einen Film ist das wohl nicht, vor allem, weil viele aktuelle Filmemacher ja auch "bewusst" mit solchen Richtlinien brechen und zack, der Film "funktioniert" trotzdem.


Um diese Richtlinien zu brechen muss man sie erstmal kennen. Ich würde auch weniger von Richtlinien sprechen, sondern von Beobachtungen die bei guten Filmen gemacht wurden. Filmtheorie ist natürlich (wie bei jeder Kunst) zu keinem Augenblick fertig und praktizierende Filmtheoretiker wie Eisenstein haben sich laufend selbst widersprochen.



So sollten, heisst es an einigen Stellen, in den etwa ersten 15 Minuten alle wichtigen Figuren einmal kurz aufgetretn oder erwähnt worden sein, das würde angeblich beim Zuseher sowas wie ein Wiedererkennungsgefühl erzeugen und dann fühlt er sich in dem Film heimeliger.


Es bewirkt auch dass bei einem späteren Auftauchen der Figure sich der Zuschauer nicht überrumpelt fühlt. Wenn der Held, der den ganzen Film über nach Geld sucht nach zwei Stunden Laufzeit plötzlich seinen zuvor nicht eingeführten reichen Erbonkel auf der Strasse trifft, der ihm einen 10.000 Euro-Schein in die Hand drückt, kommt man sich zu recht ein bisschen veräppelt vor.



Mag sein, dass das bei solchen Schrottflimen wie Titanic eine Rolle spielt, ansonten halte ich das für überflüssig.


Gerade Titanic wird in Büchern übers Drehbuchschreiben als Negativbeispiel angeführt.



Ich achte seither streng darauf und mir ist aufgefallen, dass wohl viele Filmemacher diese Regel beachten, aber manche eben auch nicht.

Natürlich gibt es auch ausgezeichnete Filmemacher die keinen Schimmer von solchen Theorien haben.



Außerdem ist eine "gute Story" doch oft aus dem Bauch herausgeschrieben und nach solchen Vorgaben konstruiert, sprich nicht-vorhandenes Talent lässt sich auch nicht mit Hinweisen aus Handbüchern wettmachen! Manchmal arbeiten Leute mit Dramaturgen zusammen, wenn sie aus einem Roman einen Film machen wollen. Das ist vielleicht schon eher sinnvoll.

Nun ich bin mir sicher, dass die Lehre der Dramaturgie auch in Büchern steht :)

MfG,
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