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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die Preisträger des ICOM Independent Comic Preises



ICOM
26.04.2001, 18:27
Die Preisträger stehen fest, wer gewonnen hat wird hier aber noch nicht verraten.

Mehr bei der Preisverleihung am Samstag bei den 3. Kölner Comictagen.

Zwerchfell-Verlag
27.04.2001, 08:39
:err:

Geier
27.04.2001, 14:14
:heul:

cyqle
28.04.2001, 23:17
So... vorbei, aus und Ende! Hehe... zum Glück war ich vor Ort... schade aber, dass so wenige Preisträger ihre Preise ansich nehmen konnten. Wittek ist zuerst zuspät gekommen, da er noch eine rauchen musste... :crazy: und der Rest... na ja, der Rest "konnte leider nicht kommen"! *g* Tja... soll ich petzen, wer gewonnen hat? ;)

cyqle
28.04.2001, 23:19
@geier: Übrigens... du hast auch gewonnen. :D Für Horst... doch, welchen Preis weiss ich ncith mehr! :(

ICOM
29.04.2001, 05:10
Tja, wenn Du unsere Presseerklärung mitgenommen hättest, wüßtest Du es genau!

Und hier nun für alle, die nicht in Köln waren:

Der Interessenverband Comic e.V. ICOM, der Zusammenschluß deutschsprachiger Comic- Zeichner und -Autoren, verleiht den ICOM Independent Comic Preis jährlich seit 1994, um damit Nachwuchskünstler, aber auch Zeichner, die sich dem Kommerz verwehren und eigene Wege gehen, zu fördern.

Die Preisträger 2001

Kategorie „Bestes Fanzine/bester Independent Comic“

In einer Zeit, in der auch Eigenverlags-Erscheinungen und Erstlings-Projekte optisch mehr wie Produkte von Edel-Verlagen aussehen als die früheren „kopierten Heftchen“, haben es „echte“ Fanzines immer schwerer. Besonders bei Preisen wie diesem, der Fanzines und Independent-Produkte in einer Kategorie führt. Deshalb hat die Jury beschlossen den Preis diesmal zu teilen – ohne damit zukünftige Entscheidungen der Jurys der nächsten Jahre zu präjudizieren. Der Preis ist dotiert mit 2.000 DM, in diesem Jahr also mit 2X1.000 DM.


Der Preis in der Kategorie „Bestes Fanzine“ geht an das Kölner Magazin „Zebra“

Als bestes Fanzine wurde „Zebra“ ausgewählt, das in klassischer Manier die Tradition dieses Genres hochhält und auch mit einer ganzen Reihe von interessanten und gut gezeichneten Stories aufwarten kann. „Zebra“ erhält den Preis nicht für eine aktuelle Ausgabe, sondern für das „Gesamtwerk“. Und außerdem: 15 Ausgaben in 18 Jahren, diese Ausdauer muß man belohnen...


Der Preis in der Kategorie „Bester Independent Comic“ geht an
„Le grand rien“ von Jakob Werth und Thomas Gilke

Vier sehr schöne, stilistisch sehr unterschiedlich, aber qualitativ auf hohem Niveau gleichwertige und darüberhinaus ineinander verschachtelte Geschichten, die im Zusammenhang einen ganz neuen Aspekt entdecken lassen, zeichnen diese Publikation aus. Besonders gefallen hat der Jury auch das „Art Design“ des Albums sowie auch die hohe handwerkliche Qualität. Einfach ein schönes Stück Comic.


In der Kategorie „Bester Comic-Beitrag (Funny)“ geht der Preis an „Horst“ von Geier und Robi
Der Preis ist dotiert mit 500 DM

Horst ist ein Hase. Horst in ein Mann. Und Horst ist immer geil. Mag manchen die letzten zwei Eigenschaften dieser Comic-Figur auch zu bösen Witzeleien („...immer nur das Eine...“) anstacheln – eine Tatsache bleibt unverrückbar: „Horst“ ist ein hervorragend gezeichnetes Comic-Heft, über die Nummern hinweg von gleichbleibender Qualität, das mit witzigen oft skurrilen Geschichten „direkt aus dem Leben“ nicht wenige bittere Wahrheiten über das Leben und die „Ware“ *** am Beginn des neuen Milleniums zu transportieren weiß. Weiters positiv zu bewerten: die eingestreuten One-Pager „Die kleine Seifenoper“ des Schweizers Alex Macartney.


Preisträger in der Kategorie „Bester Comic-Beitrag (Realistisch)“:
„Das Mahl“ von Karsten Schwenzfeier aus „Tremor Comics # 9“. Der Preis ist dotiert mit 500 DM

„Das Mahl“ ist nur eine von vielen hervorragenden Geschichten, die Karsten Schwenzfeier in der Heftserie „Tremor Comics“ publiziert hat. Stilistisch zwischen opulenten Schwarzweißgemälden und harten Tusche-Bildern schwankend, weiß Schwenzfeier mit seinen perfekt komponierten Comic-Seiten auch einiges zu erzählen: In „Das Mahl“ setzt er sich ernsthaft mit dem Krieg im allgemeinen und im besonderen auseinander, in hervorragend gemalten, teilweise atemberaubend schönen Bildern.

Der ICOM verleiht den Preis in der Kategorie „Bestes Szenario“ an
„Wanda Caramba“ (1-3) von Eckart Breitschuh
Der Preis ist dotiert mit 500 DM

Die zum Zeitpunkt der Jurierung noch nicht abgeschlossene Geschichte von „Wanda Caramba“ zeigt klassische Handlungsstränge des Krimis auf und spielt gleichzeitg damit. Interessante Personen, mehrfach verknotete Erzählebenen sowie eine gehörige Portion Humor machen diese Comic-Serie neben der exquisiten Grafik besonders zu einem Triumph des erzählenden Comcis.


Den Sonderpreis für besondere Leistungen oder Comics, die in keine Kategorie passen erhielt die
INC. - Initiative Comic Kunst e.V.
Der Preis ist dotiert mit 500 DM

INC. – seit vielen Jahren das Synonym für unglaubliche Aktionen im Bereich Comic-Kunst. Für immer neue, immer innovative Projekte, die dem Mediem und seiner Repräsentanz nach außen hin auf vielfältige Weise dienlich sind. Neben typischen Vermittlungsaufgaben und kleineren Projekten sind es vor allem die Hamburger Großausstellungen wie „Am Anfang war der Strich“, „Comopoly“, „Ehrlich bilig“ oder „Die 4. Dimension“, die in Erinnerung geblieben sind, ja teilweise sogar rückblickend absoluten Kultstatus in der deutschen Comic-Szene erlangt haben.

Lobenden Erwähnungen

Lobenden Erwähnungen verdienen nach Meinung der Jury

• „Schattenreich“ von Horus
Nur wegen des späteren Erscheinungstermins nicht Sieger einer Kategorie. Geheimtipp für 2001!]

• „Ineinander“ von Dirk Schwieger
Poetischer, sehr stimmungsvoller Entwurf einer längeren Serie

• „Tristitia“ von Andreas ‚Andy‘ Nikisch
Humorvoller Vampir-Comic mit viel Liebe zu alten Horrorklassikern. Gute Running Gags!

• „Grimm 2: Rotkäppchen“ von Breitschuh und Wittek
Ziemlich witzig und intelligent, innovativer und eigentlich wenig verfälschender Umgang mit den alten Grimm-Klassikern. Lehrreich!

• „Gesichter des Todes“ von Tim Posern
Ziemlich lustige und ein wenig morbide Sammlung optisch recht unterschiedlicher Cartoons und Comics.

• Comic-Gruppe Rhein-Ruhr
Jüngste, sehr rührige ICOM-Regionalgruppe. Sie steht nicht nur ICOM-Mitgliedern offen, trifft sich regelmäßig in Essen und macht gemeinsame Projekte.

• Laska Comix
O-Ton der Jury: „Wir können denen nicht schon wieder einen Preis geben! Die Jungs und Mädels haben schon Preise gekriegt, das reicht für Jahre... aber die sind einfach zu gut!“

• „edition brunft“
Rührige Wiener Comc-Edition (Nicolas Mahler, Heinz Wolf) mit Connections über die Grenzen Österreichs hinaus (Schweiz, Frankreich...)

• „Tremor Comics“
Fanzineartige Heftserie mit großem Output und professionellem Erscheinen

• „Alischa“ von Martin Schlierkamp
Hervorragend – läßt auf mehr hoffen!

• „Chez Kiosk“ von Andreas Eikenrath
Funny-Onepager am Kiosk: witzig und origineller Zugang zum Medium

• „Der Fremde“ von Jimmy Stepanoff
Außergewöhnliches Einzelwerk der grafischen Erzählkunst. In seiner Art sicher einzigartig!

• „Wondertüte“ von Atak
Wunderbar vielfältiger und innovativer Umgang mit dem Medium Comic – hohe Qualität!

Geier
29.04.2001, 16:15
:springen:

Gnorf
29.04.2001, 16:28
Schön:D

Mick Baxter
22.05.2003, 02:05
Posting zur Rettung dieses Threads vor der alleszerstörenden Macht der SysOps.