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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Die LINKE



26.11.2008, 19:10
Wie steht ihr zur Partei "Die Linke"? http://die-linke.de/partei/dokumente/programm_der_partei_die_linke_programmatische_eckp unkte/i_gemeinsam_fuer_eine_andere_politik/

Ich befasse mich grad wie man an dem Link bemerken kann mit dem Parteiprogramm.

!HonK!
26.11.2008, 19:36
Die gehen mir langsam mit ihrer Briefkastenwerbung auf die Eier :/ Aller paar Tage den selben populistischen Unsinn lesen, macht mich immer so traurig :(

27.11.2008, 19:26
Wollen die Linken hier im Forum die provozierende Aussage Honks gelten lassen? :ugly:

!HonK!
27.11.2008, 19:34
Original von [email protected]
Wollen die Linken hier im Forum die provozierende Aussage Honks gelten lassen? :ugly:

Die "Linken" hier wählen nicht automatisch auch "Die Linke" ;) :ugly:

Was ist daran provozierend? Wenn eine Partei es nötig hat, wieder rumzukrakehlen, wieviel schlechter es uns doch mit der aktuellen Politik geht und das übliche Steuerzahlerargumentiergefasel losbläst, so ist sie für mich einfach populistisch :/

L.N. Muhr
27.11.2008, 22:51
welche partei redet denn gerade NICHT vom steuerzahler?

populismus ist freilich eine form des WIE, nicht des WAS.

!HonK!
27.11.2008, 23:01
Original von L.N. Muhr
welche partei redet denn gerade NICHT vom steuerzahler?

Die anderen Parteien hab ich wenigstens nicht aller 3 Tage im Briefkasten :ugly: Und ich werde keine Partei wählen, die sowas nötig hat. Gut, die Frage ist dann wen ich wählen würde. Ich find schon was :ugly:

|| Shirin ||
27.11.2008, 23:27
Original von !HonK!

Original von L.N. Muhr
welche partei redet denn gerade NICHT vom steuerzahler?

Die anderen Parteien hab ich wenigstens nicht aller 3 Tage im Briefkasten :ugly: Und ich werde keine Partei wählen, die sowas nötig hat. Gut, die Frage ist dann wen ich wählen würde. Ich find schon was :ugly:

also ungefähr der grund, weshalb die zeugen jehovas nerven und die protestanten (oder sonst wer) nicht, obwohl beide ständig über gott reden? :ugly:
mich nervt die linke bzw die linksjugend auch, denn sie plakatieren alles voll und fordern mich auf, marx zu lesen (http://www.spiegel.de/fotostrecke/fotostrecke-36622.html) :3

das programm, jazz, ist ja furchtbar interessant. sie wollen also...

die gesellschaft solidarisch und konsequent gestalten
vielfalt individueller lebensentwürfe und aufbrechen von traditionellen geschlechterrollen
materielle und soziale sicherung für alle
arbeit und persönlichkeitsentwicklung für alle
die idee der solidarität mit antworten auf neue gesellschaftliche herausforderungen verbinden
soziale gerechtigkeit
die idee des demokratischen sozialismus als zentrale leitvorstellung für die entwicklung politischer ziele (der linken.pds)
Demokratie, Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Internationalismus und Solidarität
Frieden, Bewahrung der Natur und Emanzipation
"eine Gesellschaft, in der die Freiheit des anderen nicht die Grenze, sondern die Bedingung der eigenen Freiheit ist."
umfassende Demokratisierung aller Lebensbereiche
die Verfügungsgewalt über alle Formen des Eigentums sozialen Maßstäben unterordnen.
zurückdrängen und überwinden von profitbestimmter privater verfügung über strukturbestimmte großunternehmen
öffentliches Eigentum als Grundlage demokratischer Politik und Daseinsvorsorge
gesellschaftliche verantwortung für gesundheit, wasser, energieversorung, abfallentsorgung, wohnraum, stadt/land-entwicklung, öfftl nah .- und fernverkehr, allgm kostenfreie bildung, leben im alter, kultur und wissenschaft
neu: ansichten andersdenkender respektieren und stalinismus ablehnen.


aber wie soll das aussehen? solange die linke nicht die mehrheit hat, wird sie eh nicht alles verstaatlichen und/oder enteignen können o_O

28.11.2008, 00:26
Ich denke, dass die Linke in den nächsten Jahren einiges an Zuspruch finden wird. Die Finanzkrise ist nur ein kleiner Schritt in diese Richtung.

Nunja, weil ich über Die Linke diskutieren will heißt das ja nicht gleich, dass ich sie wählen würde, aber ich spiele mit dem Gedanken gebe ich zu, sonst würde ich mich ja nicht damit befassen. =)

Fakt ist... was tun die anderen Parteien 'wirklich' gegen die Umwelt, für die Bildung und Abrüstung? Die schwafeln viel aber tun nichts ob die Linken etwas ändern weis ich nicht, aber sie stehen wenigstens für ihre Ideale ein und blicken nicht nur auf den nächsten Wahlkampf. Wir sind unseren Kindern und deren Kindern schuldig ihnen eine gute Natur zu erhalten.

Interessant an dem Wahlkonzept ist die Ablehnung des Stalinismus ;]

|| Shirin ||
28.11.2008, 00:29
Original von [email protected]
Ich denke, dass die Linke in den nächsten Jahren einiges an Zuspruch finden wird. Die Finanzkrise ist nur ein kleiner Schritt in diese Richtung.

Nunja, weil ich über Die Linke diskutieren will heißt das ja nicht gleich, dass ich sie wählen würde, aber ich spiele mit dem Gedanken gebe ich zu, sonst würde ich mich ja nicht damit befassen. =)

Fakt ist... was tun die anderen Parteien 'wirklich' gegen die Umwelt, für die Bildung und Abrüstung? Die schwafeln viel aber tun nichts ob die Linken etwas ändern weis ich nicht, aber sie stehen wenigstens für ihre Ideale ein und blicken nicht nur auf den nächsten Wahlkampf.

Interessant an dem Wahlkonzept ist die Ablehnung des Stalinismus ;]

hihi.

ich habe ja, wie gesagt, eher das gefühl, dass die linke schwafelt. und...stalinismus wird ihnen wohl vorgeworfen. da muss man sich halt distanzieren :,D mit wahlsprüchen wie "wählt uns! wählt stalin!" gewinnt man halt kaum einen mehr.

28.11.2008, 00:40
Es geht mir eher darum ob die Linke etwas ändern kann, die anderen Parteien können es offensichtlich nicht. :ugly:

edit: Im Übrigen solltest du dir die kritische Frage stellen wie weit dein Zitat richtig ist. [ My objections to Marx are of two sorts: one, that he was muddle-headed; and the other, that his thinking was almost entirely inspired by hatred. ]
Betrand Russell
Russel stammte aus einer reichen Aristokraten Familie, da kann man leicht davon reden, dass Marx ein hass besessener Wirrkopf war. ;]

Sicher war er intelligent. Sicher Pazifist. Sicher Nobelpreisträger. Aber er stammte nicht aus der ärmeren Schicht. Er hat nie erlebt, wie es sich anfühlt zu hungern. Marx hat sich gefragt ob es gerecht ist und eben die Frage stelle ich mir persönlich auch, ohne jedoch explizit Stellung zu nehmen.

|| Shirin ||
28.11.2008, 01:03
andersrum: man muss kein marxanhänger sein, nur weil man nicht reich oder aristokrat ist. genau genommen ist marx doch gerade bei den kindern der oberen mittelschicht super populär und angesagt. zurück zur linken.

wie meinst du denn, dass die linke was ändert? sie redet zwar davon, dass sie sämtliche missstände dieses landes - wenn nicht sogar der ganzen welt! - lösen will, aber ich sehe hier keinen ansatz. wo will sie anfangen? was soll konkret als nächstes getan werden um z.b. jedem menschen arbeit zu geben? so ist das programm nur ne ansammlung von parolen, die selbst ich hinkriegen würde.

"Ich, shirin vom cilf, will, dass jeder mensch ein super leben hat und sich individuell nach seinen wünschen entfalten kann, solange es keinem anderen schadet! wählt mich! stalin find ich mittlerweile auch nicht mehr knorke!"

L.N. Muhr
28.11.2008, 13:25
Original von [email protected]
edit: Im Übrigen solltest du dir die kritische Frage stellen wie weit dein Zitat richtig ist. [ My objections to Marx are of two sorts: one, that he was muddle-headed; and the other, that his thinking was almost entirely inspired by hatred. ]
Betrand Russell
Russel stammte aus einer reichen Aristokraten Familie, da kann man leicht davon reden, dass Marx ein hass besessener Wirrkopf war. ;]

also das zitat ist sicher richtig - das hat olle bertrand vermutlich genau so gesagt. *hihi*

und was war eigentlich friedrich engels? hmm ... :D

28.11.2008, 13:37
Meinte nicht ob das Zitat stimmt, sondern den Inhalt. :ugly:

Tifa
28.11.2008, 13:52
Original von || Shirin ||


"Ich, shirin vom cilf, will, dass jeder mensch ein super leben hat und sich individuell nach seinen wünschen entfalten kann, solange es keinem anderen schadet! wählt mich! stalin find ich mittlerweile auch nicht mehr knorke!"

also du hast mich jetzt schon überzeugt : D meine stimme hast du sicher :ugly: :ugly:

@Jazz:
wie kommst du denn darauf, dass die Linke 'etwas ändern kann', andere parteien dagegen nicht?inweifern unterscheidet sich die Linke da von anderen parteien? es ist ja nun kein geheimnis dass alle wahlprogramme super nett klingen.

Slay51
28.11.2008, 19:38
Utopische Vorstellungen und leider nicht umsetzbar..

lil-kit
28.11.2008, 23:53
Original von Slay51
Utopische Vorstellungen und leider nicht umsetzbar..

Wow, so viel Inhalt und Begründungen habe ich selten gelesen in einem Thread :roll:

@Shirin
Wahrscheinlich weil diese in der BRD noch nie Regierungsluft schnuppern durfte? O_o (Anders könnte ich es mir auch nicht erklären)

29.11.2008, 02:31
Ja das steht in den Geschichtsbüchern 9 Klasse. 1 Seite Karl Marx und Nennung seiner Schrift das Kommunistische Manifest. Das ganze wird dann zusammengefasst mit Utopie, aber in wie fern genau das stimmt erklärt niemand in den tollen Schulbüchern. ( Anderes Beispiel, erster BND Vorsitzender war ein Nazi General der Hitler Armee gegen die Sowjets. Ernannt wurde er vom CIA, da der BND eine deutsche Tochterorganisation ist; steht auch nirgendwo)

Die anderen Parteien ändern offensichtlich nichts, weshalb Parteien wählen die nichts machen? :ugly: Die Linke hat im Sozialismus ein politisches Konzept und das soziale wird ja inzwischen immer weniger beachtet, also tendiere ich dahin.

!HonK!
29.11.2008, 11:11
Original von [email protected]
Ja das steht in den Geschichtsbüchern 9 Klasse. 1 Seite Karl Marx und Nennung seiner Schrift das Kommunistische Manifest. Das ganze wird dann zusammengefasst mit Utopie, aber in wie fern genau das stimmt erklärt niemand in den tollen Schulbüchern.

Also bei uns wurde das damals durchdiskutiert. Im Grunde war eben die Begründung, dass der Mensch als solcher materialistische Bestrebungen hat, die der Kommunistischen Idee zuwiderlaufen.

Ehemaliger User 367
29.11.2008, 11:14
Wir haben aus der Geschichte gelernt: Respekt vor den Ansichten Andersdenkender ist Voraussetzung von Befreiung.

Hammer. Das klingt so als würden sie eigentlich voll drauf scheißen, aber aus der Vergangenheit haben sie gelernt, dass man den Leuten Respekt zeigen muss, um sie bei der Stange zu halten.
:tup:

Slay51
29.11.2008, 11:26
Original von lilija-chan

Original von Slay51
Utopische Vorstellungen und leider nicht umsetzbar..

Wow, so viel Inhalt und Begründungen habe ich selten gelesen in einem Thread :roll:

@Shirin
Wahrscheinlich weil diese in der BRD noch nie Regierungsluft schnuppern durfte? O_o (Anders könnte ich es mir auch nicht erklären)

Ja, hab dich auch lieb :)

Slay51
29.11.2008, 11:27
Original von [email protected]
Die Linke hat im Sozialismus ein politisches Konzept und das soziale wird ja inzwischen immer weniger beachtet, also tendiere ich dahin.

Jup, so geht es mir auch.

Yllana
29.11.2008, 14:56
Original von [email protected]
Die Linke hat im Sozialismus ein politisches Konzept und das soziale wird ja inzwischen immer weniger beachtet, also tendiere ich dahin.

irgendwie kapiere ich nicht, was du damit meinst. Meinst du damit, die anderen Parteien hätten überhaupt kein politisches Konzept, oder wie?
und ehrlich, so wie die Linken rumtönen, was an der Gesellschaft falsch läuft und was sie alles daran ändern würden, gehen sie mir einfach nur auf den Keks.
Ich hab mit gewissen politischen und wirtschaftlichen Dingen in unserem Land meine Probleme, aber im Allgemeinen bin ich so zufrieden, dass ich mich nicht der Linken an den Hals werfen würde...

29.11.2008, 15:15
Hammer. Das klingt so als würden sie eigentlich voll drauf scheißen, aber aus der Vergangenheit haben sie gelernt, dass man den Leuten Respekt zeigen muss, um sie bei der Stange zu halten.

Macht die Bundesregierung das? Äußere dich in der Öffentlichkeit kritisch zum Staat und du bist Demagoge oder was weis ich, aber kurz darauf steht der Verfassungsschutz vor der Tür. Man darf sich unter jeder Herrschaft nur so kritisch äußern, wie die Herrschaft nicht ernsthaft kritisiert wird.

Beim CCC ( Chaos Computer Club ) wurden schon öfter Leute vom Verfassungsschutz beobachtet bzw. vermutlich auch abgehört. Einer glaube ich, weil er den Einsatz von Wahlcomputern fraglich fand, da man diese ohne Weiteres manipulieren kann. Das war dann der Grund, dass er im Fadenkreuz des Staates stand. :engel:



Shirin, wie stehst du denn zu imperialen Kriegen, die immernoch geführt werden? Es gibt im Augenblick ca. fast 300 Kriege weltweit, täglich sterben Tausende an den Folgen der Kriege ( unschuldige ) und Menschen verhungern. Ich denke schon, dass ein demokratischer Sozialismus eine Alternativlösung ist und dabei gehts eben auch nicht um Perfektion, sondern um eine Möglichkeit unter vielen. In wie weit ich damit übereinstimme weis ich im Moment aber nicht.




Also bei uns wurde das damals durchdiskutiert. Im Grunde war eben die Begründung, dass der Mensch als solcher materialistische Bestrebungen hat, die der Kommunistischen Idee zuwiderlaufen.

Gut, ich bin auch noch Realschüler von daher. :D
Aber dennoch ist die Erklärung etwas fraglich. Wenn irgendwelche Indianerstämme keinen solchen Materialismus haben wie wir im Kapitalismus, wie ist das zu erklären, wenn es eine natürlich-materialistische Basis gäbe?
Also ist die Kapitalistische Schulbucherklärung keine richtige. Ich denke die meisten Menschen akzeptieren das, weil es ihnen zu langwierig ist darüber nachzudenken ob es stimmt oder nicht, sie stellen nichts in Frage.

Yllana
29.11.2008, 16:07
Indianerstämme haben in der Regel auch Privateigentum (an Waffen, Arbeitsgeräten und auch Konsumgegenständen), sie haben also auch Materialismus, nur ist es eben bei deren Gesellschaftssystem mit kleinen Stämmen so ziemlich unmöglich, dass sich daraus so etwas wie eine kapitalistische Wirtschaftsordnung entwickelt.
Und was hat demokratischer Sozialismus mit Kriegen zu tun? Ein Staat kann immer Krieg führen, ob er jetzt demokratisch, diktatorisch, kommunistisch, sozialistisch, kapitalistisch, merkantilistisch oder sonst was ist. Das hat nicht das Geringste mit dem politischen System zu tun. Staaten jeder Art haben schon Kriege geführt und werden es vermutlich auch immer tun. Das kann man nicht auf die gesellschaftliche Ordnung zurückführen, denke ich.

29.11.2008, 16:34
Indianerstämme haben in der Regel auch Privateigentum (an Waffen, Arbeitsgeräten und auch Konsumgegenständen), sie haben also auch Materialismus, nur ist es eben bei deren Gesellschaftssystem mit kleinen Stämmen so ziemlich unmöglich, dass sich daraus so etwas wie eine kapitalistische Wirtschaftsordnung entwickelt.

Das sagte ich ja.
hier:

Wenn irgendwelche Indianerstämme keinen solchen Materialismus haben wie wir im Kapitalismus, wie ist das zu erklären



Ein Staat kann immer Krieg führen, ob er jetzt demokratisch, diktatorisch, kommunistisch, sozialistisch, kapitalistisch, merkantilistisch oder sonst was ist. Das hat nicht das Geringste mit dem politischen System zu tun.

Imperialistische Kriege werden geführt, um hegemoniale Bestrebungen durchzusetzen und das hat durchaus etwas mit der herrschenden Klasse zu tun und deren Politk. Aber auch mit der Wirtschaft. Der Kapitalismus schafft Abhängigkeiten und wenn eine Weltmacht wie die USA nicht in eine zu große finanzielle - wirtschaftliche - Abhängigkeit zu anderen Staaten geraden will, muss sie Krieg führen, um diese Ziele durchzusetzen. In einem sozialistischem System ist das anders, weil der radikale Kapitalismus durch eine andere wirtschaftsform ersetzt wird. Also Sozialismus ist mitunter pazifistisch orientiert und antimilitaristisch.

Näher ins Detail möchte ich jetzt auch nicht gehen. Habe nicht soviel Zeit und am Ende will ich mich auch nicht irgend einen Müll schreiben, bin kein Politikfachmann.

Wenn man von vornherein davon ausginge, dass ein Alternativsystem nicht funktionierte, dann würde es noch heute kein Bürgertum geben. Also Verbesserungen und geistige Errungenschaften, im politischen Feld sind möglich.

edit: hier noch etwas


Imperialismus im Sinne einer Weltreichsbildung gab es in der Geschichte immer wieder. Seit der letzten Drittel des 19. Jh. betreiben die europäischen Mächte und die USA systematische eine imperialistische Politik. Dieser sog. "moderne Imperialismus" ist eine Erscheinungsform der modernen Industriegesellschaft.


Zu unterscheiden sind zwei Typen imperialistischer Herrschaft, die aber beide darauf ausgehen, auf Dauer eine Herrschaft über eine fremde Gesellschaft zu errichten.


Der zweite Typus errichtet eine direkte oder formelle Herrschaft (formal empire), d.h. er erstrebt die Herrschaft über ein fremdes Gebiet, das militärisch besetzt und vom sog. "Mutterland" verwaltet wird. Es weht die Flagge der neuen, beherrschenden Macht. In diesem Falle spricht man von Kolonialismus, die beherrschten Gebiete heißen Kolonien.




Mittel imperialistischer Politik sind z.B. das Ausnutzen der Verschuldung fremder Staaten, die Gewährung von Krediten, die Entsendung von Militärberatern und die Lieferung von Militärgütern, Missionstätigkeit, die Lieferung von Nahrungsmitteln gegen Bedingungen, die Lieferung von hochtechnisierten Gütern, auf deren Ersatzteile man angewiesen ist, usw. Diese Mittel sind aber nur dann imperialistisch, wenn sie zum Zwecke der Beherrschung fremder Staaten eingesetzt werden.

http://www.wcurrlin.de/links/basiswissen/basiswissen_imperialismus.htm

29.11.2008, 16:56
Zu unterscheiden sind zwei Typen imperialistischer Herrschaft, die aber beide darauf ausgehen, auf Dauer eine Herrschaft über eine fremde Gesellschaft zu errichten.

Der erste Typus errichtet eine indirekte Herrschaft (informal empire), d.h. er erstrebt keine Territorialherrschaft über fremde Gebiete, sondern v.a. eine effektive Kontrolle der fremden Wirtschaft. Diese wird an den eigenen Interessen ausgerichtet und das fremde Land ist gezwungen sich auch politische Vorschriften machen zu lassen.

Der zweite Typus errichtet eine direkte oder formelle Herrschaft (formal empire), d.h. er erstrebt die Herrschaft über ein fremdes Gebiet, das militärisch besetzt und vom sog. "Mutterland" verwaltet wird. Es weht die Flagge der neuen, beherrschenden Macht. In diesem Falle spricht man von Kolonialismus, die beherrschten Gebiete heißen Kolonien.

Ehemaliger User 367
29.11.2008, 18:27
Macht die Bundesregierung das? Äußere dich in der Öffentlichkeit kritisch zum Staat und du bist Demagoge oder was weis ich, aber kurz darauf steht der Verfassungsschutz vor der Tür. Man darf sich unter jeder Herrschaft nur so kritisch äußern, wie die Herrschaft nicht ernsthaft kritisiert wird.

Dieser staat kann und wird von allen Seiten kritisiert. (Dass daraus oft nichts resultiert ist ein anderes Thema)
Bei schärferen Gegensätzen wird dann öfter mal von einzelnen Politikern (die nicht für die ganze Regierung stehen) mit Wörtern wie Demagoge um sich geworfen, aber das ist doch klar. Seinen Standpunkt gegenüber einem anderen durchsetzen IST Politik. Das wäre im Sozialismus nicht anders. Mit Respekt vor anderen Meinungen kann nur gemeint sein, dass man sie a) toleriert und b) sie nicht von vornherein und immer für falsch erklärt.

L.N. Muhr
29.11.2008, 22:59
Original von [email protected]
Macht die Bundesregierung das? Äußere dich in der Öffentlichkeit kritisch zum Staat und du bist Demagoge oder was weis ich, aber kurz darauf steht der Verfassungsschutz vor der Tür.

diese äusserung zeigt mir nur, dass du noch nie wirklich kritik geäußert hast.

Yllana
29.11.2008, 23:06
@Jazz: mir ist schon klar, dass imperialistische Kriege etwas mit Wirtschaft zu tun haben, aber wie gesagt, das ist nur eine Form des Krieges und es gibt bzw gab genug Staaten, deren Systeme nicht "kapitalistisch" waren und die trotzdem Kriege geführt haben. Naja und dass Sozialismus so pazifistisch sein soll, scheint mir auch etwas weit hergeholt. Ich weiß, es wird hier nicht gerne gesehen, wenn man Sozialismus mit dem Mist gleichsetzt, den ua Stalin und Mao verzapft haben, aber selbst Marx fordert ja immer Klassenkampf usw. In meine Augen ist das nicht pazifistisch.

30.11.2008, 00:00
diese äusserung zeigt mir nur, dass du noch nie wirklich kritik geäußert hast.

?




@Jazz: mir ist schon klar, dass imperialistische Kriege etwas mit Wirtschaft zu tun haben, aber wie gesagt, das ist nur eine Form des Krieges und es gibt bzw gab genug Staaten, deren Systeme nicht "kapitalistisch" waren und die trotzdem Kriege geführt haben. Naja und dass Sozialismus so pazifistisch sein soll, scheint mir auch etwas weit hergeholt. Ich weiß, es wird hier nicht gerne gesehen, wenn man Sozialismus mit dem Mist gleichsetzt, den ua Stalin und Mao verzapft haben, aber selbst Marx fordert ja immer Klassenkampf usw. In meine Augen ist das nicht pazifistisch.

Klassenkampf. Ich bin kein Fachmann wie gesagt, aber es geht um die Etablierung des sozialistischen Systems, dass kann demokratisch aber auch gewaltsam herbeigeführt werden. Der Begriff des Kampfes muss ja nicht kriegerisch sein, es kann auch eine geistiger Krieg der Systeme gemeint sein.

Nunja, Stalins Sowjetunion war kapitalistisch und nicht sozialistisch und auch alles andere als demokratisch-pazifistisch. Also genau das Gegenteil einer Partei, die ich unterstützen würde. Inwieweit die Linke stalinistisch ist kann man so nicht sagen, aber im Parteiprogramm steht, dass sie antistalinistisch sind. Soetwas kann natürlich jeder behaupten, weshalb ich die Partei längere Zeit kritisch im Auge behalten werde.

!HonK!
30.11.2008, 00:26
Original von [email protected]

diese äusserung zeigt mir nur, dass du noch nie wirklich kritik geäußert hast.

?

Ich glaube er will dir damit sagen, dass der Staat in dem du lebst nicht so radikal gegen "Andersdenkende" vorgeht, wie du dir das vorstellst. Womit er Recht hätte. Der Staat geht nur effektiv gegen einen vor, wenn man tätlich (!) gegen die "demokratische Grundordnung" agiert. Das heisst, sofern du keine volksverhetzenden Reden schwingst, oder sonstige Sachen die, zu Recht, verboten sind, hat gerade der Verfassungsschutz andere Sorgen :>

30.11.2008, 12:09
Dann kennt er offensichtlich nicht so manche Geschichten von CCC'lern die eben doch den Verfassungsschutz am Hals hatten, weil sie öffentlich die Wahlcomputer kritisiert hatten. Und in der Grundordnung steht bekanntlich, dass man das darf und Volksaufhetzung gab es von der Seite des CCC - ganz klar - nicht.


Das heisst, sofern du keine volksverhetzenden Reden schwingst, oder sonstige Sachen die, zu Recht, verboten sind, hat gerade der Verfassungsschutz andere Sorgen :>

Also bitte, dass haben diverse Leute vom CCC nicht, weil sie völlig andere Interessen haben, als Leute aufzuhetzen. Wahlcomputer kann man, dass wurde vom CCC bewiesen, manipulieren. Und damit steht ein Wahlcomputer der 'freiheitlichen Grundordnung' entgegen. Wenn man als Bürger soetwas kritisiert, ist es dann gerechtfertigt, wenn der Verfassungsschutz vor der Tür steht?


Ich glaube er will dir damit sagen, dass der Staat in dem du lebst nicht so radikal gegen "Andersdenkende" vorgeht, wie du dir das vorstellst.

ich habe nie behauptet, dass er radikal gegen Andersdenkende vorgeht. ;)
Man sollte nicht alles in meine Aussagen hineininterpretieren. Der Staat geht aber gegen Leute vor, die seine Politik ernsthaft kritisieren und zudem auf intelligente Weise. Die Methoden sind weitaus subtiler.

Wenn ich dich kritisieren müsste... deine Aussagen gegenüber dem Staat und der Grundordnung kamen mir etwas stark verschönigend vor.

Ehemaliger User 367
30.11.2008, 12:21
Gibt es denn auch einen Artikel über die Probleme des CCC mit dem Verfassungsschutz?
Oder wurden die aus dem net gelöscht? :> Weil ich hab auf die schnelle grad nix gesehen

30.11.2008, 15:13
Kann mal einen Podcast suchen in dem unteranderem über Wahlcomputer diskutiert wurde und ihn hier verlinken. ;] Wird aber noch eine Weile dauern, weil ich für eine Deutsch Arbeit ein bisschen was üben muss.

L.N. Muhr
30.11.2008, 16:29
Original von [email protected]

diese äusserung zeigt mir nur, dass du noch nie wirklich kritik geäußert hast.

?

nun, kritik am staat wird jeden tag in diesem land geäußert. und glaub mir: da steht nicht sofort der VS vor der tür.

es ist nichts weiter als ein billiges klischee, das du da verbreitest, und da du es verbreitest, kann es eigentlich nur sein, dass du noch nie kritik geäußert hast, da du ja sonst die erfahrung hättest machen müssen, dass der VS NICHT deswegen vor deiner tür stand.

logik, watson, simple logik.





Nunja, Stalins Sowjetunion war kapitalistisch

äh ... nein.

30.11.2008, 16:34
Es mag sein, dass nicht in jedem Fall der Verfassungsschutz vor der Tür steht.

Extreme Industrialisierung ist kein Kapitalismus? Das wär mir neu.

L.N. Muhr
30.11.2008, 16:50
Original von [email protected]
Es mag sein, dass nicht in jedem Fall der Verfassungsschutz vor der Tür steht.

eben. hast du aber oben so behauptet. genau genommen steht in den wenigsten fällen der VS vor der tür, schon weil die gar nicht so viel personal haben.


Extreme Industrialisierung ist kein Kapitalismus? Das wär mir neu.

äh ... du weisst aber schon, was kapitalismus bedeutet?

"Unter Kapitalismus wird eine Wirtschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum und Marktwirtschaft beruht. "

und jetzt zeig mir das mal in der sowjetunion, in der das privateigentum zeitweise tabu war und in der gnadenlos verstaatlicht wurde und in der keine markt-, sondern eine planwirtschaft existierte.

machst du dich eigentlich wirklich nie schlau, ehe du sowas postest?

|| Shirin ||
30.11.2008, 18:45
Shirin, wie stehst du denn zu imperialen Kriegen, die immernoch geführt werden? Es gibt im Augenblick ca. fast 300 Kriege weltweit, täglich sterben Tausende an den Folgen der Kriege ( unschuldige ) und Menschen verhungern. Ich denke schon, dass ein demokratischer Sozialismus eine Alternativlösung ist und dabei gehts eben auch nicht um Perfektion, sondern um eine Möglichkeit unter vielen. In wie weit ich damit übereinstimme weis ich im Moment aber nicht.

huch? DIE LINKE (großgeschrieben weil partei) kritisieren bedeutet, kriege toll zu finden? deine ausdrucksweise ist übrigens mehr als missverständlich...
es gibt sehr viel mehr kriegstypen als den imperialistischen.
das verbreiten von sozialistischer ideologie mit militärischen maßnahmen als weltrevolution ist im übrigen auch nicht pazifistisch.

industrie:
Lenin schrieb: „Die einzige materielle Grundlage für den Sozialismus kann nur die maschinelle Großindustrie sein, die imstande ist, auch die Landwirtschaft zu reorganisieren.“
http://politische-oekonomie.org/Lehrbuch/kapitel_25.htm

01.12.2008, 17:13
Mir ist bewusst, dass die Linke großgeschrieben wird, aber ich mache gerne einen auf Stefan George und lasse das weg. Ich denke für ein Forum ist Nominalisierung nicht wichtig oder bestehst du darauf? ^^

kritisieren bedeutet, kriege toll zu finden? deine ausdrucksweise ist übrigens mehr als missverständlich...

Deine ist noch missverständlicher, weil ich das nie gesagt habe. =) Selbstverständlich hast du das missverstanden, weil du es dir eingebildet hast.


es gibt sehr viel mehr kriegstypen als den imperialistischen.

Ach, ich höre? Wenn du schon auf neunmal klug machst, dann kann ich ja mal hinterfragen.

Natürlich gibt es verschiedene Gründe Krieg zu führen, aber ich sprach auch nie davon, dass es nur imperialistische gibt. ;]

Du meinst sicher Befreiungskriege usw.

Nur im Zusammenspiel mit dem kapitalistischen System ist die 'immerwährende' Weiterführung des Imperialismus eine Notwendigkeit.
Da es momentan keinerlei Wert für dieses Thema hat, welche weiteren Formen des Krieges es gibt habe ich es auch nicht erwähnt. Du musst mir also nichts vorwerfen, was belanglos ist.


das verbreiten von sozialistischer ideologie mit militärischen maßnahmen als weltrevolution ist im übrigen auch nicht pazifistisch.

Du sprachst von verschiedenen Formen des Krieges. So gibt es aber auch verschiedene Formen der Revolution, die nicht unbedingt gewaltsam sein müssen. Sozialismus kann auch demokratisch herbeigeführt werden.

Zum anderen hätte eine Weltrevolution das Ziel 'des letzten Kampfes' - der des Sozialismus - und anschließenden Pazifismus zum Ziel. Da im Augenblick - und die gesamten Jahrhunderte zuvor - Kriege geführt wurden ( im Augenblick ca. 300 ) ist die Übermoralisierende Verurteilung von Revolution sehr mager.

Der hervorgehobene Text sollte nicht verdeutlichen, dass ich für eine solche Revolution bin. ( Ich schreib es lieber bevor mir wieder etwas falsches vorgeworfen wird ) Aber man kann die revolutionäre Gewalt moralisch durchaus dem Kapitalismus entgegensetzen. Und ich glaube da steht - bezogen auf die Dauer und dem Zeitvorsprung - der Kapitalismus schlechter da. :ugly:


industrie:
Lenin schrieb: „Die einzige materielle Grundlage für den Sozialismus kann nur die maschinelle Großindustrie sein, die imstande ist, auch die Landwirtschaft zu reorganisieren.“

Aussage? Du solltest neben Zitaten bitte auch noch etwas dazu sagen, damit ich den Zusammenhang verstehe. :tup:


"Unter Kapitalismus wird eine Wirtschaftsordnung verstanden, die auf Privateigentum und Marktwirtschaft beruht. "

Gut, ich schrieb dem Kapitalismus noch andere Kriterien zu, die ich in der Sowjetunion eben auch wiedererkennen kann, dann habe ich mich wohl vertan oder zuviel interpretiert. Tja man lernt nie aus. :bigt:


machst du dich eigentlich wirklich nie schlau, ehe du sowas postest?

Willst du mich rhetorisch denunzieren? Pauschalvorwürfe solltest du lieber mal ablegen, weil die keinerlei Wert für eine Diskussion besitzen. Das kann man sicher nicht auf alle meine Aussagen beziehen. Nehme mir auchmal das Recht heraus zu sagen, dass ich mehr Hintergrundwissen habe, als die ein oder anderen.

L.N. Muhr
01.12.2008, 17:41
Original von [email protected]
Gut, ich schrieb dem Kapitalismus noch andere Kriterien zu

nicht "auch". sondern grundlegend andere.


Willst du mich rhetorisch denunzieren?

hm ... nein. nicht nötig.

|| Shirin ||
01.12.2008, 21:30
jazz: so wie du dich ausgedrückt hast, schien es mir, als würdest du die ursache der meisten kriege in imerialistischen motiven sehen. das ist einfach nicht wahr. konflikte unserer zeit entstehen meist wegen der ressourcen (vor allem wasser) oder sind machtkämpfe. da du das thema krieg hier reingebracht hast, finde ich es wichtig, das klarzustellen.

einen solchen sozialismus halte ich schlicht für sozialdemokratie. revolutionär kann man sie nicht nennen.

das zitat bezog sich offensichtlich darauf, dass du meintest, die industralisierung sei ein grundbaustein des kapitalismus. ich habe das ganze schlicht unter der "überschrift" industrie zitiert, weil ich annahm, dass du eins und eins zusammenzählen kannst.


_______

was haltet ihr eigentlich von sodann? räumt ihr ihm chancen gegen köhler ein? (:>)

03.01.2009, 22:53
konflikte unserer zeit entstehen meist wegen der ressourcen (vor allem wasser) oder sind machtkämpfe. da du das thema krieg hier reingebracht hast, finde ich es wichtig, das klarzustellen.

Sowas nennt man dann wohl Wirtschaftsimperialismus. Wenn du schon Verbesserungen anbringst, dann bitte nur, wenn sie wesentlich sind.


einen solchen sozialismus halte ich schlicht für sozialdemokratie. revolutionär kann man sie nicht nennen.

Kommt drauf an. Lasalle war wohl auch noch revolutionär, erst nach Teilung der Arbeiterbewegung kann man von einer etwas festgefahrenen SPD sprechen. Demokratie ist letztlich das Ziel des Sozialismus/Kommunismus. Ob dieses erreicht wird ist eine Frage der Perspektive. Fakt ist, dass eine Revolution zwangsläufig kommen wird, dann werden wir es sehen.

Henne
04.01.2009, 14:29
Original von [email protected]


Kommt drauf an. Lasalle war wohl auch noch revolutionär, erst nach Teilung der Arbeiterbewegung kann man von einer etwas festgefahrenen SPD sprechen. Demokratie ist letztlich das Ziel des Sozialismus/Kommunismus. Ob dieses erreicht wird ist eine Frage der Perspektive. Fakt ist, dass eine Revolution zwangsläufig kommen wird, dann werden wir es sehen.

Marx lesen. Demokratie im Sinne einer parlamentarischen, repräsentativen Demokratie, im Rahmen des bürgerlichen Nationalstaates, wie wir es heute kennen, ist nicht das Ziel von Sozialismus/Kommunismus.

imported_Schnitzel
11.01.2009, 11:09
Original von [email protected]
In einem sozialistischem System ist das anders, weil der radikale Kapitalismus durch eine andere wirtschaftsform ersetzt wird. Also Sozialismus ist mitunter pazifistisch orientiert und antimilitaristisch.




Liegt schon etwas länger zurück, muss ich aber trotzdem etwas dazu sagen: Redest du von der Theorie und der Praktischen Form des gelebten Sozialismus. Wenn du die akuten Staaten nämlich meinst: China, Nordkorea. Wo bitte wären die mehr Pazifisten oder eniger Militärisch als Kapitalisten?! Natürlich führten besagte Staaten keine Angriffskrieg aus Wirtschaftlichen Intresse (Obgleich ich mich nicht darauf verlassen wollte) aber sicherlich aus Idologischen Gründen. Sie hier Koreakrieg. o.o

Sozialismus mag in der Theorie ganz nett sein wird aber in der Praxsis nie funktonieren da Menschen "Klassen" und "Status" wollen. Kein Schwein will gleichberechtigung auf dieser Welt

Umino Gurio
12.01.2009, 22:56
Falsch. Gleichberechtigung wollen die meisten. Gleichschaltung will keiner.

imported_Schnitzel
03.07.2009, 09:28
Original von Zyklotrop
Falsch. Gleichberechtigung wollen die meisten. Gleichschaltung will keiner.

Was der gemeine Volk will Interssiert "die" aber nicht. So lange es die Menschheit gibt, gab/gibt es Soziale Unterteilungen ob diese nun gewollt sind oder nicht. Früher war es "Gottgewollt" Leibeigener zu sein, heute hindern Geld/Einfluss der mächtigen die, also dich und mich daran in gewisse Gesellschaftliche Kreise aufzusteigen, oder glaubst du ernsthaft du könntest, wenn du es den wolltest, Top Manager werden? :wiry:

Und wir haben heute schon eine große Gesellschaftliche Freiheit die uns zumindest "Theoretisch" alle Türen öffnet. Und das ist doch auch schon was, oder? Nur ist die frage ob das überhaupt gut ist, das man heute eigenverantwortlich Leben kann. Viel wollen oder können das gar nicht...

L.N. Muhr
06.07.2009, 12:59
Original von baka

Original von Zyklotrop
Falsch. Gleichberechtigung wollen die meisten. Gleichschaltung will keiner.

Was der gemeine Volk will Interssiert "die" aber nicht. So lange es die Menschheit gibt, gab/gibt es Soziale Unterteilungen ob diese nun gewollt sind oder nicht. Früher war es "Gottgewollt" Leibeigener zu sein, heute hindern Geld/Einfluss der mächtigen die, also dich und mich daran in gewisse Gesellschaftliche Kreise aufzusteigen, oder glaubst du ernsthaft du könntest, wenn du es den wolltest, Top Manager werden? :wiry:

also eigentlich stört dich an der sozialen ungleichheit nur, dass du selbst nicht chef bist, richtig?

die ungleichheit an sich findest du völlig ok, nur dass man dich nicht sofort ganz nach oben befördert hat, das ist schon doof?

Isao1989
06.07.2009, 13:23
Ist es nicht die soziale Ungleichheit die dieses verkorkste System überhaupt funktionieren lässt? Wenn man dieses System toll findet wieso sollte man nicht wollen dass es bleibt?

Und is schon richtig, Top-Manager wirste hier nur wenn du genügend Schotter hast um auf sone Elite-Uni gehen zu können ....

imported_Schnitzel
06.07.2009, 14:26
Original von L.N. Muhr

also eigentlich stört dich an der sozialen ungleichheit nur, dass du selbst nicht chef bist, richtig?

die ungleichheit an sich findest du völlig ok, nur dass man dich nicht sofort ganz nach oben befördert hat, das ist schon doof?

Falsch. Mich stört gar nichts. Nur Menschen die glauben etwas verändern zu können was aber nicht zu verändern geht.

Umino Gurio
07.07.2009, 22:37
Das sehe ich nicht so... Veränderung ist immer möglich, und Gleichberechtigung ist immer gut.
Eine Veränderung zum Besseren und zu mehr Chancengleichheit ist etwas, was wir sehr wohl anstreben sollten.

Durch politischen Fanatismus kommt aber ganz sicher nichts Gutes.

imported_Schnitzel
07.07.2009, 23:11
Original von Zyklotrop
Das sehe ich nicht so... Veränderung ist immer möglich, und Gleichberechtigung ist immer gut.
Eine Veränderung zum Besseren und zu mehr Chancengleichheit ist etwas, was wir sehr wohl anstreben sollten.

Durch politischen Fanatismus kommt aber ganz sicher nichts Gutes.

Da hast du schon nicht ganz unrecht. Wie ich schon sagte haben wir heute eine weit bessere Gleichstellung als noch vor 100 Jahren. Trotzdem gibt es eine kleine Oberschicht was wiederum damit zusammenhängt das es Leute gibt die glauben besser zu sein als du und ich, was natürlich Bullshit ist, diese Menschen aber sitzen an den Hebeln der Macht und an die kommt man weder ran noch kann man etwas daran ändern. Die Menschheit als ganzes kann erst weiter kommen wenn diese art des denkens verschwindet aber das wird, fals es überhaupt je kommt, noch lannnggge dauern...

Hardcoreargh
05.08.2009, 22:53
oh man ich fand die früher ganz cool und wollte sie sogar wählen, aber als dann der eine idiot von ihnen aus duisburg gemeint hätte er müsste einen israel-boycott aufrufen haben sie sichs bei mir vergeigt

|| Shirin ||
05.08.2009, 23:16
Original von Hardcoreargh
oh man ich fand die früher ganz cool und wollte sie sogar wählen, aber als dann der eine idiot von ihnen aus duisburg gemeint hätte er müsste einen israel-boycott aufrufen haben sie sichs bei mir vergeigt

das ist bei der linken ein alter hut. ist wohl noch ein relikt aus ddr-zeiten, da diese nun ziemlich antiisraelisch war. dafür brauchts keinen typen aus duisburg, lafontaine verzapft genug unsinn ganz allein.

Arlong
18.08.2009, 22:19
nun ist lafontaine aber nicht aus der DDR (und gerade gysi als alter ossi viel weniger israelkritisch). und wie anti-israelisch die ddr frage, war im freitag beispielsweise eine mooooonatelange debatte, so eindeutig ist das eben nicht (und hing auch mit der aktuellen politischen lage zusammen).

boykottaktionen sind ziemlicher unsinn und treffen wohl am ehesten die menschen der arbeiterInnenklasse und nicht den israelischen staat...wobei eine palästinasolidarische haltung absolute berechtigung hat. (... http://prevalence.wordpress.com/2009/01/28/die-linke-und-die-hamas/ !)

Henne
27.08.2009, 21:59
Original von Arlong
wobei eine palästinasolidarische haltung absolute berechtigung hat. (... http://prevalence.wordpress.com/2009/01/28/die-linke-und-die-hamas/ !)

... zumindest wenn man politisch in den 70ern stehengeblieben ist :D

Arlong
28.08.2009, 02:04
zwischen den thesen der komintern zu den (halbkolonisierten) ländern und dem antiimperialismus der 70er liegen nicht nur mal locker 50-60 jahre - auch politische liegen dazwischen welten.

der antiimperialismus der 70er hatte NULL trotzkistische positionierung, sondern war vor allem maoistisch geprägt (siehe k-gruppen), die mit ihrer dritten welt-befreiuungsideologie von internationale solidarität der globalen (!) arbeiterInnenklasse nichts gemeint hatten (sondern fröhlich den sozialismus in einem land hinterherträumten und die "befreiung" nur durch afrika sahen). oder sie waren auf diesem dekoloniarisierungstrip wie frantz fanon, was eigentlich noch viel schlimmer ist. anyways: es gibt antiimperialismus und es gibt antiimperialismus.

PS: und wo bist du denn "stehen geblieben"? deine aussage ist komplett inhaltsleer, man kann auch bei totalem dreck ankommen...(bestes beispiel ist wohl der stalinismus).

PPS: unterstützung imperialistischer kriege macht führt die halbkolonialen länder schließlich auch nicht in die bürgerliche demokratie...http://prevalence.wordpress.com/2009/08/23/wahl-farce-in-afghanistan/ (vollkommen dämliches etappenkonzept, btw.)

Henne
28.08.2009, 11:58
Heile kleine K-Gruppenwelt. :D

Nimm mich einfach nicht ernst, Arlong, zu sagen hab ich eh nix ;-)

Arlong
28.08.2009, 15:23
gut, dass wir nicht dazugehören. maoismus ist eh doof.