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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Trivialliteratur



Emphasized
26.09.2005, 15:03
Alles zum Thema.

Freierfall
26.09.2005, 15:28
Ich finds, wie du schon sagtest, billig und Niveauloß, sowas kommt mir nicht ins haus.
Es gibt davon auch diese dämlichen Frauenromane, Western, Horrorgeschichten etc.
Was für n Sinn hat es, ein so dünnes Buch zu lesen, dass keinerlei anspruch und gar keinen platz für eine anständige einleitung der charaktere geschweige denn einen guten und ausführlichen Plot hat.
Außerdem wäre es geldverschwendung, weil das Preis/Leistungsverhältniss unter aller Sau ist.
Da nehm ich in Urlaub lieder 2 6-7 Hunder Seiten Romane a 10 € mit, als 40 Groschenromane für je 2€ (wärn 80€ für selben Seitenumfang oO

Emphasized
26.09.2005, 18:43
Es gibt nun mal allemöglichen Leuet. Diese haben alle ein unterschiedliches Niveau. Es gibt weniger gebildete und mehr gebildete. Und viele Menschen wollen lesen. Darum gibt es auch anspruchsloses für die Leute die das gern lesen.

Ich mag diese Bücher auch überhaupt nicht. Die Liebesromane verlaufen immer bnach ein Schema. Ich find das zu kitschig.

L.N. Muhr
26.09.2005, 19:14
Originally posted by Samurai

Groschenromane sind Unterhaltungsliteratur auf niedrigerem Niveau, die sehr billig sind. Sie sind Taschenbücher also "Paperbacks".

so ein unsinn.

jedenfalls auf dem deutschen markt.

1. ist der ausdruck groschenroman veraltet. guck mal auf den cover-preis.
2. nein, diese hefte sind v.a. geheftet, nicht gebunden. das format taschenbuch hat hierzulande eine ganz andere bedeutung. wen du taschenbücher als trivial ansiehst, dann siehst du shakespeare, grass, böll etc. ad inf. als trivial an.
3. don't judge a book by its cover! die qualität eines buches hängt nicht von dessen format ab.

wie viel zu oft ein posting von dir, dass eher geringe sachkompetenz aufweist. :(

und zu freier fall: lern doch erstmal selber deutsch, ehe du dich über die angebliche niveaulosigkeit anderer auslässt. grade im schriftstellerischen bereich.

L.N. Muhr
26.09.2005, 19:16
Originally posted by Samurai
Es gibt nun mal allemöglichen Leuet. Diese haben alle ein unterschiedliches Niveau. Es gibt weniger gebildete und mehr gebildete. Und viele Menschen wollen lesen. Darum gibt es auch anspruchsloses für die Leute die das gern lesen.

nettes vorurteil, knabe.

ich wäre demnach wenig gebildet. und lese anspruchsvolles zeug.

die vorstellung, dass mit deiner grundannahme was nicht stimmt, kommt dir gar nicht in den sinn. wozu fakten, wenn man auch mit vorurteilen durchkommt?

imported_Shirin
26.09.2005, 22:32
[quote]Original von L.N. Muhr

3. don't judge a book by its cover! quote]

:D

Unter welcher Rubrik fallen Arztromane, Horrorgeschichtchen und so? Allgemein unter "Trivialliteratur"?


@Samurai: wie kannst du dir ein Urteil bilden? Ich kann mir gut vorstellen, dass eine gebildete Frau gerne solche Geschichten list, weil sie vll auf kitschige Dinge steht...
Ich les sowas zwar nicht, aber ich guck mir 3 Stunden lange indische Filme (mit Titeln wie "Nur dein Herz kennt die Wahrheit XD) an, was ja nicht gerade anspruchsvoller ist...

L.N. Muhr
26.09.2005, 23:09
Originally posted by Shirin
[quote]Original von L.N. Muhr

3. don't judge a book by its cover! quote]

:D

Unter welcher Rubrik fallen Arztromane, Horrorgeschichtchen und so? Allgemein unter "Trivialliteratur"?

wenn du hemingway, remarque, poe, kafka etc. als trivial bezeichnen willst ... ein genre per se kann gar nicht trivial sein, da es nur die form darstellt.

trivial aber bemisst sich nach dem INHALT.

alles kann literatur sein. oder trivial. das hängt nicht vom gewählten genre ab, sondern von dem, was der autor daraus macht.

zwischen shakespeare und courths-mahler liegen auch welten, obwohl beide liebesgeschichten geschrieben haben.

und darum soll man ein buch nie nach dem cover beurteilen.

imported_Shirin
26.09.2005, 23:20
http://de.wikipedia.org/wiki/Trivialliteratur
Trivialliteratur
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Trivialliteratur kommt von lat. trivialis, geht auf trivium (Drei-Wege-Gabel) zurück, und meinte das, was auf der Straße verhandelt wird. Später bezog es sich auf das Propädeutikum der artes liberales und bedeutete 'das allgemein Bekannte, Gewöhnliche'. Ein neutralerer Begriff für Trivialliteratur ist Paraliteratur.

Trivialliteratur ist eine Form literarischer Unterhaltung. Mit dem Begriff wird seit den 20er Jahren des 20. Jahrhunderts der Bereich der populären minderwertigen Massenliteratur bezeichnet. In einer Grobgliederung der Literatur in die drei Felder Hochliteratur, Unterhaltungsliteratur und Trivialliteratur wird letztere als die mit dem geringsten literarischen Anspruch angesehen. Allerdings sind die Übergänge zwischen diesen Feldern fließend. So können einige Werke je nach Betrachtung in die eine oder andere Kategorie eingeordnet werden.

Die Trivialliteratur widmet sich in realitätsfremder klischeehafter Weise Themen wie Liebe, Tod, Abenteuer, Verbrechen, Krieg usw. (Kitsch, Schundliteratur).
In Sprache, Verständlichkeit, Emotionalität ist sie so strukturiert, dass sie den Erwartungen eines großen Massenpublikums gerecht wird.
Eine der bekanntesten Verbreitungsarten der Trivialliteratur sind die so genannten Groschenromane.

Ihre Klischeehaftigkeit erlaubt es, Trivialliteratur in gewisse Grundmodelle einzugliedern, wobei nicht jedes einer dieser Formen zugeordnete Literaturstück notwendigerweise Trivialliteratur sein muss:

Siehe: Genre, Gattung (Literatur)

Grundmodell Liebesgeschichte
sentimentaler Liebesroman, auch Nackenbeißer (Eugenie Marlitt, Hedwig Courths-Mahler)
Heimatroman (Ludwig Ganghofer, Peter Rosegger, Hermann Löns)
Bergroman
Arztroman
Frauenroman (Bucha)
Adelsroman
Familienroman, Schicksalsroman
pornografischer Text
oft als Kombination mit Historischem Roman

Grundmodell Abenteuergeschichte
Reiseroman
Robinsonade
Ritterroman
Räuberroman (Christian Heinrich Spieß)
Wildwestroman
Gespenstererzählung, Horrorroman
Abenteuerroman (Karl May)
Kriegsroman
Kriminalroman, Spionageroman
Science-Fiction
Fantasy

Häufig werden auch Comics/ Manga generell der Trivialliteratur zugerechnet.

Grundmodell Superheldencomics
edler Retter: Superman, Spiderman
düsterer Rächer: Batman, Spawn, Hulk

--------------------------------------------------------------

http://de.wikipedia.org/wiki/Groschenroman
Heftroman
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Groschenroman)
Als Heftroman (auch Groschenroman oder Groschenheft genannt) wird eine Form von Unterhaltungsliteratur bezeichnet, es handelt sich um Romane mit Heftung im Format (DIN A5) oder Romane mit Klebebindung (DIN B6). Letztere werden üblicherweise Taschenheft genannt. Die Bezeichnung Groschenhefte und Groschenroman stammt aus einer Zeit in der sie lediglich einen oder mehrere Groschen kosteten. Heute kosten die in Heftform publizierten Romane zwischen 1 und 3 Euro, sodas man eigentlich nicht mehr von Groschenromanen oder Groschenheften sprechen kann.

Heftromane finden sich ab der Mitte des 19. Jahrhunderts als in hohen Auflagen und meist wöchentlich erscheinende Druckerzeugnisse auf dem Buch - und Zeitschriftenmarkt in den meisten Ländern Europas und in Nordamerika. In England und Nordamerika wurden sie analog zum deutschen Begriff als Penny Dreadfuls oder Dime Novel bezeichnet, in Deutschland wurden im 19. Jahrhundert auch die Begriffe Eisenbahnliteratur oder (seitens der Verlage) Conversations- und Reiseliteratur verwendet. Groschenromane erschienen damals in kleinen Formaten von 50 bis 100 Seiten, die teilweise reich illustriert waren.

Geschrieben wurden und werden sie meist von anonymen bzw. pseudonymen Autorinnen und Autoren oder auch von Schreibkollektiven nach standardisierten Vorgaben je nach Genre. Es gibt sie in den verschiedensten Themenbereichen, sog. Frauen-, Arzt-, Schicksals-, Berg/Heimat-, Schlossromane, aber auch Kriminalromane, Science-Fiction, Fantasy, Horror, Landser oder Wildwestromane (Western). Einige dieser Romanserien besitzen eine durchgängige Storyline, die die einzelnen Romane verbindet.

In der Regel handelt es sich dem Inhalt nach um Trivialliteratur, einem Genre der Stereotypen und einfacher sprachlicher Mittel, was mitunter zur Abstemplung des gesamten Genres als "Schundliteratur" führt.

Trotz der Ablehnung gelang es in Deutschland verschiedenen Serien, geradezu Kultstatus zu erringen. Dazu gehört z.B. die Science-Fiction-Serie Perry Rhodan, die Krimiserie um den FBI-Agenten Jerry Cotton, zu der auch einige Filme gedreht wurden, oder die Gespenster-Krimi-Serie Geisterjäger John Sinclair, nach der auch eine (kurzlebige) TV-Serie gedreht wurde.

Bekannte Autoren, die mit Heftromanen zunächst ihr Geld verdienten und deren Namen nun in anderen Zusammenhängen Bekanntheit erlangten, sind: Wolfgang Hohlbein, Karl May (= Kolportage-Autor), Stefan Wolf, Horst Bosetzky (= -ky) und viele andere mehr.

Von "http://de.wikipedia.org/wiki/Heftroman"
Einordnung: Trivialliteratur


Haben Hemingway und so Arztromane geschrieben? Arztromane behandeln doch einen bestimmten Inhalt in kitschiger Art und Weise. Aber was solls, ich hätte auch gleich selbst nachgucken können...

L.N. Muhr
26.09.2005, 23:25
soll man dein posting eigentlich lesen können?


Originally posted by Shirin
Haben Hemingway und so Arztromane geschrieben? Arztromane behandeln doch einen bestimmten Inhalt in kitschiger Art und Weise. Aber was solls, ich hätte auch gleich selbst nachgucken können...

arztromane behandeln ärzte, ihr verhalten, ihre arbeit, ihr leben.

oder wo steckt in dem ausdruck "arztroman" das wort "kitsch"?

leute, leute - guckt doch bitte immer erst, wovon ihr redet, ehe ihr redet.

Umino Gurio
26.09.2005, 23:28
Es kostet mich zwar Überwindung, das zuzugeben, aber was L.N. hier schreibt ist ausnahmsweise hundertprozentig richtig und wichtig.

Ich lese auch sehr gerne und oft Romanhefte (so der politisch korrekte Ausdruck ;)) . Klar ist viel zu viel Mist dabei, aber das ist bei Literatur zwischen festen Buchdeckeln nicht anders.

Und so mancher "seriöse" Buchautor schrieb unter Pseudonym auch Romanhefte.

L.N. Muhr
26.09.2005, 23:30
Originally posted by Samurai
Groschen-Zukunftsroman (http://transgalaxis.de/pics/artikel/zamora.jpg)


btw.:

professor zamorra ist kein "zukunftsroman".

denn "zukunftsromae" spielen in der zukunft.

zamorra hat science-fiction-anteile. und horror. und fantasy. und mistery. und spielt in der gegenwart.

und "lesen" schreibt sich immer noch mit einem s. es hat ichts mit "lassen" zu tun. der ausdruck "ließt" ist aber eine vergangenheitsform von "lassen".

ich bin immer noch der meinung, dass man sich nicht über angeblich ach so schlechte trivialliteratur auslassen sollte, wenn man selber nicht einmal die grundzüge der eigenen sprache beherrscht.

Umino Gurio
26.09.2005, 23:47
Die Wikipedia-Links zum Thema bedürfen auch dringend der Überarbeitung. Bin sehr unzufrieden damit.
Es werden nicht einmal die wichtigsten Heftroman bzw. Romanheft-Autoren genannt. Karl May als "Kolportage-Autor" zu titulieren ist auch zweifelhaft, May hat unter Pseudonym sehr wohl für die Kolportage geschrieben, aber nur nebenbei.

Auch die wichtigsten Serien zu nennen könnte für Recherchezwecke nicht schaden. Vielleicht tu ich's ja irgendwann mal, wenn ich Zeit habe.

L.N. Muhr
27.09.2005, 00:08
nun waren die fünf frühen serien mays ihrerzeit auch seine wichtigste einnahmequelle.

nebenbei würde ich das nicht nennen.

waren die hefte nicht sogar anonym?

Koji
27.09.2005, 08:48
Original von L.N. Muhr
3. don't judge a book by its cover!

erinnert mich an... rocky horror.. *chrchr* x"D

wir haben die romanhefte mal in der schule bzw. im deutschunterricht durchgenommen. allerdings angelehnt an die trivialliteratur. da wurden wir auch gezwungen uns auf eine kiste voll von diesen heften zu stürzen und uns eines (oder zwei, drei...) zu schnappen und durchzulesen. und passend zum genre eine trivialgeschichte, ausgeschmückt mit klischees schreiben. *g* allerdings würde ich es nie wagen meinen ex-deutschlehrer als "wenig gebildet" zu bezeichnen. im gegenteil, dadurch, dass ich auch in geschmack dieser gekommen bin, habe ich neues gelernt. (gut, ob man es in der schule studiert oder einfach so liest, ist schon was anderes...)

nur, bei ehrenamtlicher arbeiten hab ich die mir gratis geschnappt und ansonsten kosten sie hier zumindest sehr wenig. sind zumindest preiswerter wie eine "bravo", wenn man sich die zeit vertreiben will, weil man stundenlang auf den zug warten muss. ~.~"
wobei ich eigentlich bevorzugt liebesgeschichten lese. ^^° nur diese geschichten lesen, könnte ich allerdings nicht. das wär mir - trotz den verschiedenen genres - zu eintönig. und meine sach- und philosophiebücher sind auch nicht für jeden dahergelaufenen btw.

p.s. mangas.. viele bildchen, wenig text... so mal nach deinem stil, samu. viel gebildeter muss man dafür auch nicht sein. (ja stefan, lassen wir mal ausnahmen, wie "barfuss durch hiroshima", "eagle" et cetera, weg. =o')

Lion
27.09.2005, 09:20
Hrm.... nya, das meiste (bzw eigentlich einzige), was ich gneremäßig bei diesen Heftchen gelesen habe, waren Liebesromane. Nicht sonderlich anspruchsvoll, aber es gab ein paar nette dabei. Trotzdem würd ich mir keins davon selber kaufen, dazu ist mir mein Geld zu schade. Lieber hol ich mir ein schönen, fetten Schmöker, hab davon was und les es vielleicht mehr als einmal als son Heftchen, dass ich nach einen Mal eher wegschmeiß oder verschenk. Nya, aber niveaulos oder anspruchslos würd ichs nicht nennen. Wär auch eine Beleidigung gegen die Autoren, schließlich ist es nicht leicht, eine Geschichte zu konzepieren, selbst wenn sie nur 100 Seiten umfasst.

Emphasized
27.09.2005, 13:48
L.N. Muhr, mir ist völlig klar, dass die Bezeichung "Groschen-" nicht mehr aktuell ist. Früher haben sie ein paar Groschen gekostet, darum der Name.

Das was ich gepostet habe basiert alles auf meinen Deutschunterricht. L. N. Muhr, du kannst das dem Lehrer sagen wie "falsch" er liegt. en der Lehrer hat uns das Wissen vermittelt. Und, Muhr, bleib freundlich, okay. Außerdem gehts nicht um die Rechtschreibung, sondern um den Inhalt und dem Niveau. Die Deutschlehrerin hat selbst zugegeben, dass sie höchstens dann solche Heftromane liest, wenn sie im Urlaub ihr Kopf abgeschaltet hat.

Kennst du die Heftromane namens "Sie fand Zuflucht in den Bergen", "Dr. Burgers Stellvertreter" oder "Die Liebe war wie der Sommerwind"?

Ich nehme mal die Definition aus dem Deutschbuch, dass wir im Unterricht nutzen:


Groschenromane sind anspruchslose Romane in Heftform, die früher nur einige Groschen kosteten. Die Titel verraten schon sehr viel über den Inhalt des Romans. Die meisten Groschen-Autoren verwendeten pseudonyme Namen.

PS: Arztromane geht es nicht nur darum, wie hart die Arbeit ist und wie der Arzt den Patienten hilft. Meist steckt da immer das mit drin: "Neuer Stellvertreter - Krankenschwester verliebt sich in ihn - sie traut sich nicht - Stellvertreter kommt zu ihr - Liebesszene - ecetera"

Und wenn der Verlag Oldenbourg lügt, dann kannst du ihn ja anschreiben:

Oldenbourg Schulbuchverlag GmbH, München ;)

www.oldenbourg-bsv.de

---------
@Shirin:
Man hat diese Bücher wohl geschrieben, für die, die anspruchloses lesen wollen. Ob hocg gebildet oder nicht. Aber wer würde das lesen? Ein Literatiker oder eine Hausfrau? (nur ein Beispiel)

Lese das mal richtig:

Darum gibt es auch anspruchsloses für die Leute die das gern lesen.
Und wer liest das gerne? Schulkinder oder hochgebildete Literariker (vielleicht auch, aber Ausnahmen bestätigen die Regel) ? ;)

L.N. Muhr
27.09.2005, 14:11
Originally posted by Samurai

Das was ich gepostet habe basiert alles auf meinen Deutschunterricht. L. N. Muhr, du kannst das dem Lehrer sagen wie "falsch" er liegt. en der Lehrer hat uns das Wissen vermittelt. Und, Muhr, bleib freundlich, okay. Außerdem gehts nicht um die Rechtschreibung, sondern um den Inhalt und dem Niveau. Die Deutschlehrerin hat selbst zugegeben, dass sie höchstens dann solche Heftromane liest, wenn sie im Urlaub ihr Kopf abgeschaltet hat.

die gleichsetzung von groschenroman mit taschenbuch ist dennoch unsinn. geh mal in die nächste buchhandlung, falls du mir nicht glaubst.


Kennst du die Heftromane namens "Sie fand Zuflucht in den Bergen", "Dr. Burgers Stellvertreter" oder "Die Liebe war wie der Sommerwind"?

nein. sorry, aber auch ich kann nicht jedes buch im deutschen sprachraum kennen. wieso fragst du? die existenz von trivialliteratur habe ich nie bestritten. nur ist nicht jeder trivialroman ein liebesroman und nicht jeder liebesroman ist trivial. ich habe keine ahnung, was du mit deiner frage bezweckst.

zudem waren einige deiner aussagen falsch und einige deiner schlussfolgerungen schlicht von unwissen und vorurteil (was einander ja bedingt) geprägt.

und ich darf mich auch angegriffen fühlen, wenn man mich unterschwellig als dumm oder ungebildet bezeichnet. zum glück hast du dich durch deine aussagen ja selbst genügend diskreditiert.



PS: Arztromane geht es nicht nur darum, wie hart die Arbeit ist und wie der Arzt den Patienten hilft. Meist steckt da immer das mit drin: "Neuer Stellvertreter - Krankenschwester verliebt sich in ihn - sie traut sich nicht - Stellvertreter kommt zu ihr - Liebesszene - ecetera"

ach, geht es nicht?

sorry, aber du schwafelst unsinn - und zwar in sich wiedersprüchlichen unsinn. siehe dein "meist". meist ungleich immer. und solange es eben auch romane gibt, die nicht trivial sind, ist es absurd, ein ganzes genre als trivial zu verurteilen.

der verlag oldenbourg lügt nicht. alerdings sind deine aussagen falsch bzw. absurde ableitungen aus korrekten fakten. deine fehler habe ich dir bereits ausgiebig nachgewiesen. vllt. solltest du deine schullektüre einmal aufmerksamer, differenzierter lesen. letztlich schiesst du dir doch selber ins knie mit postings wie diesen.


---------
@Shirin:
Man hat diese Bücher wohl geschrieben, für die, die anspruchloses lesen wollen. Ob hocg gebildet oder nicht. Aber wer würde das lesen? Ein Literatiker oder eine Hausfrau? (nur ein Beispiel)

was ist denn ein literatiker? dieses wort existiert nicht.

Emphasized
27.09.2005, 14:22
Ein Literarikter, L. N. Muhr. ;)


Nochmal die Groschenromane sind anspruchslose Romane in Heftform...
Du sagtest mir das ich lüge, wenn ich sage, dass sie naspruchslos sind. Aber dann sagst du das der Verlag nicht lügt.

Außerdem sind das keine Interpretationen aus dem Buch, sondern das basiert auf den Unterricht und nicht mehr.

-----


und ich darf mich auch angegriffen fühlen, wenn man mich unterschwellig als dumm oder ungebildet bezeichnet.

Habe ich dich beleidigt? @Dragonblood, habe ich das?


Es gibt weniger gebildete und mehr gebildete. Und viele Menschen wollen lesen. Darum gibt es auch anspruchsloses für die Leute die das gern lesen.

Wenn du das genau liest, dann merkst du, dass es nicht beleidigend ist. ;)

@Muhr, wie soll ich den Titel des Themas sonst nennen?

L.N. Muhr
27.09.2005, 14:44
Originally posted by Samurai
Ein Literarikter, L. N. Muhr. ;)

höh? literatiker oder luteratikter? beides existiert dennoch nicht.



Du sagtest mir das ich lüge, wenn ich sage, dass sie naspruchslos sind. Aber dann sagst du das der Verlag nicht lügt.

Außerdem sind das keine Interpretationen aus dem Buch, sondern das basiert auf den Unterricht und nicht mehr.

dass es "nicht mehr" ist, sehe ich. bzw. lese ich.

erst redest du von taschenbüchern, dann von heften. solange dir nichtmal der unterschied zwischen beidem klar ist, kann ich kaum annehmen, dass du weisst, wovon du redest.

-----



und ich darf mich auch angegriffen fühlen, wenn man mich unterschwellig als dumm oder ungebildet bezeichnet.

Habe ich dich beleidigt? @Dragonblood, habe ich das?

habe ich behauptet, du hättest mich beleidigt?

imported_Shirin
27.09.2005, 17:19
Original von L.N. Muhr

Originally posted by Samurai
Ein Literarikter, L. N. Muhr. ;)

höh? literatiker oder luteratikter? beides existiert dennoch nicht.



Literaturkritiker - rate ich mal ;)

@Arztromane: Arztromane handeln nunmal von einer romantisch, kitschigen Geschichte, oft mit Standesunterschieden.
Man hört "Arztroman" und denkt an solche Sachen, nicht an realistische, knallharte reportagenähnliche Berichte

Koji
27.09.2005, 17:57
#samurai


Original von Samurai
Groschenromane sind Unterhaltungsliteratur auf niedrigerem Niveau, die sehr billig sind. Sie sind Taschenbücher also "Paperbacks".


Original von Samurai
Ich nehme mal die Definition aus dem Deutschbuch, dass wir im Unterricht nutzen:


Groschenromane sind anspruchslose Romane in Heftform, die früher nur einige Groschen kosteten. Die Titel verraten schon sehr viel über den Inhalt des Romans. Die meisten Groschen-Autoren verwendeten pseudonyme Namen.



:lol: da kann ich muhr ja nur noch zustimmen. lesen bildet. ô.O"

mal abgesehen davon halte ich nicht viel von der benutzung von büchern in z.b. deutsch (ausser der grammatik). alleine, weil da so dermassen fehlinterpretiert werden kann. XD"~ das nur am rande. =o

imported_Elektra
27.09.2005, 17:59
Heftromane, auch ein nettes Thema, meist inhaltlich gesehen allerdings eher Geschmackssache. Ich persönlich kenne sie auch eher unter dem Sammelbegriff 'Groschenromane', auch wenn sie sich mittlerweile weniger durch ihren Preis als durch ihre Massenproduktion und die zumeist eher kitschigen Inhalte auszeichnen. Zumindest dürfte das die Art von 'Groschenromanen' sein, die die meisten kennen.

Diese Art von Romanen haben wir speziell im Unterricht behandelt, allerdings wirklich im Zusammenhang mit Trivialliteratur. In jedem Fall wurde uns auch ein Stapel der Hefte vorgelegt, aus denen wir uns dann Arzt-, Heimat- oder Adelsgeschichten heraussuchen und uns eine Stunde lang damit beschäftigen durften.

Von den Beispielen, die ich vor die Augen bekommen habe, kann ich behaupten, dass sie nicht mal unbedingt schlecht geschrieben, so was ist eindeutig ein Vorurteil. Über das Niveau kann man sich jetzt wirklich streiten, da er mal klargestellt werden müsste, woran man das Niveau generell festmacht. Wie gesagt, der Stil und die erzählerische Qualität müssen nicht zwangsläufig in der untersten Schublade stecken.

Die Inhalte... Na ja, Klischee eben, viele Gefühle, alle denkbaren Verwicklungen und, wie gesagt, Kitsch. Aber wer's mag, warum nicht? Sie kosten nicht übermäßig viel und solang man die Traumwelt dort noch von der Realität unterscheiden kann, würde ich nicht auf das geistige Niveau eines Menschen schließen, wenn er zugibt, die Romane gern zu lesen...

Emphasized
27.09.2005, 18:29
Heftromane, auch ein nettes Thema, meist inhaltlich gesehen allerdings eher Geschmackssache. Ich persönlich kenne sie auch eher unter dem Sammelbegriff 'Groschenromane', auch wenn sie sich mittlerweile weniger durch ihren Preis als durch ihre Massenproduktion und die zumeist eher kitschigen Inhalte auszeichnen. Zumindest dürfte das die Art von 'Groschenromanen' sein, die die meisten kennen.

Diese Art von Romanen haben wir speziell im Unterricht behandelt, allerdings wirklich im Zusammenhang mit Trivialliteratur. In jedem Fall wurde uns auch ein Stapel der Hefte vorgelegt, aus denen wir uns dann Arzt-, Heimat- oder Adelsgeschichten heraussuchen und uns eine Stunde lang damit beschäftigen durften.

Und genau das habe ich gemeint, weil ich das auch im Unterricht gelernt habe. Ich hatte heute ein scheis Tag. Ich hab jetzt kein Bock mehr zu Argumentieren und zum Diskutieren. Ich hoffe es gibt hier welche die das verstehen.

#Koji: Groschenromane gibt es als Heft oder Taschenbuch. Das ist jeweils die Bezeichnung wie es gebunden ist.

PS: Threadtitel unbennant.

L.N. Muhr
27.09.2005, 19:03
Originally posted by Shirin
@Arztromane: Arztromane handeln nunmal von einer romantisch, kitschigen Geschichte, oft mit Standesunterschieden.
Man hört "Arztroman" und denkt an solche Sachen, nicht an realistische, knallharte reportagenähnliche Berichte

falsch. arztromane KÖNNEN davon handeln. müssen sie aber nicht.

wenn du daran denkst, dann denkst du an ein klischee. klischees entsprechen aber eher selten der realität.

du denkst viel zu sehr in vorurteilen.

L.N. Muhr
27.09.2005, 19:05
Originally posted by Samurai
#Koji: Groschenromane gibt es als Heft oder Taschenbuch. Das ist jeweils die Bezeichnung wie es gebunden ist.

korrekt.

und demnach ist, wie du wohl einsiehst, deine ursprüngliche behauptung falsch.

Emphasized
27.09.2005, 19:10
Mir geht es in diesem Thread wenig um die Romane von Schiller, Goethe und Co. die billig in Taschenbuchformat gedruckt worden sind. Mir geht es um Trivial und die kitschigen Romane, die in Massen prodziert werden.

Ich glaube da habt ihr mich missverstanden. Oder ich habe aus dem Buch fehlinterpretiert, obwohl ich nur Fakten daraus genommen habe.

L.N. Muhr
27.09.2005, 19:25
Originally posted by Samurai
Mir geht es in diesem Thread wenig um die Romane von Schiller, Goethe und Co. die billig in Taschenbuchformat gedruckt worden sind. Mir geht es um Trivial und die kitschigen Romane, die in Massen prodziert werden.

sowas hättest du besser gleich von anfang an schreiben sollen, oder?

aber mal eine frage: wie tief stehst du eigentlich in der materie, um das letztlich wirklich beurteilen zu können?

denn ich glaube, du hast auch nur dein fertiges bild aus dem deutschunterricht übernommen, es mit einigen vorurteilen angereichert und präsentierst es jetzt als absolute, endgültige wahrheit.

Koji
27.09.2005, 19:27
wieso den thread nicht zum vierten (?) male umbenennen, in trivialliteratur allgemein? wenn das schon dein gewünschtes thema ist.

und, klar, in dem buch stehen schon fakten, aber man muss sie mit eigenen worten auch richtig wiedergeben können. das ist es. ^^" und nicht die meinung noch einfliessen lassen.



un... ach nein, ich lass es.

Umino Gurio
27.09.2005, 22:46
@Samurai
"Dr. Burgers Stellvertreter" kann ich identifizieren, das ist aus der Reihe "Der Bergdoktor".

@L.N.
Mays Kolportageromane entstanden ab 1882, also parallel zu den Reiseerzählungen wie der Orientzyklus, die zweifellos als Mays Hauptwerk gelten. Womit er mehr Einnahmen hatte (wohlgemerkt: natürlich nur auf die Erstveröffentlichungszeit bezogen!) kann ich nicht sagen, das "nebenbei" bezog sich auf den Stellenwert in Mays Schaffen.
"Das Waldröschen" erschien unter dem Pseudonym "Capitan Ramon Diaz de la Escosura", die anderen waren wirklich anonym (vom Schriftzug "Vom Verfasser des Waldröschens" mal abgesehen), glaub ich. Um sicher zu gehen, müsste ich's nachschlagen.

Also meine Deutschlehrerin hat uns beigebracht, dass Comics Schund und Mist sind - auch da bin ich anderer Meinung.

Um zum Thema der Romanhefte zurückzukommen: Unter den SF-Heftchen der 50er und 60er wie Terra oder Utopia waren viele Autoren wie Fritz Leiber, L.Ron Hubbard, Isaac Asimov, Robert Bloch, Philip K. Dick, Philip Jose Farmer und Poul Anderson, die heute als anerkannte Kultautoren gelten und deren Bücher in "seriösen" Verlagen erscheinen.

P.S.: in Deutschland scheint man eher den Begriff "Heftromane" zu verwenden, hab ich den Eindruck? In Österreich spricht man immer von Romanheften. Interessant.

L.N. Muhr
27.09.2005, 22:55
ich empfinde beide ausdrücke als gleichwertig. für mich (!) ist ein romanheft das, was ich kaufe, ein heftroman das, was in dem romanheft abgedruckt ist. aber das ist eine private, willkürliche festlegung.

Emphasized
28.09.2005, 12:19
#Muhr: Du stehst tief in der Materie.

Da ich den Inhalt vom Buch falsch aufgefaßt habe, tue ich das nochmal, hoffentlich richtig.

Trivialliteratur, also die Groschenromane die ich meine, sind vom Inhaltlichem gar nicht bis wenig anspruchsvoll. Also ist die Handlung, bzw. das Geschehen einfach zu durchschauen, was bei anderen Romanen nicht so ist. Dennoch kann die Sprache gehoben sein. Autoren verwenden meistens pseudonyme Namen.

L.N. Muhr
28.09.2005, 12:30
Originally posted by Samurai
Da ich den Inhalt vom Buch falsch aufgefaßt habe, tue ich das nochmal.

was bringt dir die wiederholung eines fehlers? ;)


Trivialliteratur, also die Groschenromane die ich meine, sind vom Inhaltlichem gar nicht bis wenig anspruchsvoll. Also ist die Handlung, bzw. das Geschehen einfach zu durchschauen, was bei anderen Romanen nicht so ist. Dennoch kann die Sprache gehoben sein. Autoren verwenden meistens pseudonyme Namen.

jein.

tatsächlich würde ich die oben erwähnte trennung von groschenromanen und trivialliteratur so nicht mehr ziehen. es gibt sehr viele inhaltlich triviale bücher, die ein schweinegeld kosten und damit nicht mehr groschenroman genannt werden dürften.

im gegenzug gibt und gab es durchaus interessante veröffentlichungen in scheinbar trivialer form. unter den klassikern sei z.b. erwähnt, dass jaroslav haschek seinen "schweijk" mangels verleger auch zuerst in heftform selbst gedruckt und in den prager kneipen auf eigene faust vertickt hat. und der ist immerhin weltliteratur.

unter den modernen autoren sind z.b. stanislaw lem und die oben erwähnten (heinlein, asimov, dick etc.) in heftform erschienen. autoren wie eschbach und haes haben heftromane veröffentlicht - von eschbach habe ich diverse e-mails, in denen er mir erklärte, dass er er das auch gerne getan habe.

der von vielen verehrte (und imo absolut unlesbare, superkitschige) wolfgang hohlbein hat seine karriere als heftautor angefangen.

ich würde hier wirklich einzig die bezeichnung "trivialliteratur" als sinnig empfinden. und diese eben nicht vom format abhängig machen, sondern von inhaltlichen kriterien.

Meleth
29.09.2005, 12:52
Trivialliteratur ist ein Sammelbegriff, der den Gegensatz zur sog. Hochliteratur bezeichnet. Er umfaßt so verschiedene literarische Gattungen und Gruppen wie Schundliteratur, Pornographie, Fortsetzungsromane, Groschenromane, einen Teil der Jugendliteratur, außerdem Gelegenheitslyrik und Volksdramen. Andere Definitionen nennen die Befolgung verlagsinterner normativer Gattungsregeln in meist anonymer Massenanfertigung als Hauptkriterium.


Die ideologiekritische Interpretation stellt fest, daß mit der Lektüre der in den Trivialromanen enthaltenen 'Mythen des Alltags' (Roland Barthes) dem Leser Verhaltensweisen angeboten werden, die gerade jene realen Verhältnisse stabilisieren, welche die Leser in ihrer Lebenswelt vom dargestellten Glück ausschließen. Weil die leicht lesbaren Trivialromane auf unbefriedigte Leserbedürfnisse antworten, stel-len sie auch eine Fundgrube für kulturwissenschaftliche Studien dar.

Quelle: http://www.uni-essen.de/literaturwissenschaft-aktiv/Vorlesungen/washeisst/Trivialliteratur.htm

Nun, ich habe dieses Thema nie im Unterricht behandelt, sondern mir nur einmal so einen Misteryroman für 25 Cent gekauft, reines Interesse. Ich muss sagen, und ich bleibe beim Thema Heftromane: Anspruchslos, leichter flüssiger Schreibstil, wenig Charaktere, aber dennoch Unterhaltung und Spannung. Also wenn ich einfach nur den Kopf frei bekommen will und keine Lust habe mich mit den Werken von Dostojewski und Bloch, werde ich wieder einen nehmen. Entschuldigung, aber ich finde es sehr... unintelligent, Trivialliteratur jenen anzuhängen, die eben nicht so eine große Bildung haben. So was spricht eigentlich davon, dass man keine Ahnung von der Materie hat, zumal sich der Kritiker (Der nicht mal das Wort "Literat" kennt) selbst widerspricht, aber na ja, beim nöchsten Mal: Wenn man nichts weiß, einfach mal Klappe halten ;)
Ach ja, wenn man sich anschaut, welche Kriterien für Trivialliteratur gelten, gehört Harry Potter ja auch dazu. ^.~

Noch eine andere Quelle und beachtet die Uniaufgabe einfach nicht:
http://66.249.93.104/search?q=cache:OW_xskoTmGYJ:www.bildungsverlag1.de/unterrichtsmaterial/deutsch/trivial.doc+Trivialliteratur&hl=de

L.N. Muhr
29.09.2005, 15:23
nun war bloch aber auch nicht grade ein hochliterat.

und erschien natürlich auch in heftform. ;)