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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sterbehilfe und "Todesengel"



Lion
18.01.2005, 20:45
Pff, hätt ich doch fast vergessen, was ich noch machen wollte...

Das mal als Einleitung zu diesem Thema. Es ist ein Teil aus einem Referat, dass wir heute in Ethik hatten und worauf hin eine interessante Diskussion entbrannt ist. Was hier sicher auch zustande kommen könnte...



Sterbehilfe/ Euthanasie

Definition: von gr. Euthanasia – guter oder schöner Tod

Ein Sterbender ist ein Kranker oder Verletzter, bei dem der Arzt aufgrund einer Reihe klinischer Zeichen zur Überzeugung kommt, dass die Krankheit unumkehrbar oder die traumatische Schädigung tödlich verläuft und der Tod in kurzer Zeit eintreten wird. In solche Fällen kann der Arzt auf weitere, technische noch mögliche Maßnahmen verzichten. Sterbehilfe ist somit die Beschränkung auf Linderung von Beschwerden bei gleichzeitigem Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen beim Todkranken.
[...]

Formen der Sterbehilfe im Sinne einer „Hilfe zum Sterben“
1. „Sterbenlassen“ / „Passiver Sterbehilfe“: Verzicht auf lebensverlängernde Maßnahmen (unter Behandlung von „Grundpflege“ und schmerzlicher Behandlung)
2. „Indirekte Sterbehilfe“ / „Indirekte aktive Sterbehilfe“: schmerzlindernde Behandlung unter Inkaufnahme eines (nicht intendierten) Lebensverkürzungsrisiko
3. „Beihilfe zur Selbsttötung“ / „Freitodbegleitung“: Hilfeleistung zur Selbsttötung z.B. durch Beschaffung und Bereitstellung des tödlichen Medikaments
4. „Aktive Sterbehilfe“ / „Direkte aktive Sterbehilfe“ / „Tötung auf Verlangen“: Absichtliche und aktive Beschleunigung oder Herbeiführung des Todeseintritts: im Gegensatz zur indirekten Sterbehilfe ist der Tod nicht nur in Kauf genommen, sondern beabsichtigt; im Gegensatz zur Beihilfe zur Selbsttötung liegt die letztentscheidende Tatherrschaft nicht beim Betroffenen selbst, sondern bei einem Dritten.
Sterbehilfe ist in den Niederlanden, Belgien, Australien, und der Schweiz unter gewissen Vorraussetzungen erlaubt. Die aktive Sterbehilfe ist in Deutschland verboten.
[...]

Aktuelle Richtlinien und Rechtsprechung in Deutschland

Inder Rechtsprechung wird klar formuliert: „Die gezielte Lebensverkürzung durch künstliche eingriffe in die restlichen Lebensvorgänge, um das Eintreten des Todes zu beschleunigen. Ist nach dem Strafgesetzbuch strafbare vorsätzliche Tötung (§ 212 StGB).“ Die bleibt gemäß §216 StGB auch dann strafbar, wenn die gezielte Lebensverkürzung auf Verlangen des Patienten erfolgt.

Diesen klaren und grundsätzlichen Formulierungen, welche jede Form von aktiver und passiver Sterbehilfe unter Strafe stellen, steht das „Sterbehilfe-Urteil“ des Bundesgerichtshofes vom 13. September 1994 gegenüber: Der Abbruch der ärztlichen Behandlung kann ausnahmsweise zulässig sein, auch wenn der Sterbeprozess noch nicht unumkehrbar eingesetzt hat und der Tod noch nicht in kurzer Zeit zu erwarten ist, wenn dies dem mutmaßliche Willen des Kranken entspricht.

Um nun aber den mutmaßlichen Willen des kranken (oft schon bewusstlosen) Menschen überhaupt feststellen zu können, wurden strenge Kriterien entwickelt. Erst bei Erfüllung dieser Kriterien kann man vom mutmaßlichen Willen des Patienten ausgehen. Als solche Kriterien sind anzusehen:

· Frühere mündliche oder schriftliche Äußerung des Patienten (letzter Wille, Patiententestament)
· Religiöse Überzeugung, persönliche Wertvorstellungen
· Altersbedingte Lebenserwartung
· Erleiden von Schmerzen

Im Zweifelsfall hat jedoch immer der Schutz des Lebens Vorrang vor Überlegungen Dritter.

Damit duldet die Rechtsprechung zwar prinzipiell die passive Sterbehilfe unter einigen Vorraussetzungen, erteilt aber weiterhin eine klare Absage an jede Form der aktiven Sterbehilfe. Dies ist im Sinne von § 212, 216 StGB als strafbare vorsätzliche Tötung zu sehen.

Die passive Sterbehilfe, also ein Sterbenlassen ist in Deutschland grundsätzlich erlaubt, wenn der Sterbeprozess bereits irreversibel eingesetzt hat und der Tod binnen kurzer Zeit zu erwarten ist.

Pro Sterbehilfe

Recht der Menschen auf Selbstbestimmung, Freiheit des Handelns, Sterben in Würde

Passive Sterbehilfe hat Grenzen, verstecken sich dahinter doch Todesarten wie Ersticken, Verdursten, Verhungern...; der natürliche Tod ist nicht immer ein sanfter Tod, sondern oft elendes Verrecken.

Menschen muss es möglich sein, sich der modernen High-Tech-Medizin und damit lebensverlängernden Maßnahmen zu entziehen.

Contra Sterbehilfe

Missbrauch wird möglich: wird Töten auf Verlangen legalisiert, ist Tötung von Menschen, die dies nicht wünschen, nicht zu verhindern (Schwierigkeit, den mutmaßlichen Willen des Patienten zu ermitteln; Tötung aus Mitleid oder wirtschaftliche Gründen).

Arzt ist „Heilender“ oder „Helfender“; greift er als Handelnder durch aktive Sterbehilfe ein, wird er zum Tötenden; die widerspricht den grundsätzlichen Zielen ärztlichen Handelns.

Wunsch nach Tod kann sich in unterschiedlichen Phasen des Sterbens verändern, gravierende Stimmungswechsel können zu vorschnellen Entscheidungen führen. Schmerzen, Verlassenheits- und Einsamkeitsgefühl, Hilflosigkeit können mit menschlicher Zuwendung begegnet werden (= Ansatz der Hostizbewegung)

Okay, also, was haltet ihr davon? Findet ihr Sterbehilfe gut, sollte die aktive Sterbehilfe legalisiert werden? Oder nicht? Warum?

Und, wenn ihr in so eine Situation kommen würdet, dass ihr einen schweren Unfall hättet oder ähnliches, würdet ihr die Sterbehilfe annehmen?

Dark Magic
18.01.2005, 20:57
Wenn es derjenige ausdrücklich will, dann würde ich sowas auch erlauben würden, ist doch von demjenigen das Leben, weswegen er eigentlich entscheiden kann, wann die Schmerzen, etc. zu groß sind, sodass es sich nicht mehr "lohnt" weiterzuleben.


Unfall?
Ich nehme lieber eine Krankheit als Beispiel.......wenn ich also eine Krankheit hätte, die unheilbar ist und ich deswegen den ganzen Tag nur Schmerzen habe, dann würde ich das wahrscheinlich annehmen, klar, man verzichtet auf alle Menschen die man liebt, doch was nützt mir ein Leben, in dem ich eigentlich unglücklich bin....................doch sowas kann man eigentlich eh nicht beantworten, wenn man in so einer Situation nicht ist.

Koji
18.01.2005, 21:00
irgendwie passend, wenn im hintergrund "emergency room" läuft "xD

a) passend zu einen parallel laufendem thread... da würde sich doch auch in die überbevölkerung in grenzen halten...

:ugly:

b) wer nicht mehr in der lage ist, freitod zu begehn, für den wäre es doch eine ganz gute lösung. d.h. jemand, der durch körperliche behinderungen das nicht kann, obwohl es eigentlich keinen grund für sterbehilfe gäbe.

ne, sterbehilfe finde ich imho sehr gut. jeder mensch hat sein leben und ich bin der meinung, er soll entscheiden, wie er lebt. wenn er meint, er ist nicht fähig zu leben... dann soll er sterbehilfe annehmen. suizid ist ja auch legal, oder? und ist im prinzip nicht viel anders.
heikel wird es, wenn jemand nur durch maschinen am leben erhalten wird und dann das soziale umfeld entscheiden muss, ob die sterbehilfe angebracht ist, auch wenn der betreffende unterschrieben hat. (afaik muss man ein dokument unterschreiben)
das der arzt tötender wird, damit bin ich nicht einverstanden. ein arzt muss nicht veruschen so lange wie möglich die menschen am leben zu erhalten. er muss versuchen die menschen so lange wie möglich am leben zu erhalten, wenn sie es wollen.

myo, mal grob. ich schreibe lieber nicht allzuviel, sonst wird mein post wieder nicht gelesen. ;)

p.s. hab jetzt mal für alle tötungsmethoden gesprochen.

p.p.s. zum glück leb ich in der schweiz.

Lion
18.01.2005, 21:02
Original von Dark Magic

Unfall?
Ich nehme lieber eine Krankheit als Beispiel.......wenn ich also eine Krankheit hätte, die unheilbar ist und ich deswegen den ganzen Tag nur Schmerzen habe, dann würde ich das wahrscheinlich annehmen, klar, man verzichtet auf alle Menschen die man liebt, doch was nützt mir ein Leben, in dem ich eigentlich unglücklich bin....................doch sowas kann man eigentlich eh nicht beantworten, wenn man in so einer Situation nicht ist.

Was ich mit dem Unfall meinte ist das: Wir haben auch über eine Patientenverfügung gesprochen, in der man festlegen kann, wann und unter welchen Bedingungen die lebenserhaltenden Maßnahmen abgebrochen werden, wenn man nicht mehr ansprechbar ist, zB wenn man ins Koma fällt. Würdet ihr so eine Verfügung erstellen? Sie wäre dann verpflichtend, für Ärzte wie Angehörige.

Aliane
18.01.2005, 21:10
Ich mag normalerweise keine Sterbehilfe.
Allerdings gab es erst kürzlich in meiner Familie einen Fall davon, mit meinem Opa.
Er hatte bereits einige Operationen hinter sich, war 98 und hate dann kürzlich eine Gehirnblutung (wie das dazu gekommen ist, gehört nicht mehr in den Thread). Erst hat er sich nochmal etwas erholt, aber danach ist sein Puls rasant abgefallen, bis er ins Koma gefallen ist. Vollkommen taub nach außen, einfach nur Koma (die Ärtze konnten sicher sagen, dass es kein Wachkoma war).
Ich denke, das wäre kein Leben mehr gewesen, 2% Aussicht auf Heilung, aber er hatte ohnehin keine große Freude mehr am Leben.
Die Ärtze haben dann die Frage gestellt, ob sie die Maschinen abstellen sollen, und meine Eltern haben zugestimmt.

Trotzdem wird sowas oft missbraucht, aber ändern kann ich das leider nicht.

imported_dreamer87
19.01.2005, 06:52
Ueber das Thema hab ich vor kurzem ein,glaub, 9 seiten langen aufsatz(researchpaer mir faellt das deutsch worte gerade nicht ein) geschrieben...war ziemlich interessant und konnte mich am ende auch nicht wirklich festlegen ob ich dafuer oder dagegen bin aber wer es moechte es gibt ja vier moeglichkeiten wo man es tuen kann...

Aliane
19.01.2005, 17:07
Original von dreamer87
Ueber das Thema hab ich vor kurzem ein,glaub, 9 seiten langen aufsatz(researchpaer mir faellt das deutsch worte gerade nicht ein) geschrieben...war ziemlich interessant und konnte mich am ende auch nicht wirklich festlegen ob ich dafuer oder dagegen bin aber wer es moechte es gibt ja vier moeglichkeiten wo man es tuen kann...

Und für welche würdest du sprechen?

imported_dreamer87
20.01.2005, 03:03
Originally posted by Aliane

Original von dreamer87
Ueber das Thema hab ich vor kurzem ein,glaub, 9 seiten langen aufsatz(researchpaer mir faellt das deutsch worte gerade nicht ein) geschrieben...war ziemlich interessant und konnte mich am ende auch nicht wirklich festlegen ob ich dafuer oder dagegen bin aber wer es moechte es gibt ja vier moeglichkeiten wo man es tuen kann...

Und für welche würdest du sprechen?

ich bin so dazwischen kommt auf die situation an aber wenn du meine meinung etwas merh erklaert haben moechtest ich kann hier gerne meinen aufsatz posten oder per pn verschicken....

Lion
20.01.2005, 17:45
Original von dreamer87

ich bin so dazwischen kommt auf die situation an aber wenn du meine meinung etwas merh erklaert haben moechtest ich kann hier gerne meinen aufsatz posten oder per pn verschicken....

Ich glaube, du kannst hier ruhig deinen Aufsatz posten, hat ja schließlich was mit dem Thema zu tun. Und gibt sicher eine gute Basis für weitere Meinungen ;)

imported_dreamer87
20.01.2005, 22:41
Originally posted by Dragonblood

Original von dreamer87

ich bin so dazwischen kommt auf die situation an aber wenn du meine meinung etwas merh erklaert haben moechtest ich kann hier gerne meinen aufsatz posten oder per pn verschicken....

Ich glaube, du kannst hier ruhig deinen Aufsatz posten, hat ja schließlich was mit dem Thema zu tun. Und gibt sicher eine gute Basis für weitere Meinungen ;)

klar kann ich gerne machen aber er ist auf englisch...

Lion
21.01.2005, 22:17
Original von dreamer87
klar kann ich gerne machen aber er ist auf englisch...

Okay... nya, ich denke, dass dürfte kein Problem sein. Wer Fragen zum genauen Inhalt oder so hat, der stellt sie halt. Immerhin redest du ja nicht in Englisch, sondern postest nur einen englischen Bericht. Dürfte also in Ordnung gehen.

imported_dreamer87
23.01.2005, 04:43
So wer immer lust oder langweile hat kanns lesen. Wenn jemand die bibliography/quelle haben moechte kann ich die noch hinzufuegen.

Dr.Assisted Suicide
Physician-assisted suicide has become a contentious debate in the United States. Physician-assisted suicide (PAS) is a suicide facilitated by a physician’s action(s), usually by the provision of a prescription for a potentially lethal drug, knowing that the patient might use that drug at some future time to end his life. The physician does not participate in the actual administration of the drug. Euthanasia is another term often mentioned when talking about Physician-assisted suicide but it is not the same. Euthanasia is a direct action taken by a physician with the primary intent of ending life. The paradigmatic case would be the injection of a substance that would immediately stop heart action. The Opinions about Physician-assisted suicide and Euthanasia vary a lot because of different religious beliefs, moral concepts, and Perspective to the situation.
Many people are against PAS. There are a variety of reasons why people are against it. One always has to consider the background of the person.
For many PAS is unethical because it goes against the duty of physicians to preserve life and if PAS would be legal it could be abused, Families could pressure for example their grandmother to do it so they could eliminate the expense of medications of final illness or get a larger inheritance after their death. Health insurance providers could refuse paying for expensive health care for their patients with the argument that the patient has no chance of survival. There would also be less sick people so there would be less reason to invest money on medical research. The Jews argue against euthanasia or PAS because it is prohibited and condemned in the Talmud, which says, “One who is in a dying condition is regarded as a living person in all respects. (Talmud - Smachot 1:1)One may not close the eyes of a dying person ... Rabbi Meir said: "It is to be compared to a sputtering candle which is extinguished as soon a person touches it - so too, whoever closes the eyes of a dying person is compared to have taken the soul." (Talmud - Smachot 1:4)”. Christians argue that Life is a gift from God, and that "each individual [is] its steward." Thus, only God can start a life, and only God should be allowed to end one. An individual who commits suicide is committing sin because, supposedly God does not send us any experience that we cannot handle. God supports people in suffering. To actively seek an end to one's life would represent a lack of trust in God's promise. Because Jews and Christians have dominated ethical thinking in the West the public opinion in most cases, if one leaves a certain percentage of Agnostics, Atheists, Humanists, secularists, and liberal Christians out, most people against PAS. There have been Ballots cast in five states of the United States for the “Death with Dignity Act” . They have been cast in Washington (1991), in California (1992), in Michigan (1998), in Maine (2000) and in Oregon (1994) and were not passed. A second one was cast in Oregon in 1997, where the “Death with Dignity Act” was passed. Besides Oregon, PSA is openly and legally authorized in Switzerland, Belgium, and the Netherlands.
Some people argue against PAS with the Passive vs. Active distinction, the argument holds that there is an important difference between passively "letting die" and actively "killing". It is argued that treatment refusal or withholding treatment equates to letting die (passive) and is justifiable, whereas PAS equates to killing (active) and is not justifiable. However, several major court decisions have been made regarding PAS. In the case of Compassion in Dying v. Washington, the Ninth US Circuit Court of Appeals held that individuals have a right to choose how and when they die. Later, the Second Circuit Court found a New York law on PAS in conflict with the 14th amendment, which states that no state shall "deny to any person within its jurisdiction the equal protection of the laws." The Court held that competent patients were being treated differently than incompetent patients. The US Supreme Court has ruled that there is no constitutional right to assisted suicide, and made a legal distinction between refusal of treatment and PAS. However, the Court also left the decision of whether to legalize PAS up to each individual state. In contrast, there is a firmly established right under the U.S. Constitution that a competent adult can refuse any offer of medical treatment for his own reasons (with rare exceptions), and not just in “terminal” situations. And it is almost as clear that this right can be exercised via advance directives. (but note that in the non-terminal situation, there would often be reason for doubting “competence” and thus for the exercise of “weak paternalism” on the part of family and attendant physicians).
There have been polls via telephone by Harris Interactive (2002) which showed that there is approximately a two-to-one majority in favor of an individual's right to euthanasia and PAS where terminally ill patients clearly want this to happen. People who favored PAS and euthanasia justify their opinion through arguments that decisions about time and circumstances of death are very personal and a competent person should have the right to choose death. In addition, the patient should have the final word about whether the level of pain relief is adequate and the side effects are acceptable. Withholding effective pain relief because of unwarranted fears of addiction, tolerance, or sedation or because of legal concerns is unacceptable.
An active political question is whether individuals should be allowed to choose suicide, or whether they should be forced to follow the theological beliefs of the dominant religion. In any case each person should have autonomy over his or her own life. Persons whose quality of life is nonexistent should have the right to decide to commit suicide, and to seek assistance ,if doing so is necessary. Compassion is an argument for PAS because it is not, always possible to relieve suffering and a goal of medicine is to relieve suffering by helping people die with comfort, support, and meaning, so PAS or euthanasia could be a solution.
Also complete prohibition limits personal freedom therefore PAS should be allowed in certain cases. For certain illnesses a cure has not been found, and some patients feel their pain is unbearable and wish to commit suicide through illegal means. These patients go to people like Dr. Jack Kevorkian who gave Suicide-Assistance for more then 100 people, was found guilty for second-degree murder, and was sentenced to 10 to 25 years in prison.
It is hard to decide if PAS and euthanasia should be legal or not. I think there should be a special law that approves PAS or euthanasia for patients who suffer unbearable pain which cannot be relieved and who are terminally ill and have to live under circumstances where there life is dependent on medication and life supporting machines. For example, when someone lives under constant artificial respiration, and the patient requests PAS or euthanasia, it should be accredited if they are certifiably sane and they request it several times. The request for euthanasia by family members of the patient should not be valued as high as the patient’s request and counted out if the patient is against it. When a patient is not certifiably sane the family’s opinion can be taken in account. You also have to consider in which social background the patient lived/lives. In Japan around 80% of the people die in hospital, in America,Oregon ,which has a physician-assisted suicide law, 25% of the people die in hospitals. People in Japan probably have a higher chance to request PAS more often then people in the United States because they may receive more medical treatment and get more dependent on medicine. Still in Japan according to the District Court in Yokohama it is only legal if the patient is suffering unbearable physical pain, death is inevitable and imminent, all possible measures have been taken to eliminate the pain with no other treatment left open, the patient has clearly expressed his or her will to approve the shortening of his or her life.
In fact, in the US Suicide is a legal act that is theoretically available to all. A person who is terminally ill or who is in hospital or is disabled may not be able to act out this option because of mental or physical limitations. So to say, they are being discriminated against because of their disability. Still I don’t think that a person with a disability should be allowed to have PAS or euthanasia if they don’t have no will to live anymore, but still have conditions where they can live normally in the social world. It is hard to compile a standard profile, which makes a person eligible for PAS or euthanasia because one can not generalize situations which people have to have to be allowed to die and to see such situation without compassion. If someone is living through life supporting machines and has no other choices it cannot be viewed as “living” even though the person is technically alive. It is not living anymore when a person is lying in a hospital and waiting for death because he is terminally ill. If everything has been tried and there was no cure and the Doctor can predict that the person has no possibility to life or without extreme medical help he should have the option of PAS or euthanasia. Still there should be rules of procedure, which overlooks the patient’s medical history, current state of health, family support, social status, social background, and the mental state of mind. If a terminally ill patient feels, their life is not worth living because of insufferable pain, loss of dignity, loss of capability of life, and repeatedly requests PAS or euthanasia he should be given the chance of PAS or euthanasia.

Dai
23.01.2005, 13:25
ich finde, manchmal sollte man einfach sterbvehilfe leisten, als menschen sich weiter sinnlos quälen zu lassen... das ist unmenschlich...

imported_Elektra
23.01.2005, 21:10
Hm, über Euthanasie haben wir vor gar nicht mal so langer Zeit im Unterricht gesprochen. Zu vielen Diskussionen hat es allerdings nicht geführt, da wir uns alle relativ schnell einig waren, indem wir nicht nachvollziehen konnten, dass darüber so haarsträubende Diskussionen entstehen können.

Sicher, es ist eine Art von Mord, indem man einem anderen Menschen wissentlich das Leben nimmt. Aber letztendlich hat jeder sein eigenes Leben und sollte im Zweifelsfalle auch darüber entscheiden können, wann er es beendet haben will.
Dass ein Arzt einem kerngesunden Menschen keine Überdosis Schlaftabletten verabreichen kann, ich moralisch natürlich verständlich. Aber es geht hier um die Verhinderung unnötigen Leids, zumal der Mensch mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 100% sowieso sterben wird.

Passive Sterbehilfe: Ist in Ordnung, sofern das Weglassen von Medikamenten oder anderen lebenserhaltenden Maßnahmen die Schmerzen der Person nicht noch vergrößert.
Indirekte Sterbehilfe: Schmerzlindernde Behandlung: ja. Aber dann ist es auch eine Frage von Prozenten, je nachdem wie hoch das Todesrisiko dabei dann ist.
Freitodbegleitung: Grenzt an aktive Sterbehilfe. Nur mit dem Unterschied, dass der Arzt die Überdosis Morphium (Beispiel.) nicht selbst verabreicht, sondern dass er es bereitstellt und es im Zweifelsfalle selbst eingenommen werden kann. Ziemlich hohes Missbrauchsrisiko.
Aktive Sterbehilfe: Solang kein zusätzliches Leiden entsteht, auch hier akzeptabel. Es liegt auch ein Stück an der Moral des Arztes, ob es verantworten will. Und an dessen Fachwissen, ob es nicht doch Alternativen gibt.

Es ist nur bei allem die Frage, ob die betreffende Person die Sterbehilfe zu diesem Zeitpunkt auch wirklich will. In einigen Fällen besteht nicht mehr die Möglichkeit, es direkt herauszufinden, beispielsweise, wenn der Patient im Koma liegt.
Daher ist es nicht unnütz, schon zu gesunden Zeiten ein Dokument anzufertigen, indem man darüber verfügt, dass in diesem und jedem Fall Sterbehilfe geleistet werden darf. Dieses sollte dann nur in regelmäßigen, nicht zu langen Abständen erneuert und erneut abgesegnet werden.

@ dreamer87: Bei Gelegenheit lese ich den Aufsatz vielleicht mal, aber dafür fehlt mir momentan die Zeit.

Koji
23.01.2005, 22:13
schlussendlich kommt es immer darauf an, ob der arzt dies verantworten kann. grob gesehen hat er ein menschenleben auf dem gewissen, egal aus welcher sicht. ob das ein mensch verarbeiten kann, je nachdem ist auch fraglich. im prinzip soll ein arzt ja versuchen ein menschenleben zu retten, egal wie. er soll es verlängern. dafür wählen die meisten diesen beruf. kann dann so jemand einfach sterbehilfe leisten? der sollten dafür anders ausgebildete ärzte, die es sich gewohnt sind, sterbehilfe zu leisten? aber dann könnte es auch wieder sein, dass sie diese position missbrauchen.

desweiteren, wie kann ein arzt es verkraften, wenn er zum beispiel einem menschen sterbehilfe leistet und zwei, drei tage darauf käme eine variante, die dem getöteten das leben hätte retten können? oder erfährt zumindest eine weitere möglichkeit, wie er das leben hätte retten können, die er einfach vergessen hat, nicht so bekannt ist, et cetera.

zudem, wenn man von maschinen am leben erhalten wird, und diese jemand abstellen soll, muss afaik doch auch die unterschrift desjenigen eingeholt werden, der sie abstellen soll. wenn dieser sich weigert? (kann zum beispiel bei einem älteren paar der sohn sein.)

#dreamer87

kurz einen teil überflogen. werd es genauer lesen, wenn ich mehr zeit habe :)

imported_dreamer87
25.01.2005, 04:41
Originally posted by Elektra
Sicher, es ist eine Art von Mord, indem man einem anderen Menschen wissentlich das Leben nimmt. Aber letztendlich hat jeder sein eigenes Leben und sollte im Zweifelsfalle auch darüber entscheiden können, wann er es beendet haben will.
Dass ein Arzt einem kerngesunden Menschen keine Überdosis Schlaftabletten verabreichen kann, ich moralisch natürlich verständlich. Aber es geht hier um die Verhinderung unnötigen Leids, zumal der Mensch mit einer Wahrscheinlichkeit von fast 100% sowieso sterben wird.



Es kommt immer auf den fall an. Wenn man weiss das der patient todkrank ist und innerhalb der naechsten woche sterben wird dann ist es feur mich moralisch vertretbar. Aber wenn bei jemanden der geistig unzurechnungsfaehig ist waere es wieder etwas ganz anderes. Die Familie moechte moeglicherweise das er/sie stirbt um z.B. an ein Erbe zu kommen oder einfach nicht fuer die Krankhauskosten auzukommen muss. Wenn jmd. nur noch durch maschinen lebet und nie wieder anders leben kann und auch kein lebenswille hat dann waere sterbehilfe/euthansia eine moeglichkeit. Ich denke das wenn man nur noch durch technische hilfe lebt/im bett liegt kann man das nicht mehr als leben bezeichen. Naja das meiste ist ja logisch....

imported_Elektra
25.01.2005, 20:28
Original von dreamer87
Es kommt immer auf den fall an.
Sterbehilfe wird nicht en masse angewandt und ist an sich auch kein weitläufig gängiges Mittel zur Patientenbehandlung - Soll heißen, ich stimme dir zu. Hierbei geht es immer um den speziellen Fall bzw. Einzelschicksale. Und es können im Einzelfall auch immer andere Aspekte hinzukommen.
Nicht zuletzt die Verwandten.

Was die Ärzte angeht:
Zum einen ist es die Pflicht des Arztes, ein Menschenleben mit allen Mitteln zu retten. Aber letztendlich verlange ich von einem Arzt auch, dass er Leid verhindert. Und wenn am Ende des Tunnels kein Licht zu sehen ist, für das sich das Leid lohnen würde...
Natürlich, ein Arzt könnte die Position missbrauchen, speziell für die Sterbehilfe "da zu sein". Aber können das nicht alle Ärzte? Ihre Position missbrauchen, meine ich. Ein falsches Rezept, eine falsche Diagnose, das falsche Medikament bzw. zu viel davon und wir sind weg. Also kann man das gut und gern auf das gesamte Berufsfeld ausweiten.
Wenn wir zu einem Arzt gehen, erwarten wir Hilfe. Wir vertrauen uns ihm an. Klar, dass jeder es missbrauchen könnte. Aber von einem Arzt erwarten wir eben, dass er exakt dies nicht tut.

Und wenn drei Tage darauf eine Möglichkeit zur Heilung des Patienten herauskäme? Tja, das ist einer der berühmten "Was wäre wenn"-Fälle.
Soll ich den Job tatsächlich annehmen? Vielleicht steht ja morgen ein viel besserer in den Stellanzeigen! Soll ich ihn wirklich heiraten? Vielleicht läuft mir nächste Woche eine viel bessere Partie über den Weg!
Man kann es nicht ausmachen. Es liegt am Arzt, dieses Risiko einzugehen. Nur welche Vorwürfe würde er sich machen, Tag für Tag zu sehen, wie ein Häufchen Elend da am Tropf hängt und auf sein Ende wartet?

Lion
08.04.2005, 23:22
Original von Arlong

mir is deine erfahrung ehrlich gesagt egal. so intolerant wies klingt, es ist so. jeder mensch hat meiner meinung nach ein recht auf ne eigene entscheidung über sein leben. und auch wenn er das nicht mehr kann hat man nocht das recht ihm die entscheidung wegzunehmen (kann ja sein er kanns später noch- und selbst wenn nicht du weißt nicht was er will und kannst nicht einfach mal vermuten. hier gehts schließlich um sein leben)



Also, du bist gegen Sterbehilfe, nehm ich mal an? Du willst also einen Menschen, der wirklich leidet, keine Hoffnung auf Hilfe zu erwarten hat und nicht mehr für sich selber sprechen kann, einfach an irgendwelchen Maschinen dahin vegetieren lassen? Okay...

Arlong
08.04.2005, 23:23
sterbehilfe nur wenn es der patient wünscht...fände ich zwar nicht gut, aber es ist seine entscheidung. sein leben. und man darf ihm diese entscheidung nicht nehmen egal ob er noch dazu in der lage ist oder nicht. man darf nicht nur vermuten. entweder wenn es der paient wünscht- oder gar nicht. so sehe ich das

und anders ist es aus meiner sicht verletzung des menschenrechts. mal ganz böse gesehen sogar mord.
er wollte es vll. nicht und ihm das leben zu nehmen, entgegen seinem willen ist mord, egal aus welchem noch so tollen grund

Lion
08.04.2005, 23:30
Original von Arlong
sterbehilfe nur wenn es der patient wünscht...fände ich zwar nicht gut, aber es ist seine entscheidung. sein leben. und man darf ihm diese entscheidung nicht nehmen egal ob er noch dazu in der lage ist oder nicht. man darf nicht nur vermuten. entweder wenn es der paient wünscht- oder gar nicht. so sehe ich das

und anders ist es aus meiner sicht verletzung des menschenrechts. mal ganz böse gesehen sogar mord.
er wollte es vll. nicht und ihm das leben zu nehmen, entgegen seinem willen ist mord, egal aus welchem noch so tollen grund

Manchmal merkt man, ob jemand Schmerzen hat.... und man merkt, ob es große Schmerzen sind. Und vor allem bei alten Leuten besteht nach einer schweren Krankheit selten die Möglichkeit für eine Genesung. Und du kannst mir wirklich nicht sagen, dass ein alter Mensch seine Schmerzen noch heroisch ertragen würde und Spaß am Leben hätte....

Und wenn er es wollte, es aber nicht äußern konnte? Wenn du seinen Wunsch zu sterben einfach ignorierst, obwohl er sich wirklich danach sehnt? Du lässt denjenigen dann in seinen Schmerzen wirklich dahin vegetieren, obwohl er es nicht will. Ist das humaner?

Arlong
08.04.2005, 23:34
möp seine entscheidung, vll. denkst du in deiner verzwiflung nur es zu sehen? solange er es nicht auspricht aufschreibt oder so kannst du es nicht WISSEN. nur vermuten

er sehnt sich nach dem tod? woher willst du das denn bitte wissen wenn er es nicht äußern kann? dann vermutest du doch schon wieder. ihm das leben wegzunehmen, wenns vll. auch nur noch wenige momente sind, aufgrund einer vermutung- sei sie noch so klar- halte ich für ziemlich krass. es geht hier um ein gottverdammtes leben und das zerstört du augrund von VERMUTUNGEN? irgendwie krass

Lion
08.04.2005, 23:36
Original von Arlong
möp seine entscheidung, vll. denkst du in deiner verzwiflung nur es zu sehen? solange er es nicht auspricht aufschreibt oder so kannst du es nicht WISSEN. nur vermuten

er sehnt sich nach dem tod? woher willst du das denn bitte wissen wenn er es nicht äußern kann? dann vermutest du doch schon wieder. ihm das leben wegzunehmen, wenns vll. auch nur noch wenige momente sind, aufgrund einer vermutung- sei sie noch so klar- halte ich für ziemlich krass. es geht hier um ein gottverdammtes leben und das zerstört du augrund von VERMUTUNGEN? irgendwie krass

Du kannst auch ein Leben zerstören, in dem du jemanden am Leben lässt... und das auch auf Grund von Vermutungen...

Arlong
08.04.2005, 23:38
Original von Dragonblood

Original von Arlong
möp seine entscheidung, vll. denkst du in deiner verzwiflung nur es zu sehen? solange er es nicht auspricht aufschreibt oder so kannst du es nicht WISSEN. nur vermuten

er sehnt sich nach dem tod? woher willst du das denn bitte wissen wenn er es nicht äußern kann? dann vermutest du doch schon wieder. ihm das leben wegzunehmen, wenns vll. auch nur noch wenige momente sind, aufgrund einer vermutung- sei sie noch so klar- halte ich für ziemlich krass. es geht hier um ein gottverdammtes leben und das zerstört du augrund von VERMUTUNGEN? irgendwie krass

Du kannst auch ein Leben zerstören, in dem du jemanden am Leben lässt... und das auch auf Grund von Vermutungen...

dann vermutest du nichts, sondern tust einfach nichts. ich vermute ja nicht das er am leben bleiben will, sondern ich weiß, dass ich es ned wissen kann

wenn du schon so anfängst...dann hat er doch eh kein leben mehr? nur noch schmerzvolle tage...klingt grausam ist doch dann aber so. wenn er das überlebt und wieder ein leben hat bin ich fröh den menschen nicht getötet zu haben ;)

Lion
08.04.2005, 23:44
Original von Arlong

dann vermutest du nichts, sondern tust einfach nichts. ich vermute ja nicht das er am leben bleiben will, sondern ich weiß, dass ich es ned wissen kann

wenn du schon so anfängst...dann hat er doch eh kein leben mehr? nur noch schmerzvolle tage...klingt grausam ist doch dann aber so. wenn er das überlebt und wieder ein leben hat bin ich fröh den menschen nicht getötet zu haben ;)

Natürlich, durch nichtstun erspart man sich die Verantwortung... ist auch ne Lösung... aber wenn du die Möglichkeit hättest, demjenigen zu helfen, es aber nicht tust... ist das soviel besser?

Nya, wissen können wir nie was... selbst wenn jemand zB aufschreibt "Im Falle eines Komas möchte ich sterben/ getötet werden" wissen wir nicht, ob er es dann immer noch will... aber man muss einfach die Fakten abwegen und schließlich eine Entscheidung treffen...

Jade-sama
08.04.2005, 23:52
also ich will noch so ne patientenverfügung machen
weiss nur noch nicht genau wann
aber wenn ich im koma/wachkoma liegen würde,dann würde ich nicht unbedingt am leben erhalten werden
naja kommt aber auch ein wenig auf die schwere des hirnschadens an
also würd da die bedingen schon recht genau festlegen lassen

Arlong
09.04.2005, 00:17
du verdrehst mir die worte. ich tue es nicht nicht weil ich mich aus der verantwortung herausziehen will, sondern weil wir schlicht und ergreifend nicht wissen können ob er das will. außer er sagts mir und dann helfe ich der person.

möglichkeit zu helfen und nicht nutzen? sag mal liest du was ich schreibe? wenn er mir sagt er will sterben, dann helfe ich der person, aber wenn ich gar nicht weiß ob er sterben will, dann bringe ich ihn um und am ende wollte er es gar ned...na da hab ich ihm aber geholfen- geholfen zu verrecken gegen seinen willen. gotvverdammigt, das ist für mich mord. was ist sonst mord?

wenn er das aufschreibt...kommts drauf an wann.

K.Rool
09.04.2005, 09:10
Ich bin der Meinung, das zumindest bei älteren oder irreversibel schwer angeschlagenen Menschen man aktive Sterbehilfe zulassen sollte.

Jeden Tag zu leiden ist für viele, die ich aus meiner Krankenhauszeit kenne (d.h.: die, die ansprechbar waren) das Schlimmste, und die Ärzte können ihnen dann nichtmal helfen...

Muss nicht sein, wenn ihr mich fragt, dann lieber die Möglichkeit, das nach genügend Konsultierung von Ärzten der Leidende sich die Überdosis einwerfen kann (so stirbt man nebenbei auch recht glücklich :) )...

Lion
09.04.2005, 21:52
Original von Arlong

wenn er das aufschreibt...kommts drauf an wann.

Selbst wenn er es am Tag davor aufgeschrieben hat... weißt du, ob er es zu dem Zeitpunkt immer noch will?

Arlong
09.04.2005, 21:56
Original von Dragonblood

Original von Arlong

wenn er das aufschreibt...kommts drauf an wann.

Selbst wenn er es am Tag davor aufgeschrieben hat... weißt du, ob er es zu dem Zeitpunkt es immer noch will?

is´n argument.

dann kann mans doch aber nie wissen unds gleich lassen...wenn er es mir sagt....will ers am tag danach noch?

sogesehen kann mans nie wissen, aber wenn es dir jemand sagt bzw. aufschreibt weil er ned mehr reden kann ist das schon ein deutlich größerer sprung ins korrekte entscheiden...dann muss ich aber meine wortwahl ändern...man muss vermuten, aber die wahrscheinlichkeit, dass ich richtig liege steigt bei sowas erheblich....ist also irgendwie was anderes als so aus 50:50 zu entscheiden

Lion
09.04.2005, 22:10
Original von Arlong

is´n argument.

dann kann mans doch aber nie wissen unds gleich lassen...wenn er es mir sagt....will ers am tag danach noch?

sogesehen kann mans nie wissen, aber wenn es dir jemand sagt bzw. aufschreibt weil er ned mehr reden kann ist das schon ein deutlich größerer sprung ins korrekte entscheiden...dann muss ich aber meine wortwahl ändern...man muss vermuten, aber die wahrscheinlichkeit, dass ich richtig liege steigt bei sowas erheblich....ist also irgendwie was anderes als so aus 50:50 zu entscheiden

Nope, würd ich nicht sagen, dass die Wahrscheinlichkeit steigt.. minimalst, wenn überhaupt... schließlich war derjenige noch nie davor in dieser Situation (ich geh einfach mal von diesem Fall aus), also kann sich seine Meinung schlagartig ändern. Deswegen ist nicht mal auf so einen Wisch verlass.

Letztenendes bleibt dir immer nur eine Entscheidung auf Vermutungen aufgebaut, die schließlich natürlich gut überlegt und abgewogen werden sollte...

Und für diese Entscheidung sollte zumindest die Möglichkeit bestehen, dass sie durchgesetzt wird, dass heißt, das Sterbehilfe, sowohl aktive wie auch passive, erlaubt ist.

Arlong
09.04.2005, 22:13
das ist auch wieder wahr...
müsste man demjenigen dann bedenkzeit geben?

nunja...unter dem aspekt ist es irgendwie schwierig...hmpf. ich bin immer noch dagegen...jetzt vll. noch mehr als zuvor.

Lion
09.04.2005, 22:35
Original von Arlong
das ist auch wieder wahr...
müsste man demjenigen dann bedenkzeit geben?

nunja...unter dem aspekt ist es irgendwie schwierig...hmpf. ich bin immer noch dagegen...jetzt vll. noch mehr als zuvor.

Wie willst du einem Komapatienten Bedenkzeit geben? :]

Nya, ich will dich auch nicht unbedingt davon überzeugen, sondern eher meinen Standpunkt klar und verständlich machen... und dich dazu bringen, dass du es ein wenig nachvollziehen kannst, auch wenn du anderer Meinung bist.

Yuffy
09.04.2005, 22:46
Wenn jemand wirklich sterben will, sich aber nicht selber umbringen kann, dann sollte man den Willen dieses Menschen auch respektieren... folglich ihn "umbringen" bzw. "Sterbehilfte leisten".

Arlong
09.04.2005, 22:48
es ging ja um die, die sich noch entscheiden können, von denen die das nicht können rede ich grad nicht, da ist mein standpunkt ja eindeutig

nyo...es ist heikel...aber ich halte es trotzdem ned für...richtig. nein. der mensch sollte sich nicht die entscheidung über andere menschenleben nehmen...einnein...das halte ich nicht für richtig.

Mangasamurai
10.04.2005, 16:42
Original von Dragonblood
(...)
Okay, also, was haltet ihr davon? Findet ihr Sterbehilfe gut, sollte die aktive Sterbehilfe legalisiert werden? Oder nicht? Warum?

Und, wenn ihr in so eine Situation kommen würdet, dass ihr einen schweren Unfall hättet oder ähnliches, würdet ihr die Sterbehilfe annehmen?

Schwieriger Sachverhalt, es kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein. aber wenn du mich so fragst- ich finde Sterbehilfe okay, allerdings nur in Fällen, wenn der Betroffene seinen Willen (etwa durch eine Patientenverfügung) kenntlich gemacht hat, bzw. sein Hirn so schwer geschädigt ist, dass er praktisch nur durch Maschinen über"leben" kann.
Das halte ich für unwürdig- diese Form zu existieren würde ich nicht mehr als "Leben" bezeichnen. Klar kann sich das für jeden anders darstellen, aber wenn ein Betroffener Vorkehrung getroffen hat und die Angehörigen wissen, wie sie in einem solchen Fall reagieren sollen, denke ich, ist die aktive sterbehilfe nicht nur vertretbar, ich halte sie dann für verpflichtend. Man redet oft von der Würde des Menschen, aber ist es menschenwürdig, langsam und ohne Bewusstsein vor sich hinzuvegitieren, wenn man selbst das nicht gewollt hätte? Ich denke nicht. Darum müssen die Ärzte und auch Angehörige lernen, den Wunsch und Willen des Patienten zu achten, und ihm seinen Sterbewunsch erfüllen, nicht aus egoistischen Motiven, sondern um dem Betroffenen seinen Wunsch zu erfüllen, den er nicht merh von sich selbst aus erfüllen kann. Jeder sollte imho selbst über seinen Tod bestimmen können, nur wird das im moment noch durch Gesetze blockiert. Ich verstehe, dass die Ärzte durch ihren hypokratischen Eid gebunden sind, aber sie sollten trotzdem mehr Handlungsspielraum bekommen und rechtlich auch in diesen Fällen abgesichert sein.
Für mich ist es klar, dass ich im Falle schwerer, irreversibler Schäden sterben möchte, und ich hoffe, dass sich meine Leute und auch die Ärzte dann daran halten werden. Darum: Patientenverfügung.
Zum Thema siehe auch: Stern Nr. 14, 2005

Saraa
10.04.2005, 18:02
Der Wunsch nach Sterben verblasst sehr schnell bei "bewussten" Patienten, sobald eine vernünftige Schmerztherapie das Leben begleitet. Das bemerkenswerte ist auch, dass Patienten die sich in Schmerzuständen nach dem Tod sehnen und eine Schmerztherapie erhalten froh sind nicht die Sterbehilfe bekommen zu haben.

imported_Kathinka
09.06.2005, 22:00
Original von K.Rool
Ich bin der Meinung, das zumindest bei älteren oder irreversibel schwer angeschlagenen Menschen man aktive Sterbehilfe zulassen sollte.

Ich weiß nicht, auch ältere Menschen haben ein Recht auf leben wie auch andere. Man kann doch nicht einfach sagen, so jetzt bis du sechzig, ab jetzt können wir dich mehr oder weniger umlegen. Welches Alter gilt denn überhaupt schon als alt und 'Sterbehilfe würdig' ??? Meiner Meinung nach sollte man da keine Unterschiede machen.

Ich würde aktive Sterbehilfe niemals zulassen. Gibt es im Nachhinein denn überhaupt Kontrollmöglichkeiten, ob es aktive Sterbehilfe war oder nicht ? Ich meine, da stribt vllt so ein Mensch durch die Hand eines anderen, und dann ? Mord oder nicht ? Hatte er es denn wirklich selbst bestimmt ? .. Ich kann mich mit aktiver Sterbehilfe absolut nicht anfreunden. Nein, ich würde es nie zulassen.

imported_ProNice
09.06.2005, 22:33
Ich denke wer alt ist weiss bereits was das Leben anbietet
das bedeutet man sollte Mündig über das eigene Leben und
Sterben werden ja genau ;) (Es gibt immer Ausnahmefälle)

imported_Kamui
09.09.2005, 01:31
Wenn ich schon im Todesstrafethread geschrieben habe, schau ich hier doch auch mal rein. xD

Ich habe persönlich nichts gegen Sterbehilfe. Der Tod ist für solche Leute, die nichts mehr zu verlieren haben eine Erlösung, nichts Schlimmes.
(deswegen auch meine meinung gegen Todesstrafe, Gefangene, die lebenslang sitzen würden haben nichts zu verlieren => Tod = erlösung)

Jedenfalls würde ich mir falls ich jemals an irgendwelchen Maschinen hänge, die mich eh nur noch knapp am Leben halten, und eh sicher ist "Der wird nix mehr" auch lieber sterben wollen.

Sanft entschlafen (jaja Euphemismus ich weiß ^_^) > vor Schmerzen kläglich sterben.

Desert Island
11.09.2005, 10:53
ich denke ähnlich.
es gibt einen spruch den ich zu diesem thema einmal gehört habe:
"Der Tod ist das letzte große Abenteuer im Leben."
ich meine, wenn man bereits sehr alt ist und dann ans bett gefesselt wird macht man sich schon gedanken darüber wie der tod ist (natürlich auch schon vorher) und vielleicht freut man sich darauf, vorallem dann wenn man schon alles andere gesehen hat.

Dai
11.09.2005, 11:34
ich hab mal gehört dass alte leute, die im sterben liegen lustig werden ! °_°

die oma meiner freundin hat schon witzhaft sowas gesagt "na, wann ist es denn soweit?"

also, generell bin ich für den natürlichen tod aber wenn sich jemand quält dann solte man dem,(wenn er es sagt und will) ein ende bereiten. ein schmerzloser schneller tod ist immer besser als ein qualvoller langsamer tod. natürlich ist es ein pfusch in die natur und meintwegen auch gottspielerei aber ich glaube ich würde auch lieber erlöst werden als mich zu quälen

Desert Island
13.09.2005, 16:03
Original von Dai
. natürlich ist es ein pfusch in die natur und meintwegen auch gottspielerei

Gottspielerei glaub ich nicht, dann wäre ja jeder der einen Menschen umbringt gott und davon sind die dann wohl weit entfernt...

Arlong
13.09.2005, 17:44
nö, dass heißt nur jeder mörder "spielt gott", und das ist doch irgendwie wahr, weil er leben nimmt wie es ihm passt.

Lion
14.09.2005, 07:07
Das hat mit "Gott spielen" reichlich wenig zu tun. Oder ist jemand, der ausversehen eine andere Person überfährt, auch so ein "Gott-Spieler"?
Wohl kaum :roll:

Mal davon abgesehen driftet es ein wenig vom Thema ab ;)

imported_Shirin
14.09.2005, 10:06
Original von Dragonblood
Das hat mit "Gott spielen" reichlich wenig zu tun. Oder ist jemand, der ausversehen eine andere Person überfährt, auch so ein "Gott-Spieler"?
Wohl kaum :roll:

Mal davon abgesehen driftet es ein wenig vom Thema ab ;)


Das wäre dann ein Unfall, ein Mörder tötet mit Absicht.

Was haltet ihr von Sterbehilfe für Kinder, also wenn ein Kind über Jahre hinweg nur durch Maschinen am Leben gehalten wird?
Würdet ihr hier eine Sterbehilfe befürworten, auch wenn sich das Kind nicht äussern kann?

Black Sheep
14.09.2005, 14:22
Original von Shirin
Was haltet ihr von Sterbehilfe für Kinder, also wenn ein Kind über Jahre hinweg nur durch Maschinen am Leben gehalten wird?
Würdet ihr hier eine Sterbehilfe befürworten, auch wenn sich das Kind nicht äussern kann?
Um es mal anders auszudrücken: Ist es nicht genauso ein Eingriff in das Leben bzw. den Tod, wenn ein Mensch nur noch durch Maschinen am leben erhalten wird?

Arlong
14.09.2005, 16:15
Original von Deedlit100

Original von Shirin
Was haltet ihr von Sterbehilfe für Kinder, also wenn ein Kind über Jahre hinweg nur durch Maschinen am Leben gehalten wird?
Würdet ihr hier eine Sterbehilfe befürworten, auch wenn sich das Kind nicht äussern kann?
Um es mal anders auszudrücken: Ist es nicht genauso ein Eingriff in das Leben bzw. den Tod, wenn ein Mensch nur noch durch Maschinen am leben erhalten wird?
das schon, aber das gar nicht die frage. sterbehilfe heißt: murksen auf eigenen willen oder nicht. und am leben erhalten ist was ganz anderes.

und nein sterbehilfe würde ich nie im leben befürworten wenn sich die person nicht äußern kann.

miez: ein mensch der jemanden durch einen unfall überfährt ist ja auch kein mörder. :engel:
aber die mord definition kannst du gut und gern im StGb nachlesen ;)

K.Rool
16.09.2005, 09:22
Originally posted by Kathinka
Ich würde aktive Sterbehilfe niemals zulassen. Gibt es im Nachhinein denn überhaupt Kontrollmöglichkeiten, ob es aktive Sterbehilfe war oder nicht ? Ich meine, da stribt vllt so ein Mensch durch die Hand eines anderen, und dann ? Mord oder nicht ? Hatte er es denn wirklich selbst bestimmt ? .. Ich kann mich mit aktiver Sterbehilfe absolut nicht anfreunden. Nein, ich würde es nie zulassen.

Also den Menschen lieber 5 1/2 Jahre total mit Morphium vollgepumpt und total unbeweglich in nem Bett verrotten lassen?
Genau, das ist mal human :)

Desert Island
17.09.2005, 10:29
Original von K.Rool

Originally posted by Kathinka
Ich würde aktive Sterbehilfe niemals zulassen. Gibt es im Nachhinein denn überhaupt Kontrollmöglichkeiten, ob es aktive Sterbehilfe war oder nicht ? Ich meine, da stribt vllt so ein Mensch durch die Hand eines anderen, und dann ? Mord oder nicht ? Hatte er es denn wirklich selbst bestimmt ? .. Ich kann mich mit aktiver Sterbehilfe absolut nicht anfreunden. Nein, ich würde es nie zulassen.

Also den Menschen lieber 5 1/2 Jahre total mit Morhium vollgepumpt und total unbeweglich in nem Bett liegen lassen?

Das würde ja auch immens hohe Arztkosten hervorbringen. Wenn sich nun eine Familie finanziell nicht mehr um die kranke Person kümmern kann, denke ich ist Sterbehilfe schon legetim.
Aber in Deutschland ist ja aktive Sterbehilfe sowieso noch gesetzlich verboten.

Arlong
17.09.2005, 18:59
Original von Desert Island

Original von K.Rool

Originally posted by Kathinka
Ich würde aktive Sterbehilfe niemals zulassen. Gibt es im Nachhinein denn überhaupt Kontrollmöglichkeiten, ob es aktive Sterbehilfe war oder nicht ? Ich meine, da stribt vllt so ein Mensch durch die Hand eines anderen, und dann ? Mord oder nicht ? Hatte er es denn wirklich selbst bestimmt ? .. Ich kann mich mit aktiver Sterbehilfe absolut nicht anfreunden. Nein, ich würde es nie zulassen.

Also den Menschen lieber 5 1/2 Jahre total mit Morhium vollgepumpt und total unbeweglich in nem Bett liegen lassen?

Das würde ja auch immens hohe Arztkosten hervorbringen. Wenn sich nun eine Familie finanziell nicht mehr um die kranke Person kümmern kann, denke ich ist Sterbehilfe schon legetim.
Aber in Deutschland ist ja aktive Sterbehilfe sowieso noch gesetzlich verboten.
krankenversicherung. ;)

und das ist auch gut so :)

BLACK-NINJA
24.03.2006, 22:48
Für die, die nicht wissen was ein Todesengel ist: Ein Todesengel ist ein Angestellter (Arzt, Pfleger,...) eines Krankenhauses, Altenheim, ... der einen Patienten aus welchem Grund auch immer tötet. Vor Gericht wird jeder Todesengel verurteilt, der Grund ist da keine Entschuldigung.

gestern wurde im fernsehn ein todesengel gezeigt, der eine 80 jährige frau getötet hat. die alte frau hatte irgendeine krankheit und hatte den krankenpfleger erzählt, das sie gerne "erlöst" werden wolle. der pfleger konnte die alte frau nicht mehr leiden sehen und gab ihr eine überdosis an schmerzmittel. das urteil steht noch nicht fest, aber was haltet ihr davon?

Ehemaliger User 367
24.03.2006, 22:52
"xy hat mir gesagt ich soll Ihn/sie/es erlösen" = Knast. Sowas kann man gar nicht durchgehen lassen, wo würde das hinführen?

BLACK-NINJA
24.03.2006, 22:54
das blöde daran ist das die alte frau jeden das gesagt hatte. ihren kindern, anderen pflegern, arzt,...

S-chan
27.05.2006, 17:54
Ich finde es gut, dass es Sterbehilfe gibt.

Das ist eigentlich nur gut für die Menschen die nicht mehr können und wollen.

Wenn ich selbst einen schweren Unfall hätte, blind, taub, stumm, gelähmt oder sonst etwas wäre, würde dass leben einen großen Teil seines Sinns für mich verlieren. Ich würde versuchen weiterzuleben aber vielleicht würde es auch nicht mehr gehen. Ich weiss es nicht.

Luc
27.05.2006, 20:35
Originally posted by S-chan
Ich finde es gut, dass es Sterbehilfe gibt.

Das ist eigentlich nur gut für die Menschen die nicht mehr können und wollen.

Wenn ich selbst einen schweren Unfall hätte, blind, taub, stumm, gelähmt oder sonst etwas wäre, würde dass leben einen großen Teil seines Sinns für mich verlieren. Ich würde versuchen weiterzuleben aber vielleicht würde es auch nicht mehr gehen. Ich weiss es nicht.

Der Sinn des Lebens ist zu sehen, zu hören oder zu sprechen?
Ist das nicht etwas oberflächlich?