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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auf Splashcomics: Red Sonja Special 5: Savage Tales [Splashcomics - Rezensionen]



Bernd Glasstetter
17.01.2011, 00:02
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Das fünfte Red Sonja Special enthält neun Geschichten rund um Red Sonja, welche in den US-Serien Savage Tales, Red Sonja Annual und Giant Size Red Sonja erschienen sind. Lediglich der zweite Teil der Story Alter vor Schönheit findet erstmalig in diesem Band seinen Abdruck, eine US-Version gibt es folglich (noch) nicht davon, wenn man Paninis Impressum so deuten kann.


Die Oneshots basieren inhaltlich größtenteils auf den Nemedischen Chroniken, welche der ein oder andere Leser sicherlich bereits von Conan kennt. Hier werden mittels einem anonymen Erzähler die Abenteuer in Hyboria wiedergegeben, was sich in zahlreichen Bildunterschriften widerspiegelt.


Inhaltlich ist aufgrund der kurzen, meist über ein US-Heft gehenden, Erzählungen kein Tiefgang möglich. So ähneln sich die Storys untereinander auch stark, ständig kämpft Sonja für das Gute und gerät durch ihre Söldnerschaft in immer neue Gefahren. Für den Leser bedeutet dies eine Vielzahl an Schlachten und Zweikämpfen, sowie jede Menge mythischer Gegner und bärenstarke Krieger. Im Grunde genommen benötigt ein Red Sonja Comic auch nicht mehr Inhalt. Eine Frau, die aufgrund ihrer schrecklichen Vergangenheit gegen das Böse auf Erden kämpft und demzufolge auch keine weitere Motivation und Grundlagen hat, bietet genug Spannung und Abwechslung, zumal die Abenteuer in einem Land stattfinden, das von Ungeheuern, Zauberern und mittelalterlichen Burgen nur so wimmelt.


Die einzelnen Storys fesseln durch einen hohen Anteil an Action und enthalten demzufolge nur wenige Dialoge. Viel neues erfährt der Leser nicht über die Teufelin mit dem Schwert, dafür bekommt er aber neun Storys geboten, die Red Sonja ist bester Kriegermanier zeigen. Langweilig ist keine Geschichte, auch wenn nichts überraschendes geschieht. Ein Großteil behandelt die Unterdrückung und den Missbrauch der Frau in der mittelalterlich geprägten Gesellschaft. Red Sonja wird hier als Schirmherrin der Frauen dargestellt, was in der Story Masken besonders offen zur Schau gestellt wird. Trotz dieses vereinenden Faktors, ist der Inhalt nicht krampfhaft darauf ausgerichtet. So rettet Red Sonja viele Frauen aus der Unterdrückung, metzelt die Männer nieder und stürzt sich ins nächste Abenteuer gegen Ungeheuer und Zauberer. Das Ganze wird von den verschiedenen Autoren glaubhaft rüber gebracht, ohne ständig mit den erhobenen Zeigefinger den Leser zu nerven.

Alle neun Oneshots enthalten unterschiedliche Autoren und fast durchgängig unterschiedliche Zeichner. Dass dabei trotzdem ein hoher grafischer Standard eingehalten wird, verblüfft, denn oftmals dürfen sich gerade bei One-Shots neuere Künstler ausprobieren bzw. wird die Messlatte hier nicht so hoch gehängt. Joyce Chin, Stephen Sadowski und Pablo Marcos sind Künstler, welche alle über eine lange Liste an Veröffentlichungen zurückblicken können und stehen dafür auch für hohe zeichnerische Qualität. Glücklicherweise unterscheiden sich die Zeichnungen nicht allzu stark voneinander und bieten auch keinen Anlass für Kritik. Die Darstellung der Schlachten ist grundlegend gelungen und die Hintergründe strotzen oftmals vor Detailreichtum. Von der Seite her gesehen ist also alles in bester Ordnung.


Panini ergänzt den Comic durch eine Vielzahl von Coverabbildungen, welche aber vom Titel, Logo und anderen Sachen bereinigt wurden. So erhält der Leser eine wunderschöne Covergalerie mit beeindruckenden Zeichnungen von Richard Isanove, Stjepan Sejic und anderen Künstlern.



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