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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auf Splashcomics: Aishiteruze Baby ** 4 [Splashcomics - Rezensionen]



Bernd Glasstetter
26.12.2010, 01:56
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Wer zufällig nach dem vierten Band von Aishiteruze Baby** greift, wird sich zwar noch einigermaßen zurechtfinden, aber zugleich feststellen, dass ihm viele Details, auf die Bezug genommen wird, nicht bekannt sind, was den Lesespaß schmälert. Tatsächlich befindet man sich mitten in einer laufenden Handlung, die Charaktere und ihre Beziehungen werden nicht mehr in allen Details erklärt, und es fehlen einfach einige wichtige Informationen.

Das trifft mehr noch auf die keimende Romanze zwischen Kippei und Kokoro zu als auf das "große Bruder"-Verhältnis zwischen Kippei und seiner Cousine. Durch Yuzuyu wird der Familienalltag immer wieder aufs Neue beleuchtet, denn es gibt traurige und freudige Ereignisse, während die Liebe des jungen Paares stets hinten anstehen muss, weil Kippei nicht an zwei Orten gleichzeitig sein kann und Kokoro durch ihr Verständnis zwangsläufig die Verliererin ist. Sie zeigt von allen die meiste Reife, und Kippei schließt allmählich zu ihr auf, auch Dank Yuzuyu.

Damit sich die Dreiecksbeziehung nicht zu schnell abnutzt, sorgt mit Miki eine neue Figur für Abwechslung. Mobbing, Misshandlung, Boderline, Suizid sind ernste Themen, die immer wieder bewegen, hier aber nicht vertieft werden. Die Mangaka will damit leider auch nur einen dramatischen Höhepunkt schaffen, den sie anschließend durch ein paar nette Worte entschärft. Ob das in der Realität funktionieren würde, ist zu bezweifeln - allerdings soll, in Hinblick auf das Alter der Zielgruppe, auf unnötige Gräuel verzichtet werden.

Das gleiche gilt für Kokoros neuen Verehrer, der ein Nein nicht gelten lässt und das Mädchen bedrängt. Auch dieses Motiv findet man häufig in romantischen Shojo-Mangas, dass der Junge seine Auserwählte mit sanfter Gewalt zu ihrem Glück zwingen will. Was in der Fiktion meist zum Ziel führt, wird in diesem realistischer inszenierten Manga zum Beginn eines Albtraums; in der Realität wäre eine Anzeige die Konsequenz.

Auch wenn Yuzuyu zeitweilig Dreh- und Angelpunkt der Geschichte ist, so nehmen die Hauptrollen diesmal Miki und Kokoro ein, während es an Kippei ist, das Richtige zu tun und Unheil zu verhindern. Ob ihm das gelingt, erfährt man in diesem Band nur teilweise, denn ein Handlungsstrang pflanzt sich in das nächste Tankobon fort. So bleibt die Spannung gewahrt, und man fiebert der Fortsetzung entgegen. Aishiteruze Baby** ist gewiss kein spektakulärer Titel, aber die Serie hat etwas.




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