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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Auf Splashcomics: Buffy The Vampire Slayer Chroniken 4: Die Vampirkönigin [Splashcomics - Rezensionen]



Bernd Glasstetter
03.12.2010, 00:10
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Ein grundsätzliches Problem bei Filmadaptionen liegt darin, dass die Gesichter der Darsteller getroffen werden müssen, damit die Fans sie auch wieder erkennen. Zu sehr werden die Charaktere mit den Darstellern identifiziert, als das diese von den Zeichnern ignoriert werden können. Das schränkt zum einen die Zeichner ziemlich ein und zum anderen wirken die Zeichnungen dadurch oftmals recht steif. Die Dialoge sind aber sehr gut gelungen und frisch und spritzig wie in der Serie.

Die Reihe Buffy The Vampire Slayer Chroniken sammelt Stories, die keine Comicfassungen der TV-Episoden sind, sondern eigenständige Geschichten erzählen und außerhalb der Serie stehen. Sie können zwar der Kontinuität zugeordnet werden, sind aber auch für alle lesbar, die die Serie nicht kennen.

Die erste Story in diesem Band ist auch die beste. Stilistisch erinnert sie sehr an Mike Mignola (Hellboy), was auch daran liegt, dass der geniale Colorist Dave Stewart (eben Hellboy und B.U.A.P.) hier mitgearbeitet hat. Die Hintergründe sind zwar arg flächig geraten und oftmals gar nicht vorhanden, aber sie ist sehr stimmungsvoll. Die Action ist zwar manchmal auch etwas unübersichtlich, aber immerhin kommt Angel hier mal wieder als Bösewicht vor.Von der Story her ist sie eine typische actionlastige Gruselstory.

Die zweite Storyline trifft die Gesichter zwar besser, ist aber insgesamt sehr schlampig. Bei den Zeichnungen (mal steht ein PC auf der linken Schreibtischseite, mal auf der rechten) ebenso wie in der Story (auf einmal verschwindet eine Figur und taucht im günstigsten Moment mit Hilfe auf, obwohl sie auch wie ihre Gefährten gefangen sein müsste). Das führt dazu, dass alles sehr hastig und unlogisch wirkt und das Lesevergnügen doch ziemlich einschränkt. Immerhin versteht es der Zeichner Hector Gomez die Vorzüge von Frauen in Posen zu setzen. Das weiß er auch. Und so übertreibt er etwas mit dem Posing.

Die dritte Story ist etwas besonderes, weil sie vom Darsteller von Spike, James Marsters, geschrieben wurde. Sie behandelt dann auch sein filmisches Alter Ego und die Dynamik zwischen den Charakteren Spike und Dru. Leider geht das etwas auf die Kosten der Verständlichkeit für alle, die mit der Serie nicht allzu vertraut sind. Stilistisch wieder wie die erste Episode im Band, ist sie insgesamt eher geschwätzig geraten und lässt unverständlicherweise manche Actionsequenzen einfach weg und schildert diese im Dialog. Aber von der psychologischen Seite her ist das sehr interessant geworden.



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