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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : "Der kleine Christian" von Blutch



Christian Maiwald
27.03.2009, 09:42
Doppelschlag in der schweizer Presse: Heute berichten "Tagesanzeiger" und "NZZ" über Blutch und seinen Gastaufenthalt beim Fumetto.

Für die “NZZ” schreibt Christian Gasser:


Die gewöhnlichen Geschichten des Lebens

Der Comic-Autor Blutch kommt als Artist in Residence ans Luzerner Comix-Festival Fumetto

Im Januar erhielt Blutch den Grossen Preis der Stadt Angoulême. Ausserhalb Frankreichs hingegen ist der Comic-Zeichner wenig bekannt. Vielleicht ändert sich das nun: Dieser Tage erscheinen seine witzigsten Bücher, «Der kleine Christian» und «Blotch», auf Deutsch. Überdies ist er Artist in Residence am Luzerner Comix-Festival Fumetto 2009.
Er stecke in einer unkomfortablen Situation, sagt Blutch: «In der Comic-Welt bin ich kein junger Marquis mehr, aber auch noch kein alter Baron.» Er sitzt auf einem Sofa, in sich zusammengesunken. «Ehrlich gesagt», fährt er nach einer Pause fort, «ich weiss nie, ob meine Geschichten interessant sind oder nicht. Ich bezweifle es. Deshalb mache ich immer noch ein nächstes Buch, um das vorherige zu korrigieren.»

mehr:http://www.nzz.ch/nachrichten/kultur/aktuell/die_gewoehnlichen_geschichten_des_lebens_1.2267667 .html

Im “Tagesanzeiger” berichtet Alexandra Kedves:


Comics als Grundnahrungsmittel für die Fantasie

Blutch ist einer der ganz Grossen des französischen Autoren-Comics – und einer der ganz Scheuen im Medienzirkus. Jetzt kommt er zum Fumetto-Festival nach Luzern.

Im kleinen Christian steckt ein grosser Kerl: ein Held mit Hut, Revolver und Hengst. Zu dumm, dass Maman dafür einfach blind ist. Sie schickt John Wayne ins Bett, wenn der Western im Fernsehen läuft, und Tintin in die Schule, wenn der Wüstenwind weht; sie zwingt Lucky Luke zum Aufessen, wenns Spinat gibt, und, am allerschlimmsten, sie konfisziert die Comic-Hefte, in denen edle, wilde Kämpfer edle, wilde Dinge tun. Aber so leicht lässt sich der Stoff, aus dem Bubenträume sind, nicht liquidieren: Der kleine Christian und seine Freunde haben die Familie, die Schule – und ausserdem ein Paralleluniversum ganz für sich allein.

mehr: http://www.tagesanzeiger.ch/kultur/buecher/Comics-als-Grundnahrungsmittel-fuer-die-Fantasie/story/28382468

Sambir
08.04.2009, 18:54
Schöner Comic. :)

Die Rezi in Comickunst: http://comickunst.wordpress.com/2009/04/08/der-kleine-christian/

Schninkel
08.04.2009, 18:58
... mehr von Blutch - ganz ausgezeichnet. Ich habe viel Freude mit dem Band gehabt.

Mervyn
09.04.2009, 13:41
Yup, das ist ein schöner Band!
"Blotch - der König von Paris" von den Avant-Kollegen hat mir auch sehr gut gefallen.

Wurde wirklich Zeit, daß von ihm (oder auch jemanden wie Bravo) endlich mal was auf deutsch erscheint.

Dirk Rehm
09.04.2009, 17:45
... wird auch auf der "Highlightzone" besprochen: http://www.highlightzone.de/comic/blutch.html

Christian Maiwald
16.04.2009, 10:09
Doppelschlag im Tagesspiegel: Katja Schmitz-Dräger über "Der kleine Christian" und "Blotch – Der König von Paris" (http://www.avant-verlag.de/index.php?b=avant&ID=89&rg=0&kat=t) (avant-verlag):


Kaubeus kennen sich aus

Mit gleich zwei auf Deutsch übertragenen Bänden kann man den französischen Comic-Autoren Blutch jetzt auch bei uns kennenlernen - und in eine höchst wunderbare Welt einsteigen

Gleich zwei Titel des französischen Comic-Autoren Blutch sind dieser Tage auf Deutsch erschienen: “Der kleine Christian” im Reprodukt-Verlag, der damit zwei in Frankreich 1998 und 2008 erschienene Bücher in einer Gesamtausgabe vorlegt. Dazu wartet der avant-Verlag mit “Blotch - Der König von Paris” auf.
Der soeben mit dem Grand Prix de la Ville d’Angoulême, dem wichtigsten europäischen Comicpreis ausgezeichnete Blutch, mit bürgerlichem Namen Christian Hincker, ist in Deutschland bisher noch kaum wahrgenommen worden. Die beiden Publikationen, die das nun ändern könnten, haben auch über das zufällige Zusammenfallen der deutschen Erscheinungstermine hinaus einige Gemeinsamkeiten, darunter die episodenhafte Erzählstruktur, die Selbstreferenzialität des Mediums Comic, oder, wie die Titel bereits nahelegen, das Spiel mit der Autorenpersönlichkeit.

mehr: http://www.tagesspiegel.de/kultur/comics/Comics-Blutch-Christian-Hincker;art18281,2772957

korinther
17.04.2009, 20:34
Hab die beiden, also Blotch und Christian, inzwischen durchgelesen und muss sagen, dass ich sehr beeindruckt bin. Hat mir beides gut gefallen wobei ich lustigerweise bei Blotch die ersten Geschichten am besten finde und dann das ganze etwas abbaut und bei Christian das eigentlich genau umgekehrt ist.
Daher gewinnt also euer Band knapp vor dem der avant-Kollegen. Man legt euer Buch einfach "zufriedener" aus der Hand.

Kann nur sagen: bitte mehr von Blutch!

parole-ae
18.04.2009, 10:52
tscha, so verschieden sind die geschmäcker...

ich fand die geschichten des kleinen kleinen cristians um einiges origineller und die s/w zeichnungen stimmiger als die rottönige firstlove-story im 2 teil.

prima comic trotzallem.

Dirk Rehm
28.04.2009, 10:23
Es gibt zwei weitere Besprechungen: Nikolai Preuschoff bei "Goldmag" (http://www.goldmag.de/2009/04/heiliger-steve-mcqueen/) und Dave Schläpfer bei www.comic-check.ch (http://www.comic-check.ch/druckfrisch/).

Christian Maiwald
28.04.2009, 16:29
Schlag auf Schlag geht das hier weiter: Andreas Platthaus schreibt auf seinem FAZ-Comic-Blog:


Aus Blutch werde Blotch: Zwei sensationelle autobiographische Fiktionen

Manchmal braucht man als Verlag ein bißchen Glück. Von Blutch alias Christian Hincker, war auf Deutsch so gut wie nichts erschienen, als Reprodukt, das nimmermüde Haus für anspruchsvolle Comics vor allem aus Frankreich, und Avant, der gleichfalls unermüdliche Verlag für ebenjene, nahezu zeitgleich die Übersetzungen von jeweils einem Titel des 1967 geborenen Zeichners ankündigten: „Le petit Christian” (Reprodukt) und „Blotch” (Avant). Dann gewann Blutch im Januar den Großen Preis der Stadt Angoulême, die bedeutendste Comic-Auszeichnung Frankreichs (und damit Europas und eigentlich auch - analog zur Goldenen Palme der Filmfestspiele von Cannes - der ganzen Welt), und plötzlich hatten die beiden Verlage einen Autor im Programm, mit dem man zumindest gut Reklame machen konnte. Die deutschen Leser allerdings haben sich durch Angoulême noch nie beeindrucken oder gar beeinflussen lassen; für französische oder auch andere Comic-Meisterwerke der letzten Jahre gibt es hier einfach immer noch kein großes Publikum. Seltene Ausnahmen wie Marjane Satrapis „Persepolis” bestätigen die Regel.

mehr: http://faz-community.faz.net/blogs/comic/archive/2009/04/28/aus-blutch-werde-blotch-zwei-sensationelle-autobiographische-fiktionen.aspx

Dirk Rehm
30.05.2009, 10:42
Felix Giesa bespricht "Der kleine Christian" für www.satt.org.

Dazu gleich eine kleine Richtigstellung: Weder Johann noch wir hatten geheime Informationen erhalten, dass Blutch den Großen Preis der Stadt Angoulême erhalten würde, als wir die Bücher Anfang Januar angekündigt haben. Gute Hellseher haben wir auch nicht zur Seite, sonst würden wir wohl mehr Bestseller produzieren. Was wir allerdings wussten, war, dass Blutch zugesagt hatte, zum Fumetto in Luzern anzureisen...


Leben und Lieben im Elsass

Schon bevor der eigentliche Comic beginnt, macht Blutch eindeutig klar, um was es in seinem „Kleinen Christian“ gehen wird: Auf der ersten und dritten Seite findet sich je eine kleine Vignette mit einer Sequenz von drei Bildern. Dort sieht man jemand getroffen zu Boden gehen. Beim ersten Mal ist Lucky Luke, beim zweiten Mal ist es ein kleiner Junge, vermutlich Christian, der seinem großen Cowboy-Idol nacheifert. Luke durchschreitet eine Saloontür, seine Sporen klirren, er packt sich an die Brust und fällt vorn über. Christian hat keine Sporen, aber die Posen imitiert er perfekt und das Klirren kann man sich ja auch vorsagen: „klang, klang, kling“. Christian ist also ein Comicfan, aber auch ein Cowboyfan und „Kaubeu“ sein, ist das Größte für ihn. Als jemand, der in den 1970er Jahren aufwächst, ist man dann aber auch Westernfan. Und als solcher behauptet man sich als „einsamer Rächer“ auch gerne „Fern des Rio Grande“ in der Grundschule.

Mehr: http://www.satt.org/comic/09_05_christian.html

Christian Maiwald
09.06.2009, 12:20
Christian Gasser schreibt in der heutigen Ausgabe von Der Bund:


Ausserordentlich gewöhnlich

Endlich liegen zwei Werke des französischen Comic-Autors Blutch auch auf Deutsch vor.

Der kleine Christian starrt Cati an, ein verliebter, also dämlicher Ausdruck verzerrt sein Gesicht, er bringt kein Wort heraus – in ihm aber rumort es gewaltig, aus seinem Bauch drängt ein weiterer Christian, der, für die Angebetete leider unhörbar, diese mit leidenschaftlichen Banalitäten bestürmt: «Ich könnte weinen, so schön bist du!» Doch das Ende der Ferien naht, die Trennung ist unvermeidlich, und der 13-jährige Jüngling erlebt den Alltag als feindliche Wüste, durch deren Ödnis und Stürme er sich kämpft wie weiland der wackere Tim. Wenig später klagt er dem Liebes- und Sexguru Marlon Brando sein Leid und lässt sich von ihm einer strengen «Liebesprüfung» unterziehen . . .

mehr: http://www.derbund.ch/kultur/buecher/Ausserordentlich-gewoehnlich/story/25363496

Christian Maiwald
15.07.2009, 11:51
Thomas Wolkinger bespricht den Band im Wiener Falter in aller Kürze:


„Der kleine Christian“, ursprünglich in zwei Teilen bei dem von französischen Zeichnern gegründeten Comicverlag L’Association erschienen und nun von Reprodukt in einen schönen Band gefasst, ist das bislang kommerziell erfolgreichste Comic von blutch.

mehr: http://www.falter.at/web/shop/detail.php?id=30285&SESSID=425d885b4a0ff64eb73bd0bbdd60a188

Dirk Rehm
16.07.2009, 14:30
Alexander Kesselring für www.thegap.at:


Blutch - Der kleine Christian

Blutch schildert in mehreren Episoden die Kindheit von Christian im Frankreich der 70er Jahre: einfühlsam, humorvoll und vor allem aufrichtig.

Blutch greift universelle Kindheitsthemen auf und verleiht ihnen durch seine autobiografisch inspirierte Figur einen authentischen Ausdruck. Christian ist ein fantasievoller Junge, der die Unmittelbarkeit seiner frühen Kindheit bereits hinter sich gelassen hat. Er beginnt, ohne es zu wissen, nach sich selbst zu suchen.

Mehr: http://www.thegap.at/reviews/review/blutch/der-kleine-christian/

Dirk Rehm
07.09.2009, 12:46
Jürgen Weber am 26. August auf buchkritik.at:


Der kleine Christian

„Le Petit Christian“ ist ein kleiner Junge aus Straßburg, der gerne in die Rollen seiner Comichelden schlüpft, wenn seine Klassenkameraden ihn wieder einmal verspotten. Er hat seine Haare – wohl aus Verlegenheit – in die Stern gekämmt und bewundert nicht nur Schauspieler wie „Sstiefmäquien“, oder John Wayne, sondern auch Comicstars wie Lucky Luke oder Doktor „Dschastiss“. Die vielen hier in vorliegendem Band aneinander gereihten Kurzgeschichten erzählen lustige Geschichten aus seiner Schulzeit, aber auch seinem Privatleben und sind manchmal sogar voll bissiger Ironie.

Mehr: http://www.buchkritik.at/kritik.asp?IDX=5523

MAQZ
10.11.2009, 23:41
Manchmal lohnt es sich doch zu warten. Zehn Jahre nach dem die ersten autobiographischen Geschichten des kleinen Christian in Frankreich veröffentlicht wurden hat Blutch letztes Jahr einen zweiten Band folgen lassen. Und so konnte Reprodukt nun schon vor einer Weile eine schöne Gesamtausgabe der beiden doch recht unterschiedlichen Bände veröffentlichen.

http://www.comicradioshow.com/Article3129.html