szmtag COMIC!-Jahrbuch 2010 - Seite 3
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  1. #51
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    Natürlich nicht, werter Mick! Ich habe tatsächlich erst am Wochenende die letzten Seiten gelesen und das Fazit ist wie jedes Jahr. Eine gute Mischung auf hohem Niveau. Immer wieder eine Freude das Buch in Frankfurt auf der Messe zu bekommen.

  2. #52
    Moderator Phantastische Zeiten Avatar von Sezza
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    schönes Interview
    war eine Reaktion die ich persönlich gehört habe.

    >Eine gute Mischung auf hohem Niveau.<
    Da kann ich mich nur anschließen.
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  3. #53
    Mitglied Avatar von Donovan
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    Jahrbuch 2010

    Hier eine Vorstellung bei der ComicRadioShow:

    http://www.comicradioshow.com/Article3133.html

  4. #54
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Der Text kommt mir weitgehend sehr bekannt vor.
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  5. #55
    Moderator Phantastische Zeiten Avatar von Sezza
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    Was ja auch nicht weiter verwunderlich ist...

    Gibt es denn irgendwas in der "richtigen" Presse über das Jahrbuch?
    Die Onliner kopieren ja meistens.
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  6. #56
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    Zitat Zitat von Sezza
    Die Onliner kopieren ja meistens.
    Diese - abgeschwächte - Verallgemeinerung kann ich nicht gelten lassen. Es gibt genug Online-Magazine und Blogs, die Wert auf eigenständiges und exklusives Material legen.
    Wir selber haben es übrigens deshalb nicht besprochen, weil wir diesmal mit einem Interview Teil des Inhalts sind. Aber da wir von der Reihe überzeugt sind, weisen wir immer wieder darauf hin.
    Comicgate-Magazin 7 - Apokalypse in Comics (Artikel, Interviews, Comicbesprechungen, Kurzcomics)

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  7. #57
    Moderator Phantastische Zeiten Avatar von Sezza
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    Zitat Zitat von Asher Beitrag anzeigen
    Diese - abgeschwächte - Verallgemeinerung kann ich nicht gelten lassen. Es gibt genug Online-Magazine und Blogs, die Wert auf eigenständiges und exklusives Material legen.
    Wir selber haben es übrigens deshalb nicht besprochen, weil wir diesmal mit einem Interview Teil des Inhalts sind. Aber da wir von der Reihe überzeugt sind, weisen wir immer wieder darauf hin.
    Mit >Die Onliner kopieren ja meistens< meinte ich ja nun speziell Burkhard´s Äußerung. Ich weiß da durchaus zu unterscheiden und würde euch so was auch nicht vorwerfen.
    Aber Artikel in Print-Medien erreichen ja meistens einen etwas anderen Leserkreis als im Internet.
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  8. #58
    Moderator Phantastische Zeiten Avatar von Sezza
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    ...und da mir die Print-Form immer noch lieber ist: mein Comic Tipp
    für Dezember im Stadtmagazin "magaScene" (Hannover)

    Comic! Jahrbuch 2010 - Burkhard Ihme (Hrsg.) - Icom, 2009 - DIN A4, SC, 232 Seiten, S/W, ISBN 978–3–88834-940-9 - 15,25 EUR

    Das 10. COMIC!-Jahrbuch des ICOM enthält drei umfangreiche Beiträge über Frauen in der Comic-Branche, Comics an Schulen und Hochschulen und natürlich Artikel, Porträts und Interviews aus den Bereichen Comic, Cartoon und Trickfilm. Ein MUSS für alle, die Comics nicht nur lesen, sondern auch mitreden wollen!

    Und mindestens EIN Satz ist von mir
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  9. #59
    Mitglied Avatar von chillybongo
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Schade, der Band ist seit vier Wochen im Handel und noch keine Reaktion. Geht er wirklich allen am Arsch vorbei?
    Nein.

    Besprechung für Splashcomics ist ist der Mache.
    Die 240 Seiten müssen erst mal goutiert werden.

  10. #60
    Mitglied Avatar von Donovan
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    Burkhard meint damit keine Kopie, denn die Meldung ist keine Kopie eines Pressetextes. Allerdings weiß ich was er meint. Da die Worte allerdings die Sache exakt treffen, habe ich eine Anleihe bei einem genommen, der weiß um was es geht :-)

    Außerdem müsste man schon aufmerksamer ZACK-Leser sein, um zu wissen, was Burkhard meint. Höhö.

    Und in der Tat hätte das Jahrbuch wesentlich mehr Aufmerksamkeit verdient...
    Geändert von Donovan (19.11.2009 um 19:30 Uhr)

  11. #61
    Mit Leib und Seele Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Schade, der Band ist seit vier Wochen im Handel und noch keine Reaktion. Geht er wirklich allen am Arsch vorbei?
    So weit würde ich denn doch nicht gehen http://www.splashcomics.de/php/rezen..._jahrbuch_2010

  12. #62
    Moderator Phantastische Zeiten Avatar von Sezza
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    >am Arsch vorbei< is ja nu auch nich gerade sooo schlecht.
    Stellt euch mal vor es würde im...

    Oh, Feierabend.
    Ich bin dann mal weg
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  13. #63
    Mitglied Avatar von Donovan
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    Lars von Törne von Tagesspiegel Online über das Jahrbuch 2010:

    http://www.tagesspiegel.de/kultur/co...t18281,2987648

  14. #64
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Lars kritisiert darin die Fragen an Comiczeichner zu ihrer Comiczeichner- und Leserwerdung. Wie sieht ihr das? Ist das wirklich so uninteressant?
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  15. #65
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    Es besteht schon die Gefahr, daß die Antwort nicht viel dazu beiträgt, die/den Interviewte/n näher kennenzulernen. Der müßte erstmal selbst wissen, wie Comics ihn geprägt haben (und natürlich bereit sein, in diese Prägungen Einblick zu geben).

    Aber auch der Interviewer muß wissen, worauf er eigentlich hinaus will, und nicht nur eine Standard-Frage abhaken. Bei meinen Comiczeichner-Interviews habe ich auch erlebt, daß das manchmal schief geht. Mitunter braucht man eine Weile, um einen Draht zum Gegenüber zu finden. Interviews sind halt nicht so einfach, wie es vielleicht aussieht...

  16. #66
    Mitglied Avatar von Donovan
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Lars kritisiert darin die Fragen an Comiczeichner zu ihrer Comiczeichner- und Leserwerdung. Wie sieht ihr das? Ist das wirklich so uninteressant?
    Das mag zwar stereotyp sein, gehört aber für mich einfach dazu. Ich fange bei meinem Lebenslauf ja auch nicht mit der ersten Arbeitsstelle an...

    Natürlich könnte man unterstellen, dass nur Comicspezialisten die Artikel lesen. Aber wohl nur die wenigsten kennen alles und jeden in der Szene. Glaube ich ... kann mich aber auch täuschen.

  17. #67
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Lars kritisiert darin die Fragen an Comiczeichner zu ihrer Comiczeichner- und Leserwerdung. Wie sieht ihr das? Ist das wirklich so uninteressant?
    Jetzt, wo Du so direkt diese Frage stellst wird mir bewusst:
    Ja, auch ich lese bei Interviews mittlerweile meist über diese Einstiegsfragen hinweg, genau wie ich bei Dossiers über Zeichner oder Autoren oft den Beginn zu den Themenkomplexen Kindheit/Eltern/Aufwachsen nur quer lese und erst dann richtig einsteige wenn es um die ersten bekannten Werke oder Veröffentlichungen geht.

    Liegt vermutlich auch daran, dass sich diese Jugend- und Schulzeitbeschreibungen eben doch sehr oft ähneln und wiederholen und auch ich da oft nicht so den Bezug zur eigentlich interessanten, späteren Arbeit sehe.

  18. #68
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    Kleiner Unterschied

    Zitat von Mick Baxter
    Lars kritisiert darin die Fragen an Comiczeichner zu ihrer Comiczeichner- und Leserwerdung. Wie sieht ihr das? Ist das wirklich so uninteressant?
    Lars kritisiert mMn nicht die Frage, wie der Zeichner zum Comic gekommen ist (Man fragt selbstverständlich den Piloten, wie er zum Fliegen und die Angie, wie sie zur Politik gekommen ist!) sondern das Schematische der Antworten:

    „Insgesamt hätte eine etwas strengere Vor- und Nachbereitung vor allem der Interviews und eine kritischere Endredaktion dem Leser einiges an Arbeit abnehmen können.“ (Lars von Thörne)
    Das finde ich auch. Strengeres Kürzen der Antworten auf das, was das Besondere an gerade diesem Zeichner ist, hätte den Interviews gut getan. (Und wenn es da nichts Besonderes gibt, ist es nicht verboten, diese Frage aus zu lassen.)

    ASRA

  19. #69
    Mit Leib und Seele Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Das mit dem Kürzen der Interviews sehe ich aber auch als sehr, sehr problematisch an. Man muss da höllisch aufpassen, dass man nicht den Sinn der Antworten verfälscht und muss dann das Interview in jedem Fall noch einmal vom Interviewpartner gegen lesen lassen.

  20. #70
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Dazu kommt die unflexible Länge der Artikel (Doppelseiten). Wenn man den Autoren eine bestimmte Länge vorgibt, ist es blöd, wenn man nachher kürzt. Dann müssen sie sich noch mal hinsetzen und Ersatz für die gestrichenen Texte liefern. Und das wiederum bringt den Produktionsprozeß des Buches mächtig durcheinander.
    Dazu kommt, daß jeder Leser die "Schematik" anders einschätzt, auch je nach dem, wieviele COMIC!-Jahrbücher er schon gelesen hat.
    Ein ähnliches Problem wie die ständige Frage "Wird da ein Wissen des Lesers vorausgesetzt, das er nicht hat? Muß ich darauf Rücksicht nehmen, daß manche nicht wissen, was ein Panel ist?".
    Geändert von Mick Baxter (25.01.2010 um 04:12 Uhr)
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  21. #71
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    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    Das mit dem Kürzen der Interviews sehe ich aber auch als sehr, sehr problematisch an. Man muss da höllisch aufpassen, dass man nicht den Sinn der Antworten verfälscht
    Als Profi? Nein. Als Autor bist du verpflichtet, den Text in eine für den Leser relevante und interessante Form zu bringen, und das beinhaltet in der Regel Kürzungen, mitunter sogar massive. Das zu lernen, ist eine Frage von Ausbildung und Übung.

    Grundsätzlich finde ich Schema-Interviews schade (wie man meinen Texten hoffentlich anmerkt) und auch die Frage nach der Vorgeschichte nicht immer relevant.

  22. #72
    Mit Leib und Seele Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Zitat Zitat von L.N. Muhr Beitrag anzeigen
    Als Profi? Nein. Als Autor bist du verpflichtet, den Text in eine für den Leser relevante und interessante Form zu bringen, und das beinhaltet in der Regel Kürzungen, mitunter sogar massive. Das zu lernen, ist eine Frage von Ausbildung und Übung.
    Ausbildung: Nein. Ich glaube, dass man das nicht erlernen kann. Entweder man kann es, oder man kann es nicht. Aber die Übung erleichert es dann.
    Zitat Zitat von L.N. Muhr Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich finde ich Schema-Interviews schade (wie man meinen Texten hoffentlich anmerkt) und auch die Frage nach der Vorgeschichte nicht immer relevant.
    Schema F ist auch nicht mein Ding. Ich persönlich ziehe es vor mich zwar bei Interviews einzulesen, aber in der Regel ohne vorgefertigte Fragen aufzukreuzen. Siehe Hella von Sinnen als Beispiel. Ich glaube, dass sie Spaß hatte, eben weil ich nicht einen Zettel dabei hatte. Ich kann mich noch an ein Interview mit den Wesley-Brüdern (Harry Potter) Oliver und James Phelps erinnern. Das war ohne vorgefertigte Fragen richtig Klasse. Im Prinzip ist ein gutes Interview immer ein Gespräch zwischen Interviewer und Befragtem. Dann klappt es richtig gut und macht auch beim Lesen richtig viel Spaß. Und dann kommt noch hinzu, dass mich bei Stars schon einmal gar nicht so sehr ihr Beruf interessiert, sondern ich versuche etwas aus ihrem Privatleben zu erfahren, eher den Charakter zu zeichnen.

  23. #73
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    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    (...) Man muss da höllisch aufpassen, dass man nicht den Sinn der Antworten verfälscht und muss dann das Interview in jedem Fall noch einmal vom Interviewpartner gegen lesen lassen.
    Dieses "Autorisieren" würde dir in Amerika - so es dein Chefredakteur mitbekäme - sofort den Job kosten. Auch in Deutschland war so etwas vor einigen Jahren praktisch nur bei "bunten" Blättern bekannt. Leider greift diese Unsitte bei uns aber immer mehr um sich. Wenn ein Interviewpartner sich falsch wiedergegeben glaubt, hat er das Recht, NACHTRÄGLICH eine Richtigstellung zu verlangen. Ihn aber schon bei der Entstehung der Schriftfassung direkt einzubinden, sollte unbedingt vermieden werden. Deshalb sind auch E-Mail-Interviews ein riesiges Problem. Einem Interviewpartner hierbei für ihn auch Unangenehmes zu entlocken, das ihm so "rausrutscht", ist praktisch unmöglich.


    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    Ausbildung: Nein. Ich glaube, dass man das nicht erlernen kann. Entweder man kann es, oder man kann es nicht.
    Bernd, das meinst du doch wohl wirklich nicht ernst. Ich bin jedenfalls heilfroh, dass ich immer wieder auf Redakteure, Ressorleiter und Lektoren getroffen bin, die ganz intensiv mit mir an meinen Texten gearbeitet haben, bei denen ich in mühevollen Jahren mein journalistisches Handwerk einigermaßen erlernt habe.
    Man kann sicherlich darüber streiten, ob man Journalismus unbedingt an der Uni studieren muss oder ob man in der praktischen Arbeit für professionelle Redaktionen "in die Lehre" geht - aber ohne Ausbildung ist ein brauchbarer Journalismus für mich auch zukünftig nicht vorstellbar. Das zeigen mir immer mehr die aktuellen Entwicklungen.

    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    (...) Und dann kommt noch hinzu, dass mich bei Stars schon einmal gar nicht so sehr ihr Beruf interessiert, sondern ich versuche etwas aus ihrem Privatleben zu erfahren, eher den Charakter zu zeichnen.
    Das ist dann aber nur noch Talkshow-Geplapper. Auch sowas kann ganz nett sein, keine Frage. Das hat dann aber mehr mit Unterhaltung als Information zu tun.

  24. #74
    Mit Leib und Seele Admin Avatar von Bernd Glasstetter
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Dieses "Autorisieren" würde dir in Amerika - so es dein Chefredakteur mitbekäme - sofort den Job kosten. Auch in Deutschland war so etwas vor einigen Jahren praktisch nur bei "bunten" Blättern bekannt. Leider greift diese Unsitte bei uns aber immer mehr um sich. Wenn ein Interviewpartner sich falsch wiedergegeben glaubt, hat er das Recht, NACHTRÄGLICH eine Richtigstellung zu verlangen. Ihn aber schon bei der Entstehung der Schriftfassung direkt einzubinden, sollte unbedingt vermieden werden. Deshalb sind auch E-Mail-Interviews ein riesiges Problem. Einem Interviewpartner hierbei für ihn auch Unangenehmes zu entlocken, das ihm so "rausrutscht", ist praktisch unmöglich.
    Ich finde es sogar wichtig, wenn Journalisten bei schwierigen Themen noch einmal nachfragen. Gerade bei Comicinterviews gibt es Viele, die sich da gar nicht auskennen, von außen auf das Thema kommen (jetzt nicht bei der Comixene, dem Comic Jahrbuch, sondern bei Artikeln in Zeitungen) und dann Stuss verzapfen. Entschuldigung, aber ich bin der Meinung, dass ein Journalist insgesamt einer Sorgfaltspflicht unterliegt und bitteschön dafür zu sorgen hat, dass Tatsachen nicht verdreht werden. Nachträgliche Richtigstellungen werden doch nicht mehr gelesen, die interessieren keinen Menschen.
    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Bernd, das meinst du doch wohl wirklich nicht ernst. Ich bin jedenfalls heilfroh, dass ich immer wieder auf Redakteure, Ressorleiter und Lektoren getroffen bin, die ganz intensiv mit mir an meinen Texten gearbeitet haben, bei denen ich in mühevollen Jahren mein journalistisches Handwerk einigermaßen erlernt habe.
    Man kann sicherlich darüber streiten, ob man Journalismus unbedingt an der Uni studieren muss oder ob man in der praktischen Arbeit für professionelle Redaktionen "in die Lehre" geht - aber ohne Ausbildung ist ein brauchbarer Journalismus für mich auch zukünftig nicht vorstellbar. Das zeigen mir immer mehr die aktuellen Entwicklungen.
    Ich sprach nicht vom Journalismus an sich. Ich sprach von Interviews. Ich bin der Meinung, dass ein guter Interviewer das nicht erlernen kann. Nicht jeder Journalist ist ein guter Interviewer. Nicht jeder Journalist kann gute Glossen schreiben. Ich habe für Glossen nur sehr wenig Talent, das weiß ich. Daher schreibe ich keine.

    Reportagen, Texte, bei denen Fakten wiedergegeben werden sollen, das kann man erlernen und da ist sogar eine Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Redakteur sehr wichtig - wenn der das denn machen will. Ich hab mal einen Artikel - schlecht wie er war - abgegeben, bin dafür sogar vor den CvD zitiert worden, weil der zuständige Redakteur keine Lust hatte den gegenzulesen und mich auf meine Fehler aufmerksam zu machen. Ist leider einmal passiert. Im Nachhinein habe ich auf die harte Tour daraus einiges gelernt, aber schön wars nicht.
    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Das ist dann aber nur noch Talkshow-Geplapper. Auch sowas kann ganz nett sein, keine Frage. Das hat dann aber mehr mit Unterhaltung als Information zu tun.
    Ein Interview ist - aus meiner Sicht - erst einmal Unterhaltung. Es ist eine Unterhaltung, die unterhalten soll. Jedenfalls, wenn ich mal vom Multimedia-Bereich ausgehe und dort bewegen wir uns ja aktuell. Informationen sollte man in einem Artikel verpacken. Das bedeutet nicht, dass das Interview komplett gehaltlos sein soll, sicher nicht. Aber ich halte nichts davon in einem Interview stupide Informationen vom Gegenüber abzufragen. Da schlafen mir persönlich die Füße ein bei sowas und das lese ich dann auch gar nicht erst. Was bringt es mir denn, dass ein bestimmte Künstler zum zehnten Mal erzählt, dass er dies und jenes gemacht hat? Der soll mir was von sich erzählen, was man noch nicht weiß.

  25. #75
    Moderator COMIX ⋅ Internationaler Comic-Salon Erlangen Avatar von Martin Jurgeit
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    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    Ich finde es sogar wichtig, wenn Journalisten bei schwierigen Themen noch einmal nachfragen (...)
    Nachfragen ist selbstverständlich immer gut. Du hast aber ausdrücklich von gegenlesen geschrieben. Da wird eine ganz entscheidende Grenze überschritten!

    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    (...) Ich sprach nicht vom Journalismus an sich. Ich sprach von Interviews (...)
    Und ich sprach ganz ausdrücklich von Journalismus inklusive Interviews! Gerade hier muss man - und kann man! - sehr viel lernen. In keinerlei Profession fällt einfach so ein Meister vom Himmel.

    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    (...) Ein Interview ist - aus meiner Sicht - erst einmal Unterhaltung. Es ist eine Unterhaltung, die unterhalten soll. Jedenfalls, wenn ich mal vom Multimedia-Bereich ausgehe und dort bewegen wir uns ja aktuell. Informationen sollte man in einem Artikel verpacken (...)
    Die weitaus größte Zahl aller Interviews - auch im Fernsehen! - sind natürlich "Interviews zur Sache" und haben in erster Linie informativen Charakter. Und ich will nur hoffen, dass sich deine Ansicht auch in Zukunft nicht durchsetzt.

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