szmtag Das verschwundene Rentier
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  1. #1
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Das verschwundene Rentier

    Es war kurz vor Weihnachten, emsig huschten die verschiedenen Engelchen und Wichtel über die verschiedenen Wolken. Nur noch wenige Tage und noch so viele Wunschzettel, die es zu erfüllen galt. In diesem Jahr hatte es ganz besonders viele brave Kinder gegeben, deshalb würde zwar Knecht Ruprecht nicht allzu viel zu tun bekommen, doch wie üblich würde er heute noch mal die Kinder besuchen, die nicht ganz so brav gewesen waren und sie dann erinnern, dass es jetzt guter Führung bedurfte, wenn man das Christkind wohlgefällig stimmen wollte. Gerade hatte er die Tür geöffnet um unauffällig den Himmel zu verlassen, da flog ihm auch schon ein heller Lichtfleck an der Nase vorbei. „Es ist schrecklich, ganz schrecklich… ich muss unbedingt zum Christkind!“ konnte er die Weihnachtselfe noch keuchen hören, bevor sie hinter ihm in den Himmel verschwand.

    „Noch einmal und dieses Mal ein wenig ätherischer!“ ungeduldig klopfte die alte Dame mit dem Taktstock auf einen Notenständer. „Weihnachten steht vor der Tür! Da kann man nicht einfach so drauf los singen! Wenn erst die anderen Stimmen dazukommen… das muss doch klingen!“ Florine hörte ein paar andere Engelchen seufzen. Musste die immer so streng sein? In diesem Augenblick flitzte ein kleiner Lichtblitz an der Nasenspitze der Lehrerin vorbei und diese blickte mit gehobenen Brauen einer kleinen Weihnachtselfe hinterher, die leise vor sich hinmurmelte „Es ist schrecklich, ganz schrecklich… ich muss unbedingt zum Christkind!“

    Auch Sternenglanz und ihre Freunde konnten die Lichtkugel, welche von der Sängerinnenwolke zugeschossen kam. Gerade hatten sie einen wunderschönen Schlitten für einen besonders braven Jungen verpackt. So kurz vor Weihnachten, wenn alles knapp wurde, mussten eben alle mithelfen, damit rechtzeitig alles fertig wurde. Dieses Jahr würde Sternenglanz erst im Elsass verteilen und dann, wegen besonderem Fleiß im Vorjahr, war sie auserwählt worden auch der Befana zu helfen. Einmal Venedig zu besuchen war schließlich schon immer ihr Wunsch gewesen.

    Unschlüssig stand Willy vor der Tür, die ihn in den Stofftierraum bringen würde. Endlich war es so weit, er hatte die Möglichkeit erhalten, an Weihnachten mitzuwirken… Als Modell für ein Kuscheltier?!

    „Und, wie schaut’s aus? Klappt es?“ Neugierig sah der Engel Rabutze an. Diese neumodischen Spielzeuge, die die Kinder heutzutage wünschten waren wirklich nicht so leicht herzustellen! Da hatte sich ein Mädchen tatsächlich eine Puppe gewünscht, die sprechen konnte. Ein sehr braves Kind, das kein besonders schönes Jahr gehabt hatte, deswegen war es auch besonders wichtig, dass diese Puppe ein Meisterstück wurde. Sie hatten sich extra Hilfe vom Nordpol kommen lassen, doch bisher blickte sie ihren Schöpfer immer nur aus großen blinzelnden Augen an und plärrte „Dolly!“

    Ok, das war der letzte potentielle Arbeitgeber. Santa hatte lieber seinen kleineren Bruder genommen. „Tut mir leid, aber du passt nicht so wirklich ins Team!“ Väterchen Frost hatte ihm einen Job angeboten, noch hatte er nicht abgesagt, doch Russland war nicht sein Traumziel. Die Befana bevorzugte Hexen und Engel… Vielleicht hatte das Christkind eine Aufgabe für ihn? Doch bisher stand Armin nur vor dem Himmelstor, in sicherem Abstand, dass man ihm nicht aufmachte. Doch da, eine Weihnachtselfe – war das Tink? – schoss an ihm vorbei und auf das Himmelstor zu, in dem sich gerade eine kleine Tür geöffnet hatte. Ein großer, bärtiger, mürrisch dreinblickender Kerl trat gerade heraus, als die Elfe an ihm vorbeizichte…

    "So Long, and Thanks for All the Fish."
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  2. #2
    Mitglied Avatar von Aethratas
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    Willy

    Willy klopfte an der Tür an "Hallo?" fragte er zögerlich und watschelte einige Schritte von der Tür zurück. Geduldig betrachtete er den Türgriff und hoffte dass sich bald eine Reaktion zeigen würde. Der kleine Pinguin bewegte seine nicht zum Fliegen erdachten Flügeln hin und her. Er war nervös, ja, er war schließlich zum ersten mal hier, und er war neugierig was ihn wohl erwarten würde.
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  3. #3
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    Florine sah der Elfe nach und wunderte sich >Oh, was ist denn da passiert? Sie sah ganz bestürzt aus, ob sie Hilfe braucht?<
    Doch kein Engelchen traute sich laut seine Gedanken zu äußern, zuviel Angst herrschte vor der strengen Lehrerin.
    Bestimmt würde sie gleich wieder mit ihrem Stock auf den Ständer hauen und sie wieder und wieder das selbe Lied singen lassen. Florine meinte, dass sie eigentlich schon ganz gut sangen, nur in der letzten Reihe waren zwei, die bekamen es einfach nicht hin...

  4. #4
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    "Huch!" meinte Sternenglanz nur als die Weihnachtselfe so rasch an der Verpackungswolke vorbeischoß. "Was ist denn jetzt los?" Verwundert wuschelte der kleine Engel sich durch ihre slibrigweißen Haare, dann sah sie zurück zum Schlitten. Der war ja sehr gut gelungen! Der kleine Junge würde sich bestimmt riesigen freuen, wenn er dieses tolle Geschenk bekam. Und erst wenn er es geöffnet hätte... Aber es waren noch viele Geschenke zu verpacken und keine Zeit, jedes einzelne ausgiebig zu betrachten. Nun, Hauptsache, es gefiel den Kindern!

  5. #5
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Mürrisch murmelte Ruprecht in seinen zotteligen schwarzen Bart: "Grmbl. das sind viel zu wenige. Was gelaubt es eigendlich, ich sei verkalkt oder ich sei zu alt? Glaubt er das ich es nicht mehr schaffe? Oder wird er von Jahr zu Jahr gutmütiger. Ich bin gerade mal etwas älter als 1650 Jahre. Was glaubt es eigendlich und Nikolaus ist auch nicht besser. Jedes Jahr wird es leichter für die kleinen Bälger auf die Liste der braven Kinder zu kommen. Das gibs doch nicht wenn das so weiter geht bin ich in ein paar Jahren arbeitslos, dann werden sie mich ins Postamt oder in die Verpackungsabteilung stecken. Ich werde einmal ein ernstes Wörtchen mit den beiden reden müssen. Was..."
    Gerade als sich der alte Ruprecht so richtig in seine kleine leise gemurmelte Schipftriade hineinsteigern wollte wurde er aus seinen Gedanken gerissen eine der kleinen viel zuhell leuchtenden Weihnachtselfen wichte an ihm vorbei so das er fast das Gleichgewicht verloren hätte. Sie plapperte aufgeregt etwas vor sich her irgendetwas war schlimm gewesen und sie müsse zum Christkind.
    Er rief dem kleiner werdenen Lichtfleck hinterher: "Dann geh halt hin und halte ehrliche Knechte nicht von der Arbeit ab." Aber mit einem hatte die Elfe recht es war wirklich schlimm geworden. "Es sind einfach nicht genug auf meiner Liste und wie ich die anderen kenne wird bis zum Heiligen Abend nicht ein einziges Kind mehr auf meiner Liste stehen." Fast währe er gegen das Rentier gelaufen das unschlüssig vor dem Himmelstor herumstand. Die brummige Bassstimme wurde nun etwas lauter so das man ihn deutlich hören konnte. Wie üblich verfiel er auch gleich wieder in seinen tadelnden Tonfall den er immer benutze um die unartigen Kinder zu bekehren. Eigendlich war kaum ein unterschied zu seiner normalen Stimmlage nur wer ihn wirklich gut kannte war in der Lage sie zu unterscheiden.
    "Was machst Du denn hier draußen solltest du nicht drinnen bei den anden sein, oder am Nordpol, oder am Korvatunturi oder woh ihr euch sonst so herumtreibt?"
    Geändert von Shane_Gooseman (21.12.2008 um 21:56 Uhr)

  6. #6
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    "Heh da", rief Armin brummig, als das kleine quierlige Etwas an ihm vorbeirauschte, "ick glob ick spinne, mach ma 'n Tacken langsamer, haste nich jesehn, dass hier och noch andere Leute unterwegs sind?"
    Kopfschüttelnd sah das Rentier der Elfe hinterher. Na super, jetzt war das Tor auch noch offen, jetzt musste er wohl rein. Naja. Und wer kam da? Dem Bart nach zu urteilen musste der Kerl ja uralt sein. Und - heh, der lief genau auf ihn zu, sah der ihn nicht?
    Doch glücklicherweise bemerkte Knecht Ruprecht ihn gerade noch rechtzeitig, bevor es zu einem Zusammenstoß gekommen wäre.
    Skeptisch hob Armin eine Augenbraue, als der Mann ihn mit so großväterlich-tadelndem Tonfall seine Frage stellte. Was ging denn jetzt ab? Diese Art hatte ihn bei Santa schon immer abgenervt.
    "Sachma, kann ick hier draußen nicht machen, wat ich will? Aber immer im mit der Ruhe, ick bin ja schon uffm Wech nach drinne. Alles easy."

  7. #7
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    Rabutze verdrehte die Augen. Er hasste Engel. Und er hasste ... naja ... eben alles an ihnen. Die Zipfelmütze tief ins Gesicht gezogen spuckte er vor "Herrn Ungeduldig" auf den Boden und ließ danach ein leises Brummen vernehmen.

    Er wusste sowieso nicht, weshalb er mit in dieser $*#+!§ Werkstatt mithelfen sollte. Er war hier der Cheftechniker. Kümmerte sich sonst um den Schlitten, um große Geschenke für Firmenbosse und verwöhnte, reiche Kinder. Außerdem durfte er auch oft mit organisieren. Er war (zumindest glaubte er das) ein wichtiger Garant dafür, dass am Weihnachtsabend alles glatt lief.

    Geräuschvoll zog Rabutze den restlichen Rotz hoch und konzentrierte sich wieder auf diese blöde Puppe. "Dolly"!?! Also wirklich. "Ja, ja" grummelte er nun dem Engel hinter seinem Rücken zu und schlug heimlich mit der flachen Hand mehrfach auf den Kopf der Puppe. Vielleicht half es ja. Rabutze konnte sich nämlich überhaupt nicht erklären, warum das Ding nicht lief. Er hatte die Mechanik mehrfach auseinander genommen, Einzelteile erneuert, verbessert, gebaut, ersetzt, geschmiert und so weiter. Und trotzdem plärrte ihm das Miststück weiterhin mit frechem, unverkennbar hämischen Ton seinen albernen Namen ins Gesicht. Ja, Rabutze hasste auch die Puppe. Damit durfte sie sich ziemlich weit vorn auf die von der Erde bis zum Mond reichenden Liste hassenswerter Dinge einreihen.
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  8. #8
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    Selbst die Rentiere waren nicht mehr das was sie einmal waren. Wie sprach dieses Tier überhaupt mit ihm wusste das Vieh nicht wer er war? Das war ja mal wieder typisch. Wo waren nur die guten alten Zeiten geblieben.
    "Dann geh und stehe hier nicht im Weg herum. Wir anderen haben nicht so viel Zeit wie ihr Rentiere wir müssen auch schon vor den Heiligen Abend arbeiten."

  9. #9
    Mitglied Avatar von Aethratas
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    Willy setzte sich hin und rieb sich mit seinem rechten Flügel über den Kopf. "Vielleicht bin ich hier falsch?" Er sah sich um "Hmm, ist hier vielleicht jemand den ich fragen könnte?" sprach er mit sich selbst
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  10. #10
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Die Tür flog mit einem Mal auf. Ein kleines Engelchen etwa so wie Willy, sah ihn mit großen Augen an und fasste dann mit seiner Hand den Flügel des Vogels. „Da bist du ja endlich!“ rief es aufgeregt… „Komm, wir wollen noch heute fertig werden!“ Es zog den Pinguin hinter sich her in einen großen Raum, wo ein kleines Podest stand und viel Engelchen mit Zeichenblöcken, Scheren und ähnlichem saßen. „Hier ist er endlich!“ rief der Engel, setzte Willy eine rote Zipfelmütze auf und schlang ihm einen rotweißgestreiften Schal um den Hals. Doch bevor Willy das Podest besteigen konnte läuteten auf einmal Glocken. Erst ein leises Bimmeln, dann immer lauter und lauter bis es schließlich schien als würde der ganze Himmel erschallen. Die Engel strömten alle in eine Richtung und zogen Willy mit sich…

    Florine hatte Recht. Donnernd schlug die Chorleiterin auf ihren Ständer und die Stimmen erschallten, glockenklar… Moment, das waren nicht die Stimmen ihre Freundinnen, das waren die großen Glocken, die alle zur Hauptwolke riefen. Schon ließ die Lehrerin den Stock sinken und sah sich um, viele andere Gruppen hatten sich schon auf den Weg gemacht und strömten an ihnen vorbei…

    Ein weiteres Geschenk landete vor Sternenglanz – ein dicker warmer Pulli aus Schafswolle. „Karina, Zillertal“ stand in goldenen Lettern daran. Zur Auswahl gab es verschiedene schöne Papiersorten, doch als sich der Engel gerade eines aussuchen wollte, fingen die Glocken an zu bimmeln. Die Bedeutung kannte jeder, es war ein Aufruf zur Hauptwolke zu kommen. Ein Aufruf, dem bereits einige folgten…

    Die Glocken schallten so laut, dass selbst Knecht Ruprecht und Armin nicht umhin konnten sie zu hören. Während der alte Mann sofort wusste, dass dies ein dringender Aufruf war, zum Christkind zu kommen, konnte das Rentier das Bimmeln so gar nicht einordnen…

    Missbilligend hatte der Engel den grummelnden Riesenwichtel beobachtet. Rabutzes Verhalten passte so gar nicht hierher. Aber er hatte ohnehin noch nie viel von Wichteln gehalten, hoffentlich kehrte dieser selbsternannte Gott der Werkstatt bald wieder an den Nordpol zurück. Mit Genugtuung betrachtete der aus den Augenwinkeln, dass auch der Wichtel anscheinend nicht weiterwusste. Der Schlag auf den Hinterkopf der Puppe zeigte jedoch Wirkung. Sie öffnete ihre blauen Kulleraugen noch ein Stück weiter, riss den Mund auf und begann… zu bimmeln? Immer lauter, immer lauter… Auf einmal hörte Rabutze eine Stimme hinter sich „Worauf wartest du? Beeil dich…“ die Engel strebten alle in eine Richtung…
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  11. #11
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    Sternenglanz hatte schon die kleine Hand nach einer Rolle dunkelblauen Papiers mit weißen Schneesternen ausgestreckt, da passierte es: Lautes Geläut! Erschrocken fuhr das Engelchen hoch in die Luft und ihre silberweißen Flügel schlugen hektisch, wodurch die überall herumliegenden Papierstücke, Schleifen und anderen losen Dekorationsartikel auf der Wolke herumgeweht wurden. "Ach herrjemine!" zirpte sie aufgeregt und beruhigte ihren Flügelschlag. "Was mag da nur passiert sein? Hoffentlich geht es allen gut!" Eilig schloß sie sich den anderen Engeln an und sauste zur Hauptwolke. Wenn diese Glocken erklangen, dann war es wichtig!

  12. #12
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    Willy

    Es ging so hektisch zu, dass Willy am Ende garnicht mehr wusste was eigentlich los war. Zuerst zogen sie ihm diese Mütze und den Schal an, und dann wurde er schonwieder weggeschleift, als er sich gerade positionieren wollte. Er hielt sich die Mütze fest, damit sie nicht von seinem Kopf fiel und versuchte irgendetwas in der Richtung zu erkennen in die es ihn mehr oder weniger zwanghaft zog. "Was ist denn los?" fragte er verdutzt und sah von einem Engelchen zum nächsten.
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  13. #13
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    "Ohje!" rief Florine aus, kniff die Augen zusammen* und schüttelte ihr langes, blondes Haupthaar >Das sieht gar nicht gut aus, was ist da nur passier?< Sie schüttelte ihre flauschig-weißen Flügelchen unter den blonden Strähnen hervor und achtete darauf, dass kein Stoff ihres weißen, mit hellblauen und hellvioletten Blümchen besäumten Kleides an ihnen hängen blieb. Dann wandte sie den Kopf zu den anderen, ob es schon losging.
    Sie war zwar einer der ungeduldigsten Engel, aber ganz vorstürmen wagte sie im Angesicht der Chorleiterin nun wirklich nicht.


    Ungefähr so: /><\


  14. #14
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    Armin hatte schon angesetzt, dem Alten was zu husten von wegen "arbeiten" (er war bei diesem Thema leicht empfindlich), als plötzlich ein Riesenlärm veranstaltet wurde. Und dabei konnte man sich als Paarhufer so verdammt schwer die Ohren zuhalten.

    "Na wat'n jetzt los?", fragte er Ruprecht und machte ein Kopfbewegung in Richtung des Himmelsinneren, wo jetzt einiges in Bewegung zu geraten schien. "Jetzt sach nich, ihr besorcht hier auch erst allet am 23., dat wär nun doch knapp, menste nich?"

  15. #15
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    So etwas kam auch immer zu absolut falschen Zeit. Dieses Glockengeläut bedeutete meistens nichts Gutes.
    "NA was soll es schon bedeuten, das Christkind ruft alle himmlischen Helfer zusammen. Das sollte man dir in deiner Ausbuldung zum Weihnachtsrentier beigebracht haben." Grummelte der Alte und wand sich um. Er murmelte irgendetwas in seinen Bart, von dem Armin kaum etwas verstand.
    "...humbug...keine Zeit...immer das selbe...Leben schwer..."
    Plötzlich drehte sich Knecht Ruprecht wieder zu dem Rentier herum.
    "Bist dort festgewachsen? Nun komm mit, oder hast Du etwas besseres vor?" Die blitzeneden Augen und der Tonfall des Alten ließen erahnen das er nicht wirklich eine Antwort erwartete. Ruprecht stapfte nun wieder in Richtung des Himmelstores umd dem Aufruf folge zuleisten.

  16. #16
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Sternenglanz hatte Glück. Mit ihren geübten Flügeln gelang es ihr einen Platz ganz vorn zu ergattern, obwohl die Verpackungswolke recht weit von der Hauptwolke entfernt gewesen war.

    "Hauptwolke... Wichtig... Versammlung!" plapperte das Engelchen und zog Willy halb fliegend, halb rennend hinter sich her. Vor sich sah er bereits eine riesige, goldig leuchtende Wolke auf die hunderte Engel und einige andere Wesen zuströmten.

    Die Chorleiterin hatte ordentlich ihren Stab zur Seite gelegt, die streng nach hinten aufgesteckten Haare glatt gestrichen und ihr langes Kleid zurecht gezupft, bevor die ihre großen Schwingen ausbreitete und davon flog, in Richtung Hauptwolke. Bald war sie nur noch ein schwarzer Fleck und auch die anderen Engelchen neben Florine hatten sich bereits auf den Weg gemacht, weit weniger stilvoll, viel hektischer und doch um einiges langsamer trugen die kleinen Flügelchen die Singengelchen nach und nach davon.

    Ruprecht sah nur noch vereinzelte Engelchen davon hasten. Noch war das Läuten unvermindert laut, doch er wusste es eilte, wollte er nicht zu spät kommen. Sobald die Glocken verstummten würde das Christkind erscheinen und als einer der höheren Wesen der Weihnacht, war es angebracht an seiner Seite oder doch zumindest weit vorn zu stehen. Dennoch schien es ihm angebracht auch Armin mit zu nehmen. Wenigstens kannte er einen schnellen Weg zur Hauptwolke... Einen geheimen Weg...

    Zitat Zitat von Felina Noctis Beitrag anzeigen
    Missbilligend hatte der Engel den grummelnden Riesenwichtel beobachtet. Rabutzes Verhalten passte so gar nicht hierher. Aber er hatte ohnehin noch nie viel von Wichteln gehalten, hoffentlich kehrte dieser selbsternannte Gott der Werkstatt bald wieder an den Nordpol zurück. Mit Genugtuung betrachtete der aus den Augenwinkeln, dass auch der Wichtel anscheinend nicht weiterwusste. Der Schlag auf den Hinterkopf der Puppe zeigte jedoch Wirkung. Sie öffnete ihre blauen Kulleraugen noch ein Stück weiter, riss den Mund auf und begann… zu bimmeln? Immer lauter, immer lauter… Auf einmal hörte Rabutze eine Stimme hinter sich „Worauf wartest du? Beeil dich…“ die Engel strebten alle in eine Richtung…
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  17. #17
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    "Huff, huff!" machte Sternenglanz als sie sich auf einem freien Platz, immerhin ganz vorn, niederließ. Ihre Bäckchen waren ganz rot, so schnell war sie geflogen! Ha, es kam halt doch nicht nur auf die Spannweite an wie einige der großen Engel behaupteten. Neugierig ließ sie ihre Blicke schweifen während sie ihr weißes Hemd mit den silbernen Sternchen zurechtzog. Was war wohl der Grund für diese Versammlung?

  18. #18
    Mitglied Avatar von Aethratas
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    Willy setzte sich hinter die anderen Engel und sah in die Runde "Ui, ihr seid ja viele hier, muss ja auch schnell gehen zu Weihnachten" bemerkte der Pinguin während er sich am Hinterkopf kratzte. Er war gespannt darauf wozu sie sich hier alle wohl versammelten.
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  19. #19
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    Florine plusterte ihre Wangen auf. Sie war ein wenig pummelig, das Starten war das schwierigste, aber dadurch hatten ihre Flügelchen auch schöne Muskeln entwickelt und sie strengte sich an, mit den anderen mindestens! Schritt zu halten.

  20. #20
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    Verdutzt besah Rabutze die alberne Puppe. "Was soll denn jetzt das blöde Gebimmel" fluchte er leise und schüttelte das Ding. Plötzlich forderte der Engel ihn auf ihm zu folgen. Rabutze verdrehte genervt die Augen. "Was denn nun noch?!" brummte er laut. Langsam setzte er sich in Bewegung und strebte dem aufgeregten Pulk nach.
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  21. #21
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    Knech Ruprecht hatte Armin mit sich zu einer kleinen Türe genommen, die silbrig schimmerte. "Hier entlang geht es schneller!" und eh das Rentier sich versah wurde es durch die Tür geschoben und holter die Polter herumgewirbelt und landete direkt vor der untersten Stufe einer breiten silbernen Treppe, welche zu einem goldenen Tor führte. Rings um ihn tummelten sich unzählige Engelchen und Engel und viele andere. Ruprecht war allerdings nirgends mehr zu sehen.

    Auf einmal tauchte aus einer silbernen Staubwolke ein Rentier direkt neben Sternenglanz auf.

    "Aus dem Weg!" ein großer Rauschegoldengel sauste an Florine vorbei. Sein langer Goldschweif verhedderte sich an dem Engelchen und zog es hinter sich her, so dass die kleine Sängerin viel schneller als erwartet das Ziel erreichte und ziemlich weit vorne herabplumste. Nur ein Rentier und ein weiteres Engelchen mit roten Bäckchen waren zwischen ihr und der Himmelstreppe.

    Rund um Willy wogten die Engelchen und Engel und schoben den kleinen Pinguin hin und her und immer weiter nach vorne. Bald erkannte er keinen mehr unter ihnen, die Maler waren wohl weiter hinten. Von seitlich strömten einige etwas schmutzig aussehende Engel herbei. Einer hatte eine Lederschürze umgebunden und ein anderer eine Bille mit Vergrößerungsgläsern vor die Nase geschoben. Unter all den Engeln stach außerdem ein sehr mürrisch wirkender Wichtel hervor. Rabutze war dem Pulk Technikerengel gefolgt und ziemlich weit außen aber doch schön vorne in der wuselnden Menge angelangt.

    Doch nun hörten die Glocken auf zu läuten. Alle konnten sehen, wie die goldene Pforte sich langsam öffnete und ein strahlendes Licht brach daraus hervor. Das Christkind war erschienen. Jeder sah es so, wie er es sich immer vorgestellt hatte, nur noch viel lieblicher und wunderbarer als alles was er je zuvor gesehen hatte. Hinter dem Leuchten trat ein großer Engel mit riesigen weißen Schwingen hervor, der einige Schritte die Treppe herab schritt, sich dann räusperte, eine Pergamentolle hervorholte und mit lauter, wohlklingender Stimme zu lesen begann.

    "Soeben hat uns ein Bote vom Nordpol erreicht. Der Weihnachtsmann braucht dringend unsere Hilfe! Eines seiner Rentiere ist spurlos verschwunden, ausgerechnet jenes, welches den Schlitten führt. Da dieses Rentier unersetzlich ist, muss es unbedingt gefunden werden, sonst kann der Weihnachtsmann nicht zu den Kindern fahren. Es gibt nicht genug Engelchen, als dass wir seine Länder so kurzfristig übernehmen könnten und außerdem haben wir ja am Vorabend alle Hände voll zu tun. Es ist schrecklich! Deshalb hat das Christkind beschlossen, dass einige von euch losziehen sollen um Rudolf - so heißt das verschollene Rentier - zu suchen!"
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  22. #22
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    Willy versuchte sich aus der Masse herauszuschieben und gelangte schließlich schwer schnaufend zu Rabutze. "Puh.. ganz schön voll hier..." Er setzte sich hin. Als sich die Tür öffnete und das Christkind heraustrat wurden seine Augen ganz groß und bekamen ein gewisses Funkeln. Aber es hielt nicht lange an, nur so lange bis das Christkind verkündet hatte dass Rudolf verschwunden war. Er wandte sich zu Rabutze um "Hast du das gehört?!? Wie schrecklich!!"
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  23. #23
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    "Huch!" machte Sternenglanz als so plötzlich aus dem nichts ein Rentier neben ihr landete. Sie wedelte den silbrigen Staub beiseite und betrachtete ihren Nachbarn eingehend aus nachtblauen 'Augen. "Geht es dir gut?" zirpte sie. "Du siehst irgendwie unglücklich aus."

    Bevor sich Sternenglanz aber näher mit Armins Problemen beschäftigen konnte, öffneten sich die Tore der Himmelspforte und das Christkind war zu sehen. Mit glänzenden Augen betrachtete sie es bis ein Engel vortrat und die wichtigen Nachrichten verkündete. "Rudolf? Hat der nicht eine rote Nase?" murmelte sie halblaut und lugte hinüber zu ihrem Nachbarn, ob er nicht doch eine rote Nase hätte, die sie vorhin übersehen hatte.

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