szmtag Der Elfenkrieg - Renaissance - Seite 2
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  1. #26
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    "Nein!"
    Wie eine feine Klinge so hatte Soldans Ruf die Luft durchschnitten, als Levar sein Schwert hatte niedersausen lassen, doch es war zu spät und so hatte er sich nur noch abwenden können, als der Kopf der Kreatur rollte. Er spürte Trauer und Zorn in sich aufsteigen - es wäre nicht nötig gewesen, die Echsenfrau zu töten. Auch kam Scham ihn ihm selbst auf - er hatte eingreifen wollen und gezögert, vielleicht wäre es nicht dazu gekommen, hätte er beherzter agiert.

    Doch nun war keine Zeit das vergossene kalte Blut zu betrauern oder sich selbst Vorwürfe zu machen. Schon überschlugen sich die nächsten Ereignisse und ehe er so recht realisierte, war bereits ein weiterer Toter zu beklagen und sie selbst sahen sich von Stadtwachen umringt. Ilumbras fester Griff schmerzte fast und so signalisierte er mit einem sanften Zurückziehen seines Arms, dass sie ihn loslassen konnte. Kaum, dass dies geschehen war, suchte sein Blick den Gardisten, welcher unaufhörlich rief, dass sie sich in Gewahrsam zu begeben hatten. "Herr", sprach er ihn mit ruhiger aber tragfähiger Stimme an, und vergaß nicht, sich der Höflichkeit halber zu verbeugen, "wir haben lediglich unsere Waren hier feilgeboten, als der Wagen umgestürzt wurde. Wir haben mit dieser Angelegenheit nichts zu tun."

  2. #27
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Unbewusst hatte Ilumbra Soldan losgelassen, sobald dieser sich gegen ihren Griff wehrte. Sein Ausruf schmerzte sie, sie spürte sein Entsetzen, auch wenn ihr selbst das Schicksal der Echse herzlich egal war im Angesicht dieser Gefahr. Unter anderen Umständen hätte sie sich vielleicht sogar auf die Seite des riesigen Wesens geschlagen, diese Hinrichtung war absolut nichts, was sie gut hieß. Doch auch wenn diese Wahrnehmungen in diesem Moment ihr Bewusstsein berührten, so war es doch nur ein flüchtiger Hauch. Ohne Soldans Reaktion hätte sie es wohl nicht einmal wirklich bemerkt. Sinnlose Tode - es würde sicherlich gleich noch mehrere davon geben und sie konnte nur hoffen, dass sie bis dahin weit weg wären.

    Dann hörte sie auf einmal klar und deutlich die Stimme ihres Bruders. Wunderschöne Melodie in ihren Ohren, doch riefen seine Worte Entsetzen in ihr hervor. Er hatte die Aufmerksamkeit auf sich gezogen, hatte die Wachen angesprochen. Würden diese närrischen Menschen es nicht für eine bloße Finte halten? Würde man sie nun nicht erst recht verdammen? Ihr wurde in diesem Moment bewusst, dass fast alle dieser Aufrührer elfischen Ursprungs war. Die verschiedensten Völker und doch gehörten sie anscheinend zusammen und wenn so viele Elfenvölker beteiligt waren, wie würden die beiden Waldelfen auf die Menschen der Stadt wirken? Doch es blieb noch eine Hoffnung, die Händler kannten sie bereits - nicht gut, aber doch flüchtig und vielleicht gut genug, dass man wusste, dass sie nicht zu diesen Reisenden gehörten...
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  3. #28
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    Jhunae steht wortlos auf und klopft sich den Staub von der Kleidung, dabei sammelt sie auch ihre Gegenstände kurz auf. Schliesslich stützt sie sich auf ihren Stab und wartet ab.
    Levars Kommentar war in ihren Augen überflüssig. Er selbst hat die Echse angegriffen und Jhunae hatte ihr genügend Zeit gegeben um zu fliehen. Wie hiess es doch so schön, wer mit dem Feuer spielt... Allerdings hat sie das schnelle und fast schon einfache Ende des Kampfes etwas überrascht, auch wenn sie das nie zeigen würde.

  4. #29
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Perres' Krallen drangen zu ihrer großen Befriedigung tief in das Fleisch der Echse ein. Lange konnte sie sich aber nicht halten, da wurde sie auch schon abgeschüttelt, flog erneut auf ihren geschundenen Rücken und bekam den Schwanz der Echse zu spüren. Sie schmeckte Blut und ihr Kinn schmerzte fürchterlich. Für einige Momente war sie sich nicht sicher, ob sie wach bleiben konnte, aber dann klarte sich ihr Blick und sie bekam gerade noch mit, wie Levar dem Echsenweibchen die letzte Gnade erwies.

    Langsam stand Perres auf, da wurde sie Azagodain und seiner Kumpane gewahr... und dem Pfeil, der einen der Letzteren richtete. Großartig! Die Stadtwache. Und das alles nur, weil diese Idioten die Echsen mitten in der Stadt befreien mußten.
    Sie zog ihre Krallen ein und hob ihre Hände ergeben. Nachdem eine der zwei Waldelfen, die, ähnlich wie ihre Gruppe, wohl nur zufällig in den Tumult geraten waren, gesprochen hatte, sprach Perres: "Auch wir haben mit dieser Sache nichts zu tun." Damit deutete sie auf sich selbst, Jhunae, Levar und Enrik. "Wir wollten lediglich einkaufen als die da die Sklaven befreit haben." Nun wies Perres zu Azagodain und seinem noch lebenden Spießgesellen. Sie spuckte Blut aus. "Verdammte Echse! Seht, wie uns das Biest zugerichtet hat!"

    Normalerweise lag es Perres nicht, über andere Rassen herzuziehen, aber je mehr sie sich von ihnen distanzierten, desto besser konnte das nur für ihre Gruppe sein.

  5. #30
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    Der Gardist unterbrach sein Rufen abrupt und wandte sich Soldan zu: "Unsere Aufgabe ist es eventuelle Aufrührer und Straftäter in Gewahrsam zu nehmen." Sein Blick wanderte zu Perres. "Eure Unschuldsbekundungen könnt ihr vor dem Gericht äußern. Seid Ihr unschuldig, so wird euch auch nichts geschehen. Widerstand allerdings verschlimmert Eure Lage nur." Tatsächlich war das Gericht Oltunas' für eine vergleichsweise gerechte Rechtsprechung bekannt. Noch dazu hatte man in diesen Landstrichen als Zwerg oder Elf wenig zu befürchten. Die Richter hier gingen lieber gegen Echsen und Ihresgleichen hart vor.
    Das Problem mit dieser Gerichtsbarkeit war allerdings dass man bis zu 6 Wochen unter erbärmlichen Haftbedingungen auf seinen Prozess zu warten hatte.

    Ringsum auf dem Marktplatz konnte das kleine Grüppchen derweil weitere Verhaftungen derselben Art beobachten. Die Wachen waren offenbar gut ausgebildet, so dass Flucht und/oder Widerstand sofort zu einer schnellen aber blutigen Angelegenheit wurde.

    Levar hatte in der Zwischenzeit Enrik aufgeholfen. Perres' Kommentar hatte ihn kurzzeitig verwundert, doch Enrik und er nickten bestätigend und begaben sich an die Seite der Frostelfe, um die Einheit zu demonstrieren. "So hört doch zu, wir ..." versuchte es Levar erneut, doch nun trat der Befehlshaber der Wachleute (zu erkennen an zwei goldenen Streifen über jeder Schulter) dazu und unterbrach den Dunkelelf: "Ihr habt uns gehört. Legt Eure Waffen nieder und ergebt Euch und Euch wird nichts geschehen! Gilt Eure Unschuld als bewiesen, werden Euch Eure Habseligkeiten selbstverständlich wieder ausgehändigt werden. Eine andere Option kann ich leider nicht anbieten.

    Der "Kumpane" Azagodains sah offenbar tatsächlich keinen anderen Ausweg, kniete sich hin, und hob stumm die Hände über seinen Kopf.

  6. #31
    Mitglied Avatar von Aeonra
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    Unter Jhunaes Umhang, vor den Augen der Wachen geschützt steckt sie kurerhand eines ihrer Messer nicht ins Halfter sondern unter ihre Lederklamotten. Zudem tritt sie zu einer Wache heran und beginnt ihr die restlichen Waffen zu übergeben. Flink öffnet sie die Schnallen der Messergurte und rollt diese zusammen. Dabei achtet sie darauf, dass der Gurt wo ein Messer fehlt so zusammenrollt, dass die Wache unmöglich gleich erkennen kann, dass ein Messer fehlt. Danach zieht sie den Dolch aus dem Halfter und übergibt auch diesen. Das leere Rückenhalfter behält sie an, denn darunter, unter dem Lederoberteil sitzt das versteckte Messer. Es fühlt sich kalt an. Allerdings dürfte es dort schwer sein zu ertasten, da das Halfter darüber liegt und der Umhang tut ein weiteres um davon abzulenken und verdeckt auch eventuell vorhandene Ausbeulungen. Zu guter letzt übergibt sie der etwas überforderten Wache (weil die vielen Halfter und Messer halten plus Stab und eigene Waffe etwas umständlich sein dürfte) ihren Stab und folgt einfach den anderen 'Gefangenen'.
    Ihren Beutel behält sie aber, darin findet sich ja nichts, was einer 'Waffe' ähnelt.

    [ooc] jaja ich weis. aber kleine Waffen sind numal praktisch [/ooc]

  7. #32
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Dann reicht ihm einer seiner Gefährten die Hand. Azagodain ließ sich auf die Beine helfen. "Ich habe sie nicht getötet. Sie rastete aus und diese Narren haben sie ohne ein Wort bekämpft und getötet."
    Zorn stieg in ihm auf.
    Diese närrischen Idioten!
    Azagodain fluchte bei allem, was ihm wichtig war. Ein Leben zu beenden, vor allem in dieser Situation war mehr als töricht - seiner Ansicht nach.
    Die Echse war tot und die Wachen aufmerksam geworden. Er hielt sich einen Moment die Wange und sah sich in alle Seiten um. Er hatte nicht die Absicht, die Wachen zu bekämpfen und schon garnicht, sie zu töten. Er wollte die Sklaven befreien, denn Sklaverei war ihm zuwider.

    Dann fiel der "Mönch" tot in sich zusammen.

    Azagodain zog den anderen aus der Flugbahn der Pfeile und sah sich erneut um. "Weg..." Sein ruf wurde unterbrochen. Die Soldaten wurden immer mehr und kamen aus allen Richtungen.
    Die beiden Händler, Soldan und Ilumbra, wiesen jede Schuld von sich, die Wachen würde das kaum interessieren dachte Azagodain bei sich.

    Dann kam die Anschuldigung von Perres und der Elf schmunzelte leicht.

    Der Hauptmann der Wache sprach erneut auf die Gruppe ein. Azagodain war sich relativ sicher, dass die anderen freigesprochen würden, schließlich hatten sie sogar geholfen, den Sklavenaufstand zu beenden, doch er selbst rechnete nicht damit, dem Kerker lebend zu entkommen. Leider schien es hier auch nicht groß anders zu sein, wenn er kämpfen würde, doch immerhin hatte er so eine Chance. In einer flüssigen Bewegung zog er beide Schwerter aus den Hüften und spähte zugleich nach einer Lücke in der Phalanx.

    "Lebt wohl", sprach er in Richtung seines Gefährten, dann stürmte er voran, direkt auf den Hauptmann zu, um sich mit flinken Bewegungen an den Wachen und Hilfe seiner Schwerter und Technik durch sie hindurch zu bewegen, möglichst ohne dass jemanden zu Tode kam, einschließlich er selbst.
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  8. #33
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Sie hatte nicht das geringste Bedürfnis, dass man sie wochenlang einsperrte und vielleicht noch hinter ihre Geheimnisse kam. Also fasste Ilumbra einen Entschluss. Als der Aufständische mit seinen zwei Schwertern in Richtung Stadtausgang floh, griff sie blitzschnell in einen kleinen Beutel von ihrem Gürtel und legte die Hand an den Mund. Das feine, graue Pulver das darauf lag, blies sie sanft in die Luft, es würde die Sinne der Umstehenden trüben und verwirren, ähnlich wie dicker Rauch mancher Pflanzen die Augen tränen lässt und zu Euphorie führt. Ihr Pulver war so fein, dass es keinem auffallen würde und die Magie verteilte ihren Atem mit dem Wind. Sobald ihr Zauber Wirkung zeigte, würde sie Soldan an der Hand fassen und mit ihm fliehen. Sie selbst war gegen jene Mittel immun und ihren Bruder würde sich schon wieder ausnüchtern...


    So zumindest der Plan...

    Geändert von Felina Noctis (03.12.2008 um 21:35 Uhr)
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  9. #34
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    In Soldans Brust zog sich etwas zusammen bei den Worten des Hauptmannes, eine Mischung aus Furcht, Ärger und Hilflosigkeit. Wie konnte es angehen, dass man durch puren Zufall in eine solche Angelegenheit geriet und sofort unter Generalverdacht stand? Die Wachen machten sich nicht einmal die Mühe, herauszufinden, was geschehen war, nein, war es doch viel bequemer, einfach alle Anwesenden unter Arrest zu stellen. Wenn man dafür sorgen wollte, dass diese Stadt in Zukunft von Händlern gemieden wurde, weil man fürchten musste als Gefangener zu enden, dann war das natürlich ein guter Weg.

    Doch so sehr er im Innern gegen diese Ungerechtigkeit schrie, so sehr bewahrte er nach außen hin Ruhe, auch als er bemerkte, was seine Schwester tat. Er war sich nicht sicher, ob es eine gute Idee war, doch auch in ihm überwog der Wille, zu entkommen und sich dieser drohenden "Untersuchungshaft" zu entziehen und so wartete er ab, was weiter geschah - vielleicht würde ja auch der Fluchtversuch dieses Rebellen die nötige Ablenkung schaffen. Das wäre wenigstens insofern fair, als dass er für den ganzen Schlamassel verantwortlich war.
    Geändert von Foxx (04.12.2008 um 13:35 Uhr)

  10. #35
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    Der Wachmann, dem Jhunae ihre Waffen übergeben hatte, war so überfordert, dass er vergaß, sie aufzufordern, ebenfalls ihren Beutel abzugeben. Unwirsch reichte er einem Rangniederen Jhunae Zeug und holte einen kurzen Strick aus seinem Gürtel. Wahrscheinlich wollte er ihr die Hände verbinden, wie sie es bereits mit dem ehemaligen Gefährten Azagodains getan hatten.

    Plötzlich zog Azagodain seine Schwerter. Die Wachen waren gut ausgebildet und bildeten sofort eine feste Formation und verstellten so alle möglichen Fluchtwege. Doch den Kommandanten konnten sie nicht rechtzeitig schützen. Als der Elf auf ihn zulief zog dieser blitzschnell sein Schwert. Doch durch Azagodains Bewegungen kamen sich er und sein Nebenmann in die Quere, womit eine Schneise in die vorderen Reihen der Formation getrieben wurde. Die Wachen waren dem Elf offenbar haushoch unterlegen, trafen ihn weder, noch konnten sie ihm ein Hindernis sein. Dafür wurde auch keiner von ihnen verletzt. Plötzlich stellte sich Azagodain – ganz am Ende – ein bestimmt 2 m großer und breitschultriger Soldat entgegen, der – für einen Menschen erstaunlich behände – zwei Schwerter führte. An diesem würde der Elf nicht so einfach vorbeikommen, wie an denen zuvor.

    Inzwischen hatte sich Illumbras Pulver in den vorderen Reihen verteilt. Doch trotz, dass einige der Soldaten durch heftiges Zwinkern und Kopfschütteln anzeigten, dass das Mittelchen bei ihnen gewirkt hatte, hustete der Großteil der Stadtgarde nur beiläufig oder räusperte sich. Irgendetwas war schiefgegangen. Zumindest wirkte das Pulver keineswegs so intensiv, wie von der Elfe erwartet.

    Doch für Levar reichten die wenigen Verwirrten aus. „Los“ schrie er. Enrik zog seine Keule vom Gürtel und rannte auf die linke, die am schwächsten abgedeckte Seite des Trupps, zu und schubste die Wachen mehr, als das er sie tatschlich schlug und schaffte so genügend Platz für eine Flucht. Levar, ihm dicht auf den Fersen, bewegte sich grazil durch die stolpernde Meute und verteilte – so es nötig war – hier und da einen kleinen Klaps. „Komm Jhunae!“ schrie er, fast schon hinter den Wachleuten verschwunden.

  11. #36
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Innerlich verfluchte Illumbra das Kräuterweibchen, dem sie neulich einige der Zutaten abgetauscht hatte. Offensichtlich hatte die Alte doch nicht wie behauptet in Vollmondnacht zur Stunde zwischen der Zeit die Kräuter gepflückt. Wenn man nicht alles selbst machte! Aber Soldan hatte ja in seiner Mildtätigkeit darauf bestanden, der armen alten Fleisch gegen Kräuter zu tauschen... Sie hatte es geahnt, selbst schuld, das nächste Mal würde sie das Zeug nur noch zum Kochen verwenden!

    Die anderen Reisenden hatten nun offenbar auch beschlossen zu fliehen. Ilumbra zögerte noch - sie war nicht sicher, in wie fern sie im Kampfe eine Chance hatten zu entkommen. Fürwahr, ihr Bruder war ein geschickter Kämpfer mit seiner Waffe. Doch sie selbst? Ihr Dolch schlitzte die Kehlen wehrloser Opfertiere auf und traf auch ein unvorsichtiges Herz... aber gegen eine Horde bewaffneter Männer und Frauen hätte sie keine Chance. Nicht so, nicht mit fairen Mitteln - doch wann hatte sie je fair gekämpft? Sie griff erneut in eine Beutel, wieder nur eine Prise, dieses Mal eine andere Substanz. Vorsichtig, nur nicht zu viel erwischen, sie wollte nicht das Dorf sprengen, noch die Leute töten. Wachen zu töten bedeutete, dass man sie verfolgen würde und so sehr sie jetzt den Wunsch hegte hier möglichst schnell rauszukommen, so wenig wert legte man darauf, dass man sie zu einem anderen Zeitpunkt aufstöberte. Sie blies das Pulver erneut in die Luft und rezitierte dabei eine einfach Formel. Dieses Mal wurde das Pulver nur in eine Richtung gelenkt, in jene wo die meisten verwirrten Wachen standen. Wo es landete würden kleine Flammen emporzüngeln, die Kleidung oder Haare der Wachen entzünden konnten - wenn sie Glück hatte. Oder aber zumindest ein wenig für Ablenkung und Furcht sorgen!

    Sie nickte Soldan noch einmal zu und eilte dann leichtfüßig der Spur ihres Zaubers nach um sich möglichs unauffällig durch die Wachen zu schlängeln, die hoffentlich abgelenkt genug waren, sie nicht aufzuhalten.
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  12. #37
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    Perres zögerte nicht als Levar losstürmte. Behende folgte sie ihm, ließ ihre Krallen ausfahren, mehr um die Wachen durch deren Anblick fernzuhalten als in der Absicht, jemand zu töten. Wenn es nötig war, setzte die Frostelfe auch ihre Ellenbogen ein. Bloß schnell weg hier! Was auch immer die andere Elfe (Illumbra) getan hatte, es hatte ihnen sehr geholfen.

  13. #38
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    Da die Wachen durch Azagodain und die anderen mehr als überrascht und abgelenkt wirkten, packt Jhunae plötzlich den Strick der Wache, wickelt kurzerhand die Hände der Wache in eine Schlinge, während sie sich behende um sie herum schlängelt. Und greift mit der freien zweiten hand nach ihren Messergurten. Dann zieht sie ruckartig an dem Strick, so dass die Wache das Gleichgewicht verliert und lässt den Strick los (die wache kann sich nun leicht aus dem strick befreien). Sie wickelt ihre messer in ihren Umhang und tritt nach der zweiten Wache und packt den Stab. Sofern alles klappt kann sie sich kurz umschaun um eine Lücke in den Reihen auszumachen um ebenfalls zu verschwinden.

  14. #39
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    Azagodain war überrascht. Ihm war klar, dass keiner der Soldaten im Kampf Mann gegen Mann mit ihm mithalten können würde, doch dass er so leicht durch die Phalanx durch kam - und das ohne jemanden zu töten - das hatte er sich nicht vorgestellt. Der Hauptmann schien ganz klar der Schwachpunkt der Wache zu sein, wie so oft. Die Formation war sehr gut, doch sie waren zu dicht gedrängt. Aus den Augenwinkeln bemerkte er, dass diejenigen, die ihn gerade noch angeschwärzt hatten, nun ebenfalls die Flucht versuchten. Sollte es ihnen gelingen, würden sie wohl quitt sein, wenn nicht... nun, darüber konnte er auch später nachdenken, denn nun Stand ein Hühne, ein Mann wie ein Kleiderschrank vor ihm.
    Faszinierenderweise schwang auch dieser zwei Schwerter zugleich. Azagodain war sich nicht sicher, wie geübt er damit war, Männer diesen Ausmaßes verwendeten für gewöhnlich große Äxte oder Hämmer, aber nicht zwei Schwerter. Er wollte nur zu gerne mit ihm die Klingen kreuzen, um sich ein Bild von dessen Fähigkeiten zu machen, doch er hatte kein Interesse daran viel Zeit zu verwenden, sonst würden die Wachen ihn erneut einkreisen und ein zweites Mal würden sie nicht den gleichen Fehler, der durch Überraschung auftrat, machen.

    Azagodain stürmte direkt auf ihn zu, machte dann einen weiten Schritt zur Seite, um dann ganz dicht am Leib des Hühnen vorbei zu rollen, unter dessen Schwertern durch, um nicht zuviel Zeit zu verlieren. Nach wie vor wollte er keine der Wachen verletzen oder gar töten, doch er war bedacht darauf, einen etwaig überraschenden Angriff zu parieren.
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  15. #40
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    "Rasch", raunte Soldan seiner Schwester zu, doch da machte diese sich auch bereits daran, sich ihren Weg durch die Wache zu bahnen. Er selbst zückte nun seinen Speer, froh darüber seine Waffen noch nicht ausgehändigt zu haben, und schwang diesen im weiten Radius so, dass er die Wachen zwangsläufig auf gehörigem Abstand hielt, während er Ilumbra dicht folgte (so dass diese ebenfalls von diesem "Schutzkreis" profitieren sollte).

  16. #41
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    Diesmal wirkte Ilumbras Zauber. Kleine Flammen tanzten auf den Rüstungen der Wachmänner. „Hexerei“ erschollen einige Rufe. Doch auch diesmal zeigte sich die gute Ausbildung der Soldaten. Einige versprengte Soldaten rückten näher zu der kleinen, nun noch verwirrteren Gruppe, stießen sie in den Staub oder versuchten die züngelnden Feuer gleich im Stehen zu bekämpfen. Der (größere) Teil der Wachtruppe, der nicht von Ilumbras Mittel betroffen war schloss die Reihen enger und der Block bewegte sich nach links – dorthin, wo Perres, Levar, Enrik und Jhunae die Flucht versuchten. Dadurch gelang es Ilumbra und Soldan, einen fast widerstandslosen Weg durch die Gardisten zu finden.

    Jhunae, die sich schnell befreien und sich ihre Sachen aneignen konnte, sah sich so plötzlich einer geschlossenen Mauer aus einem halben dutzend Männer gegenüber, die sie halbkreisförmig zu umringen begannen. Auch der Weg Levars war versperrt. Enrik schlug wie wild mit seiner Keule um sich. Einer der Wachmänner duckte sich und holte den Jungen mit seinen eisenbewehrten Handschuhen von den Füßen. Enrik flog mehr, als dass er stolperte und schlug mit einem lauten Knall mit seinem Kopf gegen den von Perres.

    Azagodain lief derweil auf seinen riesigen Gegner zu. Der hielt sein linkes Schwert zur Abwehr vor sich und holte mit dem rechten aus. Doch der Elf war schneller und rutschte seitlich an dem Hünen vorbei. Dieser schlug zwar in die Luft, verlor aber keineswegs das Gleichgewicht. Der Wachmann ließ seinen Oberkörper seitlich nach unten gleiten und ging gleichzeitig in die Hocke und drehte sich (links) um seine eigene Achse. Aus dieser tiefen Stellung drängte er wieder nach oben und nach vorn, die Spitzen beider Schwerter zum tödlichen Stoß für Azagodain geradeaus gerichtet.


    Der Hauptmann, nun auch von kleinen Flammen heimgesucht, kümmerte sich überhaupt nicht um seine brennende Schulter, sondern holte eine kleine Pfeife aus der Tasche und blies hinein. Ein schauerlich hoher Ton erklang, der den Elfen die Haare zu Berge stehen ließ. Mit einem Mal lösten sich aus den Wachmannschaften überall auf dem Marktplatz weitere Soldaten (wahrscheinlich jene, die ihre Verhaftungen bereits erfolgreich hinter sich gebracht hatten) und rannten schnell in Richtung der chaotischen Szenerie.

  17. #42
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    Jhunae klemmt sich ihren Stab unter den linken Arm und zurrt die Enden ihres Umhangs (mit den Messern die darin eingewickelt sind) um ihre Taille und bindet alles am fest am Gurt fest. Zwar kann sie nun die Messer nicht mehr einsetzen aber sie erlangt etwas Bewegungsfreiheit zurück. Den Dolch steckt sie ins Halfter am Rücken, das sie ja nicht abgenommen hatte. Das Ganze dauert nur einen kurzen Augenblick. Danach macht sie auf dem Absatz kehrt und nutzt die freie Lücke hinter sich um zu entkommen, da sie Levar wohl oder übel nicht folgen kann. Einen Weg aus der Stadt wird sie auch so finden. Während sie den Stab nun in die linke Hand nimmt, kramt sie das versteckte Messer hervor und steckt es, wärhend dem Laufen, in den Gürtel. Dort ist es besser erreichbar und weniger gefährlich für sie. Währendem sie noch immer aus dem halbkreis Raus in die Entgegengesetzte Richtung rennt packt sie nun ihren Stab mit beiden Händen. (Was liegt denn nun vor ihr? Auswege, Abzweigungen wie schauts aus auf dem Platz irgendwo liegt ja noch die Echse rum und der kaputte Wagen etc. Vielleicht könnte Jhunae über Marktstände auf ein Dach gelangen oder über eine Seitengasse verschwinden?).
    Ach ja, falls jemand ihr in die Quere kommen sollte haut sie demjenigen entsprechend mit dem Gegenstand, den sie zu dem Zeitpunkt grade in der Hand hat eine rein.

  18. #43
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    Kaum hatten Ilumbra und Soldan die Gardisten hinter sich gelassen - Gott sei Dank waren diese durch jene Fremden abgelenkt, welche sich zum Kampfe entschieden hatten - fasste die Elfe erneut nach der Hand ihres Bruders. "Mögen die Geister des Windes uns Flügel verleihen!" flüsterte sie ihm zu, bevor sie stumm einen Spruch rezitierte, der ihnen Geschwindigkeit geben sollte. Vielleicht war es auch nur ein Gebet, dass sie den Göttern sandte, ein Flehen nach Beistand. Der Weg vor ihnen war im Moment noch frei von Hindernissen, wenn sie nur schnell genug die Stadtmauern erreichten, sie passieren konnten.

    Hinter ihnen ertönte ein schrilles Geräusch, welches weitere Wachen auf den Plan rief. Noch hatten sie eine Chance, nur schneller, schneller mussten sie sein! Sie wollte nicht kämpfen, wollte nicht aufgeben. Fest hielt sie die Hand ihres Bruders und er vermochte die Furcht in ihrem Herzen zu verspüren, so krampften sich ihre Finger um die seinen. Mochten die Fremden ihrem Schicksal begegnen, was kümmerte es sie? Nur fort, fort aus dieser Stadt, aus der Gefahr! Sie hatte getan, was in ihrer Macht stand!
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  19. #44
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    Jhunae hatte sich ihren Weg fast bis zur Mitte des Marktplatzes gebahnt, wo sich ihr der große, majestätische Brunnen präsentierte. Weiterhin tat sich vor ihr der bisher freie Platz auf, der nun von weiterem Wachpersonal geradezu überschwemmt wurde. Sowohl von links als auch von rechts würde sie gleich umzingelt sein. Zurückzugehen war ebenfalls keine Option. Plötzlich wurde sie umgerissen. „Bleib liegen!“ flüsterte eine wohlbekannte Stimme. Es war Banshee. Offenbar war er in der Nähe und ihm war klar, dass die Gruppe dem Ärger nicht ferngeblieben war. „Das würde ich euch auch raten!“ ertönte plötzlich eine sonore Stimme. 3 Wachmänner hatten sich um die Elfe und den alten Mann postiert. 2 Speere zeigten (von links und rechts) auf ihre Gesichter. Der Mann vor ihnen hatte ein Kurzschwert gezogen. „Lasst mich aufstehen!“ bat Banshee. Der Gardist nickte und umfasste den Griff seines Schwertes fester. „Ich bin Banshee, Lawbringer aus …“ begann Banshee, nachdem er sich aufgerichtet hatte. Plötzlich stolperte er (Jhunae konnte aus den Augenwinkeln nicht sehen warum). Banshee nutzte diese Vorwärtsbewegung und stürzte sich auf den überraschten Wachmann vor ihm. „Los, Jhun…!“ schrie er, kurz bevor er mit dem anderen in das große Becken des Brunnens eintauchte.

    Ilumbra und Soldan waren den Wachen entkommen. Schnell strebten sie in Richtung des östlichen Tores, als Soldan eine schreckliche Gewissheit langsamer werden ließ. Als er und Ilumbra die Stadt durch das Nordtor betreten hatten, waren dort Bauarbeiten am Gange. Er erinnerte sich daran, dass er ein Gespräch zwischen einem neugierigen Besucher Oltunas‘ und einem der Gardisten aufgeschnappt hatte. Sowohl am Nord- als auch am Südtor wurden Schleusen errichtet, abgetrennte Bereiche, die die Außentore vom inneren Stadtring abtrennen sollten. Diese schleusenartigen Durchgänge waren aber im Osten und im Westen bereits fertiggestellt und sollten gewährleisten, dass man ohne Kontrolle weder in die Stadt hinein, noch hinaus gelangen konnte. Ebenfalls gesichert wurde dies durch eine Vielzahl von Wachleuten, die Tag und Nacht auf den – die Schleuse bildenden – Mauern postiert waren.
    Als sich Soldan dessen erinnerte gewahrte nun auch Ilumbra mehrere Wachsoldaten, die die Ausgänge mit Speeren schützten, indem sie sich in einer kreisförmigen geschlossenen Phalanx davor formiert hatten. Natürlich! Die Garde war ja nicht dumm. Das es allerdings so viele Wachmänner gab, war vorher nicht zu vermuten gewesen. Sie und Soldan mussten einen anderen Ausweg aus der Stadt finden.
    Als sich beide nach weiteren Fluchtwegen umsahen, bemerkten sie eine Lücke in der Formation der Wachmänner, nahe dem Brunnen. Die Gardisten dort lösten sich förmlich auf, um der Gruppe (der sie gerade noch zugeordnet wurden) endlich Einhalt zu gebieten. Würden die beiden die Lücke dort nutzen können, wäre es wahrscheinlich möglich am Nordtor die Stadt verlassen zu können.

    Azagodain lief derweil auf seinen riesigen Gegner zu. Der hielt sein linkes Schwert zur Abwehr vor sich und holte mit dem rechten aus. Doch der Elf war schneller und rutschte seitlich an dem Hünen vorbei. Dieser schlug zwar in die Luft, verlor aber keineswegs das Gleichgewicht. Der Wachmann ließ seinen Oberkörper seitlich nach unten gleiten und ging gleichzeitig in die Hocke und drehte sich (links) um seine eigene Achse. Aus dieser tiefen Stellung drängte er wieder nach oben und nach vorn, die Spitzen beider Schwerter zum tödlichen Stoß für Azagodain geradeaus gerichtet.

    Enrik rollte sich von Perres herunter. „Tut mir leid“ stöhnte er. Die Elfe war nicht verletzt und kam schnell wieder zu sich. Währenddessen wurde der Kreis um sie herum immer enger. Levar konnte die meisten Angriffe abwehren, doch wie lange noch? Plötzlich schlug etwas dumpf neben Perres‘ Kopf auf. Als sie sich nach links drehte, konnte sie ihr verzerrtes Antlitz in einer mächtigen Streitaxt bewundern. Als sie nach oben sah, sah sie den Mann, der sie führte. Ein bulliger Gardist mit mordlüsternem Lächeln und einem Unheil verheißendem Glanz in den Augen. Noch bevor die Elfe wusste, wie ihr geschah, hatte der Hüne seine andere nach Feuer und Fleisch stinkende Hand brutal auf ihr Gesicht gedrückt und sie ein kleines Stück zu sich herangezogen. Perres verhieß der Windhauch neben ihrem Gesicht, dass er die Axt wieder gehoben hatte und sicherlich damit zum finalen Schlag ausholte.


    Einmal, einmal seit – er wusste nicht mehr wie vielen Jahren – hatte sich Aethratas nach Oltunas begeben. Die Jagd und die Landschaft hatten ihm nicht mehr genügend Nahrung sichern können. Die letzte Zeit war hart gewesen. Also hatte er sich mit dem wenigen Geld, dass er sich ab und zu erkämpft, oder bei Leichen gefunden hatte nach Oltunas aufgemacht. Sein Instinkt hatte ihm damals geraten diese Münzen aufzubewahren.
    Und nun, nun hatte ihn sein Instinkt im Stich gelassen. Er war in dieses heillose Durcheinander geraten. Krieger hatten einen Sklaventransport befreit und nun war hier die Hölle los. Als Echsenmann hatte Aethratas als erster ein paar Speere vor der Nase gehabt. Zufällig wurden auch einige Menschen und Elfen in seiner Nähe mit in den Kreis um ihn gedrängt.
    Einer von ihnen war Vale Zeldar. Vale hatte endlich die Leute gefunden, nach denen er so lang gesucht hatte und nun wurde er hier unberechtigt festgehalten, nur weil er zur falschen Zeit am falschen Ort war. Plötzlich bemerkte er einen Elf neben sich, der zur Beschreibung seiner Auftraggeber passte: Eglalom.
    Eglalom hatte sich auf halbem Wege erneut umentschieden und war nach Oltunas zurückgekehrt. Er wollte die Gruppe nicht im Stich lassen. Dass er dabei in solch ein Schlamassel geraten würde, hätte ihm zwar klar sein müssen, aber vorhersehbar war es nicht.
    Ein Soldat mit einem goldenen Streifen über jeder Schulter kam auf die Gruppe von ca. 15 Personen zu, der nun auch die 3 angehörten. „Im Namen des Fürsten von Oltunas, Gared Owayn, seid Ihr verhaftet und habt Euch unverzüglich und ohne Widerstand in unser Gewahrsam zu begeben! Sonst droht Euch der Tod.“ Vale, Aethratas und Eglalom hatten ziemlich weit hinten gestanden, so dass sie noch nicht an der Reihe gewesen waren, ihre Waffen auszuhändigen. Einige der anderen waren der Aufforderung nachgekommen, andere hatten eine Diskussion begonnen. Plötzlich schrillte ein hohes Pfeifen (dass Eglalom und Aethratas unglaublich in den Ohren schmerzte) von der anderen Seite des Platzes hinüber. Die Wachmänner begannen sich zu bewegen und drängten so die Gruppe langsam in Richtung Marktplatzmittelpunkt, wo der riesige und schöne Brunnen fortwährend Wasser ausspie. Dann lösten sich einige der Gardisten aus der Formation und ließen so für Sekundenbruchteile hier und da Lücken …

  20. #45
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Perres ächzte als Enrik gegen ihren Schädel stieß und sie durch den Schwung seines unbeabsichtigten Fluges zu Boden riß. Für Sekunden sah sie nur noch Sterne, doch schnell klarte ihr Blick wieder auf. Sie hörte Enriks Entschuldigung durch das Dröhnen ihres Kopfes, aber bevor sie antworten konnte, fand sie sich in übler Bedrängnis wieder. Ein riesenhafter Gardist ließ seine Axt neben ihrem Gesicht niedersausen, nur um sie zu ergreifen und hochzuziehen.

    Perres versuchte, den widerlichen Geruch zu ignorieren, um sich nicht gerade jetzt zu übergeben. Sie rwagierte instinktiv als sie den Windhauch spürte: Sie rammte ihre rechte Krallenhand von unten in den Arm, der sie festhielt. Mit Anstrengung preßte sie die Klingen nach rechts, um den Arm ihres Angreifers abzutrennen.

  21. #46
    Mitglied Avatar von Aethratas
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    Aethratas hob die Hände und ging einige Schritte rückwärts. Es war nicht in seinem Interesse jetzt mit den Menschen Streit anzufangen. Die anderen die mit ihm zusammengepfercht wurden beachtete er zunächst nicht, er behielt die Speere, die ihm unangenehm nahe kamen, im Auge und gab keinen Laut von sich. Er trug keine Waffen, das einzige mit dem er sich wirklich verteidigen könnte wären seine Klauen, und vielleicht noch seine Magie, obwohl er sich doch lieber auf seine Körperkraft verlassen würde. Schließlich warf er doch noch einen Blick hinter sich, als er mit seinem Rücken an jemanden stieß und zischte leise.
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  22. #47
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Soldan hatte gezögert und mehrmals den Kopf umgewandt, während seine Schwester weiter das Osttor angesteuert hatte. Es behagte ihm nicht, die anderen, die mit ihnen in diese bizarre Situation geraten waren, nun einfach zurückzulassen, zumal die Blicke, die er über die Schulter warf, ihm verrieten, dass nicht alle von ihnen so glücklich zu entkommen schienen, wie sie beide. Doch Ilumbras Eindringlichkeit war es abermals, die ihn nachgeben ließ, wenngleich es ihm einen Stich versetzte und ein unbestimmbares Schuldgefühl sich seiner ermächtigte.

    Allerdings war nicht lange Zeit zu hadern, noch während sie der vermeintlich rettenden Freiheit entgegeneilten, verdrängte ein ganz anderer Gedanke diejenigen um die Gruppe: noch waren sie nicht gerettet! Und als ihm die schreckliche Erkenntnis kam, dass sie auf ein bereits von der Stadtwache gesichertes Tor zuliefen, war es scheinbar auch schon zu spät. Mit sanftem Druck auf die Hand seiner Schwester deutete er ihr, dass sie einen anderen Weg würden einschlagen müssen. Sein Blick kreiste und wurde der Chance gewahr, dass der Ring der Wachen an einer Stelle alles andere als straff formiert war und sich dort die Chance bot, hindurchzuschlüpfen. Er änderte die Richtung und nun war er es, der die Schwester zog. Entweder sie konnten auf diese Weise zum Nordtor gelangen oder aber wenigstens Deckung in den Gassen des Dorfes suchen, wo sie weniger exponiert wären, als hier auf dem Marktplatz.
    Noch einmal drehte sein Kopf sich, während sie liefen, unwillkürlich zum Herd des Tumultes um zu prüfen, ob die anderen inzwischen ihre Lage verbessert hatten.

  23. #48
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    Vale stieß mit einer Echse zusammen, welche sich nur zischend abwandte. Die Wachen trieben die Gruppe, in der er eingekesselt war, immer weiter Richtung Brunnen. Das war mal wieder ein Volltreffer dachte er sich ironisch. Seit Wochen streifte er durch das Ödland auf der Suche nach irgendwelchen Spuren. Keine warme Unterkunft, kein Wein und kein Braten. Das war kein Leben! Vor ein paar Tagen hörte Vale endlich etwas von dieser seltsamen Gruppe. Wurde auch Zeit. Nicht vielen konnten ihm so lange entkommen. Doch sollte er in dieser Mittelprächtigen Stadt fündig werden? Momentan sah es nicht danach aus. Vale wollte sich lediglich auf dem Marktplatz umsehen und schon überschlugen sich die Ereignisse. Nun wurde er in einer kleinen Gruppe mit anderen vor den Wachen hergetrieben. Während er langsam Richtung Brunnen ging musterte er die Umgebung, die Soldaten und Mitgefangene. Einer stach ihm dabei ins Auge. Die Beschreibung passte, aber eine Sicherheit gab es nicht und das musste jetzt auch warten. Zeit für einen Plan. Die Soldaten ließen Lücken in ihren Reihen. Vale kam spontan eine Idee. Er tippte Aethratas auf die Schulter und flüssterte "Hey Echse! Die bringen dich um, wenn du nicht schnell von hier verschwindest." Mit einem kurzen Fingerzeig deutete er der Echse den Weg.

  24. #49
    Mitglied Avatar von Aethratas
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    "Ich bin mir keiner Schuld bewusst, wieso sollte ich rennen? Das zeigt ihnen nur dass ich etwas zu verbergen habe, auch wenn das nicht der Fall ist" Aethratas drehte seinen Kopf zu ihm herum. "Und nenn mich nicht Echse, ich habe einen Namen, Mensch." Obgleich er in einer solch brenzligen Situation war, wirkte er dennoch sehr gelassen.
    "Ich fürchte die Menschen nicht, aber ich werde auch nicht freiwillig einen Streit mit ihnen anfangen. Wenn sie mich angreifen, werde ich mich zu verteidigen wissen."
    Der Schwarzgeschuppte drehte seinen Kopf wieder den Wachen zu, und sein Gesichtsausdruck verriet ihnen, dass sie wahrscheinlich den kürzeren ziehen würden, falls sie ihn angreifen sollten.
    Aethratas
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  25. #50
    Mitglied Avatar von Aeonra
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    Jhunae springt auf die Füsse und schlägt den beiden anderen Wachen in einer wirbelnden Bewegung ihren Stab ins Gesicht. "Was zum..." knurrt sie zwischen den Lippen hervor als Banshee in den Brunnen springt. Sie konnte keinen Vorteil darin sehen sich in einen flachen Brunnen zu werfen. Da jedoch viele Wachen hinter ihr stehen und rund herum noch mehr ihren Weg versperrt, springt sie hinterher, bleibt jedoch auf den Beinen (sprich sie steht im wasser). "Was hast du vor?" fragt sie in Banshees richtung.
    Geändert von Aeonra (01.04.2009 um 18:23 Uhr)

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