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  1. #26
    Moderator Splitter Forum
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    Was wundert Dich?

    Natürlich sind die Häuser allesamt überbewertet worden
    und nun steckt genau da die Krise! Die Werte sind zwar da
    aber so wenig wert, dass jetzt auch die Banken drauf-
    legen und das können sie nicht, weil sie nicht genug
    Eigenkapital haben!

  2. #27
    Mitglied Avatar von Towbson
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    Zitat Zitat von SvenT Beitrag anzeigen
    Nein! Was jetzt weltweit passiert, haben genug Wirtschaftsfachleute vorhergesagt.
    Deshalb wundert mich die Überraschung allerorten doch sehr.

    das ist doch genau der punkt...

  3. #28
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    Nuja, machen kann man als Normalbürger eh nicht viel ausser auswandern. Mal gucken wie es sich so weiter entwickelt bei uns.

  4. #29
    Okay schöhn, mal annehmen wir bezahlen die 100 € und die kriese wird ein ende haben, was pasiert dann aber mit den schuldigen, also die, die für die kriese verantwortlich sind??
    eigentlich sollten diese mit ihrem fermögen haften, was mich ärgert das die verantwortlichen am ende mit einer dicken tasche dafonkommen, und wir die blöden zahlen.

    wieviel geld will märkel überhaupt da würklich reinstecken??
    ist doch ein fass ohne boden.

  5. #30
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    Zitat Zitat von tillfelix Beitrag anzeigen
    Ich bin auch nicht sonderlich begeistert von der Tatsache, dass ich (wie jeder andere Steuerzahler auch) mit knapp 100 € an der Sanierung der Hypo Real Estate mithelfen muss
    Es sind wohl eher 1000 Euro pro Nase (ca. 40 Mrd / ca. 40 Mio Steuerzahler)

  6. #31
    Mitglied Avatar von Jot
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    8 Milliaren zahlen die Banken. Bleibt aber immer noch eine nicht unerhebliche Summe für dem Steuerzahlen. Ärgerlich ist außerdem nicht, dass die Hypo gerttet wurde und im Falle des Falles auch andere Banken noch gerettet werden, sondern die Dreistigkeit, mit der zum Teil die Hilfe von den Banken verlangt wird. Niemand entschuldigt sich für sein Versagen und will gar dafür einstehen. Ein Ableger der Hypo Real floh nach Irland vor dem deutschen Steuerfiskus und muss nun vom deutschen Staat mit Steuergeldern gerettet werden, fast schon wie selbstverständlich. Und sollte es bei den Banken entlassungen aus Gründen um die Kiregskasse zu füllen geben, so erwischt es wohl auch eher diejenigen, die für das Desaster nicht verantworlich sind, während die Verantwortlichen mit dicken Abfindungen ihren Platz räumen. Von mir aus kann ein Manager ruhig unrealitisch hoch verdienen, wenn er entsprechend gute Arbeit leistet.
    Geändert von Jot (10.10.2008 um 14:38 Uhr)
    Eine Stimme für die Grünen ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

  7. #32
    Julian84
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    Ich liebe solche Diskussionen. Aber ich habe auch viel zu schnell eine Meinung ohne das Problem überhaupt zu verstehen.
    Jaruma Donno, tut mir Leid das jetzt sagen zu müssen, aber Du schreibst schon sehr viel Unsinn. Bist nicht der einzige, aber das ist schon erschreckend.
    (Deutschland gibt Geld für den Irak/Irakkrieg und Merkels "Untertanen" haben sich schöne Häuser geholt? Wie bitte?)

    Zitat Zitat von zaktuell Beitrag anzeigen
    Soweit ich das verstanden hab, hat's doch mit den 'geplatzten' Hypotheken in Amerika angefangen. Was is denn jetzt eigentlich mit den zugehörigen Hausbesitzern? Dürfen die jetzt, weil ihre Gläubiger pleite sind, die Häuser behalten und sind auch quasi schuldenfrei, weil es die Gläubiger halt nicht mehr gibt? Sind das dann die 'Gewinner' der Kriese? Und überhaupt: Eigentlich dienen doch bei Hypotheken die Immobilien als Sicherheiten für die Geldgeber, also müssten die Banken doch jetzt eigentlich gar nicht pleite sein, weil ihnen doch quasi die Immobilien gehören, wenn die Hypotheken nicht eingelöst/abgezahlt werden. Bräuchten die Dinger doch jetzt nur zu vermieten, dann käm jetzt Geld in die Kasse und auch alle weiteren Auswirkungen müssten in der Folge nicht eingetreten sein... - oder wie jetzt!?
    So weit ich das verstanden habe:
    Die betroffenen Hauseigentümer waren schon Hauseigentümer, nur haben sie auf Pump gekauft, mit einer Hypothek gesichert. Zinsen sind gestiegen, sie konnten deshalb die Darlehensraten nicht mehr zurückzahlen. Häuser wurden zwangsversteigert, und zwar sehr viele. Dadurch waren viel zu viele Häuser auf dem Markt, als waren sie nicht mehr viel wert. Also bekommen die Banken ihr Geld nicht zurück und die (ehemaligen) Hauseigentümer stehen ohne Haus aber trotzdem mit enormen Schulden da. Blöd. Es war natürlich ein Fehler diesen Leuten die Kredite zu geben (das war aber auch die Möglichkeit für viele ärmere Leute sich ein Haus zu leisten, was ja eigentlich eine gute Sache ist). Im Nachhinein ist man immer schlauer.

    Ich denke die Lage ist schon sehr ernst wenn Regierungen, die nicht gerade interventionistisch denken, wie die der USA oder Großbritannien, nun so in den Markt eingreifen und Banken teilweise verstaatlichen.
    Und es geht hier nicht in erster Linie um das Feindbild Bankmanager und Börsenhändler, sondern auch um viele "kleine Leute" deren gesamte Ersparnisse futsch sind weil eine Bank insolvent ist. Nicht so angenehm wenn auf einmal die mühsam ersparte Altersversorgung weg ist.
    Dass jetzt der Steuerzahler dafür einstehen muss ist unschön, aber wohl ohne Alternative.

  8. #33
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    @Julian84: Im Kern begriffen: Bei günstigen - aber nicht festen Zinsen - geködert - bei danach steigenden Zinsen "gekickt" - "leider" zu viele - der Immobilienmarkt bricht zusammen, wobei der US-Supprime Markt - der mit den faulen Krediten - "nur" ca. 2 (dt.) Billionen umfasst und auch "nur" der Auslöser für die weltweite Finanzkrise ist, die von sogenannten "hbochstrukturierten Finanzderivaten" oder so ähnlich in Wirklichkeit geschaffen wurde und deren Umfang locker bei (dt.) 50 Billionen liegt. Das ist die schon mehrfach dokumentierte Abkopplung der Realwirtschaft, also dem, was wirklich an "greifbaren" Werten geschaffen wird - und den Finanzderivaten, deren Volumen die reale Welt um das ca. 35fache übersteigt...

  9. #34
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    was mir Sorgen macht, ist das plötzlich alles verstaatlich werden soll und die G7 Leute alles unter einer globalen Kontrolle haben wollen...
    also, werden sehr wenige Leute über die ganze Welt regieren?
    NEU:

    • mein PORTFOLIO - Comiczeichner für Wacom/Sony/Endemol/SpickMich/Samsung/T-Online/Bayer AG/JUUUPORT/ u.v.m.

  10. #35
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    Die Krise die wir zur Zeit auf dem Finanzmarkt erleben ist zwar schlimm, aber nicht die erste und letzte Krise. Katastrophal würde die Krise nur dann werden, wenn Regierungen und Notenbanken nicht eingreifen würden und den "Selbstheilungskräften" des Marktes überlassen würden. Auf was wir dann warten könnten, wäre eine langanhaltende Weltwirtschaftskrise wie sie mustergültig in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts durchexerziert wurde.

    Ein reibungslos funktionierender Finanzmarkt ist für jede Wirtschaft sehr wichtig. Wenn es ihn nicht gäbe, würde vereinfachend ein Teil der Menschheit zeitweise mit Bargeld rumsitzen das gerade nicht benötigt würde, ein anderer Teil der Menschheit hätte zwar gute Geschäftsideen mit denen sich gewinnversprechende Firmen aufziehen ließen, aber nicht genügend Geld mit dem sie die anfänglich notwendigen Investitionen bezahlen könnten. Damit würden unter anderem auch sehr viel weniger Arbeitsplätze existieren und eine hohe Arbeitslosigkeit herrschen.

    Der Finanzmarkt sorgt in der Idealvorstellung - auf die reale Welt gehe ich später ein - dafür, dass das Geld von den Leuten die welches haben, zu denen geht, die gerade welches brauchen. Dabei ist das Problem der Gebenden, dass sie Angst haben, das Geld nicht mehr zurückzubekommen, wenn sie es selber brauchen und das der Nehmenden, dass sie das Geld nicht einfach jederzeit zurückzahlen können, wenn der Gebende es wieder braucht. Diese beiden Probleme lassen sich am einfachsten dadurch lösen, dass zwischen dem Gebenden und dem Nehmenden ein Vermittler eingeschaltet wird und beiden garantiert, dass ihre "Probleme" keine Probleme sein werden. Dem Gebenden wird garantiert, dass er das Geld dann zurückbekommt wenn er es braucht und dem Nehmenden wird garantiert, dass er das Geld solange bekommt wie er es braucht. Diese Vermittlerrolle haben die Banken übernommen und der Preis für die zeitweise Überlassung von Geld ist der Zins. Die Entlohnung (=Gewinn) der Banken besteht darin, dass der Zins den die Nehmenden zahlen höher ist als der Zins den die Gebenden erhalten.

    Welche Probleme können jetzt auftauchen, bei denen die Banken ins Straucheln kommen?

    Zum einen könnte es passieren, dass eine hohe Zahl von Nehmenden die geliehenen Gelder nicht mehr zurückzahlen können. Das passiert natürlich immer wieder und die Bank muss diese Gelder im wahrsten Sinne des Wortes abschreiben. Im Normalfall sind Abschreibungen bereits in einem gewissen Umfang in den Zinssatz der Nehmenden einkalkuliert, so dass die Bank trotzdem einen Gewinn erwirtschaftet. In schlimmeren Fällen machen die Banken Verluste, was unterm Strich heißt, dass die Bank um die Rückzahlungsansprüche der Gebenden erfüllen zu können eigenes Geld zuschießen müsste. Im allerschlimmsten Fall übersteigen die Verluste das gesamte Eigenkapital und die Bank ist pleite. Für die Gebenden hieße dies, dass sie nur noch einen Teil des an die Bank gegebenen Geldes zurückbekommen können. Deshalb ist es so wichtig, dass Banken nicht alles tun können was Ihnen gerade so einfällt, sondern Ihnen gewisse einzuhaltende Regeln vorgegeben werden. Derartige Regeln kann nur ein Staat vorgeben. Lieber zu viele als zu wenige! (Persönliche Meinung)

    Passieren kann aber auch folgendes. Jede Bank kann eigentlich nur so viel Geld an Nehmende ausleihen wie sie es von Gegebenden bekommen hat. Das Großteil des Geldes hat sie längerfristig ausgeliehen und kann es nicht einfach von heute auf morgen zurückfordern (S. oben). Wenn nun plötzlich sehr viele Gebende auf die Idee kommen ihr Geld von der Bank zurückzufordern und keine neuen Gelder von anderen Gebern eingezahlt werden, kann die Bank das Geld -zu diesem Zeitpunkt - nicht zurückzahlen. Das heisst sie ist zahlungsunfähig, was aber nicht bedeutet, dass sie pleite wäre, da sie zu einem späteren Zeitpunkt das ganze Geld zurückzahlen könnte. Daher ist es wichtig, dass ein Finanzmarkt so organisiert ist, dass sich Banken kurzfristig Geld auch aus anderen Quellen besorgen können. Dies sind zum einen andere Banken, die gerade mehr Geld von Gebenden bekommen haben als sie an Nehmende ausleihen können, oder auch die staatlichen Zentralbanken wie die Europäische Zentralbank.

    Die aktuelle Krise der Finanzmärkte ist eine Kombination aus beiden Problemen. Zu Beginn sind einige Banken pleite gegangen, weil sie zu viel Geld an schlechte Schuldner ausgeliehen hatten. Da die Finanzmärkte aber sehr innovativ sind - meistens zu innovativ (Persönliche Meinung) - sind große Teile von Ausleihungen an schlechte Schuldner aber weiterverkauft worden, wodurch beispielsweise das Platzen eines Hypothekenkredites in Freeport/Texas nicht mehr die ursprünglich beteiligte Bank vor Ort, sondern eine Bank in Osaka/Japan belastet. Dadurch weiß letztendlich niemand mehr mit 100%er Sicherheit welche Banken tatsächlich insolvenzgefährdet sind. Da aber inzwischen bereits Banken pleite gegangen sind, die vor einem Jahr noch zu den "sichersten" Banken der Welt gezählt wurden, hat die internationale Finanzwelt ein großes Misstrauen befallen: Jeder hält alles für möglich! Dementsprechend zögern die Banken immer mehr anderen Banken Geld zu leihen.

    Wenn nun wie bei der Hypo Real Estate (HRE) ein großer Bedarf dahingehend besteht, sich Geld auszuleihen, findet sich plötzlich keine Bank mehr die dazu bereit ist. Die HRE hat mit Sicherheit auch den Fehler gemacht sich viel zu sehr auf das kurzfristige Leihen von Geldern zu verlassen und hätte sich viel mehr Geld auf langfristiger Basis leihen sollen. Aber aus objektiver Sicht sprechen mehr Gründe dafür, die Liquidität der Bank zu sichern, als sie der aktuellen Stimmungslage der hochintelligenten Bankmanager zu Opfer fallen zu lassen.

    Dementsprechend halte ich es für richtig, dass die Bundesregierung hier sanften Druck auf die Banken ausgeübt hat und diese "überredet" hat der HRE doch noch ein "paar" € zu leihen. Die dazu notwendige Bürgschaft über 35 Mrd. € dürfte wahrscheinlich nicht in Anspruch genommen werden. Auch sonst finde ich, hat die Regierung und auch die Europäische Zentralbank bisher sehr besonnen reagiert.

    Weitaus mehr Sorgen macht mir die Tatsache, dass man aus den Fehler wahrscheinlich wieder nichts lernen wird und damit die nächste Krise bereits wieder programmiert ist. Wenn die internationale Finanzwelt weiterhin meint, dass es möglich ist Unternehmensgewinne von Jahr zu Jahr im 2-stelligen Prozentbereich zu steigern und Eigenkapitalrenditen von 25% für völlig normal hält, dann wird es mit Sicherheit wieder irgendwann krachen, weil die eingegangenen Risiken viel zu groß waren.

    Ich hoffe ein bißchen zum Verständnis der aktuellen Situation beigetragen zu haben und stehe für jede weitergehende Diskussion gerne zur Verfügung.


    MfG

    Fritz the Cat

  11. #36
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    wozu müssen banken gewinne machen? ganz vereinheitlicht gesagt, sind oder waren sie wohl dafür da um das geld ihrer kunden aufzubewahren.

    ok manche werden jetzt wieder sagen, bild,

    aber in der heutigen ausgabe stehen aussagen von bankangestellten, die wohl "von oben" dazu gezwungen werden kunden zu betrügen und zu belügen und ihnen falsche sachen anzudrehen und das sie kontrolliert werden und selber schlechte karten haben, wenn sie nicht das bringen was der oberboß gerne hätte
    Geändert von Martin (11.10.2008 um 21:12 Uhr)

  12. #37
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    Zitat Zitat von Kaifalke Beitrag anzeigen
    wozu müssen banken gewinne machen? ganz vereinheitlicht gesagt, sind oder waren sie wohl dafür da um das geld ihrer kunden aufzubewahren.
    Warum müssen Unternehmen Gewinne machen?
    Warum erwarten wir, dass wir Zinsen bekommen, wenn wir der Bank Geld geben?
    Warum erwarten wir, dass wir Lohn bekommen wenn wir für ein Unternehmen arbeiten?

    Letztendlich müssen wir alle von etwas leben! Zugegebenermaßen die einen besser als die anderen. Über die Angemessenheit der Höhe der Gewinne können wir gerne diskutieren.

    Umsonst Leistungen erbringen, kann jeder erst dann wenn seine Existenz gesichert ist.


    MfG

    Fritz the Cat

  13. #38
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    Zitat Zitat von Kaifalke Beitrag anzeigen
    aber in der heutigen ausgabe stehen aussagen von bankangestellten, die wohl "von oben" dazu gezwungen werden kunden zu betrügen und zu belügen und ihnen falsche sachen anzudrehen und das sie kontrolliert werden und selber schlechte karten haben, wenn sie nicht das bringen was der oberboß gerne hätte
    Hier gebe ich Dir vollkommen recht. Jedesmal wenn mich meine Bank zu einem Beratungsgespräch zu überreden versucht hat, habe ich denen klar zu verstehen gegeben, dass ich weitaus mehr Ahnung von diesen Thema habe als sie selber.

    Also lieber selber Scheiße bauen bei Geldanlagen, als sich von anderen in die Scheiße reinreiten zu lassen!


    MfG

    Fritz the Cat

  14. #39
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    Zitat Zitat von Fritz the Cat Beitrag anzeigen
    Warum müssen Unternehmen Gewinne machen?

    MfG

    Fritz the Cat
    schon klar, ne bank muß aber kein unternehmen sein oder? sie soll einfach ne bank sein

    oder

    die bahn - dafür da um personen von a nach b zu bringen, was befähigt sie dazu ein unternehmen zu sein und gewinne zu erwirtschaften? und trotz millionen gewinne immer schön weiter die preise zu erhöhen, damit wir kunden ihre kostenerhöhungen zahlen und nicht sie selber


    wenn unternehmen mist bauen so wie jetzt diese bankmanager, dann sollen sie sich bitte schön selber aus dem mist holen, anstatt nach dem staat zu schreien,

    wenn sie in millionen baden, schreien sie auch nich nach dem staat und wollen alles für sich (und aktionäre) behalten und dem steuerzahler nichts davon abgeben
    Geändert von Martin (11.10.2008 um 21:39 Uhr)

  15. #40
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    Zitat Zitat von Kaifalke Beitrag anzeigen
    schon klar, ne bank muß aber kein unternehmen sein oder? sie soll einfach ne bank sein

    oder

    die bahn - dafür da um personen von a nach b zu bringen, was befähigt sie dazu ein unternehmen zu sein und gewinne zu erwirtschaften? und trotz millionen gewinne immer schön weiter die preise zu erhöhen, damit wir kunden ihre kostenerhöhungen zahlen und nicht sie selber


    wenn unternehmen mist bauen so wie jetzt diese bankmanager, dann sollen sie sich bitte schön selber aus dem mist holen, anstatt nach dem staat zu schreien,

    wenn sie in millionen baden, schreien sie auch nich nach dem staat und wollen alles für sich (und aktionäre) behalten und dem steuerzahler nichts davon abgeben
    Banken sind halt auch Unternehmen. Wenn Du Sie verstaatlichst - wie es die Bundesbahn zur Zeit noch ist - müssten die Steuerzahler die Verluste tragen. Also selbst dann wäre es gut wenn die Banken Gewinne machen. Schau Dir z.B. die Sparkassen an. Die machen auch Gewinne und setzen diese für gemeinnützige Zwecke ein.


    MfG

    Fritz the Cat

  16. #41
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    Die große Banken weltweit gehören zerschlagen ... denn
    nur so wird man zum Geldfluss auch einen reellen Geldwert
    wiedererlangen. Letztendlich haben wir alle schon
    erfahren, dass die meisten Banken ihrer eigentlichen
    Aufgabe (der Wirtschaft ausschliesslich als Geldgeberr
    zu dienen) nicht mehr gerecht wurden. Sie haben
    mit ihrem Geld die Wirtschaft gesteuert ... die Wirtschaft
    dient und diente in Wirklichkeit immer mehr den Banken
    und das ist grundsätzlich schlecht, denn unsozial und
    auch meistens unproduktiv!

    Es ist ein Märchen, dass uns Großkapital als Gesellschaft
    grundsätzlich voran bringt!

  17. #42
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    schizophren wirds auch, wenn jemand mit seinen steuern für den schaden aufkommen soll und dann noch zusätzlich bestraft wird, weil er seinen job durch diese krise verliert

  18. #43
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    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Die große Banken weltweit gehören zerschlagen ... denn
    nur so wird man zum Geldfluss auch einen reellen Geldwert
    wiedererlangen. Letztendlich haben wir alle schon
    erfahren, dass die meisten Banken ihrer eigentlichen
    Aufgabe (der Wirtschaft ausschliesslich als Geldgeberr
    zu dienen) nicht mehr gerecht wurden. Sie haben
    mit ihrem Geld die Wirtschaft gesteuert ... die Wirtschaft
    dient und diente in Wirklichkeit immer mehr den Banken
    und das ist grundsätzlich schlecht, denn unsozial und
    auch meistens unproduktiv!

    Es ist ein Märchen, dass uns Großkapital als Gesellschaft
    grundsätzlich voran bringt!

    Ich bin mir nicht bei jedem Punkt sicher was Du genau meinst, da Du sehr verkürzt argumentierst, aber einige wahre Sachen klingen da durchaus an:
    • Die Bildung von immer größeren Unternehmen durch Übernahmen und Fusionen bringt die Wirtschaft nicht wirklich voran
    • Die dahinter steckenden Fonds und auch Banken die sich dabei gerne unter dem Deckmantel sogenannter Erfordernisse des internationalen Finanzmarktes verstecken, haben hier selten die Interessen der betroffenen Unternehmen verfolgt, sondern vor allem das eigene Interesse nach immer stärker steigenden Gewinnen
    • Banken die ihre eigentliche Aufgabe als Finanzier der Wirtschaft weiterhin mustergültig verfolgen und dabei auch Gewinne abwerfen wie die deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken, würde man am liebsten aus dem Weg räumen
    • Was würde helfen?
      • Verbot der Beteiligung von Banken an Nicht-Banken?
      • Begrenzung der Stimmrechte der Großaktionäre bei Aktiengesellschaften?
      • Verbot der Übertragung von Schulden auf übernommene Unternehmen?
      • Verbot von nicht durch Gewinne abgedeckte Ausschüttungen an Aktionäre?
      • Beschränkung der Gewinnthesaurierung bei Aktiengesellschaften?
      • Es ist nicht einfach!
    MfG

    Fritz the Cat

  19. #44
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    Zitat Zitat von Fritz the Cat Beitrag anzeigen
    [LIST][*]Die Bildung von immer größeren Unternehmen durch Übernahmen und Fusionen bringt die Wirtschaft nicht wirklich voran
    Dies ist eine Pauschalbehauptung ohne Substanz.
    In vielen Bereichen lohnt es sich für alle (Käufer und Produzent), wenn wenige große Unternehmen anstatt vieler kleiner existieren (bestes Beispiel sind sog. "natürliche Monopole", bei denen die Durchschnittskosten mit der ausgebrachten Menge sehr stark zurückgehen - typische Beispiele sind die Betreibung des Strom- oder Schienennetzes oder auch Online-Communities -- siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Nat%C3%BCrliches_Monopol ).


    [*]Die dahinter steckenden Fonds und auch Banken die sich dabei gerne unter dem Deckmantel sogenannter Erfordernisse des internationalen Finanzmarktes verstecken, haben hier selten die Interessen der betroffenen Unternehmen verfolgt, sondern vor allem das eigene Interesse nach immer stärker steigenden Gewinnen
    Richtig. Das ist ihr Job.

    [*]Banken die ihre eigentliche Aufgabe als Finanzier der Wirtschaft weiterhin mustergültig verfolgen und dabei auch Gewinne abwerfen wie die deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken, würde man am liebsten aus dem Weg räumen
    Die Sparkassen sind gut für die lokale Ökonomie - aber für größere Finanzierungsvorhaben sind sie die einzelnen Institute nicht finanzstark genug. Zudem sind diese - was ihnen in der momentanen Situation natürlich zugute kommt - relativ risikoavers. Soll heißen: ein Gründer einer Internetfirma hatte es zum Beispiel leichter bei einer Privatbank einen Kredit zu bekommen als bei einer Kreissparkasse.

    [*]Verbot der Beteiligung von Banken an Nicht-Banken?
    Was würde es bringen? Die Beteiligung kann ja zum Beispiel als "fall back" entstehen, wenn Eigenkapital als Sicherung eines Kredits verwendet wird. So etwas zu unterbinden hilft niemandem - insb. nicht den nach Finanzierung suchenden Unternehmen.

    Und ein Gewinnmotiv ist auch bei Banken nichts grds. falsches - hilft es doch, die Ressourcen effizient aufzuteilen (z.B. bei der Kreditvergabe). Im Herzen der momentanen Krise steckt ja nicht nur "zu wenig Regulierung", sondern die politisch motivierte Vorgabe für die Banken, möglichst vielen Menschen ein Haus zu finanzieren. Hätte es die entsprechende Gesetzgebung nicht gegeben, hätten die Banken auch nicht so viele Mortgages vertickt, sondern genauer auf die Bonität des Kreditnehmers geachtet.

    [*]Begrenzung der Stimmrechte der Großaktionäre bei Aktiengesellschaften?
    Macht das Sinn? Es gibt z.B. viele Familienunternehmen die in der Form einer Aktiengesellschaft geführt werden, aber nicht an der Börse gehandelt werden. Die Aktien machen es aber möglich, das Eigentum einfach in der Familie zu verteilen. Sollen dann die Eigentümer der Firma nicht mehr voll das Schicksal bestimmen können?

    Mir ist auch nicht ganz klar was Du mit dem Punkt meinst. Sollen die Mitwirkung der Aktionäre am Geschehen des Unternehmens grundsätzlich beschränkt werden? (was schlecht wäre) Oder soll z.B. der Eigentümer von 60% an der Firma nicht mehr allein bestimmen können? Dazu sei gesagt, dass es zum Schutz von Minderheitsaktionären bereits eine umfassende Gesetzgebung gibt (siehe z.B. die Sperrminiorität). Und wenn jemand mal 80% eines Unternehmens besitzt, sollte er auch im vollen Umfang über dessen Geschicke bestimmen dürfen.

    [*]Verbot der Übertragung von Schulden auf übernommene Unternehmen?
    Das ist ja mehr ein "Private Equity-Problem". Die "Heuschrecken" haben mit der momentanen Krise aber gar nix zu tun.
    Die Übertragung von Schulden generell auszuschließen wäre technisch sowieso kaum durchzusetzen. (Funktioniert ja z.B. einfach so: Schuldner A zahlt seine Schulden vorzeitig zurück. Das Geld davon bekommt er von Firma B. Firma B hat das Geld dafür selbst Geliehen. Schwupps...schon sind Schulden von A auf B übertragen worden.)

    Desweiteren ist die Übertragung in vielen Fällen ja sinnvoll (wird auf das Unternehmen übertragen, welches die Schulden besser verkraftet oder eine höhere Bonität hat und dadurch günstigere Kreditkonditionen bei Nachverhandlungen erhalten kann).


    [*]Verbot von nicht durch Gewinne abgedeckte Ausschüttungen an Aktionäre?
    Im deutschen Handelsrecht existiert diese Regel bereits. Es können nur Gewinne und die vorher gebildeten Rücklagen ausgeschüttet werden.

    [*]Beschränkung der Gewinnthesaurierung bei Aktiengesellschaften?
    Das ist doch genau das Gegenteil von "Verbot von nicht durch Gewinnen abgedeckten Ausschüttungen". Du widersprichst Dir! Thesaurierung ist ein anderes Wort für "nicht auszahlen, sondern in die Gewinnrücklage einstellen". Das Geld wird dann im Unternehmen verwendet (z.B. für Investitionen) und nicht an die Aktionäre ausgeschüttet. Das ist für die meisten Unternehmen die wichtigste Form der Finanzierung (genannt: "Innenfinanzierung").

    Stell Dir mal vor, jedes Unternehmen müsste alle Gewinne immer sofort an die Aktionäre ausschütten. Wie soll es dann die zukünftigen Projekte finanzieren? Da würde nur der Weg zur Bank bleiben...und gerade das ist ja nicht so toll, wie wir gerade feststellen.

    [*]Es ist nicht einfach!
    Richtig! Daher immer in Acht nehmen vor Leuten, die einfache Erklärungen anbieten ("Der Turbokapitalismus, die geringe Regulierung, und die gierigen Banker sind schuld").

    T.

  20. #45
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    Zitat Zitat von Fritz the Cat Beitrag anzeigen
    Ich bin mir nicht bei jedem Punkt sicher was Du genau meinst, da Du sehr verkürzt argumentierst, aber einige wahre Sachen klingen da durchaus an:
    • Die Bildung von immer größeren Unternehmen durch Übernahmen und Fusionen bringt die Wirtschaft nicht wirklich voran
    • Die dahinter steckenden Fonds und auch Banken die sich dabei gerne unter dem Deckmantel sogenannter Erfordernisse des internationalen Finanzmarktes verstecken, haben hier selten die Interessen der betroffenen Unternehmen verfolgt, sondern vor allem das eigene Interesse nach immer stärker steigenden Gewinnen
    • Banken die ihre eigentliche Aufgabe als Finanzier der Wirtschaft weiterhin mustergültig verfolgen und dabei auch Gewinne abwerfen wie die deutschen Sparkassen und Genossenschaftsbanken, würde man am liebsten aus dem Weg räumen
    • Was würde helfen?
      • Verbot der Beteiligung von Banken an Nicht-Banken?
      • Begrenzung der Stimmrechte der Großaktionäre bei Aktiengesellschaften?
      • Verbot der Übertragung von Schulden auf übernommene Unternehmen?
      • Verbot von nicht durch Gewinne abgedeckte Ausschüttungen an Aktionäre?
      • Beschränkung der Gewinnthesaurierung bei Aktiengesellschaften?
      • Es ist nicht einfach!
    MfG

    Fritz the Cat
    In der Verkürzung liegt für mich die Wahrheit, denn die Argumente
    Pro Großwirtschaft sind ja ebenso verkürzt. Wenn z. B. Thomas_Palme
    auf die Wiki verlinkt und wenn ich dort die Argumente lese, dann
    muss ich tief schmunzeln, weil sie (dort) eben auch a) sehr flach
    sind und b) in der Masse überhaupt gar nicht so oft zutreffen!

    Du hast mehrere Gedankengänge aufgeführt und Thomas hat die
    Punkte aufgegriffen und gegenargumentativ kommentiert.

    Eure Statements:
    Wir lassen also den Morloch zu um dann zu versuchen, ihn mit
    Dutzenden von Gesetzen zu zähmen? Warum also sollten wir nicht
    lieber gleich den Morloch verhindern?

  21. #46
    Banken sind halt auch Unternehmen. Wenn Du Sie verstaatlichst - wie es die Bundesbahn zur Zeit noch ist - müssten die Steuerzahler die Verluste trage
    HAHAHA und was machen wir jetzt?? steuerzahler müssen den mist gerade bigen.

  22. #47
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    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Eure Statements:
    Wir lassen also den Morloch zu um dann zu versuchen, ihn mit
    Dutzenden von Gesetzen zu zähmen? Warum also sollten wir nicht
    lieber gleich den Morloch verhindern?
    Weil es sich - um bei den "alten" Göttern zu bleiben - weniger um einen Moloch als um einen zweiköpfigen Janus handelt.

    Also muss man dafür sorgen, dass die "gute" Seite der Banken, als Geldgeber der Wirtschaft dominiert, und die "böse" Seite, wie immer man diese auch definiert, möglichst klein gehalten wird.


    MfG

    Fritz the Cat

  23. #48
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    Zitat Zitat von Jaruma Donno Beitrag anzeigen
    HAHAHA und was machen wir jetzt?? steuerzahler müssen den mist gerade bigen.
    Und was würdest Du dann in der jetzigen Situation als Alternative vorschlagen, um ein wirtschaftliches Chaos zu verhindern?


    MfG

    Fritz the Cat

  24. #49
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    staatsbanken. denn wenn der staat sowieso in schlechten zeiten die kosten tragen muss, sollte er wenigstens in guten zeiten auch die gewinne kassieren dürfen.


    Sei stets geduldig gegenüber Leuten, die nicht mit dir übereinstimmen. Sie haben ein Recht auf ihren Standpunkt - trotz ihrer lächerlichen Meinung. (Friedrich Hollaender)

  25. #50
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von FilthyAssistant Beitrag anzeigen
    staatsbanken. denn wenn der staat sowieso in schlechten zeiten die kosten tragen muss, sollte er wenigstens in guten zeiten auch die gewinne kassieren dürfen.


    Das ist wieder zu einfach um falsch zu sein
    Gruss!,liver
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