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  1. #26
    Moderator Cross Cult Forum Avatar von Amigo
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    Ich schätze, die meisten Händler kennen diese Problematik. Viel ändern können sie trotzdem nicht, weil der Laden zu wenig abwirft.

    Die örtliche Thalia-Filiale bei uns ist super einladend und offen und hell - aber dahinter stecken leider sehr hohe Investitionen. Bei dieser Thalia-Filiale z.B. rund eine Million Euro nur für Renovierung und die Ladenausstattung (ohne Mietzahlungen für Räumlichkeiten oder Buchbestand)!

  2. #27
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    Zitat Zitat von Bernd Glasstetter Beitrag anzeigen
    Also ich sehe links außen einen Link...
    Jepp, ich auch jetzt, nach dem Reload. Da hatte ich wohl noch die alte Seitenversion im Cache. Wenn man sich aber einen Titel rauspickt und auf Inhalt klickt, sieht man dort nach wie vor Im Buch- und Comicfachhandel oder bei Amazon.de. Ganz einheitlich aktualisiert ist die Seite also noch nicht.

    Warum jetzt ein Einzelhändler sauer über den CC-Shop sein sollte verstehe ich aber auch nicht. Würde auch annehmen, dass der eher von Amazon Kunden abzieht.

  3. #28
    Zitat Zitat von Amigo Beitrag anzeigen
    Ich schätze, die meisten Händler kennen diese Problematik. Viel ändern können sie trotzdem nicht, weil der Laden zu wenig abwirft.

    Die örtliche Thalia-Filiale bei uns ist super einladend und offen und hell - aber dahinter stecken leider sehr hohe Investitionen. Bei dieser Thalia-Filiale z.B. rund eine Million Euro nur für Renovierung und die Ladenausstattung (ohne Mietzahlungen für Räumlichkeiten oder Buchbestand)!
    Man muss ja nicht gleich viel Geld ausgeben. Etwas die Wände streichen oder schöne Poster aufhängen, vorhandene Regale umstellen, einfach mal den Staub wegwischen und durchlüften täte es bei dem ein oder anderen Laden auch.

  4. #29
    Moderator Cross Cult Forum Avatar von Amigo
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    Zitat Zitat von Susumu Beitrag anzeigen
    Jepp, ich auch jetzt, nach dem Reload. Da hatte ich wohl noch die alte Seitenversion im Cache. Wenn man sich aber einen Titel rauspickt und auf Inhalt klickt, sieht man dort nach wie vor Im Buch- und Comicfachhandel oder bei Amazon.de. Ganz einheitlich aktualisiert ist die Seite also noch nicht.
    Da wir eh Mitte Oktober unsere neu angekündigten Titel "einpflegen" müssen, werden wir erst dann alle Amazon-Links tilgen (bis auf die bei den Romanen vielleicht, denn da kommt man ja nicht so leicht über die € 30 Versandkostenfreiheitsgrenze).

  5. #30
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    Wär doch ein zusätzlicher Ansporn für eure Romanleser auch mal einen Comic zu probieren.

    Scherz.

  6. #31
    Moderator Cross Cult Forum Avatar von Amigo
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    Neu ist jetzt dieser Passus in unserem Online-Shop:

    "Sie können mit uns auch Vereinbarungen hinsichtlich des Liefertermins treffen, z.B. "Lieferung nur einmal im Monat" (in diesem Fall sammeln wir die monatlichen Neuerscheinungen für Sie an) oder "Lieferung erst dann, wenn sich Alben im Wert von ca. ??,?? Euro angesammelt haben". Dadurch haben Sie die Möglichkeit, leicht einen Bestellwert für eine portofreie Lieferung zu erreichen."

    Ich hoffe, das ist eine annehmbare Regelung und vereinfacht das Vorbestellen bzw. Abonnieren von Serien.

  7. #32
    Mitglied Avatar von SAB
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    Thumbs up

    Bin hellauf begeistert, das ich nun endlich die Möglichkeit habe direkt bei euch "an der Quelle" zu bestellen! Tolle Sache! Obwohl mein Portemonnaie nicht so dankbar dafür sein wird!
    Super gemacht, Leute!

  8. #33
    Moderator Cross Cult Forum Avatar von Amigo
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    Viel Spaß beim Bestellen.

  9. #34
    Moderator Weildarum Forum Avatar von Fr4nk
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    So, da bin ich wieder - bereit für weiteren Spam.

    Zitat Zitat von Amigo Beitrag anzeigen
    Welcher Interessenkonflikt? Und was verstehst Du unter "Strategie"? Ich sehe solche Sachen wie das Schalten von Anzeigen, massive Aussendungen von Presseexemplaren, das Certified Dealer Programm, Tragetaschen für den Handel, die Comicshopliste auf www.cross-cult.de und unsere auch nicht billigen Prospekte schon vor allem als Verkaufsunterstützung für den Handel und als Kundeninformation. Ich würde das schon "Strategie" nennen. Uns liegt natürlich viel daran, dass der Verlag, der Vertrieb und der Einzelhandel möglichst effektiv zusammenarbeiten können. Wir beziehen natürlich alle Beteiligten ein und "wurschteln" nicht so vor uns hin.

    Es gibt versch. Interessenkonfikte. Lenke ich z.B. den Kunden auf Eure Website (und Euren Shop) oder nicht. Schickt Ihr einen Kunden in einen Laden oder in Euren Onlineshop. Etc. pp.
    Das Certiefied Dealer Programm würde ich als Strategie für den Verkauf von Bücher an den Einzelhandel bezeichnen. Ev. auch als Ansporn an den EH, die Bücher gut zu presentieren. Das ist aber keine allgemeine Strategie um den Comicmarkt zu vergößern, sondern um die eigene Produkte gegenüber anderen besser zu positionieren.


    Zitat Zitat von Amigo Beitrag anzeigen
    Da wir eh Mitte Oktober unsere neu angekündigten Titel "einpflegen" müssen, werden wir erst dann alle Amazon-Links tilgen (bis auf die bei den Romanen vielleicht, denn da kommt man ja nicht so leicht über die € 30 Versandkostenfreiheitsgrenze).
    Nur am Rande, diverse (Comic-) Onlineshops inkl. Amazon liefern auch einzlene Bücher versandkostenfrei.

    Zitat Zitat von cekay Beitrag anzeigen
    Man muss ja nicht gleich viel Geld ausgeben. Etwas die Wände streichen oder schöne Poster aufhängen, vorhandene Regale umstellen, einfach mal den Staub wegwischen und durchlüften täte es bei dem ein oder anderen Laden auch.

    Ich weiß jetzt nicht wie das zu verstehen ist, soll das jetzt so eine Art Verhöhnung/Bashing werden? Komm mal bei uns vorbei. Da stehen keine Kartons rum, es ist frisch renoviert, wir haben Elektrisch-Licht in einem 3,60m hohen Stuckaltbau im Herzen Berlins, und wir haben nur 1 Regal - Comics (einschl. 90% des CC Programms) werden in Displays wie in einer Galerie mit dem Cover sichtbar aufgestellt. Auch deswegen haben wir ein beschränktes Sortiment. Dafür erreichen wir auch die Nicht-Nerds und sogar Mädels kommen zu uns rein. Deswegen verkauft man immernoch nicht mehr Bücher als die Comichöhle aus den 70ern, ev. sogar weniger.

    Aber ich denke mal in einem sind sich hier inzwischen alle einig - der Thread ist reichlich sinnlos. Ich für meinen Teil werde meinen Fokus ev. mehr auf Antiquarisches legen, bzw. auf Verlage, die nicht direkt vertreiben.
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  10. #35
    Ich für meinen Teil gehe immer lieber in den Laden vor Ort, gerade wegen der guten Qualität vor allem der Cross Cult Comics. Als ich das letzte Mal einen Hardcoverband von Amazon bestellt habe, hat die Post das Ding anscheinend so durch die Gegend gehauen, dass eine Ecke schön ein gedrückt war (trotz der guten Amazon-Verpackung). Das will ich mit Sicherheit nicht mehr haben. Wenn ich schon nicht gerade wenig für ein qualitativ hochwertiges Comic bezahle, dann will ich das Teil auch vorher begutachten können und eins ohne Kratzer oder Schrammen. Klar kann man das Teil dann immer zurück schicken, aber doof isses schon, wenn man heiß drauf ist und es in den Händen hält.

  11. #36
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    @ Andreas: Was habt ihr eigentlich für seltsame Konditionen bei Amazon? Wir verkaufen ja auch monatlich 1-2 Comicfachbücher bei Amazon. Die beziehen die aber offensichtlich über unseren Vertrieb (zumindest nicht bei uns direkt). Insofern macht es für uns vom Rabatt her keinen Unterschied, ob ein Exemplar im Fachhandel oder über Amazon verkauft wird.

  12. #37
    @bluetoons: Wie man lesen kann, lobe ich zahlreiche Comicläden, erwähne aber auch, dass es wenige uneinladend wirkende gibt. Bashen möchte ich sicherlich nicht. Wenn ein Comicladenbesitzer sich gebasht fühlt, scheint er aber einen Grund dafür zu haben. Mehr gibt's dazu nicht zu sagen. Höchstens noch, dass ich vor allem den schönen Bonner Comic Laden lobe, für den ich selbst 12 km Fahrt über die Autobahn in Kauf nehme.

  13. #38
    Moderator Weildarum Forum Avatar von Fr4nk
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    Jo Cekay, kommt nur ein wenig komisch rüber, wenn nach der ganzen Diskussion hier so als Fazit stehen bleibt, die Händler sind selbst schuld. Wenn es nicht so gemeint war, dann ist es ja ok.
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  14. #39
    Moderator Cross Cult Forum Avatar von Amigo
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    @Mick
    Klar, unser Hauptprogramm geht über Libri an Amazon. Wobei Libri auch sehr ungünstige Konditionen hat (langes Zahlungsziel, ständiges Rücksenden von Überbeständen und zwei tage später bestellen sie die selben Titel wieder neu - mit portofreier Lieferung versteht sich ...). Lost Girls wollten die Barsortimente anfangs nicht, deshalb mussten wir die Bände direkt bei Amazon einstellen - und diesen Service lassen sie sich richtig gut bezahlen. Abgesehen davon, dass erst nach 90 Tagen abgerechnet wird. Dieser Tage kam z.B. das erste Geld für Exemplare, die im Mai (!) verkauft wurden.

    Zitat Zitat von bluetoons Beitrag anzeigen
    Es gibt versch. Interessenkonfikte. Lenke ich z.B. den Kunden auf Eure Website (und Euren Shop) oder nicht. Schickt Ihr einen Kunden in einen Laden oder in Euren Onlineshop. Etc. pp.
    Manche Leute wollen lieber im Laden kaufen, andere online, andere im Buchhandel, andere im Bahnhofsbuchhandel. Das sehe ich nicht als Interessenkonflikt, sondern als Leserservice um unsere Comics möglichst vielen Leuten anbieten zu können und das Inetresse an Comics allgemein zu erhöhen. Wie ich schon geschrieben habe, werden wir sicher nicht nur noch mit unserem tollen neuen Shop werben, sondern in erster Linie darauf hinweisen, dass unsere Titel "im Comicfach- und Buchhandel erhältlich" sind.

    Zitat Zitat von bluetoons Beitrag anzeigen
    Aber ich denke mal in einem sind sich hier inzwischen alle einig - der Thread ist reichlich sinnlos. Ich für meinen Teil werde meinen Fokus ev. mehr auf Antiquarisches legen, bzw. auf Verlage, die nicht direkt vertreiben.
    Na, wenn das Viele so wie Du sehen, können wir und alle anderen Verlage mit Online-Shop (und das sind die meisten) ja alle Verkaufsunterstützung und Werbung für den Comicfachhandel einstellen. Spätestens, wenn sich Comicshops nur noch auf Antiquarisches und kleinere Albenverlage "spezialisieren" ist das der endgültige Untergang einer eh schon "bedrohten Spezies" ...
    Wir versuchen immer wieder Titel ins Programm zu nehmen, die nicht nur, pardon, "Comicnerds" ansprechen, sondern auch Film-, Krimi- oder Horrorfans, Kinder, oder im Fall von Lost Girls auch an Kunst oder Erotik Interessierte. Diese Leserschaft war zum Großteil noch nie in einem Comicshop und sie kennen auch keinen, deshalb müssen wir Alternativen anbieten. Wir wollen einige dieser Käufer aber auch gerne in Comicshops locken (z.B. mit Anzeigen auf denen die Adressen der Certified Dealer stehen oder unserer Shop-Liste auf unserer Webseite), wenn dem Fachhandel diese Bemühungen und diese neue Kunden egal sind, können wir das aber auch sein lassen.

  15. #40
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von bluetoons Beitrag anzeigen
    Aber ich denke mal in einem sind sich hier inzwischen alle einig - der Thread ist reichlich sinnlos. Ich für meinen Teil werde meinen Fokus ev. mehr auf Antiquarisches legen, bzw. auf Verlage, die nicht direkt vertreiben.
    Der Thread scheint durch deine Äusserungen weit weniger sinnlos, als ich ihn anfänglich eingestuft hatte.

    Also über diese Aussage kann ich nur den Kopf schütteln!

    Wie kannst du so ticken und dich gleichzeitig darüber beschweren, wie schwer du es hast und wie wenig Nachfrage anscheinend teilweise gegeben ist

    Man sollte schon das vertreiben was der Kunde wünscht - und da ändert doch ein Verlags-Onlineshop nix dran. Wenn du z.b. Cross Cult aus dem Programm nimmst - nur weil sie nun einen Shop betreiben - du aber bisher einige hundert Euro mit ihnen im Monat umgesetzt hast, dann schadest du nicht nur Cross Cult, sondern natürlich auch deiner eigener Kasse und letztendlich deinen Kunden, die nun nicht mehr diese Artikel bei dir kaufen können.

    Wo du aus cekay's Beitrag Bashing herausliest ist mir auch ein Rätsel. Er spricht von den Comicläden, die seit 20 Jahren nicht mehr geputzt haben - überspitzt formuliert - und wo sich kein Kunde mehr wohlfühlt.
    Diese soll es in der tat geben - ich habe auch schon solche gesehen - aber die gibt es heute nicht mehr - haben alle geschlossen, weil sie nichts mehr verkauften.

    Wenn du mal im Frankfurter Raum bist, lade ich dich gerne ein und erkläre dir am Beispiel Finix Comics was uns eine Produktion kostet - was wir prozentual für Werbung ausgeben - was wir von unserem Vertrieb für den Verkauf der Alben erhalten - und was wir z.b. mit unserem Direktverkauf verdienen.

    Du wirst erstaunt sein - denn diesen Kosten und den daraus erzielten Erträgen gegenüber - steht jeder "einigermassen vernünftig laufende" Comicladen hervorragend da!

    Wir erhalten in der Regel für ein Album gerade mal einen Betrag der 10% über den Produktionskosten liegt.
    Die Abnahme reicht aber nie aus um die kompletten Produktionskosten zu deckeln - d.h. der Break Even muss erst mal erreicht werden um überhaupt einen einzigen Cent zu verdienen.
    Bei manchen Verlagen ist dieser Punkt vielleicht erst bei 1.500 Exemplaren erreicht - ein Punkt der heute im Albenbereich für manch eine Serie schon die Obergrenze bedeutet.

    Diese Produktionskosten beinhalten aber noch keinen Cent für Werbung, oder Messegebühren, geschweige denn von den Extra-Kosten, wenn man einen Künstler am Messestand betreut oder irgendwelche Sonderaktionen wie Signierstunden usw. ermöglicht.

    Aber genau diese Werbung ist enorm wichtig um das Produkt überhaupt dem Kunden zu präsentieren - und der Händler bekommt sie kostenfrei ins Haus geliefert. (Ausnahmen Signierstunden - die kosten auch den Laden viel Geld!!)

    Und jetzt regst du dich auf, wenn ein Verlag vielleicht versucht etwas mehr als diese 10% Verkaufserlös zu erwirtschaften, indem sie vielleicht 100 Bücher eines Titels über den Onlineshop zu veräusseren

    Mal ein Beispiel an unserem "grossartigen" Online-Direktverkauf. Wir veräussern vielleicht 20-30 Alben auf diesem Wege - damit decken wir noch nicht mal den Preis unseres kommenden Werbeflyers!
    Stehe ich damit in direkter Konkurenz zu unserem Vertrieb - oder zu dir als Händler?

    Alleine die beiden befreundeten Händler in Frankfurt verkaufen von unserem Titel diese Menge!!

  16. #41
    Moderator Weildarum Forum Avatar von Fr4nk
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    Na, wenn das Viele so wie Du sehen, können wir und alle anderen Verlage mit Online-Shop (und das sind die meisten) ja alle Verkaufsunterstützung und Werbung für den Comicfachhandel einstellen. Spätestens, wenn sich Comicshops nur noch auf Antiquarisches und kleinere Albenverlage "spezialisieren" ist das der endgültige Untergang einer eh schon "bedrohten Spezies"
    Ich sagte nicht dass ich den Verkauf z.B. von CC Büchern einstelle. Man muß ja icht immer gleich in Extreme verfallen. Ich sprach von "Fokus". Letzendlich entscheidet die Nachfrage und das Kundeninteresse, und ein guter Laden wird im Kundeninteresse handeln. Und ansonsten sehen wir das wohl unterschiedlich, ich halte den Direktverkauf eben eher für schädlich für den Handel.

    @Hypo, wir kommen hier von einem zum anderen, ich laß es jetzt mal gut sein. Du brauchts mir übrigens auch nicht die Welt erklären, ich bin nicht ganz unbedarft, ich bewege mich seit '96 selbständig in der freien Wirtschaft. Btw "Sinnlos" ist die Diskussion deswegen, weil sie zu keinem Ergebnis führt, und nicht weil ich die Beiträge inhaltlich sinnlos finde. Ev. können wir uns ja darauf einigen und die Sache damit mal zum Abschluß bringen.
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  17. #42
    Och, Diskussionen müssen ja nicht zu irgendwelchen Ergebnissen führen. Es reicht ja schon, wenn über etwas diskutiert wird. Daher ist die Diskussion durchaus nicht sinnlos. Im Endeffekt sind wir uns doch alle einig, dass man versuchen muss, möglichst gut zusammen zu arbeiten. Die Verlage bieten mittlerweile den Service des direkten Onlineshops an, dies müssen sie, wenn sie alle Chancen nutzen wollen, um ihre Produkte an den Kunden zu bringen. Das ist schließlich überlebensnotwendig. Gleichermaßen sollten sie aber versuchen möglichst auch den Kunden über den Comicfachhandel zu erreichen, was auch viele Verlage sehr gut tun. Wie Amigo schrieb, geben sie viel Geld für verschiedene Gimmicks, Aktionen und so weiter aus, nur um damit den Kunden in den Comicfachhandel zu locken.
    Hart bleibt dieses Geschäft aber trotzdem, es geht hier ja schließlich um's Geldverdienen und in der freien Marktwirtschaft kämpft quasi meistens auch jeder erst einmal für sich.
    So lange also Cross Cult nicht sagt, dass man bitte nur noch über ihren Onlineshops bestellen soll und der Comicfachhandel entbehrlich ist, ist doch alles in Butter. Denn ein Onlineshop mehr oder weniger dürfte auch nicht viel Umsatz im Fachhandel wegfressen.

  18. #43
    Moderator Weildarum Forum Avatar von Fr4nk
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    In anderen Branchen ist es aber oft nicht so, das Hersteller direkt an Endverbraucher verkaufen, und das funktioniert für alle sehr gut und der Ablauf ist sehr professionell und für alle profitabel, sogar für den Kunden. Und wenn ich mich nicht ganze irre dann kann man z.B. auch in den USA nicht direkt bei diversen Verlagen bestellen.
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  19. #44
    Mitglied Avatar von Mervyn
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    Zitat Zitat von Amigo Beitrag anzeigen
    Diese Leserschaft war zum Großteil noch nie in einem Comicshop und sie kennen auch keinen, deshalb müssen wir Alternativen anbieten. Wir wollen einige dieser Käufer aber auch gerne in Comicshops locken (z.B. mit Anzeigen auf denen die Adressen der Certified Dealer stehen oder unserer Shop-Liste auf unserer Webseite), wenn dem Fachhandel diese Bemühungen und diese neue Kunden egal sind, können wir das aber auch sein lassen.
    Amigo, untersteht Euch diese Bemühungen einzustellen

    Ich als Certified Dealer habe kein Problem mit Euem Onlineshop.
    Online-Konkurrenz gibt es nun schon wirklich sehr lange, da kann ich die Aufregung von bluetoons wirklich nicht verstehen.

    Ich bin CC dankbar dafür, Comics wieder "sexy" zu machen und vor allem neue Kundenkreise zu erreichen.
    Wir sind auch mit "Lost Girls" ein bißchen ins Risiko gegangen, deshalb haben wir auch 12 Stück verkauft.

    Und mit den Programmen von Splitter und Vertigo lässt sich doch was im Verkauf bewegen, da finden sich wirklich neue Leser.
    Nie war das Comicangebot so vielfältig wie heute, man muß halt was draus machen als Laden!

    Signierstunden, Schaufensteraktionen, besondere Thementische etc.
    Und da gibt es ja inzwischen genügend Anregungen von den Verlagen.

    Wir können nur alle gemeinsam den Markt erweitern.

  20. #45
    Moderator Splitter Forum
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    @ bluetoons @ all


    Ich möchte mal folgendes dazu einwerfen:

    wir haben eine tendenziell hochkochende Diskussion um den
    gleichzeitig wahrscheinlich unerheblichsten Teil des Verkaufs-
    geschäftes. Zumindest kommt das Gefühl auf, als ob hier von
    falschen (Verkaufs-)Zahlen ausgegangen wird. All das jetzt
    geschriebene betrifft direkt Splitter - dürfte aber nicht
    so dramatisch von anderen Erfahrungen abweichen.

    Splitter macht ca. "2%" des Gesamtverkaufs über den
    Shop und davon bekommen wir bei ca. 80% der Bestellungen
    Begleitmails, die sich entweder darüber freudig ausdrücken,
    dass man mit einem Online-Shop überhaupt erst die
    Möglichkeit zum Comic-Konsum sieht (Hauptgründe sind
    große "und größte" Entfernung sowie absoluter Zeitmangel).
    So sind mehr als die Hälfte der Kunden entweder Ärzte,
    Anwälte etc. oder wohnen gar im Ausland. Ich glaube also diese
    Klientel wäre nie regelmäßiger Kunde für das Ladengeschäft.
    Und das ist nicht "meine Meinung" sondern - wie gesagt"
    schriftliche Aussage der Kunden selbst.

    Das zweite große Thema in den Mails ist der "enttäuschte"
    Kunde, der umsonst in seinem Laden war. Der also vom Laden
    zum Online-Shop getrieben wurde.

    Schauen wir uns nun diese 2% Umsatz einmal an, dann fällt zu-
    sätzlich folgendes auf. Wir verkaufen ca. 50% der Auflagen von
    Schubern und Figuren-Editionen über den Shop. Denn hier sind
    quasi alle Kunden "erbost" über die geringe Bestellfreudigkeit
    der Läden in diesem Segment. Das dumme dabei ist, das wir
    also dort mehr Umsatz machen, wo wir ihn überhaupt nicht wollen!
    Das Besondere ist, dass diese Artikel das beste Preis-/Leistungs-
    verhältnis im Splitter-Verlag abbilden und sie ausschließlich
    ins Programm genommen wurden, damit der Kunde dieselben im Laden
    in der Hand halten kann. Die Idee war, das eine unserer schönen
    Figuren in der Glasvitrine neben dem üblichen Obelix und der
    obligatorischen Micky Maus auffällt und somit den Kunden zum
    Gespräch (was ist denn das für eine Serie?) an der Theke
    verleitet! Solche kleinen und feinen Sammlerfiguren kann man
    online gar nicht ideal präsentieren. Sie soll(t)en in jedem Fall
    die Auffälligkeit unserer Alben in den Läden erhöhen!

    Und wenn wir die oben angesprochen Anteile in Zahlen umrechnen, dann
    kommen wir bei einem Album, von dem wir eine 3.000er Auflage
    drucken auf vielleicht 20 Alben, die "eventuell" in den
    Läden verkaufbar gewesen wären. Nur bei dieser Anzahl wissen
    wir wirklich nicht, ob wir sie jemandem vielleicht wegnehmen!
    Wohlgemerkt 20 Stück deutschlandweit und nicht "jedem Laden"!

    Warum machen wir das dann überhaupt? Nun, von diesen 20 Stck.
    bezahlen wir unseren Homepage-Admin, der uns die technische
    Funktion des Shops sichert.

    Das aber, was diesen Shop und Splitter auszeichnet (der große
    Umfang und die fast tägliche Einpflege von vielen neuen und
    schönen Präsentationsinhalten werden hauptsächlich von Dirk und
    mir eingepflegt). Das machen wir umsonst und wollen damit nur
    eines erreichen. Wir wollen das unsere Serien immer im Markt
    präsent sind, dass sie besprochen werden und dass es einen Anreiz
    gibt deshalb in den Laden zu gehen und die Teile dort einzukaufen.
    Wüssten wir, dass es keine Kunden gäbe, die "auf ein Online-Angebot
    des Verlages bestehen" wäre der Shop sofort eingestellt.
    Der Umsatz rechtfertigt den Aufwand nicht im Geringsten.
    Warum lassen wir nicht einfach nur andere für uns "online-anbieten"?
    Wäre doch grundsätzlich möglich?! Dabei muss man auch bedenken, dass
    von anderen Anbietern in der Regel nicht die komplette Produkt-
    palette abgebildet wird, dass aber genau der Onliner dies erwartet.
    Denn es gibt auch im online-Geschäft eine ähnliche feste Kunden-
    bindung, wie beim "treuen Ladenkunden" und dieser wählt den Online-
    Shop wegen exakt diesem Vorteil. Inklusive der Kommunikation!
    Unser Mail-Kasten kann dazu Geschichten erzählen!

    Und warum gibt es keinen anderen Online-Anbieter, der unsere
    Produktpalette komplett anbietet? Weil alle bisherigen Gesprächs-
    partner davon ausgingen, dass wir ihnen bei einen "Komplettangebots-
    Garantie" die Produktpalette in Kommission zur Verfügung stellen.
    Das tun wir natürlich nicht, denn so würden wir "wirklich aktiv die
    Handelsgerechtigkeit" torpedieren. Dann wären z. B. Deine Ängste
    (bluetoons) gerechtfertigt.

    Ich weiß, es ist kein einfaches Thema …

    Viele Grüße

  21. #46
    Moderator Cross Cult Forum Avatar von Amigo
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    @Mervyn
    Das ist die richtige Einstellung.

    @Bluetoons
    Verlage in den USA verkaufen sehr wohl auch direkt an Kunden, wie z.B. Dark Horse über tfaw (things from another world).
    Zudem sind die Verlagsprogramme anders strukturiert: Marvel und DC und die kleineren Verlage publizieren nach wie vor viele Hefte und die lassen sich online nur schwer kostendeckend einzeln verkaufen.

  22. #47
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Zitat Zitat von bluetoons Beitrag anzeigen
    Und wenn ich mich nicht ganze irre dann kann man z.B. auch in den USA nicht direkt bei diversen Verlagen bestellen.
    Du irrst. Praktisch jeder Kleinverlag bietet einen eigenen Shop an (DDP; Topshelf, Fantagraphics et al). Dark Horse arbeitet mit einem grossen Comicshop zusammen und Marvel bietet zumindestens einen direkten Abo-Vertrieb an.

  23. #48
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Jetzt habt ihr bluetoons ja doch die "grosse weite Welt" erklärt - er wollte es doch nicht!

    (Sorry bluetoons - das konnte ich mir einfach jetzt nicht verkneifen - keep smile! )

  24. #49
    Moderator Weildarum Forum Avatar von Fr4nk
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    Zitat Zitat von hipgnosis Beitrag anzeigen
    Jetzt habt ihr bluetoons ja doch die "grosse weite Welt" erklärt - er wollte es doch nicht!

    (Sorry bluetoons - das konnte ich mir einfach jetzt nicht verkneifen - keep smile! )
    OMFG eigentlich wollt ich ja nichts mehr dazu schreiben. Marvel und DC machens nicht (Panini aber übrigens schon, auch mit Heftchen), Dark Horse hat einen Externen (also keinen "Direktvertrieb", ist aber auch ganz egal). Das ein paar von den Miniverlagen sowas machen ist mir wohl bekannt. Generell läuft der Vetrieb in den USA über DIAMOND und die angeschlossenen Händler. Völlig ignoriert wurde auch mein Hinweis, das es in anderen Branchen unüblich ist, das Hersteller an Endverbaucher verkaufen, sondern das es da ein fruchtbares Agreement gibt. Man kann sich natürlich immer den Nebensatz rasupicken, der einem gerade am besten in die Hosentasche paßt. Du hast auch eine Art in jeder Diskussion irgendwie so auf die unsachliche persönliche Ebene zu befördern, nicht nur mir gegenüber, siehe auch mal Deine unverschämten Attacken im 'Dunke Turm' Thread gegen den Pannor, das geht mir echt auf den Zünder, ich geh jetzt mal gucken obs hier ein Killfile gibt, bevors hier richtig los geht.
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  25. #50
    Ui, ui, ui. Nun beruhigt euch doch liebe Leute.

    Nebenbei, abgesehen von bestimmten Lebensmitteln, kann man im Prinzip alles mögliche direkt beim Hersteller kaufen. Auch per Internet. Dahin geht jedenfalls die Entwicklung. Aber egal, wichtig dürfte horsts Beispiel der Zahlen sein, die beweisen, dass ein direkter Onlineshop nur eine kleine Sache ist und sich kein Comicfachhändler davor fürchten muss. Im Gegenteil, er sollte dies als Möglichkeit oder Antrieb sehen, sich neu zu formen, etwas zu tun um Kunden zu binden, neue zu finden. Ohne den ständigen Wandel würde es doch irgendwann langweilig werden. Und derlei Herausforderungen gibt es nun einmal fast überall, es sei denn man ist als Beamter tätig. Aber das ist doch ein vortödliches Leichenspiel.

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