szmtag Crimson Dawn, Kapitel 4: Wendepunkte - Seite 3
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  1. #51
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Der Speisesaal war elegant eingerichten, aber schon seit vielen Stunden wenn nicht gar Tagen nicht benutzt worden. Wenn man die Asche im Kamin betrachtete würde man meinen das es hier im Haus keine oder nur wenige Bedienstete gab.
    Lykahn blickte sich im Raum um und ließ ihn auf sich wirken. Mit allen Sinnen ließ er sich auf den Raum ein. Er war sich sicher das sich hinter der unscheinbaren Tür die Küche befand. Wohin die beiden anderen Türen führten würde er in wenigen Augenblicken herausfinden.
    Vorher würde er allerdings noch den angrenzenden Salon begut achten und bewegte sich langsam darauf zu.

  2. #52
    Mitglied Avatar von Armisael
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    Kaum auf dem Gang angelangt, hatte Markus auch schon seine dunklen Sinne ausgefächert. Gleich dem imaginärem Schrei einer Höhlenfledermaus, breitete sich sein Gespür Wellenartig in der Umgebung aus, und fast sofort hatte er Amaryllis Geruch, die Ausstrahlung ihrer Aura und den ruhigen Schlag ihrer Herzens wahrgenommen. Gabrielle schien ebenfalls gespürt zu haben, wo die Shamanin sich aufhielt, denn sie lief los, schnurstracks auf die dritte Tür ,von seinem Raum aus gesehen, zu.

    Als er zu seiner Ziehtochter aufschloss, hatte diese schon an die massive Tür geklopft. Zuerst geschah nichts. Dann hört er die weibliche Stimme mit dem fremdländischen Akzent durch die Tür dringen.
    "Wir sind es: Markus und Gabrielle!" antwortete er mit fester Stimme.

  3. #53
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    Super. Amaryllis' Gesicht verzog sich so begeistert als wollte man sie mit einem Bus überfahren und das wo sie doch gar nichts von Technik hielt. Nun ja, das Gesicht der Schamanin zeigte selten eine andere Regung. Wieder schwieg sie geraume Sekunden ehe sie die Luft einzog, während sie den Impuls "Geht weg!" zu sagen unterdrückte und sich stattdessen auf dem Fenstersims streckte. Die bronzenen, blanken Füße rutschten über den Rahmen zur anderen Rahmenseite, ehe die Schamanin hilfreich die Kapuze vom Kopf zog, so dass man sie wenigstens besser erkennen konnte.

    "Kommt halt rein..." brummte sie, hörbar wenig begeistert.

  4. #54
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Gabrielle

    Vorsichtig und langsam öffnete Gabrielle die Tür. Ihr feines Gehör hatte deutlich den missmutigen Unterton in der Stimme der Schamanin ausgemacht. Doch schließlich stieß sie die Tür ganz auf - immerhin hatte man sie dazu aufgefordert - und betrat den Raum, blieb neben der Tür an der Wand stehen, so dass sie weder Markus den Zugang blockierte, noch zu weit in das Zimmer eindrang und vielleicht Amaryllis Zorn erregte. Sie musterte die Frau kurz, um zu erkennen, wie hoch der Grad an Gereiztheit wirklich war.
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  5. #55
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    Nahezu unberührt lag das Zimmer vor ihnen, das Bett schien nicht benutzt, wenn Essen angerührt worden war, dann nur so das es nicht auffiel und auch der Kelch mit Blut stand noch an Ort und Stelle. Lediglich das Fenster war offen und durch die feine Brise wurde der schwere Vorhang minimalst verdrängt, gab die dunkle Gestalt preis die dort verborgen gewesen war, wenn auch nicht wirklich. Man sah nur das weiß der Augen, da das Gold sich wieder nach draussen gerichtet hatte und sie so nur das ansehnliche Profil ihren beiden Gästen offenbahrte, während sie sich weiterhin in diesen Fensterrahmen schmiegte, als hätte sie noch nie etwas anderes getan. Regungslos, vielleicht seit Stunden...

    Amaryllis sah nicht herum als ihre Gäste das Zimmer betraten und bewegte sich auch sonst nicht, nur das verräterische Heben und Senken des Brustkorbes sprach davon das die Schamanin überhaupt atmete, lebte, ansonsten hätte sie vielleicht auch eine wohlplatzierte Statue sein können.
    "Icch mag diessenn Orrt niccht..." wisperte sie urplötzlich, das geschaffene Bild perfekter Ruhe durch das Wort selbst zerstörend, wenngleich ihre Stimme ruhig und einfügsam war. "Wass kannn icch fürr eucch tunn?" fragte sie schließlich, man konnte den leicht verbitterten Unterton darin allerdings nicht überhören. Auch das Gold bewegte sich, huschte in die Augenwinkel um von dort aus Gabrielle und auch Markus zu betrachten, der Rest blieb weiterhin unbewegt, nur der Wind zurrte erneut an ihren Haarspitzen.

  6. #56
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    Gabrielle

    Stumm ließ die junge Daywalkerin ihren Blick durch den Raum gleiten. Es bedurfte nicht erst Worten um zu zeigen, dass Amaryllis sich an diesem Ort unwohl fühlte. Nicht überraschend, wenn sie daran dachte, dass die Schamanin offenbar auch mit dem Feind kooperiert hatte - warum sonst hätte man sie im Vorhof des Orakels verschonen sollen.

    Einen Augenblick zögerte Gabrielle. Irgendetwas sagte ihr, dass es höflicher wäre Markus das Gespräch zu überlassen. Noch dazu da seine Erfahrung ihm sicher einen Vorteil in dem Gespräch mit Amaryllis verschaffen konnte. Sie selbst war oft zu direkt, zu offen. Wenn sie jetzt mit der Tür ins Haus fiele, oder gar ihre Gegenüber beschuldigte mit dem Feind zusammen zu arbeiten, würden sie sicherlich keinerlei Erfolg haben, nichts erfahren.

    Doch die Worte brannten in ihr, sie wollte es wissen. Sie musste es wissen, es ging um ihre Zukunft und ihr Leben! Man sah den gespannten Gesichtszügen Gabrielles deutlich an, dass sie innerlich mit sich rang. Schließlich aber traf sie eine Entscheidung. Sie warf ihrem Ziehvater einen kurzen Blick zu, so als wolle sie seine Zustimmung einholen, dann sah sie Amaryllis direkt an und begann mit ruhiger, fester Stimme zu sprechen.

    "Wir sind auf der Suche nach jenen, die Markus' Tochter stahlen! Sie waren auch zugegen, kurz bevor wir das Orakel betraten. Wir hatten gehofft, dass auch du sie gespürt hast und vielleicht mehr weißt als wir. Uns blieb nicht viel Zeit das Kampfgeschehen zu beobachten, aber vielleicht konntest du mehr sehen? Vielleicht weißt du, wo wir suchen müssen?"
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  7. #57
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Der Salon war, wie bereits das Esszimmer, elegant doch spartanisch eingerichtet: der große Flügel schien eine Antiquität, war aber zumindest optisch im besten Zustand, ebenso das Mobiliar. Die Wände waren holzvertafelt und auf halber Höhe mit einer abgesetzten Bordüre versehen. Zwischen dem großen Lehnsessel und dem Sofa erspährte Lykahn nun auch einen etwa kniehohen Beistelltisch, in dessen hölzerne Tischplatte mittig eine Glasscheibe eingelassen war. Darauf stand zum einen ein einzelner Kerzenständer aus Glas sowie eine flache Prozellanschale, die mit Sand gefüllt war und in die jemand ein weiteres Objekt gelegt hatte: eine Kugel aus rot-transparentem Stein, vielleicht gar Rubin, in deren Inneren etwas zu leuchten schien.

    *

    Christine musste nicht erst lange warten, abermals reagierte der "magische Index" sofort auf ihre gedankliche Anfrage.

    Markus Aboraschon: Linea Sanguinis VIII, Regesta Cana, Pagina XIV

    Als sie sich umsah, um das Buch zu suchen, bemerkte sie rasch, dass in einem Regal in der linken hinteren Ecke auf dem obersten Regalboden eine Reihe dicker Bände stand, die so groß und kunstvoll eingebunden waren, wie das in ihrem Zimmer. Und tatsächlich: der (wie sie beim durchzählen bestätigend feststellte) siebte Band fehlte. Zudem bemerkte sie, dass zwei der Bände auffällig schmal waren, so dass sich kaum Seiten zwischen den Lederdeckeln befinden konnten. Vorerst aber interessierte sie vor allem das achte Buch, so dass sie es heraus nahm und begutachtete: statt einer Rose zierte nun ein stilisierter Falke den Einband und von den 12 Namen, welche sich auf der ersten bedruckten Seite fanden, war nun ein anderer eingefärbt: Rhiduon.
    Mühelos fand sie das dunkelgraue Register und blätterte die Seiten vor, bis sie auf der vierzehnten angelangt war (welches keineswegs die letzte dieses Abschnitts war) und dort Markus' Namen fand. Obwohl er selbst keine "Nachfahren" hatte, stand er inmitten einer schier unüberschaubaren Vielzahl von "Geschwistern", welche alle von einer Vampirin namens Fatimah abstammten. Interessiert konnte Christine feststellen, dass bei dieser kein Kreuz verzeichnet war - sie musste also noch am Leben sein, wenn auch jetzt wohl als Mensch. Interessanterweise entdeckte Christine bei Markus selbst sowohl ein Kreuz als auch ein weiteres Zeichen, welches sie bisher noch nirgends im Buch gesehen hatte: es war ein simpler Kreis, der neben das Kreuz gesetzt worden war.

    *

    Willow war alleine. Als sie die Augen öffnete, waren sowohl Froze als auch Quicksilver verschwunden, nur die unzähligen Leinwände, welche nun alle wieder gefüllt waren, umgaben sie noch. Mit einem mal schien es ihr kalt und still - ob ein Schauder sich hier in der Welt ihres Geistes wohl so anfühlte?
    Dann hörte sie mal Schritte (woher kamen sie? seit wann hallte das weiße Nichts um sie herum unter den Schritten anderer?) und als sie sich umwandt, erblickte sie eine Gestalt, die hinter einer der größeren Leinwände hervortrat - und sah zu ihrer Überraschung ihrem Abbild ins Gesicht - zumindest beinahe: Das Haar zerzaust, die Augen schwarz geschminkt, die Lippen dunkelrot. Sie trug ein schwarzes Mieder, tief ausgeschnitten, den Bauch unbedeckt, dafür die Arme in langen seidenen Stoff gehüllt, und eine Lederhose, enganliegend, seitlich offen und mit Schnüren zusammengehalten. Um den Hals trug sie an einem Lederband ein blutrotes Juwel. Sie wusste nun, wer das war, sie hatte alle relevanten Erinnerungen wiedererhalten, um diese Version ihrer selbst zu erkennen.
    "Der Telepath hat es klug angestellt", lächelte die andere anerkennend. "Nun sind der Mensch, der du warst, und die Vampirin wieder eins." Sie sah glücklich aus.

    *

    "Was ist passiert? Mit einem wütenden Fauchen war Froze nach vorne geschnellt und hatte Quicksilver am Kragen gepackt. Sie waren wieder in Willows Zimmer, beide urplötzlich erwacht - nur Willow selbst lag noch immer reglos auf dem Bett, während ihr Geist auf der Astralebene verweilte. "Warum sind wir erwacht und sie nicht?" Frozes Augen funkelten bedrohlich und er spielte es nicht - er würde dem Telepathen weit mehr antun als ihn nur unsanft anzupacken, sollte der dafür verantwortlich sein, wenn Willow etwas geschah. Doch Quicksilver hatte nicht vor, sich derart anfahren zu lassen: "Ich weiß es nicht, verdammt, wir sind quasi "rausgeflogen", keine Ahnung weshalb. Vermutlich war sie selbst es, oder ihr Unterbewusstsein - anders kann ich es mir nicht erklären. Und solange du mich bedrohst, statt mich nach ihr sehen zu lassen, kann ich dir auch nichts weiteres sagen, Idiot! Keine gute Idee, dem einzigen an die Gurgel zu fahren, der ihren Zustand näher bestimmen und eventuell helfen kann." Sein Blick hielt dem Frozes stand und er wartete, bis dieser nur missmutig den Griff lockerte und schließlich abließ. Sicherlich hätte der Vampirjäger den anderen auch per Telekinese von sich stoßen können, doch es lag ihm fern, einen Kampf anzufangen - er und Froze waren schon zu oft aneinandergeraten. Stattdessen beugte er sich nun, ohne Froze weiter zu beachten, über Willow, legte seine Hände an ihre Schläfen und konzentrierte sich darauf, herauszufinden, was soeben passiert war.
    Geändert von Foxx (03.09.2008 um 19:23 Uhr)

  8. #58
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    Christine studierte interessiert Markus' Stammbaum. Das war interessant und sie konnte es sicher irgendwie gegen ihn verwenden. Fatimah hieß seine Schöpferin also. Die Symbole neben Markus' Namen sagten ihr nichts, aber vielleicht stand dazu ja noch etwas. Sie blätterte nach hinten und suchte im Register nach Markus und Fatimah.

  9. #59
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    Der Vampir trat in das Zimmer. Die leichte Brise und die Düsterniss darin konnten seinen Blick nicht täuschen. Er erfasst Armaryllis Gestalt am Fenster. Sie sah aus wie eine der mytischen Ahnenfrauen, stumm, kalt, unnahbar.
    Das Gold ihrer Augen erfasst ihn und Gabrielle schliesslich. Dieser Blick bestätigte nur seine Vermutung über ihren Emotionalen Zustand, welchen er schon aus ihrer Stimme heraus gehört hatte; Armaryllis war es sichtlich unwohl und sie war dementsprechend übellaunig.

    Seine Ziehtochter ergriff zuerst das Wort. Etwas ungestüm, doch konnte man darin gewisse Züge ihrer Mutter erkennen. Die Frage war gut formuliert; neutral, unverdächtig und hoffentlich in der Lage Armaryllis aus der Reserve zu locken.
    Markus lies Gabrielle gewähren. Zur Not konnte er immer noch eingreifen. So fixierte das Rot seiner Augen die Shamanin.

  10. #60
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    Willow

    Verwundert sah Willow sich um. Froze war verschwunden und auch Quicksilver sah sie nicht mehr. Erleichterung erfüllte sie, als ihr klar wurde, dass sie nun allein in ihrem Bewusstsein war und immer noch bei klarem Verstand. Der Telepath war nicht mehr hier, um sie zu stabilisieren und anscheinend brauchte sie ihn auch nicht mehr! Sie hatte ihre Erinnerungen wieder und ihr Leben.

    Nachdenklich betrachtete sie die Bilder, die sie umgaben. Eigentlich war sie nicht unglücklich darüber nunmehr alleine zu sein. Viele ihrer intimsten Erinnerungen waren hier zu sehen. Ihr ganzes Leben, jedes Erlebnis, jedes Geheimnis breitete sich auf den unzähligen Leinwänden vor ihr aus. Sie wollte diese Bilder nicht mit einem Fremden teilen, schon gar nicht mit Quicksilver. Wenn sie ehrlich war, so gab es auch einige Aspekte ihrer Vergangenheit, die sie nicht mit Froze teilen wollte - zumindest noch nicht. Jetzt, da sie endlich wieder Herr ihrer Sinne war wollte wie wenigstens für eine kurze Zeit unbeschwert mit ihm umgehen. Für eine kurze Zeit den Traum der Ewigkeit leben.

    Auf einmal fröstelte es die junge Frau und sie schlang die Arme um ihren Körper. Sie hörte die Schritte wiederhallen und drehte sich um ihre eigene Achse. Einen Augenblick lang versuchte sie die Herkunft der Schritte zu ergründen - einen Augenblick lang fürchtete sie, die beiden Begleiter wären doch noch hier und hatten sich nur entfernt um die Bilder zu betrachten. Doch dann trat ihr Spiegelbild hinter einer Leinwand hervor. Willow begrüßte die Andere mit einem Lächeln. Etwas skeptisch musterte sie sich selbst, das Outfit war gewagter, als sie es eingeschätzt hatte, damals als sie es für die Reise anfertigen ließ. Sie würde sich bei Gelegenheit nach etwas dezenterem umsehen müssen. Bei dem Gedanken, dass ihr Körper gerade in genau dieser Kleidung irgendwo in Sinaras Haus ruhte, wurde sie ein wenig verlegen.

    "Ja, Quicksilver hat mir sehr geholfen. Auch wenn ich es nicht gern zugebe, ich bin ihm zu Dank verpflichtet!" sie nickte ihrer Gegenüber zu. "Aber du bist sicherlich nicht hier um über die telepathischen Fähigkeiten meiner Gefährten zu sprechen, nicht wahr? Um genau zu sein solltest du nicht hier sein, denn ich habe mich gerade erst wiedergefunden und kann kein zweites Ich gebrauchen, welches mich erneut verwirrt!"

    In diesem Moment kam Willow ein schrecklicher Gedanke und sie wich einige Schritt zurück. Hatten Quicksilver und Froze sie hier auf der Astralebene zurückgelassen, weil ihr nicht zu helfen war? Glaubte sie nur, alles war wieder in Ordnung und in Wirklichkeit spiegelte ihr kranker Geist ihr etwas vor? Doch nein, sie hatte ihre Erinnerungen, sie war wieder die Person, die sie in den letzten Jahrhunderten geworden war. Die Ereignisse nach dem Ritual hatten sie zwar sehr verändert, doch vielleicht wäre schon bald alles wieder beim alten.

    "Vielleicht sollte ich jetzt besser gehen? Du lässt mich doch gehen?" sie sah sich selbst noch einmal tief in die Augen. "Ich bin auch glücklich, dich wieder zu haben!" flüsterte sie leise, ein zufriedenes Lächeln umspielte ihre Lippen. Dann schloss sie ihre Lider um sich zu konzentrieren. Offenbar wollte Willow nicht weiter auf der Astralebene verweilen!
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  11. #61
    Mitglied Avatar von Sphinx
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    Mehr automatisch hatten ihre Augen wieder die Landschaft gesucht bis sie nach den Worten der Daywalkerin lagsam diese schloss. Sie brannten, dieses Mal aber nicht vom Licht selbst sondern dem hilflosen, paranoiden Starren hinaus, in der Hoffnung einen Makel in diesem Ort zu finden. Die Störung jetzt, durch Gabrielle und Markus, war willkommen udn doch nicht, pflegte die Schamanin doch eigentlich andere zu meiden egal ob Mensch oder Vampir. Langsam, monoton, fast wie der Kopf einer Marionette auf steifen Schultern bewegte sich nun doch der Kopf herum, als sie die Augen wieder öffnete, ihre Besucher nun direkt anblickend, ehe sie Gabrielle fixierte.

    "Bissherr wüssste icch nurr vonn einerr Frrau, die Marrkuss Tocchterr nennnt und scheinnt mirr docch du, mit deinnenn Sinnenn und Verrstannd solltesst fähigg seinn deinne Entführrerr zu findenn. Wie solll icch Spurr von etwass habenn dessenn Witterrungg icch niccht kenne?" sagte die Schamanin ruhig, mit ihrem doch ureigenen zynisch-arroganten Tonfall in der Stimme, der deutlich davon sprach wie sie diese Farce mehr zu stören schien, als würde man sie direkt ansprechen.. Ihr Kopf neigte sich zur Seite, bewegte das schwarze, seidige Haar das immer noch ihr Gesicht umrahmte, während die leichten Mandelaugen sich verengten. "Wass wolltt ihrr wirrklicch vonn mirr?" Bei dem letzten Satz allerdings wanderte das Gold, regelrecht vorwurfsvoll, zu Markus um nun seinen Blick einzufangen und zu taxieren.
    Geändert von Sphinx (27.08.2008 um 09:03 Uhr)

  12. #62
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    "Wo... wo bin ich hier", fragte Charlene unsicher.
    "Und wer seid Ihr? - Denn entweder träume ich, oder ich fange langsam aber sicher an verrückt zu werden. Egal was von beiden der Wirklichkeit entspricht. Es ist kein ansprechender Gedanke wenn ich im Traum fremde Menschen... Erscheinungen oder was auch immer Ihr zu sein vorgebt sehe und auch noch mit Ihnen spreche... und wenn ich verrückt werde - zumindest mehr verrückt als ich es jetzt schon sein muss, wenn man den Zustand einen Fremden Mann in seinem Kopf zu haben sicherlich nicht als normal bezeichnen kann... dann ist das auch nicht gerade das wonach ich mich gerade sehne! Also wer seid Ihr und was wollt Ihr von mir?"
    God's in his heaven - all's right with the world.

  13. #63
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Gabrielle

    Gabrielle hatte geraume Zeit darauf gewartet, dass Markus auf die Frage der Schamanin antwortete. Immerhin war er es, den Amaryllis ansah. Doch anscheinend wollte ihr Ziehvater es ihr überlassen, das Gespräch zu führen. Fieberhaft überlegte sie, wie sie ihre Vermutung am besten formulieren könnte, ohne die Gegenüber zu beleidigen. Dann aber sprach sie einfach direkt, mit fester lauter Stimme aus, warum sie gekommen waren.

    "Ich sprach von dem Baby, das Markus hütete. Gabrielle, das Kind welches zu mir werden wird, wenn wir das scheitern. Die beiden Nymphen, die uns angriffen... Wir hofften, dass du vielleicht mehr über sie weißt als wir. Denn Markus erkannte den Geruch der beiden wieder, sie müssen es gewesen sein die mein jüngeres ich stahlen. Die Frau ist tot, doch vielleicht kann uns der Mann mehr sagen?" Sie taxierte die Schamanin nun ihrerseits mit festem Blick, sie würde den goldenen Augen nicht ausweichen. Sie hatte ihre Bitte direkt aber ausgesprochen höflich vorgetragen. Es war deutlich, dass Gabrielle Amaryllis nichts vorwarf, sie wollte lediglich um Hilfe bitten.

    *~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*~~*

    OOC: Ich weiß, ich hab gesagt ich warte auf Armisael, aber da ihm offenbar nichts einfiel hab ich jetzt weitergemacht. Hoffe das war ok!
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  14. #64
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Wenn der Salon auch schlicht eingerichtet war, so waren die Möbel doch tip top in Ordnung aber auch absolut uninteressant für den Werwolf. Der Stein allerdings, der von innen heraus zu leuchten schien, erregte Lykahns Aufmerksamkeit. Dieser Stein schien magisch zu sein und so näherte sich Lykahn dem Tischchen und nahm den Stein näher in Augenschein vorsichtig näherten sich seine Finger dem eigentümlichen Stein.

  15. #65
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Kaz schmunzelte einen Moment lang. Die Magie dieses Ortes war so stark zu spüren, dass er sich kaum dessen Einflusses entziehen konnte, doch konnte er die Elemente nicht einfach so leiten, was der Schamane sehr faszinierend fand. Er sammelte seine Energie und erschuf in der Handfläche einen Feuerball, den er sofort weiter in die Axtklinge leitete. Kontinuierlich holte er die Magie aus der Umgebung, um das Feuer weiter anzurufen, um den Energiefluss längere Zeit anhalten zu lassen. Als er das vollendete widmete er sich auf der selben Art der Wassermagie, indem er Regenwolken herbei rief, um das Wasser in die andere Klinge der Doppelaxt zu leiten. Zuletzt ließ er aus dem Regen ein Gewitter entstehen, um die Blitzmagie, wie schon zuvor geplant, in den Spitz zwischen den beiden Klingen zu leiten.

    Nachdem er die Magie in seine Axt gepumpt hatte, sprüte er - trotz der Einfachkeit die Magie hier zu bündeln - eine abnorme Müdigkeit. Er hatte sich enorm verausgabt, um diese Aktionen durchzuführen und ließ sich müde rückwärts auf den Boden sinken. Er rief die Erdmagie ein weiteres Mal an, um mit ihr im Kontakt zu bleiben. Er bat Mutter Erde ihn zu wecken, sollte sich jemand oder irgendwas ihm auf 10 Fuss nähern. Dann gab er sich der Müdigkeit und der Magie hin und fiel in einen Tranceartigen Ruheschlaf.
    Those Wings... I want them too!

  16. #66
    Mitglied Avatar von Sphinx
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    Die goldenen Augen der Schamanin hafteten noch einen langen Moment auf dem Vampir, doch nichts in ihrem Blick wies auf die vorwurfsvolle Frage in ihren Gedanken hin, dass sie es nicht gewusst hatte. Dann ruckte das Gold herum, ohne das der Körper selbst in Bewegung geriet, nur der feine Wind lies die pechschwarzen, seidigen Haare in sich tanzen, als erzählten sie ihre eigene Geschichte, hätten ein eigenes Leben. Amaryllis' Hand glitt nicht verräterisch zu der Tasche ihres Umhangs wo Sero's Münze verborgen lag, mit dem sie ihn rufen konnte, noch würde sie irgendwas sagen, von dem Pakt den sie eingegangen war. Auch wenn sie selbst sich nicht in irgendeiner Weise verpflichtet fühlte...

    Das einzige verräterische, ob nun bewusst oder unbewusst, war das tiefe einatmen und fast schnaubige Ausatmen das folgte, als die Ägypterin ihren Kopf herum nahm. "Nuveszs... die gefhalllenne Nymmphe hieß Nuveszs." erklärte sie, deutlich mit Bedauern in der Stimme, mit Mitleid, dass sie für jedes Geschöpf der Natur hatte. Amaryllis Blick glitt wieder hinaus in diese seltsame Welt die so perfekt und anscheinend nur für ihre Augen unecht aussah. "Szie warr ess, die micch in Londonn vorr demm Wolff rettete, allerrdinggs hatte icch da nocch niccht gewusst welcchen Preiss es habenn würrde." erinnerte sie insgeheim an ihren mehr als nur stark zerfetzten Zustand als sie wieder aufgetaucht war. "Derr Namme ihrress Brruderrs isst Serro. Sehrr viel mehrr aberr kann icch eucch niccht sagenn... icch habbe 'dorrt' kein Kindd gesehen oderr gehörrt." sprach sie ehrlich, wenngleich sie das Wort seltsam bitter betonte, als wollte sie nicht darüber sprechen was an diesem Ort vorgefallen war. "Nurr die anderrenn derren Namenn icch eucch berreits gesaggt habbe...." wisperte sie hinterher, während ihr Kopf mit einem dumpfen Tocken gegen das Holz des Rahmens fiel. Amaryllis war müde, nicht körperlich, und es begann sich in dem sonst nahezu perfekt emotionslosen Gesicht zu spiegel, als sie bewusst von Markus und Gabrielle wegsah. Vielleicht erinnerte sie sich an Folter die sie so zugerichtet hatte wie sie damals war, oder aber es war eine gewisse Verzweiflung... Machtlosigkeit...

  17. #67
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    Markus stand still da. Keine Regung, nicht mal heben und senken der Brust oder ähnliche Vitalzeichen verrieten Leben in seinem Körper. Das einzige was an dem Untoten Wesen irgendwie Lebendig erschien, waren seine Augen, welche mit leichtem glimmen im Inneren, die Shamanin unermütlich anstarrten. Das dunkelrote Feuer schien Amaryllis' Geschichte prüfend durchdringen zu wollen.

    "Du sagst, deine Rettung durch diese "Nuves" hätte einen Preis gehabt. Welcher war der?" Markus Stimme war fest und direkt. Er wollte mehr über diese beiden Nympfen wissen. Und konnte er der Shamanin trauen?



    @OT
    sorry, aber hatte letztens ein paar kleien Probleme, deshalb konnte ich nicht sofort antworten.^^°

  18. #68
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    Lange Sekunden starrte Amaryllis nur weiter hinaus, auf dieses ruhige Land und es schien als wäre sie in ihren eigenen Gedanken versunken, in Träumen die nun zerplatzt waren, als habe sie die Worte des Vampirs nicht gehört. Dann aber ruckte das Gold kaum merklich udn doch gut sichtbar in die Glassfront des Fensters, wo sie beide gut im Spiegelbild sehen konnte, ohne sie selbst anzusehen. "Szie wolltenn, daszs icch micch ihrrerr Sacche anscchließe." erklärte sie ruhig, verengte dabei die Augen. "Wie meinne Antworrt aussah solltet ihrr eucch denkken könnnnen, immerrhinn habt ihrr den zerrstörrten Klumppen Fleiscch gesehenn denn Serro auss mirr gemaccht hat!" Nun aber, war der schneidende Unterton von Verbitterung in ihrer Stimme nicht mehr zu überhören, wobei sie erneut tief die Luft einsog, sich kurz sammelte um dann in emotionsloser, kontrollierter Stimme weiter zu sprechen:

    "Icch mag kein Enngel seinn, kein Dienerr des Licchts, keinne Licchtgestallt oder einne verrtrauenswürddige Perrson... aberrr ich gebiete überr die Sündden..." Sie drehte sich nun zu beiden herum, während ihre Augen leicht milchig schimmerten. "...ich sehe alless wass ihrr beganggen habbt, jede eurrer Sündden und damitt habbe icch Maccht überr eucch, über eucch! Schwarrze Wesen, dunkle Wessen. Icch bin aberr aucch keinn Wessen derr Dunkelheitt. Mein Ziel ist es die Mutterr Errde zu retten unnd das eurre aucch. Icch verrate mein Ziel niccht und wenn es micch umbringgt..." Ihr Gesicht war wieder eine Maske, wobei auch in ihren Augen verräterisches Gefühl aufloderte, Sorge, Unruhe, Machtlosigkeit. "Seidd ehrrlicch mit mirr, dann bin icch ess aucch mit eucch!" Sie setzte dazu an sich wieder abzuwenden. "Und entsccheidett eucch endlicch ob ihrr mirr verrtraut oderr niccht, wenn niccht kann icch aufhörren eucch allenn das Leben zu retten oderr schwerr zu macchen." fügte sie, nicht gerade wohlgesonnen, eher abfällig, hinzu.

  19. #69
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    "Komm wieder runter!" Gabrielles Worte waren hitzig, sie funkelte die Schamanin mit ihren blauen Augen an. "Wir haben dir nichts vorgeworfen, dich nicht angegriffen und dir auch nicht unser Misstrauen ausgesprochen. Wir haben dich um Hilfe gebeten, weil wir... weil ich hoffte du kannst uns helfen! Ich habe gesehen, dass die Gegner dich nicht angriffen, vor dem Tempel! Ich habe vermutet, dass sie dir einen Bund angeboten habe! Und ich habe darauf vertraut, dass du diesen Bund nicht eingegangen bist, sondern dass du bereit bist uns dabei zu helfen das Schicksal der Welt zu ändern! Auch mein eigenes Schicksal zu verändern, das Schicksal des Kindes welches man Markus entrissen hat!" Gabrielle sah zu Amaryllis und wandte sich dann ab. "Ich habe mich wohl geirrt. Ich dachte ich hätte es mit einer weisen Frau zu tun, einer Schamanin welche über scharfen Verstand verfügt. Doch offenbar bist du zu sehr in einer verdrehten Welt von Licht und Schatten gefangen, einer Welt von Misstrauen und Paranoia, als dass wir auf deine Hilfe zählen könnten!" Diese Worte sprach die Daywalkerin mit ruhiger, eiskalter Stimme. Nicht ein Hauch von dem Zorn, den Markus noch deutlich in ihren Augen lesen konnte, schwang in ihrer Stimme mit. Ebensowenig wir ihre Enttäuschung. Wortlos öffnete sie die Tür um den Raum zu verlassen. Hier würde sie sicherlich keine Antworten finden!
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  20. #70
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Die Detailinformationen zu Markus waren rasch gefunden: er war 1730 in Abukir, Ägypten verwandelt worden - und 2312 in der Wüste Gobi gestorben. Darunter aber war eine weitere Zeile mit einem zweiten „Geburtsdatum“, darin stand: 2312 - Hana-Loihi, Polinesien. Christine wusste, dass Poleniesien ein Areal im Pazifik bezeichnete, zu dem auch Hawaii gehörte, doch den Namen der Stadt hatte sie, soweit sie sich erinnerte, noch nie gehört. Am interessantesten war der Vermerk daneben: resurrectio. Auferstehung.
    Danach standen die weiteren Daten: keine Nachfahren, Mitteleuropa als Wirkungsgebiet, Verneblung als besondere Fähigkeit. Der Eintrag zu seiner Schöpferin waren insofern aufschlussreich, als dass sie von erstaunlichem Alter war: 1598 vor Christus war sie in Theben zur Vampirin geworden – und noch immer am Leben. Fleißig war sie offensichtlich gewesen in dieser langen Zeit, denn sage und schreibe 3007 direkte Nachfahren waren notiert und noch einmal unglaubliche 67.572 indirekte. Auch sie verfügte über besondere Fähigkeiten: Astralprojektion und Traumreisen.

    *

    Wie ein Tiger lief Froze nervös im Zimmer hin und her, warf unregelmäßig Blicke hinüber zum Bett, wo Quicksilver hinter Willow kniete und sich über sie beugte, seine Hände an ihren Schläfen, die Augen geschlossen in stiller Konzentration. Er unterdrückte den Drang, dem Telepathen an die Gurgel zu springen, ihm die Schuld zuzuschieben dafür, dass Willow reglos auf dem Bett lag und keine Anstalten machte, zu erwachen. Doch gleichzeitig wusste er, dass Quicksilver der einzige war, der an diesem Zustand überhaupt wieder etwas würde ändern können und er ihn wenigstens solange unversehrt lassen musste, bis sie wieder bei Bewusstsein war. Also ließ er ihn tun, was immer er dort tat, verkniff sich sogar ihn anzusprechen, um ihn nicht aus der Konzentration zu reißen und suchte stattdessen weiterhin ein noch so kleines Stressventil indem er weiter auf und ab lief ...

    *

    Willow schmunzelte.
    Sie bemerkte es erst, als sie den Zug auf dem Gesicht ihres Gegenübers sah und kurz darauf spürte, dass auch ihre Mundwinkel sich nach oben bewegten. Sie brauchte einen Moment lang um zu erkennen, was es war, doch dann war es vollkommen klar: sie waren bereits eins geworden, keine getrennten Entitäten mehr. Sie teilten Erinnerung und Stimmung. Und so waren die folgenden Worte ihres Ebenbilds ihr schon klar, Sekundenbruchteile bevor sie ausgesprochen wurden: „Natürlich lasse ich dich gehen, warum sollte ich mich selbst einsperren?“ Sie beide lachten. „Du merkst es gerade: wir sind wieder eins. Das ist gut, der größte Teil von uns ist wieder komplett. Doch du bist nicht die, mit der ich ursprünglich wieder verschmelzen wollte. Ursprünglich waren wir nur zwei, dann zersplitterten wir weiter. Du bist die letzte und gleichzeitig die erste. Doch die anderen sollen uns vorerst keine Sorge bereiten, es hat Zeit, sie sind nur kleine Fragmente und im Moment schlafen sie. Also keine Sorge.“
    Während sie sprach, begannen ihre Konturen zu verblassen, ihre Gestalt immer mehr in die weiße Leere um sie herum überzugehen, bis sie schließlich nicht mehr zu sehen war. Doch Willow wusste, dass sie nicht verschwunden war – nur zu ihr zurückgekehrt.

    Dann begann die Welt um sie herum langsam zu verdunkeln und sie wusste, dass es Zeit war zu gehen. Sie schloss die Augen und hörte mit einem mal unruhige, schwere Schritte. Sie lag weich und gemütlich. An ihren Schläfen spürte sie die Nähe von Händen.

    *

    Beschwichtigend deutete die Erscheinung Charlene mit einer Geste, sich zu beruhigen. „Gemach, gemach Kind. Weder träumst du, noch wirst du verrückt.“ Sie lächelte gütig. „Du fragst wer ich bin, da muss ich dir antworten: ich bin nicht mehr. Eine konservierte Erinnerung, bewahrt in der Kette, die du trägst, mehr nicht. Doch solltest du fragen, wer ich war so würde ich dir antworten: ich war eine derjenigen, die dieses magische Schmuckstück schufen. Wir alle gaben unser Innerstes hin bei der Erschaffung und nun ... nun, ich kann es nicht wirklich erklären. Doch es hat auch mit deiner Macht zu tun und der Wechselwirkung dieser beiden Kräfte. Und das bringt uns zu deiner zweiten Frage: was will ich von dir? Nun, ich möchte dir helfen. Ich möchte dir helfen dabei deine außergewöhnlichen Kräfte besser zu verstehen. Denn du selbst bist dafür verantwortlich, dass hier unten gelandet bist. Dein Zimmer ist über uns, du hast es auf eher ... unkonventionelle Art verlassen. Diese Dinge passieren dir derzeit, da du nicht beherrschst, was in dir steckt und die Kraft sich von Zeit zu Zeit ihren Weg bahnt.“

    *

    Was immer Lykahn erwartete, als er sich dem Stein vorsichtig näherte, es blieb aus. Auch als er ihn schließlich berührte und gar hochnahm, geschah nichts. Die Kugel glimmte nur weiter vor sich hin, so als kümmerte es sie nicht, dass man sie von ihrem Platz entfernt hatte. Doch der Werwolf spürte deutlich, dass darin ein Zauber ruhen musste, auch wenn er sich ihm derzeit nicht offenbaren wollte.

    *

    Die Zauber, die Kaz sprach, um das Feuer entstehen zu lassen, zeigten rasch Wirkung und so konnte er die Axt aus den züngelnden Flammen speisen. Mit dem Wasser gestaltete es sich schwieriger: Regen oder gar ein Gewitter zu rufen war ein langwieriges und aufwendiges schamanisches Ritual, für das nicht nur ein paar simple Worte reichten. Durch seine Verbundenheit mit der Erde spürte er zudem, dass dieser Ort sich nicht nur in einem absoluten Gleichgewicht befand sondern gar in einer Art Stasis und auf seltsame Art und weise ... isoliert wirkte. Seine Instinkte ließen ihn zweifeln, ob er hier überhaupt ein Gewitter würde beschwören können, wenn es keinen Ort gab, von dem es kommen konnte – und so war es fraglich, ob sich der Aufwand des Wetterrituales wirklich lohnen würde. Stattdessen gelang es ihm aber, wenigstens ein wenig Wasser aus dem Nebel so zu bündeln, dass er sich verwenden ließ.

    Später, als er sich niedergelegt hatte, bemerkte er noch, wie rasch er sich hier erholte, während er in einen Dämmerzustand abglitt. Er wusste nicht, wie lange er schon lag, als ein seltsam kribbelndes Gefühl ihn erweckte – die Erde leistete seinem Wunsch Folge, ihn zu warnen. Doch als er die Augen auftat und sich erhob, konnte er niemanden ausmachen, der sich näherte ...
    Geändert von Foxx (05.09.2008 um 20:37 Uhr)

  21. #71
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    "Ich habe nie um irgendeine Kraft gebeten!", entgegnete Charlene mit fester Stimme.
    "Weder wollte ich sie... bevor ich in diese Lage kam - ich will sie jetzt nicht, und auch in Zukunft kann ich gerne darauf verzichten! Was ich will ist mein Leben zurück haben! Es ist mir egal wer du warst, bist, oder sein kannst. Auch interessiere ich mich nicht für irgendwelche magischen Schmuckstücke - ich hatte schon an normalen Perlen und sonstigem kein Interesse. Erst recht nicht an diesem Teufelszeug! Ich will über Magie, Hexerei oder wie auch immer Ihr es nennen mögt nichts wissen - wegen diesem Teufelszeug habe ich meine Familie verloren!", schrie sie der Erscheinung entgegen. Tränen standen in den Augen der jungen Frau, als die Erinnerungen an jene Momente, geschehen vor so unglaublich langer Zeit, vergleichen mit dem hier und jetzt, Ihren Geist erneut streiften.

    "Ihr wollt mir helfen?!" schrie sie die Erscheinung herausfordernd an.
    "Dann beendet diese, meine Existenz! Ich habe alles verloren, was ich einst hatte - meine Familie, die Menschen die ich liebte, sogar meine eigene Existenz!"
    Mit jedem Wort wurde die Stimme von Charlene leiser, als ob sie sich beruhigend würde.
    "Es gibt nichts mehr, was mir am Leben liegt. Jeder Tag, jede Stunde, jeder kleinste Bruchteil einer Sekunde auf dieser Welt bereitet mir eine unendliche Qual, der ich nicht zu entrinnen vermag. Kein Mensch, kein lebendes Wesen kann nachvollziehen wie leer ich mich fühle. Wie tot - und doch lebe ich - wofür?", endete sie flüsternd.

    "Wofür!?!" schrie sie hysterisch in Richtung der Erscheinung.
    God's in his heaven - all's right with the world.

  22. #72
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    Armisael ‎(23:46):
    Markus sah Gabrielle mit einer leichten Drehung des Kopfes nach. "Geh schon mal vor. Ich will hier noch was klären... nur mit Ihr!" wobei er eindeutig Armaryllis meinte.
    Der Vampir wartete bis Gabrielle den Raum verlassen hatte und die Tür ins Schloss gefallen war, ehe er sich wieder zu der Shamanin wante.
    Das Glühen seiner roten Augen nahm eine leichte Nuance zu.
    "Was weisst du schon von meinen Sünden? Was weisst du schon von meiner schwarzen Seele?? Nichts; rein garnichts weisst du!" zischte er zwischen zwei sich nun langsam verlängerden Fangzähnen hindurch.
    Markus bewegte sich auf Armaryllis zu, das glimmen seiner Augen warf nun einen leichten rötlichen Stich in die Finsterniss des Raumes.
    "Du meinst also du seiest kein Wesen der Dunkelheit, hättest aber Macht über Sünden schwarzer Wesen, könntest sehen was in den tiefen Abgründen ihrer Seelen vorgehen würde..." er blieb direkt vor ihr stehen, sein Körper nur 3 Zentimeter von der Fensterbank getrennt.
    "Dann sag mir; was siehst du in meiner Seele?"


    Sphinx ‎(23:55):

    Die Schamanin bewegte sich kaum, drehte nur den Kopf wieder herum, so dass das tiefe Gold nun eindringlich schimmerte, während sie den Vampir abschätzig ansah, ganz so, als wäre es unter ihrer Würde mit so einer Kreatur zu sprechen. Sie verzog ihre Mundwinkel geradezu angewidert als sie das Aufblitzen seiner Zähne wahrnahm und schnaubte dann nur verächtlich, wobei sie sich durch seine Nähe nicht einschüchtern lies. Vampire hatten schon ganz andere Dinge von ihr verlangt, genommen, als sich nur auf so geringe Distanz zu nähern, dennoch spürte sie den kalten Schauer, die Gänsehaut die sich ausbreitete, als diese Mordwerkzeuge, die sie selbst erstrebt hatte ihr nun so nah waren.
    "Ja, esz wärre einfaccher fürr dicch wennn icch niccht in dirr lesenn könnte wie in einem offennen Bucch..." begann sie, arrogant, überheblich, während sie ihn von oben herab ansah. "...wirrd die Nummerr dess arrmenn, reumütiggen Vampyrs niccht langsam mühseeligg? Ja, du bisst so einn Opferr..." sie verengte leicht die Augen, die dadurch Raubkatzenhaft zu glimmen begannen. "Sagg mirr niccht du hasst es niccht genossen zu trrinken, ihrr Blut, den Schmerrz in deinerr Seele. Was wärrst du scchon ohne deinne Rreue?! Einn Monsterr, wie alle anderren... zumindesst glaubsst du, dass du anderrst bist.... Bist du niccht!"


    Armisael ‎(00:16):

    "Nein" begann er leise zu sprechen. "Ich habe den Schmerz nicht vergessen.." Markus' Blick schlug geradezu auf Armaryllis Gesicht, feuriges Rot traf unzerstörbares Gold. "...ich kann ihn nicht vergessen, weil er immer bei mir ist. So stark und so tief das du ihn nie begreifen kannst, Shamanin!" Markus rückte noch näher an Armaryllis heran, einen Zentimeter noch von ihr entfernt.
    "Ich bin ein Monster, verdammt ewig durch die Dunkelheit zu wandeln und selbst im Tod nie Frieden zu finden. An meinen Händen und Zähnen klebt das Blut von Tausenden, Schmerzen und Schrecken begleiten mich durch die Nacht, die entsetzten Gesichter meiner Opfer verfolgen mich durch die Aeonen...und dennoch hat der Wahnsinn mich noch nciht verderht und mich auf eine Stufe mit Martok und seines Gleichen gestellt, und nur weil ich meinem Ziel treu blieb. Woher nimmst gerade du die Frechheit zu sagen ich wäre gleich mit den anderen Monstern???" sein Stimme war hart und gespannt wie eine Peitschenschnurr, jedoch blieb sie auf der gleichen Lautstärke. Nur das rote Leuchten nahm etwas an Intensität zu.
    "Sag es mir, Armaryllis, was sind deine Sünden?"


    Sphinx ‎(00:27):

    "Langweille micch niccht mit deinerr Seelennqual-tirrade!" fauchte die Schamanin zurück. Jetzt wo er ihr so nahe war konnte er riechen was er in ihrem Blut geschmeckt haben musste. Diesen seltsam, süßlich herben Geruch der an eine reife, verführerische und doch Tödliche Frucht erinnerte, die gewiss nicht im Paradies vertreten war. "Woherr icch mirr dass Rreccht nehmme? Errinnerre dicch an denn Tempell... errinnerre dicch wie du ausgerrasstet bisst und ICCH dicch binnen Sekundden zurr Rruhe brracchte, wie einen abgerricchteten Hund! Ja, icch kenne eurre Blutgierr..." wisperte sie verrucht, dunkel udn doch herausfordernd arrogant ohne jedwedes Mitgefühl in den Augen, in ihrer Mimik. "Icch kenne eucch Vampyrre zu gennau. Egall wie ehrrenhafft sie sicch gebenn, sie sindd alle gleicch. Ein Tierr, ein Monsterr dass Blutt brraucch. Mörrderr!" Der leicht knurrige Unterton ihrer Stimme entbehrte nun aber dem Hohn und Spot, war einfach nur sachlich und viel zu nüchtern. Schließlich aber lachte sie, höhnisch, veröächtlich, doch das fast schrill klingende Lachen wirkte künstlich, fast verzweifelt. "Meinne Sünddenn...." wiederholte sie und betrachtete nun die Rreißzähnne ausgiebig. "Icch habbe keinne. Keinne einzigge habbe icch begangen und dennocch werrde icch, wie du, nacch meinemm Todd in derr Hölle schmorren. Gerrecchte Welt, niccht?" Die Worte kamen aus ihr wie Gift das sie ausspucken müsste, voller Verachtung, jedoch wohl nicht für Markus selbst.


    Armisael ‎(00:48):
    Ein wildes Feuer überkam das "Tier" in seinem Inneren. Es begann sich zu regen, angestachelt durch die gut geziehlten Worte der Shamanin, doch der Vampir unterdrückte es sofort, bannte es wieder zurück in die dunklen tiefen seiner Selbst, verhinderte somit, dass seine Hand unwillkürlich hervorgezückt und ihr den Hals gebrochen hätte. Armaryllis hatte recht mit ihrer Aussage über das Wesen der Vampire, doch da war noch mehr...
    Markus legte den Kopf leicht zurück, sah sie von oben schräg an, ehe sich sei mund zu einem leichten Grinsen verzog.
    "Ja, wir sind Mörder, unser Wesen, unsere Existenz dreht sich darum von anderen zu trinken um unsere innere Bestie zu besänftigen. Sowas muss ich nicht leugnen, und ja, ich bin ein Mörder, ein mehrfacher sogar. Doch in deinen Augen sehe ich ebenso Mordlust, Wut...und vorallem Angst!" er griff sie leicht am Kinn und zwang sie somit ihm direkt in die nun zwischenzeitlich fast flammenden Augen zu sehen.
    "Was begehrts du? Wieso erwartet dich die Hölle? Wieso willst du die Welt retten, wenn für dich am Ende sowieso nur die Verdammniss bleibt???" er veregte den Griff etwas, so das sie sich nicht abwenden konnte.
    "Wenn sich jemand so gut mit Vampiren auskennt, dann ist er entweder ihr grösster Feind, oder ihr grösster Bewunderer..und ich höre in deiner Stimme nicht die Laute der Feindschaft zu mir und ich rieche nicht den Duft des Hasses mir gegenüber" er ruckte etwas näher an ihr gesicht, seine Zähne fuhren voll aus.
    "Was begehrst du?"


    Sphinx ‎(00:59):
    Amaryllis erstarrte unter dem Griff. Nicht weil er hart oder so unnahgiebig war. Viel mehr waren es die Worte, die viel zu genau trafen, in ihr Innerstes...
    Das sonst harte, abweisende Gold begann wässrig zuwerden, wurde flüssig und schimmerte in einer Vielzahl kostbarer Facetten, so gefühlvoll, was sonst viel zu tief verborgen in der jungen Frau, vielleicht auch dem Kind war, das Amaryllis im Kern selbst noch zu sein vermochte. "Geh weg...." hauchte sie, plötzlich kraftlos und ihr Zittern, das innere Erbeben war deutlich zu spüren. Sie verriet sich. Das passte ihr nicht und allein diese Tatsache lies sie schwer schlucken. Doch die Maske war nicht gefallen, war nur einen viel zu langen Augenblick verrutscht und fiel augenblicklich wieder an Ort und stelle als die Schamanin auffauchte und mit erstaunlicher Kraft für diesen zierlichen Körper, seine Hand wegschlug udn ihr Kinn zurück zog. "FASS MICCH NICCHT AN, VAMPYRR!" fauchte sie lautstark, erneut mit dem kehligen Knurren und doch einer gewissen panischen Keifigkeit in der Stimme. Schnell, flink udn effektiv, lies sie sich von der Fensterbank gleiten, nutzte den wenigen Platz den er gelassen hatte um den schlanken Körper dort weg zu bringen, ehe sie in einigen Rückwärtsschritten mehr Abstand zu Markus suchte. "Meine Begehren gehenn dicch garr nicchts an! Icch will die Mutterr scchützzen, nicchts anderres ist meine Existenz!"


    Armisael ‎(01:10):
    Markus blieb am Fenster stehen und drehte nur den Kopf in ihre Richtung. Das Rot seiner Augen schien etwas abzuflauen, doch war es immer noch sehr hell und hielt ihr Gesicht in einem imaginärern Griff weiter an sich geklammert.
    "Wenn du nur das willst, wieso fürchtest du dich denn so vor mir?" er dreht sich nun ganz um und kam langsam auf sie zu. Er hatte wohl einen Nerv bei ihr getroffen, so eine heftige, wenn auch nur sehr kurze Reaktion war Beweis genug dafür. Für einen Moment war es zu erkennen gewesen, Armaryllis verborgenes Geheimniss.
    "Du sagst nichts anderes wäre deine Existenz? Vielleicht ist dies so, doch du sollst wissen, genau so wie du Sünden erkennen und lesen kannst, kann ich die Begierde in dir lesen. Für eine Person die nach eigener Aussage so selbstlos sein soll, trägst du in deinem Inneren ein fast loderndes Verlangen!" er kam unermüdlich näher.


    Sphinx ‎(01:18):

    Die Ägypterin schluckte erneut, straffte dann ihre Haltung. Stolz und Arroganz, doch in dem heftigen pulsieren ihrer Halsadern war nur zu deutlich zu erkennen, dass es sie imer noch erregte, gleichsam wie sie ein zweites Mal schluckte, ehe ihr Blick sich verfinsterte. Sie hielt inne im Zurückweichen, baute sich zu ihrer vollen Größe auf, was immer noch ein beachtliches Stück kleiner war als der Vampir selbst. Schließlich aber verzogen sich ihre Mundwinkel zu einem schadenfrohen udn herablassenden lächeln.
    "Ja, magg seinn dass du verrstehsst wass icch begehrre, aberr den Grrund verrstehst du niccht... Zu scchadde, dass du mirr niccht mehrr gebenn kannst was icch will... Du bisst fürr micch nutzlos geworrden!" bekannte sie, eiskalt, erneut mit der Gefahr in ihrer Stimme, wobei feines Blitzen zum vorschein kam, als sie ihre Klinge langsam zog. "Und nun Vampyrr, gehsst du. Oderr icch werrde dicch hierr und jetzt töten!"

  23. #73
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    Markus begegnete ihrem Blick und blieb stehen, doch schien er keine Angst vor ihr zu haben. Er kannte zwar nicht das volle Wirkungspotetial ihrer Kräfte, doch kannte sie seine auch nicht.
    "Drohe mir nicht, Shamanin!" knurrte er und ein tierisches Fauchen erklang aus seiner Kehle, wobei seine Zähne sich bedrohlich zeigten und seine Augen stark aufflammten. Doch so schnell die Reaktion auch gewesen war, so schnell war sie auch wieder vorbei. das Glühen klong ab und die Zähne zogen sich zurück.
    "Ich hoffe du weisst was du tust, Armaryllis!" mit diesen Worten trat er an ihr vorbei und zur Tür. Er öffnete sie ruckartig und ging hinaus.

  24. #74
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    Gabrielle

    Als Markus die Tür öffnete traf sein Blick die Augen Gabrielles. Die Daywalkerin hatte auf sein Geheiß hin zwar den Raum verlassen, aber sie war direkt vor der Türe stehen geblieben und hatte sich an das Holz gelehnt um auf ihren Ziehvater zu warten. So war ihrem feinen Gehör kaum eines der Worte entgangen, welche zwischen dem Vampir und der Schamanin gefallen war.

    Einen Augenblick begegneten sich ihre Blicke, Gabrielle sah Markus mit großen, fragenden Augen an. Sie hatte nichts von dem verstanden, was zwischen ihm und der Schamanin vorgefallen war. Ihr war nur klar, dass es weder mit ihrem eigenen Schicksal, noch mit dem Schicksal der Welt zu tun hatte. Irgendetwas schien den Vampir und Amaryllis zu verbinden. Etwas, das Gabrielle werder verstand noch nachvollziehen konnte. Sie war wütend, dass die Frau so mit Markus geredet hatte - doch wenn sie darüber nachdachte musste sie ihr fast Recht geben. Nach der Zeit der Nacht hatte Markus sich entschieden, Vampir zu bleiben. Es wurde Zeit, dass er sich mit seiner Natur abfand und sich so akzeptierte, wie er war. Menschen töteten doch auch um zu leben! Sich selbst als Monster zu verurteilen führte zu nichts!

    Schweigend wandte Gabrielle sich ab. Sie wollte jetzt nicht reden, zu viel schwirrte ihr durch den Kopf. Warum hatte Markus sie weggeschickt um mit Amaryllis zu reden und dann nichts von Relevanz erfahren. Warum engagierte er sich so für seine privaten Probleme, nachdem er kaum ein Wort gesprochen hatte als es darum ging mehr über das Schicksal seines Babys herauszufinden? Einen Moment schlich sie der quälende Zweifel in Gabrielles Herz - war Markus wirklich der selbstlose Mann, welcher sich für ihr Wohl geopfert hatte? Oder war das nur ein Trick des Ordens gewesen um sie in die Vergangenheit zu locken? Was, wenn sie in diesem Spiel eine Schachfigur war, die das Schicksal der Welt besigelte, statt es zu retten? Sie schluckte diese Zweifel weg und schritt den Gang entlang. Obwohl sie nicht rannte, war sie doch unmenschlich schnell. Ohne es zu merken, versuchte sie so schnell wie möglich von dem Zimmer, von Amaryllis und Markus und ihrer verdrehten Welt weg zu kommen. Sie achtete nicht auf den Weg, sondern ging streifte immer weiter durch die Gänge, über eine Treppe... Sie wollte nachdenken... sie wollte allein sein!
    Geändert von Felina Noctis (04.09.2008 um 10:24 Uhr) Grund: Kaffeekonsum
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  25. #75
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    Willow

    Das Schmunzeln wurde zu einem strahlenden Lächeln. Glück... so musste es sich anfühlen, wenn man vollkommen glücklich war. Sie war wieder sie selbst - auch wenn die Worte in ihrem Inneren, auch wenn die vereinzelten schwarzen Flecken in ihrer Erinnerung davon sprachen, dass sie irgendwann erneut würde graben müssen, wenn sie die ganze Wahrheit verstehen wollte. Noch wusste sie nicht, wie sie zu der Gruppe gelangt war, warum Markus sie aus der Themse hatte ziehen müssen und vor allem wie sie Froze gefunden hatte. Doch vielleicht blieb ja noch Zeit zu reden... Es gab Vieles, was sie erzählen wollte und noch viel mehr, was sie zu wissen wünschte.

    Zum letzten Mal warf Willow einen Blick zurück auf die Bilder ihrer Vergangenheit, bevor sie spürte, wie sie langsam verschwand. Zunächst nur ihr Ebenbild, welches mit ihr verschmolz, doch schließlich auch sie selbst. Es wurde dunkel und doch wusste sie, dass sie nicht verschwand, sondern nur zurückkehrte, in das richtige Leben.

    Sie schloss die Augen, fühlte das weiche Bett unter sich, hörte die unruhigen Schritte, vermutlich von Froze, denn die Hände an ihren Schläfen ordnete sie eindeutig Quicksilver zu. Ihren Impuls den Telepathen von sich zu stoßen unterdrückte sie augenblicklich - sie schuldete ihm zu viel und es wäre unfair. Offenbar versuchte er, ihr zu helfen, sie zu finden. Sie sammelte ihre Konzentration und formulierte eine klare Botschaft, die sie Quicksilver entgegen schickte und mit der sie alle anderen Gedanken zu verdecken suchte.

    <Vielen Dank für deine Hilfe! Bitte lass mich los und geh einen Schritt zur Seite, ich würde nun gerne aufstehen!> Zeitgleich mit diesem gebündelten Gedanken öffnete Willow die Augen und sah dem Telepathen mit festem Blick ins Gesicht. Noch war sie reglos, so als wolle sie niemanden erschrecken, so als wolle sie Frozes Aufmerksamkeit noch nicht erregen. Nur die großen, grünen Augen zuckten einen Moment in seine Richtung, bevor sie erneut Quicksilver ansah und wartete, dass dieser die Augen aufschlug und / oder sich von ihr entfernte.
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