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Thema: Mischa in FF

  1. #26
    fuxiger Teilzeit-SysOp Avatar von Markus
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    Zitat Zitat von albert-enzian Beitrag anzeigen
    Und genau das hätte ich gerne genauer erklärt von Dir. Wo genau siehst Du die so überholten Aspekte ?
    Wie kann eine Geschichte, die auf einem fremden Planeten spielt (z.B. Marans Gefangene), in der Gleiter und sonstige Raketen (oder gibt's die heute schon überall ?) und außerirdische Völker vorkommen, soooweit hinter der heutigen Zeit zurückliegen. Auch die Story vom fremden Eroberer oder Tyrannen, gegen den man ein kleines Häuflein Aufständischer unterstützt ist immer wieder ein gerne genommenes Thema in dem Genre und so gesehen irgendwie zeitlos. Oder die Entdeckung von versunkenen Kulturen (Fischers Adaption des Gilgamesch-Epos mit Knox) und Städten ist ja auch soooo out, oder was ? Darum hat man ja auch den "Indi" aus der Rente geholt. Ich glaube zum Beispiel auch nicht, daß Julinos Adaption von Jules Vernes "Die geheimnisvollen Insel" mit Mischa zwingend bei den Kindern von heute "abstinken" würde. Bei Neugebauers Mischa (und ich glaube langsam, Du meinst in erster Linie diese Geschichten), könnte ich mir eher vorstellen, daß diese nicht mehr ganz "zeitgemäß" wären.
    für mich liegen diese "überholten Aspekte" nicht im Grundthema - natürlich kann eine Geschichte auf fremden Planeten spielen und es wird immer auch Elemente geben die sich wiederholen bzw. seit Urzeiten verwendet werden. Es liegt schlicht in der Umsetzung die seiner Zeit völlig in Ordnung war aber heute eben die Visionen und den Zeitgeist der 60er konserviert und unfreiwillig eine Retro-Show ist statt SF. Das ist nichtmal ein Punkt, den man Fischer oder Neuebauer ankreiden kann. sie haben für ihre Zeit ein passendes Konzept gefunden. Das ist inzwischen mehr als 40 Jahre her.

  2. #27

    Cool

    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    also ich will erstmal für Fischer eine Lanze brechen - sicher einer der besten FF-Zeichner, den ich selber gerne lese.
    Aber: Seine Mischa-Geschichten sind nun über 40 Jahre alt und es handelt sich zudem noch um eine SF-Serie. Eine SF-Serie soll ja futuristisches beinhalten, Ideen und Visionen für die Zukunft spinnen. Das hat Mischa seinerzeit auch gemacht, aber diese Visionen sind inzwischen in der Form übeholt bzw. tatsächliche neue Entwicklung von heute sind hier noch garnicht berücksichtigt (zB. Kommunikation, Internet, Handy,.etc).
    ...
    Na(,) sowas!
    Und wer hätte im Antlitz sämtlicher Handies, GPS-Sets, USB-Sticks, SmartCards, iPods etc. pp. vorgestern noch damit gerechnet, dass plötzlich Schallplattenspieler und sogar Röhrenradios wieder Einzug in die Haushalte der Menschen des 21. Jahrhunderts finden?
    Da alle 'Protro'- und Retro-Trends ziemlich unberechenbar sind bis auf die Tatsache, dass sie ganz gewiss irgendwann wiederkehren, könnte man ja beispielsweise auch - zumindest gedanklich - davon ausgehen, dass die Fischersche SciFi ebenfalls einen in weiter Zukunft liegenden Retro-Trend widerspiegelt.
    Allerdings wäre durchaus zu empfehlen - sollte ein Reprint der Fischa-Mischas unter selbigem Aspekt nicht allzu widersinnig erscheinen - dass eine behutsame Bearbeitung der Dialoge vorgenommen wird, ohne dass darunter die jeweilige erzählte Geschichte leidet.


    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    ...
    Der Mischa von Berck aus den 70ern ist für mich tatsächlich auch sozusagen das kleinere Übel.
    Was den Gehalt der Stories angeht, wohl eher das größere.
    Was soll denn bitteschön an einem jodelnden von Bräuli, der sich für den Bananenbieger eines Terraforming-Klons der Erde hält und einer dialektbehafteten Maus so 'catchy' sein? Da wird mir ja ganz prieklisch in meine Bauchnabel. Mal ganz abgesehn von dem konsequent gleichförmigen Strickmuster der Geschichten (ich habe absolut nichts an Berckmans künstlerischen Fähigkeiten auszusetzen - ich denke, er hat noch das Beste aus den seichten Plots herausgeholt). Schon deshalb rufe ich euch hiermit zu: "Es lebe der Maulschlüssel!"
    Oder wie kriegt ihr 2325 einen Platten im Hinterrad eures (Retro?-)Bikes wieder hin?

  3. #28
    Mitglied Avatar von telemax
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    Zitat Zitat von Lupo_Wien Beitrag anzeigen
    Hey, ich bin FF-Fan, und ich mag den alten Mischa. Und ein neuer Mischa wäre mir noch lieber, wenn er Charakter hat. Was scheren mich die Kinder und die Macher, und ob es die freut?

    Diesen Standpunkt mag man egoistisch oder ökonomisch unreflektiert nennen, sei's drum. Aber kümmern sich denn die Kids und die Macher darum, was wir alten Säcke wollen? Nur wir können uns vertreten.
    Zu diesem entwaffnend ehrlichen Statement kann man dich eigentlich nur beglückwünschen. Wir sind ja alle alt genug, um uns zu unserem eigenen persönlichen Geschmack zu bekennen, und das verdient auch Respekt. Was dem Lehning-Verehrer sein Hans-Rudi Wäscher ist, das ist manchem älteren Kauka-Liebhaber eben sein Fischer oder Kara. Und ich muss ganz offen bekennen, dass ich Fischers typischen Zeichenstil schon als kleiner Junge ziemlich hölzern und gestrig fand. Auch mit dem 60er-Jahre-"Witz" der alten Geschichten konnte ich damals absolut nichts anfangen. Diese Fischer-Nachdrucke in den Lupo-Pockets der frühen 80er waren daher für mich ein regelrechtes Ärgernis, zumal sie da auch noch schönfärberisch als "Comic-Oldie für Kenner von 1965" oder so ähnlich angepriesen wurden. Genauso wenig mochte ich die zeitgleich erschienenen neuen Yps-Comics von Fischer. Ich wusste natürlich nicht, wer die machte, aber diese komischen Figuren, die so "beweglich" wie Playmobil-Männchen waren, habe ich sofort wiedererkannt.

    So viel zu Fischer, zurück zu Mischa.
    Geändert von telemax (11.06.2008 um 22:00 Uhr)

  4. #29
    Mitglied Avatar von albert-enzian
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    Zitat Zitat von telemax Beitrag anzeigen
    ... Wir sind ja alle alt genug, um uns zu unserem eigenem persönlichen Geschmack zu bekennen, und das verdient auch Respekt....
    Das ist eine Aussage, mit der ich auch hervorragend leben kann. Über Geschmack läßt sich nun mal nicht wirklich streiten.
    Ich zum Beispiel kann nun mal mit Fecchis Lupo nichts anfangen. Für mich hat er aus "meinem" Lupo einen tortenfressenden Dummbatz gemacht, der mit dem schrägen Vogel von früher einfach nichts mehr gemein hatte. Mir ging's ja auch in erster Linie darum, daß Markus mit seiner persönlichen Einschätzung von "Altbackenheit" automatisch unterstellt hat, daß müsse der heutige Leser und vor allem die Kinder ebenso sehen. Und das halte ich für ein vorschnelles, weil subjektiv beeinflußtes, Urteil.

    Geändert von albert-enzian (11.06.2008 um 16:39 Uhr) Grund: Streiche ein "r"

  5. #30
    fuxiger Teilzeit-SysOp Avatar von Markus
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    Zitat Zitat von Ralle59368 Beitrag anzeigen
    Na(,) sowas!
    Da alle 'Protro'- und Retro-Trends ziemlich unberechenbar sind bis auf die Tatsache, dass sie ganz gewiss irgendwann wiederkehren, könnte man ja beispielsweise auch - zumindest gedanklich - davon ausgehen, dass die Fischersche SciFi ebenfalls einen in weiter Zukunft liegenden Retro-Trend widerspiegelt.
    Allerdings wäre durchaus zu empfehlen - sollte ein Reprint der Fischa-Mischas unter selbigem Aspekt nicht allzu widersinnig erscheinen - dass eine behutsame Bearbeitung der Dialoge vorgenommen wird, ohne dass darunter die jeweilige erzählte Geschichte leidet.
    ..die Dialoge werden ja auch schon bei den FF-Nachdrucken bearbeitet. Trotzdem ist der Mischa der 60er irgendwo auch ein Spiegelbild der Welt der 60er und bei aller Liebe zu Retro: Retro ist nicht einfach eine Kopie sondern eine reflektierte Rückschau aus der heutigen Zeit, die bestimmte Elemente von damals integriert. Das kann ein Nachdruck so nicht leisten.
    Will sagen: Eine 80er Party spielt zwar Musik aus dieser Zeit, aber es sind trotzdem nicht spiegelbildlich die realen die 80er (mit all ihren Facetten)

  6. #31
    fuxiger Teilzeit-SysOp Avatar von Markus
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    Zitat Zitat von albert-enzian Beitrag anzeigen
    Das ist eine Aussage, mit der ich auch hervorragend leben kann. Über Geschmack läßt sich nun mal nicht wirklich streiten.
    Ich zum Beispiel kann nun mal mit Fecchis Lupo nichts anfangen. Für mich hat er aus "meinem" Lupo einen tortenfressenden Dummbatz gemacht, der mit dem schrägen Vogel von früher einfach nichts mehr gemein hatte. Mir ging's ja auch in erster Linie darum, daß Markus mit seiner persönlichen Einschätzung von "Altbackenheit" automatisch unterstellt hat, daß müsse der heutige Leser und vor allem die Kinder ebenso sehen. Und das halte ich für ein vorschnelles, weil subjektiv beeinflußtes, Urteil.
    ..also ich wollte niemanden mit dem Begriff "altbacken" beleidigen. Aber die Tatsache, daß jenes Fischer-Material bereits 40 Jahre auf dem Buckel hat, läßt sich nicht abstreiten und für Kinder sind schon 2-3 Jahre eine Ewigkeit.
    Der Fischer-Mischa hat mMn durchaus seinen Reiz und gehört eigentlich in eine Buchreihe gesammelt. Im Heft halte ich ihn für eine SF-Serie nicht angemessen. Aber wie gesagt, Geschmächer sind verschieden und daß es sehr langjährigen Fans gefällt ihn im Heft zu sehen kann ich unter bestimmten Aspekten auch gut nachvollziehen.

  7. #32
    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    ...
    und für Kinder sind schon 2-3 Jahre eine Ewigkeit.
    ...
    Berckmans Mischa ist inzwischen auch bereits in die Mittdreißiger geraten, also dito ewiger als ewig.
    Bleib letzten Endes daher gar nichts anderes übrig, als neue Geschichten in Auftrag zu geben, nicht? Man kann ja nicht immer nur auf das 'geringere Übel' zurückgreifen (hier geht es immerhin ums Comic-Business, nicht um die Politik...)!

  8. #33
    Zitat Zitat von Lupo_Wien Beitrag anzeigen
    Offen gesagt finde ich es allmählich ohnehin langweilig, daß wir ständig glauben, uns in die Kinderseelen hineinfühlen zu müssen, und daß wir dauernd so tun, als ob es unser Profit wäre, den die Macher mit FF erzielen. Hey, ich bin FF-Fan, und ich mag den alten Mischa. Und ein neuer Mischa wäre mir noch lieber, wenn er Charakter hat. Was scheren mich die Kinder und die Macher, und ob es die freut?

    Diesen Standpunkt mag man egoistisch oder ökonomisch unreflektiert nennen, sei's drum. Aber kümmern sich denn die Kids und die Macher darum, was wir alten Säcke wollen? Nur wir können uns vertreten.

    L-W

    Absolut wahr! Schön, dass du dich weiter hier 'herumtreibst'...

  9. #34
    Mitglied Avatar von telemax
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    Zitat Zitat von Markus Beitrag anzeigen
    ..die Dialoge werden ja auch schon bei den FF-Nachdrucken bearbeitet. Trotzdem ist der Mischa der 60er irgendwo auch ein Spiegelbild der Welt der 60er und bei aller Liebe zu Retro: Retro ist nicht einfach eine Kopie sondern eine reflektierte Rückschau aus der heutigen Zeit, die bestimmte Elemente von damals integriert. Das kann ein Nachdruck so nicht leisten.
    Richtig. Ein gutes Beispiel aus den 90ern für erfolgreiches Retro-Design ist übrigens der VW New Beetle. Einem puristischen Fan des Original-Käfers ist das Ding freilich ein Graus (Motor nach vorn in den Kofferraum verlegt!). Und ein gutes Beispiel für schlecht gemachtes Retro-Design ist die Ende der 90er von Kauka umgestaltete FF-Familie.

  10. #35
    Mitglied Avatar von telemax
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    Zitat Zitat von Ralle59368 Beitrag anzeigen
    Was soll denn bitteschön an einem jodelnden von Bräunli, der sich für den Bananenbieger eines Terraforming-Klons der Erde hält und einer dialektbehafteten Maus so 'catchy' sein? Da wird mir ja ganz prieklisch in meine Bauchnabel. Mal ganz abgesehn von dem konsequent gleichförmigen Strickmuster der Geschichten (ich habe absolut nichts an Berckmans künstlerischen Fähigkeiten auszusetzen - ich denke, er hat noch das Beste aus den seichten Plots herausgeholt).
    Diddl-Maus Kiki erfüllte beim reformierten Mischa meines Erachtens eine ähnliche Funktion wie Eichhörnchen Pips bei Spirou und Fantasio. Meistens gibt sie launige Kommentare zur Beziehungskiste von Mischa und Connie ab. Ansonsten greift sie selten aktiv in die laufende Handlung ein. Ein zum Zivilisationsverächter mutierter schwäbischer Wissenschaftler, der als kauziger Tarzan im Dschungel lebt, das finde ich grundsätzlich eine hübsche Idee. Kommt natürlich drauf an, ob man sie auch zu nutzen weiß.

    Die Berck-Episoden sind halt leider sehr kurz, selten mehr als 6 Seiten. Und die Kauka-Redaktion legte offenbar keinen Wert auf übergreifende Storybögen. Meistens überfallen irgendwelche Invasoren Turbinos einsame Forschungsstation, oder Mischa rettet Connie vor irgendwelchen gefährlichen Phänomenen auf dem Planeten, oder es kriselt zwischen Mischa und Connie... Selten kriegt man was von den Verhältnissen auf der Erde mit. Ich kann mich aber an eine Episode in FF erinnern, bei der eine sowjetische und eine US-amerikanische Raumkapsel kollidierten. Beide havarierten Besatzungen wollen sich von Mischa nicht retten lassen, weil sie sich gegenseitig verdächtigten, sie wollten das jeweils andere Raumschiff bergen und ausspionieren. Connie wird's irgendwann zu blöd und sie zerschießt beide Wracks.
    Geändert von telemax (12.06.2008 um 17:35 Uhr)

  11. #36
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    laut Kaukapedia wird es sich bei Mischa um die in Primo 20/72 erschienene Geschichte "Ein Forscher verschwindet" handeln. Anscheinend ist man sich aber nicht einig, wieviele Seiten diese Geschichte hat. Kaukapedia: 8 Seiten, Tigerpress: 7 Seiten

  12. #37
    Freiwillig ausgetreten Avatar von Brisanzbremse
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    Im Primo war's jedenfalls ein Achtseiter.

  13. #38
    fuxiger Teilzeit-SysOp Avatar von Markus
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    vielleicht hab ich mich beim Eintragen spät in der Nacht ja verzählt^^
    Die Geschichte hat 8 Seiten

  14. #39
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    es sei dir verziehen

  15. #40

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    Zitat Zitat von Kaifalke Beitrag anzeigen
    laut Kaukapedia wird es sich bei Mischa um die in Primo 20/72 erschienene Geschichte "Ein Forscher verschwindet" handeln.
    ...
    Ich habe wahrhaftig Schlimmes befürchtet. Aber dass es denn gleich soooo dicke kommt...

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