szmtag Comic-Stammtisch: Marsupilami - Special
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    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Post Comic-Stammtisch: Marsupilami - Special

    Marsupilami - Special




    Orginaltitel:
    Spirou et Fantasio - Dupuis
    - Tome 12 - Le nid des Marsupilamis (01/1960)
    Marsupilami - Marsu Productions
    - Tome 4 - Le pollen du Monte Urticando(11/1989)
    Verlag: Carlsen - Band 10 / Carlsen - Band 4
    Deutsche Veröffentlichung: 1985 / Sep.1990
    Autor: André Franquin / Yann
    Zeichner: André Franquin / Batem

    Die Marsupilami-Alben von Carlsen wurden alle noch einmal von Ehapa in einer schönen Hardcover-Edition veröffentlicht. Leider wurde die Serie mit Band 17 eingestellt, sodaß nun schon vier Abenteuer nicht mehr auf deutsch vorliegen.
    Die ersten Abenteuer des Marsupilamis erschienen als Geschichten in den Alben von Spirou + Fantasio. Auch in einigen Fix+Foxi Heften tauchte das eigensinnige Tierchen ab und an auf.

    Ein unentbehrliches Nachschlagewerk für alle Marsupilami-Fans stellt der Sekundärband - Alles über das Marsupilami (Carlsen) dar.
    Aus umfangreichen Studien entstand diese bislang vollständigste und erstaunlichste Dokumentation über den gelb-schwarzen Dschungelbewohner mit dem acht Meter langen Schwanz.
    Ebenso empfehlenswert Huba Huba - Das Marsupilami Buch von Andreas Mietzsch (Comicplus+ 1985)



    Szenario/Zeichner: André Franquin

    ist neben Hergé der wichtigste stilprägende Comic-Zeichner Europas.
    Franquin wurde 1924 in Brüssel geboren. Nachdem er zuvor die Académie St.-Luc besucht hatte, begann er im Alter von 23 Jahren die Titelseite für das belgische Magazin Spirou zu zeichnen.
    Spirou & Fantasio war 1938 von Rob-Vel erdacht und seit 1944 von Jijé betreut worden, doch erst Franquin, der als dritter Zeichner der Serie 1946 mit der Kurzgeschichte Der Panzer seinen Einstand gab, verlieh ihr ein eigenes Gepräge.
    Dies vor allem, weil er um seine beiden schon existierenden Hauptfiguren herum ein kleines Universum an bemerkenswerten Nebencharakteren aufbaute.
    Die wichtigste Neuschöpfung Franquins war sicherlich das Marsupilami, das am 31. Januar 1952 erstmals in Erscheinung trat, bald darauf gefolgt von dem fiktiven Büroboten Gaston, der im Februar 1957 seinen ersten Auftritt in Spirou hatte.
    Von 1955 bis 1959 zeichnete Franquin außerdem für das Magazin Tintin die Serie Mausi und Paul. Grund für diesen Seitensprung war ein zeitweiliges Zerwürfnis mit dem Spirou-Verleger Dupuis, der recht rigide Einfluß auf die Gestaltung der Titelserie seines Magazins nehmen wollte.
    Nachdem Gaston Ende 1957 eine eigene Seite im Heft bekommen hatte, wurde die Mehrfachbelastung für Franquin, der neben seinen zwei beziehungsweise drei laufenden Serien auch noch sämtliche Spirou-Titelbilder gestaltete und zahlreiche redaktionelle Beiträge illustrierte, zu groß.
    Trotz der Unterstützung zahlreicher fähiger Assistenten (unter ihnen Jidéhem und Greg) brach Franquin im Dezember 1961 mit einer nervösen Gelbsucht und schweren Depressionen mitten in der Arbeit an QRN ruft Bretzelburg zusammen.
    Als er 1963 die Arbeit wiederaufnahm, hatte er sich entschieden, Spirou & Fantasio schnellstens aufzugeben, um seine Kräfte ganz auf Gaston zu konzentrieren. Nach zwei weiteren Kurzgeschichten übernahm 1968 Jean-Claude Fournier Spirou & Fantasio. Die Rechte an der Figur Marsupilami verblieben allerdings bei ihrem Erfinder.
    Aus dem Wunsch heraus, "gewisse Themen" zu bearbeiten, die bis dahin in 'Spirou' ziemlich vernachlässigt worden waren, entwickelte Franquin 1977 mit Yvan Delporte zusammen die Magazin-Beilage Trombone Illustré, zu der er die Reihe Schwarze Gedanken beisteuerte.
    In den achtziger Jahren zog sich Franquin weitestgehend aus der Comic-Produktion zurück. Er zeichnete weiterhin Gaston und war ansonsten hin und wieder hinter den Kulissen und als Geburtshelfer mehrerer neu konzipierter Serien anderer Zeichner tätig, bis er 1987 das Marsupilami wieder aufleben ließ, dessen Soloabenteuer unter seiner Mitwirkung von Greg und Yann geschrieben und von Batem gezeichnet wurden.
    Andrè Franquin verstarb am 5. Januar 1997 in Nizza nach langer, schwerer Krankheit.

    [Quelle: Carlsen]



    Szenario: Yann
    geb. am 25. Mai 1954 in Marseille.
    Er begann seine Karriere als Künstler, wurde aber bald einer von Frankreichs populärsten Szenaristen. Seine ersten Arbeiten erschienen in der Cartre Blanche Rubrik in Spirou schon 1974. Nach unterschiedlichen Arbeiten für verschiedene Verlage fand er in Didier Conrad einen kongenialen Partner mit dem er unter anderem die Serien Bob Marone und Helden ohne Skrupel (deutsch bei Carlsen) schuf.
    Yann bewegt sich hauptsächlich im Bereich der Funnys (Szenarios für Lucky Luke, Spoon & White – beide Ehapa, Marsupilami – Carlsen, überrascht aber immer wieder mit Serien wie Pin-Up (mit Berthet, deutsch bei Salleck Publications) oder Sambre (unter dem Pseudonym Balac, deutsch bei Carlsen).
    Yann ist also ein sehr vielseitiger Autor, der besonders für seine ironischen und zynischen Geschichten bekannt ist.

    [Quelle: Bunte Dimensionen]



    Zeichner: Batem

    alias Luc Collin wurde am 06. April 1960 in Kamina (ehemals Belgisch-Kongo) geboren.
    Parallel zu seinem Schulabschluss belegte er einen Comic-Workshop an der Akademie der schönen Künste in Châtelet, unter Leitung des bekannten Koloristen Vittorio Leonardo.
    1978 trifft er die folgenschwere Entscheidung Illustrator zu werden und schreibt sich am Instititut Saint-Luc in Lüttich ein, was er vier Jahre später mit einem Diplom wieder verlässt. Mit Dupuis entwickelt sich eine Art Hass-Liebe, da er nur als Ersatz für die "alten Meister" herhalten muss. Doch ein Angebot von "SEPP" (Société d'Edition, de Presse et de Publicité)– einer Tochtergesellschaft des Verlagshauses Dupuis eröffnet ihm neue Möglichkeiten.
    SEPP war spezialisiert auf Merchandising und Werbung der bekannten Figuren – hauptsächlich aus Spirou. Arunter so bekannte Namen wie Boule & Bill, die Schlümpfe oder auch das Marsupilami.
    Als Franquin nach seinem Abgang von Spirou + Fantasio als Rechte-Inhaber dieser Figur sein eigenes Label Marsu-Production ins Leben rief, benötigte er einen Zeichner der ihn bei seiner Arbeit unterstütze, die er nicht mehr alleine bewältigen konnte.
    Er erinnerte sich an den Batem – der seine Philosophie vom dem palumbianischen Geschöpf verstanden hatte.
    Völlig überrascht – aber überglücklich zeigte sich dieser, als der Altmeister und sein grosses Vorbild Franquin ihm dessen Figur überträgt.
    Innerhalb nur 4 Monaten stellen Franquin, Greg und Batem die Geschichte Tumult in Palumbien (La queue du Marsupilami) fertig.
    Nach und nach übermittelt Franquin sein Können und Fachwissen an Batem und im Laufe weiterer Abenteur entwickelt sich eine grosse Freundschaft zwischen Meister und Schüler.
    Batem selbst zählt schon nach 9 Alben selbst schon zu den grossen Künstlern des Funny-Genres.
    Um sein Können unter Beweis zu stellen entwickelt er die Serie Jack Sélère (1995) und später Sam Speed (2003) zusammen mit Stéphane Colman.
    Luc Collin hat zudem zahlreiche politische Karikaturen veröffentlicht - ab Januar 1986 in der "Nouvelle Gazette" und in der "Quotidien de Charleroi"
    Er trägt die Zeichnungen zur Marsupilami - Enzyklopädie (Alles über das Marsupilami/Carlsen) bei – die von Jean Luc Cambier und Eric Verhoest getextet wird.
    Nach dem Tod Franquins übernimmt er komplett die Serie!









    Das Nest im Urwald


    Spirou und Fantasio sind von Herrn Wiedemann gebeten worden, ihren Film über Gorillas in freier Wildbahn schnell fertig zu stellen, weil er sehr gut in die Serie "Wir entdecken die Erde" passen würde. Nach einigem Zögern verspricht Fantasio, es zumindestens zu versuchen. Doch kurze Zeit später sagt Wiedemann ab – er hat inzwischen einen ganz außergewöhnlichen Film angeboten bekommen und benötigt deshalb die Gorilla-Aufnahmen nicht mehr.

    Auf dem Heimweg beobachten Spirou und Fantasio im Straßenverkehr eine äußerst leichtsinnige Rollerfahrerin, die zudem auch noch das Haus der beiden Helden ansteuert. Es ist Steffani, eine Bekannte aus einer zurückliegenden Expedition. Sie ist diejenige, die ihnen mit Filmaufnahmen aus Palumbien den Auftrag weggeschnappt hat …

    Eine Woche später besuchen Spirou und Fantasio den Vortrag von Steffani. Ihr Film zeigt Bilder aus dem bislang weitgehend unbekannten Leben wilder Marsupilamis in Palumbien!

    Zunächst erfahren die Zuschauer, dass das Marsupilami gerne kleine und große Nüsse verspeist – und auch vor den bissigen Piranhas nicht zurückschreckt. Einer seiner natürlichen Feinde im Dschungel ist der Jaguar! Doch er zieht bei seinen Attacken regelmäßig den Kürzeren. – Dann ist es Steffani gelungen, das Zusammentreffen des Männchens mit einem Marsupilami-Weibchen zu filmen. Dieses gibt sanfte "Hubi Hubi"-Laute von sich. Auch sie erweist sich in ihrer gefährlichen Umgebung als äußerst wehrhaft – zu Lasten der Piranhas … Das Männchen versucht, die Marsupilamin zu beeindrucken. Doch das ist schwierig. Sie schenkt ihm nicht mal nach einer gewagten Rettungstat vor dem Jaguar ihre Zuneigung. Erst als das frustrierte Männchen in einem Wutausbruch eine Zerstörungsorgie aufführt, ist sie von dem Bewerber überzeugt. Fortan sind die beiden ein frisch verliebtes Pärchen. Einige Aras verlieren daraufhin ihre prachtvollen Schwänze – diese müssen als Verlobungsgeschenk herhalten.

    Als die beiden beginnen, ein großes Nest mit ausgeklügelter Technik zu bauen, schwant Steffani, dass bald Nachwuchs bei den Marsupilamis zu erwarten ist. Bei Angriffen von Feinden zeigt das Männchen sich als unbesiegbarer Beschützer des Heimes. – Eines Nachts ist das Paar in heller Aufregung. Am nächsten Morgen wird der Grund dafür ersichtlich: drei Eier befinden sich im Marsupilami-Nest! Nach zwanzig Tagen schlüpfen die Jungen – zwei mit gelbem Fell, eines ist schwarz.

    Ihr Erzfeind, der Jaguar, versucht, eines der Jungen zu erwischen. Doch im letzten Moment kann es von den Eltern gerettet werden, und der Angreifer kassiert eine Tracht Prügel. Mittlerweile haben die drei Jungen einen mächtigen Appetit entwickelt, weshalb die Eltern stark mit der Nahrungsbeschaffung zu tun haben und sich deshalb oft vom Nest entfernen müssen. Doch können sich die Kleinen inzwischen auch selber gegen Angreifer zur Wehr setzen: ein Affe und wieder einmal der Jaguar bekommen das zu spüren.

    Dann beginnt die Regenzeit. Steffani kann nur noch wenige Bilder aufnehmen. Es hat sich durch die große Feuchtigkeit bereits Schimmel in den Kameras angesetzt, weshalb sie die Aufnahmen alsbald beenden und in die Zivilisation zurückkehren muß. Das letzte Bild zeigt eine glückliche Marsupilami-Familie beim ersten Ausflug.

    Damit endet der Vortrag. Die Zuschauer sind begeistert und applaudieren lautstark.

    Spirou und Fantasio bringen ihre Bekannte nach Hause. Aus Steffanis Wohnung ertönt ein deutliches "Hubi Hubi!" Doch hat sie kein Marsupilami-Weibchen aus Palumbien mitgebracht, sondern einen Ara, der die Laute imitieren kann. – Wieder daheim begrüßen Spirou und Fantasio neben Eichhörnchen Pips ihr eigenes Marsupilami.





    Der Krater der Kakteen



    Mitten im Urwald von Palumbien liegt ein längst erloschener Vulkan: der Monte Palumbo. Nur hier wächst der Comitl, ein uralter Kaktus, der nur alle zwanzig Jahre einmal blüht und dann einen durchdringenden Duft verbreitet.

    Am Tag der Blüte verlassen etliche Tiere fluchtartig das Vulkangebiet. So auch ein Tukan, der in den Dschungel fliegt, um sich auf dem Nest der Marsupilamis niederzulassen. Dort hustet er kräftig – und hinterläßt damit die Pollen des Comitl.

    Kurz danach beginnen auch die drei kleinen Marsupilami-Kinder zu husten. Die Eltern sind bedrückt. Nachdem die Mutter sich von den dreien verabschiedet hat, macht sich der Vater mit ihnen auf den Weg. Eines der Kinder ist weiblich. Von den beiden männlichen Zöglingen ist einer etwas molig, der andere hat ein schwarzes Fell.

    Die Mutter schickt den Reisenden den Tschiriliep-Vogel hinterher, der bei den Marsupilamis untergekommen ist.

    Inzwischen ist der Vater mit seinen Kindern am Ziel seiner Reise angekommen: am Monte Palumbo. Durch einen Höhlengang gelangen sie ins Innere. Die drei Kleinen beginnen, unbeschwert zu spielen, während ihr Vater erschöpft einschläft.

    Als die drei Geschwister jedoch am Abend nach ihrem Vater suchen, ist der verschwunden! Er hat sie in dieser fremden Umgebung allein gelassen! Mit Gatogordo, einem alten, einäugigen Jaguar, der seinen Geruchssinn verloren hat, lauert zudem eine große Gefahr auf die Kinder! Erst im letzten Augenblick kann der herbeifliegende Tschiriliep das dicke Junge vor dem Rachen der Raubkatze retten!

    Das Marsupilami-Männchen ist inzwischen deprimiert ins heimische Nest zu seinem Weibchen zurückgekehrt. Die beiden wissen, dass ihre Kleinen trotz der Gefahren alleine lernen müssen, sich durchzuschlagen, wollen sie sich später im grausamen Dschungelleben behaupten.

    Im Monte Palumbo haben sich die Geschwister getrennt. Der kleine Schwarze entdeckt einen Schildkrötenpanzer und zieht ihn sich über. Die junge Marsupilamin beginnt, aus einem abgestorbenen Comitl-Kaktus ein Nest zu bauen. Ihr gelber Bruder macht es sich in einer Kaktusfrucht bequem.

    Das Leben im Monte Palumbo ist grausam! Fressen und gefressen werden ist überall die Devise. Da macht die wandlungsfähige Imalipusram keine Ausnahme. Sie schlägt Gatogordo in die Flucht, indem sie mittels kräftiger Lungen ihr Hinterteil wie ein Marsupilami aussehen läßt. Kurz danach versucht sie, das mollige der drei Geschwister zu erdrücken – jedoch vergeblich! Im Gegenteil: fortan dient die Imalipusram dem gelben Kind als Reittier!

    Unterdessen hat sich Gatogordo den schwarzen Kleinen geschnappt, scheitert jedoch an dessen Schildkrötenpanzer! Auch der Versuch, ihn unter der sengenden Sonne unter dem Panzer hervorzulocken, schlägt fehl. Der Kleine hat sich unter der Erde zu seinem Bruder auf der Imalipusram durchgeschlagen. Zusammen flüchten sie in die stachelige Kaktusfrucht, in der Hoffnung, dort vor dem Jaguar in Sicherheit zu sein. Doch Gatogordo verfällt auf eine List. Er beißt ein kräftiges und massiges Gürteltier, was ihn umgehend verfolgt. Dabei wird es vom Jaguar auf die Kaktusfrucht gelenkt und zerstört diese durch den wuchtigen Aufprall. Die beiden Marsupilami-Brüder werden ins Freie geschleudert. – Ihre Schwester bekommt es mit einer gefräßigen Gottesanbeterin zu tun und wird nur durch einen gleichfalls gefräßigen Ameisenbär gerettet, der das große Insekt verspeist.

    Die beiden Jungen ergreifen die Flucht vor Gatogordo und kommen in höchster Not bei ihrer Schwester unter, deren Nest sich als erfolgreiche Trutzburg gegen Jaguare erweist.

    Zusammen mit dem Tschiriliep genießen die drei Kleinen die folgenden Tage im Krater unbeschwert. Doch eines Morgens stellen sie fest, dass der Blütenduft des Comitl verschwunden ist. Jetzt hilft ihnen wieder ihr Geruchssinn, den Ausgang zu finden. Sie haben den Monte Palumbo gemeistert – allein!

    Auf dem Rückweg begegnen sie noch einmal Gatogordo, doch der ist plötzlich viel mehr an einem Jaguar-Weibchen interessiert, was gleichfalls ihren Weg gekreuzt hat.

    Schließlich kehren die drei Kinder, ein Stück erwachsener geworden, zum Nest ihrer Eltern und zum Tschiriliep zurück. Die Freude ist bei allen riesengroß! Eines der gelben Kinder hat sogar schon Punkte auf dem Fell.

    Im Krater des Monte Palumbo herrscht wieder für zwanzig Jahre Ruhe – nicht zuletzt, weil auch Gatogordo und Freundin ihr Lebensglück gefunden haben …





    Ende





    [Inhaltsangabe: kaschi]



    Link für Neueinsteiger zu unserer kleinen Regelkunde: Regelwerk
    Geändert von hipgnosis (20.03.2008 um 11:37 Uhr)

  2. #2
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Nach unserem letztjährigen interessanten Extra-Stammtisch: Die neuen Spirou wollen wir heute die wohl ungewöhnlichste Figur aus der Feder Franquins intensiv beleuchten.

    Anhand zweier exemplarischen Geschichten können wir etwas über den Star vieler Spirou-Geschichten diskutieren - vielleicht kommen wir dabei ja dem imposanten Tierchen aus dem palumbianischen Urwald auf die Spur.

    Viel Spaß mit dem Marsupilami

  3. #3
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    ... die drei Kinder, ein Stück erwachsener geworden ...
    Das gilt auch für den Kakteenkrater, im Vergleich zum Urwaldnest.

  4. #4
    Mitglied Avatar von Aslak
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    Haaaaaaaaaaach wie schön !

    Wieder mal ein Thema über das ich mich sehr sehr freue.
    (Bis auf die Tatsache das meine Marsupilami-Bände immer noch verschollen sind !!)

    Gruß ääääh Hubi hubi,
    Nils

  5. #5
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    Zu einem Nils paßt aber eher Huba! Huba!


  6. #6
    Mitglied Avatar von Derma R. Shell
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    Normalerweise beteilige ich mich ja nicht an virtuellen Stammtischen, da ist es immer so trocken
    Aber aus aktuellem Anlass möchte ich mitteilen, daß gerade die letzten beiden Marsu-Alben im Original ganz hervorragend witzig sind. Die Zusammenarbeit mit Colman als Szenarist tut Batem anscheinend richtig gut.

    Für den 4.4.08 ist übrigens bereits Band 21 "Red Monster" angekündigt:
    http://www.marsupilami.com/site/fr/index.php?pg=alb
    Gruß Derma

  7. #7
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Zitat Zitat von Derma R. Shell Beitrag anzeigen
    Die Zusammenarbeit mit Colman als Szenarist tut Batem anscheinend richtig gut.
    Mein Stichwort Derma!

    "Das Nest im Urwald" war für mich von Anfang an DER Liebling unter den Spirou-Bänden, neben der "aufregenden Erbschaft".
    Mit den Marsupilami-Bänden selbst konnnte ich mich nie so richtig anfreunden und ich würde so weit gehen zu behaupten, das lag nicht nur daran, dass ich inzwischen etwas älter geworden war, obwohl das sicherlich auch mit hineinspielt....

    ...Muss mir Krater der Kakteen noch mal genauer zur Brust nehmen...
    Bis dann!

  8. #8
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von hipgnosis Beitrag anzeigen
    Ein unentbehrliches Nachschlagewerk für alle Marsupilami-Fans stellt der Sekundärband - Alles über das Marsupilami (Carlsen) dar.
    Nicht, wenn man "Huba Huba - Das Marsupilami Buch" von Andreas Mietzsch (Comicplus-Verlag 1985) hat.

  9. #9
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    ... wobei Colman der Marsupilami-Szenarist der Bände 19 - 21 ist. Beim Kakteenkrater war es Yann, in Zusammenarbeit mit Franquin (s.o.).

    Weiß jemand, wie es mit der Weiterführung der Serie bei Ehapa bestellt ist? Der letzte Band (Nr. 17) ist 2005 erschienen.

  10. #10
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    Das Nest im Urwald war für mich zuerst Die Hütte im Urwald. Anno 1967 gehörte der Band zu meinen ersten Comics überhaupt: Fix und Foxi Super Tip Top Nr.2. Ich habe es begeistert verschlungen wie andere Piranhas ...

    Das Marsupilami hieß zu Kaukas Zeiten Kokomiko. Fantasio nannte sich Pit, Spirou Pikkolo und Steffani war kurz Steffi. Palumbiens Staatsbezeichnung lautete Ende der 60er noch Chiquito, in Frankreich seit eh und je Palombie genannt.

  11. #11
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Und Steffani heißt eigentlich Seccotine. Da ist die Eindeutschung zwar unnötig, aber nicht so scheußlich wie Champignac en Cambrousse zu Rummelsdorf (wie das bei Kauka?).

  12. #12
    Mitglied Avatar von Matbs
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    Zitat Zitat von Derma R. Shell Beitrag anzeigen
    Normalerweise beteilige ich mich ja nicht an virtuellen Stammtischen, da ist es immer so trocken
    Aber aus aktuellem Anlass möchte ich mitteilen, daß gerade die letzten beiden Marsu-Alben im Original ganz hervorragend witzig sind. Die Zusammenarbeit mit Colman als Szenarist tut Batem anscheinend richtig gut.

    Für den 4.4.08 ist übrigens bereits Band 21 "Red Monster" angekündigt:
    http://www.marsupilami.com/site/fr/index.php?pg=alb
    Hmm, wenn die neuen Marsupilami-Bände tatsächlich wieder besser sein sollten als die zuletzt bei ECC erschienenen sollten sie vielleicht mal auf den FiniX-Radar...

  13. #13
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    Vergleich „Das Nest im Urwald“ (Carlsen 1989) – „Kokomiko – Die Hütte im Urwald“ (Kauka 1967)

    C=Carlsen, K=Kauka, Seitengaben -> Albenseiten, bei C und K identisch

    Mir ist Folgendes aufgefallen:

    Cover: das selbe Motiv, Nest unterschiedlich coloriert, K: Männchen und Weibchen stärker kontrastiert, K-Titelzusatz: „Ein abgeschlossener Roman“

    Einleitung K: „Hallo Freunde! … Aber seht, Freunde, wenn eine Sache gut ist, soll man auch ruhig unter die Leute bringen, daß sie gut ist. Weiß der Junge in der Schulbank neben Euch schon, daß es SUPER-TIP TOP gibt? Habt Ihr dem Mädchen, das bei Euch im Haus wohnt, schon von SUPER-TIP TOP erzählt? Ja? Das ist prima! Ihr seid wirklich auf Draht. …Herzlichst Euer Rolf“

    C: weitere Titelillustration, Impressum

    S.3: Herr Wiedemann (C) - Herr Rosenberg (K), „Weltspiegel“ (C, Panel 3) – ohne Titel (K)
    „Wir entdecken die Erde (C, K), Dryskin (C, K)
    S.4: Kilimakali (C, K)
    S.6: Pip (C) – Pips (K)
    S.7: Steffani wird geduzt (C) – Steffi wird gesiezt (K)
    S.11+13+31: „Huba“+“Hubi“+”Bibi” (C, K)
    S.14: Marsupilamin (C) – Kokomika (K)
    S.42: letztes Panel – Signatur „Franquin“ bei C vorhanden, bei K entfernt

    Anschließend C – „Auf dem Rummelplatz geht’s rund“ (Spirou und Fantasio – Geschichte), Werbung für C-Comics, Backlist auf Rückseite

    Anschließend K – Werbung für Band 1 (Lucky Luke, Marken Paul), „Schnieff und Schnuff“ (Boule und Bill), Werbung Bussi Bär u.a., Werbung Kreuzer Malfix („Rickis Abenteuer“), „Düsenengel“ (Comic-Story), Werbung Fix und Foxi, Tesa, Impressum, Rückseite: Werbung Band 3 (Lucky Luke).

    Colorierung bei K stärker, bei C dezenter. Keine Ummontierungen, Weglassungen oder Werbeunterbrechungen bei K. Sämtliche Werbung in beiden Ausgaben nach dem Comic.

    Die beiden Übersetzungen ähneln sich sehr, viele Redewendungen sind identisch. Keine kauka-typischen Plattitüden oder politischen Anspielungen. Mit großer Wahrscheinlichkeit hat sich die Carlsen-Übersetzung (Hartmut Becker + Paul Derouet) am Kauka-Band orientiert.

    Offenbar ein Versuch von Kauka, das Original möglichst werkgetreu herauszubringen. Das haben sie wahrlich nicht immer so gemacht!

  14. #14
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    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Und Steffani heißt eigentlich Seccotine. Da ist die Eindeutschung zwar unnötig, aber nicht so scheußlich wie Champignac en Cambrousse zu Rummelsdorf (wie das bei Kauka?).
    Kauka hat zwar viel Mist gemacht, aber "Rummelsdorf" ist, soweit ich weiß, eine Carlsen-Schöpfung. Ich hätte die französische (oder wallonische?) Ortsbezeichnung auch wesentlich schöner gefunden. Paßt viel besser zu dem sorgfältig ausgearbeiteten Ambiente.

  15. #15
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Kaschi Beitrag anzeigen
    [B]S.6: Pip (C) – Pips (K)
    Original: Spip (Kauka schreibt also zyklotropisch – heißt doch so – oder zorglubisch).

  16. #16
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    Kauka = Zyklotrop ?

    Interessante Hypothese!

  17. #17
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    Als Kind hatte ich übrigens leichte Schwierigkeiten, das Marsupilami bzw. den wild lebenden Kokomiko aus Steffis Film und den Begleiter von Pit und Pikkolo auseinander zu halten. Zumal diese Story meine erste von Pit und Pikkolo/Spirou und Fantasio war, ich also nichts wußte vom vorherigen Kokomiko-Import der beiden Helden.

    Vielleicht wäre es günstig gewesen, hätte Franquin irgendeinen kleinen optischen Unterschied zwischen den beiden eingebaut.

  18. #18
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Kaschi Beitrag anzeigen
    Kauka = Zyklotrop ?

    Interessante Hypothese!
    Auch Zyklotrops Schergen reden und schreiben rückwärts. Vielleicht hat Onkel Rolf nur eine Dosis Zyklostrahlen abbekommen.

  19. #19
    Mitglied Avatar von PhoneyBone
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    Weitere interssante Details zu "Das Nest im Urwald" wurden von den Leuten von stripspeciaalzaak zusammengestellt (auf niederländisch):

    http://www.stripspeciaalzaak.be/Topp...obbedoes12.htm

    Gruss, PhoneyBone
    Infos aus Belgien: www.stripspeciaalzaak.be

  20. #20
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    @Mick

    Danke - Huba Huba wurde ergänzt.


    @Matbs

    Ist schon lange auf meinem Radar - aber wie auch bei den Schlümpfen sind hier enorme Lizenz-Auflagen zu stemmen.
    z.Z. für Finix völlig illusorisch.

    Bei den Schlümpfen hätte ich wenigstens noch die Hoffnung das Geld durch Abverkäufe einigermassen rein zu bekommen - beim Marsupilami wäre ich da schon weit skeptischer.


    Ich kann nur spekulieren - aber m.W. ist Ehapa da auch draussen.

  21. #21
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    Vielen Dank für die Quelle, PhoneyBone!

    Interessant, dass Das Nest im Urwald erschienen ist, als Franquins Tochter Isabelle geboren wurde (1956/57) - auch wenn deren Eltern einen Zusammenhang bestritten haben.

  22. #22
    Mitglied Avatar von Derma R. Shell
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    Zitat Zitat von hipgnosis Beitrag anzeigen
    Bei den Schlümpfen hätte ich wenigstens noch die Hoffnung das Geld durch Abverkäufe einigermassen rein zu bekommen - beim Marsupilami wäre ich da schon weit skeptischer.
    Ich kann nur spekulieren - aber m.W. ist Ehapa da auch draussen.
    Es gab da mal das Gerücht, Marsu Prod. wolle zum Start des Kinofilms die Alben selbst auf unserem Markt unterbringen. In wieweit da schon was in die Wege geleitet wurde entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.
    Gruß Derma

  23. #23
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Derma R. Shell Beitrag anzeigen
    Es gab da mal das Gerücht, Marsu Prod. wolle zum Start des Kinofilms die Alben selbst auf unserem Markt unterbringen. In wieweit da schon was in die Wege geleitet wurde entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

    Ich glaube das wäre in diesem Falle für alle Beteiligten das Beste!

  24. #24
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    Nochmal zur von PhoneyBone genannten Quelle:
    http://www.stripspeciaalzaak.be/Topp...obbedoes12.htm

    Ich hab' mich jetzt durch die flämischen Texte der dort angeführten Franquin-Comics durchgekämpft. Beim Nest im Urwald ist die Rede von fehlenden Seiten in den Albumversionen: zum einen eine Seite, auf der Spirou und Fantasio während des Vortrages nach vorne gerufen werden, um den Magazinlesern von Spirou schöne Weihnachten zu wünschen. Zum zweiten eine Szene nach dem Vortrag, in der Steffani Komplimente entgegen nimmt.

    Weiß jemand, ob diese Szenen in der 2003er Ausgabe, vielleicht im Zusatzteil, vorhanden sind?

    Auch zu Gaston und Bretzelburg, die bereits Thema hier waren, findet sich in der Quelle was. Desweiteren zu den Schwarzen Gedanken.

  25. #25
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Zitat Zitat von Kaschi Beitrag anzeigen
    zum einen eine Seite, auf der Spirou und Fantasio während des Vortrages nach vorne gerufen werden, um den Magazinlesern von Spirou schöne Weihnachten zu wünschen.
    Diese Seite kann man im wunderschönen Spezialband "Les Noels de Franquin" auf Seite 24 bewundern. Darin heißt es, dass Herr Dupuis Franquin (gegen dessen Willen) darum gebeten hatte sie aus saisonalem Anlass für die Magazinveröffentlichung zu zeichnen. Dass sie in der Albumversion fehlt, ist auf das explizite Verbot durch Franquin persönlich zurückzuführen.

    War übrigens nicht das einnzige Mal, dass Franquin auf wunsch des Verlegers unter Zähneknirschen Weihnachtsgrüße in seine Geschichten einbauen musste, so schon einmal geschehen in Onkel Ottos Testament aus der Carlsen-Classics-Reihe...(diese Seiten sind ebenfalls in dem Weihnachts-Band zu sehen)

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