szmtag The Legend of Zelda: Midnight Mistress - Kapitel 1: Das Spiegeltor in der Wüste - Seite 4
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  1. #76
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Als Prinzessin Zelda Aros sich die Karte nehmen ließ verneigte er sich ehrfürchtig und ging auf ein Knie herab. Er hörte ihren Ausführungen aufmerksam zu, versuchte sich alles zu merken und alles zu verstehen. Als sie Aros zum Anführer ernannte, wurde er ernster, als je zuvor. Ivory hatte diesen Gesichtsausdruck an ihm noch nie sehen können, aber jeder der Anwesenden konnte spüren, wie es in ihm arbeitete. Er hatte die Führung übertragen erhalten, allerdings auch die Verantwortung. Er hoffte, daß er dieser Aufgabe gewappnet sein würde.

    Aros öffnete die Karte und studierte sie für einige Sekunden, benötigte etwa doppelt so lange dafür, da er die Hälfte der Zeit nur über dieses kartographische Meisterwerk staunen musste. Er steckte sie sorgfältig in seine Tasche, sah dann seine beiden Gefährten an und wieder in Richtung der Prinzessin. Er wartete die Antwort auf Ivorys Frage ab, dann meldete er sich selbst zu Wort. "Habt Ihr noch einen Rat für uns, Eure Majestät?"
    Those Wings... I want them too!

  2. #77
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    "Danke sehr, Majestät." Laleila nahm die Phiole und barg sie in ihrem Mieder, die Notenrolle steckte sie nach kurzer Betrachtung in ein Säckchen. "Ivh hoffe, es bleibt noch etwas Zeit, mir angemessenere Kleidung von Zuhause zu holen," sagte sie noch kurz und sah an sich hinunter. Das Kleid, das sie trug, war hübsch, aber genauso wenig wie ihr aktuelles Schuhwerk für eine Reise geeignet.

  3. #78
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Gespensterwüste:

    Altus war sich nicht sicher, wie lang er dem Licht nun folgte - erst wenige Minuten oder vielleicht gar schon über eine Stunde? Der Sturm hatte ihm jedwedes Zeitgefühl geraubt. In der Zwischenzeit waren ihm Geschichten eingefallen, die man sich unter den Wachleuten erzählte, von Irrwichtern und Geistern, von denen manche ihre Opfer in die Irre lockte, während andere den richtigen Weg wiesen.... die Frage war nur: war dies ein solche Irrlicht, dem er folgte? Und falls ja - mit welcher Art mochte er es zu tun haben?

    Schließlich - er hatte keine Ahnung wielange er gelaufen war - schien die Laterne sich nicht weiter fortzubewegen, sondern hielt inne und rasch näherte sich der junge Soldat. Doch gerade als nur noch wenige Schritte ihn von dem Licht trennten, wirbelte sie geschwind im Kreise, erneut begleitet von einem hellen Kichern - und verschwand. Altus stand alleine im Nirgendwo, von nichts als Sand umgeben.

    Doch... erkannte er nicht in einigen Metern Entfernung etwas großes Dunkles? Einen Moment war er sich nicht sicher, ob seinen Augen zu trauen war, doch als er sich konzentrierte, wuchs die Zuversicht: irgendetwas erhob sich dort und die Wahrscheinlichkeit, dass es Felsen waren, war keine geringe.

  4. #79
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Hyrule Schloss:

    "Je nach Art der Verletzung", antwortete die Prinzessin auf Ivorys Frage und schien nicht im geringsten irritiert über deren unverblümte Art, "vertraut einfach Euren Instinkten, dann werdet Ihr nichts falsch machen."

    Bei Begutachtung der Karte hatte Aros allen Anlass zu staunen: nicht nur war sie erstaunlich kunstvoll und mit viel Liebe zum Detail gestaltet, darüber hinaus war die Ausführung auch überaus geschickt: neben einer ganzheitlichen Karte des Landes ließen sich außerdem verschiedene Teilansichten der unterschiedlichen Regionen auffalten, die noch akribischer und detaillierter ausgearbeitet waren.

    Während Aros also noch mit der Karte beschäftigt war, beantwortete Zelda zunächst die Frage Laleilas, die für die Begutachtung ihres Geschenkes nicht ganz so viel Zeit benötigt hatte: auf einer Seite besonders feinen Pergaments war das Lied mit weinroter Tinte notiert und auch, wenn sie rasch gesehen hatte, dass die Melodie eine einfache war, so fiel ihr, als sie sie im Kopf nachzuvollziehen begann, bereits auf, dass in dieser Schlichtheit auch eine außerordentliche Schönheit lag.
    Als sie das Notenblatt verstaut hatte, nickte Zelda ihr auf ihre Frage zu: "Ich habe euch geeignete Kleidung für die Reise richten lassen. Shiek wird euch gleich begleiten und sie euch aushändigen."

    Da Aros inzwischen sein Geschenk ausführlich bestaunt und nun verstaut hatte, wandt sich die Prinzessin nun auch noch einmal ihm zu: "Nun... einen Rat an euch alle habe ich wohl und auch wenn er simpel erscheinen mag, so solltet ihr die Wahrheit darin nicht unterschätzen: Hört auf Euer Inneres und handelt stets so, wie Ihr es für richtig haltet, denn niemandem seid Ihr Rechenschaft schuldig, außer Euch selbst. Und seid gewiss, dass dafür gesorgt ist, dass Euch auf dieser Reise stets beigestanden wird."
    Ein letztes mal blickte Zelda von einem zum anderen und lächelte zuversichtlich und eine solche Wärme lag in diesem Lächeln, dass es etwaige Bedenken zu besänftigen mochte.

    "Nun gut, ich denke es ist Zeit für Euch aufzubrechen. Shiek wird Euch führen und alles weitere erklären. Ich aber möchte Euch noch einmal danken für Eure Bereitschaft und Euren Einsatz. Mögen Din, Farore und Nayru ihre schützenden Hände über Euch legen!" Mit ihren letzten Worten deutete die Prinzessin als Zeichen der Verabschiedung und des Dankes eine leichte Verneigung an.
    Ihr letzter Blick galt Shiek und dieser erwiderte ihn mit einem Nicken - mehr als diese stumme Kommunikation schien zwischen den beiden nicht weiter vonnöten.

    Dann schließlich deutete ihr mysteriöser Wegführer ihnen, zurück in den Geheimgang zu treten, wartete geduldig, bis jeder der drei sich verabschiedet und das Turmzimmer verlassen hatte, folgte ihnen dann und verschloss die geheime Tür wieder, indem er die Laterne abermals aus der Haltung nahm.
    Während sie langsam die Stufen wieder herabstiegen, erklärte Shiek ihnen, wie es nun weitergehen würde: "Die Prinzessin hat bereits einen Boten in die Wüste vorgeschickt, um alles vorzubereiten. Um euch einen mehr als beschwerlichen Weg durch den Gerudo-Canyon zu ersparen, werden wir ein anderen Weg verwenden - ein magisches Netzwerk der alten Hylia, das die heiligen Stätten Hyrules miteinander verbindet."

  5. #80
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Der Abschied Ivorys war kurz und wortlos vonstatten gegangen. Noch einmal hatte sie tief vor der Prinzessin verneigt und sich dann umgedreht um in den Gang zu treten, den Shiek für die Gruppe offenhielt.

    Die Augen der Schmiedin blitzten, als sie in den Gang trat und die Freude auf ein Abenteuer zeigte sich kurz in ihnen. Zwar war sie ein ruhiger Mensch, der gerne kleine Schwerte schmiedete, doch ab und an ein richtiger Bastard war nicht zu verachten. Auch die Aussicht neue Gefilde zu beschreiten, anstatt die übliche alte Rute einzuschlagen, reizte sie. Wenn sie damit etwas für ihr Land beitragen konnte, um so besser...
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


  6. #81
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    "Danke, Majestät," erwiderte Laleila. Die Erleichterung, daß sie passende Kleidung bekommen würde, war ihr anzusehen. Sie verabschiedete sich mit einem Knicks von der Prinzessin, dann folgte sie Sheik in den Geheimgang. Sie dachte an die schöne Melodie, die auf dem Pergament stand, das die Prinzessin ihr gegeben hatte. Sie hätte gerne gefragt, wer sie geschrieben hatte, aber dafür war jetzt keine Zeit. Ihre Reise würde jetzt beginnen.

  7. #82
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Verdammt nochmal also doch Magie. Hoffentlich war dieses Licht nicht wirklich ein Irrlicht gewesen. Als er noch einige Schritte weiter gegangen war und nun dort stand wo das Licht verschwunden war, schälten sich langsam Konturen aus dem Sandsturm heraus. Auf diese Entfernung sah es so aus als ob es sich um Felsen handelte. Und selbst wenn es keine Felsen währen irgendetwas war dort und wenn dort etwas war dan war es auch wahrscheinlich das es dort eine geschützte Stelle gab wo er dem Sturm entfliehen konnte.
    Also ging Altus auf die vermeindlichen Felsen zu.

  8. #83
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    #OOC: Shane und ich haben die Handlung um Altus ein wenig vorangetrieben, um Zeitgleichheit herzustellen. Da es recht viel geworden ist, setze ich das ganze mal in einen Spoiler, dann kann sich jeder selbst überlegen, ob er es lesen möchte. Natürlich steigt man in meiner Gunst, wenn man es tut.



    Die Vermutung dass er sich bei den dunkeln Konturen tatsächlich um eine Formation aus einigen kleineren Felsen handelte, sollte sich schon nach wenigen Metern als richtig herausstellen. Als Altus sie erreichte, konnte er sein Glück kaum fassen: dies musste der Ort sein, den Shiek ihm beschrieben hatte.


    Altus Herz machte einen Sprung als er erkannte das er endlich einen Unterschlupf gefunden hatte. Und wenn ihn seine Erinnerung nicht im Stichließ war dieses sogar der Ort den er aufsuchen sollte. Und wenn dem so war musste sich auch die gesuchte Person hier in der Nähe sein. Der junge Soldat ging auf die Felsformation zu und als er nahe genug herangetreten war fing er an zu rufen.
    "HALLO IST HIER JEMAND?"


    ... hier jemand..... jemand..... and......

    Die Felsen, welche in einer Art Halbkreis angeordnet waren, warfen auf Altus' Rufen hin ein kurzlebiges Echo zurück, doch ansonsten erhielt er keine Antwort.


    Die einzige antwort wurde schnell vom Wind zerissen. Altus umrundete langsam den Steinernen Halbkreis und suchte nach einem Anhaltspunkt ob jemand hier gewesen war. Nebenbei suchte er nach dem besten Platz wo er diesen Sturm so gut wie möglich überstehen konnte.


    Zwar konnte Altus keinerlei Spuren finden, doch war dies kein Anhaltspunkt dafür, dass niemand hier gewesen war - in dem Sandsturm waren sie sicher rasch verwischt worden.
    Dann aber entdeckte er, dass zwischen zwei der Felsen ein schmaler Spalt war, gerade breit genug für eine Person, und ihm fiel wieder ein, dass Shiek von einer Höhle gesprochen hatte.


    Dieser Spalt sah verlockend aus und wenn er nur etwas Glück hatte war das der Eingang zur gesuchten Höhle, wenn nicht so würde er immerhin den Sturm besser überstehen. Vorsichtig betrat er den Spalt und versuchte das Ende des Spaltes oder war es ein Gang zu erkennen.


    Sich durch die Felsen zu zwängen war doch mühseliger, als Altus zunächst angenommen hatte und so stieß er sich dabei den linken Arm an der Felskante und schürfte sich leicht auf. Doch der Ärger über das Missgeschick trat zurück, als er erkannte, dass er hier richtig war: er befand sich in einem kleinen Hohlraum im Inneren des Felsens und vor ihm führte eine in den Stein gehauene Treppe in die Tiefe. Allerdings gab es hier so gut wie kein Licht, so dass ihn eine gähnende Leere empfing.

    :
    Den leichten Schmerz am linken Arm ignorierend tastete Altus sich die Treppe hinunter. Vorsichtig setzte der Mann einen Fuß vor den anderen, um in der Dunkelheit nicht zu stolpern oder sich zu vertreten.
    Er schärfte alle Sinne roch er Rauch? Hörte er unnatürliche Geräusche?
    Langsam begann sein Herz schneller zu schlagen. Altus rechte Hand glitt langsam zu seinem Schwert mit seiner linken Glitt er an der rauen Wand entlang.


    Bald konnte er die Hand nicht mehr vor Augen sehen, nur sein Tastsinne führte ihn noch und verriet ihm, dass die Treppe nach wenigen Metern eine Linkskurve machte und dann weiter gerade hinab führte.
    Die Luft um ihn herum war feucht und muffig, doch sonst nahm er lange Zeit nichts wahr. Dann aber glaubte er tatsächlich Rauch zu riechen und als hätten seine anderen Sinne nur auf ein solches Signal gewartet, hörte er nun auch das leise Knistern von Feuer und glaubte, in der Tiefe ein Licht auszumachen.


    Der junge Soldat hielt kurz inne so das er selber kaum noch Geräusche verursachte. Damit ihm seine Augen keinen Streich spielten schloss er diese kurz, so das sich wieder eine vollkommende Dunkelheit bildete. Wenn er die Augen wieder öffnete würde er wissen ob er das Licht wirklich sah oder es sich einbildete. Nach wenigen kurzen Augenblicken öffnete er wieder die Augen und schritt weiter vorsichtig die Treppe hinunter.


    In der Tat: als Altus die Lider wieder öffnete, konnte er noch immer den schwachen Lichtschein ausmachen und diesmal erkannte er sogar das Flackern, das darauf schließen ließ, dass es Fackellicht war.

    Er stieg weiter hinab und erkannte, dass die Treppe eine weitere Biegung machte, hinter welcher er endlich das Ende der Stufen ausmachen konnte: nur noch einige Meter lagen vor ihm, ehe die Treppe in einen Raum mündete, aus dem das Fackellicht kam.


    Je heller der Fackelschein wurde um so schicherer und schneller wurden seine Schritte. Unwillkürlich verfestigte sich sein Griff um den Schwertknauf. Als er an die Schwelle des Raumes kam atmete er noch einmal tief durch. Mit den Worten "Hallo? Ist hier jemand?" übertrat er die Schwelle.


    In dem Moment, als er den Raum betrat, konnte er aus dem Augenwinkel eine Bewegung wahrnehmen und instinktiv drehte er sich in die entsprechende Richtung, bereit sich zu verteidigen - doch er hatte keine Chance: viel zu schnell war sein Angreifer, so schnell, dass er ihn kaum erkennen konnte, und ehe er sich versah bekam er einen heftigen Schlag gegen seine Schwerthand, so dass der Schmerz es ihm unmöglich machte, seine Waffe zu ziehen. All das ging viel zu schnell, als dass er überhaupt die Gelegenheit erhielt, zu reagieren - er fühlte sich überrumpelt wie ein Anfänger.
    Die Gestalt ging in die Hocke und schwang einen Kampfstab (mit welchem sie offensichtlich auch seine Hand attackiert hatte) in Höhe seiner Schienbeine, traf mit voller Wucht und ließ Altus so das Gleichgewicht verlieren, so dass er vornüber kippte. Bevor er sich wieder aufrichten konnte spürte er, wie das stumpfe Ende des Kampfstabs auf seine Wirbelsäule gedrückt wurde und zu einer Überraschung erklang eine weibliche Stimme: "Besser du rührst dich nicht oder breche dir das Rückgrad, Eindringling!"


    Altus verfluchte sich innerlich wahrscheinlich hatte er auf dem Weg nachunten zuviele Geräusche verursacht. Und nun hatte ihn die gerechte Strafe ereilt. Er lag mit dem Gesicht nach unten im Staub und die Waffe des Gegners in den Rücken gepresst. Vorsichtig streckte er die Arme von seinem Körper weg als Zeichen dafür das er keine anstalten machte seine Waffe auch nur anzurühren.
    "Mein Name ist Altus ich komme aus dem Palast von Hyrule-Stadt und ich bin im Auftrag von Prinzessin Zelda hier um Nedwey zu finden."


    Einen Moment herrschte Stille und Altus hörte nur den Atem seiner Angreiferin - offensichtlich hatten seine Worte eine gewisse Wirkung erzielt.
    Als sie dann wieder sprach, galt es nicht ihm sondern einer dritten Person, die er allerdings nicht sehen konnte: "Nimm ihm das Schwert ab!" Er bemerkte, wie jemand von der Seite an ihn herantrat und unter seine Lende griff, um die Waffe aus ihrer Scheide zu ziehen. Gleichzeitig nahm der Druck auf seine Wirbelsäule leicht ab, vermutlich, damit er sich weit genug drehen konnte, um denjenigen gewähren zu lassen.
    Als man ihm die Waffe schließlich abgenommen hatte, nahm seine Angreiferin den Kampfstab ganz von seinem Rücken und forderte ihn auf: "Steh auf! Aber langsam, sonst liegst du schneller wieder am Boden, als du glaubst."


    Langsam zog er seine Arme wieder unter seinen Körper und presste sich langsam in die Höhe. Vorsichtig sah er sich in dem Raum um um seine Angreiferin und die unbekannte dritte Person zu sehen.
    "Ich habe eine Nachricht für Nedwey und nur für ihn."


    Der Raum, in dem Altus sich befand, war eine große Höhlenkammer, an deren seitliche Wände eine Vielzahl von Fackeln befestigt war, die genügend Licht spendeten. Ansonsten aber war die Höhle vollkommen leer und schmucklos, allerdings konnte er sehen, dass in die hintere Wand ein schweres, mächtiges Holztor eingelassen war - offenbar war dies hier also nur eine Art Vorraum zu weiteren Räumlichkeiten oder Höhlen.
    Die Frau die vor ihm stand war hochgewachsen und von trainierter Statur. Ihre schokoladenfarbene Haut sowie ihr rotes Haar, welches sie hinten zusammengebunden hatte, zeichneten sie eindeutig als Nicht-Hyrulanerin aus. Sie war spärlich bekleidet, ihre Brüste waren lediglich von ein wenig rotem Stoff bedeckt, welcher geschickt um ihren Torso gewickelt war und ihre weiten Beinkleider, die aus demselben Material waren, enden knapp unter ihren Knien. Um die Taille trug sie einen breiten Ledergürtel, an dessen Seite ein mächtiger Krummsäbel befestigt war, bei dessen Anblick Altus froh war, dass sie zum Stab gegriffen hatte, statt zu dieser Waffe.
    Auch die andere Person, welche Altus die Waffe abgenommen hatte, war eine weibliche Kriegerin, mit ebenfalls dunkelbrauner Haut, allerdings schwarzem, kurzgeschnittenem Haar. Im Gegensatz zu seiner Angreiferin trug sie eine Art weite, ärmellose Bluse, aus dem gleichen roten Stoff, sowie identische Beinkleider und den gleichen Gürtel, an dem ebenfalls ein Säbel befestigt war.
    Beide Kriegerinnen musterten Altus mit Argwohn, als er sich erhob: eine Mischung aus Misstrauen und gespannter Erwartung lag in ihren Augen, offensichtlich waren sie durchaus daran interessiert, was er zu sagen hatte. Als er aber gesprochen hatte, begann ein spöttischer Zug die Lippen der beiden zu umspielen, und die, die ihn angegriffen hatte, antwortete abfällig: "Soso, eine Nachricht willst du für Nedwey haben und scheinst noch nicht einmal zu wissen, vom wem du eigentlich sprichst. Sag, hältst du uns für naiv?"


    "Ihr habt recht, ich kenne Nedwey nicht. Mir wurde gesagt wo ich ihn oder sie finde und mir wurde gesagt das ich ihm den Brief der Prinzessin übergeben solle. Wenn ihr erlaubt werde ich euch das Schriftstück zeigen damit ihr seht das es das königliche Siegel trägt. Übergeben werde ich das Schreiben aber nur an Nedwey. Ich wurde kurzfristig für diesen Auftrag ausgewählt."


    Die Amazone legte den Kopf schief und musterte Altus ein weiteres mal, während sie offensichtlich abwägte, ob sie ihm Vertrauen schenken sollte. "Lass mich das Siegel sehen", forderte sie schließlich auf, und ihre Stimme klang nun weniger harsch wie noch zuvor. Sie wartete geduldig darauf, dass Altus den Brief hervorzog.


    Langsam zog er das Schriftstück unter seinem Wappenrock hervor und fasste es dann mit beiden Händen so das die fremde Frau das Siegel gut sehen konnte.
    "Seht ich lüge nicht."


    Die Kriegerin beugte sich etwas nach vorne, um einen Blick auf das Siegel erhaschen zu können und an der Erkenntnis in ihren Augen bemerkte Altus, dass sie ihm nun glaubte. Sie nickte ihm zu, wandt sich dann an die andere und erklärte kurz: "Er spricht die Wahrheit. Bleibe du hier und halte weiter Wache. Ich bringe unseren Gast zu Nedwey. Und gib ihm sein Schwert wieder." Die andere nickte stumm, trat auf Altus zu und händigte ihm seine Waffe wieder aus, während die Rothaarige bereits mit schnellen Schritten die Höhle durchquerte, bis hin zu dem Tor, welches der Soldat bereits erspäht hatte. Dort wartete sie auf ihn und öffnete dann, als er ankam, das schwere Holztor. "Ich bin Djawad", stellte sie sich wie beiläufig vor und deutete ihm, dass sie ihm den Vortritt ließ.


    Mit einer fließenden Bewegung ließ er das Schwert wieder in seine Scheide gleiten und den Brief wieder unter seinem Wappenrock verschwinden.
    "Wie ihr wisst bin ich Altus und ich gehöre zur Stadwache von Hyrule-Stadt."
    Erfürchtig durchquerte er das Tor und sah sich unauffällig um.


    Der Gang, der Altus hinter der Tür erwartete war schmal aber zu seiner Überraschung von sehr guter Fertigung: im Gegensatz zu der naturbelassenen Höhle oder auch den in den Stein gehauenen Stufen, die er zuvor herabgestiegen war, war dies hier mit Sicherheit das Handwerk von Experten der Architektur. Der Gang war an die 150 Schritt lang und seitlich gingen mehrere Türen ab.
    Djawad ging zügig voran und direkt auf das Ende des Ganges zu, wo sie durch einen kleinen Torbogen in eine weitere Halle gelangten, die Altus wahrlich verblüffte: dies schien eine Art gewaltiger unterirdisches Forum oder Zentrum zu sein, eine Reihe von Säulen umringten eine Art Platz, auf dessen Boden sich ein gewaltiges Triforcesymbol erstreckte. Außerhalb der Säulen gab es außerdem zwei Ringe von Ziermäuerchen. Der Raum hatte an die 8 Zugänge, inklusive dem, durch den sie gekommen waren.
    So groß die Halle war, so verlassen wirkte sie. Vermutlich wäre dies nicht so aufgefallen, wenn wirklich niemand anwesend gewesen wäre, doch am linken Rand saßen zwei weitere Krieger auf einem der Mäuerchen: eine weitere Amazone und ein männlicher Krieger, beide von dunkler Hautfarbe und braunem bzw. rotblondem Haar. Die beiden sahen auf, als Altus und Djawad das Forum betraten und der Mann erhob sich unmittelbar. Djawad hielt sich nicht mit einer Erklärung auf, sondern kam direkt zum Punkt: "Dieser Fremde ist eine Bote der Prinzessin von Hyrule. Rasch, geh Nedwey Bescheid sagen, dass er eine Nachricht für sie bringt."
    Der Rothaarige nickte, drehte sich um und lief rasch zu einer der Zugänge und verschwand dahinter.
    Die andere hatte sich auch erhoben, blickte interessiert zu Altus, sagte aber nichts.


    Altus war beeindruckt von dem architektonischen Werk das hier unter der Wüste geschaffen wurde. Bei dem Anblick der Säulen realisierte der junge Mann wie weit er sich unter der Wüste befinden musste. Fragend wand er sich an Djawad.
    "Wo befinden wir uns wer seit ihr und wer hat das alles geschaffen?" In seiner stimme schwang erfurcht aber auch ein Hauch Neugier mit.


    "So genau wissen wir das nicht", erklärte Djawad, "doch wir nutzen diese Mauern nun schon seit bald zwei Jahrhunderten. Es ist kein Gerudowerk, soviel ist klar. Unsere Vorfahren fanden diesen Ort durch Zufall auf der Suche nach Zuflucht und seither leben wir hier, die letzten Angehörigen der Gerudo. Viele sind wir freilich nicht mehr."
    Zu erfahren, dass er hier tatsächlich Angehörige der berühmt-berüchtigten Gerudokriegerinnen vor sich hatte, überraschte Altus, wenngleich es eigentlich nahegelegen hatte. Doch die Gerudo galten als ausgestorben, seit die Gespensterwüste nicht mehr zugänglich und schon gar nicht bewohnbar war - wer hätte ahnen können, dass ein kleiner Stamm sich hier unterirdisch nieder gelassen hatte?


    "Ihr seit wirklich Gerudo? Ich dachte immer das die Gerudo ausgestorben sind."
    Altus konnte es nicht fassen soviele Jahre hatte niemand mehr etwas von den Gerudo gehört. Und die jenige wegen dessen er hier war war anscheinend auch eine Angehörige dieses Legendenumwobenen Volkes.


    Ein geheimnisvolles Lächeln breitete sich auf Djawads Gesicht aus und während sie bisher vor allem einen herben, brutalen Eindruck gemacht hatte, bemerkte Altus jetzt, dass diese Frau durchaus von einer gewissen Schönheit war.
    "Nun, das sind wir ja fast. Aber es lag durchaus in unserer Absicht, aus dem Bewusstsein Hyrules zu verschwinden. Wir waren einst ein mächtiges, starkes Volk - und einer der unseren nutzte unsere Macht um Hyrule zu schaden. Unser Ruf ist wahrlich kein guter in deinem Land. Inzwischen sind wir nicht einmal mehr eine Handvoll, da ist es besser, man weiß erst gar nicht, dass es noch einige wenige gibt. Auf diese Weise sind wir wenigstens sicher."
    Altus wusste sehr wohl, auf welch düstere Ereignisse Djawad anspielte - es war allgemein bekannt, dass Ganondorf, welcher Hyrule sooft gegeißelt hatte, einst ein Gerudokönig gewesen war.

    Dann aber bemerkte Altus, das eine weitere Person den Raum betreten hatte: durch den Zugang, durch welchen vor wenigen Minuten der eine Krieger verschwunden war, war nun eine weitere Amazone getreten. Im Gegensatz zu den Kriegerinnen, die er bisher gesehen hatte, war sie deutlich eleganter gekleidet: eine Art weites Blouson aus einem Stoff, ähnlich dem, den auch Djawad trug, allerdings in rosé statt rot, darunter einen schmalen, goldfarbenen Gürtel und weit ausgeschlagene, lange Hosen, die man erst auf den zweiten Blick als solche erkannte, da der weit fallende Stoff auf den ersten Blick wie ein Rock aussah.
    Die Amazone war ein gutes Stück älter als die, die Altus bisher gesehen hatte, sicher über ihr 50. Lebensjahr hinaus.

    Unaufgefordert entfernten sich Djawad und die andere Gerudo lautlos und ließen Altus und (wie zu vermuten war) Nedwey alleine. Diese näherte sich rasch und lächelte Altus freundlich und gütig an. "Ich hörte, du bringst mir eine Nachricht der Prinzessin Hyrules? Ich bin Nedwey, wie du dir sicher denkst." Sie trat mit offenen Armen auf ihn zu, fasste ihn zur Begrüßung an den Schultern und blickte ihm tief in die Augen, als ob sie etwas darin suchte. "Ihr hab sicher einen schweren Weg hinter euch."


    Altus fühlte sich geehrt das er offenbar in ein Geheimniss eingeweit wurde das nur wenige mit ihm teilten. Auch wenn Ganondorf ein angehöriger und sogar König dieses Volkes war so hätte Altus niemalsden Fehler gemacht ein ganzes Volk für die Taten eines einzelnen zu verurteilen.
    "Es ist mir eine Ehre Mylady, und die Reise mag nicht einfach gewesen sein aber ich werde nicht Klagen. Denn ich bin im Auftrag meiner Herrin unterwegs und was wünscht sich ein Soldat mehr."
    Altus senkte seinen Blick und zog wieder das Schreiben der Prinzessin hervor.


    Noch immer lächelte die Gerudo ihn an und nickte auf seine Worte: "Gut gesprochen, junger Krieger!"
    Dann nahm sie das Schreiben entgegen und mit feinen Fingern, wie man sie nicht erwartet hätte, brach sie das Siegel und rollte das Pergament auf. Dabei fiel eine zweite Seite heraus und zu Boden und Nedwey beugte sich herab, um sie aufzuheben, warf einen Blick darauf und gab es dann an Altus: "Es scheint mir diese Seite hier ist für euch bestimmt."


    "Für mich Mylady?" Damit hatte der junge Soldat nicht gerechnet und wirke entsprechend überrascht. Er nahm das Stück PErgament entgegen und entrollte es auch dieses Schreiben war mit dem Siegel der Königsfamilie.


    Der Brief war in einer Handschrift von erstaunlicher Schönheit verfasst: die feinen Linien war so sauber und so wohlgesetzt, dass man fast glauben konnte, ein Kunstwerk statt eines Briefes in der Hand zu halten.

    Werter Altus,

    manchmal braucht es einige Umwege, um den Rechten für eine Sache zu finden und obwohl ich Euch persönlich nicht kenne, so wurde mir von einem meiner engsten Vertrauten in der Stadtwache, dessen Urteil ich schätze, geraten euch mit diesem Auftrag zu betrauen und so geschah es dann. Worum ich Euch bitten möchte, ist nicht nur die Überstellung eines Briefes. Nein, vielmehr geht es um eine Mission um das Wohl des Landes, auf dass wir diesem schrecklichen Fluch, der über uns gekommen ist, ein Ende bereiten können. Falls Ihr Euch einverstanden erklärt, so wird Nedwey Euch alles Weitere erklären könnnen.

    In der Hoffnung auf Eure Unterstützung,
    Prinzessin Zelda


    Auch wenn er einige schwierigkeiten hatte diesen Brief zu lesen und er mehrere ansätze brauchte gab es für Altus gab es nur eine Antwort auf die Bitte seiner Prinsessin. Immerhin hatte er es ja auch geschworen Volk, Land und die Königsfamilie zu schützen. Und selbst wenn er diesen Schwur nicht geleistet hätte so hätte dieser Brief auch gereicht.
    "Mylady mein Auftarg hat sich mit diesem Schreiben verändert, Hier steht das Ihr mie genauers über die Neue Aufgabe und die damit verbundenen Gefahren mitteilen werdet."


    Nedwey, welche inzwischen das an sie gerichtete Schreiben gelesen hatte, nickte Altus zu: "So seid ihr bereit, der Bitte Zeldas zu folgen? Nichts anderes habe ich erwartet, ihr tragt Entschlossenheit und Tapferkeit in den Augen." Sie lächelte abermals, dann fuhr sie fort: "Nun, die Prinzessin glaubt, die Ursache für den Fluch sei das Schattenreich. Schoneinmal hat dessen Magie Hyrule bedroht. Also gedenkt sie, Euch sowie weitere Auserwählte, dorthin zu schicken und den Dingen auf den Grund zu gehen."


    "Wohin meine Herrin mich befielt dort hin werde ich gehn, wisst ihr wer die anden Auserwählten sind? Wo werde ich sie treffen? Und wie sollen wir in das Schattenreich gelangen? Ich weiß das ihr grwiss nicht auf alle meine Fragen Antworten habt. Aber für jede weitere Information währe ich euch äußerst dankbar."


  9. #84
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    Aros kam beinahe nicht mehr aus dem Staunen raus, doch er konzentriert sich und folgte weiterhin Zeldas Worten.

    Nachdem er die Karte fein säuberlich verstaut hatte und die anderen beiden bereits im Begriff waren zu gehen, ging Aros erneut auf ein Knie herab und senkte den Kopf. "Eure Majestät, ICH habe zu Danken, daß Ihr mir das Vertrauen entgegen bringt, Euch helfen zu können. Ich werde alles in meiner Macht liegende tun, um die Bedrohung abzuwenden. Habt Dank für Euer Geschenk und Euren Rat."

    Schließlich erhob er sich und folgte Shiek aus dem Raum, hörte ihm zu. "Wie weit werdet Ihr uns begleiten?" fragte er diesen schließlich.
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  10. #85
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    Schloss Hyrule:

    Shiek führte die drei wieder hinab zum Fuße des Turmes, doch statt den Gang zurück zum Schlossgarten zu nehmen, öffnete er einen weiteren Geheimgang, abermals indem er die Lampe an einer dafür vorhergesehen Halterung an der Wand befestigte. Zu ihren Füßen senkte sich eine große Steinplatte ab und gab den Weg auf eine weitere Treppe in die Tiefe frei.

    Während sie weiterliefen, beantwortete Shiek Aros' Frage: "Um die Wahrheit zu sagen: gar nicht. Ich werde Euch zeigen, wie Ihr mittels des magischen Transporters in die Wüste gelangt. Dort trefft ihr den Wächter des zweiten Splitters. Ich werde sehen, ob ich in Zukunft helfen kann, doch vorerst werdet Ihr ohne mich unterwegs sein. Verzeiht!"

    Die Treppe führte weiter in die Tiefe und ein leicht fauliger, feuchter Geruch erwartete die vier, während sie hinabstiegen. Kurz darauf ereichten sie die Katakomben: die Treppe endete entlang eines unterirdischen Abwasserkanals, an dessen Seite ein schmaler Steinweg war, dem sie nun folgten. Nach einigen Metern gelangten sie an eine Kreuzung. Shiek bog wortlos nach rechts ab, doch ein Blick in die anderen Gänge verriet ihnen, dass man dort offenbar zu den Teilen des Gewölbes gelangte, in welchen die Verliese untergebracht waren - zumindest zeugten die zwei mit schweren Eisengittern verschlossenen Zellen, die sie von ihrer Position aus sehen konnten, davon.
    Sie aber folgten weiter dem steinernen Steg entlang des Kanals und bald überquerten sie eine weitere Kreuzung und gelangten schließlich an eine dritte, an welcher sie sich diesmal nach links wandten - dies schien ein wahres Labyrinth zu sein!

    Schließlich waren sie in einer Sackgasse angekommen - so schien es zumindest auf den ersten Blick. Dann aber konnten sie sehen, dass zu ihrer Rechten eine kleine Holztür in das Gemäuer eingelassen war, die so unauffällig war, dass man sie kaum bemerkte. Shiek hatte bereits einen Schlüssel gezückt und schloss sie auf. Dahinter erwartete sie ein sechseckiger Raum, dessen Wände sich nach oben hin bis auf Erdbodenniveau erstreckten. Ein kleine vergitterte Öffnung in der Decke ließ das schummrige Licht von draußen hereinfallen und so war der Raum in ein unheimliches Zwielicht gehüllt.
    In der Mitte des Raumes war ein marmornes Podest, ebenfalls sechseckig. Darin eingraviert fanden sich die Konturen eines Triforcesymbols und in dessen Inneren wiederum war ein weiteres Symbol, welches Aros als das Symbol des Lichts erkannte - eines der sechs Elemente, welche die alten Hylia als Quellen der Magie verehrt hatten.
    An jeder der sechs Ecken der Plattform ragte ein schlanker, zylindrischer Marmorblock empor, in den oben eine Schale mit Öl eingelassen war.
    Neben der Plattform lagen drei Bündel mit Kleidung in verschiedener Größe gerichtet.

    ***

    Höhlenstadt, Gespensterwüste

    Nedwey blinzelte lachend, als sie weitersprach: "Aber, aber, immer langsam. Der Grund, dass die Prinzessin sich an mich wendet ist einfach. Ich weiß nicht, ob ihr mit der Legende vom Schattenspiegel vertraut seid, doch ich erkläre euch gerne das wichtigste. Dieses uralte magische Relikt wurde einst von den Hylia erschaffen, um Verbrecher ins Exil zu schicken. Er öffnet einen Portal ins Schattenreich. Doch es fehlen derzeit zwei Splitter, so dass der Zugang verschlossen ist. Den einen Splitter hat die Prinzessin - den anderen verwahren wir an einem sicheren Ort. Aus diesem Grund schickte die Prinzessin mir diesen Brief - es ist an der Zeit den Spiegel wieder zusammenzusetzen."
    Sie ließ Altus einen Moment Zeit, damit ihre ihre Worte sich setzen konnten. Sie warf noch einmal einen Blick in den Brief und schüttelte den Kopf. "Nein, ich kenne die anderen Auserwählten nicht, auch ich selbst weiß nur, was die Prinzessin mir in diesem Brief mitteilt. Allerdings werden wir sogleich mehr wissen, denn die Prinzessin schickt sie hierher."
    Geändert von Foxx (31.05.2008 um 21:53 Uhr)

  11. #86
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Ivory hatte den ganzen Weg über geschwiegen und auch als sie den Raum erreicht hatten sagte sie nichts, sondern betrachtete sich nur alles ganz genau. Sie konnte das Symbol im Triforce nicht einordnen, ebenso wenig wusste sie, was die Plattform bedeuten konnte.

    Den Kleiderbündeln warf die Schmiedin nur einen kurzen Blick zu, zeigte aber keinerlei Interesse daran. Stattdessen lehnte sie sich nun an eine Wand und wartete ab, was die anderen tun würden. Sie selbst würde ihre eigene Kleidung vorziehen, sofern es keinen triftigen Grund zum wechseln gab. Mit ihr hatte sie viele Abenteuer überstanden und sie fühlte sich darin wohl.
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  12. #87
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Die Ausführungen über den Schattenspiegel waren für den jungen Stadtwächter absolutes Neuland. Natürlich wusste er davon eis ein junger Held dereinst ins Schattenreich eingedungen ist um Hyrule vor den Übergriffen von dort zu schützen und die Prinzessin zu retten. Jeder kannte diese Geschichte.
    "Die Auserwählten werden hier sogleich eintreffen? dann müssen sie kurz nach mir aufgebrochen sein es dauert mehrere Stunden vom Palast hier her. Wurden denn schon alle Vorbereitungen getroffen für die weitere Reise? Mylady ich stehe euch zur Verfügung sofern es nicht den Befehlen meiner Prinsessin zuwider läuft."

  13. #88
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Aros nickte, als Shiek ihm eröffnete, daß er nicht mit ihnen kommen würde. Das hatte der junge Hylianer sich zwar schon gedacht, doch er bedauerte es sehr. So folgte Aros ihm nach, durch das Labyrinth der Katakomben.

    Als sie den Raum betraten, besah Aros sich alles genau und fragte sich nun, welche der Sagen und Mythen, die er über das Schloß, die Prinzessin und diverse Helden hörte, nun doch wahr sein mögen. Er ging durch den Raum und blieb vor dem Symbol des Lichtes stehen, starrt es förmlich an und neigte einen Moment ehrfürchtig den Kopf. Dann ging er zu den Kleidungsbündeln und besah sich das, welches er als dasjenige für sich ausmachte, ob es besser geeignet war, als das, was er bislang trug - in jedem Falle würde er es zumindest mitnehmen, denn Kleidung zum wechseln würde ihm sicher - vor allem seiner Nase - gut tun. Ein schmunzelnder Seitenblick glitt zu Ivory , die keinerlei Anstalten machte, sich umzuziehen oder auch nur das angebotene anzunehmen.

    Dann sah er Shiek wieder erwartungsvoll an. "Ich nehme an, daß sich unsere Wege nun trennen. Habt Dank für alles." Er reichte ihm seine Hand.
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  14. #89
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Laleila folgte Shiek in den Keller. Hier unten war es wirklich unheimlich. Sie schlang ihre Arme um sich. Schließlich erreichten sie das Zimmer, aus dem sie abreisen sollten. Erleichtert erblickte Laleila die Kleidung und griff sich kurzerhand das mit den kleinsten Größen. "Entschuldigung?" wandte sie sich an Shiek. "Wo kann ich mich hier umziehen?"

  15. #90
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    Höhlenstadt, Gespensterwüste:

    "Oh, sie werden einen einfacheren Weg nehmen... einen Weg dessen Benutzung wir allerdings sogleich vorbereiten müssen. Dies ist wohl mit ein Grund dafür, dass man Euch vorausgeschickt hat. " Nedwey lächelte amüsiert aber nicht hähmisch, als ihr klar wurde, dass der junge Soldat wohl der Wegbereiter für die anderen war.
    Dann aber wandt sie sie ich in Richtung des Ausgangs, den die anderen Amazonen eben gewählt hatten, um die beiden alleine zu lassen. Sie deutete Altus, ihr zu folgen, während sie mit erstaunlich kräftiger und sonorer Stimme nach Djawad rief, welche kurz darauf erschien - offensichtlich war sie in Rufweite geblieben.
    "Djawad, es scheint es ist soweit. Die Prinzessin plant, den Schattenspiegel wieder zusammenzusetzen lassen und schickt Gesandte ins Schattenreich", erklärte Nedwey ihr knapp und wies sie dann an: "Rasch, nimm den Jungen mit dir, geht in die Kammer der Geister und bereitet alles für die Ankunft der anderen vor."
    Djawad nickte nur statt eine Antwort zu geben, ihr Gesichtsausdruck verriet, dass sie mit sowas wohl bereits gerechnet hatte, nachdem Altus ihr das Siegel gezeigt hatte. Offensichtlich erwarteten die Gerudo ein Ereignis wie dieses schon seit längerer Zeit. Sie winkte ihm, ihr zu folgen, wandt sich dann um und verließ die große Halle durch einen weiteren der zahlreichen Zugänge, wobei sie eine der Fackeln an der Wand aus der Halterung nahm. Der Grund dafür zeigte sich sogleich, den der tür- und abzweigungslose Gang, dem sie nun folgten, war nicht beleuchtet und führte sie in Spiralen weiter in die Tiefe, wie Altus mit einem gewissen Unbehagen bemerkte.
    Schließlich aber gelangten sie an ein eisernes Tor, welches durch einen schweren Querbalken verschlossen und mit einer Eisenkette verriegelt war. Djawad ließ Altus einen Moment die Fackel halten, zückte einen an ihrem Gürtel befestigten Schlüsselbund (welchen Altus erst jetzt bemerkte und den sie mit Sicherheit vorhin nicht getragen hatte - vermutlich hatte sie in in weiser Voraussicht geholt, während er mit Nedwey gesprochen hatte), öffnete die Kette und wuchtete dann mit erstaunlicher Kraft den Balken in die Senkrechte, so dass das Tor sich öffnen ließ.
    Dahinter war eine kleine, finstere Steinhöhle, die bis auf ein sechseckiges, marmornes Podest in der Mitte vollkommen leer war. Darauf eingraviert waren die Konturen des Triforce und darin ein weiteres Symbol, welches Altus allerdings nicht erkannte, wenngleich er meinte, es schon einmal gesehen zu haben.
    An jeder Ecke der Erhöhung standen marmorne Fackeln, welche Djawad nun mit der ihren anzustecken begann. Dabei schien ihr aufzufallen, dass eine kurze Erklärung angebracht war: "Dies ist ein altes Transportsystem der Hylia, es verband eins die heiligen Stätten des Landes. Dies Plateau hier ist eines von sechs seiner Art und es befand sich einst vor dem Tempel der Geister. Doch als unserem Volk der Spiegelsplitter anvertraut wurde, ließ man es hier nach unten versetzen, um trotz unserer Abgeschiedenheit vom Rest des Landes eine Verbindung zu haben."

    ***

    Schloss Hyrule:

    Shiek nahm Aros' Hand an und nickte ihm zu: "Seid gewiss, dass wir uns nicht das letzte mal begegnet sind. So wie die Prinzessin über das Land wacht, so werde ich über euch wachen, so lautet mein Auftrag."
    Dann schritt er zu den Fackeln und begann sie zu entzünden (wenngleich nicht ersichtlich war, wie er das tat, jedenfalls trug er keine Fackel bei sich), bis schließlich alle sechs entbrannt waren. In dem Moment, als die letzte aufloderte, erklang ein flirrendes, flötenartiges Geräusch, wie Wind der durch die Grashalme strich und die Konturen des Triforcesymbols begannen golden zu glimmen.

    Als Laleila ihre Frage stellte, drehte Shiek sich überrascht um und sah sie einen Moment verwundert an. Dann zeichnete sich ein Schmunzeln durch den Stoff, der sein unteres Gesicht verhüllte, ab.
    "Ich fürchte Ihr werdet Euch hier in den Katakomben umziehen müssen oder abwarten, ob Ihr in der Wüste einen ungestörteren Ort findet."

  16. #91
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Aros beobachtete Shiek, als er die Fackeln entzündete. Als alle sechs brannten bereitete er sich auf die Reise vor, atmete nochmals tief durch und prüfte, instinktiv nach, ob er seinen Bumerang griffbereit hatte und ob sein Umhang ihn eh noch kleidete.
    Als Laleila die Frage stellte und Shiek irritierte grinste Aros breit und sah schelmisch zu Ivory.
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  17. #92
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    "Ah so, danke. Nun, dann lieber hier unten," erwiderte Laleila lächelnd. Sie verließ den Raum und suchte sich eine sichtgeschützte Ecke. Dort zog sie sich um und steckte ihre bisherige Kleidung, ihre Flöte und die Noten in den Rucksack. Fertig kehrte sie in den Raum zu Shiek, Ivory und Aros zurück. Sie war gespannt, wie dieses Reisesystem funktionieren würde.

  18. #93
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Ivory hatte sich weder von Aros noch von dem Schauspiel das sich vor ihr abspielte beeindrucken lassen. Noch immer lehnte sie mit verschränkten Armen an der Wand und wartet ab.
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  19. #94
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Schloss Hyrule:

    Während Laleila nach draußen ging, trat Shiek an Aros heran und zog ein kleines Bündel aus blauem Stoff hervor und hielt es dem Jäger hin: "Darin ist der Splitter, den die Prinzessin euch zeigte. Verwahrt ihn gut!"

    Als Laleila schließlich ihre Reisekleidung angelegt hatte und auch Ivory und Aros soweit fertig waren, nickte Shiek den dreien zu und wies sie dann an, sich auf den Marmorsockel zu begeben, in die Mitte des Triforces.
    "Ihr werdet in einer unterirdischen Stadt unterhalb der Gespensterwüste ankommen", erklärte er, "wo ihr von den Verbündeten der Prinzessin erwartet werdet. Sie werden euch den zweiten Splitter aushändigen und euch zum Schattenspiegel bringen. Auf dass die Göttinnen ihre schützenden Hände über euch legen mögen!"

    Mit einem mal begannen die Konturen des Triforces stärker zu leuchten und eine Wand aus goldenem Licht begann sich zu erheben, die sie von allen drei Seiten umschloss. Vor ihren Augen tanzten die Lichtpunkte, doch so hell das Spektakel war, es blendete nicht.
    Wie aus weiter Ferne erklang eine Melodie, getragen und melancholisch, und Laleila erkannte den warmen Flötenklang einer Okarina. Wie Wellen im Wasser, so begann das Lied sich auszubreiten und kurz darauf war es, als bestünde die Welt der drei Auserwählten nurmehr aus goldenem Glanz und den Klängen dieser Melodie.
    Schließlich verstummte das Lied, doch nichtsdestotrotz schien es ihren Ohren nachzuhallen, so als hätte sich ein Echo dort festgesetzt. Für wenige Augenblicke hatten sie das Gefühl überall und zugleich nirgendwo zu sein, so als hätte man sie aus der Welt herausgenommen. Es war ein Gefühl von Freiheit und Verlorenheit zugleich.

    *

    Höhlenstadt, Gespensterwüste:

    Djawad war damit fortgefahren, die Fackeln zu entzünden, und als schließlich alle sechs brannten, erklang ein flirrendes Geräusch, welches Altus an die Klangspiele der Händler auf dem Markt erinnerte.
    Dann begann ein beeindruckendes Schauspiel: die äußeren Konturen des Triforcesymbols begannen zu glimmen und mit einem mal schoss gleißendes Licht daraus empor, eine Art dreiecksförmige Säule, welche gen Decke strebte. Von der Ferne war das Echo eines Flötenspiels zu hören, so zart und leise, dass Altus sich nicht sicher war, ob er es sich nicht eingebildet hatte.

    Dann, so schnell sie erschienen war, senkte die Lichtsäule sich wieder herab - und gab den Blick auf drei Personen frei, welche sich mit einem mal auf dem Podest befanden: eine hochgewachsene Frau von beeindruckender Statur, ein junges, zierliches Mädchen, offenbar Hylianerin, sowie ein weiterer Hylianer.

    Als die goldenen Wände um sie herum fielen, glaubten Aros, Laleila und Ivory einen Moment lang noch immer im Schloss zu sein: noch immer standen sie auf dem marmornen Sockel, um sie herum ein kleiner, dunkler Raum. Dann aber erkannten sie, dass sie nicht länger in einem Kellergewölbe sondern in einer Höhle waren, welche noch ein wenig kleiner war als der Raum in den Katakomben, und außerdem düsterer.
    Offensichtlich wurden sie bereits erwartet: vor ihnen stand ein junger Mann, dessen Uniform ihn als Soldat der Stadtwache kennzeichnete, sowie eine exotische Kriegerin, welche ganz klar weder Hyrulanerin noch Hylianerin war: ihre braune Haut und ihr rotes Haar verliehen ihr eine markante und auf eine gewisse Art gefährliche Aura und ihre strenge Miene unterstrich dies noch. Sie war spärlich bekleidet, die Brüste nur knapp von rotem Stoff bedeckt, ein breiter Ledergürtel, an dessen Seite ein beeindruckende Krummsäbel befestigt war, war um ihre Taille gelegt und sie trug weite Beinkleider, ebenfalls aus rotem Stoff, welche knapp unter den Knien endeten.

    Noch während die drei Ankömmlinge damit beschäftigt waren sich zurechtzufinden, machte Djawad einen Schritt auf sie zu und deutete eine Verneigung zur Begrüßung an: "Seid gegrüßt, Gesandte Hyrules! Im Namen der Gerudo heiße ich euch willkommen."
    Geändert von Foxx (16.06.2008 um 15:39 Uhr)

  20. #95
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    Mit ihren scharfen Sinnen entging Ivory nichts von den Geschehnissen, jedoch sie verzog keine Miene, als Shiek Aros ein kleines Bündel übergab. Stattdessen trat sie langsam in die Mitte des Triforce, wartete geduldig ab, dass Laleila und Aros folgten.

    Als zunächst das Licht und dann die Musik zu spielen begannen war die Schmiedin wie versteinert. Sie regte sich nicht, zeigte keine Emotionen noch konnte man erkennen ob sie überhaupt mitbekam, was geschah. Jedoch als das Licht verblasste, erkannte zumindest Aros an der Haltung seiner Gefährtin, dass ihr nichts entgangen war. Ihre Muskeln waren leicht angespannt und ihre Hand glitt kaum merklich zu ihrer Axt. Jedoch griff sie nicht danach, als ihnen der Willkommensgruß entgegen schallte.

    Mit ausdruckslosem und doch kritischem Blick maß Ivory ihre Gegenüber. Ein Wachmann und eine Kriegerin, letztere war ein sehr ungewohnter Anblick. Dennoch schien man sie erwartet zu haben und nicht feindlich gesinnt. Also nickte die Schmiedin kurz zur Begrüßung und wartete darauf, dass Aros sie vorstellen und die Führung übernehmen würde.
    Geändert von Felina Noctis (15.06.2008 um 18:09 Uhr)
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  21. #96
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Aros verstaute den Splitter in seiner Tasche und verbarg diese unter seinem Umhang. Er nickte und sprach ein Wort des Dankes, dann wartete er ab und als das Licht zu flackern begann murmelte er letztes Wort des Abschiedes und deutete eine Verneigung an. Seine Hand ballte sich zur Faust, dann entspannte er sich wieder und ließ die Eindrücke auf sich wirken.

    Als das Licht wieder verschwunden war, versuchte Aros nun zu erkennen, wo sie nun seien mögen. Er konnte nicht mehr erkennen, als daß sie wohl in einer Höhle seien, als sie schon angesprochen wurden - dann erst bemerkte er die beiden Gestalten vor sich.
    Eine Frau begrüßte Aros und die beiden Gefährtinnen, dann verneigte sich Aros ebenfalls zur Begrüßung und machte einen Schritt auf sie zu, die Hand, die sich unter dem Umhang an den Bumerang gelegt hatte, zog er nun, ohne die Waffe, wieder hervor und sah dann vor allem den Soldaten an.

    "Seid gegrüßt, Gesandte der Gerudo." Damit fiel sein Blick zu der Frau und er musterte sie von oben bis unten und war nicht unbegeistert bei diesem Anblick, zwang sich jedoch, sie nicht anzustarren, um sie nicht zu beleidigen. "Wie vorausgesagt, habt Ihr uns erwartet - würdet Ihr uns Eure Namen nennen?"
    Geändert von Genesis (18.06.2008 um 14:38 Uhr)
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  22. #97
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    "Lebt wohl, Shiek," verabschiedete sich Laleila bei ihrem Führer bevor sie auf das Symbol trat. Plötzlich war alles Musik und Licht. Es war wunderschön, aber auch beängstigend. Und so plötzlich wie es begonnen hatte, war es vorbei.

    Die Tänzerin brauchte einige Momente, um ihre Orientierung wiederzuerlangen. Dann sah sie sich um, betrachtete die Höhle und dann ihr Empfangskomitee: Ein Mitglied der Stadtwache und eine Frau von aparter Schönheit. "Seid gegrüßt," sagte sie und machte einen angedeuteten Knicks.

  23. #98
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Altus stand stumm bei Djawad und beobachtete gespannt wie sich die drei Personen hier orientierten.
    Das waren also die Auserwählten, sie wirkten alle noch recht jung. Altus hielt sich auch im Hintergrund als die Ankömmlinge begannen Djawad anzusprechen. Trotzdem nickte er jedem der Ankömmlinge kurz zu.
    Seine Begleiterin würde den Neuankömmlingen den Weg weisen, er war hier ja auch nur ein Gast.

  24. #99
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    Ein Zucken ihrer Augenbraue verriet, dass Djawad Aros' Blicke sehr wohl bemerkte - doch sonst zeigte sie keinerlei Regung, stattdessen antwortete sie nur einsilbig: "Djawad." Sie verzichtete offenbar darauf Altus vorzustellen, wahrscheinlich nahm sie an, dass dieser das selbst tun würde, stattdessen erkundigte sie sich ihrerseits nach den Namen der Ankömmlinge und fuhr dann, nachdem sie sich alle einander bekannt gemacht hatten, fort: "Wir sollten keine Zeit verlieren. Folgt mir!"

    Ohne lange zu zögern, wandte Djawad sich um und führte die vier aus der Höhle heraus, den sich nach oben windenden Gang entlang bis hin zum unterirdischen Marktplatz der Höhlenstadt. Der Anblick, der sich Aros, Laleila und Ivory bot, war beeindruckend: der Platz vor ihnen war riesig und die Decke in schwindelerregender Höhe. Eine Reihe von Säulen umringte das Forum, auf dessen Boden sich ein gewaltiges Triforcesymbol erstreckte. Außerhalb der Säulen gab es außerdem zwei Ringe von Ziermäuerchen. Der Raum hatte an die 8 Zugänge, inklusive dem, durch den sie gekommen waren.

    In einer Entfernung stand Nedwey bei den Säulen und unterhielt sich gerade mit dem jungen männlichen Krieger, welchen Altus bereits vorher einmal gesehen hatte. Der Junge wirkte aufgeregt und auch Nedweys Miene verriet Bestürzen. Als sie bemerkte, dass ihre Gäste eingetroffen waren, wies sie ihren Gesprächspartner allerdings an zu warten und kam dann auf die Gruppe zu, wobei sie sich trotz der anscheinend schlechten Nachrichten, die sie erfahren hatte, ein Lächeln abrang. Mit ihrem roséfarbenen Blousson, dem schmalen Goldgürtel und dem weiten Hosenrock war sie deutlich eleganter gekleidet als Djawad, und ihr kastanienfarbenes Haar war nach hinten hochgesteckt. Auch war sie ein gutes Stück älter.
    "Es freut mich, die Gesandten Zeldas hier begrüßen zu dürfen. Gestattet, dass ich mich vorstelle, man nennt mich Nedwey und ich führe diesen letzten Stamm der Gerudo. Wer Ihr seid, teilte die Prinzessin mir bereits in einem Brief mit, in dem sie mich außerdem bat, euch den Splitter des Schattenspiegels, der uns einst anvertraut wurde, auszuhändigen und euch Geleit bis Spiegeltor zu gewähren." Das Lächeln verschwand nun und die Sorge, welcher die fünf vorher schon Zeugen geworden waren, legte sich wieder auf ihr Antlitz: "Leider ist etwas sehr Unvorhergesehenes geschehen und noch kann ich mir nicht erklären, wie es dazu kommen konnte. Seht: ich schickte Hilel soeben, auf dass er den Splitter bereits holen solle. Ihr müsst wissen, dass nur drei unter uns, seinen Aufenthaltsort kennen. Doch wie er mir soeben berichtet hat..... wurde der Splitter entwendet. Er ist verschwunden."

  25. #100
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    Schweigend war Ivory der Gruppe gefolgt, sie hatte sowohl Laleila als auch Aros den Vortritt gelassen. Dem Mann der Stadtwache nickte sie ebenfalls zu, er möge vorangehen, denn sie war es gewohnt stets ihren Gefährten den Rücken zu decken. Doch Altus war ein Krieger und wenn er ihren Platz beanspruchte würde sie ihm diesen widerspruchslos überlassen.

    Ihre Bewunderung für den Palast der Prinzessin war groß gewesen, doch generell war er ihr zu prunkvoll. Die Höhlenstadt dagegen gefiel ihr sehr gut. Ein Zeugnis alter, längst vergessener Kulturen, oder doch zumindest einer Kultur die Ivory nicht kannte. Als Nedwey auf sie zukam und die Gruppe begrüßte sank die Schmiedin erneut auf die Knie. Sie hielt es innerlich für angebracht dieser Fremden genauso viel Ergebenheit entgegen zu bringen wie der Prinzessin.

    Dann erhob sie sich wieder und verschränkte ihre Arme. Die Worte der Fremden gefielen ihr nicht... Doch wer immer den Splitter hatte würde sicher versuchen den Spiegel zusammen zu setzen und es würde sicherlich nicht lange dauern, bis er sich versuchte des Teiles zu bemächtigen, das Aros bei sich trug. Nun gut, dann könnten sie vielleicht den fehlenden Splitter zurückgewinnen...
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