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  1. #26
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Der Soldat nahm die Einladungen, die Ivory und Aros ihm entgegen hielten, prüfte kurz das Siegel und warf einen Blick auf die Schrift, ehe er den beiden zunickte. Er wollte gerade anheben etwas zu sagen, wurde dann aber von seinem Kollegen abgelenkt. Dieser hatte Laleilas Schreiben misstrauisch studiert und antwortete ihr nun verunsichert doch noch immer brüsk: "Über eine solche Einladung wurden wir nicht informiert." Er schüttelte den Kopf und verschränkte demonstrativ die Arme vor der Brust: "Um diese Zeit empfängt die Prinzessin sicher keinen Besuch mehr. Ihr könnt morgen wiederkommen und mit Eurem Schreiben beim Kanzler vorsprechen, der regelt das dann."

  2. #27
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    Aros warf einen Seitenblick zu Ivory, als der Soldat ihm zunickte. Er nahm seine Vorladung wieder an sich und wollte schon weiter gehen, als der zweite Soldat ihn zurück hielt. Entsetzt sah er diesen an, dann wieder fragend zu der ersten Wache. Sollte das Schicksal ihm nur einen Streich gespielt haben?

    Aros errang seine Fassung wieder, steckte dann die Vorladung der Prinzessin wieder in seine Tasche. "Nun gut, Ihr würdet sicher Bescheid wissen, wenn Ihre Majestät jemanden zu sich ruft." Er drehte sich weg und machte ein paar Schritte, nur um erneut Halt zu machen und sich erneut umzudrehen. "Seid nur so gut und nennt mir Eure Namen. Ich möchte morgen beim Kanzler wissen, wer uns daran hinderte, der Bitte Ihrer Majestät nachzukommen."
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  3. #28
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    "Ja, das würde ich auch zu gerne wissen," schloß Laleila sich Aros an und funkelte den Soldaten vor sich zornig an. "Unfaßbar, daß weder die Unterschrift noch das Siegel Ihrer Hoheit Ihnen sagt, wie dringlich diese Sache offenbar ist. Aber schön! Es ist ja nicht mein Arbeitsplatz." Verärgert verschränkte das Mädchen die Arme vor der Brust.

  4. #29
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    Eine schwere Hand legte sich auf Laleilas Schulter. Mit der anderen Hand gebot Ivory Aros zu schweigen. Die Schmiedin sah beide Hylianer an und schüttelte dann missbilligend den Kopf.

    "Ihr solltet mehr Respekt vor pflichtbewussten Menschen haben!" meinte sie mit ruhiger Stimme. Doch Aros wusste, dass sie keinen Widerspruch dulden würde, schließlich sprach seine Begleiterin nur dann, wenn sie etwas wichtiges zu sagen hatte. "Ihr könntet die Wachen freundlich bitten, sich im Palast zu erkundigen. Sicherlich sind sie gerne bereit, sich ihrer Sache zu vergewissern, wenn man ihnen höflich entgegentritt."

    Ihr zorniger Blick verriet Aros, dass sie noch weit mehr dachte, als sie aussprach. Doch die Frau hatte für ihre Verhältnisse ohnehin mehr gesagt als sonst und ihre Missbilligung den beiden jungen Heißspornen gegenüber sprach so deutlich aus ihren Augen, dass sie keiner Worte bedurfte.
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  5. #30
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Ärgerlich schnaubte der Soldat bei Aros' Äußerung und blickte ihn mit schmalen Augen an: "Willst du mir vielleicht drohen?" Als auch Laleila in dieselbe Kerbe schlug, atmete er scharf ein und wollte gerade antworten - doch Ivory kam ihm mit zuvor. Er wartete ab und der Ärger wich ein wenig aus seinem Gesicht bei ihren Worten. Dennoch sah er Aros und und Laleila nun mit gehobener Augenbraue an und erklärte dann tadelnd und mit einer gewissen Selbstgefälligkeit: "Ihr solltet besser auf eure Gefährtin hören. Das nächste mal, wenn ihr meint, einem Mitglied der Stadtwache drohen zu müssen, lasse ich euch eine Nacht im Kerker verbringen." Er atmete tief ein und seine ohnehin nicht gerade schmächtige Brust hob sich eindrucksvoll, als wollte er so seine Autorität unterstreichen.
    Dann aber blickte er noch einmal zu Ivory: "Nun... vielleicht wissen die Wachen am oberen Tor ja mehr. Wenn ihr drei euch einen Augenblick gedulden könnt, fragen wir da mal nach." Sein Tonfall wirkte nun deutlich diplomatischer als noch kurz zuvor.
    Nun mischte sich auch der zweite (ein gutes Stück kleinere) Soldat ein, der bis eben etwas hilflos und untätig gewirkt hatte und gab etwas kleinlaut an: "Das ist gar nicht nötig." Er trat zu seinem Kollegen und begann ihm leise etwas zu erklären, woraufhin dieser zunächst überrascht, dann wieder leicht ärgerlich wirkte und schließlich die Ausführungen des Kleineren nur mit einem Grunzen und einem genervten Blick kommentierte, ehe er sich wieder an die drei mutmaßlichen königlichen Gäste wandte: "Wenn Telmo hier es mal für nötig befunden hätte, früher den Mund aufzumachen, hätten wir uns das ganze Geplänkel sparen können. Also macht, dass ihr ihm hinterherkommt." Er trat einen Schritt beiseite und winkte den dreien, dem zweiten Wachmann zu folgen, der sich anschickte, durch den Torbogen voran zu gehen. Sein Tonfall am Ende hatte deutlich verraten, dass er verärgert war, dass sein Kollege offenbar informiert war, er selbst hingegen aber nicht.

  6. #31
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    Als der Soldat ihn fragte, ob er ihm drohen wolle, hatte Aros sich eine schöne Antwort bereit gelegt, doch Ivorys Hand brachte ihn dazu, die Antwort herunterzuschlucken. Er wandte sich nur wieder zu der Wache um und versuchte einen normalen Gesichtsausdruck beizubehalten und nicht in ein triumphierendes Lächeln überzugehen, als Ivory ihre Ansprache hielt. Wenn sie sprach, dann kurz und prägnant, wurde Aros sich erneut bewußt.

    Als die Wache erneut das Wort an ihn richtete, verneigte er sich leicht und konnte gerade noch einen freundlichen Tonfall erzeugen. "Gewiss, mein Herr, ich werde mich an Eure Worte erinnern."

    Der zweite Soldat verhinderte, daß Aros noch eine "drohende" Bemerkung anfügen konnte und erklärte dem größeren Mann etwas. Nach der Erlaubnis einzutreten verneigte sich Aros erneut leicht. "Habt Dank, meine Herren" sprach er und ging dann los, der kleineren Wache hinterher.

    Ein paar Schritte weiter atmete Aros tief aus, die Androhung des Kerkers und die scharfe Antwort der Wache hatte er nicht erwartet, er schien weitaus gereizter, als die anderen Menschen, denen er begegnet war.
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  7. #32
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    Als die Situation sich entspannte und Aros sich zusammenriss, nickte Ivory wohlwollend und trat einen Schritt zurück, wobei sie die Arme erneut verschränkte. Sie folgte dem Rest des Geschehens stumm und - wie es schien - teilnahmslos. Weder ihre Mine, noch ihre Haltung ließ vermuten, dass sie selbst betroffen war.

    Zum Abschied deutete sie eine leichte Verbeugung an, doch zeigte sie damit dem Soldaten deutlich genug ihren Respekt. Dann folgte sie dem kleinen Wachmann weiter. Sie verstand, dass der erste Soldat über die mangelnde Information verärgert war. Immerhin untergrub die gesamte Szene seine Autorität tief. Doch sicherlich würde dies noch zu Diskussionen zwischen den Männern führen, die sie weder betrafen noch interessierten.

    Ivory ging recht langsam, blieb hinter den anderen zurück. Die gesamte Umgebung war ihr nicht wirklich geheuer. Sie war ein Dorfmädchen, einfache Verhältnisse gewohnt. Unter Borids strenger Führung hatte sie sich gewisse Umgangsformen angeeignet und doch fühlte sie sich am wohlsten, wenn sie die Tage mit Wandern und Arbeiten, die Abende schweigend speisend am Feuer verbringen konnte.
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  8. #33
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    Laleila wollte dem Soldaten gerade eine schnippische Antwort geben als sie Ivorys Hand auf ihrer Schulter erschreckte. Wütend und aufgebracht duckte sie sich unter der Hand auf ihrer Schulter weg und ihre Augen blitzten Ivory zornig an. "Hände weg!"

    Derweil war der Soldat vor ihr von seinem Kumpan eingeweiht worden und als man sie endlich durchließ, nickte Laleila lediglich dem kleineren Soldaten zu, der sie zum Schloß führte.
    Geändert von Felicat (05.12.2007 um 13:32 Uhr)

  9. #34
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    Ivory betrachtete gedankenverloren und mit einer amüsiert erhobenen Augenbraue die beiden Hylianer, die dem Soldaten folgend vor ihr herliefen. Waren die spitzohrigen der Nachfahren der Götter nicht für ihre Weisheit bekannt? Fürwahr, das Mädchen war noch ein halbes Kind und hielt sich wohl für sehr erwachsen. Sie zuckte mit den Schultern.
    Das Verhalten von Aros war nicht weiter ungewöhnlich gewesen, wenn auch der Mangel an Respekt ihm schadete. Er war jung... beide Hylianer waren sehr jung... Sicherlich würden auch sie irgendwann lernen, wann es besser war von seinem hohen Ross zu steigen. Vielleicht war das Mädchen ja von hohem Adel, dass sie sich so benahm... doch selbst das war keine Entschuldigung.

    Nun, Ivory war nicht nachtragend, noch auf Streit aus und so belächelte sie den Zorn des Mädchens nur innerlich, während sie weiter zögerlich voranschritt. Ihrem Gesicht, konnte man dieses Lächeln freilich nicht ablesen, ja nichtmal ihre Augen verrieten den leichten Spott, den sie für Laleila empfand.
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  10. #35
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    Nachdem sie den Torbogen durchschritten hatten, betraten Aros, Laleila und Ivory dem jungen Wachmann folgend die Treppe, die hoch zum Haupttor des Schlosses führte. Der zurückbleibende Soldat hatte ihnen noch einen Augenblick missmutig hinterhergesehen und sich dann nicht weiter um sie gekümmert.
    Die Treppe war sehr breit, an die vier bis fünf Schritt und zu beiden Seiten von einer Reihe aus Marmorsockeln vor einer Steinmauer gesäumt, auf welchen verschiedene kunstvolle Skulpturen standen, in Form verschiedener Tiere und Völker Hyrules. Die Mauern dahinter waren mit Wandteppichen behängt, die verschiedene Szenen der hyrulanischen Geschichte darstellten. Die Witterung hatte selbstverständlich ihre Spuren daran hinterlassen, auch wenn sie regelmäßig restauriert wurden.

    Während sie noch die Stufen empor stiegen, meldete sich mit einem mal der junge Soldat zu Wort, der offenbar Telmo hieß, wie man den letzten Äußerungen des anderen hatte entnehmen können: "Das eben tut mir sehr leid! Geror ist ein elender Esel. Die Prinzessin wollte nicht, dass dieses Treffen heute abend allzu bekannt wird. Sie hat nur die Wachleute informiert, denen sie vertraut und dafür gesorgt, dass wir heute abend an den Toren postiert sind - doch leider erkrankte einer meiner Kollegen und Geror wurde kurzfristig eingeteilt. Daher war seine Laune ohnehin schon nicht die beste..."
    Inzwischen waren sie am oberen Tor angekommen. Auch hier waren zwei Wachen postiert, denen Telmo nur zunickte, woraufhin der eine einen Schlüsselbund zog und eine kleine Tür öffnete, die in das eigentliche Tor eingelassen war, um des nachts, wenn die Tore geschlossen gehalten wurden, einzelne ein- und auszulassen. Offenbar waren diese Wachen hier, wie Telmo eben schon berichtet hatte, bereits in alles eingeweiht. Dann trat er beiseite und gab die Öffnung frei.
    "Dahinter wartet ein Vertrauter der Prinzessin auf euch", erklärte Telmo und deutete ihnen, hindurch zu gehen.
    Geändert von Foxx (05.12.2007 um 16:17 Uhr)

  11. #36
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    Laleila folgte zusammen mit Ivory und Aros dem Soldaten und hörte ihm zu. Als sie am zweiten Tor ankamen, wandte sie sich zu Telmo und sagte:"Danke sehr. Das ist natürlich nicht Eure Schuld. Auf Wiedersehen." Sie nickte dem Mann und den anderen beiden Torwachen noch zu und trat durch das Tor. Sie sah sich um. Sie war neugierig, um wen es sich bei dem Vertrauten handelte.

  12. #37
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    Ivory sah den Wachmann mit einem tadelnden Blick an. Über seinen Kollegen vor Fremden so zu sprechen war nicht nur unpassend, sondern auch feig. Besonders, wenn man bedachte, mit welcher Zurückhaltung er sich noch
    Gerors Anwesenheit verhalten hatte. Wenn ein solcher Soldat zu denen zählte, denen die Prinzessin besonders traute, war es mit ihrer Weisheit wohl doch nicht soweit her, wie alle sagten. Wer seine Gefährten hintergeht, hintergeht auch seinen Herrn!

    "Nur der feige Köter knurrt, wenn sein Gegner außer Hörweite ist!" murmelte sie, als sie an ihm vorbei den anderen durch das Tor folgte. Sie sprach es so leise, dass außer Telmo direkt neben ihr, nicht einmal die feinen Ohren eines Hylianers sie hätten hören können. Dann verschwand sie, ohne auf eine Reaktion zu warten, hinter dem Tor an dem der Wachmann zurückblieb.
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  13. #38
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    Aros hörte Telmo zu, bis sie an das Tor kamen. Er erinnerte sich, vor einiger Zeit war er bereits einmal im Schloss gewesen. Aros blieb einen Moment stehen, um sich einen Überblick zu verschaffen und alles auf sich wirken zu lassen. "Habt Dank, Telmo" sprach er, als der ihnen die Tür zeigte. Dann wartete er, bis die anderen beiden durch das Tor waren, drehte sich zu der Wache. "Entschuldigt mein Verhalten vorhin, ich hatte nicht vor, Geror zu drohen." Aros nickte dann noch und schritt durch das Tor und sah sich erneut um, ob sich etwas seit seinem letzten Besuch verändert hatte.
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  14. #39
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    Bei Ivorys Worten blickte Telmo zunächst sehr verdutzt drein, ehe seine Miene sich dann verzog, als hätte er plötzlich einen unangenehmen Geschmack im Mund. Offenbar hatte der Kommentar der Schmiedin einen Nerv getroffen. So nickte er Aros bei dessen Verabschiedung nur kurz zu, während er gedanklich wohl noch den Tadel verdaute und wandt sich dann um, um zu seinem Posten zurückzukehren. Man sah dem jungen Wachmann an, dass ihm etwas unbehaglich zumute war, bei der Vorstellung, dass Geror seinen Missmut wohl nun an ihm auslassen würde.

    Laleila, Ivory und Aros fanden sich nun vor der steinernen Brücke wieder, die über den Burggraben führte bis hin zu einem weiteren mächtigen Tor im äußeren Mauerring des Schlosses, auf welches man nun einen sehr guten Blick hatte: Der äußere Ring umgab, wie sich leicht vermuten ließ, die Grünanlagen und im Inneren erhob sich das eigentliche Bauwerk in all seiner Pracht - ein Stillleben aus Türmen, Galerien, Winkeln, Verstrebungen, Treppen, Statuen, prachtvollen Fassaden und kunstvoll gestalteten Fenstern, so dass man gar nicht wusste, wohin man den Blick wenden sollte.

    Entgegen Telmos Aussage, sie würden erwartet, fanden die drei sich allerdings alleine auf der Brücke wieder. Noch immer standen sie im Schatten des Mauerwerks, in welche das Tor eingelassen war - das heißt wenn es einen Schatten geworfen hätte, denn das gleichmäßige Licht der Schutzgeister füllte die Stadt so ebenmäßig aus, dass alle Schatten vertrieben wurden. Nur das leichte Rauschen des Windes, welcher durch die felsige Kluft unterhalb der Brücke wehte, war zu hören, sowie das Klicken des Schlosses, als der Wachmann auf der anderen Seite das Türchen wieder zusperrte.
    Geändert von Foxx (06.12.2007 um 19:44 Uhr)

  15. #40
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    Laleila blickte sich um, aber sie konnte niemanden sehen, der sie erwartete. Also blickte sie Richtung Schloß und war sofort von der Architektur, so man sie denn von ihrem Standpunkt aus sehen konnte, fasziniert. "Beeindrucken," sagte sie und blickte dann zu Ivory und Aros. "Sieht so aus als hätte man uns vergessen." Sie schnaufte. "Sowas!"

  16. #41
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    Aros zuckte mit den Schultern. "Wenn die Prinzessin sagt, daß wir erwartet werden, dann werden wir erwartet. Ihre Vertrauten sind vielzählig und vielfältig, sie könnte genauso einen Vogel gemeint haben." Aros lächelte leicht in Laleilas Richtung, nicht ohne etwas Überheblickeit. Es war schön wieder diesen prächtigen Palast aus dieser Nähe zu sehen, er wollte es auskosten, doch die Prinzessin warten lassen wäre so ziemlich das dümmste, was sie machen konnten.
    So machte Aros die ersten Schritte über die Brücke und ging auf sein Ziel zu.
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  17. #42
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    Ivory hatte sich nicht ohne Unbehagen umgesehen. Sie wusste schon jetzt, dass das Gefühl fehl am Platz zu sein sich nicht in nächster Zeit verflüchtigen würde. Kaum merklich schlang sie ihren Umhang fester um sich, so als wolle sie sich einen Schutz in der fremden Umgebung schaffen. Unter diesem Umhang verschränkte sie die Arme.

    Laleilas Worte quittierte sie mit einem Nicken. Dann folgte sie stumm Aros über die steinerne Brücke. Auch wenn er noch ein Kind war, in dieser Umgebung war es sicher nicht unangebrecht auf ihn zu vertrauen und ihm zu folgen.
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  18. #43
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    Laleila hob bei Aros' Kommentar eine Augenbraue, aber sie kommentierte ihn nicht, obwohl seine Überheblichkeit nicht an ihr vorübergegangen war. Stumm folgte sie ihm und Ivory. Sie war gespannt, ob sich der Vertraute der Prinzessin nicht doch noch zeigen würde, egal, ob als Vogel oder sonstwie.

  19. #44
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    "Ihr sprecht weise, Aros!"
    Gerade waren die drei aus dem Torgewölbe herausgetreten als die Worte von oben herab erklangen, fast wie eine göttliche Bestätigung. Als sie heraufsahen, bemerkten sie die vollkommen verhüllte Gestalt, welche auf einem steinernen Vorsprung oberhalb des Tores verharrte und herabsah. Der Fremde war fast vollständig in einen dunklen Stoff gehüllt, von dem man im dämmrigen Leuchten einen Moment annehmen konnte, er sei schwarz, ehe man erkannte, dass es vielmehr ein tiefes, königliches Blau war. Sein Gesicht war von einer Kapuze verborgen.
    Bis eben hatte er vollkommen reglos dagestanden und hätte er nicht das Wort erhoben, keiner der drei hätte ihn bemerkt - oder war er vielleicht eben erst aufgetaucht? Nun aber ging er in die Hocke, nahm die rechte Hand, um sich auf dem Vorsprung damit abzustützen und sprang dann in einer fließenden, eleganten Bewegung herab, die in ihrer Leichtigkeit an die Sprünge und Kunststücke der Gaukler erinnerte, die bisweilen auf dem Markt die Umherstehenden begeisterten.
    Im Sprung wehte es die Kapuze empor und als der Fremde landete, war sie zurückgeschlagen. Dennoch war von seinem Gesicht nicht viel mehr zu sehen als die Augenpartie und einige goldblonde Haarsträhnen, denn wie in Mullbinden hatte er den Rest seines Kopfes eingebunden und erst jetzt bemerkten die drei, dass seine Stimme eben auch gedämpft geklungen hatte.
    Ivory hatte den Fremden natürlich sofort wiedererkannt, doch auch Laleila erinnerte sich an die Beschreibung ihrer Mutter von dem Boten, welcher die Brief gebracht hatte.
    Der Fremde deutete eine Verneigung an, ehe er das Wort erneut erhob. Auch wenn sein Mund verdeckt war und seine Stimme dadurch gedämpft wurde, war ihr Klang angenehm, warm und vertrauenserweckend: "Verzeiht meine Verspätung, doch vor unserem Treffen sandte mich die Prinzessin noch in die Wüste und diese Reise nahm mehr Zeit in Anspruch, als ich gedacht hatte."
    Erst jetzt bemerkten Aros, Ivory und Laleila die feinen, goldenen Sandkörner in den Falten seines Gewandes, als wollten diese seine Worte bestätigen.

  20. #45
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    Die Schmiedin musste sich zusammenreißen um nicht genervt die Augen zu verdrehen - eine Geste, die ihr in dieser Situation ebenso unangebracht schien wie rüde Worte. Dennoch, diese Demonstration artistischer Überlegenheit. Und erneut zeigte der Fremde sein Gesicht nicht. Es war nicht nur unter der Kapuze, sondern auch unter Binden versteckt. Wohlmöglich litt er an einer Krankheit wie Lepra, die sein Gesicht enstellte, dass er es so sorgsam verbarg? Sie trat unwillkürlich einen Schritt nach hinten, hinter Aros und Laleila und verschränkte die Arme.

    Trotz ihrer natürlichen Abneigung gegen jene, die ihr Gesicht nicht offen zeigten, kam sie nicht umhin, dem Fremden erneut ihr Vertrauen entgegen zu bringen. Irgendetwas an seiner Ausstrahlung überzeugte sie, dass er es gut mit ihnen meinte und man ihm trauen konnte. Vor allem aber seine Stimme gewann die Sympathy Ivorys. So rang sie sich ein leichtes Lächeln und ein Kopfnicken ab, blieb aber auf Abstand, denn auch nette Menschen konnten Krankheiten übertragen.
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  21. #46
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    Laleila musterte den Boten kurz. Es war klar, daß er den Brief gebracht hatte und der Sand in seinem Gewand bestätigte seine Aussage. "Seid gegrüßt," erwiderte sie. "Kein Problem, Ihr seid ja jetzt da." Sie lächelte den Mann an. Sie fragte sich, wer sich hinter den Binden verbarg. Auf alle Fälle verstand er es, sich mysteriös zu geben.

  22. #47
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    Der Fremde sah Laleila in die Augen, als sie ihn ansprach und erst jetzt bemerkte sie, dass seine Augen nicht dunkel, fast schwarz waren, wie sie aufgrund des leicht schummrigen Lichts bisher gewirkt hatte, sondern vielmehr von einem tiefen, intensiven Rot, fast wie ein Rubin. Er nickte ihr auf ihre Worte zu, ehe er weitersprach: "Mein Name ist Shiek. Lasst uns rasch weitergehen, die Prinzessin erwartet euch."
    Er verbeugte sich noch einmal leicht und ging dann an den drei Eingeladenen vorbei und auf das Tor des äußeren Rings zu. Dort angekommen griff er in die Falten seines Gewandes und förderte einen einzelnen Schlüssel aus einem dunklen, leicht bläulichen Stahl zutage, mit dem er, wie schon der Wächter am vorherigen Tor, das eingelassene Nachttürchen.
    Auf der anderen Seite wartete der Schlossgarten, in dessen Mitte sich das mächtige Bauwerk erhob: ein schmaler Weg führte etwa 100 - 150 Schritt auf das Schlosstor zu. Links und rechts davon erblickte man gepflegten Rasen, darauf waren verschiedene, randlose Blumenbeete arrangiert. Der Blick wurde zu beiden von Verbindungsstreben begrenzt, schmale Mauern, die vom Schloss zum äußeren Ring verliefen und in die kleine Torbogen eingelassen waren, die vermutlich zu den weiteren Teilen des Gartens führten.

    Wider erwarten folgten sie nicht dem Weg zum Schloss, vielmehr führte Shiek sie umgehend nach links über den Rasen. Sie hielten sich dicht an der Mauer bis sie schließlich an den Mauerstreben gelangten und dort kurz anhielten. Shiek begann kurz einige Steine in der Mauer abzutasten, ehe er schließlich einen versteckten Mechanismus auslöste: fast lautlos, lediglich von einem leisen Schaben begleitet fuhr ein Teil der Mauer in den Grund und gab eine kleine Öffnung frei, die in das Mauerwerk führte. Ein flackern aus dem Innern des Ganges verriet, dass darin wohl eine Laterne hing.
    Shiek trat beiseite und wies Aros, Laleila und Ivory den Vortritt.

  23. #48
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    "Sehr erfreut. Ich heiße Laleila," erwiderte sie. Fasziniert betrachtete sie die Augen Shieks. Sie konnte sich nicht erinnern, je solche Augen gesehen zu haben. Er schien sich nicht nur rätselhaft geben zu wollen, er war es wohl auch.

    Laleila folgte Shiek durch das Tor und über den Rasen. Es war schon nicht mehr verwunderlich, daß sie einen Geheimgang nehmen würden. Es paßte irgendwie. "Es soll wohl irgendjemand nicht wissen, daß wir da sind." Sie blickte kurz zu Shiek, dann trat sie in den Gang.

  24. #49
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    Ivory zuckte kurz zusammen, als sie den Namen der arroganten Hylianerin vernahm. Doch sie schüttelte unwillig den Kopf. Sicherlich handelte es sich nicht um die fröhliche und liebenswerte kleine Laleila die sie einst gekannt hatte. Obwohl diese auch in dem Alter sein durfte...

    Die Schmiedin erlaubte sich noch eine Weile ihren Gedanken nachzuhängen, während sie mit verschränkten Armen darauf wartete, dass zunächst Laleila und dann Aros den Gang betraten. Wie gewohnt folgte sie ihrem Freund dicht auf den Fersen um ihm im Zweifelsfall den Rücken freizuhalten.
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  25. #50
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    Shiek nickte auf Laleilas Bemerkung. "Die Prinzessin ist in dieser Angelegenheit um Diskretion bemüht. Es sollen keine Unruhen in der Bevölkerung aufkommen." Er schien zu bemerken, dass diese Formulierung angesichts der Umstände, die das Volk derzeit zu erdulden hatte, eher unglücklich gewählt war und setzte hinzu: "Jedenfalls keine zusätzlichen."

    Nachdem Laleila, Aros und Ivory den Gang betreten hatten, folgte er und griff nach der Laterne, die gleich zu ihrer linken an der Wand befestigt war. In dem Moment, als er sie aus der Halterung löste, schloss sich auch die Öffnung im Mauerwerk wieder, so dass der Geheimgang von außen nun wieder verborgen war.
    Der Gang führte sie nun - soweit konnten sie sich noch orientieren, auch wenn man im Schein der Laterne nicht viel mehr als einige Meter voraus sah - direkt auf das Schloss zu.

    Während sie gingen, fiel Aros auf, dass der Name des Fremden ihm durchaus bekannt war, auch wenn er eine kurze Zeit gebraucht hatte, um zu wissen woher. Die alten Legenden um die Geschichte des Landes erwähnten einen "Shiek": in diesen war er ein Angehöriger der Shiekah, ein inzwischen ausgestorbenes, dem Königshaus getreues Volk, und stand dem viel besungenen "Helden der Zeit" zur Seite - die Geschichte des letzteren kannte in Hyrule jedes Kind.

    Nachdem sie dem Gang gute 200 Schritt gefolgt waren, endete er an einer Wendeltreppe, die sich mit erstaunlich weitem Radius schneckenartig im Uhrzeigersinn um eine Art "Innenturm" nach oben wand. Es drängte sich die Vermutung auf, dass dieser Geheimgang um die eigentliche Treppenanlage des Turmes herumführte, dieser also einer Zwiebel gleich in mehreren Schichten angelegt war.

    So stiegen sie schweigend die endlos scheinenden Stufen empor, bis sie letztendlich in einer scheinbaren Sackgasse landeten, obgleich jeder von ihnen bereits ahnte, dass dies das Ende des Geheimganges war und Shiek nun abermals eine verborgene Tür öffnen würde - eine Erwartung die ihr mysteriöser Führer nicht enttäuschte.
    Er trat nach vorne und hob die Hand, in welcher er die Fackel trug, um sie in einer Halterung an der Wand zu stecken, ganz so wie jene, aus der er sie zuvor entnommen hatte. Und offensichtlich war der Mechanismus hier der gleiche, denn kaum dass die Fackel ganz in ihrer Halterung hing, glitt ein Teil der Wand zu ihrer rechten zur Seite und gab den Weg in ein Turmzimmer frei. Shiek schritt nun wieder voran und betrat das Zimmer als erster, deutete aber den anderen dreien ihm zu folgen. Das Zimmer war schlicht, beinahe kahl eingerichtet, lediglich ein Schrank aus dunklem Holz und ein alter, vermutlich einst sehr edler, heute aber vor allem antiquierter Sessel standen darin. Vor dem einzigen Fenster aber stand eine zierliche Gestalt, den Rücken zu ihnen gewand und ganz in eine Kutte gehüllt.
    "Prinzessin?", erhob Shiek zögerlich mit seiner wunderbaren, sanften Stimme ads Wort, "Euer Gäste sind hier."

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