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  1. #176
    Mitglied Avatar von Fürchtegott
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    Zitat Zitat von Sportkick Beitrag anzeigen

    Kleiner Vorgeschmack auf Edition 4: Karlo spielt einen Chinesen, einen Ganovne der jetzt bei Micky und Mack und Muck aufgenommen wird. Währemdessem plant das Schwarze Phantom seine Rache. Dann wird viel gekämpft. Micky ist der schware Szchatten.
    Ich bin nicht sicher, ob ich das eigentlich schon wissen wollte... Besonders der letzte Satz sieht stark danach aus, als hätte er gespoilert werden sollen...

    Du hast völlig recht. Ich habe das mal korrigiert.
    Geändert von Christoph (06.10.2007 um 14:24 Uhr)

  2. #177
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    Zitat Zitat von Sportkick Beitrag anzeigen
    Na, ja, wenn es nur die erste gebe mutiere diese zu einer Kurzgeschichte aus den LTBs der 100er.


    Kleiner Vorgeschmack auf Edition 4:

    Karlo spielt einen Chinesen, einen Ganovne der jetzt bei Micky und Mack und Muck aufgenommen wird. Währemdessem plant das Schwarze Phantom seine Rache. Dann wird viel gekämpft. Micky ist der schware Szchatten.
    Die Infos gab es schon im Posting 56 auf S. 3!

  3. #178
    Junior Mitglied Avatar von Donni1
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    Zitat Zitat von Sportkick Beitrag anzeigen
    Kleiner Vorgeschmack auf Edition 4:

    Karlo spielt einen Chinesen, einen Ganovne der jetzt bei Micky und Mack und Muck aufgenommen wird. Währemdessem plant das Schwarze Phantom seine Rache. Dann wird viel gekämpft. Micky ist der schware Szchatten.
    Das weiß ich ja schon weiß Gott wie lange.
    Geändert von Donni1 (06.10.2007 um 18:28 Uhr) Grund: Edit

  4. #179
    Echt? Hattest du die Jubiläumesdition 4 nicht gelesen. Die Rede ist von Der Schatten des Drachen und nicht Der schwarze Schatten!

    @Donni1: Ich dachte du hättest noch keien Jubiläumsedition? Woher weißt du dann von der Erstveröffentlichung. Ich weiß ja auch schons eit dem 15.9. wer der Schatten des Drachen ist.
    ''A year is not a minute. Are im right, Uncle Scrooge - eheh''

    aus ''Die Grotte der Zukunft'' by Don Rosa

    Die William Van Horn Fansite

    ''Was starrst du mich so an du LTB. Zuckt schon dein Donald Duck Sonderheft in deiner Hand''?

    zitated by Dr. Erika Fuchs.



  5. #180
    Junior Mitglied Avatar von Donni1
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    Zitat Zitat von Sportkick Beitrag anzeigen
    @Donni1: Ich dachte du hättest noch keien Jubiläumsedition? Woher weißt du dann von der Erstveröffentlichung. Ich weiß ja auch schons eit dem 15.9. wer der Schatten des Drachen ist.
    Ich habe mir jetzt aber schon alle 3 Bücher nachbestellt. Und jetzt weiß ich es.

  6. #181
    Moderator D.O.N.R.O.S.A.
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    Ein bisschen spät für eine Rezie, aber egal...

    Jubiläumsband 1

    Titelbild
    Den Titel find ich ganz nett, sehr edel, mit dem weissen Rand. Die Zeichnungen sind gar nicht so schlecht, vor allem TT&T sehen fast so aus, als währen sie von Fecchi gezeichnet.

    Der Kolumbusfalter
    Ein Klassiker, der seines gleichen sucht! Einfach genial, die Story, die Zeichnungen! Für mich die beste Geschichte des Bandes.

    Micky und die Schattendiebe
    Auch sehr gut, eine klassische Micky-Dedektivgeschichte. Toll!

    Der Gaunerdedektor
    Hmmm... Ich finde die Story, nicht so gut. Die Idee mit dem Dedektor ist ziemlich verrückt und es kommt keine wirkliche Spannung auf. Aber allein die Zeichnungen von Cavazzano sind schon lesenswert!

    Ein Blick zurück - Teil 1
    Ehapa "verwöhnt" uns ja immer öfters mit Informationen ind den Büchern und Heften. Aber diese Texte sind auch immer öfters schlecht. Aber das hier ist frech! Anstatt das man etwas über die Geschichte des LTBs in diesen Jahren erfährt, wird man mit dummen Ideen bombardiert, die lustig sein sollen! Schwach!

    Onkel Donald und die Unglücksschule
    Eine eigentlich sehr gute Geschichte mit sehr guten Zeichnungen. Aber den Schluss find ich dann irgendwie nur noch dahingeschluddert, es wird langweilig. Trotzdem gut!

    Die Piraten des gelben Meeres
    Ähnlich wie bei der Unglücksschule. Eigentlich eine gute Geschichte und tolle Zeichnungen, aber nicht besonders spannend und das Ende ist solala.

    Die Vorahnung
    Verschwindet schnell wieder aus dem Gedächtnis des Lesers. Ist sowieso nur ein Lückenfüller.

    Die Verwandlung
    Dazu muss man gar nichts mehr sagen! Eine der besten Comics in der Geschichte des LTBs! Herrlich wie Donald sich an Gustav und Dagobert rächt! Und vorallem, was Donald im zweitletzten Panel sagt: "Nenn mich nicht Donald! Von nun an bin ich der Rächer!"

    Im goldenen Käfig
    Sehr gute Geschichte und geniale Zeichnungen von Scarpa. Macht spass zum lesen und ist spannend!

    Fazit: Sehr guter Auftakt der Reihe, vier Topgeschichten und vier noch immer gute Storys. Bloss der Blick zurück ist vollkommen misslungen.
    "... wie eine Seekuh hineinzuspringen, wie ein Maulesel darin... Ach, wenn ich mich doch nur erinnern könnte!"
    - Onkel Dagobert in Der arme reiche Mann -

  7. #182
    Ich hab mir erst letzte Woche nun doch den 3.Band gekauft, und war doch sehr angetan von der Casablanca-Geschichte. Zählt für mich zum Besten, was unter dem Namen Disney je erschienen ist. Auch wenn ich den Film immer noch nicht gesehen hab - die Stimmung eines Films aus den 40ern kommt sehr gut rüber. Und überhaupt.

  8. #183
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    Ein Blick zurück - Teil 1
    Ehapa "verwöhnt" uns ja immer öfters mit Informationen ind den Büchern und Heften. Aber diese Texte sind auch immer öfters schlecht. Aber das hier ist frech! Anstatt das man etwas über die Geschichte des LTBs in diesen Jahren erfährt, wird man mit dummen Ideen bombardiert, die lustig sein sollen! Schwach!

    (wie geht das mit den zitaten setzen? habe das mittels kopieren&einfügen gemacht)

    als die box bei mir zuhause ankam habe ich mir einzig allein den Rückblick durchgelesen weil ich die geschichten noch von früher kenne. Ich muss zugeben ich musste schon ein wenig schmunzeln...aber mal so drüber nachgedacht ist das echt ein wenig zu sehr erfolgverherrlichtend
    Hätte man in der tat besser gestalten können

  9. #184
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    Zitat Zitat von Dr. scrooge Beitrag anzeigen

    (wie geht das mit den zitaten setzen? habe das mittels kopieren&einfügen gemacht)

    Du klickst bei dem beitrag, den du zitieren möchtest, rechts unten auf Zitat.

    Alternativ mach es selbst über vB-Code:

    (quote)hier der zitierte Text(/quote)

    Sieht, wenn du die runden Klammern durch eckige ersetzt, dann so aus:

    hier der zitierte Text
    oder:

    (quote=Weihnachtsmann)hier der zitierte Text(/quote)

    ergibt:

    Zitat Zitat von Weihnachtsmann
    hier der zitierte Text

  10. #185
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    Im Zusammenhang mit unserem Quizthread erfolgt hier nun eine etwas verspätete Analyse der Geschichte "Im goldenen Käfig", die m.E. ein Meisterwerk der Verschlüsselungskunst darstellt:

    Was zunächst wie eines der üblichen Reiseabenteuer Onkel Dagoberts aussieht, entpuppt sich bei näherem Hinsehen als durch und durch erotische Abhandlung mit geschickt in Szene gesetzter Verschleierung.

    Beginnen wir mit der Vorgeschichte: An einem geheimnisvollen Ort, der in einem unterirdischen Tal liegt, wird uns ein gigantisches Bananenbüschel aus purem Gold präsentiert. Das Land weist eine üppige Vegetation mit reißenden Bächen und glücklichen Eingeborenen auf und wird von einer altersschwachen Königin regiert, die nach dem Gesetz nun von einer jüngeren abgelöst werden soll.

    Dies ist gekonnt inszenierte Sexualität: Das gleißende Bananenbüschel symbolisiert Fruchtbarkeit, die unterirdische Höhle nichts anderes als einen weiblichen Uterus. Die aufgeweckt wirkenden Eingeborenen könnte man als "Zellen" interpretieren, die das ganze lebendig halten. Die Eingeborenen haben etwas Archaisches an sich, was auf die urzeitliche Bedeutung von Sexualität hinweist, die es ja gibt, seit es Lebewesen gibt. Auch der Hinweis auf das "geheimnisvolle und dem Rest der Welt gänzlich unbekannte" zielt deutlich auf die menschliche Sexualität, die in nahezu allen Kulturen ein Tabuthema darstellt und somit von "Geheimnis" umrankt ist.
    Der anstehende per Gesetz festgelegte "Machtwechsel" auf dem Thron symbolisiert unverkennbar den weiblichen Zyklus: eine verbrauchte Königin [= Eizelle] muß durch eine neue ersetzt werden.
    Auch ihr Name "Wencey" [im italienischen Original heißt sie genauso!] läßt sich sexuell deuten: es dürfte sich um eine anglophone Abwandlung von "Venus" handeln, der Göttin der Begierde.

    Im fernen Entenhausen derweil hat ein älterer Herr Probleme, die vor allem psychischer Natur sind: er ist voll im Streß - einer Hauptursache auch sexueller Störungen!

    Auf S. 332 werden in drei Reihen einige sexuelle Ängste der heutigen Zeit veranschaulicht:
    • Obere Reihe: zwei sackartige Gebilde hängen im Wasser und sind im nächsten Bild verschwunden. Ein Hinweis auf Kastrationsangst oder zumindest Angst vor Impotenz.
    • Mittlere Reihe: Sexualität entfaltet sich vor allen Dingen in der Intimität. Gerät sie immer mehr in den Fokus der Öffentlichkeit [symbolisiert durch die fehlenden Wolken], entsteht sexueller Leistungsdruck - die Angst, mit Rivalen nicht mithalten zu können. Letztere treten dann verstärkt auf den Plan und sind Nutznießer.
    • Untere Reihe: ein scheinbar erloschener Vulkan bricht unerwartet [oder besser: "vorzeitig"] aus. Wie das zu interpretieren ist, brauche ich wohl nicht näher auszuführen.
    Donalds Vorschlag, das Geld mit Pelikanen in Sicherheit bringen zu lassen (S.333), könnte als Aufforderung zu Bordellbesuchen verstanden werden. Die uniforme Schar der Pelikane, die ja als besonders "anschmiegsame" Tiere gelten, ist quasi eine Schar von Prostituierten. Die Rückkehr dieser Zugvögel jedes Frühjahr versinnbildlicht so etwas wie "regelmäßige Verfügbarkeit".

    Der weitere Handlungsfortgang dreht sich nun zunächst um Daniel Düsentrieb, der ein Parfüm, einen Lockstoff, erfinden soll. Dabei fällt auf, daß der Ingenieur hier auffallend emotionalisiert rüberkommt: er trägt keine Kopfbedeckung und hat eine fast wuschelige Frisur. Auch seine Erfindung ist umwerfend: körperlich stark mitgenommen präsentiert er das "Taler-Parfüm". Einige Seiten später kommt es auch schon zum Einsatz: rein formal wirkt es als Lockmittel nach Reichtum, aber wenn man die
    Szenen betrachtet, die sich zwischen Dagobert und Gitta abspielen, wird klar, daß hier eigentlich ein Aphrodisiakum gemeint ist. Die Abläufe auf S.346 stehen symbolisch für allerlei sexuelle Begleiterscheinungen.

    Nachdem die Hochzeit geplatzt ist, fällt im Geldspeicher ein weiteres Detail ins Auge: auffällig oft richtet sich der Blick hier auf [Geld-]Säcke: Dagobert fällt kopfüber in die Geldsäcke, klammert sich verzweifelt daran und pumpt Geld aus dem "Schmerzmittelspender". Hier kommt eine eindeutig sexuelle Symbolik zum Einsatz, die einen gewissen sexuellen Leidensdruck veranschaulichen soll.

    Und ein paar Seiten später zieht Dagobert Konsequenzen aus der bedrückenden Situation: er unterzieht den Geldspeicher [der in dieser Geschichte ein Symbol männlicher Potenz darstellt] einer "Rundumerneuerung". Dabei fällt sofort auf, daß Dagobert keinerlei Handwerker beschäftigt, sondern alles selbst macht: er trägt Arbeitskleidung und hat die Ärmel hochgekrempelt [bringt sich selbst also körperlich voll ein]. Der Geldspeicher ist nun nicht mehr ortsfest, sondern ein gigantischer Flugapparat, und sein Besitzer strotzt vor Lebensfreude, wie man auf S.372 sieht. Die Umrüstung kann als medizinischer Eingriff [Frischzellenkur, medikamentöse Behandlung, etc.] interpretiert werden.

    Interessant wird die Geschichte, als der Schauplatz zu den Bananas wechselt, einem Archipel mit fünf Hauptinseln und dem sog. "Neptunstrichter", einer sonderbaren Felsformation, die aus dem Meer ragt. Und wenn man sich die Form dieses Trichters genauer ansieht und auch berücksichtigt, daß er die Verbindung der Außenwelt zum Reich der Quanchos darstellt, dann wird schlagartig klar, was er eigentlich darstellt: er ist nichts anders als eine stilisierte Vagina. Das umgebende Meer ist ebenfalls symbolträchtig: evolutionsgeschichtlich ist das Meer ja bekanntlich der Ort, aus dem alles Leben stammt.

    Eine ältlich wirkende Lehrerin erklärt das Funktionsprinzip des Trichters (S. 377): er saugt abwechselnd kalte Luft an und stößt heiße Luft aus, und zwar in regelmäßigen [um nicht zu sagen: periodischen] Abständen. Er ist umgeben von einem wilden Strudel, dessen Strömung von innen nach außen wirbelt - also potentielle "Eindringlinge" von sich fernhält [Frauen lassen eben nicht "jeden" an sich ran!].
    Und es ist wohl kein Zufall, daß die Funktionsweise des Neptunstrichters ausgerechnet von einer "weisen Alten" erklärt wird: als Frau kennt sie sich eben bestens damit aus und hat aufgrund ihres Alters die nötige Distanziertheit, um unbefangen über ein solch sensibles Thema sprechen zu können.
    Dagobert erhält von ihr "Aufklärungsunterricht" und wirkt in dieser Szene wie ein Schuljunge, der sich vor dem eigentlichen Akt quasi kundig macht über weibliche Sexualität.

    Bezeichnend dann der Ablauf der Expedition: als Donald hört, daß er durch den Felskamin zum Dorf absteigen soll, ergreift er die Flucht [d.h. er hat Angst vor Sexualität]. Doch auf Dagoberts Druck wird die Sache natürlich durchgezogen. Dabei fällt wieder eine Besonderheit auf: die Kinder fliegen den Hubschrauber und beteiligen sich überhaupt nicht an der "Schatzsuche" - was ja für die drei sonst so wissensdurstigen Knaben gar nicht typisch ist! Aber so ein Felsschlund ist eben (noch) nichts für Minderjährige!

    Der Abstieg für die beiden Abenteurer erweist sich derweil als anstrengend: die Wände sind spiegelglatt und außerdem hat man mit kontraktionsartigen Luftströmungen zu kämpfen. Sehr aufschlußreich ist dabei übrigens Donalds ekstatisch-verzückter Gesichtsausdruck auf S.382!
    Auch eine andere physikalische Eigenschaft des Neptunstrichters läßt sich nun deuten: die Spiegelwände reflektieren das Sonnenlicht bis in tiefste Tiefen, so daß es in der Höhle taghell ist. Ein deutlicher Hinweis auf "Wärme" und "Geborgenheit" - oder abstrakter: auf "Glücksgefühle", die nun einmal mit einer solchen "Höhle" verbunden sind.

    Bezeichnend auch die Ankunft in der Höhle: sofort werden Dagobert und Donald gierig in Empfang genommen, und man ist geneigt, sie in diesem Moment als "Spermazellen" zu begreifen. Der riesige "Kohlkopf" symbolisiert natürlich einen Eierstock.
    Und auch Hittas Instruktionen machen einen Sinn: Dagobert und Donald sollen für immer hier bleiben, damit sie die Existenz jenes geheimen Ortes nicht an die Außenwelt verraten können (S.386): Sexualität soll nicht kommerzialisiert werden, sie soll ein gewisses Maß an "Geheimnis" bewahren, damit sie beglückend sein kann. Einige Seiten später bekräftigt dies auch noch einmal die "echte" Hitta: "Mein Volk kann nur überleben, wenn niemand von uns weiß,..."

    Kommen wir zur S. 392, wo die Geschichte einen Höhepunkt hat [und nicht nur sie! ]: die Bilder haben fast schon pornografischen Charakter! Bezeichnend vor allem Dagoberts Ausruf. O-Ton: "Das ist ein Einfüllstutzen! Mein Einfüllstutzen!"

    Die Geschichte endet mit dem Ausblick auf ein erfülltes Sexualleben: mit Elan fliegt Dagobert "erleichtert" zurück und träumt davon, alle zwei Wochen wiederzukommen!

    Noch ein Wort zu den Panzerknackern, die in dieser Abhandlung nur eine Nebenrolle spielen. Sie sind auf "Feuerwehr" gestylt und rücken mit dem Spritzenwagen [!] zum Geldspeicher aus. Auffällig ist vor allem der Inhalt der Ladefläche: ein Kessel mit einem langen Schlauch - Utensilien, die eigentlich nicht so recht für einen Raubzug geeignet sind, dafür aber umso mehr an gewisse anatomische Merkmale erinnern. Die Panzerknacker, die bei diesem Auftritt eine gewisse Vitalität ausstrahlen, symbolisieren hier so etwas wie jugendliche Potenz. Sie sind quasi nur als Kontrast zum schwächelnden Dagobert inszeniert.

    ******************

    Eine kritische Anmerkung noch zur Übersetzung: leider hat sich in den letzten Jahren die Unsitte eingebürgert, die Geschichten möglichst originalgetreu zu belassen. Und auch in dieser Story muß man feststellen, daß die Übersetzung wie eine Klette am italienischen Originaltext klebt. Dies führt besonders auf S. 350ff zu Ungereimtheiten. Denn von der Logik her müßte es eigentlich so sein, daß Donald sich als "die sitzengelassene Ehefrau" ausgibt und TT&T entsprechend als Dagoberts Ableger. Denn die Unterstellung, daß der alte Dagobert so junge "Brüder" haben soll, wirkt etwas an den Haaren herbeigezogen.
    Für den italienischen Leser gibt diese Szene einen anderen Sinn; denn sie kann als ironischer Seitenhieb auf die italienische Familienkultur verstanden werden, in der die "mamma" bekanntlich eine ungleich gewichtigere Rolle spielt als in der deutschen.

    Hier zeigt sich jedenfalls wieder einmal, daß eine wörtliche Übersetzung nicht unbedingt eine gute Übersetzung sein muß.

    *****************

    Insgesamt muß man sagen, daß es mit dieser Geschichte gelungen ist, ein erotisches Abenteuer geschickt als unschuldige Dagobert-Schatzsuche-Geschichte zu tarnen. Kein Wunder, daß Scarpa bei diesem heiklen Unterfangen in Kontakten zu Carl Barks gestanden hat, wie man im Beitrag #174 lesen kann. Denn der Altmeister hatte im Verschlüsseln sensibler Sachverhalte ja genügend Erfahrung.

  11. #186
    Moderator D.O.N.R.O.S.A.
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    Hmmm...was soll ich dazu sagen? Ich wäre nie auf die Idee gekommen, dass hinter dieser Geschichte etwas sexuelles stecken könnte. Nicht nur, weil es ein Abenteuer mit den Ducks ist, sonder weil ich solch versteckte Hinweise nie finden würde. Aber ich weis nicht so recht..soll man das echt als Sexualität interpretieren? Ich meine, Dagobert hat z.B. immer solche Geldsäcke in seinem Geldspeicher!
    "... wie eine Seekuh hineinzuspringen, wie ein Maulesel darin... Ach, wenn ich mich doch nur erinnern könnte!"
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  12. #187
    Mitglied
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    Interpretationen sind ja immer auch etwas Subjektives. Aber bereits das Eröffnungspanel der Geschichte liefert mit Dagoberts Herz-Pupillen ein Indiz dafür, daß es in der Geschichte um Erotik geht. Und das unterirdische Felsenreich der Bananas wird in der Konnotation des Lesers ja letzten Endes auch mit Gitta Gans gleichgesetzt. Dagoberts Flug zum Bananas-Archipel dient offiziell der Bergung von Kunstschätzen - doch das Wort "Schatzsuche" kann hier durchaus doppelsinnig ausgelegt werden; es geht hier doch wohl mehr um "Cherchez la femme"...

    Meine Behauptung mit den Geldsäcken ist natürlich relativ zu sehen: denn im Verhältnis zu den wenigen "Innenaufnahmen" vom Geldspeicher in dieser Story werden Geldsäcke hier ziemlich oft ins Bild gerückt. Und der "Schmerzmittelspender" ist ein Kuriosum, das es nur in dieser Geschichte gibt! Jedenfalls hat "Reichtum" in dieser Geschichte eine sexuelle Bedeutung: Dagoberts Geld steht für männliche Potenz, während das Gold der Bananenstaude das weibliche Gegenstück darstellt.

    Die Geschichte ist Mitte der 70er Jahre entstanden, zu einer Zeit also, als die sexuelle Revolution voll im Gange war und es Mode war, alles Sexuelle schonungslos zu enttabuisieren. Vielleicht sollte die Geschichte ja ein bißchen Gesellschaftskritik sein; denn eine ihrer Aussagen ist ja, daß das Reich der Quanchos [also die "Sexualität", wenn wir so wollen] "geheim" bleiben muß - also eine leichte Protesthaltung zum damaligen Zeitgeist.

  13. #188
    Moderator D.O.N.R.O.S.A.
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    Zitat Zitat von Plattnase Beitrag anzeigen
    Die Geschichte ist Mitte der 70er Jahre entstanden, zu einer Zeit also, als die sexuelle Revolution voll im Gange war und es Mode war, alles Sexuelle schonungslos zu enttabuisieren. Vielleicht sollte die Geschichte ja ein bißchen Gesellschaftskritik sein; denn eine ihrer Aussagen ist ja, daß das Reich der Quanchos [also die "Sexualität", wenn wir so wollen] "geheim" bleiben muß - also eine leichte Protesthaltung zum damaligen Zeitgeist.
    Oh ja, das ist natürlich eine sehr gute Erklärung, da kann ich das schon besser verstehen. Von wegen keine Sexualität in Disneycomics! Man muss sie nur finden! Ein Skandal!
    "... wie eine Seekuh hineinzuspringen, wie ein Maulesel darin... Ach, wenn ich mich doch nur erinnern könnte!"
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  14. #189
    Mitglied Avatar von ZicheFan
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    Hier als späte Nachlieferung meine Rezension zu Band 1 (1967-1977) der Jubiläumsedition:

    *KLICK*
    seit 2009 Lehramtsstudent (Deutsch / Latein) an der Georg-August-Universität Göttingen
    2008 & 2011 Mitglied der Jury zum Evangelischen Buchpreis
    seit 2008 Rezensent für das deutschlandweit erscheinende Magazin "Der evangelische Buchberater" und seine Onlineableger

  15. #190
    Mitglied Avatar von Kicker1975
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    Man da bist du aber wirklich echt spät dran Mittlerweile gibt es ja schon eine 2.te Edition mit dem Titel "das Beste aus 400 LTBs" von 2010.

    Aber ich kann dir nur recht geben, der alte erste Band mit den Jubiläumskrachern ist wohl unerreicht, was Auswahl der Geschichten und Infos angeht.

    Ich zumindest lese beide Editionen noch immer gerne, zusammen mit den Donald LTB Bänden & der Micky Maus Edition.

    LG Michael

  16. #191
    Mitglied Avatar von ZicheFan
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    Weiter geht's mit der Rezension zu Band 2. Viel Spaß beim Lesen!

    *Klick hier*
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  17. #192
    Mitglied Avatar von TomiS
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    interessant, ich frage mich wie das mit den Bildern rechtlich ist?
    Darf man die einfach für sein Blog verwenden?

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