Finix Comics - Das Warten hat ein Ende
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Thema: Talkshow

  1. #1
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Exclamation Talkshow

    Hier soll nun eine allgemeine Anlaufstelle für alle Comicfreunde enstehen - wo Ihr Kontakt zu uns aufnehmen könnt, wo Eure Fragen beantwortet werden, oder wir einfach das ein oder andere nette Gespräch mit Euch führen können!



    Der Thread Projekt "Alben-Club" wurde mittlerweile so lang und unübersichtlich, daß ich die relevantesten Posting nun einfach mal hier in einer übersichtlicheren Zusammenfassung darstellen möchte, um nicht jeden potentiellen Neu-Interessenten von Beginn an zu verschrecken. Der Thread wurde daraufhin geschlosssen - bitte hier weiter schreiben!

    Ich entferne nicht die einzelnen Postings, sondern kopiere sie einfach nacheinander hier in diesen Thread!

    Über News und aktuelle Infos aus dem Finix Comic Club informiert Euch weiterhin folgender Thread:

    Finix Comic Club - News
    Geändert von hipgnosis (18.02.2008 um 15:59 Uhr)

  2. #2
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    1.

    Zitat Zitat von hipgnosis
    Hallo Zusammen!

    Wie schon im Parallel-Thread Übersetzungen für Albenfans! angeklungen ist habe ich mir einige Gedanken zum Thema Alben, Fans + Sammler und abgebrochene Serien gemacht.

    An dieser Stelle wollte ich mal alle meine bisherigen Gedankengänge dazu bündeln und sie hier zur öffentlichen Diskussion stellen.

    Die Grundidee hinter allem ist folgende:

    Wie kann man als Fan + Sammler deutscher Albenserien vermeiden, immer wieder eine Serie nicht zu Ende lesen zu können, weil sie vorzeitig vom Verlag gecancelt wird und kein anderer Verlag sich ihrer annimmt.
    Dazu wurde vor längerer Zeit eine Liste hier ins Forum gestellt, die mittlerweile über 300 abgebrochene Serientitel aufweisen dürfte und zu der mir noch zahlreiche weitere vorliegen - sprich das Grauen kennt kein Ende.
    Für alle die sich erstmals hier in den Thread zur Thematik einklinken - hier der Link: Unvollendete - eingestellte Albenserien/-Zyklen

    Folgende Lösungen dürfte es für o.g. Problematik geben:

    I. Der Verlag erbarmt sich und bringt doch noch das/die fehlende/n Album/Alben

    II. Es findet sich wider Erwarten ein anderer Verlag der die Serie beendet

    Diese beiden Möglichkeiten galten für die Vergangenheit - natürlich auch in Zukunft - beinhalten aber leider den unangenehmen Nebeneffekt, daß wir als Fans der Serie völlig dem Verlag ausgeliefert sind.
    Leider mussten wir - gerade in letzter Zeit - immer wieder schöne, teilweise gar nicht mal so unerfolgreiche Serien zu Grabe tragen - siehe Link oben.



    Nun zähle ich mal die mir bekannten Lösungen auf, die mir einfallen, bei denen ich selbst etwas verändern kann.

    1. Ich kaufe mir das Original und lese es.
    Die günstigste Variante - aber leider kann nicht jeder französich usw.

    2. Man kauft das Original und lässt es sich übersetzen - Extra-Diskussion dazu siehe Link am Beginn dieses Threads.
    Da kann ich nur sagen - das wird teuer

    2a. Man tut sich zusammen und profitiert von einer gemeinsamen Übersetzung!
    Das wird problematisch - bewegt sich sehr stark an Copyright-Verletzungen und ist somit strafbar - siehe ebenfalls dazu den Übersetzungs-Thread.

    3. Ich verlege das Album selbst!
    Jaja - das ist kein Witz - das geht alles - und ist erstens teuer und dazu noch riskant. Warum? - Dazu komme ich später


    Genau an letzter Stelle (Punkt 3.) setzt aber meine Idee des Alben-Clubs an.

    Nachdem ich mich mit Sponsoring neuer Titel beschäftigt habe und davon aus verschiedenen Gründen abgekommen bin - und ein Verlag in Eigen-Regie für mich völlig ausgeschlossen ist, überlegte ich wie man was Erreichen kann, ohne sich dabei in einen finanziellen Ruin zu stürzen und ohne grosse Vorkenntnisse vom Verlagswesen zu besitzen.

    Die Lösung man bildet einen Verein, Club, Lesezirkel wie auch immer man das nennen mag!

    Darin sollten sich Menschen gleichen Hobbys und gleichen Idealismus zusammenfinden, die etwas mehr tun wollen, um nur alleine zu Hause ihr Comic zu lesen und sich ab und an mal totärgern, wenn sie feststellen müssen, daß ihre gerade erworbene Serie ohne Ende bleiben wird.

    Diese Menschen bringen erst dann eine Einlage - wenn das folgende Konzept ausgereift ist und realisierbar ist!
    D.h. es besteht bis zu einem sehr genauen Zeitpunkt wo schon viel Bewegung in die Sache gekommen ist - keinerlei finanzielle Verpflichtung!

    Das Konzept sieht im Groben wie folgt aus.

    Der "Alben-Club" (ich bleibe mal bei diesem Namen) kanalisiert erstmal alle Möglichkeiten, die ihm aus eigener Kraft, sprich durch seine Mitglieder zur Verfügung stehen.
    Hierbei wird ausgelotet, welche Kontakte zur Comicszene in In- und Ausland bestehen. (wer kennt welchen Verleger vielleicht persönlich, wer kann vielleicht selbst übersetzen, Lettern usw.)

    Hat sich daraus ein harter Kern herauskristallisiert, die auch gewillt sind den nötigen Schritt weiterzugehen, kommen wir zum eigentlichen Punkt des Interesses!

    Wir veröffentlichen unseren Wunschtitel selbst!


    Dazu sollten wir eine feste Partnerschaft mit einem vertrauenswürdigen Verleger wählen, da dieser durch seine Kontakte zu Druckerei und Vertrieb, eventuell auch zu Werbung sehr behilfreich sein wird.

    Sollten wir diesen gefunden haben, entsteht eine Arbeitsaufteilung beider Parteien.

    Der Alben-Club sollte sich um die Lizenz des betreffenden Comics, desweiteren sich um die Übersetzung und die Druckkosten
    kümmern und was wohl am wichtigsten ist - dafür finanziell in Vorlage treten!

    Der Verleger übernimmt dann die Aufgabe des Lettering (eventuell unterstützt er bei Lizenzverhandlungen - wenn dies ein grosses Problem darstellen sollte), erledigt die Abwicklung (nicht die finanzielle Seite) mit der Druckerei und bringt das fertige Produkt über seinen Vertriebsweg auf den Markt.

    Aufgrund der gleichberechtigten Partnerschaft werden dann die Fixkosten nach Abverkauf des Albums zuerst gedeckt - und sollte sich es als "Gewinnbringend" erweisen - der restliche Erlös 50:50 geteilt.

    Von Seite des Alben-Clubs sollte die Veröffentlichung im Vordergrund stehen - der Verleger würde natürlich gerne auch noch etwas für seine Arbeit verdienen.

    An dieser Stelle will ich aber nochmal ausdrücklich betonen, daß ich hier von abgebrochenen Serien spreche. Meistens wurden sie eingestellt, weil sie sich nicht toll verkaufen liessen - also ist davon auszugehen, daß auch das eine Album nicht gerade der Hit werden dürfte.
    Also keine falschen Illusionen - hier geht es rein um die Sache - nicht um den Profit. Sollte dennoch etwas hängenbleiben, wird diese Summe reinvestiert in neue Projekte!

    Um mal eine Summe X zu nennen, die nicht gesicherten Beträgen entspricht - aber dennoch nicht allzuweit von der Realität entfernt liegen dürfte - nur das wir uns in etwa vorstellen können um was es hier geht - OK

    Die Lizenz eines einzelnen Albums (wenn man diese dann wirklich bekommen könnte), inkl. Übersetzung (wo ich gerade aktiv am verhandeln bin) und den Druckkosten - vielleicht sogar schon inkl. dem Lettering (hier kenne ich noch keine Preise), sollten bei normaler Comicaustattung und einer Auflage von 1500-2000 Stück um die 5000 Euro liegen.

    Wenn dieser Betrag in etwa hinhaut - und auf dieser Basis rechne ich nun einfach mal weiter - benötigt der Club eine solide Anzahl von ca. 50 Mitglieder.
    Diese würden dann mit einer Einlage von 100 Euro pro Person, bei einer Veröffentlichung in Vorlage treten.

    Über weitere Summen möchte ich an dieser Stelle erstmal schweigen - das sind ja oftmals Verlagsinternas - da würde ich lieber dann im Ernstfall den betreffenden Verleger entscheiden lassen, ob er die Preise dem Club verrät.
    Die sollten dann aber vielleicht auch besser hinter verschlossenen Türen bleiben - sprich nicht hier im Forum diskutiert werden.

    Das ganze ist jetzt ein fürchterlich vereinfachter, grober Abriss.
    Ich habe noch viele kleine Nuancen wie ein Club gestaltet werden könnte und wüsste noch einiges mehr, was man auf die Beine stellen könnte - wenn die Leute es nur selbst wollten.

    Ich möchte es an dieser Stelle erstmal dabei belassen und Euer Echo abwarten - auch an alle Verleger die hier nicht abgeneigt wären, bitte ein Statement ob so etwas durchführbar wäre!

    Einzelheiten bespreche ich erst dann, wenn wirklich was ins Rollen kommt.

    Sollten wider Erwarten einige sogar mehr Geld in die Hand nehmen wollen, weil sie sich schon immer so etwas gewünscht haben - dann nur zu - meine Schmerzgrenze ist bei 100 Euro noch lange nicht ausgereizt.

    Es wäre halt klasse, wenn der finanzielle Teil möglichst risikolos wäre und wenn eine entsprechende grosse Anzahl Fans wirklich ernsthaft an so etwas Interesse zeigten.


    Puh - das war wieder mal eine sehr lange Ansprache (aber das bin ich meinen Kritikern schuldig )

    Jetzt seid Ihr an der Reihe!

    Gruß!

    Marc

  3. #3
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Die Alben-Club-Idee finde ich sehr gut, denn sie stellt imho
    den richtigen Rahmen dar, um das Thema Liebhaberauflagen und
    Fortführung von eingestellten Serien anzugehen.

    Wie das bei einem Rahmen so ist, lässt sich dieser natürlich in
    vielfältiger Art und Weise ausfüllen. Ich schreibe mal grob und kurz
    runter, wo ich Probleme und wo ich Möglichkeiten sehe.

    Ich glaube, ein Club hätte folgende Vorteile: die Thematik der
    Fortführung eingestellter Serien ist so weitläufig, dass ein Verlag
    alleine dieses Thema (aus verschiedensten Gründen) kaum ideal
    angehen kann.

    Der Vorteil des Clubs läge imho darin, dass man innerhalb desselben
    Wünsche und Eigenleistungen abstimmen kann. Das heisst, dass
    man die in Frage kommenden Serien zuerst einmal sondiert und das
    zu jeder Serie bestimmte Personen eine bestimmte Aufgabe übernehmen
    könnten. Dies wiederum würde den Aufwand verteilen und - falls es
    klappt - könnten auch bestimmte persönliche Kontakte aus dem Register
    gezogen werden. Und genau hier sähe ich auch das Problem bei einem
    dedizierten Einzel-Verlag. Dieser kann kaum so agieren, dass alle Ansprech-
    partner (Lizenzgeber, Konkurrenzverlage, Dienstleister etc.) so funktionieren,
    dass unter seiner Fittiche alle angedachten Alben erscheinen können.
    Allein die Konkurrenzsituation vernichtet diesen Gedanken. Würde aber
    ein allgemeiner Club antreten, so ist hier wahrscheinlich einiges mehr
    möglich.

    Der Club wiederum hat andere Probleme. Ich würde das Thema
    Finanzierung und Geldhandling nicht auf zu breite Beine stellen, denn
    dann ensteht auch eine breitere Abhängigkeit. Und ich würde auch
    kein "besonderes" oder "anderes" Produkt herstellen, sondern ein ganz
    normales Buch mit den üblichen Wegen in den Handel geben. Der einzige
    Unterschied wäre, dass dieses Buch sich mit kleinerer verkaufter Auflage
    schon rechnet, weil eine gewisse Menge an Arbeit in ihm steckt, die
    als "Clubarabeit" abgerufen wird und dadurch nicht bezahlt werden muss.

    Die ersten zwei Ansätze wären da z. B. die Übersetzung und das Lettering!
    Hinzu kämen noch die Produktion und die Werbemassnahmen. Diese
    vier Positionen sind schon eine deutliche Entlastung. Wenn nun noch jemand
    ein Webportal betreut, dann könnte es fast schon losgehen!

    Was fehlt noch? Wie ich schon anmerkte ist die Breite der Lücke, die man
    schliessen möchte, das eigentliche Problem. Denn hier müssten bei den
    unterschiedlichsten deutschen Verlagen sowie internationalen Geldgebern
    entsprechende überzeugende Gespräche geführt werden. Das ist imho der
    eigentliche Knackpunkt.

    Deshalb würde ich auf Seiten der Lizenz auch nicht auf eine große
    Sparmöglichkeit hoffen, denn wenn man bei den Lizenzgebern nur antritt, weil
    man nichts oder zumindest weniger, als üblich ausgeben möchte, dann hat
    man da keine guten Karten.

    Auf der Verkaufsseite würde ich auch nichts anderes, als das übliche
    machen, denn der Handel "unterstützt" ein solches Projekt natürlich nur
    dann umfassend, wenn er selbst daran verdient.

    Es bleibt also bei der Aufstellung des Clubs und der Organisation der
    "inneren" Abläufe hängen. Dort sehe ich gute und machbare Ansätze,
    wenn sich ein Hand voll Leute zusammenfinden, die etwas "anpacken".

    Geld ist imho nicht das Problem .. wenn überhaupt, dann sollte man
    vielleicht über eine Anschubfinanzierung der allerersten Alben nachdenken.
    Letztendlich jedoch sollte sich eine Serie, die nicht mehr 2.000 Stck.
    sondern vielleicht 800 Stck. verkauft trotzdem - eben durch die Clubarbeit -
    selbst tragen können. Das ist langfristig eine glücklichere Situation.

    Mal so "aus dem Bauch" geschossen sehe ich bei 20% höherem VK als üblich
    und 20% niedrigeren Kosten eine ganze Reihe an aktuell eingestellter Serien
    als problemlos machbar an.

    Knackpunkt ist dann - wie schon gesagt - die Lizenzierung und/oder die
    Abgabe der gebundenen Rechte. Hierüber muss man wahrscheinlich mehr
    nachdenken und diskutieren, als man im ersten Moment vermutet.

  4. #4
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Ich würde euch bei dieser ganz speziellen Ausrichtung des Projekts eigentlich gleich raten, einen "richtigen" Club wie die Buchklubs aufzumachen. Denn bei den Verkäufen könnt ihr im Grunde nur auf den ganz harten Kern unter den Sammlern bauen (ich schätze maximal 500 Leute - und das nicht mal bei jedem Band!). Und die würdet ihr zum ganz überwiegenden Teil wahrscheinlich auch im Direktvertrieb selbst erreichen.
    Selbst unsere eigenen Verlagsaktivitäten leben eigentlich nur vom Direktvertrieb. Bei "Turi & Tolk" dürften wir im Grunde gar nicht über den Handel gehen, wenn wir das genau durchrechnen.
    Ich glaube auch nicht, dass ihr größere Probleme mit den deutschen Verlagen und Händlern bekommen würdet, da ihr euch in einem Bereich bewegt, in dem ihr niemandem wirklich weh tut. Der Rubikon würde allenfalls dann überschritten, wenn ihr bei "kompletten" Serien in echte Konkurrenz zu anderen Lizenznehmern treten würdet.
    Möglicherweise besteht sogar die Chance, das Ganze als richtigen "eingetragenen Verein" aufzuziehen, was vor allem steuerliche Vorteile mit sich brächte. Dann müsste man sich aber von Anfang an darüber im Klaren sein, dass das nur als "non profit"-Geschichte geht. Aber das würde sich ja möglicherweise genau mit euren Vorstellungen decken.

  5. #5
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von horst
    Zitat Zitat von zaktuell Beitrag anzeigen
    Ein Faktor bei der Kalkulation von Comic-Alben ist
    das Verhältnis von Lagerkosten/Abverkaufszeit.

    Im Falle Buch-Clubs wäre das "das geringste Problem", denn
    der tiefere Sinn des Clubs besteht ja darin, nur die
    Stückzahl herzustellen, die sich problemlos verkaufen lässt.
    Das schliesst also schon vom Kopf her aus, dass der Club
    z. B. 3.000er Auflagen herstellt!


    Zitat Zitat von robert 3000 Beitrag anzeigen
    Für mich als Laie stellt das
    aber das Hauptproblem dar.
    Wenn ich 5000 Euro einfach so zum "verplempern" hätte, kann man
    so ein Projekt einmal ziemlich ruhig angehen.

    Also ich würde das auch nur durchführen wenn wirklich die 50 Leute
    zusammenkommen. Sonst wäre mir das viel zu riskant.
    cu
    robert
    In der Praxis wird es schwieriger werden regelmässig von 50 Personen
    100.- Euro einzuziehen, als von einer Person 5.000.-. Das kann man
    an der existierenden Vielzahl der kleinen und mittleren Verlage sehen,
    die sich aus kleinsten Quellen finanzieren und an dem nicht-vorhanden-sein
    solcher Club-Finanzierungsverlage.

    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Am einfachsten: ihr gebt Baldur 3.000 Euro, ...
    Zitat Zitat von Matbs Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich ein interessanter Punkt:
    Ein etablierter Verleger bringt natürlich Erfahrung, Kontakte und Know-How
    schon mit, entsprechend wäre es vielleicht wirklich überlegenswert,
    ob man da nicht einfach jemanden sucht und dann in irgendeiner Form
    Anschubfinanzierung leistet ...
    Ganz ehrlich!? Mich grauselt schon der Gedanke, dass in Zukunft die
    Verlage finanziell unterstützt werden, die die Ursache für diesen
    Thread darstellen. Zumal andere Verlage sich dann schneller überlegen, ob
    man dann das eigene Risiko nicht auch vom Club tragen lässt.

    Zitat Zitat von Martin Jurgeit Beitrag anzeigen
    Ich würde euch bei dieser ganz
    speziellen Ausrichtung des Projekts eigentlich gleich raten, einen "richtigen"
    Club wie die Buchklubs aufzumachen. Denn bei den Verkäufen könnt
    ihr im Grunde nur auf den ganz harten Kern unter den Sammlern bauen
    (ich schätze maximal 500 Leute - und das nicht mal bei jedem Band!).
    Gut für den Club ... nicht gut für die gesamte Entwicklung im Comicmarkt!
    Die Alben verschwinden dann nur umso schneller aus den Läden und fragt mal,
    wie sich das auf die "Einstellung" der Händler auswirkt (Einstellung im
    doppelten Sinne).

    In Wirklichkeit würde der Club dann ja auch nicht den Albencomic fördern,
    sondern nur die Kaufkraft in das eigene Portemonnaie umleiten!
    Das die Läden das nicht wollen dürfte eindeutig sein, dass die Lizenzgeber
    das wollen bezweifle ich auch!

    Imho sollte man möglichst viele Geschäfts-Partner für den Alben-Club finden,
    denn diese sorgen für die Verbreitung der Idee. Ich glaube ein Alben-Club-Album
    sollte auch für jede Normalo-Comic-Käufer problemlos erreichbar/kaufbar sein.
    Darin liegt bestimmt kein Schaden für das Album ... und keiner für den Club.

  6. #6
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von hipgnosis Beitrag anzeigen
    Dann möchte ich schon mal zu den hier genannten Äusserungen Stellung beziehen.

    horst hat es auf den Punkt gebracht.
    Auf keinen Fall werde ich mich dafür einsetzen, daß ausgerechnet die Verlage die Anteil an der Misere haben (ob nun unverschuldet oder nicht), durch einen finanziellen Vorschuss praktisch gegenüber anderen Verlagen bevorteilt werden.
    Das könnte dann ja soweit ausarten, daß ein windiger Verleger einfach desöfteren mal einen Abschlussband weglässt - weil er weiss es gibt ja noch die Möglichkeit der Subvention durch einen Alben-Club.

    Hingegen kann man über eine übergreifende Zusammenarbeit gerne sprechen - es muss nicht zwingend jedes Album mit einem einzigen Verleger durchgezogen werden.

    Bei einer Zusammenarbeit muss auch deutlich das Profil eines Clubs erkennbar sein - ich sehe für mich persönlich nicht ein - ein Risko aus eigener Tasche zu finanzieren und ein anderer erntet alleine die Lorbeeren.

    Für mich ist zwingend eine gleichberechtigte Partnerschaft Voraussetzung, bei der sowohl der Verleger als auch der Club seine Präferrenz hinterlässt.
    Wie das im Einzelfalle auszusehen hätte, kann man immer noch klären.

    Und nochmal - das erklärte Ziel bei einer Veröffentlichung von "nur" abgebrochenen Serientitel, kann unmöglich eine gewinnorientierte Maxime sein - das wäre absurd, wenn man sich davon den grossen Reibach verspricht. Wenn wider Erwarten doch mehr von einem Album verkauft wird umso besser, daß gibt einen Gewinn für den Verleger und der Alben-Club hätte eine Vorfinanzierung für das nächste Projekt.

    An dieser Stelle einzelne Titel auszuhandeln halte ich für sehr verfrüht - aber das können wir sicherlich durch Abstimmungen - wie zu unseren Stammtischen - begleiten.
    Und an dieser Stelle muss der Einegnnutz auch ein wenig in den Hintergrund treten - denn es geht erstmal darum überhaupt solch ein ambitioniertes Projekt auf die Beine zu stellen.
    Wenn dann mal ein Titel dabei sein sollte der mich nicht zu 100% anspricht - kann ich mir immer noch Gedanken machen ob ich diesen Titel dann unterstütze.
    Natürlich muss nicht immer jeder der "Mitglieder" für alle Titel geradestehen.
    Aber es wäre natürlich wünschenswert, wenn überhaupt mal eine Anzahl "X" Menschen sich zusammenfinden um das Risiko zu tragen.

    Und ich bin überzeugt das es auf alle Fälle Titel gibt, die eine grosse Schnittmenge an Fans und Sammler ergibt.

    Desweiteren müsste man sich natürlich wirklich ernsthaft Gedanken machen, welcher der Titel überhaupt einen einigermassen Abbverkauf ermöglichen würde.
    Eine Serie die vielleicht vor 20 Jahren eingestellt wurde und ehrlich gesagt auch einfach nur "schwach" von der Story ist - dürfte heute keine 200 Leute mehr interessieren.

    Eine Auflage unter 500 halte ich für indiskutabel - das wäre eine reine Liebhaber-Edition.
    Angestrebt sollte auf jeden Fall eine Zahl zwischen 800-1000 Exemplare - denn natürlich sollten die Sponsoren möglichste ihren Einsatz wieder rausbekommen.

    Mein o.g. Zahlenbeispiel von 1500-2000 Stück war ein reines Rechenexempel - ich glaube nicht das wir von einem dieser Titel wirklich 2000 Exemplare verkaufen könnten - das wäre ein Traum!!

    Bei den Lizenzgebühren sehe ich das ähnlich wie Mick Baxter es schon angedeutet hat, da werden die Originalverlage erine bestimmte Summe einfach verlangen.
    Ob man da ein offenen Ohr für diesen Club-Gedanken hätte und vielleicht einen kleinen Rabatt einräumt zweifle ich z.Z. an - aber da würde ich mich im Einzelfall überraschen lassen.

    Desweiteren muss man natürlich schauen, ob eine Lizenz wieder frei wäre - oder ob ein deutscher Verleger sie gar blockiert!
    All das kann passieren - aber all das kann man auch erfragen - das kostet Zeit aber kein grosses Geld!

    Je mehr Eigenleistung ein Club einbringen könnte, umso günstiger ist die Herstellung eines Comics - also gilt es in dieser Richtung Kontakte zu knüpfen.

    Ich würde mich persönlich gerne mal mit dem ein oder anderen Verleger unterhalten, um überhaupt mal konkret auszuloten, ob in dieser Angelegenheit eine Chance besteht und was er an finanzieller Unterstützung benötigte.

    Einen Direktvertrieb kann man nur durch gute Werbung initieren - einen Club - den mit Verlaub kein Arsch kennt - hat hier m.E. null Chance.
    So etwas kann man vielleicht initieren, wenn man etwas Bekanntheitsgrad erworben hat.

    Den Vorschlag von zaktuell würde ich persönlich nicht favorisieren, nicht weil ich ihn nicht für anwendbar halte, sondern einfach daher, daß sich dann jedes Club-Mitglied bei einer Abnahme einer bestimmten Menge Alben und deren Abverkauf, plötzlich als Verkaufskonkurrenten betrachten müssten.

    Und eine Rivalität untereinander ist das letzte was ich mir bei solch´ einer Geschichte erhoffe.

  7. #7
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Matbs
    Zitat Zitat von Feivy_Browne Beitrag anzeigen
    Vielleicht sollte man den Club schon mal vorab gründen. Beitrittserklärungen irgendwo online stellen. Jahresbeitrag passiv z.B. 1,-- .
    Dann könnte man nämlich schon mal abschätzen wieviele grundsätzlich Interessierte man wirklich erreichen kann.
    Ich sage bewußt erreichen kann, denn für viele fehlende Alben gibts da draussen im "First Life" bestimmt 50 Leute. Aber die zu ERREICHEN...

    Über so ne Passiv-Mitgliedschaft mit Angabe Adresse plus Mail-Adresse würde sich eben auch ein Datenbestand aufbauen, um bei Abstimmungen zumindest die bereits einmal "erwischten" Interessenten gezielt zu informieren.
    Auch das wieder ein ganz wichtiger Punkt: Der Alben-Thread des CF dürfte kaum ausreichen, um genug Leute zusammenzukriegen, entsprechend müsste man da vermutlich auch auf andere Kanäle zurückgreifen - z.B. Infoseiten im Netz wie die Comicradioshow oder Splashcomics, aber eben auch nicht elektronische Wege, beispielsweise über Comics Info/Comics und Mehr/Zack usw. Dazu vielleicht irgendwie die Händler erreichen und bitten, das ganze an potentiell interessierte Kunden weiterzuleiten, vielleicht sogar durch Infoflyer, die z.B. den Alben-Publikationen eines oder mehrerer freundlicher Verlage beigelegt werden könnten.
    Die Personen, die man damit zusammenkriegt, könnte man dann erst mal unverbindlich sammeln, damit man erst mal einen Überblick hat und von dieser Basis ausgehend eine tatsächliche Umsetzung angehen kann.

  8. #8
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von robert 3000
    Zitat Zitat von zaktuell Beitrag anzeigen
    Wenns hier darauf hinausläuft, dass der 'Club' Übersetzung, Lettering und Lektorat für lau/als Eigen-/Clubleistung er- und nem kooperierenden Verlag zur Verfügung stellt nimmt man
    Das stimmt sicher nicht.
    1. reden wir hier nicht über 50 sondern mal über das erste Album
    2. wir reden über zusätzliche Alben am Markt. Die, die wir hier
    produzieren könnten, würden am Markt ja nicht in direkter Konkurrenz
    zu anderen stehen. Um es mal ganz klar auszudrücken.
    DIe Alben die wir machen würden, wären ohne uns dann niemals am
    deutschen Markt.

    Zitat Zitat von zaktuell Beitrag anzeigen
    Eine 'Club-Veröffentlichung' kann immer nur die allerletzte Notlösung sein
    Ja eben. Genau darum gehts.
    Die Alben die Hip im Thread angeführt hat, wären fast alle ((bis auf ganz wenige Ausnahmen wie zb Marlysa das Splitter (danke danke danke - habt mir damit eine Riesenfreude gemacht) wieder aufgelegt hat)) schon Notlösungen.
    Die will kein Verlag mehr haben. Trotz Bitten, betteln, flehen und schimpfen unsererseits. Und du weißt eh selbst das wir das alles gemacht haben.


    *wie man im Detail den 'wichtigen Grund' definiert, wäre im Zweifel noch festzulegen, aber selbst den 'Komplettierungsgedanken' würde ich persönlich nicht schon als alleinig ausreichend ansehen und zB dann verneinen, wenns darum ginge, 5 fehlende Bände einer Serie zu veröffentlichen, von der hierzulande bereits nach einem Test-Album Schluss war.
    in ersten Linie wirds glaub ich eh mal darum gehen, eine Serie abzuschließen.
    Das wäre schon mal ein Erfolg.

    cu
    robert

  9. #9
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer
    Zitat Zitat von Mick Baxter Beitrag anzeigen
    Blockieren könnte allenfalls der bisherige Verleger, und die profitiet ja nicht unerheblich von einer Aufwertung seiner Backlist. Angeblich wimmelt es hier doch von Leuten, die nur noch kaufen, wenn eine Serie komplett vorliegt.
    Es könnten sogar neue Serien davon profitieren. Bisher muss jeder Verlag bei einer neuen Serie Angst haben, dass er sie nicht zu Ende führen kann, weil die ersten Bände nicht genug gekauft werden, weil die Sammler Angst haben, dass sie nicht zu Ende geführt wird. Das ist ein Teufelskreis.
    Wenn es aber einen Alben-Club gibt, der bei Einstellungen einfach sagen kann "Dann machen wir es eben selbst!", könnte das Vertrauen sowohl der Leser als auch der Verleger in neue Serien wachsen. Am Ende könnte dieser positive Aspekt für den Alben-Markt sogar von größerer Bedeutung sein, als jetzt gedacht wird, und zu echtem Wachstum führen.

  10. #10
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von hipgnosis
    Zitat Zitat von Asher Beitrag anzeigen
    Tipp bzgl. eines Forums:
    Hier im Comicforum kann man sich auch ein privates Unterforum einrichten lassen, das nur dafür freigeschaltete Mitglieder zu Gesicht bekommen. Einfach mal Bernd fragen, was er dazu meint.
    Das werde ich glaube ich auch machen.
    Einen Teil als öffentliche Podiumsdiskussion und den anderen nur für "Mitglieder".

    Irgendwie muss man das trennen, da später sicherlich Internas verhandelt werden, die keinen anderen etwas angehen!

    Aber das soll ja nicht gleichbedeutend sein, daß nicht jeder sich beteiligen kann. Es ist schon wichtig das der "Club" jedermann offen steht - da die Investorengruppe einfach auf Neu-Mitglieder angewiesen sein wird, da ja nicht jeder Investor zu jedem Projekt seinen Beitrag zusteuern möchte.

    Man hat ja zu Beginn des Thread gesehen, daß einige nur ganz bestimmte Genres oder gar nur einzelne Titel unterstützen werden.
    Da heisst es den Club auf möglichst breite Basis aufzustellen!

  11. #11
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Matbs Beitrag anzeigen
    Ok, Werbung.
    Zuerst muss man sich mal klar machen, was man da überhaupt bewirbt (das ist wichtig für die Art der Werbung) und wer die Zielgruppe ist (das ist wichtig für die gewählten Kanäle).

    1) Was wir bewerben: Wir werben erstmal nicht für ein fertiges Produkt. Das ist ganz wichtig, auch wenn´s die Sache natürlich erschwert.
    Vielmehr werben wir für eine Idee, die in schlussendlich in einem Produkt münden soll. Entsprechend ist es ganz wichtig, dass diese Idee möglichst gut ausgearbeitet ist und plausibel rüberkommt - mit vagen Absichtserklärungen ist das nicht getan, da braucht es ein Konzept, das professionell wirkt, und nachvollziehbar ist ("Ja wir ham´ da mal so´ne Idee, die is´ total knorke wenn alle mitmachen" = Schlecht.) - je spezifischer desto besser. Konkret: Wer sind wir? Was wollen wir? Warum wollen wir das? Klappt das? Wie klappt das? Was brauchen wir? Welches Know-How haben wir zur Verfügung (zusammenarbeit mit spezifischen Verlagen gehört da auf jeden Fall rein)? Vielleicht sogar schon: Welche Titel stehen zur Auswahl (aber nicht in Stein gemeisselt - anmerken, dass auch Anderes prinzipiell diskussionswürdig ist)?
    Wichtig ist, dass wir vermitteln, dass uns das ernst ist und wir das auf jeden Fall sauber und professionell hinkriegen, gleichzeitig aber dem potentiellen Teilnehmer klar machen, dass er dabei gebraucht wird (Das ist ein Balance-Akt: Wenn wir zu jämmerlich wirken, schreckt das ab. Wenn wir zu selbstsicher sind, verlässt sich der potentielle Teilnehmer vielleicht drauf, dass es auch ohne ihn geht, und er das Produkt dann ohne Aufwand und Risiko im Laden kaufen kann). Ebenfalls wichtig: Klar machen, dass es auch wirklich die Möglichkeit zum Mitarbeiten gibt. Nicht einfach "Gib uns dein Geld und lass´ uns machen", des´ nix.

    Ganz wichtig ist dabei auch, dass wir seriös wirken. Was wir letztendlich erstmal wollen, sind Geld und eventuell Arbeitskraft, also einen Vertauensvorschuss. Den gibt´s (gerade von nicht CF-lern, die die Beteiligten nicht kennen) nicht für Spinner. Das ganze muss gut und verlässlich klingen - einerseits enthusiastisch/idealistisch, andererseits aber auch vertauenswürdig und wohldurchdacht. Sollte man einen Flyer oder eine Broschüre machen, könnte man vielleicht gucken, ob man ein paar positive Quotes von bekannten Verlegern/Szenegrößen mit reinpackt, das schafft Vertrauen (wenn wir also Mark O. Fischer, horst, oder auch L.N. Muhr oder jemanden von Zack dazu bringen können, uns ihren guten Namen zu leihen, wäre das super).

    2) Zielgruppe: Versierte Sammler und Albenleser, die schon länger dabei sind, und sich über Abbrüche ärgern.
    Das ist gut, denn es bedeutet, dass wir von Leuten reden, die man sehr gezielt ansprechen kann, und von denen wir außerdem wissen, wo und wie wir sie erreichen.
    Dazu müssen wir, wie bereits erwähnt, natürlich erstmal die üblichen Infoquellen im Netz abdecken, was wahrscheinlich das geringste Problem ist (Sollte hoffentlich kein Problem sein, Bernd Glasstetter ein Splashcomics-Special aus den Rippen zu leiern, vielleicht sogar mit Interview und Foto ). Wichtig wäre dabei, dass die Website mit entsprechenden Infos schon steht - denn die Hemm- bzw. Aufwandsschwelle zum Weiterrecherchieren ist für Leute, die im Netz auf uns stossen, natürlich besonders niedrig - einfach auf den (im jeweiligen Feature natürlich angegebenen) Link klicken, und man ist da - das gilt es zu nutzen!
    Ebenfalls nicht zu unterschätzen: Mund-zu-Mund Propaganda. Also z.B. Teilnehmer bitten, das ganze an andere ihnen bekannte Comicleser/Sammler in ihrem Adressbuch weiterzuleiten, und es in ihren Blogs publik zu machen.
    Perfekt wäre es natürlich, wenn wir die großen Online-Händler, die elektronische Newsletter verschicken, ebenfalls bewegen könnten, uns darin zu erwähnen.

    Das wird aber - wie du richtig bemerkst - nicht ausreichen. Auf jeden Fall sollte man über die einschlägigen analogen Info-Quellen gehen, wobei dabei wichtig wäre, möglichst groß aufzutauchen - eine normale Notiz von einer Viertelspalte in der Comics-Info übersieht man mal schnell, wenn man ein halb- oder ganzseitiges Interview oder einen größeren Beitrag kriegt, wäre das natürlich besser. Um das journalistische Interesse der Magazinmacher zu erwecken, wäre es wichtig, dem ganzen einen möglichst großen Nachrichtenwert zu verpassen, z.B. herauszustellen, warum das, was wir vorhaben, was Einmaliges, Beachtenswertes, Neues in der deutschen Albenszene ist (natürlich darf man das nicht übertreiben - wenn wir unrealistische Erwartungen wecken, könnte uns das später nämlich sehr leid tun) - wir müssen das einfach richtig framen und interessant machen.

    Schließlich gibt es einen letzten Weg, den wir auf jeden Fall auch gehen sollten, nämlich die potentielle Zielgruppe genau da zu erreichen, wo sie ihrem Hobby nachgehen. Also bei Händlern, Stammtischen, Börsen, Messen, und in Alben selbst.
    Da ist das größte Hindernis sicherlich erstmal, einen verlässlichen Weg zu finden. Grundsätzlich sehe ich zwei Möglichkeiten, von denen eine unerläßlich ist, die andere als zusätzliche Maßnahme vielleicht noch einiges Reissen kann. Unerlässlich ist ein Flyer oder Prospekt (für den wir am Anfang vielleicht etwas wenig zu bieten haben, also wahrscheinlich ein Flyer). Das darf auf keinen Fall ein lieblos selbst ausgedrucktes Word-Dokument sein, das dann irgendwer mehr schlecht als recht von Hand ausgeschnitten hat. Wie gesagt: Wir wollen professionell und seriös auftreten, entsprechend sollte eines unserer primärer Akquirierungsmittel das auch vermitteln. Inhalt des Flyers natürlich wieder die genaue Erklärung was es ist und wie es läuft, unser superschmissiges Logo (), die bereits erwähnten positiven Statements deutscher Comicgrößen (aber nicht zu ostentativ), und vielleicht was visuell Ansprechendes, beispielsweise Coverabbildungen der Alben, die für den ersten Titel zur Auswahl stehen (Rechte Abchecken dabei nicht vergessen), und natürlich unsere Kontaktinformationen (die am besten auch wieder zur Website als zentralem Knotenpunkt führen sollten). Hier bräuchte es einen klaren, gut formulierten PR-Text, der möglichst genau die Balance zwischem Enthusiasmus und Realismus trifft, den wir wollen (Prinzipiell würde ich mich anbieten, den zu verfassen oder mitzuverfassen, aber bekanntlich ist mein Zeitplan in den nächsten Wochen/Monaten nicht gerade ideal für sowas [bin bei solchen Sachen immer recht langsam...], entsprechend ist das gerade schlecht [aber es müssen ja auch erst die Details stehen]).

    Diesen Flyer müssen wir dann erstmal unters Volk bringen. Ideal wäre es - wie bereits erwähnt - wenn wir einen oder mehrere Verlage überzeugen könnten, sie in ihre Neuerscheinungen im Albenbereich zu legen, denn die Leute, die das kaufen, sind die Leute, die wir wollen. Voraussetzung ist natürlich, dass wir den Verlagen klarmachen, dass wir keine Konkurrenz sein wollen (auch das wäre eine nicht zu unterschätzende PR-Aufgabe), und dass das ganze möglichst wenig Aufwand für sie ist.
    Ebenso könnte man versuchen, dass die Flyer auch noch mal von Händlern verteilen zu lassen (in diesem Fall sollte übrigens klar sein, dass wir kein elitärer Abo-Club sind, sondern ebendiese Händler ggf. auch was vom Kuchen abkriegen). Die Frage ist natürlich, wie man die Händler erreicht. Geht ja vielleicht über die Vertriebe (also z.B. MSW oder Polluda), ansonsten muss man halt sehen, dass das über Eigenarbeit läuft - anschreiben, anrufen, verschicken, oder am besten wen persönlich vorbeischicken (zumindest diejenigen von uns, die eine Stammhändler haben, können ja mal ein bisschen mit dem Plaudern und ihn bitten, die Info möglichst penetrant an seine anderen relevanten Kunden weiterzugeben).
    Daneben ist zu überlegen, ob nicht ein paar Teilnehmer, die sowas eh besuchen, die Flyer mit auf Börsen, Messen usw. nehmen und die da an Leute verteilen, die so aussehen, als könnten sie passen (wobei diese Maßnahme selbst bei Buchmessen schon fraglich wird, da das dort bereits recht schwer zu erkennen sein dürfte).

    Das war der Flyer, das unerlässliche Mittel. Daneben wäre dann als flankierende Maßnahme auch wieder die Mund-zu-Mund-Propaganda praktisch. Wenn ein Teilnehmer zum Stammtisch geht - bitte auf die Agenda. Wenn er im Laden einen anderen Albenkäufer trifft - drüber reden.

    Als letzter Punkt noch mal zur Website: Sie sollte wie gesagt der Zentrale Knotenpunkt sein, und entsprechend auch noch mal alles gefällig und detailliert präsentieren und die Kontaktinformationen enthalten, über die Interessierte mitmachen können. Ebenso wäre es wahrscheinlich vorteilhaft, wenn es ein Board (am besten natürlich ein Link zu unserem eigenen Board im CF ) gäbe, auf dem man diskutieren und sich austauschen kann. Ausserdem sollten die Teilnehmer (vor allem solche, die neu/nicht im CF sind) regelmäßig über Fortschritte (und ggf. auch Probleme) auf dem Laufenden gehalten werden (überhaupt wäre es vielleicht gut, wenn das ganze persönlich gehalten wird, also z.B. keine Standardmail für Neu-Mitmachende, sondern ein persönliches Anschreiben oder so, das braucht natürlich auch jemanden, der´s macht - aber soviele Teilnehmer werden´s ja eh nicht werden...). Schließlich sollte man überlegen, ob man nicht einen Zähler hat, der die momentanen Teilnehmer zeigt - das ist aber nur eine gute Idee, wenn der auch was Ansehnliches zu vermelden hat...

  12. #12
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    11.

    Zitat Zitat von mschweiz Beitrag anzeigen
    Dann gebe ich auch mal meinen Senf dazu:
    • Die Alben sollten auch über den normalen Handel vertrieben werden
    • Ich bitte zu beachten, dass man beim Epsilon-Verlag evt. nur die Lizenzkosten vorfinanzieren muss
    • Die Auflage würde ich flexibel von der vermuteten Nachfrage abhängig machen. Anhaltspunkte wären hier der Katalogpreis bzw. bei ebay etc. erzielte Preise der auf dt. bereits erschienenen Ausgaben der Serie sowie falls recherchierbar die damalige Auflage
    • Man sollte mit einem nachfrage-starken Album anfangen, um die Sache anzukurblen
    • ich favorisiere das Modell "Vorfinanzierung und Gewinnbeteiligung" gegenüber der Mindestabnahme-Garantie
    • Die Eigenleistungen würde ich davon abhängig machen, um wieviel billiger dann die die Produktion wird
    • Alle Werbekanäle nutzen, gerade auch persönliche Kontakte zu Händlern und Sammlerkollegen
    • Mögliche Selbstbeteiligung sehe ich bei der Übersetzung, dem Lettering und dem Lektorat. Entgegen den Unkenrufen gibt es im Forum sehr wohl Mitglieder, die eine gute Übersetzung liefern können. Wer's nicht glaubt schaue sich z.B. die Aria, Tosca, die Unsterblichen oder einige Servais-Titel aus dem Epsilon-Verlag an.
    • Finix mit einem aus der Asche aufsteigenden Finix als Logo gefällt mir am besten
    • Ein zusätzlicher Anreiz für Mitglieder, die unabhängig vom Titel sich an der Finanzierung beteiligen ist eine hübsche Idee, nur sollten die Kosten dadurch nur unwesentlich steigen.
    • Die Preise der Alben sollte nicht - wesentlich - über dem üblichen Niveau liegen.
    • Die Idee, des flexibel anpassbaren Beitrags bzw. eines Grundbeitrags + Bonus, falls einem der Titel gefällt, ist eine Diskussion wert. Überhaupt kann der Beitrag ja von den finanziellen Möglichkeiten der Mitglieder abhängig gemacht werden.
    • Ein Freiexemplar für Mitglieder, die mindestens einen Beitrag X z.B. 100 Euro investieren, sollte drin sein. Pro Exemplar sollte das inklusive Versand max. 4 Euro kosten. Und der Verlag zahlt auf diese Weise einen Teil der Einlage eben in Naturalien zurück. Wenn der Aufwand für den Verlag zu groß ist, könnten hier ja ein bis zwei Mitglieder Verteiler spielen.
    • Die Serie sollte im Original bei Alben-übergreifenden Erzählungen natürlich abgeschlossen sein. Dass müßte dann ggf. geprüft werden.
    Jezt kann ich ja den "Schleier" um den geheimnisvollen Übersetzer lüften und
    damit den Beweis antreten, dass Junior-Mitglieder doch zu etwas gut sein können
    Allerdings mit der Einschränkung, dass das Original auf französisch vorliegt!

    Meine 10 Favoriten? Ich bevorzuge Funnies bzw. Semi-funnies und einige eher realistische Serien etwa in der Art von Jaques Martin also z.B. Orion, Jhen, ... Übersetzt wird aber, was auf den Tisch kommt

  13. #13
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Natürlich kann ich nicht alle Teilaussagen oder andere interessante Aspekte hier aufführen, sonst würde der Thread schon wieder im Chaos versinken.

    Es sei erwähnt - das wir im nun geschlossenen alten "Projekt Alben-Club" - Thread dann hauptsächlich über folgende Themen diskutiert haben:

    - Logo/Name des Clubs

    - Wunschtitel der Interessenten

    - Investoren

    - Finanzielles

    An diesem Punkt wurde dann von mir ein privates Forum gegründet - in das nur Mitglieder/Investoren Zugang finden.

    Falls hier ein Leser noch Interesse bekommt kann er sich mit einer kleinen PN oder Mail bitte an mich wenden - seine finanzielle Zusage bekunden und anschliessend sich über folgenden Link freischalten ´lassen, damit er Zugang zum Privaten Clubforum erhält!

    http://www.comicforum.de/profile.php?do=editusergroups

  14. #14
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Exclamation

    Leute das hier ist der Diskussionsthread - nicht das ihr denkt hier darf keiner etwas reinschreiben.

    Ich habe deswegen auch die Überschrift diesbezgl. geändert.

    Ich habe eine grosse Bitte an verschiedene Teilnehmer, die sich zwar versucht haben über den Registrierungslink für den privaten Bereich freischalten zu lassen, aber noch keinerlei Begründung zu ihrer Teilnahme hinterliessen.

    Ich hatte ihnen alle eine PN zukommen lassen und noch von keinem dazu eine Antwort erhalten - bitte schaut doch mal in Eure Privaten Nachrichten und antwortet mir, wie Euer Interesse gelagert ist!

    http://www.comicforum.de/private.php

    Es handelt sich um folgende Personen:


    - B´dikkat
    - gebenec
    - portwein
    - Petan
    - Jerry Garcia

    Bitte schreibt mir am besten per PN wie Euer Beitrag zum Club aussähe.

    Z.Z. verhandeln wir noch über die finanziellen Eckpfeiler - aber es steht zumindest ein kjährlicher Clubbeitrag in Höhe 12 Euro fest.

    Auch die Höhe der Einlagen sollten 100 Euro betragen - nur das die meisten bisher das Geld einmalig einzahlen und es in der Kasse des Clubs für alle Projekte belassen.
    Wir brauchen eine breite Ausgangsbasis sonst können wir nichts starten.

    Auch eine Investition zu einem bestimmten Titel in Höhe von 100 Euro ist angedacht, aber die genauen Rückzahlungsmodalitäten werden noch heiss diskutiert.

    Unser Club wird später auch Nur-Mitgliedern zugänglich sein, die lediglich den Jahresbeitrag von 12 Euro entrichten müssen - also mehr "passive Mitglieder".

    Auich diese sollen als Anreiz irgendeine Ermässigung bekommen - das muss allerdings auch noch ausdiskutiert werden.

    Es sieht zwar so aus, daß wir mit dem jeweiligen Titel keine grossen Gewinne erzielen werden - daher steht auch der Idealismus der Handelnden im Vordergrund - dennoch ist angedacht, daß zumindest die Investoren ein Frei-Exemplar erhalten und die Einmal-Investoren natürlich anteilig ihren Anteil zurück.

    Also ein Riesen-Verlustgeschäft wird sicherlich auch keinem aufgebürdet.
    Geändert von hipgnosis (12.08.2007 um 20:04 Uhr)

  15. #15

    Ideen für Investoren

    Hallo Leute,

    erst einmal herzlichen Glückwünsch zu dieser begrüssenswerten Initiative. Ich hoffe, dass das Projekt klappt!

    Mir ist gerade eine Idee bezüglich eures Projektes gekommen. Dabei geht es eher um die Frage, wie man dass mit dem Investoren am besten regellt: Was haltet Ihr davon eine Genossenschaft zu Gründen???
    Ich stelle mir das ungefähr so vor: Jeder der sich beteiligen will, kauft Genossenschaftsanteile. Pro Genossenschfatsanteil erhalt jeder eine - wie bei anderen Genossenschaften auch - Dividende oder Verlustzuweisen (Die müsste man von der Steuer absetzten können!?). Je nach Erfolg und und Refinanzierung des Projektes (bzw. der Projekte).
    Dies würde auch die Verwaltung der Gelder leichter machen. Ausserdem könnte man dann auch von den 100 Euro abweichen - nach oben und unten!
    Kurzer Exkurs: Ich würde das Projekt ja gerne unterstützen. Ich bin aber z. Z. Arbeislos und kann deshalb keine 100 Euro dafür aufbringen. Wenn aber ein Genossenschaftsanteil z. B. 10 Euro kosten würde, könnte jeder der 100 Euro beisteuern möchte 10 Genossenschaftsanteile kaufen. Jeder der keine 100 Euro beisteueren kann oder möchte kann entsprechend weniger Anteile kaufen. Und wer mehr beisteuern möchte kann dies auch. Ich z.B. würde mich dann wahrscheinlich mit 10 Euro beteiligen und sobald ich wieder Arbeit habe meine Anteile erhöhen.
    Ein weiterer Vorteil ist, dass - zumindestens bei allen Genossenschaften die ich kenne - man zwar wieder austreten kann und dann seine Einlage zurück bekommt, dies aber mit längeren Fristen verbunden ist, sodas hier Planungssicherheit für den "Club" und den kooperierenden Verlag gegeben ist.
    Mir stellen sich noch zwei Fragen: 1. Es kann sein, dass es dann schwierig wird mit den Investoren, die nur für ein Titel Geld geben wollen? Aber ich persönlich würde es eh doof finden, wenn ich Geld für einen Titel geben und der Flopt und mein Geld ist futsch und jemand anders bekommt seine Einlage zurück, weil sein Titel gut läuft. Ich finde alle sollten gleichermaßen am Gewinn und Verlust aller Titel beteiligt werden.
    2. Ist eine Verlustzuweisung einer Genossenschaft wirklich Steuerabzugsfähig??? Weiß das jemand??? Die haben in den letzten Jahren bei der Steuergesetzgebung so viel verändert!!!

    So, jetzt hätte ich gerne mal Eure Meinung zu meinen Vorschlag! Bin gespannt!!!

  16. #16
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Thumbs up

    @John_Long_Silver


    Na wir haben sogar noch etwas viel besseres in petto für Interessenten, die halt nicht so viel Geld einbringen können

    Und das nennt sich einfach Mitgliedschaft - und kostet nur 12 Euro im Jahr!

    Wir suchen zwar logischerweise weiterhin nach Investoren - aber wir wollen uns als Club - der in Kürze in einen eingetragenen Verein mutiert - nicht anderen Mitgliedern verschliessen.

    Denn jeder soll sich ja im Grunde an der Initiative beteiligen können - daher wollen wir ja auch keine reine Clubausgabe produzieren, sondern nachher in den Handel mit unseren Alben gehen.

    Über Genossenschaften habe ich mich ehrlich geasgt nicht näher erkundigt - aber die meisten anderen Gesellschaftsformen fallen leider für unser Projekt flach.
    Das ist unglaublich schwierig genau die Rechtsform zu finden, die uns einerseits eine gewisse Handlungsflexibilität einräumt, uns gleichzeitig aber volle Rechtssicherheit gewährleistet.

    So wie es nun aussieht vereint ein eingetragener Verein dies noch am ehesten! Es geht ja auch um Haftungsgrenzen und andere wichtige Dinge!
    Desweiteren ist der Ein- und Austritt lediglich zu dokumentieren und anhand der Vereinssatzung zu bewerkstelligen.

    Da fällt man bei einigen Gesellschaftsformen (z.b. KG) ganz schön auf die Schnauze - denn hier muss alles notariell immer für jeden Einzelfall beglaubigt werden.

    Bei anderen Formen (z.b. GmbH) sind die finanziellen Sicherheiten enorm usw. usf.
    Ein langatmiges Thema mit dem wir uns nun schon seit längerem Auseinandersetzen.



    Und noch ein letztes zu deiner Frage 1, bezgl. der Investition nur für einen Titel.

    Du wirst es nicht glauben - aber das kommt öfter vor als man annehmen könnte, daß jemand wirklich nur bei seinem "Lieblingstitel" investieren möchte.

    Was glaubst du wie wir uns seit 3 Wochen die Köpfe heiss reden um genau diese ganzen verschiedenen Investitions-Möglichkeiten und Mitgliedsformen, finanztechnisch unter einen Hut zu bekommen!

    Sei froh das du und andere davon hier verschont bleibt - denn es kostet alle bisher aktiven Mitglieder genug Nerven.
    Aber wir stehen kurz vor unserem Durchbruch - zumindest was die Formalitäten betrifft.

    Unser eigentliches Anliegen - der Veröffentlichung von Comics aus abgebrochenen Serien - liegt noch unberührt vor uns.
    Aber das ist dann eine ganz andere Geschichte - um nicht von einer schwierigen Geburt zu reden!


    Auf jeden Fall ist die ganze Materie - gerade mit einer grösseren Anzahl an Personen - eine sehr komplexe Angelegenheit - und man glaubt gar nicht wieviele Aspekte man beachten muss, um möglichst alle Klippen zu umschiffen.

  17. #17
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    Off topic:

    Es würde mich interessieren, ob der Verein tatsächlich im Vereinsregister eingetragen wird. Das dürfte eigentlich nicht sein, weil er wirtschaftliche Interessen verfolgt, nämlich die von ihm (mit-)produzierten Comics am allgemeinen Markt vertreiben (lassen) will.

    Edit: Irgendwie doppelt. Welchen Beitrag soll ich löschen?
    Geändert von Harry Nützel (27.08.2007 um 17:02 Uhr) Grund: Steht in zwei Threads gleichzeitig

  18. #18
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    wirtschaftliche interessen wären es, wenn er mit diesen titeln gewinn erwirtschaften wollen würde.

  19. #19
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    Nicht auf Gewinnerzielungsabsicht kommt es an, sondern darauf, daß am allgemeinen Markt teilgenommen wird. Auch eine kaufmännische Tätigkeit oder Einrichtung ist nicht erforderlich. (Palandt, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 64. Aufl., § 21 RdNr 2 ff.)

    Wenn die Comics nur für Mitglieder produziert werden, funktioniert die Vereinsform.

  20. #20
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Harry Nützel Beitrag anzeigen
    Nicht auf Gewinnerzielungsabsicht kommt es an, sondern darauf, daß am allgemeinen Markt teilgenommen wird. Auch eine kaufmännische Tätigkeit oder Einrichtung ist nicht erforderlich. (Palandt, Kommentar zum Bürgerlichen Gesetzbuch, 64. Aufl., § 21 RdNr 2 ff.)

    Wenn die Comics nur für Mitglieder produziert werden, funktioniert die Vereinsform.
    Zumindest die zuständige Finanzbehörde hatte eigentlich bisher nichts an unserem Anliegen auszusetzen - da erstens der ganze Gewinn (wenn er überhaupt vorkommen sollte) in der Vereinskasse verbleibt für weitere Projekte - und man jedes Jahr eine ordentliche Steuererklärung auszuführen hat.

    Ich weiss das Vereinsrecht ist in diesem Punkt etwas schwammig und einen "echten" wirtschaftlichen Verein bekommt man sogut wie nie durch.

    Dennoch wollen wir versuchen uns so zu positionieren - eventuell müssen noch diverse Punkte in die Satzung übernommen werden, damit keiner uns belangen kann.

    Die Absicht unseres Vereins ist aber ganz klar formuliert - und beruht nicht auf Gewinnmaximierung der Mitglieder.

    Ich denke Mick Baxter könnte da vielleicht mal schildern wie sie es mit dem ICOM e.V. machen.
    Denn sie veröffentlichen ja auch seit einiger Zeit Publikationen die ganz offiziell am Markt verkauft werden!

  21. #21
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    Die meisten von ICOM propagierten Produkte kann man beim ICOM e.V. selber gar nicht kaufen. Der ICOM e.V. empfiehlt nur den Kauf. Gekauft wird dann bei der Krolzik OHG.

    Was man beim ICOM e.V. selber kaufen kann (Comic-Jahrbuch) ist vereinsrechtlich wahrscheinlich ein unschädlicher Nebenbetrieb (wie die Sportheimgaststätte des Sportvereins) und steuerrechtlich jedenfalls so lange uninteressant, wie nicht mehr als 3.835 € (das ist der Körperschaftssteuerfreibetrag) im Jahr an Einnahmeüberschuß daraus resultiert.

    Die Satzung des Icom e.V. (http://www.comic-i.com./aaa-icom/doc...n_satzung.html) erfüllt die Voraussetzungen der Gemeinnützigkeit, was bedeutet daß keine (Körperschafts-)Steuer bezahlt werden muß, und natürlich auch kein wirtschaftlicher Verein vorliegt. Für die doch-wirtschaftlichen Bereiche (Nebenbetrieb) gilt diese Befreiung - bei Beibehaltung im übrigen - aber nicht. Deshalb lagert man diese Bereiche, wenn mehr als 3.835 € Einnahmeüberschuß pro Jahr droht, aus und macht eigene Unternehmungen daraus. Ansonsten wird der Verein selber steuerpflichtig und das ist schlecht für das gemeinnützige (Steuerrecht) und das unwirtschaftliche (Vereinsrecht) Ansehen.

    Bitte gib bekannt, wie die organisatorischen Dinge sich so entwickeln. Ich verkünde meine Weisheiten nicht, um Recht zu behalten, sondern um dazuzulernen. Insgeheim auch, weil es vielleicht hilft.

  22. #22
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Beim ICOM kann mal alle vom ICOM verlegten Publikationen kaufen, aber natürlich nicht alle im ICOM-Shop gelisteten Titel. Da die COMIC!-Jahrbücher nur ein Drittel der Kosten "einspielen" ist die Gefahr eines Gewinnes wirklich gering.
    Der ICOM ist nicht gemeinnützig (die Satzung enthält noch viele Formulierungen, als dies - allerdings aussichtslos - angestrebt wurde). Allein die (kostenlose) Vermittlung von Zeichnern (durch das Zeichnerarchiv oder auf Anfragen) steht dem grundsätzlich entgegen.

  23. #23
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Nur in aller Kürze zur Info.

    Wir streben keinen gemeinnützigen Verein an - und auch keinen wirtschaftlichen Verein.

    Wir werden einen stinknormalen eingetragenen Verein beantragen. Dies alles mit Satzung, Gründungsprotokoll usw. - wie es sich gehört.

    Dazu bekommen wir dann von unserem zuständigen Finanzamt - mit dessen Sachbearbeiter ich schon im Vorfeld gesprochen habe - eine ganz normale Steuernummer verpasst - und wir haben jedes Jahr eine offizielle Steuer-Erklärung einzureichen.

    Die Gewinngrenze vor Steuer beträgt 3.835 Euro und die Grenze ab der Umsatzsteuer gezahlt wird beträgt 17.500 Euro!

    Wir werden sämtliche Steuern, die es zu bezahlen gibt ganz normal entrichten, wie jede Privatperson und wie jede Firma.

    Laut Finanzamt ist damit der steuerrechtliche Teil vollends erfüllt - dies wurde mir versichert - mehr kann ich dazu nicht sagen.

    Als Verein selbst treten wir als juristische Person auf - es gibt Handlungsbevollmächtigte in Form des Vorstandes, wir haben einen Sitz und unterliegen rechtlich des zuständigen Amtsgericht.

    Ich sehe momentan immer noch nicht worin das Problem liegen sollte - und alle Personen die ich bisher, sowohl beim Amtsgericht als auch bei den Finanzbehörden auf unser Anliegen ansprach, äusserten an keiner Stelle, daß dies mit einem e.V. nicht möglich sei!

    Mehr kann ich dazu nicht sagen - wir können aber natürlich noch weitere Anwälte, Notare und Rechtsbeistände bemühen und uns bestätigen lassen!

  24. #24
    Mitglied
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    Zitat Zitat von hipgnosis Beitrag anzeigen
    ... Ich sehe momentan immer noch nicht worin das Problem liegen sollte ...
    Das Problem liegt darin, daß ein Verein nur mit seinem Vereinsvermögen haftet, ein solches aber gar nicht haben muß.

    Der Gesetzgeber will, daß am wirtschaftlichen Geschehen ernsthaft Teilnehmende entweder selber haften (Einzelmensch, Personengesellschaft) oder eine juristische Person bilden, hinter der wenigstens ein Minimum an Kapital steckt.

    Es gibt wirtschaftliche Vereine. Die heißen Aktiengesellschaft, GmbH usw. Die Aktiengesellschaft ist nur eine Sonderform des Vereins, halt eine, die speziell für das wirtschaftliche Geschehen konstruiert ist. Genauso die GmbH usw.

    Für den Verein in seiner Grundform, egal ob eingetragen oder nicht eingetragen, soll das wirtschaftliche nebensächlich bleiben. Wirtschaftlich handlungsfähig sein, muß er aber. Der Sportverein muß einen Platzwart beschäftigen (Arbeitsvertrag) und seinem Kassier einen neuen Bleistift kaufen können (Kaufvertrag). Deshalb ist nicht die wirtschaftliche Betätigung des Vereins verboten, sondern nur die Eintragung eines offensichtlich auf Wirtschaftliches ausgerichteten Vereins im Vereinsregister.

    Für die Eintragung maßgebend ist Euere Satzung. Die wird besichtigt nach Inhalt und Form. Irgendwelche sonstigen Ermittlungen stellt das Registergericht nicht an. Es muß aber alles berücksichtigen, was es weiß, z.B. alles, was Du dem Herrn Rechtspfleger im Vorfeld schon so gepfiffen hast (Schwachkopf! - Entschuldigung!).

    Deutsch: Schreibt nur hochheilige Sachen in die Satzung, nichts von Comics auf den Markt bringen.

  25. #25
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    @Harry: Ich denke, Du solltest Dich mit Formulierungen wie 'Schwachkopf' etwas zurückhalten und auch ich versteh nicht, welches Problem Du hast: Hip hat doch zur Genüge erklärt, wie die Vereinslage ist. Und es gibt sicher tausende von Vereinen, die im Vereinsregister eingetragen sind und gleichzeitig mehr oder weniger wirtschaftlich ausgerichtet sind.
    Finix will -soweit ich das verstanden hab- wirtschaftlich tätig sein, aber nicht der Bereicherung seiner Mitglieder dienen. Das trifft auf jede Menge Sport-Vereine genauso zu und auch im Comic-Bereich gibt es weitere Beispiele: Panel e.V., der bereits genannte ICOM etc.

    Und ein Verein, dessen Hauptziel es ist, Comic-Alben herauszubringen und der überhaupt nur deshalb initiiert wurde, soll grade das nicht in die Satzung schreiben? - 'tschuldigung, aber den Tipp find ich nun wirklich 'schwachköpfig'...
    Gruss!,liver
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