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Thema: Rezensionen & Besprechungen

  1. #476
    Klaus N. Frick bei perry-rhodan.net über Blutprinzessin von Jean-Patrick Manchette und Max Cabanes:


    [...] Dere Roman gilt als verschachtelt und kompliziert, die Comic-Fassung muss dieser Struktur zumindest streckenweise folgen. Für seine Adaption wurde der Zeichner Max Cabanes 2010 mit dem Prix Polar‘Encontre ausgezeichnet.

    Cabanes löst die Aufgabe, den komplexen Thriller in eine packende Comic-Geschichte umzuwandeln, mit Bravour. Er stellt die Figuren in brillanter Realitätsnähe dar, sowohl in den Dialogen als auch in der Action. Hintergründe gestaltet er ebenfalls sehr realitätsnah: das Berlin der Nachkriegszeit, der Urwald in Kuba, die Einrichtung irgendwelcher Büros – es scheint so, als ob Cabanes buchstäblich alles aufs Papier bringen könnte.

    Bei den Farben bleibt er oft eher gedämpft: Wo amerikanische Comics manchmal fast grell wirken, hält er sich zurück. Dasselbe gilt für Großflächen, die Cabanes meidet. Stattdessen stellt er mehrere Bilder auf eine Seite, erzählt mit Schnitt und Gegenschnitt immer sehr filmisch und treibt so die Handlung des Thrillers rasant vorwärts. Das macht er meiner Ansicht nach auf einem sehr hohen Niveau – dieser Comic hat seinen Preis auf jeden Fall verdient.

    Phantastische Elemente findet der Leser nicht, hier herrscht die blanke Realität vor. Kein Wunder: Der Autor wollte einen möglichst klaren »Noir«-Krimi schaffen, der Politik und Intrigen ins Zentrum rückt, und der Zeichner übernimmt diese Vorgabe meisterhaft.

    »Blutprinzessin« ist schlichtweg brillant: ein toll gemachtes Comic-Buch, bei dem eine spannende Geschichte und eine hervorragende Grafik durch eine sehr gute Übersetzung ergänzt werden. Sehr schön!
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  2. #477
    Bernd Weigand bei Aschaffenburger Stadtmagazin über Grandville 2 – Mon Amour von Bryan Talbot:


    [...] Dann wird die Story wieder eigenständig und entwickelt sich, wie auch schon im ersten Band, zu einem spannenden Thriller/Krimi-Mix, der immer größere Kreise zieht. Mad Dog ist letztendlich nur ein Rädchen im Verschwörungs-Getriebe. Das liest sich flüssig, mit einem formidablen Spannungsbogen, der den Horizont des Lesers immer mehr erweitert, bis das ganze Ausmaß der Handlung erkennbar wird. Und damit nicht genug, erweist Meister Talbot dem franko-belgischem Comic seine Aufwartung. Denn wie im Erstling lassen sich einige Comic-Figuren unschwer identifizieren und sorgen für Aha-Momente beim Leser. Eine schöne Dreingabe. Und auch hier wird, wie Talbot im Interview am Ende des Bandes erklärt, noch mehr kommen. Einziger Kritikpunkt ist wieder die allzu glatte Computerkolorierung – etwas mehr farbliche Komplexität hätte den Zeichnungen gut getan. Doch das fällt kaum ins Gewicht, zählen doch in erster Linie Design (inklusive der schönen ornamentalen Aufmachung), Originalität und die Story. Und hier passt alles. In England ist jüngst Teil 3 erschienen. Weitere Bände sind in Vorbereitung. Nur her damit. (bw)
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  3. #478
    Bernd Weigand bei Aschaffenburger Stadtmagazin über Marilyn the Wild von Jerome Charyn und Frederic Rebena:


    [...] Der eigentliche ‚Star’ des Bandes (nach Charyns gleichnamigen Roman) ist nicht die laszive, Titel gebende Marilyn, sonder Isaac, den man auch ehrfurchtsvoll den ‚Reinen’ nennt. Der knochentrockene Alpha-Cop wird von seinen Leuten vergöttert. Und neben der Kernhandlung um die Bedrohung durch die Lollipops und bis die Rollen der Nebenpersonen, wie die Italiener oder die Spanischen Juden, geklärt sind, sorgen die lakonischen Dialoge Isaacs immer wieder für Schmunzeln. Ebenfalls dazu bei trägt Manfreds ungelenker wie tumber Kollege Brodsky, der stets polternd durch den Band tapst.

    Bemerkenswert auch die Zeichnungen. Kein gerader Strich, keine realistische Ausarbeitung. Die Bilder sind skizzenhaft, überzeichnet und – was die Gesichter betrifft – bisweilen übertrieben. Das mag auf den ersten Blick stören. Ein zweiter Blick offenbart, wie viele Details in den Panels untergebracht sind. Vor allem die Außenansichten New Yorks sind charakteristisch mit all den Shops und Bars und vermitteln samt Reklameschilder und Graffitis ein authentisches Ambiente, wie wir es aus Genrefilmen Hollywoods kennen.

    Ein unterhaltsamer, spannender und in jeder Hinsicht schräger Band aus Schreiber & Lesers Noir-Reihe, der jeden Leser für den Kauf belohnt. (bw)
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  4. #479
    Horst Illmer bei Phantastik-Couch.de über Grandville 2 – Mon Amour von Bryan Talbot:


    [...] Entgegen allen Befürchtungen ist beim zweiten Fall, den LeBrock und Ratzi zu lösen haben, keinerlei Qualitätsabfall zu Band 1 zu bemerken. Ja, fast scheint es so, dass Talbot, nachdem er erst einmal den Hintergrund dieser von sprechenden Tieren bevölkerten Alternativwelt erfunden hat, sich nun hier heimisch fühlt und völlig unbeschwert losfabuliert.

    Spannung, Erotik, Rätsel, Politik und jede Menge überraschende Wendungen halten den Leser in Atem und lassen ihn voller Ungeduld Seite um Seite umblättern und dem großen (und großartigen) Finale entgegenfiebern.

    Das Schlussbild von GRANDVILLE MON AMOUR zeigt Sarahs Grabstein, an dem ein geläuterter LeBrock einen Blumenstrauß abgelegt hat: Das Leben geht weiter …und die Abenteuer des „Inspektor LeBrock von Scotland Yard“ in GRANDVILLE finden ihre Fortsetzung hoffentlich bald in Band 3!
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  5. #480
    Marcus Knoppers bei micomics.de über Grandville 2 – Mon Amour von Bryan Talbot:


    [...] Vielschichtiger Krimi-Noir

    Grandville: Mon AmourGrandville funktioniert auf vielen Ebenen. Im Vordergrund steht die eigentliche Kriminalgeschichte um den entflohenen Psychopathen. Hinzu kommt eine politische Verschwörung und ein Ermittler, der im Alleingang an die Grenzen geht. Die Zutaten sind sicherlich nicht besonders neu, doch Bryan Talbot hält mit einigen geschickten Wendungen die Spannung konstant auf hohem Niveau. Doch Grandville: Mon Amour ist auch ein Spiegel unserer Gesellschaft. So zeigt Talbot in einem satirischen Subtext, die verrohende Wirkung von Terrorismus auf die Akteure und die verheerenden Langzeitwirkungen. Das Ganze verpackt er geschickt in einem Steampunk-Was-wäre-Wenn Szenario. Der Großteil der agierenden Figuren sind Tiere. Dabei beweist Talbot ein Gespür für Erwartungen und Namen. So wird Lady Riverhorse, die Leiterin eines Edelbordells, als Flusspferd dargestellt. Hin und wieder versteckt Talbot auch Anspielungen auf andere Comicfiguren in seinem Werk. So kann der aufmerksame Leser eine heruntergekommene Ente in einem Matrosenanzug entdecken.
    Die Zeichnungen sind dynamisch und fangen das Steam Punk Flair gekonnt ein. Bryan Talbot geht zwar nicht zimperlich mit Gewaltdarstellung um, doch er setzt sie stets im richtigen Maße ein und lässt Grandville so nicht zu einem brutalen Gemetzel verkommen. Die vermenschlichte Darstellung der Tiere ist größtenteils sehr gelungen. Hin und wieder wirken die Proportionen jedoch etwas unstimmig. Die Summe all dieser Komponenten macht aus Grandville: Mon Amour eine ganz besondere Leseerfahrung, die durch die edle Aufmachung und das Zusatzmaterial abgerundet wird.

    Fazit

    Vielschichtiger intelligenter Thriller, der seinesgleichen sucht und für gelungene Unterhaltung sorgt.
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  6. #481
    Christian Endres bei tagesspiegel.de über Enemigo von Jiro Taniguchi:


    [...] Zur ungewohnte Gewalt kommt die Frage der Originalität, die das Buch aufwirft. Denn in „Enemigo“, das ursprünglich 1984/85 erschien, zitierten und kopierten der schon damals auf zeichnerischen Realismus bedachte Taniguchi und die bis heute hinter dem Pseudonym M.A.T. verborgenen Szenaristen fleißig und unverfroren. Sowohl das Hollywood-Action-Kino der 80er, als auch die Noir- und Hardboiled-Helden des westlichen Buchmarktes gehören neben den ganz Großen der europäischen Comic-Szene zu den offenkundigen Inspirationsquellen von „Enemigo“ – sozusagen einmal von Rambo über Apocalyse Now bis Schuiten.

    [...] Nichtsdestotrotz hat sich Taniguchi lange Zeit geweigert, „Enemigo“ neu auflegen zu lassen. Nicht unbedingt wegen der Story, die dem sympathischen Comic-Star aus Fernost noch immer ziemlich gut gefällt, wie er im Vorwort schreibt. Sondern vor allem wegen der vielen Anleihen und – höflich ausgedrückt – direkten Bildzitate. Dass Taniguchi, der aus seiner Bewunderung für die Riege der europäischen Meister um Moebius oder Bilal nie ein Geheimnis gemacht hat, schließlich doch einer Wiederveröffentlichung des Action-Feuerwerks aus einer anderen Periode seines Schaffens zugestimmt hat, liegt daran, dass die „Zitierten“ Baru, Schuiten und Giardino in der französischen Ausgabe von 2007 in kleinen Nachworten zu Wort kamen und den früher von ausreichend Distanz verborgenen Raubbau quasi verspätet legitimieren – und sich aus heutiger Sicht eher geschmeichelt fühlen, dass sich Taniguchi als einer der ersten Mangaka schon vor so langer Zeit offensichtlich der westlichen Comic-Kunst geöffnet und explizit ihren Werken als Quelle der Inspiration zugewandt hat. Es braucht freilich nicht viel Zynismus, um sich zu fragen, was Schuiten und Co. hätten anderes tun können, als ihrem zwischenzeitlich selbst in den Meisterrang aufgestiegenen Zunftkollegen nun rückwirkend ihren Segen zu geben und ihm respektvoll zuzunicken.

    [...] Die Fans seines feinfühligen Hauptwerks, das ihm in den vergangenen Jahren auch in Deutschland viel Ruhm und Anerkennung eingebracht hat, werden von „Enemigo“ vermutlich trotzdem eiskalt erwischt werden – alle anderen können eine Menge Spaß mit diesem schnörkellosen, hervorragend aufgemachten Action-Kracher aus einer anderen Ära haben.
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  7. #482
    Janwillem Dubil bei der-albrecht.de über Enemigo von Jiro Taniguchi:


    Noch ein Meister: Wenn man einen Manga-Zeichner als subtil, kultiviert und introspektiv bezeichnen kann, dann Jiro Taniguchi, der von Kritik und Publikum gleichermaßen für seine Sensibilität alltäglichen Geschichten gegenüber geschätzt wird. Das war allerdings nicht immer so, wie die deutsche Erstveröffentlichung seines Actionthrillers „Enemigo“ aus dem Jahr 1984 zeigt. Im Gegenteil: Hier wird am laufenden Band geschossen wie gestorben und einmal sogar überraschend offenherzig kopuliert – vor allem letzteres hätte wohl selbst der Kenner nicht aus Taniguchis Feder erwartet. Auch die Story um einen japanischen Privatdetektiv, der in den Wirren eines südamerikanischen Bürgerkriegs nach seinem entführten Bruder sucht, ist ungewöhnlich direkt und schnörkellos erzählt. In seiner Schlichtheit droht die Geschichte, die überdeutliche Anleihen bei Film Noir und dem Actionkino der Achtziger (besonders dem James-Bond-Film „In tödlicher Mission“) macht, ins Eindimensionale zu kippen, doch Taniguchi gewinnt gerade aus dieser Beschränkung und den verwendeten Archetypen eine narrative Kraft, die „Enemigo“ sowohl zu einem Ereignis, als auch zur willkommenen Abwechslung in seinem zuletzt doch etwas gleichförmig gewordenen Gesamtwerk macht. Als solche ist „Enemigo“ heute sogar von größerem Wert als 1984. Und welches Kunstwerk aus dieser Zeit kann das schon von sich behaupten?
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  8. #483
    Bernd Weigand bei comicleser.de über Kililana Song von Benjamin Flao:

    Kililana Song: Ein Besuch in Lamu

    Benjamin Flaos zweiteilige Comic-Erzählung Kililana Song ist einer unserer großen Redaktions-Favoriten. Und unserer Meinung nach völlig zu recht für den Max und Moritz Preis des Erlanger Comicsalon nominiert.

    Schauplatz des Abenteuers, das der kleine Lausbub Naim erlebt, ist Lamu in Kenia. Lamu ist eine direkt dem Festland vorgelagerte Insel mit dem gleichnamigen Ort. Dessen autofreie Altstadt wurde 2001 UNESCO Weltkulturerbe. Hauptverkehrs- und Transportmittel in den engen, uralten Gassen sind Esel. Der Ort war vor Jahrhunderten ein altes arabisches Handels-Zentrum und ist Teil der islamischen Swahili-Kultur, die sich entlang der Ostafrikanischen Küste erstreckt.

    [...]
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  9. #484
    Klaus N. Frick bei perry-rhodan.net über Grandville 1 von Bryan Talbot:

    Die Redaktion empfiehlt: »Grandville« von Bryan Talbot
    Phantastischer Comic der Extraklasse

    […]Der Begriff »Graphic Novel« passt hier: Es ging und geht um Kindesmisshandlung und die Macht der Poesie, nicht um irgendwelche Superhelden ...

Bei »Grandville« geht Talbot in eine ganz andere Richtung. Er entführt die Leser in eine Welt, in der sprechende Tiere die Hauptrolle spielen und in der Menschen verzweifelt um ihre Rechte kämpfen. Gleichzeitig aber erzählt er eine Steampunk-Geschichte reinsten Wassers.



    […] 

Alle drei Comic-Bände sind lupenreine Krimis. Die beiden Polizisten ermitteln im Politik- oder im Prostituierten-Milieu; sie gehen gelegentlich mit der Faust oder mit der Schusswaffe in den Einsatz, und an Brutalität wird nicht gespart. Schön sind gelegentliche Anspielungen, etwa auf die Comic-Messe in Angouleme, auf deutsche Industrielle oder französische Künstler.

Was als Geschichte schon super erzählt ist, wird durch Bryan Talbots Erzählweise zu einem echten Kunstwerk: Jedes Bild könnte für sich stehen, jedes ist toll gezeichnet und vermittelt den Eindruck einer geheimnisvollen Welt. Seltsam altmodische Roboter spazieren durch die Straßen von Paris, eine riesige Eisenbahnbrücke überquert den Ärmelkanal, irrwitzig wirkende Wissenschaftler forschen in die unmöglichsten Richtungen ...



    Die Zeichnungen sind mal verspielt, mal klar und eindeutig; die Vermengung von Tieren und Menschen finde ich geglückt. Der Künstler spielt mit dem Verfremdungseffekt, indem er in seinem Comic-Universum die Menschen gegen die Unterdrückung durch die Tiere aufbegehren lässt – das ist spannend erzählt und toll gezeichnet, und ich hoffe, dass noch weitere Bände kommen werden. […]
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  10. #485
    Michael Nolden bei comicblog.de über Ghost Money 3 – Tod in Dubai von Thierry Smolderen und Dominique Bertail:


    […] Für die Optik, die sich in ihrer Rasanz nicht mit Stirb langsam, sondern mit Stirb verdammt schnell übersetzen lässt, haben sich Smolderen (Autor) und Dominique Bertail (Zeichner), auch noch eine ganze besondere Kulisse gesucht. Das weltberühmte Burj al Arab, jenes einem gigantischen Segel nachempfundene Hotelhochhaus an der Küste Dubais, wird hier zum Schauplatz einer wilden Flucht vor den Terroristen.
    Die Liebe zum Realismus im Zeichenstil von Dominique Bertail lässt die konsequent weiterentwickelte Gegenwart der Handlung lebendig werden. Welche Technik könnte es einmal geben? Diese Frage haben sich auch andere Epochen gestellt. Die Antworten fallen vor den technischen Entwicklungen unserer Zeit nicht mehr in buntem Plastik aus, sondern sind neben der Waffentechnik auch in der Verquickung von Computertechnologie und menschlicher Biologie zu finden. Das Auge ist nicht nur mehr Fenster zur Seele, vielmehr kann es durch operative Ergänzungen, unbemerkt, als erweiterte Webcam benutzt werden. Ich sehe das, was du siehst, lautet die Geheimtechnik der nahen Zukunft.

    Die Grafiken von Bertail weisen durchweg eine aufwändige wie auch stimmige Kolorierung auf. Die intuitive, mitunter skizzierte Strichführung fällt durch den Farbauftrag erst auf den zweiten Blick auf. Wenn es sehr technisch wird, sich das zukünftige Design in klaren, kantigen Strukturen erschöpft, wie bei so genannter Tarnkappentechnologie, wird dennoch nicht mit Linealen gearbeitet. Die Zeichnungen bleiben organisch, beinahe Schnellskizzen, die mehr dokumentieren als erzählen und den passenden Moment einfangen. In den ruhigen Augenblicken bleibt die Zeit dafür, wie bei einigen gelungenen Stadtansichten. Sobald Panik ausbricht, erhöht sich die Anzahl der Bilder, werden die Bilder kleiner und simulieren in der Summe die rasende Geschwindigkeit.

    Ein Thriller in der dritten Runde: der hinter den Kulissen tobende kalten Krieg um das Erbe des 11. September vermischt sich mit neuem Terror. Einzelschicksale drohen daran zu zerbrechen. Das Leben der beiden Hauptfiguren Chamza und Lindsey driftet in zwei Handlungsstränge auseinander. Thierry Smolderen schafft mit seiner Erzählung eine starke Steigerung und tolle Fortsetzung.
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  11. #486

    RACHEL RISING 1 - Tochter des Todes

    Michael Nolden bei comicblog.de über Rachel Rising 1 – Tochter des Todes von Terry Moore:


    […] Schwarzweiße Zeichnungen vergeben in der Comic-Kunst keinen Fehler. Hier kann nichts durch Überbleibsel einer Vorskizze oder eine sehr kunstvollen Kolorierung korrigiert werden. Terry Moore macht keine Fehler. Er besitzt einen Comic-Strich, der einerseits mit der künstlerischen Geschicklichkeit eines längst vergangenen Jugendstils daherkommt, außerdem besticht er durch feine Charaktererfindungen und ebensolche Zeichnungen. Moore, der durchaus Superheldenerfahrung besitzt, hat sich hier der normalen Menschen angenommen, die in eine merkwürdige Situation kommen.

    Terry Moores Erfolg dürfte auch darin begründet liegen, dass sich seine Menschen nicht nur normal verhalten, sondern auch normal aussehen. Außerdem weichen sie äußerlich gut voneinander ab, so sind die Charaktere sehr unterscheidbar, ihre Mimiken hervorragend lesbar. Comic-Fans können feststellen, dass Terry Moore auf Augenhöhe mit Künstlern wie Tony Moore steht, um im Genre zu bleiben. (Die Namensgleichheit ist Zufall.) Die schwarzweißen Grafiken stellen das unbunte Comic-Erlebnis auf eine neue, höhere Stufe, in der das mysteriöse Geschehen langsam die Handlung erobert. Herausragend ist der Auftritt der kleinen Zoe, von Terry Moore auch schön zu Werbezwecken des Comics eingesetzt. Wenn Kinder schaurig schön töten, nur in Thrillern, das versteht sich, bleibt ein Schauer auf dem Rücken nicht aus.

    […] Terry Moore dürfte selbst in der großen Comic-Landschaft Amerikas zu den Ausnahmezeichnern gehören. Rein schwarzweiß gehalten, entfalten die Seiten eine starke Anziehungskraft ins Geschehen, auch durch ihre technische Perfektion. Gruselig, nervenaufreibend, in jedem Fall wird der Leser künftig Pantoffeln mit Häschengesicht mit anderen Augen sehen. 
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  12. #487
    Mitglied Avatar von Jameson
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    Positive Rezension zu Black Dahlia - Die Schwarze Dahlie

    https://jjjameson65.wordpress.com/20...hwarze-dahlie/

  13. #488
    Hey, danke!

    Viele Grüße,
    Philipp

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