szmtag Comic-Stammtisch: Peanuts - Seite 3
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  1. #51
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    Zitat Zitat von joox Beitrag anzeigen
    Ich geh mal stark davon aus, dass sich Schulz in einem bedeutenden Maß mit Charlie Brown identifizierte.
    Stimmt. Nachzulesen ebenfalls in dem Nachwort von Michaelis, von dem es dort übrigens heißt, er arbeite an einer umfassenden Schulz-Biographie. Dem Nachwort schließt sich noch ein Interview mit Schulz von Ende 1987 an, geführt von Rick Marschall und Gary Groth.

    Auszug:
    MARSCHALL: Sie haben einmal gesagt, dass Charlie Browns Erlebnisse in der Schule sehr stark durch Ihre eigenen Schulerfahrungen beeinflusst sind.

    SCHULZ: Oh ja. Ich habe lange gebraucht, bis ich zu einem menschlichen Wesen wurde. Viele Leute hielten mich damals für einen ziemlichen Waschlappen, was mich geärgert hat, denn das war ich nun wirklich nicht. Ich war kein harter Knochen, aber ich war ganz gut im Sport. Ich war gut im Baseball.
    ...
    Ich hatte damals kein besonders gutes Bild von mir selbst und auch nicht das Gefühl, wenigstens gut auszusehen; ich hatte kein einziges Date an der Highschool, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass ein Mädchen mit mir hätte ausgehen wollen. Also habe ich mich gar nicht erst darum gekümmert. Und so bin ich aufgewachsen.

    Ich habe unlängst jemandem erzählt, dass ich erst etwas Selbstbewusstsein entwickelt habe, als ich aus dem Krieg zurückkam, denn zur Armee ging ich als ein Niemand und zurück kam ich als Feldwebel, als Befehlshaber eines Maschinengewehr-Kommandos. Damals dachte ich: "Mein Gott, wenn das nicht männlich ist, was dann?" Und ich fühlte mich gut in meiner Haut. Dieses Gefühl hielt etwa acht Minuten vor und dann sah ich mich wieder so wie noch heute.
    Übrigens ist Charlie Browns Vater Friseur. Dreimal dürft Ihr raten, was Schulzens Vater von Beruf war ... Richtig.

  2. #52
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Zitat Zitat von Kaschi Beitrag anzeigen
    Es ist doch egal, ob dahinter begrenzte künstlerische Fähigkeiten oder Selbstbeschränkungen stecken - solange die Zeichnungen ihren Zweck erfüllen. Und das tun sie! Ob Schulz in Wirklichkeit ein kleiner Dürer war oder nicht, ist mir als Leser doch schnuppe ...
    Hmm,..ich sach´mal: weder...noch!
    Ich glaub eigentlich auch nicht daran, dass Schulz sich selbst davor
    zurückgehalten hat, seinem gesamten künstlerischen Potential freien
    Lauf zu lassen...
    Da die künstlerische "Qualität" eines Künstlers oder seines Stils aber
    auch extrem von der individuellen, rezeptiven Grunddisposition des
    einzelnen Betrachters abhängt, halte ich auch nicht besonders viel
    von dem Versuch, Schulz nun anhand eines Vergleichs mit einem späteren
    Vertreter seines Kunsthandwerks ein wie auch immer definiertes Maß an
    künstlerischer Fähigkeit absprechen zu wollen.
    Jeder Künstler prägt der jeweiligen Gattung bzw. Medium seinen
    speziellen Stil auf.
    Schulz ist kein Dürer und kein Watterson, sondern eben Schulz!
    Und wie Kaschi schon passend zitierte: "Das ist auch gut so!"
    Denn diesem Phänomen verdanken wir ja die Vielfalt an künstlerischen
    Ausdrucksmöglichkeiten.
    Wichtig ist, wie Kaschi es formuliert, dass sie ihren Zweck erfüllen,
    man könnte es auch so formulieren: Wichtig ist, dass sie ihren eigenen,
    unverwechselbaren Charme entwickeln, der nun dem einen Leser
    vielleicht mehr zusagen mag als einem anderen. Aber ich glaube, das ist
    bei den Peanuts definitiv der Fall!!

  3. #53
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    Äh, Charlie Brown hätte Handballer werden sollen - dann hätter auch mal gewonnen! Jubeljubeljubel!

    (Das mußte jetzt mal sein!)

  4. #54
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Lieber nicht! Da hätten bei seinem Glück
    während der heissen Phase die Mitspieler
    seinen Kopf mit dem Handball verwechselt...
    War aber echt zum Jubeln gestern!

  5. #55
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Handball ist für Comicstrips kein sehr geeignetes Thema.
    Als ich Gags für René Lehners "Bill Body" schrieb, fiel mir kein einziger zum Thema Handball ein (obwohl ich selber aktiver Handballer - wenn auch nur in der Kreisklasse - war).

  6. #56
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    Oder er sieht beim entscheidenden Siebenmeter im WM-Finale nach doppelter Verlängerung plötzlich das kleine rothaarige Mädchen im Publikum sitzen. Nicht auszudenken!

  7. #57
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    Nicht nur hat Schulz sich selbst stark mit seiner Figur Charlie Brown identifiziert. Offenbar haben auch die übrigen Charaktere reale Menschen aus Schulzens Umgebung zum Vorbild gehabt:

    http://news.minnesota.publicradio.or...rabej_peanuts/

    Beginnend mit dem Absatz "It's easy to see how ...".

  8. #58
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Thumbs up

    Wirklich sympathische Hintergrundinfo!
    Danke, Kaschi!!

  9. #59
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    Zitat von kaschi:
    Nicht nur hat Schulz sich selbst stark mit seiner Figur Charlie Brown identifiziert.
    Wobei dies die Interpretation des Verfassers des verlinkten Artikels ist. Schulz himself sah offenbar einen Anderen als Modell für seinen Charlie Brown.
    Schulz: Charlie Brown was a good friend of mine.
    Zitat aus dem von kaschi verlinkten Text:
    His father was a barber, his mother died when he was 20. It was the Depression, they were poor, and he remembers many pancake dinners.
    Nun, die Zeiten waren mit den Peanuts vorbei; für die wenigen, die's noch nicht wissen: Schulz war regelmäßig in der Forbes-Top Ten der Bestverdiener dieses Planeten.
    Und sogar port mortem reicht's für ein paar Krümel:
    http://www.max.de/pop-kultur/people/reich-tot

  10. #60
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    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Wobei dies die Interpretation des Verfassers des verlinkten Artikels ist. Schulz himself sah offenbar einen Anderen als Modell für seinen Charlie Brown.
    Ich hab' das so verstanden, daß Schulz seine Hauptfigur nach einem Freund benannt hat, aber viel von sich selbst in sie hineingelegt hat. Vergleiche Posting 51.

    Michaelis schreibt a.a.O. über Schulz:
    Als er in die Junior-Highschool kam, war er der jüngste und kleinste Junge in der Klasse. Er fühlte sich verloren und unsicher. Auf sich allein gestellt, wurden Einsamkeit, Unsicherheit und eine stoische Hinnahme der Willfährigkeiten des Lebens schon früh zu seinen Begleitern. Zugleich besaß er eine ausgeprägte unabhängige Ader und wurde angesichts wachsender Ungerechtigkeiten - echte wie eingebildete - zunehmend widerspenstig und kampfbereit.

    Als schmächtiger, 62 Kilo schwerer Teenager mit Pickeln, großen Ohren und einem Gesicht, das er für so nichts sagend hielt, dass es beinahe unsichtbar machte, hatte er nur wenig Freunde in der Schule. Bei praktisch allem, was er in der St.-Paul-Central-High unternahm, fühlte er sich von seinen Lehrern, Trainern und Mitschülern unterschätzt. Niemand schenkte seinem Zeichentalent Beachtung, oder besonders gelungenen Golfpartien.
    ...
    Er projizierte die Traumata seiner Jugend weit ins Erwachsenenalter hinein - letzten Endes weit genug, um zu erleben, wie sie zu einem wesentlichen Faktor der universellen Beliebtheit seiner Kunst wurden.

  11. #61
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    Auf dieser Seite wird täglich ein anderer Peanuts-Strip veröffentlicht. Man kann einen Monat zurückblättern ("A month of Peanuts"):

    http://www.snoopy.com/comics/peanuts/index.html

  12. #62
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Zitat Zitat von Kaschi Beitrag anzeigen
    Ich hab' das so verstanden, daß Schulz seine Hauptfigur nach einem Freund benannt hat, aber viel von sich selbst in sie hineingelegt hat. Vergleiche Posting 51.
    So habe ich das auch verstanden und es wird im Artikel ja auch direkt
    so formuliert:

    Zitat aus dem von kaschi verlinkten Text:
    Schulz seems to have taken only the names from his old friends; their comic strip personalities seem more extensions of the artist.

    For instance, while Peppermint Patty is a sandal-wearing academic failure, and the fictional Charlie Brown is a loser; Patty Parker was an original Aquatennial Queen and Dayton's model, and Parker says the real Charlie Brown was the life of the party. Plus, the real Patty and Charlie had a much better relationship than their fictional counterparts.
    Zitat Zitat von felix da cat Beitrag anzeigen
    Nun, die Zeiten waren mit den Peanuts vorbei; für die wenigen, die's noch nicht wissen: Schulz war regelmäßig in der Forbes-Top Ten der Bestverdiener dieses Planeten.
    Ein wirklich ermutigender Gedanke, dass sogar ein Charlie Brown
    es letztlich doch noch zu was bringen kann...findet ihr nicht??
    Geändert von joox (07.02.2007 um 17:40 Uhr)

  13. #63
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    kaschi und joox: Habe Posting Nr. 51 offenbar nur sehr oberflächlich geäugt.
    Stimmt, selbiges spricht eindeutig für die Charles M. Schulz = Charlie Brown-These (und da ist natürlich auch noch der Vorname).

    Ich nehme alles zurück und behaupte ab sofort ausschließlich das Gegenteil.

  14. #64
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    Wenn wir Dich jetzt noch soweit kriegen, daß es Dich ab sofort nach Peanuts auch jenseits von Butterbroten gelüstet, kriegst Du auch Deine Schmusedecke ("security blanket" im Original) zurück. Und Du darfst Luzies Ball bis zum Mond schießen!

  15. #65
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    Hab' noch was gefunden, zum Zeichenstil von Schulz und zur Frage der künstlerischen Beschränkung. Aus einer 1997 erstellten Interviewcollage von Gary Groth, in "Reddition 35", Barmstedt 2000, S.59/60:

    Groth: ... bringt mich auf etwas, das Sie einmal über Ihren Strip gesagt habe: "Die Art von Humor, die in meinen Strips zum Ausdruck kommt, funktioniert nicht aus der Kameraperspektive. Lieber zeichne ich meine Figuren die ganze Zeit aus der gleichen Perspektive, denn die zugrundeliegende Idee ist meistens schnell entwickelt, und ich versuche stets zu vermeiden, dass die Art der Zeichnungen den Fluss dessen, was die Charaktere sagen oder tun, aufhält." Mir scheint, dass Ihr Respekt für das, was Sie als die Idee bezeichnen, Sie in Ihrem zeichnerischen Spielraum einschränkt, obwohl ich weiß, wie viel Spaß Ihnen das Zeichnen macht. Haben Sie jemals den Wunsch verspürt, anders zu zeichnen, als es Ihre Serie erlaubt?

    Schulz: Ich würde es gern, aber dafür ist es zu spät. Ich bin auf diesen Zeichenstil festgelegt, davon komme ich nicht weg. Außerdem glaube ich, dass es einfach nicht funktionieren würde, wenn ich etwa versuchte, im Stil von Hank Ketcham zu zeichnen. Hank hat Panels aus den tollsten Kameraperspektiven gezeichnet, Ansichten, die als Spiegelbilder erscheinen und dergleichen. Und das würde in meinen Strips einfach nicht funktionieren. Zum Beispiel würde das viel zu realistisch wirken. "Dennis the Menace" ist nämlich ziemlich realistisch.

    Groth: Sie haben mehrfach darüber geschimpft, dass Ihnen die meisten Cartoons heute viel zu "hyperkinetisch" erscheinen, während Ihr eigener Zeichenstil und ebenso Ihr Erzählrhythmus für gewöhnlich ganz darauf abgestellt sind, Ihre Erfahrungen zum Ausdruck zu bringen.

    Schulz: Zeichnen ist sehr wichtig. Sie müssen ein ziemlich gutes Auge für die Figurengestaltung haben, damit die Zeichnungen zum Betrachten einladen. Das hat zum Beispiel Bill Watterson immer ausgezeichnet: Er konnte toll zeichnen. Im Prinzip geht es beim Cartoon nur um Figurengestaltung. Ganz ähnlich wie bei Picasso und der Malerei. Nehmen Sie die Form von Charlie Browns Kopf (...). Wenn der Zeichenstil zu extrem wird, zu karikaturistisch, dann ist der Künstler nicht mehr imstande, etwas Gefühlvolles zum Ausdruck zu bringen. Ein überzeichneter Charakter wird kaum etwas Gefühlsbetontes äußern können. Schauen Sie sich einmal die ganzen großen Comicstrips der letzten Jahrzehnte an. Sie werden feststellen, dass sie alle in einem verhältnismäßig ruhigen Stil gezeichnet sind. Im einzelnen kann das dann rasend komisch sein oder tieftraurig, solange es nicht überzeichnet ist. Es hängt wirklich davon ab, in welche Richtung man will.
    ...
    Sehen Sie hier, die Haare von Linus [zeigt Groth einen Tagesstrip, an dem er gerade arbeitet]. Sehen Sie das? Jeder Strich sitzt. Würden sie zu sehr glänzen, wäre es einfach nicht das gleiche, längst nicht so gut. Oder hier, die Haare von Peppermint Patty... die Linienführung stimmt, und davon rede ich. Oder die kleinen Finger, die Art wie sie abstehen, das ist es. Feine, kleine Finger. [lacht] Kleine Picasso-Finger, und das ist entscheidend. Das gibt den Bildern Tiefe und macht ihren Reiz aus, erregt Aufmerksamkeit. So wie diese Linie, die den Rücken von Linus' Hemd hinabläuft. Wenn sie ganz gerade wäre, wie sie vermutlich die meisten zeichnen würden, wäre nicht halb so viel Leben darin.

  16. #66
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Für mich sind solche Selbsteinschränkungen
    immer subjektive Entscheidungen im Hinblick
    auf den Charakter, den man der eigenen Arbeit
    geben will und somit Teil des individuellen Stils...
    Der Rest liegt im Entscheidungsbereich des Betrachters!

  17. #67
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    Gerade habe ich den zweiten Band der Gesamtausgabe zugeschickt bekommen, mit einem Nachwort von Gary Groth über das Leben von Schulz darin. Je mehr ich darüber lese, desto mehr drängt sich mir der Eindruck auf, als ob das Zeichnen der Peanuts (dieser Titel war nicht von ihm und hat ihn stets gestört) für Schulz geradezu therapeutische Wirkung gehabt haben muß. Im Nachwort heißt es z.B.:
    Nach einer schmerzvollen Scheidung, von der er sich noch nicht ganz erholt hatte, gab Schulz 1973 zu Protokoll: "Seltsamerweise habe ich in den vergangenen sechs Monaten bessere Comics gezeichnet - oder zumindest einige meiner besten. Der menschliche Geist wird mir wohl ewig ein Mysterium bleiben."
    Dazu paßt dann auch, daß er die Serie alleine zeichnete, knapp 50 Jahre lang.
    Geändert von Kaschi (09.02.2007 um 13:57 Uhr)

  18. #68
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Unter seinen "schwarzen Gedanken" befinden sich aber auch einige richtig
    große Highlights der Cartoon-Geschichte. Habe gestern ein bisschen im
    Netz gesucht und bin auf die Serie von Strips gestoßen, in denen Snoopy
    unter einem damoklesschwertartigen Eiszapfen liegt und lebensmüden
    Gedanken nachhängt...
    Einfach nur bitterbös-gut!!!

  19. #69
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    Panel 1: Charlie Brown sitzt auf der Bank und ißt sein Pausenbrot. "It's stupid to just sit here and admire that little red-haired girl from a distance"
    Panel 2: Steht auf. "It's stupid not to get up and go over and talk to her... It's really stupid... It's just plain stupid..."
    Panel 3: Steht und denkt nach. "So why don't I go over and talk to her?"
    Panel 4: Sitzt wieder. "Because I'm stupid!"

  20. #70
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    Zitat Zitat von joox Beitrag anzeigen
    Unter seinen "schwarzen Gedanken" befinden sich aber auch einige richtig
    große Highlights der Cartoon-Geschichte. Habe gestern ein bisschen im
    Netz gesucht und bin auf die Serie von Strips gestoßen, in denen Snoopy
    unter einem damoklesschwertartigen Eiszapfen liegt und lebensmüden
    Gedanken nachhängt...
    Einfach nur bitterbös-gut!!!
    der war diese woche bei uns in der mopo

  21. #71
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    ...ihr habt aber auch anspruchsvolle Presse da oben im Norden!!
    Dann bleib die Tage mal dran!! Diese Idee hat Schulz für fünf oder
    sechs Strips ausgeschlachtet, einer besser als der andere!

  22. #72
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    Das Vorwort zu Band 2 der Gesamtausgabe (1953 - 1954) ist von Andreas Platthaus geschrieben, Feuilleton-Redakteur der FAZ und maßgeblich beteiligt an der FAZ-Buchreihe zu den Klassikern der Comic-Literatur.

    Demnach zeichnen sich diese beiden Jahre im Peanuts-Werk dadurch aus, daß Schulz hier einiges ausprobiert und dann verworfen hat: Erwachsene, die aus dem Off sprechen (Luzies Mutter), die schemenhaft oder bis zur Hüfte zu sehen sind (Zuschauer beim Golfspielen von Charlie Brown und Luzie), vereinzelte Auftritte von Charlotte Braun, die äußerlich Charlie Brown durchaus ähnlich sieht, aber ganz anders, nämlich lautstark agiert, Verwendung von acht statt vier Panels in einem Alltagsstrip ...

    All diese Experimente brach er schnell wieder ab und fand damit seinen auf das Wesentliche konzentrierten Stil, der die Peanuts so populär machen sollte.

    Beispiel vom 29.12.1953:

    Panel 1: Violet zu Charlie Brown: "Unser Fernseher ist größer als Eurer!" - Charlie: "Ja? Das ist schön ... Bestimmt gefällt Dir das ..."
    Panel 2: Violet: "Mein Papa verdient mehr Geld als Deiner ... Und unser Haus ist auch viel schöner als Eures!"
    Panel 3: Charlie: "Das weiß ich ... Und ich freue mich für Dich ..."
    Panel 4: Violet verärgert: "Du machst mich wahnsinnig!"

  23. #73
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Echt klasse!
    Will auch die Gesamtausgabe haben!!
    Mal schauen ob mein Budget diesen Monat mal
    für den ersten Band reicht...

  24. #74
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    Kopiert aus der Sammlerecke:
    In 25 Bänden werden sämtliche Strips gesammelt, die Charles M. Schulzvon 1950 bis 2000 zu Papier gebracht hat, darunter etliche Episoden, die nie zuvor in Buchform veröffentlicht wurden.
    Von Charlie Browns erstem Auftritt an bietet sich hier die einmalige Gelegenheit, die Evolution des einzigartigen Peanuts-Universums chronologisch mitzuerleben - Tag für Tag, Woche für Woche, Monat für Monat.
    Die aufwändig gestaltete Hardcover-Edition wird abgerundet durch fachkundige Kommentare sowie ein umfangreiches Interview mit Charles M. Schulz. Zum Auftakt der Reihe legt Carlsen in zwei Bänden die Jahrgänge 1950 bis 1954 vor, in der Folge werden zwei Bände pro Jahr erscheinen.
    http://217.111.67.46/sammlerecke/frameset.html
    Knapp 30 Euronen pro Stück. Mal abwarten, ob mein Sammlerehrgeiz 12 bis 13 Jahre vorhält (und Carlsen die komplette Veröffentlichung wirklich durchzieht).

  25. #75
    Moderator Finix Comic Club Avatar von joox
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    Danke Kaschi für die Info!
    Ich bin ja immer noch ein bisschen am Rumüberlegen....
    Eigentlich tendiere ich bei Cartoons und Strips
    eher zur Originalausgabe zu greifen, da es ja gerade
    bei diesem Genre sehr stark um Wortwitz geht, der
    oft schwer übersetzbar ist...
    Andererseits macht sich Carlsen jetzt nun die Mühe,
    da bin ich echt in einer Zwickmühle...neben dem
    stattlichen Preis ist das der Hauptgrund, warum ich mich
    beim Zugreifen noch zurückgehalten habe!

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