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  1. #51
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Machen wir mal weiter einige der hier schon genannten Titel etwas auszubauen.

    Neben Aldebaran/Betelgeuze wurde noch eine andere grossartige Serie empfohlen - Sillage.
    Sie ist eindeutig im Science Fiction- Genre beheimatet, geht aber auch sehr auf die Hauptprotagonistin ein und erzählt ihren Weg vom Erdähnlichen Planeten auf dem man sie entdeckte, über ihre Ausbildung zur Agentin im Weltraum Konvoi Sillage, bishin zu einselnen Missionen, die auf verschiedenen Planeten mit den unterschiedlichsten politischen und gesellschaftlichen Systemen stattfindet.

    Auch hier hatten wir einen sehr schönen, leider viel zu wenig frequentierten Stammtisch, der sich mit den ersten 3 Alben befasste: Sillage #1-3

    Bitte seid nicht böse das ich desöfteren auf diesen Comic-Stammtisch hier als Referenz verweise - aber er zeichnet sich eben genau mit diesen Fan-Diskussionen zu diversen Serien aus, die auch andere schon desöfteren zum Lesen der besprochenen Titel inspirierte.

    Meine damalige Einschätzung der Alben:

    Zitat Zitat von hipgnosis
    Band 1 - 8/10
    Band 2 - 8,5/10
    Band 3 - 9/10

    Wenn dann sogar noch eine Steigerung in den nächsten Alben erfolgen sollte, ist meine Neugier sicherlich geweckt - auch ohne deinen Spoiler, den ich zwar geöffnet, aber dann sofort wieder wegschaut habe.

    Was mir irgendwie noch zu deinen Worten über Sillage ergänzend einfällt, wäre die Tatsache, daß dies eine der wenigen Mainstream-Comicserien ist, die mich bisher wirklich überrascht hat und einen sehr hohen Unterhaltungsfaktor besitzt.

    Und wieder möchte ich Mainstream nicht mit langweilig oder qualitativ minderwertig verwechselt wissen.
    Doch eigentlich sind es die aussergewöhnlichen Arbeiten, oder die handlungsintensiven Werke, die den anspruchsvollen Leser heutzutage herausfordern und ihn bei Entzücken zu Höchstnoten veranlasst.

    Seltener schafft es eine Serie, die nicht in ihrer Anlage, oder eines gewissenen Aspektes ihres Aufbaus besonders wäre, diese Bewunderung hervorzurufen.

    Sillage ist hier aber wirklich nahe dran - und das obwohl alle Einflüsse schon irgendwo mal gesehen wurden und das ganze Setting auch sehr kommerziell ausgerichtet ist.
    Die Autoren schafen es hervorragend genau die Mixturen zu integrieren, daß ihre Geschichte funktioniert und sich nicht in eine Einbahnstrasse hineinmanöveriert, die unweigerlich das Ende jeder Faszination bedeuten würde.

    Bei einem Wein würde man hier von einer gelungener Cuvée * sprechen!

    So lesen und schauen wir hier einem wirklich frischen, intelligenten - einfach reizvollen SF/Fantasy Ambiente, welches durch Abwechslungsreichtum seiner Handlungsorte- und Charakteristika zu überzeugen weiss.

    * Für alle Nicht Wein-Kenner.

    Als Cuvée wird im deutschsprachigen Gebrauch ein Verschnitt aus mehreren Rebsorten im gemeinsamen Gärprozess bezeichnet.

    Bezogen auf Sillage meine ich eine Mélange aus verschiedenen Genre-Einflüssen, die aber hier zu einer sehr gelungenen Gesamtkomposition vereinigt wurden.

  2. #52
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    Zitat Zitat von hipgnosis Beitrag anzeigen
    @Hate



    Es wird Zeit das mehr Interesse an den Comics des jeweils anderen Segments aufgebracht wird.


    von wem??? von uns Comiclesern/fans?

    seh ich nich ganz so wie du, sicherlich hast du mit deinen Argumenten nicht ganz unrecht - ich bleibe aber dabei, in erster linie sollte die leserschaft vergrößert werden. wenn der eine oder andere, so wie ich z.b. jetzt auch noch anfängt mangas zu sammeln wird leider die eine oder andere serie im FB leiden müssen, da mein geldbeuteln nun mal nicht größer wird, eher kleiner. der verlag der beides rausbringt wirds vielleicht nicht merken, da es für ihn erstmal nur ein umschichten ist. zweitens könnten aber serien, mangels käufer (weil man die eine oder andere später kaufen will), drunter leiden weil sie abgebrochen werden.

    genauso wenn neue verlage wie BD und Splitter dazukommen - erstmal ganz schön, haben wir mehr auswahl, aber der kuchen den die bisherigen verlage unter sich aufgeteilt haben wird durch neue verlage eben kleiner für den einzelen, da auch dann der käufer sein geldbeutel jetzt auf mehr verlage aufteilt und so auf die eine oder andere serie erstmal auf später verlegt und damit vielleicht sie abgebrochen wird.

  3. #53
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    @Kaifalke

    Lass uns bitte diese Grundlagendiskussion etwas hieraus halten.

    Ich weiss was du meinst - und für Leute wie dich mag das auch zutreffen.

    Worum es mir geht ist Interesse hier bei Mangaleser zu wecken (im anderen Forum natürlich umgekehrt), in der Hoffnung das auch andere Comics irgendwann mal von der jetzigen Manga-Leserschaft profitieren.

    Wir paar Albenfans die du ansprichst können eh nix am Zustand des deutschen Comicmarktes ändern.

    Wenn allerdings nur jeder 10. Mangaleser jetzt oder in Zukunft auch mal zum anderen Comic greift, dann nützt das dem Markt schon ganz enorm.

    Andererseits ist auch jetzt schon sicherlich nicht jeder finanzielle Spielraum bei den Albenfans ausgereizt - ich denke sowieso das diese sich leichter mit einem Mangakauf tun - als andererseits die Mangafans mit dem Kauf teurer Alben.

    Wenn aber niemand mal vernünftige Vorschläge unterbreitet, werden manche Sachen einfach verborgen bleiben.
    Deshalb sehe diesen und auch den anderen Thread einfach als kleinen Beitrag etwas dazu beizutragen - nicht mehr nicht weniger.
    Ich erhebe hier keinen besonderen Anspruch!
    Geändert von hipgnosis (28.01.2007 um 17:10 Uhr)

  4. #54
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    ich weiß und geb dir ja auch recht, hip, wollte es einfach wieder mal nur erwähnen nix für ungut

  5. #55
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Kaifalke
    ich weiß und geb dir ja auch recht, hip, wollte es einfach wieder mal nur erwähnen nix für ungut
    Ich bin dir ja auch nicht bös´

    Aber was bringt es etwas negativ darzustellen, wo du mir doch recht gibst und ich ja weiss das dir an einer positiven Darstellung des Comicmarktes im Gesamten liegt?

    Na ja las gut sein - gib lieber mal einen schönen Vorschlag ab!

  6. #56
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    mach ich, wenn mir was schönes einfällt

  7. #57
    Mitglied Avatar von Huckybear
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    Zitat Zitat von Kaifalke Beitrag anzeigen
    von wem??? von uns Comiclesern/fans?

    seh ich nich ganz so wie du, sicherlich hast du mit deinen Argumenten nicht ganz unrecht - ich bleibe aber dabei, in erster linie sollte die leserschaft vergrößert werden. wenn der eine oder andere, so wie ich z.b. jetzt auch noch anfängt mangas zu sammeln wird leider die eine oder andere serie im FB leiden müssen, da mein geldbeuteln nun mal nicht größer wird, eher kleiner. der verlag der beides rausbringt wirds vielleicht nicht merken, da es für ihn erstmal nur ein umschichten ist. zweitens könnten aber serien, mangels käufer (weil man die eine oder andere später kaufen will), drunter leiden weil sie abgebrochen werden.

    genauso wenn neue verlage wie BD und Splitter dazukommen - erstmal ganz schön, haben wir mehr auswahl, aber der kuchen den die bisherigen verlage unter sich aufgeteilt haben wird durch neue verlage eben kleiner für den einzelen, da auch dann der käufer sein geldbeutel jetzt auf mehr verlage aufteilt und so auf die eine oder andere serie erstmal auf später verlegt und damit vielleicht sie abgebrochen wird.
    Würde mich aber bestimmt nicht zu sehr darauf festlegen ob nun ein Comic einer bestimmten Comicherkunft oder Machart wie Manga,US oder Franko-Belgier entspricht.
    Dies kann doch immer nur ein erster Richtwert auf das was mich ungefähr erwartet sein.
    Die Grenzen und Inspirationen verwischen gerade bei den Alben immer schneller
    Wenn in den Siebzigern die junge Rebellen wie Giraud oder Druillet mit solch einer Einstellung nun nicht Métal Hurlant gegründet hätten ?
    Die wenigen Perlen für uns Albenleser lasse ich mir jedenfalls durch so eine Tunnelblick bestimmt nicht entgehen.
    Wenn ich mich z.B für ALBEN wie den Killer von EHAPA interessiere, bekomme ich z.B mit OLD BOY , vielleicht auch mit Death Note,Heads und Homunculus genau solch ähnlich gestrickte Comics (menschliche Abgründe,viele Denkmonologe,Selbstzweifel etc.) als Mangastoff geboten.
    Ich verstehe nicht, wie man sich durch diese geistige Mauer solchen Stoffen verschliessen kann.
    Wegen den finanziellen Aspekten:
    Ich such doch eigentlich nach "meinen" persöhnlichen Perlen, und nicht nach einem Gesamtprogramm eines Genre oder kauft jemand wirklich bei einem TB Verlag die gesamte Palette an Neuheiten aus einem Segment ?

    Grossverlage wie EMA und Carlsen möchten ja immer, dass der ewig gestrige Leser gefälligst flexibel bleibt und nicht immer so starr beim ehemaligen Albenprogramm von 1989 hängenbleibt.
    Nun müssen Leser und Verlage aber auch mitziehen. Die Leser müssen sich neuen Stoffen und Eindrücken öffnen.
    Die Verlage wiederum müssen nachziehen und solche entsprechende Serien trotz Verlustgefahr weiter anbieten.
    Sie werden den Leser wie schon gehabt (Eagle,Adolf ,Barfuss usw.) durch anfängliche Spiegelung weiterhin versuchen Ihn zu seinem "Glück erziehen".
    Éin Thread wie dieser kann diesen Prozess auf beiden Seiten vielleicht ein wenig unterstützen, meinen dank dafür an hipgnosis.
    Aber eine französiche Einstellung werden wir wohl leider weder bei den Alben noch bei den Manga erreichen.
    Aber das gehört in einen anderem Thread...
    Geändert von Huckybear (28.01.2007 um 22:33 Uhr)

  8. #58
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    Mawil: "Strand Safari"

    http://www.freibeutershop.de/shop/pr...roducts_id=642

    Ein kleiner Hase (mit Brille) wird schiffbrüchig an den Strand gespült, besorgt sich mühsam etwas zu essen, und lernt dann eine Gruppe von Mädchen kennen, die dort Urlaub machen. Zusammen erleben sie ein paar schöne Tage. Hat sich eins der Mädchen in den Hasen verliebt?

  9. #59
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    Zitat Zitat von Huckybear Beitrag anzeigen
    Ich verstehe nicht wie man sich durch diese geistige Mauer solchen Stoffen verschliessen kann.
    Wegen den finanziellen Aspekten:
    Ich such doch eigentlich nach "meinen" persöhnlichen Perlen und nicht nach einem Gesamtprogramm eines Genre oder kauft jemand wirklich bei einem TB Verlag die gesamte Pallette an Neuheiten aus einem Segment ?
    ..
    damit meinte ich eigentlich nur, das ich begrenzte mittel habe und mich deshalb beschränke, kaufe aber nicht alles von einem verlag sondern das was mir gefällt.

  10. #60
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Kaifalke Beitrag anzeigen
    damit meinte ich eigentlich nur, das ich begrenzte mittel habe und mich deshalb beschränke, kaufe aber nicht alles von einem verlag sondern das was mir gefällt.
    Martin - aber du musst doch zugeben das gerade bei deinen angesprochenen begrenzten finanziellen Mitteln so ein Empfehlungsthread wie dieser oder im Albenforum enorm fördernd ist.

    Deshalb möchte ich ja auch so gerne das die Leute hier ihre Tipps etwas besser und intensiver vorstellen, damit eine eventuelle Kaufeintscheidung erleichtert wird, oder wenigstens Inspiration oder generelles Interesse gefördert werden!

    In diesem Sinne Hate - gib doch auch mal deine persönlichen Eindrücke eines deiner Vorschläge bekannt.
    Darum geht es doch hier - nicht nur um das blosse nennen von Serien die vielleicht passen können, sondern um Vorschläge von Comics die ihr mit gutem Gewissen weiterempfehlen könnt, weil ihr aus bestimmten Gründen, die ihr hier nennen solltet, eben diesen Tipp geben könnt.

    Dein Mawil Tip z.b. - so kann ich gar nix damit anfangen, ausser das du mich auf den Titel aufmerksam machtest.
    Ich bin wirklich froh wegen Eurer Vorschläge - aber schreibt doch mal etwas dazu - Bitte!

  11. #61
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    natürlich hip

  12. #62
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    Dylan Dog

    wer auf Mystery und Grusel steht und schon mal was von John Sinclair gelese hat, dem kann ich den Jäger des Grauens empfehlen. Eine Mischung aus Krimi, Mystery und Horror. Und wer mal im Kino oder TV Filme mit den Marx Brothers gesehen hat, freut sich vielleicht Groucho wiederzutreffen. Ist auch nur am laufenden Band an Witzen und dummen Sprüchen reissen. die zeichnungen sind alle in s/w, was dem genuß aber keinen abbruch tut.

    52 Bände gibt es jetzt bereits - 96 Seiten im Taschenbuchformat -

    Dylan Dog kommt weder aus Japan, Deutschland, Frankreich oder USA

    sondern ist in Italien beheimatet und läuft schon sehr lange. Mehr über diese Serie erfahrt ihr auch im 50. Band - bei uns ein Doppelpack - fast 200 Seiten u.a. mit einem Interview der Übersetzerin
    Geändert von Martin (28.01.2007 um 22:50 Uhr)

  13. #63
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Ja - Dylan Dog ist schon irgendwie kultig.
    Kommt glaube ich auch vom erschwinglichen Preis und dem Format und den S/W Zeichnungen jedem Mangafan etwas entgegen.
    Immerhin bekommen wir hier knapp 100 Seiten zu 6 Euro. (Band 50 - ca. 200 Seiten - 12 Euro)

    Und der Jäger des Grauens ist ein echt symphatischer, vor allem aber cooler Vertreter des Detektivgenres.
    Hier mal eine kurze Info zur Person und Serie Dylan Dog:

    Zitat Zitat von Comic Guide
    Was ist von einem Londoner Privatdetektiv zu halten, dessen VW-Käfer die Satanisten-Nummer 666 trägt? Oder dessen mysteriösen Vater sich in eine helle und eine dunkle Seite teilt?
    Solcherlei Dinge verschaffen Dylan Dogs Charakter eine gewisse Zwielichtigkeit, obschon er grundsätzlich ein auch sozial engagierter Kämpfer gegen das Verbrechen ist. Mitgefühl für die Schwächen, Obsessionen und Süchte, denen Menschen erliegen können, hat Dylan Dog während der Überwindung seiner eigenen jugendlichen Alkoholsucht entwickelt. Sein Rüstzeug holte er sich anschließend mit einem Lehrgang bei Scotland Yard.
    Dylan Dogs Herkunft und sein Sinn für Doppelbödiges und Unerklärliches macht ihn zum idealen Aufklärer besonders brutal-mysteriöser Fälle, für die er sich dann auch ausschließlich interessiert. Dylan Dog zieht Kundinnen an, die Zombies aus Gräbern haben steigen sehen oder behaupten, ihr Geliebter sei von einem grässlichen Monster mit Tentakeln entführt worden. Er hat eine Vorliebe für Kunden, die halluzinieren oder die der tägliche Stress in Form Breughelscher Albträume heimsucht. Assistieren lässt sich Dylan Dog von seinem Freund Groucho, einer Art Reinkarnation von Graucho Marx, der oft alberne bis pointierte Witze auf den Lippen hat und Dylan Dog um dessen Erfolg bei Frauen beneidet. Groucho ist meist keine große Hilfe, aber sein absurder Humor relativiert den Horror.
    Das ganze zählt übrigens zu den berühmten italienischen fumetti neri - auch hier möchte ich eine Erklärung des ComicGuides hinzufügen, denn italienische Comics sind sicherlich nicht jedermann ein Begriff.

    Zitat Zitat von Comic Guide
    Die Wurzeln von »DYLAN DOG« sind in diesem typisch italienischen Comic-Genre der 60er-Jahre zu suchen, dessen erster und immer noch exstierender Antiheld »Diabolik« ist. Der Titel: »Diabolik - Notte Magica«. Darüber klein: »Il G Giallo a Fumetti - Anno XL - N. 2«. Das bedeutet, es handelt sich bei dem aktuellen Heft um beinahe das fünfhundertste Heft einer Comicserie, die seit fast vierzig Jahren läuft. 1962 taucht in den italienischen Kioskauslagen zwischen Krimis und Sex-Heften eine Comic-Novität auf: »Il Fumetto del Brivido - Diabolik«. Untertitel: »Il Re del Terrore« (»Der König des Terrors«). Aus den Augenschlitzen der Gestalt im schwarzen Trikot fixieren den Leser stechend blaue Augen, die Ähnlichkeit mit dem französischen Krimi-Helden Fantômas ist unübersehbar. Die Frau im Vordergrund schreit ein gellendes »Romanzo completto« heraus, und kosten tut das Ganze 150 Lire. Im Buch dann die ziemlich ungelenk gezeichnete Geschichte über Verfall und Zerstörung einer betuchten Familie, welcher der Kriminelle Diabolik mit fiesen Tricks und in diversen Maskeraden das Vermögen abzujagen versucht. Damit war die bösartige Hauptfigur einer bald unter dem Oberbegriff »Fumetto Nero« laufenden Comicserie geboren und der Held entwischte zum ersten von vielen hundert Malen dem pfeifenrauchenden Inspektor Ginko. Eine bewusste Pervertierung amerikanischer Superheldenmoral, welche dem Bösen nie den Sieg über das Gute zugesteht. Im »Fumetto Nero« werden, ähnlich wie in den Italo-Western, amerikanische Mythen demontiert. Einerseits überhöht man sie, auf der anderen Seite zieht man sie auf italienische Art und Weise stilsicher in den Dreck. Mit »Diabolik« hielt unmoralische Ambivalenz im Comic Einzug, was viele Leute irritierte. Bereits auf dem Titel des zweiten »Diabolik«-Booklets stand deshalb kleingedruckt: »Fumetto per adulti» (Comic für Erwachsene). In einem Werbetext empfahl der Verlag die Lektüre von »Diabolik« vor allem den Zugpendlern, die abends in die Vororte fuhren. Zur Entspannung!
    »Diabolik« ist das Fumetto-Geschöpf zweier Frauen, der Schwestern Angela und Luciana Giusaani. Vor allem die 1987 verstorbene Angela hat, zur Freude vieler italienischer Frauen, dem Bösewicht einen perversen Charme eingehaucht und ihn - besonders in den späteren Geschichten - mit einer komplexen Psyche versehen, die die Figur bis heute am Leben erhält. Und wie »Diabolik« lebt. Luciana findet zwar 1995 anlässlich eines Interviews die Frage nach der aktuellen Auflage indiskret, spricht aber durch die Blume von rund einer Million monatlicher Leser. Und wie kamen die Schwestern Giussani zu ihrer »Fumetto«-Innovation? »Meine Schwester Angela war mit dem Verleger Sansoni verheiratet, konnte aber mit einem Hausfrauendasein nichts anfangen«, erzählt Luciana Giussani, »also gründeten wir den kleinen Verlag »Astorina«.
    Nach erfolglosen Übernahmen amerikanischer Serien entschlossen wir uns, eine eigene Figur zu erfinden. Wir versuchten einen Erwachsenencomic zu kreieren. Meine Schwester ließ sich für Diabolik, der eigentlich ihre Erfindung ist, von den Klassikern der schwarzen Literatur und von »Fantômas« inspirieren. Äußerlich ist Diabolik dem Hollywood-Star Robert Taylor nachempfunden. Wir schufen einen negativen Helden, einen Kriminellen, der der Polizei immer wieder entwisch - nicht zuletzt deshalb, weil die Serie ja weiterzugehen hatte!«
    1968 wird in »Diabolik, chi sei?« (»Diabolik, wer bist du?«) der Schleier über Diaboliks Herkunft gelüftet. Als Kind einziger Überlebender eines Schiffbruchs, wird Diabolik von einer Gangsterbande auf eine Insel gerettet, erfährt dort die Erziehung zum Verbrecher und zieht nach der Ermordung seiner Lehrmeister als Einzelkämpfer durch die Welt. Kein Superheld, der mangelnden Grips durch übermenschliche Kräfte ersetzen muss, besitzt Diabolik jedoch die Fähigkeit, sich mitels chemisch hergestellter Masken in andere Leute zu verwandeln. Bereits in der dritten Ausgabe begegnet Diabolik der Witwe Eva Kant. Sie wird ihn von nun an - Diabolik ist zwar ein Verbrecher ohne jedes Moralempfinden, als Liebhaber jedoch monegam - begleiten und ihm beim Morden und Brandschatzen zur Hand gehen. Diabolik und Eva leben heute in einer komfortablen Villa, fast wie ein großbürgerliches Paar, wären da nicht die dunklen Urtriebe.
    Seine Treue wird übrigens gerade in der anfangs erwähnten aktuellen »N. 2 / Anno XL« auf die Probe gestellt. Diabolik begeht aus reiner Neugier eine Nacht lang mit einer Magierin Einbrüche, die sich in ihn verliebt hat. Eva bleibt Zuhause, sehr eifersüchtig. In »Notte magicax« lässt sich übrigens die heute qualitativ durchaus ansprechende Optik der Serie studieren. Sicherer Strich und oft rasante Schnitte. Gemordet wird in den neueren Geschichten nur noch, wenn es absolut unumgänglich ist. Diabolik stellt sich auch immer wieder in den Dienst der Schwachen und verteidigt Unterprivilegierte. Luciana Giussani: »Wir reflektieren und verarbeiten oft Aspekte des italienischen Alltags, in welchem sich zum Beispiel Probleme mit der Mafia oder dem Feminismus stärker bemerkbar machen als anderswo«. »Diabolik« wurde natürlich schnell nachgeahmt, zur Blütezeit gab es über 60 »Fumetti Neri«. Als wichtigste folgen 1964 »Kriminal« und »Satanik« von Magnus/Bunker, die qualitativ weit über dem Umfeld stehen. Das Umfeld wird von »Sadik«, »Vamp«, »Spettrus«, »Rocambol«, »Makabar«, »Infernal«, »Messalina«, »Poppea« und einer unendlichen Anzahl weiterer Seinen bestritten.

    »DYLAN DOG« stellt in mancher Hinsicht die Quintessenz der »Fumetto Nero«-Tradition dar.

    P.S. Demnächst erscheint von Bonelli Comics ein weiterer italienischer fumetto nero - mit der Reihe Dampyr
    Geändert von hipgnosis (28.01.2007 um 22:58 Uhr)

  14. #64
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Na dann mache ich mal weiter!

    The Walking Dead
    Autor: Robert Kirkman Zeichner: Tony Moore/Charles Adlard
    Cross Cult - bisher 3 Bände - Serie läuft noch

    Zuerst wie schon sooft eine Verlinkung zu unserer Besprechung des 1. Bandes im Stammtisch.
    http://www.comicforum.de/showthread.php?t=84518

    Der Cop Rick Grimes erwacht in einer völlig anderen Welt. Nach mehreren Monaten Koma ist nichts mehr wie es war. Zombies bevölkern Nordamerika, vielleicht sogar die ganze Welt. Ursache: unbekannt. Das komplette wirtschaftliche und soziale Netz ist zusammengebrochen. Rick Grimes macht sich in dieser bizarr veränderten Welt auf die Suche nach seiner Familie.

    Autor Robert Kirkman erzählt nicht nur eine Action-Story über gute Menschen und böse Zombies. In »The Walking Dead«, so Robert Kirkman im Vorwort zu Band eins, »möchte ich untersuchen, wie Menschen mit extremen Situationen umgehen und wie solche Ereignisse sie ändern.« Die Odyssee wird für Grimes auch eine Reise zu sich selbst - und zu einer permanenten Begegnung mit der Angst. Grimes muss sich ihr immer wieder stellen - oder sterben.


    Kurz-Rezi zum ersten Band.

    Zitat Zitat von hipgnosis
    8/10

    Und das noch nicht mal auf die Storyline bezogen, die müsste wie Matbs ja schon deutlich ausgeführt hat auch mit weniger zufrieden sein - aber die Zeichnungen sind wirklich genial.
    Und da ab dem nächsten Band der m.E. schwächere Zeichner die Bühne betritt - ist es nur gerecht hier mal den halben oder ganzen Punkt mehr zu geben, der ja ab Band 2 durch eine verbesserte Storyline ausgeglichen wird, wenn ich meinem Vorredner Glauben schenken darf.

    Die Storyline hat den grossen Vorteil das sie zumindest eine Geschichte beginnt, die einfach noch unglaublich viel Spannung verspricht.
    Mich interessieren weniger die Fragen wie man sich selbst in dieser Situation verhält - dafür ist mir die Szenerie einfach zu suspekt und absurd - mich interessieren eher die Antworten und Lösungen von Kirkman, die hoffentlich noch für einige Überraschungen gut sind.

    Einen allzu gehaltvolle Storyplot habe ich ehedem nicht erwartet angesichts des Zombiethema - dafür wurde ich aber in der Art der Ausführung mehr als positiv überrascht.
    Wie gesagt - zeichnerisch ist das Comic kongenial umgesetzt - wann zuvor durfte man schöner schaudern, als beim Anblick der verwesenden Zombies. Besonders gelungen finde ich die Original Heftcover die wir teilweise in der Gallery bewundern können.
    Welch ein Geschick für beängstigende Aufnahmen hier Tony Moore beweist ist schon einzigartig - sehr schade das er nicht mehr mit von der Partie ist - auch wenn Adlard bestimmt auch seine Qualitäten hat - keine Frage.

    Weiss man das dies nur der Auftakt einer lang angelegten Serie ist, kann man damit mehr als zufrieden sein
    Mittlerweile habe ich auch den 2. Band goutiert und es wird wirklich besser. Der Handlungsverlauf wird deutlich intensiviert und es ereignen sich weitere menschliche Dramen.
    Leider ist es auch zu der von mir befürchteten zeichnerischen Verschlechterung gekommen - und zwar zu einer sehr deutlichen.
    Denn Adlard schafft auch nicht im Ansatz die zeichnerische Klasse Moore´s fortzusetzen. Seine Protagonisten wirken teils unbeholfen, teils gar in ihren Extremitäten verzerrt - vor allem die Kinder. Er arbeitet mit einer deutlich höheren Gewichtung auf Schwarzflächen und weniger auf ausgearbeitete Details.
    Dennoch passen sich die Zeichnungen zum Ende hin dem Thema an - und es wurde hier im Forum schon berichtet das er ab Band 3 deutlich besser wird - na dann lasse ich mich mal gerne überraschen.

    Die Handlung verspricht auf jeden Fall noch einiges an Spannungsmomenten, vor allem in Hinsicht auf den Appetitanregenden Cliffhander des 2. Buches.

    Dieses Comic sollte sich wirlklich keiner entgehen lassen.
    Geändert von hipgnosis (04.02.2007 um 14:11 Uhr)

  15. #65
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    Junge Helden, schöne Bilder, eine große Liebe und ein tragisches Ende:
    "Der Aufschub" (Jean-Pierre Gibrat)
    http://www.comicforum.de/showthread.php?t=74624

  16. #66
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Hate Beitrag anzeigen
    Junge Helden, schöne Bilder, eine große Liebe und ein tragisches Ende:
    "Der Aufschub" (Jean-Pierre Gibrat)
    http://www.comicforum.de/showthread.php?t=74624
    Ja das war wirklich ein aussergewöhnlicher Comic-Zweiteiler sowohl von Storyline wegen als auch durch aussergewöhnliche Zeichnungen.

    Ein paar Worte zur Handlung.
    Zitat Zitat von felix da cat
    Band 1

    Juni bis Dezember 1943

    Der junge Franzose Julien soll mit dem Zug zur Zwangsarbeit nach Deutschland überführt werden. Ihm gelingt die Flucht und er kehrt in sein Heimatdorf Cambeyrac zurück. Dort findet er Zuflucht bei seiner Tante Angèle. Durch diese erfährt Julien, dass der Zug, aus dem er flüchtete, bombardiert wurde und die Behörden ihn für tot halten.
    Julien versteckt sich im versiegelten Haus des offenbar deportierten Lehrers Thomassin. Die Dachwohnung dient ihm als Aussichtsposten auf die Geschehnisse im Dorf. So beobachtet er u.a. seine eigene Beerdigung, das Café des Tilleuls, für das die von ihm verehrte Cécile als Serviererin arbeitet und den Bauernhof, in dem diese zusammen mit ihrer Großmutter Manou lebt. Aus Angst vor Entdeckung verlässt er seine Behausung allenfalls für nächtliche Exkursionen während derer er Mitglieder der Résistance bei deren konspirativer Arbeit beobachtet oder bei Tante Angèle zum Essen einkehrt.
    Doch immer stärker wird er von Eifersucht auf Paul geplagt, der sich scheinbar erfolgreich an die geliebte Cécile heranmacht.

    Band 2

    Januar bis Juni 1944
    Nachdem Julien sein Versteck verlässt, um Cécile eifersüchtig aus der Nähe zu beobachten wird er von dieser entdeckt und zeitweise aufgenommen. Zwischen beiden entspinnt eine Liebesbeziehung.
    Als Großmutter Manou stirbt wird Cécile von ihrer Mutter gebeten zu ihr nach Paris zu ziehen und es kommt zu einer vorläufigen Trennung. In dieser Zeit werden Julien und der vermeintliche Nebenbuhler Paul zu Freunden. Um letzterem einen Gefallen zu tun, erklärt sich Julien sogar bereit, ein Waffendepot der Résistance in sein Versteck zu verlagern.
    Kurz nachdem Cécile zurückkehrt wird Paul durch deren Cousin, den Milizionär und Kollaborateur Serge verhaftet und wenige Tage später standrechtlich erschossen.
    Um Serge nicht mehr begegnen zu müssen, kehrt Cécile endgültig nach Paris zurück und bittet Julien, ihr zu folgen.
    Doch Serge entdeckt Julien und versucht, diesen zu töten. Der alte Widerständler Basile erschießt Serge jedoch und rettet Julien damit in letzter Sekunde.
    Julien reist nun per Bahn zu seiner geliebten Cécile. Doch ein Jahr nachdem er dem Bombardement eines Zuges durch vorzeitige Flucht entkam, kommt es zu einem erneuten Angriff. Julien stirbt nachdem der Zug entgleist und eine Brücke hinunter stürzt. Für ihn war das vergangene Jahr nur ein Aufschub.
    Und eine Bewertung meinerseits:

    Zitat Zitat von hipgnosis
    Gibrat hat es meisterhaft verstanden eine einerseits romantisch, verklärte Liebesgeschichte zu erzählen, bzw zu illustrieren und andererseits ein unglaublich authentisches Bild von Land und Leute zur Zeit des besetzten Frankreichs im II.WK´s zu zeichnen.
    Mit Hilfe aller Finessen und ironischer Spitzfindigkeiten, umschifft er gekonnt einen zu sehr konstruierten Plot und versetzt den Leser oder besser den
    " Betrachter " in eine fast träumerische Melancholie !

    Dennoch fehlt mir persönlich etwas die Tiefe der Geschichte, bzw. hätte ich mir noch genauere Einblicke in die Gedanken einiger Akteure gewünscht.
    Vielleicht ist es vermessen dies zu verlangen - doch andererseits verstehe ich es großes Kompliment für Gibrat´s Werk - das er mich durch diese einfühlsam erzählte Geschichte, noch neugieriger auf alles gemacht hat !

    Zeichnerisch ist dieser Titel ohne Zweifel ein großes Meisterwerk - durch seine aquarellhaften Szenen, die wie mein Vorredner schon treffend bemerkte dem Impressionismus zuordnete. Gesichter und vor Allem deren Ausdruckskraft sind brilliant und wohl nur seltenst im Medium Comic zu bewundern. Farben - wann wurden schon jemals Landschaft, Mensch und Jahreszeiten eindrucksvoller präsentiert !?!

    Ich stimme @felix_da_cat zu - daß Lettering ist für eine solche Arbeit einfach nur " bescheiden ", dort hätte ich mir einen gleichmäßig, beruhigenden + vor allem sensiblen Schwung im Schriftbild gewünscht - den oft nur Frauen schreiben können !! In dieser Hinsicht wurde etwas Potenzial verschenkt - was aber natürlich durch die sonstige Arbeit, mehr als wett gemacht wurde !!

    Bei der Benotung dieses Werkes tue ich mich allerdings etwas schwerer.
    So würde ich den Zeichnungen auch eine glatte " 10/10 " geben, der Story allerdings eher eine " 8-9/10 "
    Die Einleitung/Vorwort in beiden Alben ist noch positiv zu erwähnen !!

    Allerdings kann man den Titel nur mit einem " Must have " bezeichnen !
    Im Nachhinein ärgere ich mich etwas, daß ich die Ausgaben nicht in der auf 300 Stück lim. Luxusausgabe besitze. Sollte ich diese eines Tages zu bezahlbaren Preisen noch bekommen, wäre ich sicherlich nicht abgeneigt !!

  17. #67
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    Nabiel Kanan: "Lost Girl" (Nicht verwechseln mit Alan Moores "Lost Girls"!!!)

    Ein sehr lockerer schwarzweißer Zeichenstil, der gut zur sommerlichen Atmosphäre passt. Dazu eine stimmungsvolle Erzählweise mit vielen Panels und wenig Worten. Das könnte auch Manga-Lesern gefallen, auch wenn die Figuren überhaupt nicht dem Manga-Schönheitsideal entsprechen.

    Sommerurlaub am Strand. Ein 15jähriges "braves" Mädchen macht Campingurlaub mit der Familie. Dort beobachtet sie immer wieder ein einige Jahre älteres "böses" Mädchen. Das "böse" Mädchen merkt, dass sie beobachtet wird.

    Die Geschichte ist voller unausgesprochener Geheimnisse, Andeutungen und Rätsel, die meist unaufgelöst bleiben.

    Erhielt in Erlangen 2002 den Max-und-Moritz-Preis

    http://www.amazon.de/gp/product/3831119376
    http://www.bdselection.com/php/index...id_dossier=118
    http://www.comicsondemand.de

    In bester Independent-Manier erzählt Nabiel Kanan in "Lost Girl" von den Ferienerlebnissen der langsam erwachsen werdenden Beth und wurde dafür auch gleich für den begehrten Eisner-Award 2000 nominiert. Wirklich neu sind Beths Erlebnisse eigentlich nicht wirklich, aber trotzdem ist es recht spannend, wie sie ihre neue rebellische Freundin kennenlernt und für die Entführerin eines Mädchens hält. Die typische Unsicherheit pubertierender Jugendlicher stellt Kanan sehr getreu dar, ohne irgendwelche Klischees zu bedienen.
    Fritz Saalfeld, www.comicgate.de
    Beth dürfte so knapp 15 Jahre alt sein und freut sich nicht sonderlich auf den Urlaub mit ihren Eltern und ihrer kleineren Schwester. Ziel ist eine englische Kleinstadt und hier wurde auf einem Campingplatz ein Wohnwagen angemietet. Auf der Hinfahrt beobachtet Beth ein seltsames Mädchen. Dieses verführt einen Mann und stiehlt ihm dabei die Wagenschlüssel. Auch ansonsten scheint sie noch einige Geheimnisse zu haben. Natürlich ist diese Person sehr viel interessanter als Beths Freundin Caitlin, die allenfalls etwas Shit zu bieten hat.

    Bemerkenswert an diesem mit dem Will-Eisner-Award gezeichneten Comic ist die für Comics erstaunliche Tatsache, dass Nabiel Kanan über weite Strecken ganz ohne Worte auskommt. Er fängt die Blicke zwischen seinen Figuren und die vielen ruhigen Momente ungewöhnlich sensibel in seinen Strichzeichnungen ein. Diese sind so eigenwillig ausgeführt und raffiniert schraffiert, dass der Leser zu keinem Zeitpunkt die Farbe in diesem gelungenen Schwarzweiß-Album vermisst.
    Heiner Lünstedt, www.highlightzone.de
    Sommerzeit, Ferienzeit. Beth fährt mit ihrer Familie zum Campingurlaub ans Meer. Nicht gerade ein Grund zum Jubeln, denn Beth ist ein Teenager und hat permanent schlechte Laune. Kurz: Die Pubertät ist eine lodernde Hölle. An einer Tankstelle unterwegs beobachtet sie ein Mädchen, dass hier ein flüchtiges, sexuelles Abenteuer hat. An ihrem Urlaubsort trifft sie die Unbekannte wieder, doch anscheinend steckt mehr hinter der jungen Frau, als Beth ahnt.

    Der Brite Nabiel Kanan erzählt eine ganz und gar unaufgeregte Geschichte über das Erwachsenwerden, verwebt dabei Träume, Wünsche und Fantasien mit einer erlebten und tristen Realität. Doch Kanans Story und Zeichnungen sind nur scheinbar simpel: Gerade in der idealen Ergänzung von Zeichnung und Text sticht Lost Girl aus dem Einerlei zeitgenössischer Kunstcomics heraus. Den diesjährigen Max-und-Moritz-Preis jedenfalls hat dieser Band mehr als verdient.
    Lutz Göllner, Zitty
    Geändert von Hate (04.02.2007 um 20:19 Uhr)

  18. #68
    Mitglied Avatar von Zakarum
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    Lost Girl klingt extrem interessant, danke für die Infos und Links Hate. Wenn ich das nächste mal im Comicshop bin, hol ich mir das Buch.



  19. #69
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    Falls der Comic-Händler es nicht mehr hat, kannst Du es bestellen. Es ist Book-On-Demand.

  20. #70
    Mitglied Avatar von Xena
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    ich habe mir hier zwar nicht alles durchgelesen, aber bei der übersicht habe ich meinen liebling nicht gefunden ^^

    ist ein comic aus österreich aud heißt "Der Tod und das Mädchen". gibt es online zu lesen, aber auch im buchformat zu kaufen. darin stehen dann auch unveröffentlichte szenen.

    hier mal der link http://www.cartoontomb.de/deutsch/tod.php

    mit comics kenn ich mich null aus, ich kann also keine wertung abgeben, wie er im vergleich zu anderen ist ^^ kann nur sagen, wie ich ihn empfinde.

    für mich ist "Der Tod und das Mädchen" ein super Comic. Ich würde ihn zu "Funny" einfügen. Er ist echt lustig, die Zeichnungen finde ich klasse und auch die Ausdrucksweise. Meine Schwester liest ihn mit 15, ich mit fast 20 und meine Mutter mit 45. Ist also ein Comic für alle Altersschichten.


    Weiß nicht ob das hier rein passt, wie gesagt kenn mich in dem Bereich nicht aus ^^

  21. #71
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    hier eine schöne Vorstellung des Zack-Magazins

    http://www.fictionbox.de/index.php?o...=3093&Itemid=2

  22. #72
    Dreamhafter SysOp Avatar von Minerva X
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    Ui...der Thread ist ja weeeeeit nach hinten gerutscht.
    Eigentlich wollte ich ja noch warten, bis ich es kaufe und lese, bis alle Bände draußen sind, aber schlußendlich habe ich mir doch den Comic Vampire Boy gekauft. Bisher Band 1. Ich habe ihn noch nicht ganz gelesen...
    Der Preis ist deftig, aber dafür Hardcover und sehr schöne Seiten.
    Der Comic an sich ist gut, obwohl die Zeichnungen etwas besser sein könnten. Ungewöhnliche Story (irgendwie alles leicht verdreht), tragisch und spannend. Wird auf jeden Fall nicht langweilig.

    Ich werde etwas längeres schreiben, wenn ich den Band durchhabe.

  23. #73
    Mitglied Avatar von Funnybulma
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    Talking

    Also, meiner Meinung nach kann manauf jeden Fall noch Hellboy und B.U.A.P. mit in die Liste einfügen.... Sind wirklich cool die beiden Serien von Mike Mignola^^....

    CU Funny

  24. #74
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    Mal seichte Kost:

    "Das Kristallschwert" von Goupil und Crisse
    5 Bände (abgeschl.), Genre: Fantasy
    Früher von Ehapa Verlag später bei Carlsen Comics

    Zum Inhalt:
    Die Welt der Barbaren wird von einem mächtigen, bösartigen Wesen beherrscht, das mit seinen Heerscharen Furcht und Verderben über die Menschen bringt.

    Als die Wächterin des Pentagramms im Sterben liegt, wird Zorya, die schöne Amazone, ausgeschickt, die Meister der fünf Sinne zu suchen...



  25. #75
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    Zitat Zitat von Minerva Beitrag anzeigen
    Ui...der Thread ist ja weeeeeit nach hinten gerutscht.
    Eigentlich wollte ich ja noch warten, bis ich es kaufe und lese, bis alle Bände draußen sind, aber schlußendlich habe ich mir doch den Comic Vampire Boy gekauft. Bisher Band 1. Ich habe ihn noch nicht ganz gelesen...
    Der Preis ist deftig, aber dafür Hardcover und sehr schöne Seiten.
    Der Comic an sich ist gut, obwohl die Zeichnungen etwas besser sein könnten. Ungewöhnliche Story (irgendwie alles leicht verdreht), tragisch und spannend. Wird auf jeden Fall nicht langweilig.

    Ich werde etwas längeres schreiben, wenn ich den Band durchhabe.
    Band 3 von Vampire Boy ist jetzt erhältlich

    Ran ans Lesevergnügen

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