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  1. #26
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    Vielleicht noch die Kurzinfos vom Inducks zur ersten Geschichte:

    Titel: Der grüne Daumen
    Seiten: 48
    Story: Fabio Michelini
    Zeichnungen: Corrado Mastantuono
    Charaktere: Baptist, Daniel Düsentrieb, Die Panzerknacker, Donald Duck, Fähnlein Fieselschweif (die 3 Neffen haben aber nur kurz mal die Fähnlein-Fieselschweif-"Hüte" auf...), Helferlein, Onkel Dagobert, Opa Knack, Tick Trick und Track
    Story-Code: I TL 1979-A

    Also ich hatte die Geschichte in eher mittelmäßiger Erinnerung und wurde heute durch das Lesen darin bestätigt.
    Die Zeichnungen sind zwar genau nach meinem Geschmack (v.a. Seite 29!), aber die Story hinkt schon ziemlich.
    1. "hinkende" Szene: Donald träumt diesen Alptraum doch, oder? Warum sind dann die ganzen Löcher im Haus? Und wen er auch durch das aus dem Bett fallen durchgebrochen wäre, warum ist dann die Decke oberhalb des Bettes auch durch?
    2. Szene: Es müsste doch auch Donald auffallen, dass da übernacht Blumen da sind, die er gar nicht gepflanzt hat und erst gräbt er den ganzen Garten um und übernacht wächst schon wieder der schönste Rasen. Da wäre es doch eine sinnvollere Erklärung gewesen, wenn die Neffen Daniel Düsentriebs Superdünger verwendet hätten. Davon wird aber ein paar Seiten vorher nix gebracht.
    3. Szene: Der Gärtnerjob bei Dagobert trägt nichts zur weiteren Entwicklung der Geschichte bei. Genauso gut hätte Dagobert Donald mal wieder für irgendeine Arbeit engagieren können und wäre so mit ihm hinter dem "Emir-Auto" hergefahren.
    4. Szene: Also erstens merkt Dagobert immer, wenn Edelmineralien gefälscht sind und zweitens - sooo schnell ist die Polizei dann auch wieder nicht und wenn Dagobert auch immer seinen Notgroschen im Zylinder hat, 10 Millionen sind es dann doch wieder nicht. Was mir da grad einfällt. Es wär ja dann ein leichtes für die Panzerknacker, da sie es nun ja wissen, Dagobert mal auf offener Straße zu überfallen und seinen Zylinder samt Geld zu stehlen!

    Naja, vielleicht nehm ich es ja grad zu genau... obwohl, es muss ja einen Grund haben, warum ich die Geschichte (glaub ich) bis jetzt nur einmal gelesen hab (max. 2x ).
    mfg, Gerhard

  2. #27
    Zitat Zitat von Edgar Allan Maus Beitrag anzeigen
    3. Szene: Der Gärtnerjob bei Dagobert trägt nichts zur weiteren Entwicklung der Geschichte bei. Genauso gut hätte Dagobert Donald mal wieder für irgendeine Arbeit engagieren können und wäre so mit ihm hinter dem "Emir-Auto" hergefahren.
    Genau. Diese Sequenz wird zwar über sechs Seiten aufgebaut, aber wozu? Um dann ins Leere zu führen. Sie trägt genau nichts zur Entwicklung des Geschehens bei.
    Überhaupt: Was ist eigentlich der Kern dieser Story? Donalds Gärtnerei? Die kommt eigentlich nur in besagtem Traum vor. Ist es der im Titel zitierte "grüne Daumen" (Düsentriebs Tinktur) und, damit zusammenhängend, die Falle der Panzerknacker?
    Irgendwie führt hier kein Storyfaden auf ein richtiges Ziel zu, alle verlaufen sich so ein bisschen im leeren Raum...

  3. #28
    Der Ansatz, einfach drauflos zu fabulieren, klingt zwar spannend, aber es wäre wohl besser gewesen, sich danach noch Gedanken zu machen, wie man die einzelnen Elemente zu einer schlüssigen Story zusammenkittet. So wie die Story ist, konnte sie mich zwar hinreichend gut unterhalten (was vor allem an der guten Darstellung der Charaktere lag), auch wenn mir manche Lücken und Logikfehler aufstießen, hinterließ aber keinerlei Spuren. Eine Geschichte, die, hätte man die einzelnen Handlungsstränge in separaten Geschichten veröffentlicht, wohl gut zur Beliebigkeit vieler heutiger Geschichten gepaßt hätte.

  4. #29
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    Also ich muss zugeben, dass mir gerade das episodenhafte an dieser Geschichte gefallen hat. Die völlig verschiedenen Handlungsstränge, die durch wenige Elemente miteinander verbunden sind geben der Geschichte etwas "reales". Das es an einigen Stellen mit der Logik ein wenig hapert, kann ich natürlich nicht leugnen.

  5. #30
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    Hmm...
    Sollen wir zur zweiten Geschichte schreiten?
    mfg, Gerhard

  6. #31
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    Wenn nicht bald noch jemand etwas zur ersten schreibt, wäre das vielleicht nicht schlecht.

  7. #32
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    Der Mann mit den vielen Gesichtern

    Story-Code: D 91265
    Seiten: 65
    Charaktere: Micky, Goofy u.v.a.
    Autor und Zeichner: Hab in dumpfer Erinnerung, dass ich da im Inducks nichts gefunden hab!

    Gut, dann zur Geschichte:
    Sie spielt in der Zeit, in der Napoleon grade Österreich und Russland angreifen will. Um seine Feinde zu verwirren, will er seinen Doppelgänger, der in einem Schloss "festgehalten" wird ins Lager der Truppen holen, damit er mit einem Großteil der Armee weiterziehen kann. Allerdings wird sein Doppelgänger Philippe von den Engländern zufällig entführt, wie er so an der Küste Frankreichs spazieren geht. Micky und Goofy (es wird nicht näher erklärt, wer und was sie sind, nur das Micky ein Freund Philippes ist) wollen ihn aus den Fängen der ja mit Frankreich im Krieg befindlichen Engländern befreien. Allerdings kommt Philippe ganz gut alleine zurecht.

    Eine mMn wirklich schön erzählte Geschichte. Tolle Zeichnungen, interessante Charaktere, interessanter Plot, lustige Szenen. Napoleon finde ich ist ganz gut getroffen und seinem Offizier mal eben so einen Orden anheftet - köstlich!

    Aber dass es zum Beispiel an Bord des englischen Schiffes nicht auffällt, dass immer mehr Leute abgehen und dass die ihrer Kleidung beraubten Seemänner auch gar nicht auf den Gedanken kommen, um Hilfe zu schreien, um aus dem Schiffsgefängnis rauszukommen - seltsam (genauso unlogisch ist dann, wenn die "Marinesoldaten" in England abgeführt werden, nur weil sie im Schiffsgefängnis waren - normal kennt man sich an Bord eines Schiffes ja untereinander!
    Ich hatte die Geschichte schon länger nicht mehr gelesen und kannte das Ende und eigentlich so ziemlich die ganze Geschichte nicht mehr. Darum war ich schon äußerst gespannt, was es mit den kleinen Jungen auf sich hat. Der Schluss hinterließ darum bei mir ein großes Fragezeichen, weil ich den historischen Hintergrund nicht so genau kenne! Warum zum Teu... braucht er den Ring des französischen Königshaus vom englischen König? Vielleicht kann mir das ein geschichtlich versierter Leser mal erklären.
    Dann frage ich mich auch, warum der englische König nicht genug Vermögen hat, um seine Spielschulden zu bezahlen!

    Fragen über Fragen! Wer weiß Antwort?

  8. #33
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    Meine Meinung:

    Der Grüne Daumen:
    Sicher trüben die hier schon angesprochenen logischen Fragwürdigkeiten die Geschichte ein wenig. Die von einigen kritisierte episodenhaftigkeit der Geschichte ist für mich hier aber kein großer Nachteil. Sicher, man könnte wohl eine etwas dickere Haupthandlung auf immerhin 48 Seiten unterbringen, aber hier sorgen neueinsätzende Stränge wie die plötzliche Einbeziehung der Panzerknacker etc. dafür, daß die Story, deren Haupthandlung nun nicht unbedingt ein Jahrhundertsgeniestreich ist, abwechslungsreich, lebendig und wenig vorhersehbar bleibt. Das finde ich in diesem Falle gut gelöst. Insgesamt eigentlich eine typische Michelini-Story: Etwas sprunghaft und wir, aber mit vielen atmosphärisch lösenden und Wohlfühlen erzeugenden Elementen. Michelini schwankt zwar sehr häufig zwischen den Extremen "Genial" und "absolut hirnrissig", hier hat er ausnahmsweise eine eher durchschnittliche Geschichte hervorgebracht: Angenehme, kurzweilige Geschichte, in der die großen Momente jedoch fehlen.
    Die Zeichnerbesetzung mit Mastantuono finde ich in dieser Geschichte völlig verfehlt. Er hat sicherlich Qualitäten, in dieser Geschichte ist sein hier recht schlichter und eckiger Stil jedoch fehl am Platze. Scala wäre optimal gewesen, auch Chierchini oder Vian hätten gut gepáßt.

    Der Mann mit den vielen Gesichtern
    Hui, anspruchsvolle Kost aus Dänemark, damals recht selten. Man muß sich sehr konzentrieren, permanent die Übersicht zu behalten. Insgesamt ist die Geschichte aber gut durchdacht, Unstimmigkeiten und lose Fäden bleiben eigentlich keine übrig, abgesehen davon, daß es wie oben angesprochen etwas merkwürdig ist, daß das Verschwinden zahlreicher Offiziere auf einem Schiff nicht bemerkt wird.
    Autor Korhonen gelingt es hier sehr gut, zahlreiche Fäden bis ganz zum Schluß offenzuhalten, was der Spannung sehr förderlich ist, und dann auch einigermaßen befriedigend aufzulösen. Insgesamt eine gut konstruierte, spannende und interessante Geschichte, der aber eindeutig die Lockerheit fehlt, weswegen die Geschichte verkrampft wirkt und das Lesen mitunter anstrengend wird. Etwas Entspannung zwischendurch hätte der Geschichte gut getan. Marios (wer ist das denn?) Zeichnungen wirken teilweise etwas unbeholfen (Goofy ist meistens zu klein), sind aber im Großen und Ganzen akzeptabel.

    Richard

  9. #34
    Zitat Zitat von mrd Beitrag anzeigen
    ...mit vielen atmosphärisch lösenden und Wohlfühlen erzeugenden Elementen.
    Ahem..., tut mit leid, das verstehe ich nicht wirklich. Kannst Du etwas genauer ausführen, was Du hier meinst?

  10. #35
    Die zweite Geschichte dieses LTBs lässt mich ziemlich kalt.
    Das liegt zur Hauptsache daran, dass weder unsere Helden noch die Nebenfiguren wirklich interessant sind (sorry, Edgar A. Maus!). Micky und Goofy haben keine weitere Funktion als hinter dem „Mann mit den vielen Gesichtern“ herzuhetzen und sich über gewisse Vorkommnisse zu wundern. Und der titelgebende Mann, Philippe genannt, ist als Charakter über seinen Verkleidungsfimmel hinaus nicht weiter definiert. Er hat zwar viele Gesichter, scheint aber keine Eigenschaften zu haben.
    Diese Eindimensionalität vermag nicht zu fesseln. So bleibt diese Geschichte für mein Empfinden seltsam unpersönlich, ein Eindruck, der vom etwas gesichtslosen Zeichenstil Marios noch unterstrichen wird.

    Zu den schon erwähnten Ungereimtheiten möchte ich noch Folgendes hinzufügen: Dass das englische Schiff von derart vielen kleinwüchsigen Männern, die notabene alle Bartträger sind, bevölkert ist, wirkt schon sehr unglaubwürdig. Dieser Umstand hätte besser in der Geschichte verankert werden müssen.
    Und dann: Philippes winziges Köfferchen fasst eine unglaubliche Menge an Bärten. Mag sein, dass dies als Gag gedacht ist; leider ist er so, wie er in der Geschichte platziert ist, nicht oder nur mit viel gutem Willen als solcher erkennbar.
    Da die Figuren das Interesse des Lesers nicht wirklich wach zu halten vermögen, ist einem - mir jedenfalls - die ganze kompliziert aufgebaute Geschichte bald einmal egal.

  11. #36
    Kommt zu dieser Geschichte von jemandem noch was? Sonst schlage ich vor, zur nächsten Geschichte weiterzugehen...

  12. #37
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    Ja, ich wollt nochmal meinen Senf dazugeben (außerdem bin ich noch nicht zum Lesen der Drachenlandgeschichte gekommen :-)
    Also wie gesagt, mir gefällt die Geschichte, trotz der Ungereimtheiten. Allerdings find ich den Schluss schon ziemlich daneben, ich glaub ich muss mal bei Wikipedia nachschauen, wie die historischen Hintergründe ausschauen, vielleicht check ich es dann.
    Übrigens erinnert eine Aktion schon ein wenig an den jetzigen Kaschperlmicky: Denn sie versuchen krampfhaft in den Tower von London eingesperrt zu werden, damit sie (!) dann Philippe befreien können, aber ohne den Zweien hätte es Philippe um einiges einfacher gehabt! Was für eine glorreiche Idee ;-)

    VG, Gerhard

    PS: Wer war jetzt gleich nochmal Zeichner und Autor (mit vollen Namen)?

  13. #38
    Moderator Disney Comics Forum Avatar von Christoph
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    Zitat Zitat von Edgar Allan Maus Beitrag anzeigen
    (...)Wer war jetzt gleich nochmal Zeichner und Autor (mit vollen Namen)?
    Der Autor von "Der Mann mit den vielen Gesichtern" ist "Kari Korhonen". Wer der Zeichner ist, würde mich auch sehr interessieren. Bis auf das Pseudonym "Mario" war nirgends was rauszubekommen...
    Gruß Christoph

  14. #39
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    Allmählich könnten wir wohl doch zur Titelgeschichte kommen?

    Ich jedenfalls finde die Geschichte sehr gelungen, wenngleich die Handlung für einen 100seiter vergleichsweise unspektakulär und nicht allzu spannend ist. Die zahlreichen gelungenen Gags werten das Ganze aber deutlich auf. Auch kommen zahlreiche Nebencharaktere (Franz, Dussel, Gustav, Düsentrieb) hier sehr gut zur Geltung und dürfen auch das sein, was sei eigentlich sind: Nebencharaktere. In den heutigen <30-Seitern sind sie ja entweder nicht vorhanden oder avancieren direkt zum Hauptcharakter in dieser Geschichte; wirkliche stammbesetzten Nebenfiguren gibt es ja heute leider nicht mehr; in dieser Geschichte werden sie jedoch allesamt schön ausgestaltet, ohne sich in den Vordergrund zu drängen.
    Die Geschichte schreitet schön abwechslungsreich und kurzweilig voran, hinterläßt keine offenen Fäden oder Unklarheiten und hat auch ein folgerichtiges und interessantes Ende. Handwerklich also von Caterina Mognato gut gelöst.
    Dasselbe gilt latürnich auch für Dalla Santas Zeichnungen, dessen Stil wie gewohnt zu 100 % zu einer derartigen Story paßt.
    Schön lebendige Zeichnungen, die an ausgewählten Stellen auch äußerst detailreich sind; die Doppelseite 210/211 könnte auf den ersten Blick dabei glatt als Rosa-Zeichnung durchgehen.

    Sehr gelungene Geschichte, jedoch eher eine von der lockeren Art: Ein Höchstmaß an Atmosphäre und Spannung wird nicht aufgebaut, dafür ist die Lektüre jedoch kurzweilig und humorvoll.
    Die grüne Einfärbung bzw. die "Top"-Wertung auf den beiden Fanseiten sind jedenfalls berechtigt.

    Richard
    Geändert von mrd (28.12.2006 um 22:31 Uhr)

  15. #40
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    Sehr gelungen finde ich bei der Geschichte auch, dass sie sich trotz der vielen Handlungsstränge nicht in diesen verheddert, sondern alle gekonnt miteinander verknüpft werden. Einzige Ausnahme ist vielleicht Donaldus' Reise zum Mond, aber die findet ja dann im zweiten Teil ihre Auflösung. Das einzige was mir an der Geschichte nicht gefällt ist Ritter Franzerichs Aufgabe. Die fand ich zu schnell gelöst. Abr ansonsten eine astreine Geschichte.

  16. #41
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    Ich habe auch endlich Zeit gefunden, einen Blick in das LTB zu werfen.

    Zu Der grüne Daumen habe ich dem bereits gesagten wenig hinzuzufügen. Ich finde die Geschichte insgesamt ganz ordentlich, wenngleich aufgrund ihrer "harmlosen", wenig innovativen und vielleicht auch etwas zusammengeschusterten Story da sicher kein ganz großer Wurf gelungen ist. Mastantunos Zeichnungen finde ich aber super, auch nicht "zu eckig" geraten. Seine Zeichnungen sind später ja sehr viel stilisierter geworden, hier finde ich diese noch recht konservativ. Und da gute Zeichnungen dafür sorgen können, dass ich mich in einer Geschichte grundsätzlich "wohl fühle" (um auf mrd Bezug zu nehmen), kann ich bei der Bewertung nicht zu scharf vorgehen.

    Ähnlich Der Mann mit den vielen Gesichtern. Zunächst wirken die Zeichnungen etwas charakterlos, ja aalglatt. Aber ich kann mich an den Stil gewöhnen und sein Handwerk versteht der gute Mann ganz sicher. Die Story ist anspruchsvoll, keine Frage. Ich finde sie aber nicht so anspruchsvoll, dass man während des Verlaufs besonders aufmerksam lesen/aufpassen müsste, gerade die Verkleidungsszenen (Die ich sehr gelungen finde) lockern das ganze doch etwas auf.
    Wie gut man einer Story, deren Intellekt über mutierte, gehirnfressende Monster hinausgeht, folgen kann, liegt meines Erachtens auch ganz stark mit der Stimmung zusammen, mit der man an eine solche Geschichte herangeht.
    Ich hätte mir vielleicht auch noch eine detailliertere Erklärung gewünscht, warum Phillipe auf einmal "so am Rad dreht"? Nur der Größenwahn? Immerhin ist er doch angeblich Mickys Freund? Von solchen ist man solche Verhaltensweisen ja nun wirklich nicht gewohnt.
    Der Schluss erschließt sich mir ohne das geschichtliche Faktenwissen auch nicht gänzlich, finde ich aber auch wirklich nicht schlecht gemacht. Insgesamt gefällt mir die Geschichte schon relativ gut.

    An Drachengold schätze ich wie an allen 3 Teilen der Saga die unaufgeregte Geschichtenerzählung. Der Plot könnte sicher auch auf der Hälfte der Seiten mit den wichtigsten Komponenten erzählt werden. Dass gerade das aber nicht gemacht wird, gefällt mir sehr gut. Die vielen unterschiedlichen Personen bekommen ihren Raum zu agieren, werden mir zumindest richtig sympathisch (Daniel mit seinem Rebus - wunderbar). Zudem ist ein großer, einfallsreicher Handlungsstrang zu erkennen, der dafür sorgt, dass die einzelnen Handlungsstränge nicht nur Stückwerk bleiben.
    Die Zeichnungen von Dalla Santa sind hier sehr ordentlich. Ich bin sonst kein Fan von ihm (Vor allem nicht von seinen neueren Werken), hier macht er aber einen guten Job, die Zeichnungen passen zur Story. Mein Favorit in diesem LTB!
    Geändert von Christian P (29.12.2006 um 16:50 Uhr)

  17. #42
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    Der Plot könnte sicher auch auf der Hälfte der Seiten mit den wichtigsten Komponenten erzählt werden.
    Das gilt vielleicht für die andern beiden Teile der Drachenland-Saga, aber für diesen IMO nicht. Ich wüsste jedenfalls nicht, was man da weglassen könnte. Es ist doch eigentlich nahezu jede Szene für die Endauflösung wichtig.

  18. #43
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    Ich muss dir da glaube ich recht geben, dass dieser Eindruck vor allem aus der Betrachtung aller drei Teile herrührt (und ich Teil 2 ja gerade erst für den Adventskalender rezensiert habe). Nichtsdestotrotz hat auch der erste Teil ein sehr entspanntes, angenehmes Erzähltempo.

  19. #44
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    Bei Drachengold tu ich mich mit der Bewertung eher schwer. Hat irgendwie was eigenes. Nicht so toll fand ich, dass dann Donald mal so eben auf den Mond reitet und dann die ganze Geschichte nicht mehr zu sehen ist. Und ich finde, dass die Nebencharaktere hier eigentlich den Hauptanteil an der Geschichte haben. Dagobert, Donald und die 3 Neffen haben hier einen eher kleinen Auftritt.

  20. #45
    Zitat Zitat von mrd Beitrag anzeigen
    Ich jedenfalls finde die Geschichte sehr gelungen, wenngleich die Handlung für einen 100seiter vergleichsweise unspektakulär und nicht allzu spannend ist.
    Dem muss ich widersprechen. "Drachengold" ist die einzige Geschichte dieses Bandes, bei dem ich interessiert drangeblieben bin. Dies nicht zuletzt wegen des geschickten Aufbaus, der einen bei der Stange hält (von Beginn weg mehrere Parallel geführte und geschickt ineinander verzahnte Handlungen), sondern auch wegen der sympathischen Figurenzeichnung und der zum Teil witzigen Einfälle.
    Sonst mag ich's ja weniger, wenn die Entenhausener einfach in die Vergangenheit transferiert werden, und dort dieselben Eigenschaften haben wie im "Hier und Jetzt". In dieser Geschichte ist der Transfer aber insofern gut gelungen, als die Charaktere leicht variiert und schön ausgeleuchtet werden.
    Nur die Sache mit den Drachen wirft für mich Fragen auf: Wieso trennen die sich und ihr goldenes Steuerelement eigentlich? Ich finde in der Geschichte keinen erkennbaren Grund dafür. Und weshalb erkennen die drei hochtechnisierten Wesen ihr inzwischen überwuchertes Raumschiff nicht? Der überdimensionale Hügel (s. 146) ist ja wirklich nicht zu übersehen. Statt dessen graben sie daneben Löcher in die flache Erde; das wirkt ein bisschen blöd.
    Trotzdem: Für mich gehört "Drachengold" zu den besten LTB-Stories, die ich bisher gelesen habe. Und ich halte sie für die mit Abstand beste Geschichte dieses Bandes!

  21. #46
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    Vielleicht sind die Drachen ja einfach blöd. Nur weil man aus einer hochtechnisierten Kultur kommt, muss man ja nicht besonders intelligent sein.

    Bei der Bewertung stimme ich zu, die Geschichte ist klasse. Die verschiedenen Handlungsstränge bilden ein sinnvolles Ganzes. die Charaktere sind glaubwürdig übertragen und die Gags sind auch gut. (Rebus ist eigentlich nur genial.) Was mir ebenfalls aufgefallen ist, ist, dass hier (wie habe ich es das letzte Mal ausgedrückt?) die Verliebtheit eines Charakters ohne eindeutige Worte oder irgendwo erscheinende Herzen darzustellen.
    Der Satz "Erwirb dir Ruhm und Ehre, sonst..." passt da einfach so wunderbar hinein.

  22. #47
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    Nicht so toll fand ich, dass dann Donald mal so eben auf den Mond reitet und dann die ganze Geschichte nicht mehr zu sehen ist.
    Hat mich beim ersten Mal Lesen (vor circa 12 Jahren ) auch gestört, aber jetzt gar nicht mehr, seit ich weiß, dass der Handlungsstrang in "Der Ritter ohne Furcht und Adel" fortgesetzt wird. Ich habe zwar keine Ahnung, ob das von Anfang an so geplant war oder ob Mognato einfach dann die Idee gekommen ist, dass man daraus noch was machen könnte, aber es passt hervorragend. Auch die Storyline, dass sich Donaldus ja dann doch noch auf einem Pferd halten kann, wird in LTB 203 ja aufgelöst.

  23. #48
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    Zitat Zitat von Silly Symphony Beitrag anzeigen
    Dem muss ich widersprechen. "Drachengold" ist die einzige Geschichte dieses Bandes, bei dem ich interessiert drangeblieben bin. Dies nicht zuletzt wegen des geschickten Aufbaus, der einen bei der Stange hält (von Beginn weg mehrere Parallel geführte und geschickt ineinander verzahnte Handlungen), sondern auch wegen der sympathischen Figurenzeichnung und der zum Teil witzigen Einfälle.
    Und wo ist da der Widerspruch zu meiner Aussage?

    Richard

  24. #49
    Zitat Zitat von mrd Beitrag anzeigen
    Und wo ist da der Widerspruch zu meiner Aussage?
    Hier:
    Zitat Zitat von mrd
    ...wenngleich die Handlung für einen 100seiter vergleichsweise unspektakulär und nicht allzu spannend ist.
    Ich finde, sie ist sehr spannend.

  25. #50
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    Zitat Zitat von Silly Symphony Beitrag anzeigen
    Ich finde, sie ist sehr spannend.
    Das ist ja schon was anderes; oben schriebst du noch, die Geschichte wäre die spannendste des Bandes; während ich schrieb, die Geschichte sei für einen 100-Seiter relativ unspannend. Diese beiden Aussagen widersprechen sich ja nicht.

    Und ja; latürnich stimme ich dir vollkommen zu: Die Geschichte ist durchaus spannend und wohl auch die spannendste des Bandes (wenngleich auch der vorangehende Egmont-Micky sehr spanend war), verglichen mit anderen sehr langen Geschichten ist die Geschichte aber dann halt doch nicht allzu spannend und atmosphärisch nicht ganz so stark fesselnd, wie es man sonst von Geschichten vergleichbarer Länge gewöhnt ist.

    Richard

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