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Thema: Magazin?

  1. #26
    Moderator Splitter Forum
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Ich kann nicht erkennen, dass eine CI oder Themenbeschränkung irgendwelche Vorteile bringt. Hätte ich Aldebaran nicht machen sollen, weil ich mit Franka angefangen habe? Hätte ich Golden City nicht fortsetzen sollen, weil ich nur Softcover mache? Verkauft Bunte Dimensionen alles gleich gut, weil sie ein einheitliches dem Trend folgend verkleinertes Format haben? Für den Erfolg von Alben sind nur die individuellen Inhalte entscheidend.

    Ein Magazin dagegen lebt von der Vielfalt. Damit gewinnt ZACK mehr Leser als jedes Album. Eine inhaltliche Einschränkung wäre eine Nische innerhalb eines Nischenmarktes. Das macht die Sache eher riskanter. Wer liest schon Comics nur eines Genres? Dann könnte man ja gleich wieder mit Alben-Reihen wie "Die großen Fantasy-Comics" oder dergleichen anfangen. Ein Western in ZACK erreicht viele Leser. Wie viele Leser hätte wohl ein Western-Comic-Magazin?

    Du vergisst den massgeblichen Unterschied, das man als Kunde auch bei
    einer Vielzahl von Genren im Verlag immer noch jedes Album frei wählen kann.
    In einem Mischmagazin kann der Kunde nicht mehr frei wählen. Meine Einwand
    geht also nicht dahin, das Kunden nur noch ein Genre lesen wollen, sondern
    das sie keine gemischten (Zwangs)-Inhalte haben wollen.

    Und wie schon schrieb: MA hatte thematisch vielleicht ein Drittel des Zack-
    Angebotes und immer noch ca. doppelt so viele Magazine verkauft. Das wäre
    dann ca. der Faktor 6 zu 1 für die feste Themenorientierung (wenn man mal
    andere Effekte aussen vor lässt).

  2. #27
    Ich kenne nicht die Statistiken wer und wieviele Leser Eure Comics kaufen, aber Grundsätslich kann man doch von drei Lesertypen unterscheiden:

    1. Der Comicfan
    Er interessiert sich für das Medium in all seinen Vacetten. Käuft sich auch gelegentlich entsprechende Sekundärliteratur und würde sicher einen bunten Stilmix innerhalb eines Magazins begrüssen. Ich denke mal das sind nicht unbedingt die meisten.

    2.Der Comicsammler
    Er bevorzugt ,oft basierend auf Jugend und Kindheitserrinerungen bestimmte Alben innerhalb eines Genres und sehr oft auch nur eine spezielle
    Serie. Alle Freunde und Bekannte um mich herum, zähle ich zu diesem Typ. Mein Onkel hat alle Astreixbände sonst nix. Ein Rockerfreund hat sich das Wohnzimmer mit LTB- Bücherücken tapeziert. Ebenso die kleine Punkkommune in meiner Nachbarstadt. Da findet ihr auf der Toilette nur Mickymaushefte und immer wieder LTB. Dann gibt es noch ein ein paar schwarz angehauchte, die sich dieses Vampirella Zeug antun und sich mit anderen Heften des Horror- und Actiongenres zudecken. Alles Comicsammler. Comicfans kenne ich, abgeseheniden Anwesenden des Comicforums keine. Ich würde keinen Cent darauf wetten das dieser Typ Leser ein Magazin käuft das sich durch Stilvielfalt auszeichnet.

    3.Der Newbie oder die Randerscheinung.
    Sie kommen, dank des Versäumnis der Verlage Ende der 80 `iger das Publikum nach der Pubertät das Superheldencape auszuziehen, und sie in ein erwachsenen anspruchsvollen Autorencomic -Anzug zu stecken, erst spät zu dem Medium. Ein schwer zu erfassenes Publikum da sie bestimmt keine Anzeigen Coupons zu ihrem Kaufverhalten ausfüllen. Nicht auszudenken was passiert wenn eine solche erscheinung zum ersten mal ein vom Trickfilm abfotografierter Manga comic Trash in die Hände fällt. Es gibt aber auch Menschen die Comics ihr halbes Leben als Kinderkram abgestempelt haben. Und dann sich eines besseren belehren lassen. Habe ich schön öfter erlebt.
    Diese Menschen gilt es zu erreichen.
    Geändert von Yellow Kiz (30.11.2006 um 14:02 Uhr)

  3. #28
    Moderator Splitter Forum
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    Zitat Zitat von hipgnosis Beitrag anzeigen
    Grundsätzlich bin ich persönlich nicht der Meinung, daß ein Magazin die Probleme des deutschen Albenmarktes lösen wird.

    Wenn ich aber mal ein paar Anmerkungen zu eurer Diskussion beitragen darf.

    Ich sehe nicht den Vorteil eines Magazins, daß sich enge Themenschwerpunkte setzt. Was bei einem Verlagsprogramm noch einigermassen sinnvoll erscheint, muss bei einem Magazin überhaupt nicht funktionieren.

    Mit Euren Alben erreicht ihr z.Z. vielleicht eine Klientel um die 3.000 Leute - jetzt mal unabhängig vom Verlag - und unabhängig vom Genre. (Asterix und Konsorten natürlich ausgenommen!)

    Ein Magazin wie Zack hat hier zumindest schon mal einen kleinen Vorsprung - ich nehme mal an zwischen 5.000 - 6.000 Leser.

    Glaubt irgendjemand in dieser Runde das sich Zack besser verkaufen würde, wenn sie z.b nur SF/Fantasy oder Krimi/Historie oder Funny usw. veröffentlichen würde?

    Also kann das überhaupt nicht das Grundproblem sein.
    Vielmehr wird es entweder das generelle Desinteresse an einem Magazin oder die fehlende Markt-Präsentation des Magazins an sich sein, die hier z.Z. nicht mehr Käufer zulässt.

    Im übrigen horst - denke ich das euer Konzept nicht so gelobt wird, weil es sich auf SF/Fantasy beschränkt, sondern da ihr generell eine übersichtliche und konzeptionell nachvollziehbare Verlagspolitik betreibt, die beim Neukunden viel Vertrauen aufbaut.

    Ich glaube nicht, daß wenn ihr z.b. irgendwann eine Historyserie oder ähnliches verlegen würdet, nach gleichem Strickmuster wie jetzt eure Alben, daß die Kunden dann von eurem Konzept enttäuscht wären und sich deshalb nicht mehr eure Alben kaufen.
    Lies bitte auch meine Antwort an Mark.

    Ich sage nicht, das eine thematische Vielfalt im Verlag den Leser abschreckt,
    sondern das der Trend zum Themenmagazin geht. Es geht also nur um das Magazin.
    Wenn wir also - hier nur einmal theoretisch angenommen - eine feste Leserschaft
    von vielleicht 5.000 SF- Kunden hätten, dann würden wir diese Leserschaft
    mit einem reinen SF-Magazin stärker rüberziehen, als mit einem Mischmagazin.
    Uns würden also in einem Mischmagazin potentielle Kunden verloren gehen.
    Und das verhält sich dann bei den anderen Verlagen, die eine ähnliche Strucktur
    haben (da gibt es zum Beispiel die starke Ausrichtung auf amerikanisches Material)
    ziemlich gleich. Provitieren kann dann eventuell der Verlag, der mit einem großen
    Mischangebot auch eine großen Mix an Kunden hat bzw. Kunden hat die
    nicht themenorientiert kaufen (die gibt es natürlich auch noch). Am
    Kiosk aber ist diese Kundenzahl eindeutig am schwinden. In den letzten Jahren
    gab es bei Mischmagazinen kein Wachstum mehr, sondern nur bei Themenmagazinen.

  4. #29
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Yellow Kiz Beitrag anzeigen
    2.Der Comicsammler
    Uii - da muss ich noch einer ganz anderen Gattung angehören - und würde uns hier im Albenbereich eher als Hardcore-Fans und Sammler bezeichnen.

    Ich kenne auch viele der von dir angesprochenen Sammler - die wirklich nur Asterix oder Micky Maus sammeln.

    Irgendwie habe ich den Begriff Comic-Sammler für diese Personen nie angewandt - da mir ein Comic-Fan und Sammler wesentlich vielschichtiger sein muss, als jemand der sich nur einer Serie widmet.

    Ein Sammler des Mediums interessiert sich auch über seine Favouriten hinaus eben für das Medium.

    Für Leute die du als Comic-Sammler einstufst würde ich lediglich Asterix oder MM Sammler sagen. Sind zwar auch Comics decken aber nur einen klitzekleinen Teilbereich ab.

    Natürlich ist diese Gruppe in Bezug auf meine Definition des Comic-Sammlers ganz klar in der Überzahl und zwar min. 10.000 : 1
    ~~~~~
    @horst

    Aber ein rein Themenbasiertes bzw. Genrebasiertes Magazin, würde doch nach deinen eigenen Worten auch nur die daran interessierten Leser binden.

    Wo wäre denn dann der Nutzen für eine Verstärkung des Albenmarktes - und dies soll doch der eigentliche Grund für eine Etablierung eines Magazins sein, oder!?
    Geändert von hipgnosis (30.11.2006 um 14:21 Uhr) Grund: Automatisch eingefügter Doppelbeitrag

  5. #30
    Natürlich ist diese Gruppe in Bezug auf meine Definition des Comic-Sammlers ganz klar in der Überzahl und zwar min. 10.000 : 1[/quote]

    Erschütternt.
    Es müssten mal alle Zähne zusammengreifen, und mit dem eingespülten Mangageld der Großen eine Revolution eingeleitet werden.
    Um mal den Sammlern zu zeigen wo der Hammer hängt. Oder wir machens wie Image in den Usa
    Geändert von Yellow Kiz (30.11.2006 um 14:30 Uhr)

  6. #31
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von hipgnosis
    Natürlich ist diese Gruppe in Bezug auf meine Definition des Comic-Sammlers ganz klar in der Überzahl und zwar min. 10.000 : 1
    Zitat Zitat von Yellow Kiz Beitrag anzeigen
    Erschütternt.
    Es müssten mal alle Zähne zusammengreifen, und mit dem eingespülten Mangageld der Großen eine Revolution eingeleitet werden.
    Um mal den Sammlern zu zeigen wo der Hammer hängt. Oder wir machens wie Image in den Usa
    Bevor mich einer festnagelt - es muss heissen 1.000 : 1

    z.b. Asterix ca. 2-3. Millionen - normales Album irgendeiner Serie max. 3.000 Stück

    Ich habe es noch nie nachvollziehen können, wie sich ein bekennender Fan einer Serie wie z.b. Asterix - vielen anderen schönen Alben verschliessen kann.
    Na ja einen Lucky Luke oder früher einen Isnogud wird die Asterix Lesergruppe wohl auch noch etwas erreicht haben - aber spätestens dann war Schluss!

    Und bei MM war es dann wohl auch nur MM und Konsorten DD usw.

    Das ist total merkwürdig, daß sich nicht ähnlich wie in Frankreich dadurch ein größerer Fan und Sammlermarkt entwickelte - denn diese genannten Beispiele laufen ja auch bei uns ähnlich oder gleich gut wie dort.

    Doch der Funke wollte oder will irgendwie nicht recht überspringen.

    Von den Mangafans die du ansprichst erhoffe ich mir ehrlich überhaupt keine grosse Besserung - zumindest kurz- und mittelfristig gesehen.

    Ob man diese Menschen langfristig für andere Stoffe begeistern kann bleibt ebenfalls abzuwarten.

    Uupps - sorry - du sprichst vom Mangageld!

    Das würde in der Tat etwas bringen - nur welcher Verlag möchte gerne noch gut verdientes Geld in andere Bereiche investieren - lieber vergrössert man dann den lohnenden Bereich und begeht den Kardinalfehler einer kommenden Marktübersätigung.
    Geändert von hipgnosis (30.11.2006 um 14:57 Uhr)

  7. #32
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    Gibt es eigentlich zur Zeit irgendwo auf der Welt ein Comicmagazin, das man als Vorbild nehmen kann?

  8. #33
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von Hate Beitrag anzeigen
    Gibt es eigentlich zur Zeit irgendwo auf der Welt ein Comicmagazin, das man als Vorbild nehmen kann?
    Vor allem ein aktuelles bzw. neues und nicht ein Magazin was heute schon Kultstatus geniessen würde und seine Stammleserschaft mitbringt.

  9. #34
    Moderator Splitter Forum
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    Zitat Zitat von hipgnosis;2447492;
    @horst

    Aber ein rein Themenbasiertes bzw. Genrebasiertes Magazin, würde doch nach deinen eigenen Worten auch nur die daran interessierten Leser binden.

    Wo wäre denn dann der Nutzen für eine Verstärkung des Albenmarktes - und dies soll doch der eigentliche Grund für eine Etablierung eines Magazins sein, oder!?
    Richtig, aber ...

    Es geht nicht vorrangig darum, wieviele Leser Du theoretisch erreichen
    kannst, sondern es darum, wieviele Leser Du mit wieviel Aufwand erreichst.
    Und da macht die Konzentration auf eine bestimmte Lesergruppe durchaus
    Sinn. Wir haben sehr große Werbemaßnahmen am laufen, die sich gezielt an
    den SF- und Fanatsyleser richten. Und wir begründen diesen Mehraufwand
    mit dem Versuch den Markt zu erweitern*. Dazu haben wir in nur 6 Wochen
    fast 200.000 Werbekontakte realisiert. Allesamt in SF- und Fantasy-
    Bereich.

    Würden wir nun einen ähnlichen Aufwand in anderen Segmenten fahren,
    dann wäre die Resonanz natürlich geringer. Ergo wäre unsere Werbung dort
    in gerechnetem Nutzen teurer. Im Prinzip so teuer, das wir für jeden
    weiteren Kundenkontakt nur Geld verbrennen.





    * dem eigentlichen Hauptproblem der letzten Jahre!
    Geändert von horst (30.11.2006 um 18:46 Uhr)

  10. #35
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von horst;2447605;
    (...)
    fast 200.000 Werbekontakte realisiert.
    Klingt nach Fachsprech. Was heisst das für misch übasezzt?
    Zitat Zitat von horst;2447605;
    (...) Ergo wäre unsere Werbung dort
    in gerechnetem Nutzen teurer. Im Prinzip so teuer, das wir für jeden
    weiteren Kundenkontakt nur Geld verbrennen. (...)
    Eine alte Erkenntnis: Der letzte Kunde ist immer der teuerste.
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  11. #36
    Verstorben Avatar von hipgnosis
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    Zitat Zitat von horst;2447605;
    Richtig, aber ...

    horst - ich kann deine Argumentation vollends nachvollziehen, aber sie wird vorrangig nur Euch nutzen und vielleicht der ein oder anderen SF/Fantasy Serie anderer Verlage.

    Das ist schon legitim - schliesslich habt ihr ja auch den Stress und tragt die Unkosten für eure Aktion.

    Aber einen weitreichenden Markteffekt sehe ich in so einer Aktion nicht unbedingt.

    Sicherlich werden einige Leser bei Euren oder Artverwandten Serien hängenbleiben - ich hoffe mal das für Euch dabei wenigstens der Kosten-/Nutzenfaktor im richtigen Verhältnis steht!

    Generell ist die Aktion sicherlich ein Mosaiksteinchen auf dem richtigen Weg - doch grosse Synergie-Effekte für den Albenmarkt an sich, sehe ich darin nicht unbedingt.

    Aber macht ruhig mal - ich beobachte interessiert euer reges Treiben und wünsche euch auf jeden Fall viel Erfolg!

  12. #37
    Mitglied Avatar von MacGyver
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    Zitat Zitat von hipgnosis;2447637;
    Aber einen weitreichenden Markteffekt sehe ich in so einer Aktion nicht unbedingt.

    Das sehe ich auch so. Aber evtl. kann man dieses Genre so gut bedienen und ausbauen, dass dies eine Grundlage für andere Gebiete (z. B. Western) werden kann. Ansonsten beschränkt man sich auf einen bestimmten Kreis, den man langsam aber vielleicht kontinuierlich ausbauen kann.

    Aber mal Hand aufs Herz: Welcher Verlag kann und will dieses unternehmerische Risiko eingehen? Von den finanziellen Belastungen mal abgesehen, bindet ein solches Magazin viele personelle Ressourcen. Inwieweit sich ein Epsilon-Verlag dies alleine leisten kann, ist doch mit einem Fragezeichen zu versehen. Mit einer Unterstützung der Albenfans kann man sicherlich rechnen. Aber ist dies ausreichend?

  13. #38
    Moderator Splitter Forum
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    Zitat Zitat von zaktuell;2447635;
    Klingt nach Fachsprech. Was heisst das für misch übasezzt?
    Eine alte Erkenntnis: Der letzte Kunde ist immer der teuerste.
    Das heisst, das unsere Werbeanzeigen "theoretisch" von 200.000
    Lesern gelesen wurden. Ob sie gelesen wurden kann kein Mensch
    sagen. So oder so wurden unsere Anzeigen ca. 200.000 in unter-
    schiedlichsten Heften, Magazin, Büchern und Katalogen "abgedruckt".

    Vielleicht wurde auch 200.000 mal Fisch-Packpapier daraus!

  14. #39
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von horst;2447480;
    In den letzten Jahren gab es bei Mischmagazinen kein Wachstum mehr, sondern nur bei Themenmagazinen.
    Gegenbeispiel: TV Highlights berichtete früher nur über fantastische Serien. Eines Tages trauten sie sich auch an J.A.G. ran. Die einen Leser waren dafür, die anderen dagegen. Praktisch haben sie damit aber neue Kunden für das Magazin gewonnen und stellen mittlerweile jede Menge verschiedenster Serien vor, haben dagegen die Filmbesprechungen rausgenommen und sich auf Serien spezialisiert.

    Für Magic Attack hätte das geheißen, Games- und Filmbesprechungen raus und mehr auch andere Comics. Es stellt sich also die Frage, was ein Mischmagazin und was ein Themenmagazin ist. Ist medienübergreifende Fantasy ein Thema oder ist Comic als Medium ein Thema? Ist AnimaniA ein Mischmagazin?

    Wenn ich als Verlag mit einem Magazin auf meine Serien aus vielen Genres aufmerksam machen will, soll ich dann für jedes Genre ein eigenes Magazin gründen, die sich gegeneinander abgrenzen? Da komme ich locker auf 12 Magazine, trenne ich die noch nach Alterszielgruppe, habe ich schon 24. Ich glaube nicht, dass es dafür genügend Interessenten gibt.

    Die Alternative wäre nur wenige Magazine für bestimmte Genres und Zielgruppen wie U-Comix und Schwermetall mit der Konsequenz, dass bestimmte Serien darin nicht vorgestellt werden dürfen. Das wäre irgendwie nicht Sinn der Sache. Außerdem sind die Grenzen fließend. Letztendlich sind alles doch nur Abenteuer, ob die nun in der Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft oder fiktiven Welten spielen, ist eher zweitrangig. Und ein bisschen Humor dazwischen kann auch nicht schaden.

    Und wenn ich bedenke, dass es viele Leute gibt, die trotz Interesses für bestimmte Themen Comics generell ablehnen, erscheinen mir die Chancen für ein Comic-Magazin, in dem alle, die dem Medium gegenüber aufgeschlossen sind, etwas interessantes für sich finden, größer.
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  15. #40
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer;2447908;
    (...) Und wenn ich bedenke, dass es viele Leute gibt, die trotz Interesses für bestimmte Themen Comics generell ablehnen, erscheinen mir die Chancen für ein Comic-Magazin, in dem alle, die dem Medium gegenüber aufgeschlossen sind, etwas interessantes für sich finden, größer.
    Ist dann auch wieder u.a. ne Frage des Preises: 'Allgemein Interessierte' greifen schon mal für 5 Euro zum ZACK, auch wenn, da nur eine Geschichte drin ist, die sie interessiert. Wenn in der Comixene für knapp das doppelte Geld nur ein sie interessierender Artikel drin ist, ist die Kauf-Hemmschwelle sicher grösser. In Erweiterung von horsts Anmerkung: Es ist nicht nur die Frage, wieviel 'Uninteressantes' werd ich gezwungen mitzukaufen, sondern auch, wieviel muss ich für das Übrige (mit)bezahlen?
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  16. #41
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Wenn ich als Verlag mit einem Magazin auf meine Serien aus
    vielen Genres aufmerksam machen will, soll ich dann für jedes
    Genre ein eigenes Magazin gründen, die sich gegeneinander
    abgrenzen? Da komme ich locker auf 12 Magazine, trenne
    ich die noch nach Alterszielgruppe, habe ich schon 24. Ich
    glaube nicht, dass es dafür genügend Interessenten gibt.
    Das ist schon klar, dass Du mit Deinem gemischten Angebot
    kein vorrangiges Interesse an einem themenorientierten
    Spezialmagazin hast. Für Dich - bzw. Deine Serien wäre -
    ein allgemeines Magazin "passender" und genauso natürlich
    macht es keinerlei Sinn 12 Magazine zu lanzieren. Schon
    aus diesem Grund wird ja bei vergleichbaren Genres die
    Nähe gesucht. Wir machen vorerst SF- und Fantasy und
    würden natürlich auch ein Magazin bevorzugen, welches
    "beide" Bereiche abdeckt. Die richtige Mischung aus Trennung
    und Zusammenfassung machts dann aus. Ich würde z. B.
    auch nie ein reines Westernmagazin starten. Der Western
    wäre dann z. B. schon einTeilbereich in einem realistisch
    orientierten Abenteuer(Comic-)-Magazin.

    Zurück zum ganz allgemeinen Magazin. So sehr dies für
    Dich passend wäre, so sehr trifft trotzdem meine Aussage
    zu, dass Du einen unkalkulierbar höheren Aufwand fahren
    musst, um die Kunden zu erreichen. Ich beziehe mich hier
    immer auf die Grundaussage, das wir von einem Magazin
    reden, welches "neue Kundenbereiche erobert". Das heisst
    im Umkehrschluss: man muss diese Kunden überhaupt erst
    einmal aktiv ansprechen, sprich bewerben. Und das heisst,
    Du musst mit einem allgemeinen Magazin in allen allgemeinen
    Bereichen werben und quasi auch noch in den Spezialbereichen.
    Jetzt wirst Du zwar im allgemeinen Bereich mehr Kontakt-
    punkte haben aber auch weniger Resonanz ernten. Das
    ist garantiert so und das heisst widerum, das Du "wahrscheinlich"
    mehr Geld in diese Werbung stecken musst, als Du mit dem
    beworbenen Produkt einnehmen kannst. Das können nur die
    ganz ganz Großen.

    Machen wir uns nix vor. Wenn der Spinger Verlag wieder einmal
    mit Miilionen ein Magazin lanzieren würde, dann würde dieses
    (eben genau aus dem Umstand der massiven Werbung heraus)
    vom Start weg mehr als 5.000, mehr als 10.000 und wahrscheinlich
    auch mehr als 20.000 Stck. verkaufen. Jedoch würden sich
    diese Millionen trotzdem nicht rechnen und deshalb geschieht
    das auch nicht.

    Im Umkehrschluss heisst das, dass ich Deinen Gedanken nach-
    vollziehen kann, dass ein allgemeines Magazin für Epsilon passt
    und Du vielleicht auch diesen Weg gehen solltest. Aber ein
    solches Magazin sehe ich nicht ausserhalb der bekannten Comic-
    blase am agieren. Es wäre dan quasi ein Zack 2.


    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Die Alternative wäre nur wenige Magazine für bestimmte Genres
    und Zielgruppen wie U-Comix und Schwermetall mit
    der Konsequenz, dass bestimmte Serien darin nicht vorgestellt
    werden dürfen. Das wäre irgendwie nicht Sinn der Sache.
    Außerdem sind die Grenzen fließend. Letztendlich sind alles
    doch nur Abenteuer, ob die nun in der Vergangenheit, Gegenwart,
    Zukunft oder fiktiven Welten spielen, ist eher zweitrangig.
    Und ein bisschen Humor dazwischen kann auch nicht schaden.
    Geh' gedanklich weg vom Comic und schau Dir das Kiosk an.
    Diesen Trend habe ich angesprochen. Immer mehr Magazine sind
    Themenmagazine und haben im einzelnen auch oft weniger Auflagen,
    als allgemeine Magazine. Trotzdem haben sie in ihrem Segement
    zu einem Wachstum geführt, dass die allgemeinen Magazine nicht
    hatten. Der Grund: sie sprechen den Kunden effektiver an.
    Im redaktionellen und auch im werbetechnischen Bereich.

    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Und wenn ich bedenke, dass es viele Leute gibt, die trotz
    Interesses für bestimmte Themen Comics generell ablehnen,
    erscheinen mir die Chancen für ein Comic-Magazin, in dem alle,
    die dem Medium gegenüber aufgeschlossen sind, etwas
    interessantes für sich finden, größer.
    Mein Argument ist auch nicht unbedingt, wie dies der einzelne
    Kunde sieht, sondern vielmehr der Effekt, den die Kunden als
    Masse auslösen. Ich selbst wäre einem allgemeinen Magazin als
    Käufer sehr aufgeschlossen ... trotzdem bleibt dem Verleger
    der Nachteil, das er mich - als erst einmal unbekanntem Kunden -
    aufwändiger suchen, finden und bewerben muss.

  17. #42
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Ich würde z. B. auch nie ein reines Westernmagazin starten. Der Western wäre dann z. B. schon ein Teilbereich in einem realistisch orientierten Abenteuer(Comic-)-Magazin.
    ... was ZACK ja ist, also im Grunde doch schon ein Themenmagazin, das nicht ohne Grund keine Fantasy-Serien bringt. Auch ich habe Serien im Programm, die eher in SCHWERMETALL als in ZACK passen würden, und ein Magazin mit allen Comics geht vom Umfang her schon nicht. Es wird wohl auf drei Magazine hinauslaufen, wenn überhaupt...

    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    So oder so wurden unsere Anzeigen ca. 200.000 in unterschiedlichsten Heften, Magazin, Büchern und Katalogen "abgedruckt".
    Erzähl doch mal, in welchen...
    Im Anschluss stellt sich die Frage, welche anderen Themenbereiche sich für so umfangreiche zielgruppengenaue Werbung überhaupt eignen würden. Denn
    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Ich selbst wäre einem allgemeinen Magazin als
    Käufer sehr aufgeschlossen ... trotzdem bleibt dem Verleger
    der Nachteil, das er mich - als erst einmal unbekanntem Kunden -
    aufwändiger suchen, finden und bewerben muss.
    das Suchen, Finden und Bewerben von Zielpublikum ist das eigentliche Problem überhaupt. Wo gab es z.B. schon Werbung für ZACK (außer in MOSAIK) oder wo müsste diese hin? Eine größere Verkaufsauflage von ZACK würde uns nämlich auch schon helfen. Aber egal welche Medien man sich anguckt, ich sehe nur hohe Kosten und große Streuverluste.
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  18. #43
    Moderator Finix Comic Club
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    Hallo!

    Tja, ich weiß nicht recht. Unendlich viele verschiedene Magazine, verkraftet der Comicmarkt sicherlich nicht, jedenfalls nicht mit dem aktuellen Zielpublikum.
    Splitter hat da mit der Zielgruppe Fantasy, Science-Fiction sicherlich noch die besten Chancen, da es eine Unmenge an Fantasybegeisterten gibt, in Form von Spieleläden, Fantasy-Literatur, Filmen etc. Der mögliche Kundenkreis kann da je nach Promotion schon sehr schnell, sehr groß werden. Zumindest hat er eine echte Chance wahr genommen zu werden. Zudem ist die Adaption durch Fantasy-Illustrationen, Figuren, Spielkarten, Rollenspiele zum Comic gegeben.
    Ansonsten sind derzeit Magazine wie Zack, Comixxene oder z.B. Reddition wirklich auf den reinen Comicleser abonniert. Da gibt es kaum Anknüfungspunkte an einen weiter gefaßten Kundenstamm. Wieviele Western- Filme oder Bücher werden noch produziert, und im Bereich Krimi ist die Vielfalt zu groß und heterogen, (welcher Martha Grimes oder Arthur C. Doyle Leser, fühlt sich automatisch mit Green Manor oder Frank Lincoln verbunden?)
    Irgendwie scheint mir alles irgendwie mit Merchandising verbunden zu sein.
    Es muss ein aktueller Bezug her, sei es durchs Medium Fernsehen oder ein anderes zum Bsp. Videospiele.
    Einen möglichen Ansatz sehe ich in einer verlagsübergreifenden Plattform.
    Man nehme eine Art Gesellschaft die als offizieller Träger einer Zeitschrift fungiert.
    Jeder Verlag hat nun die Möglichkeit dort seine Produkte einzubringen, muss dafür aber die Seiten selbst finanzieren.
    Nach dem Prinzip verfahren Kunstzeitschriften, die man am Bahnhofskisosk kauft. Die dort zu lesenden Artikel stammen von Privatpersonen (Verlage, Künstler etc.) die pro Seite einen bestimmten Betrag bezahlen müssen.
    Die schöpferische Eigenleistung der Redaktion besteht nur noch aus der Gestaltung des Covers, Inhaltsverzeichnis, editorallem Vorwort und vielleicht einem Artikel. Für Form und Inhalt übernimmt die Redaktion dann nur noch bedingt die Verantwortung.
    Was sicherlich auch noch helfen könnte, allein schon um aus dem Wust an Zeitschriften herauszustechen, ist die Prämisse die Cover möglichst mit freizügig bekleideten weiblichen Wesen abzubilden. Sex sells und erregt Aufmerksamkeit. (Schaut Euch nur TV-Zeitschriften an).
    Wohl gemerkt, letzteres richtet sich nicht an den gewöhlichen Comicleser, sondern ausschließlich an den potentiellen Neu- und Einmalkunden.
    In diesen sauren Apfel wäre ich bereit zu beissen, wenn dies denn der Sache dienen würde. Auch die vermischung mit Mangas wäre ein möglicher Ansatz.
    So absurd es sich anhört, aber vielleicht müßte man auch damit leben, dass gerade der klassische Comicleser diese Zeitschrift dann links liegen läßt, dafür aber ein vollkommen neues Publikum erreicht wird.

    Gruß

    Ollih

  19. #44
    Moderator Splitter Forum
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    ... was ZACK ja ist,
    also im Grunde doch schon ein Themenmagazin, das
    nicht ohne Grund keine Fantasy-Serien bringt. Auch
    ich habe Serien im Programm, die eher in SCHWERMETALL
    als in ZACK passen würden, und ein Magazin mit allen
    Comics geht vom Umfang her schon nicht. Es wird
    wohl auf drei Magazine hinauslaufen, wenn überhaupt...
    Ich würde Zack zwar in der Traditon Abenteuer Magazin
    ansiedeln aber genau genommen ist es schon ein
    Mischmagazin. Im alten Zack war der klassiche Abenteuer-
    Held mit verknitterter Oberhose doch viel präsenter.

    Wenn es dann tatsächlich auf drei Magazine hinauslaufen
    würde, dann dürfte - in meinen Augen - keines dem derzeitigen
    Zack nahe kommen.


    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Erzähl doch mal, in welchen...
    Wir machen den Halbjahreskatalog, Tauschflyer in A4 Format,
    Beileger im A5-Format, Anzeigen und Tauschanzeigen in
    Romanen, Magazinen, Trendmagazinen, Fanmagazinen,
    Fachmagazinen, Händlerkatalogen, Infokatalogen etc.
    Wir sind da in Kontakt (größenteils schon geschaltet)
    mit PM-Perry-Rhodan, Sol, Comics und Mehr, Multimania,
    Mephisto, Virus, Surf, Kartefakt etc. etc. . das sind alles
    Magazine und Kontakte, die sich mit dem Thema SF, Fantasy
    und Comic beschäftigen oder einen anderen Bezug zu unserem
    speziellen Portfolio finden.

    Derzeit sind wir bei besagten ca. 200.000 Kontakten und wollen
    diese Zahl bald - zum nächsten Halbjahreskatalog - noch einmal
    wiederholen.

    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Im Anschluss stellt sich die Frage, welche anderen
    Themenbereiche sich für so umfangreiche zielgruppen-
    genaue Werbung überhaupt eignen würden. Denn
    das Suchen, Finden und Bewerben von Zielpublikum ist
    das eigentliche Problem überhaupt. Wo gab es z.B.
    schon Werbung für ZACK (außer in MOSAIK) oder wo
    müsste diese hin? Eine größere Verkaufsauflage von
    ZACK würde uns nämlich auch schon helfen. Aber egal
    welche Medien man sich anguckt, ich sehe nur hohe
    Kosten und große Streuverluste.
    Und die Streuverluste nehmen bei allgemeinen Magazinen
    tendentiell zu.

    Wobei ja noch nicht einmal gesagt ist, das sich unsere
    Spezialisierung im Endeffekt rechnet. Sie ist aber bestimmt
    sinnvoller. Wenn nicht im schnellen Geld, dann wenigstens
    beim Aufbau eines Images.

  20. #45
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Einen möglichen Ansatz sehe ich in einer verlagsübergreifenden Plattform.
    Man nehme eine Art Gesellschaft die als offizieller Träger einer Zeitschrift fungiert.
    Jeder Verlag hat nun die Möglichkeit dort seine Produkte einzubringen, muss dafür aber die Seiten selbst finanzieren.
    Nach dem Prinzip verfahren Kunstzeitschriften, die man am Bahnhofskisosk kauft. Die dort zu lesenden Artikel stammen von Privatpersonen (Verlage, Künstler etc.) die pro Seite einen bestimmten Betrag bezahlen müssen.
    Die schöpferische Eigenleistung der Redaktion besteht nur noch aus der Gestaltung des Covers, Inhaltsverzeichnis, editorallem Vorwort und vielleicht einem Artikel. Für Form und Inhalt übernimmt die Redaktion dann nur noch bedingt die Verantwortung.
    Das wäre dann wirklich ein Mischmagazin ohne Konzept und mit zu vielen Köchen. Das taugt vielleicht als Idee für einen umfangreichen gemeinsamen Katalog, aber ist für ein Magazin wohl kaum geeignet.

    Zitat Zitat von Ollih Beitrag anzeigen
    Was sicherlich auch noch helfen könnte, allein schon um aus dem Wust an Zeitschriften herauszustechen, ist die Prämisse die Cover möglichst mit freizügig bekleideten weiblichen Wesen abzubilden. Sex sells und erregt Aufmerksamkeit. (Schaut Euch nur TV-Zeitschriften an).
    Das wäre angesichts der schon selbstverständlichen Erotik in vielen Geschichten sicher kein Problem. Da lassen sich leicht viele attraktive Cover gestalten, ohne dass sie so bezugslos zum Inhalt sein müssen wie die von SCHWERMETALL oder den besagten TV-Zeitschriften. Inwieweit diese Cover mit möglichst freizügig bekleideten weiblichen Wesen dann allerdings aus dem Wust an Zeitschriften herausstechen, sei dahingestellt.
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  21. #46
    Moderator Epsilon Forum Avatar von Mark O. Fischer
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    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Tauschanzeigen in Romanen, Magazinen, Trendmagazinen, Fanmagazinen, Fachmagazinen, Händlerkatalogen, Infokatalogen etc.
    In eurem Katalog oder euren Alben sind Tauschanzeigen?

    Zitat Zitat von horst Beitrag anzeigen
    Wobei ja noch nicht einmal gesagt ist, das sich unsere Spezialisierung im Endeffekt rechnet. Sie ist aber bestimmt sinnvoller. Wenn nicht im schnellen Geld, dann wenigstens beim Aufbau eines Images.
    Wohl dem, der so langfristig kalkulieren kann.
    Alle Angaben ohne Gewähr

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  22. #47
    Moderator Splitter Forum
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    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    In eurem Katalog oder euren
    Alben sind Tauschanzeigen? .
    Alle unsere Alben im 2. und 3. Monat haben Tauschanzeigen,
    die wir aber nicht eindrucken, sondern extra als Beileger
    einlegen. Das ist zwar teurer, aber Edelalben werden bei uns
    nicht mit Werbeseiten belastet. Davon sind ca. 8.000 beigelegt
    und ein Rest wird so verschickt (dann nicht im Buch, sondern
    in der Verpackung).

    Zitat Zitat von Mark O. Fischer Beitrag anzeigen
    Wohl dem, der so langfristig
    kalkulieren kann.
    Das übliche halt ... wir geben im Moment natürlich mehr rein, als
    wir ernten. Zum Start muss man aber auch erst einmal für die
    Bekanntheit sorgen. In keinem Fall können wir den derzeitigen
    Aufwand quasi für jedes Album weiter fahren. Es ist wie gesagt
    eher eine derzeitige strategische Ausrichtung.

  23. #48
    Mitglied Avatar von Theodor Pussel
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    Ich denke das ein ähnliches Magazin wie Zack sicher kaum ein Chance hätte.
    Ob eine Neuauflage von Schwermetal Sinn macht wage ich noch mehr zu bezweifeln. Man sollte vieleicht mal versuchen unterschiedliche Genre in einem Magazin unterzubringen. Ich meine z.B. Frankobelgische Comics,Superheldencomics(am besten nur anspruchsvolle Comics wie Frank Miller oder Alex Ross),Mangas und auch ausgefallene Comics wie z.B. Mattoti
    oder ähnliche.Denn so könnte man ein breites Spektrum abdecken und vieleicht würde so auch mal in andere Gebiete hingeschnuppert.

  24. #49
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    Kann es sein, daß die Schmutz-und-Schund-Kampagne der 50er Jahre die deutsche Comic-Kultur so nachhaltig beschädigt hat, daß man bis heute mit noch einer bescheuerten Fernsehzeitung eher Geld verdienen kann als mit einem guten Comic-Heft?

    Schnee von gestern? Artikel 110 Absatz 2 Bayerische Verfassung: "Die Bekämpfung von Schmutz und Schund ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden." Stand: heute.

    Man muß mit Geduld und Spucke versuchen, die Grundakzeptanz für Comics in der deutschen Gesellschaft zu erhöhen und hoffen, daß die Etablierten (Ehapa, Marvel) gute Qualität liefern, damit die Spucke auch ein Rückgrat hat. Ansonsten holt man sich mit neuen Comic-Produktionen nur ein Loch im Geldbeutel.

    Schreibt, daß ich mich irre! Es würde mich freuen.

  25. #50
    Mitglied Avatar von zaktuell
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    Zitat Zitat von Harry Nützel Beitrag anzeigen
    Kann es sein, daß die Schmutz-und-Schund-Kampagne der 50er Jahre die deutsche Comic-Kultur so nachhaltig beschädigt hat, daß man bis heute mit noch einer bescheuerten Fernsehzeitung eher Geld verdienen kann als mit einem guten Comic-Heft?
    (...)

    Schreibt, daß ich mich irre! Es würde mich freuen.
    Sorry, aber den Gefallen kann ich Dir nicht tun - so gern ich täte. Natürlich irrst Du nicht - und das nicht nur in Bezug auf Comic-Kultur. Auch Theater (grosses, wie auch Boulevard und Kleinkunst), Film etc. haben durch die Vertreibung/Verfolgung/Ermordung von Künstlern und Kreativen, die aus ideologischen, religiösen etc. Gründen nicht ins Menschenbild der Nazis passten, hierzulande nachhaltigen 'Kulturschaden' verursacht, der bis heute nachwirkt. Die Schund-Hetze der 50er war im Grunde nur ne abgemilderte Fortsetzung (es wurden halt 'nur noch' Hefte/Bücher verbrannt, nicht mehr ihre Schöpfer), die aber aus derselben noch frischen Geisteshaltung entsprang. Auch wenn das nicht mehr nur unmittelbar wirkt so doch noch in nicht unerheblichem Maße mittelbar: Es fehlen dadurch ein, zwei, drei 'Kreativ-Generationen', die eine Tradition weiter führen konnten, so dass die heutigen 'Kreativ-Generationen' sich ihre Wurzeln zum Teil in anderen Kultur-Regionen suchen mussten und dadurch klafft eben auch eine grosse Lücke in der 'deutschen' Kultur-Tradition.
    Gruss!,liver
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