szmtag Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Mission 1 - Seite 5
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  1. #101
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Telemachos war interessiert dem dar gebotenem Schauschpiel gefolgt das Meg und Maristos geliefert hatten. Immerhin setzte sich dieser Kapitän durch und augenscheinlich war er auch nicht zimperlich wenn es darum ging Strafen zu verteilen immerhin hatte er seinen ersten Mann auch zur Strafe auf die Ruderbank geschickt, wenn auch nicht für sehr lange.
    Da er immoment nichts zu tun hatte sah er sich aufmerksam an Deck um immerhin musste man die Männer mit denen man Kämpfte ja wenigstens erkennen um ihnen nicht versehentlich in einer Schlacht den Kopf von den Schultern zu schlagen. Auch die drei Gestalten auf dem Mast waren dem großen Krieger aufgefallen. Interessiert blickte er nach oben sollten die drei so weiter machen würde noch einer das Gleichgewicht verlieren und im günstigsten Fall ins Wasser stürzen.
    Geändert von Shane_Gooseman (21.05.2007 um 19:46 Uhr)

  2. #102
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Der übrige Nachmittag verlief recht ereignislos. Die Opferung war ohne Anwesenheit der Mannschaft nur von Meg Eutychia und Arkanos durchgeführt worden. Früher als von den meisten erwartet versank die Sonne hinter dem Horizont und die Ruderdienste wurden für die Nacht unterbrochen. Der Hammel röstete über dem Feuer und der Duft nach Essen breitete sich über dem Deck aus und ließ das Mahl erahnen, welches nicht mehr lange auf sich warten ließe.
    Der Kapitän hatte sich schon vor Einbruch der Dunkelheit zurückgezogen und ließ sich auch nicht blicken, als sich die gesammte Mannschaft zum gemeinsamen Mal um die Kochstelle versammelte. Er wartete in seiner Kabine auf die Lagebesprechung mit seinen Vertrauten. Die Nacht war lau und obwohl jedes Mannschaftsmitglied nur einen Becher Wein ausgeschenkt bekam, war die Stimmung der meisten ausgelassen und das Festmahl würde sich sicherlich bis tief in die Nacht hineinziehen...
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  3. #103
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Chrysanthe hatte es trotz des Schrecks geschafft, noch ein Weilchen zu klettern. Als sie wieder auf dem Boden stand, hatte sie, was die Kletterei betraf, ein recht gutes Gefühl. Sie nahm sich vor, möglichst täglich zu üben.

    Dann gab es allerdings Arbeit für sie und sie half beim Zubereiten des Hammels und schenkte später für jeden einen Becker Wein ein. Schließlich konnte auch sie sich setzen und genüßlich Braten und Wein frönen. Sie blieb ruhig und hörte den anderen zu, um etwas mehr über das Leben der Piraten zu erfahren.

  4. #104
    Mitglied Avatar von Sac
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    Aegis hatte Chrys Kletteraktion grinsend, aber wohlwollend betrachtet. Immerhin bekam er nicht so oft Besuch da oben, und ein zierlicher Knabe, der am Seil herumkrabbelt, war schon ein unterhaltsamer Anblick.

    Er ließ sich möglichst nahe der Kochstelle nieder, verschränkte akrobatisch die Beine miteinander und lehnte sich zurück. Zufrieden mit sich und der Welt, einen schmunzelnden Blick für die Neuen im Auge.
    Totgesagte leben länger.

  5. #105
    Mitglied Avatar von Gabriel
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    Als das Ende des Ruderdienstes ausgerufen wurde, war Themistokles erleichtert. Er stand auf, ließ das Ruder fahren und begann sich ausgiebig zu strecken und die geschundenen Muskeln seiner Arme zu entspannen. Diese Ruderarbeit war doch weit anstrengender gewesen als alles was er in letzter Zeit zu tun bekommen hatte.
    Er war schon auf dem Weg hinab zu seiner Schlafstelle, als er Geruchsschwaden von geröstetem Hammel an sich vorbeiziehen roch. Es machte ihn neugierig was genau es gab, und sein Magen ließ keinen Zweifel daran, wo er jetzt hinsollte.
    Als er die Kochstelle erreichte war schon der Großteil der Mannschaft versammelt. Themistokles stellte nur fest, daß der Kapitän fehlte, dachte jedoch nicht großartig darüber nach, denn sein Blick blieb an dem sich drehenden Hammel hängen.

  6. #106
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek saß guter Dinge an der Kochstelle. Dass Meg zum Einstand der Neuen ein Lamm geopfert hatte, war großzügig und zugleich weise, denn nicht nur stimmte es die Mannschaft fröhlich, das Opfer mochte hoffentlich auch seinen Zweck erfüllen, so dass die Götter ihnen auf der kommenden Reise milde gestimmt waren.
    Cherek ließ den Blick schweifen und hörte zu, während er von seinem Wein trank. Er spähte zwischenzeitlich nach Maristos und fragte sich, ob man diesem nicht besser nur mehr Wasser zu trinken gegeben hätte, doch nach dem Vorfall am nachmittag war er hoffentlich selbst klug genug, Megs Nachsichtigkeit weiter auf die Probe zu stellen und zu riskieren, dass er bald über die Planke wanderte.
    Schließlich setzte er sich zu Aegis und plauderte ein wenig mit dem Freund. Unauffällig winkte er mit dem Kopf in Richtung Nema - die Amazone hatte etwas Unheimliches an sich. Es war Megs Entscheidung gewesen, sie mit an Bord zu nehmen. "Was glaubst du, wie lange es dauert, bis der Vogel seekrank wird", scherzte er und deutete auf den Falken.

  7. #107
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Arkanos hatte, nach der Opferung, etwas Zeit für sich alleine gebraucht und stand daher, wie so oft, am Bug des Schiffes, starrte auf das Meer hinaus.

    Zur Essenszeit fand er sich als einer der ersten ein, nahm sich aber selbst erst als einer der letzten zu essen.
    Obwohl die meisten guter Stimmung war, teilte Arkanos diese nicht, er dachte die ganze Zeit an ihr Abenteuer, sowie an die Auseinandersetzung zwischen dem Kapitän und Themistokles sowie Maristos und wie die Besprechung, später, ablaufen würde.
    Nach dem Essen verzog er sich für einen Moment unter Deck, ehe er sich in Richtung Kapitäns Kabine begab.
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  8. #108
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Telemachos hatte es sich bei der restlichen Manschaft gemütlich gemacht, hatte sich etwas zu essen und zu trinken genommen. Es gab kaum etwas entspanenderes als das sanfte Wiegen des Schiffes und das rauschen des Meeres.
    Er war gespannt was diese Reise noch zu bieten hatte.

  9. #109
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Die Feier dauerte noch bis spät in die Nacht. Nach Sonnenuntergang verschwanden die Vertrauten des Kapitäns für eine knappe Stunde unter Deck und schließlich tauchten sie wieder auf. Der Kapitän selbst erschien jedoch nicht bei der Mannschaft sondern stellte sie an die Reling und starrte aufs Meer hinaus. Dort stand er auch noch, als die letzten sich unter Deck begaben um sich für den nächsten Tag auszuruhen.
    Als im Morgengrauen der Schiffsjunge, Chysanthos, das Deck betrat um die Spuren des Abends zu verwischen, stand Meg immer noch wie versteinert an der Stelle und blickte hinaus aufs Meer. Das Festland war verschwunden, hinter ihnen zurückgeblieben, doch voraus lag eine Insel, die das Schiff, gelenkt von Arkanos, ansteuerte.
    Von den Sonnenstrahlen aufgetaut drehte Meg sich um und blickte einen Moment auf die Insel. Dann verschwand sie unter Deck um Cherek aus seiner Hängematte zu schmeißen. Und auch die übrige Mannschaft wurde von der rauen Stimme des Kapitäns geweckt. „Aufgewacht ihr Landratten, alles klar zum Anlegemanöver! Alle Mann an Deck!“ schallte es heiser durch den Schiffsbauch, bevor Meg sich wieder an Deck begab und es ihrer linken Hand überließ, dafür zu sorgen, das selbst der letzte Mann an Bord ihrem Befehl nachkam.
    Die ersten, die das Deck betraten wurden sofort an die Ruder geschickt. Doch kaum kam Themistokles an Deck wurde er auch schon vom Kapitän mit einem Wink beiseite genommen „Melde dich bei Arkanos, vielleicht hat er eine geeignete Aufgabe für dich!“
    Auch Telemachos wurde nicht den Ruderern zugeteilt. Meg nahm ihn mit sich zu den Segeln. Seine Größe war dienlich, wenn es daran ging, diese einzuholen, kurz bevor sie den Hafen erreichten.
    Aegis erhielt die ehrenvolle Aufgabe am Bug zu stehen und etwaige Untiefen, sowie die Distanz zur Bucht Arkanos zuzurufen, welcher immer noch die Position am Steuer innehatte.
    Maristos befand sich unter Deck, in Gewahrsam. Sobald er seinen Rausch ausgeschlafen hatte, würde er jeden Millimeter des Decks schrubben, des Unterdecks, des Schiffsbaus, der Tierställe… einfach alles. Der Landgang würde für ihn ausfallen, zu seinem eigenen Wohle.
    Nema war in den Ausguck geschickt worden um von dort ebenfalls die Untiefen und Distanzen zu überwachen. Hermokrates war damit beauftragt, die Vorräte nochmals zu überprüfen und großzügig Vorräte anzulegen, die für mindestens zwei Wochen Schiffsreise reichten. Vor allem jedoch Zitrusfrüchte und Zwiebeln. Mykos stand dem Schiffskoch dabei mit Rat und Tat beiseite und ließ immer wieder Ernährungswissenschaftliche Kommentare einfließen. „… gegen den Ausfall von Haar und Zahn…“ erklärte er gerade die Nutzen der Vitamin-C-haltigen Nahrung.

    Wie auch auf der Margaretha, so brach auf Kythira der Tag mit Sonnenschein und einigem Trubel los. Xenokrates wurde durch lautes Poltern an die Tür geweckt. Kurz darauf folgte ein energisches Rütteln an seinen Schultern „Das ist mein Mann, du musst hier weg!“ hauchte ihm die Fremde Schönheit (Ok, gestern Nacht nach dem Wein war sie zumindest schön und fremd gewesen) zu. Wie zur Bestätigung polterte es erneut an der Tür „Mach endlich auf du liederliche Schlampe!“ dröhnte die Stimme eines Mannes hindurch.
    _____________________________________________

    Uff, diese griechischen Namen machen mich fertig! O_O Bitte alles lesen, ich hab ja auch alles geschrieben!
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  10. #110
    Mitglied Avatar von Gabriel
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    Themistokles, der von der Ruderei ziemlich geschafft gewesen war, hatte sich den Bauch vollgeschlagen und sich dabei kaum um seine Manieren geschert. Beim Essen und bei Frauen machte er keine Kompromisse. Das Fleisch und die anderen Sachen schmeckten ganz akzeptabel und so verbrachte er die meiste Zeit mit essen und war dann recht schnell in sein Bett verschwunden um endlich zu schlafen. Hoffentlich würde morgen nicht wieder ein Rudertag...
    Das Aufwachen war nicht so angenehm wie das Einschlafen, denn er wurde von einem heiseren Krächzen geweckt, das entfernt an eine menschliche Stimme erinnerte. Dann war sein Geist endlich soweit wieder da, daß er auch die Worte verstand und warf sich in seine Klamotten, gürtete sich sein Schwert um und machte sich an Deck. Kapitäne mochten es im Allgemeinen nicht wenn man sie warten ließ, und dieser war ja von der ganz mimosigen Sorte.
    Er fragte sich was er nun schon wieder ausgfressen hatte, als der Kapitän ihn direkt beim aufs Deck treten abfing, und fragte sich was ihm wohl blühte, als er zu Arkanos trat.

  11. #111
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    Chrysanthe erwachte am nächsten Morgen in ihrer Hängematte und fühlte sich erstaunlich ausgeruht dafür, daß sie solange wach gewesen und dann in dieser ungewohnten Konstruktion geschlafen hatte. Schnell richtete sie ihr Gewand, das sie nicht ausgezogen hatte, wusch sich und machte sich dann daran, die Reste vom Feste zu beseitigen.

    Dabei konnte sie sehen, wie der Kapitän (Meg) an der Reling stand. Hatte er da nicht schon gestern abend gestanden? Chrys zuckte die Schultern. Was gingen sie schon die Geschäfte des Kapitäns an? Also konzentrierte sie sich wieder auf den Putzlumpen und schrubbte vergossenen Wein und Fett fort, sammelte Knochen und andere Abfälle zusammen und schüttete Putzwasser wie Abfälle schließlich ins Meer. Nicht ohne eine gemurmelte Entschuldigung an die Meeresgötter, aber es war einfach nicht möglich, alles auf dem Schiff zu lagern bis man es im nächsten Hafen entsorgen konnte.

    Danach wanderte sie zu Hermokrates. Vielleicht brauchte er Hilfe bei der Frühstückszubereitung. Allerdings fand sie nicht nur den Koch vor, sondern auch Mykos, den Schiffsarzt. Respektvoll grüßte sie und wartete dann darauf, daß man sie ansprach.

  12. #112
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Telemachos hatte gestern Abend gar nicht erst versucht sich in eine der Hängematten zu zwängen, er sah auf den ersten Blick das alle zu klein waren. Also hatte er es sich mit einer Decke auf dem Boden bequem gemacht.

    Am nächsten Morgen wurde er gleichg vom Kapitän abgefangen und für das Segeleinholen eingeteilt.
    Zu seiner Überraschung blieb der Kapitän direckt neben ihm stehen und als der große Kriegr zu dem Führer des Schiffes hinüberblickte über kam ihn wieder dieses seltsame Gefühl der Vertrautheit, er musste ihm schon einmal begegent sein. aber wo sollte er diesem Knaben schon begenet sein.
    "Kapitän wie heißt Du. ich finde es ungewöhnlich unter jemandes Befehl zu stehen ohne dessen Namen je gehört zu haben."

  13. #113
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Überrascht sah Meg zu dem Hühnen, der sie um fast zwei Köpfe überragte. Sehr ehrerbietig war seine Wortwahl ja nicht gerade. "Man nennt mich Meg, manche geben mir den Beinamen Passeridae, aber Kapitän reicht völlig! Telemachos, richtig?" sie hustete kurz, die Stimme war heiser wie immer. Dann wandte sich der Blick wieder nach vorn, auf die Insel zu.
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  14. #114
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    "Ja ich bin Telemachos einen interessanten Beinamen hast Du, Kapitän."
    Diese Stimme konnte einem Jüngling, enem Mann mit hoher Stimme gehören oder aber auch einer recht tief sprechenden Frau. Konnte das sein? War der Kapitän am ende doch älter als Telemachos angenommen hatte? bei genauem hinsehen konnte es wirklich sein das er hier neben keinem Mann stand.
    Es konnte nun nicht mehr lange dauern bis der Kapitän den Befehl zum Segeleinholen gab.
    Kräftig packte Telemachos eines der Seile um den Mastbaum herunterzulassen. seine Muskeln spannten sich in Erwartung der bevorstehenden Arbeit an.

  15. #115
    Mitglied Avatar von Coin
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    „Das ist mein Mann, du musst hier weg!“...
    Xenokrates war übergangslos hellwach und sprang mit einem Satz aus dem Bett. Die Situation
    war für ihn nicht neu und seine dafür entwickelten Automatismen begannen sofort ihr Werk
    zu verrichten.

    Er griff nach seiner Kleidung, die auf dem Boden lag, und machte daraus mit wenigen Bewegungen
    ein bequem zu tragendes Bündel - er war splitternackt, aber das war im Moment die geringste
    seiner Sorgen. Mit einem kurzen Blick überprüfte er den Boden und alle sichtbaren Flächen
    nach verdächtigen Kleidungsstücken. Es war nichts mehr da. Schnell hauchte er der
    fremden Schönheit ein paar Worte ins Ohr und zauberte ihr ein Lächeln aufs Gesicht.

    Es hämmerte erneut an der Tür. Xenokrates war bereits am Fenster und schwang sich auf die
    Weinpflanze, die die Rückwand des Hauses bewuchs. Es war nur eine kurze Kletterpartie vom
    ersten Stock hinab, Xenokrates nutzte den Schwung und hüpfte über eine niedrige Mauer um
    gleich darauf dahinter in die Hocke zu gehen. Leise Wortfetzen drangen an sein Ohr.
    Offensichtlich hatte die Frau ihrem Mann gerade die Tür geöffnet und dieser polterte wohl
    durch die Wohnung auf der Suche nach einem versteckten Liebhaber. Da in solchen Situationen
    die geprellten Männer auf die absurdesten Ideen kamen, wie zum Beispiel auch mal aus dem
    Fester zu gucken, war es wichtig, möglichst wenig Aufmerksamkeit zu erregen, sobald man aus
    dem Hause war.

    Wie zur Bestätigung hörte er ein "...ich stelle das ganze Haus auf den Kopf. Und danach den
    Garten...
    " - der Rest war unverständlich weil leiser, woraus Xenokrates schloß, daß der Mann
    sich gerade vom Fenster wegbewegt hatte. Mit ein paar schnellen Schritten hüpfte er in eine
    kleine Seitenstraße und lief sie ein Stück entlang. Hinter ihm kicherten zwei Frauen -
    offenbar gab es für sie eine kleine Gratisvorführung in Sachen männlicher Anatomie.

    Xenokrates bog um eine Ecke und breitete sein Kleiderbündel hastig vor sich aus. Jetzt galt es
    schnell sich vom verscheuchten Liebhaber in einen ungescholtenen Bürger zu verwandeln.

    Bald darauf war Xenokrates wieder komplett gekleidet - er warf sich etwas Wasser aus einer
    niedrigen Zisterne aufs Gesicht und zupfte noch etwas seine Kleidung zurecht, bevor er sich
    auf den Weg in die Taverne machte.

    Dort angekommen empfing ihn auch schon der Wirt: "Ein Glück, daß ich Euch sehe. Die
    Peleia ist heute nacht überstürzt aufgebrochen. Deren Kapitän ließ mir ausrichten, daß die
    Margaretha Negra in diesen Gewässern gesichtet worden ist und daß er auf keinen Fall bis zum
    Sonnenaufgang warten konnte. Obendrein hat er mir Eure Sachen bringen lassen und mir Geld
    gegeben, daß ich sie Euch vollzählig übergebe. "

    Xenokrates verzog das Gesicht und ließ sich vom Wirt in den Keller führen, wo in einer Nische
    seine ganze Ausrüstung lag. Er betastete und überprüfte alles - es war tatsächlich alles da.
    Er schnippte dem Wirt eine vier-Drachmen-Münze rüber und legte seine Ausrüstung an. "Nun,
    da ich wohl etwas länger hier verweilen werde, bring mir doch bitte ein leckeres Frühstück."

    Mit diesen Worten folge er dem Wirt hinauf und machte es sich in einer Ecke mit Blick auf die
    Tür bequem. Kurz darauf kam der Wirt mit Wein, Olivenbrot, Trauben und ein paar Eiern.

    "Das nächste Mal darf es ruhig mal eine Frau sein, die auch früh morgens hübsch ist - aber
    diese war schon wirklich nicht schlecht...", mit diesen Worten goß Xenokrates zwei Becher Wein
    ins Feuer - eine mehr als angemessene Opfergabe an Dionysos. Ein Stück Olivenbrot ging an
    Poseidon, auf daß er endlich ein Schiff vorbeischickte, mit dem er auch abreisen könnte.
    Anschließend machte sich Xenokrates über das Frühstück her.

    Draußen hörte er plötzlich ein Stimmengewirr. Neugierig stand er auf und trat aus der Taverne.
    Unweit der Insel waren Segel zu sehen - das Schiff würde bald im Hafen einlaufen.
    Es war die Margaretha Negra.

  16. #116
    Mitglied Avatar von Sac
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    Das Gespräch mit seinem Freund war wie immer erheiternd gewesen, dennoch war Aegis dabei nicht entgangen, wie wenig die Crew überhaupt miteinander gesprochen hatte. Besonders die neuen schienen das Leben an Bord mit dem Mönchstum zu verwechseln, und aufgrund des Mangels an Frauen wohl davon auszugehen, dass ein Schweigegelübde mt abzulegen sei.
    "Vermutlich solange, bis die Lady sich herablässt, etwas mit Maristos anzufangen," gab er zurück.

    Grinsend begegnete Aegis Meg am folgenden Morgen. Nun war also nicht mehr das Turnen auf der Tagelage angesagt. Fraglich blieb, ob das nun ein Zeichen der Versöhnung, oder die Erweiterung der Strafe war, denn im Grunde war herumschaukeln auf dem Mast eine lustige Sache und nicht sehr anstrengend. Doch ebenso fröhlich hüpfte er vorne auf das Schiff und ieß die Beine Richtung Wasser baumeln. (*g* so fern ich da hochkomme)
    "Hey, Arkanos", schrie er kräftig, "müsste ich mir nicht eher sorgen wegen den Sandbänken als wegen den Untiefen mache", murmelnd fügte er hinzu, "hier so in Landnähe..."
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  17. #117
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Schon bald hatte Cherek dafür gesorgt, dass alle, die nicht ohnehin schon erwacht und aufgestanden waren, sich zügigst aus ihren Schlafstätten bemühten (seit er sich im letzten Jahr von Hermokrates eine der alten Pfannen und einen Kochlöffel hatte geben lassen, war es ein leichtes, selbst das verschlafenste Mannschaftsmitglied ohne größeren Aufwand ins Reich der Wachen zu befördern).
    Nachdem das erledigt war, begab er sich rasch selbst an Deck und als er sah, dass Meg bereits jemanden zum Segel einholen einteilte, beeilte er sich, den Hauptmast zu erklimmen, um selbige zu lösen.
    Während er hochkletterte schweiften seine Gedanken noch einmal zurück zur letzten Nacht. Nachdem er Aegis und die anderen beim Feuer verlassen und sich noch kurz ausgeruht hatte, hatten er, Arkanos und Meg sich zur Besprechung getroffen, welche zu etwas Unfrieden geführt hatte. Er hoffte, dass Meg das ganze inzwischen abgehakt hatte, sie hatte am Ende doch sehr erbost gewirkt.

  18. #118
    Mitglied Avatar von Sphinx
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    Eigentlich ging es für Nema besser als erwartet, denn weder am ersten Tag noch Abend hatte sie sich eine Rauferei oder Zwist mit irgendeinem männlichen Crewmitglied geliefert, sie blieb stets bei Eutychia nur etwas abseits, sprach wenig und sammelte neue Eindrücke so wie Namen zu Gesichtern der Crewmitglieder. Es war ein wenig unverschämt musste man zugeben so geheim Informationen zu sammeln, doch das war ihr am liebsten, mehr zu wissen über einen potentiellen Gegner und das war hier noch jeder an Bord.
    Aufmerksam wanderten ihre Augen über die See, während sie oben auf dem Mast stand und sich mit dem Rücken an den Hauptmast lehnte, ab und zu glitt ihr Blick in die Wolken oder über die See ab, doch nur solange sie es nicht in ihrer Aufgabe behinderte. Die fröhlichen Kreischgeräusche des Falken blieben aus und Nema vermutete das er in der Nähe Land gefunden hatte oder sich sonst irgendwo auf See seine Beute im Klaren Wasser suchte. Mit den Geräuschen die von unten her immer näher Rückten vermutete sie das annähern einer weiteren Person und schielte nun den Mast hinunter wobei sie Cherek zu sich heraufklettern sah, als er dann in die Nähe des Mastes kam, löste sie sich von ihrer versperrenden Position und trat einen Schritt beiseite, auch wenn sie nicht den Eindruck hatte das er sonderlich Schwierigkeiten gehabt hätte an ihr vorbei zu klettern. Aufmerksam verfolgten ihn ihre Augen, bevor sie sich wieder dem Meer zuwand ohne ihn anzusprechen oder ihm beim letzten Stück des Aufstieges zu helfen, doch immer wieder glitten ihre Augenwinkel zu ihm herüber um zu verfolgen was er tat.

  19. #119
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Meg war einen Schritt beiseite getreten um Cherek den Vortritt zu lassen. "Mach es so wie er!" wie sie Telemachos an und deutete auf Barokles, welcher das andere Seil bereits in Händen hielt. Ein Wink von Meg würde reichen, damit dieser erfahrene Seeman die Segel einholen und befästigen würde. Dann schwang sich der Kapitän ebenfalls auf den Hauptmast und begann flink hinter Cherek hinaufzuklettern.
    Nachdem dieser sich für eine Seite entschieden hatte, wählte sie die andere, auf der sich auch Nema befand, um dort die Segel zu lösen. Geschickt gelang es Meg, an der Amazone vorbeizuklettern und sie an das äußerste Ende des Querbalkens zu postieren. Es wehte kaum Wind, als würden sie die Segel erst kurz vor dem Ankern herablassen.
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  20. #120
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    Als Aegis ihm die Frage zurief konnte dieser von Glück reden, daß Arkanos keinen Stein bei sich hatte, sonst wäre dieser in hohem Bogen nach dem Jungen geworfen worden. "Macht es dir Spaß, dumme Reden zu schwingen? Also paß auf, daß wir nirgendwo in den Untiefen auflaufen, sonst mache ich dich zur Galleonsfigur!" knurrte Arkanos genervt.

    Zu Themistokles hingegen meinte er schließlich. "Sobald wir im Hafen eingelaufen sind, wirf die Ankerseile ins Wasser. Ich kenne diesen Hafen noch nicht, daher möchte ich es nicht riskieren, daß etwas mit dem Schiff passiert." Dazu deutete er auf die Seile, die am Bug an beiden Seiten lagen und um schwere Steine gebunden waren.
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  21. #121
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    Hermokrates rollte regelmäßig die Augen, es war ja nichts neues was der Schiffsarzt ihm da erzählte "Bei mir ist noch niemand an Skorbut gestorben!" brumpfte er zwischendurch, doch Mykos schien ihm nicht wirklich zuzuhören.
    Als Chrysanthos dann herein kam strahlte er "Du kommst wie gerufen, weiche das Brot dort drüben hierdrin ein" er reichte ihm eine streng riechende Brühe "Und wer hunger hat bekommt das, aber lass es gut durchziehen, sonst wirst du nur angemault."

  22. #122
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    Chrysanthe ging zu Hermokrates und nahm ihm den Topf ab. "Mache ich, Herr," erwiderte sie und schleppte ihre Last zu dem Brot, um sie daneben abzustellen. Während sie das Brot in die Brühe warf und es dann mit einem großen Holzlöffel untertunkte, roch sie neugierig an der Flüssigkeit, um herauszufinden, was alles drin war.

  23. #123
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    Es dauerte noch eine gute halbe Stunde, bis der Kapitän schließlich das Signal gab und begann, die Segelbefestigungen zu lösen. „Auf geht’s!“ brüllte Barokles um Telemachos zu signalisieren, dass es nun an der Zeit war, die Segel einzuholen. Während dies geschah, war es für jene auf dem Mast äußerst ratsam, den Seilen nicht zu nah zu kommen. So kauerte Meg auf dem Querbalken und beobachtete von dort aus Nema, welche ihrerseits Cherek zusah.

    Auch an Deck ging es hoch her, die Anker mussten zu Wasser gelassen werden und Aegis lief an seiner unsicheren Position Gefahr, von Bord zu gehen. Immerhin würde das Schiff abrupt stoppen, sobald die Anker, welche Themistokles ins Wasser werfen würde, Halt fanden.

    Unter Deck spürten Hermokrates, Chrysanthos und Mykos den Ruck, als sich die Seile strafften. Das Schiff hatte in der Bucht geankert. „Ich wage zu bezweifeln, dass dieses Gebräu gegen Kater hilft! Kräutertee, rohes Ei und rote Rübensaft! Das wäre viel besser!“ fuhr der Schiffsarzt ungerührt fort. „Aber nun gut, jeder hat seine Methoden… Ich nehme an, du gehst an Land, Vorräte besorgen? Meg hat vorgeschlagen, dass die Männer sich noch ein wenig amüsieren sollen, bevor die große Fahrt beginnt. Aber ich halte das für keine gute Idee… Was man sich da für Krankheiten holen kann!“ betrübt schüttelte er den Kopf. „Meine Kräutervorräte sind gefüllt, also bleibe ich an Bord. Einer muss ja auf das Schiff und die Mannschaft achten! Dein Junge macht sicher keinen Ärger, aber bei Maristos bin ich mir nicht so sicher!“ Er nickte dem Schiffskoch bedeutungsschwer zu und erhob sich dann. „Mal sehen, was an Deck los ist… Kommst du mit?“

    Nachdem das Ankermanöver beendet war, stellte Meg sich wieder auf die Empore und warf einen Blick auf die Mannschaft, die erwartungsvoll zu ihr sah um zu erfahren, was nun anstand.
    „Wir haben entschieden, dass es sinnvoll ist, die Vorräte nochmals aufzustocken. Außerdem wollen wir euch die Möglichkeit geben, Abschied von festlandgebundenen Vergnügungen zu nehmen!“ die Worte hallten heiser, aber deutlich zu vernehmen über das Deck. Offenbar befand sich dieser Jüngling grade erst im Stimmbruch, denn die Stimme war nicht sonderlich tief. „Ein Boot fährt am frühen Abend mit den Vorräten zurück zum Schiff. Das zweite fährt, wenn Arkanos zurückkehren will. Es steht euch frei, länger zu bleiben, jedoch müsst ihr bei Tagesanbruch an Bord sein. Zwingt mich nicht, euch zu holen!“ Ein paar Männer lachten rau, andere grummelten etwas. „Wein und Mädchen gehen heute Abend auf mich! Amüsiert euch gut, es kann dauern, bis wir wieder an Land gehen!“ mit diesen Worten gab Meg das Zeichen, die Boote zu Wasser zu lassen.
    Es stand der Besatzung frei, an Bord zu bleiben, doch fast die gesamte Mannschaft ging an Land, nur Mykos, Eutychia und Maristos würden an Bord zurückbleiben. Es oblag Hermokrates Gutdünken, ob Chrys mit an Land käme.



    Kythira

    Majestätisch fuhr das schwarze Schiff in die Bucht ein. Die Menschen unterhielten sich erst noch eine Weile gedämpft, doch spätestens als die Segel sanken und feststand, dass die Mannschaft an Land gehen würde, zogen sich die meisten in ihre Häuser zurück. Einzig der Wirt schien höchst erfreut darüber, dass zwei Ruderboote sich näherten. Als sie näher kamen, sah Xenokrates, dass am Bug des vorderen Schiffes eine schwarze Gestalt stand, aufrecht, offenbar ohne Angst, ins Meer zu stürzen. Beide Boote waren gefüllt mit Männern, die ins seichte Wasser sprangen, sobald sie nah genug an den Strand gekommen waren, um dann die Boote ans Ufer zu ziehen. Schließlich verließ der Kapitän trockenen Fußes seine Position, nur um vom Wirt der Gaststätte überschwänglich willkommen geheißen zu werden.
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  24. #124
    Mitglied Avatar von Gabriel
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    Themistokles hatte Arkanos aufmerksam zugehört, salutierte ein wenig übertrieben und machte sich dann auf den Weg unter Deck. Dort angekommen wühlte er in seiner Kiste und suchte seine Rüstungsteile heraus. Als er sie gefunden hatte brauchte er nicht mehr lange um sie sich anzuziehen und machte sich zuerst auf den Weg zum den Heck des Schiffes wo eins der Ankertaue lag.

    Er hatte einige Zeit auf Schiffen verbracht und so wußte er, daß es besser war die Taue und die Befestigung des Ankers noch einmal zu kontrollieren bevor man sie ins Wasser warf. Nachdem er am hinteren Anker nichts zu beanstanden hatte, machte er sich auf den Weg zum Bug und kontrollierte auch diesen.

    Auch hier traten keine Probleme zu Tage, also blieb Themistokles stehen und genoß die Aussicht als sie in den kleinen Hafen einfuhren und wurde jäh aus seinen Gedanken gerissen als das Kommando zum Ankern kam und er ein wenig gehätzt den ersten Anker über Bord warf, nach hinten eilte um auch den zweiten zu versenken, als die Negra an der richtigen Position im Hafen lag.

    Als er damit fertig war, ging er etwas weniger in Eile zurück zu seiner Kiste, nahm sein Geld und ging wieder an Deck, um auf die Freigabe zum Landgang zu warten.

    Jetzt hatte Themistokles zum ersten mal seit Beginn der Fahrt wieder Zeit den Kapitän richtig zu beobachten. Seine Stimme war komisch, sie paßte nicht zu Themistokles Bild eines Kapitäns. Bei anderen hätter er sich nicht über einen Jüngling gewundert, aber ein Kapitän? Auch ihre Statur wollte nicht so recht ins Bild passen, denn unter dem weiten Hemd war nicht viel Mann drunter, und Themistokles kannte wenige Männer die ein paar Monate Segeln nicht hatten breiter werden lassen. Doch diese Gestalt sah nicht so aus, auch das Tuch, welches unter dem Hemd hervorgeblitzt hatte, als ein Windstoß das Hemd herumgewirbelt hatte, paßte überhaupt nicht ins Bild. Es ließ also eigentlich nur einen Schluß zu. Sollte sie sein was sie wollte und ihre Scharade weiterspielen, ihn würde es nicht stören solange wie sie nicht töricht wurde, oder ihn nicht bezahlte, was beides auf das selbe hinauslief.

    Als der Kapitän den Landgang endlich verkündete war Themistokles erfreut und lachte, und sein Grinsen wurde noch breiter als die Zweite Ankündigung erscholl. Wenn alles auf Kosten des Kapitäns war würde Themistokles sich fürstlich amüsieren. Also griff er in die Riemen, damit sie bald da waren, bei Wein, Weib und hoffentlich auch Gesang.

    Er war damit auch einer der ersten die über Bord gingen und das Boot an Land zogen und ging schnurstracks am Wirt vorbei der sich sowieso mehr für den Kapitän interessierte. In der Taverne war noch nicht viel los und so setzte sich Themistokles an einen großen Tisch, an dem auch viele der anderen Platz habenwürden, und rief laut: "Wo bleibt die Bedienung? Bringt Wein und was zu Essen!" währenddessen schaute er sich schon um ob er ein paar hübsche Mädchen sah.
    Geändert von Gabriel (19.06.2007 um 09:54 Uhr)

  25. #125
    Mitglied Avatar von Coin
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    Xenokrates beeilte sich wieder in die Taverne zu kommen und seinen Platz zu besetzen bevor die Meute, die den beiden Booten entstieg, die Taverne stürmen würde. Er schlug ein Ei auf und plötzlich wurde es ihm klar, wieso der Wirt heute früh so geschäftig gewesen war.

    Er beobachtete draußen den Wirt, wie dieser ein paar Worte mit dem in schwarz gekleideten Kapitän des Schiffes wechselte. Gerade wollte er sich etwas genauer den Kapitän angucken, doch da trat ein athletisch gebauter Grieche in schwarzer Rüstung herein (Themistokles) und setzte sich an einen größeren Tisch.

    Aus seinem Ausruf hörte er ganz deutlich athener Dialekt heraus.

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