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  1. #76
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek hatte Meg mit aufmunterndem Blick zugenickt, als sie sich für seine Loyalität bedankt hatte - die würde sie niemals in Frage stellen müssen. Er wusste, dass sie immer fürchtete, dass ihre Autortität infrage gestellt werden könnte, so dass ihr die kurze Szene wahrscheinlich noch nachgehen würde, doch sie darauf nocheinmal anzusprechen war in den seltensten Fällen klug, besser war es, sie anderweitig spüren zu lassen, dass es ihr an Unterstützung nicht mangelte.
    Nun aber widmete er sich erst einmal weiter Chrysanthos. Rasch begann er ebenfalls die Takelage zu erklimmen und nach nur kurzer Zeit hatte er den Schiffsjungen eingeholt. Cherek und Aegis waren bislang die besten Kletterer an Bord und nicht nur einmal hatte es Wettbewerbe zwischen ihnen gegeben, doch der Ägypter erkannte, dass Meg recht hatte: Chrys stellte sich erstaunlich geschickt an, sicherlich wuchs ihnen da ein Konkurrent heran, wenngleich er noch einiges lernen musste.
    "Na?", fragte Cherek und zwinkerte dem Schiffsjungen zu, "ist doch nicht ganz dasselbe wie auf einen Baum zu steigen, oder?"

  2. #77
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Auf Megairas Worte hin entgegnete Arkanos nichts, er zog nur sein Hemd aus und setzte sich an die Ruderbank. "Aye, Käptn" waren die einzigen Worte, die seinem Mund entkamen, als er das Ruder griff und sozusagen den Platz von Telemachos eingenommen hatte. Er übernahm den Takt und als Megaira sich entfernte sah er kurz zu Themistokles. "Nichtmal ich bin von diesen Regeln ausgenommen, aber das bist du sicher gewöhnt, Krieger. Das Angebot mit der Jungfrau steht noch - wenn ich eine auftreiben kann."
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  3. #78
    Mitglied Avatar von Gabriel
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    Der Takt des Ruders ging wieder verloren als Themistokles' Blick zwischen Kapitän und erstem Maat hin und herwanderte. Es zeichnete sich kurz Überraschung auf seinem Gesicht ab und Themistokles schaute aufs Meer und rückte wieder ein Stück zurück richtung Bordwand um Arkanos Platz zu machen.
    Themistokles mußte lächeln und schüttelte den Kopf. "Mit der Verpflegung ist wohl auf allen Schiffen das gleiche. Man sollte mal einen fetten Kauffahrer aufbringen, der hat bestimmt gutes Essen für seinen Herren geladen. Und die Sache mit der Jungfrau, ich nehm auch eine Dirne, davon gibts in einem Hafen eigentlich immer genug. Muß ja nicht gleich ne Hetäre sein!" Er lachte. "Wie lange dienst du eigentlich schon unter dem Kapitän? Und was genau soll das jetzt hier eigentlich werden?"

  4. #79
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Chrysanthe wurde von Chereks Auftauchen etwas durcheinander gebracht. Gerade noch gelang es ihr, ihren Fuß wieder auf ein Seil zu stellen. Uff! Das hätte gerade noch gefehlt, daß sie runterfiel.
    "Stimmt, Bäume bewegen sich eher selten von einem Ort zum anderen," erwiderte sie trocken. "Aber bis jetzt geht es soweit ganz gut."

  5. #80
    Mitglied Avatar von Blue Lion
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    Hermokrates wunderte sich über nix mehr, auch nicht, dass Meg herab kam um ihre Gefühle an unschuldigen Rüben auszulassen.
    Doch kurz unterbrach er seine kochlogistische Arbeit (zwecks Schlachtung) und Mykos verstummte einen Moment, Hermokrates hatte ihm, als er tatsächlich einmal Luft holte, einen Löffel mit einem süßen Sirup in den Mund gesteckt. "oder man nimmt einfach den Sirup des Krautes, der hat nämlich keine Stengel mehr und bleibt nicht zwischen den Zähnen hängen, wenn man ins Fleisch beißt." lachte der Koch, denn über Rüben philosophierte Mykos öfter- was auch sonst, Rüben gab es bestimmt am Meisten auf dem Schiff.

  6. #81
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Mykos schaute ein wenig überrascht und lutschte dann den Syrup. "If aber flecht für die fähne!" nuschelte er. Mit einem leisen Räuspern machte Meg Hermokrates auf sich aufmerksam. Es war kein geheimnis, dass die junge Seefahrerin verrückt nach Süßigkeiten war und stets bedacht, welche zu ergattern, wenn sich die Gelegenheit bot. Zwar versuchte sie sich am Riemen zu reißen und teilte auch mal ihren kostbaren Honig Wo zur Hölle ist Maristos mit meinem Honig hinverschwunden... mit ihren Freunden, aber einer solchen Gelegenheit konnte sie nicht widerstehen. So blickte sie den Koch mit großen, bittenden Augen an, während sie nicht aufhörte, nebenbei Rüben zu schälen.
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  7. #82
    Mitglied Avatar von Blue Lion
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    Hermokrates grinste umso breiter "Wie Ihr wünscht." denn solche Wünsche konnte ein jeder Mann von den Augen ablesen. Sie bekam einen großen Löffel mit Rübensirup, der Rest kam aber in großen Teilen in den Schmortopf

  8. #83
    Mitglied Avatar von Sac
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    Oh Gott, ich bin durch die Postings durch *FreudentränenindenAugen*
    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    Hoch oben saß Aegis -statt, wie es sich gehörte, im Körbchen zu hocken, wie er er es bezeichnete- auf einem Rah und ließ die Beine baumeln. Nicht gerade ein vorbildliches Verhalten, und wenn Meg Lust hatte, würde sie ihn dafür zur Schnecke machen. Aber würde sie das nicht ab und an tun, wäre es ja auch nur halb so lustig. Manchmal -nicht zu oft und ohne jede Spur von Bösartigkeit- machte es ihm auch Spaß, sie ein wenig zu reizen.
    Um die Aussicht machte er sich wenig Sorgen. Sie fuhren nahe der Küste, das Meer lag ruhig, der Himmel war klar. Mit Unwetter war nicht zu rechnen und jedes Schiff wäre auf eine Entfernung von mehreren Meilen sichtbar gewesen. Also ließ er seinen Blick nach unten auf Deck schweifen. Das gute Wetter hatte einen beachtlichen Teil der Mannschaft herausgelockt.
    Aegis grinste. Meg schien bereits den ersten am Tag rundzumachen. Er sah, dass Cherek dabei war und Arkanos hinzukam und pfiff leise durch die Zähne. Da machte sich wohl einer der Neuen nicht so, wie er sollte. Na, wenn das mal keine bösen Überraschungen gab. Bei dieser Überlegung angekommen, schüttelte er den Kopf. Was musste sie sich auch als Mann ausgeben? Aegis hätte diese Entscheidung niemals laut angezweifelt, aber er glaubte nicht, dass sie ihre Autorität auf Basis einer Lüge auf Dauer besser sicherte. Fand Megs 'alte' Crew nicht gerad ihren Schneid so Respekt verdienend? Männern knieten nicht vor einer Frau, die meinte, als Mann besser klar zu kommen. Nein, die Crew hatte vor ihr gekniet, weil sie eine Frau war, in dessen Augen eine unglaubliche Kraft brannte, auf die man mit Stolz sah, wenn sie -gut aussehend und wild, wie sie war- neben dem Ruder stand.
    Apropos gut aussehende Frauen... sein Blick ging hinüber zu der weiblichen Neuerwerbung. Er mochte Frauen mit Schneid, die Kraft ausstrahlten. Diese tat das auch. Er nickte vor sich hin. So fern sie Interesse daran hätte, würde er gut mit ihr auskommen.

    Übermütig ließ er sich nach hinten fallen. Kopfüber hing er nach unten und bemerkte, dass ihm zwei Gestalten entgegenkamen. Er blinzelte in der Sonne. Dann grinste er breit. Das eine war Cherek. Aegis schwang sich zurück in die Aufrechte, legte den linken Fuß auf das rechte Knie -eine Pose, die in dieser Höhe wohl mehr als unangebracht war- und erwartete seinen Besuch.
    Geändert von Sac (07.05.2007 um 20:07 Uhr)
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  9. #84
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    Andächtig schleckte Meg den Sirup vom Löffel und erhob sich dann. "Wenn du in der Geschwindigkeit weitermachst, haben wir morgen noch nichts zu essen!" neckte sie Hermokrates. "Was hälst du davon, wenn ich das Schaaf schlachte und die Opferungen durchführe? Dann kannst du das Feuer schon einmal ans laufen bringen. Die Sonne wird sich in etwa zwei Stunden verabschieden. Dann hören die Ruderer auf und sind sicher hungrig!" Sie sah sich bereits nach einem Schlachtmesser um, wartete aber noch auf Antwort. Küchenangelegenheiten waren generell Hermokrates Aufgabenbereich und wenn er selbst schlachten wollte, würde sie sich sicher nicht drum reißen...
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  10. #85
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    "So Ihr wollt also selbst schlachten weil es euch nicht schnell genug geht..." er klang fast beleidigt "Gut, wenn ihr darauf besteht. Ich habe das Schaf mit dem schwarzen Kopf auserkoren, es lahmt in letzter Zeit etwas also wird es Zeit. " Die Opferungen standen ohnehin dem Kapitän zu.

  11. #86
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    "Nein im ernst, der Koch beherrscht sein Fach und reichlich zu essen gibt es auch. Und wegen des Weibes sehen wir weiter, wenn es soweit ist, einverstanden?"

    rkanos versuchte den Takt zu halten, während er kurz über Themistokles' Frage nachdachte. "Es sind jetzt etwa zwei Jahre, vielleicht etwas mehr. Ein Orakel hatte mir etwas vorausgesagt... aber das ist eine lange Geschichte." Der Rudertakt war verloren, doch Arkanos ignorierte dies. "Jedenfalls... kam ich auf dieses Schiff zu unserem Kapitän und seitdem sind wir auf verschiedene Reisen gegangen, um Schätze zu finden oder für andere gute Aufträge und Abenteuer." Er sah den Bogenschützen nun direkt an. "Unser Ziel ist eine Insel wo ein schier unendlicher Schatz liegen soll. Auch wenn das sicher übertrieben ist, wird es genug sein, daß es sich auszahlt. Mehr wissen wir, wenn wir am Ziel sind."

    Scheinbar wußte Arkanos mehr, doch er wollte, oder durfte, sein Wissen nicht preisgeben.
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  12. #87
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    Meg sah Hermokrates tadelnd an. "Ich will dir Arbeit abnehmen! Wenn ich schon dem Schiffsjungen freigebe!" sie zwinkerte ihm zu. Nachdem sie das schwarze Schaaf entdeckt hatte, holte sie sich eine Schüssel und ein scharfes Messer. Sanft streichelte sie es und redete beruhigend auf das Tier ein, bevor sie sich daran machte, es zu schlachten. (Ausfomulierung:

    Mit einem gezielten Schnitt durchtrennte sie die Kehle und fing das Blut in der Schüssel auf, damit sie es dem Meeresgott opfern könnte.Während sie noch auf den Tod des Tieres wartete,

    wandte sie sich zu Mykos um "Könntest du Arkanos fragen, ob er die Opferungen durchführen möchte?" bat sie ihn.

    Dann begann sie das Tier auszuweiden, wobei sie das Herz und die "guten Organe" für Poseidon zur Seite legte, den Rest in eine zweite Schüssel warf. Zu guter Letzt häutete sie das Tier.

    Sie hielt die Schüssel mit einigen Innereien dem Koch hin. "Kannst du damit etwas anfangen, oder ist es bei den Fischen besser aufgehoben?" fragte sie ihn. Sie wusste zwar, dass Hermokrates aus allem etwas Zaubern konnte, die Frage war nur, ob der das auch wollte. Das Fell des Schaafes legte sie sorgsam in eine Ecke. "Wir können Mykos nacher fragen, ob er es gerben kann!" schlug sie vor. Dann wartete sie auf Mykos Rückkehr.

    Dieser war sofort losgeeilt und stand nun bei Arkanos und Themistokles. Er wandte sich Arkanos zu "Meg will wissen, ob Ihr die Opferungen für Poseidon durchführen wollt!" Mehr Worte waren nicht nötig. Es war allgemein bekannt an Bord, dass Arkanos große Sorgfalt bei Opferungen an den Tag legte und genau wusste, was beachtet werden sollte. Ebenso konnte jedoch der Kapitän selbst Opferungen durchführen und auch die Priesterin kannte sich gut aus. Doch in Anbetracht der Tatsache, dass diese Opferung Poseidon gelten sollte, überließ man Arkanos generell das Vorrecht.

    Eine leichte Böe erschütterte das Schiff, blähte die Segel und ließ den Hauptmast, auf dem Cherek,Chrysanthe und Aegis sich befanden leicht schwanken.
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  13. #88
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    Themistokles nickt nur als Arkanos nochmal auf das Angebot mit der Dirne zurückkam.
    "Naja ich hoffe, daß ihr diesmal mehr Glück habt als bisher, denn irgendwie sieht es mir nicht so aus, als ob ihr schon einen Schatz gefunden hättet. Aber das geht mich ja auch nicht wirklich viel an."
    Er machte eine kurze Pause. "Von welchem Schatz reden wir hier eigentlich? Ich meine es gibt ein paar legendäre Schätze da draussen, doch einige sind halt tatsächlich nicht viel mehr als Legende."
    Auch Themistokles ignorierte den Takt jetzt und schaute Arkanos interessiert an.

  14. #89
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    "Ich kann die Leber und Nieren zu morgen einlegen, wenn Ihr das wünscht, für die ganze Mannschaft reichte es nicht." Für die würde eine kräftige Suppe aus dem Kopf gekocht, mit dem, was vom Fleisch übrig blieb, was sicher nicht viel war.

  15. #90
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    Maristos erschien auf der Treppe zum Oberdeck

    Ich hoffe, ich habe das örtlich richtig verstanden, sonst korrigiere ich eben nochmal

    . Während er mit einem halb leeren Glas Honig in der Hand herumfuchtelte, versuchte er gleichzeitig einen Satz zu bilden, was ihm - angesichts der Tatsache, dass er augenscheinlich sturzbetrunken war - recht schwerfiel. "Was ... was macht ihr .. denn da. Was gibs denn hier feines, hm?! Ihr mach hier groß kochen un der Res kann sehn woer pleib." Er schluckte und machte den Anschein, als wolle er einen neuen Satz ausformulieren. Doch dazu kam er nicht, denn er fiel kopfüber die Treppe hinunter. "Hier" flüsterte er mit übertrieben schmerzverzerrtem Gesicht und hielt Meg das Glas Honig hin.
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  16. #91
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    "Wo in Hades Namen warst du?" donnerte Meg Maristos an, ohne im Geringsten Rücksicht zu nehmen, dass ihre Stimme seinem alkoholgetränkten Verstand Schmerzen zufügen könnte oder dass jemand sie ungewollt hörte. Sie entriss ihm das Honigglas, seufzte leicht als sie sah, dass es nur noch halbvoll war und reichte es Hermokrates mit der Bitte, darauf zu achten. Dann zerrte sie Maristos mit aller ihr zur Verfügung stehenden Kraft hoch und schob ihn vor sich her aus dem Schiffsbauch an Deck.
    Mit erstaunlicher Kraft und geschicktem Griff zerrte Meg den Betrunkenen quer über das Deck zur Reling und bevor dieser noch recht wusste, wie ihm geschah, hatte sie schon einen Eimer mit Wasser hochgezogen und ihm über den Schädel gegossen. "Erscheinst nicht zur Versammlung, dann kommst du betrunken und pöbelst uns an!" fauchte die zornige Seefahrerin. Es folgte ein zweiter Eimer und eine schallende Ohrfeige, bevor Meg den Eimer absetzte und auf Reaktionen wartete.
    Den Umstehenden an der Reling konnte das Spektakel unmöglich entgangen sein. Der Kapitän kochte buchstäblich vor Zorn.
    Geändert von Felina Noctis (09.05.2007 um 19:55 Uhr)
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  17. #92
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    "Und die Äste eines Baumes geben weit weniger nach", setzte Cherek hinzu und ermunterte Chrysanthos dann, weiter nach oben zu klettern, wobei er beobachtete, wie der Junge sich anstellte und gelegentlich Tipps gab, wenn es galt, das Gewicht anders zu verlagen, das Gleichgewicht zu halten und dergleichen.
    Eine Bewegung von weiter oben ließ ihn aufsehen und als er sah, in welch wagemutiger Pose Aegis sich befand, musste er grinsen. "Heh, wirst du übermütig, kaum dass Meg dich befördert hat?", rief er neckisch nach oben, ehe er weiter kletterte.
    Dann ergriff die Bö das Schiff und suchte Cherek einen festen Halt und stabilisierte seinen Stand, ehe er besorgt nach Chrys sah.

  18. #93
    Mitglied Avatar von Genesis
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    "Nicht nur Schätze waren unsere Ziele" erklärte Arkanos dem Bogenschützen. "auch andere Aufträge, wie ich schon sagte. Aber dieser Schatz hier soll größer sein als die bisherigen." Als Themistokles weiter nachfragte konzentrierte sich Arkanos wieder mehr auf das Rudern. "Mach dir darüber keine Sorgen, du bekommst deinen Sold, egal, was wir finden. Mehr wirst du erfahren, wenn der Kapitän es für richtig hält." Er sah ihn nun wieder an. "Mich kannst du direkt mit sowas ansprechen, doch beim Kapitän laß das lieber."

    Dann erschien Mykos bei ihnen.
    Als Arkanos hörte, was er zu sagen hatte, winkte er sofort einen der anderen Männer zu sich, um ihn zu ersetzen. Arkanos warf noch einen Blick auf Themistokles. "Wir setzen unsere Unterhaltung später fort."
    Mit diesen Worten stand er auf und übergab seinen Platz.

    In diesem Moment kam Meg mit Maristos an Deck. Arkanos schüttelte nur den Kopf und ging dann zu ihnen hinüber. "Was...?" seine Frage erübrigte sich, als er die Fahne roch. Sein Blick verfinsterte sich.
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  19. #94
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    Themistokles zuckte mit den Schultern, soweit das neben dem Rudern ging. "Ich mache mir nicht wirklich Sorgen um meinen Sold, ich war einfach neugierig, wohin es gehen soll. 'Kenne kaum jemanden der gerne ins Ungewisse segelt. Aber gut, dann werd ich mich einfach gedulden." Zum Ratschlag nickte er und erwiederte "Sowas hab ich mir jetzt auch gedacht."
    Er nickte Arkanos zu als dieser seinen Platz verließ und stemmte sich wieder mehr in die Ruder um das Wegfallen des zweiten Mannes auszugleichen, bis der neue Ruderer endlich neben ihm Platz genommen hatte.
    Dann nahm das Schauspiel seinen Lauf, wie es heute schon eins gegeben hatte, nur daß er diesmal nicht Hauptakteur sondern nur Zuschauer war und es auch schlimmer Zuging als beim ersten. Themistokles beobachtete die Szene mit geteilter Aufmerksamkeit, da er sich immernoch aufs Rudern konzentrierte.
    Geändert von Gabriel (10.05.2007 um 09:22 Uhr)

  20. #95
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    Maristos wehrte sich vergebens. In seinem Zustand hatte er keine Chance gegen den wutentbrannten Kapitän. Erst die Ohrfeige brachte ihn einigermaßen zur Vernunft. "Was denn, was denn?!" rief er entrüstet und wich einige Schritte zurück. Dann schüttelte er den Kopf und antwortete brav (und immer noch leicht lallend) seinem Kapitän:
    "Ich hab' doch den Honig und ... und dein Geld habe ich auch noch. Ich war ... ich war ... also, die ham' mich ... zumindest dachte ich, dass mich gesehen ham' - beim Stehlen meine ich und dann ... da hat der eine was gesagt und gelacht un ich .. ich auch .. also ich hab gelacht und dann ... ja, dann hab ich ...?"
    Maristos Stirn schlug Falten. Angestrengt überlegte er, was geschehen war, doch er erinnerte sich einfach nicht.
    "Auf jeden Fall hab ich dann getrunken. Viiiieeel getrunken (er lachte neckisch) - wir alle sussam. Und dann sacht der eine wegen dem Honich un ich sach 'Moment' un er sacht was anneres ... ja un dann ..." Wieder konnte man sehen, wie sehr sich Maristos das Hirn zermarterte, doch offensichtlich ohne Ergebnis.
    "Naja, dann ham' dich mich hergebracht, weil ich gesach hab' du (kindlich lächelnd zeigte er in Megs Richtung) bis mein Kabithän"
    Als wolle er eine Belohnung lächelte er verträumt zum Kapitän hinüber. Dann blitzte in ihm ein Gedanke auf und erneut konnte man Maristos ansehen, wie er sich versuchte zu sammeln.
    "Am Ende jedenfalls issas alles nur dem seine Schuld" stellte er abschließend fest indem er anklagend zur Kombüse wies (und dabei in den Sprachgebrauch eines 6jährigen zurückfiel).
    "Dem Hermokrates seine. Der .. der hat mich verstoßen - das ich ein Taugenichts bin hatter gesach und dasse mich 'wieso früher oder schbäh... früher oder später über Bord schmeißen wern'. Binnich awa nich (jetzt lallte und gröhlte Maristos wieder aus vollem Hals) - haste gehört - bin ich nich, 'n Nichsnusz! Hatte viel Pech im Lehm un so ... un so was alles. Wollte mir das Glas wegnehm ..."
    Maristos brach mitten im "Satz" ab, taumelte ein wenig auf der Stelle und ließ sich dann langsam an der Reling hinuntersinken. Dort sitzend vergrub er das Gesicht in den Händen (nicht weinend) und verharrte regungslos in dieser Stellung.
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  21. #96
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    Meg seufzte nur entnervt ob diesem Ausbruch. Sie versuchte gar nicht mal, alles zu verstehen, was Maristos ihr zulallte, hörte aber geduldig zu. "Ich gab dir das Geld, damit du den Honig kaufst, nicht stielst!" sagte sie nur kopfschüttelnd. Aber es machte keinen Sinn, Maristos jetzt zu bestrafen, sie würde sich damit befassen, sobald er nüchtern war.
    So warf sie ihm nur noch einmal einen sehr missbilligenden Blick zu, wie er so da saß und kauerte sich nieder, weit genug seiner Fahne ein wenig zu entgehen. "Recht so, nüchtere deinen Rausch hier an Deck aus, damit du wenigstens nicht die Mannschaftskabine verschmutzt." Dann erhob sie sich und warf einen Blick zu Arkanos, zuckte mit den Schultern, als sei da eh nichts mehr zu machen und wandte sich in Richtung der Treppe, um die Opfergaben zu überreichen.
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  22. #97
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    Chrysanthe hörte Cherek aufmerksam zu und bemühte sich, seine lehrreichen Ratschläge in die Tat umzusetzen. So kam sie neben Cherek recht weit die Takelage hinauf. Doch als sie merkte, daß das Interesse ihres Mitkletterers sich nach oben verlagerte, sah sie auch hinauf. Dort konnte sie einen Mann (Aegis) sehen, der kopfüber hing.
    Diese Unaufmerksamkeit war aber ein Fehler. Als der Windstoß den Mast traf, verlor das Mädchen mit dem rechten Fuß den Halt und sackte mit einem entsetzten Quietscher ein Stück nach unten. Reflexartig krallte sie ihre Hände in die Seile und hoffte, daß sie nicht nachgeben würden.

  23. #98
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    Voller Schrecken sah Cherek, wie Chrys das Gleichgewicht verlor und stürzte. Rasch griff er vor und bekam ihn gerade noch am Handgelenk zu fassen, wobei der Ruck ihn selbst den Halt mit einem Fuß verlieren ließ, so dass er mit diesem vom Seil abrutschte - glücklicherweise hatte er das Gewicht großteils auf das andere Bein verlagert, so dass er nicht selbst noch stürzte.
    "Setz den Füße auf das Seil dort", rief er Chrys zu und hoffte, er würde sehen, welches Seil gemeint war (es befand sich eines schräg neben ihm auf Höhe seiner Schienbeine). Er selbst hatte mit dem abgerutschten Fuß inzwischen wieder Halt gefunden, dennoch war die Position für ihn höchst unangenehm: er hing halb schräg, hielt sich mit der linken an einem der Seile, welches nun den Großteil seines Gewichts halten musste, wobei das Material sich in seine Hand schnitt.
    Geändert von Foxx (10.05.2007 um 21:21 Uhr)

  24. #99
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    Chrysanthe war erleichtert, daß ihr Sturz durch Cherek verhindert worden war. Sie nickte keuchend und schob den Fuß auf das Seil. Wenig später stand sie wieder sicher auf den Seilen.
    "Vielen Dank, das war knapp," sagte sie zu Cherek und lächelte verzerrt. Der Schreck saß ihr noch in den Knochen und ihr Herz klopfte wild in ihrer Brust.

  25. #100
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    Als die Windböe kam, merkte Aegis, wie er vom Rah rutschte. Anstatt jedoch dagegen anzugehen, ließ er sich hinabgleiten und rutschte am nächsten Seil herunter. "Na, immerhin sieht mein Übermut lustiger aus als eurer", gab er zurück, während er sich den beiden in den Seilen gestrandeten näherte.
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