szmtag Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Mission 1 - Seite 3
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  1. #51
    Mitglied Avatar von Gabriel
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    ((da ich gedrengelt wurde hab ichs nicht korrektur gelesen))
    Themistokles hatte sein Zeug auf das Schiff gebracht und sich unter Deck eine Hängematte samt Kiste ausgesucht. Er hatte sie beide kurz auf Stabilität überprüft und hatte dann angefangen vorsichtig seine Sachen zu verstauen. Seine Rüstung war genauso wie sein Bogen in der Kiste gelandet und er ging nur mit seinen Wollsachen bekleidet und mit dem Schwert an der Seite. Es behinderte ihn kaum, da er sich durch die Jahre vor Troja daran gewöhnt hatte es immer bei sich zu haben. Damals konnte man ja nie wissen wann die feigen Trojaner nicht doch einmal einen Ausfall wagten. Sie hatten es nie getan.
    Als er wieder an Deck war musterte er die Besatzung und schaute dann beim Rest der Heuer zu. Es gab nicht viel interessantes zu sehen also schweifte sein Blick bald ab.
    Dann kam es endlich zur Ansprache des Kaptains, die er nicht einmal selbst vortrug. Themistokles fragte sich wie so jemand ein Schiff führen wollte, wenn offensichtlich seine Stimme nichteinmal laut genug war um im Hafen ein paar Meter weit zu tragen. Was würde dann im Sturm passieren? Staffelsysteme waren etwas feines um Nachrichten schnell zu befördern, aber nur zwischen Städten, nicht auf fünf Meter.
    Der Anfang der Rede war für Themistokles völlig uninteressant, er hatte schon genug Motivations und Antrittsreden gehört und selbst ein paar gehalten. So wanderte sein Blick umher, übers Meer und über den Hafen. Erst als es um die Schiffsregeln ging wurde er hellhörig. Die Regeln waren ähnlich streng wie auf den Kriegsschiffen gewesen und so langsam fragte sich Themistokles was er eigentlich hier wollte. Er hätte genausogut in der Armee bleiben können, dort hätte er wenigstens den Zugang zu Frauen gehabt.
    Doch auch die Regeln ermüdeten ihn, da er sie in ähnlicher Form schon gehört hatte und so wanderte sein Blick wieder umher, so daß er den Kapitän nicht unter Deck verschwinden sah.
    Dann stand er ein wenig planlos herum und wartete bis er irgendwo zugeteilt wurde. Als er dann neben Thelemachos saß wußte er wieder warum es schlecht war nichts zu tun zu haben, man bekam immer die Aufgaben zugeteilt die sonst keiner machen wollte. Eingequetscht sein neben einem Riesenbaby war so eine. Und dann trat dieser auch noch ein unqualifiziertes Gespräch los.
    Beim Rudern drehte er sich für eine Antwort zu Thelemachos um. "Ich war vor und in Troja, ja. Und ich folge dem Herren der mich bezahlt und der etwas davon versteht was er tut. Vielleicht kann er nicht kämpfen, aber solange er ein passabler Feldherr ist reicht mir das. Aber ich finde dich sehr mutig, du hast die Regeln gehört und schon beginnst du die Saat der Meuterei zu säen. Da kann ich dich aber verstehen, der Kapitän hat seine private Hure und uns anderen ist sie verwehrt."
    Er musterte ihn nocheinmal. "In welchem Heer warst du? Und hast du es auch bis hinein geschafft? Es war eine gute Nacht die für ein paar Jahre des Belagerns entschädigen konnte. Frauen, Wein, Blut, sie hatte alles was sie brauchte, aber zehn verfluchte Jahre war sie niemals wert..." Sein Blick wanderte wieder auf die See und er ruderte mechanisch weiter.

  2. #52
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Chrysanthe schreckte auf als Cherek sie so plötzlich ansprach. "Was hört nie auf, Herr?" hakte sie verwirrt nach. Sie kam sich ziemlich dumm dabei vor, aber sie hatte wirklich keine Ahnung was er meinte.

  3. #53
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Arkanos hatte während der Rede, die Cherek für Megaira gehalten hatte, die Mannschaft beobachtet. Gelangweilte aber auch gespannte Gesichter hatte er wahrgenommen, ebenso wie die neugierigen und skeptischen Blicke zu Megaira.
    Als die Ansprache vorbei war, erledigte Arkanos seine Aufgabe beim Auslaufen des Schiffes. Als dieses dann in Fahrt Richtung Süden war, hatte er sich zunächst unter Deck begeben, um etwas Ruhe zu finden, doch nach wenigen Minuten schon, stand er am Bug des Schiffes, als konnte er es kaum erwarten, voranzukommen.
    Mehr oder minder bekam er mit, wie die Männer an den Rudern entweder konzentriert ihre Aufgabe erledigten oder andere Gespräche anfingen. Vorläufig versuchte er, diese zu ignorieren, die meisten Gespräche der neuen würden sich wohl um Megaira drehen, ob ihres Auftretens. Arkanos' Blick schweifte über Deck, sah einen Moment lang Cherek und Chrysanthos zu, dann sah er, wie Megaira unter Deck ging. Sein Blick wendete sich wieder nach Süden, während er wieder regungslos am Bug stand.
    Those Wings... I want them too!

  4. #54
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    "Ich war im Heer von Ithaka und Kämpfte Seite an Seite mit meinem König."
    Das Odysseus und er auch noch gute Freunde waren musste sein Nachbar ja nicht wissen.
    "Und wenn ich mich recht entsinne waren wir Ithaker die ersten in der Stadt nun ja zumindest zeitgleich mit den Kriegern aus Sparta. Und Du hast recht es war eine berauschende Nacht und ein Siegesfest das seines gleichen noch nicht gefunden hat."
    Geändert von Shane_Gooseman (26.04.2007 um 21:51 Uhr)

  5. #55
    Mitglied Avatar von Blue Lion
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    Hermokrates lächelte als sein Kapitän ihn ansprach, immer wieder ein Augenschmaus, diese Frau, wenn auch in Verkleidung, aber machte das sie nicht erst interessant?
    Er schmunzelte "Der Neue macht sich gut, schwach wie ein Hühnerküken, aber er ist fleißig, und was soll ich mit einem kräftigen Burschen der faul ist.... " er runzelte die Stirn "Maristos? Ja der kam mit mir, doch in der Stadt verloren wir uns, er schien sich nicht sonderlich für das Bier zu interessieren, was ist das nur für ein Mann?! Ich habe ihn auf dem Rückweg jedoch wieder gesehen, wahrscheinlich drückt er sich im Schatten herum, wie immer."

  6. #56
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Zitat Zitat von Felicat Beitrag anzeigen
    Chrysanthe schreckte auf als Cherek sie so plötzlich ansprach. "Was hört nie auf, Herr?" hakte sie verwirrt nach. Sie kam sich ziemlich dumm dabei vor, aber sie hatte wirklich keine Ahnung was er meinte.
    "Dass das Meer einen in seinen Bann zieht. Am Anfang glaubt man, es sei einfach etwas Neues, Ungewohntes doch dann merkt man, dass es einen immer wieder zu fesseln vermag." Cherek sah Chrysanthis freundlich an.

  7. #57
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    "Oh, ich verstehe," erwiderte Chrysanthe Cherek und lächelte etwas. Sein freundliches Gebaren nahm ihr ihre Nervosität. "Das Meer ist so..." Sie suchte nach den richtigen Worten. "...so frei und weit. Und ja, fesselnd." Sie hätte noch wunderschön hinzugefügt, aber das hätte aus dem Munde eines Jungen bestimmt zu komisch geklungen.

  8. #58
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Masterpost

    "Ja ja, so ist Maristos eben... Na, er tut besser daran sich zu verstecken, wenn ich den in die Finger kriege!" sie lachte ein wenig und zwinkerte Hermokrates zu. Schließlich wussten an Bord alle, dass Maristos ein Tunichtgut war und schätzten dennoch seine speziellen Fähigkeiten, die hilfreich sein konnten. "Na, dann will ich dich mal nicht aufhalten, die Männer werden heute Abend sicher großen Hunger haben und wir wollen die neuen Beeindrucken. Bring eine anständige Portion auf den Tisch... Du könntest eines der Schaafe schlachten, aber vergiss nicht, das Herz und das Blut Poseidon zum Opfer zu bringen! Wenn du Hilfe brauchst, sag bescheid, dann schicke ich jemanden... Dein neuer Schiffjunge soll sich ruhig noch ein wenig das Meer anschauen, ist ja sein erster Tag!" sie nickte ihm noch einmal zu und überquerte dann das Vordeck. Ein abschätzender Blick traf Themistokles und Telemachos, die ihren ersten Tag an Bord auf den Ruderbänken verbringen durften. Arkanos wusste was er tat und diese beiden würde sicher bald im Kampf ihr Talent beweisen können.
    Ein schrilles Kreischen erregte die Aufmerksamkeit des Kapitäns und sie sah nach oben, um den Falken der Amazone über ihrem Kopf kreisen und auf dem Mast Platz nehmen zu sehen. Meg hatte sich gegen ihre Vernunft durchgesetzt und die Kriegerin mit an Bord genommen. Nama sollte sich die Kammer mit Eutychia teilen, zum Schutze der Priesterin und der allgemeinen Moral an Bord. Dass der Falke nun herumflog bedeutete wohl dass die Frau wieder an Deck gekommen war.
    Meg wandte sich wieder ihrem ursprünglichen Vorhaben zu, überquerte das Deck und gesellte sich zu Cherek und Chrysanthe. Den Rücken an die Reling gelehnt musterte sie die beiden mit einem amüsierten Blick... "So so, meine Leute starren lieber aufs Meer anstatt zu arbeiten?" ihre Stimme klang nun so tief, wie er ihr möglich war deutlich zu sprechen, (Auf den neuen Schiffsjungen musste sie etwas heiser wirken) doch die Augen blitzten freundlich.
    "Du bist Chrysanthos, oder?" sie hatte versucht sich die Namen auswendig zu merken, die Arkanos ihr genannt hatte... "Ein langer Name, für einen Schiffsjungen. Ich werde dich wohl vorerst Chrys nennen, wenn du nichts dagegen hast. Also, Chrys, wenn du schwindelfrei bist und Lust hast, kannst du gerne für eine Weile den Mast hochklettern. Von dort oben siehst du den Ozean noch besser. Vielleicht kann dir Aegis ja ein paar Tips geben, wie man den Pflichten als Schiffsjunge am besten entkommt!" sie zwinkerte dem neuen zu. Meg mochte eine starke und strenge Anführerin sein, jedoch hatte sie (wie man an Beispielen Cherek und Aegis deutlich merkte) eine Schwäche für hilflose Knaben und dieser neue wirkte noch zarter und zerbrechlicher als alle, die ihr zuvor je begegnet waren. Sie hoffte für ihn, dass er das Leben an Bord unüberschadet überstehen würde, aber ihre Hand würde sie dafür nicht ins Feuer legen. Es wäre wohl das beste, Hermokrates nochmal ausdrücklich darauf hinzuweisen, den neuen zu schützen. Hübsche Knaben waren an Bord schließlich fast so gefärdet wie Frauen...
    Megs Blick wanderte über das Deck und blieb an Arkanos hängen, der ebenso wie die beiden neben ihr auf das Meer hinausstarrte. Sie konnte das nur zu gut verstehen, auch sie selbst liebte das Meer und zugleich hasste sie es, denn es nahm ebenso viel, wie es gab. Sie blieb einfach wo sie war und genoss ein wenig die Ruhe und das schöne Wetter. Wer weiß, wie lange dieses noch anhalten würde...
    Geändert von Felina Noctis (27.04.2007 um 16:40 Uhr) Grund: Arkanos hatte keine Zweifel! ;)
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  9. #59
    Mitglied Avatar von Gabriel
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    "Ja die Beleuchtung war unseres Sieges würdig. Und die Musik auch, noch nie habe ich so viele süße Schreie auf einmal gehört. So eine Melodie behält man lange im Kopf." Er schwälgte kurz in Gedanken an diese wunderbare Nacht und kam dann aber schnell wieder in die Gegenwart zurück, als er merkte, daß er den Rudertakt nicht mehr traf.
    "Deinem König wurde sicher ein großes Fest von seiner Frau gewidmet als er wieder zu Hause war? Ich meine er hat das geschafft was Agamemnon zehn ganze Jahre lang nicht gelungen ist."
    Der Kapitän war an ihnen vorbei gegangen und stand jetzt an der Reling und blickte hinaus aufs Meer. Themistokles sah die Chance mit ihm reden zu können und rief deswegen nach ihm. "Hey Kapitän! Ich habe ja nichts dagegen als Ruderer eingesetzt zu werden, so lange ich meinen Kämpferlohn bekomme, ist sicher ungefährlicher. Aber erwarte dann nicht von mir, daß ich auf mehr als 300 Pedes (Pedes = Fuß = ca 30cm) noch irgendwas treffe, auch wenn es normalerweise auf diese Distanz kein Problem für mich ist. Nur nach einem Tag Rudern mag unser Großer hier vielleicht mit seiner Axt noch was treffen, da brauchts ja auch nicht viel Genauigkeit aber mit einer Waffe wie meinem Bogen, der viel Präzision erfordert wird das nichts."

  10. #60
    Mitglied Avatar von Sphinx
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    Begleitet von dem Ächzen und Aufatmen des Holzs unter ihren Schritten, war Nema leise an Deck getreten. Auch wenn sie versuchte unauffällig zu bleben, so würde sie dennoch für Aufsehen sorgen, das war ihr bewusst und wohl auch der Grund das man sie eigentlich nicht mitnehmen wollte. Nema kannte die Geschichte über Frauen an Bord von Schiffen, doch jetzt da sie von der Seherin wusste mit der sie die Kabine teilte und die sie direkt beschützen sollte machte es Sinn das sie doch angeheuert worden war, denn diese Frau war wichtig und entgegen einem Mann konnte Nema sie begleiten egal wohin und wann ohne das der Seherin es unangenehm werden müsste, eben weil sie eine Frau war.

    Das dumpfe peitschende Geräusch der ledernen Fransen ihres Falknerhandschuhs an ihrer Hose begleitete den schnellen Schritt der Jägerin zur Reling an der sie schließlich stehen blieb und sich auf diese Gestützt auf sie beugte. Das Meer war klar und der Geruch hatte für sie etwas vertrautes aus der Kindheit, so sog sie die salzige Luft tief ein, bevor sie den Blick in den Himmel hob und dem kreischen Lyra's lauschte, die vergnügt und ein wenig irritiert ihre Bahnen um das Schiff zog. Blinzelnd vor der Sonne hob sie schließich die flache Hand über die Augen um die Bahn des Falken weiter zu beobachten, wobei der heftige Seewind an ihren geflochtenen Haarzöpfen zog und diese umherrwarf. Diesmal trug sie keinen Mantel mehr, nur ein Oberteil das Schultern und Arme, aber auch den Bauch und den Rücken freilies, zahlreiche Ketten und Fäden an denen der Wind ebenso zerrte und um ihren Körper warf und an der Lederhose die sie trug immer mit dumpfen Schlägen abprallten.

    Nema's Kopf senkte sich wieder herab udn sie lehnte wieder über die Reling, wobei ihr Blick über Deck fiel und die Gestallten dort von ihrem Platz am Heck musterte, bis ihr Blick am Kaptain hängen blieb. Seine Entscheidung war sicher umstritten gewesen als er Nema an Bord nahm, doch ein dumpfes Gefühl von Zweifel das es nur logische Gründe war in Nema geblieben udn gewachsen seit sie diesen "Mann" zum ersten mal gesehen hatte. Sein filigraner Körperbau, die schmalen Schultern und die herausgezeichneten Schulterknochen die schmaler waren als die der meisten Männer. Die zierlichen Hände, deren Fingerspitzen spitz zu liefen und nicht rund und breit wie Nema es von den Männern kannte, das verräterische bartlose Kinn und die Stimme ebenso. Im Wind zeichnete sich bei der Kleidung gerne mal deutlicher eine schmale Taille ab, doch dies alles waren nur Kleinigkeiten, Indizien und keine Beweise, aber Nema hatte zu oft gesehen wie eine Frau versucht hatte sich zu verbergen um das ganze nicht mit ausreichend Skepsis zu beobachten. Der Kaptain verbarg etwas, aber es konnte auch einfach nur eine Krankheit sein, den die Brust war eindeutig zu flach für eine Frau. Nema's Blick wanderte vom Kaptain zu dem neuen Schiffsjungen und ein verächtliches Grinsen schoss über ihre Lippen, denn es gab dort ähnliche Anzeichen, doch wer war sie in dieser Welt als darüber zu richten wer oder was die Menschen verbargen.

    Blicke und Gesten der Menschen sagten viel und da Nema nicht der Mensch war der die Nähe, Geplänkel und Konversation suchte, so beobachtete sie, lange und ausführlich. Der Blick der Jägerin wand sich wieder dem Meer und dem schmalen Streifen am Horizont zu, bevor sie sich zwischen zwei Seilen auf der Reling niedersetzte, das eine Bein stützend darauf abgewickelt, das andere noch auf der Innenseite zum Schiff hängend. Doch das ungute Gefühl das es nicht immer so ruhig blieb und das sie vielleicht auch bald der Grund für Unruhen sein mochte, da ihre Kleidung oder Haltung durchaus provokant auf Männer wirkte begleitete ihre abschweifenden Gedanken, während sie einen dunkelgrauen Stein und einen der Dolche zückte und diesen mit langsamen Bewegungen zu schleifen begann, wobei ihr Blick immer wieder aufmerksam über das Deck und das Meer von ihrer Arbeit aufsprang.

  11. #61
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    "Nein wurde es nicht denn Odysseus ist bis heute noch nicht nach Ithaka zurückgekehrt. Poseidon selbst soll ihn daran hindern. Unsere Schiffe wurden auf der Rückfahrt durch einen Stum getrennt."
    Das sein NAchbar aus dem Takt gekommen war regestrierte der Krieger nicht. Er war viel zusehr gefesselt von dem Gesicht des Kapitäns. Auf merkwürdige Weise kam es ihm vertraut vor, Er war sich sicher das er dieses Gesicht und den dazugehörigen Mann noch nie gesehen hatte. Aber dennoch schien er dieses Gesicht zu kennen, es war als berühre ihn etwas aus längst vergangenen Tagen. Er konnte seine Nachdenkliche Miene nicht wirklich verbergen und erst die Worte von Themistokels rissen ihn aus seinen Überlegungen. Dieser Mann hatte ihn noch einige augenblicke zuvor dafür zurechtgewiesen nicht die Saat der Meuterei zu sähen und nun tat er es selbst. Denn die Befehle des Kapitäns in frage zu stellen das kam schon der Meuterei gleich. Telemachos lachte kurz auf als sein Banknachbar einen durchaus beleidigenden Seitenhieb auf Telemachos abschoss.
    "Vielleicht solltest Du einafch mehr trainieren damit Du dich auch nach dem Rudern noch auf dein Handwerk konzentieren kannst."

  12. #62
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    Hermokrates schüttelte innerlich den Kopf. Ein Schaf schlachten? Zu Beginn der Reise, als "Fest" für die Neuen? Es gab Dinge, an die musste er sich immer noch erst gewöhnen, der wesentlich härtere Umgangsstil seiner Jugend steckte ihm immernoch in den Knochen... was er für gewöhnlich beim Treppensteigen in die Kombüse merkte.

  13. #63
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek wollte noch etwas erwidern, als Meg mit einem mal zu ihnen stieß und einige Worte an sie richtete. Dass mit Chrysanthos so freundlich umging, freute Cherek sehr, der Junge würde es in den nächsten Tagen und Wochen schwer genug haben und so schenkte er ihr ein dankbares Lächeln.
    "Kannst du klettern?", fragte er Chrys dann, nachdem Meg diesem vorgeschlagen hatte, den Mast zu besteigen. Doch dann wurde er abgelenkt durch die plötzliche Pöbelei von einem der Ruderer. Er sah sich um und erkannte de Bogenschützen, welcher ihm durch sein Gehabe bereits bei der Heuer unangenehm aufgefallen war. Die Selbstgefälligkeit und vor allem die Respektlosigkeit, die er an den Tag legte, machten Cherek wütend. Er hob kritisch eine Augenbraue und sah in Megs Richtung, ob sie sich selbst darum kümmern würde.
    Geändert von Foxx (30.04.2007 um 12:30 Uhr)

  14. #64
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Chrysanthe wurde von Megs Auftauchen etwas aus dem Konzept gebracht. Auf ihren Vorschlag mit dem abgekürzten Namen nickte das Mädchen. "Kein Problem, Herr. Ich...äh...werde mal mit Aegis reden." Sie lächelte schief und etwas unsicher. Der Kapitän war aus der Nähe betrachtet eine noch interessantere Gestalt. Und er klang so als hätte er sich erst vor kurzem die Seele aus dem Leib geschrieen. Wahrscheinlich deshalb hatte vorhin jemand anders für ihn sprechen müssen. Der Vorschlag, sich mit dem früheren Schiffsjungen zu unterhalten war zweifellos gut. Das könnte ihr einiges über das Schiff, die Leute und die bevorzugte Arbeitsweise sagen. Sehr nützlich.
    Cherek riß sie aus ihren Gedanken. "Ja, aber bis jetzt nur auf Bäume," antwortete sie.

  15. #65
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Masterpost

    Noch während Meg auf die Antwort des neuen Schiffsjungen wartete, meldete sich ungefragt ein weiterer neuer zu Wort. Dieser Bogenschütze war noch nicht einen Tag an Bord und stellte bereits ihre Befehle (oder Arkanos Befehle, was so gut wie das gleiche bedeutete) in Frage. Ihre Miene verdunkelte sich blitzschnell und ihr Gesichtsausdruck wurde hart... Dennoch bedachte sie Chrysanthos mit einem Lächeln und deutete auf den Hauptmast... "Sieh, dort hinauf musst du klettern. Mit den Seilen wird es sicher nicht schwerer als ein Baum! Viel Erfolg!" sie nickte dem Knaben noch einmal zu und bedeutete Cherek mit einem Kopfnicken, ihr zu folgen. Sie wirkte weit schwächlicher, als sie es war, doch wollte sie nicht riskieren, dass Themistokles weiter in Frage stellte und verspottete. Ihr Temperament war zu riskant, sie brauchte den Bogenschützen noch. Ein lauter Pfiff bedeutete auch Arkanos, dass seine Anwesenheit erwünscht war.
    Langsamen Schrittes begab sie sich nun zu den Ruderbänken, warf einen Blick über alle, der gleichzeitig Wohlwollen und Bedauern ausdrückte. Als ihr Bruder sich schließlich zu ihnen gesellte, wandte sie sich ihm zu und sagte mit ihrer heiseren, leisen Stimme "Arkanos, dieser Mann hier ist der Meinung, nicht entsprechend seines Könnens eingesetzt zu werden. Er kritisiert Eure Entscheidung, ihn zum Rudern eingeteilt zu haben..." Ihre Worte waren ruhig gesprochen, sehr ruhig. Noch immer blickte sie nicht Themistokles direkt an. "Wahrlich, ein großer Krieger kann er nicht gewesen sein, denn sonst wüsste er, dass man, bevor man kämpfen kann auch zum Ziel rudern muss. Hat er uns etwa bei der Heuer hinters Licht geführt, als er mit Kampf- und Seeerfahrung prahlte? Das wäre ärgerlich, denn mit seinem Gehalt könnte ich mir ebenso gut fünf Rudersklaven leisten, nicht wahr?" sie hustete leise, denn die Stimmer zu halten strengte sie doch ein wenig an, doch das entfachte ihren Zorn nur mehr. Dennoch hielt sie sich immer noch ruhig. Sie wandte sich zu ihrem anderen Begleiter. "Vielleicht sollten wir ihn darauf hinweisen, dass auf diesem Schiff ausnahmslos jeder Mann rudern muss, was meint ihr, Cherek? Bisher hat auch jeder noch gut seine Aufgaben erfüllen können. Allerdings hatten wir noch nie so einen hochbegabten Bogenschützen unter uns. Da ist es eigentlich sehr aufmerksam, dass er uns auf diese Fehleinschätzung hinweist..." Sie unterbrach sich und fixierte nun Themistokles mit einem festen Blick "Nun, ich bin sehr dankbar für diese Information. Ich werde Arkanos dazu anhalten, dass er dich ab sofort doppelte Schichten rudern lässt, dann kannst du dich kurz vor dem Kampf mal einen Tag lang so richtig ausruhen." Ihr Tonfall klang nun gegen Ende extrem spöttisch, sie gab Telemachos einen Wink, mit dem Rudern aufzuhören und sich zu entfernen. "Du kannst gleich anfangen, du ruderst ab sofort für zwei, damit dein Nachbar gegen Ende für dich mitrudern kann. Sollte das nicht reichen, und du verfehlst deine Gegner dennoch, so wisse, dass wir dich zwar nicht begraben, aber zumindest rächen werden." Mit einem kalten Lächeln wandte sie sich ab, sie hatte gesagt, was sie sagen wollte...

    Mykos hatte sich zu Hermokrates gesellt. „Brauchst du jemanden zum Kartoffelschälen?“ Der Schiffsarzt hatte zu Beginn der Missionen meist noch nicht viel zu tun und so machte er sich gern nützlich, bevor jemand auf die Idee kam ihm unliebsame Aufgaben zu stellen. Auch Eutychia hatte ihre Kabine verlassen. Die Priesterin wollte ein wenig das Schöne Wetter an Deck genießen und so gesellte sie sich zu Nema um ein wenig zu plaudern. Zwar hatte sie wenig Hoffnung, dass diese Amazone mehr Interesse an weiblichen Zeitvertreiben hatte wie Meg, aber einen Versuch war es doch wert. So bekam sie auch mit, wie sich der Kapitän mit den ersten Kritikern rumschlagen musste. „Es ist immer wieder dasselbe!“ seufzte sie. „Warum muss man immer an allem rummeckern?“
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  16. #66
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    "Danke sehr, Herr," erwiderte Chrysanthe mit einem breiten Lächeln. Als Meg und Cherek sich entfernten, schlenderte sie hinüber zum Hauptmast und betrachtete die Takelage. Da früher oder später sowieso der Tag kommen würde, an dem sie dort oben herumklettern mußte, sollte sie sich besser jetzt schon mit den Seilen und der Höhe vertraut machen. Und heute war das Meer ruhig und sie schlugen ein moderates Tempo an. Sie nickte sich selbst zu. Ja, besser heute anfangen als irgendwann während eines Sturmes die Probe aufs Exempel zu machen.

    Chrys stieg also in die Seile und begann langsam nach oben zu klettern. Kein Grund, sich heute dabei abzuhetzen. Immer wieder blickte sie nach unten, um sich mit der Höhe vertraut zu machen. Anscheinend hatte ihr Körper ihr früheres Klettern auf Bäume nicht vergessen. Aber hier ging es wesentlich höher als auf die Bäume ihre Kindheit. Und ihr Onkel würde nicht unter ihr stehen, sollte sie den Halt verlieren, um sie aufzuzfangen.

  17. #67
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    Nema hatte den Kopf angehoben und sah über das Deck als die Zurechtweisung los ging, eigentlich wettete sie fast darauf das da noch einmal Zunder zurück kam. Auch den Abbruch der Stimme des Kaptains lauschte Nema mit Bedacht, verengte dabei wieder die Augen. War das die Stimme einer Frau? Nema zweifelte nun doch ein wenig daran, trotzdem hasste sie diese überlegene Ader der Männer.
    Der Dolch in ihren Händen, frisch geschliffen, legte sich nun mit der Klinge zwischen Zeige-, Mittelfinger und Daumen, einfacher zu werfen. Doch dann vernahm sie die Stimme der Priesterin neben sich und blickte die schwächlich wirkende Frau an, wobei ihr der Eindruck kam, das jeder, absolut jeder, denselben Drang verspüren musste wie sie, diese Frau, dies Mädchen einfach zu beschützen. Nicht nur weil sie Priesterin war, sondern auch wegen ihrer Person selbst.
    "Weil sie es nicht besser wissen." entgegnete Nema ruhig, wobei sich ihr finsterer Blick wieder auf die Szene richtete.

  18. #68
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    "Kartoffeln?" schmunzelte Hermokrates "Rüben kann ich anbieten, Rüben im Übermaß! Aber ich nehme deine Hilfe gerne an, setz dich einfach dazu..." schließlich war er grade auf dem Weg zur Kombüse.
    Er unterhielt sich gern mit Mykos, er hatte immer interessante Sachen zu erzählen.


    Kann ich mir jedenfalls gut vorstellen, nachdem ich einige Vorlesungen in Antike Medizin besucht habe (in der ich zu gern n Schein gehabt hätte aber deren zweiter Teil rapide mit meinen Sprachkursen kolldiert.


  19. #69
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    Arkanos eilte auf den Pfiff hin zu dem Kapitän und hörte sich - nicht sonderlich glücklich - diesen Vortrag an, schließlich sei Themistokles seine Wahl gewesen und mit Telemachos erste Wahl überhaupt.

    Als Megaira den Bogenschützen zu einer Doppelschicht einteilte, wollte Arkanos widersprechen, hielt sich aber natürlich zurück und schluckte seine Antwort herunter. Na wunderbar, dachte er bei sich. Da werde ich noch einiges zu hören bekommen, weil ich ihn ausgewählt habe.... Er nickte, als Megaira fertig war und sich entfernte, sah dann Themistokles an, seufzte leicht.
    "Du warst Truppenführer, oder irre ich mich?"
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  20. #70
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    Telemachos reagierte auf den Wink des Kapitäns und erhob sich von der Ruderbank. Er warf noch einen einen abschätzenden Blick auf Themistoklesund ging dann an dem Kapitän und seinem ersten Mann vorbei. So wie es aussah hatte er jetzt frei. So begab er sich zur Rehling und schaute aufs Meer hinaus. allerdings nur einen Augenblick lang und dann wand er sich wieder um und Blickte zurück zu Themistokles, Arkanos und dem Kapitän.
    Es würde noch interssant werden können.

  21. #71
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    Als der Kapitän seine Tirade auf Themistokles ablud, blieb dieser gelassen und schaut ihn unverandt an. Er war durch die Stimme ein wenig irritiert und schaute in ein Gesicht ohne jede Spur von Bartwuchs. Themistokles wollte etwas erwiedern, doch kam er nicht mehr dazu, weil der Kapitän sofort wieder verschwand.
    Auf Themistokles' Gesicht zeigte sich kurz eine Spur von Ärger, die aber sofort wieder verschwand und nur noch einmal kurz aufblitzte als Telemachos sich neben ihm erhob. Themistokles kämpfte noch mit dem Ruder als Arkanos das Wort an ihn richtete.
    "Ja ich habe einen Trupp Bogenschützen.." Er kämpfte mit dem Ruder. "... befehligt. Aber ich habe mir zumindest ernsthaft angehört was meine Leute zu sagen hatten..." Er bekam das Ruder langsam unter Kontrolle und fing an den Takt zu halten. Als er den Takt sicher hatte sprach er wieder. "Ich habe auch kein Problem mit Doppelschichten, aber dann gibt es für doppelte Arbeit ja sicher auch doppelten Lohn und doppelte Ration." Sein Blick wanderte währenddessen immer zwischen Arkanos und der anderen Ruderbank hin und her, damit Themistokles den Takt nicht verpaßte.

  22. #72
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Arkanos nickte verstehend, als er Themistokles zuhörte. "Merk es dir gleich, Krieger, wenn du etwas willst, kannst du auch gleich mit mir reden. Doppelte Ration wünsch dir lieber nicht." Kaum ausgesprochen war sich nicht sicher, ob der Scherz angebracht war, dann fuhr er fort. "Der Kapitän mag es nicht, wenn seine Anweisungen in Frage gestellt werden, vor allem von einem..." er sah zur Sonne, "der erst wenige Stunden an Bord ist. Nimm es ihm nicht übel, wir haben öfter mit Leuten zu tun, die meinen Zeus' Geschenk an die Margaretha zu sein. Wegen dem doppelten Sold kann ich nichts versprechen, aber wenn wir noch halten sollten, kann ich dir vielleicht eine Jungfrau anbieten."
    Those Wings... I want them too!

  23. #73
    Mitglied Avatar von Sphinx
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    Nema neigte leicht den Kopf und beobachtete die Szenerie während sich der Dolch in ihren Fingern zu drehen begann. Angewidert über das Prinnzesschen auf der Erbse das dieser Themistokles offensichtlich zu sein schien rümpfte sie die Nase und beobachtete aus den Augenwinkeln auch weiter die anderen, unter anderem Telemachos der sich nur Meter entfernt an die Reling lehnte auf der sie selbst saß.
    Unter Amazonen hätte nie jemand das Wort über den Anführer verloren und danach noch weiter gelebt, warum also versuchten sie das Gemüt des Schützen zu beschwichtigen wenn er sich offensichtlich nicht unterordnen wollte? Kopfschüttelnd, wobei ein leichtes Rasseln vom aufeinander prallen ihrer Haarsträhnen er tönte, wand Nema den Blick schließlich ab und aufs Meer hinaus. Männer...

  24. #74
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek hätte Chrys nur allzu gerne noch erklärt, dass es entgegen Megs Aussage sehr wohl etwas anderes war, in den Seilen zu klettern als auf einem Baum. Doch Meg hieß ihn mit sich kommen und so geleitete er sie zu dem aufrührigen Bogenschützen, blieb einige Schritt hinter ihr stehen, verschränkte die Arme und hörte stumm zu. Dass er sich heute bereits zum zweiten mal in einer derart "offiziellen" Situation wiederfand, war ihm nicht unbedingt angenehm, seine Abneigung gegen das arrogante Gehabe des Neuen aber war deutlich größer, so dass er Megs Posse mitspielte und auf die an ihn gerichteten rethorischen Fragen mit Nicken oder Gestik entsprechend reagierte. Als diese ihre Strafe verkündete, staunte er innerlich nicht schlecht, eine solche harte Zurechtweisung war ein deutliches Zeichen wie verärgert Meg war, doch anmerken ließ er sich nichts dergleichen und er konnte auch nicht behaupten, dass Themistokles ihm auch nur annähernd Leid täte - Typen wie er waren dem Ägypter zuwider.

    Als Meg sich schließlich abwandte, sah er kurz nach Chrysanthos, welcher bereits dabei war, die Takelage zu erklimmen und sich dabei gar nicht mal so ungeschickt anstellte. Cherek würde ihm noch ein paar Dinge zeigen, die es zu beachten gab, dann würde aus dem zierlichen Jungen sicher bald ein wendiger Kletterer.
    Er wollte sich schon ebenfalls abwenden, als er vernahm, wie Themistokles sich an Arkanos wandte. Dessen Gegenangebot war Cherek nun endgültig zuviel des Guten - an diesen Aspekt des Wesens vieler Seeleute würde er sich nie gewöhnen - und mit einem genervten Stöhnen ging er davon.
    Geändert von Foxx (03.05.2007 um 09:43 Uhr)

  25. #75
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Masterpost

    Meg, welche hinter Arkanos stehen geblieben war, hatte sehr wohl die Worte vernommen, die dieser noch mit dem Schützen wechselte. Wütend ballte sie ihre Hand zu einer Faust und zischte Arkanos zu „Gesellt Euch doch gleich dazu, wenn Ihr ihm so gern meine Ungerechtigkeit vergelten wollt. Ihr seid sowieso in der nächsten Schicht eingeteilt, da könnt Ihr gleich beginnen!“ doch sie widersprach dessen Angebot nicht, sondern verschwand wieder in Richtung Reling, wo sie sich neben Eutychia fallen ließ. „Männer!“ entfuhr es ihr. Ein leichter Stoß seitens der Priesterin lenkte ihre Aufmerksamkeit jedoch auf Nema und sie sprach nicht weiter.
    „Meg, Ihr wisst nur zu gut, dass ein Bogenschütze für diese Mission mehr als nur vorteilhaft sein wird. Und dieser ist außerordentlich gut. Vermutet nicht immer Angriff in einem wohlgemeinten Rat und zürnet nur den Feinden, nicht den Verbündeten!“ Nema konnte aus dem Augenwinkel sehen, wie die junge Frau dem Kapitän ein Zeichen auf die Stirn malte, welches kurz leuchtete und dann verschwand. „Seid Herr Eurer Emotionen und es wird nicht schwer sein, auch die Loyalität der Neuen zu gewinnen! Nun geht und beschäftigt Euch, Stillsitzen ist nicht gut für Eure Laune! Übrigens sollten wir nochmals Proviant laden, bevor wir aufs offene Meer reisen. Wir werden ihn brauchen! Auch solltet Ihr und die Männer Euch in der Taverne ein wenig vergnügen, es scheint mir, dass ihr dort vorteilhafte Bekanntschaften schließen werdet!“ Sie nickte Meg noch mal zu und wandte ihren Blick dann hinaus aufs Meer…
    Seufzend erhob sich der Kapitän erneut, die Geste zeigte deutlich, dass sie nicht erwünscht war. Ihr Blick folgte kurz dem Schiffjungen, der schon weit nach oben gelangt war, aber immer wieder vorsichtige Blicke nach unten warf. Hoffentlich stürzte er nicht ab, Knochenbrüche konnte sie sich nicht leisten. So folgte sie Cherek, seine besorgten Blicke zu Chrysanthos waren ihr nicht entgangen und so deutete sie zum Mast. „Möchtest du aufpassen, dass er nicht herunterfällt? Er ist flink wie ein Äffchen, aber er scheint noch unsicher. Bis deine Schicht anfängt kannst du ja noch ein wenig auf ihn achten. Natürlich ist es dir überlassen…“ sie wollte sich umdrehen und unter Deck gehen, zögerte aber noch einen Augenblick. „Danke, dass wenigstens du ganz hinter mir und meinen Entscheidungen stehst!“ Dann war sie unter Deck verschwunden. Sie passierte die Hängematten, in denen ein paar Mannschaftsmitglieder schliefen, um sich für ihre späteren Schichten auszuruhen, und gelangte schließlich zu Mykos und Hermokrates. Wortlos schnappte sie sich ein Schälmesser und eine Rübe

    Ja, mir ist auch aufgefallen, dass es Kartoffeln erst seit der Entdeckung Amerikas bei uns gibt!

    und begann zu arbeiten. Sie war flink und geschickt und bald schon konnte sie nach der nächsten greifen. Derweil folgte sie den Geschichten des Arztes. „… dieses Kraut ist sehr schmackhaft und schützt die Haut vor Sonneneinfluss. Wenn man es in den Sud des Bratens…“ erläuterte er gerade den Sinn der Rübenblätter.
    Telemachos hatte Megs Einwurf von seiner Position nicht hören können. Das Gespräch zwischen Arkanos und Themistokles blieb ihm jedoch nicht verborgen. Vor seinem Auge, weit entfernt, sah er noch ein Stück der griechischen Küste. Offenbar fuhren sie in einem recht nahen Abstand an dieser entlang, so wie es üblich und vernünftig war. Der Wind hatte ein wenig aufgefrischt und er konnte hören, wie die Segel sich ein wenig blähten.
    Geändert von Felina Noctis (03.05.2007 um 12:06 Uhr)
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


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