szmtag Die Irrfahrten der Margaretha Negra - Mission 1 - Seite 2
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  1. #26
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Als Arkanos den Namen des Hühnen notierte und der weiter sprach, von seiner Vergangenheit, sah er auf, ihn direkt an. Odysseus... dachte er bei sich, dann stand er auf. "Herkules?" Er begann zu lächeln. "Ich habe noch nie von jemandem dieses Namens gehört. Aber wie dem auch sei, wenn es wahr ist, daß Odysseus und Laertes deine Lehrer waren..." Er sah hoch, zu dem Kapitän, denn seine Entscheidung war gefallen, nun musste nur noch Megaira ihre Einwilligung erteilen; Einspruch von Seiten Chereks wäre ihm nun absolut egal, der Name des Odysseus war wie ein Freifahrtschein...
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  2. #27
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    "Sehr wohl!" Aegis nickte Arkanos zu und verschwand an Bord um Chrysanthes Bündel unter Deck zu bringen. Dies tat er gewissenhaft, ohne nachzusehen, was sich darin befand. Eigentum eines Kameraden war Tabu. Dann war er schon wieder auf dem Weg von Bord um endlich Megairas Auftrag zu erfüllen. Doch wie? Zögernd ging er auch Themistokles und Nema zu... Letzterer hatte einen Falken auf dem Arm... eine gute Chance "Was für ein schönes Tier!" meinte Aegis mit echter Bewunderung. "Hat er einen Namen, werter Herr?" fragte er die vermantelte Gestalt.

    Megaira sah hinab zu den anderen. Hermokrates hatte den neuen gleich bei sich und machte sich auf den Weg. Sehr gut, nur keine Zeit verlieren.
    Sie wandte sich der Heuer zu und beobachtete, wie Telemachos nach vorn gerufen wurde. Sie hatte es geahnt, einfach genau Arkanos' Kaliber. Ein Lächeln spielte um ihre Lippen und als ihr Bruder aufsah, neigte sie nur zustimmend den Kopf. Es war in Ordnung, der Hühne würde einen guten Krieger abgeben. Ihr Blick wanderte zu Cherek, aus Neugier, ob sie seine Zustimmung fand, auch wenn die Entscheidung bereits gefällt war...
    Geändert von Felina Noctis (26.11.2006 um 22:28 Uhr)
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  3. #28
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek hatte ein wenig lachen müssen, als Aegis bei ihnen ankam, um sie zur Auswahl zu bewegen, ehe ihm auffiel, dass diese bereits getroffen worden war. "Wir sehen uns nachher, wenn die Heuer vorbei ist", hatte er noch gemeint und dem Freund auf die Schulter geklopft, ehe der sich daran machte Arkanos' Anweisung auszuführen. Die Zustimmung des ersten Maats hatte er mit einem dankbaren Nicken kommentiert; wenngleich dieser wenig Gelegenheiten ausließ, ihn zu triezen, so war in solchen Dingen stets fair.
    Als Telemachos hervortrat, verschränkte Cherek in gespielter Gelassenheit die Arme und erwiderte auf Arkanos' "Drohung" mit betontem Unverständnis: "Ihr meint ich soll Euch wieder zu Bewusstsein bringen, wenn er", er nickte in die Richtung des Hühnen, "mit Euch fertig ist?"

  4. #29
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Telemachos konnte es nicht fassen dieser Mann kannte Herkules nicht. Nun ja aber so wie es aussah hatte er die Heuer überstanden und war Mitglied der Crew. Da ein Kopfnicken allerdings keine eindeutige Zusage war wollte er sich noch vergewissern.
    "Ich möchte euch beide ja nicht stören. Aber wenn es euch nichts ausmacht würde ich gerne wissen ob ihr mich bei eurer Fahrt dabei haben wollt, ob ich noch irgendwelche Beweise meiner Fertigkeiten vorlegen soll oder ob ich gehen soll?" sagte er mit entschlossener Stimmlage. Er beugte sich etwas vor um etwas mehr in sicht höhe der beiden anderen Männer zu sein.
    Solangsam bekam Telemachos wieder Hunger immerhin freute er sich schon eine ganze weile auf sein zweites Frühstück.
    "Und wenn ihr mich anheuert möchte ich natürlich wissen wann wir ablegen." Schob er noch eine Frage nach als ob sie ihm gerade noch rechtzeitig eingefallen währe. Wass allerdings auch den Tatsachen entsprach.

  5. #30
    Mitglied Avatar von Sphinx
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    Vorsichtig, doch mit bestimmtem Feingefühl strich Nema über den Schnabel des Falken und lies das Tier kurz ihren Handschuh annagen. An der Schnabelspitze betrachtete sie noch Überreste frischen Blutes, also hatte hier wenigstens einer sein Frühstück schon gehabt.
    Aus den Augenwinkeln besah sie den beginn der Heerschau, während sie dem Falken weiter das Gefieder kraulte. Skeptisch beobachtete sie den Fremden wie er vom Schiff herunter kam, wieder hochging, verschwand, zurückkehrte... und durch die Reihen schlich. Eine ihrer Augenbrauen wand sich nach oben als er schließlich stehen blieb und sie ganz unverblühmt ansprach. Sie drehte den Kopf zu ihm herum, wodurch er eine leichte Schräglage erhielt und hielt kurz inne um nochmal zum Schiff zu sehen, wo die wachsamen Augen des Kaptains umherwanderten.
    Sie neigte den Kopf, deutete damit so etwas wie das Zunicken einer Verbeugung zur Begrüßung an.
    "Sein Name ist Lyra." meinte Nema schließlich kühl, wobei sie nicht viel Herzblut darin hineinlegte ihre Stimme zu verstellen. "Und er ist ein Weibchen... Herr." auch wenn ihre Stimme schneidend warf, so lag doch noch kein Vorwurf darin. Noch nicht.

  6. #31
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    "Oh..." Aegis wurde ein wenig rot "Ich kenne mich mit Tieren nicht gut aus! Aber der Kapitän liebt sie sehr. Er war gleich neugierig auf denjenigen, der mit einem Falken kam!" er grinste frech. Doch obwohl er es nicht zeigte, so war ihm nicht entgangen, dass die Stimme weiblich klang. Zu sehr erinnerte ihn sein Gegenüber an Meg, die ihre Stimme zwar versuchte zu verstellen, aber meist scheiterte. "Ich hab gehört, Weibchen sollen die besseren Jäger sein!" meinte er noch und sah dann zu Megaira nach oben...

    Diese blickte nur starr nach unten, man sah ihr nicht an, wie sie sich innerlich an die Stirn griff... Was tat Aegis da nur? Andererseits war es ja auch egal... Sie wandte sich zurück zu Arkanos und Cherek. Auch die schienen mal wieder irgendeinen Unfug zu treiben. Eigentlich amüsierte Meg sich gern über Arkanos Sticheleien, allerdings forderte sie ihn meist auf, netter zu Cherek zu sein. Manchmal waren die beiden wie Kinder. Meg seufzte leise. Zu schade, dass sie nicht hören konnte, was sie sagten!
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  7. #32
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    Als Megaira ihre Zustimmung zu dem Hühnenhaften Telemachos erteilte und Cherek Zeit hatte, für seine Bemerkung - die Arkanos mit einem fast schon zornigem Blick herunterschluckte - wandte sich Arkanos wieder dem Krieger zu. Die Direktheit von Telemachos missfiel Arkanos allerdings, er verlangte mehr Respekt von seinen Untergebenen, doch das würde der Krieger schon noch lernen, oder .......

    "Drei Goldmünzen, wenn du lebend zurück kehrst. Regeln an Bord werden dir später erklärt." Er sah sich kurz um. "Wir haben noch genug Zeit, wenn du was essen willst, Krieger. Spätestens Mittags erwarten wir dich hier, danach wirst du dich auf dem Schiff vorbereiten. Mit der Flut laufen wir aus. Noch Fragen?" Er wartete die Antwort nicht mehr ab.

    "NÄCHSTER!" rief er, deutete dann mit dem ausgestreckten Arm in Richtung eines Kriegers, dann bewegte er den Arm etwas umher, ehe er auf einen Krieger, eher unscheinbar, fiel. Er hatte ein großes Schwert bei sich. "Ihr beiden... Kommt her!" Der zweite, den er meinte, war Themistokles.

    Arkanos' Blick fiel zum Schiff. Dieser Taugenichts von Aegis hatte sich natürlich nicht darum gekümmert, daß Barokles zu ihm kam. Er sah zu Cherek. "Die anderen möchte ich nicht ohne Test anheuern... Also, da dein... 'Freund'... den guten Barokles nicht geholt hat, musst du nun den Kämpfer testen." Er grinste den Ägypter breit an und reichte ihm ein Breitschwert, das er vom Schiff mitgebracht hatte, von einem gehässigen Blick gefolgt. Er rechnete nicht im Traum damit, daß Cherek wirklich das Schwert ergreifen würde, schließlich war er Anfänger mit dieser Waffe, nur mit dem Kampfstab ernst zu nehmen.
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  8. #33
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek hatte den kurzen Wortwechsel zwischen Arkanos und dem Hühnen mit einem gewissen Amusement verfolgt. Er selbst hatte nichts gegen Telemachos einzuwenden und er bezweifelte sowieso, dass Arkanos ihm in dieser Hinsicht Gehör schenken würde, wenngleich sein Wort rein formal gleich zählte.
    Während Arkanos bereits die nächsten herbei rief, sah Cherek sich nach Aegis um und entdeckte diesen bei einer Person weiter hinten in der Menge, welche in einen Umhang eingehüllt war und einen Greifvogel bei sich hatte. Offenbar hatte der Freund vergessen, dass er Barokles hätte holen sollen - was bedeutete, dass Arkanos Gelegenheit bekäme, weiter zu sticheln.
    Wie dieser erwartet hatte, ignorierte Cherek die dargebotene Klinge und verschränkte stattdessen die Arme vor der Brust. Er war nicht gut im Umgang mit einem Schwert (schon gar keinem Breitschwert) und gedachte nicht, sich hier im Hafen lächerlich zu machen. "Ich könnte stattdessen auch einfach Barokles holen, wo er doch sowieso deine erste Wahl war", bot er monoton an und machte bereits Anstalten, an Bord zu eilen.
    Geändert von Foxx (28.11.2006 um 12:56 Uhr)

  9. #34
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    Für einen Moment hatte der Kapitän die Fassung verloren. Jene, die darauf geachtet hatten, hatten gesehen, wie sie sich bewegte, die Hände auf die Reling stützte, so als wolle sie mit einem Sprung hinab zum Hafen hechten, oder sich daran festkrallen um sich selbst an gerade diesem Sprung zu hindern. Ihr entgeisterter Gesichtsausdruck wich jedoch schnell wieder der monotonen Mine, als Cherek keine Anstallten machte, das Schwert zu nehmen, sondern stattdessen zum Schiff wandte. Die Erleichterung ließ sie sich bereits nicht mehr anmerken. Stattdessen strafte sie Arkanos nur mit einem missbilligenden Kopfschütteln. Was dachten sich die beiden nur? Sie seufzte kurz und wandte sich dann um. Aegis war immer noch dabei, mit der Gestallt im Mantel zu reden. Es war ja klar gewesen, dass er darüber seine eigentliche Aufgabe vergaß. Langsam verschwand Megaira aus dem Sichtfeld der Wartenden... Sobald sie nicht mehr gesehen wurde, eilte sie nach unten um Cherek beim Betreten des Botes abzufangen. Sie war gereizt, ihre Augen flammten wütend, während sie mit verschränkten Armen darauf wartete, dass der Ägypter erschien.
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  10. #35
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Kopfschüttelnd trat Arkanos um das Pult herum. Er griff sich nun das Breitschwert, daß Cherek abgelehnt hatte. "Laß den Alten, wo er ist", rief er noch Cherek zu, ehe er leise ein "Alles muss man selber machen..." folgen ließ. Diese Worte murmelnd ging er auf die beiden, die er auswählte, zu. "Du zuerst!" Er streckte den Arm mit dem Schwert in Richtung des einen.

    Der hob sein Schwert, doch mit nur zwei Schwertstreichen hatte Arkanos ihn entwaffnet und zu Fall gebracht. Mit einem angewiederten Blick sah er zu diesem hinab. "Nächster!" knurrte er und sah dann in Richtung von Themistokles. "Ich hoffe, daß du mehr drauf hast, sonst verschwenden wir beide unsere Zeit!" Er machte sich bereit für einen Übungskampf.
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  11. #36
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek hielt in der Bewegung inne und zuckte gleichgültig mit den Schultern. Erst als Arkanos sich abwand, konnte er sich ein schelmisches Grinsen nicht länger verkneifen. Selbst wenn Arkanos genau das bekam, was er wollte, nämlich die Demonstration von Chereks Unwillen, mit dem Schwert zu kämpfen, blieb er murrig.
    Cherek trat zurück ans Pult und beobachtete, wie der erste Maat einen der Bewerber mühelos der Lächerlichkeit preisgab um sich dann dem nächsten zu widmen. Cherek war kein Kämpfer, wenngleich er zumindest im waffenlosen Kampf außerordentlich geschickt war. Doch er war kein Kämpfer im Geiste, für ihn war es etwas, das man notwendigerweise beherrschen musste, um nicht unterzugehen, doch kein Sport oder gar Vergnügen.

  12. #37
    Mitglied Avatar von Gabriel
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    [[Sorry für die Verspätung, hatte gestern keinen Nerv mehr alles nochmal zu lesen um zu sehen wo ich mich vertan hatte und dann meinen Post zu ändern.]]

    Themistokles hatte dem Gespräch zwischen Aegis und Nema gelauscht und seinem Vordermann nicht viel Aufmerksamkeit geschenkt. Als er angesprochen wurde schaute er [b]Arkanos[\b] an. Er war einen kurzen Moment perplex als er aufgefordert wurde sein können mit dem Schwert zu beweisen, denn den Riesen hatte auch keiner nach seinem Können gefragt, obwohl es doch altbekannt war, daß es zwar schön war einen Gegner mit einem Schlag umbringen zu können, es einem aber nichts nützte wenn man ihn nicht traf, weil man zu langsam war.
    Sekunden später als er die Gedanken geordnet hatte fixierte sein Blick wieder Arkanos. "Ich brauche mein Schwert nicht all zu oft, denn kein Gegner hat es bisher bis zu mir geschafft, wenn ich es nicht wollte. Also wenn du meine Fähigkeiten testen willst, dann laß doch das Federviech aufsteigen und dann kann ich dir zeigen was ich kann und bekomme noch ein Frühstück obendrein."
    Er nahm das Wachstuch von seiner Schulter und begann damit den Bogen auszuwickeln.
    Geändert von Gabriel (01.12.2006 um 13:24 Uhr)

  13. #38
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Der Krieger, den Arkanos so leicht besiegt hatte, rappelte sich auf und sah nur mit einem verächtlichen Blick zu Themistokles "Ja, sicher. Wenn Feigheit ein Kriterium ist, an Bord zu kommen seid ihr sicher dabei!" meinte er spöttisch. Dann entfernte er sich jedoch schleunigst, denn er akzeptierte die Entscheidung des Kapitäns und insgeheim war ihm das Schiff sowieso nicht geheuer und er war froh, eine Ausrede zu haben.

    Megaira wartete noch immer auf Cherek, aber da dieser nicht kam, nahm sie an, dass er seine Pläne geändert hatte. Gereizt sah sie sich um und erblickte Maristos. Diese lungerte mal wieder faul herum. Meg sah ihn nicht gern in der Nähe der Mannschaftsunterkunft. Mehrmals hatten sie den Gauner schon dabei erwischt wie er seine Nase tiefer in die Habseligkeiten anderer steckte als ihm gut tat. Inzwische hatte er sich zwar gebessert aber Vertrauen war in seinem Fall weniger wert als Kontrolle. Dennoch, er war geschickt und konnte gut für etwas kompliziertere Aufträge eingesetzt werden. Als Spion oder zur unauffälligen Beschaffung irgendwelcher Gegenstände eignete er sich recht gut. Also hatte Meg ihn an Bord behalten... Nun kam ihr dieser Tagedieb gerade Recht... "Hast du nichts zu tun?" herrschte sie ihn an, überlegte sich es dann aber nochmal und fuhr freundlicher fort "Es wäre schön, wenn du mir Honig besorgen könntest! Einen mittleren Tigel bitte!" fuhr sie dann freundlich fort und hielt ihm eine Silbermünze hin. Honig war teuer und nicht allzu leicht zu bekommen, aber solche Dinge waren Maristos Spezialität. "Am Besten begleitest du Hermokrates und den Neuen in die Stadt... das Restgeld kannst du meinetwegen behalten!" Megaira wusste, dass ein Silbertaler so gerade für das gewünschte reichen würde, wenn nicht sogar etwas zu wenig war. Sie wusste aber auch, dass ihr Gegenüber vermutlich wenig, wenn nicht gar nichts dafür bezahlen würde. Ihr sollte er recht sein, solange sie bekam, was sie wollte.
    Ohne eine Antwort abzuwarten drehte sie sich um und verschwand wieder nach oben. Kurz darauf stand sie bereits wieder an ihrem ursprünglichen Platz. Heute Abend auf der Besprechung würde sie die Sache mit Cherek und Arkanos zur Sprache bringen... Sie konnte warten!

    Weniger aufmerksame Beobachter hatten ihr Fehlen gar nicht bemerkt. So auch Aegis, der immer noch wie gebannt auf Nema starrte. Er hatte die Worte des Themistokles gehört und wartete auf eine Reaktion des Jägers, denn offenbar war von Lyra die Rede.
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  14. #39
    Mitglied Avatar von Gabriel
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    "Lauf nur mein Junge, gleich wirst du sehen was echte Feigheit ist, wenn du um dein jämmerliches Leben rennst." schrie Themistokles so laut, daß es der sich entfernende sicher gehört hatte. Themistokles jedoch beugte sich wieder über seinen Bogen, ließ das Wachstuch zu Boden gleiten und hängte die Sehne auch am anderen Ende des Bogens wieder ein. Dann drehte er sich in Richtung des davoneilenden und spannte den Bogen einmal zur Probe und dann ein zweites Mal, diesmal jedoch mit einem Pfeil auf der Sehne, als das Großmaul etwa 50 Meter weit von ihnen entfernt war.
    "Links am Kopf vorbei!" sprach er so laut, daß die Umstehenden ihn hören konnten und ließ die Sehne los. Es war nur ein leises Surren zu hören und der Pfeil war auf dem Weg. Er überbrückte die Entfernung zu dem fliehenden in einem Augenblick und erreichte ihn als dieser gerade den Kopf ein wenig nach Links neigte. Dem Mann entfuhr ein schrei, als ihn der Pfeil am Ohr striff und einen kleinen Teil davon mitriss.
    Themistokles drehte sich schon wieder von ihm weg und hing die Bogensehne wieder aus. "Ares hat es wohl nicht gut mit ihm gemeint, aber wer ein Krieger sein will, der sollte ihn auch gnädig stimmen."

  15. #40
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Zunächst hatte Arkanos gute Lust, dem zweiten Bewerber sein Schwert ansatzlos zwischen die Rippen zu rammen, ob seiner Dreistheit, den Test abzulehnen. Dann wollte er doch eher dem anderen Bewerber das Schwert nachschleudern, doch dann hätte er die Miliz auf dem Hals. Arkanos beschloß, die Wut an dem nächsten abzulassen, doch als der seinen Bogen spannte und abfeuerte, Arkanos die Präzision erkannte, zügelte er seine Wut. Einen solchen Bogenschützen hatte er noch nie gesehen.

    Sein Schwert senkend ging er zum Pult zurück und nahm Platz, lehnte das Schwert wieder gegen das Pult. "Name und Erfahrung?" meinte er nur, den Kopf auf seine Schreibutensilien senkend. Ohne aufzusehen fügte er noch "Auf See wirst du dein Schwert benutzen müssen, wenn es zu einer Schlacht kommt." hinzu. Er sah auf und begann zu grinsen. "Wenn du stirbst, bekomme ich deinen Bogen." Er sah hoch, zum Kapitän um ihre Zustimmung abzuwarten.
    Geändert von Genesis (03.12.2006 um 23:20 Uhr)
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  16. #41
    Mitglied Avatar von Gabriel
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    "Themistokles!" kam sofort von ihm zurück, als wenn er auf die Frage gewartet hatte. "15 Jahre attische Armee, darunter auch die trojanische Belagerung und 4 Jahre als Söldner." Er hörte sich Arkanos Worte mit ausdrucksloser Mine an und antwortete: "Sollte es jemand auf See wagen sein Schwert gegen mich zu erheben, so werde ich meines in seinem Blut baden." Innerlich kam er jedoch nicht umhin sich ob der Erfahrungslosigkeit seines Gegenübers zu wundern, denn gerade auf dem Wasser wurden die Schlachten von Bogenschützen gewonnen oder verloren, denn wer die besseren Bogenschützen hatte, der kontrollierte auch das Deck des Gegners und konnte damit entern wann er wollte, oder eben jenes verhindern.
    Themistokles Mine blieb genauso ausdruckslos, als er Arkanos Imponiergehabe vernahm und fragte sich ob jenem schon alle Trümpfe ausgegangen waren, daß er jetzt versuchen mußte auf diese Weise die Oberhand über Themistokles zu erringen. Entsprechend kühl reagierte er auch, denn dieser Mann hatte keine andere Antwort verdient: "Sollte ich sterben und solltet ihr meinen Bogen von unseren Gegnern bergen können, dann soll er euer Werkzeug sein, im Hades werde ich ihn nicht mehr brauchen. Doch solltet ihr euch sicher sein mit ihm umgehen zu können, sonst ist euch sein Biss gewiss." Er fragte nichts weiter, denn er hatte Arkanos Sprüchlein schon bei dem Riesen gehört.

  17. #42
    Mitglied Avatar von Schiller
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    Maristos zeigte sich wenig beeindruckt von Meg. Locker ließ er den Silberling zwischen seinen Fingern hin und hergleiten und ließ ihn dann in der Tasche verschwinden. Ohne Meg eine Antwort zu geben (er nickte nur) sah er sich nach Hermokrates um. Als er ihn gefunden hatte stellte er sich zu ihm (ohne den anderen zu beachten). "Ich soll mit dir in die Stadt. Der Kapitän braucht etwas, dass ich ihm besorgen soll."
    Er wusste, dass Meg damit rechnete, dass er den teuren Honig nicht kaufen, sondern anderweitig beschaffen würde. Auf dem Weg in die Stadt wollte Maristos überlegen, ob er ihm diesen Gefallen tun oder doch die Silbermünze ehrlich gegen den süßen Honig austauschen würde. Vielleicht würde er ihn ja doch stehlen und das Geld für sich behalten. Er würde sehen.
    Geändert von Schiller (04.12.2006 um 19:25 Uhr)
    Das Neue dringt herein mit Macht, das Alte,
    Das Würdge scheidet, andre Zeiten kommen,
    Es lebt ein andersdenkendes Geschlecht!

  18. #43
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek sah sich indes ein wenig um, das Geplänkel zwischen Arkanos und dem Krieger langweilte ihn. Zunächst war er amüsiert gewesen, denn es war Phänomen so sicher wie der Sonnenaufgang, dass sowohl Seeleute als auch Krieger (und letztere ganz besonders) binnen Sekunden ihre Kräfte maßen wie zwei voll Testosteron gepumpte Bullen und sei es nur verbal. Dennoch war er zutiefst beeindruckt, als Themistokles seine Fähigkeiten als Bogenschütze unter Beweis stellte, noch nie hatte er derartiges Talent gesehen, zumal Arkanos meist solchen Kriegern den Vorzug gab, welche (wie er selbst) das Schwert zu führen wussten und den Nahkampf beherrschten. Mit Sicherheit wäre dieser also eine Bereicherung für die Kampfeskraft der Margaretha Negra, wenngleich seine Eingenommenheit Cherek ganz gehörig auf die Nerven ging. Ein Umstand, der ihn aber nicht abhalten sollte, sich Arkanos gegenüber für ihn auszusprechen, schließlich war er um Objektivität bemüht: "Ich denke ein Bogenschütze seines Kalibers fehlt uns derzeit noch."

    Als er nun das Interesse an dem gegenseitigen Hin und Her verlor, erblickte er Maristos, wie er aus Richtung des Schiffes kam. Instinktiv blickte er zur Reling, wo Meg nach einigen Sekunden wieder auftauchte, so dass es ein leichtes für den Ägypter war, eins und eins zusammenzuzählen. Er blickte dem Dieb hinterher, von dem er wusste, dass er wirklich außerordentlich geschickt war (er selbst hatte lange genug als Dieb gelebt) aber auch, dass er ebenso außerordentlich unverlässlich war. Er fragte sich, welchen Auftrag die Kapitänin ihm wohl anvertraut haben mochte.
    Geändert von Foxx (06.12.2006 um 23:30 Uhr)

  19. #44
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    Meg stand ungerührt an der Reling. Sie hatte den Kampf zwischen Arkanos und dem ersten Anwärter nicht gesehen und war gerade in dem Moment dazugekommen, als Themistokles auf den Fliehenden schoss. Missbilligung lag in ihren Augen. Wenn Meg etwas nicht leiden konnte, so waren es jene, die schwächere mit unfairen Methoden attackierten. Man musste keinen Fliehenden töten, wenn es keinen triftigen Grund gab. Jedoch, so musste sich die Piration eingestehen, konnte dieser Fremde außerordentlich gut mit seinem Bogen umgehen. So neigte sie denn auch bestätigend den Kopf, als Arkanos zu ihr hochblickte und auch Cherek streifte sie nochmal, bevor sie hinter Maristos hersah, welcher gerade Hermistokles und den neuen Schiffsjungen (Chrisanthos) erreicht hatte. Hoffentlich war der Mann erfolgreich. Sie hatte schon ewig keinen Honig mehr gegessen.
    Aegis starrte immer noch auf Nema, als warte er auf eine Reaktion. Er hatte Megairas Abwesenheit nicht bemerkt und so ahnte er nicht, was ihm blühen würde, sobald die Heuer vorbei war. Nachlässigkeit mochte der Kapitän nämlich erst Recht nicht. Lange würde das Gespräch der beiden jedoch nicht mehr dauern, denn die Amazone war bereits die nächste in der Reihe... Falls Arkanos keinen anderen vorzog, würde Meg bald wissen, wie das Gesicht unter dem Mantel aussah. Sie lächelte innerlich und beobachtete dann starr das weitere Geschehen...
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  20. #45
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    Telemachos hatte misbilligend die Szene zwischen dem Werber (Arkarnos) und dem Bogenschützen (Themistokles) betrachtet. Es gefiel ihm gar nicht wie der Mann hinter einem Weglaufendem her schoss. Nichteinmal auf dem Schlachtfeld schoss man die Fliehenden nieder. Auf jedenfall hätte man es nicht unter Odysseus Befehl getan.
    Telemachos würde diesen angeblichen Soldaten wohl noch einmal genauer betrachten. Nun wollte er allerdings erst einmal Seinen Seesack an Bordbringen und dann noch etwas essen gehn.
    Er ging auf einen der Matrosen zu, die an der Margaretha arbeitete, und schlug ihm kameradschaftlich auf die Schulter.
    "He kannst du mir sagen wo ich meine Sachen verstauen kann?"

  21. #46
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    Arkanos nickte Themistokles zu. Der Krieger hatte Eindruck bei ihm hinterlassen, mehr, als er zugeben würde. Arkanos hielt nicht viel von Bogenschützen, da die meisten, die er kannte, schlechter darin waren als er und er war kein besonders guter Schütze. Er konnte ruhige Ziele gut treffen, aber bewegliche... Seine Gedanken schweiften ab, dann sah er Themistokles wieder an. "Ich hoffe, daß du und dein Bogen noch weit vom Hades entfernt sind... Ich habe keine Lust sobald neue Krieger anwerben zu müssen." Dies war irgendwie als Kompliment gedacht, auch wenn Arkanos im nächsten Moment schon merkte, daß es wohl kaum als solches verstanden worden sein konnte.

    "NÄCHSTER!" knurrte Arkanos dann wieder, obwohl er doch recht zufrieden war, mit den bisherig angeworbenen Männern. Er warf seinen Blick über die restlichen Krieger und sah die Szenerie um Aegis und Nema, die wohl die nächste in der Reihe sein sollte. Er deutete auf Nema und zwei weitere Männer nahe ihr. "Ihr drei... Warum sollte ich euch auserwählen?"
    Sein Blick wanderte zu Cherek, deutete stumm auf Nema. "Bisschen schmächtig... oder macht das der Mantel?"
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  22. #47
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    Als die Sonne zur Mittagsstunde den Hafen hell erleuchtete, stand Megaira auf ihrer Empore und sah hinab auf die Mannschaft, die sich vor ihr versammelt hatte. Zu ihrer Rechten stand Arkanos, welcher aus einer Papyrusrolle die Schiffsregeln vorlas, zu ihrer Linken stand Cherek. Durch das gleißende Licht in ihrem Rücken war es der Mannschaft kaum Möglich, viel von ihrem Kapitän zu erkennen. Schließlich, nachdem auch alle Namen vorgelesen waren und die Betreffenden einen Schritt nach vorn getan hatten, damit Meg sie sehen konnte, wandte sie sich zu ihrer Linken. Ihrer Stimme konnte sie keinen tiefen Klang geben, sofern sie laut sprach und so sollt er für sie sprechen.
    Eine kurze Ansprache folgte, in der des Kapitäns Begeisterung über die neue Mannschaft ebenso Ausdruck fand, wie die Warnung vor künftigen Gefahren oder Verrat. Die Regeln an Bord waren hart, aber die Bezahlung gut und wenn sie sich anständig verhielten und tapfer kämpften, so hätten sie für ihr Leben ausgesorgt. Schließlich wurden auch noch die wichtigsten Mitglieder der Mannschaft, nämlich Eutychia, die Seherin, Mykos, der Schiffsarzt und Hermokrates der Koch vorgestellt.
    Darauf wandte sich der Kapitän um und gab einen Wink mit seiner Linken, die jene, die ihn kannten auf ihre Posten eilen ließen, alle übrigen verharrten, bis Arkanos ihnen die Befehle gab.
    Das Schiff stach sofort in See und wandte sich gen Süden. Megaira plante, die Peloponnes zum umschiffen und sich dann gen Westen zu wenden. Laut ihren Informanten würde dort die ihr Ziel auf sie warten… Ein Schatz von unvorstellbarem Wert.
    Jedoch, es waren noch einige Widrigkeiten zu umgehen, bevor sie ihn in ihren Händen halten konnte. Zuerst einmal wollte sie sich ein eigenes Bild über die neue Mannschaft machen. Sie befahl Arkanos und Cherek, sie am Abend in ihrem Quartier aufzusuchen um Bericht zu erstatten. Bis dahin würde sie sich auch schon mal persönlich mit dem einen oder anderen Mitglied unterhalten.
    Sie kam die Treppe hinunter auf das Deck. Nun gelang es so einigen einen genaueren Blick auf den Kapitän zu werfen - oder vielmehr die Rolle des Kapitäns, die Megaira ihnen um ihr wahres Geschlecht zu verbergen vorgaukelte: Ein schmächtiger junger Mann, dem Knabenhalter gerade erst entwachsen. Kein Haar zierte sein Gesicht, noch schien er Muskeln oder ähnliches zu haben. Es war ein Rätsel, wie solch ein Schwächling Herr über solch stattliche Männer sein konnte. Auch die Tatsache, dass er bei der Mittagshitze in langer, schwarzer Kleidung umherging, ein schwarzes Tuch um den Kopf gebunden, so dass man die Haare nicht sehen konnte, war eher ungewöhnlich (Spiegelt was eure Charas sehen / empfinden, schließlich wissen sie noch nicht, dass Meg eine Frau ist!)
    Der erste Weg führte Megaira unter Deck. Sie prüfte, ob jeder sein Lager bezogen hatte und alles ordentlich war und beschloss dann gleich nach dem neuen Schiffsjungen zu sehen. Sie fand unter Deck jedoch niemanden, Koch und Schiffsjunge trieben sich wohl noch an Deck herum. Auf dem Weg nach oben traf sie Hermokrates. „Na, wo hast du denn deinen neuen Schützling gelassen?“ meinte sie, ohne jedoch die Stimme zu verstellen, denn außer ihnen war weit und breit niemand zu sehen. „Wahrscheinlich kann er sich noch nicht vom Anblick des Meeres losreißen. Es ist schließlich seine erste Fahrt, lassen wir ihm das Vergnügen noch eine Weile… Und wo steckt Maristos? Er sollte doch bei euch gewesen sein, doch ich habe ihn bei der Anwesenheitskontrolle nicht mehr gesehen. Immer treibt er sich rum…“ sie seufzte.
    An Deck waren derweil alle mit Arbeit versehen worden. Aegis war zur Strafe für seine Unachtsamkeit in die Takelage geschickt worden, Telemachos und Themistokles waren zum Rudern eingeteilt. Sie teilten sich eine Bank, die schon für den Hünen allein sehr eng gewesen wäre. Die Sonne schien ihnen auf den Rücken, aber ein kühles Lüftchen verhinderte, dass ihnen zu heiß werden würde und der Rhythmus des Ruderschlags war langsam und gemächlich. Offenbar hatte man keine Eile vorwärts zu kommen. Von ihrer Position konnten sie gut den hinteren Teil des Deckes überblicken und sahen den Kapitän und Schiffskoch am Eingang zum Unterdeck, auch wenn sie ihre Worte nicht verstehen konnten.
    "So Long, and Thanks for All the Fish."
    Douglas Adams


  23. #48
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Megairahatte recht. Chrysanthe stand an der Reling und bewunderte in der Tat das Meer. Es präsentierte sich in herrlichem, glitzernden Blau und die Sonne zauberte überall glänzende Flecken hin. Dennoch war sie nicht ohne Sorge. Athen lag zwar hinter ihr, aber dafür befand sie sich auf einem Schiff voll zwielichtiger Gestalten. Hermokrates erschien ihr von allen noch der angenehmste zu sein. Sicher, er hatte sie schwere Säcke tragen lassen, aber dafür hatte sie jetzt eine kleine Ruhepause.
    Vom Kapitän hatte sie nur sehr wenig gesehen. Eine schlanke Gestalt in schwarz. Nichts, woraus man sich eine Meinung bilden könnte. Aber das würde sicher bald genug geschehen. Am meisten Sorgen bereitete ihr diese Seherin. Hoffentlich würde sie nicht Gegenstand der Visionen dieser Eutychia werden. Stumm sandte sie ein Stoßgebet an die Götter.
    Geändert von Felicat (20.04.2007 um 09:10 Uhr)

  24. #49
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Auch wenn die Fahrt nicht sehr schnell war und das Rudern nicht allzu anstrengend war, lief Telemachos dank der Nachmittagssonne der Schweiß den nackten Rücken hinunter. Während des Ruderns dachte er über die Ereignisse des Tages nach:
    Nun war die Margaretha Negra ausgelaufen und Telemachos hatte sich bei der Ansprche des Kapitäns ein erstes Bild von diesem machen können. Es war für den gestandenen Krieger ehrlich gesagt ein Rätsel wie so jemand Kapitän auf einem Piratenschiff hatte werden können, aber wer verstand schon die Beweggründe von Seeräubern. Dieser Mann schien noch nicht oder gerade erst dem Knabenalter entwachsen zu sein. Er konnte also noch keine großen Erfahrungen haben was die Piraterie, den Kampf oder die Seefahrt anging. Er hatte einen dünnen Körper deutliche Muskulatur war nicht zu erkennen, auf jeden Fall nicht aus den Entfernungen aus denen Telemachos den Piratenkapitän gesehen hatte. Von dort wirkte er eher wie ein Dichter oder Philosoph und nicht wie ein grimmiger Seekrieger. Was war es also, was einen so jungen Mann, sofern er schon einer war, in diese Position brachte.
    Nun auch Achilles war ein Knabe als das Heer nach Troja aufbrach, Sollte dieser junge Mann etwa ähnlichkeit mit dem strahlenden Helden haben, war ihm auch eine Weissagung oder ein Orakelspruch der Götter zu eigen?
    War er von den Göttern auserwählt?
    Oder gab es ganz andere viel weltlichere Gründe für diese Position?
    Dieser junge Mann war von einem Geheimnis umwittert. Und vielleicht lüftete es sich ja noch auf dieser Fahrt und wenn nicht nun so würde es sichrleich auch nichts an seinem Verdienst ändern. Außerdem hatte Telemachon so noch weitere möglichkeit nach seinem verschollenen Freund zu suchen.
    Und nun saß er hier neben dem Mann dessen Verhalten er bei der Heuer noch so misbilligt hatte, aber so spielte das Leben und die Götter würden sich schon etwas dabei denken.
    Und wieder beobachtete Telemachos den Kapitän des Schiffes.
    "Dieser Kapitän gibt mir Rätsel auf. Ich hörte vorhin das Du auch vor Troja warst." Sagte Telemachos zu Themistokles. "Wärest Du so einem Feldherren gefolgt?"
    Geändert von Shane_Gooseman (22.04.2007 um 21:39 Uhr)

  25. #50
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Cherek lief übers Deck und ließ den Blick gedankenverloren schweifen. Er hatte ein wenig freie Zeit, sie waren auf Kurs, der Wind stand günstig und Megaira hatte Aegis in die Takelage geschickt, was sonst sein Job gewesen wäre. So trat an die Reling und streckte den Kopf in den Fahrtwind - er freut sich, dass sie wieder in See stachen. Dass die Heuer vorbei war, war ihm recht, er mochte längere Landaufenthalte nicht sonderlich - an Land war er stets Gefangener oder Flüchtling gewesen. Das Meer bedeutete Freiheit.
    Auch aus einem anderen Grund war er froh, die Heuer hinter sich zu haben: er mochte die zentrale Rolle nicht, die Megaira ihm dabei zukommen ließ. Insbesondere wenn er, wie heute, ihr seine Stimme leihen musste. Aber nun hatte er es ja hinter sich.

    Cherek warf einen Blick nach oben in Aegis' Richtung, doch der Freund war offenbar beschäftigt. Als er sich umsah entdeckte er stattdessen den neuen Schiffsjungen an der Reling stehen, wie dieser gedankenverloren auf das Meer hinausblickte. Cherek lächelte - er selbst hatte damals sicherlich einen ähnlichen Anblick geboten, als er die See das erste mal von Bord eines Schiffes aus erblickt hatte.
    Er trat einige Schritte an Chrysanthos heran und lehnte sich neben ihn an die Reling. "Es hört nie auf", erklärte er mit freundlicher Stimme.

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