szmtag World Without Hope...?
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  1. #1
    Mitglied Avatar von Genesis
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    World Without Hope...?

    31 Dezember, 1999: An den meisten Orten der Welt glaubt man – wie ihr natürlich wisst fälschlicherweise – dass das neue Millennium, das neue Jahrtausend, ansteht. Ihr wisst natürlich, dass das Jahrtausend erst am 31. Dezember 2000 endet, trotzdem feiern fast alle, was das Zeug hält.

    23.30 Uhr: Viele Experten jammern über das Y2K Problem, ihr seid jedoch bester Laune, oder der Laune, der ihr zu Sylvester immer seid.

    23:50 Uhr: Die Feiern werden lauter, der Sekt wird bereitgestellt.

    23:59 Uhr: Alle, oder fast alle, zählen den Countdown mit, die Sektflaschen schon bereit in der Hand, es dauert nur noch Sekunden… 10… 9… 8… 7… 6… 5… 4… 3… 2… 1… Die Sektkorken knallen, manche zu früh, andere… überhaupt nicht.

    1. Januar 2000, 00:00 Uhr und wenige Sekunden: Die Welt, wie ihr sie kanntet ist Geschichte. Sie ist vernichtet, die Welt existiert nicht mehr. Menschen, Tiere, Pflanzen, alles, was einst lebte, ist nun tot, auf diesem unseren Planeten. Doch es war nicht das Jahr 2000 Problem, auch kein verrückter Wissenschaftler, oder Außerirdische, die den Planeten wegsprengen wollten, um eine intergalaktische Autobahn zu bauen. Es handelte sich um etwas viel größeres…

    -------------------------

    Ihr habt gespürt, wie ihr gestorben seid… wie sich eure Seele aus dem Körper befreite und aus diesem heraus gefahren war. Sie fuhren hinauf, auf das Licht zu. Lange, lange Zeit wart ihr dort, an einem einfach nur hellen Ort… Doch dann habt ihr noch etwas anderes gefühlt…

    Eure Seelen wurden zurück gerufen…

    Jeder von euch fühlte das gleiche… als eure Seele sich zu ihrem neuen Körper begab. Es waren besondere Körper, mächtige Körper, mit besonderen Fähigkeiten. Manche konnten fliegen, andere waren sehr stark, wieder andere konnten Elemente beeinflussen - ihr spürt sofort, was euer Körper kann, habt aber keine Vorstellung davon, was ihr noch können werdet...

    Ihr schlagt die Augen auf, es ist dunkel. Ihr seid alleine… ganz alleine! Ihr liegt nackt auf einem schweren, steinernen Altar… Der Körper ist ungewohnt für euch, ihr fühlt euch unwohl. Langsam scheinen eure Augen wieder sehen zu können, der Raum ist von vier Kerzen leicht erhellt – an jeder Ecke des Altars befindet sich eine. Ihr setzt euch langsam auf, einige von euch erschrecken, als sie ihren Körper, wenn auch nur teilweise, zum ersten Mal sehen. Manche von euch sind zu Mischwesen geworden, zwischen Tier und Mensch, andere sind reine Tiere, der Rest ist mehr oder minder menschlich geblieben. Manche sind größer, andere kleiner, ihr wisst auf jeden Fall nicht, was passiert ist… Wer oder was seid ihr? Ihr habt eine Erinnerung… eine düstere an das, was ihr einst einmal wart. Langsam kommt die Erinnerung zurück – ihr könnt euch an das meiste, was ihr in eurem früheren Leben erlebt habt, wieder erinnern; und ihr wisst eines definitiv: Ihr wisst gar nichts.

    Manche von euch weichen panisch zurück, andere sehen sich neugierig in dem Raum um, in dem ihr erwacht seid. Ein paar sehen sich den Altar genauer an, dort sind diverse mystische Symbole aufgezeichnet – doch ihr könnt nicht sagen, was das zu bedeuten hat. Wenn ihr euch umseht, seht ihr an der Wand weitere Symbole, aber keines zweimal. Die Kerzen beginnen leicht zu flackern, ihr könnt eine Art Tür aus schwerem Stein erkennen, etwa zwei Meter entfernt von dem Altar. Ihr könnt auch, auf der anderen Seite des Altares, etwas erkennen, dass ihr für Kleidung halten könnt… leichte Laken, Sandalen – bei den Tierwesen von euch natürlich nichts dergleichen, da diese durch ein Fell bedeckt sind. Die Kerzen flackern nun stärker, ein Zeichen dafür, dass leichter Wind hinter der Steintür wehen muss, scheinbar ist dies ein Durchgang, der sich nun auf der anderen Seite geöffnet hat. Ihr hört Schritte die sich euch schnell nähern, dann könnt ihr eine Stimme hören, auf einer fremden Sprache – doch ihr versteht jedes Wort. Eine Person scheint anderen zu befehlen, dass sie die Tür aufmachen. Einige von euch verstecken sich hinter dem Altar, andere stellen sich darauf, für einen Angriff bereit – Angriff? Wieso Angriff? Habt ihr etwas zu befürchten? Die Zeit, an die ihr euch erinnert war zumeist friedlich und ihr seid nicht an dem Kampf um zu Überleben gewöhnt… zumindest die meisten von euch… Aber ein Instinkt sagt euch Gefahr voraus…

    Die schwere Steinplatte, die als Tür fungiert, wird zur Seite geschoben. Im Dunkel könnt ihr fünf Gestalten erkennen. Vier von ihnen, den Kopf gesenkt, weichen zurück, in den dunklen Weg. Die fünfte Gestalt, ihr wisst augenblicklich, dass es sich bei dieser Gestalt um den Anführer handelt, kommt mit ebenfalls gesenktem Haupt auf euch zu, bleibt dann einen Meter vor dem Altar stehen – wenn ihr euch den Raum vorhin angesehen habt, wisst ihr, dass dort auf dem Boden zwei Knie Abdrücke im harten Stein zu finden sind. Genau an dieser Stelle kniet sich die Gestalt nieder, beugt sich vor, dass seine Hände den Boden berühren und ohne sich wieder aufzusetzen beginnt die Gestalt zu sprechen. „Seid gegrüßt, oh ehrwürdiger Gebieter. Euer untertänigster Diener hofft, dass Eure Ankunft angenehm war, Gebieter!“ Die Gestalt erhebt sich, kniet nun vor dem Altar – Auf seiner Stirn erkennt ihr dasselbe Symbol eintätowiert, wie auf dem Altar gemalt ist. „Ich bin mir sicher, Ihr habt Fragen, Gebieter? Lasst mich euch alles beantworten, was Ihr wissen wollt und ich weiß.“
    Those Wings... I want them too!

  2. #2
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Es war ein seltsames, unangenehmes Gefühl...Sie lebte...wieder...noch? Leslie konnte es nicht sagen. Ihr Rücken schmerzte. Mit einem leisen Stöhnen öffnete sie die Augen und bemühte sich, etwas zu sehen. Nach einer Weile konnte sie das Dunel durchdringen und ihre Augen nahmen das Kerzenlicht wahr. Ihre forschenden Hände hatten inzwischen herausgefunden, daß sie auf einem Stein lag. Und sie war nackt. Das beunruhigte sie. Wo war sie hier gelandet?

    Vorsichtig setzte Leslie sich auf, die Schmerzen an ihrem Rücken vergingen, und sah sich um. Anscheinend befand sie sich in einem Tempel oder sonstigen Raum religiöser Anbetung. Und sie lag auf einem Altar! Entweder war das ein schlechter Scherz oder sie war einem Verrückten in die Hände gefallen, der sie...opfern wollte. Sie schluckte.

    Dennoch fühlte sie sich nicht wie ein Opfer irgendeiner Art sondern seltsam stark und...Wieso war sie auf einmal so schlank? Sie hob eine ihrer Hände vor das Gesicht und entdeckte rote Krallen dort, wo früher einmal ihre Fingernägel gewesen waren. Wenn das alles nicht so real wäre, hätte sie jetzt gedacht, sie würde träumen. Vorsichtig tastete sie über ihr Gesicht, ihr Haar, das nun viel länger war und sich soviel besser anfühlte. Leslie zupfte eine Strähne nach vorne und besah sie kritisch im Kerzenlicht. Sie hatte schwarze Haare!

    Was geschah hier mit ihr? Sie rutschte von dem Altar und wäre fast wieder darauf zurückgefallen. Da war etwas Schweres an ihrem Rücken. Sie runzelte die Stirn. Was war das jetzt? Vorsichtig tastete sie nach hinten. Federn? Vor Überraschung riß die junge Frau den Mund auf. Und sie konnte nicht nur die Federn fühlen, nein, sie konnte durch die Federn auch ihre Finger spüren. Vorsichtig sah sie nach hinten und entdeckte ein enormes Paar schwarzgefiederter Schwingen. Vorsichtig versuchte sie, die Flügel zu bewegen und es gelang ihr so einfach als hätte sie ihren Arm gehoben.

    Leslie holte tief Luft. Was nun? Sie mußte wohl herausfinden, was mit ihr geschehen war. Vielleicht konnte die Person, die sie hierher gebracht hatte, ihr mehr sagen. Ihre Neugier gewann die Oberhand.

    In einer Ecke entdeckte sie Kleidung. Sie wickelte das Laken so gut es ging um ihre intimsten Stellen, was wegen der Flügel gar nicht so einfach war. Danach sah sie sich in dem Raum etwas um, untersuchte den Altar, aber die Zeichen sagten ihr nichts. Stimmen von draußen schreckten sie auf. Schnell schwang sich Leslie auf den Altar. Von hier konnte sie besser sehen, besser angreifen, besser fliehen...Egal was, ein Instinkt sagte ihr, hier war es einfach besser.

    Sie mußte nicht lange warten bis eine Gestalt eintrat und vier weitere vor der Tür zurückließ. Das Benehmen und die Worte der Gestalt waren merkwürdig, aber immerhin wollte er ihre Fragen beantworten.

    "Wer sind Sie? Wo bin ich hier? Was ist mit mir geschehen?" Damit deutete Leslie auf ihre Flügel. "Und warum nennen Sie mich Gebieter?"
    Geändert von Felicat (06.10.2006 um 20:05 Uhr)

  3. #3
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Was für ein Ende soll das gewesen sein? So kann eine Geschichte nicht schließen....

    Marcos öffnete die Augen und schloss sie sogleich wieder. Wo war er? Was hatte man mit ihm gemacht und wo war Dominique, wo die anderen, mit denen er Silvester gefeiert hatte? Hatte er zuviel getrunken? Das sah ihm nicht ähnlich...
    Er hatte geträumt, so musste es sein, wenn er jetzt vollends erwachte, wäre der Traum verflogen und für seine Erinnerung nicht länger abrufbar. Es galt den Inhalt zu greifen, sich darauf zu besinnen, wie er es immer tat. Träume waren die Quelle der Fantasie, in ihnen fand sich mehr Anregung und Inspiration, als die meisten Menschen ahnten.
    Doch diesmal war es anders. Das Gefühl das ihn beherrschte, die Erinnerung an das Sterben, das Verweilen im bloßen Licht.... das war kein Traum, das war geschehen. Marcos konnte nicht sagen, woher er die Gewissheit nahm, doch sie war da und er hatte keinen Grund zu zweifeln.

    Er öffnete erneut die Augen. Der Raum um ihn herum war nur schwach erleuchtet, doch rasch hatten seine Augen sich auf die Lichtverhältnisse eingestellt. Er erhob sich schnell und merkte erst jetzt, dass er auf einer harten Steinplatte gelegen hatte. Er war entkleidet worden, doch kalt war ihm nicht, obgleich er auf blankem Stein saß. Im Dämmerlicht der wenigen Kerzen sah seine Haut aschfahl aus... nein, sie war fahl. Verwundert betrachtete er seine Arme, seine Hände, seinen ganzen Körper, tastete ihn ab; es war als habe man ihm die Farbe entzogen. Doch plötzlich sah er ein Glimmen, sein Blick fiel auf seinen Oberschenkel, wo in feinen geschwungenen Buchstaben leuchtend gelb ein Schriftzug entstand: resurrección. Ehe Marcos sich auch nur wundern konnte, was vor sich ging, war die Schrift auch schon wieder verblasst und fast wollte er sich sagen, das müsse er sich eingebildet haben, da erschien erneut eine Schrift, nicht geschwungen, wie die erste, sondern in altertümlichen Seriphen, doch im selben glimmenden Gelb, diesmal auf seinem Unterarm. Nocturno.

    Erneut schloss Marcos die Augen, rieb sich die Schläfen, während er langsam spürte, dass Wissen in ihm erwachte. Wissen, was er war und was er nun vermochte. Ohne hinzusehen, nahm er nun war, wie weitere Worte und Symbole auf seiner Haut erschienen und wieder verschwanden, doch obwohl er sich eben noch gewundert hatte, ja beinahe Angst hatte, war ihm nun schon bewusst, dass dies ein Teil seiner selbst war und er fühlte sich, als sei es schon immer so gewesen.

    Der Luftzug war es, der ihn wieder aufblicken ließ. Rasch erhob er sich und schritt zu dem Leinentuch und den Sandalen, die er vorhin bemerkt hatte. Geübt band er das Laken so, dass es als Toga fungierte, so als hätte er sich schon immer so gekleidet. Dennoch missfiel ihm diese notdürftige Bekeidung. Sie passte nicht zu ihm. Zu keinem, weder Marcos noch Scrito.
    Scrito?

    Als die Tür sich schließlich öffnete, wartete Marcos mit verschränkten Armen auf die Hereinkommenden. Er wunderte sich über die eigene Gelassenheit, konnte er doch nicht wissen, was ihn erwartete und ob er nicht in Gefahr war.
    Stumm beobachtete er die Gestalten als sie hereinschritten und wartete, bis der Anführer niedergekniet war und gesprochen hatte. Wie nannte dieser ihn? "Gebieter"? Nun, es hatte seine Richtigkeit. Zumindest für einen Teil in ihm.
    Als er das Symbol auf der Stirn seines Gegenübers erblickte, fand sich dieses binnen Sekunden vielfach an den verschiedensten Stellen seines Körpers auf seiner eigenen Haut wieder, leuchtete einen Augenblick auf, nur um sogleich wieder zu verlöschen. Mit dem Symbol verloschen zunächst einmal alle weiteren Schriftzüge auf seinem monochromen Äußeren.

    "Ich habe mich noch nicht ganz eingefunden", hörte Marcos sich antworten und er wunderte sich über den tonlosen Klang seiner Stimme. Im nächsten Moment aber wurde sie vertrauter: "Ich... ich verstehe nicht, was geschieht. Da sind Fragmente, manchmal glaube ich, genau zu wissen, was passiert ist, dann vergeht es wieder. Ich bin noch nicht stabil."
    Geändert von Foxx (07.10.2006 um 11:31 Uhr)

  4. #4
    Mitglied Avatar von Syllix
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    Es war wohl zuviel…Benommen fuhr ich meine Hand zur Stirn. Du trinkst aber jedes Mal an Silvester zuviel…, dachte ich bei mir und erhob langsam meinen Oberkörper. Behutsam geschah dies, denn ich rechnete jeden Moment mit einem starken stechenden Schmerz in meinem Schädel. Langsam richtete ich mich auf, die Augen geschlossen. Doch der Schmerz, der mich nun für das offenkundige Saufgelage in der Nacht hätte bestrafen sollen, er blieb aus. Kein Hämmern im Kopf, kein Schwindelgefühl, nichts.
    Es war an der Zeit, mal einen Blick zu riskieren. Ich lag offenkundig auf dem Boden. Mir war vorher nie klar gewesen, wie hart und kalt der Fußboden in der Hütte war, doch dies war plötzlich auch ohne Belang. Gedanklich hatte ich mich auf ein totales Chaos eingestellt. Hier und dort würde eine Schnapsleiche herumliegen, denn wie auch ich verstanden es meine Kumpels, den Alkohol an bestimmten Festen zum alleinigen Konsumgut zu erklären.

    Dunkelheit. War es noch Nacht? Oder gar schon die Nacht zum zweiten Januar? Ich war irritiert und kniff meine Augen zusammen. Immer noch bemerkte ich nicht, dass mir alle Kleider am Leibe fehlten. Doch gerade in diesem Moment, als ich diese Tatsache erstmals wirklich zu registrieren begann, klarte sich mein Blick langsam auf. Die Dunkelheit wich… und es wurde heller. Nicht taghell, aber ich konnte den Raum erblicken. Doch kein Fernseher, keine Flaschen, keine Couch, nichts… nur Stein.

    Erschrocken riss ich meine Augen nun weiter auf und begann mit meinen Fingern den Boden abzutasten. Ich war definitiv nackt und dieser Boden… war aus Stein. War der Boden in der Hütte meiner Eltern aus Stein? Ich versuchte mich zu erinnern und zu meiner Verwunderung sah ich die Hütte klar vor meinem geistigen Auge. Komisch, normalerweise begleiteten Erinnerungslücken doch ein Saufgelage? Ich für meinen Teil konnte zumindest nicht sagen, wie die Feier geendet hatte. Ich begann die Augen wandern zu lassen und je mehr sie erblicken konnten, desto sicherer war ich mir, dass dies mit Sicherheit nicht der Ort war, an den ich mich zuletzt gesehen hatte.

    Na super… Ich begann eine Erklärung zu suchen. Zunächst waren da die Kumpels, die mir vielleicht einen schlechten Streich spielen wollten. Doch ich sah keine Tür und hörte sie sich nicht anpissen vor lachen. Ja, diese Ärsche schienen wohl nicht dahinter zu stecken. Also Option zwei. Mit wem hatte ich die Nacht verbracht? Ich meinte zumindest, dass ich sicherlich eine nette Portion wilden Sex gehabt haben musste, denn ich konnte mir anders meine Nacktheit nicht erklären. Schitt! Ich hatte keinen Schimmer, welches Weib ich beglückt hatte und so suchte ich nach einer schlafenden Frau. Doch auch hier war Fehlanzeige.

    Okay… das ist nicht mehr lustig!, schimpfte ich nun laut und wartete einen Moment. Würde sich jemand zu meiner Beschwerde äußern? Ich horchte in den Raum hinein. Doch außer meinem schweren Atem und dem Pochen des Herzens drang kein Geräusch an mein Ohr. SCHITT!, fluchte ich nun in mich hinein und erst jetzt stellte ich fest, dass ich gar nicht auf dem Boden selber oder einem Bett oder so was lag. Es war ein Tisch. Nein, kein Tisch, eher ein Altar, wie ich ihn aus der Kirche kannte.

    Ein eisiger Schauer fuhr meinen Rücken hinab. Das war mir nun dann doch unheimlich. Ich spürte, wie die Kälte meinen nackten Körper umschloss und ich gestehe, Angst machte sich in mir breit. Ein Altar. Für gewöhnlich lagen nur Opfer darauf… und ich hatte auf diesem Altar gelegen! Diese verf*ckten N*gger! Ich war mir sicher, dass sie dahinter stecken mussten. Sie wollten es mir zeigen. Mir, einem erfolgreichen Weißen! Wut kletterte mir in die Gedanken und ich ballte meine Fäuste. Entschlossen, mich bis zum letzten Atemzug zu wehren erhob ich mich und stellte mich in die Mitte des Tisches. „Kommt doch raus, ihr elendiges feiges Gesindel!“, keifte ich und in Erwartung einer Horde barbarischer schwarzer Gestalten wuchs in mir der Mut der Verzweiflung.

    Und als hätten sie nur auf meine Worte gewartet, erklangen endlich Schritte. Endlich! Obwohl ich nun mit meinem nahen Tod rechnete, war ich froh, bald Gewissheit zu haben. Ich war nicht in irgendeinem gottverlassenen Ort für immer und ewig eingesperrt. Da draußen war jemand. Es waren seltsame Gedanken, die mich in diesem Moment durchfuhren, doch so sah ich es nun einmal. Ein Knirschen erklang von einer Wand, und erst jetzt erkannte ich dort eine Art Tür aus Stein. Genau diese begann sich zur Seite zu schieben. Dies tat sie mit dem entsprechenden Kratzen und Schlürfen. Gebannt sah ich zur immer größer werdenden Öffnung und erwartete ein mich blendendes Licht. Doch auch hinter der nun offenen Wand herrschte Dunkelheit.

    Im Lichte der Kerzen meinte ich fünf Gestalten auszumachen. Nur fünf! Ich schöpfte Hoffnung, denn meine Chance, diese beschissenen und rückständigen Kaffer zu trotzen waren gestiegen. Es irritierte mich zwar, denn normalerweise traf man sie nur in Horden an, wie Ratten und Sardinen, denn nur dann hatten sie den Mut, sich gegen einen Weißen zu stellen oder gar die Traute, sich mit mir und meinem Volk zu messen. Wie gesagt, es irritierte mich und ich stutzte innerlich. Nach außen bewahrte ich meine Angespanntheit und ich würde zuschlagen, wenn sich mir die Gelegenheit bieten würde.

    Doch irgendwie passte hier ja eh schon nichts zusammen, und so war es nun auch. Vier von den fünfen verschwanden sogleich wieder in die Dunkelheit, während der fünfte sich mir näherte. Sieh mir gefälligst in die Augen, bevor ich dir dein Scheißherz aus der Brust reiße, Kaffer! fluchte ich als ich sein gesenktes Haupt besah. Er kam näher und ich spannte mein rechtes Bein. Nur noch ein Schritt, und ich würde ihm die Fußsohle in die Fresse rammen! Doch er hielt inne, und kniete sich nieder.

    Ja hallo, was war das denn jetzt schon wieder?? Er kniete sich vor meinen Füssen nieder und verbeugte sich, küsste schon fast den Boden. Die Spannung in meinem Körper löste sich leicht, und ich glaube, ich machte ein leicht verdattertes Gesicht. Denn ich hatte irgendwie mit allem gerechnet, nur nicht damit! „Seid gegrüßt, oh ehrwürdiger Gebieter. Euer untertänigster Diener hofft, dass Eure Ankunft angenehm war, Gebieter!“, sprach die Gestalt plötzlich zu mir, ohne seine Position zu ändern und mich eines Blickes zu würdigen.

    Ich gebe zu, ich fühlte mich verarscht. Also so richtig auf den Arm genommen. Versteckte Kamera? Ich sah an mir herunter und mir wurde erneut meine Nacktheit bewusst. Es mochte an dem diffusen Licht gelegen haben, dass mir erst jetzt auffallen konnte, dass etwas auch mit meinem Körper selber nicht stimmte. Wo war meine weiße Blässe hin? Ich war kein sonnengebräunter Sonnyboy, wollte es auch nie sein! Und nun? Ich hielt kurz den Atem an und wollte den Fremden anbrüllen, als dieser sein Haupt erhob und mich anblickte. Er hatte da was auf die Stirn gemalt und erklärte mir feierlich: „Ich bin mir sicher, Ihr habt Fragen, Gebieter? Lasst mich euch alles beantworten, was Ihr wissen wollt und ich weiß.“

    Gebieter? Hatte er mich Gebieter genannt? Ich wusste nicht, was hier für einen Film gerade ablief, und würde ich Drogen nehmen, sie wären eine Erklärung für diesen Scheiß! Doch ich hatte keine genommen… oder? Wieder war da dieses Loch! Was war geschehen? Wieso fehlte in meinen Erinnerungen ein Stück? Ich sah in das Gesicht dieses Trottels. Er musste ein Trottel sein, denn wer sonst würde sich was auf die Stirn malen und einen Nackten auf einem Steinaltar als Gebieter ansprechen? Zu viele Drogen… sie wird diese Welt noch zu Grunde richten! Es herrschte Stille, scheinbar war der Typ wirklich bereit, meine Fragen zu empfangen. Fühlte sich so der Papst? Hah, was für ein Scheiß!

    „Klar hab ich Fragen! durchschnitt ich mit meiner Stimme die Stille. Kurz hielt ich inne, denn diese Stimme… hm.. das mochte an diesem Raum liegen…
    „Wo sind meine Kleider? Was wird hier für ein Scheiß gespielt und vor allem: Wer in Teufelsnamen bist du?“
    Ich hatte noch mehr Fragen, zum Beispiel nach meinem Handy, nach der Polizei, der Anschrift hier, damit ich sie der Polizei mitteilen konnte und natürlich, wie hoch die Strafe auf Entführung lag. Doch bevor ich hier ein Interview oder eine Verhörung durchführen würde, wollte ich was zum Anziehen! Nicht das der Irre da noch von meiner Männlichkeit verschüchtert werden würde…
    Geändert von Syllix (08.10.2006 um 15:38 Uhr)

  5. #5
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Sie sog die Luft ein und schlug die Augen auf... Finsternis! Die schöne Mitternachtssonne des Süfpols, die sie gerade noch bewundert hatte, war verschwunden. Offenbar war sie eingeschlafen? Aber nein, in dieser Jahreszeit ging die Sonne am Pol niemals unter... Selbst in ihrem selbstgebauten Iglo war es meist hell, da der Schnee vom Licht durchflutet wurde... Wo war sie?

    Sie atmete noch einmal tief ein... kein eisiges Stechen in den Lungen... Im Gegenteil, es war angenehem warm... Und das, obwohl sie nun keinen Pelzmantel mehr trug. Sie tastete um sich... Stein. Fühlte sich an, wie in den Pyramiden. Aber das war lächerlich, eben war sie noch im Schnee der Antarktis gesessen und hatte sich die Sonne angeschaut, die dösenden Robben an der Bucht beobachtet und mal wieder etwas skeptisch auf den warmen Robbenpelz geschaut, der gegen ihre Überzeugung verstieß. Aber es war ein Geschenk und hatte sie oft vor der Kälte geschützt. Jetzt war er weg... Alles war weg...

    Sie richtete sich ganz auf und sah an sich herunter. Offenbar hatte derjenige, der sie hergebracht hatte sie auch neu eingekleidet. Sie schnappte nach Luft... Nur ein Badeanzugartiges Nichts bedeckte ihren Körper. Dafür steckten die Füße in Stiefeln, deren Schaft ihr bis über die Knier reichten. Auch die Handschuhe, die sich bis zum Oberarm erstreckten ließen eine komische Vermutung in ihr Aufsteigen. War sie in einem Bordell gelandet? Aber wie passte die antike Einrichtung zu dem lackigen Domina - Outfit?

    Sie sog die Luft scharf ein und sah sich erneut um... Immerhin, der Innenarchitekt hatte ganze Arbeit geleistet. Die Schriftzeichen waren phänomenal! War das ägyptisch? Nein... etwas anderes... sie hatte das noch nie zuvor gesehen. Ihr Forscherinstinkt brach sich Bahn und sie schob ihre Brille zurecht... Nein, sie trug gar keine Brille mehr und doch konnte sie alles klar und deutlich erkennen... Hatte sie Kontaktlinsen genommen? Sie erinnerte sich nicht, aber es war ihr auch egal. Sie erhob sich und spürte, wie sich ihr Haar schwer über den Rücken legte... Sie hatte es anscheinend wie immer geflochten, aber warum war es so schrecklich steif? Und auch die Länge schien nicht ganz zu stimmen... sie fasste nach dem Zopf, aber er fühlte sich steif an, wie im Gel oder Spray zugekleistert. Sie seufzte und wandte den Kopf, um noch eine dunkle Spitze zu entdecken... Waren ihre Haare nicht rot?

    Sie seufzte noch mal, aber um die Wiederherstellung ihres Äußeren würde sie sich später kümmern. Jetzt musste sie ersteinmal die Zeichen genauer inspizieren...
    Sie verließ ihre Empore und betrachtete diese eingehend... ein Altar... Mhm... Stimmte ja, sie hatte gespürt, wie sie starb und wie sie zurückkehrte... Vielleicht ein Totenkult, der ihre Seele in diesen neuen Körper gerufen hatte? Denn sie was nicht mehr sie selbst, alles war irgendwie anders... Von ihren Ahnfrauen hatte sie gelernt, dass Magie nicht nur in Romanen existierte, sondern dass die Welt von ihr erfüllt war. Welch mächtige Schamanin hatte es geschafft, sie zurückzuholen? Die junge Frau hoffte ihr bald zu begegnen, damit sie vielleicht mehr über diesen fremden Kult erfahren könnte...

    Die Irin wandte sich nun den Schriftzeichen am Altar zu, kauerte sich nieder um daran entlang zu fahren. So vertieft in ihre Studien, merkte sie nicht, wie sich die Tür öffnete und andere den Raum betraten. Dementsprechend fuhr sie herum, als eine Stimme sie ansprach. Sie merkte, wie sich ihre Haare stäubten, im wahrsten Sinne des Wortes. Der gesamte Zopf richtete sich auf und ein eigentümlicher, modriger Geruch machte sich bemerkbar... Fast so wie das Patchouli, das die "Vampire" in ihrem Dorf immer verwendeten. Und der Geruch ging nicht von den Männern in Kutten aus.

    Zu ihrer Verwunderung schienen die Fremden gar nicht verwirrt über ihr Aussehen. Sie wartete ab und ihre Verwunderung wuchs von Sekunde zu Sekunde. Schließlich hatte der Priester (?) die Schlüsselworte gesagt... Fragen... Aber halt, erst musste der Etikette genüge getan werden...

    "Seid gegrüßt!" antwortete sie, doch ihre Stimme, die fest klingen sollte, glich eher dem Zischen einer Schlange... "Ich bin..." Sie brach ab und eine Pause entstand, bevor sie erneut ansetzte "Wer bin ich?"
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


  6. #6
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Was war passiert? Das letzte an das er sich erinnern konnte war die Feier bei seinem Freund Sew laufender Elch. Es war eine von den großen Feiern die Sew und er immer gemocht haben. Alle Freunde und die Familie war anwesend.
    Und dann nur noch ein paar Sekunden bis zum neuen Jahr. Plötzlich schien die Zeit still zustehen, Die Töne verklungen bewegungen frohren ein und dann ....
    nichts. Dunkelheit und ein Licht in weiter Ferne und Thomas raste darauf zu. Das Licht wurde größer und Konturen bildeten sich im Licht.
    Das müssen die ewigen Jagdgründe sein. Seine Füße setzten auf einem saftigen grünen Rasen auf und dann wurde er auch schon wieder fortgerissen, zurück in die Dunkelheit.

    Und dann war alles wieder vorbei Tohmas öffnete seine Augen und hob leicht den Kopf. Sein Blick schien sich verändert zu haben denn obwohl es dukel war und nur wenig Licht in dem Raum war konnte er sehr deutlich sehen. Wenn das der richtige Ausdruck war, er sah Schatten und Dunkelheit und den unterschiedlichsten Wesensarten. Und er wusste das sie seinem Willen gehorchen würden.
    Thomas wusste nicht woher er das wusste, aber er wusste das es wahr war.
    Langsam hob er den Oberkörper und setzte sich auf An den steinernen Wänden waren Sympole eingelassen sie pulsierten in den verschiedensten Farben und Schatten. Und dann fiel sein Blick auf seine Beine. Sein Verstand begann zu rotieren. er war Nackt zumindest glaubte er das. Aber wenn er nichts an hatte o sah seine Haut seltsam aus sie war schwarz-grau und schien zu fließen. Er hob seine Hände vors Gesicht und auch sie hatten die gleiche fließende Struktur. Er erhob sich ganz und ließ seine Beine vom Altar gleiten, sein Blick glitt durch den Raum über all waren diese Symbole und keines glich dem anderen. Auch auf dem steinernen Altar prangte ein Symbol.
    Dieses eine übte eine besondere Anziehung auf ihn aus als ob es mit ihm zu tun hätte. Ein kratzendes Geräusch erregte seine Aufmerksamkeit Licht viel in die Dunkelheit erschrocken verkampfte Thomas sich und die Schatten zogen sich um ihn herum zusammen als ob sie ihn schützen wollten.

    Fünf Gestallten schoben sich durch die helle Öffnung und Knieten in einer Art Dreieck nieder. Er wusste sofort das er ihnen überlegen war. Die Gestallt an der Spitze sprach zu ihm. Viel mehr vernahm er seine oder ihre Stimme direkt in seinem Kopf als ob die Worte sich den Umweg über seine Ohren, die im eigendlichen Sinne nicht mehr vorhanden waren, sparrte und sich direkt in seinem Kopf bildeten.
    Und ja er hatte Fragen.

    ES HÄTTE ANGENEHMER SEIN KÖNNEN HIER ANZUKOMMEN. WAS IST GESCHEHEN? UND WO BIN ICH? auch seine Worte schienen sich den lästigen Umweg über seine Stimmbänder zu sparen und entstanden gleich dort wo sich sein Mund befand. Der Mund leuchtete in eienem satten Rot genau wie seine Augen.
    Geändert von Shane_Gooseman (13.10.2006 um 20:04 Uhr)

  7. #7
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Die Gestalt, die euch nun gegenüber steht, zeigt keinerlei Reaktion in Form von Angst, Hass oder ähnlichen, nur Ehrfurcht ist ihr anzuerkennen. Euer Diener überlegt einen Moment, dann antwortet er euch…



    Felicat:
    „Ich bin Euer ergebener Diener, Ihr seid meine Gebieterin. Ihr seid eine Nocturne, eine Auserwählte. Ihr seid es, die um die Macht in dieser Welt kämpfen werdet, Gebieterin.“

    Foxx:
    „Ja, Gebieter, Ihr seid noch nicht stabil. Doch habt keine Sorge, Ihr werdet Euch schnell wieder zurechtfinden. Die Wiedergeburt ist eine anstrengende Erfahrung, doch das wisst Ihr besser als Euer Diener, mein Gebieter.“

    Syllix:
    „Im Namen des Herren, ich bin nur ein wertloser Diener von Euch, Nocturne Bloodfish.“ Er verneigt sich vor ‚Bloodfish’, erhebt dann wieder seinen Kopf. „Eure Kleidung liegt in der großen Halle, wir haben alles für Eure Ankunft vorbereitet. Ihr könnt solange die Toga anziehen, bis Ihr eure bevorzugte Kleidung wieder erhaltet, Gebieter.“

    Felina:
    „Ihr seid eine Nocturne, eine Beherrscherin der Welt. Eine Auserwählte, unter vielen Auserwählten. Euer Name lautet Scorpio. Ihr werdet Euch bald besser fühlen, Gebieterin.“

    Shane:
    Der Diener verneigt sich. „Verzeiht, Gebieter, dass Eure Ankunft nicht Euren Wünschen entsprechend verlief. Es ist viel geschehen, Ihr habt Recht… Lasst mich Euch erzählen, was ich weiß…“



    Die Gestalt deutet auf die Zeichen an den Wänden. „Hier seht Ihr die heiligen Symbole der Nocturne. Hier, an diesem Ort, ist Eure Macht am größten, hier ist Euer Reich. Doch lasst mich am Anfang beginnen, mit meiner Erklärung, Gebieter. Bitte, folgt mir.“ Der Diener verneigt sich, wendet sich herum und geht dann durch den Gang, durch den er gekommen ist, in Erwartung, dass ihr ihm folgt. Während des Marsches fährt er schließlich fort. „Vor vielen Phasen ist die Welt, an die Ihr Euch erinnert untergegangen. Nach einer langen Zeit, vergebt mir, ich weiß leider nicht wie lange genau, wurden schließlich auserwählte Individuen wiedergeboren. Sie besiedelten die zerstörte Welt, gründeten neue oder alte Siedlungen und versuchten zu überleben. Doch sie waren nicht alleine, denn auch Dämonen oder Geister besiedelten die Welt.“ Er bleibt stehen und deutet an die Seite des Ganges, wo sich eine Malerei befindet, die einen Blitz aus dem Himmel auf einen Tempel darstellt. „Es gibt Prophezeiungen, die besagen, dass die Nocturne kommen werden. Sie werden kommen und um die Herrschaft kämpfen.“ Er dreht sich um, sieht seinem Gebieter direkt an. „Ihr seid auserwählt, die Macht zu erlangen und über diese Welt zu herrschen, mein Gebieter.“ Er wendet sich wieder ab, führt euch weiter durch den dunklen Gang, der abrupt endet und in eine große Halle übergeht, die hell beleuchtet ist und wie ein prächtiger Tempel aussieht.
    Zwei weitere Diener kommen zu euch und überreichen euch die Kleidung, die ihr benötigt. Ihr zieht euch sofort an, unter tatkräftiger Hilfe der beiden Diener, die danach sofort wieder weggehen.

    Euer Diener führt euch schließlich in die Mitte der Halle, wo dasselbe Symbol aufgemalt ist, wie auf dem Altar. „Gebieter, ich bin mir sicher, dass es anstrengend für Euch ist, Eure Form zu erhalten. Wenn Ihr auf das heilige Symbol tretet, werdet Ihr eure menschliche Form wieder erlangen."

    Manche von euch zögern, andere sind erleichtert, aber ihr tretet auf das Symbol. Es passiert gar nichts, ihr fühlt euch nicht anders, als vor ein paar Minuten, doch langsam habt ihr nicht mehr das Gefühl, dass etwas falsch läuft sondern, dass alles genau so ist, wie es sein soll. Euer Diener kniet sich erneut vor euch auf den Boden, dann sieht er wieder zu euch auf. „Gebieter… Ihr erhaltet nun die Gabe der Transformation!“ Wie aus dem nichts fährt ein gewaltiger Blitz aus allen vier oberen Ecken der Halle in die Mitte, wo sie sich zu einem noch gewaltigeren Blitz vereinen der dann senkrecht auf euch hinab fährt. Schmerz, Panik, Zorn, viele verschiedene Gefühle überkommen euch, als der Blitz euch trifft und ihr ein angenehmes Gefühl der Behaglichkeit spürt, dann sinkt ihr benommen zu Boden.

    Manche von euch brauchen nur Sekunden, andere Stunden, um wieder zu erwachen, je nachdem, wie weit ihr euch von eurer ‚Nocturne Seite’ entfernt habt. Euer Diener kniet immer noch, wie ihr ihn in Erinnerung hattet, vor euch, dann erhebt er sich, wie auch ihr. „Nun, Gebieter, seid Ihr in der Lage, zwischen den Formen zu wechseln – und das ohne äußere Einflüsse und Gewöhnungszeit.“ Ihr fühlt euch nun besser, wieder als ihr selbst… ihr seid wieder ihr selbst, genau so, wie ihr euch an die letzten Minuten in eurem alten Leben erinnert. Auch die Kleidung habt ihr noch genau so an, wie in dieser, vergangenen, Zeit. „Ich hoffe, Ihr fühlt Euch nun besser, denn es wird langsam Zeit, Gebieter, dass Ihr Eure Reise beginnt.“

    Euer Diener senkt seinen Blick, als er fortfährt. „Vergebt mir, dass Ich Euch zur Eile dränge, doch Ihr habt nicht viel Zeit. Wenn es trotzdem noch etwas gibt, was Ihr wissen möchtet oder falls Ihr einen Wunsch habt, so sagt es mir, Gebieter.“ Damit sieht er euch wieder direkt an.
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  8. #8
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    Wo bin ich...?

    Wie das Echo einer großen Höhle hallten die Worte ihrer Gedanken dreimal auf die liegende Frau ein und sie verzog das Gesicht, was war das für ein grausamer Kater? Langsam, tastete ihre Hand nach ihrem Kopf.Sie spürte die scharfkantigen Spitzen, waren diese verfluchten Fingernägel schon wieder zu lang das man sie schneiden musste? Sie tastete nach ihrem Kopf, doch eigentlich war dort kein Pochender Schmerz den sie gewöhnlich von Kopfschmerzen kannte, eigentlich trank sie ja auch keinen Alkohol, warum fühlte sie sich dann so komisch?

    Was ist passiert...?

    Ihre Augen Schlugen auf und starrten an die graue Decke, hier hatte sie keine Erinnerungen daran, wer war sie eigentlich, wie war der Name, wie war ihr Name? Lea... Lema... Maya... Lemaya... war sie das? Alles fühlte sich si fremd an und doch irgendwie erfüllt von einer unbeschreiblichen Leichtigkeit. In den Augenwinkeln erkannte sie die Umrisse ihres Armes und sog erschreckt die Luft ein als sie da Gelibe aus Pelz Feder und kleinen Steinchen. Okay, hatte ihr irgendwer Drogen in den Drink gemischt? Dafür würde derjenige bezahlen...

    Was geschieht mit mir...?

    Aufmersam wanderten die Augen umher, das Herz flatterte unruhig und aufgeregt doch sie wollte nicht riskieren eine unüberlegte Handlung zu vollbringen. Ihre Beine rührten sich langsam, fühlten sich schwerer an als der Rest des Körpers, aber waren nicht gefesselt. Hatte man sie entführt? Hatte es was mit ihrem aktuellen Fall zu tun? War es dieser komische Agent von dem anderen Revier der sie immerzu angestarrt hatte?

    Lemaya setzte sich auf, doch es blieb bei einem scheiternden Versuch, den ein unsagbares Gewicht von etwas das an ihrem Körper hing und stark in ihrem Rücken zog beförderte sie wieder auf die Bahre und auch wenn es irgendwie schmerzte hatte sie das Gefühl auf weichen Federn zu landen.
    Feine Fäden zogen sich mit einmal in ihre Blickfeld, feine Haarsträhnen, glitzernd im fahlen Kerzenlicht und doch beängstigend. Langsam strekcte sie die Hand nach einem dieser Fäden aus und schon bei der leichten Berührung zuckte er weg von ihr wie ein Zitteraal, ihre Hand war seltsam, war verunstaltet, war nicht ihre. Energisch schüttelte sie den fremdkörper, versuchte mehrfach die Augen zusammenzukneifen und wieder aufzumachen, das die Illusion wegging, doch sie blieb.
    Ihr Herz schlug lauter, pochen, es ging schneller, so wie ihr Atem, die Gefühle in ihrem Kopf wirbelten wild umher, als sie bei dem Versuch diese Maskerade von ihrem Arm zu ziehen bemerkte, das der andere genauso aussah.

    Panisch zog sie sich hoch, stemmte sich eisern gegen das Gewicht in ihrem Rücken. Das Herz begann zu rasen als ihr Blick auf ihre Beine fiel, die verformt und komplett tierhaft waren. Ihr Kopf ging hektisch umher, suchte die Kameras, einen Anhaltspunkt, irgendwas.
    Die feinen Fäden wurden mehr, fielen über sie herein, bis sie schließlich von der Bahre heruntersprang und, das Gewicht nicht gewöhnt, polternd zu Boden fiel. Staub wirbelte auf und kroch in ihre Nase, reizte auch ihre Augen bis die Tränen auch durch den äußeren Einfluss in ihnen standen.
    Sie hatte sich doch geschworen nie wieder ein Opfer zu werden. Perplex starrte sie die Federn an die sich schützend über sie legten, wie Vogelfedern, so weiß und flauschig, ganz kleine, aber auch ganz lange und dann erkannte sie wieder jene feinen Fäden, doch es waren keine netze, es waren ihre, sie gehörten ihr, es waren Haare.

    Entsetzt weiteten sich ihre Augen, auch die Federn gehörten ihr, Flügel, eine ganze Horde davon. Was war das nur für ein krankes Spiel?!

    "Wer immer du bist, gib dich... zu erkennen!"
    "Wer immer du bist... gib dich zu erkennen!"
    "Wer immer... du bist, gib dich zu erkennen...!"

    brüllte sie in die leere Halle udn warf sich entsetzt die Hand über den Mund als sie die Zunge darin bemerkte und ihren Wiederhall in dem großen Raum. Als die steinerne Tür zur Seite aufging zuckte sie unwillkürlich zusammen udn griff instinktiv nach ihrer Hüfte, wo normal ihre Dienstwaffe befestigt war, doch dort war nichts ausser einer samtigen grauen Haut übersäht mit kleinen Juwelen.
    Verdutzt setzte sie sich hin, sie war nicht der Typ der weglief, so konnte ihr der Fein in den Rücken schießen, also blieb sie einfach sitzen und beobachtete die Neuankömmlinge immer verwirrter durch deren Ehrerbietung. Gebieter? Was ar das für eine kranke Sekte? Wo war die Kamera? In welcher irrenanstalt war sie gelandet? Was waren das für Drogen?

    Den Mann ignorierend wanderten ihre Augen umher, während sie immernoch sitzend auf dem Boden sitzend verweilte, sie betrachtete die Wände ganeu, musterte jede Spalte die sie einsehen konnte und blieb letztendlich beim Altar kurz hängen, bevor sie wieder zu dem Mann sah und ihn durchdringend anstarrte. Sollte sie das Spielchen mitspielen? War es vielleicht einfach nur ein bizarrer Traum? Sollte sie den Mann in seinen Fantastereien unterstützen? Andererseits war es nicht gut ihn abrupt aus seinen Träumereien zu reißen.
    Als Antwort auf seine Aufforderung erhielt ihr nur ein Neigen ihres Kopfes, das mit einem unaufhörlichen Blick verbunden war, ganz einfach weil sie partout nicht wusste was sie tun sollte...

    @ALL: Sry das ich erst jetzt einsteige, aber bin da

  9. #9
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    Als der Diener ihm die Runen der Nocturne zeigte, spürte Marcos, wie die Schriftzeichen etwas in ihm berührten, eine Art freudige Erleichterung auslösten, so als fände man etwas wieder, das man schon lange vergessen hatte. Unmittelbar fanden die Symbole ihr Spiegelbild in leuchtendem Gelb auf Marcos' aschiger Haut und er schloss die Augen für einen Moment und ließ die Empfindung zu, die sich da scheinbar fremd und doch vertraut in seinem Innern regte. Ich bin Nocturne. Ich bin Scrito.

    Zeit weiter zu verharren blieb ihm nicht, schon führte der Diener ihn weiter, doch die Befremdung, die er beim Erwachen noch gefühlt hatte, wich nun; stattdessen spürte er, wie mit jedem Wort der Erklärung, das sein Diener sprach, die dämonische Präsenz sich enger mit ihm verband, wie aus zwei Geistern ein einziger wurde. Ein Teil von ihm erschrak, als er erkannte, wie seine Identität so unweigerlich verändert wurde, ein anderer begrüßte den neuen Teil, so als sei es lediglich ein fehlendes Segment seiner selbst, welches ihn nun vervollkommnete. Es war dieser Moment, in welchem Marcos klar wurde, dass er sich selbst würde bewahren müssen, seine Persönlichkeit erhalten wollte, nicht zulassen würde, dass die Grenzen verwischten und kein Wesen mehr es selbst war und instinktiv erkannte er auch, wie er dies anstellte, so dass er fortan beides sein konnte, Marcos und Scrito.

    Er begann zu erkennen, den Tempel, die Diener. Nicht, dass er all dies persönlich erkannte, doch die Verwunderung, die Marcos allein gespürt hätte, blieb aus, denn er wusste nun, das all dies seine Richtigkeit hatte, ja sogar das mindeste war, was ihm gebührte!

    Mit einem Nicken trat er auf das Nocturne Symbol zu seinen Füßen, als es der Diener ihm wies, senkte den Kopf gen Brust und öffnete erwartungsvoll die Arme. Als der Blitz ihn traf fuhr sein Kopf unmittelbar in den Nacken und seine Glieder streckten sich, als langsam die Farbe in seinen Körper zurückkehrte, sich von den Fingerspitzen aus anfing auszubreiten, begleitet von einem Kribbeln, wie Blut, das sich seinen Weg bahnt durch einen Körperteil, von dem es abgeschnitten war. Wie ein feingewebtes Tuch, so nahm seine Haut die Farbe auf, die Arme entlang bis zur Brust, den Torso hinab in Richtung der Beine, ebenso den Hals aufwärts und schließlich über das Haupt bis die Monochromie seiner Erscheinung endgültig verschwunden war und Marcos sich in dem Körper wiederfand, den er seit so vielen Jahren kannte.
    Das Gefühl der Kontrolle, welches der Vorgang mit sich brachte, die Erkenntnis von Mensch zu Nocturne, von Nocturne zu Mensch nach Belieben wechseln zu können, die Erkenntnis, Herr über sich selbst (und so vieles mehr) zu sein, war das Letzte, das seinen Geist umfing, ehe die Dunkelheit sich darüber legte.

    Als Marcos erwachte, wusste er instinktiv, dass nicht viel Zeit vergangen war. Sekunden, vielleicht auch wenige Minuten, doch keinesfalls mehr. Es war, als spüre er den Strom der Zeit, den Fortlauf seiner und aller anderen Geschichten in seinem Kopf, so dass es ihm ein leichtes war, ihren Ablauf zu erkennen und feststellen wo und auch wann er sich befand. Er erhob sich, musterte seine Erscheinung. Er war Marcos. Er spürte, dass er auch in dieser Form auf bestimmte Gaben zugreifen konnte, doch vor allem war er nun ein Mensch. Nun, da er wusste, dass die Entscheidung bei ihm lag, war alle Furcht über den Verlust der eigenen Identität verloren. Genaugenommen spürte er sein eigenes Selbst nun deutlicher als zuvor, glaubte sich genauer zu kennen, bemerkte, wie die Erinnerung an all sein Sein sogar geschärft war, verblasstes zurückgekehrt war und er sich jedes noch so kleine Detail nach Belieben ins Gedächtnis rufen konnte.
    Wie die Erinnerung an Dominique. Oder die an seinen Vater. Mit einem mal spürte er, wie die emotionale Stabilität, die er eben noch wahrgenommen hatte, ins Wanken geriet und Trauer in ihm aufstieg. Aber vielleicht waren auch sie....?
    <<Ich muss ohnehin wissen, welche der anderen ich zu erwarten habe>>, schoss es ihm durch den Kopf.

    Kühl wandte er sich an seinen Diener, welcher ihn bereits drängte, sich aufzumachen. "Welche der anderen Nocturne sind ebenfalls erwacht? Wieviele von uns wandeln nun über die Welt?"
    Geändert von Foxx (02.11.2006 um 14:51 Uhr)

  10. #10
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    „Scorpio“ murmelte sie verwundert und doch zugleich erkennend, als sie ihrem neuen Diener folgte. Offenbar war sie als Gottheit irgendeines archaischen Kultes wiedergeboren worden, anders konnte sie sich die Umstände in denen sie sich befand und die Art, wie man sie behandelte nicht erklären. Allerdings schien es in dieser Religion mehrere Gottheiten zu geben, die einander zu bekämpfen hatten… Der Gedanke gefiel ihr nicht, aber noch bestand die Chance, wieder zu erwachen und das ganze als einen verrückten Traum zu verdrängen.
    In ihre Überlegungen versunken merkte die Irin gar nicht, wie sie in der großen Halle angelangten, erst als zwei Diener ihr ihre Kleidung anlegten wurde sie wieder in die Realität zurückgerufen. Dankbar, ihre ungewohnte Blöße mit der gewohnten Kleidung bedecken zu können, ließ Deidra sie gewähren.

    Als man sie dazu aufforderte das Symbol zu betreten wurde ihr allerdings sehr mulmig und nur widerstrebend ließ sie sich darauf ein. Tief in sich wusste sie zugleich zwei Dinge: Erstens, es war ihr unmöglich, nicht auf dieses Symbol zu steigen. Selbst wenn sie es versucht hätte eine Weigerung wäre undenkbar. Zweitens, es war keine besonders gute Idee auf dieses Symbol zu treten, es war gefährlich und suspekt. Dennoch machte sie einen Schritt nach vorn und eh sie sich’s versah war sie gefangen in einem Strudel wirrer Empfindungen und Gefühle, von denen ihr vor allem der Schmerz nachhaltig in Erinnerung blieb. Sie wollte schreien, schrie, innerlich, lauthals, sie wusste es nicht, denn nach wenigen Sekunden wurde ihr schwarz vor Augen und sie sank in die angenehme, schweigende, schmerzlose Ohnmacht…

    Ein dröhnen weckte Deidra wieder aus ihrem todesähnlichen Schlaf, der Stunden gedauert haben mochte, eine Ewigkeit oder auch nur wenige Augenblicke. Sie vermochte es nicht zu sagen, denn um sie herum war alles genauso wie sie es zurück gelassen hatte… Die Diener standen vor dem Symbol und warteten offenbar geduldig auf ihr Erwachen. Alles war wie zuvor, nur ihr Körper… er war ihr nicht mehr fremd. Sie sah an sich herab und erkannte, dass sie wieder sie selbst war. Erleichterung breitete sich in ihr aus, jedoch nur einen kurzen Augenblick, bevor sie der völligen Verzweiflung und Panik weichen musste. Es war kein Traum, soviel war sicher. Die Empfindungen waren zu real, Gerüche, Temperatur, vor allem jedoch der Schmerz, der sich in ihr Hirn eingebrannt hatte… Zweifelsohne war sie nicht in einer bloßen Fantasie gefangen. Und wie sollte sie in einer fremden Welt überleben, ohne die Macht, die man ihr offenbar gerade wieder genommen hatte…

    „Nun, Gebieter, seid Ihr in der Lage, zwischen den Formen zu wechseln – und das ohne äußere Einflüsse und Gewöhnungszeit.“ Die Worte drangen in ihr Ohr, nicht aber in ihren Verstand… Deidra sah den Gegenüber verständnislos an. „Gabe der Transformation…?“ murmelte sie in Erinnerung an Worte, die sie zuvor gehört hatte. „Wechseln der Formen…“ sie wiederholte das gesagte und wusste immer noch nicht, was es bedeutete. Erst langsam klärten sich ihre Augen und sie sah, nahm wahr, verstand… Doch was sie sah, wahrnahm, verstand war ihr so fremd und ungewohnt, wie niemals etwas zu vor. Die junge Frau schüttelte unwillig den Kopf. Sie war Forscherin, fremde Kulturen waren ihr Lebensinhalt. Und jetzt, da sie die vielleicht einmalige Chance hatte eine bisher unbekannte Kultur zu erforschen, verlor sie den Kopf? Nein, das durfte nicht sein! Sie musste sich zusammenreißen, Papier und Stifte… sie tastete danach in ihren Rocktaschen, aber natürlich war da nichts, warum auch, hatte sie doch auch kein Papier oder Stifte bei sich gehabt, als sie die Polarsonne betrachtete. Die Zeichen studieren, sie musste die Zeichen studieren, herausfinden, was es damit genau auf sich hatte. Wenn sie richtig verstand, so waren es die Namen aller Gottheiten in dieser Kultur. Eine ganze Menge… Sie wollte wissen, ob es auch Frauen gab, Kinder, wie das alltägliche Leben dieser Menschen vor ihr war. Oder war sie in einem Kloster gelandet? Bei einem Orden? Sie musste es herausfinden, sie musste…. „Reisen?“ Die Worte rissen sie aus den Gedanken und brachten sie wieder zu dem Mann vor ihr… „Wohin soll ich meine Schritte lenken? Ich bin hier fremd und habe keinen Führer, der mich leiten kann… Auch würde ich gern viel mehr über Eure Kultur und Gottheiten, Nocturne?, erfahren und Eure Schrift studieren!“ begann Deidra. Doch zugleich erkannte sie, dass ihr Wunsch zu bleiben nicht erfüllt werden konnte. Nicht hier und jetzt. Etwas zog sie in die Ferne, etwas rief sie und sie wusste, sie musste dem Ruf folgen, wenn sie wieder frei sein wollte zu tun, was ihr gefiel.
    Sie straffte die Schultern und sah den Mann vor ihr geradeheraus an. Einige Sekunden schwieg sie noch, während sie in Gedanken bereits eine Liste von Fragen aufstellte, die sie dann auf einmal mit lauter, fordernder Stimme zu wissen begehrte:
    “Wo bin ich hier? Gibt es einen Namen für diese Anlage? Was genau sind die Nocturne? Haben sie jeder einen Namen, so wie ich Scorpio heiße? Hat jeder von ihnen sein eigenes Symbol und seinen eigenen Tempel? Es muss ihrer hunderte geben…“ sie dachte an die Zeichen an der Wand und seufzte innerlich… „Was ist meine Aufgabe als Nocturne? Wie kann ich sie erfüllen? Wie kann ich mich wieder in die andere Gestalt verwandeln und warum ist es nötig, dass ich mich überhaupt transformiere? Wäre es nicht besser in einer fremden Welt als mächtiges, gottgleiches Wesen zu wandeln, statt als schwacher Mensch? Vor allem aber werde ich Nahrung brauchen, wenn ich mich auf den Weg mache. Wasser, etwas zu essen und wenn möglich ein Messer und Feuerzeug, damit ich mich verteidigen kann und Feuer machen. Könnt ihr mir diese Dinge mit auf meinen Weg geben?“
    Deidra hätte noch ewig weiterfragen können, doch sie schloss mit dieser Frage und wartete auf eine Antwort ihres Gegenübers.
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


  11. #11
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    "Macht? Kämpfen? Auserwählte?" wiederholte Leslie verwirrt. Was hatte das zu bedeuten? Sie folgte dem Diener und sah sich unablässig um. Als er wieder zu sprechen anhub lauschte sie, um mehr zu erfahren.
    "Ich...kämpfen?" Irgendwie kam Leslie das lächerlich vor, aber auf der anderen Seite...war es so als hätte sie das schon längst gewußt. "Aber warum das alles?" flüsterte sie während sie neben dem Diener weiter ging.

    Der Kleiderwechsel kam ihr wie gerufen, nur nicht die zwei Diener, die meinten, ihr helfen zu müssen. Böse sah sie ihnen nach als sie den Stoff glattzog. Das seltsame Symbol am Boden kam ihr mehr als recht. Ihre alte Form...Nichts gegen die neue, aber sie brauchte etwas vertrautes, an dem sie sich wenigstens ein Weilchen festhalten konnte. Erwartungsvoll und merkwürdigerweise ohne Angst sah sie auf die Blitze...und fühlte und sah danach für eine Weile gar nichts mehr.

    Doch nur kurze Zeit später erwachte Leslie wieder, froh darüber, ihren alten, richtigen Körper als Rettungsanker zu haben.
    "Ja, ich habe noch eine Frage und eine Bitte," erwiderte sie. "Warum müssen die Nocturne kämpfen? Und könntet ihr mir etwas zu essen mitgeben?"
    Hier herauszukommen war momentan zu verlockend als daß sie es ausgeschlagen hätte, ganz egal, warum.

  12. #12
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    Sphinx:

    Der Diener sieht "Lemaya" voller Ehrfurcht an. "Gebieter, laßt mich Euch führen." Er wartet einen Moment, ob es einen Widerspruch von Lemaya gibt, dann erhebt er sich, deutet eine Verbeugung an und deutet auf die Tür. "Bitte folgt mir, Gebieter." Er wendet sich und geht dann vor, in Erwartung, daß Lemaya ihm folgt.

    Auf dem Weg ist er still, führt sie nur in eine große Halle, wo zwei weitere Diener warten und sich ebenfalls vor Lemaya verbeugen und sofort wieder weggehen.

    Der erste Diener führt dich in die Mitte der Halle, wo dasselbe Symbol aufgemalt ist, wie auf dem Altar. „Gebieter, ich bin mir sicher, dass es anstrengend für Euch ist, Eure Form zu erhalten. Wenn Ihr auf das heilige Symbol tretet, werdet Ihr eure menschliche Form wieder erlangen."

    Nachdem Lemaya das Symbol betreten hatte, passierte zunächst gar nichts, du fühlt dich nicht anders, als vor ein paar Minuten, doch langsam hast du nicht mehr das Gefühl, dass etwas falsch läuft sondern, dass alles genau so ist, wie es sein soll. Der Diener kniet sich erneut auf den Boden, dann sieht er wieder zu dir auf. „Gebieter… Ihr erhaltet nun die Gabe der Transformation!“ Wie aus dem nichts fährt ein gewaltiger Blitz aus allen vier oberen Ecken der Halle in die Mitte, wo sie sich zu einem noch gewaltigeren Blitz vereinen der dann senkrecht auf Lemaya hinab fährt. Viele verschiedene Gefühle überkommen Lemaya, als der Blitz sie trifft und sie ein angenehmes Gefühl der Behaglichkeit spürt, dann sinkt sie benommen zu Boden.

    Als sie wieder zu sich kommt, ist Lemaya wieder in ihrer menschlichen Hülle, an die sie sich noch gut erinner kann.

    „Ich hoffe, Ihr fühlt Euch nun besser, denn es wird langsam Zeit, Gebieter, dass Ihr Eure Reise beginnt.“

    Er senkt seinen Blick, als er fortfährt. „Vergebt mir, dass Ich Euch zur Eile dränge, doch Ihr habt nicht viel Zeit. Wenn es trotzdem noch etwas gibt, was Ihr wissen möchtet oder falls Ihr einen Wunsch habt, so sagt es mir, Gebieter.“ Damit sieht er Lemaya wieder direkt an.



    Foxx:

    Als sich die Symbole auf Scritos Körper spiegelten, begann er sich merkwürdig zu fühlen, als ob die Symbole ihren eigenen Willen hätten. Manche waren griechische Schriftzeichen, andere erkannte er als die zwölf Tierkreiszeichen, andere waren ihm bislang gänzlich unbekannt - so auch sein eigenes.

    Der Diener sah Marcos schließlich etwas unsicher an. "Alle Nocturne sind erwacht, Gebieter. Deshalb ist Eile geboten, wenn Ihr Euer Geburtsrecht wirken lassen wollt! Je mehr Zeit Ihr Euch lässt, desto mehr Zeit haben die anderen, Euer Recht als ihr eigenes einzufordern!"



    Felina:

    Der Diener schien sich ein Lächeln oder sogar Lachen verkneifen zu müssen. "Gebieter, Ihr braucht keinen Führer. IHR seid die Führung dieser Welt! Egal, wohin Ihr geht, Ihr werdet Antworten und weitere Fragen finden. Eure Instinkte werden Euch leiten, Ihr werdet hinkommen, wo Ihr hinkommen müsst... oder wollt." Er holte tief Luft. "Unsere Kultur ist... Eure Kultur, Gebieter... nur viele, viele Jahre später." Mehr schien er nicht zu diesem Thema beitragen zu können - oder wollen.

    Auf ihre nächsten Fragen antwortete ihr Diener scheinbar nur zu gerne. "Erinnert Ihr Euch, an die letzten Minuten Eures Lebens? An diesem Ort seid Ihr immer noch. Diese 'Anlage', wie Ihr sie nennt, Gebieter, ist Euer Tempel. Eine andere Bezeichnung als 'Der Tempel der Scorpio' hat er nicht. Die Nocturne, Ihr, seid gottähnliche Wesen. Ihr seid keine Götter..." er wich zurück, "verzeiht meine Anmaßung, Gebieter. NOCH seid Ihr keine Götter - Ihr könnt zu Göttern werden, wenn Ihr mehr Macht in Euch aufnehmt." Ihm war sehr unwohl bei diesen Worten, er fürchtete um sein Leben... Nachdem er seine Fassung wieder erlangt hatte, fuhr er fort. "Jeder von Euch ist einzigartig. Jeder hat einen Namen, jeder einen Tempel. Warum fragt Ihr das, Gebieter, das wisst Ihr doch besser, als Euer untertänigster Diener?!" Dann erkannte er ihren Fehler. "Nicht hunderte, Gebieter - es sind 50!" Mit einem mulmigen Gefühl fuhr er weiter fort. "Eure Aufgabe ist das herrschen über diese Welt; Ihr transformiert Euch über Euren Willen; Wenn Ihr Euch nur als Nocturne bewegt, werdet Ihr mehr Aufmerksamkeit erregen. Natürlich werdet Ihr auch so erkannt, aber es spart zugleich Eure Kräfte. Nahrung erhaltet Ihr, wo immer Ihr auch seid, jeder, dem Ihr Euch zu erkennen geben wird, wird Euch dankbar ein Opfer darbringen." Beim Worte der 'Verteidigung' nickte er merklich. "Wenn ein Nocturne ein Messer braucht, so ist er nicht mehr als ein Opfer für die anderen. Ihr seid viel zu mächtig, als daß Ihr mit einem Messer mehr ausrichten könntet, als mit Eurem kleinen Finger, Gebieter!" Er holte abermals Luft, die Fragen schien er nicht erwartet zu haben.



    Felicat:

    "Nocturne kämpfen, um die mächtigsten unter sich auszumachen. Je mächtiger, desto mehr Macht und Einfluß... Je schwächer... desto schneller..." Er sah sie an, sein Blick verdüsterte sich etwas. "... findet Ihr den Tod." Dann wartete er, bis Leslie wieder auf den Beinen war. "Nahrung erhaltet Ihr überall, wo Ihr Euch zu erkennen gebt - außer vielleicht von den Dienern der anderen Nocturne. Sie werden Euch erkennen und an Ihren Gebieter melden. Das ist die Natur, dieser Welt." Er sah sie durchdringend an. "Seid Ihr bereit, Nocturne Rabe?"



    Foxx, Felina, Felicat:

    Ihr konntet sehen, wie sich zweimal sechs Diener der gewaltigen Pforte des Tempels näherten und sie mühsam nach innen aufzogen. "Wir sind nur ein Dutzend Diener, mein Gebieter, doch Ihr habt ebensoviele noch einmal auf der Welt verstreut. Ihr werdet sie erkennen, wenn Ihr sie braucht."

    Die Türe ist endlich offen, ihr habt die Möglichkeit den Tempel zu verlassen. Voller Erwartunge sehen euch die 13 Diener an, knieen allesamt nieder und verneigen sich. "Ihr seid hier, in Eurem Tempel, immer willkommen, Gebieter. Wir erwarten Eure Rückkehr!"

    Ihr konntet realiseren, daß ihr nicht viel mehr Informationen herausbekommen würdet. Ihr seht auf die offene Tür, auf das lockende Licht...
    Geändert von Genesis (07.11.2006 um 12:08 Uhr)
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  13. #13
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    <Ich nehme an das bedeutet, dass ich gehen kann, wohin ich will und dennoch ans Ziel gelangen werde!> dachte Deidra bei den Worten des Dieners und die Antwort befriedigte sie ungemein. Sie hatte es immer geliebt, durch die Wälder und Gebirge ihrer Heimat zu streifen und irgendwann wieder in der Zivilisation anzugelangen, ohne genau zu wissen wo.

    Die Aussicht, sich in der Zukunft der Welt zu befinden war da schon weniger beruhigend und ihr Blick war etwas verwirrt. Aber nun gut, auch das würde sich geben. Sie war gestorben und wiedergeboren worden, in der Zukunft. Faszinierender Ansatz für eine Doktorthese. Sie lachte bei diesem Gedanken innerlich auf, sicherlich würde sie nie wieder eine Doktorthese schreiben.
    Mit der Theorie der globalen Erwärmung hatten die Forscher aber anscheinend Recht gehabt, zumindest konnte sie damit die fast tropischen Verhältnisse in dieser ehemaligen Antarktis erklären. Sie sah auf ihren Mantel aus Robbenfell und überlegte einen Augenblick, ob sie ihn ablegen könnte. Doch dann rollte sie ihn nur fest zusammen und klemmte ihn sich unter den Arm. Vielleicht würde sie ihn irgendwann doch noch brauchen...

    "Ihr seid keine Götter..." diese Worte kamen nur schwer über die Lippen des Dieners und Deidra bedachte ihn dafür mit einem sanften Lächeln. Sie war nicht scharf darauf, eine Göttin zu sein. Göttliche Macht war in ihren Augen etwas, das nicht in die Hände von Menschen gehörte. Doch wenn es ihre Aufgabe war, solche zu erlangen... In ihrem Inneren rührte sich etwas wie Machthunger, den sie zuvor nie gekannt hatte und der sie verwirrte. Dennoch beschloss sie, sich erstmal die restlichen Fragen anzuhören, bevor sie weiterfragte. Die Aussicht, dass sie "nur" 49 Konkurrenten auf dem Weg zur göttlichen Macht hatte war dann doch sehr beruhigend. Allerdings, wer wusste schon, ob es nicht auch eine Freundschaft und gegenseitige Akzeptanz zwischen den Nocturne gab. Warum dachte síe zuerst an Konkurrenz? Ihr Blick verdüsterte sich, aber sie schwieg. Sie würde schon sehen, wer die anderen Nocturne waren und ob man mit ihnen Reden konnte.

    Die junge Frau straffte die Schultern, als das Licht in den Tempel fiel. "Geht in dieser Welt die Sonne auch im Westen unter?" wollte sie fragen, doch sie schwieg, sie würde sich auf den Weg in ihre Heimat machen und dieser sicher finden... Sogar Hunde fanden nach Hause und sie war eine Nocturne! Sie verabschiedete sich höflich von ihren Dienern und trat dann in die Sonne (?) hinaus, leicht blinzelnd ob der Helligkeit, die sie empfing...

    Nachdem sich ihre Augen an das Licht gewöhnt hatten, machte sie ein paar Schritte nach vorne und sah sich dann um. Sie drehte sich um die eigene Achse, sah den Tempel an, den Himmel und den Boden, um möglichst viel über die Beschaffenheiten der Gegend herauszufinden, in der sie gelandet war...
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  14. #14
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    „Im Namen des Herren, ich bin nur ein wertloser Diener von Euch, Nocturne Bloodfish.“ Er verneigt sich vor ‚Bloodfish’, erhebt dann wieder seinen Kopf. „Eure Kleidung liegt in der großen Halle, wir haben alles für Eure Ankunft vorbereitet. Ihr könnt solange die Toga anziehen, bis Ihr eure bevorzugte Kleidung wieder erhaltet, Gebieter.“
    Was labert der denn da? Nocturne? Was ist das denn? Ein Titel, eine Beleidigung? Und wieso Bloodfish? Überhaupt, es war unerwartet, dass dieser Knilch seine Sprache sprach. Seltsam... Das war irgendwie alles wie in einem schlechten Film. Und genau wie in diesen B-Movies würde nun auch Ryk entsprechend dem B-Movie-Helden nun erst Mal genau das tun, was erwartet wurde. “Nun denn...“, sprach er mit fester aber klarer Stimme und sprang vom Altar hinab.

    Nachdem er sich mehr recht als schlecht in die Toga gefunden hatte, betrachtete Ryk den Raum erstmals mit Neugier. Waren bisher eher Feindschaft, Wut und auch etwas Furcht die Antriebsfeder seines Tun gewesen, so wichen diese Emotionen langsam und ein Verlangen nach Erklärung machte sich breit. Langsam machte er die Symbole aus, verstand fast gar nichts davon, und doch wirkte es nicht fremd. Vertrautheit, dass verspürte er und genau das machte seine Gedankengänge noch komplizierter, denn er hätte schwören können, dass er das erste Mal in diesem Raum stand.

    „Hier seht Ihr die heiligen Symbole der Nocturne. Hier, an diesem Ort, ist Eure Macht am größten, hier ist Euer Reich. Doch lasst mich am Anfang beginnen, mit meiner Erklärung, Gebieter. Bitte, folgt mir.“ Als hätte der Kerl seine Gedanken gelesen, begann er nun auf die Symbole einzugehen. Doch die Ausführungen waren zu kurz, um wirklich schlau daraus zu werden und so überhörte Ryk im ersten Moment die Anmerkungen danach. Erst einen Moment später brachen sich die Worte „[...] hier ist Euer Reich.“ Sein Reich? Wie, sein Reich? Wenn dies ein Scherz war, dann ein saublöder. Ja, er hatte bisher immer für ein Reich plädiert, doch nie sollte es SEIN Reich sein. Es sollte das Reich der Weißen sein. Sofort begann sein Hirn über die Möglichkeit seines Reiches zu spekulieren an.

    Während er so wortlos aber in Gedanken versunken der Gestalt folgte, begann diese munter weiter zu erzählen. „Vor vielen Phasen ist die Welt, an die Ihr Euch erinnert untergegangen. Nach einer langen Zeit, vergebt mir, ich weiß leider nicht wie lange genau, wurden schließlich auserwählte Individuen wiedergeboren. Sie besiedelten die zerstörte Welt, gründeten neue oder alte Siedlungen und versuchten zu überleben. Doch sie waren nicht alleine, denn auch Dämonen oder Geister besiedelten die Welt.“ Im ersten Moment verstand Ryk nur Bahnhof. Wie, seine Welt ist zerstört? Was sind Phasen? Wiedergeboren? An sowas pflegte er gar nicht zu glauben! Dämonen? Geister? Das Ganze klang mittlerweile nicht mehr wie ein B-Movie.. es war eine ganze Serie geworden. Buffy, die Vampirjägerin, Conan der Barbar... ja, sowas irgendwie... Mad Max vielelicht? Ryk fragte sich, wie diese angeblich neue Welt aussehen würde. Und wo würde er sie betreten? Fragen über Fragen und im Hintergrund imemr noch die Überzeugung, dass er bei der Versteckten Kamera mitspielen durfte.

    Und erneut wurden seine Gedankenstränge durchschnitten. Abrupt blieb sein Lotse stehen und mti den Worten „Es gibt Prophezeiungen, die besagen, dass die Nocturne kommen werden. Sie werden kommen und um die Herrschaft kämpfen.“ deutete er auf eine Wandfreske. Es wirkte banal. Ein Blitz, ein Tempel. Irgendwie wirkte das so ... antiquiert, so alt. Und das wiederum ließ Ryk zweifeln. War vielleicht doch was dran?
    „Ihr seid auserwählt, die Macht zu erlangen und über diese Welt zu herrschen, mein Gebieter.“ Der Kerl hatte es offenkundig eilig! Ein kurzer Blick, die Prohpezeiung der Weltherrschaft und weiter gings. Ähm... langsam kam Ryk das ganze wie ein Museumsbesuch vor. Hier anhalten, ein zwei Sätze labern, und weiter gehen. Ja keine Frage erlauben und immer schön hetzen, damit der Besuch nicht einschläft vor Langeweile. Wäre die Situation nicht so bizarr, wäre sie wirklich zum einschlafen. Butter bei die Fische! Das war alles, was Ryk wollte. Doch auch dieses Gelaber von Weltherrschaft und so ging nicht spurlos an dem Südafrikaner vorbei. Er solle die Welt regieren? Hm, sicherlich ein interessanter Gedanke. Schweigend und über diese Weltherrschaft, die seine Weltherrschaft sinnierend, registriert Ryk den Erhalt seiner Kleidung: Ein Anzug, ganz in weiß. Und er kannte diesen Anzug sogleich. Es war SEIN Anzug. Jenes Kleidungsstück, welches er zu tragen pflegte, wenn er sich mit seinen Kollegen und Gesinnungsgenossen auf den Parteiversammlungen traf. Erleichterung durchfuhr ihn, denn erstmalig erblickte er etwas vertrautes, etwas bekanntes.

    „Gebieter, ich bin mir sicher, dass es anstrengend für Euch ist, Eure Form zu erhalten. Wenn Ihr auf das heilige Symbol tretet, werdet Ihr eure menschliche Form wieder erlangen." Und schon wieder wurde er weitergeführt. Museumsführung war noch nicht zu Ende. In Vertrautem Umfeld hätte er diesen Gedanken ausgesprochen, doch hier hielt er es zurück. Immer noch war ihm nicht klar, welcher Film hier gerade lief. Und immer noch hegte er Zweifel. Ja, Mistrauen schien angebracht. Zumal der Typ nun von seiner menschlichen Form zu faseln begann. Ja sag mal, was war er denn dann jetzt gerade? Irritiert blickte er an sich herunter. Zwei Beine, zwei Arme, Fünf Finger je Hand, Kopf und Augen. Kurz erblasste Ryk und fasste sich in den Schritt. Zufrieden wurde der böse Gedanke fortgeschickt. Nein, er war bestückt. Kein Problem, keine Krise.
    Was also meinte der Typ mit „menschliche Form“? Okay, seine Haut wirkte seltsam, aber das mochte an dem Fackellicht liegen.

    Etwas ratlos und mit der Frage auf den Lippen, was dann bitte seine aktuelle Form war, befolgte Ryk der Aufforderung des Dieners. Eigentlich erwartete er nun irgendwas, doch es geschah… nichts. Einfach nichts. Erwartungsvoll wanderte sein Blick umher und je länger er da stand und je mehr er den Raum überblickte, desto bekannter schien es ihm. War er doch schon hier gewesen? Alles schien an seinem Platz, selbst dieser Museumsführer zu seinen Füssen. „Gebieter… Ihr erhaltet nun die Gabe der Transformation!“, erklärte dieser kniend und feierlich und ohne nähere Vorwarnung war da dieses grelle Licht, dass auf Ryk zuraste. Es blendete ihn zunächst, vereinigte sich über ihn und durchfuhr ihn. Ihm blieb keine Zeit, dem ganzen auszuweichen und so durchfuhr es ihn, als würde ihm jemand die Organe einzelnen aus dem Körper reißen. Schmerzen, in jeder Faser seines Körpers waren Schmerzen. Ein verkrampftes Stöhnen entwich seinem Mund, zu mehr war er einfach nicht im Stande. Stattdessen spürte Ryk, wie seine Beine schwach wurden, seine Knie wacklig. Doch er würde nicht zusammenbrechen, nicht vor diesem Typ. Wut kletterte empor und verdrängte die Pein. Ryk sah sich auf den Diener stürzen, und diesem die Fresse einschlagen. Und dann würde er ihm das Herz aus der Brust reißen, gefolgt von einem schmackhaften Mahl…
    Erschrocken von diesen Gedanken schluckte er die Wut hinab, ging in die Knie und sah so dem Diener auf mehr oder weniger gleicher Höhe an, fragend und erschrocken vor den eigenen Wünschen.

    „Nun, Gebieter, seid Ihr in der Lage, zwischen den Formen zu wechseln – und das ohne äußere Einflüsse und Gewöhnungszeit.“ Diese Worte stimmten Ryk zufrieden. Und es war weder eine Spur von seiner Wut noch von den Schmerzen. Es war alles… normal. Langsam erhob er sich und sah an sich hinab. Seine Kleidung! Sie war die gleiche wie an Silvester! Ja, was? Wieso? Wieder war er unwissend, und so langsam nervte ihn das an! Er hasste es, unwissend zu sein, dumm, hilflos und auf andere angewiesen zu sein. „Ich hoffe, Ihr fühlt Euch nun besser, denn es wird langsam Zeit, Gebieter, dass Ihr Eure Reise beginnt.“ Na super, nun begann der Heini von einer Reise zu reden. Was für eine Reise? Wohin? Womit?
    Ryk rollte mit den Augen, denn es war nun echt nicht mehr einfach, darüber hinweg zu sehen. Immer dieses kryptische Gefasel von Nocturne, Weltherrschaft, Geister und nun noch eine Reise…
    „Vergebt mir, dass Ich Euch zur Eile dränge, doch Ihr habt nicht viel Zeit. Wenn es trotzdem noch etwas gibt, was Ihr wissen möchtet oder falls Ihr einen Wunsch habt, so sagt es mir, Gebieter.“ Der Diener hatte seine Führung beendet, und war es nun endlich an der Zeit, dass Ryk selber mal was fragen durfte? Ja, konnte er nun endlich??? Er schwieg und blickte den Mann verachtend an. Geschickter Zug, denn die meisten Fragen waren ihm wieder entfallen, denn irgendwann waren es so viele geworden… Kurz atmete er tief ein und fragte dann doch das eine oder andere mit gereiztem Unterton:
    „Von was für eine Reise faselst du da? Und wie herrsche ich über diese Welt? Und was ist mit dir? Wirst du nun hier bleiben oder wie? Reise ich alleine? … Gibt es ein Handbuch für das alles??“ Einzig die letzte Frage war nicht ernst gemeint und eher als süffisante Bemerkung gedacht…

  15. #15
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    "Nicht gut," erwiderte Leslie. Sterben wollte sie nicht...nicht noch einmal! Göttin zu sein war sicher auch nicht gerade einfach, aber sie konnte es zumindest versuchen. Als die Diener das Tor geöffnet hatten, blickte sie noch einmal zu ihnen.

    "Ich hoffe, ich kann bald wiederkommen und euch gute Nachrichten bringen." Seltsamerweise meinte sie das sogar ernst. Sie verabschiedete sich, dann trat sie hinaus ins Freie.

    Verwundert und neugierig ließ sie ihre Blicke schweifen. Wie hatte sich die Welt verändert seit ihrem Ableben? Dabei kam ihr in den Sinn, daß so eine lange Reise sicher kein Spaziergang werden würde. Und laufen? Sie bräuchte irgendein Fortbewegungsmittel. Warte mal, sie hatte es doch schon! Wozu laufen, wenn sie genau so gut fliegen konnte? Also konzentrierte Leslie sich darauf, sich in die Nocturne Rabe zu verwandeln.

  16. #16
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Felina:

    Als Deidra den Tempel verlassen hatte, durch das Tor schien zunächst eine abnormale Helligkeit, wie ihr nun klar wurde, verfinsterte sich der Himmel für einen Moment, als sich das mächtige Tor hinter ihr schloss. Sie bemerkte, daß sie direkt an der gleichen Stelle war, wo sie ihre letzten Stunden verbrachte. Der Tempel scheint in Mitten einer kleinen Siedlung aus dem Boden getreten zu sein, denn natürlich schien ihr das nicht zu sein, was sie sah.

    Die Kälte war nicht so, wie sie sich erinnerte, aber als sie sich umsah, konnte sie ein paar Gestalten erkennen. Kinder. Sie waren sehr dick angezogen, scheinbar vertrug Deidra die Kälte nur viel besser, als die Menschen.

    Als sie sich umsah, erkannte sie, hinter dem Tempel, ein weiteres, Tempelartiges Gebilde. Es unterschied sich von ihrem Tempel komplett, sie spürte, daß es sich hierbei nicht um einen Nocturne-Tempel handelte. Was sie hingegen sofort verspürte, war Neugier. Kaum, als sie ihn sah, ging ihr schlagartig ein Gedanke durch den Kopf - Der Tempel schien sie zu rufen, oder vielmehr... das Artefakt, daß im Tempel verborgen war rief nach ihr.

    Die Nocturne in ihr begann sich zu regen, Deidra fühlte sich, als ob eine Stimme in ihrem Kopf sprechen würde und ihr befahl, den Tempel aufzusuchen.



    Syllix:

    Der Diener erhebte sich und verneigte sich vor Ryk. "Die Reise, die Ihr antreten werdet, Gebieter. Die Reise, die Euch die Macht geben wird, die Ihr benötigen werdet, um zu herrschen." Er sah ihn fast in die Augen, doch achtete er darauf Ryk nicht in die Augen zu sehen. "Ihr seid ein Nocturne, die Welt anerkennt Euch als einen Führer dieser Welt. Ihr werdet geliebt und gefürchtet. Angebetet und verflucht. Ihr entscheidet, über Leben und Tod..." Er machte eine kurze Pause, dann fuhr er fort. "Euer Dutzend an Dienern wird hier bleiben, in Eurem Tempel. Ein weiteres Dutzend ist über diese Welt verstreut, Ihr werdet sie erkenne, wie sie Euch erkennen werdet. Ihr werdet mehr verstehen, sobald Ihr die Reise angetreten habt, Gebieter." Dann wurde sein Gesichtsausdruck rätselhaft. "Nein, Gebieter, wir haben es nicht niedergeschrieben... das habt Ihr... das ist... verboten." Ryk konnte seine wachsende Furcht regelrecht spüren.

    Ehe er sich weiter auf den Diener konzentrieren konnte, kamen nun zweimal sechs Diener zu den Torflügeln und machten sich an, diese zu öffnen. Nachdem sie es geschafft hatten, knieten sich alle zwölf und auch der Diener bei Ryk nieder. "Gebieter, wir erwarten Eure Rückkehr." Alle Diener verneigten sich tief und warteten, daß Ryk in das lockende Licht, das durch das Tor trat, treten würde.



    Felicat:

    Nachdem Leslie den Tempel verlassen hatte, ging das Tor wie von selbst wieder zu. Trotzdem spürte Leslie, daß sich das Tor jederzeit für sie wieder öffnen würde, sollte sie es wünschen.

    Leslie kannte diese Gegend. Sie befand sich in Asakusa. Dort, wo sie sich an die alten Tempel erinnerte war nichts mehr davon zu erkennen - nur ihr eigener Tempel war zu sehen.
    Als ihr Blick herum schweifte, packten sie weitere Gefühle... Zorn, Wut, Angst, Schmerz... Die prächtige Stadt, an die sie sich erinnerte war Vergangenheit. Sie hoffte, sie würde sich irren und sie sei ganz woanders, doch Asakusa war eindeutig zu erkennen... Tokyo bestand nur noch aus Ruinen... Trümmer... Steinhaufen... hier und da mal ein nicht zerstörtes Gebäude, doch das war eine Seltenheit.

    Kurz, bevor sie ihre Form zu dem Nocturne Rabe wandeln konnte, erregte etwas ihre Aufmerksamkeit. Hoch oben, fast nur als kleiner Punkt am Himmel erkennbar, zog ein... Vogel... seine Kreise. Ein sehr großer Vogel. Sie spürte sofort Gefahr... Ein merkwürdiges Gefühl überkam sie, als der Vogel seine Höhe verminderte. Sie erkannte mächtige, weiße Schwingen, die sie an ihre eigenen erinnerten.

    Dann begann, direkt vor ihr, der große Lampion am Eingang zu Asakusa zu leuchten. Sie spürte, daß in diesem etwas war, daß nach ihr rief. Ihre Gedanken waren für einen Moment davon erfüllt, zu erforschen, was da nach ihr rief. Weiterhin konnte sie beobachten, daß der Vogel weiter seine Runden drehte und sie spürte weiterhin Gefahr, doch der Ruf aus dem Lampion war mächtiger, als sie die Gefahr spürte.
    Geändert von Genesis (08.11.2006 um 18:04 Uhr)
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  17. #17
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Leslie war entsetzt und zutiefst getroffen. Sie hatte nicht erwartet, daß Tokyo nur noch ein Trümmerhaufen war. Was war nur passiert? Was war mit ihren eltern und ihren Geschwistern geschehen? Schmerz und ohnmächtiger Zorn übermannten sie. Das war unglaublich. Der Diener hatte die Wahrheit gesprochen, die Welt (oder zumindest die menschliche Rasse) war untergegangen? Was nun? Sie wollte hier nicht bleiben, es tat zu weh.

    Aber...was war das am Himmel? Gespannt beobachtete sie, daß dort etwas mit beachtlicher Flügelspannweite seine Kreise zog...und sich immer mehr dem Boden näherte. Ein Instinkt schlug Alarm. Was auch immer es war, es war nichts gutes. Aber da war noch die seltsame Ausstrahlungskraft der Lampe...Sie konnte nicht gehen, ohne sie sich angesehen zu haben. Kurz kämpften die verschiedenen Wünsche in ihr, dann rannte sie auch schon zu dem riesigen Lampion. Fieberhaft sah sie sich um, was sie nun tun sollte. Zu lange sollte sie nicht bleiben.
    Geändert von Felicat (09.11.2006 um 04:49 Uhr)

  18. #18
    Mitglied Avatar von Syllix
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    Sein Gegenüber begann sodann Ryks Fragen zu beantworten:"Die Reise, die Ihr antreten werdet, Gebieter. Die Reise, die Euch die Macht geben wird, die Ihr benötigen werdet, um zu herrschen." Hm, unweigerlich dachte Ryk an Europa, denn schon immer wollte er in die Heimat seiner Ahnen, in die Heimat der Weißen. Und doch war ihm sogleich klar, dass es wohl kein Sightseeing geben würde. Eine Reise, die ihm Macht geben würde? Zu welchem Preis? Was müsste er dafür tun?
    "Ihr seid ein Nocturne, die Welt anerkennt Euch als einen Führer dieser Welt. Ihr werdet geliebt und gefürchtet. Angebetet und verflucht. Ihr entscheidet, über Leben und Tod...", fuhr sein Diener weiter fort. Diese Gedanken klangen verlockend. Ja, inder Tat war Ryk von dieser Macht angetan. Er würde entscheiden? Die beleidigende Existenz der N***er hinge von seinem Wohlgefallen ab? Er lächelte triumphierend, denn wahrlich, dieser Gedanke gefiel ihm einfach nur gut.

    "Euer Dutzend an Dienern wird hier bleiben, in Eurem Tempel. Ein weiteres Dutzend ist über diese Welt verstreut, Ihr werdet sie erkenne, wie sie Euch erkennen werdet. Ihr werdet mehr verstehen, sobald Ihr die Reise angetreten habt, Gebieter." lautete die Antwort auf seine dritte Frage. Er würde also seine Gefolgsleute auch da draußen haben. Irgendwie stimmte ihn das ruhig, denn so war ihm gewiß, dass es Marionetten für ihn geben würde. Solche Gedankengänge waren Ryk bisher fremd gewesen, doch irgendwie schien dieses Nocturne-Geschwaffel langsam zu fruchten. Auch wenn er all dies eher abwegig fand, gefiel es ihm, was der Diener, nein, SEIN Diener ihm erklärte.

    Und dann war dieser ehrvolle Umgang mit ihm. Die Blicke seines Dieners wurden ängstlicher, und dennoch erklärte er auf Ryks eher süffisante Frage nach einem Handbuch: "Nein, Gebieter, wir haben es nicht niedergeschrieben... das habt Ihr... das ist... verboten." Ryk konnte sich ein amüsiertes Grinsen nicht verkneifen. Der Kerl hatte wirklich Angst vor ihm und vor allem: Er glaubte, was er da von sich gab.
    „Ich verstehe... der Dank eures Herrn sei dir gewiß...!“ bedankte sich Ryk mit erhobenem Haupt und pathetisch angehauchter Stimme. Ja, er nahm es nicht so ernst, aber er wollte die Rolle erst Mal spielen, die von ihm erwartet wurde.

    Endlich begann nun seine Reise, denn zwölf weitere Diener des Nocturne Bloodfish erschienen und geleiteten Ryk zum Tor in diese ach so untergegangene Welt. Er war erheitert ob seines Namens als Nocturne. Bloodfish... klang sympathisch... sicher hatte er nur wenig Freunde... Aber er hatte Diener... wie seine Gorßeltern früher auch, nur nannten diese ihre Diener Sklaven und hatten kein Problem damit, ihre Sklaven zu treten und zu erschießen. Er fragte sich, ob seine Diener sich wie diese Sklaven sich nur seiner Macht unterwarfen, oder ob sie wahrlich seine Anhänger waren... aus Überzeugung.
    "Gebieter, wir erwarten Eure Rückkehr.", erklang es, als Ryk schließlich durch das Tor schritt und er wandte sich gebieterisch um, blickte auf die Diener herab und sprach in Gedanken: „Und das ihr mir keine Unordnung hier macht...“ Er konnte, nein, er wollte es nicht ernst nehmen. Statt diesen Gedanken auszusprechen nickte er wohlwollend und wandte sich ab, dem Licht entgegen. Die Welt wartete, um seine Macht zu erleben und ihm zu dienen...

  19. #19
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Felicat:

    Der Lampion schien sie nicht bloß optisch, oder dank seiner Größe, anzuziehen, nein, er begann von innen heraus zu leuchten. Ein helles Licht, so hell, wie sie es noch nie gesehen hatte - direkt in die Sonne blicken konnte nicht so hell sein. Fast schien es ihr, als ob das Licht sogar aus dem Lampion heraustreten würde... nein, es trat heraus! Sie konnte den Lampion nicht mehr erkennen, nur noch das gleißende Licht, das aus diesem gestrahlt kam.

    Im Himmel konnte sie das Wesen nicht mehr erkennen - es war zu hell. Könnte das Wesen vielleicht auch von diesem Licht angelockt worden sein? Leslie spürte die Nähe des Wesens, ebenso die Gefahr, aber trotzdem keinen Wunsch vor dem Wesen zu fliehen. Vielmehr überkam sie nun erneut das Gefühl, daß sie beim Anblick ihrer Stadt überkommen hatte... und der Wunsch, die Wut auszulassen. Doch zuvor schrie der Lampion nach ihr. Das Licht war in diesem Objekt...

    Syllix:

    Der Diener sah Ryk ob seiner letzten Bemerkung verstört an, doch antwortete er, wie es für einen Diener üblich war. "Gewiss, mein Gebieter. Wie Ihr befiehlt!"

    Als Ryk den Tempel verlassen hatte, bemerkte er ein Dorf direkt davor. Ein kleines Dorf, bestehend aus Holz und Lehmhütten, mit Dächern auch aus Stroh. Ryk konnte ein Schild erkennen, nahe einer Straße, die in dieses Dorf führte. Was für ein primitives Dorf, es hieß... Cape Town?
    Ungläubig musste Ryk feststellen, daß dieses Dorf hier seine Heimatstadt sein sollte. Anstelle von über 2 Millionen Einwohner konnte dieses Dorf hier keine 20.000 haben, eher viel weniger, höchstens 10.000. In die anderen Richtungen erkannte er das Meer, sonst nichts... konnte dies wirklich seine Heimat sein?

    Als Ryk aus dem Tempel getreten war, schien er von der Bevölkerung erkannt zu werden, denn eine Gruppe von Personen kam auf ihn zu. Er konnte acht Personen zählen... sechs Männer, zwei Frauen... davon waren zwei Männer von schwarzer Hautfarbe.

    Die Männer und Frauen knieten sich vor ihm hin, doch einer der beiden dunkelhäutigen Männer kam dann auf ihn zu. Er hielt einen Stab in der Hand, an dessen Spitze - mit einfachen Leinenbändern - eine durchsichtige Kugel befestigt war, die Ähnlichkeit mit einer Glühbirne hatte - denn diese begann zu leuchten, als Ryk sie sah. Dieses Licht zog ihn beinahe magisch an, er hatte ein Gefühl, daß dieses Licht nur für ihn scheine. Der Mann, Ryk würde ihn für einen Priester halten, wenn er nicht aus dem 20. Jahrhundert stammen würde, begann zu sprechen. "Er, der aus dem Tempel gekommen ist, Er, der die Hoffnung in sich trägt... Seid gegrüßt!" Mit diesen Worten verneigte sich der Mann.
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  20. #20
    Mitglied Avatar von Shane_Gooseman
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    Shadow das war sein Name. So hatten es seine Diener gasagt, Nocturne Shadow. Und es gab noch andere Nocturne, seine Diener waren sehr informativ. Es würde unweigerlich zum Kampf kommen. Es war nicht zu übersehen das seine Diener wollten das er auszog um zu kämpfen denn mit jedem Kampf würde er stärker werden. Es war schon verlockend und wenn er hier warten würde, wäre er auch nicht sicher. Im Gegenteil es währe wahrscheinlich das irgendwann ein wandernder Nocturne vorbeikommen würde und ihn einfach niedermetzelte. Und das war kein erstrebenswerter Tod.
    Shadow hatte nach der Transformation noch einigemale seine Gestallt gewechselt und es war ihm sehr leicht gefallen. Seine neue Gestallt gefiehl ihm sie gefiel ihm sogar sehr gut. Er spürte die Kraft, die in seiner neuen Gestallt steckte. Die Diener führten ihn (nun wieder in seiner menschlichen Gestallt) zu einem riesigen steinernen Portal. Das von seinen Dienern unter großen Mühen geöffnet wurde.
    Shadow trat an den sich verbeugenden Dienern vorbei ins Freie.

  21. #21
    Mitglied Avatar von Felina Noctis
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    Deidra schützte ihre Augen mit dem Arm und blinzelte, bis das gleißende Licht endlich nachließ. Dann sah sie sich verwundert um und machte ein paar Schritte, bei denen sie im Schnee versank. Verblüfft blickte sie auf das kühle Weiß und dann auf die Menschlein, die vor ihr im Schnee spielten. Sie beugte sich hinab und griff in den harten, vereisten Untergrund, um ein wenig der weißen Masse auf ihre Hand zu nehmen und darin zu zerreiben. Sie wartete auf den stechenden Schmerz, der durch die Kälte entsteht, wartete auf den Kältebrand in den Fingern. Doch nichts geschah, es fühlte sich rau, kühl, aber angenehm an… Sie fror nicht!

    Noch einmal drehte sie sich zu den Toren des eigenen Tempels um und fand diese verschlossen. Dann aber wandte sie sich endgültig ab und machte ein paar Schritte nach vorne, auf die Siedlung zu. Sie konnte sich nicht erinnern, so nahe an einer Siedlung gewesen zu sein… Ein Schritt, noch einer, doch dann merkte sie, dass hinter ihr etwas nach ihr rief und sie drehte sich erneut um. Jetzt, da sie sich einige Schritte von ihrem eigenen Tempel entfernt hatte, stellte sie fest, dass sich dahinter nochmals ein Tempel befand.

    <Ein weiterer Nocturne?> war der erste Gedanke, der ihr durch den Kopf schoss. Vielleicht hätte sie lieber umdrehen und fliehen sollen, denn noch war sie ihre neune Kräfte noch nicht wirklich mächtig. Andererseits waren alle Nocturne zur gleichen Zeit geboren, vielleicht war das ihre Chance? Doch dann spürte sie deutlich, dass der Ruf nicht von einem weiteren Nocturne stammte. Ja, der Tempel hatte nicht einmal entfernt Ähnlichkeit mit dem Ihren. Der Ruf kam auch weniger aus dem Tempel, als viel mehr aus ihrem Inneren. Deidra erschauerte, als ihr bewusst wurde, dass da offenbar noch eine weitere Persönlichkeit in ihr hauste, die sie bisher nicht gekannt hatte. Einerseits war es beängstigend, andererseits beruhigend. Sie war nicht allein in dieser fremden Welt. Sie hatte eine Verbündete, eine sehr mächtige Verbündete. Und wenn diese Verbündete nun von ihr verlangte, diesen fremden Tempel zu durchsuchen. Solange zu durchsuchen, bis sie das Artefakt gefunden hatte. Sie würde nicht ruhen, keinen Stein auf dem anderen lassen, bis sie nicht dieses Artefakt ihr eigen nennen konnte.

    Deidra fragte sich gar nicht erst, woher Scorpio das wusste. Stattdessen wandte sie sich einfach dem Tempel zu ihre Schritte wurden schneller und schneller, sie furchte den Schnee wie ein Pflug und merkte nicht, dass sie längst mit einer Geschwindigkeit vorwärts kam, die sie zuvor nur beim Rennen erreicht hätte. Dabei ging sie für ihr Befinden ganz normal. So näherte sie sich dem Tempel, die Augen suchten bereits nach einem Eingang. Sie konnte das Artefakt spüren und sie wollte es haben! Es war ihres, ganz allein IHRES!
    "We are all in the gutter, but some of us are looking at the stars."
    Oscar Wilde


  22. #22
    Fledermaus SysOp & Mod Batman-Forum Avatar von Felicat
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    Zorn und Schmerz rasten durch Leslies Körper. Ja, kämpfen! Dieses weißgeflügelte Ding kam ihr dazu gerade recht, aber zuerst war da noch der Lampion. Ihre Augen schmerzten von dem hellen, gleißenden Licht, aber sie konnte und wollte ihr Gesicht nicht abwenden. Sie verwandelte sich, ihre Augen hörten auf zu schmerzen. Als Rabe vor dem Lampion stand, stieß sie ihre klauenbewehrte Hand tief in das Licht.

  23. #23
    SysFox (Künstler, RPGler & Wehrlose) Avatar von Foxx
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    Marcos nickte seinem obersten Diener stumm zu. Es war nicht die Auskunft gewesen, die er sich erhofft hatte, doch er wollte auch nicht weiter nachfragen, denn fast kam er sich so vor, als fragte er nach Dingen, die er eigentlich wissen sollte - ein Umstand, der ihn sich selbst blöd vorkommen ließ.
    Sein Blick ging noch einmal durch den Tempel, über Wände, Decken und Böden, er musterte die Embleme und Symbole und schließlich einen jeden Einzelnen seiner Diener. Ihre Geschichten... er konnte sie greifen und aufblättern wie ein Buch. Scritos Macht war faszinierend und begeisternd. Ein unsicheres Lächeln umspielte Marcos' Lippen, als er sich noch einmal bewusst wurde, wie skurril, beängstigend und gleichzeitig atemberaubend das alles hier war - und das obwohl ein Teil in ihm es kannte und für selbstverständlich erachtete.
    Es war an der Zeit. Das Tor stand offen, die Welt dort draußen wartete auf ihn, wartete auf Scrito, dass er ihre Geschicke lenken würde. Das Wissen, jederzeit zu seinem Tempel zurückkehren zu können, einen Hort zu haben, Diener, die ihm zur Verfügung standen, löschten seine letzten Zweifel und Ängste aus. Entschlosenen Schritts trat er nach draußen.

  24. #24
    Mitglied Avatar von Syllix
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    Die letzten Worte seiner Dienerschaft beachtete Ryk gar nicht mehr. "Gewiss, mein Gebieter. Wie Ihr befiehlt!" Auch die damit einhergehende Verwunderung rührte Ryk in keinster Weise mehr.

    Stattdessen traf ihn der Blitz, als er die „Ortschaft“ erblicken durfte, welche sein Startpunkt darstellen würde. Was im Namen Gottes war denn dieses Kaff? Es wirkte afrikanisch, aber nicht zivilisiert. Lehmhütten und Strohdächer, schlimmer konnte es wohl nur schwer werden.
    Doch dieser Schriftzug auf dem Schild da, am Eingang der Ortschaft raubte ihm den Atem. „DAS ist Cape Town?!?!“ Ungläubig ließ er erneut den Blick wandern und versuchte die Größe von seiner alten Wohnstätte abzuschätzen... Es musste ein Witz sein, denn niemals war hier auch nur Ansatzweise eine Großstadt auszumachen. Gab es noch ein Cape Town?

    Ryk wandte sich um, erblickte das Meer, und er hatte Mühe, sein Entsetzen zu unterdrücken. Die Küstenlinien, die Klippen, die Felsen und der Tafelberg... es passte... alles!

    Nur widerwillig wollte er den Gedanken akzeptieren, dass die Worte seines Dieners der Wahrheit entsprachen… und somit dieses neue Cape Town sein ihm vertrautes Cape Town ersetzt hatte. Nur langsam kam ihn ihm der Gedanke an all jene vertrauten Gesichter auf. Sie waren wohl auch längst fort… oder so. Doch er würde sich nicht lange mit der Trauer befassen können, denn sein Erscheinen blieb von den Bewohnern des neuen Cape Town nicht unbemerkt.

    Personen näherten sich ihm an, und zu seiner Freude war die Mehrheit weiß. Also aus irgendeinem Grund gab es auch in dieser Welt Weiße hier. Dennoch waren da auch Schwarze, und Ryk musste somit feststellen, dass sich manche Dinge wohl nie ändern würden. Auch der Umstand, dass sie gemeinsam an ihn herantraten, zeigte Ryk rasch, dass es keine Rassentrennung gab.

    Doch wirklich aus allen Wolken fiel der Nocturne, als einer der Schwarzen ihn ansprach. "Er, der aus dem Tempel gekommen ist, Er, der die Hoffnung in sich trägt... Seid gegrüßt!" Der Mann kam auf Ryk zu, und sein gesamtes Äußeres hob ihn aus der Gruppe hervor. Er wirkte wichtig und so meinte Ryk in ihm eine besondere Persönlichkeit auszumachen. Doch es gab etwas, das ihn störte: Die Hautfarbe.

    Von daher zögerte der Südafrikaner. Eine scheinbar schier endlose Zeit verharrte er Aug in Aug mit der Gruppe an Menschen. Innerlich wog er ab, wie er reagieren sollte und was er damit bewirken würde. Die meisten Gedanken trugen Wut und Ablehnung mit sich, und doch suchte und rang Ryk um Besonnenheit. Es wäre fatal, gleich den ersten Menschen gegen sich aufzubringen. Auch wenn er Schwarz war. Immer und immer wieder kreisten seine Gedanken um eine passende Reaktion. Letztlich aber schob er die Ablehnung der dunklen Haut beiseite, schluckte die Beschimpfungen und Beleidigungen beiseite und löste die innere Anspannung.

    Im alten Cape Town musste er auch immer wieder gute Miene zum bösen Spiel üben und sich gegenüber den N***ern in Zurückhaltung üben. Viel zu sehr wäre es ein Skandal gewesen, zumal wenn es öffentlich geschehen wäre. Und so konnte er nun aus dieser Erfahrung schöpfen.

    Doch auch die Worte des Mannes ließen in ihm einen anderen Gedanken an Kraft gewinnen. Es klang unterwürfig, sklavengleich. Man konnte, so redete sich Ryk ein, eine Art Anhängerschaft in die Worte lesen und alleine dieses rückte sein Weltbild zurecht. Schwarze hatten den Weißen zu dienen und sich diesen zu unterwerfen und nicht umgekehrt. Und je länger er diesen Gedanken in sich trug, desto mehr fand er Gefallen daran.

    Letztlich war es an ihm, das Schweigen zu durchbrechen. Er warf einen prüfenden Blick auf den Stab, in die Gesichter der anderen Personen und sprach dann mit nüchterner Stimme: „Danke… mein Name ist…“ kurz überlegte er, ob er sich als Ryk oder als Bloodfish vorstellen sollte. Letztlich entschied er sich für ersteres. „…Bloodfish… Nennt mich Bloodfish…“
    Er machte keine Anstände, die Hand zu reichen oder ähnliches mehr. Stattdessen begann er einige Schritte vorwärts zu gehen, verschränkte die Hände hinter sich und sah interessiert zu den Hütten. „Dieses Cape Town ist ein ärmlicher Anblick… wie kommt das?“, begann er nüchtern zu fragen und erwartete, dass die anderen ihm folgen würden.

  25. #25
    Mitglied Avatar von Genesis
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    Shane:

    Als Shadow den Tempel verlassen hatte, sah er vor sich eine weite, unberührte Prärie, wie sie seine Vorfahren wohl zu sehen bekommen hätten. Endlose Weiten, saftiges grün, so weit das Auge reichte. Dann jedoch, als sei es erst jetzt aufgetaucht, erkannte er, nur wenige hundert Meter vor sich, ein altes Indianer Tipi. Davor saß ein Mann, sicher ein Indianer, lange, schwarze Haare erkannte Shadow sofort, an einem Lagerfeuer und starrte in Shadows Richtung, als ob er nur darauf wartete, daß jemand den Tempel verlassen würde.

    In Shadow erhoben sich ein Gefühl... Neugier, diesen Mann aufzusuchen - nein, nicht diesen Mann... etwas, daß er bei sich trug schien ihn anzuziehen...



    Felina:

    Der Tempel schien sie magisch anzuziehen, denn nur so war es zu erklären, daß auf einmal, in der massiven Steinmauer sich eine Tür öffnete, die nicht zu sehen gewesen war. An beiden Seiten flammten Fackeln auf, die sie scheinbar nur darum bitten würden, den Tempel zu betreten.

    Sie konnte einen hellen Lichtschein innerhalb des Tempels ausmachen, doch es lag nicht auf direktem Weg hinein. Die Lichtquelle musste enorm sein, denn Scorpio wußte plötzlich, daß innerhalb des Tempels ein Labyrinth auf sie warten würde - und sie kannte auch den Weg! Das Licht wollte gefunden werden... von Deidra... von Scorpio.



    Felicat:

    Der Lampion zerbarst in tausende Stücke, als sei er aus Glas, zerfiel dann gänzlich zu Staub. In ihrer Hand hielt Rabe nun eine leuchtende Kugel, doch diese war nicht fest, sondern relativ weich. Sie würde sie problemlos zum zerplatzen zerdrücken können, wenn sie es wollte.
    Als sie in diese Kugel sah, sah sie sich selbst... Erinnerungen... oder Visionen der Zukunft?
    Eine Stimme begann zu ihr zu sprechen, als sie die Kugel anstarrte, doch sie hörte nur einzelne Wörter... Kampf... Auserwählte... Sieben... Gefahr... der Magus... Die Allmacht... Anfang... Ende..., dann sah sie ein klares Bild vor sich... ein weit geöffnetes Maul, mit rasiermesserscharfen Zähnen, die wie Dolche aussahen. Nocturnal Animal... TOD

    Am Himmel war das Wesen wieder aufgetaucht... Es ging in den Sturzflug über, begann damit, auf Rabe hinab zu stürzen!



    Foxx:

    Als Marcos durch das Tor trat, erkannte er, daß sein Tempel direkt südlich von der Stadt Madrid stand. Die Stadt hatte sich stark verändert, so schien diese mehrere Ringe zu haben. Der innerste sah aus, wie eine hochmoderne Stadt. Der darum war ebenso modern, doch komplett zerstört. Darum zog sich ein weiterer Ring, in dem sich hauptsächlich einfache Holzhütten befanden.

    Er fühlte den Wunsch, die Stadt zu betreten, sie zu erforschen. Er fühlte, daß etwas auf ihn warten würde... in der entgegengesetzten Richtung?

    Als er seinen Blick nach Süden wand, konnte er dort einen alten, verwahrlosten, Flughafen entdecken. So groß der Wunsch war, die Stadt aufzusuchen, noch größer war der Ruf, den er vom Flughafen her vernahm. Der Weg war nicht weit, Marcos würde etwas mehr als zehn Minuten brauchen, um diesen zu erreichen.

    Auf einmal gab es einen leichten Luftzug um sein linkes Ohr, ein Summen, wie von einer Fliege. Marcos wollte das Insekt verscheuchen, als er erkannte, daß es sich um eine Elfe handelte. Sie sah ihn lächelnd an und deutete auf den Flughafen. Suche das Flugzeug des Herrn. In der Reihe von dem Herrn ist ein Artefakt, das dir gehört. hörte er sie in seinem Kopf flüstern.



    Syllix:

    Der "Priester" verneigte sich vor Ryk, als er ihm seinen Namen nannte. Die anderen Gestalten bewegten sich keinen Millimeter, sie knieten weiterhin, wo sie waren. "Wir grüßen Euch, Lord Bloodfish." Er erhob seinen Kopf und sah Ryk in die Augen, dann wandte er sich seinen Begleitern zu. "Die Prophezeiung hat sich erfüllt. Er ist gekommen, um uns, bei unserem Kampf, beizustehen! Die Dämonen werden sich nicht mit unserem Lord messen können! Bloodfish wird sie für uns besiegen, zum Ruhme von Cape Town!" Dann erst wandte er sich wieder an Ryk und begann zu erzählen. "Wir haben in den letzten Jahren die Stadt beinahe vergrößert, Lord Bloodfish. Die Häuser werden bald alle fertig gestellt." Er wirkte stolz bei diesen Worten, scheinbar war ihm nicht bewußt, wie groß und schön Cape Town einst gewesen ist.

    Als der Mann sich so vor ihm bewegte, fiel Ryk dessen Stab mit der leuchtenden Kugel abermals auf. Das Licht rief nach Ryk. Dann fuhr der Mann fort. "Wie Ihr wißt, Lord Bloodfish, werden wir seit langem von Dämonen belagert und angegriffen. Nur selten töten sie mehr als zwei von uns, doch das ist trotzdem noch zu viel. Ihr seid nun hier, um uns zu befreien und die Dämonen zu vernichten!"

    Plötzlich erhob sich einer der - weißhäutigen - Männer vor ihm. Er starrte Ryk an, voller Begeisterung, doch der "Priester" schlug ihm sofort mit dem Stab auf die Schulter und drückte diesen so wieder auf die Knie hinab. "Zeige mehr Respekt vor dem prohpezeiten Lord!" brüllte er ihn an. Dann wandte er sich wieder an Ryk. "Verzeiht, Lord... er ist noch jung." Dann kam er wieder auf die Dämonen zu sprechen. "Natürlich ist uns eure Hilfe auch entsprechend viel wert!" Er deutete auf die Spitze seines Stabes. "Dies hier wird euer sein, wenn ihr unsere Not tilgt!"
    Those Wings... I want them too!

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