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  1. #1226
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    Doch, das geht - ich meine, ich mache das ja nun immerhin so...
    Versucht es mal unter diesem Link: http://www.abbonamenti.it/estero/topolino. Für Deutschland kostet das Topolinopro Jahr die 130 € Ladenpreis (also ohne Rabatt) + 64,48 € Portoanteil. Ein Drei-Monats-Abo geht auch erst mal.

    Dass es den Anbieter unter a) noch gibt, wundert mich. Die hatten mir 2014 das frisch verlängerte Abo mit der Begründung "aus dem Programm genommen" wieder gekündigt. Seitdem bestelle ich direkt in Italien (s.o.) - ist billiger, ich habe die digitale Version zusätzlich, und das Heft kommt (auch diese Woche) schon mal einen Tag vor der Auslieferung am italienischen Kiosk an, spätestens aber am Samstag.

    Rezension der neuen Nummer 3177 folgt - nicht nur mit 42 Seiten Tabea, sondern auch mit viel redaktionellem Material zu Casty.
    Ich habe das Heft seit gestern...

  2. #1227
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    Topolino 3177

    Also dann: Casty und vor allem seine Schöpfung Tabea Trifftig sind zurück.
    Das Ganze fällt zeitlich mit einer großen Casty-Ausstellung in Lucca anlässlich der dortigen Lucca Comics & Games 2016 (bis 1.11.) zusammen. Ja, ich wäre jetzt gerne in der Toskana... Immerhin ist einiges Material im Topolino zu finden, das dankenswerterweise auch an den Facebook-Seiten des Topolino (https://www.facebook.com/Topolinomagazine/?fref=ts) und von Casty (https://www.facebook.com/Casty-133535668837/?fref=ts) zu sehen ist.

    Casty erzählt im Interview, dass er sich noch einige Abenteuer mit Micky, Goofy und Tabea vorstellen kann, ohne genau sagen zu können, wann er schreiben wird. Aber am Ende wird Tabea sicher Atlantis finden, nachdem die drei die Welt bereist haben.

    I TL 3177-1
    Topolino e il raggio di Atlantide (Teil 1)

    Zunächst aber landen die drei im nordwestlichen Afrika, in der Subsahara. Dort sind sie auf den Spuren der Königin Antinea von Esperia, das nach einer Theorie mit Atlantis gleichzusetzen ist. Diese Antinea ist mit ihrem "Feuerauge" nach Tausenden von Jahren wieder aufgetaucht, wobei das "Feuerauge" eine Art antiker Laser war, der Stein schneiden konnte. Den Tipp hatte ihnen der TV-Magnat Abelard Monk gegeben, der Tabeas Expeditionen gegen Filmberichte finanziert. Diese Finanzierung war nötig geworden, weil Tabea die öffentlichen Mittel gekürzt wurden.
    Tatsächlich entdecken die drei eine abgelegene Stadt, die von Wissenschaftlern als Projekt gegründet wurde und in der sich Antworten auf die eine oder andere Frage finden. Doch diese Stadt ist bedroht, von Abelard Monk - und wie der Leser erfährt, gehören sowohl der Verantwortliche für die Mittelkürzung als auch Abelard Monk dem Geheimbund der Blauen Orchidee an, mit dem Tabea ja schon bei den beiden letzten Atlantis-Abenteuern aneinander geraten ist. Und steht zu befürchten, dass die Blaue Orchidee im zweiten Teil in der Subsahara auftaucht, sie sind ja per Video verbunden...

    Fortsetzung folgt, nach 42, teils traumhaft von Casty gezeichneten Seiten.

    I TL 3177-2
    Topolino & Eta Beta: fuga dall'infinito

    Gamma hat ein Problem: Flip ist einem Beutel gelandet, der aus dem gleichen Stoff wie Gammas unendlich große Hosentasche besteht. Dummerweise hat Gamma in diesem Beutel auch noch klebrigen Sirup verschüttet, auf den Flip allergisch reagiert. Was hilft es: Micky und Pluto müssen in die Unendlichkeit hinabsteigen, Flip finden und dann den Ausgang. Bizarr, aber lesenwert (Zemelo/Baccinelli, 26 Seiten)

    I TL 3177-3
    Paperino Paperotto e un'avventura da brivido

    Der Sommer ist in Quackhausen vorbei und macht dem Herbst mit kalten Schmuddelwetter Platz. Donni gibt nicht viel auf naturwissenschaftlcihe Erklärung und ist sicher, dass General Winter seine Agenten hat, die für den Wechsel der Jahreszeiten sorgen. Aber die könnte man ja sabotieren, um den Winter zu verzögern. Kindliche, aber nicht kindische Fantasien auf 23 Seiten (Pesce/Martusciello)

    I TL 3177-4
    Paperino in: l'ultima scorciatoia

    Donald umfährt den Stau häufiger mal mit bemerkenswert unbrauchbaren Abkürzungen. Aber dieses Mal hat er die Online-Karten bemüht. Jetzt muss es doch mal klappen. Ja, schon, aber... Sympathisch (Di Vita/Fontana, 8 Seiten).

    I TL 3177-5
    Zio Paperone e lo shock aureo

    Bei der letzten Attacke der Panzerknacker hat Dagobert einen Schock davongetragen, seit dem er völlig verrückt spielt. Arzt, Freunde und Verwandte (allen voran Dussel) suchen nach Heilmitteln, bei denen der Geldspeicher in abenteuerliche Schieflage gerät. Das wiederum lockt Schaulustige mit abstrusen Kommentaren an...
    Ziemlich gaga, aber lustig. (Camerini/Amendola, 24 Seiten)

  3. #1228
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    Topolino 3178

    Zwei länger vorausgekündigte Maus-Geschichten rahmen das dieswöchige Topolino ein. Der Mittelteil ist dagegen kaum erwähnenswert, auch wenn die beiden Donald-Geschichten leichter im LTB unterzubringen sein dürften.

    I TL 3178-1
    Topolino e le onde trasformazionali

    Nach dem vielversprechenden Beginn in Topolino 3175 geht es nun also mit Physik-inspierierten Comics weiter, und zwar erneut bei Einstein, der in der allgemeinen Relativatätstheorie Gravitationswellen vorhergesagt hat. Diese sind vor etwa einem Jahr erstmals nachgewiesen worden. Sie können vorübergehende Verformungen am Raum vornehmen, entstehen, wenn Masse auf sehr hohe Geschwindigkeit beschleunigt wird und werden nahe Schwarzen Löchern vermutet. Physiker mögen es korrigieren, wenn diese Kurzdarstellung zu unsauber ist.

    Die Geschichte jedenfalls spielt in einer fernen Zukunft, in der Raumfahrt alltäglich geworden ist. Micky, Rudi und Hunter kümmern sich um den anspruchslosen Job der interstellaren Postzustellung. Alle hatten andere Ziele: Micky wollte Journalist werden und Minnie zum Essen einladen. Diese wird nun von Mortimer umworben. Rudi will eine Reparaturwerkstatt eröffnen, doch das wird von Karlo mit krummen Mitteln unterbunden. Und Hunter will sich eigentlich bei der Sternenpolizei bewerben, doch Issel leitet die Aufnahmeprüfung, und Hunter war früher sein Vorgesetzter, der von Issel keine hohe Meinung hatte. Kurz: Allen fehlte der Mut, ihre Träume anzugehen und zu verwirklichen.

    Da geraten sie in Gravitationswellen und drohen, vom Schwarzen Loch eingesogen zu werden. Was sie in dieser Notlage erleben, ändert ihr Weltbild...

    Eine Geschichte mit Botschaft und Physik. Die Botschaft kommt gut herüber, die physikalischen Erklärungen weniger. Zumal der redaktionelle Teil die Frage, ob die Geschichte wirklich so spielen könnte, mit "Wahrscheinlich nicht, aber, wer weiß..." beantwortet.
    (Vitaliano/Limido, 28 Seiten)


    I TL 3178-2
    Paperino e l’ondata di cordialità sospetta

    Donald kommt von einer Dienstreise zurück und wundert sich: Alle, selbst Nachbar Zanker und seine Gläubiger, sind plötzlich unglaublich nett zu ihm. Donald versteht die Welt nicht mehr (und wird den Grund dafür auch nicht erfahren), aber er beginnt, die Sache auszunutzen...
    (D'Antona/Amendola, 24 Seiten)


    I TL 3178-3
    Superpippo in… pericolo meteorite

    Supergoof rettet die Welt vor einem Meteoriteneinschlag. Mit Nebenwirkungen. Gaggeschichte, die das leistet, was auf 6 Seiten eben an Handlung möglich ist. (Camerini/Milano)


    I TL 3178-4
    Paperino e la mobilità insostenibile

    Mal wieder was Ökologisches: Donald hat so ziemlich allen Verwandten versprochen, sie zum Tag der nachhaltigen Fortbewegung zu begleiten, aber nichts vorbereitet. Dafür wird er selbst zum Hauptdarsteller des Tages und ist mit allerlei Fortbewegungsmitteln unterwegs. Durchschnittlich.
    (Pesce/O.Panaro, 25 Seiten)


    I TL 3177-1
    Topolino e il raggio di Atlantide (Teil 2)

    Weitere 41 Seiten (insgesamt also 83) schließen das bisher längste Tabea-Abenteuer ab.
    Während Tabea und Freunde das (noch) gut erhaltene Esperia untersuchen, taucht Abelard Monk mit einem ganzen Trupp der Blauen Orchidee auf und will das Feuerauge an sich nehmen. Seine Idee besteht darin, Satelliten der Konkurrenten von der Erde aus abzuschießen (samt einiger eigener, die sowieso verschrottet werden sollten, um nicht aufzufallen), um dann mit seinen Sendern das Informationsmonopol zu haben. Es zeigt sich: Der Mann ist nicht dumm und darüber hinaus skrupellos...
    Am Ende stellt sich heraus, dass Esperia nur eine Kolonie von Atlantis ist. Wenigstens hat Monk seine Pläne nicht zu Ende bringen zu können, kann aber mit seiner Medienmacht seine Haut retten. Und Tabea erhält Post: Der Inhalt legt nahe, dass die drei bald wieder aufbrechen werden... mal sehen, wann diese Geschichte kommt, zwischen den letzten beiden lagen 297 Wochen, also fast sechs Jahre.

    Die nächste Ausgabe gibt es für die Comicmesse in Lucca traditionell auch in einer Sonderausführung und mit weiteren Vorzeigekünstlern, unter anderem Faraci/Cavazzano, Silvia Ziche mit dem schrägen Blogger Sio (mit einem Titel, der auf "Das gläserne Schwert" anspielt) und einer Frankenstein-Adaption von Enna/Celoni im gleichen Stil wie "Graf Phantula". Ich freue mich schon mal...

  4. #1229
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    Topolino 3179

    Wer in Italien Comic-Fan ist und es einrichten kann, ist dieser Tage in Lucca in der Toskana zur Comic-Messe.
    Panini hat zur Messe einige Sonderveröffentlichungen auf den Weg gebracht und einen Großteil der populären Zeichner und Autoren zum Signieren geschickt.
    Auch das dieswöchige Topolino, das seit 2013 in der Lucca-Woche mit einer speziellen Covervariante erscheint, kann sich sehen lassen. Und wie!

    (Im Inducks sieht man allerdings noch nichts, vielleicht sind alle Induckser gerade in Lucca.)

    I TL 3179-1
    Zio Paperone in... Un cosplayer di troppo

    Erst mal sind Giorgio Cavazzano und Tito Faraci am Start, und mal wieder ist das Werk stark vom Ereignis inspiriert, was für uns nicht ganz unproblematisch ist. Dazu gleich mehr.
    Onkel Dagobert hat erfahren, dass es Geschichten um ihn gibt, in denen man sich offenbar über ihn lustig macht. Baptist klärt ihn auf, und so fliegen die beiden gemeinsam nach Lucca, wo Dagobert auch einige Dinge mal klären möchte.
    In Lucca wird er allerdings für einen der zahlreichen Cosplayer gehalten, der seine Rolle als Dagobert vielleicht ein bisschen zu ernst nimmt...

    Schön zu sehen, wie Dagobert erfährt, dass er in den einschlägigen Kreisen durchaus beliebt ist, sich aber hinter Micky und Donald einreihen muss (auch wenn die nicht genannt werden). Auch Casty erklärt ihm, dass eigentlich alle wüssten, dass er sich lieber um, na wen wohl, kümmert. Und beim Signieren trifft man dann auch unter anderem die Herren und Damen Vitaliano, Gervasio, Faccini und Ziche.

    So weit, so gut. Bloß geht halt einiges verloren, wenn man es nach Deutschland bringt. Einige Gags funktionieren einfach nicht, weil bei uns die Landschaft etwas anders ist. Und die ganzen italienischen Autoren dürften hier nur Spezialisten erkennen. Im Topolino hilft der redaktionelle Teil...
    (30 Seiten)


    I TL 3179-2
    Topolino e la spada di ghiaccolo

    Wenn der Blogger Simone Albrigi, für Freunde und Fans kurz Sio, auf Silvia Ziche trifft, kann es nicht mehr schräger werden. Und wenn die beiden einen absoluten Klassiker, nämlich "Das gläserne Schwert", parodieren, wird es zum Brüllen komisch.

    Vorweg sei gesagt, dass das Schwert im Original wörtlich nicht aus Kristallglas, sondern aus einem Eiskristall geschmiedet ist (spada di ghiaccio).
    Micky und Goofy haben nun den Dimensionsvektor vom Speicher geholt, Minnie bringt ihn versehntlich zum Starten, und auf geht es durch die Dimension - vorbei an Asgardland in die Dimension, in der sich Frigardland befindet. Und dort dreht sich nicht alles um das ewige Eis des Winters, sondern um Speiseeis.
    Aber ein Vetter des örtlichen Sagenheldes ist auch dort willkommen, denn einen nebulösen Herrscher mit Maske gibt es auch in Frigardland. Zu besiegen ist er mit einem Schwert aus Stieleis(!), auf der Reise werden Micky und Goofy von einem bärtigen Mann und einer Trollin begleitet.
    Also genug Anspielungen auf Massimo De Vitas Saga, albern, aber positiv albern. Lesetipp!
    (20 Seiten)


    I TL 3179-3
    Ciccio Never - Agente Speciale Salsa

    Es folgt die erste Parodie, nämlich vom Agentencomic Nathan Never. Für den hat Riccardo Secchi einige Abenteuer geschrieben, außerdem ist er der Kopf hinter der G.A.G., für die Franz Gans als Spezialagent in kulinarischer Mission unterwegs ist. Warum nicht Franz in die Rolle von Nathan Never schlüpfen lassen?
    Die Geschichte ist insgesamt lesbar, gut auch, dass hier eher die zweite Reihe der Ducks (Franz, Dolly, Oma) im Mittelpunkt steht. Ob Franz den ziemlich moralisch durchgeschüttelten Nathan Never gut trifft, kann ich nicht beurteilen. Und so ging es offenbar auch vielen im Papersera-Forum. Insgesamt eher die schwächste Geschichte des Bandes, vor allem aber, weil der Leser mit der Parodie wahrscheinlich deutlich weniger anfangen kann als der Autor und gegebenenfalls die Topolino-Redaktion. (24 Seiten, Zeichungen: Alessandro Perina)


    I TL 3179-4
    Duckenstein (di Mary Shelduck) -Teil 1

    Und zum Abschluss gibt es dann noch 36 Seiten Frankenstein von Bruno Enna und Fabio Celoni im Stil von "Graf Phantula". Wie immer ist das klasse umgesetzt und hält sich im ersten Teil sehr nahe an das Original. Donald spielt Victor Frankenstein, Franz Gans spielt Kapitän Walton und Daisy Frankensteins große Liebe Elisabeth. Am Ende des ersten Teils ist das Monster geschaffen, aber die Verwicklungen sind noch offen.
    Der zweite Teil wird spannend, denn wie immer in der Weltliteratur überlebt im Original ja fast niemand...

  5. #1230
    Mitglied Avatar von Von Quack
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    Zitat Zitat von NRW-Radler Beitrag anzeigen
    Der zweite Teil wird spannend, denn wie immer in der Weltliteratur überlebt im Original ja fast niemand...
    Das kann man so nicht sagen. Es gibt genug Werke der Weltliteratur, in denen nur die wenigsten Figuren sterben. Joyce, Proust, Musil, Frisch, Grass würden mir spontan einfallen.

  6. #1231
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    Topolino 3180

    Etwas später als sonst die Rezension zu Topolino 3180. Die 3181 gibt's zwar auch schon am italienischen Kiosk und in der App, aber dazu in ein paar Tagen mehr. Erst mal jetzt die 3180, die Höhen und Tiefen hat.

    I TL 3179-4
    Duckenstein di Mary Shelduck (Teil 2)

    Erst mal zu den Höhen: Der zweite Teil der Frakenstein-Parodie hält sich kaum noch an das Original. Das Problem der vielen Toten wird anders gelöst, indem klar wird, was dem Monster fehlt - vor allem Angenommensein. Tick, Trick und Track kommt schließlich die Rolle zu, das in die Wege zu leiten, ab da wird die Geschichte immer weniger düster und klart am Ende sogar auf.
    Gut eingesetzt auch Habakuk (samt Hund Tiger), bei dem das Monster als erstes menschliche Nähe sucht.

    (Enna/Celoni, insgesamt 72 Seiten)

    I TL 3180-2
    Paperino e il temibile “V”

    Sehr hübsch auch die Geschichte um urbane Legenden und Verschwörungstheoretiker im Internet.
    Donald ist auf dem Weg nach Hause, da teilt ihm Dussel mit, dass auf der Straße, die er nun nehmen muss, merkwürdige Spuren (von Vampiren gar?) gesehen wurden. Ein Facebook-Freund, der da wohnt, hat es gesehen und fotografiert. Dermaßen abgelunkt, lässt sich Donald seine Schlüssel von einem frechen Fuchs klauen. Und das löst nun eine Kettenreaktion aus, weil Dussels Freund die Geräusche hört, eine weitere Verschwörungstheorie ins Netz stellt und selbst in abenteuerlicher Ausrüstung auf die Straße läuft, um was auch immer gegen was auch immer zu verteidigen.
    Dussel nervt. Aber nur Donald, den Leser nicht (Moscato/Franzó, 20 Seiten)

    I TL 3180-3
    Paperino e l’impegno della nullafacenza

    Donald flieht vor seinen Gläubigern und seinem Vetter Dussel und ist anschließend müde. Lückenfüller (D'Antona/Baccinelli, 8 S.)

    I TL 3180-4
    Manetta e il testimone comodo

    Inspektor Issel soll einen Zeugen quer durchs Land begleiten, ahnt aber nicht, dass er auf eine falsche Fährte gelockt wird. Und der Zeuge ist auch nicht ganz so umgänglich, dafür, dass er zu den Guten gehört. Nicht völlig übel, aber fürs LTB gibt es bessere zweite Mausgeschichten (Valentini/Gottardo, 26 S.)

    I TL 3180-5
    Qui, Quo, Qua e l’avvistatore tempestivo

    Bei Tick, Trick und Track geht gerade alles schief. Daniel Düsentrieb versorgt sich mit einem Gerät, dass sie vor falschen Entscheidungen warnt, allerdings nur fünf Mal (und durchaus nicht immer auf Bestellung). Genau nach der fünften Warnung braucht es aber Neffen, die richtig reagieren...
    Durchaus gelungene Geschichte der Panaros mit Moral. Gerne ins LTB, da gibt es Schlechteres mit den Ducks (30 Seiten).

    Diese Woche geht es mit einer neuen Saga um den neuen Phantomias weiter. Diese wird dann aber gleich wieder unterbrochen, weil nächste Woche Mickys Geburtstag entenfrei gefeiert wird.

  7. #1232
    Mitglied Avatar von Brook Smargin
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    weil nächste Woche Mickys Geburtstag entenfrei gefeiert wird.
    Man stelle sich dies einmal bei uns vor.
    Aber nein, hier sind ja 65 Jahre Panzerknacker wichtiger...
    Gesendet ohne alles. Es muss gespart werden (Dagobert wäre begeistert).

  8. #1233
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    Zitat Zitat von Brook Smargin Beitrag anzeigen
    Man stelle sich dies einmal bei uns vor.
    Aber nein, hier sind ja 65 Jahre Panzerknacker wichtiger...
    Um ehrlich zu sein, finde ich 65 Jahre Panzerknacker durchaus wichtiger als 88 Jahre Micky.

  9. #1234
    Mitglied Avatar von TomiS
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    Zitat Zitat von Luk Beitrag anzeigen
    Um ehrlich zu sein, finde ich 65 Jahre Panzerknacker durchaus wichtiger als 88 Jahre Micky.
    Naja, beides kein Jubiläum zum Feiern. Aber die Maus isr vielseitiger und spannender als der 1.000.000 Versuch den Geldspeicher auszurauben. Früher waren die Panzerknacker noch etwas furchteinflössend, heute Schatten ihrer selbst und nur noch Witzfiguren.



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  10. #1235
    Zitat Zitat von Brook Smargin Beitrag anzeigen
    Man stelle sich dies einmal bei uns vor.
    Aber nein, hier sind ja 65 Jahre Panzerknacker wichtiger...
    Eigentlich ist's ja gar nicht so relevant, was "wichtiger" ist - das eine Jubiläum schließt das andere ja nicht aus, man könnte durchaus beide Geburtstage feiern. Andererseits wurde was anderes als 5er-Schritte in Geburtstagen hier eh nie gefeiert in irgendeiner Form, oder? Ganz egal obs nun um Micky oder sonst wen geht.
    Ich finds aber schön, dass den Italienern so ein Geburtstag dennoch etwas mehr wert ist.

  11. #1236
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    Zitat Zitat von StarTrick Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist's ja gar nicht so relevant, was "wichtiger" ist - das eine Jubiläum schließt das andere ja nicht aus, man könnte durchaus beide Geburtstage feiern.
    Und wie stellst du dir das vor? Jedes Jahr ein Jubiläum wird schnell langweilig. Das wäre höchstens im Wochenbereich möglich. Da gibts aber nur das Micky-Maus-Magazin (das ab nächstem Jahr auch zweiwöchig wird),
    und was sollte man da gross machen?

  12. #1237
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    Topolino 3181

    Dieses Mal dürfte es etwas kürzer werden: Es gibt zwar sechs (bislang noch nicht inducksierte) Geschichten, viel fürs LTB ist aber nicht dabei.

    I TL 3181-1
    PK - Cronaca di un ritorno (prima parte)

    Zur zentralen und längsten Geschichte kann ich zum Beispiel wenig sagen, weil ich bei den diversen Phantomias-Strängen längst den Überblick verloren. Jedenfalls beginnt mal wieder ein mehrteiliges Pikappa-Abenteuer, von denen es zwar zwei in den letzten beiden Jahre gab, wo mir aber trotzdem der Überblick fehlt.
    Jedenfalls handelt es sich hier um die Chronik einer Rückkehr, nämlich derjenigen von Xadhoom... In zwei Wochen geht es weiter.
    (40 Seiten, Sisti/Sciarrone).

    I TL 3181-2
    Paperino, Gastone e il deviatore probabilistico

    Nachdem Gustav ein Querfeldrennen mit mehr Glück und Verstand gewonnen hat (allerdings so unverdient, dass er von den Zuschauern ausgebuht worden ist), präsentiert ihm Daniel Düsentrieb ein Gerät, mit dem er Wahrscheinlichkeiten erhöhen und so dass Glück beeinflussen kann,.
    Dieses Gerät mopst sich Donald und bewirkt so, dass völlig irreale Dinge passieren. Witzig, wenn auch auf Basis eines durchschnittlichen Plots. (28 Seiten, Zemelo/Mazzarello)

    I TL 3181-3
    Comunicazioni papere: segnali di fumo

    Primus beginnt, dem Leser etwas über Kommunikationsmittel zu erzählen. Erster Teil: Rauchzeichen. Im Prinzip ein Sechsseiter, nur doppelt so lang (Figus, Sarda/Molinari).

    I TL 3181-4
    Gambadilegno e la rapina imperfetta

    Schon witziger: Karlo steht in der Schlange am Postamt, um einen Strafzettel zu bezahlen, da versucht jemand, das Postamt auszurauben... und ist zu blöd dafür. Also gibt Karlo Nachhilfe... Erwartbares Ende, trotzdem ganz nett (Mazzoleni/Asaro, 8 S.)

    I TL 3181-5
    Paperino e la foglia... d'oro

    Schon wieder unwitziger: Donald trifft beim Laubsammeln auf einen Sammler, der im Laubhaufen ein seltenes Blatt vermutet. Beachtlich, dass der 88-jährige Giulio Chierchini immer noch deutlich auf seinem Niveau erkennbar ist. Die Geschichte von Giorgio Fontana ist aber nicht der Rede wert (6 Seiten).

    I TL 3181-6
    Orazio e Eta Beta star dell'elettronica

    Zum Schluss eine schräge Kombination: Rudi repariert alte Musikinstrumente, Gamma packt ein futuristisches Instrument aus seiner Umgebung dazu - und die beiden merken, dass das passt und gründen im Schutze der Anonymität ein Duo elektronischer Musik, das optisch enorm an Daft Punk erinnert. Leider hat Gammas Zukunftsinstrument eine Nebenwirkung... zugegeben, die Figurenkonstellation und die Optik sind origineller als die Geschichte. (Salati/Zironi, 24 Seiten).

    Nächste Woche dann nur Micky - aber ob das so toll wird, muss man mal sehen. Die erste Geschichte ist nämlich "Es darf nur einen geben" von Petrucha/Ferioli, und die ist schon 1999 in LTB 266 erscheinen. Micky X kommt aber auch wieder.

  13. #1238
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    Zitat Zitat von TomiS Beitrag anzeigen
    Früher waren die Panzerknacker noch etwas furchteinflössend, heute Schatten ihrer selbst und nur noch Witzfiguren.
    Diesen Wandel gab es bei Kater Karlo in noch krasserer Weise. Der alte Karlo ging über Leichen. Der aktuelle ist je nach Autor (Faraci!) und Geschichte eine Art Kumpel von Micky. Die Rolle des furchteinflössenden Bésewichts hat das Phantom übernommen.

    Die Panzerknacker hatten aber auch vor Jahrzehnten schon ihre witzige Seite. Dass z.B. die Kassiererin in der Bank den Zettel "Hente hoch und Gäld hehr" wegen mangelnder Rechtschreibung nicht ernst nahm.

  14. #1239
    Zitat Zitat von Luk Beitrag anzeigen
    Und wie stellst du dir das vor? Jedes Jahr ein Jubiläum wird schnell langweilig. Das wäre höchstens im Wochenbereich möglich. Da gibts aber nur das Micky-Maus-Magazin (das ab nächstem Jahr auch zweiwöchig wird),
    und was sollte man da gross machen?
    Nein, ich vermute mal das hat sich jetzt zu beschwerdemäßig von mir angehört. Groß machen braucht man da nix - wenn auch verstärkte Präsenz des jeweiligen Charakters zum Zeitraum des Geburtstages sicher wünschenswert wäre. Bei der Menge an Produkten im Jahr macht das den Braten nicht fett, es käme dann trotzdem niemand zu kurz. In erster Linie wollte ich aber eigentlich nur sagen, dass ich es toll finde, dass die Italienier um den Geburtstag etwas mehr geben als wir das hier gewohnt sind. Gefällt mir sehr.

  15. #1240
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    Zitat Zitat von StarTrick Beitrag anzeigen
    Nein, ich vermute mal das hat sich jetzt zu beschwerdemäßig von mir angehört. Groß machen braucht man da nix - wenn auch verstärkte Präsenz des jeweiligen Charakters zum Zeitraum des Geburtstages sicher wünschenswert wäre. Bei der Menge an Produkten im Jahr macht das den Braten nicht fett, es käme dann trotzdem niemand zu kurz. In erster Linie wollte ich aber eigentlich nur sagen, dass ich es toll finde, dass die Italienier um den Geburtstag etwas mehr geben als wir das hier gewohnt sind. Gefällt mir sehr.
    Die machen das aber auch nur im Wochenbereich. Verstärkte Präsenz zu total ungeraden Geburtstagen im monatlichen Bereich wäre übertrieben.

  16. #1241
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    Topolino 3182

    So. Und damit zu dem, was sich die Italiener im Wochenbereich für den Namensgeber ihres Magazins haben einfallen lassen.
    Eine etwas merkwürdige Kombination, wie ich finde: Neben einem gelungenen Cavazzano-Cover mit vielen Mickys und drei Glückwunsch-Einseiter von Marconi/De Vita, bei denen Karlo, Pluto und Dagobert gratulieren, gibt es zwei Mystery-Geschichten und zwei nicht-italienische.

    Eine davon ist, wie angedeutet, "Es darf nur einen geben" (Ferioli/Petrucha) aus LTB 266, schon 18 Jahre alt und angeblich in den USA unglaublich beliebt, außerdem auch ein wichtiger Schritt damals zum Kurzhosenmick.
    Und die andere ist eine Comic-Adaption der neuen US-Zeichentrickfilme "Mickey Mouse Shorts", die arg gewöhnungsbedürftig gezeichnet sind und als Film vermutlich besser wirken denn als Comic. Hier ist es die Folge "Micky in Tokio" (XU MMTV 1-05).

    Bleiben zwei:
    I TL 3182-1P
    Topolino e il viaggiatore dell’ignoto

    Carlo Panaro ist bei längeren Geschichten meist etwas besser, hier hat er 46 Seiten. Und er verwendet ganz interessante Zutaten: Minni hat einen antiken Rahmen gekauft und ist am nächsten Tag plötzlich verschwunden. Micky findet halbwegs heraus, was passiert ist, folgt durch den Rahmen, landet in einer Parallelwelt, aber in der ist nicht nur Minni, sondern auch ein alter Bekannter. Und nur der scheint den Rückweg zu kennen.
    Für sich betrachtet ist das ganz okay, aber mit Blick auf die andere Geschichte im Buch merkwürdig kompiliert. Und ehrlich: Es gab nun schon einige Geschichten in Parallelwelten, und vor allem: einige bessere. (Zeichnungen: Giampaolo Soldati).

    I TL 3182-2
    X-Mickey: Sogni d'horror

    Prolog: Ein alter Sebär liest seinem Enkel aus Shakespeares "Sommernachtstraum" vor. Da muss er abbrechen. Irgendetwas passiert hier, in der Anderswelt, mit dem Schiff.
    Gegenwart: Goofwulf erscheint bei Micky. Toppersby ist verschwunden. Bei der Suche in seinem Laden erschnuppert Goofwulf ein Buch - das Buch. Und es riecht verdächtig, so dass er mit Micky in der Anderswelt auf die Suche geht...
    Es gibt auch sicher bessere Micky-X-Geschichten, wobei diese schon in Ordnung geht (der Sommernachtstraum spielt allerdings keine herausragende Rolle) und ja vermutlich eh erst nach dem Komplettabdruck von Micky X im Premium an der Reihe ist. (Enna/Martusciello, 36 Seiten).

    Alles in allem also nicht die würdigste Geburtstagsausgabe. Vielleicht wird es näcshte Woche mit Pikappa, Vitaliano, Faccini und einem bei uns allerdings schon abgedruckten Cavazzano besser.

  17. #1242
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    Topolino 3183

    Und weiter geht es.

    Drei der fünf Geschichten möchte ich kurz anreißen, denn "Phantomime kehrt zurück" haben wir schon in LTB 466 lesen können, und Sisti/Sciarrone verwöhnen aus mit 40 weiteren Seiten Pikappa, womit diese Geschichte halb rum ist, mir aber nach wie vor der Überblick fehlt. Eventuell versuche ich in zwei Wochen, die dann wohl 160 Seiten mal am Stück zu lesen. Den italienischen Lesern gefällt es aber bisher wohl. Wir brauchen ja eh irgendwie noch Jahre, bis wir genug Vorgeschichte abgedruckt haben...

    Und sonst?
    I TL 3183-2
    La (nuova) versione di Gamba

    Bankraub in Entenhausen, Klar, Karlo war's. Den hat ja schließlich die Überwachungskamera gesehen, wie er sich mit einem Presslufthammer vor der Bank aufhielt. Aber Karlo ist verschwunden. Auf der Flucht? Mag sein, aber Trudi und Schnauz wissen nichts davon und sind überdies sauer auf Karlo.
    Und dann kommt der zweite Teil der Geschichte, der zeigt, dass nichts so ist, wie es scheint...
    26 unterhaltsame Seiten von Vitaliano/Tosolini mit der wichtigen Botschaft, dass man nicht nur dem ersten Anschein trauen sollte. Aber so ganz springt der Funke nicht über.

    I TL 3183-3
    Paperino e le meraviglie tecnologiche

    Und so ähnlich geht es weiter: Seltsam, gut, aber nicht top. Tick, Trick, Track wünschen sich einen neues Videospiel von ihrem Onkel. Der macht sich auch direkt zum Technikmarkt auf - und das wiederum versetzt die Neffen in Angst: Sie malen sich aus, was passiert, wenn Donald (wie gerne schon mal) neue unnütze Technik aufgeschwatzt bekommt, dafür alles Geld ausgibt, wie alle Rettungsversuche scheitern... und verfluchen schon mal präventiv den Tag. Mit einer durchaus bekannten, aber konsequenten Pointe. Und sonst 14 Seiten Faccini pur.

    I TL 3183-4
    Quando Pippo...viaggiava in autostrada

    Nett, aber auch nicht mehr ist dann noch der 7-Seiter von Bosco/Di Vita. Goofy hat erfolgreich Pilze gesucht und will nach Hause fahren, muss aber aufgrund von Bauarbeiten auf die ungewohnte und dazu mautpflichtige Autobahn. Was nicht ohne mildes Chaos abgeht.

    Nächste Woche geht es mit einer längeren Hamlet-Parodie von Giorgio Salati weiter. Mal sehen, wie gut das wird: Die Messlatte liegt mit dem fast 57 Jahre alten "Donald, Prinz von Duckenmark" (LTB 58, I TL 226-BP) hoch.

  18. #1243
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    Sein! Nicht Nichtsein: Topolino 3184

    Das neue Topolino enthält vier Geschichten, darunter die nächsten 40 Pikappa-Seiten. Der letzte Teil folgt nächste Woche, dann stehen die Chancen für eine Zusammenfassung auch ganz gut. Weiterhin: Sieht gut aus, setzt aber viel voraus, was noch nicht in Deutschland erschienen ist.

    Dann kurz zu den beiden kurzen Geschichten:

    I TL 3184-4
    Il mio migliore amico - La cosa più bella è stare insieme

    Vier Seiten über Micky und den besten Freund der Maus: Es tut in der Seele weh, den Hund alleine zu lassen, wenn man mit der Verlobten verabredet ist. Sieht die Verlobte irgendwie anders, und wenn Pluto so zentral für Micky ist, warum taucht er dann in so vielen Geschichten nicht auf? (Gianatti/Picone)

    I TL 3184-3
    Manetta in: giù le mani dalla valigia

    Ganz witzig sind diese 14 Seiten:
    Kommissar Hunter hat einen Polizeischüler damit beauftragt, einen handelsüblichen Koffer mit einer gefährlichen Materie zu transportieren, da ihn kein Gangster kennt und der Koffer unverdächtigt aussieht.
    Leider kennt auch Issel den Jungen nicht, wohl aber den Koffer, und denkt, er habe ihn gestohlen. Also tauscht Issel den Koffer unter einem Aufwand aus, wird dabei aber von Plattnase beobachtet, der nun seinerseits an den Koffer kommen will und ihn auszutauschen versucht.
    Es ist einerseits spannend, wie weit man das Koffer-wechsel-dich auf die Spitze treiben kann, aber irgendwann reicht es dann auch... etwas abrupt (Camerini/Piras)

    Aber dann zum Highlight:
    I TL 3184-1P
    Il principe Duckleto

    Man fragt ja, warum die neue Hamlet-Adaption erst ganz zum Ende des Shakespeare-Jahres (400. Todestag im April) veröffentlicht wurde, und ich habe mich letzte Woche gefragt, ob es nach der Dalmasso-Carpi-Version aus LTB 58 noch einen neuen Hamlet brauchte, aber das, was uns Giorgio Salati und Paolo De Lorenzi hier zeigen, ist die Sache wert.

    Hatten wir in LTB 58 noch eine relativ freie Adaption, so erzählt hier Salati das Shakespeare-Drama ziemlich detailliert nach, auch wenn ein paar Dinge verändert wurden: Wie in vielen Werken der Weltliteratur (ja, ich habe gelernt...) führt der Weg zum Ende im Original über viele Leichen - bei Shakespeare sind es samt altem König deren neun tote Personen, die auch in der Disney-Fassung alle vorkommen. Allerdings stirbt hier niemand, sondern die Figuren werden durch einen irreversiblen Zaubertrank zu Geistern, die am Ende der Rahmenhandlung auch noch das Geisterschloss Helsingör bewohnen.

    Etwas überraschend, aber schlüssig ist die Rollenbesetzung: Donald gibt den Hamlet, Daisy die Ophelia. Bis dahin wenig überraschend. König Hamlet senior (der Geist) wird von Dagobert gespielt, der Usurpator Claudius von Klaas Klever, der sich auch gleich Königin Gertrude (Gitta) zur Partnerin genommen hat und unwidersprochen behauptet, der alte König habe sich in Grönland zur Ruhe gesetzt. Den redseligen Ratgeber Polonus gibt, eigentlich gar nicht unlogisch, Primus. Laertes, der hier weniger sympathisch daherkommt als bei Shakespeare, ist mit Gustav besetzt. Bleiben noch Rosenkranz und Güldenstern, für die Dussel und Franz trottelig genug sind. Und Hamlets Freund Horatio, der hier auch zum Geist wird, obwohl er das Original lebend zu Ende bringt: Das ist Daniel Düsentrieb, der ja immerhin bei Erika Fuchs schon mal Hamlet (im Gespräch mit Horatio) zitieren durfte.
    Die Norweger um Prinz Fortinbras, mit denen es ein paar diplomatische Verwicklungen gibt, spielen die Panzerknacker. Und Oma Duck und diverse Neffen und Nichten haben Nebenrollen.

    Um die ganzen Details nicht nur unterzubringen, sondern auch noch interessant zu machen, verwendet Salati ein paar absurde Gags. Aber vielmehr noch spelt er immer wieder auf Shakespeare an. Wer Hamlet schon gut kennt, wird seine helle Freude haben. Die anderen können sich überlegen, ob sie erst diese Geschichte und dann das Drama lesen sollten oder umgekehrt - die Kombination macht es richtig rund. Fehlt nur noch die deutsche Übersetzung. Von Salati, nicht von Shakespeare. Ich bin zuversichtlich, denn pet fragt ja nach langen Enten-Geschichten. Hier ist eine, die sich nun wirklich lohnt (64 Seiten).

  19. #1244
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    DAS nenne ich mal eine Topolinosammlung:
    http://www.webalice.it/funtop/collezione.htm

  20. #1245
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    Topolino 3185 & Topolino 3186

    Advent. Zeit des Wartens und des Stresses. Weil ich im Advent wenig Zeit hatte, mussten die Topolino-Rezensionen etwas warten. Das Weihnachts-Topolino 3187 habe ich schon auf dem Handy, das wird aber erst rezensiert, wenn ich es in der Hand halte (hoffentlich vor Heiligabend).

    Fangen wir mal mit einer Zusammenfassung des neuen Pikappa-Abenteuers an:

    I TL 3181-1P
    Cronaca di un ritorno

    Also, keine Frage: Die neuen Phantomias-Abenteuer sollte man im Premium veröffentlichen, wenn die eigentliche Pikappa-Serie durch ist (was aber noch etwa 6 Bände braucht). Die neuen neuen Abenteuer sind aber fast alle länger, füllen etwa einen halben Premium-Band (hier sind es 160 Seiten) und greifen Handlungen auf, die noch nie ins Deutsche übersetzt wurden. Diese Geschichte wird es also aktuellem Rhythmus ungefähr im Jahr 2024 zu uns schaffen. Ich lasse mich gerne positiv überraschen.

    Der Winter hat jedenfalls Entenhausen fest im Griff. Währenddessen stellt Donald fest, dass sich ein Himmelskörper der Erde genähert hat, und erforscht diesen in seiner Eigenschaft als Phantomias. Überraschung 1: Dort leben - dazu noch ziemlich orientierungslose - Evronianer, die es erstens nicht geben dürfte und zweitens ihren Todfeind Phantomias nicht kennen. Überraschung 2: Phantomias trifft Xadhoom wieder, die sich in einen Stern verwandelt hat (warum, erfahren wir noch im Premium) und die die Evronianer ebenfalls nicht kennen. Die Evronianer haben aber neue Feinde, die En'Tomek, und diese sind für das Einfrieren der Erde verantwortlich. Phantomias laviert nun zwischen den beiden Seiten, Xadhoom taut langsam auf, aber erst mal ohne ihre Kräfte, und mit der Zeit werden sowohl Evronianer als auch En'Tomek misstrauisch...
    Hervorragende Geschichte mit melodramatischem Ende (Sciarrone/Sisti).

    I TL 3185-1
    Dinamite Bla e la poesia buzzurra

    Passend zur Verleihung des Literaturnobelpreises eine Geschichte, die ganz ohne Bob Dylan auskommt. Den Preis bekommt dagegen Habakuk verliehen, was auch nur mäßig sinnvoller dadurch wird, dass er den Preis stellvertretend für seinen verschollenen Opa entgegennehmen soll, desse Meisterwerk hinterwäldlerischer Poesie zufällig auf Habakuks Hof aufgetaucht ist.
    Problem: Habakuk muss für die Preisverleihung Benehmen lernen. Das soll ihm Baptist beibringen, im Gegenzug mimt Tiger für ein Geschäft Dagoberts den Rassehund. Fraglich, wer diesen Partnertausch schrecklicher findet: Baptist oder Tiger...
    Ach ja, die Autoren dieser schrägen Geschichte: Fausto Vitaliano und Slivia Ziche. Man sei vorgewarnt... (28 Seiten)

    I TL 3185-2
    Paperoga e il giornalismo grunfio

    Dussel kam bei Habakuk nicht vor, aber auch er betätigt sich literarisch: Er hat ein relativ missglücktes Interview mit dem Bürgermeister geführt, der eine von Dussels merkwürdigen Fragen "grumpfig" (O-Ton Dussel) beantwortet hat. Dieses Wort mit im Internet Furore, und Dussel beginnt, mit der gleichen Masche weitere Artikel mit selbst erfundenen Wörtern zu schreiben... Entweder geht so was in die Hose, oder es wird Kult(ur)...
    (Salati/Franzó, 18 S.)

    I TL 3185-3
    I gialli di Topolinda - Sulle tracce del randagio

    Nach Topolino 3148 ein zweiter Fall mit Tante Linda und ihrer wilden Katze: Schnauz kommt auf der Flucht in Tante Lindas Dorf und gibt sich als Polizist aus. Klingt ein wenig nach I TL 2514-1 ("Gute Nachbarschaft", nur in einem Buch der ECC erschienen), da allerdings mit Plattnase als nettem Nachbarn.

    I TL 3185-4
    Topolino e l'arte del perfetto viaggiatore

    Micky - eine Spur zu besserwisserisch - erklärt die perfekte Reisevorbereitung. In Theorie und *hüstel* Praxis. 4 Seiten, vorhersehbare Pointe (D'Antona/Asaro)

    I TL 3185-6
    Il mio migliore amico - Conoscersi

    Unter guten Freunden kennt man sich: Deswegen weiß Hunter auch genau, wie man Issel zum Joggen kriegt (Gianatti/Picone, 4 Seiten).

    Und Topolino 3186, mal ganz ohne Mehrteiler:
    I TL 3186-1
    Paperino, Zio Paperone e la fusione… semifredda

    Dritter Teil der Physik-Geschichten, dieses Mal geht es um kalte Fusion, also das kontrollieren Verschmelzen von Atomkernen bei niedriger Temperatur ohne die Möglichkeit eines Super-GAU. Donald hat es eher versehentlich hinbekommen, mit seinen neuen, aber defekten Kühlschrank Energie zu gewinnen, dabei aber den Kühlschrank reklamiert und abholen lassen. Nun jagen Dagobert und Klever der Energiequelle hinterher...
    Solide Geschichte, die aber ohne große Physik daherkommt. Die wiederum wird im redaktionellen Teil erklärt, aber so was ist im LTB-Kosmos ja normalerweise nicht üblich... (Vitaliano/Mazzarello, 27 Seiten)

    I TL 3186-2
    X-Mickey: La verde signora

    Und wieder was Neues aus der Anderswelt: Micky und Goofwolf besuchen eine Freundin von Goofwulf, eine ältere grüne Dame. Bei dieser geschehen merkwürdige Dinge, was Missi in offiziellem Auftrag inspizieren soll.
    Ebenfalls solide, aber nicht überragend. (Venerus/Mazzarello, 30 Seiten)

    I TL 3186-3
    Dai retta a Paperetta: Compleanno canoro

    Am 18.12.1966 trat Dolly Duck auf der Entenhausener Bildfläche auf. Seitdem wird sie zwar nur sporadisch eingesetzt, aber eine allerdings nur 4-seitige Geschichte zum 50.Geburtstag bekommt sie trotzdem. Es geht allerdings nur um den Glückwunsch der Familie und wie ihn Dolly mehr oder weniger über sich ergehen lassen muss. Gut getroffen von Vito Stabile, Zeichnungen von Andrea Lucci.

    I TL 3186-4
    Nonna Papera e le torte spray

    Backtag bei Oma Duck: Daisy und ihre Nichten backen für ihre Freunde mit Omas Hilfe eine ganze Menge Torten, aber es könnten noch mehr sein. Daniel Düsentrieb erfindet ihnen dazu ein Verfahren, wie man diese Torten aus der Spraydose herstellen kann. Das muss nur finanziert werden, und Dagobert spielt hier mit eigenen Regeln mit. Hm. (Michelini/Gatto, 26 Seiten)

    I TL 3186-5
    Superpippo e il coraggio di un eroe

    Zum Abschluss eine Geschichte mit Supergoof und Tiefgang - eine in der Form auch nicht wirklich häufige Kombination.
    Der ewige Loser Russell bewundert Supergoof - und bekommt zufällig mit, dass Supergoof eigentlich ein ganz normaler Typ ist (halt so normal, wie Goofy wirken kann), der seine Kräfte einer Nuss verdankt. Das zeigt er seinem Bruder, und der - Typ krimineller Wissenschaftler - macht aus Russell einen Superschurken, der in der Lage ist, Fort Knox auszurauben.
    Bis Supergoof Russell klarmacht, dass das keine Heldentat ist - eher wäre es eine, sich gegen den bösen Bruder zu stellen... (Zemelo/Barbaro, 30 Seiten)


    Es folgt dann ein durch und durch weihnachtliches Topolino 3187. Mit Casty. In ein paar Tagen.

  21. #1246
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    Zitat Zitat von NRW-Radler Beitrag anzeigen
    I TL 3181-1P
    Cronaca di un ritorno

    Also, keine Frage: Die neuen Phantomias-Abenteuer sollte man im Premium veröffentlichen, wenn die eigentliche Pikappa-Serie durch ist (was aber noch etwa 6 Bände braucht). Die neuen neuen Abenteuer sind aber fast alle länger, füllen etwa einen halben Premium-Band (hier sind es 160 Seiten) und greifen Handlungen auf, die noch nie ins Deutsche übersetzt wurden. Diese Geschichte wird es also aktuellem Rhythmus ungefähr im Jahr 2024 zu uns schaffen. Ich lasse mich gerne positiv überraschen.
    Meinen Berechnungen nach zur Folge http://www.comicforum.de/showthread....antomias/page3, könnten wir es sogar bis 2019/20 geschafft haben die erste Reihe vollständig abgedruckt zu haben. Nur danach mit den Folgeserien und inoffiziellen Teilen wird es, für mich zumindest, etwas undurchsichtig.

  22. #1247
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    Frohe Weihnachten: Topolino 3187

    Aus dem Jahr 2016 sind bislang 4 Geschichten auf Deutsch veröffentlicht worden, aus dem Jahr 2015 auch mal gerade weitere 33, darunter 4 Einseiter und 4 weitere Geschichten mit einstelliger Seitenzahl.
    Dieses Topolino ist allerdings das Topolino des Jahres, bei dem eine zeitnahe Veröffentlichung der meisten Geschichten sehr wahrscheinlich ist: Alle 5 Geschichten sind Weihnachtsgeschichten, für nächste Woche ist eine noch weitere Wintergeschichte von Faccini angekündigt, und das alles würde noch nicht für LTB Weihnachten 23 reichen - nicht mal mit der seit vier Jahren ausstehenden 80-seitigen Ziche-Geschichte.

    Nun hat es schon sehr gute Weihnachtsgeschichten gegeben, aber dieses gibt es ein paar gute, nichts Überragendes. Trotz Casty.

    I TL 3187-1
    Topolino e l'elettromistero di Natalimburgo

    Ich schwanke bei Casty wirklich, welche Grünfärbung ich für angemessen halte. Ich habe mich mal für die dunklere Variante entschieden, aber mit Castys letzter Weihnachtsgeschichte "Der magische Mantel" (LTB Weihnachten 18) hält das diesjährige Werk nicht mit.
    Micky und seine Freunde (darunter beide Maxi Smarts) geben eine Wohltätigkeitsveranstaltung, nach der Gamma entführt wird, allerdings direkt klar macht, dass alles in Ordnung ist. Micky folgt seiner Spur in das baltisch wirkenden Dorf Weihnachtsburg, in dem die Menschen aber traurig sind, weil das Dorf in einer schweren Energiekrise ist (nicht mal die Weihnachtsillumination ist möglich). Und Sheriff Karlo verteilt nach Gutdünken Strafzettel für nichts an die Bevölkerung.
    Gamma kann tatsächlich helfen, die Energiekrise zu lösen. Warum und wie, führt aber ins Reich des Magischen und Fantastischen. Immerhin werden einige sympathische neue Figuren eingeführt, und viele Figuren aus dem Mausoversum spielen mit. (42 Seiten)


    I TL 3187-2
    Agente speciale Ciccio in Natale ad alto rischio

    Die zweitlängste Geschichte gehört G.A.G.-Agent Franz Gans, der dem Weihnachtsmann helfen muss, weil diesem die Kraft bringenden Kekse an den Fenstern der besuchten Kinder geklaut werden. Hätte es nicht gebraucht (30 Seiten, Secchi/Lucci).


    I TL 3187-3
    Zio Paperone e la sorpresa contesa

    Eine Kurzgeschichte (6 Seiten) mit wenig überraschender Pointe von Gabriele Mazzoleni: Dagobert will ein Geschäft abschließen und dazu dem Sohn des Geschäftspartners eine seltene Action-Figur schenken. Doch die ist schwer aufzutreiben... Ordentliches Debüt des neuen Zeichners Umberto Fizialetti.


    I TL 3187-4
    Gambadilegno e il regalo sospeso

    Durchaus beeindruckend ist die fast wortlose Geschichte von Matteo Venerus und Renata Castellani: Karlo wird dazu angehalten, ein Spielzeug für kaufen und in eine Box zu werfen, das sich dann ein bedürftiges Kind mitnehmen kann. Das erweicht sogar Karlos Herz...
    Schöne Geschichte mit leichtem Kummersdorf-Flair (14 Seiten).


    I TL 3187-5
    Zio Paperone e la stella di Babbo Natale

    Und auch die neue Geschichte von Vito Stabile und Valerio Held ist was fürs Herz: Dagobert muss seinen Geldspeicher verschönern und kommt dabei auf die Idee, den Stern des Weihnachtsmannes auf das Dach des Speichers zu stellen. Dazu hat Dagobert ein Recht, weil der Weihnachtsmann einst verpasst hat, ihm den gewünschten Schlitten zuzustellen. Doch der Stern leuchtet nicht wie gewünscht - im Gegenteil, die Entenhausener werden plötzlich unweihnachtlich hartherzig.
    Die Lösung führt über den Grund, warum Dagobert den Schlitten damals nicht bekam...
    Eine Charles-Dickens-Variante, in der Dagobert nicht der schlimmste Ebenezer Scrooge ist. (28 Seiten)

    Damit endet das Topolino-Jahr 2016, denn maßgeblich ist ja immer das aufgedruckte Letztverkaufdatum, hier der 27.12.2016.
    In der nächsten Woche beginnt wieder was Größeres mit Mickymagos Mannen, in zwei Wochen folgt die lange angekündigte Metropolis-Adaption, und in Topolino 3192 erfahren wir aus der Feder Bruno Ennas, was aus Donnis Freunden als Erwachsene geworden ist.

    Ich überlege, ob ich die Zeit zwischen den Jahren nutzen soll, meine Top 10 der Topolino-Comics für das Jahr 2016 zusammenzustellen, ich rezensiere ja erst seit Mitte des Jahres wieder. So viel sei gesagt: Die vier, die wir bereits kennen, wären nicht darunter.

    Und damit genug der Worte: Ich wünsche dem gesamten Forum frohe Weihnachtstage!

  23. #1248
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    Die aus meiner Sicht 10 besten Geschichten aus 2016

    Nun haben wir das Jahr 2016 so weit hinter uns, das erste Topolino für 2017 ist auch schon raus (Rezension folgt in den ersten Tagen des Jahres 2017). Zeit, mal zu schauen, worüber sich der Topolino-Leser 2016 freuen konnte. Bei einem ersten Versuch einer Top 10 kamen über 20 Kandidaten heraus, praktisch jede zweite Woche einer (neben zugegebenermaßen auch einigem Belanglosen und Enttäuschendem).

    Daraus habe ich dann mal meine 10 Lieblinge zusammengestellt, quasi meine Wunschliste für LTB und Konsorten - auch wenn ein Wunsch schon zugesagt ist und einer derzeit nicht realisierbar ist. Es ist eine interessante Mischung aus Mäusen und Enten, Kurzem und Langen, Gagstorys und ernsten Themen, Literaturadaptionen und eigenen Erfindungen. Die Vorstellung erfolgt kurz und chronlogisch.

    I TL 3146-1
    Topolinix e lo scambio di Galli

    Micky als Asterix, Karlo als Obelix, Goofy als Miraculix - oder fast: Denn das hier ist ein Nachbardorf des berühmten gallischen Dorfes, das die Römer aber leider verwechseln und damit die Falschen entführen, um an den Zaubertrank zu kommen. Nur dass unsere drei Helden nur optisch, aber nicht charakterlich den Galliern ähneln. Weitgehend eine (geniale) Parodie des ersten Asterix-Abenteuers, leider laut kater karlo aus urheber- oder lizenzrechtlichen Gründen wohl nicht abdruckbar.
    (Faraci/Ziche, 44 S.)

    I TL 3153-1P
    PK Timecrime DD

    Das dagegen kommt laut pet in LTB 493: Der neue Phantomias (aus den 1990er Jahren) reist mit Klarissa in die Zukunft (2016), diese wird auf der Jagd nach einem kriminellen Ex-Zeitpolizisten aus dem 23. Jahrhunderts versehentlich von der Agentur festgenommen - und ist auch jetzt noch als Fernsehgesicht durchaus bekannt. Die Agentur entdeckt, dass Klarissa ein Android ist, und DoppelDuck trifft auf Phantomias (also auf sich) und muss Kay-K zumindest teilweise einweihen. Um die ganze Sache noch komplizierter zu machen, taucht auch noch der echte Agent zero (Axel Alpha) auf...
    Einige Menge Anspielungen auf Phantomias-Abenteuer, DoppelDuck-Abenteuer und Artibanis Eigenschöpfungen. Ein paar Dinge, auf die angespielt wird, sind in Deutschland noch unbekannt. Eine gute Übersetzung kriegt das aber hoffentlich in den Griff.
    (Artibani/Mottura, 90 S.)

    I TL 3155-2
    Zapotec & Marlin alla ricerca del tempo perduto

    Eine Literaturparodie (von Prousts Roman "Auf der Suche nach der verlorenen Zeit") und gleichzeitig ein Blick auf die Entstehung der Zeitmaschine, als Zapotek und Marlin noch in einer Studenten-WG lebten und beide durchaus private Gründe gehabt hätten, in die Vergangenheit zu reisen - und sich letztlich dagegen entscheiden.
    (Fontana/Cavazzano, 30 S.)

    I TL 3158-5 ff.
    Slam Duck

    Der Basketballprofi Bounce, ein großer Spieler mit ausbaufähigen Manieren, wird wegen ungebührlichen Verhaltens für drei Monate gesperrt und muss in dieser Zeit eine Jugendmannschaft trainieren - nämlich die erfolglose und an der Schule weit unten angesiedelte Basketball-Mannschaft von Tick, Trick und Track, die normalerweile Donald trainiert.
    Nach anfänglichen Problemen entwickelt sich einiges - in Bounce, der Mannschaft, aber auch der Schule. Ungewöhnliches Layout, gemessen am Zeichner Sciarrone aber irgendwie schon wieder normal.
    (Artibani/Sciarrone, 120 S.)

    I TL 3171-1P
    Topolino e le vacanze in fuga

    Noch eine lange, von Sciarrone gezeichnete Geschichte, dieses Mal mit Micky und Freunden: Micky wird von Minni zu einem Urlaub im Süden genötigt. Mit dabei: Klarabella und Rudi. Undercover am selben Ort: Karlo und nach geglücktem Coup. Vor Ort läuft dann aber alles anders als geplant: Karlo wird als Lebensretter gefeiert, verliert aber seine Beute beim einem Bankraub. Und die Räuber nehmen Micky und Minni als Geiseln in ihrem Mietwagen, was die Polizei aber völlig falsch versteht und die beiden streckbrieflich sucht. Etwas rasches Ende nach über 100 dichten Seiten mit vielen Verwicklungen.

    (Bosco/Sciarrone, 126 S.)

    I TL 3175-2
    Quo & Archimede in ballo col bullo

    Leider die einzige Geschichte vom Ehepaar Radice/Turconi aus dem Jahr 2016, aber eine sehr gute zum Thema Mobbing: Trick wird in seinem Basketball-Team schikaniert und erzählt Daniel Düsentrieb die ganze Geschichte. Der gibt ihm ein paar gute Tipps aus seiner Jugend, denn Daniel kennt die Situation aus eigenem Erleben: Was fehlt dem Mobber eigentlich in seinem Leben, dass er Trick so behandeln muss? Eine wichtige Frage, denn der Junge trifft bald auf einen, der größer, stärker und beliebter ist und den Spieß umdreht...

    (Radice/Turconi, 31 S.)

    I TL 3177-1
    Topolino e il raggio di Atlantide

    Casty ist im Jahr 2016 immerhin 3x vertreten. Neben der Geschichte im Dunkeln aus der Perspektive von Goofys Hutkamera ragt vor allem das neue Tabea-Abenteuer heraus, die Atlantis in der Subsahara sucht und dabei auf eine sehr spannende Kolonie trifft. Die Blaue Orchidee hat Tabea aber wiederum im Visier und bringt sie und ihre Entdeckung in Gefahr. Zumal der Gegenspieler auf seine Weise die Welt beherrschen will...
    (Casty, 83 S.)

    I TL 3179-2
    Topolino e la Spada di Ghiacciolo

    Nur 20 Seiten - aber die haben es in sich: Sio und Silvia Ziche, beide mit einem wunderbar schrägen Humor gesegnet, parodieren die Asgardlad-Saga. Micky und Goofy reisen per Dimensionsvektor in eine Dimension, die noch weiter entfernt als Asgardland liegt, die aber Parallelen aufweisen. Nur ist diese Welt nicht nordisch-eisig und das Schwert nicht aus einem Eiskristall (im Deutschen: Kristallglas), sondern hier dreht sich alles um Speiseeis, und das Schwert ist aus Eis am Stiel... Abgedreht, albern... aber gut.
    (Sio/Ziche, 20 S.)

    I TL 3179-4
    Duckenstein di Mary Shelduck

    Nach Dracula und Doktor Jekyll nehmen sich Bruno Enna und Fabio Celoni im gleichen Stil um Umfang Mary Shelleys Frankenstein vor. Während der erste Teil sehr nahe am Original ist, findet Bruno Enna für den zweiten Teil eine alternative Lösung, die nicht in die Katastrophe mit vielen Toten führt. Auch atmosphärisch top.
    (Enna/Celoni, 72 S.)

    I TL 3184-1P
    Il principe Duckleto

    Und auch die Hamlet-Adaption von Giorgio Salati und Paolo De Lorenzi bleibt erfreulich nahe am Original, ohne dass es massenhaft Tote gibt. Gelungene und vor allem bis in die Details liebevolle Adaption mit einigen schrägen Momenten.
    (Salati/De Lorenzi, 64 S.)

    Ich wünsche allen Usern hier ein gutes 2017, und dass wir das Eine oder Andere aus der obigen Liste auch auf Deutsch lesen können.

  24. #1249
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    Vielen Dank für deine Liste! Ich hoffe, dass auch 2017 weitere Topolino-Rezensionen kommen werden!

  25. #1250
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    Ich kann mich Luk da nur anschliessen. In Topolino 3189 hat das Timecrime-Duo was Längeres über Micky produziert.

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