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  1. #1
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    LTB 65 - Spaß mit Micky und Minni

    Mein zweites rezensiertes LTB ist auch gleichzeitig mein zweites, das ich las.: Spaß mit Micky und Minni von 1980.



    Es beginnt mit Klunkern, made in Tollyhood.

    Micky, Minni und Goofy verbringen Urlaub auf Palmaii, einer Tropeninsel, doch der Urlaub neigt sich dem Ende zu. Da trifft es sich doch wunderbar, dass die Tollihood-Filmdiva Gloria Glimmer – angebetet von Goofy - die letzten Tage im Hotel absteigt, wo auch unsere Helden wohnen. Doch auch Kater Karlo und Komplizen machen hier Urlaub. Sie entführen den Detektiv, der auf Glimmers Juwelen aufpassen soll, und Kater Karlo nimmt dessen Platz ein. Somit ist der Diebstahl der Juwelen ein Klacks, da Kater Karlo einen Überfall auf sich selbst vortäuscht und Gloria Glimmer davon überzeugen kann, den Diebstahl nicht anzuzeigen. Doch da Kater Karlo kein Risiko eingehen will, entführt er auch noch Micky – was sich als großer Fehler herausstellt. Micky überwältigt mit List und Tücke Karlos Komplizen und schafft es schließlich auch, mit Minnis (unfreiwilliger?) Hilfe, auch Kater Karlo zu überwältigen. Doch war der ganze Aufwand fast umsonst, da der Schmuck falsch ist . . .


    Die Geschichte kann weiß Gott nicht mit besseren Micky-Geschichten mithalten. Dies liegt vor allem an den etwas gewöhnungsbedürftigen Zeichnungen von Scala, der streckenweise doch sehr an den von Perego erinnert. Doch ist die Geschichte gut zu lesen, einige Einfälle sind sogar richtig einfallsreich: Micky WILL überhaupt nicht herumschnüffeln, sondern wird unfreiwillig in den Fall hineingezogen; ein abgeklärter, richtig ernster Goofy, der sich im Stil eines deutschen Touristen über Nachtruhe und Star-Arroganz beschwert, um dann immer, wenn er Gloria Glimmer sieht, zu einer Art Kaschperle-Goofy wird (im Gegensatz zu Micky steht es ihm sogar richtig gut – siehe Seite 17); Micky’s Befreiungstrick mit der Paprika – lustig, nicht überdreht, oder kasperlisch – das ist eine fast perfekte Micky-Geschichte! Insgesamt aber, vor allem wegen den Zeichnungen, ist diese Geschichte doch nur im Mittelfeld anzusiedeln.



    Das wird bei der zweiten Geschichte, Dem Tomatenmagnet, doch ganz anders.

    Goofy, auf einmal auf gebildeten Wegen, erfindet eine Maschine, mit der man schwerelos wird. Außerdem wird eine ganz neue Seite an Goofy deutlich: er kann durch das Anfassen von Gegenständen, die einem anderen gehören, sei es Hunters Hammer oder Plutos Knochen, dessen Gedanken lesen. Dadurch schickt er Micky zu Kommissar Hunter, der Micky von mysteriösen Einbrüchen erzählt: die Täter entwenden nicht etwa Geld, sondern TOMATEN – und zwar, indem sie das Dach durchschlagen, egal wie viele Stockwerke das Gebäude hat. Der Verbrecher namens Magnetofix und sein Komplize Chamäleon entführen Micky und lassen ihn daraufhin der Regierung eine Nachricht überbringen: einen Taler pro Erdenbürger – also 4,2 Milliarden Taler (man merkt, die Geschichte ist älter


    ) will Magnetofix haben, sonst lässt er die Erde mit Hilfe von in Tomaten enthaltenem Magnetamon die Erde in die Weiten des Alls schießen! Eine Katastrophe! Kaum befreit, will Micky dem etwas entgegensetzen, doch Magnetofix hat überall Wanzen anbringen lassen, so dass der Versuch, ihn zu fassen, in seinen Fängen endet. Doch schaffen es Micky und Goofy unter Zuhilfenahme von Goofys neuen Kräften, die Kontrolle über das Raumschiff des Verbrechers zu übernehmen und seine Pläne zu vereiteln. Das Raumschiff endet schließlich als Kinder-Vergnügungspark in Goofys Garten. . .


    Im Gottes Willen, stellen wir uns vor, ein Zeichner wie Miguel oder Xavi hätte sich an dieser Geschichte versucht, sie wäre im Forum in der Luft zerrissen worden! Um einige Unlogischkeiten der Geschichte mal aufzuzählen: Goofys plötzliche Intelligenz (Latein-Kenntnisse); seine übernatürlichen Kräfte, die mit (Schwerelosigkeit) oder ohne befriedigende Erklärung (Gedankenlesen) zustande kommen; das Rätsel um den angebliche Tomatenmagneten wird gar nicht gelöst; Goofys Kräfte funktionieren unlogisch, denn er kann, obwohl er seine Hufeisen an den Schuhen trägt, als Fallschirm agieren; und vieles mehr. ABER: im Gegensatz zur vorherigen Geschichte ist es weniger die Story, die fesselt, sondern die Zeichnungen. Und die stammen von keinem geringeren als ROMANO SCARPA. Seine Zeichnungen hauchen dem tot geglaubten Patienten Leben ein – und rechtfertigen eine schwarze Färbung statt einer roten. Fairerweise muss ich aber auch erwähnen, dass die Geschichte laut inducks gekürzt wurde – da kann der ein oder andere Handlungsfaden durchaus auf der Strecke geblieben sein.



    Nun folgt eine Geschichte – mit Asteriti als Zeichner – die doch Schlimmes befürchten lässt. Doch ich kann es nicht lassen: mir gefällt Das Energiewunder.

    Micky soll für Minni einen Pullover zu Professor Wunderlich bringen – doch just in diesem Moment wird der Professor entführt und Micky niedergeschlagen. Ein missglücktes Experiment lässt Mickys Kräfte daraufhin ins unermessliche steigen. Damit stellt er die Verbrecher auf dem Flughafen – und deren Chef Kater Karlo auch, dem er in einem sehr gut gezeichneten Flugkampf die Leviten liest . . .


    Ja, ich weiß – auch diese Geschichte würde – außer vielleicht des Luftkampfes – im Forum in der Luft zerrissen werden, wenn es ein Miguel oder Xavi gezeichnet hätte. Aber Asteritis Stil passt hier irgendwie; hier muss ich ihm irgendwie Respekt zollen. Mir hat es gefallen, und ich gebe der Geschichte gerne ein Mittel, denn beides, Story wie Zeichnungen ist mittelmäßig bis gut.



    Ganz im Gegensatz zur nächsten Geschichte. Der Karate-Arm ist für mich die schwächste Geschichte des Bandes.

    Falschgeld überschwemmt die Micky-Stadt, und Micky findet heraus, dass nur die Ein-Taler-Scheine gefälscht sind. Als er Goofy einweihen will, stellt sich heraus, dass dieser mal wieder ein Erbstück seiner Vorfahren gefunden hat: den Karate-Arm seines Urururahnen Osaka Goofysaka, mit dem er in dem komischen Dorf Tokio (!) an einem Karate-Wettbewerb teilnehmen will. Micky redet ihm die Geschichte aus und überredet ihn zum Angeln. Dort werden sie zufällig (natürlich) von den Falschgelddruckern fast versenkt, bei der anschließenden Suche werden Micky und Goofy von ihnen gefangen genommen. Selbstverständlich gelingt den beiden nach der Flucht der Gangster die Flucht vor einer im Haus versteckten Brandbombe – und es stellt sich heraus, dass Goofy den Karate-Arm nie abgenommen hatte, ihn aber nicht eingesetzt hatte, weil Micky ihn nicht gefragt hatte . . .


    So eine schlecht konstruierte Geschichte habe ich ja selten gesehen. Ausgerechnet den Gangstern, nach denen Micky sucht, begegnet dieser und Goofy auf dem Angelausflug; die Gangster kommen nicht auf die Idee, Micky und Goofy direkt umzulegen oder das Feuer sofort zu legen, sondern warten eine auf zwei Stunden geschaltete Zeitbombe ab (RISIKO!); Goofy ist nicht tollpatschig, sondern total verblödet, da er selbst unter Lebensgefahr seinen Karate-Arm nicht einsetzt; und zum zweiten Mal in diesem Taschenbuch ist das, was der Geschichte im Deutschen den Titel gab, in der Geschichte total unterrepräsentiert. Auch die Zeichnungen können die Geschichte nicht heben; im Gegenteil bin ich sogar extrem enttäuscht von Marco Rota, von dem ich bessere Geschichten gewöhnt bin. Alles in allem eine extrem schlechte Geschichte.



    Jetzt kommt einer meiner Hass-Zeichner: Chierchini. Aber irgendwie scheint dieses Taschenbuch mein Weltbild umzukehren: Verräterischer Apfelsaft ist die beste Geschichte des Bandes.

    Goofy, Besitzer einer Soda-Bar, soll einer Bank gegenüber sechs Milchkaffee und sechs Krapfen liefern, wird aber von drei gleichzeitig die Bank überfallenden Bankräubern umgerannt – von denen einer den Ausdruck „CARAMBA“ fallen lässt. Weil Goofy einige Tage vorher einen solchen Gast in der Bar hatte, geht Micky auf Spurensuche – und schafft es, über ein Fass Apfelsaft die Gauner, darunter Kater Karlo, dingfest zu machen. . .


    So einfach kann ein Plot sein! Wenn man ihn gut umsetzt, ist er sehr gut. Und diese Geschichte ist es. Wie es Micky schafft, eigentlich nur über das Wort „Caramba“ einen Gangster dingfest zu machen, indem er Spur für Spur über den Großhändler zu den Gangstern gelangt, ist schon gut – Spurensuche statt Zufälle sind immer gut – und der Showdown in der Villa, in der Micky zuerst den Kater Karlo und den „Löwen von Mexiko“ ausschaltet, dann Baller-Ede mit dem Apfelsaft ausschaltet und schließlich in einem Baum landet, während sich die Gangster selber ausschaltet, ist zum Brüllen komisch und kann hier nicht geschrieben werden! Man muss es sich ansehen! Chierchini hat wirklich bessere Maus-Geschichten als Duck-Geschichten gezeichnet.



    Die Werbekampagne ist die letzte Geschichte des Bandes – und auch eine der Besseren, obwohl auch hier Asteriti der Zeichner war – er hatte aber auch mit Martina einen guten Autor.

    Micky und Goofy nehmen an einer Werbekampagne teil; für die Kekse der Firma Schädlich sollen sie den Atlantik überqueren. Ein zweites Ziel folgt nach einer ‚Entführung’ von Kommissar Hunter: die beiden sollen das Verschwinden mehrerer Regierungschef aufklären, die just auf ihrer Reiseroute verschwunden sind. Wer steckt dahinter? Natürlich Kater Karlo, der mit einem verrückten Erfinder gemeinsame Sache macht und mithilfe von künstlichem Nebel und aufgemaltem Leuchtturm die Regierungschefs entführt haben. Die Beiden haben vor, die Gedanken der Regierungschefs zu kontrollieren! Doch natürlich schaffen es Micky und Goofy, beide auszuschalten und die Regierungschefs zu befreien.


    Die Story ist ein Hammer – Entführer von Regierungschefs sind wahrlich würdige Gegner von Micky und Goofy. Und erst die Gags: eine vorgetäuschte Entführung; ein doppeltes Boot; Agenten-Equipment; ein Fernglas ohne Linsen, dass die Geschichte zum Happy End führt; und ich will nicht zu viel verraten, aber wenn man die Seiten 1-4 und 29-30 am Stück liest, bekommt man einen Gag der Extraklasse! Eine wirklich gute Geschichte.



    Und nun eine Frage: wie bekommt man einen 8-jährigen dazu, vollkommen verwirrt zu werden? Richtig: durch eine chaotische Zwischengeschichte. Die Geschichte „Der Tomatenmagnet“ und die darauf folgende Zwischensequenz passen absolut nicht zum Rest des Buches. Ein Blick in das Original I Classici di Walt Disney seconda serie mit dem Titel „Topolino & Minni“ enthüllt das Rätsel: „Der Tomatenmagnet“ kommt dort überhaupt nicht vor, stattdessen sind dort die Geschichten „Mexikanische Kapern(in Deutschland erschienen im Donald Duck 65) und die in Deutschland nie erschienene Geschichte „Pippo e l'effetto bomba“ enthalten. „Der Tomatenmagnet“ erschien im Original u.a. in I Classici di Walt Disney prima serie, Nummer 44; die folgende Zwischensequenz gehört ebenfalls dorthin.

    Obwohl die Zwischengeschichte sehr gut passt, wenn sie denn passt, gebe ich ihr ein Rot, denn so ein Chaos darf einfach nicht sein.



    Vorgeschichte
    (Script: Gian G. Dalmasso / Zeichnungen: Giuseppe Perego / Storycode: I CD 24-A / Premiere: 01.12.1978)
    Klunker, made in Tollyhood
    (Script: Abramo + Gian P. Barosso / Zeichnungen: Guido Scala / Storycode: I TL 845-B / Premiere: 06.02.1972 als "Topolino e i cocci hollywoodiani")
    Der Tomatenmagnet
    (Script: Guido Martina / Zeichnungen: Romano Scarpa / IS TL 610-A / Premiere: 1.Teil: 06.08.1967; 2.Teil: 13.08.1967 als "Topolino e il terribile Kala-Mit")
    Zwischengeschichte
    (Script: Gian G. Dalmasso / Zeichnungen: Giuseppe Perego / Storycode: I CWD 44-A /Premiere: 01.06.1972)
    Das Energiewunder
    Script: Gian G. Dalmasso/ Zeichnungen: Sergio Asteriti / Storycode: I TL 844-C / Premiere: 30.01.1972 als "Topolino e il gas energetico")
    Der Karate-Arm

    Script: Guido Martina / Zeichnungen: Marco Rota / Storycode: I TL 881-A / Premiere: 15.10.1972 als "Topolino e l'operazione karatè")
    Verräterischer Apfelsaft
    Script: Gian G. Dalmasso / Zeichnungen: Giulio Chierchini / Storycode: I TL 822-C / Premiere: 30.01.1972 als "Topolino e l'investigatore lampo")
    Die Werbekampagne
    (Script: Guido Martina / Zeichnungen: Sergio Asteriti / Storycode: IS TL 859-B / Premiere: 14.05.1972 als "Topolino e il dominatore del pensiero")

    Zusammen erschienen diese Geschichten erstmals in dem italienischen "I Classici di Walt Disney seconda serie", Band 24: "Topolino & Minni" im Dezember 1978 – außer dem „Tomatenmagnet“ und der darauf folgenden Zwischensequenz, die erst anderweitig zugefügt wurden. Die deutsche Erstveröffentlichung des Gesamtwerkes war im Januar 1980.

    (Daten – nicht Einfärbungen! – übernommen von www.ltb-online.de und inducks)
    Geändert von T.A.F.K.A.T. (23.12.2005 um 13:46 Uhr)

  2. #2
    Klingt eher durchschnittlich. Zum Glück ist nicht auch noch eine Geschichte von Roberto Cimino dabei - ein in meinen Augen absolut stümperhafter Autor; jedenfalls nach dem Schrott zu urteilen, den ich von ihm bisher gelesen habe! Guido Martinas Geschichten variieren heftig; einige sind sehr gut, andere wieder sind komplett dilettantisch.

    Zu Deiner Beruhigung: Asteriti kann toll sein, wenn er einen guten Autor hat - das habe ich inzwischen auch festgestellt, obwohl ich ja auch schon geschimpft habe über ihn.

  3. #3
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    Auch wenn's allmählich zur Gewohnheit wird: auch hier muß ich wieder auf "Ehapa durchleuchtet" verweisen!

    In der Geschichte "Verräterischer Apfelsaft" geht es im Original nämlich keineswegs um Apfelsaft, sondern um Alkoholisches: nämlich Obstwein!

  4. #4
    Mitglied Avatar von T.A.F.K.A.T.
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    Zitat Zitat von Silly Symphony
    Klingt eher durchschnittlich. Zum Glück ist nicht auch noch eine Geschichte von Roberto Cimino dabei - ein in meinen Augen absolut stümperhafter Autor; jedenfalls nach dem Schrott zu urteilen, den ich von ihm bisher gelesen habe!
    Meinst Du RODOLFO Cimino? Nun, aus LTB 44 waren z.B. Die drei Prüfungen in der Wüste" und "Gold im Weltraum" von ihm - beides äußerst gute Geschichten!

    Zitat Zitat von Silly Symphony
    Guido Martinas Geschichten variieren heftig; einige sind sehr gut, andere wieder sind komplett dilettantisch.
    Da stimme ich Dir zu!

    Zitat Zitat von Silly Symphony
    Zu Deiner Beruhigung: Asteriti kann toll sein, wenn er einen guten Autor hat - das habe ich inzwischen auch festgestellt, obwohl ich ja auch schon geschimpft habe über ihn.
    Sieht man ja an diesem LTB


    Zitat Zitat von Plattnase
    In der Geschichte "Verräterischer Apfelsaft" geht es im Original nämlich keineswegs um Apfelsaft, sondern um Alkoholisches: nämlich Obstwein!
    Dann passt die Reaktion von Baller-Ede am Ende auch besser . . .

    Tragt euch in diesen Thread ein für eine Zweitauflage!!!!!!!!
    Geändert von T.A.F.K.A.T. (21.01.2006 um 18:54 Uhr)

  5. #5
    Zitat Zitat von Treviris
    Meinst Du RODOLFO Cimino? Nun, aus LTB 44 waren z.B. Die drei Prüfungen in der Wüste" und "Gold im Weltraum" von ihm - beides äußerst gute Geschichten!
    Ja, ich meine Rodolfo, sorry!
    Ich lasse mich natürlich gern eines besseren belehren; jedenfalls habe ich bis jetzt von diesem Autor ausschliesslich Mist, z.Teil der schlimmsten Sorte, gelesen.
    In LTB 43 beispielsweise sind vier Cimino-Geschichten drin; eine davon ist gut, aber dort habe ich den Verdacht, diese sei von Zeichner Cavazzano verbessert worden...

  6. #6
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    Was hältst du von den Geschichten um Donald und Marbella aus den LTB's 51, 134, 175 und 237, die sind auch von Cimino. Spielen zwar auch "Aliens" mit, finde ich aber trotzdem nicht schlecht, bis auf die letzte, weil die vom Comicup Studio gezeichnet wurde, nicht wie die drei anderen von Cavazzano.

  7. #7
    Zitat Zitat von Klick
    Was hältst du von den Geschichten um Donald und Marbella aus den LTB's 51, 134, 175 und 237.
    Die kenne ich noch nicht. Habe aber schon mehrfach gehört, dass die ganz gut sind.
    Bleibt aber auch hier meine Frage: Hat Cavazzano die Geschichten möglicherweise verbessert?
    Wer weiss da Bescheid?
    Kam sowas überhaupt vor? Ich denke doch, oder?

  8. #8
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    Um beantworten zu können ob Cavazzano die Story durch seine Zeichnungen besser gemacht hat, bräuchte man wohl die gleiche Geschichte von einem anderen Zeichner zum Vergleich. Ich finde aber das Cavazzanos Zeichnungen jeweils überragend waren und eigentlich tut ein guter Zeichner jede Story aufwerten, was er zweifelsohne ist.

  9. #9
    Zitat Zitat von Klick
    Ich finde aber das Cavazzanos Zeichnungen jeweils überragend waren und eigentlich tut ein guter Zeichner jede Story aufwerten, was er zweifelsohne ist.
    Nein, ich meine nicht, dass er die Story einfach durch tolle Zeichnungen aufwertet. Eine schlechte Story bleibt auch mit guten Zeichnungen eine schlechte Story.
    Meine Frage bezieht sich konkret darauf, ob Cavazzano Änderungen am Script vorgenommen hat, die Geschichte selbst also abgeändert hat.

  10. #10
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    @Treviris: Das mit den Spoilern musst du noch ein bisschen ueben... (oder liegt's an meinem Browser?)
    Ansonsten vor allem Dank fuer die Aufklaerung zur Zwischengeschichte -- das war ja damals kein Einzelfall. Demnach ging das also bei der deutschen Ausgabe schief.

  11. #11
    Die Geschichet mit der Filmdiva und die Apfelsaftgeschichte
    haben mir immer sehr gut gefallen !

  12. #12
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    Klunker, made in Tollyhood
    Die Story finde ich nicht schlecht, sehr atmosphärisch, logisch und spannend aufgebaut und mit einigen guten Gags. Die Zeichnungen erinnern mich viel mehr an Bottaro als an Peregro, sie wirken stellenweise etwas schablonenhaft (vgl. den Micky auf S. 36 und auf S. 41, jeweils unterste Reihe). Insgesamt ein ganz guter, klassischer Micky-Krimi.


    Der Tomatenmagnet
    Diese Story hat sich mir so eingeprägt, daß ich noch heute immer dann, wenn ich eine Statistik über das Wachstum der Weltbevölkerung sehe, an Magnetofix denken muß.
    Und so unlogisch finde ich das ganze dann auch wieder nicht (auch wenn der Autor uns eine Erklärung über die Wirkung des Tomatenmagneten freilich schuldig bleibt). Goofys telepathische Fähigkeiten hatte ich in der Erinnerung auf seine Karussellfahrt zurückgeführt, aber er hatte sie schon, als er noch an dem Gerät arbeitete. Insofern rührt sie wohl von seiner intensiven Beschäftigung mit Alfons Aufzeichnungen her (ich denke da an das Bücherverschlingen in "Das Gespenst, das keines war", LTB 40). Offenbar hat er sich wegen dieses Privatstudiums auch ein paar lateinische Floskeln angewöhnt (von Kenntnissen ist bei "ja" und "nein" wohl kaum zu reden, und etwas anderes sagt er nicht). Und auch wenn das Gedankenlesen nicht wirklich erklärt wird, so funktioniert es doch zumindest logisch, da Goofy es wirklich immer nur dann kann, wenn er einen Gegenstand aus dem Besitz des Betreffenden berührt (und außerdem: wie oft liest man in der Realität von übersinnlichen Fähigkeiten, die sich aus heiterem Himmel einstellen?)
    Die Hufeisen hat Goofy für die Bodenhaftung, schwerelos ist er deshalb, weil er vorher seine Gewichte abgeworfen hat - auch hier kann ich keine Verstöße gegen die Logik erkennen.
    Ich möchte das alles nicht verteidigen, sondern nur zum Ausdruck bringen, daß ich anders als Treviris hier nie irgendwelche Ungereimtheiten sah und auch heute nicht sehe.
    Sehr gut finde ich, wie Micky kombiniert und dadurch zuerst auf eine falsche, dann auf die richtige Spur kommt. Insgesamt eine gute Herr-Maus-Geschichte, aber es gibt viel bessere von Scarpa.


    Das Energiewunder
    Ich mag Asteridis Zeichenstil an sich ganz gerne, verbinde ihn mit sehr vielen guten Micky-Geschichten. Diese hier gehört leider zu den schlechteren. Ich finde, sie hat nichts besonderes, keine überraschenden Momente, und außerdem kommt das Grundthema "übermenschliche Kräfte" im gleichen Buch noch einmal (Karate-Arm) dran, weshalb mir diese Story nicht so sehr haften blieb.


    Der Karate-Arm
    Im Gegensatz zu Treviris finde ich diese Geschichte gar nicht so übel. Daß Micky die gesuchten Verbrecher trifft - o.k., Zufall, aber so ungewöhnlich nun auch wieder nicht. Daß sie die beiden nicht gleich umlegen - vielleicht wollen sie sich einfach nicht "die Hände schmutzig machen". Und daß das Feuer erst mit zwei Stunden Verspätung entzündet wird, verschafft den Gangstern genug Zeit zur Flucht. Außerdem ist es in der erzählenden Literatur ein alter Kniff, daß der Verbrecher dem Helden durch eine besonders ausgeklügelte Todesart noch die nötige Bedenkzeit verschafft (ich nenne das den Dr-No-Effekt...)
    Daß Goofy den Arm nicht benutzt, weil er nicht danach gefragt wird, finde ich als Abschlußgag recht gelungen und bei Goofys Schrulligkeit auch nicht ungewöhnlich. Allerdings wird das ganze dadurch versaut, daß er auf S. 176 gegen die Tür trommelt, diese aber dabei nicht kaputt geht.
    Insgesamt eine zwar mittelmäßige, aber lesenswerte Geschichte.


    Verräterischer Apfelsaft
    Ebenfalls ein Chierchini-Feind, muß auch ich zugeben, daß dies eine seiner besten ist. Spannnend aufgebaut, durchdacht und nicht ohne Gags (der Sodaspender!) - so sollte es immer sein. Nicht die beste Story des Buches, aber gut.


    Die Werbekampagne
    Treviris, was dir an dieser Geschichte so gefällt, bleibt für mich im Dunkeln. In meinen Augen ist das eine höchst durchschnittliche und vorhersehbare Story, deren finale Lösung darauf beruht, daß Micky in absolut gleichmütiger Ruhe auf seine Rettung wartet, die sich letztlich durch Zufall einstellt.
    Und was deinen 'Gag der Extraklasse' betrifft, so wäre ich dir dankbar, wenn du ihn mir näher erläutern würdest - ich komme nämlich ums Verrecken nicht drauf...


    Meine Reihenfolge:

    1. Der Tomatenmagnet
    2. Klunker, made in Tollyhood
    3. Verräterischer Apfelsaft
    4. Der Karate-Arm
    5. Die Werbekampagne
    6. Das Energiewunder
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  13. #13
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    "Der Tomatenmagnet" ist genau eine Seite kürzer als das Original, was daran liegt, dass das erste Bild des zweiten Teils, das ja meist mit dem letzten des ersten, weggelassen wurde. Massiv gekürzt wie in der Micky Vision wurde also nicht.

    Die letzte Marbella-Geschichte ist von Bancells gezeichnet worden, der sich an Cavazzano orientiert; die Zeichnungen unterscheiden sich also nicht allzusehr von denen des Meisters.

  14. #14
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    Zitat Zitat von kater karlo
    Die letzte Marbella-Geschichte ist von Bancells gezeichnet worden, der sich an Cavazzano orientiert; die Zeichnungen unterscheiden sich also nicht allzusehr von denen des Meisters.
    Stilistisch vielleicht nicht, qualitativ aber sehr wohl. Bancells zeichnet hier zwar sehr ordentlich, aber das 4. Abenteuer passt überhaupt nicht mehr zu den vorherigen Teilen und ist auch von der Story deutlich schwächer. Das widerum würde die Vermutung, Cavazzano hätte vorher "ausgebessert" ja nur stützen.

    Zitat Zitat von Lupo
    Klunker, made in Tollyhood
    Die Zeichnungen erinnern mich viel mehr an Bottaro als an Peregro [...]
    Was daran liegen mag, dass Guido Scala sich für diese Geschichte verantwortlich zeigt.
    Geändert von Christian P (26.09.2005 um 17:49 Uhr)

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