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  1. #5351
    Mitglied Avatar von robert 3000
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    Zitat Zitat von Kohlenwolle Beitrag anzeigen
    Meine Lieblingsszene ist der Strandspaziergang mit dem Hund.
    Ja, das ist echt eine der witzigsten Szenen des Bandes.

  2. #5352
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Geschichten aus dem Hellboy-Universum: B.U.A.P. – Die Froschplage 3



    Da ich mir Band zwei eine Weile aufgespart hatte war die Durststrecke bis zum dritten Band zum Glück sehr kurz und ich konnte mich direkt in die nächsten Abenteuer der Behörde zur Untersuchung und Abwehr paranormaler Erscheinungen stürzen. Wieder hat Cross Cult drei komplette Bände in dem kleinformatigen, 448 Seiten starken Hardcover versammelt. Verlagstypisch ist der Sammelband auch wieder mit einem informativen Vorwort sowie einem über vierzig Seiten starken Anhang mit einem Nachwort von Autor John Arcudi und reichlich kommentierten Skizzen ausgestattet. Von der Seite also wieder Note 1, aber wie sieht es mit dem Inhalt aus?

    Teil 1 – Die universelle Maschine


    Alte Schlösser, interdimensionale Bibliotheken, Horden von Werwölfen und dazwischen noch die Origin von Captain Daimio. Ein wildes Sammelsurium bei dem das B.U.A.P.-Team in eine Mission mit edlem und äußerst persönlichem Ziel aufbricht. Hab ich was vergessen? Ach ja, vor dem wehmütigen Finale gibt es noch ein Wiedersehen mit dem großen Roten mit den abgefeilten Hörnern.

    Teil 2 – Garten der Seelen


    Während in der B.U.A.P.-Zentrale (das neue Hauptquartier, welches bereits in Sammelband 2 etabliert wurde finde ich übrigens mega!) seltsame Dinge vorgehen macht sich Abe mit Captain Daimio auf eine ganz besondere Mission. Von Mumien besessene Mädchen, ein ganzer Schwung gefährlicher Höllenmaschinen und die optisch coolste Truppe Cyborgs, die Ich je gesehen habe. Irgendwo zwischen diesen uralten Taucheranzügen, einer eisernen Lunge und dem Teil angesiedelt, in dem Mel Gibson in Forever Young die Zeit überdauert.

    Teil 3 – Tödliches Terrain


    Krasses Finale, bei dem der Name teilweise schon Programm ist. Auf jeden Fall werden so einige Sachen aufgeklärt. Das betrifft sowohl die Mumie, als auch Captain Daimio, auch für den Wendigo geht es weiter, Johann Kraus gelangt in ganz neue bzw. alte Sphären und mein Liebling Lobster Johnson darf auch noch mitmischen. Insgesamt für mich der bester der drei Bände.

    Ja, insgesamt ist es schon ganz cool, dass der Fokus des Bandes mal eher auf den Charakteren, also den Mitgliedern der Einsatztruppe und deren charakterlicher Entwicklung liegt. Man erfährt viel über die Hintergründe, Origin Stories und auch weiteren Werdegang, auch wenn der nicht immer unbedingt positiv aussehen mag. Dennoch ist der Band für mich leider der Schwächste der bisherigen drei, denn in den beiden vorangegangenen ist einfach viel mehr passiert. Klar kann der Fokus nicht immer auf Action liegen, aber hier kommt mir die Mischung zwischen Charakterentwicklung und Fortschreiten der Story etwas unausgegoren vor. Die vielen Szenensprünge lassen den Erzählfluss etwas holprig wirken und die Geschichte wird diesmal leider kaum vorangetrieben, was insgesamt doch ein wenig schade ist. Nicht falsch verstehen, das ist kein schlechter Comic und auch durchweg unterhaltsam, aber im direkten Vergleich zu den Vorgängern einfach behäbiger und weniger treibend inszeniert. Das gibt bei mir ganz leichten Abzug in der B-Note.

    7/10



    Batman in: Neun Leben



    Ich bin ja momentan öfter mal wieder in Stimmung für Crime-Stories, gerade wenn Detektive involviert sind und es in Richtung Film Noir geht. Ich muss mich unbedingt mal informieren, was es da in Sachen Comic in der Richtung so gibt. Jetzt gab es in dieser Schiene allerdings mal wieder einen Abstecher nach Gotham City, und der hat sogar deutlich besser in dieses Schema gepasst, als ich gedacht hätte! Grundsätzlich war ich wohl einfach meinen eigenen falschen Vorstellungen aufgesessen, denn über die Story hatte ich mich von vornherein gar nicht informiert, denn ich lasse ich immer mal wieder ganz gerne überraschen. Allein vom Titel bin ich allerdings davon ausgegangen, dass Catwoman die Hauptrolle in dieser Elseworld-Story spielt. Naja, im Mittelpunkt steht sie ja auch irgendwie, aber nur dahingehend, dass ihr Mörder gesucht wird.

    Ja, richtig gehört, die Katze ist tot und hatte scheinbar engen Kontakt zu allerlei finsteren Gesellen, die ein Motiv haben könnten. Der Ex-Cop und stets abgebrannte Privatdetektiv, den sie zu ihrem Schutz engagiert hatte, Richard Grayson, macht sich im Sumpf von Gothams Unterwelt auf die Suche nach Hinweisen und fungiert gleichzeitig als Erzähler.

    Mehr will ich auch gar nicht erzählen, denn alleine zu entdecken, wer in dieser klassischen „Who-done-it“-Story welchen Part abbekommen hat ist schon ein reines Vergnügen. Die Geschichte ist auf schwarzem Hintergrund äußerst düster und stimmungsvoll in Szene gesetzt, erinnert in vielen Bildern an alte Bogart-Streifen und trieft geradezu vor Noir-Charme. Ich liebe die ganze Präsentation, den Ton der angeschlagen wird und auch das tolle Lettering. Außerdem war ich wirklich ständig am Miträtseln, wer es denn jetzt gewesen sein könnte und weshalb. Echt ganz toll was Autor Dean Motter mit Zeichner Michael Lark, Kolorist Matt Hollingsworth UND Letterer Lucia Truccone hier auf die Beine gestellt hat.

    Einziges Manko (wenn man es als solches sehen möchte): Die Geschichte hätte jederzeit auch in jeder beliebigen anderen Stadt mit beliebigen anderen Charakteren stattfinden können. Es wirkte stellenweise so, als habe man eine fertige, zwar schön geschriebene, aber keinesfalls außergewöhnliche Crime Story genommen und wie eine Schablone über Gotham City und seine Bewohner gestülpt. Die Auswahl, welcher Charakter welche Rolle abbekommt hat dabei nur manchmal schlüssige Bezüge zum ursprünglichen DC-Charakter, ab und an wurde vielleicht auch einfach gewürfelt. Aber hey, Spannung und Spaß tut das kaum einen Abbruch.

    8/10



    Valerian & Veronique Gesamtausgabe 4



    Wie haben manche gesagt, mit Band drei der Gesamtausgabe hätte ich endlich die Qualität der Reihe erkannt. Naja, ich sag mal so, schlecht bewertet hatte ich auch die ersten Bände nicht, aber in Band drei gab es dann doch Einiges, was mich richtig gepackt und fasziniert hat. Jetzt hoffe ich natürlich, dass es so weiter geht. Mit ganzen vier Alben Inhalt ist dieser vierte Band der Gesamtausgabe um die beiden Time-Cops Valerian & Veronique ordentlich umfangreich geworden, aber wie ich aus dem erneut ausführlichen und schön informativen Vorwort gelernt habe gehören jeweils zwei dieser Alben eng zusammen bzw. ergeben eine zusammenhängende Geschichte. Deshalb habe ich mir vorerst nur die erste Hälfte des Bandes vorgenommen, die letzten beiden Alben folgen dann später.


    Das Monster in der Metro & Endstation Brooklyn
    Heimspiel für das Duo Mézières/Christin, denn während Veronique in fast schon gewohnter, fantasievoller und wunderschön in Szene gesetzter Art und Weise quer durch die Galaxis jagt um Hinweisen nachzuspüren geht Valerian selbigen im Paris der 80er Jahre nach. Allein wenn ich sehe, wie er dort mit seinem ihn unterstützenden Kontaktmann Monsieur Albert durch die Straßen schlendert, die einfach diese einzigartige Paris-Atmosphäre versprühen, verspüre ich eine solche Lust mal wieder in die Stadt der Liebe zu reisen, dass es eine wahre Freude ist.


    Eine wahre Freude sind auch diese beiden Alben, die neben einer spannenden und wendungsreichen Geschichte wieder vor faszinierenden Bildern nur so sprühen, gerade bei den Szenen zwischen den beiden Hauptdarstellern eine knisternde Prise Humor versprühen und ganz nebenbei (okay, so ganz beiläufig ist es vielleicht gar nicht), eine Portion Gesellschaftskritik mit einfließen lassen. Ja, mehr und mehr bemerkt man, dass die Herren gerne auch mal politisch werden, was mich keinesfalls stört, sondern gerade im zeitlichen Kontext äußerst interessant daherkommt.

    8-8,5/10



    Miracleman 4 – Das Goldene Zeitalter



    Was war ich gespannt, was ein Folgeautor aus dem wohl noch machen könnte, was „der Originalautor“ nach seinem Run übriggelassen hat. Der Abschluss von Alan Moores Miracleman-Trilogie (es ist ja ein offenes Geheimnis, dass er sich hinter dem Titel „Originalautor“ verbirgt) hatte schon etwas Endgültiges in der Form: Was soll da denn jetzt noch kommen? Aber es kam etwas! Und auch nicht von irgendwem, sondern von Genregröße Neil Gaiman, der damals allerdings noch nicht den Superstar-Status innehatte wie es später der Fall werden sollte.

    Für mich war Miracleman mein Gaiman-Erstkontakt, zumindest was Comics angeht, und ich muss sagen, der Mann hat mich voll von seinen Qualitäten als Geschichtenerzähler überzeugt. Er versucht nicht Moores Endpunkt in gleicher Weise weiterzuführen, sondern macht das einzig Richtige: Er nimmt was ihm überlassen wurde, und macht etwas gänzlich Neues daraus. Nicht nur neu, sondern auch faszinierend und wunderschön kommt Gaimans Utopie daher und selbst ich als Neuling erkenne sofort den strahlenden, unbedarften Glanz des Golden Age der Comic-Kunst, dem Gaiman mit diesem Band nacheifern, gerecht werden, oder vielleicht sogar ein Denkmal setzen wollte.

    Es ist richtig schade, dass Gaiman seinen „Masterplan“ am Miracleman nicht verwirklichen konnte, sollte Band zwei doch seine Interpretation des Miracleman im Silver Age der Comic-Ära wiederspiegeln und den gottgleichen Helden im Finale in das Dark Age der 80er und 90er einführen, welches mit Werken wie Millers Dark Knight eingeläutet wurde. Bislang durften wir leider nur den ersten Schritt dieser Reise miterleben, der zwar in sich schlüssig auch so stehen bleiben kann, aber falls es doch noch irgendwann klappt wäre ich der erste, der auf den Zug mit aufspringt. Laut dem Vorwort in dieser Ausgabe (das ist von 2015) besteht allerdings noch vage Hoffnung, denn dort ist die Rede davon, dass Gaiman & Buckingham aktuell an der Fortführung ihres einstmals gefassten Plans arbeiten und bis Mitte 2019 gab es darüber auch noch regelmäßig Berichte. Ich drücke weiter die Daumen! Und sei es alleine, um den Fortgang von Winters Lebensweg erleben zu dürfen. Mit der „Gute-Nacht-Erzählung“ über ihre Reise als Kleinkind ist Gaiman alleine schon ein kleines erzählerisches Meisterstück gelungen.

    Mark Buckingham durfte sich in Sachen Artwork wohl ebenfalls richtig austoben, denn was er uns hier an abwechslungsreichen Stilen mit verschiedensten Einflüssen auftischt hält reichlich Überraschungen für das Auge bereit, auch wenn für mich weiterhin nichts über John Totlebens Artwork am Miracleman geht. Derart angefixt freue ich mich auf meine weiteren Begegnungen mit Mister Gaiman. Ich bin noch am Überlegen, ob ich vorerst die recht aktuelle „Studie in Smaragdgrün“ vom Dantes Verlag sichte, oder mich gleich an sein Opus Magnum, den Sandman wage. Die ersten sieben Bände von Paninis Deluxe-Ausgabe stehen schon hier, Band acht ist auf dem Weg und der abschließende neunte wurde bereits für die zweite Jahreshälfte angekündigt. Vielen weiteren Stunden mit Herr Gaiman als Reiseleiter steht also nichts im Wege.

    9/10

    Kennt Ihr den Miracleman? Eure Meinungen dazu? Und was würdet Ihr von Gaiman (abgesehen vom Sandman) so empfehlen?

    VG, God_W.

  3. #5353
    Mitglied Avatar von El Duderino
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    Superman: Der Planet der Supermen

    Neal Adams, genialer Macher hinter dem epischen "Batman: Odyssee" lässt wieder einmal alle Welt an seiner Genialität teilhaben.
    Diesmal tobt er sich an dem Mann aus Stahl aus und lässt ein unglaublich naiv debiles Silver Age Abenteuer mit einem unübersehbaren Kirby Vibe auf die Leser los.
    Nur leider kommt er diesmal nicht ganz an seine erzählerischen Qualitäten von der Fledermaus Odyssee heran, und das miene ich durchaus ernst. Mir ist bewusst, dass das Batman Abenteuer eigentlich ziemlich schlecht angekommen ist, aber mir hat es eine Menge Freude bereitet. So ungezügelt bescheuert muss man erst einmal schreiben können, mit der Figur.
    Auch hier lässt Adams die Figuren stellenweise komplett sinnbefreit handeln, unmotiviert herumschreien und strunzdumme Sätze durch die Gegend posaunen, aber das ganze wirkt irgendwie so beherzt charmant, das man einfach nur grinsen muss.
    Wobei ich auch verstehen kann, wenn man sich zitternd von diesem Machwerk abwenden will. Ernst nehmen darf man hier nämlich nichts, denn hier ergibt am Ende auch so gut wie nichts einen Sinn. Zumindest nicht, wenn man mit gesunden Menschenverstand an die Sache herangeht. Aber gerade das macht ja den Spaß an der Sache aus.
    Aber leider konnte Adams in seiner Batman Geschichte einem noch etwas besser an der Nase herumführen und durch unzählige Flashbacks und andere Schlenker in der Erzählung hatte man sogar so etwas wie einen Mehrwert, der fehlt hier völlig.
    Hier wird die Chose gnadenlos geradlinig abgehandelt, Superman schreit und drischt sich durch das Szenario ohne Sinn, Mitgefühl oder Plan.
    Die Dialoge, wie schon angesprochen, sind hier auch nicht das Gelbe vom Ei. Zumindest, wenn man es im Angesicht der Moderne sehen mag. Vor 50 Jahren hätten viele der Texte wahrscheinlich weniger gestört, denn schon der "King" hat so geschrieben, wenn man ehrlich ist. Heute wirkt das ganze doch etwas fremdartig und man muss sich eigentlich ständig fragen, wer das so abgesegnet hat, bei den DC Editoren. Macht nichts, man muss hier einfach den Trash Faktor feiern, anders geht es nicht.

    Leider sahen Adams' Zeichnungen auch schon einmal besser aus. Großteils wirkt das meiste extrem schnell runtergezeichnet aus und es sind auch einige Anschlussfehler in den Panels zu finden, ein Liefeld kann sich hier stellenweise noch was abschauen.
    Dafür versucht der gute Neal seinen inneren Kirby rauszulassen, was eben leider nur stellenweise gelingt, da kann er noch so viele New Gods Splashpages raushauen, es wirkt eher gewollt als gekonnt.

    Fazit: Wer Odyssee schon nicht mochte, wird hier erst recht Brechreiz kriegen. Auch wenn die Mini ganze Galaxien davon entfernt ist, richtig gut zu sein, so schätze ich irgendwie den Anachronismus denn dieser Band in der heutigen Comiclandschaft darstellt.
    Schön, dass schon die nächste Mini von Neal Adams im Herbst auf uns wartet, mal sehen was für grandiosen Schwachsinn wir in "Batman gegen Ra's al Ghul" beiwohnen dürfen.

  4. #5354
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    Dieser Ort wird kein leichter sein...





    The Hard Place #1 - #5
    (Image, 2017) Doug Wagner, Nic Rummel

    Kaum raus ausm Knast, der erste Schritt direkt rinn innen Haufen, und schon wieder mitten in der ganzen, alten Scheiße. Fuck! Fuck, fuck! Da will man, verfickt nochmal, nach fünf Jahren in sonem verschissenen Drecksloch, ein neues Leben beginnen, ja, leiht sich sogar extra so nen verkackten Schlips, um inner Bank etwas seriöser zu wirken und dann...

    BAMM!!

    ...steht man zwei bewaffneten Fatzken mit soner schwuchteligen Esel- und Affenmaske gegenüber, um im Augenwinkel gerade noch so beobachten zu können, wie sich die weggepustete Schädeldecke seines sachverständigen Beraters quer über das gesamte Foyer der Bank verteilt -
    Hirnmasse, galore!

    Man muss jetzt aber weder ein eingeschworenere Gangster sein, noch über Insider Wissen verfügen, um diese dunkle Wolke Namens „potentielle Eskalationsstufe ersten Grades“ am Horizont bemerken und erkennen zu können…

    ...nur, um sich dann gewittermäßig sogleich in Form einer unberechenbaren Geiselnahme mit willkürlichen Gewaltausbrüchen auf alle Anwesenden zu entladen – inklusive rasanten Verfolgungsjagten, waghalsigen Manövern, wilden Schusswechseln und Feuergefechten - präsentiert in breiten, auf Style getrimmten - Bilder, mit typisch kantigen, stilisierten Zeichnungen, dicken Markern und knallig, poppige Farben...fuck, yea!

    Was sich zunächst noch als ein schnell geschnittener Action-Gangster-Flick mit massenhaft Spaß und sinnloser Gewalt anhören mag, entpuppt sich bereits leider schon nach wenigen Seiten als eine absolute Luftpumpe.

    Denn, was bringt schon Action, die nicht fetzen will und Schießereien, die nicht ballern? Ein jeder Gag, ein Rohrkrepierer, und eine jede Coolness aufgesetzt. Ne, ne, Leute, richtig zünden will hier, trotz des Pulverfasses aus schnellen Karren und noch viel mehr Kugeln und Geschossen, wirklich haargenau nullkommanull. Nada, nix, niejente. Auch, wenn es die Macher doch so gerne gemocht und gewollt hätten...

    Dennoch lassen sich die fünf Hefte, erstaunlicherweise, recht flott hintereinander weglesen, sind also in etwa irgendwie genauso kurzweilig, wie austauschbar. Auf der anderen Seite bietet diese Mini aber auch wirklich nicht das Geringste, was vom schnellen Durchblättern abhalten und zum längeren Verweilen einladen könnte. Billiger Fast Food halt, ihr Fuckas :D 4,5/10

  5. #5355
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Sounds like Lothar...

  6. #5356
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    Wer wider der Natur handelt, wird unnatürliches erfahren...

    Die Lebende Tote (Splitter) Olivier Vatine, Alberto Varanda

    Mutierte Riesenspinnen, Jahrhunderte alte künstliche Intelligenz, gotische Bauten und Kathedralen, Kraken ähnliche Wesen, eine – um ihre verstorbene Tochter - trauernde Mutter und mittendrin die uralte Frage nach dem ewigen Leben, insbesondere dessen Grenzen und deren Setzung.

    Denn wenn die vom menschlichen Verstand erdachte Wissenschaft einst alle Grenzen der Physik hinter sich lässt, jeglichen Naturgesetzen trotzt, selbst die Schwelle zwischen Leben und Tod beherrscht, wer oder was soll jener noch Einhalt gebieten, als eben der Mensch höchst selbst.

    Aus großem Wissen folgt große Verantwortung

    Und so wird das Wissen in der mittlerweile auf den Mars übergesiedelten Zivilisation staatlich reglementiert, limitiert, sanktioniert und ist regelrecht auf der Erde zurückgelassen worden. Dort wiederum gilt es dieses „verlorengegangene“ Wissen abermals zu heben, zu bergen und auf ein Neues wieder zu entdecken - Bücher werden zu Schätzen, längst Vergangenes visionär, Alteingesessenes revolutionär.

    Dabei kratz der Titel aber wirklich nur an jener Oberfläche, dezent und unterschwellig. Nüchtern betrachtet ist nämlich das gesamte Album nicht viel mehr als eben bloß eine Art Oberfläche, ein erweitertes Ausgangszenario mit markanten Eckpfeillern, welches gleichermaßen als Spielwiese und Vehikel für Alberto Varandas aufwendige Zeichenarbeit dient und unter welcher vieles sogleich im dunklen verborgen bleibt. Seien es diverse Hintergrundinfos, explizite Handlungsfragmente, das mehr als offen gehaltene Ende...

    Zurückgehaltenes, reglementiertes Wissen, selbst für den allwissenden Leser?

    Faszination, Unbehagen oder gar menschliche Urängste lagen schon immer im Verborgenen, im Unbekannten, im Unsichtbaren – und ein Spiel damit ist folgerichtig, sofern raffiniert angegangen, auch stets Stilmittel erster Wahl, wenn es um gepflegten Grusel oder Horror geht. Fantasie und Vorstellungskraft toppen halt noch immer jede bildliche Darstellung oder gar Realität.

    Betontes Schwarz in der Abstrakten?

    Dicht an dicht gesetzte Schraffuren, klassische Perspektiven, Präzision in Strichführung und Detail – rein optisch alles andere als Durchschnitt und stets sehenswert. Schauwerte gibt’s hier wahrlich mehr als genug. Strich für Strich verdrängt dunkler Graphite vermehrt jedwedes Licht und die Zeichnungen werden zunehmend stimmungsvoller, plastischer, texturierter. Beinahe wie eine Art fein nuancierter Filter, der spinnennetzartig über das rohe Bildmaterial gelegt, sämtliche Kontraste zwischen kühler Moderne und Elemente der Gotik miteinander verwebt – und dies auf eine angenehm wohlige, fast schon romantisierende Art und Weise, eben ganz im Stile klassischer Gruselliteratur.

    Opulentes Abendkleid und zugleich einschnürendes Korsett?

    Der Zeitpunkt an welchem wirklich allen Beteiligten klar geworden zu sein scheint, dass sich das ursprüngliche Skript in Sachen Storyaufbau und damit einhergehender Erzählrhythmik nicht mit solch zeitintensiven Zeichnungen realisieren lässt (zumindest nicht im geplanten „Rahmen“), ist wahrlich nur schwer zu übersehen. Generell wirkt das gesamte Album stellenweise irgendwie steiff und ungelenk. Seien es so manch gestelzt erscheinende Textboxen mit ihren Off-Kommentaren, diverse Brüche in Dramaturgie und Erzählung, ja selbst die für sich betrachtet gemäldeartigen Bilder sind in ihrer Summe wenig immersiv – richtig eingängige und psychologisch intelligente Bildfolgen gibt es selten.

    Und die Moral von der Geschicht?

    Aus Fehlern lernt die Menscheit oder eben nicht. Und so versteht sich die apokalyptisch anmutende Endsequenz wohl sogleich als Zitat und Kommentar auf eine der zentralsten Aussagen des gesamten Werkes – denn die moderne Wissenschaft hat die Spezies Mensch eben nicht nur erst zum Mars gebracht, sondern wird diese aller Voraussicht nach auch wieder davon vertreiben. Geschichte wiederholt sich.

    Schlussendlich handelt es sich bei „Die Lebende Tote“ um eine ziemlich simpel gestrickte, teils sehr vage gehaltene Zukunftsdystopie im Kleid eines barocken Schauermärchens, welche in erster Linie von ihrer atmosphärischen Dichte lebt und nur allzugerne an etlichen Rockzipfeln allseits bekannter Genrevertreter zupft. Recht gut, geht jedoch auch deutlich bessa. :D 7,5/10

  7. #5357
    Mitglied Avatar von Gagel
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  8. #5358
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    BLAME! 0 - NOiSE Master Edition



    Wie der gute Dekaranger bereits erwähnt hatte ist der sechste BLAME!-Band keinesfalls der aufschlussreiche Erklärband, der alle Rätsel der undurchsichtigen Welt und ihrer teils seltsamen Bewohner aufklärt, in der Tsutomu Niheis Cyberpunk-Werk spielt. Mit NOiSE, der lange zuvor spielenden Vorgeschichte zu BLAME! Bekommt man das aber wenigstens teilweise geboten.


    Äußerst überraschend und spannend fand ich dabei, dass es sich bei der Geschichte von NOiSE nahezu um ein komplett anderes Genre handelt. War BLAME! Ein weit in der Zukunft spielender, kryptischer Sci-Fi-Actioner in Hochglanzoptik ist NOiSE mehr so etwas wie eine blutige Serienkiller-Horror-Hatz, die zwar auch in einer Zukunft spielt, aber doch noch deutlich mehr Verbindungen zu unserer Welt aufweist. Die Bilder der teils bestialischen Morde wirken weitaus dreckiger, was extrem gut zur düsteren Gesamtstimmung passt und Niheis Erzähltempo ist weiterhin gewohnt atemlos. Hat mir persönlich insgesamt eine Kante besser gefallen als BLAME!, auch weil alles zumindest etwas schlüssiger, bzw. erklärender daherkommt.

    Klar, Rätselhaftes gibt es noch immer massig genug und, ob davon etwas im kommenden Elektrofischer-Band aufgeklärt wird darf bezweifelt werden. Dennoch weiß Niheis Schreibstil und vor allem die von ihm kreierte Welt extrem zu faszinieren. Wenn im Herbst der Elektrofischer-Band kommt werde ich vielleicht alles nochmal in einem Rutsch lesen und schauen, ob ich weitere Erkenntnisse daraus ziehen kann. Etwas schade fand ich im Nachhinein, dass bei den Kärtchen, die den BLAME!-Hardcovern als Goodie beilagen teilweise Sachen verraten wurden, die ich sonst erst durch NOiSE aufgedeckt und verstanden hätte, das hat den ein oder anderen Aha-Moment leider schon vorneherein zunichte gemacht.


    Zwecks Lesereihenfolge: Ich habe die Bände jetzt in Erscheinungsreihenfolge gelesen, also erst BLAME! 1-6 und dann NOiSE. Wem es auf die Nerven geht sechs Bände lang durch eine undurchsichtige Story zu hetzen, bei der man noch nicht einmal die Welt versteht, in der alles spielt, der sollte vielleicht doch mit NOiSE einsteigen und dann zu BLAME! Übergehen, dann wird zumindest das Setting um einiges klarer.

    7,5-8/10



    Planet der Affen Archiv – Band 3



    Diesmal reisen wir nicht auf den Planeten der Affen, nein, die Affen kommen zu uns. Genauer gesagt in die 70er Jahre unseres vergangenen Jahrhunderts, denn als erstes erwartet uns im dritten Band der Affen-Archivbände die Adaption des dritten Kinofilms der kultigen Original-Reihe – Flucht vom Planet der Affen. Es ist ja davon auszugehen, dass jeder, der diesen Band kaufen möchte zumindest die legendäre Filmreihe bereits gesehen hat, wenn nicht sogar schon die Comics kennt. Dennoch ein zwei Zeilen zum Plot.

    Nachdem es die Menschen und Affen im Finale des zweiten Filmes geschafft haben den gesamten Planeten in die Luft zu sprengen konnten sich drei Affen, darunter die mittlerweile bekannten Wissenschaftler Zira und Cornelius, in einem Raumschiff retten. Die Schockwelle der Explosion hat dafür gesorgt, dass die drei Taylors Reise aus Teil eins in die andere Richtung durchleben, also in der Zeit zurück reisen und in den 70er Jahren des 19. Jahrhunderts landen, zum Zeitpunkt der Produktion also Jetztzeit.


    Das führt in der menschlichen Gesellschaft verständlicherweise zu gehörigem Aufruhr, der nicht selten in witzigen und kuriosen Situationen gipfelt. Aber wie wir Menschen so sind, schürt ein solch außergewöhnliches Ereignis auch Furcht in vielen Herzen und so steuert dieser eigentlich leichteste, fröhlichste und charmanteste aller Affenstreifen auf ein unausweichliches, äußerst tragisches Finale zu.


    Wie gewohnt wurde der Comic bereits auf Basis des Drehbuchs angefertigt und beinhaltet somit als Schmankerl auch die ein oder andere Szene, die später im Schneideraum der Schere zum Opfer gefallen ist. Allen voran die recht spektakuläre Eingangsszene im Weltall, die aber aus verständlichen Gründen zugunsten eines größeren Überraschungseffektes im späteren Film weggelassen wurde. Abgesehen von einigen kleinen Unterschieden hier und da bekommen wir aber eine sehr werkgetreue Adaption geboten, die dem Original in Spannung und Spaß in nichts nachsteht. Und ich werde es nicht müde wieder und wieder zu erwähnen: Klassisches Material welches, wie hier von Rico Rival, toll gezeichnet wurde wirkt in S/W einfach edler und zeitloser als in einer zeitgenössischen, recht plakativen 70er Jahre Kolorierung. Gefällt mir außerordentlich gut!

    Weiter geht es natürlich mit der direkten Fortsetzung Eroberung vom Planet der Affen, der Teil der allgemein schon gesellschaftskritischen Reihe, der am offensten das, gerade zur damaligen Zeit noch weit größere Rassenhassproblem in den USA thematisiert. Für mich allein deshalb einer der stärksten Vertreter der Reihe, auch wenn es an allen Ecken und Enden am knappen Budget haperte, wurden die fünf Filme doch von Teil zu Teil mit immer geringer werdendem Budget ausgestattet. Sowas wäre bei einer erfolgreichen Reihe heutzutage ja kaum denkbar! Nicht gespart wurde zum Glück am Regisseur, denn mit J. Lee Thomson (Ein Köder für die Bestie, Die Kanonen von Navarone) wurde ein wahrer Meister seines Fachs auf den Regiestuhl gesetzt, dem es mit Bravour gelang den Geldmangel auf der Leinwand nicht spürbar werden zu lassen.


    Thompson lag das Thema sehr am Herzen, weshalb er den Aufstand der Affen ganz bewusst an die in den USA herrschenden Rassenunruhen anlehnte und in Art der im TV gezeigten Horror-Bilder von Straßenschlachten inszenierte. Das führte neben ungemein eindringlichen Szenen auch zu drastischen Gewaltdarstellungen, die alles andere als zimperlich daherkommen. Diese wirklich heftigen Szenen wurden im Nachgang nicht nur gekürzt, sondern auch mit einem etwas versöhnlicheren Ende wieder abgemildert. Dieses versöhnlichere Ende hielt in den Comic keinen Einzug, denn der basiert ja wieder auf dem ursprünglichen Drehbuch. Allerdings wurden die Gewalttätigen Stellen im Comic nochmal deutlich abgemildert und erlangen so leider zu keinem Zeitpunkt auch nur die Intensität der gekürzten Filmfassung, die wir in unseren Landen viele Jahrzehnte als einzige Fassung zu sehen bekamen. Erst im Jahre 2008, also über 35 Jahre nach dem Kinostart bekamen wir im deutschsprachigen Sprachraum mit der „Planet der Affen 40 Jahre Evolution Collection Blu-ray“ erstmals die Möglichkeit den ungeschnittenen Director’s Cut des Films zu bewundern. Seit 2014 ist er in der „Planet der Affen Legacy Collection (Blu-ray)“ auch zu einem günstigeren Kurs zu haben, einzeln gibt es die Scheibe allerdings nicht zu erstehen.


    Das ist die Blu-ray Box der Legacy Collection, aktuell mit ca. 15€ der günstigste Weg an alle fünf klassischen PdA Filme, und vor allem an Teil vier im Director’s Cut zu kommen


    Auf der einen Seite ist der Comic also ein kurioses Kleinod, weil er im Gegensatz zur gekürzten und umgeschnittenen Kinofassung die einzige Möglichkeit darstellte das originale, vom Regisseur favorisierte Ende der Geschichte zu erleben, auch wenn es nur angedeutet und nicht explizit gezeigt wurde, andererseits ist es dem Marvel-Comic als Massenmedium zu der Zeit leider nicht möglich gewesen den Aufstand der Primaten in seiner „Schlag in die Magengrube“-Intensität auf die Seiten zu bringen, was die Adaption des vierten Filmes für mich zur schwächsten der bisherigen Adaptionen macht.

    Abschließend bietet uns Marvel mit dem kleinen Zweiteiler Die Suche nach dem Planet der Affen noch einen kleinen Lückenfüller, der die recht große zeitliche Spanne zwischen dem vierten Kinofilm und dem Finale Schlacht um den Planet der Affen überbrücken soll. Joa, das kann man machen, ist aber wirklich keine Großtat. Da haben mir die eigenständigeren, dafür aber recht abgedrehten Geschichten, die wir in den ersten beiden Archiven zusätzlich zu Filmadaptionen geboten bekamen deutlich mehr Spaß gemacht. Das Vorwort von Rich Handley ist fast schon obligatorisch und die Cover am Ende sind toll anzuschauen, meinen Favoriten bekommt Ihr hier zu sehen:


    Insgesamt hatte ich mit dem Band eine tolle Zeit, auch wenn es für mich der schwächste der bisherigen drei war. Kleiner Tipp für diejenigen, die die Blu-ray-Box der Filme besitzen: Die meisten der Discs bieten den Film mit isolierter Tonspur für die Filmmusik. Ich habe die Filme also nur mit der Filmmusik leise über die Anlage laufen lassen, TV ausgeschaltet und so die perfekte musikalische Untermalung beim Lesen in der Leseecke genießen können.

    7/10



    Prinz Eisenherz Band 5 - Jahrgang 1945/1946



    Hach, ich könnte geradewegs ins Schwärmen geraten. Angefangen vom abenteuerlichen Beginn der Reise durch die Wüste (ich liebe Wüsten!), über die Entwicklung von Aletas und Eisenherz‘ romantischer Beziehung mit ihr als Gefangener, obwohl sie es ja ist, die sein Herz längst gefangengenommen hat. Wunderbar frech und verschmitzt, wie sich die Beziehung der beiden immer weiter entwickelt während sie von einer Widrigkeit in die nächste stolpern.

    Kaum denkt man, dass ENDLICH alles gut wird kommt es gänzlich anders und Eisenherz muss neben einer ganzen Reihe Duellen erstmal eine Ilias-ähnliche Belagerung organisieren, um die Frau seines Herzens zurückzugewinnen. Im weiteren Verlauf wollen nicht nur Aufstände niedergeschlagen, urkomische Beziehungskisten überstanden und Aletas Einführung am Hofe König Arturs bewältigt werden, nein, da ist von gefährlich-fröhlichen Begegnungen mit Räuberbanden a la Robin Hood bis zu Liebesdramen, die in ihrer Dramatik selbst Shakespeare zu Ehre gereichen würden alles vertreten.

    All das natürlich in atemberaubend schöner Foster-Optik, die über jeden Zweifel erhaben ist. Der Mann war einfach ein wahnsinns Zeichner UND ein grandioser Geschichtenerzähler, was es echt schwierig macht an diesem meisterlichen Band, auch noch in der tollen Bocola-Aufmachung mit wundervoll persönlichem Vorwort des Schweden Sven H. G. Lagerström, irgendetwas zu bemängeln. OK, die ersten paar Monate bis Woche 459 gibt es immer nur eine zwei Drittel Seite Eisenherz, da der Rest noch aufgrund der Kriegszeit und drohendem Papiermangel mit The Medieval Castle belegt war und die dort erzählte Geschichte reicht leider nicht an die Qualitäten eines Eisenherz heran, aber das ist wirklich nur ein kleiner Wermutstropfen.

    9/10



    Conan der Cimmerier: Die Scharlachrote Zitadelle



    Auf ins nächste barbarische Abenteuer des Cimmeriers. Aber halt, was ist denn das? So barbarisch ist der gute Conan gar nicht mehr drauf, denn er ist weder als Dieb, noch als Söldner oder Pirat unterwegs. Nein, der wilde Barbar aus dem Norden hat sich gewandelt, ist König geworden, und scheinbar gar nicht mal ein schlechter. Ein Ehrbarer Mann, der Verantwortung trägt, sich dessen bewusst ist und dem das Wohlergehen seines Volkes am Herzen liegt. Wer hätte das gedacht?


    Allerdings gibt es, gerade wenn es in einem Königreich schon beinahe schon „zu gut“ läuft, natürlich auch Neider, und so wird Conan mit seiner Armee untereinem Vorwand von einigen seiner Nachbarn in eine hinterlistige Falle gelockt. Ziel ist es Conan zu stürzen, seine Armee zu vernichten und seinen Platz an der Spitze des Aquilonischen Königreichs einzunehmen. Doch ist es einer der benachbarten Könige, der die Macht ergreifen will oder ein interner Emporkömmling? Und welche Rolle spielt eigentlich dieser zwielichtige Zauberer?

    Eine weitere Conan-Story, die mit blutigen Schlachten, gefräßigen Monstren, schwarzer Magie und hinterhältigen Intrigen eigentlich alles bietet, was das Sword & Sorcery-Herz begehrt. Dennoch bin ich nicht ganz zufrieden. Im Voraus habe ich mir wieder das Festa-Hardcover geschnappt und Robert E- Howards Originalstory gelesen, die wirklich toll geschrieben ist und zu keiner Minute so etwas wie Langeweile aufkommen lässt. Klar, langweilig wird es in Luc Brunschwigs Adaption der Geschichte auch nicht, dennoch gibt es, vor allem hinten raus, so einige Passagen die ich im direkten Vergleich mit Howards Werk als nicht ganz gelungen empfinde. Vor allem

    Conans Rückkehr

    mutete mir bei weitem nicht spektakulär genug an, das hätte man bombastischer inszenieren können und müssen. Hier uns an einigen anderen Stellen kam es mir so vor, als wäre dem Team der Platz ausgegangen und man musste die ein oder andere Szene etwas verkürzen.


    Das Artwork von Étienne Le Roux ist grundsätzlich schön anzuschauen und es gibt auch die ein oder andere wirklich gelungene Szene, erreicht aber zu keinem Zeitpunkt die bombastische Wirkung, die Ronan Toulhoat bei Natohk, der Zauberer oder auch Robin Recht mit Ymirs Tochter bei mir zu erreichen vermochten. Insgesamt noch immer ein tolles Album mit einer großen, abenteuerlichen Geschichte, im Vergleich zu den Highlights der Reihe dann aber doch ein ganzes Stück schwächer, vor allem auch, weil die Vorlage nicht ganz so exakt getroffen wurde wie ich finde.

    7/10

    Mein nächstes barbarisches Abenteuer werde ich dann wieder gemeinsam mit Sláine, dem Keltenkrieger bestreiten. Da freue ich mich auch schon drauf!

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  9. #5359
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    Durango Gesamtausgabe 3 – Band 8: Ein guter Tag zum Sterben & Band 9: Duncans Gold




    Die letzten beiden Alben, die in Band drei der Gesamtausgabe um den wortkargen Meisterschützen enthalten sind liest man am besten direkt hintereinander weg, denn es wird eine große, zusammenhängende Story erzählt, und zwar eine, die gleich mehrere prall gefüllte Satteltaschen mit Anspielungen, Motiven und legendären Szenen der besten Leinwandvertreter des Genres mit sich bringt. Ach ja, und Lee van Cleef ist auch mit von der Partie.


    Los geht’s mal wieder ganz typisch indem Durango in ein kleines Städtchen reitet und dort von gleich drei Kopfgeldjägern attackiert wird, ganz schlechte Idee. Doch statt anschließend vom Sheriff eingebuchtet zu werden wird er vom reichsten, und somit mächtigsten Bewohner des Kaffs rekrutiert um seinen nächsten Jagdausflug abzusichern. Die Frau des Moguls steht nämlich total auf Ausflüge in die wilde und freie Natur, und außerdem ist sie jung und enorm hübsch, na wenn das mit Django in der Truppe mal gut geht…


    Ohne groß das Finale von Band acht, oder auch die Story zur direkten Fortsetzung „Duncans Gold“ verraten zu wollen kann ich sagen, dass es schon extrem cool ist, dass Lee van Cleef (natürlich nur optisch) der Bösewicht ist, der zu Beginn aus dem Knast flüchtet und sich an die Fersen von Durango und seiner aktuellen Begleitung heftet. Grandiose Landschaftsbilder, blutige Schießereien und die Jagd nach einem Goldschatz bieten alles, was das Westernherz begehrt, auch, wenn die Geschichte selbst noch etwas vorhersehbarer daherkommt als bei „Ein guter Tag zum Sterben“, und auch da hatten sich die Wendungen schon lange zuvor recht deutlich abgezeichnet. Insgesamt also ein tolles, zweiteiliges Westernepos, dass ein wenig an Überraschungsarmmut krankt, ansonsten aber erneut als nahezu perfekter Genre-Vertreter betitelt werden kann.

    8,5/10



    Sláine 5 – Der König



    Na da bin ich, also eigentlich Sláine, aber aktuell wird der ja von mir verkörpert, wie auch immer, mein Buddy Sláine und ich, WIR sind auf dem besten Weg König unseres einstigen Stammes zu werden. Allerdings wollen auf dem Weg dort hin noch einige Prüfungen bestanden und Schätze gefunden werden.

    Als erstes schickt uns Myrddin, der mich mit seiner doch recht speziellen Kopfbedeckung immer an den großartigen Nicol Williamson als Merlin in John Boormans Excalibur erinnert, auf die Suche nach Danus Ring. Die mehr oder weniger typische RPG-Quest dürfen wir wieder selbst spielen, sie ist abwechslungsreich und auch äußerst spaßig inszeniert und von Mike Collins schick gezeichnet. Neben einigen wilden kämpfen bestehen auch reichlich Möglichkeiten falsche Entscheidungen zu treffen und sich hinterher über sich zu ärgern. Andererseits besteht ein Teil des Reizes der ansonsten recht geradlinig erzählten Abenteuergeschichte sicherlich in diesem Trial-and-Error-System, was neben „lustigen“ Todesarten (vier habe ich persönlich kennenlernen dürfen) auch ein schönes Potential zu „Mensch ärgere Dich nicht“-mäßigen Ausrastern mit sich bringt.


    Besonders gefreut hat es mich, dass ich zu einem der vom Übersetzer in einer Fußnote abgehandelten Begriffe bereits größere Vorkenntnisse besaß, als dort vermittelt werden. In der Regel kann ich dabei, sowie im diesmal bereits vierseitigen Glossar, ja immer viel lernen, aber durch den Besuch der Clootie Well, einer magischen Quelle auf der Black Isle (Halbinsel an der Ostküste Schottlands, nördlich von Inverness), konnte ich mir auf die Stofffetzen an einer Wegkreuzung einen Reim machen und Sláine somit in die richtige Richtung lenken.

    Da wir den Kessel des Dagda bereits in Band 4 eroberten und Myrddins Aufgaben jetzt alle erfüllt haben brach ich bereist in Jubel aus, SIEBEN JAHRE KÖNIG! - Doch weit gefehlt, bis es so weit kommen kann will wohl noch ein weiter Weg gegangen und eine ganze Reihe schwieriger Prüfungen bestanden werden. Diese müssen wir aber nicht mehr als Sláine selbst bestreiten, nein, wir können uns wieder als einfacher Leser der Aufzeichnungen Ukkos des Zwergs betätigen. Mit einem freudigen und einem weinenden Auge gehen wir also wieder zur Normalität über, also was man im Falle von Sláine so als normal bezeichnen kann.


    In „Annwns Schätze“ begeben wir uns auf eine große, abenteuerliche Reise voller Prüfungen verschiedenster Art, die Sláine auf dem Weg zum König bestehen muss. Die in den vergangenen Geschichten stetig weiter emanzipierte Nest Sprenkelhaut entpuppt sich hierbei als perfekte Reiseleiterin ohne deren Fachwissen und Hilfe unser Held und sein Zwerg mehr als einmal aufgeschmissen wären. Nett auch, dass der Geschätzte JRN uns in seinen Kommentaren sogar solches Grundwissen wie die Aufgaben des Herakles nochmal ins Gedächtnis ruft. Ich hatte mich zwar vor unserer Griechenlandreise 2018 bereits näher mit der griechischen Mythologie beschäftigt, aber der ein oder andere freut sich bestimmt über die Erinnerung.

    Dann ist es endlich so weit, Sláine macht sich auf den Thron seines Volkes für die kommenden sieben Jahre zu beanspruchen. Er will König werden, ach was König, Hochkönig! Oder lieber gleich – der gehörnte Gott! Allerdings sind bis zum großen Finale noch allerlei Widrigkeiten zu bestehen, denn wann und wo in der Geschichte ist denn schon ein Thron freiwillig und kampflos übergeben worden? Und selbst wenn, welche Intrigen wurden da im Hintergrund geschmiedet und welch böse Fäden zu gefährlichen Netzen verwoben?


    Mit dem Übergang von Spiel zu Story, den leichtfüßigen Abenteuern hin zu bedeutungsschwangeren Szenen und teils überraschender Tiefe haben wir hier den bislang am abwechslungsreichsten daherkommenden Sláine-Band, der sowohl von Mike Collins und Mark Farmer, aber noch besser von Glenn Fabry einwandfrei in Szene gesetzt wurde. Dazu die hochwertige Dantes-Aufmachung in stabilem Hardcover mit sauberem Druck und einem Glossar nebst Fußnoten, die jedem die dahintersteckende Mythologie näherbringen, der sich dafür zu begeistern weiß. Alle anderen genießen eine tolle, etwas andere Barbarenstory, die vielleicht nicht ganz so eingängig wie Conan daherkommt, aber dafür eine Tiefe in einstmals wirklich gelebter Mythologie erreicht, die ihresgleichen sucht.

    8,5/10



    H. P. Lovecrafts Der Hund und andere Geschichten – Gou Tanabe



    Schon viel zu lange habe ich meiner Lovecraft-Leidenschaft nicht mehr gefrönt, außerdem kann ich ja, wenn es um Manga geht, nicht immer nur Cyberpunk oder Taniguchi lesen, da kam mir also Gou Tanabes Band in welchem er gleich drei Geschichten des Gentlemans aus Providence adaptiert gerade recht.


    Los geht es mit „Der Tempel“ in dem eine deutsche U-Boot-Crew zu Kriegszeiten eine Katastrophe an Bord erleben muss und schließlich in den Tiefen der See eine außergewöhnliche Entdeckung macht. Zu allererst fällt das wahnsinnig aufwändige und außerordentlich düstere Artwork von Gou Tanabe auf. Gerade im ersten Teil der Geschichte funktioniert das grandios und transportiert auch nahezu perfekt die klaustrophobische Atmosphäre an Bord des Boots. Gegen Ende, und auch in den weiteren Geschichten, tritt ein typisches Problem bei Lovecraft-Adaptionen an den Tag, nämlich, dass man sich nun mal der Visualisierung des Zeichners anschließen muss, auch wenn diese vielleicht nicht zu 100% der eigenen Vorstellung entspricht. Lovecraft überlässt es gerade in visueller Hinsicht fast komplett dem Leser sich seinen eigenen Schrecken im Hirn zusammenzubasteln. Da ist vieles unbeschreiblich, unsagbar, zyklopisch, unmöglich oder dermaßen schrecklich, dass man gar dem Wahnsinn anheimfällt. Das lässt sich in Bildern halt nicht wirklich darstellen, bzw. sieht für jeden in der eigenen Vorstellung komplett unterschiedlich aus. Dennoch schafft es der Mangaka mich mit seiner Vision mitzunehmen und ich lasse mich komplett drauf ein. Das ist schon eine enorme Leistung, gerade da auch das typische Lovecraft-Flair verströmt wird.

    Wie der ein oder andere sicher schon mitbekommen hat bin ich ja ein großer Liebhaber von Seemannsgarn, also maritim angehauchten Geschichten in jedweder Form, aber natürlich muss auch ich, wie jeder andere auch, ansprechen, dass es eine kack Idee war die Geschichte in die Zeit des zweiten Weltkriegs zu verlegen, die Männer an Bord aber dennoch „für den Kaiser“ kämpfen zu lassen. Da hat jemand seine Hausaufgaben wohl ganz und gar nicht gemacht, was einen Atmo-Punkt Abzug einbringt. Atmosphärisch ganz toll gelungen, auch wenn vielleicht ein etwas größerer Fokus auf den Abenteueraspekt der Story und weniger auf den Horror gelegt wird, ist die Hörspiel-Adaption von „Der Tempel“, erschienen als Ausgabe 39 in der Gruselkabinett-Reihe von Titania Medien.


    Als nächstes wartet mit „Der Hund“ die Geschichte, die dem Band seinen Namen gab. Dazu muss ich sagen, dass ich, obwohl ich seit Jahrzehnten Lovecraft-Jünger bin, noch nicht alle seiner Geschichten gelesen habe. Die stehen zwar alle im Bücherregal (sogar in zweifacher Ausführung), aber ich möchte mir Lovecraft auch für die kommenden Jahre noch ein wenig aufsparen, weshalb ich immer nur Stückchenweise lese, also immer mal wieder eine Story, wenn es mich überkommt, oder auch mal eine Geschichte ein zweites oder drittes mal, denn Lovecraft ist immer wieder neu.

    Gou Tanabes Variante von „Der Hund“ habe ich nun zum Anlass genommen diese Geschichte erstmals zu lesen und ich kann sagen, seine Bearbeitung der Geschichte ist äußerst gelungen. Ja, es gab ein paar kleinere Änderungen und gerade den im Zentrum der Geschichte stehenden Talisman hätte ich gänzlich anders gestaltet, aber im Großen und Ganzen wird der Kern der Story sehr gut erfasst und das Lovecraft-Feeling toll transportiert. Davon abgesehen ist der eigentliche Schrecken dieser Story, nämlich die Ausgangssituation, und wie die beiden „Protagonisten“ zu ihren, ich sag mal „speziellen Vorlieben“ kommen gar nicht so weit hergeholt und auch, oder gerade heute, noch äußerst aktuell.


    „Die Stadt ohne Namen“ war damals eine der ersten Lovecraft-Geschichten, die ich gelesen habe, denn von Wüsten, verschollenen Städten und Tempeln alter Gottheiten (vor allem im alten Ägypten) fühlte ich mich seit jeher wie magisch angezogen. Diesen Zauber verströmte auch Lovecrafts Geschichte, und Gou Tanabe bringt ihn nahezu perfekt auf die Seiten. Ein großes, geheimnisvolles Abenteuer gipfelt in kosmischem Schrecken, wie ihn nur Lovecraft ersinnen konnte, und lässt mich mit diesem ganz speziellen Gefühl irgendwo zwischen Magengrube und Schluckmuskel zurück.

    7,5/10

    Ohne den groben Schnitzer beim „Tempel“ wäre die Wertung sogar noch ein wenig höher ausgefallen, deshalb freue ich mich jetzt umso mehr auch Gou Tanabes Bearbeitung der „Farbe aus dem All“, einer meiner absoluten Lieblingsgeschichten von H. P. L. – Wehe der versaut das!



    Swinging London



    Harte Thriller, düstere Krimis, Geschichten, die menschliche Abgründe aufdecken oder erforschen und klassischer Film-Noir, das sind Themen, die mich faszinieren und auf die ich immer mal wieder, so stoßweise, Lust bekomme. Auch wenn ich diese Genres gerne mag habe ich gerade was Film Noir betrifft noch viel zu wenig gesehen und auch nicht wirklich einen Peil, was sich da alles zu schauen lohnt UND auch irgendwo verfügbar ist, ob als Stream oder auf Scheibe ist mir eigentlich egal. Wenn da jemand Empfehlungen hat, immer her damit! Den ein oder anderen Bogart, sowie die Beiträge von Hitch und Kubrick kenne ich natürlich, aber was lohnt sich denn sonst noch?


    Jetzt bin ich vor Kurzem (Spätzünder wie ich bin) jedenfalls auf die noir-Reihe von Schreiber & Leser gestoßen und auch wenn es sich hier nicht um einen Noir-Krimi im eigentlichen Sinne handelt, so ist es auf jeden Fall ein Genre-Vertreter, der in den Bildern über weite Strecken einen entsprechenden Stil erkennen lässt und eindeutig für Erwachsene gemacht wurde. Davon abgesehen ist der Hauptakteur ein Schwarzer, also noch ein Stück „noir“ (ok, der war nicht so gut).

    Alles beginnt in Schottland, was mich als Scotch-Liebhaber und allgemeinen Fan dieses wunderschönen Landes schon mal enorm gefreut hat. Weniger erfreulich ist, dass eines der grandiosen Highland-Schlösser abbrennt und zwar mitsamt seines Besitzers Jasper Brown, einem exzentrischen Rockstar. Ratzfatz wird das Ganze als Selbstmord ad acta gelegt, was Jaspers früherem Freund und Vertrauten, dem Guru Indranath Ray äußerst seltsam vorkommt. Auf eigene Faust stellt er Ermittlungen an und gerät dabei, wie soll es anders sein, in einen ungeahnten Sumpf aus Verbrechen und Korruption.


    Also doch irgendwie Film Noir, oder Neo Noir, nur halt in einer faszinierenden Optik, die zwischen düsteren Bildern mit hartem, etwas roh anmutendem Strich und psychedelisch angehauchten Panels mit 60er Jahre Charme in bunter Hippie-Hasch-Kolorierung schwankt. Das Artwork von Christian De Metter fügt sich zu einem absolut stimmigen und fesselnden Gesamtbild zusammen und Thomas Bénets Story ist durchweg fesselnd, mit spannenden Charakteren, auch in den Nebenrollen, und hat mich in einigen Passagen im besten Sinne an Joel Schumachers 8mm erinnert.

    8/10

    Der nächste noir-Band von S&L kommt bestimmt! Jetzt aber her mit Euren Empfehlungen, was Film-Noir betrifft, sowohl filmisch, als auch in Comics. Würde mich über den ein oder anderen Tipp echt freuen!

    VG, God_W.
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  10. #5360
    Mitglied Avatar von xmilchx
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    Multiversity Band 1
    Puh, das ist wirklich sehr sehr strange. Der Anfang des Bandes ist wirklich cool, mit dem Schiff, welches mit Melodien durch die Universen reist usw.. Zum Ende hin wird es dann aber wirklich sehr verwirrend und man fragt sich, was das alles noch miteinander zu tun hat. Aber genau das ist wohl das, das die Story so ausmacht. Da bekommt man wirklich Lust weiterzulesen um zu erfahren, wie alles miteinander zusammenhängt.
    Ist jetzt das zweite Mal, dass ich das Lese und hab das alles ganz verdrängt. Mir ist eigentlich nur das mit dem Schiff in Erinnerung geblieben.

    Gideon Falls #3
    Ich bin wirklich absolut begeistert. Die Story fand ich ja so oder so schon sehr interessant, aber der Band setzt dem ganzen die Krone auf. Ich hätte nie mit solchen Auswirkungen bzw mit solch einer Tiefe gerechnet. Obwohl die Story wirklich creepy und verschwurbelt wird, hab ich nie das Gefühl die Übersicht zu verlieren. Der dritte Band ist richtig großes Kino.

  11. #5361
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Bei Multiversity ging es mir so, dass mir die einzelnen Geschichten auf den verschiedenen Welten gut gefielen. Bewusst erinnern kann ich mich jetzt aber auch nur an die gelangweilten Superhelden aus "The Just" (dürfte in Teil 1 mit drin gewesen sein). Der Rest drum herum ("Lies das! Lies das nicht!") war mir zu wirr.

  12. #5362
    Mitglied Avatar von churchi999
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    Zitat Zitat von xmilchx Beitrag anzeigen
    Multiversity Band 1

    Ist jetzt das zweite Mal, dass ich das Lese und hab das alles ganz verdrängt. Mir ist eigentlich nur das mit dem Schiff in Erinnerung geblieben.
    Vielleicht ist das Ganze weniger strange, wenn man vor Multiversity noch mal in die Final Crisis reinblättert. Für Morrison Verhältnisse finde ich MV aber wenig abgehoben

  13. #5363
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Habe ich schon mal erwähnt, dass mir Morrison immer dann richtig gut gefällt wenn er nicht versucht mein Hirn zu f.....?

    JLA, New X-Men, Wonder Woman Erde Eins oder auch Happy!
    Geändert von LaLe (11.05.2020 um 08:58 Uhr)

  14. #5364
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Ich kenn ja wirklich noch nicht viel von Morrison (Batman kommt irgendwann ganz viel) aber in Sachen Mindf*** steht für mich noch immer Nameless an oberster Stelle.
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  15. #5365
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Batman hat er mir versaut. Mein Portemonnaie freut das allerdings und Snyder an Batman ist mir dadurch auch erspart geblieben (wenn ich das aus dem schließen darf, was ich in Metal so mitbekommen habe).

  16. #5366
    Mitglied Avatar von churchi999
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    Wonder Woman: Erde Eins empfand ich als das schwächste was Morrison in den letzten Jahren abgeliefert hat (und das als GMo Fanboy). Rettet für mich nur das tolle Artwork von Paquette.

  17. #5367
    Mitglied Avatar von LaLe
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    Das kauft und "liest" man auch nur wegen Paquette.

  18. #5368
    Klugscheissender SysOp Avatar von Clint Barton
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    "Klaus" ist so mit das, was mir von ihm am besten gefallen hat. Neben "All-Star Superman" (enthält immer noch eine der wichtigsten und besten Comicseiten der letzten 20 Jahre), "Kill Your Boyfriend", "We3" und "Vinamarama". Eigentlich gefallen mir in der Regel nur die Sachen, die er mit Quitely oder Bond gemacht hat (und halt Mora).
    schade, dass Panini die restlichen "Klaus"-Sachen wohl nicht bringt.
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  19. #5369
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Klaus hab ich hier, will ich mir aber bis in die Adventszeit aufheben.
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  20. #5370
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    Zum Lesen von God_Ws Rezensionen braucht man mehr Zeit als für die Comics selbst.

  21. #5371
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Sorry

    Ich versuche mich aber echt schon kürzer zu fassen. Das waren ja jetzt wieder 4 in 1, "früher" hatte ich teilweise Rezis zu EINEM Band die genauso lang waren... From Hell zum Beispiel.
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  22. #5372
    Mitglied Avatar von dino1
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    Zitat Zitat von God_W. Beitrag anzeigen
    Sorry

    Ich versuche mich aber echt schon kürzer zu fassen. Das waren ja jetzt wieder 4 in 1, "früher" hatte ich teilweise Rezis zu EINEM Band die genauso lang waren... From Hell zum Beispiel.
    Hey, war doch nur ein Scherz. Ich finde es super.

  23. #5373
    Mitglied Avatar von Hahlebopp
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    Zitat Zitat von xmilchx Beitrag anzeigen
    Gideon Falls #3
    Ich bin wirklich absolut begeistert. Die Story fand ich ja so oder so schon sehr interessant, aber der Band setzt dem ganzen die Krone auf. Ich hätte nie mit solchen Auswirkungen bzw mit solch einer Tiefe gerechnet. Obwohl die Story wirklich creepy und verschwurbelt wird, hab ich nie das Gefühl die Übersicht zu verlieren. Der dritte Band ist richtig großes Kino.
    Die Werbe-Präsentation vom ersten Buch beim Comictalk fand ich richtig klasse und hab auch lange mit der Reihe geliebäugelt. Aaaber ich tu mich einfach sehr schwer mit Sorrentinos "Zeichenstil" und hab dann doch die Finger davon gelassen. Diese Foto-Montagen mit Comicfilter find ich einfach ... grauselig.
    Zum Trost hab ich mir dann aber Reiche Ernte 1 & 2 geholt. Da kommt hoffentlich auch ein wenig Gruselstimmung auf.

  24. #5374
    Mitglied Avatar von God_W.
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    Zitat Zitat von dino1 Beitrag anzeigen
    Hey, war doch nur ein Scherz. Ich finde es super.
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  25. #5375
    Mitglied Avatar von xmilchx
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    Zitat Zitat von Hahlebopp Beitrag anzeigen
    Die Werbe-Präsentation vom ersten Buch beim Comictalk fand ich richtig klasse und hab auch lange mit der Reihe geliebäugelt. Aaaber ich tu mich einfach sehr schwer mit Sorrentinos "Zeichenstil" und hab dann doch die Finger davon gelassen. Diese Foto-Montagen mit Comicfilter find ich einfach ... grauselig.
    Zum Trost hab ich mir dann aber Reiche Ernte 1 & 2 geholt. Da kommt hoffentlich auch ein wenig Gruselstimmung auf.
    Ich weiß was du meinst, an den Zeichenstil musste ich mich auch erst gewöhnen und das war gar nicht so leicht. Auch jetzt finde ich ihn noch teilweise unpassend, was aber die Story nicht schmälert.
    Vielleicht bekommst du den ersten Band ja mal günstig und kannst mal reinschnuppern. Ist wirklich sehr gelungen!

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