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  1. #4176
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    Mitte der Achtziger bis Ende der Achtziger hätte ich mir die Vielfalt gewünscht, die es jetzt gibt. Und trotzdem schaffen es immer nur Ausschnitte auf den deutschen Markt. Schade, dass uns damals viel vorenthalten wurde und dem Kiosk nichts mehr zugetraut wurde. In Österreich waren wir sowieso noch mehr benachteiligt. Vertriebsweg...
    Die oben erwähnten Flintstones/Jetsons habe ich heute auch noch gelesen. Hat mich an gute, alte Tessloff-Zeiten erinnert.

  2. #4177
    Mitglied Avatar von dino1
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    New Gods, DC, Kirby, Colletta

    Bei DC digital sind die Hefte gerade günstiger zu bekommen. Habe mal die ersten 2 durch und muss sagen, dass Kirby zwar bildgewaltig, aber weniger wortgewandt ist.
    Es gibt ja viele Meinungen bezüglich Stan Lee und Jack Kirby, aber ich empfinde Kirby als sehr hölzern. Das ist so bierernst, dass es schon wieder toll ist.
    Leider tuscht Vince Colletta die ersten Hefte, und er ist wirklich mau. Weiß gar nicht wer auf die Idee kam. Ob es schnell gehen musste?
    Wer sich an biblischen Charakteren efreut die sich richtig schön kloppen ist hier gut aufgehoben, dazu fährt Kirby wirklich auf.
    Nicht FF Niveau, aber dennoch gut.

  3. #4178
    Mitglied Avatar von Breedstorm
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    Karnak - Der Makel in allen Dingen
    In letzter Zeit greife ich immer weniger zu Superheldencomics. Genau diagnostizieren warum dies so ist kann ich nicht, vielleicht habe ich einfach zu viel davon gelesen, und es ist schwer, mich zu überraschen oder emotional mitzunehmen. Aber egal, wenn Warren Ellis sich einer Serie annimmt, ist meine Aufmerksamkeit auf jeden Fall geweckt. Zumal Karnak eine relativ unverbrauchte Figur im Marvel Universum ist.
    So erklärt Christian Endres im Vorwort zunächst die Herkunft des Inhumans, der um das Jahr 1965 von Stan Lee und Jack Kirby erdacht wurde. Er durchlief anders als die anderen Inhumans nicht die Terrigen-Nebel, und konnte also auch nicht die Terrigenese, also die Transformation zu neuen Fähigkeiten durchleben. Vielleicht war es aber genau dieses Fehlen von Kräften, was ihn hart an sich selber arbeiten ließ, und zu einem überlegenen Kämpfer, Taktiker und Philosophen werden ließ. Karnak ist nicht weniger als der Magister vom Turm der Weisheit und hat die erarbeitete Gabe, in allem jeden Makel zu erkennen, was gerade beim Kampf ja ein großer Vorteil ist. So sieht er den kleinsten Angriffspunkt und nutzt ihn gnadenlos aus. Im Prinzip kann man sich Karnak also als eine Art Esoterik-Batman vorstellen, nur mit Philosophie statt Rache- und Schuldgefühlen. Der gute Karnak erkannte unlängst sogar den Makel im Tod, um kam zurück ins Leben.
    Durch die Teilung der Filmrechte für die X-Men und dem Rest des Marvel-Universum stellte das unter Leitung von Disney stehende Marvel Comics die Inhumans quasi als Alternative zu den Mutanten in den Mittelpunkt, und so rückten die Inhumans auch bei vergangenen serienübergreifenden Events ins Scheinwerferlicht, so dass es durch verschiedene Ereignisse mehr und mehr Inhumans gab.
    Auch SHIELD wurde so auf die neuen Wesen mit übermenschlichen Kräften aufmerksam, und so wird Karnak in diesem Band wegen seiner Fähigkeiten kontaktiert, um die Kräfte eines jungen, neuen Inhuman zu untersuchen, der offenbar entführt wurde. Die Suche führt Karnak nun u.a. nach Berlin, wo er feststellt, dass der junge in den Händen eines Kultes ist, die auf seine Kräfte scharf sind. Doch je mehr Karnak herausfindet, umso verworrener wird sie Situation…
    Fazit:
    Warren Ellis hat hier eine ungewöhnliche Marvelserie geschaffen, die ein hohes Maß an philosophischen Ansätzen bietet. Wer hier eine Actionserie wie Wolverine oder Punisher sucht wird enttäuscht sein, denn obgleich diverse Kämpfe erhalten sind liegt der Fokus doch auf Gesprächen, Gedankenspielen und Philosophie. Die Zeichnungen von Roland Boschi und Gerardo Zaffino unterstreichen den mysteriösen Charakter der Serie ebenso wie die Farbmalerie der Koloration von Dan Brown. Einprägsam gestaltet sind der grüne Umhang von Karnak sowie seine Gesichtstattoos und die leeren Augen des Magisters. Übersetzer Stefan Pannor schafft es gar, ein Zitat von De Maizière einzubauen. Zu wenig hingegen wird allerdings Berlin eingebaut. Da hätte ich mir, wenn schon die Handlung dort spielt, mehr charakteristische Merkmale der Stadt gewünscht.
    Alles in allem also ein Comic der aus der aktuellen Superheldenlandschaft heraussticht, aber mit Sicherheit nicht für Jedermann geschrieben wurde. Wer jedoch auch mal ein wenig über das was er gelesen hat nachdenken möchte ist hier gut beraten.




    Karl der Wikinger 1- Das Schwert Eingars
    Die Trigan-Gesamtausgabe von Panini hat mich zu einem großen Freund der Zeichnungen von Don Lawrence werden lassen, und nun erscheint eine weitere Serie bei Panini, bei der Don Lawrence den Zeichenstift geschwungen hat. „Karl der Wikinger“ erschien Anfang der 60er als Zweiseiter in einem britischen Magazin, wurde aber unter verschiedenen weiteren Namen mehrfach danach veröffentlicht. In Deutschland trat Karl 1976 und 1977 als „Rolf“ in „Die Kämpfe der Seewölfe“ auf, und später in „Don Lawrence – The Collection“. Die vorliegende Ausgabe besteht teils aus Originalzeichnungen, teils aber auch aus Druckfilmen oder alten, großformatigen Kopien, und wurde so arrangiert, um dem Original möglichst nah zu kommen. Im Gegensatz zum farbenfrohen Trigan handelt es sich bei „Karl der Wikinger“ um eine komplette Schwarzweiß-Serie.
    Die Serie beginnt mit dem Überfall des Wikingers Eingar und seiner Männer auf ein Dorf auf ein angelsächsisches Dorf. Morden und Brandschatzen war an der Tagesordnung, und auch von Frauen, Alten und Kindern wurde nicht Halt gemacht. Viel Widerstand haben die Dorfbewohner den Nordmännern nicht entgegenzusetzen, doch ein Mann erhebt sich gegen die Übermacht. Lange jedoch kann er dem erfahrenen Eingar nicht standhalten, jedoch ist der Wikingerfürst vom Mut des Angreifers beeindruckt, der in der ausweglosen Situation nicht aufgab. Als der Sohn des Mannes in seiner Wiege erschlagen werden soll stellt sich Eingar dagegen, da es sich um das Kind eines mutigen Mannes handelt, und nimmt den Säugling mit. Er nennt ihn Karl, und adoptiert ihn.
    Die Jahre gehen ins Land, und der Blonde Karl wächst zu einem starken Kämpfer heran, der mit seinem Vater und seinen Männern auf Kaperfahrt geht. Jan und Hein und Claas und Pitt, die haben Bärte, die fahren mit. Bei einer dieser Beutezüge wird Eingar jedoch von einer Hexe verflucht, was den Beutezug und auch sein Leben beendet. Karl kann entkommen, jedoch gibt es bei den Wikingern nun die Diskussion, wer das Erbe seines Vaters als Anführer antreten darf, denn es ist bekannt, dass Karl eigentlich kein Wikinger ist. Man kommt überein, dass derjenige Anführer sein darf, der das Schwert Eingart zurückbringt. Und so entbrennt ein Wettlauf zwischen EIngar und seinem Konkurrenten…

    Fazit:
    Die Erzählung von Ted Cowan wirkt wesentlich runder als z.B. Butterworth bei Trigan. Das mag natürlich auch daran liegen, dass es hier um ein sich an historische Ereignisse anlehnendes Thema handelt statt Sci-Fi, aber insgesamt gibt es doch weitaus weniger Logiklöcher als bei Trigan. Gewisse Anlehnungen an Prinz Eisenherz sind bei dem Thema natürlich zu erkennen, was sich aber von selbst versteht, und auch fantastische Inhalte gibt es hier.
    Durch die Schwarzweiß-Zeichnungen kann sich der Leser voll auf die Zeichnungen von Lawrence konzentrieren. Gerade bei den fast halbseitigen Panels spielt er seine Brillianz voll aus, und zaubert Zeichnungen in Coverqualität. Ein wenig schade ist, dass manche durch die komplette Verweigerung von Schwarzweiß nicht in den Genuß der Zeichnungen kommen werden, denn hier sitzt wirklich jeder Strich, ob es bei den Waffen, der Bekleidung oder den Hintergründen ist. Lobenswert an dem Band sind auch das informative Vorwort und der redaktionelle Mittelteil, der viele Hintergründe erläutert.
    Mich hat der Band voll überzeugt, aber da ich meine Lawrence-Fanboy-Brille nicht ablegen kann sollte jeder mal einen Blick in den Band werfen, bevor er zugreift, denn es geht im Inneren wesentlich klassischer zu, als es das Cover vermuten lässt.

    Der Rote Baron 3 – Drachenkampf
    Im letzten Band der Serie „Der Rote Baron“ von Pierre Veys und Carlos Puerta bekommen wir den Abgesang auf den Piloten Manfred von Richthofen zu sehen. Die Serie beruht lose auf den historischen Fakten, und hat sogar eine übernatürliche Komponente in die Handlung integriert. So kann Richthofen die Gedanken seiner Feinde lesen, wenn diese unter Stress stehen und attackieren wollen. Im Kampf ist dieser „siebte Sinn“ ein unglaublicher Vorteil, der ihn zu dem deutschen Piloten mit den meisten bestätigten Abschüssen des 1. Weltkriegs werden ließ.
    In den Vorgängerbänden gab es immer wieder Rückblicke, zum Beispiel in die Kindheit des Barons, wo er bereits mit Neidern auf der Militärschule zu kämpfen hatte, aber auch auf die Phase im Krieg in der er noch kein Kampfpilot war, sondern auf dem Pferderücken oder als Besatzung eines Bombers kämpfte. In diesem Band bekommt er nun endlich seinen bekannten Dreidecker, die Fokker DR. 1, die ihn zur Legende seines Jagdgeschwaders werden ließ. Im Gegensatz zu anderen Piloten wählte er mit Bedacht die rote Farbe für seine Flugzeuge, die den Gegenpol zu den Tarnfarben anderer darstellten. So war er in Knallrot zwar über weite Entfernung auszumachen, jedoch dürfte der psychologische Effekt verbunden mit seinem Ruf als Fliegerass für gehörige Nervosität bei seinen Gegnern geführt haben.
    Neben einigen Luftschlachten im Kampfflugzeug gibt es hier weitere Einsätze gegen Panzer und Bodentruppen zu sehen. Doch nicht nur bei den Engländern, Franzosen und Russen gibt es Feinde, auch in den eigenen Reihen gibt es Männer, die Richthofen tot sehen wollen, allen voran Friedrich, sein Gegner aus Kindheitstagen, der ihm mit seiner Entourage immer wieder zusetzen möchte.
    Carlos Puerta hat die Dynamik der frühen Luftfahrt unglaublich gut und mit Blick auf das Detail umgesetzt. Während der Großteil der Fliegercomics mich meist langweilt, sind die Gefechte hier so spannend umgesetzt, dass man das Dröhnen der Motoren und Maschinengewehrsalven förmlich hören kann. Veys macht nicht den Fehler, den Baron tiefgründig oder gar menschlich darstellen zu wollen. Peinliche Versuche wie in dem Schweighöfer-Film, noch eine Romanze unterzubringen, werden komplett ausgelassen.
    Es ist allgemein bekannt, dass Richthofen den 1. Weltkrieg nicht überlebt hat, und trotzdem überrascht das Ende hier. Doch egal wer ihn am Ende getroffen hat (so sprechen manche von einem anderen Piloten, andere von einem Gewehrtreffen von Boden aus), hier sehen wir eine alternative Version. Insgesamt bin ich sehr zufrieden mit dem alternativen Verlauf, der ja von Anfang als genau das angekündigt war.
    Zu meinem Glück fehlt mir nur noch ein kleiner redaktioneller Teil, in dem z.B. mit Fotos auf den realen Richthofen, Flugzeuge oder auch Geschichte hätte vermittelt werden können.








    Mr. Kill #4 /Plem Plem Productions
    In der neuesten Ausgabe von Mr. Kill, dem sympathischen Auftragsmörder, hat Schöpfer Henning Mertens wieder 3 Zeichner versammelt, die die einzelnen Geschichten in Bildform gebracht haben.
    Den Anfang macht Hannes Radke, der den geneigten Leser aus dessen Webcomic Nigunegu bekannt sein sollte. In „Motorschaden“ trifft Mr. Kill bei einem seiner Aufträge auf einen Herren dessen Auto den Geist aufgegeben hat, und nimmt diesen kurzerhand mit. Doch wer Mr. Kill kennt weiß, dass das Mitnehmen nicht ganz ungefährlich sein wird. Hannes Radke ist mit seinen dynamischen Zeichnungen natürlich für derlei Verfolgungsjagden prädestiniert.
    Elbe-Billy (Der unheimliche Kakerlak) hat ja schon die ein oder andere Perle bei Plem Plem Productions abgeliefert, und auch in „Ein Mann Gottes“ beindruckt er mit wunderschönen, stimmungsvollen Zeichnungen, hier aus einer heruntergekommenen Gegend einer amerikanischen Stadt, die fest in der Hand Gottes ist. Als Mr. Kill nun einen Auftrag von einem kleinen Jungen annimmt wird der Pfad Gottes jedoch schnell blutig. Mit einer feinen Rachestory kann man mich immer glücklich machen.
    „Schneeflocken auf der Zunge“ wurde von Hans Berger gestaltet, und offenbart in sowohl erzählerisch als auch optisch verschachtelter Handlung, dass Mr. Kill ein wahrer Kunstkenner ist. Hans Berger hatte schon in Jazam 11 mit Henning Mertens zusammengearbeitet, und liefert auch hier ab. David Aja und Darwyn Cooke lassen grüßen.
    Das Heft kann ohne Vorkenntnisse gelesen werden, wer aber nicht genug vom William Lysander Kill bekommen kann seien die anderen Hefte ans Herz gelegt. Durch die farbige Neuauflage der #1 ist die Reihe nun wieder komplett erhältlich, am besten direkt im Webshop von Plem Plem, denn so bleibt am meisten bei den Jungs hängen. Tipp: Ab 20€ kostet die Bestellung kein Porto, und derzeit gibt es gratis Sammelkarten zu den Heften dazu. Support your local Indepent Comic Artist!















    Symmetry
    Die größte Überraschung des Jahres im Comicbereich ist für mich bislang Symmetry von Matt Hawkins und Raffaele Ienco. Die deutsche Ausgabe der Serie von Top Cow wurde von Gerlinde Althoff übersetzt.
    In Semmetry finden sich die Menschen in einer offenbar perfekten Zukunft wieder. Das gesamte Leben ist optimiert, und Roboter haben alle menschlichen Arbeiten übernommen, so dass jeder Mensch sich seiner Freizeit widmen kann. Für jeden Menschen gibt es optimierte Ernährung, und Hilfe in allen Lebenslagen. Negative Emotionen, Hunger, Krankheit… dies gehört der Vergangenheit an. Dafür gibt es keine Individualität und Kreativität mehr, denn das spaltet nur. Den Namen und das Geschlecht kann man frei wählen, und von frühester Kindheit an wird man von künstlicher Intelligenz unterrichtet, sogar nachts, wenn man schläft, denn so kann die Gehirnkapazität optimal genutzt werden. Not, Elend und Krieg gibt es nicht, denn es geht jedem gut, und die Roboter kümmern sich um alle Belange, gesteuert von RAINA, dem Computergehirn das die gesamte Welt steuert. Genährt wird diese komplizierte Welt von Solarenergie, die über der Erde schwebend gefördert wird.
    Bei einem Ausflug der Brüder Michael und Matthew kommt es zu einem Unfall. Durch eine Naturkatastrophe wird einer der schwebenden Solarkollektoren zerstört, so dass die Dauerversorgung durch die Roboter nicht mehr gewährleistet war. Nun müssen sich die Brüder in einer feindlichen Umgebung bewähren, in der sie niemand beschützt. Zudem machen sie noch einen Fund, der ihre gesamte Welt in Frage stellt…
    Fazit:
    Symmetry ist eine klassische Science-Fiction-Geschichte, und der die vermutete Utopie in eine Dystopie umschlägt. Ein bewährtes Konzept („Soylent Green ist Menschenfleisch!“), aber spannend und zeitgemäß umgesetzt. Gerade in unserer durch viele neue technische Spielerein dominierten Welt stellt man sich unbewusst die Frage, wie lange es noch dauern wird, bis wir in einer ähnlichen Welt leben. Für die meisten sind Dinge wie Smartphone, Internet, Fitnessarmbänder etc. nicht mehr wegzudenken, und wenn sich dann noch Maschinen um die unangenehmen Dinge des Lebens wie Arbeit und Fortpflanzung kümmern würden, wer würde da nein sagen? Wie viel Eigenständigkeit sind wir bereit abzugeben, wenn wir es dafür bequem haben? Sollten wir mal Siri danach fragen? Und wäre es nicht besser, sich nur mit Menschen zu umgeben, die die gleichen Ansichten und Weltvorstellungen haben wie wir selbst? Das sind die unbequemen Fragen, die das Szenario der Komplettversorgung so erschreckend real werden lassen.
    Raffaele Ienco, der bereits mir nicht bekannte Serien wie Epic Kills und Manifestations gezeichnet hat, transportiert speziell mit seiner Darstellung von verschiedenen Robotern, Transportmitteln aber auch unterschiedlicher, klinisch reine Architektur perfekt die von Matt Hawkins (Aphrodite X) erdachte Zukunftsvision.
    Ich lege die abgeschlossene Serie jedem nah, der die Zukunftsvisionen von Mark Millar und Warren Ellis oder auch Filme wie „Matrix“ oder“ I, Robot“ mag. Top Cow hatte sogar soviel Vertrauen in die Serie, dass die ersten 3 US-Ausgaben über Diamond returniert werden konnten. Ich glaube jedoch nicht, dass von diesem klasse Werk viel in Rücklauf kam.




    Trigan 11 – Im Visier der Verräter

    In der elften Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ von Autor Mike Butterworth und Zeichnerlegende Don Lawrence sind 4 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 496 bis 526 aus dem Jahren 1970 bis 1971 enthalten.

    Episode 28: Der Duplikator
    Robi, ein Wissenschaftsstudent, schafft es durch etwas Trickserei, bei Perik, Trigans größten Wissenschaftler, als Assistent unterzukommen. Wie so oft ist es eine Maschine von Perik, die Unheil über das Reich bringt. Das Genie hat versucht einen Teleporter zu erfinden, aber die Arbeiten zwischenzeitlich abgebrochen. Was liegt da näher, als den Assistenten daran arbeiten zu lassen. Robi stellt schnell fest, dass die Maschine keinesfalls zum beamen geeignet ist, man aber mit ihrer Hilfe Materie duplizieren kann – und zwar genau einmal. Klar, dass er das nicht zum Wohle des Volkes einsetzen will.
    Episode 29: Die Maskierten
    Bei den Maskierten handelt es sich um eine Gruppe Verbrecher in Anzügen mit Helmen, auf die selbst Mysterio und Red Hood eifersüchtig wären. Immer wieder schlagen sie zu, rauben die Bürger aus, und schrecken auch vor Sprengstoff nicht zurück, um ihrer dunklen Ziele zu erreichen. Trigo ist außer sich, weil seine Exekutive es nicht fähig ist die Übeltäter dingfest zu machen. Nachdem Keren und sogar Rofa plötzlich verschwinden begibt sich der Kaiser selbst auf die Suche nach den Kriminellen, doch des Rätsels Lösung hätte er nicht so erwartet…
    Episode 30: Der Gefangene von Zerss
    Das triganische Justizsystem hat sich für den „gefährlichsten Mann des Planeten“ etwas Besonderes einfallen lassen. Dieser kommt nicht etwa zum Schuften in die Minen, sondern eigens für ihn wurde ein Spezialgefängnis ersonnen, das denn Überverbrecher halten soll. Das gelingt offenbar ganz gut, denn um ihn zu befreien wird Perik, der geniale Wissenschaftler, erpresst, der einen Weg ersinnen soll, um aus dem Supergefängnis auszubrechen. Als der Insasse frei ist kennt er nur ein Ziel – er will Kaiser an Stelle des Kaisers werden!

    Fazit:
    Als regelmäßiger Leser von Trigan ist man ja Logiklöcher gewohnt, und Autor Mike Butterworth hat davon wieder reichlich im Plot untergebracht. Diese werden in den redaktionellen Seiten zu jedem Kapitel wieder mal sehr informativ besprochen. Ich wünschte, dass alle klassischen Serien solch eine Bearbeitung hätten, weil gerade beim Jahrzehnte alten Serie die Entstehungsarten, Hintergründe und Intentionen für den Leser schwerer zu erschließen sind als bei neuem Material.
    An den Zeichnungen, bei den meisten sicherlich der Hauptgrund um die Serie zu lesen, gibt es wie immer nichts zu meckern. Lediglich einige wenige Seiten haben nicht die 100%tige Qualität, was daran liegt, dass manche Originale schlicht und einfach verschwunden waren, und man die Seiten auf andere Arten bekommen musste.
    Trigan ist und bleibt eine Serie die in keiner Sammlung von Liebhabern klassischer Zeichnungen fehlen darf.

    Superman Sonderband 2 – Supersöhne
    Unlängst ist das DC-Universum massiv erschüttert worden. Die Folge war „Die Wiedergeburt des DC-Universum“ oder kurz „Rebirth“. Im Falle von Superman waren die Veränderungen besonders groß.
    Der Superman aus New 52 war im Kampf getötet worden, doch ein anderer Superman aus einer Parallelwelt lebte verdeckt mit seiner Frau Lois und seinem Sohn Jon unter falschen Namen auf dem Land – natürlich auf einer Farm. Der kleine Jon ist halb Mensch, halb Kryptonier, und hat ein ordentliches Maß an Kräften von seinem Daddy geerbt. Doch die Kontrolle dieser Fähigkeit ist nicht leicht, und schnell passiert ein Unglück, wenn man die übermenschliche Stärke oder den Hitzeblick nicht beherrscht. Gerade der Justice League, allen voran Oberverdachtsschöpfer Batman war dies ein Dorn im Auge. Doch der neue Superman, der sich Clark Smith nennt, kann langsam aber sicher ihr Vertrauen gewinnen.
    In diesem Band werden wir Zeuge, wie Familie Smith den örtlichen Rummel besucht, was natürlich nicht ohne Komplikationen abgeht.
    Abgesehen davon verschlägt es Clark und Jon auf eine nicht ganz so einsame Insel, auf der sich neben allerlei ungewöhnlichen Kreaturen auch die Losers (in der DC Variante aus Star Spangled Stories) tummeln, bzw. was von ihnen übrig ist.
    Die Beziehung von Jon und Batmans wiedererweckten Sohn Damien war von Anfang unter keinem guten Stern, und die beiden Supersöhne treffen auch hier sehr actionreich aufeinander. Mit dabei sind auch die restlichen Teen Titans.
    Zu guter Letzt gibt es einen Gastauftritt der besonderen Art. Superman trifft auf Swamp-Thing. Wird sich der Stählerne gegen das Sumpfding durchsetzen?

    Fazit:
    Das Kreativteam mit Peter J. Tomasi, Patrick Gleason, Jorge Jiminez und Dough Mahnke hat hier wieder ausgezeichnete Arbeit geleistet. Nach einigen Enttäuschungen in den letzten Jahren dachte ich eigentlich ich wäre durch mit DC, aber diese liebevoll gemachte Serie beweist das Gegenteil.
    Peter J. Tomasi schafft eine schöne Balance zwischen Charaktermomenten und Action, und zeigt, dass er viel für klassisches DC-Material übrig hat, sei es durch bei dem Treffen mit den Losers, die z.B. bei Neue Horizonte von Darwyn Cooke gezeigt wurden, oder auch bei Swamp-Thing, welches ja recht früh mit dem Kryptonier in Berührung kam (bzw. einer anderen Version von Superman).
    Viel Spaß macht es auch, Jonathan zuzusehen. Während Damien Wayne meist eher als Unsympath rüberkommt, strahlt der Halb-Kryptonier mit der Sonne um die Wette, und setzt somit die Gegensätze zwischen Superman und Batman auch eine Generation später ins rechte Licht.
    Lesenswert auch wieder die „Stählernen Neuigkeiten“ von Kollege Heiß, der viele Hintergrundinfos liefert.

    Comic-Podcast

  4. #4179
    Zitat Zitat von dino1 Beitrag anzeigen
    New Gods, DC, Kirby, Colletta

    Bei DC digital sind die Hefte gerade günstiger zu bekommen. Habe mal die ersten 2 durch und muss sagen, dass Kirby zwar bildgewaltig, aber weniger wortgewandt ist.
    Es gibt ja viele Meinungen bezüglich Stan Lee und Jack Kirby, aber ich empfinde Kirby als sehr hölzern. Das ist so bierernst, dass es schon wieder toll ist.
    Leider tuscht Vince Colletta die ersten Hefte, und er ist wirklich mau. Weiß gar nicht wer auf die Idee kam. Ob es schnell gehen musste?
    Wer sich an biblischen Charakteren efreut die sich richtig schön kloppen ist hier gut aufgehoben, dazu fährt Kirby wirklich auf.
    Nicht FF Niveau, aber dennoch gut.
    Ich hab mir vor ein paar Wochen die zwei Bände von Eaglemoss gegönnt, hab auch schon den ersten nahezu finalisiert. Und ich muss schon sagen, Kirby hat(zumindest hier in der dt. Übersetzung) schon einen wirklich lyrischen Schreibstil gefunden um die spacigen Schlachten blumig aufs Papier zu bringen. Das ist, wie du ja schon sagtest, wunderbar ernst und doch total überdreht dargestellt, das es eine Freude ist. Vor allem wenn sich Orions menschliche Freunde im jeden Heft z.bsp mit "Meine Name ist Sonja Smith und ich bin Sekretärin, aber...." vorstellen.
    Bei dem Sale habe ich mir noch die OMAC Ausgaben gekauft, das ist ja auch eine wunderbar, vor Energie nur so strotzende, Serie.

    Ich freu mich ja auch schon auf den Captain America Band von Hachette.


    @Breedstorm: Ja, Karnak sticht durch Ellis' Schreibe sehr aus dem 0815 Eintopf bei Marvel heraus. Hier wird über Religion und Philosophie diskutiert, zwischen gruseligen, Lovecraft ähnlichen Settings(das AUGE!) und fantastischen Kräften, wie sie typisch für einen Ellis Comic dargestellt werden.
    Angenehm ist auch, dass die Serie wunderbar für sich steht und kaum Berührungspunkte mit dem restlichen MU hat.
    Dass die Hauptfigur auch sehr mehrdimensional und auch nicht immer positiv dargestellt wird, macht den Band noch interessanter.

  5. #4180
    Mitglied Avatar von dino1
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    Zitat Zitat von Vola :DuDe: Beitrag anzeigen
    Ich hab mir vor ein paar Wochen die zwei Bände von Eaglemoss gegönnt, hab auch schon den ersten nahezu finalisiert. Und ich muss schon sagen, Kirby hat(zumindest hier in der dt. Übersetzung) schon einen wirklich lyrischen Schreibstil gefunden um die spacigen Schlachten blumig aufs Papier zu bringen. Das ist, wie du ja schon sagtest, wunderbar ernst und doch total überdreht dargestellt, das es eine Freude ist. Vor allem wenn sich Orions menschliche Freunde im jeden Heft z.bsp mit "Meine Name ist Sonja Smith und ich bin Sekretärin, aber...." vorstellen.
    Bei dem Sale habe ich mir noch die OMAC Ausgaben gekauft, das ist ja auch eine wunderbar, vor Energie nur so strotzende, Serie.

    Ich freu mich ja auch schon auf den Captain America Band von Hachette.


    .
    Gerade heute ist mein FF Omnibus Band 2 gekommen.
    Einfach geschmeidig wie Lee mit den Dialogen spielt, im Gegensatz zu Kirbys gezwungener Einführung der Charaktere. Da liegen einfach Welten dazwischen.
    Stan Lee wird ja neuerdings als das Böse dargestellt, dennoch machen mir Werke wie New Gods bewusst, das Kirby wirklich ein Ausnahmezeichner, aber weniger Autor war.

    Dennoch, bisweilen passt sein biblisch-kindlicher Stil, besonders in Heft 5 der New Gods. Die Doppelseite mit der Promethean Galaxy ist einfach atemberaubend. Da würde ich dann doch gerne eine gedruckte Version haben.

  6. #4181
    Savage Dragon 225!

    Ich sag nur Alter Schwede war das krass. Mehr kann ich nicht schreiben, ohne vielleicht zu Spoilern. Obwohl es gibt glaub ich keine Savage Dragon Leser mehr hier in D-Land, mit meiner Ausnahme und vielleicht noch 5-6000 U.S. Leser, aber man kann ja nie wissen.

    Zu Savage Dragon kann ich nur sagen, es ist die einzige Serie die in Echt Zeit läuft, die Figuren altern, die Figuren können sterben, oohne Wiederbelebung a´la Marvel oder DC. Und Erik Larsen schreibt und zeichnet diese Serie seit 225 Heften ohne Renumbering. Die ersten 5 waren eine Miniserie, sonst wären es 230 gewesen.

    Hammerstark!

  7. #4182
    Mitglied Avatar von dino1
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    Zitat Zitat von Deadpool77 Beitrag anzeigen
    Savage Dragon 225!

    Ich sag nur Alter Schwede war das krass. Mehr kann ich nicht schreiben, ohne vielleicht zu Spoilern. Obwohl es gibt glaub ich keine Savage Dragon Leser mehr hier in D-Land, mit meiner Ausnahme und vielleicht noch 5-6000 U.S. Leser, aber man kann ja nie wissen.

    Zu Savage Dragon kann ich nur sagen, es ist die einzige Serie die in Echt Zeit läuft, die Figuren altern, die Figuren können sterben, oohne Wiederbelebung a´la Marvel oder DC. Und Erik Larsen schreibt und zeichnet diese Serie seit 225 Heften ohne Renumbering. Die ersten 5 waren eine Miniserie, sonst wären es 230 gewesen.

    Hammerstark!

    Ja, der Dragon ist extrem cool. Wobei es zwischendurch nicht so meins war. Habe deshalb den Anschluss verpasst.

  8. #4183
    Wo bist du ungefähr ausgestiegen?

  9. #4184
    Mitglied Avatar von dino1
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    Schon früh, glaube nach dem Spawn Crossover. Wollte immer wieder anfangen, aber dann war ich einfach raus.

  10. #4185
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Larsen ist immer noch einer meiner liebsten Spidey-Zeichner (half natürlich auch, dass Condor die Sachen im überfomatigen Album veröffentlicht hat) aber mit dem Dragon konnte ich mich bisher noch nicht anfreunden. Hab das erste Heft gelesen, das hat mir gefallen. Das ganze erste Trade dann irgendwie nur eher so lala. Ansonsten habe ich nur die Hefte mit den TMNT, das Hochzeit-Heft mit den DNAgents drin und die aktuelle Ausgabe wegen dem Hardcore-Porno-Cover ( ).
    Ist so eine Serie, die ich gerne mal in Angriff nehmen würde, wo mir aber günstige digitale Editionen reichen würden. Vielleicht gibt's ja mal ein Humble Bundle (apropos: Seit heute gibt's eins mit G.I. Joe und Transformers - Tonnen von Comics für maximal $25: https://www.humblebundle.com/books/t...ent=cta_button)

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