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  1. #4326
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    Zitat Zitat von Huxley Beitrag anzeigen
    " "Scooby Apocalypse" fand ich doch überraschend witzig. Normalerweise sind Endzeitstimmungen nicht so meins und die Scooby-Gang eher immer sehr nervig für mich gewesen, diese Parodie auf die Walking Dead und auf Supermarktkeilereien mit diversen Monstern und Zombiekreaturen, mit viel Schleim und Blut von Giffen, DeMatteis und Porter zauberte mir doch das eine oder andere Schmunzeln ins Gesicht. "Scooby Apocalypse" ist natürlich nicht so stark wie die Flintstones, aber auch nicht wirklich schlecht. Mal sehen, gibt ja demnächst Fortsetzungen im TPB-Format. Wird wohl auch nie auf deutsch übersetzt werden.
    Bisher wurde nichts angedeutet, dass die schrägen Keilereien irgendwann eingedeutscht werden. Deshalb habe ich mit "Scooby Apocalypse Vol. 2" weitergemacht. Schon das erste Gespräch zwischen Fred und Shaggy hat mir ein Lächeln ins Gesicht getrieben, da ja menschliche Bedürfnisse auch während Monsterbelagerungen auftreten können. Ansonsten geht es munter weiter mit der Nanitenplage in der Aftermath-Welt. Der Ausflug zu Velma, der Warrior Queen von Monster-World war ebenfalls echt absurd. Scooby-Dooby-Doomsday!

  2. #4327
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    Die Abenteuer mit dem Zwölften Doctor 4: Die Schule des Todes. Wunderbarer und bunter Trash. So mag ich das. Das Unmögliche Mädchen und eine Schulklasse treffen in einer prähistorischen Parallelwelt in Schottland auf wilde Seeteufel. Wer hätte gedacht, dass man einmal fast monatlich seine Dosis Tardis bekommen wird? Fein, fein, fein.

    PS: Heute habe ich übrigens meinen irren und verrückten Sonntagnachmittag. Doctor Who habe ich auf deutsch gelesen, rausgebracht von Panini Comics, auch die letzte Geschichte ist übrigens was für uns Comicnerds. Dann habe ich noch einmal zum zweiten Band der französischen Gesamtausgabe von "La Ribambelle" gegriffen. Um noch die Episode bei den Galopingos zu konsumieren. Es bleibt bei sehr schrägen Charakterzeichnungen von Jean Roba mit einem fiesen deutschen Professor namens Schickelgrüber. Hieß der im Fix & Foxi - Heft auch so?

    Und nun noch Saga Volume 8, mit den Episoden weit über der Heftnummer 40. Lese ich im schlabbrigen Original und so funktioniert Comic heute. Soll man wohl akzeptieren, dass fünfzig Jahre ins Land gestrichen sind, seit dem Ausflug zu den Drachen und den Galapingos dieser Rasselbande und den Fragen des kleinen Mädchens Hazels über ihre eigene Normalität und ihrem Platz in einer verrückten Welt.
    Geändert von Huxley (11.02.2018 um 15:29 Uhr)

  3. #4328
    Mitglied Avatar von amicus
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    Dan Cooper Gesamtausgabe 1 und dort "Die Piraten der Stille". Insgesamt ein guter Auftaktband der GA, wobei mir der "Herr über die Sonne" nicht ganz so gut gefallen hat, wie die beiden anderen Geschichten.

    Darüber hinaus Thorgal Band 1 "Die Rache der Zauberin". Auch solide, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich einsteigen werde. Ich werde mir zunächst noch den Band 2 erwerben und dann weitersehen.

  4. #4329
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    Zitat Zitat von amicus Beitrag anzeigen
    Darüber hinaus Thorgal Band 1 "Die Rache der Zauberin". Auch solide, bin mir aber noch nicht sicher, ob ich einsteigen werde. Ich werde mir zunächst noch den Band 2 erwerben und dann weitersehen.
    Bleib dran, Thorgal wird von Band zu Band besser.

  5. #4330
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Es ist mehr als 40 Jahre her, dass ich "In der Strafkolonie" und anderes von Franz Kafka gelesen habe. Um so neugieriger war ich deshalb, als ich jetzt die bereits 2012 erschienene Comic Adaption von Sylvain Ricard und Mael aus dem Knesebek Verlag entdeckt habe.
    Die Erzählung um die Vorführung eines Tötungsapparates, mit dem eine langsame Exekution durchgeführt werden soll; der Offizier zum Reisenden:"Der Apparat soll ja zwölf Stunden ununterbrochen im Gang sein." ist in der sehr werktreuen Adaption genauso irreal, wie die Erzählung selbst. Der Wahnsinn hinter der Idee mit dem "Apparat" entspricht dem Wahnsinn, der dem Offizier immer mehr aus den Augen schaut und an dem er schließlich zugrunde geht.

    Wer Kafka bisher nicht lesen mochte, sollte es mal mit dieser Adaption versuchen.
    Bei Knesebek sind noch Kafka Adaptionen von "Das Urteil", "Die Verwandlung" und "Das Schloss" erschien, die ich noch nicht kenne, aber demnächst auch versuchen werde.

    Informationen zur Erzählung: https://de.wikipedia.org/wiki/In_der_Strafkolonie

    Besprechungen der Adaption:
    https://comickunst.wordpress.com/201...-strafkolonie/
    http://archiv.comicgate.de/rezension...afkolonie.html
    http://www.tagesspiegel.de/kultur/co...-/6636060.html
    http://literaturcomic.phil.hhu.de/?p=271
    Geändert von Gagel (12.02.2018 um 18:05 Uhr) Grund: Tippfehler korrigiert

  6. #4331
    Mitglied Avatar von dino1
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    Ist an mir vorbeigegangen, sieht aus wie eine Kafka Adaption die mir tatsächlich mal gefallen könnte.

  7. #4332
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    Fünf Seiten von "Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit 9 - Im Bann des Bösen". Ein Fantasy-Klassiker, der mich in meiner Jugend schon beeindruckt hat. Es geht aber das vorliegende Format für mich echt nicht mehr. Das verdirbt mir die Laune. Und der Verlag traut sich noch "Werbung" für "Das Nest" zu machen. Wurden die ersten Bände neu aufgelegt oder ist das nur Kundenverarsche?

    PS: Fertig. Inhaltlich und erzähltechnisch wieder einmal eine grobe Enttäuschung. Wie schon die letzten Bände der Saga. Zeichnerisch und künstlerisch nach wie vor erhaben.
    Geändert von Huxley (03.03.2018 um 13:39 Uhr)

  8. #4333
    Mitglied Avatar von dino1
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    Bizu GA 1&2, Fournier, Ehapa

    Bizu ist ein Kobold aus dem Wald Frotteelande wo einige seltsame Getalten beheimatet sind, u.a. der Schnockbüll, ein haariger, knubbelnasiger Geselle der wenig Talent für Musik hat, oder auch Mukes, Bizus Hauspilz.
    Bei der Besetzung ist es klar, dass die Geschichten eher im Fantastischen zuhause sind. In Band 1 der GA finden sich alle möglichen Kurzgeschichten die ich sehr gelungen finde, Band 2 bietet 2 albenlange Geschichten plus ein Fragment, welches so nie erschienen ist.
    Die Alben haben einige sehr nette Momente, besonders die kleinen Waldgeister, die allerdings doch arg garstige Gesellen sind, bieten gute Unterhaltung, auch ˋHerr der Ringe‘ Freunde könnten Gefallen an der Idee des Medailions ˋY‘ finden.
    Sehr interessant ist das Bonusmaterial mit Tonnen an Hintergrundinformationen über die Entwicklung der Figur.

    Ich mache mich jetzt noch an Band 3, eine leider völlig unbeachtete Serie in Deutschland. Schade, Bizu ist großartig und hätte viel mehr Aufmerksamkeit verdient.

  9. #4334
    Mitglied Avatar von Gagel
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    Wayne Shelton GA Band 1: Gute Unterhaltung.

  10. #4335
    Mitglied Avatar von Raro
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    Krigstein Bernard - Master Race and other Stories - Fantagraphics - 9 /10
    Nachdem ich schon eine größere Menge an EC Material in der Sammlung habe, auch einzelne künstlerspezifische Bände der EC-Schaffenden, sind mir natürlich einige dieser Geschichten schon bekannt gewesen, allerdings sind in diesem Band zwei Raritäten enthalten. Der Band ist im Gegensatz zu den EC Archives in s&w gehalten, was den Zeichnungen Krigsteins entgegenkommt, vor allem den Geschichten der Fliegerasse aus dem ersten Weltkrieg. Ein sehr gut zusammengestelter Band mit einem Mix aus Horrorgeschichten, SF-Stories, Crime und War.
    Sehr zu empfehlen.

  11. #4336
    Mitglied Avatar von Raro
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    Frank Thorne's Battling Beauties - Hermes Press - 4/10
    Eine Riesenenttäuschung ist dieser Band, sehr viel sinnloses Interviewgeblubber, das der Autor einfach strukturlos wiedergibt. Sehr mühsam, den nicht editierten Ausführungen zu folgen, sehr viele Fehler bei den Bildunterschriften, da wird aus der Deutschen Ghita Ausgabe schnell mal eine spanische Ausgabe gemacht. Die Zeit bei Marvel mit Red Sonja ist eigentlich nicht existent. Und rund ein Drittel des Buchs sind irgendwelche obskuren Ergüsse zu einigen wenigen Skizzen.
    Da ich knapp den halben Preis bezahlt habe, ist das nicht so ärgerlich, meine Empfehlung: Nicht kaufen !!!

  12. #4337
    Mitglied Avatar von Raro
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    The Life and Legend of Wally Wood - Vol. 2 - Fantagraphics - 9/10
    Im Gegensatz zum Thorne Buch ist der zweite Wally Wood Band absolut gelungen, ein durchdachtes Konzept, sehr gute Interviews und ein Füllhorn an Illustrationen und Photos, sehr unterhaltsam zu lesen, Schwerpunkt ist die Schaffenphase ab den 60er Jahren, mit den Tower Comics, Witzend etc. .

  13. #4338
    Mitglied Avatar von amicus
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    Leutnant Blueberry. Den Sioux Zyklus, in dem es um den Bau der Eisenbahnlinie geht, die den Kontinent von West nach Ost durchqueren soll. Einfach fantastisch!

  14. #4339
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    Zitat Zitat von amicus Beitrag anzeigen
    Leutnant Blueberry. Den Sioux Zyklus...
    Zum ersten Mal gelesen, oder wieder?

  15. #4340
    Mitglied Avatar von amicus
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    Zitat Zitat von uwe Beitrag anzeigen
    Zum ersten Mal gelesen, oder wieder?
    Erneut.

  16. #4341
    Mitglied Avatar von Breedstorm
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    Batman: Der dunkle Prinz Band 1 von 2
    Es ist doch eher eine Seltenheit, dass eine Batman-Geschichte statt als Heft im Albumformat erscheint, aber in diesem Fall ist es mehr als angebracht. „Batman: Der dunkle Prinz“ wurde von Enrico Marini gestaltet, der durch erfolgreiche franko-belgische Reihen wie „Die Adler Roms“ oder „Gipsy“ bekannt wurde. Was zunächst ein Spaß von Marini gegenüber einem französischen DC-Verantwortlichen war, wurde plötzlich Ernst. Marini erfüllt sich einen Jugendtraum, und darf eine Batman-Geschichte Schreiben, Zeichnen und kolorieren.
    Thema ist die alte Auseinandersetzung zwischen Batman und seinem Erzfeind, dem Joker. Letzterer sucht eigentlich nur ein Geburtstagsgeschenk für seine Herzallerliebste, und die alte Lederhaut muss es ihm wieder schwermachen. Okay, vielleicht hätte er die Perlenkette nicht mit seiner Gang rauben sollen, aber Batman muss einfach wieder den Spielverderber in dieser vielleicht größten aller Lieben spielen. Harley ist über die Alternative die er ihr präsentiert alles andere als erfreut, und so sinnt der Joker auf Rache. Er will Batman da treffen, wo es ihm richtig weh tut: bei der Familie…
    Fazit:
    Zu den Bedingungen, die Enrico Marini stellte, als ihm das Angebot unterbreitet wurde, seine eigene Batman-Geschichte schreiben zu können, gehörte es, die Figuren die er wollte verwenden zu dürfen, und seine eigenen Interpretationen nutzen zu können. Er ist gern Herr über das Gesamtkunstwerk, und überlässt weder die Kolorierung noch die Story gern anderen. Und genau das ist es, was hier Spaß macht. So präsentiert er uns hier seine eigene Joker-Variante (eine Mischung aus dem klassischen Joker und Sid Vicious), sein eigenes Batmobil und viele weitere Marini-Versionen, die sehr gut ausgearbeitet und stimmig sind. Viel Spaß haben ihm die Damen in Batmans Umfeld gemacht, da gibt es viel Eyecandy, wo sich selbst Manara die Brille zurechtrücken würde. Aber auch andere Figuren wie Killer Croc passen gut.
    Überhaupt ist die Optik sehr gelungen. Marini bleibt seinem Stil treu, und so wirken die Zeichnungen und Farben deutlich heller und freundlicher als viele der amerikanischen Künstler, wo schwarz oft die beherrschende Farbe ist. Dies steht aber im Kontrast zur Handlung, denn hier geht es definitiv nicht hell und freundlich zu. Das der Joker kein Kind von Traurigkeit ist war klar, doch hier geht er doch sehr brutal vor, gegenüber der eigenen Gang sogar inflationär grausam. Okay, so kann man sich auch um Personalkosten drücken.
    Ansonsten macht die Story einfach Spaß, weil der ganze Ballast einer verstrickten Kontinuität unwichtig ist, und man direkt einsteigen kann, ohne die Anspielung von vor 2 Jahren zu kennen, oder die Resultate der letzten Crisis. Mein einziger Kritikpunkt: das Batman der größte Detektiv der Welt ist, geht leider etwas unter, und Bats geht hier lieber mit roher Gewalt vor als mit klassischer Ermittlungsarbeit.
    Außerdem bringt Marini einen Spin rein, den ich hier noch nicht verraten will, der mich aber mehr als wahnsinnig macht, weil der nächste Band noch nicht raus aus. Und das muss nach Jahrzehnten des Batman-Lesens erstmal jemand schaffen.
    Im Anhang gibt es noch ein 6-seitiges Interview von Alexander Bubenheimer von Panini mit Enrico Marini, bei dem viele Hintergründe zu der Band erläutert werden.
    Sofern Marini allerdings das hohe Niveau in Band 2 von „Batman: Der dunkle Prinz“ halten kann, ist dies ein ganz heißer Kandidat auf die Batman-Story des Jahres!


    The Changer (Teil 4 von 4)
    Die erste Serie, die ich beim mittlerweile etablierten Independent-Verlag Plem Plem Productions hart abgefeiert habe, war The Changer. Nun ist das letzte Heft der Serie erschienen. Grund genug, um zu schauen, ob die Serie den hohen Erwartungen nach Teil 1 gerecht werden konnte.
    Einfach zurückgehen, und eine falsche Entscheidung in der Vergangenheit ändern, wem kam dieser Gedanke noch nicht? Egal, ob es um einen verlorenen Schlüssel, eine durchzechte Nacht oder ein eine falsche Reaktion im zwischenmenschlichen Bereich geht, nichts lässt sich einfach ungeschehen machen, was wir alle schon feststellen mussten. Oft kann der menschliche Verstand das nicht verarbeiten, und immer wieder fragt man sich, was geschehen wäre, wenn wir uns in der einen wichtigen Sekunde anders entschieden hätten. Doch für Jackie Dillon gilt das nicht, denn durch einen Unfall wurden ihm realitätsverändernde Kräfte gegeben, die er gleich sinnvoll eingesetzt hat, um den Tod seiner Freundin ungeschehen zu machen. Doch wie zu erwarten lief nicht alles nach Plan. In diesem Heft lernt Jackie sehr viel über Hintergründe, Strippenzieher und Verfolger, und es kommt zu einer spektakulären Auseinandersetzung jenen und natürlich den Behörden. Doch kann er sich gegen das Schicksal durchsetzen, und seine Freundin retten?

    Fazit
    Der vierte und letzte Teil von „The Changer“ übertrifft alle meine Erwartungen.
    Die Zeichnungen von Tommy Wagner haben sich erneut gesteigert, was besonders bei den dynamischen Figuren und den grandiosen Doppelseiten sieht, die von Alfonso Pinedo geinkt wurden. Und so muss sich The Changer hinter Genrekollegen wie Spawn oder The Darkness nicht verstecken.
    Die Farben von Dennis „Bouncy D.“ Lehmann, der u.a. für Image Comics gearbeitet hat, wirken sehr stimmig, und betonen die Dynamik nochmal mehr, als es die reinen Zeichnungen vermögen. Sein Stil ist wie geschaffen, um Lichteffekte und Übersinnliches darzustellen.
    Autor Chris “Trachtman“ Kloiber hat die Serie zusammen mit Editor Thorsten Brochhaus zu einem spektakulären, würdigen Ende geführt, was aber noch die Möglichkeit einer Fortsetzung offenlässt. Und das Beste ist, für alle die die Serie noch nicht kennen liegt die Serie nun durch Nachdrucke komplett vor, um sie an einem Stück genießen zu können. An The Changer kommt keiner vorbei.




    Zeitenwende 3: Nach dem Krieg Band 1

    Ende der 30er Jahre kam Thomas Deschamps in sein Heimatdorf in den Ardennen zurück. Thomas war ein Weltenbummler und Lebemann, der unter anderem in Afrika und Südamerika unterwegs war, und eine Menge gesehen hatte. Das genaue Gegenteil davon war sein Bruder Charles, der solide zuhause geblieben war, allerdings auch Thomas‘ große Liebe geheiratet hat. Kein Wunder also, dass die Stimmung zwischen den Brüdern nicht die beste war. Auch politisch fanden die Brüder nicht zusammen. Während Charles nationalistische Ideen verfolgt, will Thomas davon nichts wissen, und ist sogar mit einer Spanierin, ehemaliges Mitglied der Internationalen Brigade, verbandelt. Doch als die Deutschen über das Land herfallen und der 2. Weltkrieg seinen Lauf nimmt, ist nichts mehr so, wie es war. Charles kommt ums Leben, und Thomas nimmt seine Tochter aus dem Kongo zu sich. Und auch für das Umfeld von Thomas änderte sich einiges.
    Im Band „Nach dem Krieg“ erleben wir nun, wie Thomas sich auf sein Umfeld im Nachkriegs-Europa im Jahre 1947 einstellen muss. Die Narben sind noch lange nicht verheilt, da werden die ehemaligen Alliierten zu Gegner, und der Kalte Krieg beginnt. Während man in Brüssel und Paris größtenteils nicht zerstört wurden, liegt Berlin in Trümmern, und ist dazu in 4 Sektoren unterteilt. Zwar steht die Mauer noch nicht, aber es ist bereits problematisch, von einem Sektor in den anderen zu gelangen. Als ein Spion mit Daten über Gefangene in russischen Straflagern entkommen kann, taucht der Name von Thomas ehemaliger spanischer Geliebten auf der Liste auf. Nun will er alles tun, um sie befreien. Die Rettungsaktion verlagert sich von Berlin über Brüssel hin zu den einflussreichsten französischen Kommunisten. Doch der Coup fordert weit mehr von Thomas, als er denkt.

    Fazit:
    Die Serie „Zeitenwende“ von Eric Warnauts ‎ und Guy Raives ist eine anspruchsvolle Serie für den Geschichtlich interessierten Leser. Anhand der Bewohner eines kleinen Dörfchens in den Ardennen führen uns die Künstler eindrucksvoll europäische Zusammenhänge vor, und zwar eben nicht aus rein deutscher Perspektive, sondern mit vielen Aspekten, die man nicht aus dem klassischen Schulunterricht kennt. Es wechseln sich lange Gesprächspassagen mit geschichtlichen Schaukästen ab, etwa zum Marshall-Plan oder dem Wiederaufbau Berlins. Auch schwierige Themen wie Vergewaltigung durch Besatzer werden nicht ausgespart, und am Ende gibt es noch eine Zusammenfassung der wichtigsten geschichtlichen Ereignisse, wo man sehr gut nachschlagen kann. „Zeitenwende“ vereint eine mitreißende Handlung mit Wissen und zauberhaften Zeichnungen. Sowas hätte ich mir in der Schule gewünscht.



    Trigan 14 – An allen Fronten

    In der vierzehnten Ausgabe von Paninis Neuauflage der Serie „Trigan“ von Autor Mike Butterworth und Zeichnerlegende Don Lawrence sind 6 Geschichten aus den Originalausgaben „Look and Learn“ 597 bis 634 aus dem Jahren 1973 bis 1974 enthalten. Alternative Cover sind in diesem Band nicht dabei, dafür hat er aber ganze 87 Seiten. Immer wieder gut sind die redaktionellen Texte zu jeder Episode mit viel Hintergrundwissen.

    Episode 39: Das Haus der fünf Monde
    Wieder einmal ist es eine Wesensveränderung, die ein Mitglied der kaiserlichen Familie trifft. Trigo ist nicht er selbst, was daran liegt, dass er gegen einen Doppelgänger ausgetauscht wurde, der mittels einer Art plastischer Chirurgie dem Kaiser wie ein EI dem anderen gleicht. Nur Janno bemerkt, dass etwas nicht stimmt.
    Episode 40: Planet der Gesetzlosen
    In der nächsten Episode dieses Bandes erleben wir, dass die Raumfahrt auf Elekton auf einmal sehr weit fortgeschritten ist. Um den Wissenschaftler Perik aus einer misslichen Situation zu befreien, muss Janno sich auf einen Planeten schießen lassen, der als Gefängnis dient, denn einer der Verbrecher hat ganz besondere Fähigkeiten…
    Episode 41: Der Glaspalast
    Nicht selten ist Trigo Ziel von Attentaten. Doch was sich die Verschwörer hier ausgedacht haben, ist alles andere als konventionell. Wie soll der Kaiser sterben, in einem Gebäude ohne Waffen?
    Episode 42: Der Schrecken von Tarron
    Als ein triganischer Raumfahrer aus dem Weltraum zurückkehrt, wird er als Held gefeiert. Doch er hat eine unangenehme Überraschung aus dem All mitgebracht, die ihn verfolgt und zu Tode ängstigt. Auch Trigo muss sich dem neuen Feind stellen.
    Episode 43: Die Sonnenanbeter
    Ein uralter Kult auf Elekton betet im Geheimen die Sonne an. Als die Sekte auffliegt, wird Trigo verflucht, und fortan scheint stet eine Katstrophe einzutreten, wenn Trigo öffentlich auftritt. Schiffe sinken, Gebäude stürzen ein - mit dem Sonnenkult ist offenbar nicht zu spaßen.
    Episode 44: Der Vorgplanet
    Eine seltene Konstellation bringt einen Planeten in die Nähe Elektons. Die Überraschung ist groß, als darauf Vorg angetroffen werden, Trigos Volk, die vor vielen Jahren auf den Planeten kam. Doch die Götter des Vorgplaneten fordern ihr Opfer.

    Fazit:
    Sehr deutlich ist das Thema Raumfahrt bei den Geschichten in dem Band in den Vordergrund gerückt. Bei 3 von 6 Geschichten spielen Raketen (wohlgemerkt Raketen, keine Raumschiffe) eine wichtige Rolle, wenn auch mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen und ohne konstante Technik. Da ist viel vom Zeitgeist zu spüren, die Anfangszeit der Raumfahrt hat auch die Serie Trigan nachhaltig verändert. So wird der Gegensatz zwischen teilweise bäuerlichen, mittelalterlichen Einflüssen und einer praktischen Raumfahrt, die u.a. als Gefangenkolonie verstanden wird, immer größer. Natürlich gibt es auch wieder die fast schon als Stilmittel geltende Logiklücken oder die sprichwörtlichen Fehlentscheidungen Periks. Dass der genialste Wissenschaftler Trigans die Zeit hat, sich mehrere Tage nur mit dem Finanzsystem zu beschäftigen in einem sich selbst für Monate selbst verschließenden Gebäude, ist nur ein Beispiel von vielen.
    Auffällig sind Episode 44, die komplett von Miguel Quesada übernommen wurde (und der einem Vergleich mit Don Lawrence nicht standhalten kann), sowie Episode 41, die mit 4 Seiten die kürzeste Geschichte der Serie ist.
    Geändert von Breedstorm (05.03.2018 um 20:17 Uhr)

    Comic-Podcast

  17. #4342
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Spirou präsentiert 1: Zyklotrop - Die Tochter des Z

    Wow. Der erste "Spirou" seit dem Weggang/Rausschmiss von Tome & Janry, der an deren Leichtigkeit ranreicht. Keine Nazis, keine Pseudo-Wichtigkeit, kein Klamauk, keine Melancholie, sondern einfach nur eine rasante Abenteuergeschichte, die an den richtigen Stellen die richtigen Emotionsknöpfe drückt. Davon könnte ich gerne mehr vertragen, vorallem in der Hauptserie.

  18. #4343
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    Zitat Zitat von Clint Barton Beitrag anzeigen
    Spirou präsentiert 1: Zyklotrop - Die Tochter des Z

    Wow. Der erste "Spirou" seit dem Weggang/Rausschmiss von Tome & Janry, der an deren Leichtigkeit ranreicht. Keine Nazis, keine Pseudo-Wichtigkeit, kein Klamauk, keine Melancholie, sondern einfach nur eine rasante Abenteuergeschichte, die an den richtigen Stellen die richtigen Emotionsknöpfe drückt. Davon könnte ich gerne mehr vertragen, vorallem in der Hauptserie.
    Das könnte dann mal was für mich sein.
    Bis zum Sonntag werde ich den lesen. Bin gespannt.

  19. #4344
    Mitglied Avatar von dino1
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    Die Kannibalen, Fournier, Zidrou, Kemter Comics

    Wie der Titel schon sagt, geht es um Kannibalen, genauer eine nette Familie von Kannibalen.
    Sie verspeisen, auf meistens amüsanten Einseitern, ahnungslose Mitbürger, manchmal gibt es auch kürzere Geschichten.

    Leider gibt es wohl nur diesen einen Band der Serie auf deutsch. Warum hier Gageinseiter nicht gehen will mir nicht in den Kopf, Serien wie Robin, Leonardo, Titeuf etc. sind einfach klasse, die Kannibalen allerdings extrem krass, wirklich nichts für Menschen die eher empfindlich sind. Eine kurze Geschichte mit dem vietnamesischen Bootsflüchtling könnte sozialen Gerechtigkeitskämpfern übel aufstoßen.

    So gern hätte ich die restlichen Bände, das wäre was für Finix, Toonfish eher nicht, da wenig kindgerecht.

  20. #4345
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Mehr "Kannibalen" findest du im "Fournier"-Buch (Salleck). Für mich ist die Serie nix.

    Zitat Zitat von dino1 Beitrag anzeigen
    Toonfish eher nicht, da wenig kindgerecht.
    Du meinst, so wie die beiden "Happy Sex"-Bände? "Toonfish" ist ja kein Kinder-Imprint.
    Geändert von Clint Barton (08.03.2018 um 20:59 Uhr)

  21. #4346
    Zum gefühlten 1000 mal : "Asterix und die Normannen" und "Asterix als Legionär"
    Für mich die besten Asterix Bände.

  22. #4347
    Mitglied Avatar von dino1
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    Zitat Zitat von Clint Barton Beitrag anzeigen
    Spirou präsentiert 1: Zyklotrop - Die Tochter des Z

    Wow. Der erste "Spirou" seit dem Weggang/Rausschmiss von Tome & Janry, der an deren Leichtigkeit ranreicht. Keine Nazis, keine Pseudo-Wichtigkeit, kein Klamauk, keine Melancholie, sondern einfach nur eine rasante Abenteuergeschichte, die an den richtigen Stellen die richtigen Emotionsknöpfe drückt. Davon könnte ich gerne mehr vertragen, vorallem in der Hauptserie.

    Latürnich, recht hat er der Clint.
    Starkes Album, jetzt noch ein Verlag für ‚Die Campbells‘, das wärs.

  23. #4348
    システムオペレーターの鬼 | SysOp no oni Avatar von Clint Barton
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    Theodor Pussel Gesamtausgabe 2-3

    Band 1 vor ein paar Jahren gekauft und nur für "gut" befunden und die restlichen Bände nach hinten verschoben. Da der Band jetzt vergriffen ist und das mit Nachdrucken bei Egmont so eine Sache ist, jetzt schnell mal die anderen beiden Ausgabe geholt, bevor da das gleiche Schicksal droht. Band 2 ist dann auch um Lichtjahre besser. Vier wirklich wunderschöne Geschichten, vorallem das "Familienalbum" ist herrlich. Band 3 holpert dann ein wenig mit dem verschwurbelten Zweiteiler. Die "muder mystery" auf dem Dampfer kann dann überzeugen, vergeigt es bei der bescheuerten Auflösung und kann das DANN wieder gekonnt drehen, indem man den Quatsch von den Comicfiguren selbst kommentieren lässt. Super. Die letzte Geschichte ist dann ein guter vorläufiger Abschluss, der allerdings ein bißen zu viel will.
    Dennoch eine schöne Serie und vorallem die Nachtszenen kommen dank Thomas' passender Farbgebung sehr gut zur Geltung.

    Yoko Tsuno Bd. 28: Der Tempel der Unsterblichen

    So langsam sollte Leloup vielleicht doch mal dran denken, die Serie zu beenden oder einen Nachfolger zu suchen. Zeichnerisch ging es ja schon die letzten Bände stetig abwärts, aber hier gibt es kaum ein Panel, wo die menschlichen Figuren keine entstellte Fratze haben (diese schifen Augen sind nicht schön). Vom filigranen Strich ist da nur noch bei den Hintergründen etwas zu merken. Auch die Story ist etwas Haudruck, führt ohne grosse Erklärungen neue Figuren ein. Zudem hätte ich ja gerne noch mal ein Zeitreiseabenteuer mit Monya, aber ich glaube, da hat Leloup einfach noch keinen Weg gefunden, sie rein als deus ex machina zu benutzen, damit sie ja keine "Screentime" von der nervigen Emilia wegnehmen kann und sie nicht wie alle anderen Figuren ausser vielleicht noch Yoko schnellstmöglich zu Statisten zu degradieren ist.

    Auf der Suche nach dem Vogel der Zeit Bd. 9: Im Bann des Bösen

    Neuer Zeichner (mal wieder), neues Glück. Wieder mal ein sehr gutes Album, aber wenn man weiss, welches Schicksal die Figuren im ersten Zyklus erwartet, macht es die Geschichten immer etwas schwermütig. Würde gerne noch einen Band haben, der nach dem vierten spielt.

    Endzeit

    Mag keine Zombies, aber dennoch mochte ich die Urversion schon in "Comix". Die Neufassung macht dann auch durchaus Spass, aber ja... ich mag keine Zombies.

  24. #4349
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    Zitat Zitat von Clint Barton Beitrag anzeigen
    Theodor Pussel Gesamtausgabe 2-3

    Band 1 vor ein paar Jahren gekauft und nur für "gut" befunden und die restlichen Bände nach hinten verschoben. Da der Band jetzt vergriffen ist und das mit Nachdrucken bei Egmont so eine Sache ist, jetzt schnell mal die anderen beiden Ausgabe geholt, bevor da das gleiche Schicksal droht. Band 2 ist dann auch um Lichtjahre besser. Vier wirklich wunderschöne Geschichten, vorallem das "Familienalbum" ist herrlich.
    Das Familienalbum als SC kann man auch sehr gut als Stand-Alone-Story lesen, wenn man sich nicht den ganzen Pussel leisten möchte. Insgesamt hat mir der Pussel aber auch sehr gut gefallen, eine der wenigen Serien, die wirklich eine ganz eigene Atmosphäre haben.


  25. #4350
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    Habe ja nur die erste Hälfte vom ersten Band von der Gesamtausgabe vom Hr. Pussel gelesen. Fans ich schon sehr gut, aber warum ich nicht weitergelesen habe, weiß ich nicht mehr. Das Lesezeichen steckte zumindest noch
    Jetzt wollte ich erstmal den Infinity-Schuber lesen. Dann könnte ich mich aber mal dem Pussel-Projekt widmen... Da ja demnächst auch ein weiteres Album erscheint...

    C_R
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    (US, Superhelden, Frankobelgisch, Graphic Novel, ganze Serien)


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