szmtag Welche Comics habt ihr heute gelesen? - Der große Review-Thread - Seite 173
  1. #4301
    Mitglied Avatar von Breedstorm
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    Liga der außergewöhnlichen Gentlemen: 2009

    Es ist vollbracht. Das dritte Volume der Liga der außergewöhnlichen Gentleman ist abgeschlossen, und die Century-Trilogie nach „1910“, 1969“ und „2009“ beendet. Es war ein langer Weg, der uns und die Liga durch das an die Dreigroschenoper angelehnte London am Anfang des 20. Jahrhunderts und durch das psychedelische „Swinging London“ in die harte Gegenwart des Jahres 2009 geführt hat.

    Die Anzahl der Mitglieder der Liga sind ist zusammengeschrumpft. Während 1910 noch der Einbrecher A. J. Raffles und der Hellseher Thomas Carnacki mit von der Partie waren, sind nach 100 Jahren nun nur doch die „Unsterblichen“ Wilhelmina „Mina“ Murray, Orlando und der Abenteurer Allan Quatermain aus der ursprünglichen Besetzung übrig. Bislang konnte der reinkarnierende Schwarzmagier Haddo zwar zurückgedrängt werden, aber sein Plan der Schaffung eines Mondkindes (d.h. des Antichristen) steht immer noch.

    Nachdem Mina 1969 nach dem von Drogen verursachten Psychotrip, bei dem sie Haddo auf der Astralebene bekämpfen konnte, verschwunden war, sind Allan Quatermain und Orlando in ihrer Verzweiflung getrennte Wege gegangen. Orlando, der dazu verdammt ist, in unregelmäßigen Abständen sein Geschlecht zu Wechseln, hat sich in das gestürzt, was er gut kann, und was ihm vertraut ist: Krieg. Auf den Schlachtfeldern der Welt hat der Unsterbliche Tod und Verderben gesät. Doch das ist nun vorbei. Nach einem Nervenzusammenbruch, bei dem er neben dem Feind auch seine ganze Einheit ausgelöscht hat, ist es wieder soweit. Er verwandelt sich nach und nach in eine Frau. Also begibt er sich nach London in die Basis der Liga, doch niemand ist zuhause. Kein Hinweis, was mit Mina oder Allan passiert ist. Plötzlich erscheint der Magier Prospero, der Orlando informiert, daß die Apokalypse unmittelbar bevorsteht.
    Orlando beschließt, alles auf eine Karte zu setzen. Er wendet sich am dem Geheimdienst ihrer Majestät, doch dessen Leiterin „M“ ist nur schwer davon zu überzeugen, dem unsterblichen Wesen zu helfen. Doch als das Angebot stimmt, erhält Orlando die Information, daß Mina in einer Irrenanstalt lebt – und das seit 40 Jahren.
    Kann Orlando sie aus ihrer Gefangenschaft in der Psychiatrie befreien? Und wo ist Allan Quatermain?

    Fazit:

    Wer Alan Moore liest, weiß, daß ihn keine leichte Kost erwartet. Die Werke sind gespickt mit jeder Menge Anspielungen und Anleihen aus Geschichte, Literatur und Musik, dazu meist aus einer sehr britischen Sichtweise. Wer den Anspruch hat, hier alles verstehen zu wollen, wird einen langen Weg vor sich haben. Daher ist es etwas schade, daß in den Bänden der Century Trilogie keine redaktionellen Anmerkungen vorhanden sind. Andererseits macht es Spaß, vieles selbst zu entdecken, zum Beispiel sei hier noch auf die umfangreichen Artikel bei Wikipedia zu dem Thema verwiesen.
    Wie auch in den anderen Teilen der Trilogie hat Moore Figuren aus britischen Filmen und Büchern verwendet. In diesem Band gibt es Auftritte eines bekannten Doppelnull-Agenten, doch der Schwerpunkt liegt auf dem erfolgreichen britischen Literaturexport Harry Potter. Doch Fans des jungen Zauberers werden sich bei der Interpretation von Allan Moore ungläubig die Augen reiben.
    Insgesamt läßt der Autor keinen Zweifel daran, was er von unserer modernen Zeit hält: nichts!
    Besonders fällt dies auf, als Mina nach 40 Jahren geistiger Abwesenheit das London des Jahres 2009 betrachtet, sich an die hoffnungsvollen 60er erinnert und sich fragt, was aus all dem Enthusiasmus geworden ist...
    Zu den Zeichnungen von Kevin O'Neill braucht man keine Worte mehr zu verlieren. Er ist DER Zeichner der Liga der außergewöhnlichen Gentleman. Punkt.
    Man kann nur hoffen, daß sich die amerikanischen Rechteinhaber von „The Black Dossier“ einig werden, damit auch jener Band, der 1958 spielt, auch in anderen Ländern außer den USA publiziert werden kann, denn auch in „Black Dossier“ gibt es Querverweise und Anspielungen zur Century-Trilogie.
    Geändert von Breedstorm (03.02.2013 um 16:41 Uhr)

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  2. #4302
    Mitglied Avatar von Manx cat
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    Vor allem ist das Black Dossier richtig gut.

  3. #4303
    Mitglied Avatar von Breedstorm
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    Bei den meisten anderen Autoren hätte ich mir das US-Trade besorgt. Aber Moore ist immer heftig.

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  4. #4304
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    Inwiefern? So Sachen wie Promethea sind vielleicht inhaltlich etwas sperrig, aber sprachlich ist Moore jetzt denke ich nicht wesentlich fordernder als andere Comics. Muss aber eingestehen, dass ich zwar viel schon von ihm gelesen habe, gerade die League aber noch nicht.

  5. #4305
    Mitglied Avatar von Breedstorm
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    Ich finde, sowohl vom Vokabular als auch inhaltlich ist es fordernder - im Vergleich zum Standard-Superhelden-Comic.
    Viele Anspielungen auf britischen Pulp, der teilweise 100 Jahre alt ist. Kann man nicht alles kennen.
    Stell es Dir so vor, als würde man einem Brite Anspielungen auf Heinz Rühmann, Karl May und Yps unterjubeln.
    In einer Serie.

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  6. #4306
    Mitglied Avatar von the_rooster
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    Zitat Zitat von Breedstorm Beitrag anzeigen
    In einer Serie.
    Bei Alan Moore wohl eher auf einer Seite, wenn nicht gar in einem Panel.

  7. #4307
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    Ja, aber solche Sachen versteht man dann doch in der deutschen Übersetzung genausowenig. Oder wird die mit Fußnoten zugepflastert? Sprachlich ist jetzt Moor jedenfalls nicht sonderlich schwer zu verstehen. Schwerer als Standard-Superhelden-Comics? Möglich, vermutlich sogar sehr wahrscheinlich.
    Geändert von Susumu (05.02.2013 um 21:18 Uhr)

  8. #4308
    Moderator Weildarum Forum Avatar von Fr4nk
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    @Schninkel: Du hast recht, Superagent Frankenstein ist wirklich lustig.
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  9. #4309
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    Green Arrow: The Wonder Year 1-4 (komplett)

    Story und Zeichnungen von Mike Grell von 1989. Eine Origin die Bezug nimmt auf die linke Studentenbewegung Ende der 60iger Jahre und deren Infiltration durch das FBI. Herrlich geschrieben und gezeichnet mit einem einem liberalen Green Arrow und einer witzigen Erklärung für sein Outfit.

    9/10

    Green Arrow: The Longbow Hunters TPB - NeuAuflage

    Eine Geschichte von Schuld und Sühne aus dem Jahr 1988 vor dem Hintergrund der Internierung japanischer Bürger in den USA in Folge des Kriegseintritts der USA und dem japanischen Angriff auf Pearl Harbor.
    Hier sind dei Zeichnungen besser als bei Wonder Years - dafür die Story nicht so originell.

    8/10

    Beides habe ich mir gekauft, weil jetzt Jeff Lemire ab der Nr. 17 die Green-Arrow-Ongoing übernommen hat und Sorrentini (vormals I, Vampire) zeichnet. Da steige ich natürlich erst mal ein. Bin schon sehr gespannt.
    ... ich bin dann mal weg.

  10. #4310
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    Zitat Zitat von Fr4nk Beitrag anzeigen
    Batman - das Fass mache ich nicht nochmal auf, das bleibt zu
    nach dem ich 10 Jahre Batman auf deutsch komplett hatte bin ich 2005 ausgestiegen und wollte "das Fass auch nicht wieder aufmachen".
    Habe ich aber und bin froh drüber.
    ... ich bin dann mal weg.

  11. #4311
    Alligator SysOp Avatar von tillfelix
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    FF #3
    Fraction, Allred, Allred

    Eine weitere sehr, sehr unterhaltsame Ausgabe, die ab jetzt ins Abo kommt: Fraction schreibt weiter tolle Charaktere mit faszinierendem Konfliktpotential. Dazu eine sehr lustige Rückholaktion von Antman, der Darla wieder ins Team holt und am Ende ein Cliffhanger, der Großes für die nächsten Hefte erwarten lässt. Spannend und lustig.
    Mike Allred zeichnet weiter atemberaubende Bilder: die Unterwelt des Mole-Man, die 'Überraschung' für Darla oder zum Schluß die atemberaubende ganzseitige Illustration der Sylvesterfeier am Timesquare... einfach fantastisch. Im Moment DIE Serie mit der richtigen Mischung für mich.

    9/10

    Hellboy In Hell #3

    Mignola, Stewart

    Hellboys Trip durch die Unterwelt geht weiter, und er muss sich mit seinen Brüdern sowie seinem Onkel auseinandersetzen. Dabei lässt er, wie immer, lieber seine Faust sprechend als mit Worten zu kämpfen, aber das kennt man von ihm ja auch nicht anders. Auch dieses Heft ist unterhaltsam, allerdings verliert mich Mignola auf den letzten Seiten, weil ich plötzlich keine Ahnung habe, was da tatsächlich passiert (ist). Ich hoffe, das löst sich im nächsten Heft auf.

    7/10

    Batman #16

    Snyder, Capullo, Clapion

    Batman wagt sich in das vom Joker besetzte Arkham und setzt sich dessen Wahnsinn aus. Dieser könnte kaum besser in einem Bild zusammengefasst werden wie in dem brennenden Pferd, dem Batman an einer Stelle in letzter Sekunde ausweichen muss. Doch auch danach muss Batman vor allem um Fassung kämpfen.
    Das einzige, was mich an diesem Heft wirklich stört, ist die anscheinende Passivität von Batman. Er reagiert nur, verhindert dabei Schlimmes, klar, aber ich hab die ganze Zeit das Gefühl 'Mensch, jetzt tu doch endlich mal was dagegen!'. Mal schauen, vielleicht in der nächsten, die Geschichte beendenden, Ausgabe.
    Abgesehen von diesem Störfaktor liefern Snyder, Capullo und Clapion aber auch wieder ein atmosphärisch dichtes Batman-Heft mit tollen Momenten und einem wirklich wahnsinnig daherkommenden Clown Prince Of Crime. Wo das bloß enden wird?

    8/10

  12. #4312
    Alligator SysOp Avatar von tillfelix
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    Wonder Woman #2-3
    Azzarello, Chiang

    Endlich mal gelesen, nachdem es jetzt auch über ein Jahr bei meinem Dealer gelegen hat. Kamen aber auch immer wieder vermeintlich interessantere Sachen dazwischen...

    Vorneweg: optisch ist Wonder Woman ein Fest für die Augen. Die Zeichnungen von Cliff Chiang sind schön und unaufgeregt, zusammen mit den Farben wird die Geschichte auf sehr angenehme Weise transportiert.

    Die Geschichte von Azzarello wiederum ist während der ersten drei Ausgaben der Reihe erstmal eine Demontage der Wonder Woman, wie sie vor der New52 bekannt war. Azzarello schreibt ihr eine neue Origin auf den Leib, der angenehmes Konfliktpotential bietet. Allerdings fühlt sich die Protagonistin ein stückweit wie ein Spielball der Ereignisse an, relativ wenig geht von ihr aus. Allerdings bieten die Ereignisse genug Grund, zumindest die Ausgabe 4 auch nochmal aufzustöbern.

    Ausnehmend gut gefallen hat mir übrigens die Erzählstruktur in Ausgabe 3, in der Azzarello häufig zwischen den Zeiten hin- und herspringt. Denkwürdig finde ich auf der anderen Seite, warum er der Göttin Eris den Namen Strife gibt. Das will irgendwie nicht so recht zusammenpassen...

    7/10

  13. #4313
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    Bedlam #4 (Image Comics):

    Filmore Press hat seine "Unterhaltung" mit The First. Währendessen wird Acevedo zu einem weiteren Mordfall hinzugezogen. Die Story dreht sich hier ein bischen im Kreis und es fehlen auch die Dialoge/Gedanken von Filmore Press/Madder Red.Riley Rossmos Artstiel dringt wieder mehr in den Vordergrund und stört mich daher auch wieder mehr.

    6/10


    Blackacre #3 (Image Comics):

    Wir bekommen weitere Interessante Einblicke sowohl in die Hinderlands als auch BlackAcre selbst. Obwohl dieses Heft hauptsächlich in den Hinderlands spielt erfahren wir mehr über die Fraktionen innerhalb BlackAcres und außerhalb.

    Sinclair scheint nicht der einzige innerhalb BlackAcres zu sein der versucht mehr Macht durch intrigen zu erlangen. Die Kultisten in den Hinterlands brauchen dringend gebärfähige junge Damen/Mädchen um nun ja, für was eigentlich. Eine Arme zu "produzieren"?

    Auch wenn es sich dieses mal um ein eher Charakter betontes Heft handelt gefällt mir Blackacre immer noch sehr gut. Mal sehen was die Geschichte für einen weiteren Verlauf nimmt. An alle die eine gute Endzeit geschichte mögen, sollten hier mal reinschauen. Zugegeben es ist nicht die originellste Story und doch noch sehr vorhersehbar, aber die Autoren versprechen uns noch den ein oder anderen Twist. Im Mai erscheint der englische Trade bis dahin sollte wohl der ein oder andere Twist die Geschichte auch noch überraschender machen.

    8/10

  14. #4314
    Alligator SysOp Avatar von tillfelix
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    Mike Allred-themed Reading:

    The Superman/Madman-Hullabaloo!
    Allred, Allred, Konot

    Hab ich nie Geld ausgeben wollen für, trotzdem ich immer wieder davor stand und dachte 'Da könntste mal reinschauen.'. Nu hab ich's geschenkt bekommen, und weiß zumindest jetzt sicher, dass das Geld dafür rausgeschmissen gewesen wäre.
    Sicherlich ist dieser Band lesenswert, allein für die vielen kleinen Ideen, die Mike Allred in die Geschichte einbringt: der Body-Switch, die Interaktionen der verschiedenen Figuren sowie die Auflösung, um nur 3 Beispiele zu nennen. Insgesamt ist die Geschichte aber eher 'meh', und die Illustrationen vom Ehepaar Allred sind heute einfach so viel besser. Nicht schlimm, den Band gelesen zu haben, aber ein wirklicher Verlust wäre es auch nicht gewesen, weiter drumherum zu scharwänzeln.

    5/10

    Vertical

    Seagle, Allred, Bond, Allred

    Nach Jahren mal wieder gelesen. Hab ich damals direkt gekauft, weil ich das Format spannend fand (und immer noch finde, obwohl es zugegebenermaßen schwer zu handhaben ist). Die Geschichte hab ich aber gepflegt vergessen. Also wurd's nochmal zur Hand genommen:
    Es ist eine kleine Off-Beat-Lovestory, die bis zu den letzten Seiten vor allem davon lebt, dass die beiden Hauptfiguren sehr mysteriös in ihrem Tun bleiben. Das Weibchen Zilly ist dabei noch die etwas zugänglichere, weil sie herrlich naiv daherkommt. Man fragt sich aber lange lange, warum dieser Idiot Brando immer wieder vor ihr wegrennt. Die Auflösung des Ganzen ist dann abrupt und liest sich ein bißchen wie 'Mist, ich muss die Geschichte ja noch zuende bringen', aber das ist ganz OK gelungen.
    Die Illus vom Team Allred/Bond/Allred sind sehr schön, vor allem Zilly ist bisweilen atemberaubend hübsch. Das Format schränkt deutlich ein, so dass kaum Ruhe in die Geschichte kommt, wobei Mike Allred sehr geschickt das Maximum aus den einzelnen Panels rausholt.
    Ganz grausam allerdings sind bisweilen die Texturen, die Frau Allred in den Hintergrund gebaut hat. Das war Photoshop-Colorierung at it's worst. Was die übrigen Farben ein bißchen dämpft, denn gerade bei den Portraits und dem Kuss der beiden Protagonisten spielt sie wiederum sehr schön.

    7/10

  15. #4315
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    @tillfelix: klär uns unwissende doch mal auf: was ist denn das für ein spannendes format?
    Sei stets geduldig gegenüber Leuten, die nicht mit dir übereinstimmen. Sie haben ein Recht auf ihren Standpunkt - trotz ihrer lächerlichen Meinung. (Friedrich Hollaender)

  16. #4316
    Alligator SysOp Avatar von tillfelix
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    Selbstverständlich, hätt ich natürlich auch schon oben machen können: halbe Comic-Format-Breite, aber volle Höhe; am Kopf geheftet. Sieht dann so aus (zur richtigen Ansicht runterladen und um 90 Grad im Uhrzeigersinn drehen ).



    Links im Bild (also eigentlich oben) sieht man übrigens auch eine der schrecklichen Texturen, die ich oben ansprach... aber auch die crazy Spielereien rechts (eigentlich unten) bei den Portraits

  17. #4317
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    The End Times of Bram & Ben #2 (Image Comics):

    Wir bekommen dieses mal den obligatorischen Kampf zwischen "Gut und Böse" und nehmen an einer Achterbahnfahrt durch die Hölle teil. Wir erfahren was mit Sammlern in der Hölle so veranstaltet wird. Wunderschöner schwarzer Humor, bei der man auf fast jeder Seite etwas zum schmunzeln/lachen hat.

    9/10


    Todd, the Ugliest Kid on Earth #2 (Image Comics):

    Wo wir doch grad von schwarzen Humor sprechen. Todd, the Ugliest Kid on Earth hat jede Menge davon, teilweise etwas arg überspitzt. Todd befindet sich nach den Ereignissen des ersten Heftes in einer sagen wir mal ungünstigen Lage für ein kleines verspieltes Kind. Seinen Eltern wird geraten ihn aus dieser Situation zu befreien. Da diese jedoch etwas "besseres" zu tun haben (Sport/Selbstmitleid), muss Todd sich darum selbst kümmern.

    7/10

  18. #4318
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    Saga #10 (Image Comics):

    Kurzzusammenfassung ohne Spoiler:

    Yipee. Oh my God! Arrgh.

    10/10

  19. #4319
    Mitglied Avatar von dimo1
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    Superior Spider_Man 1-3, Slott/Stegman/Delgado, Marvel

    Für alle die noch nicht wissen was passiert ist eine Spoilerwarnung!



    Dr.Ock ist hat den Körper und Geist von Spider-Man übernommen. Er ist der neue, Superior Spider-Man.

    Eigentlich wollte ich mir die, wie von mir empfundene, hanebüchene Story nicht antun, aber Stegmans Zeichnungen haben mich dann überzeugen können und ich wollte der Geschichte eine Chance geben. Schließlich soll man sich nicht allem verschließen, speziell im Superheldenbereich gibt es ja einiges was man einfach so hinnehmen sollte, ohne groß drüber nachzudenken.

    In den ersten drei Bänden muss sich SpOck mit den neuen Sinister Six und dem Vulture, plus dessen Gehilfen rumschlagen. Dazu versucht er sein Leben als Peter Parker zu organisieren, wozu auch das Wiederaufleben der Beziehung zu Mary Jane zählt. Während er die Gegner gut im Griff hat, klappt letzteres nicht ohne Probleme. Dies wurde auch kontrovers auf diversen US-Foren diskutiert.
    Sehr positiv gefällt mir SpOcks Charakterisierung, sein Verhalten und die äußerliche Darstellung zeigen einen anderen Peter Parker. Sehr viel analytischer, und zielorientiert geht der neue Spider-Man zur Sache. Das führt dazu, dass alte Muster zwangsläufig fallen müssen. SpOck ist eben nicht Parker, sondern ein Schurke, der seine Interessen versucht durchzusetzen. Allein, der Geist Peters macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Im ersten Band hätte er fast einen Gegner zu Tode geprügelt, nur Peters, für SpOcks nicht wahrnehmbares, Eingreifen verhindert den Totschlag.
    Im zweiten Band bekommt Peter Parker eine stärkere Präsenz als Geist. Er durchlebt und kommentiert die Handlungen der Doktors. Das ist anfänglich amüsant, zumal zeichnerisch gut umgesetzt, aber auf Dauer doch etwas nervig.
    Im dritten Band lernen wir mehr von der Vergangenheit des Doktors, z.B. ein gewalttätiger Vater, was für den Vulture fatale Folgen hat.

    Insgesamt bin ich sehr überrascht wie gut mir die neue Ausrichtung gefallen hat. Lässt man sie Sinnhaftigkeit des Körpertausch mal außer acht, bietet Superior Spider-Man einen Einblick in was wäre wenn Spider-Man nicht der verantwortungsvolle Held wäre, sondern ein mit Superkräften ausgestatteter Rächer. Slott gelingt es, wie auch in den Folgen davor, Spider-Man unterhaltsam und spannend zu schreiben. Klasse finde ich die Zeichnungen, die eine Mischung aus McFarlane und Capullo sind, aber dennoch ihre Eigenständigkeit bewahren können. Oftmals wenig beachtet, aber enorm wichtig, trägt das Lettering dazu bei die Handlung gut und klar zu präsentieren und somit den Lesefluss zu unterstützen.
    Einziges Manko ist der doch hohe Preis. Ich lese neue Serien nur digital, und ein Preis von €3,59 ist schon eine Ansage.

    Fazit. Auch Puristen können hier bedenkenlos zugreifen. Spider-Man ist nicht verschwunden, er ist, zur Zeit, nur anders.
    Geändert von dimo1 (09.03.2013 um 20:44 Uhr)

  20. #4320
    Mitglied Avatar von Breedstorm
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    Dieb der Diebe

    Image Comics hat es in den letzten Jahren geschafft, vom Ruf des Verlags der optisch gute, aber inhaltlich schwache Comics macht, wegzukommen. Wesentlich dazu beigetragen hat Robert Kirkman, der mit seinen Serien The Walking Dead und Invincible den großen Mitbewerbern Marvel und DC das Fürchten lehrte. Und auch Nick Spencer schuf mit Morning Glories eine vielbeachtete, neue Serie. Beide Autoren haben sich nun zusammen getan, um „Dieb der Diebe“ zu schreiben.

    Bei diesem „Dieb der Diebe“ handelt es sich um Conrad Paulson alias „Redmond“, ein bekannter Meisterdieb und Gentleman. Dieser smarte Taktiker hat sein Leben damit verbracht, spektakuläre und lukrative Verbrechen zu begehen. Das FBI war ihm dabei stets auf den Fersen, doch Paulson war nichts nachzuweisen.

    Doch so gut er in seiner Verbrecherkarriere war, so schlecht war er ins einem Privatleben. Seine geschiedene Frau und sein bereits erwachsener Sohn wollen nichts von ihm wissen, und so verbringt er viel Zeit mit seinen kriminellen Kollegen, ein illustrer Haufen von Schwindlern, Dieben und Hehlern. Nicht gerade das, was man sich für einen ruhigen Lebensabend mit der Familie vorstellt.

    So beschließt Paulson, auszusteigen, doch das ist alles andere als leicht, denn eine jungen FBI-Agentin hat in in der Hand. Sie macht Paulson ein ungewöhnliches Angebot...

    Fazit:
    Nick Spencer und Robert Kirkman haben hier einen Gangsterthriller geschaffen, der einen sofort an Filme wie Ocean's Eleven denken läßt. Das liegt nicht nur an den klischeehaften Gangstern, sondern auch an Hauptfigur Conrad Paulson, der eine große Ähnlichkeit mit George Clooney hat (und wir reden hier von dem jungen Clooney, wie er z.B. in From Dusk Till Dawn zu sehen war, noch ohne Padmaschine).

    Optisch umgesetzt wurde das ganze von Shawn Martinbrough, der schon an Serien wie DMZ, Batman oder Punisher mitgewirkt hat, ein Spezialist also für dunkle, actionreiche Handlung, der seine Erfahrung hier ausspielt. Lediglich die Farben von Felix Serrano könnten bisweilen etwas weniger poppig sein.

    Generell fühlt sich die Serie für mich eher wie Nick Spencer als wie Robert Kirkman an. Gerade in seiner Serie Existence 2.0 herrscht eine ähnliche Stimmung vor. Kirkmans Anteil finde ich in den Dialogen vor, die stets ein wichtiger Teil seiner Serien sind, doch der Soap-Faktor ist deutlich niedriger als in The Walking Dead oder Invincible. Doch die Anfänge sind gemacht, man darf auf das Familientreffen der Paulsons gespannt sein, der sicherlich für die nächsten Episoden anstehen wird.

    Insgesamt hat „Dieb der Diebe“ noch nicht das Niveau von The Walking Dead oder Morning Glories erreicht, aber die Geschichte ist noch am Anfang.Wer Comics wie Sin City, Wanted oder Criminal schätzt, kann hier bedenkenlos zugreifen, zumal in dem Band 7 US-Ausgaben enthalten sind. Eine schöne Ausnahme in einer Zeit, in der viele Tradepaperbacks nur 5 Ausgaben enthalten.


    Thor: Der mächtige Rächer

    Im aktuellen Marvel-Universum geht es bei Thor oft ernst zu. Wer erinnert sich nicht an daß Aufeinandertreffen von Thor und Iron Man nach dem Civil War, bei dem der Ase Tony Stark sehr deutlich machte, was er von seiner Rolle im Civil war hielt? In diesem „Streitgespräch“ schenkten sich die ehemaligen Freunde nichts.

    Eine vollkommen andere Herangehensweise an die Figur des Thor hat Roger Langridge. Der Neuseeländer, der schon oft lustige Comics wie „Fred the clown“ oder die Muppets geschaffen hat, geht auch in dieser Serie nicht zum Lachen in den Keller. Doch die ersten Abenteuer interpretiert die ersten Abenteuer Thors etwas anders als gewohnt.

    Zwar wird der junge Donnergott auch hier von Odin auf die Erde verbannt, um ihn von seinem Hochmut zu heilen, doch trifft er dann frühzeitig auf Jane Foster, die in einem Museum arbeitet. Sie hält den jungen langhaarigen Kerl in der merkwürdigen Rüstung für einen liebenswerten Wahnsinnigen, doch als dieser sich an den Ausstellungsstücken zu schaffen machen will, wird er vom Sicherheitsteam rausgeworfen. Aber als Mr. Hyde die kleine Stadt terrorisiert, ist die Stunde des Nordgottes gekommen. Ungestüm wirft er sich in den Kampf, obwohl er weit entfernt von seiner eigentlichen Macht ist. Jane ist begeistert.

    Fortan lebt Thor in Jane Fosters Haus, und sie bleibt elementarer Teil der Story, egal, ob es gegen Kampfroboter, Superschurken oder Lokis Gaukeleien geht. Eine große Liebe zwischen den Welten hat begonnen...

    Fazit:
    Der jugendliche, tolpatschige Thor Langridges erinnert an die unbeschwerte, nicht vorbelastete Anfangszeit von Marvel, in der alles möglich schien. In dieser Serie gibt es kein „grim and gritty“, hier sind selbst die Schurken noch keine wahnsinnigen Massenmörder, die es in letzter Zeit immer mehr gibt.
    Hervorragen charakterisiert sind auch Figuren wie Loki, Gott der Lüge oder Balder, Hogun und Fandrall. Genauso will man den Ränkeschmied und die 3 Krieger sehen, mystisch intrigierend bzw. wild zechend. Selbst die in der Originalserie oftmals langatmige Beziehung zwischen Jane Foster und Thor zeigt sich hier spaßig und interessant.
    Den fröhlichen Stil der Serie unterstreichen auch die klaren, verschmitzten Zeichnungen von Chris Samnee, die allein schon oft genug Auslöser für ein Grinsen bei der Lektüre sind. Thors Gesichtsausdruck, als er von Fandrall stürmisch gedrückt wird, ist Gold wert. Matthew Wilsons Farben unterstreichen den pulpigen, bunten Stil dabei ausgezeichnet.

    Der Band erschien zunächst als auf 222 limitierter Hardcover zur Frankfurter Buchmesse bzw. zur Comic Action im Jahre 2012. Aufgrund der hohen Nachfrage erschien nun ein Softcoverband, der die gesamte Serie (8 US-Ausgabe) enthält. Nun gibt es keine Ausrede mehr, um die Serie nicht zu lesen!


    Das Cape

    Joe Hill hat mich in den letzten Jahren wirklich überrascht. Als Fan seines Vaters Stephen King, der King des Horrors, verfolge ich dessen Familiengeschichte schon seit Jahrzehnten. Das erste Bild vom ihm muß ich in den 80ern in einer Biographie über King gesehen haben, auf einem Familienfoto.

    Zugegebenermaßen erfreuten mich nicht alle „Kings“ mit ihren Werken. Tabby, Joe Hills Mutter, hat auch einige Bücher herausgebracht, die mir jedoch nicht besonders gefallen haben, so daß ich mich von Joe Hills Romanen wie „Teufelszeug“ oder „Blind“ ferngehalten habe. Offenbar ein großer Fehler, den „Locke & Key“, seine Comicserie über Mysterien in einem alten Herrenhaus, ist für mich die beste Serie, die der Verlag IDW auf dem Markt hat. Doch bevor ich mir die Romane zulegen konnte, erschien ein weiterer Comic von Joe Hill: Das Cape.

    Erschienen ist "Das Cape" in Joe Hills Kurzgeschichtensammlung „Black Box“, und wurde von Jason Ciaramella als Comic adaptiert. Gezeichnet wurde der Band von dem bislang recht unbekannten Zack Howard.

    „Das Cape“ erzählt die Geschichte von Eric, dem netten jungen von Nebenan. Zumindest ist er das bis zu seinem achten Lebensjahr. Er liebt es, zusammen mit seinem Bruder Nicky Superheld und Schurke zu spielen. Dabei verkleiden sich die beiden mit Masken und Decken als Capes, und ziehen um die Häuser. Eric erklimmt einen Baum, von dem er schließlich herabstürzt, und sich lebensgefährlich verletzt.
    Jahre später ist Eric im Leben gescheitert, und krankhaft eifersüchtig auf seinen Bruder Nicky, der etwas aus seinem Leben gemacht hat. Eric glaubt sogar, daß sein Bruder etwas mit seiner Frau hat. Als er zufällig im Keller des Hauses seiner Eltern sein altes Cape findet, zieht er es an und stellt fest, daß er fliegen kann, und außerdem über gesteigerte Kräfte verfügt.
    Doch was wird er mit diesen Kräften anfangen? Folgt aus großer Kraft große Verantwortung? Eric tut, was jeder an seiner Stelle tun würde... Er will sich rächen!

    Fazit:
    „Das Cape“ sucht Antworten auf die Frage, was reale Menschen mit Superkräften in der realen Welt tun würden. Zugegeben, neu ist dieses Konzept nicht; jüngst wurde diese Thematik in „A God Somewhere“ von John Arcudi behandelt. Gerade zu diesem Band bestehen einige Parallelen, z.b. die Konkurrenz unter Brüdern, die schließlich schlimme Folgen für alle Beteiligten hat. Doch Eric ist von Anfang an nicht als Identifikationsfigur ausgelegt, und überrascht den Leser mit seiner irrationalen Gewalt. Niemals zieht er es in Erwägung, sich für „das Gute“ einzusetzen, sondern geht seinen Weg der Zerstörung. Ein herrlicher Spaß für jemanden, der Rachegeschichten mit einem Hauch Ennis mag; Freunde ikonenhafter Superhelden könnten verstört werden.
    Die Geschichte läßt viel Raum für Interpretationen; wurde Eric von seiner Frau betrogen, oder bildet er sich das nur ein? Hat der Absturz Erics Psyche angegriffen? Bildet er sich die Sache generell nur ein, während er im Sterben liegt? Die Antworten muß jeder selbst finden.
    Insgesamt ist „Das Cape“ nicht ganz auf dem Level der mit dem Eisner Award ausgezeichneten Serie „Locke & Key“, was daran liegen mag, daß die Geschichte adaptiert wurde. Trotzdem deutlich besser als die durchschnittliche Superheldenkost der Gegenwart.


    Conan der Barbar 1: Die Königin der Schwarzen Küste

    Kaum haben wir das Ende von Brian Woods großartiger Wikingerserie „Northlanders“ betrauert, überrascht uns der Verlag Dark Horse damit, daß Wood die neue Conan Serie „Conan der Barbar“ schreibt. Für ihn natürlich die Möglichkeit, das Genre weiter zu verfolgen, aber in der übernatürlichen Welt des Cimmeriers Aspekte wie Magie und Fabelwesen in die Handlung einfließen zu lassen.

    Bei „Die Königin der Schwarzen Küste“ handelt es sich um eine Originalgeschichte von Conans Schöpfer Robert E. Howard, die in deutscher Sprache z.B. in der Gesamtausgabe von Heyne erschienen ist.

    Brian Wood schildert darin die Abenteuer des jungen Conan, der erst vor Kurzem seine dunkle, kalte Heimat verlassen hat. An seiner, sagen wir mal, lachsen Einstellung bezüglich dem Eigentum und der körperlichen Unversehrtheit anderer Mitbürger ändert dies freilich nichts. Da wundert es nicht, daß wir den Barbaren gleich zu Anfang der Geschichte auf der Flucht durch die Gassen von Messantia, Hauptstadt von Argos, sehen. In die engen Gänge des Hafenviertels reitet der Recke, die Verfolger dicht auf seinen Fersen. Im letzten Moment kann er mit einem kühnen Sprung auf einem ablegenden Handelsschiff landen, sehr zum Leidwesen der Mannschaft und seines Reittiers.

    Die Seeleute sind alles andere als froh, einen fliehenden Verbrecher an Bord zu haben, doch Conan kann sie überreden, ihn an Bord zu lassen. Ein starkes Schwert ist eben ein kaum zu widerlegendes Argument.

    Doch durch sein einnehmendes Wesen und seine Kräfte bei der Arbeit akzeptieren ihn die Männer bald als einen der ihren. Von Kapitän erfährt Conan alsbald den Namen einer gefürchteten Piratenkapitänin, die die Fahrten der Mannschaft zu einen gefährlichen Unterfangen macht. Belit - so wird die Königin der Schwarzen Küste genannt. Der Name brennt sich in Conans Gedächtnis ein, denn die Dame ist nicht nur für ihre große Grausamkeit bekannt, sondern auch für ihre faszinierende Schönheit. Nichts soll ihn stoppen. Der Cimmerier will Belit treffen, koste es was es wolle.

    Fazit:
    Brian Wood bringt frischen Wind in die Conan-Veröffentlichungen. Dabei hilft ihm seine Erfahrung in der Schilderung von Schlachten, die er bei Northlanders gesammelt hat.
    Der junge, noch wenig erfahrene Barbar ist zwar sehr trainiert, hat aber noch nicht den wuchtigen Körper wie man ihn später kennt. An den typischen Fantasy-Stilelementen ändert dies jedoch nicht, schließlich haben wir hier eine Geschichte von Robert E. Howard persönlich. Ein perfekter Einstiegspunkt für neue Leser!
    Zeichnerisch gibt’s nicht zu meckern. Wood hat sich alte Bekannte ins Boot geholt. Becky Cloonan, mit der er zusammen mit „Channel Zero“ im Comicgeschäft begann, und James Harren (Abe Sapiens, B.U.A.P.) geben dem jungen Conan sein Gesicht.
    Die US-Ausgaben 1-6 sind in diesem Band enthalten. Man darf gespannt sein, was Brian Wood in der auf 25 Ausgaben ausgelegten Serie aus dem Barbaren machen wird.
    Geändert von Breedstorm (09.03.2013 um 21:29 Uhr)

    Comic-Podcast

  21. #4321
    Mitglied Avatar von Manfred G
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    Mad Artist´s Edition IDW
    Größe 57cm x 40cm x 3cm 192 Seiten 150 $

    Schon seit längerem bringt IDW Bücher heraus die auf dickem Papier gedruckt sind und bei denen die Original-Seiten bestmöglich reproduziert sind.Die Seiten sind komplett mit Rand gedruckt wodurch der Eindruck entsteht das man lauter eingebundene Original-Seiten gekauft hätte.
    Dies sind sicherlich keine Bücher zum Lesen,sondern für Fans die Seiten in Originalgröße bewundern möchten,bei denen auch Korrekturen sichtbar sind.
    In diesem Band sind aus den ersten 18 amerikanischen Mad entweder eine komplette Story oder ein Titelbild abgedruckt. Es sind : 8 Storys von Wallace Wood, 6 Storys von Bill Elder (wobei 1x Bernie Krigstein bei einer Story mitgezeichnet hat), 4 Storys von Jack Davis, 2 Storys von Basil Wolverton und 1 Story von Russ Heath.
    Ich bin ein großer Wallace Wood Fan und finde seine Seiten am besten,aber auch Jack Davis und Bill Elder sind großartig.In diesem Band befinden sich u. a. : Lone Stranger Rides again, Bat Boy and Rubin, Flesh Garden, 3-Dimensions, Prince Violent,Plastic Sam Bringing Back Father.
    Ein Band den man wegen seiner Größe irgendwo ablegen muss,es macht aber einfach Spaß in diesen Seiten zu Blättern!
    Gruß
    Manfred
    Angekündigt für Juni ist eine Artist´s Edition :Best of EC http://www.idwpublishing.com/news/article/2496/
    Geändert von Manfred G (10.03.2013 um 19:36 Uhr)

  22. #4322
    Alligator SysOp Avatar von tillfelix
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    Aus Mangel an neuem Material hab ich mir mal wieder Comics zur Brust genommen, die schon lange in meinem Besitz sind und fast genauso lange nicht mehr gelesen wurden:

    Secret War 1-5
    Bendis, Dell'Otto

    Hab ich in erster Linie wieder gelesen, weil ich zuletzt ja Alex Ross' Illustrationen bei 'Kingdom Come' mit denen von Dell'Otto verglich und schauen wollte, ob ich nach all den Jahren, in denen 'Secret War' mehr oder minder nur in meiner Erinnerung waberte, immer noch so denke. Mittlerweile kann ich den Malereien von Gab, wie Bendis ihn so liebevoll in den redaktionellen Texten nennt, mehr abgewinnen: die Dynamik der Figuren ist beeindruckend, auch wenn das sicherlich zu einem großen Teil auch daran liegt, dass die Uniformen der Helden eher aufgemalt als tatsächlich als Klamotte getragen wirken. Die Farben sind ebenfalls teilweise überraschend gewagt. Allerdings bleibt meine Meinung ziemlich beständig: die generelle Farbgebung ist mir persönlich zu unbunt und viel zu dunkel. Das macht zwar bedrückende Atmosphäre, aber für mich ist das nix.
    Nu hat die Geschichte aber auch noch einen recht prominenten Autoren, wie ist die denn so? Spannender, als ich sie in Erinnerung hab. Damals hab ich die 5 Hefte mit riesigen Abständen dazwischen gelesen, da kam dann nicht so recht Lesefluss auf. Am Stück gewinnt die Geschichte aber deutlich, vor allem fällt dabei erst auf, dass die eigentliche Handlung nur innerhalb von maximal 12 Stunden spielt. Die Charaktere sind durchweg gut getroffen, und die finale Auseinandersetzung zwischen den Helden und Nick Fury ist sehr stimmig.

    Also: Story gut, wenn auch nicht vom Hocker reißend. Artwork medium mit einzelnen beeindruckenden Bildern.

    6/10


    JLA - Der dritte Weltkrieg

    Morrisson, Porter, Dell

    Grant Morrisson lässt die Helden der Gerechtigkeitsliga in seinem letzten Mehrteiler der JLA-Reihe unter seiner Ägide gegen Mageddon antreten, eine scheinbar unbesiegbare Superwaffe der ersten Götter. Er fackelt auch nicht lange und lässt erstmal eine neue Injustice Gang, bestehend aus Lex Luthor, General 'Shaggyman' Eiling, Queen Bee und Prometheus, auf die Helden los, um dann den Katastrophenhahn immer weiter aufzudrehen und am Ende die ganze Welt in Krieg versinken zu lassen.
    Es ist wohl nicht zuviel verraten, dass die JLA am Ende den Tag rettet, aber die Herleitung ist Morrisson durchaus gut gelungen, weil alle Protagonisten der Liga, aber auch ehemalige Mitglieder ihre Momente im Schlaglicht bekommen. Gut finde ich vor allem die kleinen Szenen und Ideen, wie den Auftritt von Animal Man oder den Rauswurf von Huntress aus der Liga. Die Bedrohung von Mageddon wirkt auch von vorne bis hinten gewaltig, so dass bis zum Ende Spannung aufrecht erhalten wird, wenn... ja, wenn man es schafft, über die teilweise erzähltechnisch denkbar schwachen Bilder von Howard Porter hinwegzulesen bzw. sich seine eigenen Bilder zu machen.
    Porter leistet sicherlich keine schlechte Arbeit. Die ersten 3 (von insgesamt 6) Teilen, in denen es vorrangig um Superheldengemöbel geht, sehen bisweilen fantastisch aus. Aber irgendwo ab dem Moment, wo mit Queen Bee die letzte der Injustice Gang aus dem Weg geräumt wird und der Fokus mehr auf die globale Katastrophe geht, merkt man doch arge Schwächen in der Transportierung der Kriegshandlungen und der Verzweiflung der Helden. Hier muss man als Leser viel Arbeit leisten, sich die Bedrohung vorzustellen, weil Porter es nicht schafft, sie angemessen zu bebildern. Das hat beispielsweise mit allen drei Zeichnern während 'Final Crisis' besser geklappt.
    Nichtsdestotrotz ist 'Der dritte Weltkrieg' eine tolle JLA-Geschichte, die zum einen die Helden vor eine wirklich knifflige Aufgabe stellt und aber auch aus dem riesigen Fundus der DC-Helden schöpft, um eine Lösung für ebendiese zu schaffen.

    8/10

  23. #4323
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    Lucky Luke 90: Auf eigene Faust

    Originelle Idee, aus dem üblichen Daltons-Schema auszubrechen. Aber die Chance, auch Jack und William etwas mehr individuelle Züge zu verschaffen, wurde nicht wahrgenommen. Zeichnerisch inzwischen viele "Nahaufnahmen" der Protagonisten, anders als noch bei Morris. Gewöhnungsbedürftig, wenigstens für mich.

    Benni Bärenstark 13: John-John

    Ich gehöre nicht zur Zielgruppe der Serie. Die zweite Ebene (für Erwachsene) kann ich hier nicht entdecken. Zeichnerisch für mich eher bieder, erzählerisch auch.

  24. #4324
    Alligator SysOp Avatar von tillfelix
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    Dial H #10
    Miéville, Ponticelli, Green

    Oh Mann, diese Serie lässt nicht nach, mich großartig zu unterhalten. Tolle neue Entwicklungen rund um die Dials sorgen für A-HA-Effekte, Centipede läuft immer noch mit diesem gruseligen Ameisenkopf rum (was das Verhör mit dem Priester sehr verstörend macht) und der Cliffhanger ist so... unglaublich, dass man laut fluchen möchte, weil das Heft vorbei ist.
    Dazu werden die Zeichnungen vom Team Ponticelli/Green immer besser. Oder waren sie immer schon so gut und ich hab mich einfach dran gewöhnt? Auf jeden Fall gehört die Action-Szene am Anfang dieser Ausgabe zu einer der besten, die ich lange gesehen hab.
    Von vorne bis hinten: TOP!

    10/10

    Batman #17

    Snyder, Capullo, Clapion

    Das große Finale von 'Death Of The Family', und es war eine gute Idee von mir, die vorherigen 4 Ausgaben vorher nochmal zu lesen. Dadurch war es leichtern, in die dichte Atmosphäre einzutauchen, die von Capullo und Clapion transportiert wird. Die Zeichnungen sind wieder ganz fantastisch, und ich kann sehr gut nachvollziehen, dass er jetzt erstmal eine kurze Pause gegönnt bekommt (die aktuelle Ausgabe #18 wurde von Andy Kubert illustriert).
    Als Knaller zum Abschluss von Snyders Joker-Geschichte ist diese Ausgabe auch gut, allerdings ist zum Schluss auch wieder alles auf normal zurückgestellt. Insofern fehlt hier eindeutig ein ordentlicher Schuss Nachhaltigkeit, was die Meinung zu diesem mit viel Tamtam begleiteten X-Over bei mir etwas trübt.
    Dennoch: die Charaktere sind alle gut durchgezeichnet, die finale Konfrontation zwischen Batman und Joker am Wasserfall macht Gänsehaut und die letzten beiden Seiten sind nochmal ein schöner Einfall von Snyder. Hahnium... muss man auch erstmal wissen.

    Insgesamt war die Hinführung aber deutlich besser als die Auflösung von 'Death Of The Family', deshalb

    7/10

    EDITH, nachdem ich ein paar Reviews gelesen hab, die NICHT spoilerfrei waren: Wie bei so vielen offensichtlich großartigen Geschichten ist auch hier vollkommen an mir vorbei gegangen, dass sehr wohl der Status Quo geändert wurde. Und dass der Joker sein Ziel, den titelgebenden Tod der Bat-Familie, sehr wohl erreicht hat. Unfassbar, dass ich sowas nicht selber sehe und mir erst erklären lassen muss.
    Manchmal fühle ich mich einfach nur doof...
    Geändert von tillfelix (18.03.2013 um 15:43 Uhr)

  25. #4325
    Mitglied Avatar von The Hypnotoad
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    Zitat Zitat von tillfelix Beitrag anzeigen
    Dial H #10
    Miéville, Ponticelli, Green

    Oh Mann, diese Serie lässt nicht nach, mich großartig zu unterhalten.
    [...]
    10/10
    Na, da freue ich mich aber auf den Trade! Schon Mievilles Roman "Der Krake" hat mich prima unterhalten.


    Hawkeye: My Life As A Weapon
    Fraction, Aja, Pulido, Davis

    Geil.
    Genau die Art von gut gemachter, augenzwinkernder Action, die ich mag. Leichte Unterhaltung, aber nicht hirnlos.
    Einziges Problem dieses Bandes: Aja ist so gut in seinen Zeichenkünsten, dass der von Pulido gezeichnete Zweiteiler im Direktvergleich nur verlieren kann, obwohl der Mann ordentlich ist. Und den "Young Avengers Presents" #6 hätte ich jetzt persönlich nicht gebraucht, er tut aber nicht weh.

    8/10
    Geändert von The Hypnotoad (20.03.2013 um 10:17 Uhr)

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