szmtag Warum eigentlich nicht? - Was lest ihr zur Zeit? - Seite 60
Seite 60 von 65 ErsteErste ... 1050515253545556575859606162636465 LetzteLetzte
Ergebnis 1.476 bis 1.500 von 1607
  1. #1476
    Mitglied
    Registriert seit
    07.2011
    Beiträge
    532
    Nachrichten
    0
    ********* von Tommy Jaud





    Inhalt:

    Simon Peters, Verkäufer in einem T-Punkt-Laden, steht kurz vor seinem dreißigsten Geburtstag. Seit seine Freundin ihn verlassen hat, ist er etwas von der Rolle. Weder im Club-Urlaub noch im Kölner Tag-und-Nacht-Leben findet er sexuelle Erfüllung. Und bei Ikea sind nur Pärchen unterwegs. Als er sich endlich ein Herz fasst und die traumhafte Tresenkraft aus dem Starbucks gegenüber anspricht, fühlt er sich "wie ein Ossi beim ersten McDonalds-Besuch, drei Minuten nachdem die Mauer gefallen ist." Natürlich geht der Annäherungsversuch schief, denn Auge in Auge mit der Angebeteten bringt Simon kein Wort heraus: "ein Reh im Fernlicht eines Gurkenlasters."
    Zum Glück gibt es aber Paula. Die ist mit allen Beziehungswassern gewaschen und hat den perfekten Paula-Plan parat, mit dem Simon die Milchschaum-Fachkraft todsicher klarmacht. Dummerweise vermasselt Simon den Plan, weil er sich am Tag X aus seiner Wohnung aussperrt. Zum Glück hat seine kroatische Putzfrau Lala einen Ersatzschlüssel.



    Kritik:

    Der Titel "*********" passt wie die Faust aufs Auge, denn Simon ist ein wahrer Meister in der Disziplin, sich in rekordmäßig kurzen Abständen in allerlei witzige, unangenehme und peinliche Situationen zu manövrieren und sich aus diesen mehr oder weniger unbeschadet wieder rauszukatapultieren - kurz gesagt: Er ist ein ********* in jeglicher Lebenslage. Reichlich unbedarft und unbekümmert nimmt er das Leben, wie es kommt und entwickelt die seltsamsten, schwachsinnigsten Ideen, die er dann gedenkt, in die Tat umzusetzen, während man als Leser manchmal nicht genau weiß, ob man darüber nun lachen oder weinen soll. Und doch, eigentlich ist Simon ein ganz netter Kerl, wenn auch etwas egozentrisch und sehr auf sich selbst bezogen, so hat er doch viele liebe Seiten, die ihn sympathisch machen, wenn da doch nur nicht die Tatsache wäre, dass er ein begnadeter ********* ist, der wirklich kein Fettnäpfchen auslassen kann.
    Bei "*********" jagt ein famoser Gag den nächsten. Das Buch verspricht einen hohen Unterhaltungsfaktor für Leute, die sich mal nach einer weniger anspruchsvollen Lektüre, sowie sprachlich als auch thematisch, umsehen wollen oder für, jene, die einfach einmal etwas zum Lachen haben möchten. Herrlich lustig und unwerfend komisch ist diese temporeich erzählte Geschichte.

  2. #1477
    Mitglied
    Registriert seit
    06.2008
    Beiträge
    89
    Nachrichten
    0
    Nicodemus - der ZauberVERschreiber



    Vor einiger Zeit vermutete man in Starhaven, der Stadt der Zauberer, noch, Nicodemus könnte der sagenumwobene Zauberschreiber sein, um den sich viele Legenden ranken. Doch bald schon musste man feststellen, dass er doch nur ein gewöhnlicher Kakograph ist. Ein Mensch, der die Wirkung von Zaubersprachen schon bei der kleinsten Berührung durcheinanderbringt und der allenfalls mit grundlegenden Sprachkonstrukten umgehen kann. So fristet er sein Dasein als minderwertiger Zauberbegabter, bis eines Tages finstere Gestalten auf den Plan treten, welche seine Bestimmung abermals in Frage stellen.

    Dieser Roman ist ein Spontankauf von mir, den ich nicht bereut habe. Die Zauberwelt rund um Nicodemus, in der die Macht der Worte und Grammatik alles ist, verwirrt zwar noch in den ersten Kapiteln, fasziniert aber zunehmend. Allerdings wirken gegen Ende einige Passagen stark gerafft, als hätte der Autor ein Seitenpensum einzuhalten, was ziemlich schade ist. Denn hier geschehen eigentlich einige wichtige Entwicklungen. Auf die weiteren Bände der Triologie freue ich mich dennoch.
    Besucht uns - AnimeDX.de

  3. #1478
    Mitglied Avatar von Lina Nox
    Registriert seit
    04.2012
    Ort
    Überall und Nirgendwo.
    Beiträge
    1.398
    Nachrichten
    23
    Der Finder von Michael Schreckenberg



    Inhalt:
    "Von jetzt auf gleich sind fast alle Menschen von der Erde verschwunden. Spurlos. Daniel, der Finder, reist für eine kleine Gruppe Überlebender durch ein leeres Land, um dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Aber alles erscheint wie tot. Die Wuppertaler Schwebebahn steht still, im Kölner Dom ist die letzte Messe längst gelesen. Nur in den Wäldern, den dunklen Wäldern, gibt es noch Leben. Und jede Nacht erwacht es mit neuem Hunger ... Michael Schreckenbergs Endzeit-Thriller erzählt vom Beginn nach dem Ende. Von Glaube und Hoffnung, von Einsamkeit und Tod. Eine apokalytische Reise durch ein Land, das Sie so noch nie erlebt haben."

    Meinung:
    Ich habe schon lange kein Buch mehr gelesen, bei dem ich mir nebenbei so viele Gedanken gemacht habe. Ich bin jetzt bei etwa 100 Seiten und immer wieder frage ich mich 'Was würdest du tun?'. Jedoch scheint es mir momentan noch ein wenig absurd, dass ausgerechnet diese Gruppe von Menschen überlebt hat. Auf jeden Fall bin ich schon sehr gespannt, wie es weiter geht und was eigentlich hinter dem Verschwinden der Menschen steckt. Und bitte lasst euch ja nicht von dem Cover abschrecken, bei dem man den Eindruck bekommt, die Geschichte würde im Mittelalter spielen, denn das tut sie nicht.
    ~ I believe in death ~

  4. #1479
    Mitglied Avatar von DasKame
    Registriert seit
    04.2012
    Beiträge
    1.586
    Nachrichten
    0
    Ich lese seit Heute Blindwütig von Dean Koontz



    Inhalt
    Ein Bestsellerautor, Cuby Greenwich, freut sich über die vielen positiven Rückmeldungen und Kritiken seines neuen Buches. Wenn da nicht der eine, der einflussreichste, der wichtigste aller Kritiker, Shearman Waxx, in seiner Einlassung zum Buch vernichtend geurteilt hätte. So vernichtend, dass Greenwich keine innere Ruhe mehr findet und die Begegnung mit dem Kritiker sucht. Eine Begegnung, die für Greenwich unbefriedigend verläuft. Nicht nur, weil eine Herrentoilette ein eher unpassender Rahmen für ein Gespräch unter Männern ist, auch, weil er außer Schweigen und einem Fluchwort keine Reaktion von Waxx erntet.

    Zumindest nicht im Gespräch. Denn nach dem Gespräch ändert sich vieles in seinem Leben. Eine zunächst ungreifbare, den Raum füllende Bedrohung, tritt in sein Leben. Kleine Anzeichen zunächst. Ein verbranntes Familienfoto, weitere Anzeichen, dass jemand im Haus war, um das Haus herum sich aufhält bis hin zu einem nächtlichen Angriff mit einem Elektroschocker. Doch nun ahnt, weiß Greenwich, dass hinter all den Bedrohungen Waxx steckt. Der nicht aufhören wird, bis Greenwich und seine Familie genauso vernichtet sind, wie er deren Haus im Buch vernichtet...

    Meinung
    Ist ne Seltsame Handlung aber mit viel Humor und sympatischen Figuren bisher, muss mal sehen wie sich die Sache entwickelt (bin etwa bei Seite 50 von 300)
    kameskram.jimdo.com
    (Weiterhin der 3. beste Animeblog Deutschlands)

  5. #1480
    Mitglied
    Registriert seit
    11.2011
    Beiträge
    82
    Nachrichten
    0
    Gerade angefangen zu lesen (endlich) :



    Handlung laut wikipedia:

    Eines Tages taucht der Zauberer Gandalf und in seinem Gefolge 13 Zwerge in der Wohnhöhle Bilbo Beutlins auf, um bei ihm einzukehren. Durch dieses Ereignis stellt sich die bisher wohlgeordnete Welt für den Hobbit auf den Kopf. Weil ihn selbst kurz die Abenteuerlust packt, sieht er sich plötzlich zum Meisterdieb ernannt: Er soll den Zwergen helfen, ihren von dem Drachen Smaug gestohlenen Schatz wieder zurückzugewinnen. Als Bezahlung soll er ein 14tel des Schatzes erhalten. Nicht nur, dass für Hobbits die Existenz von Drachen fraglich erscheint und Abenteuer von ihnen verabscheut werden: Der Berg Erebor, in dem der Drache mit dem gestohlenen Schatz lebt, befindet sich noch dazu in einem weit entfernten Land im Osten von Mittelerde. Trotz aller Zweifel und der auch später immer wiederkehrenden Reue bricht Bilbo zusammen mit den Zwergen und Gandalf in Richtung Osten auf.

  6. #1481
    Mitglied Avatar von Noire
    Registriert seit
    09.2006
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    3.045
    Nachrichten
    0
    [align=center]Erin Hunter: Warrior Cats - Die neue Prophezeihung. Sternenglanz (Band 4)

    [/align]


    Inhalt:
    Die graue Kätzin hob den Kopf. "Ich habe gesehen, was geschehen wird. Finstere Zeiten stehen bevor."
    Endlich, nach langer Reise, haben die Katzen des Waldes einen Ort entdeckt, an dem sie bleiben könnten! Rund um den großen See gibt es genug Beute und Land für alle. Die Zeit des Abschieds für die große Reisegemeinschaft scheint gekommen. Jeder Clan muss nun wieder allein für sich selbst und das eigene Überleben kämpfen. Aber ist dies auch wirklich das Ziel ihrer Reise, die neue Heimat? Der SternenClan schweigt ohne Zeichen der Kriegerahnen bleibt die Zukunft der Katzen ungewiss. Doch dann träumt die junge DonnerClan-Heilerin Blattpfote von einer schrecklichen Prophezeiung: "Blut wird Blut vergießen und das Wasser des Sees rot färben, erst dann kehrt Frieden ein."


    Eigene Meinung:
    In diesem Band erreichen die Clans endlich ihre neue Heimat. Zu Beginn begleitet sie der Leser bei der Erkundung des Gebiets. Für jeden Clan scheint es ein passendes Territorium zu geben. Und die Aufteilung ging relativ friedlich von statten.
    Ich war doch ein bisschen traurig, dass nun das Hauptaugenmerk wieder fast nur beim DonnerClan liegt. Es war schön, auch mehr von den anderen Clans zu erfahren.
    Und eines von Tigersterns Kindern heckt einen bösen Plan aus. Ich bin mal gespannt, wie genau dieser Plan aussieht. Dieser Band war nur der Auftakt.
    Wie gewohnt ein sehr spannender Band. Mit hat vor allem der Szenenwechsel gefallen und ich freue mich auf die weiteren Bände, wenn ich zusammen mit den Clans die neue Heimat besser kennen lernen kann.



    [align=center]Joyce Lebra: Der Duft des Sake

    [/align]


    Inhalt:
    Japan im 19. Jahrhundert. Rie ist die Tochter eines angesehenen Sake-Brauers und einzige Erbin. Doch als Frau ist sie nicht dazu bestimmt, das Familienunternehmen zu leiten – allein die Nähe von Frauen, glaubt man, verdirbt den Sake. Statt dessen muß sie den Nichtsnutz Jihei heiraten, der zum Nachfolger ihres Vaters auserwählt worden ist. Dieser zeigt jedoch weder Fähigkeit noch Willen, diese Aufgabe zu erfüllen. Rie läßt sich nicht entmutigen: Mit Courage, großem Mut und leidenschaftlichem Willen kämpft sie dafür, die Brauerei Weißer Tiger, ihr familiäres Erbe, in ein florierendes Sake-Imperium zu verwandeln. Unverhofft trifft sie dabei auch ihre verloren geglaubte Jugendliebe wieder …


    Eigene Meinung:
    Ich bin im Buchladen auf das Buch aufmerksam geworden. Sake interessiert mich nicht so aber da das Buch natürlich in Japan spielt und auch in den historischen Kontext eingeordnet wird, hab ich es gekauft.
    Rie ist ein sehr interessanter Charakter. Sehr resolut und überzeugt von ihren Entscheidungen. Meistens war der Erfolg ihr zu verdanken. Manchmal hatte sie aber auch einfach bloß Glück.
    Nach dem Tod ihres kleinen Bruders, an dem sie sich die Schuld gibt, ist Rie das einzige Kind ihrer Eltern. Sie muss nun mit ihrem Mann das Familienunternehmen weiterführen. Aber schon schnell wird klar, dass ihr Mann zu nichts taugt. Obwohl eine Frau im Geschäft nichts zu suchen hat, beschäftigt sich Rie sehr damit. Langsam gewinnt sie das Vertrauen und den Respekt ihres Vaters und nach dessen Tod hat sie im Unternehmen das Sagen.
    Das Buch erzählt die Erfolgsgeschichte einer Sake-Brauerei aber auch die persönliche Erfolgsgeschichte einer Frau.
    Der Leser begleitet Rie von der Hochzeit bis ins hohe Alter. Das Buch hat keinen großen Spannungsbogen aber es ist trotzdem fesselnd und interessant. Man erfährt viel über die Lebensumstände und die Rolle einer Frau in dieser Zeit.
    Mangawünsche: Atashi wa Bambi, Star Blacks, Stepping on Roses (Hadashi de Bara wo Fume), Zombie Loan

  7. #1482
    Mitglied Avatar von Black Sheep
    Registriert seit
    06.2009
    Ort
    Görlitz
    Beiträge
    3.451
    Nachrichten
    0
    [align=center]Das Lied von Eis & Feuer 06 - Die Königin der Drachen
    von George R. R. Martin

    [/align]

    Inhalt: Dazu schreibe ich mal nichts, da ich sonst zu sehr spoilern müsste... Aber soviel kann ich schon mal verraten: Es werden ein paar wichtige Protagonisten ihr leben lassen müssen und meist unter qualvoller Weise :mua:

    Meine Meinung: George R. R. Martin hat sich mit diesem Band wahrlich selbst übertroffen! Es ist bisher der beste Band der Reihe! Die Geschichte kommt hier richtig in Fahrt. So mancher Handlungsstrang findet endlich sein Ende bzw. wird zusammengeführt. Dieser Band hält so einige Überraschungen bereit. Nichts ist vorhersehbar...
    Mir persönlich wird der Bluthund immer sympathischer und Tyrion Lannister tut mir jetzt langsam ziemlich leid...

  8. #1483
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    2.425
    Nachrichten
    0
    [align=center]Ein unmoralisches Sonderangebot von Kerstin Gier


    [/align]

    Inhalt:
    Sehr ärgerlich: Seine Söhne haben die dreißig schon überschritten, aber immer noch ist kein Enkelkind in Sicht. Fritz, verwitwet, tyrannisch und außerordentlich geizig, ist eine Plage für die Schwiegertöchter. Und dann scheint der alte Herr völlig verrückt geworden: Damit die Söhne endlich begreifen, was sie an ihren Frauen haben und wie gut sie zueinander passen, sollen sie ein halbes Jahr die Partner tauschen. Die verträumte Olivia zieht einfach mal zu Bastian ins schicke Stadtappartment, die ehrgeizige Conny zu Stephan in die alte Gärtnerei. – Damit alle bei diesem absurden Spiel mitmachen, winkt Fritz mit Geld. Mit viel Geld ...

    [Quelle: luebbe.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]

    Fritz Gärtner und seine drei Freunde, die von ihren Kindern nur spöttisch "Der Club der scheintoten Geizhälse" genannt werden, sind in Rente und sehr vermögend. Bei einem ihrer Treffen beschließen sie zu testen, was Fritzens Kinder, genauer gesagt seine beiden Söhne und deren Ehefrauen, für Geld alles machen würden.
    So bietet Fritz den beiden Ehepaaren, beide verschuldet und knapp bei Kasse, eine Wette an: Sie müssen sechs Monate lang die Ehepartner tauschen. Erst sind sie, selbstverständlich, nicht begeistert von dieser Idee, aber pro Paar winken 1 Million Euro und so geben die vier, Stefan, Oliver, Evelyn und Olivia, doch nach. Natürlich haben sich die Gärtners das leichter vorgestellt als gedacht...

    Erzählt wird die Gesichte um das "unmoralische Sonderangebot" aus Olivias Sicht. Mit Ausnahme des ersten Kapitels, denn so erfährt der Leser wie es überhaupt zur Wette des "Clubs der scheintoten Geizhälse" kommt.
    Man muss zum einen Kerstin Giers Humor und Schreibstil mögen, um auch das Buch zu lieben. Wie gewohnt schreibt die Autorin locker leicht für Zwischendurch und mit einer großen Portion Witz und einer Spur Ironie. Der Witz kommt dabei zwar etwas langsam in die Gänge, steigert sich aber stetig.
    Olivia, die Protagonistin, ist eine liebevolle junge Frau, die sich mit ihrer eigenen Gärtnerei einen Traum verwirklicht hat. Und scheinbar hat sie auch ihren Traummann, im jüngeren Sohn Fritz Gärtners Stefan, gefunden. Auch wenn sie ihre Schwägerin Evelyn um deren Erfolg und Aussehen beneidet und Katinka, die Schwester von Oliver und Stefan, nicht verstehen kann, so ist sie doch im Großen und Ganzen mit ihrem Leben zufrieden.
    Auch wenn die anderen Charaktere so ihre Macken haben, mochte ich sie doch alle. Mit Ausnahme von Eberhard, der einfach nur ein Nervbold ist, was aber beabsichtigt ist/war und Stefan. Er war mir von Anfang an suspekt und wie er teilweise mit Olivia gesprochen hat... Da fällt mir nur "örks" ein. Er macht wohl die größte Entwicklung - oder sollte ich "Enthüllung" sagen - mit.
    Der erste Teil der Geschichte verlief für mich etwas schleppend. Spannung kommt eher weniger auf und leider ließ auch der Humor ein bisschen auf sich warten. Stellenweise wollte ich auch Olivia aufrütteln, die sich beinahe in einer Tour bemitleidet. Zum Glück hat sich das Blatt dann aber doch gewendet und es gab richtig tolle und gute Szenen, die mich wieder versöhnt haben. Ich will nicht zu viel verraten, aber Evelyns Idee und wie sie diese an den "Club" bringt - genial!

    Kurz: Ein kurzweiliges Buch mit gewohnt gierschem Humor. Nette Lektüre für Zwischendurch!

    Weitere Informationen:
    Verlag: Der Club / Bastei Lübbe
    Taschenbuch
    Seiten: 302
    ISBN: 978-3-404-16255-0
    Preis: [D] 7,99 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Sevenwaters 1: Die Tochter der Wälder von Julliet Marillier


    [/align]

    Inhalt:
    Im 9. Jahrhundert nach Christus müssen die keltischen Fürsten ihr Land gegen den Ansturm der Briten verteidigen. Fern der Schlachtfelder wächst Sorcha als jüngste Tochter der Herren von Sevenwaters auf. Das behütete Leben findet ein jähes Ende, als ein Fluch ihre sechs Brüder trifft. Sorcha ist die Einzige, die sie retten kann – doch dafür muss sie mehr aufgeben, als sie sie jemals hätte vorstellen können …

    [Quelle: droemer-knaur.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Tochter der Wälder erzählt die Geschichte der jungen Sorcha und ihren sechs Brüdern. Sie leben in Irland, etwas isoliert nahe eines Sees. Sevenwaters ist ein wildes Land, der Wald mysteriös und voller Magie. Der Herr darüber ist Sorchas Vater Lord Colum. Ihre Mutter starb bei Sorchas Geburt. Da ihr Vater sich kaum für sie interessiert, wird das junge Mädchen mehr oder minder von ihren großen Brudern aufgezogen. Die Sieben verbindet ein inniges Verhältnis, auch wenn es mal die ein oder andere 'Streiterei' gibt.
    Die Iren müssen ihr Land vor den britischen Eroberern verteidigen. Lord Colum geht mit den Ausländern sehr hart ins Gericht, doch Sorcha und ihren Brüdern Finbar und Connor gelingt es einen jungen Gefangenen zu retten. Doch der ist schwer verletzt und Sorcha, 12 Jahre alt und trotzdem bereits eine gute Heilerin, tut alles, um den jungen Briten wieder auf die Beine zu bringen.
    Bis eines Tages eine geheimnisvolle Frau an Lord Colums Seite auftaucht. Sorcha und ihre Brüdern fühlen, dass sie etwas im Schilde führt. Doch sie ahnen nicht was und so nimmt das Schicksal seinen Lauf.

    Der erste Teil der Sevenwaters Reihe.
    Es fiel mir anfangs ein bisschen schwer in Marilliers Schreibstil einzutauchen. Zum einen weil er stellenweise einfach etwas komisch war. Ich bin der Meinung, dass nicht alle Sätze grammatikalisch richtig waren und so bin ich immer mal wieder darüber gestolpert. Es kann auch an der Übersetzung liegen oder einfach daran, dass das Buch schon ein paar Jahre auf dem Buckel hat. Zum anderen schreibt Marillier teilweise sehr ausführlich. Dabei meine ich nicht, dass die Gegend besonders detailliert beschrieben wird. Aber eher die Gefühle von Sorcha, die die Geschichte erzählt, und die ganzen Hintergrundinformationen wie Erinnerungen und auch der (Aber)Glaube der Leute.
    Allerdings fand ich das nicht ganz so schlimm. So lernt man Sorcha und das junge Irland viel besser kennen, wie es damals wohl gewesen war, warum die Leute so handeln. Es festigt die Atmosphäre und auch in gewisser Weise die Realität. Dabei verliert Sorcha nie den roten Faden, auch wenn sie um ihn herum noch viel spinnt und so dem Faden mehr Fleisch als manchmal nötig ist, gibt. Nichtsdestotrotz war ich immer total gespannt, wie es mit Sorcha weitergeht. Denn so, wie die Geschichte erzählt wird, möchte man am liebsten zu einem spannenderen Punkt springen und ganz dringend wissen, wie es sich weiter entwickelt. An solchen Stellen war ich dann regelrecht ungeduldig, was ich aber im Nachhinein eher als positiv empfinde. Es war nämlich nicht so, dass ich keine Lust hatte weiterzulesen. Vielmehr war ich so in Sorchas Worten verstrickt, dass ich dachte "Jetzt muss doch mal was passieren!" oder "Wie geht's denn jetzt weiter?" oder "Mach was, Sorcha! Mach was!".
    Es gab Szenen im Buch, die mich unglaublich berührt haben. Bei denen mir zum Lachen und zum Weinen zu Mute war. Bei denen mir auch regelrecht schlecht geworden ist. Die mich so haben mitfühlen und -leiden lassen, dass ich tatsächlich geglaubt habe mittendrin zu stecken (oder zumindest so, dass Sorcha bei mir auf dem Sofa saß und mir ihre Geschichte ganz persönlich erzählt hat). Es ist wohl auch eines der wenigen Bücher, wenn nicht sogar das Einzige, denn spontan erinnere ich mich an kein weiteres, dass mich sogar vor Rührung zum 'Tränchen-abdrücken' gebracht hat. Diese Stelle war einerseits schon etwas... hm, schnulzig, aber andererseits konnte man die Gefühle regelrecht greifen. Es war einfach sehr rührig.
    Tatsächlich habe ich dann den Schluß, also etwa die letzten 200 Seiten, förmlich verschlungen. Denn ich musste unbedingt wissen, wie Sorchas Geschichte endet. Trotzdem war es für mich beim Lesen, glaube ich, ganz gut, dass ich zwischen einigen Kapiteln das Buch eine Weile zur Seite gelegt und (parallel) etwas anderes gelesen habe. Irgendwie ist die Geschichte nämlich trotz allem ein harter Brocken (im positiven Sinn).
    Zu den Charakteren nur schon so viel: Ich hab sie alle ganz schnell in mein Herz geschlossen. Allen voran natürlich die Erzählerin selbst: Sorcha. Sie ist einfach ein Wahnsinns-Charakter. Anders kann ich es gar nicht beschreiben. Ich habe sie mehr als einmal bewundert und am liebsten hätte ich sie manchmal geschüttelt, damit ein bisschen von ihrer Sturheit abfällt.
    Auch Sorchas Brüder (Liam, Diarmid, Connor, Cormack, Finbar, Padrick) haben besonders zum Ende hin eine starke Wandlung durchgemacht. Die ist natürlich durchaus nachvollziehbar. Auch wenn die Brüder als Charaktere nicht soooo extrem oft und 'tief' auftauchen, gewinnt man doch einen guten Einblick.
    Den Roten habe ich vom ersten Moment an in mein Herz geschlossen. So einen Mann hätte ich auch gern. Er ist stetig, beständig, auch auch irgendwie wild und einfach ein guter Kerl. Ich würde aber nicht sagen, dass er zu perfekt ist, denn auch Lord Hugh von Harrowfield, wie der Rote eigentlich heißt, hat seine Macken, Ecken und Kanten, die auch Sorcha nach und nach kennen lernt.
    Durch die Länge der Geschichte, gewinnen sowohl die Story an sich als auch alle Charaktere eine ganz besondere Tiefe. Es gibt nicht nur einen guten Schurken, sondern gleich mehrere. Damit meine ich, dass die Beweggründe der "Bösen" (bis auf eine Person) recht gut beschrieben werden und nachvollziehbar sind. Sie haben, wie die anderen "guten" Charaktere auch, eine gewisse Tiefe, die sie eben nicht blass und farblos und als schlichter Gegenpart erscheinen lässt, weil es einen geben muss. Sie sind grausam, aber eben nicht, weil sie "böse" sind, sondern weil mehr dahinter steckt.
    Das Ende, ich muss es zugeben, war nicht ganz nach meinem Geschmack. Ich hätte mir etwas anderes gewünscht. Trotzdem passte es einfach zur Geschichte. Hätte es so geendet, wie ich es mir gewünscht hätte, ich glaube, damit wäre ich auch nicht zufrieden gewesen.
    Insgesamt war ich sehr fasziniert von Die Tochter der Wälder, auch wenn es Stellen gab, die ich am liebsten überblättert hätte (was aber eigentlich meiner Ungeduld zuzurechnen ist). Vor allem, weil in Sorchas Geschichte nicht alles so glatt läuft. Auch wenn es ein paar Fantasy-Elemente gibt, kam mir die Geschichte doch recht realistisch vor, denn im realen Leben passieren nun mal nicht immer "tolle" Sachen oder wenden sich schwupp-di-wupp zum Guten.

    Kurz: Eine eindringliche, wunderbare Geschichte über einen alten Glauben, eine beinahe unlösbare Aufgabe mit starken, 'ungeschliffenen' Charakteren, die der ganzen Sache so viel Leben einhauchen, dass man selbst meinen könnte mit dabei zu sein.


    Weitere Informationen:
    Der Roman, bzw. die Reihe wurde in diesem Jahr neu aufgelegt.
    Verlag: Knaur.
    Taschenbuch
    Seiten: 656
    Originaltitel: Daughter of the Forest
    Reihe: Sevenwaters
    ISBN: 978-3-426-50906-7
    Preis: [D] 9,99 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Ghostwalker: Ruf der Erinnerung von Michelle Raven


    [/align]

    Inhalt:
    Isabel Kerrilyan verfügt über eine besondere Verbindung zu den Gestaltwandlern und kann deren Gefühle spüren. Als sie von dem zwielichtigen Geschäftsmann Lee entführt wird, folgen die beiden Berglöwenwandler Keira und Sawyer ihrer Spur. Auch der junge Wandler Bowen, dem Isabel einst das Leben rettete, setzt alles daran, sie zu befreien. Doch der Entführer ist weit skrupelloser als angenommen, und es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit …

    [Quelle: egmont-lyx.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Keira soll Isabel sicher nach Hause begleiten. Als sie sich auf den Rückweg machen, halten sie in Las Vegas an einem Motel, damit Isabel sich ausruhen kann.
    Dabei wird Isabel gekidnappt. Keira, der mysteriöse Dave Caruso (Isabels leiblicher Vater, wie sich herausstellt) und Sawyer versuchen das Mädchen mit allen Mitteln zu befreien und nehmen die Verfolgung auf.
    Zu Hilfe kommt ihnen auch der geheimnisvolle Wandler Harken und Bowen, der durch seine Verbindung zu Isabel spürt, dass etwas im Argen liegt.

    Der fünfte Band der Ghostwalker Reihe.
    Ich LIEBE diese Reihe. Ich LIEBE den Schreibstil. Ich LIEBE die Geschichte und die Charaktere. Besonders Isabel und Bowen. Schon seit dem ersten Band fiebere ich der Geschichte der beiden entgegen.
    Teilweise ging mir die Geschichte diesmal aber nicht schnell genug voran. Es war einfach soooo spannend. Insgesamt dürfte sich die Zeit, in der der fünfte Band spielt auch auf wenige Tage beziehen. Sonst war es ja doch immer etwas mehr. Das war insgesamt aber nicht schlimm, denn diesmal wird aus - gefühlt - 1.000 Sichtweisen erzählt, so dass die Geschichte trotzdem dynmaisch und zum Zerreißen spannend bleibt!
    Denn ich wollte ja nicht nur wissen, wie es nun zwischen Isabel und Bowen läuft, ob Isabel befreit werden kann, sondern natürlich auch, was hinter dem ominösen Geschäftsmann Lee steckt. Was der wohl im Schilde führt? Man kommt ihm immer näher, schleicht sich an und doch erwischt der große, böse Schurke und Hintermann ein Loch, um es weiterhin spannend zu halten und immer noch nichts genaues über seine Beweggründe zu erfahren.
    Wie erwähnt, erhält der Leser diesmal in viele verschiedene Handlungsstränge und Charaktere Einblick. So kann man sich gut ein Bild über die Motivation der Protagonisten machen, erfährt von ihrer Geschichte und ihren Gedanken. Gleichzeitig laufen so aber auch viele Handlungsstränge, teilweise parallel, aufeinander zu.
    Das mag einerseits etwas verwirrend sein. Vielleicht auch ein bisschen zu viel. Denn so laufen die vielen Fäden der Handlung(en) zusammen. Der Fokus liegt daher auch eher auf der Geschichte an sich und den Charakteren als auf der Liebesbeziehung, bzw. -beziehungen. Natürlich gibt es wieder die ein oder andere erotische Szene, trotzdem geht es hauptsächlich darum Isabel zu finden und zu befreien. Und natürlich endlich Lee dingfest zu machen.
    Leider mag ich Keira immer noch nicht besonders. Ich mochte sie schon nicht sonderlich seit sie das erste Mal aufgetaucht ist. Ich denke, sie gibt aber einen guten Gegenpart zu Sawyer ab (den ich im Übrigen mehr mag). Trotzdem wirkte Keira für mich irgendwie... ein bisschen lieblos und blass ausgeführt. Vielleicht mochte oder mag die Autorin sie selbst nicht so besonders? Ich weiß es nicht. Natürlich kann es auch mit den vielen verschiedenen Charakteren und Handlungsstängen zusammen hängen, die hier wirklich einfach im Vordergrund stehen - und eben nicht die Liebesgeschichte(n).
    Jetzt bin ich natürlich ganz erpicht auf den sechste und damit leider letzten Band der Serie. Ich hoffe auf ein fulminantes Finale!

    Kurz: Eine spannende, nervenkitzelnde Fortsetzung, die noch die ein oder andere Frage offen lässt. Diesmal im Fokus ist definitiv die Geschichte und die einzelnen Charaktere und weniger das Beziehungsgeflecht.


    Weitere Informationen:
    Verlag: EgmontLYX
    Taschenbuch, kartoniert mit Klappe
    Seiten: 432
    Reihe: Ghostwalker
    ISBN: 978-3-8025-8508-1
    Preis: [D] 9,99 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Dustlands: Die Entführung von Moira Young


    [/align]

    Inhalt:
    Durch die Wüste und über die Berge: In einer Welt nach unserer Zeit kämpft eine junge Frau um die Befreiung ihres Zwillingsbruders – und für die Freiheit eines ganzen Landes.
    Der erste Band eines epischen Fantasy-Abenteuers, eine Geschichte, die das Herz schneller schlagen lässt.
    Die 18-jährige Saba lebt sehr abgeschieden mit ihrem Vater, ihrem Zwillingsbruder Lugh und ihrer kleinen Schwester Emmi in einer extrem kargen Einöde am Silverlake – bis eines Tages vier bewaffnete Reiter auftauchen, um den Bruder zu entführen. Saba schwört, Lugh zu finden und zu befreien. Dazu muss sie ihr Zuhause verlassen, eine Wüste durchqueren und viele Gefahren überstehen. Sie wird gefangen genommen und verwundet. Auf ihrem abenteuerlichen Weg lernt sie die Welt jenseits des Silverlake kennen: Ein wüstes Land, in dem es keine Zivilisation mehr gibt, keine Bücher mehr, keine normalen Verkehrsmittel. Es wird von einem verrückten König und seinen Soldaten beherrscht, die die Bevölkerung mit einer Droge in Schach halten. In Hopetown muss Saba in der Arena kämpfen, aber sie trifft dort auch auf einen Mann, der sie liebt, und eine Truppe von Rebellinnen, die sie unterstützen. Doch kann sie ihnen wirklich trauen?

    [Quelle: fischerverlage.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Saba, ihr Zwillingsbruder Lugh, ihre kleine Schwester Emmi und ihr Vater leben am Silverlake, abgeschieden von anderen Menschen. Die Zeiten sind schwer für die kleine Familie, denn der See trocknet immer weiter aus und die Nahrungsquellen sind beschränkt. Doch der Vater weigert sich den Ort zu verlassen.
    Eines Tages tauchen Fremde am Silverlake auf und nehmen Lugh kurzerhand mit. Saba und ihr Vater wollen dies verhindern, doch Sabas Vater stirbt bei dem Überfall. Die junge Frau gibt aber nicht auf. Mit ihrer kleinen Schwester, die sie bei einer Freundin ihrer Eltern in Sicherheit wissen will, macht sie sich an die Verfolgung von Lugh und seinen Kidnappern.
    Dass ihr dabei eine lange und gefährliche Reise bevorsteht, die sie fast selbst das Leben kostet, hätte sich Saba wohl nicht denken lassen... Doch Saba ist stark. Viel stärker als sie ahnt.

    Der erste Band der Dustlands Reihe.
    Ich will nicht lügen. Der Einstieg in die Reihe war nicht gerade einfach. Eher sehr schwer. Ich kann keinem verübeln, wenn er nach wenigen Seiten aufgibt und nicht die ersten mindestens 50-60 Seiten durchhält.
    Zum einen lag das am Schreibstil, der schon sehr gewöhnungsbedürftig ist. Es wird aus Sabas Sicht erzählt, in der Ich-Perspektive. Nur spricht Saba Dialekt. Ähnlich wie der der amerikanischen Südstaaten - so wie er bei uns übersetzt wird. Allerdings gibt das der Geschichte auch einen sehr prägenden und individuellen Touch. Zu Beginn ist das wirklich alles andere als einfach, aber nach dem ersten Teil hatte ich mich so daran gewöhnt, dass es mich nicht mehr gestört hat. Es hat einfach zu Saba gehört, die etwas rauh ist und vielleicht auch ein bisschen... wild.
    Was ich aber bis zum Ende bemängeln muss: Die fehlenden Anführungszeichen bei direkter Rede. Meistens ist es klar, wer spricht und was direkte Rede ist und was nicht. Aber eben nicht immer. Das kam eben am Anfang noch erschwerend hinzu. Es bessert sich zwar ebenfalls, aber es störte mich trotzdem bis zuletzt.
    Unterteilt ist das Buch in Abschnitte, oder Kapitel. Die sind an sich relativ lang, werden allerdings nochmals in kleinere Sequenzen unterteilt, die mit einem Raben (sehr schön gemacht!) unterteilt sond. So ließ es sich für mich zumindest viel besser lesen, war meiner Meinung nach auch einfach dynamischer und gut pprtioniert.
    Saba ist eine sehr starke Persönlichkeit mit einer schier unglaublichen Willensstärke und Überlebenswillen. Sie ist aber auch irgendwie sehr... gemein (vor allem ihrer kleinen Schwester gegenüber) und läuft oftmals mit Scheuklappen herum. Wenn man sie nicht mag, zumindest nicht am Anfang, erschwert es durch die Erzählweise, meiner Meinung nach, auch den Einstieg. Trotzdem konnte ich Saba Seite für Seite mehr abgewinnen und mochte sie am Ende, auch wenn sie immer noch die etwas nervige große Schwester ist, die ihre Klappe nicht halten kann oder einfach nicht nachdenkt, was sie sagt (vor allem über die Folgen).
    Lugh bleibt als Charakter recht blass, wird aber von Saba in den Himmel gelobt. Er scheint eine Art Gott ohne Makel zu sein und eher... schwächlich. Allerdings hat er recht wenige Auftritte im Buch. Emmi mausert sich und die anderen Charaktere habe ich auch schnell in mein Herz geschlossen. Auch Sabas Gegenspieler waren relativ stark, wenn auch manchmal etwas undurchschaubar. Der ein oder andere lässt sicher noch Fragen offen. Warum er/sie sich so verhält. Trotzdem wirkten auch die "undurchsichtigeren" Protagonisten nicht so blass wie Lugh, der ja eigentlich eine 'Hauptperson' ist.
    In Sabas Geschichte läuft nicht alles rund, was es aber in meinen Augen nur realistischer macht. Saba hat ihre Macken und Fehler und genau dadurch belebt sie die Geschichte auf ihre Weise. Ich kann auch durchaus nachvollziehen, dass sie manchmal von ihrer kleinen Schwester genervt ist/war, denn Emmi macht es ihr auch nicht besonders leicht. Trotzdem bin ich der Meinung, dass Saba oftmals zu hart zu Emmi ist/war.
    Die Geschichte hangelt sich Stück für Stück voran, hat viele kleinere Höhepunkte, die nur ein Ziel haben: Lugh zu befreien. Jedenfalls für Saba. Während ihre Mitstreiter auch andere Ziele verfolgen. Saba macht es ihnen dabei nicht einfach, denn sie kann schwer Vertrauen fassen und akzeptieren, dass Freunde sich gegenseitig helfen. Aber auch das macht die Story für mich schlichtweg fassbarer.
    Ich würde auch insgesamt sagen, dass dieser Band relativ abgeschlossen ist. Es gibt keinen wirklich mega-großen Cliffhanger. Vielmehr lässt das Ende Platz für mehr Abenteuer.

    Kurz: Etwas schwerer Einstieg, durch den "mal ganz anderen" Schreibstil und der etwas störrischen Protagonistin Saba. Trotzdem weiß Dustlands zu fesseln und mitzureißen.


    Weitere Informationen:
    Trailer
    Verlag: FJB / Fischer Jugendbuch
    gebunden, mit Schutzumschlag
    Seiten: 464
    Originaltitel: Blood Red Road
    Reihe: Dustlands
    ISBN: 978-3-8414-2142-5
    Preis: [D] 16,99 € - Dustlands bei Thalia kaufen

    [align=center]Danke an Blogg dein Buch und Fischer Jugendbuch für das Rezensionsexemplar![/align]

  9. #1484
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    2.425
    Nachrichten
    0
    [align=center]Du oder der Rest der Welt von Simone Elkeles


    [/align]

    Inhalt:
    Das Letzte, was Carlos Fuentes will, als er zu seinem Bruder Alex zieht, ist, es diesem gleichzutun. Denn weder ist Carlos bereit, auf sein Image als »Bad Guy« zu verzichten, noch mag er sich wie Alex und dessen Freundin Brittany in eine feste Beziehung begeben. Und schon gar nicht will Carlos sich auf seine Mitschülerin Kiara einlassen, denn sie ist das exakte Gegenteil der Mädchen, auf die er bislang abfuhr. Auch Kiara hat alles andere im Sinn, als mit einem arroganten Latino-Macho wie Carlos anzubandeln. Und doch ziehen sich Kiara und Carlos magisch an – und riskieren damit mehr, als sie je geglaubt hätten. Denn selbst wenn Carlos Kiara zuliebe sein ganzes bisheriges Leben über den Haufen wirft – in seiner ehemaligen Gang gibt es Leute, die das unter keinen Umständen zulassen wollen…

    [Quelle: randomhouse.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Carlos lebt mit seiner Mutter und seinem kleinen Bruder Luis mittlerweile in Mexico. Als er seinen Job verliert und droht in kriminelle Kreise abzurutschen, schickt seine Mutter ihn zu seinem Bruder Alex. Carlos ist davon nicht besonders begeistert und beharrt auf seinem lässigen, lockeren Image vom "bösen Mexikaner".
    Allerdings hat er seine Rechnung ohne Kiara und deren Familie gemacht...

    Der zweite Band der Fuentes-Brüder Reihe.
    Als ich die ersten Seiten gelesen habe, hatte ich den Verdacht, dass es nur ähnlich wie Band eins wird. Dass es einfach an dieselbe Thematik und Problematik anknüpft. Es kam mir schon vor als könnte ich die Geschichte von vorn bis hinten durchschauen. Hatte ich nichts aus Du oder das ganze Leben gelernt? Scheinbar nicht.
    Auch der zweite Band hat es wieder geschafft mich so sehr in seinen Bann zu ziehen, dass ich beinahe die Zeit vergessen hätte. Gerade so konnte ich mich von der einnehmenden Geschichte und dem sogenden Schreibstil befreien, um ein paar Stunden Schlaf zu bekommen.
    Oberflächlich betrachtet, klingt die Geschichte nicht sooo innovativ. Auf den ersten Blick scheint es nur ein Abkltsch des ersten Bandes zu sein. Gaaaaaanz falsch gedacht. Denn auch wenn Carlos nicht ganz so viel aus Alex' Fehlern gelernt hat, ist seine Beziehung zu Kiara und ihre Probleme doch ganz anders.
    Ich kann nicht beschreiben, was diesen unwiderstehlichen Reiz ausmacht. Ich kann nur sagen, dass er da ist und so stark, dass man einfach mitten drin und mitten dabei ist.
    Kiara ist so ein toller Charakter. Sie ist klug, witzig, hat einen ganz eigenen Humor und auch, trotz ihres Sprachfehlers, eine gute Portion Selbstbewusstsein. Carlos mimt gern den knallharten Typ und Macho, doch wenn man näher hinblickt, dann ist er ein toller Mensch und Beschützer. Nicht ganz so stur wie sein Bruder. Aber nahe dran.
    Insgesamt war die Geschichte, scheinbar, fast ein bisschen kurz. Auch wenn sich die Seitenzahl im Vergleich zum ersten Band nicht viel nimmt, so hatte ich hier trotzdem das Gefühl, dass alles viel schneller vorbei war. Was ich natürlich sehr schade fand. Ich hätte noch gern mehr von Carlos und Kiara gelesen und auch von Alex und Brittany, die auch in diesem Band wieder eine kleine, aber nicht unerhebliche Rolle spielen.

    Kurz: Mal wieder absolute Suchtgefahr! Einmal gepackt lässt die Geschichte von Carlos und Kiara den Leser nicht mehr los.


    Weitere Informationen:
    Verlag: cbt
    Taschenbuch
    Seiten: 384
    Originaltitel: Rules of Attraction
    Reihe: Fuentes
    ISBN: 978-3-570-30771-7
    Preis: [D] 8,99 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Nick & Norah - Soundtrack einer Nacht von Rachel Cohn und David Levithan


    [/align]

    Inhalt:
    Nick: »Das klingt jetzt vielleicht etwas seltsam, aber könntest du für die nächsten fünf Minuten meine Freundin spielen?«
    Norah: Als Antwort auf seine Frage lege ich meine Hände um seinen Hals und ziehe sein Gesicht zu mir runter.
    Aus fünf Minuten werden sieben und dann eine ganze Nacht, in der Nick & Norah durch Clubs und Straßen ziehen, sich verlieren, verlieben und sich alles erzählen. ER, Bassist und Songschreiber einer New Yorker Undergroundband, immer noch nicht über Tris hinweg. SIE, Tochter eines Musikproduzenten , noch immer an der Trennung von Tal knabbernd, die bei IHM erstmals erfährt, was eine aufregende Romanze wirklich bedeuten kann…

    [Quelle: randomhouse.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Nicks Freundin hat sich vor Kurzem von ihm getrennt. Nach einem Auftritt seiner Band in einem Club kommt sie plötzlich auf ihn zu. Kurzerhand dreht sich Nick zu einem fremden Mädchen, die neben ihm an der Theke steht um und fragt "(...) könntest du für die nächsten fünf Minuten meine Freundin spielen?"
    Die Fünf-Minuten-Freundin entpuppt sich als Norah, die ihren eigenen Stil hat, laut eigener Aussage ein Musik-Snob ist und Nicks Ex-Freundin nur zu gut kennt (und nicht mag). So spielt sie mit und weiß anfangs noch gar nicht worauf sie sich einlässt. Ebensowenig wie Nick.

    Die Geschichte der beiden Teenager (17 und 18) wird abwechselnd aus Nicks und Norahs Sicht erzählt. Die beiden haben teilweise eine recht eigenwillige Sprache, die aber durchaus zu ihnen als Charakter passt. Der Erzählstil ist dabei weder besonders flüssig, noch schlecht. Er hat etwas eigenes, ist, meiner Meinung nach, aber trotz allem mittelmäßig.
    Was es noch schwerer macht in die Geschichte einzusteigen ist das detaillierte Wissen (oder scheinbar detaillierte Wissen) der Musikbranche, bzw. der einzelnen Genres. Als jemand, der sich zwar gern Musik anhört, aber sonst so gut wie keinen Schimmer davon hat, ist es mir bei den Szenen, in denen es um Musik geht sehr, sehr schwer gefallen überhaupt mitzukommen. Ich weiß nicht, ob es diese Bands, die dort erwähnt werden gibt (die "kleinen" Bands, die in den Clubs spielen) oder wie die Genres tatsächlich genau unterteilt werden. Aber scheinbar sollte das der freudige Leser wissen, denn sonst steht man am Ende einer seitenlangen Szene mit einem großen Fragezeichen da und weiß nicht, worüber Norah nachgedacht hat oder die beiden sich unterhalten haben.
    Zum Glück hielten sich solche Szenen in Grenzen. Natürlich geht es um Musik, aber teilweise war mir das "Fachgelaber" doch ein bisschen sehr fachspezifisch - und das hat dann einfach keinen Spaß gemacht.
    Nick mochte ich eigentlich ganz gern, auch wenn er ein bisschen, sorry, wie eine kleine Lusche rüberkommt. Er ist ein netter, sympathischer Kerl, aber irgendwie hat ihm etwas gefehlt, aus meiner Sicht. Norah... ist ein komplizierter Charakter, die teilweise schon sehr distanziert, beinahe kalt und launisch ist. Und in gewisser Weise auch irgendwie frech und 'schnauzig'. Kurz: Mein Herz hat sie nicht besonders erwärmt.
    Die Geschichte an sich ist auch nichts neues, verläuft teilweise vielleicht ein bisschen zu schnell, was man beim Lesen aber nicht so extrem merkt, finde ich. Das Ende ist auch relativ offen, was ich aber auch nicht so schlimm fand.

    Kurz: Bei mir sprang der Funke einfach nicht über. Norah als Hauptcharakter mochte ich nicht besonders, Nick hat so seine Schwächen und das detaillierte Wissen zur Punk-Musik (?) hat mir leider auch gefehlt. Nette Idee, interessante Umsetzung, die aber leider nicht mitzog.


    Weitere Informationen:
    Verlag: cbt
    Taschenbuch
    Seiten: 224
    Originaltitel: Nick & Norah's Infinite Playlist
    ISBN: 978-3-570-30513-3
    Preis: [D] 6,95 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Die dunklen Wächter: Sanfter Mond von Rachel Hawthorne


    [/align]

    Inhalt:
    Beim nächsten Vollmond wird sich Lindsey zum Werwolf wandeln, ihr Schicksal scheint besiegelt. Sogar ihr Partner fürs Leben steht bereits fest: Connor, der von ihren Eltern, den mächtigsten Mitgliedern des Werwolfclans der dunklen Wächter, dazu bestimmt wurde. Aber damit will Lindsey sich nicht zufrieden geben. Sie mag Connor, doch jedes Mal, wenn sie Rafe sieht, erwachen in ihr Gefühle, die sie für Connor nie hatte. Wird sie ihr Schicksal herausfordern können?

    [Quelle: randomhouse.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Lindsey gehört einer kleinen Gruppe von Gestaltwandler an. Am ersten Vollmond nach ihrem 17. Geburtstag verwandeln sich die Gestaltwandler in Wölfe. Damit ihre Identität geheim bleibt, sind sie in der 'menschlichen' Welt präsent, haben aber gleichzeitig auch einen geheimen Unterschlupf tief in einem amerikanischen Nationalpark.
    Es gibt eine Besonderheit: Die Mädchen wählen bei ihrer ersten Verwandlung einen Gefährten, der sich dann - für immer - an sie bindet. So kommt das Mädchen wohlbehalten durch die erste, schmerzhafte Verwandlung und überlebt (laut Aussage des Rates). Für Lindsey stand schon immer fest, dass Connor ihr Auserwählter ist. Seit klein auf ist sie mit ihm befreundet und kann sich keinen anderen an ihrer Seite vorstellen. Doch seit Kurzem bringt Rafe ihre Gefühlswelt vollkommen durcheinander...
    Aber nicht nur Lindseys Gefühlswelt macht ihr Probleme. Die Bedrohung durch Bio-Chrome ist noch nicht abgewendet. Die Wissenschaftler der Organisation haben Wind von den Gestaltwandlern bekommen und wollen sie (oder einen von ihnen) unbedingt in ihre Gewalt bringen...

    Der zweite Band der Dunklen Wächter Reihe.
    Erzählt wird diesmal aus Lindseys Sicht, in der Ich-Perspektive. Im Fokus steht damit die junge Frau und ihre Gefühlswelt. Am Rande, oder im Hintergrund, strickt sich die Geschichte um die Bedrohung durch die Organisation Bio-Chrome weiter. Hawthornes Schreibstil ist dabei flüssig, kann aber nur an wenigen Stellen wirklich mitreißen und -fühlen lassen.
    Vielleicht liegt das auch an Lindsey, die einerseits zu perfekt erscheint, andererseits aber bis beinahe zum Schluss nicht weiß, was sie will und mögliche Konsequenzen mehr oder minder verdrängt. Rafe hingegen mochte ich sehr gern. Er ist irgendwie geheimnisvoll und ein dunkler Retter, wobei aber auch er zu perfekt erscheint, ebenso wie alle anderen Charaktere.
    Wer sich hier ein tiefgründiges Werk über (junge) Gestaltwandler erwartet, der ist fehl am Platze. Wer aber einfach nur für ein paar Stunden ein bisschen unterhalten werden möchte - mit einer Prise Magie, Natur und Intrigen - der ist hier genau richtig. Die Welt ist grob nach bekannten Schemen aufgebaut und die Story birgt nichts wirklich neues. Ist man sich dessen bewusst, kann man die Geschichte (für Zwischendurch?) wunderbar genießen.
    Den ersten Teil hatte ich allerdings wesentlich positiver in Erinnerung. Ich will damit auch nicht die komplette Reihe verteufeln und insgesamt hat mir auch dieser Band ganz gut gefallen. Ich wusste ja, dass es nicht super-außergewöhnlich wird. Nur war ich einfach ein bisschen genervt von Lindsey.

    Kurz: Etwas flache Geschichte, mit beinahe zu perfekten, aber liebenswerten Charakteren. Wer nichts "Neues" und "Außergewöhnliches" sucht, der wird hier garantiert fündig.


    Weitere Informationen:
    Verlag: Goldmann
    Taschenbuch
    Seiten: 256
    Originaltitel: Full Moon
    Reihe: Die dunklen Wächter / Dark Guardian
    ISBN: 978-3-442-47333-5
    Preis: [D] 8,99 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Chroniken der Schattenjäger: Clockwork Angel von Cassandra Clare


    [/align]

    Inhalt:
    London, 1878. Ein mysteriöser Mörder treibt in den dunklen Straßen der Stadt sein Unwesen. Ungewollt gerät Tessa in den Kampf zwischen Vampiren, Hexenmeistern und anderen übernatürlichen Wesen. Als sie erfährt, dass auch sie eine Schattenweltlerin ist und zudem eine seltene Gabe besitzt, wird sie selbst zur Gejagten. Doch dann findet sie Verbündete, und zwar im Institut der Schattenjäger. Dort trifft sie nicht nur auf James, hinter dessen zerbrechlicher Schönheit sich ein tödliches Geheimnis verbirgt, sondern auch auf Will, der mit seinen Launen jeden auf Abstand hält – jeden, außer Tessa. Tessa ist völlig hin und her gerissen, und weiß nicht, wem sie trauen soll. Schließlich sind die Schattenjäger ihre natürlichen Feinde.

    [Quelle: arena-verlag.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Tessa Gray hat ihre geliebte Tante gerade verloren und ist nun auf dem Weg von Amerika nach London. Dort will sie sich mit ihrem Bruder Nathaniel ein neues Leben aufbauen. Doch dort angekommen wird sie von zwei Damen, die sich als Bekannte von Nathaniel ausgeben, in ein Haus verschleppt und dort gefangen gehalten.
    Tessa bekommt schon bald mit, was die Frauen von ihr wollen, denn Tessa hat eine einzigartige Gabe: Sie kann nicht nur die Gestalt wechseln, wenn sie einen persönlichen Gegenstand der betreffenden Person hat, sondern kann sich auch deren Erinnerungen (teilweise) einverleiben.
    Nach Wochen der Qual und Gefangenschaft steht plötzlich ein junger Mann in Tessas Zimmer: William Herondale, der sich als sogenannter Schattenjäger entpuppt. Es kommt zum Kampf zwischen den Schwestern und den Schattenjägern. Tessa wird anschließend mit ins Schattenjägerinstitut gebracht.
    Wo besteht der Zusammenhang zwischen den mysteriösen Morden, die seit einiger Zeit London Angst einjagen und Tessa? Was hat es mit den (menschlichen) Maschinen auf sich?

    Der erste Band der Chroniken der Schattenjäger.
    Ich war sehr gespannt auf diesen Band. Obwohl ich schon vorher gelesen habe, dass dieses Prequel nicht mit den Chroniken der Unterwelt mithalten kann, musste ich mir doch selbst ein Bild machen. Tja, und leider kann ich dem zustimmen.
    Cassandra Clares Stil ist nach wie vor einfach flüssig, bezaubernd, vereinnahmend und vor allem einfach nur schön. Ich kann das gar nicht an bestimmten Formulierungen festmachen. Vielmehr am Gesamtpaket. Es passt einfach alles und auch die Wortwahl, die Metaphern sind meiner Meinung nach einfach gut gewählt.
    Die Geschichte beginnt ein bisschen langsam, würde ich sagen. Der Leser begleitet in erster Linie Tessa, die mich an manchen Stellen (leider?) ein bisschen an Clary erinnert hat - aber natürlich trotzdem ein eigener Charakter ist. Da Tessa von dieser anderen Welt, sprich Dämonen, Hexenmeistern, Schattenjägern und ja nicht mal über sich selbst Bescheid weiß, wird auch der Leser erst einmal ein bisschen im Dunklen gelassen. Was ich aber nicht als negativ werten würde. Zum einen geht der (Genre)Stil doch ein bisschen in eine andere Richtung als die Chroniken der Unterwelt, zum anderen haben es auch bestimmt "neue" Leser der Serie einfacher, einzusteigen.
    Während ich ja schon erwähnt habe, dass mich Tessa stellenweise an Clary erinnert hat, so hat mich Will teilweise (leider?) an Jace erinnert. Ich stehe dem ein bisschen kritisch gegenüber. Clary ging mir nach einer Weile beim lesen der Chroniken der Unterwelt auf die Nerven. Jace manchmal auch, aber ich mochte ihn im Großen und Ganzen. Ich mochte die Charaktere insgesamt, weil sie eben auf ihre Weise "frisch" und "neu" waren und eben (und vor allem!) ihre Macken, Ecken und Kanten hatten, was sie in meinen Augen einfach realistischer macht. Diese "guten" Eigenschaften sehe ich auch in diesem Band (an allen Charakteren). Gleichzeitig finde ich es aber ein bisschen schade, dass mich die beiden Hauptprotagonisten (Tessa und Will) an Clary und Jace erinnern. Wie gesagt, nicht immer, aber dieser Grundtenor ist einfach da.
    Die Geschichte führt (mal wieder) in vielen Fäden zu einem Gesamtbild, das man auf den ersten Blick vielleicht falsch ansieht. Denn in letzter Minute werden wieder einige Missverständnisse und Geheimnisse aufgedeckt, die schon vorher für Unklarheiten sorgten und brodelten.
    Ich mag an Clares Reihe(n) vor allem diese Ausgewogenheit: Die Charaktere kommen nicht zu kurz und wirklich nicht zu flach. Die Story ist (brilliant) durchdacht, führt auch gern mal auf falsche (und richtige) Fährten und bleibt durchweg spannend. Gleichzeitig gibt es aber auch immer noch eine Handlung im Unter- oder Hintergrund, die man auf den ersten Blick nicht so ganz erfasst. Dazu kommt in meinen Augen, dass es Clare einfach versteht den Leser komplett zu vereinnahmen und in ihre Welt zu ziehen - mit allem was dazu gehört.
    Auch das gelang ihr bei Clockwork Angel wieder ganz hervorragend. Ich bin mehr als gespannt, wie sich die Geschichte und die Charaktere weiter entwickeln werden. Was hinter dem ein oder anderen noch steckt. Worauf die Ereignisse vom ersten Band (die, meine ich, relativ (!) abgeschlossen wirken) hinauslaufen.
    Einen negativen Punkt, der mir einfach ins Auge gefallen ist, möchte ich hier noch anmerken, obwohl es nichts mit der Autorin zu tun hat: Im Deutschen heißt es "Klockwerk Engel". Das fand ich beim Lesen extrem irritierend, so heißt doch auch der Titel "Clockwork Angel". Ich habe das Original (noch) nicht gelesen, kann mir aber vorstellen, dass es im Original eben auch "Clockwork Angel" heißt. Daher verstehe ich nicht ganz, warum es auf Teufel komm raus und vor allem so eingedeutscht werden musste. "Uhrwerk Engel" hätte ich da noch eher verstanden als "Klockwerk". Aber gut. Die Übersetzer werden sich dabei (hoffentlich) etwas gedacht haben.

    Kurz: Cassandra Clare lädt wieder in eine matschige, düstere, geheimnisumwitterte Welt ein, die auch "Neuleser" begeistern und faszinieren wird. Zwar gibt es ein paar Eckpunkte, die mir als "Altleser" nicht so gefallen haben, aber dennoch ist und bleibt Clockwork Angel einfach purer Lesegenuss.


    Weitere Informationen:
    Offizielle Seite
    Verlag: Arena
    gebunden, mit Schutzumschlag
    Seiten: 580
    Originaltitel: Clockwork Angel
    Reihe: Chroniken der Schattenjäger / The Infernal Devices
    ISBN: 978-3-401-06474-1
    Preis: [D] 18,99 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Dark Angels' Summer - Das Versprechen von Kristy Spencer und Tabita Lee Spencer


    [/align]

    Inhalt:
    Es ist der Sommer, in dem Dawna und Indie beide 17 Jahre alt sind – vertraute, verrückte, beunruhigende 33 Tage lang. Gemeinsam mit ihrer Mutter kehren sie zur Oase ihrer Kindheit zurück: Whistling Wing, voll mit Erinnerungen an die geliebte Granny. Aber diese ist seit einem Jahr tot und Whistling Wing hat sich verändert. Nicht jeder hier spielt mit offenen Karten, Freund und Feind lassen sich immer schwerer voneinander unterscheiden und ein Schwarm unheimlicher Vögel sorgt für Unruhe und Angst unter den Einwohnern. Fast ist es zu spät, als Indie und Dawna beginnen, zu verstehen, was geschieht. Und erkennen, welches unglaubliche Opfer sie bringen müssen, um das aufzuhalten, was sich über ihnen zusammenbraut.
    Wie weit würdest du gehen, um den Menschen zu retten, der dir am wichtigsten ist?

    [Quelle: arena-verlag.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Dawna und Indie sind zwei Schwestern mit knapp 11 Monaten Altersunterschied. So kommt es, dass sie einmal im Jahr (im Sommer) über 33 Tage lang gleich alt sind. Wie auch in diesem magischem Sommer, in dem beide 17 Jahre alt sind.
    Früher verbrachten die Mädchen jeden Sommer bei ihrer Granny, doch seit ihrem 10. Lebensjahr haben die beiden Mädchen ihre geliebte Großmutter nicht mehr gesehen. Nachdem diese vor einem Jahr starb, zieht es jetzt Mutter Vic samt Dawna und Indie wieder auf die alte Farm der Großmutter: Whistling Wing. Wie lange sie an dem Ort ihrer Kindheit bleiben werden, wissen die Mädchen nicht, doch Mutter Vic hat "Großes" vor.
    Zusammen mit ihrem neuen Lebensgefährten Shantani plant sie ein Engelsseminar - channeln inklusive. Dawna und Indie halten nicht viel von diesem speziellen Hobby ihrer Mutter und versuchen ihr und den anderen Teilnehmern weitgehend aus dem Weg zu gehen.
    Doch irgendetwas liegt in der Luft. Immer mehr unheimliche und mysteriöse Dinge geschehen. Dabei stoßen die beiden Schwestern nicht nur auf ein altes Familiengeheimnis, sondern auch auf ihre (vergessen geglaubten) Kindheitserinnerungen.

    Der erste Band der Dark Angels' Reihe (von insgesamt vier).
    Der Roman wird abwechselnd aus Dawnas und Indies Sicht erzählt. Was ich sehr toll fand, dass die jeweiligen Kapitel auch farblich voneinander abgesetzt waren. Nicht durch die Schrift. Sondern durch eine Feder in rot, bzw. schwarz, die jeweils auf der Seite gegenüber der Seitenzahl gesetzt wurde. Das hat mir oft unheimlich geholfen, wenn ich so in die Gedankenwelt der Mädchen eingetaucht war und kurzzeitig gar nicht mehr wusste, wer erzählt. Dabei bezeichnete die rote Feder Indie und die schwarze Dawna. Die Kapitelüberschriften enthielten (farblich passend) jeweils auch die Kapitelzahl, den Namen (der erzählenden Person) in 'dorniger' Schrift mit der Feder.
    Beide Mädchen erzählen dabei aus der Ich-Perspektive und im Präsens. Lediglich, wenn sie sich an etwas Vergangenes erinnern (was ab und an vorkommt), wechseln sie in die Vergangenheit (logisch). Dies ist dann auch innerhalb des Kapitels (am Ende) mit einem Absatz abgesetzt. Was durchaus gut ist, denn manchmal habe ich nicht gleich gemerkt, dass sich Dawna und/oder Indie an etwas erinnern (weil man wirklich sehr nah an den Mädchen dran ist). Die Kapitel selbst waren relativ kurz. Wer mich kennt, der weiß, dass ich das sehr gut finde. Für mich ist diese Art einfach dynamischer.
    Ich muss gestehen, dass mich der Anfang zwar gepackt hat, aber ich erst mal nicht recht wusste, wohin die Geschichte gehen soll. Es war nicht so, dass ich das Gefühl hatte, dass es die Autorinnen selbst nicht wussten. Nein. Es war vielmehr so, dass es unglaublich viele Geheimnisse und Andeutungen gibt, die einfach recht später und Stückchen für Stückchen gelöst werden. Bzw. gar nicht. Denn vieles bleibt auch einfach offen. Nicht in der Art wie ein böser Cliffhanger, sondern eher wie eine noch nicht abgeschlossene Geschichte. Genau das ist ja Dark Angels' Summer auch. Die 'richtige' Spannung hat sich für mich erst etwa ab der Hälfte des Buchs aufgebaut. Was ich ein bisschen... nervenstrapazierend fand. Allerdings nicht im negativen Sinn. Ich habe mich nur ständig gefragt: "Wo könnte das hinführen? Was wollen die von mir? Worum geht's denn jetzt eigentlich?"
    Dabei haben mich einige Wendungen überrascht, andere waren vorhersehbar. Wobei letzteres mit Sicherheit auch daran liegt, dass ich selbst einfach schon einiges aus dem Jugendbuchgenre gelesen habe. Eine Wendung war sehr offensichtlich (meiner Meinung nach), die anderen eher weniger bis gar nicht. Auch das 'Ende' hätte ich mir so nicht vorgestellt. Vermutet - in Teilen. Aber genau so wohl nicht.
    Ebenso fühlt man als Leser aber wirklich permanent diese dumpfe, dunkle Bedrohung auf Whistling Wing und Umgebung. Man kann sie nicht recht fassen, aber sie ist da, wie ein pochender Kopfschmerz, der einfach nicht wegwill.
    Dawna und Indie erzählen zudem manche Ereignisse parallel (zeitlich gesehen). Was ich an sich nicht schlimm fand. Vielmehr interessant, zumal die beiden das Geschehen auch unterschiedlich aufnehmen. Trotzdem zogen sich manche Passagen ein bisschen wie ein Drahtseil, das gleich zerreißt. Ebenso das Ende. Das hätte man einerseits bestimmt 'schneller' machen können. Es zerrt wirklich an den Nerven, denn als Leser weiß man, dass etwas passiert, passieren muss, aber Dawna und Indie sind noch nicht so weit, waten viel mehr wie durch strömendes Wasser auf den Gipfelpunkt zu.
    Es gibt einige Charaktere, die eine Rolle im Roman spielen. Allerdings werden, meiner Meinung nach, nur Dawna und Indie wirklich 'tief' beschrieben. Für mich persönlich tat das der Geschichte keinen Abbruch, denn es ging ja in erster Linie um die beiden. Ich hatte auch nicht das Gefühl, dass die anderen zu flach oder glatt wirkten, sondern einfach... hm, vielleicht ein bisschen mehr Aufmerksamkeit verdient hätten. Andererseits wird Dark Angels' Summer ja aus einer sehr subjektiven Sicht erzählt.
    Dawna ist dabei die Ältere. Sie ist ruhig, vernünftig, schlichtet - eine typische große Schwester. Anfangs. Unter dem zunehmenden Druck und dem Gefühlschaos kann sie aber durchaus auch mal zickig und temperamentvoll sein. Auch sie hat ihre Geheimnisse und schien mir oftmals mit ihrer Rolle als große Schwester und beinahe Mutterersatz überfordert zu sein. Indie hingegen scheint das komplette Gegenteil zu sein. Sie nimmt kein Blatt vor den Mund, ist wild, sucht (seit Kindesbeinen an) die Gefahr und wirkt zügellos. Doch mit Fortschreiten der Geschichte entdeckt man auch ganz andere Seiten an Indie: ruhig und durchdacht.
    Beide wirken auf den ersten Blick wie Feuer und Wasser. Ich war mir unschlüssig, ob es nun die "Bilderbuchschwestern" sind, "normale" Geschwister oder sich doch spinnefeind. Diesen Konflikt fand ich durchaus interessant und bin zu dem Schluss gekommen, dass die beiden etwas Besonderes verbindet, aber sie doch "normale" Schwestern sind, die ihre Konflikte haben, sich aber trotzdem sehr gern.
    Tja, die anderen Charaktere sind, wie gesagt, eher oberflächlich. Trotzdem hat mich Mutter Vic den letzten Nerv gekostet. Ich hatte einen Heidenrespekt wie es Dawna und Indie mit ihr aushalten. Ich hätte es nicht so 'ruhig' aufgenommen. Auch nicht mit Shantani. Er wirkte einfach unsympathisch, leicht fanatisch und trotzdem irgendwie so teilnahmlos. Die Comtesse (eine Nachbarin und Freundin von Dawnas und Indies Granny) wirkte sehr undurchschaubar und auch ein bisschen angsteinflößend. Ebenso undurchsichtig fand ich Miley, Dawnas und Indies Kindheitsfreund. Ich bin mir bis zum Schluss nicht sicher, ob ich ihn nun mag oder nicht. Er hat mich einfach zu sehr verwirrt.

    Kurz: Dark Angels' Summer ist ein Auftakt zu einer Reihe - und das sollte man beim Lesen nicht vergessen. Es setzt auf eine ganz besondere Art auf pure Atmosphäre und lässt noch viel im Dunkeln. Die beiden Protagonistinnen sind auf ihre ganz spezielle Art sympathisch und quirlig und müssen so erst selbst den Weg der Geschichte finden. Wer mal etwas ganz anderes mit dem gewissen Touch lesen will, der ist hier sicher genau richtig.


    Weitere Informationen:
    Offizielle Seite
    Verlag: Arena
    gebunden, mit Schutzumschlag
    Seiten: 488
    Reihe: Dark Angels'
    Altersempfehlung (Verlag): ab 14 Jahren
    ISBN: 978-3-401-06784-1
    Preis: [D] 18,99 €

  10. #1485
    Mitglied Avatar von DasKame
    Registriert seit
    04.2012
    Beiträge
    1.586
    Nachrichten
    0
    Aktuell lese ich
    Am Sonntag blieb der Rabbi weg von Harry Kemelman



    Inhalt
    Polizeichef Lanigan ist ratlos. Er hat einen Fall mit zwei toten jungen Männern und keine Ahnung, wie die Morde zusammenhängen. Einer bezog offenbar Drogen vom anderen und wurde in Rabbi Smalls zukünftiger Synagoge ermordet. Lanigan bleibt nichts anderes übrig, als den Rabbi um Hilfe zu bitten.

    Meinung
    Das als Krimi zu bezeichnen ist sehr gewagt. Habe 80% des Buches durch und der Mord ist eben erst passiert. Es geht vielmehr um das Judentum, die Synagoge und die Gemeinde. Das ist gut erzählt aber für mich eher ein Roman mit einem Mord als ein echter Krimi. Dennoch angenehm zu lesen
    kameskram.jimdo.com
    (Weiterhin der 3. beste Animeblog Deutschlands)

  11. #1486
    Mitglied Avatar von Lina Nox
    Registriert seit
    04.2012
    Ort
    Überall und Nirgendwo.
    Beiträge
    1.398
    Nachrichten
    23
    Vom anderen Ende der Welt von Liv Winterberg



    Inhalt:
    England, spätes 18. Jahrhundert: Von ihrem Vater, einem Arzt und Wissenschaftler, zur Botanikerin ausgebildet, träumt die junge Mary Linley davon, die Welt zu bereisen. Doch als sie nach dem Tod des Vaters verheiratet werden soll, sieht sie nur eine Möglichkeit, ihrer Berufung zu folgen. Sie gibt sich als Mann aus, um an Bord der Sailing Queen im Stab des Botanikers Sir Carl Belham auf Expeditionsfahrt zu gehen. Die Lebensbedingungen auf See erschüttern sie, denn Entbehrungen, Krankheiten und Tod prägen den Alltag. Dennoch glaubt sie, ihr Ziel erreicht zu haben: Sie erkundet fremde, faszinierende Länder. Erst durch die Liebe zu Sir Carl Belham erkennt sie, dass sie sich für ihre Ideale selbst verleugnet ...

    Meinung:
    Liv Winterberg überzeugt in ihrem Debütroman, indem sie mit Worten eine recht entspannende Atmosphäre aufbaut. Ich verfolge mit Freude den Alltag auf dem Schiff und die Geschichte von Mary Linley. Man möchte zu Anfang meinen, dieses Buch wäre voller Klischees, mir kommt es jedoch gar nicht so vor. Die Geschichte hat was, das einen das Buch am liebsten wieder aufschlagen lässt, sobald man es zugeschlagen hat. Das perfekte Buch für ein paar entspannte Tage.
    ~ I believe in death ~

  12. #1487
    Mitglied Avatar von Rosenrot
    Registriert seit
    05.2012
    Ort
    Märchenwald
    Beiträge
    1.154
    Nachrichten
    0
    Ich lese gerade (schon zum 2. Mal):

    Adios, Nirvana von Conrad Wesselhoeft



    Wenn man von einer Brücke runter in einen Schneesturm pinkelt, fühlt sich das an, als würde man mit ewigen Dingen in Kontakt treten.

    Inhalt:
    Der 16-jährige Jonathan weiß mit einer Gitarre und mit Worten umzugehen, doch den Tod seines Zwillingsbruders Telly hat er auch nach Monaten noch nicht überwunden. Und wenn er in der Schule nicht schnellstens die Kurve kriegt, müssen seine besten Freunde ihren Abschluss wohl ohne ihn machen. Erst als Jonathan sich mit einem blinden Kriegsveteranen anfreundet, ein geheimnisvolles Mädchen kennenlernt und mit King Kong auf der Bühne steht, ist die Zeit endlich reif für ein Comeback ins Leben!

    Meinung:
    Ich habe die ganzen Fantasy-Bücher so satt und freute mich umso mehr, als ich dieses Buch entdeckte. Ich musste es sofort wegen dem Titel kaufen und hatte es in einem Zug durch. Es ist eine grandiose Geschichte über das Erwachsenwerden, über die Zeit nachdem man einen geliebten Menschen, der überall präsent war, verloren hat und vor allem über diese ganzen verf***ten Chaostage, die jeder von uns hatte oder haben wird. Keine Frage, ich liebe dieses Buch mittlerweile und es ist eines der besten Jugendbücher, die ich in den letzten Jahren gelesen habe.

    Weil das hier alles kein Märchen ist
    Kein Happy End für all die Leute
    Und wenn sie nicht gestorben sind
    Sterben sie noch heute


  13. #1488
    Mitglied Avatar von DasKame
    Registriert seit
    04.2012
    Beiträge
    1.586
    Nachrichten
    0
    Ich lese nun Stadt der Verlierer von Daniel Depp



    Inhalt:
    David Spandau hat die Arbeit als Stuntman aus Altersgründen an den Nagel gehängt, arbeitet als Privatdetektiv und lässt sich regelmäßig beim Rodeo aus dem Sattel werfen. Zudem pflegt er einen starken Hang zum Whiskey, zum guten alten Wilden Westen und zu seiner Exfrau Dee. Sein neuer Auftrag lautet, Bobby Dye, den angesagtesten Shootingstar am Hollywood-Himmel, zu beschützen, weil dieser Morddrohungen erhalten hat. Aber schnell kommt Spandau dahinter, dass der Clubbesitzer und Großdealer Richie Stella etwas gegen den jungen Schauspieler in der Hand hat und ihn erpresst.

    Meinung:
    Hat überraschenderweise sehr viel Charme. Erinnert ungemein an die "Sam Spade" Klassiker ganz im Flair von Chinatown oder L.A. Confidential, konnte aber passend auf die heutige Zeit übertragen werden. Bisher die Hälfte gelesen, ist und bleibt aber bisher ohne Pausen unterhaltsam
    kameskram.jimdo.com
    (Weiterhin der 3. beste Animeblog Deutschlands)

  14. #1489
    Mitglied Avatar von Noire
    Registriert seit
    09.2006
    Ort
    Bayern
    Beiträge
    3.045
    Nachrichten
    0
    [align=center]Tanja Heitmann: Sirenenlied

    [/align]


    Inhalt:
    Jeden Frühling geraten die Männer einer schottischen Insel in höchste Gefahr. Denn mit der Sonne kehren die Sirenen zurück, wunderschöne Wesen, die versuchen, ihre Opfer in die stürmische See zu locken. Doch einer von ihnen, Josh, verfolgt eigene Pläne…


    Eigene Meinung:
    Hmmm, ja, was soll ich zu diesem Buch sagen? Die eigentliche Geschichte hat nur ca. 120 Seiten. Danach kommt noch ein Interview mit der Autorin und eine Leseprobe zu "Nachtglanz".
    Die Idee hat mir sehr gut gefallen. Nur leider war nicht genug "Platz", daraus eine spannende Geschichte zu machen. Nicht mal die Personen wurden richtig vorgestellt bzw. ich hatte am Ende nicht das Gefühl, die Personen zu kennen.
    Der Schreibstil ist gut, wie in Heitmanns anderen Büchern auch. Aber ich war enttäuscht vom Rest. Da hätte man mehr draus machen können. Potenzial hat die Story nämlich.



    [align=center]Emily Brontë: Sturmhöhe

    [/align]


    Inhalt:
    Der alte Mr. Earnshaw hat aus den Elendsquartieren von Liverpool einen kleinen Jungen auf seinen sturmumtosten Hof in Yorkshire mitgebracht. Seine Tochter Catherine empfindet für den schroffen und aufbrausenden Heathcilff, wie man ihn nennt, von Anfang an große Sympathie und Zuneigung, denn auch sie ist von schwierigem, leidenschaftlichem Temperament. Ihr Bruder Hindley begegnet dem Jungen mit eifersüchtigem Hass. Als Catherine im heiratsfähigen Alter jedoch einen anderen ihm vorzieht, verfolgt Heathcliff sie und alle, die ihr lieb und teuer sind, mit erbitterter und alles zerstörender Rache.


    Eigene Meinung:
    Das Buch ist von meiner Mutter. Und mir war langweilig. Also dachte ich, warum liest du nicht mal einen Klassiker?! Ich hab erwartet, dass es sich schrecklich liest ... Klassiker à la Goehte halt.
    ABER das Buch ist super!
    Die Geschichte von Heathcliff und Catherine wird von der alten Haushälterin erzählt. Gegen Ende spielen noch ein Paar Szenen in der Gegenwart.
    Die Szenerie finde ich toll. Prächtige Anwesen, die meilenweit alleine in der Landschaft stehen und das Haus des Nachbarn ist ein paar Stunden entfernt.
    Von den Personen war mir wirklich keine sympathisch. War aber auch nicht so, als dass ich sie nicht gemocht hätte. Ich kam mir eher wie ein unbeteiligter Beobachter vor, der bei einem Theaterstück zusieht. Aber Heathcliff hat mich fasziniert. Ich kann aber nicht sagen warum.
    Die Personen haben alle einen Charakter, sie sind richtig gut ausgearbeitet und werden an der richtigen Stelle in die Geschichte eingeführt. Und sie harmonieren gut miteinander ... auch wenn im Buch nichts auch nur ansatzweise harmonisch ist ...
    Vom Schreibstil hatte ich erwartet, dass er sehr schwer zu lesen ist. Ist aber gar nicht so. Er ist sehr flüssig und fesselnd. Manchmal etwas altmodisch, aber das passt gut zur Atmosphäre.
    Die breite Meinung ist bei "Sturmhöhe" ja sehr zwiegespalten. Auf jeden Fall hab ich es kein bisschen bereut dieses Buch zu lesen.
    Mangawünsche: Atashi wa Bambi, Star Blacks, Stepping on Roses (Hadashi de Bara wo Fume), Zombie Loan

  15. #1490
    Mitglied
    Registriert seit
    12.2006
    Beiträge
    2.425
    Nachrichten
    0
    [align=center]Land der Schatten: Magische Begegnung von Ilona Andrews


    [/align]

    Inhalt:
    Rose Drayton hat eine einzigartige Begabung: Sie kann weiße Blitze schleudern. Diese magische Fähigkeit hat ihr schon viele unerwünschte Verehrer eingebracht. Daher ist sie auch alles andere als erfreut, als eines Tages ein fremder Mann vor ihrer Tür steht. Denn für sie steht fest: Der blonde Krieger hat es auch nur auf ihre Magie abgesehen. Doch als eine Flut machthungriger Geschöpfe ihre Familie bedroht, ist Declan ihre einzige Chance ...

    [Quelle: egmont-lyx.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Rose Drayton lebt zusammen mit ihren beiden kleinen Brüdern George und Jack im sogenannten Edge. Das Edge ist eine Zwischenwelt zwischen dem "Broken" (also unserer Welt) und dem "Weird" (einer magischen, magiepulsierenden Parallelwelt). Die Familie ist eher arm, doch Rose unternimmt alles, dass es ihre Brüder einmal besser haben als sie.
    Die junge Frau hat zudem noch eine ganz besondere Gabe: Sie kann weiße Blitze schleudern. Die Edger können zwar Magie wirken, aber keine so gebündelte, dass die Energie weiß wird. Durch diese Gabe wurde Rose in ihrer Vergangenheit zum Ziel zwielichtiger Menschen, die sie verkaufen und als "Zuchtstute" benutzen wollten. Doch Rose ist ein tougher Charakter, der sich zu wehren weiß.
    Eines Tages taucht ein mysteriöser Mann auf, den Rose beinahe umfährt. Er entpuppt sich als ein Adliger aus dem Weird und Rose denkt nur an eines: Er will sie zur Frau nehmen, bzw. als Attraktion mit ins Weird. Doch es steckt noch mehr dahinter, denn plötzlich tauchen seltsame, hässliche Gestalten auf, die die Bewohner des Edge angreifen. Der mysteriöse Declan scheint mehr zu wissen...

    Der erste Band der Land der Schatten Reihe.
    Ich muss sagen, dass die ersten Seiten schon ziemlich hart und ein bisschen eklig anfangen. Im ersten Moment war ich davon etwas irritiert, aber schlecht fand ich es nicht. Magische Begegnung bleibt auf seine Weise derb, aber sanftere Gemüter sollten sich nicht vom ersten Kapitel abschrecken lassen.
    Was mich gleich erst einmal zu den Charakteren bringt. Rose ist tough, hart, wild und doch irgendwie gutmütig und sanft. Sie zieht ihre beiden kleinen Brüder mit einer Hingebung und Liebe allein groß, die wirklich außerordentlich ist. Natürlich hat auch Rose ihre Macken, aber gerade die machen sie noch liebenswerter. Sie steht in diesem Band lange unter Spannung - so sehr, dass man es fast selbst am eigenen Leib fühlen kann. Doch nach und nach wird auch sie weicher und gewinnt mehr und mehr Vertrauen. Diese Wendung fand ich nicht ganz so fließend, aber insgesamt passt es.
    Die anderen Protagonisten: Toll! Wer wünscht sich nicht einen kleinen Unruhestifter wie Jack oder einen sanftmütigen ruhigen Bruder wie George, der ein Herz endlos wie das All hat. Die beiden haben mich sehr berührt, wie klug sie sind und wie sie mit der Situation umgehen. Sie wirken reif für ihr Alter (ich glaube acht und zehn) und trotzdem noch wie Kinder. Normalerweise wäre das als Charakterzug für Kinder etwas unpassend, aber wenn man sich ihre Lebensumstände und ihre Vergangenheit ansieht, dann ist es durchaus nachzuvollziehen. Declan konnte ich lange nicht wirklich einschätzen. Da hat wohl Roses Misstrauen auf mich abgefärbt. Er war mir nicht unsympathisch, aber undurchsichtig. Es gab Momente, da konnte ich mich über ihn wirklich amüsieren. Er ist keineswegs perfekt, aber ein guter Held und passender Gegenpart zu Rose.
    Der Widersacher, der erst etwas später auftaucht, ist ebenfalls sehr grotesk. Einerseits der typische Bösewicht, andererseits vermute ich, dass noch mehr hinter ihm steckt.
    Die Geschichte ist von der ersten Seite an spannend. Wer sich auf große Liebesbekundungen und eine tragische Love-Story freut, der wird hier eher enttäuscht sein. Natürlich funkt es, aber im Vordergrund steht die Geschichte: Das Edge wird von mysteriösen Gestalten angegriffen. Wer steckt dahinter? Wie kann man die Bedrohung bekämpfen? Was macht ein Adliger aus dem Weird im Edge?
    Nach und nach werden die wichtigsten Fragen gelöst. Das Ende ist soweit abgeschlossen, aber bietet trotzdem einen soliden Grundstein für weitere Bände.
    Hauptsächlich wird die Geschichte aus Roses Sicht erzählt, in der dritten Person. Dadurch ist sie dem Leser sehr nah. Man kann wunderbar mit ihr mitfühlen und auch der Schreibstil, bilde ich mir ein, ist genauso tough und ein bisschen derb wie sie. Ab und an wird auch noch aus anderer Sicht erzählt, z. B. aus Jacks oder Georges Sicht. Den Schreibstil fand ich insgesamt packend, passend und unglaublich flüssig. Die Seiten flogen nur so dahin, was bestimmt auch an der Geschichte selbst lag.

    Kurz: Es war einfach pures Vergnügen, Spannung und Mitfühlen Rose durch den Anfang ihrer Geschichte zu begleiten! Es gibt ein paar romantische Szenen, die aber rar gesäht sind. Im Vordergrund steht eine packende, magische Fantasy-Story, die man alles andere als 0-8-15 nennen kann. Einfach toll!


    Weitere Informationen:
    Verlag: EgmontLYX
    Übersetzer: Ralf Schmitz
    Taschenbuch, kartoniert mit Klappe
    Seiten: 448
    Originaltitel: On The Edge 1
    Reihe: Land der Schatten / Edge
    ISBN: 978-3-8025-8345-2
    Preis: [D] 9,95 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Das verbotene Eden: David und Juna von Thomas Thiemeyer


    [/align]

    Inhalt:
    Die Menschheit steht kurz vor ihrem Ende. Seit den »dunklen Jahren« leben Männer und Frauen in erbitterter Feindschaft. Die Zivilisation ist untergegangen: Während die Männer in den Ruinen der alten Städte hausen, haben die Frauen in der wilden Natur ein neues Leben angefangen.
    Nichts scheint undenkbarer und gefährlicher in dieser Welt als die Liebe zwischen der 17-jährigen Kriegerin Juna und dem jungen Mönch David. Und doch ist sie der letzte Hoffnungsschimmer …

    [Quelle: pan-verlag.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Seit 65 Jahren leben Frauen und Männer getrennt voneinander. Beide haben jeweils eine eigene Gesellschaft aufgebaut und mittlerweile eine Art Friedensabkommen untereinander geschlossen. Vor langer Zeit mutierte vermutlich ein Virus und führte dazu, dass Frauen und Männer sich gegenseitig nicht mehr ausstehen konnten, ja regelrechten Hass aufeinander entwickelten.
    Die Frauen bauten sich eine eher naturnahe autarke Gesellschaft auf, während die Männer in den alten Ruinen der Städte blieben und teilweise noch von dem leben, was von der Gesellschaft vor den "dunklen Jahren" übrigblieb, wie Autos, Benzin etc.
    Der Frieden zwischen beiden Parteien ist äußerst brüchig, denn auf beiden Seiten gibt es extreme Fraktionen, die nur eins wollen: Getrennt vom anderen Geschlecht zu sein.
    In diese Welt werden die Kriegerin Juna und der Mönch David geboren, die beide kaum gegensätzlicher sein könnten und trotzdem einander begegnen...

    Der erste Band der Reihe Das verbotene Eden.
    Die Aufmachung gefällt mir sehr gut. Ich mag das stechende Grün vom Umschlag. Darunter verbirgt sich ein warmes orange mit metallenschimmernden, geprägten Buchstaben auf dem Buchrücken. Der Kontrast von Grün und Orange ist mutig, aber passt unheimlich gut. Das Vorsatzpapier ist auch besonders: Es zeigt eine gezeichnete Karte von Junas und Davids Welt. So kann man sich während des Lesens immer mal wieder orientieren.
    Das Buch ist in 3 Teile aufgeteilt. Jeweils am Anfang eines Teils ist ein Dokument aus der Vorzeit untergebracht. Mal eine, mal zwei Seiten. Es gibt ein paar Schlüsse darauf, wie es zum Zerwürfnis zwischen den Männern und Frauen gekommen ist und wie es den Menschen damit ging.
    Ich muss zugeben, dass ich mich an den Schreibstil erst einmal ein bisschen gewöhnen musste. Er ist nicht schlecht, aber einfach ... anders. Ich wollte beinahe sagen "distanziert", aber das stimmt auch nicht so ganz. Der Roman lässt sich wunderbar leicht lesen, es entsteht tatsächlich ein 'Kopfkino'. Dabei wird aber nicht zu ausufernd beschrieben, genau passend. Manchmal wäre ich gerne (noch) näher an den Charakteren dran gewesen. Zwar wird die Geschichte (größtenteils) abwechselnd aus Junas und Davids Sicht (dritte Person) erzählt und man ist ihnen schon nahe, aber ich hätte mir ein klein wenig mehr Nähe gewünscht. Vielleicht indem man (noch) etwas mehr auf ihre Gefühlswelt eingegangen wäre.
    Wer gleich auf eine Liebesgeschichte antreffen will, der muss sich etwas gedulden. Aber das fand ich in diesem Fall eher zweitrangig. Denn Thomas Thiemeyer erschafft hier eine wahnsinnig interessante Welt in der nahen Zukunft. Eben deswegen hat mich auch das Buch so gereizt. Die allerkleinsten Details werden natürlich nicht geklärt - schlichtweg, weil die Protagonisten selbst nicht wissen, wie es genau zu dem "Zerfall" kam. Trotzdem fand ich es unheimlich spannend mitzuerleben, wie unterschiedlich David und Juna leben, wie sie aufgewachsen sind. Und dennoch finden sie zusammen.
    Während ich David eher als offenen Charakter eingeschätzt habe, kam mir Juna eher etwas dickköpfig und starrsinnig vor. Was sie letztendlich auch ist, aber sie verschließt sich nicht ganz vor neuen und anderen Gedanken. David ist in der Beziehung eher der Schwächere, aber auch er gewinnt an Stärke und beweist schlussendlich, dass auch er sich durchsetzen kann. Die beiden sind auf den ersten Blick das genaue Gegenteil - auch, wenn man an die 'Frauen-Männer-Klischees' denkt. Mitzuerleben, wie sie selbst wachsen und sich ändern, war faszinierend.
    Die anderen Protagonisten fand ich auch sehr ausgereift. Zwar wirkten sie auf den ersten Blick undurchsichtig, teilweise auch ein bisschen flach, aber vor allem hinter den 'wichtigeren' steckt mehr als man denkt.
    Witzig fand ich auch, wie der Autor ein paar Hinweise streut, wo sich die Geschichte abspielt. Ich glaube es erraten zu haben. Genau diese kleinen Brotkrumen, die hier gestreut wurden, machten das Lesen selbst lebendig. Ich jedenfalls war ganz gefangen von der Welt, der Zukunftsvision und den dunklen Wolken, die kaum eine handbreit über den Köpfen von David und Juna schwebten.

    Kurz: Eine mitreißende Zukunfstvision der anderen Art. Lässt an kleinen Stellen ein bisschen Distanz aufkommen, aber überzeugt einfach mit einer spannenden, liebenswerten, ein bisschen schaurigen Geschichte!


    Weitere Informationen:
    Trailer
    Karte zu Das verbotene Eden
    Verlag: PAN
    gebunden, mit Schutzumschlag
    Seiten: 464
    Reihe: Das verbotene Eden
    ISBN: 978-3-426-28360-8
    Preis: [D] 16,99 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Du stehst in meinen Sternen von Claudia Carroll


    [/align]

    Inhalt:
    Wäre es nicht wunderbar, wenn man genau wüsste, wo und wann man die Liebe seines Lebens trifft? Cassandra, 28, Single aus Dublin, weiß es. Schon als Kind hat sie mit ihren Prophezeiungen für andere immer richtig gelegen. Inzwischen hat sie sogar eine wöchentliche Vorhersage-Kolumne. Nur bei ihr selbst ist in puncto Liebe einfach nichts in Sicht. Bis sie eine ihrer berühmten Visionen hat – die allerdings ganz und gar unmöglich ist …

    [Quelle: ficherverlage.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Cassie, eigentlich Cassandra, kann schon als kleines Kind in die Zukunft sehen. Dabei liegt sie immer richtig. Allerdings kann ihre Gabe auch zum Fluch werden... Zumal sie selbst auch immer wieder betont, dass sie nicht "auf Knopfdruck" hellsehen kann.
    So vergehen die Jahre und Cassie bekommt eine eigene Kolumne in einer Klatschzeitschrift. Sie ist Single und genau da liegt der Fluch ihrer Gabe: Denn meist sieht Cassandra schon zu Beginn einer Beziehung, dass der Kerl doch nichts für sie ist. Aber wozu hat man Freunde?
    Dumm nur, wenn die Freundin dem "Schicksals-Mann" begegnet...

    Es ist ein lockerer, leichter, lustiger Frauenroman. Fluffig für Zwischendurch. Mehr hab ich auch nicht erwartet.
    Carroll schreibt flüssig und baut ein paar echt witzige Situationen ein. Es ist ein bisschen wie in einer Soap. Geschrieben ist der Roman aus der Ich-Perspektive, Cassies. Dabei ist es mehr wie eine Art Tagebucheintrag, bzw. so als würde Cassie dem Leser ihre Erlebnisse gerade schildern. Fand ich anfangs etwas seltsam, aber durch Cassandras liebenswürdige und auch lustige Art gewöhnt man sich schnell dran.
    Ich konnte mit ihr in den meisten Fällen mitfühlen, mitlachen und war auch wie sie an einigen Stellen wütend, traurig und genervt. Allerdings hat mich Cassie ab einem bestimmten Punkt (ca. ab der Hälfte, vielleicht auch etwas später) auf die Palme gebracht. In Kombination mit ihrer Freundin Charlene und den turbulenten Ereignissen, die ihr Leben umkrämpeln, fand ich es insgesamt einfach ein bisschen zu dick aufgetragen.
    Nicht, dass ich es nicht in Teilen nachvollziehen oder verstehen konnte. Ich bin mir sicher, dass es Leute, wie Charlene (übersensibel, verbohrt, mehr als ich-bezogen) gibt. Aber hinzu kam dann Cassandra Gejammer, ihre Vergesslichkeit (bei wichtigen Terminen!) und dann auch noch die Episode mit Oliver. Ich kann nicht mal genau benennen, was nun den Ausschlag gegeben hat, dass ich nur noch die Augen verdrehen wollte. Vielleicht einfach, weil alles auf einmal kam.
    Das klingt jetzt alles ziemlich negativ. Ich denke, es hing auch mit meinen Erwartungen zusammen, denn als ich den Anfang las hab ich mich wirklich köstlich amüsiert. Ich hoffte ein locker leichtes, amüsantes Buch vor mir zu haben. Dass es dann in ein (übermäßiges) Drama ausartete (trotzdem noch gespickt mit witzigen und gefühlvollen Szenen) - damit hatte ich einfach nicht gerechnet.
    Insgesamt hat mich Du stehst in meinen Sternen aber gut unterhalten. Es war nicht so auf die Esoterik-Schiene aus wie ich befürchtet hatte, obwohl jeweils am Anfang eines Kapitels immer auf lustige Weise eine Tarot-Karte vorgestellt wurde, die im Zusammenhang mit dem Inhalt des jeweiligen Kapitels stand. In wie weit die Angaben über die Karten stimmen, kann ich nicht beurteilen. Aber das war auch, neben Cassies hellseherischen Fähigkeiten, das einzig "magisch-esoterische".

    Kurz: Amüsanter, kurzweiliger Frauenroman für Zwischendurch. Leider kippt das Lesevergnügen ab einem bestimmten Punkt, was mich persönlich ein bisschen enttäuscht hat. Ich hatte mir einfach noch ein bisschen mehr Witz und weniger Drama erhofft. Insgesamt aber okay.


    Weitere Informationen:
    Verlag: Fischer
    Übersetzer: Christine Strüh
    Taschenbuch
    Seiten: 416
    Originaltitel: I never fancied him anyway
    ISBN: 978-3-596-18302-9
    Preis: [D] 8,95 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Cassia & Ky 2: Die Flucht von Ally Condie


    [/align]

    Inhalt:
    Wie durch ein Wunder gelingt Cassia die Flucht in die Äußeren Provinzen. Sie will nach Ky suchen, ihrer großen Liebe.
    Dort kämpft Ky als Soldat für die Gesellschaft und ist ununterbrochen brutalen Angriffen ausgesetzt. Als Cassia endlich auf eine Spur von Ky stößt, ist er bereits entkommen und auf dem Weg in die wilden Canyons in den Grenzgebieten.
    Verzweifelt macht sich Cassia auf den lebensgefährlichen Weg. Was wird sie am Ende der ihr bekannten Welt finden? Zwischen steinigen Schluchten und staubigen Pfaden sucht Cassia nicht nur nach Ky – sondern auch nach sich selbst.

    [Quelle: fischerverlage.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Cassia ist immer noch auf Arbeitseinsatz und versucht einen Weg zu Ky zu finden. Sie sieht eine Möglichkeit als einige Mädchen in die äußeren Provinzen geschickt werden sollen.
    Währenddessen kämpft Ky ums Überleben. Immer wieder werden junge Männer und Jungs als Kanonenfutter in verlassene Dörfer der äußeren Provinzen geschickt. Dort überlebt niemand lange, aber Ky gibt nicht auf. Denn er will Cassia finden.
    Beide, Cassia und Ky, planen ihre Flucht: Weg von der Gesellschaft.

    Der zweite Band der Cassia & Ky Reihe.
    Ich finde Condies Stil immer noch sehr leicht, fluffig, beinahe leicht poetisch. Es war hier nicht so, dass mich das Buch vollkommen eingesogen hat, aber doch sehr berührt und mich wie auf einer Wolke durch die Geschichte getragen hat.
    Anders als im ersten Band wird die Geschichte hier abwechselnd aus Cassias und Kys Sicht erzählt. Jeweils in der Ich-Perspektive im Präsens. So bekommt man noch einen direkteren Einblick vor allem in Kys Beweggründe. Es gibt ein Geheimnis, das erst zum Schluss gelöst wird, das eine eigene Art von Spannung erzeugt. Es gelingt Condie trotz Ich-Perspektive dieses Geheimnis zu bewahren und trotzdem neugierig zu machen.
    Der zweite Band ist ähnlich wie der erste: Es passiert nicht wirklich viel. Der Titel ist Programm und zieht sich wie ein roter Faden durch die komplette Geschichte, bzw. das ganze Buch: Die Flucht. Stellenweise ist es traurig, sensibel, aber immer unglaublich berührend. Die Gedichte am Anfang wurden wirklich perfekt ausgewählt.
    Im Vordergrund stehen einfach die Charaktere, ihr Bruch mit der Gesellschaft, ihre Liebe zueinander, die Freundschaften, die sich trotz (oder gerade wegen) der harten Zeit bilden. Die Gedanken an Familie und Freunde.
    Hier lernt man Cassia und vor allem Ky besser kennen. Erfährt mehr über die Lebensweise der Menschen außerhalb der Gesellschaft, mehr über die Welt an sich - und auch über das System.
    Die Charaktere mochte ich nach wie vor sehr gerne. Obwohl ich finde, dass hier fast ein bisschen der Gegenpart zu den "guten" Charakteren fehlt, der in Band eins ja in Form der Funktionärin gegeben war. Weshalb es aber nicht langweilig wird! Denn Indie ist ein geradliniger und trotzdem undurchschaubarer Charakter, den ich bis zum Schluss nicht ganz einordnen konnte.
    Im Nachhinein würde ich beinahe sagen, dass der erste Band wie der erste Stock eines Hauses ist/war. Im zweiten Band dringt man schon weiter nach unten und ich habe das Gefühl, dass der dritte Band "die Leichen im Keller" an die Oberfläche zerren wird. Die Flucht endet zwar nicht mit einem bösen Cliffhanger, aber das Ende bleibt (weiterhin) offen.

    Kurz: Weiterhin sehr spannend. Es wird tiefer geschürft und Cassia und Ky werden fester in die Geschehnisse eingewoben. Die "Explosion" kam noch nicht, trotzdem kann ich nur sagen: Mehr!


    Weitere Informationen:
    Trailer
    Verlag: FJB / Fischer Jugendbuch
    Übersetzer: Stefanie Schäfer
    gebunden, mit Schutzumschlag
    Seiten: 464
    Originaltitel: Crossed
    Reihe: Casia & Ky
    ISBN: 978-3-8414-2144-9
    Preis: [D] 16,99 €


    Auch hier wieder die wunderschöne Aufmachung ohne Schutzumschlag:
    [align=center][/align]
    Wieder leicht gummiartig und matt, während der Titel (am Buchrücken) und das Mädchen im Glasball glänzend sind. Im Innenteil befindet sich zudem noch eine gezeichnete Karte, die es dem Leser verdeutlicht, wie es in den Canyons, bzw. äußeren Provinzen aussieht. Der absolute Hingucker ist wieder mal das giftgrüne Vorsatzpapier!


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Touched: Der Preis der Unsterblichkeit von Corrine Jackson


    [/align]

    Inhalt:
    Wie ein feuriger Blitzschlag ...
    ... fühlt es sich an, als Asher in Remys Leben tritt. Doch sich ihm zu nähern, bedeutet tödliche Gefahr. Funken sprühen, wenn sie sich berühren, und diese machtvolle Energie ist kaum zu bändigen. Aber Remy will nichts mehr riskieren, zu lange hat sie gelitten unter ihrem gewalttätigen Stiefvater und der Feigheit ihrer Mutter, deren Schmerzen sie immer wieder auf sich nahm. Denn Remy verfügt über eine einzigartige Fähigkeit: Sie kann Menschen durch Berührung heilen. Im friedvollen Maine, wo ihr leiblicher Vater mit seiner neuen Familie lebt, will sie endlich ein normales Leben führen. Doch kann sie ihrem Schicksal entrinnen? Kann sie Asher entkommen?

    [Quelle: thienemann.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Remy lebt mit ihrer Mutter und deren Lebensgefährten zusammen in einer kleinen Wohnung in New York. Ihr Leben ist alles andere als leicht, denn Dean (Remys Stefvater) schlägt und quält nicht nur Remys Mutter Anna, sondern auch sie selbst. Von ihrem leiblichen Vater hat Remy seit Jahren nichts gehört - lediglich der Unterhalt kommt pünktlich.
    Als Dean seine Frau und Remy wieder einmal krankenhausreif schlägt, ruft dies diesmal auch Remys leiblichen Vater Ben auf den Plan, der sie kurzerhand mit nach Blackwell Falls nimmt. Er weiß nichts von Remys Gabe zu heilen, noch, dass Remy diesen Umständen seit Jahren ausgesetzt war. Er versucht ihr ein Heim und eine Familie zu bieten.
    Remy ist anfangs skeptisch, vor allem als sie am Strand den mysteriösen Asher trifft, vor dem sie ihre Halbschwester Lucy warnt. Doch Remy kann sich Asher nicht entziehen und will für die vage Angst ihre neue Familie auch nicht aufgeben...

    Es wirkt wie der erste Band einer Serie. Allerdings habe ich nichts dazu gefunden, ob es tatsächlich ein Serienauftakt ist.
    Zuerst noch kurz zum Förmlichen: Der Schutzumschlag ist leicht angeraut, einerseits matt und andererseits auch glänzend. Das Cover spricht mich persönlich sehr an. Das Vorsatzpapier ist passend in dunklem Rot und mit den "Schnörkeln", die man schon auf dem Cover findet gestaltet, wofür ich persönlich ja ein totales Faible habe. Was mich sehr gefreut hat, dass es auch ein Lesebändchen gibt. Die Kapitelgestaltung ist wirklich auch sehr liebevoll gemacht! Die Schnörkel verzieren jeweils immer die erste Seite eines neuen Kapitels. Zauberhaft.
    Jackson erzählt die Geschichte aus Remys Sicht, in der Ich-Perspektive, Vergangenheit. Der Schreibstil entspricht genau meinem Geschmack: Locker, flockig, leicht, jugendlich und vor allem zieht er mich sofort mit.
    Da konnte ich auch die kleinen Schwächen übersehen. So denkt man sich anfangs, dass es "mal was anderes" wird, aber später (so ab Seite 100 etwa) erinnert die Geschichte doch sehr an altbekanntes (Twilight...). Nicht die Charaktere an sich, sondern einfach auch die Entwicklung der Geschichte, bzw. Remys und Ashers Beziehung.
    So fand ich auch ein bisschen unglaubwürdig, dass die misstrauische Remy sich doch recht schnell bei ihrer neuen Familie so gut einlebt und sich "so schnell" auch geborgen und sicher fühlt. Andererseits konnte ich es aber auch nachvollziehen, denn mit Remys schwerer Kindheit ist es nur natürlich, dass sie sich nach Geborgenheit, Sicherheit und Liebe sehnt.
    Die Charaktere mochte ich sehr gerne. Ich war positiv überrascht, dass Lucy so ein guter Mensch ist und auch, dass Remy trotz ihres Misstrauens so in ihrer neuen Umgebung aufblüht. Asher bleibt natürlich der Mystiker, wie auch seine Geschwister, deren Geheimnis ja aber nach und nach gelüftet wird.
    Die Grundidee, die hinter dem Teenie-Geschwärm steckt, ist anders als bei Twilight. Es erinnerte mich eher an eine Mischung aus Bis(s) ... und Evermore. Aber im krassen Gegensatz steht Remy, die einfach ein starker Charakter ist und trotzdem weich bleibt. Sie ist weder dumm, noch übermäßig sentimental und eher kämpferisch, aber trotz allem nun mal eine Jugendliche.
    Auch das Konzept mit Remys Gabe (ich habe schon vermutet, welches Geheimnis sie tatsächlich trägt bevor es gelüftet wurde) und ihrer Geschichte fand ich sehr schön. Die Gefahr geht hier tatsächlich auch von etwas ganz Realem aus: Dem brutalen Schläger-Stiefvater Dean! Okay, an manchen Stellen fand ich es etwas übertrieben, aber mit derart Dingen kenne ich mich auch nicht aus...
    Es gab noch eine kleine Unstimmigkeit meiner Meinung nach in Remys Geschichte, die aber wirklich marginal war.
    Zu Remys und Ashers Beziehung: Nun, die wird später etwas kitschig, aber trotzdem sooo süß. Es ist, ähnlich wie bei Bis(s) ... und Evermore, eine eher altmodische Beziehung. Möchte die Autorin da gewisse Werte vermitteln? Aber an sich mag ich solche Beziehungen einfach (in Büchern), sodass die Leser noch davon träumen können.
    Besonders am Schluss war ich sehr gerührt. Als Leser habe ich mit Remy wirklich (gefühlt) jedes einzelne Gefühl durchlaufen: Wut, Trauer, Ekel, Hass, Liebe, Verliebtheit, Geborgenheit... Remy war für mich einfach so ein nachdrücklicher und eindrücklicher Charakter, dem ich so gern gefolgt bin.
    Wie oben schon erwähnt, wird zum Schluss noch Remys Geheimnis, bzw. ein Geheimnis, gelüftet, welches man sich aber gerade auf den letzten Seiten schon zusammenreimen konnte. Spitzfindige Leser vielleicht auch schon eher.
    Das Ende war für mich an sich abgeschlossen. Es lässt aber trotzdem noch Raum für eine Fortsetzung. Man kann es aber getrost auch als Einzelband lesen.

    Kurz: Wer eine wunderschöne Liebesgeschichte lesen möchte, mit ein bisschen Magie und durchaus auch realen Problem, der ist hier richtig. Man darf sich nicht an Parallelen zu anderen Jugenbüchern stören. Lieber sollte man sich von Remy tragen und führen lassen! Touched wirkt wie der Wirbelsturm vom Zauberer von Oz: Man kennt ihn, aber er ist trotzdem immer gewaltig!


    Weitere Informationen:
    Interview mit der Autorin
    Verlag: Thienemann
    Übersetzer: Heidi Lichtblau
    gebunden, mit Schutzumschlag
    Seiten: 416
    Originaltitel: Touched
    ISBN: 978-3-522-20157-5
    Preis: [D] 16,95 €


    [align=center]~*~*~*~*~*~[/align]


    [align=center]Die Krieger der Königin: Falkenherz von L. J. McDonald


    [/align]

    Inhalt:
    Die junge Lizzy wird von skrupellosen Sklavenhändlern entführt und in das ferne Wüstenreich Meridal verschleppt. Dort soll sie in einem Harem den Kriegern des Landes dienen. Mit List und der Hilfe neuer Freunde gelingt es Lizzy anfangs, sowohl von den Kriegern als auch von den Wächterinnen des Harems unbehelligt zu bleiben – aber mit jedem Tag wird ihre Situation aussichtsloser. Sie weiß nicht, dass ihr Vater Leon und der Gestaltwandler Ril, ihre heimliche Liebe, bereits unterwegs sind, um sie zu retten. Doch bei ihrer Ankunft geraten die beiden Männer sofort in tödliche Gefahr – denn Meridals Krieger sind eine nahezu unaufhaltsame Macht, und sie haben ihre Augen und Ohren überall …

    [Quelle: droemer-knaur.de]

    [align=center]>>Leseprobe<<[/align]


    Lizzy ist zu einer jungen Frau geworden und will der Beengtheit von Sylphental entfliehen. Doch sie hätte niemals geahnt, dass sie in Para Dubh von Sklavenhändlern aus dem Süden entführt und dort in den Harem für die Krieger von Meridal verkauft wird.
    Im Süden herrschen ganz andere Sitten als in der nördlichen Welt aus der Lizzy kommt. Das müssen auch Leon und Ril schnell feststellen als sie sich auf den Weg machen, um Lizzy zurück zu holen.

    Der zweite Band der Reihe Die Krieger der Königin.
    Ich habe sehr auf diesen Band hingefiebert, denn schon in Band 1 war ich äußerst neugierig auf Ril (und Lizzy). Denn ihn habe ich gleich von Anfang an gemocht, ebenso wie seinen Meister (und Lizzys Vater) Leon.
    Zu viel wurde jedenfalls nicht versprochen. Der Schreibstil ist wieder wie im ersten Band. Diesmal haben sich aber die Erzähler öfter abgewechselt. So begleitet der Leser Ril, Lizzy und Leon in erster Linie, aber auch einmal einen Krieger aus dem Harem.
    Es blieb durchweg spannend und ich habe so mit Lizzy und Ril und Leon mitgefiebert, dass die Seiten nur so dahin flogen. Schon im ersten Band mochte ich alle drei und jetzt liebe ich sie. Lizzy ist nicht der naive, treudoofe Charakter eines kleinen Mädchens. Sie ist auch nicht die überstarke Frauenfigur, die kämpft ohne Rücksicht auf Verluste. Nein, sie ist stark, aber eben auch ein - mehr oder weniger - normales Mädchen, das verschleppt wurde und sich selbst nicht befreien kann.
    Ril ist da schon eher der dunkle, sich-selbst-hassende männliche Charakter, aber trotz allem ist Ril ein Wesen aus einer anderen Welt/Dimension und gleichzeitig auch ganz anders. Manchmal wollte ich ihn schütteln und schlagen, damit er aufwacht, aber andererseits konnte ich ihn auch nur zu gut verstehen.
    Es gab sicherlich die ein oder andere Szene, die etwas unrealistisch war oder zu glatt verlief. Die sich allerdings nicht durch die gesamte Geschichte zogen.
    McDonald entführt ihre Leser wieder in diese wunderbare Welt, die so grausam und gleichzeitig so schön und und gefühlvoll sein kann. Wer schon vom ersten Band verzaubert war, der wird bestimmt wieder so gefangen werden.

    Kurz: Fantastischer zweiter Band, der mit dem Vorgänger mithalten kann. Die Charaktere sind einfach nur zum Liebhaben - und verachten (die "Bösen"). Es bleibt durchweg spannend und gefühlvoll, während die Autorin auch nicht davor zurückschreckt nicht alles glatt für ihre Protagonisten laufen zu lassen. Ich freue mich schon auf den nächsten Band!


    Weitere Informationen:
    Verlag: Knaur.
    Übersetzer: Vanessa Lamatsch
    Taschenbuch, Klappbroschur
    Seiten: 384
    Originaltitel: The Shattered Sylph / Sylph Series
    Reihe: Krieger der Königin
    ISBN: 978-3-426-50947-0
    Preis: [D] 9,99 €

  16. #1491
    Junior Mitglied Avatar von Varuna
    Registriert seit
    02.2012
    Ort
    Hessen
    Beiträge
    7
    Nachrichten
    0
    Ich lese die Saga des Dunkelelfen Drizzt Do' Urden von R.A.Salvatore und bin jetzt bei Band 10 angelangt.
    Die vergessenen Welten Band 10: Die Küste der Schwerter

    Kurzbeschreibung.....
    Drizzt Do'Urden und Cattie-brie geraten an Bord der Seekobold in größte Gefahr, als ein Doppelgänger, ein rätselhaftes Poem und eine falsch buchstabierte Zauberformel sie zur Rückkehr zwingen.

    Auf dem von Piraten überfüllten Weg zwischen der Küste der Schwerter und dem Schneeflockengebirge schmieden der Dunkelelf und seine Freunde Bündnisse gegen ein Heer von Feinden, die nicht nur den abtrünnigen Drow Drizzt Do'Urden selbst vernichten wollen...



    weiter bin ich jetzt auch noch nicht...nur kann ich jetzt schon sagen das dieser Band nicht wirklich berauschend ist, da die Hauptfiguren sich irgendwie komplett untypisch verhalten...


    Alle anderen Bände davor kann ich nur wärmstens ans Herz legen
    Diese Bände zählen für mich zu den schönsten Büchern, die ich je gelesen habe !

  17. #1492
    Mitglied Avatar von Rain
    Registriert seit
    05.2012
    Beiträge
    9.108
    Nachrichten
    0
    [align=center]Das Lied von Eis und Feuer - Die Herren von Winterfell [George R.R. Martin]


    [/align]


    Eddard Stark, der Herr von Winterfell, kommt als Berater an den Hof des Königs, um den sich Intriganten, Meuchler und skrupellose Adlige scharen. Während Eddard sich von mächtigen Feinden umringt sieht, steht sein Sohn, der zukünftige Herrscher des Nordens, einer uralten, finsteren Macht gegenüber.


    Ich hab heut erst mit dem Buch begonnen und bisher nur rund 50 Seiten lesen können, kann aber schon jetzt sagen, dass der Ersteindruck wirklich klasse ist. Zwar gibt es relativ schwierige Namen, die den Lesefluss irgendwie "stoppen" aber ansonsten ist das Buch sehr spannend und sehr gut geschrieben - in einem sehr tollen Schreibstil.

  18. #1493
    Mitglied
    Registriert seit
    07.2011
    Beiträge
    532
    Nachrichten
    0
    Arkadien fällt von Kai Meyer




    Inhalt:

    Rosa und Alessandro wollen ihre Gefühle füreinander nicht länger verbergen. Doch ihre Liebe bringt die Clans der Gestaltwandler gegen sie auf. Nach einer wilden Jagd durch die Weiten Siziliens erkennt Rosa, wer wirklich hinter dem Komplott gegen sie steckt: Der Hungrige Mann, der Herrscher aller Dynastien, ist zurückgekehrt - und die Welt der Arkadier wird niemals mehr sein wie zuvor.


    Eigene Meinung:

    Ein guter Abschluss für Kai Meyers Arkadien-Trilogie. Im letzten Buch werden alle offenen Fragen beantwortet und auch Rosas und Alessandros Abenteuer findet einen befriedegenden Schluss, wobei die beiden bis dort hin immer noch so mache Gefahren und Wagnisse auf sich nehmen müssen. In der Mitte der Handlung wurde der Ball für meinen Geschmack etwas zu tief gehalten. Kai Meyer hätte die Schock und Dramamomente verstärken können - die gegeignete Vorlage dafür war vorhanden, dennoch hat der Autor von einen anderen wenn auch weniger aufregenden Handlungsstrang Gebrauch gemacht, sprich es ging in eine ganz andere Richtung, als die, die ich mir immer vorgestellte hatte. Dennoch ein tolles Buch.

  19. #1494
    Moderator Bleach und Magic of Manhua Avatar von Tezuka
    Registriert seit
    04.2012
    Ort
    Berlin
    Beiträge
    1.651
    Nachrichten
    4
    Ich fange zur Zeit wieder Pendragon an, nachdem ich es bereits vor längerer Zeit nur angelesen habe:



    Zur Story kann ich sagen, dass es sich um einen Jungen namens Bobby Pendragon handelt. Dieser entdeckt sozusagen ein Portal in eine andere Welt und begegnet immer wieder Saint Dane, welcher in dem Buch den Bösewicht darstellt. Bobby versucht alles um ihn uns seine Machenschaften aufzuhalten.

    An sich hat mir damals das Buch deswegen sehr gut gefallen, weil es einerseits eine klare Story verfolgt, zugleich aber auch sehr lustig geschrieben ist. Ich erinnere mich an eine Szene, wo (glaube Bobby, kann mich auch irren) in seinem Zimmer obligatorisch in kurzer Zeit aufräumen wollte, weil ein Mädchen zu Besuch kam. Dies gelang ihm natürlich nicht und versuchte sich in der schwierigen Situation zu behaupten xDDD

    Auf alle Fälle lesenswert xD

  20. #1495
    Mitglied Avatar von Filmfreak
    Registriert seit
    05.2005
    Ort
    Highlands
    Beiträge
    28.411
    Nachrichten
    25
    Darum nerven Japaner - Der ungeschminkte Wahnsinn des japanischen Alltags



    Autor: Christoph Neumann
    ISBN: 9783492245081

    »Darum nerven Japaner« ist der ungeschminkte Bericht eines Deutschen, der in Japan lebt. Er weiß alles, sogar, wo man im Land des Lächelns ernste Zombies findet und wie (und warum!) Japaner sich auf »Off« stellen. Wussten Sie, dass ein japanischer Gasableser an einem erfolgreichen Arbeitstag bis zu fünfzig Mal Hausschuhe anziehen muss, damit aber nicht aufs Klo seiner Gastgeber darf? Lernen Sie Japan kennen und seinen veritablen Wahnsinn, seine witzigen und haarsträubenden Sitten, Vorschriften, Verbote. Aber bitte beachten Sie die Regeln.
    Bevor ich mich dem Buch angenommen habe, war ich doch etwas skeptisch angesichts des Titels, ich konnte mir nicht vorstellen, weshalb Japaner so nerven und wie sie das schaffen wollen. Der Autor beschreibt jedoch gut wie, wann und warum er in solch heikle Situationen gerät, in denen er regelrecht verzweifelt und teilweise konnte ich ihn sogar verstehen, so manches Mal aber auch gar nicht (Kopf schütteln inbegriffen). Dessen deutsche Mentalität ist überpräsent und nervt ab und an. Wieder zum positiven: Er kann zudem diese – für ihn unschönen - Momente echt gut beschreiben, er besitzt einen guten Schreibstil, bei dem der Witz nicht zu kurz kommt und viele interessante Infos nebenher einbaut, welche zusätzlich zum Lesen anregen. Nachdem ich es zuende gelesen hatte (ja, echt, ein komplettes Buch) ist meine Japan-Welt immer noch heile, aber ich kenne jetzt mal ne andere Seite. Ich empfehle daher das Buch weiter, man sollte sich einfach seine eigene Meinung bilden

  21. #1496
    Mitglied
    Registriert seit
    01.2005
    Beiträge
    75
    Nachrichten
    0
    Also ich Lese gerade "Schöne Schreine" von Terry Pratchett.
    Schöne Scheine ist der Nachfolgeband zu "Ab die Post", welcher 2010 unter dem Namen "Going Postal" verfilmt wurde.

    Hier die Inhaltsangabe von amazon.de

    Nachdem Ankh-Morpork in Ab die Post endlich ein funktionierendes Postwesen erhalten hat, kommt der ehemalige Gauner Feucht von Lipwig in Schöne Scheine erneut zum Einsatz, diesmal, wie am Titel des Romans unschwer zu erkennen, um das Finanzwesen der Stadt auf Vordermann zu bringen. Und dabei ergeben sich natürlich wieder allerlei absurde und groteske Situationen.

    Feucht von Lipwig langweilt sich in seinem Dasein als Postminister von Ankh-Morpork, denn in der Post läuft inzwischen alles wie am Schnürchen. Da macht ihm der Patrizier Lord Vetinari ein verlockendes Angebot: Er soll die ebenfalls hoffnungslos im Chaos versunkene Bank von Ankh-Morpork übernehmen und wieder in die schwarzen Zahlen bringen. Feucht ist zunächst skeptisch -- während seiner Laufbahn als Gauner hat er schließlich Banken in erster Linie um ihr Geld erleichtert.

    Die Entscheidung wird ihm jedoch schon bald abgenommen, denn als die bisherige Leiterin der Bank, Frau Üppig, stirbt, vererbt sie 51 Prozent ihres Anteils an der Bank ihrem Hund Herrn Quengler und den Hund wiederum hinterlässt sie Lipwig. Dieser fügt sich schließlich in sein Schicksal, und wie es nun einmal seine Art ist, hat er gleich eine gute Idee, um die Bilanz der Bank zu retten: die Einführung von Papiergeld.

    Wie schon im Falle des Postwesens in Ab die Post und des Zeitungswesens in Die volle Wahrheit beschäftigt sich Pratchett in diesem Roman mit einem grundlegenden Aspekt seiner Scheibenwelt-Gesellschaft. Diesmal geht es ihm um den Übergang vom Gold-Standard zum Papiergeld. Neben einer gut ausgedachten Handlung hat der Roman dabei auch wieder zahlreiche liebenswert skurrile Figuren zu bieten: von dem Erbsenzähler Herr Beuge bis zu dem weiblichen Golem Gladys.


    Hier einige Rezensionen:

    "Pratchetts Personal gehört in den Bereich des Fantastischen, seine Geschichten sind verrückt, aber in ihrer Verrücktheit ganz dicht an der Realität, und natürlich ist sein neuer Roman eine – schräge und gelungene – Satire auf das Bankwesen." (WAZ, Literaturmagazin )

    "So ist „Schöne Scheine“ eine frische Erzählung mit zahlreichen Anspielungen auf die reale Welt und entspricht nicht unbedingt der Vorstellung von klassischer Fantasy." (Badischen Nachrichten )

    "Auch sein nunmehr 31. Roman aus der Scheibenwelt sprüht vor Witz, brillanten Einfällen und skurrilen Parallelen zum realen Treiben auf dem runden Globus." (Obermain-Tagblatt )

  22. #1497
    Mitglied Avatar von Sagi
    Registriert seit
    02.2011
    Beiträge
    40
    Nachrichten
    0
    Hallo zusammen,

    ich lese zur Zeit "Langoliers" von Stephen King. Als großer King-Fan hatte ich das Buch schon lange auf meiner Liste stehen, da ich den Film mal vor Jahren gesehen habe und mich wahnsinnig interessiert, wie das Buch ist. Oftmals sind Bücher nunmal leider besser als die Verfilmungen :bigt: Und leider gab es schon massig schlechter Verfilmungen von King :O

    Jetzt zum Buch:

    ----

    [align=center]
    Autor: Stephen King
    [/align]

    Kurzbeschreibung
    Reisen in einen Kosmos rätselhafter Albträume

    „Langoliers“: Seltsame Dinge ereignen sich an Bord eines Flugzeugs, das durch einen Riss in der Zeit im Irrealen verschwindet. Ein ganz normaler Linienflug gerät unversehens zu einer Odyssee auswegloser Schrecken.

    Pressestimmen
    »Dieses Buch legt man nicht mehr aus der Hand.« (The New York Times )

    "Stephen King ist ein Virtuose des Schreckens." (Jan Philipp Reemtsma )

    »Stephen King ist ein Geschichtenerzähler, ein intelligenter, gewitzter, hochspezialisierter Handwerker - der Handwerker des Schreckens.« (Süddeutsche Zeitung )

    Quelle Bild&Text: Amazon
    ----

    LG, sagi.

  23. #1498
    Mitglied Avatar von DasKame
    Registriert seit
    04.2012
    Beiträge
    1.586
    Nachrichten
    0
    Ich lese nun Die Gefürchteten von Tom Franklin


    Inhalt
    Als die beiden jugendlichen Brüder William und Mack Burke 1897 in Alabama einen einsamen Reiter überfallen, wollen sie eigentlich nur etwas Geld erbeuten, um das erste Mal in ein Bordell gehen zu können. Der dilettantische Raub geht schief und der Reiter, ein örtlicher Kaufmann mit politischen Ambitionen, wird versehentlich erschossen. Die Nachricht von dem Mord verbreitet sich wie ein Lauffeuer in der Region. Und das ohnehin angespannte Verhältnis zwischen der armen Landbevölkerung und den vornehmlich reicheren Städtern und Landbesitzern explodiert, als der Schwager des Ermordeten eine Bande ins Leben ruft und wie ein Racheengel das Land mit Terror und Tod überzieht. Wer sich der Bande nicht anschließt, muss fliehen. Wer auf der falschen Seite steht, wird grausam verfolgt. Der 60-jährige, müde gewordene Sheriff Billy Waite steht allein zwischen den Fronten und muss einem Bürgerkrieg Einhalt gebieten.


    Meinung
    Habe erst 120 Seiten, ist ein bißchen weitschweifig aber eher melancholisch und interessant, da man sich für die Figuren zeit lässt. Erinnert etwas an "Erbarmungslos" oder "Open Range - Weites Land" kann es bisher ur empfehlen.
    kameskram.jimdo.com
    (Weiterhin der 3. beste Animeblog Deutschlands)

  24. #1499
    Mitglied Avatar von Lina Nox
    Registriert seit
    04.2012
    Ort
    Überall und Nirgendwo.
    Beiträge
    1.398
    Nachrichten
    23
    Das Orchideenhaus von Lucinda Riley



    Inhalt:
    Nach einem schweren Schicksalsschlag kehrt Julia Forrester in ihre alte Heimat Norfolk zurück, wo sie im Orchideenhaus von Wharton Park als Kind viele glückliche Stunden verbrachte. Der Besitzer von Wharton Park, Kit Crawford, überreicht ihr ein altes Tagebuch, das bei den Renovierungsarbeiten gefunden wurde und womöglich Julias Großmutter gehörte. Mit dem Tagebuch drängt sich ein jahrelang gehütetes Familiengeheimnis ans Licht - ein Geheimnis, das auch Julias Leben komplett verändern wird...

    Meinung:
    Anfangs war ich sehr begeistert von dem Buch. Es lässt ich gut lesen und war, zumindest bis Ende der ersten Erzählung aus der Vergangenheit, sehr packend. Allerdings kam dann ein Schicksalsschlag auf den anderen und auch wenn dahinter ein tieferer Sinn steckt, fand ich doch so einiges recht überflüssig. Irgendwann wurde der weitere Verlauf vorhersehbar. Teilweise erschien mir auch einiges unglaubwürdig.
    Dennoch muss ich sagen, dass mir das Buch doch irgendwie gefallen hat. Wer also mal für den Urlaub irgendwas Kitschiges und nichts Anspruchvolles braucht, ist hier bestens bedient.
    ~ I believe in death ~

  25. #1500
    Mitglied
    Registriert seit
    07.2011
    Beiträge
    532
    Nachrichten
    0
    Mein böses Herz von Wulf Dorn




    Ein abgründiges Verwirrspiel um dunkle Geheimnisse – und die Angst vor dem »Bösen« in der eigenen Seele
    Was tust du, wenn du nicht mehr weißt, was Realität ist und was Fantasie?
    Seit dem Tod ihres Bruders wurde Doro von Halluzinationen verfolgt, aber eigentlich dachte sie, das in den Griff gekriegt zu haben. Doch als sie mit ihrer Mutter aufs Land zieht, scheint die neue Umgebung erneut etwas in ihr auszulösen. Stimmen verfolgen sie. Und eines Nachts sieht Doro in ihrem Garten einen Jungen: verstört, abgemagert, verzweifelt. Der Junge bittet sie um Hilfe – und ist dann verschwunden. Wenig später erfährt Doro, dass er schon vor ihrer Begegnung Selbstmord begangen hat. Doro kann nicht glauben, dass sie sich den Jungen nur eingebildet hat. Doch die Suche nach der Wahrheit wird schnell zum Albtraum. Und tief in Doros Seele lauert ein dunkles Geheimnis...

    Kritik:
    Wegen des aufregenden Textes auf der Rückseite wurde ich auf das Buch aufmerksam und habe erst einmal ein wenig hin und her überlegt, ehe ich es mir gekauft habe. „Mein böses Herz“ von Wulf Dorn ist eine Mischung aus Triller, Mystery und Krimi. Die Hauptfigur ist die 15-jährige Doro, die nach dem Tod ihres Bruders mit schrecklichen Sinnestäuschungen geplagt wird, weil sie etwas in Verbindung mit dem Tod ihres Bruders nicht wahrhaben will und es mit aller Kraft verdrängt. Nach dem Umzug in eine kleine Ortschaft werden diese Halluzinationen schlimmer und eines nachts stößt Doro im Schuppen auf einen halb verhungerten Jungen, der aber nach kurzer Zeit ihrer Abwesenheit verschwindet. Doch diesmal ist sie sich sicher, dass der Junge real war, aber niemand schenkt ihr Glauben.
    Wulf Dorn verfügt über das Geschick, in seinem Buch sowohl spannende als auch gruselige Momente einzubauen und mit den Elementen des Schreckend und des Verwirrens zu spielen und sie so zusammen zu weben, dass der Leser bald auch nicht mehr weiß, was Wirklichkeit und was Täuschung ist. „Mein böses Herz“ ist ein spannendes Buch, dessen Schluss, der kein wirkliches Happy End bereithält, vielleicht auch etwas unspektakulär ist, wenn man ihn mit dem Rest der Geschichte vergleicht. Dennoch kann das Buch im Großen und Ganzen überzeugen.

Seite 60 von 65 ErsteErste ... 1050515253545556575859606162636465 LetzteLetzte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  

Das Comicforum gehört zu den 6.000 wichtigsten Internetadressen 2013
comicforum.de ist Partner von Entertain Web und unterliegt als Bestandteil des Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.
comicforum.de ist Partner von Entertain Web
und unterliegt als Bestandteil des
Gesamtangebots der Prüfung durch die IVW.