
Nö, deshalb der Bezug zu olle Sean.
Alles schon dagewesen. Menschenhandel anno '81, Goldsucher, die über Leichen gehen, zuhauf bei den Digedags, Konfrontationen mit Eingeborenen quasi von Anfang an, zumindest so oft, dass ich das hier gar nicht aufzählen kann. Nur beim "Lost-Race-Abenteuer" muss ich passen. Nie gehört. Was ist das? (bitte keine wörtliche Übersetzung, das schaffe ich gerade noch selber)
Und hat's uns geschadet? <-- rhetorische Frage, bitte nicht ausdiskutieren!
Hier hat der gute Pega zu fast hundert Prozent Recht. Nur an der Stelle, wo er selbst meint, er würde übertreiben, irrt er sich. Ist nämlich nicht übertrieben.
@Chouette, Lost-Race-Abenteuer sind eine eigene Literaturgattung, die besoonders im angloamerikanischen Raum sehr beliebt waren: Rider Haggard (She, einige der Allan Quatermain-Geschichten), Burroughs (einiges von Tarzan oder Pelucidar- sowie Caprona-Zyklus), Conan Doyle (Vergessene Welt) usw. Das sind also vereinfacht gesagt Geschichten, in denen die Akteure auf überlebede Kolonien von längst verflossenen Kulturen treffen oder eben auf Landstriche, in denen sich noch immer Saurier oder anderes prähistorisches Getier und/oder Urmenschen tummeln.
Geändert von Predantus (28.01.2013 um 08:25 Uhr)
Ah, danke! Wieder schlauer.
Die genannten Beispiele kenne ich freilich fast alle. Ja, das könnte ich mir für die Faxe natürlich auch gut vorstellen.
ps: Ich olle Großklappe! Da hätte mir die wörtliche Übersetzung ("Rasse" statt "Rennen") ja doch weitergeholfen.![]()
Geändert von CHOUETTE (28.01.2013 um 09:48 Uhr)
ich kenne das genre nur unter dem begriff "lost world" - wann/wo wird denn "lost race" verwendet?
“Sei stets geduldig gegenüber Leuten, die nicht mit dir übereinstimmen. Sie haben ein Recht auf ihren Standpunkt - trotz ihrer lächerlichen Meinung.” (Friedrich Hollaender)
LOST WORLD ist sicher nur der eine Doyle-Roman...
Die Begriffe sind im Prinzip gleichberechtigt, wobei "Lost Race" aufgrund der bezeichnung "Rasse" nicht mehr ganz so politisch korrekt ist. Hier gibt es beispielsweise eine Liste von solchen Büchern: http://www.violetbooks.com/lostrace-check-guide.html
Es gibt sogar einen deutschen Lost-Race-Roman von Robert Kraft, "Die Nihilit-Expedition". Der spielt sogar in Australien und es geht da um ein geheimes Reich namens Wulodschistan in dem geheimnisvolle gepanzerte Krieger unter einer Priesterherrschaft leben.
... oder noch besser einer altägyptischen (Odnaref Nod):
http://www.ramses-tai.de/aegypter-de...in-australien/
(Hallo übrigens, bin Jahrgang 1975 und betrachte/lese Mosaik seit 1/1978).
Willkommen im Forum, Alfanzius! Und herzlichen Dank für den wunderbaren Vorschlag. Möge er Einlass ist Unterbewusstsein Schuberts finden.![]()
Der von mir verlinkte (über 10-Jahre alte) Artikel enthält auch diese Passage:
Und nun kommen Artefakte hinzu, welche gar nicht zu der Kultur passen. So wurden chinesische Statuen gefunden, was auf frühe Siedlungsbemühungen hinweist.
Die Grundlagen für eine Lost-Race/World-Story sind also durchaus bereits 'gelegt'...
Wobei man bei den chinesischen Statuen auch den Schlenker zur versunkenen Dschunke hinbekommen könnte.
Willkommen, Alfanzius!
Genau, das mit der Dschunke war mein Gedanke.
Das ist eine ganz tolle Idee!
Dazu gibt's z.B. auch einen tollen Song von Alchemist: Older Than The Ancients (Text)!
Abgesehen davon wäre auch das vorgeschichtliche Indien naheliegend, wie neueste Erkenntnisse zeigen: http://www.pnas.org/content/early/2013/01/09/1211927110
Aber bitte jetzt noch nicht! *Daumen_für_Ludwig_Leichhardt-drück*
Die Nihilit-Expedition wollte ich auch gerade einwerfen. Aus einem derartigen Stoff ließe sich sogar ein schönes Mosaik-Abenteuer machen (auch wenn man da weniger Belehrendes über Land, Leute und Geschichte unterbringen könnte).
Wer den Roman nicht kennt, hier gibts ein paar Infos dazu: http://karl-may-wiki.de/index.php/Di...lit-Expedition
Nun ja, die Gosford Glyphs sind ein Hoax.
Ich persönlich tippe auf ein weiteres kurzes Australien-Abenteuer, das sich von November 1847 bis irgendwann ins Frühjahr 1848 hinzieht. LL geht auf seine verhängnisvolle Expedition, während die ersten Nachrichten vom Gold aus Kalifornien in Australien eintreffen. Es wäre zu schön, wenn sich der Zorro von LA als Nachfahre der von und zu Rocalprado entpuppen würde.
Aber was auch immer passieren möge - bitte haltet das Tempo einigermaßen konstant. Das Flinders-Kapitel wirkte so, als ob zwischenzeitlich beschlossen wurde, es nach einem Jahr abzuschließen, was dann aber doch noch revidiert wurde. Davon kommt diese komische Mischung aus netten Einzelheften mit Story, Doppelheft-Abenteuern mit Cliffhanger, riesigen Sprüngen in der Handlung und Füllstoffen. Zwei Jahre wären imho kein Problem gewesen, wenn man das im Poster angedeutete Kochduell, das Barriereriff und den Golf eingebaut hätte. Der Krokodil-Füllstoff hätte im passenden Heft stattgefunden und Flinders hätte in einer ruhigen Minute beim Tee mit Brabax über die Anfänge der Expedition und das erste Treffen mit Baudin plaudern können.
Im Anschluß hätten die Faxe mit Johnny nach England segeln können, hätten unterwegs die interessante Seeschlacht von Pulo Aura mitgemacht, um sich dann Napolium widmen zu können. Vorbei.
Wenn mich nicht alles täuscht, wurde bis jetzt im Innenteil nicht mal Robert Brown abgehandelt. Schwerer Fehler! Flinders und Bungaree hätten auch früher kommen können. Angst vor Spoilern gibt es in den Zeiten von Wikipedia sowieso nicht mehr. Die "Abenteurer" hätten sowieso mehr auf das Thema Australien bezogen sein müssen. Kolumbus & Co paßten nicht so richtig rein. Naja, was soll's.
Solche Nachrichten gab es damals auch schon vor Ort! Das wurde aber erstmal geheim gehalten, so dass sich der Victorian gold rush etwas verspätete. Und daran knüpft gleich die Eureka Stockade an! Somit könnte man mit der Geschichte auch gleich in Australien bleiben!Da gibt es noch mehr als genug interessante Geschichten!
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