szmtag Schriftsteller als Beruf - Kann man davon leben? - Seite 2
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  1. #26
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    Mmmmmh... erlich gesagt habe ich gerade etwas dagegen das ich in meine Tasterturtasten hämmere, trotzdem höre ich nicht auf, da ich nicht gerne darüber rede das ich an einem Buch schreibe, eher eine Geschichte, denn wenn ich das irgend wem sage dann kommt es mir immer so vor als würde ich etwas ankündigen was ich garnicht einhalten kann.dann komme ich mir vor wie ein Schwätzer.

    In diesem Forum gab es nun aber mehr Informationen von mehr oder minder erfolgreichen deutschen Autoren, als ich in den vergangenen zwei Jahren zusammen bekommen habe, das ich nun einfach etwas "schreiben" muss.
    Wärend ich mit der Bahn fahre (S-Bahn 120min am tag) "kritzel" ich was mir einfällt in mein kleines Notizbuch, anfangs waren es nur Sätze die, die Handlung umschrieben, aber als es mir dann reichte mit der Vergangenheitsform und dem "abreizen" von mehreren Ereignissen auf nur zwei Seiten fing ich an richtig Text zu schreiben wie man ihn dann auch lesen sollte. Mittlerweile sind es nun ca. 57 Seite A5 und im Computer habe ich 43 davon abgetipt was bei MSWord Schriftgrösse 12 ca.17 Seiten ergibt.

    Es ist nicht viel aber ein Anfang, die meiste Arbeit macht es das Handgeschriebene in den PC zu hacken wieso ich nun auch versuche das
    "10-Finger-Tippsystem" zu lernen, die Geschichte kommt je nach meiner Verfassung nach der Arbeit vorran, stetig, mal schneller mal langsamer.
    Für Re(s?)cherchen im Internet habe ich sogar am Wochenende kaum Zeit die Informationen "zu Fuss" zu bekommen kling für mich wie Irrsinn.
    Was gibt es denn noch zu sagen?

    Ach ja ich bin froh das dies nicht die einzige Geschichte ist an der ich schreibe denn manchmal will mein Kopf nicht mehr über diese Hauptpersonen nachdenken und dann muss ich mich ihrgend wie ablenken.

    Was zur Person? Also gut im Oktober werde ich 21 bin in der Ausbildung habe eine Freundin die mit mir bei meine Eltern wohnt. dDs wars ich bin weg.
    Bis dann.Nico

    Kommt schon, gibt es da draussen noch andere die es weiter geschaft haben als nur die Action reichsten Seqenzen ihrer Geschichten zu erzählen, solche die nicht nur über sich selber mit fiktiven kräften schreiben?

    Alle Rechtschreibfehler tuhen mir leid.
    Nico

  2. #27
    was meinst du, warum ich gefragt habe? Ich versuch mich auch an "Romanen", natürlich nur aus Spaß, nicht weil ich ernsthaft denke, dass wird mal was (scheint bei dir ja auch so zu sein).
    Ich hab schon immer rumgekritzelt (bei meiner Sauklaue kann man es auch nur Kritzekn nennen), und hab mir irgendwann vorgenommen, ein Buch zu schreiben. Lange hab ich nix davon erzählt, weil ich dachte, man hielte mich für bescheuert ("Du willst ein Buch schreiben?").
    Irgendwann hatte ich auch schon einen Genrewunsch, Komödie, und irgendwann kamen die Ideen immer häufiger und detaillierter.
    Als ich dann irgendwann das Schreibprogramm meines PCs geöffnet habe, gings los.
    Gut, ich hab Genre mehrfach umgeworfen, Charaktere verändert und die Erzählweise, aber irgendwann ahtte ich den Grundstock meiner (wieder) Komödie.
    Es sprach sich dann auch herum, dass ich schreibe, und ich bekam gutes feedback für die Idee ("Du kannst doch bestimmt gut schreiben, ich glaub das wird gut...")

    Mittlerweile ist das erste Buch fertig, und demnächst will ich die Fortsetzung schreiben.
    Nur so aus Spaß, versteht sich.

  3. #28
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    Zitat Zitat von City Hero

    Alle Rechtschreibfehler tuhen mir leid.
    sollten sie auch:
    http://ourworld.compuserve.com/homep...rs/writ252.htm

    O-Ton Andreas Eschbach:

    "Ich möchte Ihnen stattdessen nahelegen, sich einem literarischen Zirkel oder einer Schreibgruppe anzuschließen, wie es sie vielerorts gibt (häufig an den Volkshochschulen), oder selber einen zu gründen. Ich war selber fast zehn Jahre Mitglied in einer solchen Gruppe, und glauben Sie mir, die Auseinandersetzung mit den Texten anderer und das Feedback auf die eigenen ist lehrreicher als alles, was ich Ihnen sagen könnte.

    Was Ihre Rechtschreibung anbelangt, so ist diese - erlauben Sie mir dieses offene Wort - bereits in Ihrem Mail ziemlich schlimm. Das sollten Sie auf keinen Fall so hinnehmen wie ein unbeeinflußbares Schicksal, wenn es wirklich Ihr Wunsch ist, Ihre Geschichten zu veröffentlichen. Wenn Sie mit einem Manuskript an einen Verlag herantreten, dann muß der Text von der Rechtschreibung und Zeichensetzung makellos sein, um eine Chance zu haben. Andernfalls nimmt man Sie nicht ernst. Sie würden auch z.B. einen Arzt nicht ernst nehmen, der sich anbietet, eine schwierige Operation an Ihnen durchzuführen, aber nicht einmal Blutdruck messen kann - oder?

    Bedenken Sie: Rechtschreibung ist eines der wenigen Dinge beim Schreiben, für das es klare, eindeutige Regeln gibt, die man erlernen kann. Auch hierfür gibt es gute Kurse bei Volkshochschulen. "

  4. #29
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    Question Fragen über Fragen...

    Ich hätte da mehere Fragen, die mir vllt. jem. beantworten könnte.

    1.Wie steht es mit dem Alter wenn man ein Buch veröffentlicht oder veröffentlichen will?

    2.Kann man wenn man ein Buch veröffentlichen will, es auch unter einem anderen Namen tun, außer seinen?

    3.Ich bin wohnhaft in Hamburg Langehorn und würde gerne irgendwo praktizieren was mit Schrifstellern zu tun hat, außer einer Buchhandlung, wo könnte ich mich denn bewerben?

  5. #30
    Mitglied Avatar von Jot
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    Deine Fragen sind etwas schwammig formuliert, aber ich versuch mal, sie zu beantworten.

    1. Das Alter ist zweitrangig. Wenn du allerdings eine Chronik mit Zeitzeugenbeurteilung des Autors des Ersten Weltkrieges herausbringen möchtest und gerade mal 11 bist, wird man dich schon Schräg angucken, falls du das meinst. Darf ich fragen, was du vorhast und wie alt du bist?

    2. Ja. Das nennt man Pseudonym Wie zB. Richard Bachman, der ja eigentlich Stephen King ist.

    3. Ein Lektoriat oder als Agent zum Beispiel, oder in einem Verlag, je nach dem was du da machen möchtest und was du erlernt hast.
    Eine Stimme für die Grünen ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit

  6. #31
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    Keine angst...das sind so Fragen , die ich mit stelle wenn ich mal ein Roman schreibe. Oder versuche...wie es eben wird.
    Dannke für die Antworten waren sehr hilfreich.

  7. #32
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Nur hat ein Praktikum in einem Verlag nichts mit Schriftstellerei zu tun, sondern mit Betriebswirtschaft (falls es nicht Verlage gibt, die eingesandte Manuskripte von Praktikanten beurteilen lassen).

  8. #33
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    Ach ja, und wie ist es denn mit Rechtschreib- und Grammatikfehleren?
    Ich meine wenn man so etwas nicht gut beherrscht und dann an einem Verlag sendet...würden die die Fehler korrigieren?

  9. #34
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    oh mann...keiner eine Antwort parat?

  10. #35
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von miss-securit Beitrag anzeigen
    Ach ja, und wie ist es denn mit Rechtschreib- und Grammatikfehleren?
    Ich meine wenn man so etwas nicht gut beherrscht und dann an einem Verlag sendet...würden die die Fehler korrigieren?
    Nein. Zumindest nur, wenn sie den Text veröffentlichen. Man merkt es den Dingern nicht immer an, aber theoretisch werden alle Bücher vor dem Druck korrekturgelesen.

  11. #36
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    die meisten verlage werden ein extrem fehlerhaftes manuskript einfach ignorieren. ein schriftsteller muss seine sprache beherrschen. einzelne fehler werden korrigiert, fehler in massen - no way.

    @mick: in einigen kleinverlagen werden inzwischen schon hochschulpraktikanten als billige lektoren eingesetzt.

  12. #37
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    danke für die Antworten, haben echt viel geholfen meine Fragen zu lösen.
    Wenn ich euch i-wie behilflich sein kann, dann nur zu.

  13. #38
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    Also gut Leute, dann möchte ich dazu auch mal was schreiben! ^^ Ich schreibe persönlich auch, nun seit ca. 2 Jahren und ich muss sagen, nachdem ich den ersten Rutsch verfasst hatte, hatte ich auch erstmal meine 2- jährige Pause. ^^ Na ja, nun schreibe ich wieder, da ich durch dieses tolle Forum (dickes Lob!!!) auf einen Comic- "Verlag" gestoßen bin, mit dem ich nun zusammenarbeite! Ich komme auf ca. 20 Seiten, bin grade dabei Personen zu beschreiben und hab auch die Story in einigen Punkten zu meiner damaligen Vorstellung verändert. Bin echt zufrieden, nur wie ist das mit Verlagen? Kann man an solche Leute Schriftstücke schicken, ohne über' s Ohr gehauen zu werden? Und gibt es auch Verlage, die einem auch bei einer Absage antworten?

    Gruß Kili
    Eat my shorts!

  14. #39
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Hm... beziehst du dich jetzt auf Comics oder Literatur? Eine Antwort bekommt man bei Verlagen in der Regel immer (kann allerdings etwas dauern). Bevor du einen kontaktierst, solltest du dich allerdings nach Möglichkeit erst mal etwas auf der jeweiligen Website umschauen. Dort stehen meist weitere Informationen zum Einschicken von Skripten u.Ä.
    Was meinst du mit "übers Ohr gehauen"? Wenn ein Verlag dein Manuskript tatsächlich annimmt, wirst du auch angemessen entlohnt.
    Abgezockt werden kannst du höchstens bei so genannten "Zuschuss-Verlagen", die dir anbieten, dein Buch gegen die Zahlung eines bestimmten Betrags bzw. die Übernahme der Druckkosten zu veröffentlichen.

  15. #40
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    Also ich bezog mich auf Literatur. ^^ Kannst du mir einen Verlag empfehlen? Und, darf ich dann, wenn nur mal angenommen, mein Schreib- Kram gedruckt wird, trotzdem noch mit meinem Comic- Zeichner koorperieren? Oder ist das dann nicht mehr erlaubt, wenn er seine Comics drucken will?

    Gruß Kili

    PS: Literatur ist echt kompliziert. ^^
    Eat my shorts!

  16. #41
    Mitglied Avatar von Geier
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    Verlage werden mit Manuskripten überhäuft und die weitaus meisten abgelehnt, von daher ist es ziemlich sinnlos sich nur an einen bestimmten zu wenden.
    Wenn die Geschichte von dir ist kannst du damit machen was du willst, es sei den du hast mit dem Verlag einen Vertrag gemacht der das untersagt. Verträge sind wiederum ein ganz eigenes Thema mit dem man sich beschäftigen sollte.

    Im Übrigen gibt es auch Schriftstellerforen so wie das hier ein Comicforum ist, dort werden solche Fragen, zT von Profis, ziemlich ausführlich behandelt.

  17. #42
    Moderator Autorenforum / Pony X Press / Katzenjammer Avatar von Spong
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    Ich habe grade noch gelesen, dass 0,1 % aller unverlangt eingesandten Sachen veröffentlicht werden.

    Mach dich am besten schlau, welcher Verlag am besten zu deinen Inhalten passen würde, und dann informier dich gut, wie du - vielleicht- Schritt für Schritt eine Veröffentlichung erreichen kannst.

  18. #43
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    Thumbs up

    O.k., Leute danke für eure Tipps!

    Gruß Kili
    Eat my shorts!

  19. #44
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Zitat Zitat von Kili Beitrag anzeigen
    Und, darf ich dann, wenn nur mal angenommen, mein Schreib- Kram gedruckt wird, trotzdem noch mit meinem Comic- Zeichner koorperieren? Oder ist das dann nicht mehr erlaubt, wenn er seine Comics drucken will?
    Wenn du einerm Verlag ein Manuskript verkaufst, kann er nur über dieses eine Buch entscheiden, nicht darübewr, was du in deinem Leben machst. Wenn du natürlich gerade die Geschichte, die du an den Verlag verkauft hast, zum Comic machen will, ist der Verlag wieder im Boot.

  20. #45
    Mitglied Avatar von Maunzilla
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    Ich arbeite gerade an meinem dritten Buch. Die Geschichte ist eigentlich schon seit letzten Herbst fertig, aber ich muß das Manuskript noch abtippen und korrigieren. Wenn ich die zwei unvollendeten Romane dazuzähle, ist es sogar mein fünftes.
    Ich schreibe ausschließlich zu meinem eigenen Vergnügen. Meine beiden ersten Werke hatte ich damals (vor Jahren) an mehrere Verlage geschickt, ohne je eine gescheite Antwort zu bekommen. Die Tatsache, daß sie meine Bücher nicht kaufen wollten, hat mich nicht sonderlich überrascht oder enttäuscht, aber aus den unpersönlichen Standard-Briefen konnte ich nichts lernen. Daher habe ich auch nicht vor, meine künftigen Werke an Verlage zu schicken. Ich weiß selbstverständlich, daß die Verlage Tausende von Manuskripten bekommen und gar nicht alle lesen, geschweige denn persönliche Antworten verfassen können. Dennoch ist es für einen Autor höchst unerfreulich, wenn er nach der vielen Mühe, die er in ein Projekt gesteckt hat, nicht das geringste Feeedback erhält und damit auch jeder Möglichkeit, seine Fähigkeiten zu entwickeln und verbessern beraubt wird.

    Daher würde mich natürlich die Meinung von anderen interessieren, vor allem von Leuten die etwas davon verstehen. Ich frage mich daher, wie man mit anderen Autoren oder gar Schrifstellern in Kontakt kommt.

    Noch zum Ausgangsthema wollte ich folgendes anmerken:

    Ich finde es gar nocht notwendig, oder gar erstrebenswert, wenn Schriftsteller, von ihren Werken leben können. Ein Autor sollte immer eine gute Bodenhaftung behalten. Wenn ein Mensch von der Gesellschaft, dem gewöhnlichen Erwerbsleben und den alltäglichen Sorgen und Nöten des Volkes losgelöst ist, wie soll er da gute Literatur produzieren?
    Wer von der Schrifststellerei leben will (und keinen Bestseller landet) muß entweder das schreiben, was gerade modern und gefragt ist, oder solche Werke produzieren, für die er die meisten Preise, Fördergelder und Geschenke erhält. In beiden Fällen macht er sich anhängig und verliert seine künstlerische Freiheit. Da die meisten Autoren nicht sehr produktiv sind, bleibt ihnen eigentlich genug Zeit übrig, einen richtigen Beruf auszuüben. Auch wenn man nur eine Seite pro Tag aufs Papier bringt schaut nach einem Jahr schon ein ganzer Roman heraus. Und wenn man sein Auskommen hat, spielt es auch keine Rolle, ob man 500 oder 5'000'000 Exemplare oder gar keines verkauft.
    "Was ist das denn für ein Tier?" - "Das ist ein Maunzilla. Beachten Sie es nicht weiter."

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  21. #46
    Mitglied Avatar von Hajo F. Breuer
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    Wenn Du ein Werk bei einem Verlag einreichst, solltest Du niemals das komplette Buch schicken, sondern eine kurze Zusammenfassung des Inhalts auf maximal vier Seiten (je kürzer, dessto besser) und ein ausgearbeitetes Kapitel.

    Es empfiehlt sich, vorher Kontakt aufzunehmen (Buchmesse, Anruf). Wenn du ernsthaft an einer Veröffentlichung interessiert bist, kannst Du Dich auch an einen Literaturagenten wenden.

    Aber VORSICHT: Seriöse Verlage und Agenten verlangen niemals Geld von Dir. Die leben von ihren Umsätzen/Provisionen. Finger weg von allen, die Geld von Dir wollen!

    Zur Frage, ob man von der Arbeit als Schriftsteller leben können sollte: eindeutig ja. Wenn Du gut bist, kaufen die Leute Deine Bücher, und Du kannst davon leben. Wenn hingegen niemand lesen will, was Du schreibst - wozu sich dann die ganze Arbeit machen? Das ist dann nicht viel mehr als eine Art geistiger Selbstbefriedigung (und vermutlich wegen der durch das Nichtinteresse des Publikums hervorgerufenen Frustration nicht wirklich befriedigend).

  22. #47
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    Zitat Zitat von Maunzilla Beitrag anzeigen

    Ich finde es gar nocht notwendig, oder gar erstrebenswert, wenn Schriftsteller, von ihren Werken leben können. Ein Autor sollte immer eine gute Bodenhaftung behalten. Wenn ein Mensch von der Gesellschaft, dem gewöhnlichen Erwerbsleben und den alltäglichen Sorgen und Nöten des Volkes losgelöst ist, wie soll er da gute Literatur produzieren?
    indem er ZEIT dafür hat.

    mal ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie jung/ alt du bist und wie du sozial untergekommen bist. aber normaler arbeitsalltag neigt dazu, zeit- und kraftraubend zu sein, erst recht, wenn man auch noch ein privatleben hat. wer da noch in ruhe schreiben soll, hohe literatur gar, der braucht engelsgeduld und teuflich mühe. immerhin gehört zum schreiben auch die recherche, das konzept, der stringente aufbau, die überarbeitung und über-überarbeitung. und tausend dinge mehr. weder ein günter grass noch ein andreas eschbach würden ihre werke nebenberuflich hinbekommen. frank schätzing hat jahrelang für den "schwarm" recherchiert und über 40 fachleute diverser wissenschaftlicher fachrichtungen beim schreiben quasi permanent kontaktiert. das soll nebenberuflich gehen? vergiss es. nicht umsonst ist kafkas werk so schmal.

    übrigens kannst du literatur nicht auf ein sujet reduzieren, weder gute noch schlechte noch hohe noch niedere. "alltägliche sorgen und nöte des volkes" klingt für mich eher nach weltfernem heimatroman bzw. nach kitsch. und wenn du dich mal auf dem buchmarkt umschaust, wirst du viel literatur aller qualität finden, die genau von diesem thema NICHT handelt.

  23. #48
    Mitglied Avatar von Maunzilla
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    Zitat Zitat von Hajo F. Breuer Beitrag anzeigen
    Wenn hingegen niemand lesen will, was Du schreibst - wozu sich dann die ganze Arbeit machen? Das ist dann nicht viel mehr als eine Art geistiger Selbstbefriedigung (und vermutlich wegen der durch das Nichtinteresse des Publikums hervorgerufenen Frustration nicht wirklich befriedigend).
    Wieso muß man das Schreiben unbedingt kommerziell betreiben? Für mich ist es ein Hobby, das mir Freude bereitet. So wie andere gärtnern, kegeln, fußballspielen oder wandern gehen, ohne dafür Geld oder Ruhm zu bekommen, schreibe ich eben Romane, an denen ich mich dann selber erfreue.

    Und sinnvoller, als seine Zeit in der Kneipe oder vorm Fernseher zu verschwenden, ist das doch allemal.


    Zitat Zitat von L.N. Muhr Beitrag anzeigen
    indem er ZEIT dafür hat.

    mal ganz ehrlich, ich weiß nicht, wie jung/ alt du bist und wie du sozial untergekommen bist. aber normaler arbeitsalltag neigt dazu, zeit- und kraftraubend zu sein, erst recht, wenn man auch noch ein privatleben hat. wer da noch in ruhe schreiben soll, hohe literatur gar, der braucht engelsgeduld und teuflich mühe.
    Auch die meisten Werktätigen haben heutzutage noch genug freie Zeit, um irgendwelchen Hobbies zu frönen. Wie viele Leute treiben Sport, sind aktiv in Vereinen, Parteien oder Wohltätigkeitsorganisationen, machen Musik, singen im Chor, oder hocken stundenlang vorm TV? Warum also nicht in der Zeit Bücher schreiben, oder Kurzgeschichten, Gedichte oder dgl.? Ich sehe da kein Problem. Wenn man damit kein Geld verdienen muß, spielt es keine Rolle, ob man drei Monate oder drei Jahre an einem Werk schreibt.
    Außerdem muß ja nicht jeder 800-seitige historische Romane schreiben. Man kann auch mit Novellen oder Kurzgeschichten gute Literatur produzieren.
    Die meisten Berufsschrifsteller verbringen übrigens ohnehin mehr Zeit mit Lesungen, Interviews und andern PR-Aktionen als mit schreiben.

    übrigens kannst du literatur nicht auf ein sujet reduzieren, weder gute noch schlechte noch hohe noch niedere. "alltägliche sorgen und nöte des volkes" klingt für mich eher nach weltfernem heimatroman bzw. nach kitsch. und wenn du dich mal auf dem buchmarkt umschaust, wirst du viel literatur aller qualität finden, die genau von diesem thema NICHT handelt.
    Jede gute Literatur handelt von Menschen. Und wer über Menschen schreiben will, muß sie kennen. Man betrachte sich mal gewisse Politiker, die völlig abgehoben sind und am Volk vorbei regieren, weil sie keine Ahnung haben, wie normale Menschen leben. Ein guter Künstler (erst recht einer der "hohe" Kunst produzieren will) muß nahe am Menschen sein, und dazu gehört für mich, daß er auch ein normales integriertes Leben führt, täglichen Umgang mit Menschen hat. Wer den ganzen Tag zu Hause sitzt oder spazieren geht und nur mit ein paar gleichgesinnten Intellektuellen verkehrt, hat diesen Einblick in das normale Leben nicht.
    Geändert von Maunzilla (26.02.2008 um 22:14 Uhr)
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  24. #49
    Mitglied Avatar von Mick Baxter
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    Schriftsteller schreiben Bücher, weil sie das besonders gut können. Jetzt zu fordern, ihr Geld mit etwas zu verdienen, das sie nicht so gut können (und ihnen wahrscheinlich auch keinen Spaß macht) ist schon reichlich unverfroren.

  25. #50
    Mitglied Avatar von Maunzilla
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    Wer sagt, daß sie das gut können? Der größte Teil der Bücher, die auf den Markt geworfen werden, taugen nichts. Nur ein winziger Bruchteil erreicht eine zweite Auflage. Und noch viel weniger sind so gut, daß man sie auch nach 20, 50 oder gar 100 Jahren noch verkaufen kann.
    Wer mit seiner Schriftstellerei gutes Geld verdient, soll das ruhig weiter tun, aber wer seine Elaborate nicht verkaufen kann, muß sich eben einen richtigen Job suchen, so wie alle anderen Menschen auch.

    Es wäre ja schön, wenn jeder auf der Welt die Arbeit machen dürfte, die ihm Spaß macht, aber dem ist leider nicht so. Warum sollen da Schriftsteller eine Ausnahme bilden?
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