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Thema: Digedags in der Zeitung

  1. #26
    Mitglied Avatar von Buddel-Bill
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    Was wird hier eigentlich in Kürze gefeiert? Der runde Geburtstag eines nicht ganz unwichtigen Künstlers oder der Jahrestag seiner Zurschaustellung am Pranger, als ihn das mit vollem Recht wutentbrannte, nach Wahrheit dürstende "Fan"-Volk zum ersten Mal mit faulen Tomaten bewarf? Ich will unbedingt am 15. Mai eine Vorführung dieses historischen Videos der ungeschminkten Tatsachen sehen! Damit ich's nicht vergesse, eh' der Altersschwachsinn mich einholt! - So geht's halt zu in der Welt, erst wird man von Personen seines Vertrauens über den Tisch gezogen, um sich nachher noch dafür veräppeln lassen zu müssen. "Wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen."

    Wieviel hat eigentlich Billy Wilder mit seinem Film "Manche mögens heiß" verdient? Zehnmal soviel wie Hannes Hegen in seinem ganzen Leben? Das finde ich aber ungerecht. Und auch er hat seine Schauspieler "hungern" lassen? An den Pranger mit dem Ausbeuter! Ich will den Mann auf dem Marktplatz von Detroit um Gnade winseln sehen! Was denn, er ist schon tot? In dem Fall echt schade.

    Übrigens hat heute jemand anders Geburtstag, der auch einen (zumindest kleinen) Platz im Digedags-Universum verdient hätte. Ahnt vielleicht jemand, wer?
    Geändert von Buddel-Bill (01.05.2005 um 16:05 Uhr) Grund: Tippfehler

  2. #27
    Mitglied Avatar von gbg
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    buddel hör auf, du kannst doch nur noch sehen, was du auch willst, hat mit altersschwachsinn schon lange nichts mehr zu tun!
    die zeit die du investierst um olle hegen bilder nachzumalen, köntest du lieber in die sekundärliteratur stecken, hast vielleicht zeitungen zu hause, von denen niemand was ahnt, tolle hegen zeichnungen aus den 40iger jagren oder so....

  3. #28
    Mitglied Avatar von Buddel-Bill
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    Zitat Zitat von gbg
    buddel hör auf, du kannst doch nur noch sehen, was du auch willst, ...
    Jeder sieht es ein bißchen so, wie er es gern hätte oder stellt manches überspitzt dar. Aber ich schätze mich mal, daß ich nicht ignoranter bin als mancher andere hier ... Ist immer 'ne Frage der Prioritäten.

  4. #29
    Mitglied Avatar von gbg
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    wäre dann nicht toleranz besser?

  5. #30
    Mitglied Avatar von Buddel-Bill
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    Ja bin ich doch, oder etwa nicht? Nicht intoleranter als so mancher hier! Was dem einen werweißwie wesentlich erscheint, kann ein anderer als eher unbedeutend abtun, oder umgekehrt. Und wer jahrelang stur die gleichen "Fakten" herbetet, braucht sich nicht zu wundern, wenn es genauso starrköpfig aus dem Wald zurückschallt. - Interessant erscheint mir, daß mitunter gerade diejenigen mit den Slogans "Nichts Neues! Nichts Eigenes!" selbst diejenigen sind, die so viele Gedanken von (bestimmten) anderen übernehmen, zitieren oder (auch kritiklos) nachreden. - Schade, daß ich bei dem Magazin-Artikel nur begrenzt mitreden kann, hab ihn ja nicht gelesen. Aber mir will scheinen, daß man sich hier an einzelnen Worthülsen festbeißen will (Kündigung? - Hegen hatte seinen Vertrag gekündigt.), die mißverständlich sein könnten. Daß der Artikel vielleicht trotzdem eine gehörige Portion Wahrheit enthält, wird dabei (bewußt?) unter den Tisch gekehrt. Daß Atak sich in der Mosaik-Welt auskennt, hat er mit der "20b" eigentlich bewiesen. Auch die Geschichte mit dem Geldverdienen vor bzw. nach der Wende und dem Unterschied zwischen beiden, könnte falsch verstanden oder ausgelegt worden sein. Hegen hatte selbst in einem Interview mit Hubertus Rufledt (1990), das auch im Mosaiker abgedruckt wurde, erklärt, daß er viele Ausgaben für Arbeitsmaterialien zu DDR-Zeiten aus eigener Tasche bestreiten mußte, woran man sich späterhin nur ungern erinnern wollte. Dagegen wäre der Verlag Hauptverdiener an seiner Arbeit gewesen (was ja nach der Wende durchaus eine andere Qualität angenommen haben könnte). Natürlich hat Hegen selbst unterm Strich trotzdem noch sehr gut verdient, aber es ist eben immer eine Frage der Verhältnismäßigkeit.
    Geändert von Buddel-Bill (01.05.2005 um 23:21 Uhr) Grund: Magazin statt LVZ und Rufledt statt Rudtlef

  6. #31
    Mitglied Avatar von gbg
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    Das Magazin, dort stand der Artikel, es geht auch nicht um klein klein sondern vom Magazin hätte man zum 80. doch etwas mehr erwartet. gerade weil profane kenner angefragt wurden, war aber wahrscheinlich zu wissenschaftlich....

    ist ja auch egal:
    der verlag und auch hegen möchten keinen geburtstagstusch, schon gar keinen, der "alte" wunden aufreisst oder die legende anpinkelt!!!

  7. #32
    Moderator Mosaik-Forum Avatar von Bhur
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    Zitat Zitat von Buddel-Bill
    Hegen hatte selbst in einem Interview mit Huberts Rudtlef (1990), das auch im Mosaiker abgedruckt wurde, erklärt, daß er viele Ausgaben für Arbeitsmaterialien zu DDR-Zeiten aus eigener Tasche bestreiten mußte, woran man sich späterhin nur ungern erinnern wollte.
    Der gute Mann heißt Hubertus Rufledt - er war später als Autor des Mosaiks und diverser Alben tätig.

    Hegen war der Arbeitgeber seiner Zeichner, da ist es doch selbstverständlich, dass er sich um die Zeichenmaterialien für seine Angestellten kümmert. Es kann ja wohl nicht sein, das die sich ihre Pinsel selber kaufen müssen.

  8. #33
    Mitglied Avatar von Buddel-Bill
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    Zitat Zitat von Bhur + gbg
    Der gute Mann heißt Hubertus Rufledt - er war später als Autor des Mosaiks und diverser Alben tätig. - Das Magazin, dort stand der Artikel, ...
    Klar, weiß ich doch. Wußte nur nicht mehr, an welcher Stelle seines Namens dt bzw. l plaziert sind.
    Und natürlich war es das Magazin, meinte ich ja auch.

    Zitat Zitat von Bhur
    Hegen war der Arbeitgeber seiner Zeichner, da ist es doch selbstverständlich, dass er sich um die Zeichenmaterialien für seine Angestellten kümmert. Es kann ja wohl nicht sein, dass die sich ihre Pinsel selber kaufen müssen.
    Das hat ja auch keiner verlangt. Gemeint war, daß es der Verlag auch nicht für nötig befand, obwohl er auf der anderen Seite (zumindest nach Aussage Hegens in diesem Interview) Hauptnutznießer der Mosaik-Verkäufe war.

    Zitat Zitat von gbg
    hätte man zum 80. doch etwas mehr erwartet, gerade weil profane kenner angefragt wurden, war aber wahrscheinlich zu wissenschaftlich....
    Das hast du gesagt. Aber gut, wenn du meinst! Meine mißverständlichen Definitionen habe ich jedenfalls verbessert, obwohl das kaum was an der Quintessenz des Gesagten ändern dürfte.

  9. #34
    Mitglied Avatar von Möhrenfelder
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    Ich schätze mal, der alte Mann braucht weder die jetzt sicher noch häufiger erscheinenden oberflächlichen Artikel noch die vehementen Verteidigungsreden. Der will einfach nur seine Ruhe haben. Ich würde im Alter von 80 auch keinen Bock haben, mich von sammelwütigen Psychos vollquatschen zu lassen! (Damit es keine Missverständnisse gibt, ich schließe mich in diese Gruppe ein!)

  10. #35
    Mitglied Avatar von gbg
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    recht hast möhre

  11. #36
    Mitglied Avatar von Buddel-Bill
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    Ich habe mir das Magazin heute doch noch gekauft und möchte eine Lanze für den Artikel brechen, obwohl er an Fakten tatsächlich wenig Neues bietet. Aber für mich eine Wohltat wegen des klaren Pro für die Digedags, ohne Wenn und Aber! Wahre Dinge kann man eben nicht oft genug hervorheben. Man hätte ja auch Gleichmacherei mit anderen Comic-Welten betreiben können, z.B. indem man sagt, daß es überall mal Licht und mal Schatten gibt, nur um niemand weh zu tun. Aber keine derartigen Rücksichtnahmen! - Da stehn auch nicht - wie behauptet - solche Gerüchte: "Hegen hat erst nach seinem Ausscheiden durch Merchandising richtig verdient." Sondern: "Hannes Hegen verdient nun wenigstens nachträglich an seiner glorreichen Idee. Es gibt Marchandising und Theaterstücke. ... Wer nicht im Besitz einer Originalsammlung ist, kann sich mit umfassenden, ständig neuaufgelegten Buchausgaben ausstatten." - Ich interpretiere dies so, daß Hegen zu DDR-Zeiten nach seinem Ausscheiden zunächst wenig bis nichts "an seiner glorreichen Idee" verdienen konnte, weil der Verlag es seinerzeit so wollte. Erst mit der Wende änderte sich das wieder. - Ebenso steht da nicht: "Hegen kündigte seinen Angestelltenvertrag." - Wohl aber den Kontrakt, welchen ein Freischaffender mit dem Verlag schloß. - Zu behaupten, der Artikel enthielte nichts Eigenes, dafür bloß Abgekupfertes, grenzt ebenfalls an eine arglistige Täuschung. Obgleich die Vision, noch unbekannte Hefte zu erhaschen oder später gar im Hegen-Kollektiv an den Mosaiks mitzuzeichnen, nicht nur Ataks Wunschtraum allein war ! - In so einem Rahmen schmutzige Wäsche zu waschen, dürfte der Digedags-Sache insgesamt aber kaum dienen, zumal es für das Resultat - die Qualität ihrer Abenteuer - ohne Belang ist. Das könnte Digedags-Freunde, die einen nicht ganz so festen Standpunkt ihr Eigen nennen, nur verwirren. Zu sagen, Hegenbarth sei ein unbequemer Zeitgenosse, ist jedoch gestattet und angebracht, das hat Atak dann ja auch getan. Zwar nicht mit Worten, jedoch durch sein Porträt, wie Thowi richtig bemerkte. Also was möglich war, wurde gesagt, nicht mehr, nicht weniger, und das ist gut so, alles Weitergehende wäre sicher von Übel gewesen.
    Geändert von Buddel-Bill (12.05.2005 um 00:39 Uhr) Grund: einen(m Klassen-)Standpunkt

  12. #37
    Mitglied Avatar von Möhrenfelder
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    Zitat Zitat von Buddel-Bill
    Das könnte Digedags-Freunde, die einem nicht ganz so festen Standpunkt ihr Eigen nennen, nur verwirren.
    Ich fühle mich um 30 Jahre zurückversetzt ins FDJ-Studienjahr...und bin angesichts dieser Diktion...äh...verwirrt.

  13. #38
    Mitglied Avatar von Buddel-Bill
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    Zitat Zitat von Buddel-Bill
    Digedags-Freunde, die einen nicht ganz so festen Standpunkt ihr Eigen nennen ...
    Damit meinte ich eigentlich diejenigen, für welche der Magazin-Artikel geschrieben wurde. Also keine "Superspezialisten", wie sie sich z.T. hier im Forum tummeln und die solche nicht wirklich neuen Artikel langweilen könnten. Sondern Sympathisanten, die das Mosaik eventuell von früher her in angenehmer Erinnerung behalten haben, obwohl sie's nicht mehr ganz so genau kennen, oder auch Neuankömmlinge, die der Materie offen und freundlich gegenüberstehen. Denjenigen könnte der Magazin-Artikel, wie er geschrieben ist, eventuell Lust machen, sich näher mit dem Mosaik-Stoff zu beschäftigen. Zumal alles auch wirklich so geschildert wird, wie es auf mich und andere damals gewirkt hat. Wäre der Artikel anders gestaltet worden, hätte man z.B. den unbeleckten Leser zuallererst mit Peinlichkeiten konfrontiert, obwohl diese, wenn überhaupt, keine wirklich wichtige Rolle spielten, dann wäre der "ungebildete" Konsument erstmal irretiert und würde auf Abstand gehen. In dem Fall hätte man genau das Gegenteil erreicht, nämlich Anti-Reklame gemacht, immer vorausgesetzt, daß man das nicht sowieso wollte.

  14. #39
    Mitglied Avatar von gbg
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    man reni, ich glaube doch , du bist oder wirst eine rekarnation von hegen...


    ps. da du aber so viel über ihn weißt.. wie war das denn so mitte 1955 mit peterson?
    hatte hegen keine aufträge mehr oder zu viel zeit?

    wieso er und nicht schmitt oder kieser?

  15. #40
    Mitglied Avatar von Buddel-Bill
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    Zitat Zitat von gbg
    man reni, ich glaube doch , du bist oder wirst eine rekarnation von hegen...
    Und Atak dann auch? - - Und wo habe ich hier geschrieben, wieviel ich über ihn weiß? Doch nur, wie ich das monatliche Erscheinen der Hefte damals erlebt habe und daß sich dies mit Ataks Schilderung und Empfindungen weitgehend deckt. Diesbezüglich hatte ich eben nicht den Eindruck, daß Atak - wie hier vermutet wurde - irgendwo abgeschrieben hat (es sei denn von mir. ), sondern aus Erfahrung spricht. - Und warum Hegen und kein anderer diese Chance damals bekam, ist mir eigentlich ziemlich egal. Wichtiger ist doch, was dadurch entstehen konnte. Und ich schätze mal, die Grundursache dafür lag in seiner ungeheuren Kreativität, warum ihn alleine die Karikaturen für Eulenspiegel, Frischen Wind u.ä. mit der Zeit nicht mehr ausfüllten bzw. künstlerisch befriedigen konnten.

  16. #41
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Zitat Zitat von Buddel-Bill
    hatte ich eben nicht den Eindruck, daß Atak - wie hier vermutet wurde - irgendwo abgeschrieben hat (es sei denn von mir. ), sondern aus Erfahrung spricht.
    abgeschrieben hat er ja nicht, aber den artikel hätte auch meine großmutter schreiben können, die hat das auch so erlebt. der punkt ist, dass man von atak und jedem anderen, der in einem renommierten magazin in seiner reihe "ataks welt" MEHR erwarten kann. bei anderen karikaturisten hat er das ja auch hinbekommen.

  17. #42
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    Zitat Zitat von Buddel-Bill
    die Grundursache dafür lag in seiner ungeheuren Kreativität, warum ihn alleine die Karikaturen für Eulenspiegel, Frischen Wind u.ä. mit der Zeit nicht mehr ausfüllten bzw. künstlerisch befriedigen konnten.
    money makes the world go round! das ist nicht verwerflich gemeint, hätte ich auch so gemacht, sondern eine nicht zu unterschätzende tatsache.
    auch karikaturist/ comiczeichner ist nur ein beruf und nicht immer mussten sich die meisten dieser zunft so quälen wie heutzutage.

  18. #43
    Mitglied Avatar von gbg
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    Zum 80igsten...

    ich glaube, dass ist die sensation!!!

    schließt alle foren, werft die kataloge weg und meine arbeit ist auch beendet...
    ach kann das leben schön sein TUSCH!

  19. #44
    Mitglied Avatar von Buddel-Bill
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    Zitat Zitat von ali@thowi
    ... aber den artikel hätte auch meine großmutter schreiben können, die hat das auch so erlebt. ...
    Ja? Kennt die auch jeden aktuellen Mode-Trend in der Comic-Brance, den die die Nachfolger der Digedags, wenn man diesem Artikel folgen darf, mitmachten? Das kann ja etwas überspitzt ausgedrückt sein, aber ich denke, Atak weiß schon, wovon er da spricht. - Und interessant, nebenbei gesagt ist auch nicht nur, was dort steht, sondern ebenso, was dort nicht steht, aber angedeutet wird: "Ich kannte keine Bilder und keine Interviews vom Autor. ... Er bleibt auch heute incognito, ..." Ist vielleicht gar nicht jedem so aufgefallen, immerhin regt das die Gedanken an, und man kann etwas über die speziellen Eigenarten des DDD-Vaters erfahren (wie auch aus der Zeichnung), wenn man genau hinschaut. Ich würde da schon stutzig werden, wenn ich nicht bereits Bescheid wüßte. Was hätte man denn deiner Meinung nach noch groß schreiben können, ohne das Image der Digedags zu beschädigen und die Verdienste ihres Schöpfers zu schmälern? Ich finde es jedenfalls positiv, daß der Artikel für das einfache Volk klar verständlich ist und nicht aufgrund einer Kompliziertheit, die verwirrt, weder das Interesse noch das Desinteresse an der Welt der Digedags weckt.

  20. #45
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    @buddel, das von dir erwähnte "einfache volk" bekommt viel zu viel "klar verständliche" "wahrheiten" vorgesetzt, MAGAZIN- käufer gehören aber eher nicht zur schar des "einfachen volkes". und wenn sich die abrafaxe tatsächlich DERART jedem "modetrend" unterworfen hätten, gäbe es mich als abonnenten wirklich nicht mehr.
    eigentlich wollte ich das folgende verheimlichen, aber jetzt passt es: WAS MAN SONST HÄTTE SCHREIBEN SOLLEN, OHNE DAS IMAGE DER DDs zu beschädigen? schädigt thomas kramer das DD- image? nein? den hat man nämlich im vorfeld stundenlang angerufen, er hat geduldig antworten gegeben, ohne dass irgendetwas davon berücksichtigung fand. das image der DDs KANN bei der DDR- bevölkerung gar nicht beschädigt werden.
    imageschädigung wird dann betrieben, wenn man sich antworten sperrt, hinter jeder ecke einen feind vermutet oder seltsame "unveröffentlichte" kritzeleien reprintmappen beilegt.

  21. #46
    Mitglied Avatar von Blechreder
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    Zitat Zitat von ali@thowi
    imageschädigung wird dann betrieben, wenn man sich antworten sperrt, hinter jeder ecke einen feind [...]
    Diese Imageschaedigung setzt aber voraus, das der Konsument weiss, das Antworten verschwiegen (bzw. Fragen nicht gestellt) und Verschwoerungstheorien bedient werden.
    Aber weiss das der von Reni so in den Vordergrund geschobene Otto-Normalverbraucher? Wohl eher nicht.
    Wird er sich, falls er dahinterkommt, hintergangen fuehlen und diese negativen Gefuehle der Vermarktung gegenueber auf das Produkt fokussieren? Eher schon ...

    Die Wohlfuehlpropaganda, die Reni hier verficht, die kann naemlich ganz schnell ins Gegenteil umschlagen! Weshalb soll ein Produkt, das laut seiner Aussage so "toll" ist, nicht einfach durch seine Qualitaet wirken und auch mit den durchaus vorhandenen widerspruechlichen gesellschaftlichen Wechselwirkungen produktiv umgehen. Die Auseinandersetzung mit dem Mosaik als ununterbrochenem ostdeutschem Zeitdokument, das waere ein Pfund, mir dem man wuchern sollte. So koennte es sich fernab von jeder Verklaerung allen Bruechen stellen, ohne in der Substanz beschaedigt zu werden. Verschweigen schadet im Endeffekt!
    Geändert von Blechreder (13.05.2005 um 21:51 Uhr)
    Die Signatur ist der schwerste Teil dieser Nachricht und befindet sich deshalb unten.

  22. #47
    Moderator Mosaik und Leipziger Comicgarten Forum Avatar von ali@thowi
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    DU, brutus???

  23. #48
    Mitglied Avatar von Buddel-Bill
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    Zitat Zitat von ali@thowi
    auch karikaturist/ comiczeichner ist nur ein beruf und nicht immer mussten sich die meisten dieser zunft so quälen wie heutzutage.
    Das ist natürlich auch eine Tatsache. Manches Gute, was damals eine Chance gehabt hätte, würde heute untergehen. Was nicht mit Qualität zu tun haben muß, sondern mit der Übersättigung des Marktes. -
    Und mit dem Prinzip, immer offen und ehrlich zu sein, ist das so eine Sache. Hegen hat natürlich, auch in seinen z. T. eher persönlichen Briefen, z.B. an Digedags-Fans, nicht immer die volle Wahrheit gesagt, manches veschwiegen. Das tat er wohl im besten Wissen und Gewissen, um der Welt der Digedags und natürlich seinen eigenen Interessen nicht zu schaden. Ob davon jede Darstellung, richtig und besonders klug war, ob er sich damit immer einen Gefallen getan hat, darüber kann man im Einzelfall streiten. Jedenfalls kam es vor und kommt immer wieder, daß, wenn im Nachhinein (auch nur kleine) Ungereimtheiten auftreten, diese eher persönlichen Schreiben öffentlich gemacht und gegen ihn verwendet wurden und werden. Aber nicht nur dann, sondern sogar für Geschriebenes, worin er vollkommen offen und ehrlich war, ist er hinterher für seine (ich will es mal so nennen) "Naivität" bestraft worden. Ein Beispiel dieser Satz: "Ich hatte es nie nötig, Carl May zu lesen." - Derartige Erfahrungen haben ihn sicher noch in seinen etwas seltsamen Eigenarten bestärkt, sodaß er nun kaum noch persönlich antwortet, was auch früher schon selten genug vorkam. Ich hab auch kaum Karl May gelesen. Ist dumm von mir, das offen zuzugeben?
    Geändert von Buddel-Bill (14.05.2005 um 11:25 Uhr) Grund: Tippfehler

  24. #49
    Mitglied Avatar von Predantus
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    Berliner Zeitung, 14. Mai 2005
    Weltall, Erde, Digedags – Am Pfingsmontag wird der "Mosaik"-Erfinder Johannes Hegenbarth 80 Jahre alt. von Ralf Schenk

  25. #50
    Moderator Digedags Forum Avatar von Tangentus
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    Danke @Predantus, dass du wieder zum Thema zurückführst!
    Ich ergänze:
    Mitteldeutsche Zeitung (Halle) 14. Mai 2005
    Drei putzige Helden überdauern die Zeiten - Hannes Hegen: Erfinder der legendären Digedags wird 80 Jahre alt
    von Steffen Reichert
    (mit Hinweis auf die Wolfener Börse)

    Sächsische Zeitung (Dresden) 14. Mai 2005
    Comic als Heimat - Am Pfingstmontag wird Hannes Hegen, Schöpfer des „Mosaik“, 80. Vor 50 Jahren erschien der legendäre Comic erstmals
    von Udo Lemke

    Freie Presse (Chemnitz) 14. Mai 2005
    Knollennasen reisen gegen Micky Maus durch die Welt - Hannes Hegen, der Erfinder der beliebten Comicfiguren „Digedags“, wird am Montag 80 Jahre alt
    von Tim Hoffmann

    Leipziger Volkszeitung 13. Mai 2005
    Science-Fiction trifft Operette - Wüste, Weltall, Wilder Westen - vor 50 Jahren starteten die drei komischen Kobolde Dig, Dag und Digedag im Mosaik ihre Reisen durchs Universum. Hannes Hegen, der geistige Vater der Digedags, wird am Montag 80 Jahre alt. Stammtisch, Clubs, Kult - um den langlebigsten deutschen Comic rankt sich bis heute eine rege Fankultur
    von Katrin Henneberg
    Wanduhr als Muse - Interview mit Hannes Hegen von Norbert Wehrstedt (von 1996)

    Märkische Oderzeitung (Frankfurt/Oder) 7. Mai 2005
    Einmal Vizekönig sein - Obwohl schon seit 1975 keine neuen Hefte mehr erscheinen, haben die „Digedags“ noch heute zahllose Fans. Am 17. Mai (sic!) wird ihr Schöpfer Hannes Hegen 80 Jahre alt
    von Thomas Kunze
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