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Thema: Fundstücke

  1. #1
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    Lightbulb Fundstücke

    Jugendpresse: Freie Deutsche Jugend (FDJ) und Pionierorganisation »Ernst Thälmann« verfügen über 3 Verlage: Verlag Junge Welt (gegr. 29.12.1951), Kinderbuchverlag (1.6.1947) und Verlag Neues Leben (17.6.1946). Im Verlag Junge Welt erscheinen 15 Zeitungen und Zeitschriften mit einer Gesamtauflage von (1981) 7534000 pro Ausgabe. Für Vorschulkinder wird (seit 15.2.1957, Aufl. 1979: 736300) »Bummi«, für Jungpioniere und Schüler der Klassen 1-3 (seit 1.7.1946, Aufl. 1979: 885000) die »ABC-Zeitung« herausgegeben. Für die Thälmann- Pioniere und Schüler der Klassen 4-7 erscheint (seit 1.5.1948, Aufl. 1979: 703300) die »Trommel«. An die älteren Schüler und Lehrlinge wendet sich (seit 12.2.1947) die Tageszeitung »Junge Welt«, Organ des Zentralrates der FDJ. Mit einer Auflage von (1982) 1,1 Mill. Exemplaren ist sie die auflagenstärkste Zeitung der DDR. Für die Studenten bestimmt war (seit 16.2.1947 bis Mai 1983) die 14tägig erscheinende Zeitschrift des Zentralrates der FDJ »Forum«. »Junge Generation« (seit 5.10.1947, Aufl. 1979: 71300) und »Pionierleiter« (seit 1.7.1950, Aufl. 1979: 44300) wenden sich an die Funktionäre der FDJ bzw. der Pionierorganisation. Ferner erscheinen die Zeitschriften »practic« (seit 2.5.1956), »technikus« (seit 19.1.1963) und »Jugend und Technik« (seit11.7.1953) für Kinder und Jugendliche mit Bastel- und technischen Interessen (Aufl. 1979: 343100, 122100 bzw. 200700). Außerdem erscheinen die Kindermagazine »Atze« (seit 4.1.1955), »Mosaik« (seit 1.12.1955) und »Frösi« (seit 1.6.1953) sowie das Jugendmagazin »Neues Leben« (seit 10.12.1953) (Aufl. 1979: 544600, 891000, 516700 bzw. 538800). Schließlich wird 2monatlich das Auslandsmagazin »kontakt« (seit 19.9.1967) in englischer, französischer und spanischer Sprache herausgegeben (Aufl. 1979: 3588).
    Das Programm des Kinderbuchverlages wendet sich an die Kinder bis zum 14. Lebensjahr. Es reicht von der Belletristik über populärwissenschaftliche Ausgaben bis zu Bilderbüchern.
    Für Jugendliche bestimmt ist das Programm des Verlags Neues Leben. Es umfaßt zeitgenössische und klassische Literatur, Abenteuerliteratur, Sachbücher und anderes. Ferner erscheint Literatur für Kinder und Jugendliche auch in anderen Verlagen der DDR ( Kinder- und Jugendliteratur; Verlagswesen).
    [DDR-Handbuch: Jugendpresse, S. 1-2. Digitale Bibliothek Band 32: Enzyklopädie der DDR, S. 3575 (vgl. DDR-HB, S. 691-692) (c) Bundesministerium des Innern]


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    Hegenbarth, Johannes
    (Pseud. Hannes Hegen)
    geb. 12.5.1925 Böhmisch-Kamnitz
    Karikaturist, Comic-Künstler

    H. wurde als Sohn eines Glasraffinerieinhabers geboren. Er erlernte den Beruf des Glasgraveurs und studierte an der HS für angewandte Kunst in Wien. 1943 mußte er das Studium durch seine Einberufung zum Militär abbrechen. Von 1947 bis 1950 studierte er an der HS für Grafik und Buchkunst in Leipzig. 1950 bis 1954 wirkte er als Karikaturist am Berliner Verlag u.a. für »Frischer Wind« und »Magazin«. H. war Schöpfer der einzigen DDR-Comiczeitschrift »Mosaik«, die er 1955 bis 1975 im Verlag Neues Leben, dann im Verlag Junge Welt herausgab.

    Werke: u.a.: MOSAIK Nr. 1-223
    [Biographisches Handbuch der SBZ/DDR: Hegenbarth, Johannes, S. 1. Digitale Bibliothek Band 32: Enzyklopädie der DDR, S. 12493 (vgl. DDR-Biogr. HB, S. 287) (c) 1996 by K.G.Saur Verlag]


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    Dräger, Lothar
    geb. 19.1.1927 Schwennenz bei Stettin
    Comic-Autor

    D. wurde als Sohn eines Eisenbahningenieurs geboren und besuchte das Realgymnasium. Kriegsdienst leistete er als Flakhelfer. 1947 besuchte er das Klindworth-Scharwenka-Konservatorium Berlin. Dann erhielt er im Studium an der HS für Musik eine Ausbildung als Sänger. Ab 1957 war D. Mitarbeiter, 1975 bis 1990 künstlerischer Leiter der Comic-Zeitschrift »Mosaik«. Mit L. Rietschel und H. Boche war er Schöpfer der Comic-Figuren »Abrafaxe«.
    [Biographisches Handbuch der SBZ/DDR: Dräger, Lothar, S. 1. Digitale Bibliothek Band 32: Enzyklopädie der DDR, S. 11386 (vgl. DDR-Biogr. HB, S. 134) (c) 1996 by K.G.Saur Verlag]

  2. #2
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    Re: Fundstücke

    Herzlichen Dank für die Info, Scheuchi!

  3. #3
    Mitglied Avatar von Möhrenfelder
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    Die Auflagenhöhe haben die ja toll angegeben, aber was ist denn mit den Remittenden. Beim Mosaik gabs keine, aber bei den anderen Blättern

  4. #4
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    Ich bezweifele dass es beispielsweise beim Jugendmagzin "Neues Leben" mehr Remis gab als beim Mosaik - "Neues Leben" war zu meiner Zeit (80er) wesentlich schwieriger zu kriegen.

  5. #5
    Mitglied Avatar von Möhrenfelder
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    Stimmt, "Neues Leben" war fast so schwer zu kriegen wie "Magazin", jedenfalls manchmal. Wobei man sich letztlich nur mit einem Zeitschriftenhändler bzw. Buchhändler "anfreunden" musste, dann ging alles als "Bückware" zumindest bei uns in der Kleinstadt, wo ich damals lebte. Aber "Atze" und "Frösi" gingen wohl immer etliche zurück an den Verlag. "Atze" hab ich nie gemocht, die "Frösi" hatte ich sogar im Abo, das ging, wen wunderts, im Gegensatz zum Mosaik fast sofort. Allerdings hab ich an der "Frösi" so etwa mit 12 oder 13 das Interesse komplett verloren. Ach so, ich rede hier von den frühen 70ern. In den 80ern hab ich, außer Mosaik, eigentlich nix mehr von diesen Sachen gelesen. Na ja, die "Junge Welt" war Standardlektüre, die also schon.
    Geändert von Möhrenfelder (17.08.2003 um 12:02 Uhr)

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