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  1. #1
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    LTB 1 - "Der Kolumbusfalter"

    Seltsamerweise scheint hier das legendäre LTB 1 noch nicht besprochen worden zu sein. Dem will ich gleich mal Abhilfe schaffen.

    Die Storys des Bandes:

    Der Kolumbusfalter
    Die Zebramuschel
    Der Gespensterschatz
    Donald im Jahr 2001


    In "Der Kolumbusfalter" fotografieren Donald und seine Neffen im Auftrag von Gitta besondere Muster für ihre handgemalten Stoffe. Dagobert ist dies natürlich ein Dorn im Auge, weshalb er versucht, Donald seiner Konkurrentin Gitta abspenstig zu machen. Donald denkt jedoch nicht daran, sich in Dagoberts Dienste zu stellen. Derweilen hecken Tick, Trick und Track einen gefinkelten Streich aus: Sie fotografieren zufällig einen Schmetterling mit einem Flügelmuster, das nach einer Schatzkarte aussieht. Nachdem sie den angegebenen Fundort leer vorfinden, überlassen sie es Donald, es ihnen gleich zu tun, indem sie die Ahnungslosen spielen Allerdings mischen dann auch noch Onkel Dagobert und die Panzerknacker mit und es entbrennt eine aufregende Schatzsuche mit ungeahntem Ausgang...
    Diese Geschichte ist ein absoluter Höhepunkt der gesamten Reihe: Einige skurrile, witzige Einfälle gepaart mit atemloser Spannung und einem irrsinnigen Erzähltempo. Die Zeichnungen sind liebevoll und die Figuren ausdrucksstark.


    "Die Zebramuschel" ist nicht ganz so gut gelungen, aber dennoch hinreichend witzig und spannend. Donald beschließt, sich über die Volkshochschule fortzubilden. Ganz besonders interessiert er sich für Vorträge über Weichtiere, etwa zum Thema "Trägt die Miesmuschel ihren Namen zu Recht?". Derweil werden Onkel Dagoberts Kokosplantagen von einer rätselhaften Krankheit befallen, die sämtliche Kokosnüsse verfaulen lässt. Donald soll gemeinsam mit Tick, Trick und Track der geheimnisvollen Seuche auf den Grund gehen.


    Die wohl witzigste, wenngleich abstruseste Story des Buches, bietet "Der Gespensterschatz". In Dagoberts Geldspeicher haust ein geheimnisvoller Eindringling, der sich als Toshy von MacIntosh herausstellt - ein aus Schottland emigriertes Gespenst, das es in seiner Heimat aus nervlichen Gründen nicht mehr aushielt und im Geldspeicher seine seelige Ruhe fand. Dagobert passt das gar nicht - schließlich zahlt das Gespenst keine Miete... Der gute Donald erbarmt sich des delongierten Geistes und lässt ihn bei sich zu Hause wohnen, woraufhin Toshy ihm das Versteck eines Schatzes verrät. Dummerweise erfährt Dagobert davon und versucht mit allen Tricks, an den Schatz zu gelangen...

    Hier ist es nicht so sehr die Story, die fesselt, als vielmehr die Gags. Etwa, wenn Dagobert sich eine Tageszeitung erschwindelt, indem er sich als Mitglied des "Vereins zur Bekämpfung von Rechtschreibfehlern in Zeitungen" ausgibt und die Zeitung eines ehrlichen Käufers quasi konfisziert, um die Fehler ausbessern zu lassen. Oder, wenn er gemeinsam mit seinem Neffen Donald in eine Irrenanstalt (political correctness darf man in alten Comics nicht erwarten!) verfrachtet wird und sich die behandelnden Ärzte darüber wundern, dass zwei "Verrückte" sich für ganz normale Personen halten.


    Einen würdevollen Abschluss bietet "Donald im Jahre 2001". Dabei werden Donald und seine drei Neffen mit Hilfe einer Zeitmaschine in das Jahr 2001 versetzt. Dagobert möchte nämlich heraus finden, ob sein gewaltiges Vermögen nach seinem Tode vom Erben Donald sinnlos verprasst oder sorgsam verwaltet wird. Überraschenderweise zeigt sich, dass Donalds zukünftiges Ich genau so geizig ist, wie es sein Erbonkel war. Was Donald natürlich gar nicht recht ist, weshalb er sich sogar mit den Panzerknackern verbündet, um dem Donald des Jahres 2001 eins auszuwischen - doch dieser ist nicht nur geizig sondern auch clever...

    Rasend lustig ist die Story nicht gerade, bietet aber ein paar Zeitreiseparadoxa, von denen sich so manch unlogischer Film eine Scheibe abschneiden könnte. Interessant ist auch der naive Charme der Geschichte, in der die Menschen seltsame Hüte tragen, Gebäude streng geometrische Formen aufweisen und Atomkraft die primäre Energiequelle darstellt.

  2. #2
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    Donald im Jahre 2001 ist eine legendäre Geschichte. Immer wieder lustig die damaligen Vorstellungen über das Jahr 2001. Sicher nicht das Beste LTB aller Zeiten, aber doch ein Gutes.

    ( Wundere mich warum hier mehr als 2 Jahre lang kein einziger was hineingepostet hat, irgendwie muss der Thread untergegangen sein- bevor er überhaupt richtig aufgetaucht ist )

  3. #3
    Dauerhaft gesperrt Avatar von Creamsickle
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    Danke fürs auftauchen!
    Sehr schöner Band mit guten Geschichten! Ich hab' die Neuauflage und finde, dass das Cover schöner ist als beim Alten.

  4. #4
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    Besonders hinzuweisen ist auf den "Gespensterschatz" - eine Geschichte von Bottaro, die durch und durch im Barks-Stil gezeichnet ist. Auf Schritt und Tritt kann man hier Kopien aus Barks-Klassikern entdecken wie z.B. "Pflanzenfimmel" (TGDD 25), "Das goldene Vlies" (TGDD 77) oder "Der zweitreichste Mann der Welt" (TGDD 78). Manche Leser hatten die Geschichte seinerzeit gar für Barks gehalten.

    Ansonsten sieht man auf S. 38 ein Kuriosum: daß nämlich Schmetterlinge im Duck-Universum ein Gebiß mit Zähnen sowie Pupillenaugen mit Wimpern besitzen.

  5. #5
    Mitglied Avatar von DerMünzmeister
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    Zitat Zitat von Rainer72
    Donald im Jahr 2001
    Richtig Kult, diese Geschichte! Irre lustig zu lesen

  6. #6
    Zitat Zitat von Aku Ankka Beitrag anzeigen
    Donald im Jahre 2001 ist eine legendäre Geschichte. Immer wieder lustig die damaligen Vorstellungen über das Jahr 2001.
    Da stimme ich dir zu


    Was die sich da gedacht haben. Ein Alien liest Zeitung


    Na, ja... leider ist die Zeit noch nicht soweit.

    Die Story ist super. Wer ist noch...



  7. #7
    Mitglied Avatar von T.A.F.K.A.T.
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    Zitat Zitat von Aku Ankka Beitrag anzeigen
    Donald im Jahre 2001 ist eine legendäre Geschichte. Immer wieder lustig die damaligen Vorstellungen über das Jahr 2001.)
    Ich bin ja der Meinung, dass das eher eine Parodie auf die damals grassierenden Zukunftsromane und -comics war. Die Geschichte entstand schließlich 1961, einer Hochzeit von diesen

    Außerdem bin ich etwas überfordert mit dieser Geschichte. Donald und die Neffen düsen in die Zukunft und spalten dadurch ihre Persönlichkeit, so dass ihr eines "Ich" in der Vergangenheit bleibt und ihr anderes "Ich" 2001 landet. OK. Wieso liest denn der ältere Donald aber dann in seinem Buch, es seien 4 Mitglieder der Familie Duck verschwunden und in die Zukunft geschickt worden? Wie soll das denn gehen? Entweder wurden die Persönlichkeiten gespalten, dann dürfte aber ja niemand etwas davon wissen. Oder das ist nicht passiert - dann ist Donald aber doch in die Zukunft geschickt worden, und den Zukunfts-Donald dürfte es gar nicht geben!
    Die allerdümmste Frage am Schluss: wieso ist Onkel Dagobert eigentlich nicht selbst in die Zukunft gereist, um sich Donald anzusehen??? Ich meine, Donald könnte ihm ja sonstwas erzählen, er könnte es nicht nachprüfen, und das ganze Experiment, nämlich herauszufinden was Donald mit dem Erbe macht, wäre sinnlos gewesen.
    Irgendwie ist die ganze Geschichte echt hanebüchen, oder?
    Geändert von T.A.F.K.A.T. (06.05.2007 um 00:03 Uhr)

  8. #8
    Eine mögliche und für jeden sensiblen Menschen nachvollziehbare Erklärung: Dagobert möchte nicht eine Welt kennenlernen, in der er tot ist (und ggf. sogar etwas über die Umstände seines eigenen Todes erfährt).

    Erstaunlich jedoch, warum er die Zeitmaschine nicht für Schatzsuchen (der Nibelungenhort), Grundstückskäufe (Manhattan für 24$) oder Börsenspekulationen einsetzt.

  9. #9

    Exclamation Zeitparadoxen

    Mein 100. Beitrag bittesehr
    Ich finde dass "Donald im Jahr 2001 "
    eine der besten Duck - Geschichten überhaupt ist !

    Auch reiht Sie sich voll gut in die Science Fiction Storys aus deren Besonderer Blütezeit, den 60ern, ein !

    Eine der wichtigsten offenen Fragen des MMU wird scheinbar beantwortet : Wer erbt schliesslich des reichsten Mannes der Welt Vermögen , und was wird der Betreffende damit tun ?

    Aus einigen anderen Storys geht Hervor dass Dagobert unter seinen Anverwandten Donald ,Gustav sowie Tick , Trick und Track als mögliche Erben betrachtet. Mitunter versucht Er deren Würdigkeit und Geschäftstüchtigkeit auf die Probe zu stellen. Die Zeitreise, um diese Dinge herauszufinden ,ist eine echt logische und gute Idee.

    Vielleicht verlässt sich Dagobert auf Donalds Ehrliche Berichterstattung ! Oder hat vor mit speziellen Fragen( Wie bewahrst du dein Vermögen in der Zukunft? Worin Investierst du ? ) auf den Busch zu klopfen.
    Auch weiss Dagobert dass die drei Pfadfinder kaum lügen werden !

    Tatsächlich lügt Donald Dagobert vor er hätte in der Zukunft dessen Vermögen Verprasst und wird zu seiner Freude enterbt . Nun wird ihm das Vermögen nicht mehr den Charakter verderben.

    Hier ist aber ein interessantes Phänomen zu beobachten: In weiteren späteren Stories gilt Donald ja doch wieder als Haupterbe Dagoberts. Wann und Warum hat wohl Dagobert beschlossen Donald doch wieder als Erbe einzusetzen, und warum ist es Donald wieder recht ?

    Es ist halt klar dass der Status Quo "Donald = Dagoberts Haupterbe " beibehalten werden muss!

    Ähnliches Phänomen: in einem Ltb zwischen 80 und 125 gibt es eine Story in der Dagobert am Ende zu drei Jahren Gefängnis verurteilt wird. man sieht ihn dann in der Zelle seine Memoiren oder so etwas schreiben. Natürlich ist Dagobert in allen weiteren Storys FREI , ohne dass erklärt wird wieso.

    Schon am Wuchs der 3 Neffen ersieht man dass keine 3 jahre Vergangen sind .

    Zitat Zitat von T.A.F.K.A.T. Beitrag anzeigen
    Irgendwie ist die ganze Geschichte echt hanebüchen, oder?
    Das ist aber bei Zeitreisegeschichten meistens so. Auch bei diversen Star - Trek Folgen ist das der Fall. Bei einem Funny ,wie hier bei dieser Duck-Story erscheinen die Unlogiken aber weniger tragisch finde ich !
    Geändert von Udo Blindenberg (05.06.2007 um 00:12 Uhr)

  10. #10
    Mitglied Avatar von langhaar!
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    Zitat Zitat von Udo Blindenberg Beitrag anzeigen
    Das ist aber bei Zeitreisegeschichten meistens so.
    Sobald man akzeptiert, dass Zeitreisen möglich sind, besteht das Problem der Kausalität (Zeitparadoxon).

    Das erfolgt unvermeidlich aus der Prämisse. Insofern sind die meisten Zeitreisegeschichten durchaus nicht hanebüchen.

    Die Duck-Geschichte hingegen ist einfach nur völliger Schwachsinn.

  11. #11
    Es ist eine nette Gag-Geschichte
    Das sich die duck geschichten selten auf einander beziehen
    ist doch immer so. Gerade Zeitmaschinen hat Daniel immer wieder neue erfunden, die dann meist nach einer Geschichte eingemottet werden. Immerhin bezahlt dagobert ja nicht, da baucht er eben die Einzelteile wieder für die nächste Erfindung

  12. #12
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    Für mich ist klar, dass es nie Zeitmaschinen geben wird.
    Warum? Nun, wir hatten noch nie Besucher aus der Zukunft. So geschickt können sich Zeitreisende über Jahrtausende nicht anstellen, dass sie stets unbemerkt bleiben.

  13. #13
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    Das ist so nicht ganz richtig. Nachweislich kann man mit einer Zeitmaschine unmöglich in eine Zeit reisen, in der es sie noch nicht gab (zu erklären warum, könnte länger dauern), das heißt, wenn irgendwann eine Zeitmaschine erfunden wird, kann man damit nicht in unsere Zeit reisen, dass es keinen Besuch aus der Zukunft gegeben hat spricht also nicht gegen die Erfindung einer Zeitmaschine. Dennoch ist es unwahrscheinlich, dass wir je mit einer Zeitmaschine reisen können, da das Ding mehr Energie bräuchte, als wir jemals gewinnen könnten.
    Ganz anders siehst es natürlich mit Phänomenen wie Wurmlöchern aus, vorausgesetzt, dass diese sich für Zeitreisen nutzen lassen.

  14. #14
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    Ich bitte dennoch um Erklärung. Hey, das Offtopic muss jetzt mal sein. Warum sollte man damit nicht in eine Zeit VOR der Zeitmaschine reisen können?
    Im übrigen frage ich mich, woher man das mit der Energiefrage wissen will, wenn noch keiner einen Plan hat, wie das überhaupt funktionieren soll.
    Viele behaupten ja, man könne da mit Überlichtgeschwindigkeit was machen. Ich glaube das nicht so ganz... Auch wenn man schneller irgendwo ankommt, als das Licht von gewissen Ereignissen... stattgefunden haben die Ereignisse trotzdem zu der Zeit an dem Ort.

  15. #15
    Mitglied Avatar von langhaar!
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    Zu dem Thema liest du am besten mal was von Hawkins.

  16. #16
    Mitglied Avatar von T.A.F.K.A.T.
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    Zitat Zitat von djducky Beitrag anzeigen
    Für mich ist klar, dass es nie Zeitmaschinen geben wird.
    Warum? Nun, wir hatten noch nie Besucher aus der Zukunft. So geschickt können sich Zeitreisende über Jahrtausende nicht anstellen, dass sie stets unbemerkt bleiben.
    Nicht ganz unrecht, stellt es euch doch mal vor: ganze Touristengruppen mit Fotoapparaten ständen an den Iden des März 44 v.Chr. am Theater des Pompejus in Rom, ca. 30 n.Chr. am Berg Golgotha oder 70 n. Chr. bei Pompeii . . .
    Grauenhafte Vorstellung, irgendwie, Pauschalreisen zur Geschichte, Millionen knipsender Touris im Hawaiihemd bei Jesu Kreuzigung . . .

    Back to Topic: mir hat immer noch niemand befriedigend - erklärt, wie es denn möglich sein soll:
    Zitat Zitat von T.A.F.K.A.T. Beitrag anzeigen
    Donald und die Neffen düsen in die Zukunft und spalten dadurch ihre Persönlichkeit, so dass ihr eines "Ich" in der Vergangenheit bleibt und ihr anderes "Ich" 2001 landet. OK. Wieso liest denn der ältere Donald aber dann in seinem Buch, es seien 4 Mitglieder der Familie Duck verschwunden und in die Zukunft geschickt worden? Wie soll das denn gehen? Entweder wurden die Persönlichkeiten gespalten, dann dürfte aber ja niemand etwas davon wissen. Oder das ist nicht passiert - dann ist Donald aber doch in die Zukunft geschickt worden, und den Zukunfts-Donald dürfte es gar nicht geben!
    Ich finde immer noch, entweder ist es eine nicht leicht zu erkennende Parodie auf Zeitreisegeschichten, oder einfach nur grauenhaft erzählt.
    Geändert von T.A.F.K.A.T. (31.05.2007 um 14:59 Uhr)

  17. #17
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    Es hat auch niemand versucht, dir das befriedigend zu erklären, weil es nicht möglich ist. Das ist einfach ein Fehler.

    Was die Begründung angeht, warum man nicht in eine Zeit reisen kann, in der es die Zeitmaschine noch nicht gibt, so bin ich mir nicht sicher, ob ich das jetzt aus dem Kopf zusammenkriege. es ging irgendwie darum, dass das Objekt um das sich was-auch-immer krümmt, während der gesamten Krümmung vorhanden sein muss. Oder so ähnlich.
    Ein Konzept für eine Zeitmaschine gibt es übrigens sehr wohl, nämlich ein künstliches Wurmloch. Ob das funktioniert konnte nur eben nicht ausprobiert werden, da es an Energie mangelt. Das größtze Problem dabei ist, das wurmloch so klein zu machen, dass es keine Katastrophe gibt, wenn es tatsächlich funktioniert, aber auch für ein großes Wurmloch hätte derzeit niemand die Mittel - vorausgesetzt, es lässt sich erzeugen, was man vorher, wie gesagt, nicht sagen kann...
    Geändert von Skelch I. (31.05.2007 um 15:52 Uhr)

  18. #18
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    Hmm, man bräuchte einfach nur ein paar hundert Lichtjahre enfernt einen riesigen Spiegel, und wenn man da dann mit einem Fernglas reinschaut und wieder ein paar hundert Jahre von da auf unsere Erde zurückschaut, sieht man unsere liebe Erde in der Vergangenheit, oder lieg ich da falsch?
    Und dann hat man auch keine Touris im antiken Rom

  19. #19
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    Einfach nur? Du bist gut...

  20. #20

    Umgekehrt - na logisch!

    Zitat Zitat von Skelch I. Beitrag anzeigen
    Das ist so nicht ganz richtig. Nachweislich kann man mit einer Zeitmaschine unmöglich in eine Zeit reisen, in der es sie noch nicht gab
    Sehen wirs doch mal umgekehrt: Wenn wir in die Vergangenheit reisen, sehen wir dort die Römer in ihrer Gegenwart. Wenn die Zukunftsmenschen in unsere Zeit reisen, sehen sie dort uns in unser Gegenwart. Also würde die Zukunft schon existieren! Irgendwo im Jahre 3007 hat jemand eine Zeitmaschine fabriziert und eines Tages wird er uns besuchen kommen. Oder auch nicht! Dann vergeht die Zeit weiter und bald befinden wir uns selbst im Jahre 3007.
    Denkt doch noch mal an die Zwillingsgeschichte von Albert Einstein. Ein Zwlling fliegt mit Lichtgeschwindigkeit ins Weltall. Als er wieder zurück kommt ist er noch fast so alt wie vorher, währndessen auf der Erde viele Jahre vergangen sind.
    ''A year is not a minute. Are im right, Uncle Scrooge - eheh''

    aus ''Die Grotte der Zukunft'' by Don Rosa

    Die William Van Horn Fansite

    ''Was starrst du mich so an du LTB. Zuckt schon dein Donald Duck Sonderheft in deiner Hand''?

    zitated by Dr. Erika Fuchs.



  21. #21
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    Was die Entenhausener Ebene anbelangt, gab es Zeitmaschinen schon in grauer Vorzeit. Die älteste dürfte der Zeit-Streitwagen von König Tulip gewesen sein - gebaut 620 v.Chr. (MV 10/80, S.29). Und im antiken Griechenland gelang es einem Erfinder um 490 v.Chr., einen Zeitwandler auf der Grundlage der Chronium-Einkristalle zu entwickeln (MM 24/69, S.38f). Wäre ihm das nicht gelungen, müßten wir heute wohl auf den Genuß der Duck-Geschichten verzichten, denn nur mit dieser antiken Zeitmaschine gelang den Ducks die Rückkehr nach Entenhausen (Düsentrieb hatte mit seiner Zeitmaschine wieder mal einen Bock geschossen).

    Am Rande sei erwähnt, daß die "Kammer für Persönlichkeitsspaltung und Zeitbeschleunigung" aus dem LTB 1 nicht Düsentrieb zugeschrieben wird. Der Konstrukteur bleibt unbekannt.

  22. #22
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    Sportkick, es geht darum, dass man nicht in eine Zeit reisen kann, in der es die Zeitmaschine noch nicht gibt. Ob man die nun Gegenwart, Vergangenheit oder Zukunft nennen will, ist völlig egal.

  23. #23
    Mitglied Avatar von langhaar!
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    Und die Geschichte mit den verschieden alten Zwillingen hat mit Zeitreisen auch nichts zu tun. Im Einsteinschen Modell sind Zeitreisen nicht möglich.

    @TAFKAT
    Hat dir meine Erkärung in Beitrag 10, letzter Satz, nicht gereicht?

  24. #24
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    Terry Pratchett: Darwin und die Götter der Scheibenwelt. Dort steht, wie man in die Zukunft kommt: einfach abwarten.

    Das Energieproblem und die Theorie, daß man nicht hinter die Erschaffung der Zeitmaschine zurück reisen könne, behandelt er auch. Alles recht lustig, wenngleich es nicht sein bestes Werk ist.

  25. #25
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    Zitat Zitat von Skelch I. Beitrag anzeigen
    Es hat auch niemand versucht, dir das befriedigend zu erklären, weil es nicht möglich ist. Das ist einfach ein Fehler.

    Was die Begründung angeht, warum man nicht in eine Zeit reisen kann, in der es die Zeitmaschine noch nicht gibt, so bin ich mir nicht sicher, ob ich das jetzt aus dem Kopf zusammenkriege. es ging irgendwie darum, dass das Objekt um das sich was-auch-immer krümmt, während der gesamten Krümmung vorhanden sein muss. Oder so ähnlich.
    Ein Konzept für eine Zeitmaschine gibt es übrigens sehr wohl, nämlich ein künstliches Wurmloch. Ob das funktioniert konnte nur eben nicht ausprobiert werden, da es an Energie mangelt. Das größtze Problem dabei ist, das wurmloch so klein zu machen, dass es keine Katastrophe gibt, wenn es tatsächlich funktioniert, aber auch für ein großes Wurmloch hätte derzeit niemand die Mittel - vorausgesetzt, es lässt sich erzeugen, was man vorher, wie gesagt, nicht sagen kann...
    Dann müsste ich jetzt noch wissen, warum man mit einem Wurmloch durch die Zeit reisen können sollte?
    Jedenfalls habe ich vor dem Kapitel mit der Lichtgeschwindigkeit bei Einstein schon immer kapituliert. Bis zu diesem Punkt klingt bei ihm alles super einleuchtend. Aber dass Zeit langsamer vergeht, während man mit Lichtgeschwindigkeit fliegt, halte ich einfach für unvorstellbar. Ich kann mir, wie gesagt, nur denken, dass man das Licht von einem Ereignis überholt und es erst später sieht.

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