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  1. #51
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    @Jano: > Der Blitz ist die schizophrene zweite Persönlichkeit von Joachim <

    Nix da! Ich bin dem Blitz schon oft persönlich gegenüber gestanden bzw. bei erbitterten Sensible Soccer-Turnieren neben ihm gesessen und weiß, dass ich dabei vor keinem Spiegel stand oder gegen mich selbst antrat. Aber wir haben trotz phänotypisch großen Unterschieden wirklich viele Gemeinsamkeiten, vor allem, was den Geschmack in Sachen Popmusik, Comics und SF betrifft.

    @alastor: > Und das der Erfolg vieler Menschen auf dem anderer aufbaut, tja, bei wem ist das wohl nicht so gewesen, alles baut letztendlich aufeinander auf <

    Barks hat sich Onkel Dagobert, die Panzerknacker, Gundel Gaukeley, Gustav Gans und etliche andere Figuren selbst ausgedacht, die für Entenhausen enorm wichtig sind. Ich wüsste nicht, dass Don Rosa für Entenhausen irgendetwas von auch nur annähernder Bedeutung erschaffen hätte.

    Um mein Gleichnis von gestern zu verbessern: Carl Barks war die Sonne Entenhausens, Don Rosa ist der Mond - er kann scheinen, weil es Barks gibt, aber nur in dessen Abwesenheit.

    Dies alles ist übrigens meine Privatmeinung. Als freiberuflicher Comicredakteur lasse ich natürlich nichts auf Don Rosa kommen, weil er bei der Mehrzahl unserer Leser wirklich enorm populär ist(DAS ist meine wahre Schizophrenie, Jano).

  2. #52
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Und ich sage es noch einmal: Banana Joe hat geschrieben "der wie ich finde beste Zeichner, der eine Ente je gezeichnet hat", worauf ich erwidert habe, dass ich ihm im Bezug darauf zustimmen kann.
    Ich habe niemals explizit behauptet, Don wäre des beste Duck-Zeichner aller Zeiten, nichts gehe über ihn und überhaupt wäre die Welt besser, wenn jeder so denken würde oder irgend so etwas in der Art...

    Vielleicht hatte ich mich etwas unglücklich ausgedrückt... ich wollte damit lediglich sagen, dass ich Dons Geschichten am unterhaltsamsten finde und seine Zeichnungen mir persönlich am besten gefallen.

    Wie schon öfters erwähnt: Jeder sollte einen anderen Lieblingszeichner haben dürfen, wenn er dies will - und solange er nicht andere Zeichner heruntermacht.

    Und mal ganz ehrlich - das ewige Vergöttern von Barks hier und Barks da ist keinen Deut besser, als wenn jemand mal Dons Geschichten positiv hervorhebt. Für diejenigen, die nicht unbedingt die Auffassung "Du sollst keine anderen Zeichner haben neben mir" teilen, ist das rumgebarkse genauso nervig...

    Außerdem finde ich es etwas absurd, einen Zeichner aufgrund dessen zu kritisieren, dass seine Fans seine Zeichnungen lieber mögen als die von anderen Zeichnern, die die ein oder andere Vorlage (oder von mir aus auch den gesamten Handlungskosmos ) für die Geschichten geliefert haben...

    Jano
    Geändert von Jano (08.03.2003 um 02:23 Uhr)

  3. #53
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Original geschrieben von Joachim
    Dies alles ist übrigens meine Privatmeinung. Als freiberuflicher Comicredakteur lasse ich natürlich nichts auf Don Rosa kommen, weil er bei der Mehrzahl unserer Leser wirklich enorm populär ist (DAS ist meine wahre Schizophrenie, Jano).
    Tja, das kann man dann wohl wirklich A Beautiful Mind nennen.

    Jano

  4. #54
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    Also ich finde auch, dass es unsinnig ist, darüber zu streiten wer nun letztendlich der bessere Zeichner ist. Jeder hat seinen eigenen Geschmack und das ist auch gut so.
    Und dass Rosa ohne Barks nicht "existieren" könnte, ist auch klar.
    Mir persönlich gefallen Dons Zeichnungen besser, aber auch Barks' Zeichenstil finde ich super.
    Bei mir kommt es auch auf die Story an. Manchmal finde ich Dons Zeichnungen nicht so passend zur Story, dafür finde ich dann vielleicht Barks besser.

    Simon
    Das Pech verfolgt mich nicht - es scheint zu wissen wohin ich gehe und wartet dort auf mich.

    [Ehemals $imon]

  5. #55
    Alastor Mad-Eye Moody
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    @Joachim:Ach nein, Don Rosa hat natürlich überhaupt keine neuen Charactere entwickelt, sondern bloß platte Slapstick-Figuren....
    Und ohne Barks wäre Don villeicht ein berühmter Architekt geworden...
    Und ohne Disney wäre Barks vielleicht Fortsetzungsromanschreiber geworden...
    Ich meine, wer kann das schon sagen, sowas ist IMHO eine herabwürdigung von Don Rosas Fähigkeiten und vielleicht liegt es, wie schon von Nimmermehr wild spekuliert, daran, dass Barks zu Lebzeiten nicht so viel Ruhm geerntet hat wie Rosa in seiner Schaffenszeit, und dass das viele instinktiv als ungerecht empfinden...

  6. #56
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    Original geschrieben von alastor mad eye mody
    @Joachim:Ach nein, Don Rosa hat natürlich überhaupt keine neuen Charactere entwickelt, sondern bloß platte Slapstick-Figuren....
    Ich glaube, Joachim meinte damit mehr, dass diese neuen Figuren das Duck-Universum maßgeblich prägen.
    Ich aknn mich nicht daran erinnern, Mathilda Duck, Arpin Lusène oder Schlemihl Schlappert mal in einem Nicht-Rosa-Comic gesehen zu ahben. Aber kommt ja vielleicht in den 10er Jahren mal, wer weiß...

  7. #57
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    Original geschrieben von alastor mad eye mody
    Und ohne Disney wäre Barks vielleicht Fortsetzungsromanschreiber geworden...
    Solch ein Dumfug lässt mich frühzeitig ergrauen. Außer einer doof rumschnatternden Ente hat Disney kaum eine Vorlage für Carl Barks geliefert und auch sonst wenig zu Barks´ Arbeit beigetragen. Carl Barks ist der größte Künstler in der (recht jungen) Geschichte der Comics. Ende der Diskussion.

  8. #58
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    Original geschrieben von Jano
    Und mal ganz ehrlich - das ewige Vergöttern von Barks hier und Barks da ist keinen Deut besser, als wenn jemand mal Dons Geschichten positiv hervorhebt. Für diejenigen, die nicht unbedingt die Auffassung "Du sollst keine anderen Zeichner haben neben mir" teilen, ist das rumgebarkse genauso nervig...

    Jano, so sehr ich dich mag, ich muss dir widersprechen.
    Don Rosa ist ein talentierter Storyschreiber und zeichnet gagreiche Bilder. Jede seiner Geschichten sind, der Blitz möge mir verzeihen, eine Freude für mich.
    Carl Barks ist Gott. Oder sitzt zumindest jetzt ziemlich nah bei ihm.
    Und daher ist das Vergöttern von Carl Barks gerechtfertigt, das Vergöttern von Don Rosa ist genauso lächerlich wie das Gekreische der Meute bei RTL wegen den beiden Möchtegernsuperstars.

  9. #59
    Mitglied Avatar von branko999
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    Möchte, da gerade das Gutfinden und Runtermachen von Zeichnern erwähnt wird, auch was sagen!
    Vicar wird hier sehr oft runtergemacht, dabei finde ich ihn auch einen der besten zeichner (natürlich nach Don Rosa und Carl Barks)!
    Gottseidank sind die Meinungen ja verschieden!
    "Of all of our inventions for mass communication, pictures still speak the most universally understood language." - Walt Disney

  10. #60
    Mitglied Avatar von branko999
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    Aber das Forum hier heißt "Disney-Comics-Forum"!
    Ohne disney würde es nun wirklich nicht die wunderbaren Welten des donald Duck geben!
    Gut, nun aber Ende der Diskussion!
    Lohnt sich net, jetzt über Disney zu streiten!
    "Of all of our inventions for mass communication, pictures still speak the most universally understood language." - Walt Disney

  11. #61
    Mitglied Avatar von KTobi
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    @ Ungewitter: Du meinst diese doof rumschnatternde Ente, über die sich letztendlich alle anderen neu hinzugekommenen Figuren definieren? Es geht auch weniger um Vorlagen als um Auslöser, und da ist der Schluss ohne Disney kein Barks mindestens so einleuchtend wie ohne Barks kein Rosa.
    Was aber nichts dran ändert, dass einen solche Spekulationen in der Diskussion kein Stück voranbringen. Dass ohne Barks Disney-Comics wie wir sie heute kennen nicht möglich wären, kann ja niemand ernsthaft bestreiten. Aber daraus abzuleiten, dass er der beste Zeichner, beste Texter ist und abweichende Meinungen mit dem Hinweis auf die Verdienste Carl Barks' beiseite zu wischen, ist nicht sinnvoll. Bei Dingen wie "Bester Zeichner", "Bester Texter" , "Bester Erzähler" geht es nämlich nur um die Geschichten selbst und um nichts sonst. Und beim Vergleich von Geschichten spielen andere Kriterien eine Rolle, die nicht zuletzt auch vom eigenen Geschmack abhängen. Was ist so schwer daran, diese beiden Dinge auseinanderzuhalten??

  12. #62
    Moderator dani books Avatar von Jano
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    Original geschrieben von Ungewitter

    Und daher ist das Vergöttern von Carl Barks gerechtfertigt, das Vergöttern von Don Rosa ist genauso lächerlich wie das Gekreische der Meute bei RTL wegen den beiden Möchtegernsuperstars.
    Naja, von mir aus kann man ja auch vergöttern, wen man will, solange man den anderen nicht seine Meinung aufzuzwingen versucht, wenn diese die Sache nicht haargenauso sehen.

    Bei mir würde ich übrigens weder bei Barks noch bei Rosa von vergöttern sprechen. Ich finde zwar Dons Geschichten - meistens zumindest - ausgesprochen gut und um einiges besser als die von vielen anderen Zeichnern, einen Rosa-Schrein würde ich mir trotzdem nicht erbauen (zumal ich noch nicht mal die komplette Albenserie habe, sondern - wie ich zugeben muss - nur sieben Stück)...
    Hmm... wobei... kann man eine Fanseite vielleicht schon als so etwas wie eine Art Schrein ansehen?
    Sagen wir eben, einen Schrein in Form von Lebensraumgestaltung würde ich mir nie einrichten.

    Jano

    Übrigens -um auch heute mal wieder einen Beitrag zur Erhaltung der deutschen Sprache zu leisten - grammatikalisch korrekt wäre "wegen der beiden Möchtegernsuperstars"...
    Geändert von Jano (09.03.2003 um 01:36 Uhr)

  13. #63
    Moderator Disney-Comics Forum Avatar von DuckMania
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    Themen zusammengefügt, da inzwischen in beiden das Gleiche diskutiert wird.

  14. #64
    Original geschrieben von Ungewitter

    Carl Barks ist Gott. Oder sitzt zumindest jetzt ziemlich nah bei ihm.
    Und daher ist das Vergöttern von Carl Barks gerechtfertigt, das Vergöttern von Don Rosa ist genauso lächerlich wie das Gekreische der Meute bei RTL wegen den beiden Möchtegernsuperstars.
    Quatsch. Sorry, aber das sind doch alles persönliche Ansichten. Dem einen ist nunmal eine Rosa Story lieber, als eine von Barks und dem anderen gerade das Gegenteil.
    Von mir aus kann auch jemand Vicar vergöttern - mein Beileid - es würde mir dennoch nichts ausmachen.
    Ich gebe ja zu, daß die Barkschen Figuren unabdingbar sind für die Stories, aber dennoch lese ich die Einsetzung dieser in Don Rosa Geschichten lieber.
    Geändert von Mystific (09.03.2003 um 02:32 Uhr)

  15. #65
    Mitglied Avatar von underduck
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    Tach zusammen!

    Warum spricht in diesem Thema keiner über Al Taliaferro. Der sitzt doch mit Barks zusammen auf einer Wolke und grinst sich einen über diesen Thread.

    mfg

  16. #66
    Alastor Mad-Eye Moody
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    Original geschrieben von Ungewitter
    Solch ein Dumfug lässt mich frühzeitig ergrauen. Außer einer doof rumschnatternden Ente hat Disney kaum eine Vorlage für Carl Barks geliefert und auch sonst wenig zu Barks´ Arbeit beigetragen. Carl Barks ist der größte Künstler in der (recht jungen) Geschichte der Comics. Ende der Diskussion.
    Um eins noch mal klarzustellen: Damit wollte ich Barks NICHT verunglimpfen. Das war ja auch mit Absicht übertrieben, um die Absurdität der Diskussion zu betonen, denn "sonst wäre Don irgendein unbedeutender Architekt geworden" (und diverse Barksvergötterungen) sind IMHO auch nicht gerade Disskussionfördernd. Ich hoffe, ich werde dafür nicht gleich wieder virtuell gesteinigt...
    Ach ja, Taliaferro ist auch ein großartiger Zeichner, ohne ihn würde die Comiclandschaft erheblich anders aussehen und zum Glück wird er nicht so extrem vergöttert..

  17. #67
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    Disney und Taliaferro waren zwar notwendige Voraussetzung für Barks, wirkten aber für ihn sozusagen nur als der zündende Funke. Das Entenhausen, wie wir es kennen, mit den verschiedenen von Barks neu geschaffenen Figuren, mit den Charakteren sämtlicher Figuren (Donald und Tick, Trick und Track wurden erst von Barks zu wirklichen Persönlichkeiten weiterentwickelt und sind nicht mehr dieselben wie bei Taliaferro oder bei den Zeichentrickfilmen) und allem anderen Drum und Dran ist das Werk Carl Barks'.

    Alle Zeichner, die nachfolgten, konnten nur mehr oder weniger glücklich mit diesem Barks-Universum hantieren, es auch hie und da weiterentwickeln und eigenes hinzufügen, es aber nicht grundlegend ändern.

    Rosa gehört zu den Zeichnern, die mit diesem Universum nun glücklich und gekonnt hantieren. Ihn zu vergöttern halte ich für zulässig. Im Olymp, im Walhall der Disney-Comicschöpfer ist aber einzig und allein Barks der Zeus, der Iuppiter Optimus und Wotan-Allvater; alle anderen sind nur Götter minderen Ranges und haben sich dem Großen zu beugen.

    Zeichnerisch ist es ziemlich schwierig, Barks und Rosa überhaupt miteinander zu vergleichen. Die Ducks im Underground-Stil zu zeichnen, gehört zu den originellen und lobenswerten Eigenheiten Rosas.

    Dennoch würde ich sagen, daß Barks doch objektiv auch hier besser ist, vor allem, was die Geschichten aus der Zeit von ca. 1946-55 betrifft. In Hinsicht auf Figuren und Ausdruck der Figuren ist Barks' Strichführung schlicht und dennoch elegant und in sich perfekt.
    Bei Rosas Figuren sieht man jedes Fingerknöchelchen Dagoberts und jedes Hosentürl der Panzerknacker, all die Details haben etwas für sich. Rosas Zeichenstil ist gut, und ebenso ist dies der Ausdruck der Figuren, doch nicht wie bei Barks tatsächlich unübertreffbar vollendet.

    Man merkt bei Rosas Zeichnungen auch nicht selten immer noch, daß er sich mit manchen Schwierigkeiten der Darstellung plagt und sich ab und an disziplinieren muß (räumliche Tiefe, Stellung der Figuren usw.), während die Zeichnungen Barks' zumindest den Anschein erwecken, als wären sie ihm leicht und virtuos aus der Hand geflossen.

    Rosa kann auf seine Art sehr gut zeichnen und ich liebe die Details seiner Schauplätze. Gleichwohl atmen seine Zeichnungen auch hier nicht die Lebendigkeit und Authentizität wie bei Barks.
    Barks' Schauplätze strahlen eine atmosphärische Dichte aus, die ihresgleichen sucht: ob Wildwest in Bullet Valley oder Wüste und Morgenland in "Magic Hourglass", ob Alt-Persien, Afrika ("Voodoo Hoodoo") oder Weihnachten (Dampfbagger, Kummersdorf), ob Spukgeschichte in einer Burg im schottischen Hochmoor oder Südsee-Abenteuer ("Unternehmen Inselfrieden"); ob die Umtriebe eines Feuerteufels dargestellt werden oder der ganz simple Entenhausener Alltag im Hause Duck.
    Selbst Jippes gelingt es hier nur dann mit Barks wirklich gleichzuziehen, wenn er tatsächlich dessen Zeichnungen eins zu eins kopiert, wie in der Südsee-Geschichte mit Gustav Gans.

    Rosas Geschichten sind auch, was Abenteuer, erzählerische Dynamik usw. betrifft, ausgezeichnet, aber sicherlich nicht besser als die von Barks. Was die psychologischen Feinheiten der Figuren betrifft, sind sie sogar im Vergleich zu Barks etwas abgeflacht; Rosa liebt ja auch eingestandenermaßen vor allem Dagobert.

    Allerdings gibt es tatsächlich einen Typus von Geschichten, bei dem Rosa erzählerisch der Meister ist: nämlich wann immer es gilt, Naturgesetze oder physikalische Phänomene dar- bzw. auf den Kopf zu stellen. Hier ist Rosa auch zumeist logischer als Barks und die Geschichten sind in einem gewissen Sinne intelligenter.
    Geändert von Coolwater (09.03.2003 um 17:52 Uhr)

  18. #68
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    @ Kühlwasser: Der Fairness halber sollte ich dir mitteilen, dass Blitzens und mein Wunsch nach ausführlicheren Postings ironisch gemeint war.

  19. #69
    Hehe, die Geister, die ich rief... Ich fand diesen Beitrag von Coolwater sehr angenehm zu lesen.

    Andere servieren uns hier den gleichen Sachverhalt gerne mit dem Holzhammer, wie z.B. in nur zwei Sätzen: "Carl Barks ist der größte Künstler in der ... Geschichte der Comics. Ende der Diskussion. "
    Geändert von Baldi (09.03.2003 um 19:36 Uhr)

  20. #70
    Alastor Mad-Eye Moody
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    Ja, solche ausführlichen und sachlichen Beiträge sind mir allemal lieber als diese "Carl Barks ist der größte, beste, etc - und Basta!"-Beiträge; großes Kompliment an Coolwater!
    Trotzdem lese ich Rosa nicht unwesentlich lieber als einige Barkswerke und die bisweilen etwas bis ziemlich abgeflachten und einseitigen Figuren treten zwar in vielen Rosa-Geschichten auf, aber in einigen wie "Unternehmen Fähnlein Fieselschweif", "Kein Tag wie jeder andere", "Rückkehr ins verbotene Tal" und "Seine Majestät Dagobert I." beweisen die Charactere IMHO doch bisweilen ihre menschlischen, emotionalen, vielschichtigen und weniger abgeflachten Seiten.
    Geändert von Alastor Mad-Eye Moody (09.03.2003 um 20:07 Uhr)

  21. #71
    Das auf jeden Fall! Und es wird oft und gerne übersehen...

    Ich möchte weder den einen noch den anderen vergöttern (und auch der gute Carl konnte ja auch nicht ständig die Supertreffer landen), denn das hat so etwas endgültiges...

    Mit Barks ist man eben einfach groß geworden. Was sagen denn die Ehapa-Statistiken, was die Kids heute von ihm halten? Rosa habe ich erst als "Erwachsener" kennen gelernt. Kann man vermutlich gar nicht vergleichen. Jedenfalls fand ich ihn auf seine Art ebenso genial. Und ich wäre glücklich, könnte ich nur viertel-so-gute-(schlechte) Bilder abliefern.

    Und Vicar ist für mich gemeinsam mit Barks einfach der "Standard"-Zeichner. So soll es aussehen, manches ist besser, vieles schlechter.

  22. #72
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    Da ich mit den Disneycomics Anfang der Neunziger aufgewachsen bin, habe ich beide Zeichner (Barks in TGDD(-Sammelbänden), Rosa in der MM) gleichzeitig gelesen und bin mit beiden aufgewachsen.

    Mir hatten auch mit 10 Jahren schon beide Zeichner sehr gut gefallen, Rosa vor allem wegen der Hintergrundgags in seinen Geschichten, Barks wegen der epischen Erzählungen (obwohl ich die Zeichner damals noch nicht unterscheiden konnte), andererseits sind mir auch einige Vicargeschichten sehr positiv in Erinnerung geblieben (Donald versucht pünktlich zum Vorstellungsgespräch zu kommen, macht bei einem Test zum Raumfahrer mit etc.). Ebenso gefielen mir die Micky-Detektivgeschichten, egal ob von Egmont oder aus Italien.

    Erst Mitte der Neunziger wusste ich dann mit Namen wie Barks und Rosa etwas anzufangen.

    Ich denke, sowohl Barks als auch Rosa haben etwas Besonderes an sich, Barks für seine spannenden, schwungvoll gezeichneten Geschichten und für das Etablieren eines ganzen Kosmos, Rosa für seine genau recherchierten, amüsanten und äußerst detailliert gezeichneten Geschichten.

    Bei der ganzen Diskussion um Erbschleicher und Co. muss man übrigens auch mit einbeziehen, dass man die heutige Zeit nicht mehr mit den Vierzigern und Fünfzigern vergleichen kann, als die meisten Geschichten in den USA entstanden und auch zuerst dort veröffentlicht wurden. Damals war es leichter, Charaktere von Kollegen zu übernehmen, zumal wenn sie, wie bei Barks' Kreationen, auch gleich mehrfach auftauchten. Und es entstanden damals ja auch einige nicht von Barks geschaffene Figuren (Donalds Neffen, Bernie, Oma Duck), die man sich heute nicht mehr wegdenken kann.

    Rosas Arpin Luséne ist bisher nur zwei Mal aufgetaucht und ein sehr spezielelr Charakter, den man nicht in allzu großen Variationen einsetzen kann, zumal es heute Dutzende von Zeichnern an den verschiedensten Orten der Welt gibt, die nicht die gesamten Werke ihrer Kollegen mitverfolgen können - zumal das Duck'sche Universum seit nunmehr vierzig Jahren (quasi seit Gundel Gaukeley) ziemlich gefestigt ist, so dass sich neue Charaktere äußerst schwer tun würden.

  23. #73
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    @ Baldi und a.m.e.m.: Hach, ich liebe diesen Gegenwind !

  24. #74
    Hach, ich liebe diesen Gegenwind
    Ja, der geht meist mit einem Ungewitter einher...

  25. #75
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    @ Ungewitter:

    Das ist mir klar. Aber ich kann einfach nicht aus meiner Haut.

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